Quelle: Archiv MG - LATEINAMERIKA NICARAGUA - Die Freiheit läßt keine Wahl


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       Wochenschau
       

WO "TERRORISMUSBEKÄMPFUNG" GANZ VERKEHRT WÄRE...

"Im Norden Nicaraguas sind acht Deutsche von antisandinistischen Rebellen entführt worden... Vier weitere Bundesbürger, denen die Flucht gelungen war, berichteten auf einer Pressekonferenz, die Waffen der Aufständischen stammten aus der Bundesrepublik. Ein- heiten der von den USA finanziell unterstützten Contra-Rebellen hatten nach Angaben aus Managua am Samstagmorgen das Dorf Jacinto Vara überfallen und zwölf Deutsche entführt, die dort beim Aufbau einer Siedlung mitarbeiteten... Die Bundesregierung hatte am Pfingstsonntag die Entführung als Akt der Gewalt verurteilt." (Süddeutsche Zeitung, 20.5.86) Der Fall liegt also klar: Terroristen, unterstützt von einer aus- wärtigen Macht, in diesem Fall den USA, mit Helfershelfern an- scheinend auch in einschlägigen Unterstützerkreisen hierzulande (Waffen aus der BRD!), entführen deutsche Zivilisten. Der deut- sche Rechtsstaat schaut ohnmächtig zu. Die Bundesregierung for- dert die Unterstützerstaaten der Terroristen zur Intervention auf: "Außenminister Genscher hat am Dienstag in Briefen an die Außen- minister von Costa Rica, Honduras und der Vereinigten Staaten darum gebeten, die Bemühungen um die Befreiung deutscher Staats- angehöriger zu unterstützen." (FAZ, 21.5.) Der erklärte Hintermann der Terroristen, der sie politisch ermu- tigt und finanziert, sitzt in Washington. Er ist auch noch voll geständig: Der Präsident der USA bekennt sich öffentlich als "Contra"! Und er weigert sich frech, seine Killerkommandos zu- rückzubeordern. Muß jetzt also die deutsche Luftwaffe das Weiße Haus bombardieren, oder werden wenigstens 15 Angehörige der US- Botschaft ausgewiesen? Falsch, ganz falsch!! Gehe zurück nach Bengasi und überlege noch einmal, wer die "Terroristen" sind. In diesem Falle nämlich ein- deutig die Gekidnappten: "Sie gingen nach Nicaragua, um das mit der Sowjetunion eng ver- bundene leninistische Regime der Sandinisten zu stützen. Sie sind also Helfer übler Unterdrückungs-Herren." (FAZ-Kommentar, 21.5.) zurück