Quelle: Archiv MG - WESTEN OEKONOMIE ALLGEMEIN - Von der politischen Ökonomie

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NACHRICHTEN AUS DER MARKTWIRTSCHAFT

480 Millionen futsch - Wer soll das controllen... ------------------------------------------------- "Auf den ersten Blick stellt sich die ganze Krise nur als Kredit- krise und Geldkrise dar. Und in der Tat handelt es sich nur um die Konvertibilität der Wechsel in Geld. Aber diese Wechsel re- präsentieren der Mehrzahl nach wirkliche Käufe und Verkäufe, de- ren das gesellschaftliche Bedürfnis weit überschreitende Ausdeh- nung schließlich der ganzen Krisis zugrundeliegt. Daneben stellt aber auch eine ungeheure Masse dieser Wechsel bloße Schwindelge- schäfte vor, die jetzt ans Tageslicht kommen und platzen; ferner mit fremdem Kapital getriebne, aber verunglückte Spekulationen; endlich Warenkapitale, die entwertet oder unverkäuflich sind, oder Rückflüsse, die nie mehr einkommen können." (K. Marx, Das Kapital Bd. 3, MEW 25, S. 507). Eine kleine Meisterleistung war es schon, wie die Presseabteilung des Volkswagenwerkes es schaffte, das Verschwinden einer halben Milliarde in einen zwar verdammenswerten, letztlich aber doch bloß b e t r ü g e r i s c h e n A u s r u t s c h e r zu ver- wandeln. Gegangen ist das allerdings nur, weil die Nation und ihre veröffentlichte Meinung mitspielten und ein munteres Rätsel- raten eröffneten, wo denn nun d i e S c h u l d i g e n zu finden seien. Großen Wert legten sie alle, bis hin zum Minister Stoltenberg, auf die Feststellung, es habe sich wirklich nur eine "kriminelle Handlungsweise" dingfest machen lassen. Anscheinend ist der feste Glaube daran wichtiger als die halbe Milliarde; um- gekehrt: die läßt sich schon verschmerzen, wenn bloß nicht der Verdacht aufkommt, daß die ganz normale Handlungsweise eines großen nationalen Konzerns in solche Abenteuer führt. So wurden Statements der Art "Bei krimineller Energie versagt jedes Controlling" (Dr. Heinz Schimmelbusch, Metallgesellschaft) richtiggehend mit. Erleichterung vermeldet, obwohl man darüber doch ein wenig stutzig werden könnte: Ein "Controlling" wird es wohl geben, weil gerade auf dem Sektor der Finanzen und Devisen mit "Entgleisungen" aller Art gerechnet wird - aber ausgerechnet für den Finanz-GAU soll es dann gar nicht bestimmt gewesen sein? Die "kriminelle Energie" soll darin bestanden haben, daß "jemand" mal auf einen steigenden Dollar spekuliert hat, sich verspeku- lierte, dann den Verlust nicht gelten lassen wollte und immer größere Summen nachschoß, um schließlich auf dem Devisenmarkt doch noch recht zu bekommen und aus dem Verlust einen umso größe- ren Gewinn zu machen - und plötzlich war eine halbe Milliarde beieinander. Da lachen ja die Hühner. Der "Jemand" ist erst einmal die Finanzabteilung von VW selbst. Die hat es nicht bloß mit so banalen Dingen zu tun, wie Rechnun- gen auszustellen und zu kassieren; sie muß sich auch um das Her- einholen von Krediten kümmern, andererseits selbst Kredite gewäh- ren. Die laufende Produktion und ihre Ausweitung macht sich nicht davon abhängig, welche Rückflüsse gerade hereinkommen; und die Rückflüsse stellt man sich auf der anderen Seite selber her, in- dem man gar nicht erst auf die Versilberung der Ware wartet, son- dern sich der diversen Kreditmittel bedient, die Realisierung von Kostpreis und Profit v o r z u z i e h e n. Gerade ein Kapital wie VW, das so dick im Exportgeschäft steckt, muß es als unbe- dingt zu schließende Lücke betrachten, wenn sein W a r e n- kapital in Form von Autos auf dem Meer zwar herumschwimmt, als Waren k a p i t a l eben deswegen aber tot herumliegt. Die Lücke wird geschlossen durch Wechselziehung auf die eingeschiffte Ware, der Wechsel macht sich auf den langen Marsch durch die Institutionen, immer neue Wechsel werden auf ihn gezogen, denen man irgendwann gar nicht mehr ansieht, daß sie mal Wechsel waren - und wie es auch immer im einzelnen zugehen mag, zu guter Letzt haben sie ein riesiges Kuddelmuddel von Geld und Kredit beieinander. Das erfährt seine Bereicherung noch dadurch, daß das weltweite Geschäft das Bedürfnis wie auch den Besitz von Weltwährungen aller Art nötig macht und die Spekulation mit dem Stand dieser Währungen geraten sein läßt. "Hinzu kommt, daß Volkswagen durch sein umfangreiches Auslandsge- schäft jährlich schätzungsweise ein Devisenvolumen von mindestens 12 bis 13 Milliarden DM, das sind mehr als 50 Millionen DM pro Tag, bewegt." (FAZ, 16.3.) Die Finanzabteilung ist gehalten, aus diesem, nicht zuletzt von ihr mitgeschaffenen, Berg das Beste zu machen, nämlich ein E x t r a g e s c h ä f t. "Und unter der Ära von Finanzchef Professor Dr. Friedrich Thomee wurden schließlich auch von Volkswagen offiziell spekulative De- visentermingeschäfte abgeschlossen." Mutige Männer kommen da schon mal auf die Idee, ob man nicht gleich aus VW "eine Bank, die nebenbei auch noch Autos produ- ziert", machen sollte - aber diese Yuppies gingen doch entschie- den zu weit und wurden zurückgepfiffen. Die Idee natürlich nicht, schon allein aus dem Grund, daß man das viele schöne Geldkapital doch unmöglich ungenutzt herumliegen lassen kann; "konservativ" erscheint es auch, Überschüsse bloß zu verwalten und in sichere Zinsanlagen zu stecken - derweil die schönsten Spekulationsge- winne winken... Nein, Geldkapital schreit nach aktiver Vermeh- rung, und wer diesen Schrei nicht hört, hat in der Finanzabtei- lung von VW auch nichts zu suchen. Wie das Hin und Her in den Vorstandsetagen zeigt, gibt es in die- ser Frage einen ewigen Kampf zweier Linien, wie vorsich- tig/wagemutig man in Sachen s e l b s t ä n d i g e Geschäfte- macherei mit dem Kreditberg voranschreiten soll. Der Große Vor- sitzende ist beauftragt, den Goldenen Mittelweg ausfindig zu ma- chen, die dafür eingesetzte Institution ist das "Controlling". In der Finanzabteilung und bei ihren Geschäftspartnern sitzen hin- wiederum genügend unzufriedene und charakterschwache Menschen herum: Unzufrieden sind sie über die vielen verschenkten Möglich- keiten der Geldvermehrung, die sie vom internationalen Spekulati- onskarussell abkupfern möchten und die ihnen täglich über die Mo- nitore flimmern; charakterschwach sind sie, weil in ihrem Hinter- kopf der Gedanke spukt, ob sie nicht ein kleines, individuelles Nebengeschäftchen mitlaufen lassen sollten. Wegen dieser Charak- terschwäche hat man sie übrigens geholt, da sie von gesundem Ehr- geiz - und Gewinnstreben zeugt. Beide Eigenschaften zusammen be- wegen sie dazu, das "Controlling" zu unterlaufen. Damit rechnen wiederum die "Controller". Fazit: S p e k u l a t i o n u n d S c h w i n d e l finden d a u e r n d statt. Der Begriff dieser Dinger besteht schließ- lich darin, daß sie in Ordnung gehen, wenn sie sich g e l o h n t haben. Wenn sie sich nicht mehr lohnen, heißen sie "kriminelle Energie". Das ist ungerecht, da diese Verbrecher in Wirklichkeit nur O p f e r der heraufziehenden Krise sind. Was können sie denn dafür, wenn ihre hektischen Überaktivitäten durch die Banalität aufs Kreuz gelegt werden, daß die Kreditgeschäfte irgendwo ins Stocken gekommen sind? Merke: Nicht der Kredit- schwindler ist pervers, sondern die Gesellschaft, die ihn dazu macht. In diesem Fall muß der unbekannte Schuldige bei VW geradezu als Sündenbock herhalten: Lieber "decken" bundesdeutsche Politiker und Journalisten einen saftigen Kreditschwindel "auf", als daß sie den Verdacht aufkommen lassen, ein deutscher Großkonzern könne zu den ersten Entwertungskandidaten der nächsten Krise zäh- len. Die Folgen d a v o n scheinen bedeutend unangenehmer als eine lumpige halbe Milliarde. Aus diesem Grund hat VW wohl auch schnell versprochen, daß es garantiert den vergeigten Millionen noch 300 Millionen für die Eigentümer als Dividende hinterher- schmeißen wird. Kredit und Glauben ------------------ Aus dem Vatikan erreichen uns Nachrichten, die uns nicht im ge- ringsten erschüttern. Der Kassenwart des Papstes - ein Mensch na- mens Marcinkus - soll sich in der Welt der Finanzen daneben be- nommen haben. Die italienischen Behörden jedenfalls wollen ihn verhaften, weil er wesentlich an so Sachen wie "betrügerischem Bankrott" beteiligt gewesen sein soll. Das glauben wir sofort, obwohl uns nichts ferner liegt, als in schwebende Verfahren ein- zugreifen. Die Sache ist von Marx so beurteilt worden: "Das Monetarsystem ist wesentlich katholisch, das Kreditsystem wesentlich protestan- tisch." Das hat nun der katholische Würdenträger mit Zeichnungs- berechtigung nicht beherzigt; in der Annahme, daß ein katholisch geprägter Staat wie der italienische nichts gegen einen Buchhal- ter der katholischen Kirche haben könne, hat sich der Mann auf protestantische Praktiken der gehobenen Klasse verlegt. Das von seiner Gemeinde in ihren weltweiten Filialen eingesammelte Geld hat er nicht einfach nachgezählt und davon ab und zu eine Fahr- karte für den Papst gekauft oder eine Mahlzeit für eine Gemeinde von Hungerleidern in Afrika gestiftet. Nein, er wollte mit dem Zaster unbedingt etwas Nützliches anstellen. Bei der Entscheidung darüber, was das denn sein könnte, ist ihm anläßlich eines kurzen Blicks in die christliche Welt eingefallen, daß man das Vermögen des Vatikans auch vermehren kann, statt es einfach auszugeben. Entsprechende Angebote erhielt der Bankhalter Gottes von allen guten Börsen und Banken des Landes. Für den Schwerpunkt der Zu- sammenarbeit mit dem Banco Ambrosiano hat er sich keineswegs we- gen des Schutzheiligen entschieden, sondern wegen Geld. Mit die- sem Institut war immer noch ein Geschäftchen drin, das ein wenig mehr brachte, weil etwas außerhalb der Usancen. Da gab es herrli- che Dollarschiebereien mit Mafia-Geld abzuwickeln, und die Ver- treter dieser Bank waren für saftige Spekulationen immer gut. Gut ging das allerdings nur so lange, bis auch dem Istituto per le Opere di Religione - das es auf fünf Milliarden Dollar Aktienbe- sitz und anderes mehr gebracht hatte - nicht nur die Peterspfen- nige zuflossen, sondern auch eine Rechnung präsentiert wurde. Als der Glaube an den Banco Ambrosiano und die Liquidität von so eh- renwerten Männern wie Sindona erschüttert wurde, stellte sich heraus, wie brüchig die Fundamente des Protestantismus sind. Und wie speziell die Zusammenarbeit zwischen IOR und den Kreditschie- bern der Bank gewesen ist. Ein paar gar nicht glaubwürdige Bürgschaften, etwas organisierte Steuerhinterziehung, Handel mit gefälschten Wertpapieren usw., das alles wird dem Kassenwart jetzt zur Last gelegt. Und weil er die wohnliche Umgebung seiner römischen Villa nicht mit den är- gerlichen Verhältnissen im italienischen Gefängnis tauschen möchte, ist er zunächst einmal übergangsweise in den Vatikan ge- zogen zum Verstecken. Das ist ein Skandal. Und zwar schon wieder einer, der nichts und niemanden ändert. Weder wird jetzt die Kollekte des Peterspfen- nigs eine Pleite, noch dürfte die katholische Kirche unter Mas- senkündigungen bei ihren Mitglieder leiden. Den Kredit, den Gott bei den Gläubigen genießt, können seine offiziellen Vertreter auf Erden nämlich gar nicht verspielen. Die Bürgschaft leisten die Christen ja selbst, mit ihrem Glauben - und der versetzt Berge, auch solche aus Geld. Es gibt noch eine Gerechtigkeit ------------------------------- Im September '86 kaufte Fiat den Libyern eigene Aktien für 7 Mil- liarden DM wieder ab (vgl. MSZ 10/86). Die Agnellis wollten den Einstieg in SDI nicht verpassen und entrichteten dafür den poli- tischen Preis, den die USA verlangten: kein Gipfelchen Einfluß für Gadafi. Mittlerweile stellt sich heraus, daß das Geschäft auch einen P r e i s gehabt hat. Das Bankenkonsortium, das da- mals die Abwicklung des Geschäfts gerne übernahm - schließlich handelt es sich um grundsolide Aktien, auf die der europäische Markt nur gewartet haben soll -, ist auf einem dicken Paket sit- zengeblieben: "Das Gewicht der nicht untergebrachten Fiat-Aktien drückt sowohl auf die italienische Aktienbörse, wo Fiat seit der Transaktion fast um ein Viertel gesunken sind, wie sie auch den Banken Schmerzen verursacht, die diese Aktien damals zum Höchstkurs übernommen haben und inzwischen nur noch mit immer größerem Ver- lust absetzen können... Da die Operation auch politischen Hintergrund hatte, diskret vor- genommen und sehr kurzfristig abgewickelt werden mußte, hatten Fiat, Deutsche Bank und Konsortium eine ungewöhnlich schwierige Aufgabe vor sich und konnten nicht alle sonst üblichen Absiche- rungen treffen." Da haben sie sich als eilfertige Liebediener der politischen Ge- walt betätigt - natürlich nicht, ohne an ihr eigenes kleines Pro- fitchen zu denken -, und schon fällt ihnen ihre eigene Brut in den Rücken und spekuliert ungerührt auf Baisse: "Ihr zusätzliches Pech war, daß die Börse seitdem abwärts ten- diert." Jetzt fuchsen sie sich und haben einen überraschenden Gewinner entdeckt: "Wie sich nachträglich zeigt, hat Libyen sein Paket zu dem für Tripolis günstigsten Zeitpunkt verkauft." Dabei hatte man sich das vorträglich ganz anders vorgestellt... Die Logik ist zwar beknackt und zeugt nur von der Gehäßigkeit ih- rer Anwender - aber eine kleine Genugtuung für den Verfasser des Grünen Buches dürfte es schon sein. Helfen tut sie ihm freilich nicht, denn während die Banken ein paar Nullen durchstreichen, muß er mit dem Geld - damals wie heute - ein paar ganz reale Schulden abzahlen An die natürlich. Über den Mehrwert - oder: ------------------------- Hochzeitskutschen schaffen keinen Reichtum ------------------------------------------ Zum Zwecke der E l e n d s verwaltung haben die USA und Großbri- tannien staatliche Programme aufgelegt, die den Arbeitslosen hel- fen sollen, K a p i t a l i s t e n zu werden. Der hauptsächli- che Inhalt dieser Programme ist eine Ansprache an unternehmeri- sche Urinstinkte, die der Sozialkundeunterricht in sie hineinge- pflanzt hat: Glückes Schmied, Tellerwäscher und so weiter. So zermartern sich denn diese kleinen Leute den Kopf, wo sie eine "Marktlücke" entdecken können. Die vom Staat gnädig noch gezahlte Stütze, verbunden mit dem lockenden Angebot, bei der "Unternehmensgründung" mit ein paar Dollar/Pfund nachzuhelfen, lassen sie auf die aberwitzigsten Ideen kommen. Noch ziemlich normal die in den "Tagesthemen" vorgeführte arbeitslose Biblio- thekarin, die mit 40 Pfd. Alu die Woche und ihrem Erspartem sich ladylike gestylt hat und eine Hochzeitskutsche kaufte, mit der sie nun bleiche Engländer durch den Nebel zum Standesamt bringt. Exotischer schon solche Beispiele, die das "verrückte New York" zustandebringt, wie das "gesungene Telegramm" oder die berufsmä- ßigen "Hunde-Gassi-Führer". Der von Staats wegen herausgeforderte Erfindungsreichtum entpuppt sich bei näherer Betrachtung jedoch als die immergleiche Masche: der eigenen Klasse das Geld aus der Tasche ziehen. Wenn es ganz gut geht, kommt so ein frischgebackener "Kapitalist" auch mal an die Revenue der Bessergestellten heran - nie wird er aber in die Verlegenheit kommen, selbst den Übergang zur Anwendung von K a p i t a l zu machen. Auch wenn er die S e l b s t a u s b e u t u n g seiner eigenen Person wie auch seiner Familie noch so radikal betreibt - außer den sehr zweifel- haften Erfolgen, daß er vielleicht einen armen Schlucker ein- stellt und damit hilft, die Sozialkassen des Staates zu entla- sten, wird nicht viel herauskommen. In Amerika hat diese "Initiative" übrigens zu einer deutlichen Verminderung der Arbeitslosenzahl geführt; die Burschen da drüben glauben ja wie blöd an ihren Mist von "winners und loosers" und schauen sich gerne im Fernsehen die Lobhudeleien ihres obersten Kriegsherren über "die wiedererweckten Schaffenskräfte des ameri- kanischen Volkes" an. Daß, aber die sogenannte "Ausweitung des tertiären Sektors" nichts mit A k k u m u l a t i o n von Reich- tum, sehr viel aber mit einer U m v e r t e i l u n g d e r A r m u t zu tun hat, ist nicht nur den Nationalökonomen im Wirtschaftsministerium aufgefallen - die fragen sich nämlich, wo eigentlich das Wachstum bleibt -, sondern auch dem Gewerkschafts- bund AFL/CIO: "...Evolution zu einer postindustrialisierten Gesellschaft, in der die Einkommen nicht mehr im Industrie-, sondern im Dienstlei- stungssektor 'produziert' werden. Nach Meinung des gewerkschaft- lichen Dachverbandes hat sich dieser Prozeß in den letzten Jahren akzentuiert und zur Vernichtung hochbezahlter Arbeitsplätze ge- führt. Seit 1979 seien 2,3 Mio. Arbeitsplätze in der Industrie mit einem Durchschnittsverdienst von 444 Dollar pro Woche verlo- ren gegangen, während auf den 9,2 Mio. an neu geschaffenen Stel- len im tertiären Sektor im Mittel nur noch 272 Dollar pro Woche verdient würden. Die AFL/CIO schließt daraus, daß der Lebensstan- dard der Vergangenheit auf der Basis der 'Hamburger-Jobs' in der zukünftigen Dienstleistungsgesellschaft nicht mehr gehalten wer- den könne." (NZZ, 1.3.) Ein vorbildlicher Bankier ------------------------- "Bankier Ulrich (Ex-Chef der Deutschen Bank) hat sich am Monta- gnachmittag mit einer Pistole in den Mund geschossen: Er war auf der Stelle tot... Frau Ulrich: 'Ärzte haben ihm gesagt, daß sein körperlicher Verfall zu einem qualvollen elenden Ende führen könnte. Dazu wollte er es nicht kommen lassen. Er hat getan, was er von seinem Beruf gewöhnt war: Objektive Analyse der Situation, danach traf er die Entscheidung und vollzog sie.'" (BILD, 18.3.) zurück