Quelle: Archiv MG - WESTEN OEKONOMIE ALLGEMEIN - Von der politischen Ökonomie
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Japanische Arbeiter
STANDORTFRAGEN
Japanische Arbeiter arbeiten 2149 Stunden im Jahr, schwedische
1824, englische 1778, bundesdeutsche Arbeitnehmer hingegen nur
1697, aber das dafür "rund um die Uhr und zu jeder Tag- und
Nachtzeit'', wohingegen die Engländer "traditionell die 2-
Schichtarbeit, speziell die Wechselschicht" bevorzugen. Festge-
stellt hat das der bayrische Arbeitgeberpräsident Muhrmann nach
einer Stippvisite in seinem schottischen Fabrikstandort. Und ver-
kündet hat er es anläßlich eines der bei uns so beliebten Inter-
views: Unternehmer, Politiker, Gewerkschaftler oder auch das ein-
fache Volk räsonieren über die Vorzüge bundesdeutschen Ar-
beitermaterials gegenüber auswärtigem.
Auf die Frage, welcher Standort denn jetzt der bessere sei für
Unternehmer, der deutsche oder der englische, hat er eine eindeu-
tige Antwort: beide! Das würde er "so sowieso nicht entscheiden".
Der Mann ist eben ehrlich. Schließlich ist er es und seine inter-
nationalen Klassenbrüder, die sich "traditionell" die Arbeitsbe-
dingungen einrichten, nach denen sich die Arbeiter "traditionell"
richten. Noch Standortfragen?
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