Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 03/1980
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DAS INSTITUT FÜR MARXISMUS-LENINISMUS BEIM ZENTRALKOMITEE
DER SOZIALISTISCHEN EINHEITSPARTEI DEUTSCHLANDS (IML)
Wolfgang Arlt
I. Entstehung, Aufgaben und Entwicklung bis Ende der 60erJahre -
II. Zur Tätigkeit in den 70erJahren und zu den nächsten Aufgaben
- III. Wichtige Institutsinstitutionen - Die Institutszeitschrift
- Das Zentrale Parteiarchiv (ZPA) - Die Bibliothek - Zentral-
stelle für Information und Dokumentation zur Geschichte der Ar-
beiterbewegung und zur Marx-Engels-Forschung - Internationale Be-
ziehungen.
I. Entstehung, Aufgaben und Entwicklung bis Ende der 60er Jahre
---------------------------------------------------------------
Die Gründung des Instituts für Marxismus-Leninismus beim Zentral-
komitee der SED geht auf einen Beschluß des Zentralsekretariats
des Parteivorstandes der SED vom 29. März 1949 zurück. Nachdem
entsprechende Voraussetzungen geschaffen waren, nahm es als Marx-
Engels-Lenin-Institut noch im Herbst des gleichen Jahres seine
Tätigkeit auf. Entscheidende Impulse für die Gründung des Insti-
tuts gingen von der 1. Parteikonferenz der SED im Januar 1949
aus. Sie legte fest, die ideologische Arbeit der SED in drei
Richtungen zu entwickeln: erstens den Marxismus-Leninismus an
Hand der Werke der Klassiker des Marxismus-Leninismus und der Ge-
schichte der KPdSU gründlich zu studieren; zweitens sich kritisch
mit der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, besonders mit
der Politik der sozialdemokratischen Partei, auseinanderzusetzen;
und drittens das Studium der Erfahrungen der internationalen Ar-
beiterbewegung, vor allem der Entwicklung der Länder, die den Weg
zum Sozialismus beschulten, systematischer zu betreiben. 1) Dem-
zufolge erhielt das Institut, das als Forschungsinstitut der Par-
tei geschaffen wurde, den Auftrag, die entsprechenden wissen-
schaftlichen Grundlagen zur Verfügung zu stellen. Die Hauptauf-
gabe bestand darin, die Herausgabe der Werke der Klassiker des
Marxismus-Leninismus zu besorgen. 2)
Als im Jahre 1949 eine kleine Gruppe erfahrener marxistischer Ge-
sellschaftswissenschaftler , vor allem Philosophen, Historiker
und Ökonomen sowie Redakteure ihre Arbeit im Institut aufnahm,
setzte sie die bereits nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte Her-
ausgabe von Werken der Begründer des wissenschaftlichen Kommunis-
mus systematisch fort. Unschätzbaren Wert für die erfolgreiche
Tätigkeit des Instituts hat die Übermittlung der jahrzehntelangen
umfangreichen Erfahrungen des Instituts für Marxismus-Leninismus
beim Zentralkomitee der KPdSU in Moskau, zu dem von Anfang an
eine enge Zusammenarbeit hergestellt wurde. Ob es sich um die Er-
fahrungen auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Edition der Werke
der Klassiker handelte, um die Übergabe der Redaktionsunterlagen
der vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU be-
sorgten Ausgaben der Werke der Klassiker des Marxismus-Leninismus
für die Vorbereitung und Herausgabe der deutschen Ausgaben dieser
Werke, oder ob es sich um die Vermittlung von Erfahrungen zur
Entwicklung der Forschungsarbeit, um die Beschaffung deutschspra-
chiger Literatur und anderer Quellen zur Geschichte der deutschen
und der internationalen Arbeiterbewegung handelte, stets war sich
das Institut der Hilfe des Moskauer Bruderinstituts gewiß.
Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung war der Beschluß der
7. Tagung des ZK der SED vom 20. Oktober 1951 über "Die wichtig-
sten ideologischen Aufgaben der Partei" . Mit diesem Beschluß
wurden die Aufgaben des Instituts präzisiert und wesentlich er-
weitert.
Das ZK der SED beauftragte das Institut, in enger Zusammenarbeit
mit dem Dietz-Verlag Berlin die Werke W.I. Lenins auf der Grund-
lage der 4. russischen Ausgabe herauszugeben. Der Beschluß legte
ferner fest, die nach 1945 noch nicht erschienenen Einzelwerke
von Marx und Engels zu veröffentlichen. Zugleich erteilte das
Zentralkomitee den Auftrag, mit der wissenschaftlichen Ausarbei-
tung der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung zu beginnen.
3) Diese Aufgabe gewann noch an Bedeutung, nachdem die 2. Partei-
konferenz der SED im Juli 1952 beschloß, nunmehr in allen Berei-
chen der Gesellschaft in der DDR die Grundlagen des Sozialismus
zu errichten. Davon ausgehend, übertrug das Politbüro der SED
1953 dem Institut die Aufgabe, sich der Erforschung und Darstel-
lung der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung zuzuwenden. Es
ging vor allem darum, durch die Veröffentlichung von Reden und
Schriften führender Persönlichkeiten und von Dokumenten der Ar-
beiterbewegung hierfür entsprechende Quellengrundlagen zu er-
schließen. Noch im gleichen Jahr faßte das Politbüro den Be-
schluß, durch das Institut die 40bändige Marx-Engels-Werkausgabe
in deutscher Sprache auf der Grundlage der zweiten Ausgabe in
russischer Sprache zu besorgen. Damit waren die Aufgaben des In-
stituts für eine weite Perspektive abgesteckt.
Nachdem 1955 die ersten Bände der Lenin-Werkausgabe erschienen,
konnte nach langjähriger und angestrengter Arbeit 1965 die Veröf-
fentlichung der 40bändigen Werkausgabe abgeschlossen werden. Lag
die erste Auflage jedes Bandes zwischen 30 000 und 50 000 Exem-
plaren, so sind von allen Bänden inzwischen Nachauflagen erschie-
nen, so daß heute von jedem Band bis zu 300 000 Exemplare vorlie-
gen.
Noch 1953 wurde mit der Arbeit zur Herausgabe der 40bändigen
Marx-Engels-Werkausgabe begonnen, 1956 erschien der erste Band,
1968 konnte die Herausgabe abgeschlossen werden. Damit liegt die
bisher umfassendste Veröffentlichung des literarischen Nachlasses
der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus in deutscher
Sprache
vor.
Mit dem Beginn der systematischen Erforschung und Darstellung der
Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung im Jahre 1953 durch das
Institut ging die SED dazu über, die Erfahrungen und Lehren aus
der eigenen Parteigeschichte und aus den revolutionären Kämpfen
der deutschen Arbeiterklasse verstärkt für die Herausarbeitung
eines auf der Grundlage des historischen Materialismus beruhenden
Geschichtsbildes, für die Entwicklung des sozialistischen Bewußt-
seins der Arbeiterklasse und aller anderen Werktätigen zu nutzen.
Die ersten Schritte, um eine Geschichte der deutschen Arbeiterbe-
wegung ausarbeiten zu können, bestanden zunächst darin, die Edi-
tion von Quellen zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung
und der revolutionären Partei der Arbeiterklasse vorzubereiten
und dadurch Grundlagen für die Forschungsarbeit zu schaffen. Die
Quellenedition des Instituts umfaßt seit dieser Zeit die Heraus-
gabe von Dokumenten aus der Geschichte der Partei und der Arbei-
terbewegung, von Reden und Schriften führender Persönlichkeiten
und von Erinnerungen der Veteranen der Arbeiterbewegung.
Die erste größere Auswahl von Materialien zur Geschichte der Kom-
munistischen Partei Deutschlands erschien 1954 anläßlich des IV.
Parteitages der SED unter dem Titel "Zur Geschichte der Kommuni-
stischen Partei Deutschlands. Eine Auswahl von Materialien und
Dokumenten aus den Jahren 1914"1946". Ihr folgte eine mehrere
Bände umfassende Quellenpublikation unter dem Titel "Dokumente
und Materialien zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung",
die weiter vervollständigt wird. Insgesamt hat das Institut seit
seinem Bestehen 46 Bände mit Dokumenten zur Geschichte der Partei
sowie der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung heraus-
gegeben.
Unter den Titeln "Unvergeßlicher Lenin", "Unter der roten Fahne"
und "Vorwärts und nicht vergessen" erschienen die ersten Bände
mit Erinnerungen von Veteranen der Arbeiterbewegung. Heute liegen
19 Titel derartiger Erinnerungsbände vor. Eine umfangreiche
Arbeit leistete und leistet das Institut durch die Herausgabe von
Reden und Schriften hervorragender Persönlichkeiten der deutschen
und der internationalen Arbeiterbewegung. Inzwischen liegen von
mehr als 20 Persönlichkeiten ein- bzw. mehrbändige Ausgaben ihrer
Arbeiten vor.
Im engsten Zusammenhang mit der Quellenedition und auf dieser
Grundlage entwickelte sich schrittweise die direkte wissenschaft-
liche Forschungsarbeit zur Geschichte der Arbeiterbewegung.
Zunächst wurden einzelne Probleme und Aktionen der revolutionären
Arbeiterbewegung sowie bestimmte Höhepunkte im Kampf der Partei
untersucht und dargestellt. So erschienen zum Beispiel Studien
zur Geschichte des Bundes der Kommunisten, zur Herausbildung der
Eisenacher Partei, über den Kampf der revolutionären deutschen
Sozialdemokratie gegen das Sozialistengesetz, über den Kampf Karl
Liebknechts gegen den imperialistischen Krieg, über Probleme der
Novemberrevolution 1918/1919, zu Fragen der Entstehung der KPD,
der Märzkämpfe 1921, des Kampfes der deutschen Arbeiterklasse um
die Enteignung der Fürsten, des antifaschistischen Widerstands-
kampfes der KPD und zur Geschichte des Vereinigungsprozesses von
KPD und SPD zur SED. Es folgten umfassendere Forschungen zu
Grundproblemen der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, wo-
bei die Erforschung und Darstellung der Geschichte der Arbeiter-
bewegung nach 1945 und damit der Geschichte der SED ein immer
größeres Gewicht erhielt. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbei-
ten fanden ihren Niederschlag in zahlreichen Monographien und
Biographien. In den fünfziger Jahren wurden auch erste Schritte
zur Erforschung von Problemen der internationalen Arbeiterbewe-
gung getan und verstärkt die gemeinsamen Kampftraditionen von KPD
und KPdSU Gegenstand der Forschung und Edition.
Die erste Zusammenfassung der Forschungen zur Geschichte der Ar-
beiterbewegung bis Anfang der sechziger Jahre erfolgte in der auf
Beschluß der 16. Tagung des Zentralkomitees der SED vom Juni 1962
erarbeiteten achtbändigen "Geschichte der deutschen Arbeiterbewe-
gung", die 1966 erschien. An der Erarbeitung waren neben Mitar-
beitern des Instituts für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED
auch Historiker anderer Institute beteiligt. Dieses Werk ist die
erste zusammenfassende marxistisch-leninistische Darstellung der
Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung von ihren Anfängen bis
zu den 60er Jahren unseres Jahrhunderts.
Es spiegelt den Anfang der sechziger Jahre erreichten Stand der
Erkenntnisse wider und machte zugleich deutlich, welche Probleme
der Geschichte der Arbeiterbewegung und besonders der KPD und der
SED noch tiefgründiger wissenschaftlich untersucht und darge-
stellt werden mußten. In Ergänzung zu diesem Geschichtswerk er-
schien 1967 ein dreibändiges Nachschlagwerk "Geschichte der deut-
schen Arbeiterbewegung. Chronik".
II. Zur Tätigkeit in den 70er Jahren und zu den nächsten Aufgaben
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Zu Beginn der 70er Jahre leitete der VIII. Parteitag der SED mit
seinen Beschlüssen auch einen neuen Abschnitt in der gesell-
schaftswissenschaftlichen Forschung und damit in der Tätigkeit
des Instituts ein. Er stellte die Aufgabe, in der DDR die entwic-
kelte sozialistische Gesellschaft zu gestalten.
Erstmalig wurden die grundlegenden Aufgaben für die gesell-
schaftswissenschaftliche Forschung und damit auch für die Tätig-
keit und die Verantwortung des Instituts in einem "Zentralen For-
schungsplan der Gesellschaftswissenschaften der DDR 1971 bis
1975" formuliert, den das Politbüro des ZK der SED im Januar 1972
bestätigte. 4)
Das Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED wurde Leit-
institut für die Marx-Engels-Forschung und die geschichtswissen-
schaftlichen Forschungen in der DDR. Zur Leitung dieser Tätigkeit
wurden am Institut der Wissenschaftliche Rat für die Marx-Engels-
Forschung der DDR und der Rat für Geschichtswissenschaft gebil-
det. In diesem Zusammenhang gewann die Qualifizierung der Mitar-
beiter wachsende Bedeutung. Auf Anordnung des Ministers für das
Hoch- und Fachschulwesen wurde dem Institut das Promotionsrecht
übertragen.
Angesichts der Tatsache, daß sich der Marxismus-Leninismus zur
einflußreichsten Ideologie der Gegenwart entwickelt hat und in
den sozialistischen Ländern die Weltanschauung der Arbeiterklasse
zur herrschenden Ideologie geworden ist, wurde die Veröffentli-
chung des gesamten literarischen Nachlasses der Begründer des
wissenschaftlichen Kommunismus zu einer bedeutenden politischen
und wissenschaftlichen Aufgabe. Gleichzeitig waren die jahrzehn-
telangen Forschungsarbeiten sowjetischer Wissenschaftler sowie
die Forschungen marxistisch-leninistischer Wissenschaftler ande-
rer Länder, vor allem in den sozialistischen Staaten, darunter in
der DDR, eine wesentliche Voraussetzung, um eine so verantwor-
tungsvolle, umfassende und komplizierte Aufgabe in Angriff zu
nehmen und durchzuführen. Aufgrund gemeinsamer Beschlüsse der
Zentralkomitees der KPdSU und der SED wurden die Institute für
Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der KPdSU und der SED
beauftragt, die historisch-kritische Marx-Engels-Gesamtausgabe
(MEGA) vorzubereiten und durch den Dietz-Verlag Berlin zu veröf-
fentlichen. 5) Die Lösung dieser Aufgabe steht seitdem im Mittel-
punkt der Marx-Engels-Forschung in der DDR.
Durch die Herausgabe des Marx-Engels-Jahrbuches, dessen dritter
Band demnächst erscheint, wird der Leser mit Grundproblemen der
Marx-Engels-Forschung vertraut gemacht, kann er tiefer in die Ge-
schichte und Problematik einzelner Werke eindringen. Hier wird er
auch über Nachträge zu bereits erschienenen MEGA-Bänden infor-
miert. Der raschen Verbreitung der Ergebnisse der MEGA-Forschung
dienen auch die 1977 erstmalig erschienenen Beiträge zur Marx-En-
gels-Forschung, von denen bisher 5 Hefte vorliegen.
Wenn auch im Mittelpunkt der Marx-Engels-Forschung und -Edition -
in engster Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Akademie der
Wissenschaften der DDR, von Universitäten und Hochschulen der DDR
- die Arbeit an der MEGA steht, so wurde doch auch die allgemeine
Marx-Engels-Edition weiter fortgesetzt. Die 40bändige Werkausgabe
wird durch Ergänzungsbände komplettiert, einzelne Bände werden
überarbeitet und neu herausgegeben. Von 1970 bis 1972 erschien
die Ausgabe "Karl Marx/Friedrich Engels: Ausgewählte Werke in
sechs Bänden". Mit der Herausgabe eines Sachregisters für diese
Bände steht dem Leser ein Hilfsmittel zur Erschließung zur Verfü-
gung. Außerdem wurden einige thematische Bände erarbeitet. So
wurde beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Moskauer Institut
1975 ein Band zum Thema "Revolutionäres Parteiprogramm - revolu-
tionäre Arbeitereinheit" zum 100. Jahrestag der Kritik von
Kar/Marx und Friedrich Engels am Gothaer Programmentwurf heraus-
gebracht. In Gemeinschaftsarbeit mit Wissenschaftlern der Univer-
sität Halle entstand die von einem Autorenkollektiv erarbeitete
Monographie zum Thema "Das Elend der Marxologie". Demnächst wer-
den die Monographien "Marx und Engels über die historische Mis-
sion der Arbeiterklasse und ihre revolutionäre Partei - Ein Bei-
trag zur Auseinandersetzung mit der Marx-Engels-Verfälschung" und
"Marx und Engels über Sozialismus und Kommunismus" erscheinen.
Weitere biographische Publikationen über Marx und Engels sind ge-
plant.
Bis 1985 werden etwa 20 weitere Bände der MEGA erscheinen, die
Bände 4 bis 8 des Marx-Engels-Jahrbuches, ein Sachregister für
die Marx-Engels-Werkausgabe und weitere Studien über die Entwick-
lungstendenzen der Marx-Engels-Verfälschung in der Gegenwart.
In der Lenin-Edition wurde in den 70er Jahren die Werkausgabe
weiter vervollständigt. Als gesonderte Reihe begann das Institut
1969 mit der Herausgabe der Bände 46 bis 55 der 5. russischen
Ausgabe unter dem Titel "Lenin. Briefe". Mit der Veröffentlichung
des Bandes X der Briefe Lenins wurde sie 1977 abgeschlossen. 1970
und 1971 erschien die Ausgabe "W.I. Lenin: Ausgewählte Werke in
sechs Bänden". Zur besseren Erschließung wurde ein Sachregister
zusammengestellt.
Neben den Werkausgaben gab das Institut eine Reihe von themati-
schen Bänden mit Arbeiten Lenins zu Grundfragen der Politik der
Partei, des sozialistischen Aufbaus und des Kampfes gegen den Im-
perialismus heraus. Diese Tätigkeit wird fortgesetzt. Anläßlich
des 110. Geburtstages W.I. Lenins hat das Institut einen Text-
Bild-Band zum Thema "Lenin in Deutschland" herausgegeben. Er gibt
dem Leser näheren Aufschluß über die Verbindung Lenins zu
Deutschland und der deutschen Arbeiterbewegung.
Mit der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft
in der DDR erwuchsen der Geschichtswissenschaft ebenfalls neue
Aufgaben. Die Historiker, besonders die Parteihistoriker, waren
aufgefordert, die geschichtlichen Zusammenhänge noch gründlicher
zu erfassen und vor allem die großen revolutionären Traditionen
des Kampfes der Volksmassen, besonders der Arbeiterklasse unter
Führung ihrer revolutionären Partei zu erforschen und darzustel-
len. Nach mehrjährigen umfassenden Vorarbeiten eines großen Kol-
lektivs von Mitarbeitern, darunter vieler Wissenschaftler des In-
stituts für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, konnte 1974
eine umfangreiche Arbeit zur Geschichte des deutschen Volkes un-
ter dem Titel "Klassenkampf - Tradition - Sozialismus. Von den
Anfängen der Geschichte des deutschen Volkes bis zur Gestaltung
der entwickelten sozialistischen Gesellschaft. Grundriß" vorge-
legt werden. Inzwischen ist dieses Werk in einer durchgesehenen
und bis zum IX. Parteitag der SED erweiterten 2. Auflage mit ver-
ändertem Titel "Grundriß der deutschen Geschichte. Von den Anfän-
gen der Geschichte des deutschen Volkes bis zur Gestaltung der
entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der Deutschen Demo-
kratischen Republik. Klassenkampf. Tradition. Sozialismus" er-
schienen.
Im Mittelpunkt der Forschungen zur Geschichte der deutschen Ar-
beiterbewegung vor 1945 standen Untersuchungen und Darstellungen
des Kampfes und der Rolle der KPD für die Aneignung und Durchset-
zung des Leninismus in der deutschen Arbeiterbewegung und die
Ausarbeitung des Weges der Arbeiterklasse zur Macht, insbesondere
in den Jahren des illegalen Kampfes gegen den Faschismus. Im Zen-
trum der Forschungen für die Zeit nach 1945 stand die Vorberei-
tung und Herausgabe der "Geschichte der SED. Abriß", die Anfang
1978 erschienen ist. Erstmalig liegt nunmehr eine geschlossene
Darstellung der Entwicklung der SED, ihres Kampfes um die antifa-
schistisch-demokratische Umwälzung, um die Durchführung der so-
zialistischen Revolution und die Schaffung der Grundlagen des So-
zialismus und um die Gestaltung der entwickelten sozialistischen
Gesellschaft vor.
Weitere Veröffentlichungen vervollständigen das Bild der Tätig-
keit des Instituts. So erschien 1974 der Bildband "Mit der So-
wjetunion für immer fest verbunden", 1976 der Band "Die Vereini-
gung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutsch-
lands in Bildern und Dokumenten" und 1978 die "Illustrierte Ge-
schichte der deutschen Novemberrevolution 1918/1919" · Im glei-
chen Jahr gab das Institut das Buch "Erich Honecker . Skizze sei-
nes politischen Lebens" heraus, in dem der Weg Erich Honeckers
von einem Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutsch-
lands bis zum Generalsekretär der SED gezeigt wird und wichtige
Entwicklungsetappen seines Lebens und Wirkens in untrennbarer
Verbindung mit der Geschichte der SED dargestellt werden.
Die Erforschung und Darstellung von Problemen der Geschichte der
internationalen Arbeiterbewegung erhält zunehmendes Gewicht. Des-
halb wurde Vorjahren am Institut ein spezieller Bereich für die
Erforschung der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung
geschaffen und die Arbeit auf diesem Gebiet wesentlich verstärkt.
Dabei stehen Forschungen über die Durchsetzung des Leninismus in
der Kommunistischen Internationale, zur Entwicklung einer marxi-
stisch-leninistischen Strategie, vor allem zur Gewinnung der Mas-
sen, im Vordergrund. Gleichzeitig werden jedoch Vorbereitungen
getroffen, künftig intensiver über Grundfragen der Geschichte der
Arbeiterbewegung der sozialistischen Länder zu forschen. Es geht
darum, historische Aspekte der wachsenden Zusammenarbeit der so-
zialistischen Staatengemeinschaft und der Rolle der KPdSU in die-
sem gesetzmäßigen Entwicklungsprozeß näher zu untersuchen.
Im Jahre 1974 erschien ein Band mit Studien zur Geschichte der
Kommunistischen Internationale. 1975 gab das Institut die Arbeit
"Einheit im Kampf gegen Faschismus und Krieg! Der VII. Kongreß
der KI 1935" heraus. Im gleichen Jahr veröffentlichte das IML die
Schrift "Die Analyse des Faschismus durch die Kommunistische In-
ternationale".
Gegenwärtig wird ein Band mit Bildern und Materialien über das
weltweite Wirken der Kommunistischen Internationale von 1919 bis
1943 für Frieden, Demokratie, nationale Befreiung und Sozialismus
vorbereitet. Demnächst erscheint ein Band über "Die Arbeiterbewe-
gung europäischer Länder im Kampf gegen Faschismus und Kriegsge-
fahr in den 20er und 30er Jahren", an dem Autoren verschiedener
Länder mitgearbeitet haben. Ein ähnlicher Band wird über die Zu-
sammenarbeit kommunistischer und Arbeiterparteien sozialistischer
Länder für Frieden und Sicherheit von 1945 bis zur Gegenwart vor-
bereitet.
Mit der Veröffentlichung der Ernst-Thälmann-Biographie im Jahre
1979 setzte das Institut die seit Jahren erfolgte Herausgabe von
Biographien bedeutender Führer der deutschen und internationalen
Arbeiterbewegung fort. Nach den Biographien über Karl Marx,
Friedrich Engels, Rosa Luxemburg, Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl
und über andere Persönlichkeiten liegt nun erstmalig eine wissen-
schaftliche Darstellung des Lebens und Wirkens Ernst Thälmanns
vor.
Das Institut für Marxismus-Leninismus ist auch für die theoreti-
sche, konzeptionelle und methodologische Anleitung der Arbeit zur
Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung, zur Regionalgeschichte
und zur Betriebsgeschichte in der DDR verantwortlich. Im Mittel-
punkt dieser Forschungsarbeit stehen die revolutionären Traditio-
nen der Arbeiterbewegung im jeweiligen Territorium bzw. Betrieb,
wobei schon seit Jahren der Erforschung des revolutionären Umwäl-
zungsprozesses nach 1945 in Bezirken, Kreisen und Großbetrieben,
vor allem der Geschichte von Bezirks- und Kreisparteiorganisatio-
nen der Partei der Arbeiterklasse als Teil der Geschichte der
SED, große Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Auf dem Gebiet der Parteigeschichte werden die Forschungen bis
Mitte der achtziger Jahre auf die umfassende Darstellung der Ge-
schichte der marxistisch-leninistischen Partei der deutschen Ar-
beiterklasse konzentriert. Sie werden die Entwicklung von Marx
und Engels, dem Bund der Kommunisten, bis zum Beginn der achtzi-
ger Jahre unseres Jahrhunderts umfassen.
Seit einigen Jahren beschäftigt sich das Institut auch mit Grund-
fragen des wissenschaftlichen Kommunismus. Hier geht es vor allem
um Forschungen zur Entwicklung der Theorie des Sozialismus in Be-
schlüssen und Dokumenten der SED sowie um die Untersuchung be-
stimmter Seiten der Entwicklung der sozialistischen Lebensweise.
Faßt man die Forschungsgebiete, mit denen sich das Institut für
Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED befaßt, zusam-
men, so ergeben sich folgende Bereiche: Geschichte der deutschen
Arbeiterbewegung von den Anfängen bis 1945; Geschichte der Sozia-
listischen Einheitspartei Deutschlands; Geschichte der örtlichen
Arbeiterbewegung und Betriebsgeschichte; Geschichte der interna-
tionalen Arbeiterbewegung, Marx-Engels-Forschung und -Edition,
Edition der Werke W. I. Lenins und Forschungen zum wissenschaft-
lichen Kommunismus.
III. Wichtige Institutsinstitutionen
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Die Institutszeitschrift
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In dem Maße, wie sich die Forschungen zur Geschichte der Arbei-
terbewegung entwickelten, wurde es notwendig, die Ergebnisse ra-
scher der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diesem Ziel dient
die seit 1959 herausgegebene Zeitschrift des Instituts, die
zunächst unter dem Titel "Beiträge zur Geschichte der deutschen
Arbeiterbewegung" (BzG) erschien und seit 1969 den Titel
"Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung" trägt.
Die Institutszeitschrift propagiert revolutionäre Kampftraditio-
nen der deutschen und der internationalen Arbeiterbewegung und
publiziert neue Forschungsergebnisse. Durch Veröffentlichung von
Artikeln zu Grundfragen der geschichtswissenschaftlichen For-
schung und der Marx-Engels-Forschung, zu Grundproblemen der Ge-
schichte der KPD und der SED, über den proletarischen Internatio-
nalismus, zur Geschichte der KI und zur Entwicklung der kommuni-
stischen Weltbewegung nimmt die BzG orientierenden Einfluß auf
die geschichtswissenschaftliche Forschung in der DDR.
Ein besonderes Anliegen der Zeitschrift besteht darin, die Aus-
einandersetzung mit imperialistischen Geschichtsfälschungen und
dem rechten und "linken" Opportunismus zu führen, kritisch die
Geschichte der SPD zu betrachten und die Wirkung der Politik der
rechten sozialdemokratischen Führer in der deutschen Arbeiterbe-
wegung zu behandeln.
Das Zentrale Parteiarchiv (ZPA)
Gründung und Entwicklung des Instituts waren mit dem Aufbau eines
historischen Archivs verbunden. In den ersten Jahren der Existenz
des Instituts noch im Rahmen der Bibliothek mit der Sammlung or-
ganisationseigener Schriftstücke und anderer Materialien von Or-
ganisationen der Arbeiterbewegung befaßt, entwickelte sich das
Archiv im Zusammenhang mit Forschungen zur Geschichte der Arbei-
terbewegung und dem Anwachsen seiner Bestände immer mehr zu einer
Abteilung des Instituts. Seit 1963 ist es das Zentrale Parteiar-
chiv der SED (ZPA). Es ist die bedeutendste Aufbewahrungsstelle
der organisationseigenen archivalischen Quellen der Geschichte
der deutschen Arbeiterbewegung.
Das ZPA sammelt alle dokumentarischen und sonstigen Materialien,
die vor 1945 in den politischen Organisationen der deutschen Ar-
beiterbewegung, vor allem in KPD und SPD, entstanden sind. In ihm
befinden sich das archivwürdige Dokumentationsgut des Zentralko-
mitees der KPD und des Zentralausschusses der SPD aus der Zeit
vom Juni 1945 bis zur Gründung der SED im April 1946, das Doku-
mentationsgut des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der
SED und historisch wertvolle Nachlaßteile verstorbener führender
Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung. Das ZPA ist
zugleich die einzige Aufbewahrungsstätte der Dokumente von Karl
Marx und Friedrich Engels in der DDR. Außerdem sammelt das Archiv
Erinnerungen führender Funktionäre der Partei.
Die wichtigsten Aufgaben des Parteiarchivs bestehen darin, das
Archiv- und Dokumentationsgut für die Forschung zu erschließen,
Erinnerungen und Dokumente zur Geschichte der deutschen und der
internationalen Arbeiterbewegung zu veröffentlichen und die bei
den Bezirksleitungen der SED bestehenden Bezirksparteiarchive
wissenschaftlich-methodisch anzuleiten.
Die Bibliothek
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In mehr als 30 Jahren ist die Bibliothek mit ihren über 300 000
Büchern und Broschüren und ihrem großen Bestand an Zeitungen und
Zeitschriften zu einer der bedeutendsten Spezialbibliotheken auf
dem Gebiet des Marxismus-Leninismus und der Geschichte der deut-
schen und internationalen Arbeiterbewegung geworden. Sie ist Ar-
chivbibliothek der SED. In ihr finden sich Bestände aus der Tä-
tigkeit der I. Internationale und der Kommunistischen Internatio-
nale sowie eine nahezu vollständige Sammlung aller deutschspra-
chigen Ausgaben von Marx, Engels und Lenin, unter denen viele Ra-
ritäten sind. Das Institut unterhält umfangreiche Tauschbeziehun-
gen mit Bibliotheken und wissenschaftlichen Instituten in sozia-
listischen Ländern sowie in einigen kapitalistischen Staaten.
Die Bibliothek leistet umfangreiche bibliographische Arbeiten.
Bereits seit 30 Jahren erscheint regelmäßig die Bibliographie
ausgewählter Buch- und Zeitschriftenliteratur zur Arbeiterbewe-
gung, die 1950 erstmalig als internationale Bibliographie der
marxistischen Zeitschriftenliteratur herausgegeben wurde und seit
1960 in der Institutszeitschrift veröffentlicht wird. Darüber
hinaus publizierte die Bibliothek eine Reihe von Spezialbiblio-
graphien.
Zentralstelle für Information und Dokumentation zur Geschichte
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der Arbeiterbewegung und zur Marx-Engels-Forschung
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Aus den wachsenden Anforderungen und den Bedürfnissen der Wissen-
schaftsbereiche, für die das Institut verantwortlich ist, erwuchs
in den sechziger Jahren die Notwendigkeit, eine über die katalog-
mäßige Erschließung und über die bibliographische Information
hinausgehende wissenschaftliche Information für die wissenschaft-
liche und propagandistische Arbeit zu entwickeln. Deshalb wurde
der "Dokumentationsdienst zur Geschichte der Arbeiterbewegung und
der Marx-Engels-Forschung" geschaffen. Er erscheint seit Mitte
1963 regelmäßig in Karteiform. Ausgewertet und referiert werden
monographische Arbeiten und wichtige Zeitschriftenartikel zur Ge-
schichte der deutschen Arbeiterbewegung von den Anfängen bis zur
Gegenwart, zur Marx-Engels-Forschung, zu den Beziehungen Lenins
zur deutschen Arbeiterbewegung und zu den Beziehungen der deut-
schen zur internationalen Arbeiterbewegung und ihren Organisatio-
nen.
Die Informations- und Dokumentationsstelle des Instituts, die
seit Ende der 60er Jahre nicht mehr zur Bibliothek gehört, ist im
System der gesellschaftswissenschaftlichen Information und Doku-
mentation in der DDR Zentralstelle für Information und Dokumenta-
tion auf den Gebieten der Geschichte der Arbeiterbewegung und der
Marx-Engels-Forschung in der DDR. In Kooperation mit der Zentral-
stelle für Information und Dokumentation auf dem Gebiet der Ge-
schichte am Zentralinstitut für Geschichte der Akademie der Wis-
senschaften der DDR wurde ein Thesaurus für Geschichte erarbei-
tet, der die Grundlage für die Speicherung der Ergebnisse der
Forschung auf diesem Gebiet bildet.
Internationale Beziehungen
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Im Verlaufe seiner Geschichte haben sich die internationalen Be-
ziehungen des Instituts entwickelt, mehr und mehr verbreitert und
vertieft. Besonders enge Beziehungen unterhält das Institut für
Marxismus-Leninismus beim ZK der SED mit dem Institut für Marxis-
mus-Leninismus beim ZK der KPdSU. Über viele Jahre hinweg hat
sich zwischen beiden Instituten eine enge wissenschaftliche Zu-
sammenarbeit herausgebildet, die heute bis hin zur Kooperation
der Arbeit beider Institute auf verschiedenen Gebieten der For-
schungsund Editionstätigkeit reicht. Dabei ist zweifellos die ge-
meinsame Arbeit an der MEGA das bedeutendste Objekt kooperativer
Tätigkeit.
Das Institut arbeitet mit folgenden anderen Instituten für Mar-
xismus-Leninismus bzw. für Parteigeschichte der sozialistischen
Länder eng zusammen:
Institut für Geschichte der Bulgarischen Kommunistischen Partei
beim ZK der BKP;
Institut für Geschichte der Arbeiterbewegung Jugoslawiens und dem
Institut für Marxistische Studien bei der Akademie der Wissen-
schaften Sloweniens;
Institut für Geschichte der kommunistischen Bewegung und der so-
zialistischen Revolution beim ZK der Kommunistischen Partei Ku-
bas;
Institut für Parteigeschichte beim ZK der Mongolischen Revolutio-
nären Volkspartei;
Institut für Grundprobleme des Marxismus-Leninismus des ZK der
PVAP, Institut für Arbeiterbewegung der Hochschule für Gesell-
schaftswissenschaften beim ZK der PVAP und dem Zentralen Archiv
des ZK der PVAP;
Institut für historische und sozialpolitische Studien beim ZK der
RKP;
Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPC und dem Insti-
tut für Geschichte der Kommunistischen Partei der Slowakei;
Institut für Parteigeschichte beim ZK der Ungarischen Sozialisti-
schen Arbeiterpartei;
Kommission für die Erforschung der Parteigeschichte beim ZK der
Kommunistischen Partei Vietnams.
Seit vielen Jahren bestehen enge Verbindungen zu Instituten und
Kommissionen für Parteigeschichte bei den Zentralkomitees kommu-
nistischer und Arbeiterparteien in kapitalistischen Ländern und
auch mit dem Institut für Marxistische Studien und Forschungen in
Frankfurt/Main.
Auf internationalen Konferenzen, Kolloquien, besonders Rundtisch-
gesprächen usw. im In- und Ausland wirkt das IML auf vielfältige
Weise am internationalen wissenschaftlichen Leben mit. Es unter-
hält zahlreiche Kontakte zu marxistischen Wissenschaftlern und zu
Spezialisten in der ganzen Welt.
_____
1) Vgl. Die nächsten Aufgaben der SED. In: Dokumente der SED, Bd.
II, Berlin 1950, S. 183.
2) Vgl. Bericht des Parteivorstandes der SED an den III. Partei-
tag der SED, Berlin 1950, S. 191 /192.
3) Vgl. Dokumente der SED, Bd. III, Berlin 1952, S. 580.
4) Vgl. Einheit, 1/1972, S. 169 ff.
5) Zu Plan und Methode der MEGA vgl.: Informationsberichte des
IMSF, Nr. 24, Neuere Marx-Engels-Forschung, Frankfurt/Main 1976;
sowie den Beitrag von E. Kundel/A. Malysch in diesem Band.
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