Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 03/1980

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WISSENSCHAFTLICHE ERGEBNISSE UND METHODOLOGISCHE ERFAHRUNGEN AUS DER MEGA-ARBEIT

Eine Bilanz nach dem Erscheinen der ersten elf Bände ---------------------------------------------------- der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) *) --------------------------------------- Erich Kundel / Alexander Malysch I. Die vollständige Veröffentlichung des literarischen Nachlasses - II. Die Veröffentlichung aller Texte in voller Übereinstimmung mit den Originalen und in deren Sprachen - III. Die Darbietung der autorisierten Textentwicklung - IV. Die Kommentierung aller Texte auf der Grundlage textkritischer Analysen - V. Internatio- nale Gemeinschaftsarbeit Heute begegnet man überall in der Welt dem Wunsch nach einer um- fassenderen Kenntnis der theoretischen Auffassungen der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus. Die Arbeiten von Marx und En- gels erscheinen nicht nur in den sozialistischen, sondern auch in den vom Kapitalismus beherrschten Ländern ebenso wie in den jun- gen Nationalstaaten mit steigenden Auflagenhöhen. Die Werke von Marx und Engels werden in einem Umfang wie nie zuvor in zahlrei- che Sprachen übersetzt. Besonderes Interesse wecken die Veröf- fentlichung neuentdeckter Handschriften und Dokumente sowie neue biographische Materialien. Diesen Bedürfnissen und Interessen entspricht die Herausgabe der MEGA durch die Institute für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU und beim ZK der SED. Die MEGA wird die in vielen Ländern vorliegenden oder in Arbeit befindlichen Marx-Engels-Werkausgaben weder ersetzen noch ihnen eine lediglich quantitiv erweiterte Edition hinzufügen. Studienausgaben für einen weiten Leserkreis in jeweils einem Land bzw. in einer Sprache behalten als solche ihren Wert. Im Unterschied zu anderen Marx-Engels-Ausgaben ist die MEGA eine historisch-kritische Gesamtausgabe, dazu bestimmt, als vollständige Quellenbasis der internationalen Forschung in allen gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen und als gesi- cherte Textgrundlage für künftige Marx-Engels-Editionen der unterschiedlichsten Art in allen Ländern und Sprachen zu dienen. 1) Gestützt auf die reichen Erfahrungen der Arbeit an früheren Aus- gaben und auf die neuesten Erkenntnisse der Marx-Engels-Forschung haben die beiden Herausgeberinstitute die ersten Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit 1972 in einem MEGA-Probeband der internationa- len wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. 2) Die zahlreichen zustimmenden Erklärungen aus aller Welt bestätig- ten die Grundprinzipien dieses großen Editionsvorhabens. Die wertvollen Hinweise und Bemerkungen namhafter Marx-Engels-For- scher und -Editoren des In- und Auslandes ermöglichten es ihnen, die Editionsrichtlinien zu präzisieren und mit der unmittelbaren Bearbeitung einzelner Bände der MEGA zu beginnen. 3) Die MEGA erscheint im Dietz Verlag in Berlin, die ersten beiden Bände lagen im Oktober 1975 vor, und vier Jahre später trat der elfte Band dieser auf mehr als 100 Bände konzipierten historisch- kritischen Gesamtausgabe des literarischen Erbes von Karl Marx und Friedrich Engels den Weg zum Benutzer an. Wir können mit Ge- nugtuung feststellen, daß die MEGA in der relativ kurzen Zeit ihres Erscheinens bereits Eingang in die internationale Marx-En- gels-Forschung und -Edition gefunden hat. Gewiß stehen wir nach dem Erscheinen der ersten elf Bände noch am Anfang eines längeren Prozesses, aber die Tatsache, daß die MEGA ihrer Bestimmung ge- recht zu werden beginnt, als Quellenbasis für die internationale Marx-Engels-Forschung und als gesicherte Textgrundlage für Marx- Engels-Editionen der unterschiedlichsten Art in allen Ländern und Sprachen zu dienen, kann nicht übersehen werden. Mit jedem Band der MEGA leisten die beiden herausgebenden Institute einen Bei- trag zur Verbreitung der Werke von Marx und Engels in der ganzen Welt. Darüber hinaus geben uns diese elf Bände eine Grundlage für die Einschätzung des bisher Erreichten, ermöglichen sie es uns vor allem, Schlußfolgerungen für die weitere Arbeit an der MEGA zu ziehen. Dabei steht natürlich die Frage im Mittelpunkt, wie es uns in den einzelnen Bänden gelungen ist, jene Prinzipien durch- zusetzen, die diese historisch-kritische Gesamtausgabe von allen Marx-Engels-Werkausgaben unterscheidet, jene Prinzipien also, die für das Wesen der MEGA als Grundlagenwerk für die internationale Marx-Engels-Forschung und -Edition bestimmend sind. I. Die vollständige Veröffentlichung des literarischen Nachlasses ----------------------------------------------------------------- Die MEGA enthält im Unterschied zu allen bisherigen Werkausgaben das literarische Erbe von Marx und Engels absolut vollständig - soweit es überliefert und der Wissenschaft zugänglich ist. Zu den bereits veröffentlichten Werken, Artikeln und Briefen kommen in- zwischen neuentdeckte Arbeiten und Briefe hinzu. Es werden aber auch jene Materialien vollständig abgedruckt, die in den Werkaus- gaben entweder gar nicht oder nur ausnahmsweise berücksichtigt sind: Manuskripte und Entwürfe, Notizen und Exzerpte, Marginalien und ähnliche Studienmaterialien, ferner Aufzeichnungen von Reden und Gesprächen oder Dokumente der demokratischen und Arbeiterbe- wegung, an deren Abfassung Marx und Engels beteiligt waren. Dar- über hinaus werden außer den Briefen von Marx und Engels auch die Briefe ihrer Korrespondenzpartner an sie und eine Reihe Briefe Dritter untereinander aufgenommen. Schon durch das Vollständig- keitsprinzip vertieft und erweitert die MEGA den Einblick in die theoretische Arbeit und den politischen Kampf von Marx und Engels ungemein. Der Umfang, vor allem aber der unterschiedliche Charakter des Ma- terials bewog die Herausgeber, den literarischen Nachlaß von Marx und Engels in der MEGA in vier Abteilungen zu veröffentlichen, in denen Arbeiten jeweils nach der Chronologie ihres Entstehens an- geordnet sind. In der Ersten Abteilung werden die Werke, Artikel und Entwürfe außer Marx' ökonomischem Hauptwerk publiziert, die Zweite Abteilung ist dem "Kapital" und den dazugehörigen Vorar- beiten vorbehalten, die Dritte Abteilung enthält den Briefwech- sel, und in der Vierten Abteilung werden die Exzerpte, Notizen und Marginalien abgedruckt. Als Ergänzung zu den vier Abteilungen der MEGA sollen in gesonderten Bänden wichtige Dokumente über Le- ben und Wirken von Marx und Engels, wie Fotos, Zeichnungen, bio- graphische Materialien zusammengefaßt werden. Gesamtregister wer- den die Ausgabe bzw. die einzelnen Abteilungen abschließen. Die MEGA wird auf etwa 100 Bände veranschlagt, die jeweils mindestens aus einem Textband und einem gesondert gebundenen Apparatband be- stehen. Dabei füllen die erstmalig veröffentlichten Materialien mehrere Dutzend Bände. Bereits in den bis jetzt vorliegenden MEGA-Bänden konnte eine beträchtliche Anzahl neuer Dokumente ver- öffentlicht werden. Dafür einige Beispiele aus den einzelnen Ab- teilungen der MEGA. Neue Aufsätze und Dokumente --------------------------- In der Ersten Abteilung, in der die in Einzel- und Werkausgaben sowie in Sammelbänden bereits häufig abgedruckten Arbeiten der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus veröffentlicht wer- den, ist selbstverständlich der Zuwachs an bisher unveröffent- lichten Materialien nicht so groß wie in anderen Abteilungen der MEGA. Dennoch bringt jeder der drei bisher vorliegenden Bände dieser Abteilung eine Reihe noch nicht publizierter Arbeiten. So konnte zum Beispiel bei der Vorbereitung von Banal der Ersten Ab- teilung, der die Arbeiten von Marx bis März 1843 enthält, nachge- wiesen werden, daß vier Leitartikel aus der "Rheinischen Zeitung" über die bürgerliche Rechtsgleichheit von Stadt und Land aus Marx' Feder stammen. Die Autorschaft konnte von den Bearbeitern des Bandes durch Autographen von Marx in einem in der Universi- täts- und Stadtbibliothek Köln aufbewahrten Exemplar der "Rheinischen Zeitung" bewiesen werden. 4) Von den insgesamt sechs Heften mit umfangreichen literarischen Versuchen von Marx werden in diesem MEGA-Band fünf zum erstenmal veröffentlicht. 5) Autor- schaftsanalysen ergaben, daß drei Dokumente, die die Entstehungs- und Verbotsgeschichte der "Rechtfertigung des 11-Korrespondenten von der Mosel" beleuchten, von Marx verfaßt worden sind. 6) Diese und andere Materialien über Marx' unmittelbare Tätigkeit als Re- dakteur einer politischen Tageszeitung bestätigen, daß die dabei gewonnenen Erkenntnisse wesentlich die Entwicklung der philoso- phischen Auffassungen von Marx beeinflußten. Auch der Band I/10, in dem die Arbeiten von Marx und Engels aus der Zeit von Juli 1849 bis Juni 1851 veröffentlicht werden, bringt eine Reihe bisher nicht veröffentlichter Marx-Engels-Doku- mente. So zum Beispiel die "Reflection", eine den Marxschen Ex- zerptheften entnommene Studie über das Problem der Geldzirkula- tion. 7) Neu für den Marx-Engels-Forscher sind zwölf Korrespon- denzen, die Engels zwischen Dezember 1849 und Juli 1850 in zwei Serien" "Leiters from France" und "Letters from Germany" "für Harneys "Democratic Review" schrieb. 8) Zusammen mit anderen Ma- terialien des Bandes zeugen diese Artikel von der intensiven Mit- wirkung von Marx und Engels an den Presseorganen der linken Char- tisten, die von dem Bestreben getragen war, den Chartismus auf revolutionärer Grundlage zu reorganisieren. Der Band I/22 mit den Arbeiten von Marx und Engels aus der Zeit der Pariser Kommune und der Londoner Konferenz von 1871 enthält ebenfalls einige bisher unveröffentlichte Marx-Engels-Dokumente. Dies betrifft vor allem die Entwürfe zweier Erklärungen an bür- gerliche Zeitungen, in denen sich Marx und Engels gegen verleum- derische Behauptungen über die Internationale wenden 9) sowie ei- nige von Marx und Engels verfaßte Resolutionen zur Londoner Kon- ferenz und Materialien für den Finanzbericht des Generalrats an diese Konferenz. 10) Von besonderem Interesse sind einige erst- mals veröffentlichte Teile des Konferenzprotokolls vom September 1871, in denen sich das Ringen von Marx und Engels um die Festi- gung der internationalen Arbeiterbewegung widerspiegelt. 11) Von der Existenz des handschriftlichen Manuskripts eines von Marx am 29.März 1871 im "Volksstaat" veröffentlichten Artikels erhielten die Bearbeiter das Bandes erst Kenntnis, als es in Marburg ver- steigert wurde. Dazu diesem Zeitpunkt die redaktionelle Bearbei- tung bereits abgeschlossen war, wird dieses Dokument mit der freundlichen Genehmigung seines Besitzers als Nachtrag zum Band 1/22 im "Marx-Engels-Jahrbuch" veröffentlicht. Entstehungsprozeß des "Kapital" ------------------------------- Die Zweite Abteilung der Marx-Engels-Gesamtausgabe dokumentiert erstmals vollständig die jahrzehntelange Entstehungs- und Ent- wicklungsgeschichtes des Hauptwerkes von Marx, des "Kapitals". Sie vermittelt ein lückenloses Bild der intensiven Forschungen von Marx und gestattet es, den Herausbildungsprozeß seiner ökono- mischen Theorie sowohl im ganzen, von Etappe zu Etappe, als auch im Detail, in seinen Elementen zu verfolgen und zu studieren. Das wird dadurch ermöglicht, daß nicht nur alle "Kapital"-Ausgaben, die von Marx und Engels herausgegeben bzw. autorisiert wurden, sondern auch sämtliche überlieferten handschriftlichen Manu- skripte veröffentlicht werden, die das große Werk vorbereiteten. Der Benutzer der MEGA erhält dieses Material in chronologischer Anordnung dargeboten, so daß er den Verlauf der Marxschen For- schungen Schritt für Schritt nachvollziehen kann. Die Zweite Abteilung wird mehr als 20 Bände bzw. Bücher umfassen, von denen bereits fünf dem Benutzer der MEGA zur Verfügung ste- hen. Es sind dies der erste Teil der "Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie", in denen Marx erstmalig die Grundzüge und Hauptpunkte seiner Werttheorie und darauf gestützt seine Mehr- werttheorie entwickelte 12), und die ersten vier Bücher eines um- fangreichen Manuskripts, das Marx in der Zeit von 1861-1863 ver- faßte. 13) Dieses Manuskript enthält den ersten systematischen Entwurf des ersten Bandes des "Kapitals", den ersten und einzigen Entwurf der "Theorien über den Mehrwert" sowie Ausarbeitungen, die thematisch zu den weiteren Bänden des Marxschen Hauptwerkes gehören. Das Manuskript von 1861-1863 besteht aus 23 Heften und wird in der MEGA als Band 3 in sechs Büchern erscheinen. Allein das erste Buch enthält einen Marx-Text von etwa 300 Druckseiten, der bisher nur in der russischen Übersetzung bekannt war und jetzt dem Benutzer der MEGA in der Originalsprache zugänglich ge- macht wird. Wenn man von der gesonderten Veröffentlichung der "Theorien über den Mehrwert" früherer Jahre absieht, so war das Manuskript von 1861-1863 in seiner Gesamtstruktur der wissen- schaftlichen Öffentlichkeit nahezu unbekannt, denn nur wenige Forscher hatten bisher Gelegenheit, dieses umfangreichste ökono- mische Manuskript von Marx wissenschaftlich auszuwerten. Die Briefbände -------------- Die Sammlung und Publikation der Marx-Engels-Korrespondenz war schon immer ein besonderes Anliegen der Marx-Engels-Forschung und -Edition. Allerdings ist der Briefwechsel nicht nur wichtig für die Erschließung ihres Lebens und Wirkens für eng begrenzte bio- graphische Zwecke. In einem weit höheren Maße ist er eine unent- behrliche Quellengrundlage für die Erschließung und Darstellung der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der theoretischen Auffassungen von Marx und Engels. Darüber hinaus vermittelt der Briefwechsel wichtige Informationen über die praktische Tätigkeit von Marx und Engels in ihrem Ringen um die Verbreitung ihrer revolutionären Theorie in der internationalen Arbeiterbewegung sowie über ihre Teilnahme an den revolutionären Kämpfen ihrer Zeit. Als integrierender Bestandteil des literarischen Nachlasses spielt die vollständige Veröffentlichung der Marx-Engels-Korres- pondenz im Rahmen der MEGA eine hervorragende Rolle, denn immer- hin sind außer den etwa 4500 Briefen von Marx und Engels mehr als doppelt soviel an sie gerichtete Briefe erhalten geblieben, von denen ein sehr großer Teil noch nicht veröffentlicht wurde. Aus der Dritten Abteilung der MEGA liegen inzwischen die ersten beiden Briefbände vor. 14) Sie enthalten den Briefwechsel von Marx und Engels bis zum Dezember 1848. In beiden Bänden werden drei Briefe von Marx und Engels zum erstenmal und zehn Briefe zum erstenmal vollständig veröffentlicht. Nicht minder wichtig sind jedoch die Briefe dritter Personen an Marx und Engels, die im An- hang zu deren eigenen Briefen in den Bänden der Dritten Abteilung veröffentlicht werden. Die ersten beiden Briefbände enthalten insgesamt 349 Briefe Dritter an Marx und Engels, von denen 111 Briefe erstmalig und 63 Briefe zum erstenmal vollständig der For- schung zugänglich gemacht werden. Mit den Briefen Dritter an Marx und Engels wird eine wesentlich breitere, in gewisser Weise neue Basis für die Erschließung der Marx-Engels-Korrespondenz geschaffen. Zum einen ermöglicht die relativ vollständige Publikation der Briefe an Marx und Engels oft eine genauere Einordnung und ein tieferes Verständnis der in- haltlichen Aussagen in den Marx-Engels-Briefen. Zum anderen ge- statten die Briefe Dritter vielfach, den Inhalt nicht überliefer- ter Marx-Engels-Briefe zumindest teilweise zu rekonstruieren. Schließlich vermitteln die Briefe interessante Einschätzungen über die Wirkung einzelner Werke von Marx und Engels. Darüber hinaus enthalten die im Anhang eines jeden Bandes veröffentlich- ten Briefe dritter Personen wertvolles biographisches Material, und da es sich bei den Briefpartnern zum größten Teil um poli- tisch aktive Persönlichkeiten handelt, sind diese Briefe eine wichtige Quelle für die Geschichte der revolutionären Arbeiterbe- wegung. Auch biographische Forschungen über Freunde und Kampfge- fährten von Marx und Engels sowie zahlreiche weitere Persönlich- keiten der demokratischen und Arbeiterbewegung werden durch den Abdruck der vollständigen Korrespondenz in der MEGA unterstützt. Wie besonders die Publikation des Briefwechsels in der MEGA zeigt, ist das Ringen um die Vollständigkeit der Ausgabe nie ab- geschlossen. Unmittelbar nach Abschluß der redaktionellen Bear- beitung des ersten Briefbandes lag bereits ein neuer Brief von Marx an Wilhelm von Saint-Paul aus dem Jahre 1843 vor, und in den Schriften aus dem Karl-Marx-Haus in Trier war ein Brief von Jo- hann Georg Cotta an Engels vom Juli 1840 als Erstveröffentlichung erschienen. 15) Beide Briefe wurden inzwischen im ersten Band des "Marx-Engels-Jahrbuches" als Nachtrag zu bereits erschienenen Bänden der MEGA veröffentlicht. 16) Aber schon liegen drei wei- tere neue Briefe vor, die in den Bestand des ersten Briefbandes gehören: ein Brief von Bruno Bauer an Karl Marx vom Juni 1842, der in der Autographensammlung der Stadtbibliothek Trier gefunden wurde 17), sowie ein Brief von Marx an Heinrich Börnstein vom De- zember 1844, der im vergangenen Jahr vom Institut für Marxismus- Leninismus beim ZK der SED erworben wurde. Im vergangenen Jahr entdeckte eine Mitarbeiterin der Akademie der Wissenschaften der DDR bei Forschungsarbeiten im Goethe-Schiller-Archiv in Weimar einen Brief von Engels an Arnold Rüge aus dem Jahre 1842. Auch diese neuen Briefe werden als Nachtrag im "Marx-Engels-Jahrbuch" veröffentlicht und damit die Korrespondenz von Marx und Engels in jener Zeit weiter vervollständigen. Die Aufzeichnungen ------------------ Den größten Anteil an bisher unveröffentlichten Marx-Engels-Doku- menten erbringen die Bände der Vierten Abteilung, in denen die Exzerpte, Konspekte, Notizen und Marginalien veröffentlicht wer- den. Sie enthalten eine Fülle von handschriftlichen Aufzeichnun- gen über die unterschiedlichsten Probleme, mit denen sich Marx und Engels in ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt haben. Ihre Veröffentlichung in den Bänden der Vierten Abteilung trägt wesentlich dazu bei, die Bedeutung der MEGA als ein Grundlagen- werk für die Marx-Engels-Forschung und -Edition zu unterstrei- chen. Der weitaus größte Teil dieser Materialien wird zum ersten- mal veröffentlicht. Einige Exzerpte und Konspekte waren bereits in der alten MEGA beschrieben und auszugsweise abgedruckt, andere in thematischen Sammelbänden publiziert worden. Jedoch vermitteln diese wenigen und zumeist fragmentarischen Veröffentlichungen keine umfassende Vorstellung vom Umfang und Charakter dieses in- tegrierenden Bestandteiles des literarischen Nachlasses von Marx und Engels. Der vorliegende Band 1 der Vierten Abteilung enthält die frühe- sten Exzerpte und Notizen von Marx und Engels bis Ende 1842. 18) Mit Ausnahme der "Hefte zur epikureischen Philosophie", der "Fragmente von Epikurstudien" und eines Teils der "Bonner Hefte" werden alle anderen Materialien dieses Bandes zum erstenmal ver- öffentlicht; so zum Beispiel die "Berliner Hefte", in denen sich die intensiven Bemühungen von Marx, sich die Ergebnisse des phi- losophischen Denkens der Vergangenheit durch das Studium der Ori- ginalquellen anzueignen, dokumentarisch niedergeschlagen haben. 19) Auf diese Weise erhält der Benutzer der MEGA neue Aufschlüsse über den frühen Werdegang von Marx und Engels. II. Die Veröffentlichung aller Texte in voller Übereinstimmung -------------------------------------------------------------- mit den Originalen und in deren Sprachen ---------------------------------------- Neben dem Prinzip der Vollständigkeit gehört eine exakte Textwie- dergabe zu den wichtigsten Aufgaben der MEGA. Deshalb werden alle unvollendeten Manuskripte und Entwürfe dem Benutzer in dem Bear- beitungsstadium dargeboten, in dem sie Marx und Engels hinterlas- sen haben. Das bedeutet, daß die Herausgeber nicht versuchen, die Struktur eines unvollendeten Werkes zu verändern, die Arbeit "fertigzustellen". Auch wurde von den Herausgebern bewußt auf eine Modernisierung und Vereinheitlichung der Orthographie und der Interpunktion verzichtet. Textverbesserungen werden im Inter- esse der Lesbarkeit lediglich dort vorgenommen, wo es sich um of- fensichtliche Fehler handelt, wobei jedoch alle Eingriffe in den Text von den Bearbeitern eines MEGA-Bandes im wissenschaftlichen Apparat in einem Korrekturenverzeichnis aufgewiesen werden. Obwohl die Textherstellung zunächst auf der Grundlage von Fotoko- pien erfolgt, hat die bisherige Arbeit bewiesen, daß eine exakte Textwiedergabe in der MEGA nur dann gewährleistet werden kann, wenn alle Texte mit den originalen Manuskripten verglichen wer- den. An dem umfangreichen Manuskript, das Marx in den Jahren von 1861 bis 1863 anfertigte, konnten zum Beispiel durch den gewis- senhaften Vergleich mit dem Original Entzifferungsfehler aus der Fotokopie korrigiert und damit die Übereinstimmung mit der Text- grundlage erreicht werden. 20) Auch bei der editorischen Bearbei- tung der in englischer Sprache vorliegenden Entwürfe zum "Bürgerkrieg in Frankreich" konnte auf der Grundlage einer neuen Entzifferung und im Vergleich mit dem Original die Textwiedergabe verbessert werden. 21) Größtmögliche Originaltreue erfordert vor allem, sämtliche Texte in der Sprache des Originals wiederzugeben. Damit unterscheidet sich die MEGA von üblichen Werkausgaben, aber gerade dadurch kann sie ihrer Aufgabe als Grundlagenwerk für andere Editionen und Übersetzungen der Arbeiten von Marx und Engels in. andere Spra- chen gerecht werden. Nur der Abdruck in der Sprache der Originale ermöglicht ein Maximum an Authentizität der Textwiedergabe, er- leichtert die Übersetzung der Werke und damit die Verbreitung der Ideen von Marx und Engels. Darüber hinaus ermöglicht der Abdruck in der Sprache der Orignale auch genauere Untersuchungen über die Entwicklung der Terminologie des Marxismus und das sprachschöpfe- rische Wirken seiner Begründer, die die Begriffswelt und den Wortschatz der revolutionären Arbeiterbewegung und der Menschheit überhaupt nachhaltig beinflußt haben. Die Edition der Texte in der Sprache der Originale stellt an die Bearbeiter der einzelnen Bände hohe Anforderungen. Bekanntlich liegen von den überlieferten Marx-Engels-Texten nach Schätzungen etwas mehr als die Hälfte in deutscher Sprache vor, und fast ein Drittel ist in Englisch abgefaßt. Außerdem gibt es Texte in fran- zösischer, italienischer, spanischer, russischer, dänischer und schwedischer Sprache, und wenn man die Zitierungen hinzurechnet, kommen in ihrem literarischen Nachlaß an die zwei Dutzend Spra- chen vor. Der erste Exzerptband enthält umfangreiche Auszüge in Griechisch und Latein, und auch der in diesem Jahr erschienene Band 1/22 weist einen hohen Anteil an fremdsprachigen Texten auf. Nur 15 Prozent der in dem Band veröffentlichten Arbeiten sind in deutscher Sprache abgefaßt, etwa 60 Prozent in englischer und 25 Prozent in französischer bzw. italienischer Sprache. Für die edi- torische Bearbeitung dieser Texte waren neben Kenntnissen auf dem Gebiet der Marx-Engels-Edition und -Forschung ebenso ausgezeich- nete Fremdsprachenkenntnisse und darüber hinaus eine gründliche Beschäftigung mit sprachwissenschaftlichen Problemen erforder- lich. Dennoch wurden und werden auch in Zukunft alle fremdspra- chigen Texte von Spezialisten aus den betreffenden Ländern begut- achtet, um eine allen Erfordernissen der historisch-kritischen Edition genügende Textwiedergabe zu garantieren. III. Die Darbietung der autorisierten Textentwicklung ----------------------------------------------------- Zu den grundlegenden Merkmalen der MEGA als einer historisch-kri- tischen Edition gehört es, daß die Werke von Marx und Engels nicht nur in einer fertigen Textgestalt dargeboten werden, son- dern deren gesamte Textentwicklung, soweit sie in Manuskripten und Drucken überliefert ist, dokumentiert wird. 22) Die Herausgeber gehen von einer prinzipiellen Gleichberechtigung aller autorisierten Textfassungen eines Werkes aus. Verständli- cherweise kann man jeweils nur eine Fassung jedes Werkes, bei er- heblichen Umformungen allerdings auch zwei oder mehr, vollständig im Textteil der MEGA-Bände abdrucken. Die anderen Fassungen wer- den, auf die Varianten Stellen verkürzt, in einem Variantenappa- rat wiedergegeben. Edierter Text einerseits und die Darbietung seiner Autorvarianten andererseits bilden zwei notwendige, einan- der ebenbürtige Bestandteile der Ausgabe, die eine Einheit dar- stellen und einander ergänzen . Unter Heranziehung von Text und Apparat kann so jede überlieferte autorisierte Fassung eines Wer- kes in ihrem genauen Textbestand aus der MEGA gewonnen und zugleich durch die chronologische Darbietung der Varianten die Entwicklung des Textes verfolgt werden. Die in ihren Werken enthaltenen Ideen und Erkenntnisse können um vieles besser verstanden werden, wenn nicht nur die abschließende Fassung zur Verfügung steht, sondern auch der oft mühsame Weg ih- rer Herausarbeitung verfolgt werden kann. Aus der Analyse reich belegter Textentwicklungen können auch Rückschlüsse auf die all- gemeine Arbeitsweise und die wissenschaftliche Forschungs- und Darstellungsmethode von Marx und Engels gezogen werden. Sie ver- mittelt ferner einen tiefen Einblick in ihr unablässiges Ringen um Klarheit und Ausdruckskraft der Sprache, um die vollendete Übereinstimmung von Inhalt und Form. Einen qualitativen und quantitativen Schwerpunkt des Variantenap- parats der MEGA bildet die in den Manuskripten überlieferte in- nerhandschriftliche Textentwicklung. In vielen Marxschen Arbeits- manuskripten - so zum Beispiel in den "Ökonomisch-philosophischen Manuskripten", in der "Deutschen Ideologie", in den Entwürfen zum "Bürgerkrieg in Frankreich" und in einer Reihe ökonomischer Manu- skripte - übertrifft der Umfang der verworfenen Varianten den Um- fang des schließlichen Reintextes um ein Mehrfaches. In immer neuen Anläufen ringt Marx hier um die Lösung und Formulierung des ihn jeweils beschäftigenden Problems, um die präzise begriffliche Fassung, um eine sich logisch entwickelnde, überzeugende Darstel- lungsweise, um eine ausgefeilte sprachliche Form. Ausgehend davon haben sich die Herausgeber der MEGA entschlossen, keine auswählende, sondern eine vollständige Verzeichnung dieser Textvarianten vorzunehmen, da wichtige analytische Untersuchungen von vornherein unmöglich oder fragwürdig werden, wenn dafür nicht das Gesamtmaterial als gesicherte Ausgangsbasis zur Verfügung steht. Für bestimmte wissenschaftliche Zwecke reicht es nicht aus, einzelne Varianten für sich genommen zu betrachten, sondern es ist erforderlich, die während der Niederschrift vollzogene Textentwicklung in ihrer Gesamtheit, in ihrer "Streuung", in ih- rer durchgehenden Grundtendenz zu untersuchen, um aus einer sol- chen Analyse Erkenntnisse über die Gesetzmäßigkeit bestimmter Veränderungen und über ihre Zusammenhänge sowie neue Anhalts- punkte für die Einordnung und Relevanz einzelner Varianten zu ge- winnen. So kann die unterschiedliche Häufigkeit innerhandschrift- licher Varianten in verschiedenen Manuskripten, die Ballung von Varianten innerhalb bestimmter Textpassagen eines Manuskripts, die häufige Wiederkehr ganz bestimmter Textveränderungen usw. - mit der jeweiligen inhaltlichen Aussage und anderen entstehungs- geschichtlichen Faktoren in Verbindung gebracht - der Forschung nützliche Aufschlüsse vermitteln. Es sei hier z.B. auf das um- fangreiche Variantenverzeichnis zu dem 22 Manuskriptseiten umfas- senden Ersten Entwurf von Marx für die Adresse des Generalrats der IAA "Der Bürgerkrieg in Frankreich" verwiesen. Von dem fünf- zigseitigen Variantenverzeichnis beziehen sich allein 22 Seiten auf die ersten fünf Seiten der Handschrift, während auf die rest- lichen 17 Manuskriptseiten nur 28 Seiten Varianten entfallen. Es läßt sich also eine besonders starke Ballung von Entstehungsvari- anten in jenem Abschnitt der Adresse feststellen, in dem Marx die bürgerliche französische Regierung, ihre führenden Repräsentanten und deren verräterische Politik charakterisiert. 23) Allerdings durfte bei der Entscheidung, die Autorvarianten voll- ständig zu verzeichnen, nicht übersehen werden, daß die zahlrei- chen innerhandschriftlichen Textveränderungen im einzelnen recht unterschiedlichen Informationswert für die Forschung besitzen. Neben tiefgreifenden Textumformungen, in denen sich von Schicht zu Schicht ein immer genaueres Erfassen eines theoretischen Pro- blems oder eine bedeutungsvolle terminologische Entwicklung of- fenbart, finden sich auch viele beiläufige, allein der formalen Verbesserung des Textes bzw. der Berichtigung von Schreibversehen dienende Abänderungen, denen kaum wissenschaftlicher Wert zuzu- sprechen ist. Um nun nicht zu einer zu gewaltigen, unverdaulichen "Lesartenhalde" zu gelangen, in der die "Perlen" unter einem Hau- fen "Sandkörnern" verschwinden, werden als Varianten generell nur solche Textveränderungen gewertet, mit denen der Autor die be- wußte Absicht verwirklicht, die Aussage oder die Struktur des Textes, die Darstellungsweise, die Terminologie oder den Stil zu verändern und somit den Text schöpferisch weiterzuentwickeln. Im Unterschied dazu werden Texteingriffe, die lediglich formalen Charakter tragen und orthographische, grammatikalische oder sprachlich-normierende Verbesserungen beinhalten, als Autorkor- rekturen angesehen und demgemäß nicht in das Variantenverzeichnis aufgenommen. Dadurch wird es ermöglicht, daß in der MEGA die in- haltlich-sprachlichen relevanten Textveränderungen nicht durch Einbeziehung zahlreicher, zumeist häufig wiederkehrender formaler Textkorrekturen überlagert werden, ohne dabei auf das unsichere Gleis eines letztlich subjektiv wertenden Auswahlapparats zu ge- raten. Das Vollständigkeitsprinzip und die neuartigen Darbietungsformen des Variantenapparats der MEGA eröffnen neue Möglichkeiten bei der inhaltlichen Erforschung und Durchdringung des literarischen Erbes der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus. Es wird nicht nur umfangreiches, bisher nicht zugängliches Material gebo- ten, nicht nur die Lesbarkeit und Benutzbarkeit entschieden ver- bessert, sondern zugleich eine exakte Darstellung der wirklichen zeitlichen Abfolge und des räumlichen Zusammenhangs der einzelnen Varianten erreicht. Die Entstehung und Fortbildung der Texte zu widerspiegeln, wird nicht nur als Aufgabe des Apparats der MEGA verkündet, sondern auch methodisch-technisch realisiert. Der kri- tische und selbstkritische, mühevolle und höchste Ansprüche an sich selbst stellende schöpferische Prozeß, in dem Marx und En- gels ihre Werke zu einer inhaltlich und darstellerisch vollende- ten Gestalt führten, wird der Wissenschaft in einer Art und Weise sichtbar gemacht, die diese komplizierten Vorgänge der Textgenese über- und durchschaubar macht. IV. Die Kommentierung aller Texte auf der Grundlage --------------------------------------------------- textkritischer Analysen ----------------------- Der wissenschaftliche Wert der MEGA für die Marx-Engels-Forschung und -Edition besteht nicht nur in einer vollständigen und allen editorischen Erfordernissen gerecht werdenden Edition des litera- rischen Nachlasses von Marx und Engels, sondern vor allem auch in seiner wissenschaftlichen Kommentierung. Entgegen gelegentlich in der Editionswissenschaft vertretenen Auffassungen, die eine Kom- mentierung des edierten Textes ablehnen und dem Editor äußerste Zurückhaltung, wenn nicht gar völlige Abstinenz von der Erläute- rung der Texte empfehlen, vermittelt der wissenschaftliche Appa- rat der MEGA sowohl für den Editor von Marx-Engels-Ausgaben als auch für den Marx-Engels-Forscher alle für seine wissenschaftli- che Arbeit bei der Benutzung der Texte erforderlichen Angaben und Erläuterungen. Im wissenschaftlichen Apparat zu den einzelnen MEGA-Bänden werden die Ergebnisse der internationalen Marx-En- gels-Forschung zusammengefaßt und zugleich um neue Erkenntnisse bereichert, die bei der historisch-kritischen Edition gewonnen werden. Jeder Band der MEGA - manchmal sind es auch Bandgruppen - wird mit einer theoriegeschichtlichen Einleitung eröffnet. Sie enthält inhaltliche Einschätzungen über die im Band veröffentlichten Ar- beiten und ordnet sie in die Entwicklungsgeschichte des Marxismus ein. Gestützt auf die Materialien des Bandes gibt die Einleitung eine zusammenfassende Darstellung über die Entwicklung der theo- retischen Auffassungen von Marx und Engels sowie über die Teil- nahme an der revolutionären Bewegung in einem bestimmten Zeitab- schnitt. So geben zum Beispiel die im Band 1 der Ersten Abteilung sowie die im ersten Briefband und im ersten Exzerptband veröf- fentlichten Einleitungen einen Überblick über die frühe Entwick- lung von Marx und Engels, während die Einleitung zum Band 10 der Ersten Abteilung eine zusammenfassende Darstellung über ihre po- litische Tätigkeit nach der Revolution von 1848/49und deren theo- retische Auswertung vermittelt. Die Einleitungen zu den bisher erschienenen Bänden der Zweiten Abteilung veranschaulichen die einzelnen Etappen im Schaffensprozeß von Marx bei der Vorberei- tung seines Hauptwerks "Das Kapital". Im Mittelpunkt der Einlei- tung zum Band 22 der Ersten Abteilung stehen solche Fragen wie die Stellung von Marx und Engels zur Pariser Kommune, die Bedeu- tung der Kommune für die Weiterentwicklung des Marxismus und die Auswertung ihrer Erfahrungen für die internationale Arbeiterbewe- gung auf der Londoner Konferenz im September 1871. Einen besonderen Platz nehmen im wissenschaftlichen Apparat der MEGA die Entstehungs- und Textgeschichten ein, die dem kommentie- renden Teil einer jeden Arbeit vorangestellt werden. Sie geben Auskunft über die Autorschaft und die Datierung, wozu auch bei bereits veröffentlichten Arbeiten vielfach eingehende Untersu- chungen notwendig sind und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Al- lein im ersten Briefband konnte durch die Heranziehung von Doku- menten und Textanalysen bei 33 Briefen von Marx und Engels sowie bei 33 Briefen an Marx und Engels die Datierung präzisiert bzw. überhaupt erst festgestellt werden. In den Entstehungs- und Text- geschichten werden von den Bearbeitern eines MEGA-Bandes die Gründe untersucht, die Marx und Engels angeregt haben, sich mit einer bestimmten Thematik zu beschäftigen, aus welchem unmittel- baren Anlaß sie mit der Ausarbeitung begonnen und welche Ziel- stellungen sie mit dieser Arbeit verfolgt haben. Arbeitsablauf und Hauptetappen, aber auch Unterbrechungen und Planänderungen bedürfen einer gründlichen Untersuchung. Die Benutzer der MEGA werden in den Entstehungs- und Textge- schichten auf alle direkten Bezüge zu vorangegangenen Arbeiten hingewiesen und erhalten zugleich eine genaue Beschreibung der überlieferten Handschriften und autorisierten Drucke. Alle für die Textentwicklung belangvollen Zeugen werden in chronologischer Reihenfolge beschrieben. Die Angaben über die Beschaffenheit des Papiers, die Art des Schreibmaterials, die Paginierung oder Hin- weise auf Vermerke von fremder Hand in den Handschriften sind für den Marx-Engels-Forscher, der nicht mit den Originalen arbeiten kann, ebenso wichtig wie die detaillierten bibliographischen In- formationen bei den Drucken. Es versteht sich von selbst, daß bei den Handschriften der Aufbewahrungsort des Originals, die Archiv- signatur bzw. der Eigentümer, mitgeteilt werden und bei den Druc- ken der Standort desjenigen Druckexemplars angegeben wird, das dem edierten Text zugrunde liegt. Für die weitere Editions- und Forschungsarbeit auf der Grundlage der MEGA sind aber auch solche Hinweise über Druck- und Verbreitungsgeschichte einzelner Werke von Marx und Engels wichtig, wie Druckfehlerberichtigungen durch die Autoren, Pläne für weitere Veröffentlichungen im Original bzw. in anderen Sprachen, oder die allgemeine Charakteristik des unmittelbaren Widerhalls der autorisierten Drucke, in der auch Urteile, Rezensionen und Popularisierungsversuche von Zeitgenos- sen eingeschlossen sind. Außer Textgeschichten zu einzelnen Arbeiten von Marx und Engels gibt es im wissenschaftlichen Apparat der MEGA auch Textgeschich- ten für entstehungsgeschichtlich in einem engen Zusammenhang ste- hende Texte oder für Untersuchungen über die Mitarbeit von Marx und Engels an einzelnen Zeitungen, Zeitschriften oder anderen Pe- riodika. In diesem Zusammenhang verdienen die wissenschaftlichen Studien "Über Marx' publizistische Tätigkeit von 1842 bis März 1843" im Band I/1 24) und "Zur publizistischen Arbeit von Marx und Engels von Ende 1849 bis Juni 1851" im Band I/10 25) beson- dere Aufmerksamkeit. Im ersten Fall handelt es sich vor allem um die Mitarbeit von Marx an der "Rheinischen Zeitung". Gestützt auf die Analyse der Texte und unter Hinzuziehung eines umfangreichen Quellenmaterials vermittelt der wissenschaftliche Kommentar neue Aufschlüsse darüber, wie sich das Blatt unter der Leitung des re- volutionären Demokraten Marx zum bedeutendsten Organ der antifeu- dalen Bewegung Deutschlands entwickelte, wie wesentlich aber auch die Schule der revolutionären Praxis Marx' weltanschauliche Ent- wicklung förderte. Im zweiten Fall steht im Mittelpunkt des in der Form einer Sammeltextgeschichte geleisteten wissenschaftli- chen Beitrages die Geschichte der "Neuen Rheinischen Zeitung. Po- litisch-ökonomische Revue". Es ist die erste geschlossene und bisher erschöpfendste Darstellung dieses Themas. Einen ganz entscheidenden Platz im wissenschaftlichen Apparat der MEGA nehmen die Erläuterungen ein. Schon wegen des Umfangs der Ausgabe war zunächst an einen verhältnismäßig sparsamen Gebrauch von erläuternden Informationen zu einzelnen Textstellen gedacht. Im Verlauf der Diskussion des Probebandes der MEGA mehrten sich jedoch die Stimmen namhafter Marx-Engels-Forscher und -Editoren, die eine Erweiterung und Vertiefung der wissenschaftlichen Kom- mentierung wünschten. Viele Rezensenten sprachen sich dafür aus, die Texte großzügiger als im Probeband durch Sacherläuterungen zu erschließen. Mit Recht wurde darauf aufmerksam gemacht, daß nicht überall Quellenmaterialien und Nachschlagewerke zur Geschichte des Marxismus und der internationalen Arbeiterbewegung zur Verfü- gung stehen. Diesen Wünschen entsprechend werden in der MEGA alle erforderli- chen Erklärungen und Hinweise gegeben, die für das Verständnis des Textes einschließlich seiner Varianten notwendig sind. Von weiterführenden Spezial-Untersuchungen abgesehen, soll dadurch im wesentlichen die Benutzung der MEGA ohne die Heranziehung zusätz- licher Nachschlagewerke und Hilfsmittel ermöglicht werden. Die allseitige Erläuterung des literarischen Nachlasses auf einem hohen theoretischen Niveau erfordert von den Bearbeitern eines MEGA-Bandes ein tiefes Eindringen in eine Vielzahl von Problemen, mit denen sich Marx und Engels beschäftigt haben. Diese Aufgabe ist ohne die Zusammenarbeit mit vielen in- und ausländischen Spe- zialisten nicht zu lösen. Ihre Konsultation bzw. Mitwirkung bei der Formulierung einzelner Erläuterungen ist unerläßlich, um die zahlreichen, sehr spezifischen Fragen aus den Natur- und Gesell- schaftswissenschaften , aus der demokratischen und Arbeiterbewe- gung oder aus dem politischen und geistig-kulturellen Leben der ganzen Welt exakt beantworten zu können. Die Einbeziehung von Spezialisten hat sich auch bei der Arbeit an den Registern bewährt. Zum wissenschaftlichen Apparat eines MEGA- Bandes gehört ein Literatur- und Namens- sowie ein Sachregister. Die Register sind für den Benutzer der MEGA ein wichtiges Hilfs- mittel für die Erschließung der Texte von Marx und Engels, stel- len aber an die Bearbeiter eines jeden Bandes hohe Anforderungen. Deshalb war die Unterstützung durch Bibliotheken und andere wis- senschaftliche Einrichtungen bei der Ermittlung bibliographischer Angaben ebenso wichtig wie die Begutachtung der Annotationen zum Namensregister durch sachkundige Konsultanten. Generell kann man feststellen, daß der wissenschaftliche Apparat eines jeden MEGA- Bandes nicht nur das Ergebnis langjähriger eigener wissenschaft- licher Bemühungen ist, sondern daß sich in ihm auch die Leistun- gen von Marx-Engels-Forschern und vielen anderen Wissenschaftlern des In- und Auslandes widerspiegeln, die an seiner Ausarbeitung unmittelbar beteiligt waren. V. Internationale Gemeinschaftsarbeit ------------------------------------- Die Marx-Engels-Gesamtausgabe ist das größte Vorhaben internatio- naler Gemeinschaftsarbeit auf dem Gebiet der Marx-Engels-For- schung und -Edition. Nach dem Erscheinen der ersten 11 Bände ha- ben sich die beiden herausgebenden Institute das Ziel gestellt, bis 1985 die Publikationen des literarischen Nachlasses der Be- gründer des wissenschaftlichen Kommunismus mit weiteren 30 Bänden fortzusetzen. Die wissenschaftliche und editorische Bearbeitung von zwanzig Bänden der Marx-Engels-Gesamtausgabe bis 1985 stellt die heraus- gebenden Institute in Moskau und Berlin, ihre Kooperationspartner an Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, aber auch den Dietz Verlag und die polygraphische Industrie der DDR vor große Aufgaben. Obwohl die vorliegenden elf Bände für alle an der Herausgabe der MEGA Beteiligten einen großen Erfah- rungsschatz verkörpern, bedarf es doch großer gemeinsamer An- strengungen, um dieses Ziel zu erreichen. Nicht minder wichtig für das kontinuierliche Erscheinen der MEGA ist die enge Zusammenarbeit mit der internationalen Marx-Engels- Forschung und -Edition. Schon in den Jahren der Vorbereitung der MEGA, aber mehr noch nach dem Erscheinen der ersten Bände hat das Interesse der internationalen Öffentlichkeit für die Arbeit an dieser Ausgabe von Jahr zu Jahr zugenommen. Ebenso können wir feststellen, daß sich die internationalen Verbindungen der beiden herausgebenden Institute mit wissenschaftlichen Einrichtungen und einzelnen Wissenschaftlern von Jahr zu Jahr erweitert und ver- tieft haben. Die von den Herausgebern im Vorwort der Gesamtaus- gabe ausgesprochene Überzeugung, "daß sich die internationalen Verbindungen der an der Marx-Engels-Forschung teilhabenden Wis- senschaftler ständig erweitern werden, um so zur erfolgreichen Realisierung des begonnenen Vorhabens beizutragen" 26), hat sich vollauf bestätigt. So hat das Internationale Institut für Sozialgeschichte in Am- sterdam, in dem ein großer Teil des handschriftlichen Nachlasses von Marx und Engels aufbewahrt wird, schon seit Beginn der Arbeit an der MEGA seine Bestände den Bearbeitern der einzelnen Bände zugänglich gemacht. Ein Blick in die Einleitungen der bisher er- schienenen MEGA-Bände zeigt, wie auch andere Archive und wissen- schaftliche Einrichtungen durch die Gewährung der Einsichtnahme in die Originale die Arbeit an der MEGA unterstützen, wie z.B. das Eidgenössische Bundesarchiv in Bern, das Historische Archiv der Stadt Köln, das Feltrinelli-Institut in Milano, die Universi- tätsbibliothek in München, die Kinki-Universität in Osaka, die Stadtbibliothek und das Karl-Marx-Haus in Trier, das Stadtarchiv und das Friedrich-Engels-Haus in Wuppertal. Eine große Unterstützung erhalten die herausgebenden Institute bei ihrer Arbeit an der MEGA von den kommunistischen und Arbei- terparteien anderer Länder, deren wissenschaftliche Institute und Verlage zum Teil unmittelbar an der editorischen Bearbeitung be- teiligt sind, wie zum Beispiel der Verlag der Kommunistischen Partei Frankreichs Editions sociales bei der Begutachtung der in der MEGA veröffentlichten französischen Texte von Marx und En- gels. Neben der ständigen Unterstützung bei der Klärung inhaltli- cher Probleme für die Kommentierung der Marx-Engels-Texte durch Spezialisten haben sich die kommunistischen und Arbeiterparteien große Verdienste erworben bei der Propagierung der MEGA in ihren theoretischen Organen, aber auch in ihrer Tagespresse. Wie be- reits bei Beginn der Herausgabe der MEGA festgestellt werden konnte, ist dieses große Editionsvorhaben mehr und mehr zu einem Anliegen der internationalen Arbeiterbewegung geworden. Die Zahl derjenigen Wissenschaftler, denen in den Einleitungen für ihre Unterstützung bei der wissenschaftlichen und editori- schen Bearbeitung der bis jetzt vorliegenden Bände gedankt wird, ist so groß, daß an dieser Stelle auf die Würdigung der einzelnen Leistung verzichtet werden muß. Ihre Namen dokumentieren, daß an der MEGA fortschrittliche Wissenschaftler aus der ganzen Welt mitarbeiten. Wir sind davon überzeugt, daß die MEGA auch künftig einen Sammelpunkt für die internationale Marx-Engels-Forschung und -Edition darstellen wird, denn die Veröffentlichung des lite- rarischen Nachlasses von Karl Marx und Friedrich Engels in einer historisch-kritischen Edition ist ein Anliegen, dem sich auch in Zukunft alle fortschrittlichen Wissenschaftler verbunden fühlen werden. _____ *) Unter die Aktivitäten zur Bekanntmachung der MEGA-Arbeit rei- hen sich in der BRD ein: Informationsberichte des IMSF Nr. 24: Neuere Marx-Engels-Forschung. Zur Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA), Frankfurt/Main 1976. Marxistische Blätter, 6/1975: Gespräch mit W. Sewin und G. Heyden "Gesamtausgabe der Marx/Engels-Werke (MEGA) in Arbeit", S. 88-94. Marxistische Blätter, 4/1977: Bericht "Neue Ergebnisse der Marx- Engels-Forschung" (Über eine Veranstaltungsserie des IMSF mit Mitarbeitern der MEGA an neun Universitäten der BRD), S. 104-106. 1) Vgl. Vorwort zur Gesamtausgabe. In: MEGA, Band I/1, Karl Marx / Friedrich Engels: Werke, Artikel, literarische Versuche bis 1843, Berlin 1975. Anläßlich des Erscheinens der ersten Bände der MEGA im Oktober 1975 - außer dem Band I/1 erschien noch der 1. Briefband - veröffentlichten die Mitglieder der Gesamtredaktion der MEGA grundlegende Artikel, in denen sie, ausgehend von den Aufgaben der historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke von Marx und Engels, auf die Prinzipien der MEGA eingingen: Rolf Dlu- bek/Sofija Lewiowa, Eine neue Etappe bei der Erschließung des theoretischen Erbes von Marx und Engels. In: Zeitschrift für Ge- schichtswissenschaft, Berlin 1975, Heft 11; der Artikel erschien auch in: Voprosy istorii, Moskva 1976, Nr. 5. Heinrich Gemkow/Wadim Sewin, Das große Werk der Begründer des Marxismus. In: Einheit, Berlin 1975, Heft 10; der Artikel er- schien auch in: Kommunist, Moskva 1975, Nr. 15. Lew Golman/Richard Sperl, Zum Erscheinen der ersten Bände der neuen Marx-Engels-Gesamtausgabe. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Berlin 1976, Heft 1; der Artikel erschien auch in: Voprosy filosofii, Moskva 1976, Nr. 5. Günter Heyden/Anatoli Jegorow, Eine ewig junge, revolutionäre Lehre. In: Probleme des Friedens und des Sozialismus, Berlin 1975, Heft 10. Erich Kundel/Alexander Malysch, Die weitere Arbeit an der MEGA nach dem Erscheinen der ersten Bände. In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Berlin 1976, Heft 1; der Artikel erschien auch in Voprosy istorii KPSS, Moskva 1976, Nr. 2. 2) Karl Marx/Friedrich Engels: Gesamtausgabe (MEGA), Probeband, Berlin 1972. 3) Zum internationalen Echo auf den MEGA-Probeband vgl. Rolf Dlu- bek/Alexander Malysch: Zur Marx-Engels-Gesamtausgabe. Ergebnisse und weitere Aufgaben der wissenschaftlich-editorischen Arbeit. In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Berlin 1974, Heft 4; der Artikel erschien auch in: Voprosy istorii KPSS, Moskau 1974, Heft 3. 4) Es handelt sich um drei Artikel, die Marx am 8., 12. und 13. November 1842 in der "Rheinischen Zeitung" unter der Überschrift "Die Kommunalreform und die 'Kölnische Zeitung'" veröffentlichte. Der vierte Artikel erschien am 17. November 1842 ebenfalls in der "Rheinischen Zeitung" mit dem Titel "Ein Korrespondent der 'Kölnischen Zeitung' und die 'Rheinische Zeitung'". In: MEGA Band I/1, Karl Marx: Werke, Artikel, literarische Versuche bis März 1843, Berlin 1975, S. 251-259 und S. 266-267; siehe auch Inge Taubert/Bernhard Dohm: Bisher unbekannte Korrespondenzen von Marx aus der "Rheinischen Zeitung". In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Berlin 1974, Heft 1. 5) MEGA, Band I/1, a.a.O., S. 483-613 und S. 711-858. 6) Ebenda, S. 295, S. 324-327 und S. 354; siehe auch Hans Pelger: Karl Marx und die rheinpreußische Weinkrise. In: Archiv für Sozi- algeschichte, Band XIII, Hannover 1973. 7) MEGA, Band I/10, Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Artikel, Entwürfe Juli 1849 bis Juni 1851, Berlin 1977, S. 503-510; siehe auch: Aus dem handschriftlichen Nachlaß von Karl Marx. In: Ein- heit, Berlin 1977, Heft 5. 8) Es handelt sich um die Wiederveröffentlichung von 12 Korre- spondenzen, die Engels in der Zeit von November 1849 bis Juli 1850 in der Chartistenzeitschrift "Democratic Review" als "Leiters from France" und "Letters from Germany" veröffentlicht hatte. In: MEGA, Band I/10, a.a.O., S. 21-36, S. 234-236, S. 251- 253 und S. 329. 9) Es handelt sich um die Entwürfe zweier von Marx verfaßter Er- klärungen an die Herausgeber des "Echo" vom 20. bzw. 21. Juni 1871 und der "Pall Mall Gazette" vom 21. Juni 1871. In: MEGA, Band I/22, Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Artikel, Entwürfe, März-November 1871, Berlin 1978, S. 1050-1051. 10) Gemeint sind einige von Engels am 19. oder 20. September 1871 für die Londoner Delegiertenkonferenz der Internationalen Arbei- terassoziation verfaßte Resolutionsentwürfe des Generalrats der Internationale sowie drei von Engels zwischen dem 19. und 21. September 1871 verfaßte Dokumente: Einen Entwurf und zwei von ei- ner Kommission der Londoner Konferenz unterzeichnete offizielle Materialien für den Finanzbericht des Generalrats an die Konfe- renz. Siehe ebenda, S. 300-305 11) Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang größere Abschnitte der Sitzungsprotokolle der Londoner Delegiertenkonfe- renz vom 21. und 22./23. September 1871, die damals veröffent- licht wurden. Siehe ebenda, S. 709 ff. 12) MEGA, Band II/1.1, Karl Marx: Ökonomische Manuskripte 1857/58, Teil l, Berlin 1976. 13) MEGA, Band II/3.1, Karl Marx: Zur Kritik der politischen Öko- nomie (Manuskript 1861"1863), Teil 1, Berlin 1976. MEGA, Band H/3.2, Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie (Manuskript 1861-1863), Teil 2, Berlin 1977. MEGA, Band H/3.3, Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie (Manuskript 1861-1863), Teil 3, Berlin 1978. MEGA, Band II/3.4, Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie (Manuskript 1861-1863), Teil 4, Berlin 1979. 14) MEGA, Band III/1, Karl Marx/Friedrich Engels: Briefwechsel bis April 1846, Berlin 1975. MEGA, Band III/2, Karl Marx/Friedrich Engels: Briefwechsel Mai 1846 bis Dezember 1848, Berlin 1979. 15) Hans Feiger/Michael Knieriem: Friedrich Engels als Bremer Korrespondent des Stuttgarter "Morgenblatts für gebildete Leser" und der Augsburger "Allgemeinen Zeitung". In: Schriften aus dem Karl-Marx-Haus, Trier 1975, Heft 15. 16) Marx-Engels-Jahrbuch, Band l, Berlin 1978. 17) Richard Laufner/Karl Ludwig König: Bruno Bauer, Karl Marx und Trier. Ein unbekannter Brief von Bruno Bauer an Karl Marx und ra- dikale Vormärzliteratur in der Stadtbibliothek Trier. In: Schrif- ten aus dem Karl-Marx-Haus, Trier 1978, Heft 20. 18) MEGA-Band IV/1, Karl Marx/Friedrich Engels: Exzerpte und No- tizen bis 1842, Berlin 1976. 19) Es handelt sich um Exzerpte aus den Werken klassischer Philo- sophen wie Aristoteles, Leibniz, Hume und Spinoza, mit denen sich Marx 1840/1841 beschäftigt hatte. Ebenda, S. 155-293. 20) Vom Band II/3 der MEGA sind inzwischen die ersten vier Bücher erschienen; die Bücher 5 und 6 sind in Vorbereitung. 21) MEGA, Band 1/22, a. a. O., S. 13-119. 22) Vgl. Vorwort zur Gesamtausgabe. In: MEGA, Band I/1, a.a.O., S. 46*-49*. - Richard Sperl: Der Variantenapparat der Marx-En- gels-Gesamtausgabe (MEGA). Zu einigen theoretischen und methodi- schen Problemen der Wiedergabe der autorisierten Textentwicklung in den Werken von Marx und Engels. Phil. Diss. Institut für Mar- xismus-Leninismus beim ZK der SED, Berlin 1979. 23) Vgl. MEGA, Band I/22, a.a.O., S. 807-856. 24) Vgl. MEGA, Band I/1, a.a.O., S. 963-983. 25) Vgl. MEGA, Band I/10, a.a.O., S. 675-707. 26) Vorwort zur Gesamtausgabe. In: MEGA, Band I/1, a.a.O., S. 52*. zurück