Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 05/1982
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DAS ÖKO-INSTITUT FREIBURG
André Leisewitz
1. Gründung, Selbstverständnis, Zielsetzung - 2. Organisation,
Handlungsfelder, Veröffentlichungen - 3. Hauptarbeitsgebiete des
Öko-Instituts - 3.1 Umweltbelastungen - 3.2 Kernenergie - 3.3 Al-
ternativen der Energieversorgung - 4. Schlußbemerkung
1. Gründung, Selbstverständnis, Zielsetzung
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Das 1977 gegründete "Öko-Institut. Institut für angewandte Ökolo-
gie e.V." mit Sitz in Freiburg/Brsg. versteht sich als Teil der
ökologisch orientierten Bürgerinitiativenbewegung. In seiner
Gründungserklärung heißt es: "Nur wenige Wissenschaftler sind
bislang bereit, Bürger zu unterstützen und ökologischen Interes-
sen zu dienen. Langfristig wird es Bürgerinitiativen nur gelin-
gen, ihre Forderungen in Planungen und vor Gericht durchzusetzen,
wenn sie selbst die nötige wissenschaftliche Begründung liefern.
Mit dem Institut wollen wir Bürgern helfen, wissenschaftliche Un-
terstützung für dieses Verfahren zu gewinnen, indem wir Gutachten
liefern und Sachverständige vermitteln." Das Institut beabsich-
tigt, "mehr als nur die Abwehr drohender Schäden" zu unterstützen
und will "selbst Alternativen für die Zukunft entwerfen und die
Bedingungen ihrer Verwirklichung erforschen." 1)
Obwohl erst seit fünf Jahren tätig, hat das Öko-Institut doch be-
reits eine beachtliche Zahl von Veröffentlichungen vorgelegt.
Durch Gutachten und zahlreiche Vorträge seiner Mitarbeiter, durch
verschiedene politische Initiativen im Rahmen der Auseinanderset-
zung um die Energie- und besonders Kernenergiepolitik, durch
seine Aktivität bei BI-Bewegungen gegen Kernenergieanlagen (Wyhl,
Gorleben u.a.) und eigene wissenschaftliche Veranstaltungen ist
es in der Ökologiebewegung bekanntgeworden. Zugleich stellt das
Öko-Institut eine für die Bundesrepublik neue Form der Organisa-
tion von Wissenschaftlern dar und ist insofern auch Ausdruck ei-
ner in den letzten Jahren deutlich gewachsenen Strömung unter
kritischen Wissenschaftlern. Seine insgesamt anregenden Untersu-
chungen und sein Einfluß in der Ökologie- und Alternativbewegung
lassen es angezeigt sein, die Tätigkeit des Öko-Instituts hier zu
besprechen.
Das Öko-Institut steht mit seiner Absicht, "im Gegengewicht zu
staatlichen und industriellen Stellen interessenunabhängige öko-
logische Forschung" zu betreiben 2), keineswegs allein. Ende der
siebziger Jahre wurden in der Bundesrepublik mehrere kleine Al-
ternativ-Institute und -Forschungsgruppen gegründet, denen nicht
nur der positive Bezug auf die Ökologiebewegung und eine z.T.
recht enge Bindung an deren Organisationen wie den BBU gemeinsam
sind, sondern auch ein relativ homogenes "ökologisches Weltbild"
und eine gleichgerichtete Kritik am herrschenden Wissenschaftssy-
stem.
1980 schlossen sich diese Gruppen zur "Arbeitsgemeinschaft Ökolo-
gischer Forschungsinstitute (AGÖF)" zusammen. Das Öko-Institut
zählte zu den Gründungsmitgliedern und ist das größte und ein-
flußreichste dieser gegenwärtig etwa drei Dutzend Institute und
Gruppen. 3)
Im Selbstverständnis des Öko-Instituts wie der in der AGÖF zusam-
mengeschlossenen Forschergruppen wird der Begriff "ökologische
Forschung" nicht im engen, biologischen Sinne verwendet. "Der Be-
griff 'ökologische Forschung' sagt etwas aus über den Inhalt, die
Zielsetzung, die Mittel und die ethischen Maßstäbe dieser For-
schung, die sich an den ökologischen Grundprinzipien des Haushal-
tens mit Ressourcen, der eigenständigen Entfaltung und der Part-
nerschaft mit Mitwelt, Umwelt und Nachwelt orientiert. Die
'ökologische Forschung' ist damit ein Teil der ökologischen Bewe-
gung. Sie ist mit ihr und aus ihr entstanden." 4) Unter jüngeren
Wissenschaftlern hat sich, konstatiert H. Bossel (ehemaliges Vor-
standsmitglied des Öko-Instituts und einer der Sprecher der
AGÖF), ebenso wie in der Gesamtgesellschaft ein beachtlicher
Wertwandel vollzogen, in dessen Zentrum Erkenntnis und Bereit-
schaft stehen, gegenwärtiges Handeln stärker unter Berücksichti-
gung weitreichender Zukunfts-Folgen zu bewerten, weil immer deut-
licher werde, daß die aktuellen, auf unmittelbaren Nutzen für In-
dividuen und Gesellschaft zielenden Handlungs- und Politikmaximen
an Grenzen der ökonomischen und ökologischen Belastbarkeit von
Gesellschaft und Natur stießen. Die ökologische Gegen-Orientie-
rung, die in der BI-Bewegung ihren Ausdruck finde, verlange dem-
gegenüber die Berücksichtigung der Interessen aller gesellschaft-
lichen Akteure, die vom eigenen Handeln gegenwärtig oder zukünf-
tig direkt oder indirekt betroffen würden, was den sorgsamen Um-
gang mit den natürlichen Lebensgrundlagen einschließe. 5) Das
dieser Auffassung zugrundeliegende Gesellschaftsbild kommt von
der Systemtheorie her: Gesellschaft wird als mit der Natur ver-
netztes System handelnder Individuen und Gruppen mit unterschied-
lichen Interessen verstanden, die - bei "ganzheitlicher" Betrach-
tung - durchaus ausgleichsfähig sind, wenn sich die neue Wertori-
entierung als handlungsbestimmend durchsetzt. "Ökologischer For-
schung" kommt die Funktion zu, sozusagen den "Königsweg" zu-
kunftssichernder Gesellschaftsentwicklung mit der Regulierung der
Beziehung Gesellschaft - Natur als Kern zu erforschen.
Da die "ökonomistische", auf unmittelbaren Nutzen zielende Werto-
rientierung nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in deren
Wissenschaftssystem dominiert, hat, so Bossel, die Auseinander-
setzung mit dessen Strukturen und inneren Maßstäben vielen jünge-
ren Wissenschaftlern Anlaß zu Neuorientierung und "Ausstieg" ge-
geben. Als Springpunkte der Auseinandersetzung sieht er:
- Die Ideologie der "Wertfreiheit", die Wertbezüge leugne und
Wertungen tabuisiere. Sie sei in Anbetracht der weitreichenden
Folgen von Wissenschaft und Technik nichts als ein Konstrukt, um
sich "der Verantwortlichkeit für das eigene Tun elegant zu ent-
ziehen." 6) Durch sie aufgeworfene Legitimationsdefizite würden
durch Dogmatik (Wissenschafts-, Fortschritts-, Weltanschauungs-
gläubigkeit) ausgefüllt.
- Das herrschende Wissenschaftssystem sei, obwohl eine gesamtge-
sellschaftliche Einrichtung, partikulären Interessen unterworfen,
die jenen des "ökologischen Gemeinwesens" (die Mit-, Um- und
Nachwelt einschließlich der Natur) als eigentlichem Bezugspunkt
der Verantwortung von Wissenschaftlern oft diametral entgegenge-
setzt seien.
- Mit ihrer Konzentration auf eine analytische Betrachtungsweise
von Detailproblemen und deren Verallgemeinerung zu umfassenden
Aussagen werde die etablierte Forschung den komplexen Verknüpfun-
gen der Realität nicht gerecht, die erst von einer ganzheitli-
chen, "holistischen Betrachtungsweise" erfaßt würden.
- Die herrschende Wissenschaft sei "expansiv und grenzmiß-
achtend", auf Naturbeherrschung zwecks Naturausbeutung aus. Sie
zeitige Folgen, die in Raum und Zeit weit über ihren unmittelba-
ren Anwendungsbereich hinausreichten und die "niemand... über-
schauen oder gar kontrollieren kann."
- Die Organisationsform der etablierten Wissenschaft sei undemo-
kratisch und weit von ihren eigenen Idealen entfernt. Anpassung,
Selbstzensur, Einfallslosigkeit seien die unvermeidbare Folge.
Das herrschende Wissenschaftssystem hat also seine eigenen Ideale
verraten. "Alternative Forschung", die sie retten will - die Ein-
heit von Theorie und Praxis, von Kompetenz und Entscheidung, von
individuellem und gesellschaftlichem Erkenntnisinteresse -, müsse
sich mithin nach Struktur, Inhalt und Zielen deutlich vom tradi-
tionellen Wissenschaftsbetrieb unterscheiden. Stichworte sind
"interdisziplinär", "ganzheitlich", "wertgeleitet", "selbstver-
antwortlich", "partnerschaftlich", "dezentral". Systematisch ver-
nachlässigte Themen müßten aufgegriffen, die "Erhaltung und
Entfaltung des ökologischen Gemeinwesens" zum zentralen Bezugs-
punkt gemacht werden.
Diese Reaktion auf staatsmonopolistische Vergesellschaftungspro-
zesse von Wissenschaft und Technik versteht sich selbst als deut-
liche Absage an jede marxistische Gesellschaftsanalyse. 7) Als
Kritik von Vergesellschaftungsprozessen überhaupt, des Industria-
lismus, von Großorganisation und Zentralismus bezieht sie sich
positiv und explizit auf die Industriegesellschaftstheorie und
versteht von daher die ökologische Krise als eine auch ihren Ur-
sachen nach globale, durch industrielle Technikentwicklung ausge-
löste und unlösbare Krise. In ihr sind insofern gleiche ideologi-
sche Muster, Motivationen und Orientierungen wirksam wie in den
neuen sozialen Bewegungen insgesamt. 8) Es ist vor dem Hinter-
grund dieses Versuchs, die Realität ökologischer Krisen und deren
Ursachen über die Industriegesellschaftstheorie und systemtheore-
tisch inspirierte Ganzheitsbetrachtung zu erfassen, verständlich,
daß die Probleme der Verantwortung, der Werte und Handlungsnormen
ein besonderes Gewicht gewinnen, also Fragen der Ethik, und zwar
einer gerade auf das Individuum bezogenen Ethik. Hier liegt der
Ansatzpunkt für die in den letzten Jahren so bemerkenswert ge-
wachsene Bedeutung, die linksprotestantische Kräfte in den Alter-
nativ- und Protestbewegungen gewonnen haben, wie sie etwa durch
die Eppler-Richtung repräsentiert werden. Diese mit der Sozialde-
mokratie verbundene Strömung findet sich ebenfalls im Öko-Insti-
tut, dessen langjährigen ersten Sprecher, den Theologen und Bio-
logen Günter Altner, man ihr z.B. zurechnen kann. 9)
Die Gründungserklärung des Öko-Instituts faßt die im Schnittpunkt
dieser Strömungen entwickelten Interpretationsmuster zusammen.
Sie versteht die ökologische Krise als weltumspannende, von den
Industriegesellschaften ausgelöste Zivilisationskrise: "Als Trä-
ger der technischen Zivilisation sind wir im Begriff, die Lebens-
grundlagen der gesamten Gattung zu zerstören." Diese Krise ist im
Inneren der Industriegesellschaften mit der ökonomischen (Wachs-
tums-)Krise einerseits und der demokratiegefährdenden Legi-
timationskrise des Staates andererseits verbunden. Hilfe sei da-
her nicht von Staat und Organisationen, sondern allein vom Han-
deln der Betroffenen zu erwarten.
2. Organisation, Handlungsfelder, Veröffentlichungen
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Das Öko-Institut wurde 1977 von etwa 40 Mitgliedern als eingetra-
gener Verein gegründet; es hat heute Gemeinnützigkeitsstatus. Die
Mitgliedschaft steht jedermann offen, der die Vereinsziele aner-
kennt. Gegenwärtig zählt das Institut über 3000 Mitglieder, von
denen Anfang der 80er Jahre etwa 20 Prozent Wissenschaftler wa-
ren. 10)
Satzungsgemäß ist Zweck des Vereins "die Förderung von Wissen-
schaft und Forschung auf dem Gebiet der Luft- und Lärmemission,
der Abwasserbeseitigung, der Verringerung der Strahlenbelastung
durch kerntechnische Anlagen und die Verbesserung der Sicherheit
dieser Anlagen." 11) Dieses Ziel soll durch wissenschaftliche
Veranstaltungen und Forschungsvorhaben, Vergabe und Vermittlung
von Forschungsaufträgen, Erstellen von Gutachten, Beratung und
Unterstützung von Bürgern, Veröffentlichung eigener wissenschaft-
licher Arbeiten, Seminare und Vorträge sowie durch Zusammenarbeit
mit vergleichbaren nationalen und internationalen Institutionen
erreicht werden.
Die jährlichen Mitgliederversammlungen sollen in Verbindung mit
einer wissenschaftlichen Tagung abgehalten werden. Themen dieser
Tagungen waren 1981 "Das Verfahren der Umweltverträglichkeitsprü-
fung in der BRD", 1982 "Arbeitsplatz und Umweltschutz". Die Mit-
gliederversammlungen beschließen die längerfristige Aufgabenstel-
lung und das Jahresprogramm des Instituts, wählen dessen Vorstand
und haben über die Finanzen des Vereins zu entscheiden.
Der Vorstand rekrutiert sich aus den "aktiven Mitgliedern" des
Instituts, deren Status nur auf schriftlichen Antrag und mit
zeitlicher Begrenzung erlangt werden kann. Er umfaßt insgesamt 10
Personen, deren Mehrheit ehrenamtliche Mitarbeiter sein müssen,
und wird auf zwei Jahre gewählt. Der von ihm benannte 1. Sprecher
des Instituts ist gegenwärtig Prof. Dr. Arnim Bechmann (West-Ber-
lin), Geschäftsführer ist Dipl.-Ing. Leo Pröstler. Der Beratung
des Vorstands dient ein vom Vorstand gewähltes Kuratorium. 12)
Grundlegende Entscheidungen wie Schwerpunktbildung für die Insti-
tutsarbeit, Konstituierung von Projekten u.ä. werden vom Vorstand
getroffen. Die wissenschaftliche Arbeit einschließlich der Bera-
tungstätigkeit wird von Projektgruppen und externen Mitarbeitern,
die z.T. in anderen Institutionen arbeiten, getragen; feste Plan-
stellen sind ausschließlich der Geschäftsführung vorbehalten. 13)
Die Projektgruppen werden aufgabenbezogen gegründet und arbeiten
im Rahmen der festgelegten Aufgabenstellung "autonom".
Das Institut finanziert seine Tätigkeit aus Mitgliedsbeiträgen
und Spenden, aus der Veröffentlichung seiner Arbeiten und aus
Forschungsaufträgen von Dritten. Hier sind insbesondere projekt-
gebundene Förderungsmittel des Umweltbundesamtes und des BMFT zu
nennen. 14)
Die Institutssatzung sieht die Möglichkeit vor, eigenständige Ar-
beitsstellen als regionale Arbeitsbasis zu bilden. Derzeit exi-
stiert keine entsprechende Arbeitsstelle; jedoch verfügte das In-
stitut vom Sommer 1979 bis Ende 1980 über eine Arbeitsstelle Han-
nover, die aus Anlaß der Auseinandersetzung um Gorleben gegründet
und von dem Leiter des Gorleben-Hearings im niedersächsischen
Landtag, H. Hirsch, geleitet wurde.
Das Öko-Institut arbeitet u.a. im Rahmen der AGÖF mit einer grö-
ßeren Zahl anderer alternativer Forschungsgruppen zusammen. Enge
Beziehungen bestehen zum BBU. International gibt es Zusammenar-
beit mit Organisationen und Instituten u.a. in den USA, Großbri-
tannien, Frankreich, der Schweiz und Belgien.
Das Öko-Institut gibt folgende Veröffentlichungsreihen heraus:
- "Öko-Mitteilungen", zweimonatliche Mitgliederzeitschrift mit
Überblick über die laufende Institutsarbeit, Zuammenfassungen
neuerer Arbeiten und Originalbeiträgen;
- "Öko-Berichte", Einzelstudien zu Umwelt- und Energieproblemen.
Bis April 1982 erschienen insgesamt 22 Berichte.
- "Unterrichtsmaterialien", bisher sieben Materialsammlungen vor-
nehmlich zu Energiefragen und zur Beurteilung anderer Unter-
richtseinheiten.
Neben diesen im Eigenverlag erscheinenden Reihen hat das Öko-In-
stitut eine größere Zahl von Publikationen in anderen Verlagen
herausgebracht. Sie werden im folgenden erwähnt. Hier soll nur
der "Fischer Öko-Almanach. Daten, Fakten, Trends der Umweltdis-
kussion" genannt werden, der als Handbuch konzipiert und bereits
in zwei Ausgaben (1980, 1982/83) erschienen ist. Der Almanach hat
eine weitgehend feststehende Grundstruktur und gibt einen Über-
blick über den aktuellen Stand der Umweltsituation in der BRD und
im globalen Maßstab, verbunden mit Grunddaten und Trendanalysen
zur sozialen und ökonomischen Entwicklung. Er enthält darüber
hinaus eine Rubrik "Zukunft" mit Beiträgen zu längerfristigen
Trends globaler Umweltgefahren. Im Anhang gibt er eine informa-
tive Zusammenstellung von Institutionen und Publikationen zu Um-
weltproblemen.
3. Hauptarbeitsgebiete des Öko-Instituts
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Die eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten des Öko-Instituts
konzentrierten sich in den vergangenen Jahren im wesentlichen auf
drei Arbeitsgebiete:
- Umweltbelastungen in der BRD;
- Sicherheitsprobleme von Kernenergieanlagen und Einrichtungen
des Kernenergie-Brennstoffzyklus;
- Alternativen der Energieversorgung der BRD unter besonderer Be-
rücksichtigung regenerativer Energiequellen.
Neben diesen Arbeitsgebieten nahmen relativ breiten Raum Veröf-
fentlichungen ein, die mehr der "Umsetzung" ihrer Ergebnisse und
der Kritik von Wachstumsstrategien und Konzeptionen eines "harten
Weges" der Energie- und Technologieentwicklung dienten. Neuer-
dings werden bisher wenig beachtete Fragestellungen wie Umwelt-
schutz und Arbeitsplätze sowie Rüstung und Ökologie aufgegriffen.
Anders als die im folgenden zu besprechenden Einzelarbeiten geben
die beiden Bände des "Öko-Almanachs" jeweils sehr fakten- und ma-
terialreiche Ü b e r s i c h t s darstellungen zu den einzelnen
Themenbereichen, die entweder auf Literaturstudien oder eigener
Forschungsarbeit der beteiligten Autoren beruhen; in sie sind
auch viele Ergebnisse aus eigenständigen Arbeiten des Öko-Insti-
tuts eingegangen.
3.1 Umweltbelastungen
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Die hier zusammenzufassenden, nach Themenstellung und Tiefe der
Ausarbeitung recht unterschiedlichen Arbeiten betreffen folgende
Themenbereiche: Umweltchemikalien und Umweltchemikalienrecht,
u.a. in Auseinandersetzung mit dem 1980 verabschiedeten Chemika-
liengesetz 15); Umweltbelastungen durch einzelne Schadstoffe wie
Blei, Stickstoff, Thallium, Schwermetalle 16); die Belastung ein-
zelner Medien und daraus resultierende Gesundheitsgefährdungen
für den Menschen - hier sind die 1981 erschienenen Studien zur
Trinkwasserkrise und zur Schadstoffbelastung von Muttermilch zu
nennen, die beträchtliche Resonanz auslösten 17); zumeist kürzere
Mitteilungen zur ökologischen Belastung einzelner Regionen und
Arbeiten zur Landschaftsplanung. 18) Es handelt sich meist um
einzelne Fall-Studien - mit Ausnahme der Trinkwasserstudie -,
keine auf die Gesamtbelastung einzelner Medien oder Regionen bzw.
auf die Gesamteinwirkung einzelner Belastungsformen abzielenden
Untersuchungen; ihr Niveau ist recht unterschiedlich. Insgesamt
liegt in diesem Arbeitsbereich noch kein Versuch vor, ein Gesamt-
bild der Umweltbelastungen zu geben und daran anknüpfend eine Ge-
genstrategie zu entwickeln (wie dies für die Arbeiten zur Ener-
gieversorgung gilt).
Beachtung verdient insbesondere die Trinkwasser-Studie. 19)
Trotz großer Aufwendungen für die Sanierung der Gewässer in der
BRD durch Kläranlagenbau und Maßnahmen zur Reduzierung der Ein-
leitung bestimmter Schadstoffe seit der Mitte der siebziger Jahre
hat sich die Gewässerbelastung nur zu den schwer-abbaubaren
Schadstoffen verschoben, deren Konzentration weiterhin steigt.
Für die Trinkwasseraufbereitung gewinnen daher neben Verfahren
der natürlichen Reinigung zunehmend chemische Verfahren, beson-
ders die Chlorung, Gewicht. Zusammen mit anderen Trinkwasser be-
lastenden Schadstoffen ergibt sich hier ein wachsendes gesund-
heitsgefährdendes Potential (Erhöhung des Krebsrisikos u.a.). Die
hohe Belastung der Oberflächengewässer und der gestiegene Wasser-
verbrauch haben zugleich zu erhöhter Grundwasserentnahme geführt.
Industrielle Entnehmer konkurrieren hier mit Trinkwasserwerken.
Folgen sind neben der Verschwendung hochwertigen Grundwassers für
industrielle Brauchwasserzwecke und dem Abdrängen von Trinkwas-
serwerken zur (aufwendigeren) Nutzung der Oberflächengewässer die
Gefahr der Zerstörung von Grundwasserreservoiren durch übermäßige
Entnahmen, deren zunehmende Verschmutzung sowie ökologische Fol-
geschäden für einzelne Regionen durch Grundwasserabsenkung. Dies
würde zugleich eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung selbst
bedeuten. Um einer Trinkwasserkrise zu begegnen, fordern die Au-
toren der Studie ein System von Gegenmaßnahmen, u.a. zum generel-
len Gewässerschutz und zur Reinhaltung der Grundwasserreservoire,
die der ausschließlichen Nutzung für Trinkwasserzwecke vorbehal-
ten bleiben sollen; Umstellung der Trinkwassergewinnung im we-
sentlichen auf Grund- und Quellwasser, der Brauchwassergewinnung
auf Oberflächenwasser; umfassende Maßnahmen der Wasserwiederver-
wendung und zur Einschränkung von Wasserverschwendung.
An sich sollten die offenkundigen Interessendifferenzen zwischen
Wasserwerken und den mit ihnen um das Grundwasser konkurrierenden
bzw. gewässerverschmutzenden Konzernbetrieben zu einer ausgepräg-
ten Frontstellung führen. Daß dies nicht der Fall ist, können die
Autoren auf die engen Verflechtungs- und Beteiligungsverhältnisse
zwischen den wasserbelastenden Energie- und Chemiekonzernen und
den großen Wasserwerken zurückführen. Sie verweisen auf vielfäl-
tige Formen der "Einbindung" der Wasserwerke über Verbände, wis-
senschaftliche Gesellschaften, kommunale und übergeordnete Insti-
tutionen, die ein Aufbrechen dieser Konflikte abblocken und zur
Absicherung der profitablen Nutzung von Wasserressourcen durch
Konzernbetriebe beitragen. Eine ähnlich detaillierte Untersuchung
von Interessenstrukturen fehlt in den meisten anderen Arbeiten.
Ein neueres Projekt betrifft die Ausarbeitung einer Konzeption
zur "Umweltverträglichkeitsprüfung". Die Forderung nach einer um-
fassenden Abschätzung der Folgen geplanter umweltbelastender Maß-
nahmen wird seit langem von der Umweltschutzbewegung erhoben, und
Veranstaltungen wie das Gorleben-Hearing oder die Anhörung im
Hessischen Landtag zum Startbahn-Bau hatten den Sinn, dieser For-
derung scheinbar nachzugeben und Bürgerbeteiligung und -informa-
tion zu suggerieren. Die Bundesregierung, die 1971 in ihrem Um-
weltprogramm eine "Umweltverträglichkeitsprüfung" aller öffentli-
chen und privaten umweltbelastenden Maßnahmen angekündigt hatte,
ist über 1975 verabschiedete, jedoch wirkungslos gebliebene
"Grundsätze zur Prüfung der Umweltverträglichkeit öffentlicher
Maßnahmen des Bundes" nicht hinausgekommen. Diese betreffen pri-
vate Maßnahmen nicht, kennen kein geregeltes rechtsverbindliches
Verfahren und schließen die Öffentlichkeit aus. Die Vorstellungen
des Öko-Instituts knüpfen an den vorliegenden weiterreichenden
Entwurf einer EG-Richtlinie an und setzen besonders auf volle Be-
teiligung der Betroffenen, Rechtsverbindlichkeit und Überprüf-
barkeit durch Verbandsklagen und die Einbeziehung sozialer Bela-
stungen. Hierzu liegt eine erste Übersichtsdarstellung vor. 20)
3.2 Kernenergie
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Die meisten Veröffentlichungen zu diesem Themenschwerpunkt sind
zur Unterstützung von BI-Bewegungen gegen den Bau von AKWs bzw.
aus den Auseinandersetzungen um solche Anlagen oder Einrichtungen
des Kernenergie-Brennstoffzyklus entstanden. Gerade hier gibt es
eine sehr enge Verbindung zwischen der Tätigkeit des Öko-
Instituts und der Ökologie-Bewegung, wobei eine Reihe von
politischen Initiativen und Aufklärungsaktionen direkt vom Öko-
Institut selbst ausging (Pressekonferenzen, Unterschriften-
aktionen, öffentliche Versammlungen usf.). Die Veröffentlichungen
betreffen das Atomrecht 21); Sicherheitsprobleme von AKWs 22);
Gefahren der End- und Zwischenlagerung und der Wiederaufarbeitung
von Kernbrennstoffen 23); zusammenfassende Auseinandersetzungen
mit den Befürwortern des Kernenergieausbaus in der BRD 24).
Bei den Arbeiten sind generell zwei Argumentationsstränge zu un-
terscheiden. Viele Untersuchungen beurteilen den Bau von Kern-
energieanlagen und Einrichtungen der Wiederaufarbeitung, Zwi-
schen- und Endlagerung primär unter naturwissenschaftlich-
technischen Gesichtspunkten mit einer stärkeren Akzentuierung von
Risiken, die sich aus den Betriebsprozessen ergeben können. Sie
bewegen sich also auf dem gleichen Terrain wie Risikostudien und
Gutachten von Institutionen und Befürwortern des Kernenergie-
komplexes, legen jedoch schärfere Sicherheitskriterien an und
gehen z.T. methodisch anders vor. Gegenwärtig wird eine etwa
15köpfige Forschungsgruppe des Öko-Instituts vom BMFT finanziert,
um eine Kritik der ab 1979 erschienenen "Deutschen Risikostudie
Kernkraftwerke" 25) zur Reaktorsicherheit zu erarbeiten. Neben
einer "immanenten" Überprüfung der DRS geht es hierbei um eine
Kritik ihrer Methodik und ihres Risikobegriffs sowie um die
Ermittlung von in der DRS nicht behandelten (sozialen und
gesundheitlichen) Folgen. Zwischenberichte zeigen, daß sich
hierbei ein weitaus größeres Risikopotential ergibt. 26)
Der zweite Argumentationsstrang bezieht sich nicht auf den Nach-
weis höherer Risiken, sondern auf deren Bewertung und auf die
Kritik der Argumente, die den Ausbau der Kernenergienutzung als
zwingend für die Energieversorgung der BRD darstellen. Die dezi-
dierte Ablehnung des Kernenergieausbaus wird einmal mit dem hohen
Gefahrenpotential der neuen Technologie, insbesondere der zweiten
Generation von Kernenergieanlagen (Brüter, HTR-Anlagen, Wieder-
aufarbeitungs- und Entsorgungseinrichtungen) und der damit ver-
bundenen Tendenz zum Überwachungsstaat begründet. Hinzu kommt das
Argument, daß die Stromversorgung aus AKWs teurer als bei anderen
Energieträgern sei und daß der Ausbau der Kernenergienutzung am
eigentlichen Energie-Problem der BRD vorbeigehe, nämlich der Be-
reitstellung neuer Energieträger für Wärmeerzeugung und als
Treibstoffe (Substitution des in erster Linie hierfür eingesetz-
ten Öls) und statt dessen eine Energieform liefere (Strom), bei
der kein unüberwindbarer Engpaß zu erwarten sei. Die Option für
(forcierten) Kernenergieausbau sei mithin für die Lösung der En-
ergieprobleme der BRD ungeeignet und vom zukünftigen Energiebe-
darf her überflüssig (vgl. weiter unten). In diesem Argumentati-
onsstrang verbinden sich ganz unterschiedliche technische, ener-
giewirtschaftliche und allgemein-zivilisationskritische Argu-
mente, letztere mit einem deutlichen Einschlag von Wachstums- und
Technikpessimismus. Die Analyse der Triebkräfte des Kernenergie-
ausbaus, der Interessen des hier angelegten Kapitals und der
Struktur und Einflußmechanismen des Kernenergiekomplexes bleibt
demgegenüber weitestgehend ausgeklammert, die Kritik demzufolge
oft moralisch und "aufklärerisch", die Entwicklung von Alternati-
ven aufs Technische und den Wandel von Verhaltensnormen begrenzt
- Eigentümlichkeiten, die fast alle Arbeiten des Instituts cha-
rakterisieren.
3.3 Alternativen der Energieversorgung
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Auf diesem Gebiet hat das Öko-Institut die umfassendsten Ausar-
beitungen vorgelegt, die zudem in der energiepolitischen Diskus-
sion der Bundesrepublik durchaus Berücksichtigung gefunden haben.
Die Arbeiten, die durch A.B. Lovins und frühere Untersuchungen
von Bossel 27) angeregt wurden, liegen in geschlossener Form vor
28) und sind besonders von der Kernenergie-Lobby heftig attac-
kiert worden. 29) Sie haben auch Eingang in Bericht und Empfeh-
lungen der Enquete-Kommission des Bundestages "Zukünftige Kern-
energiepolitik" gefunden. 30)
Die Autoren der "Energiewende" gehen davon aus, daß die bisherige
Strategie, das Energieangebot für eine wachsende Wirtschaft über
solche "Großtechnologien" wie Kernenergienutzung oder Kohlever-
edelung zu erweitern und Erdöl als Energieträger zurückzudrängen,
deswegen unrealistisch ist, weil diese Strategie wegen der langen
Bauzeit von AKWs (und der erforderlichen Entsorgungseinrichtun-
gen) zu langsam, weil Strom aus Kernenergieanlagen zu teuer und
dem Energiebedarf nicht angepaßt sei. Zudem treffe diese Strate-
gie auf einen wachsenden politischen Widerstand. Die angebotsori-
entierten Strategien der Energieversorgung seien nicht in der
Lage, das gegenwärtige Hauptproblem - die Abhängigkeit vom Erdöl
- zu lösen. Nimmt man die Berechnungen der Enquete-Kommission, so
trifft dies in der Tat zu. Der hier vorgegebene, dieser Strategie
entsprechende "Pfad 1", der für das Jahr 2000 einen Primärener-
giebedarf von 600 Mio. t SKE (1978: 390) prognostiziert, muß
trotz maximalem Kernenergie-Ausbau von einem Erdöl- und Erdgas-
Verbrauch auf dem gegenwärtigen Niveau ausgehen. 31) Daher seien
die Möglichkeiten einer Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und
Energieverbrauch durch die systematische Verbesserung der Ener-
gienutzung als Hauptstrategie zu prüfen.
Die Studie zur "Energiewende" enthält zwei Teile. Zuerst werden
Szenarien des zukünftigen Energiebedarfs (bis 2030) berechnet
(Endenergie- und Primärenergiebedarf), wobei die regierungsamtli-
chen Prognosen des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums zu-
grunde gelegt und der wirtschaftliche Strukturwandel (zwei Vari-
anten) sowie Verbesserungen der Energienutzung eingerechnet wer-
den. Dann folgt eine Berechnung von Szenarien der Energiebedarfs-
deckung. Dies setzt eine Abschätzung verschiedener zukünftiger
Energiepotentiale (insbesondere der regenerativen Energiequellen)
voraus und erfolgt in drei Varianten, die von einer Fortschrei-
bung der gegenwärtigen Relationen der Primärenergieträger bis zur
maximalen Nutzung regenerativer Energiequellen reichen.
Methodisch arbeitet die Studie mit der Kategorie der
"Energiedienstleistung". Damit wird der Blick zuerst vom Primär-
energiebedarf weg auf den Bedarf an Nutz-Energie gelenkt, die
spezifische energetische Bedürfnisse befriedigt (Raumwärme;
Transportleistung; Prozeßwärme usf.). Eine optimale Versorgung
mit Energiedienstleistung kann entweder - bei gegebener Umwand-
lungs- und Nutzungstechnologie - über eine Ausweitung des Primär-
energieverbrauchs oder, bei Verbesserung der Umwandlungs- und
Nutzungstechnologien, auch bei Stagnation oder Senkung des Primä-
renergieverbrauchs erfolgen. Für den Gesamtnutzungsgrad der Ener-
gie wird heute eine Größenordnung von 35 Prozent angegeben. Der
durchschnittliche Verlust bei der Umwandlung von Primär- in End-
energie liegt in der BRD gegenwärtig bei etwa 30 Prozent, bei der
Umwandlung von Endenergie in Nutzenergie bei etwa 50 Prozent. Der
entscheidende Ansatz zur Senkung des spezifischen Energiever-
brauchs und damit auch des Primärenergiebedarfs liegt damit bei
der Optimierung der Nutzungssysteme. Demgegenüber ergeben sich
nur begrenzte Einsparpotentiale bei der Verbesserung der vorge-
schalteten Umwandlungstechnologien.
Die Studie legt ausdrücklich die (optimistischen) Wachstumspro-
gnosen der Bundesregierung zugrunde (Zuwachs des BSP/Kopf bis
2030 auf das 3,2fache von 1973) und geht von in amtlichen und of-
fiziösen Statistiken berechneten Wachstumsraten bezüglich Wohn-
raum, Pkw-Benutzung, Wasserverbrauch usf. aus, schließt also En-
ergieeinsparung als Resultat von Verhaltenswandel aus. Die Be-
rechnungen der Energieeinsparpotentiale durch Optimierung der
Nutzungstechnologien im Bereich der Niedertemperaturwärme (Gebäu-
de, Prozeßwärmeerzeugung), der Treibstoffe (Pkw- und Moto-
renkonstruktion) und des Elektroenergiebedarfs (Haushaltsgeräte,
elektrisch angetriebene Maschinen) fußen durchgängig auf bereits
gegenwärtig bekannten Technologien (von der Wärmedämmung und
Kraft-Wärme-Kopplung bis zu Veränderungen in Maschinenkonstruk-
tionen) und gehen von Prognosen zur Einsatzmöglichkeit solcher
Technologien aus, die oft von Verbänden und Instituten der be-
troffenen Industriezweige selbst ausgearbeitet worden sind. Bei
konsequenter Verbesserung und Anpassung der Energienutzung an die
spezifischen Bedürfnisse prognostiziert die Studie einen im näch-
sten Jahrzehnt steigenden, dann allmählich sinkenden Primärener-
giebedarf bei wachsender Energiedienstleistung. Der für 2030 er-
rechnete Primärenergieeinsatz liegt, je nach Relation der zu sei-
ner Deckung herangezogenen Energieträger, zwischen 54 und 65 Pro-
zent des Primärenergiebedarfs von 1973.
Unabhängig von der Diskussion um einzelne Parameter (eingehende
Prognosegrößen, Abschätzung der jeweiligen Einspar- und Verbesse-
rungspotentiale, Verfügbarkeit von Technologien und regenerativen
Energiequellen in der BRD, Kosten usf.) liegt das Hauptverdienst
dieser Studie darin, durch den Energiedienstleistungsansatz und
die Konzentration auf Optimierung der Energienutzungssysteme als
Hauptstrategie der Energieversorgung einen neuen Gesichtspunkt in
die Energiediskussion gebracht und systematisch quantifiziert zu
haben. Die entwickelte Argumentation gegen den Ausbau der Kern-
energienutzung nicht von Gesichtspunkten mangelnder Sicherheit
oder Nicht-beherrschbarkeit dieser Technologie, sondern vom Ener-
giebedarf her - das "Ölproblem" liegt gerade im Bereich des
nichtelektrischen Energieverbrauchs (bei Heizung, Warmwasser,
Prozeßwärme und Treibstoffen), während Kernenergie hier nur mit
großen Umwandlungsverlusten zur Bedarfsdeckung beitragen könnte
-, ist durchaus schlüssig. Zu den Vorteilen dieser Energieversor-
gungsstrategie gehören das rasche Wirksamwerden von entsprechen-
den Maßnahmen zur Energieeinsparung. Sie könnte zugleich Element
einer aktiven Beschäftigungspolitik sein; was ihre Kosten be-
trifft, so gehen die Autoren davon aus, daß die Einsparungen
durch Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs die höheren
Aufwendungen für die Optimierung der Nutzungssysteme übersteigen.
Eine solche Strategie würde auch die Ausschöpfung nationaler En-
ergieressourcen begünstigen, was insbesondere die Kohle betrifft,
deren Nutzung als Übergangsstrategie begriffen wird, bis regene-
rative Energiequellen technisch besser verfügbar sind. 32) Ver-
fahren der Kohleveredelung werden abgelehnt.
Spätestens bei der Frage nach Durchsetzungsmöglichkeiten rächt
sich auch hier die weitestgehende Beschränkung der Autoren auf
die technische Seite des Problems. Wurden schon im Rückblick die
Strukturveränderungen der Energieversorgung in der BRD nicht als
Resultat von Kapitalstrategien verstanden, so regiert im Blick
auf die Zukunft das naive Vertrauen auf die Effizienz der Markt-
wirtschaft. 33) Der gegenüber den Verfechtern vergleichbarer Al-
ternativstrategien immer wieder erhobene Vorwurf unerträglicher
dirigistischer Eingriffe und der Verletzung individueller Ent-
scheidungsrechte (also die Warnung vor Eingriffen in die Kapital-
verwertungs- und Profitsphäre) trifft sie offensichtlich am wun-
den Punkt ihrer "ökologischen Grundwerte" (klein, dezentral, ba-
sisorientiert und sanft) und veranlaßt sie zum Bekenntnis, der
"sanfte Weg" setze sich quasi von selbst, ohne Gebote und Ver-
bote, über Eigenverantwortung und Markt durch. Bedauerlich, daß
diese Seite gerade den Theologen des Öko-Instituts überlassen
bleibt.
4. Schlußbemerkung
------------------
Die Arbeiten des Öko-Instituts sind insgesamt anregend und geben
eine Vielzahl von Anstößen für die Ausarbeitung demokratischer
Alternativen im Bereich der Umwelt-und Energiepolitik. Ihre
Hauptschwäche resultiert aus dem theoretischen Ansatz des Insti-
tuts, dem Bezug auf die Industriegesellschaftstheorie mit ihrer
Negierung der sozialen Formbestimmtheit jeder Produktivkraft- und
Technologieentwicklung in den Mensch-Natur-Beziehungen. Die Auf-
fassung, daß Industriesysteme generell umweltzerstörend wirken
müßten 34), kehrt diese Beziehung im Sinne eines technologischen
Determinismus um. Sie verstellt zugleich den Zugang zur Analyse
der politischen Ökonomie der Umweltbeziehungen und der hier wir-
kenden Interessenantagonismen. Die Folge ist zum einen die prin-
zipielle Offenheit einer solchen Position für alle anti-industri-
ellen Konzeptionen individueller Selbstversorgung, handwerklicher
Kleinkooperativen usf., also für die Verherrlichung individueller
Kleinproduktion, die der Steigerung der gesellschaftlichen Pro-
duktivität und der Entfaltung der Gattungspotenzen in der Natura-
neignung als dem eigentlichen Schlüssel zur Überwindung naturzer-
störerischer Produktivkraftformen entgegensteht.
Folgen sind zum anderen die weitgehende Beschränkung auf techno-
logische Alternativen und die Hilflosigkeit bei der Bestimmung
von Strategien zu ihrer Durchsetzung. Die Einsicht in die Notwen-
digkeit gesellschaftlicher Gegenmacht, um monopolistische Inter-
essen an kostenloser Vernutzung natürlicher Ressourcen und Abwäl-
zung ökologischer Folgekosten auf die Gesellschaft zu brechen,
wird durch solche Maximen des "ökologischen Weltbildes" gehemmt,
denen zufolge sich "sanfte Alternativen" kraft ihrer Rationali-
tät, ohne Machtentfaltung, auf "sanftem Wege" durchsetzen soll-
ten. Eine Auffassung, die freilich durch alle Aktionen der Ökolo-
giebewegung selbst in Frage gestellt wird. Schließlich: die Ab-
lehnung zentraler Planung und staatlicher Eingriffe zugunsten von
mehr "Eigeninitiative" und "Selbstverantwortung" paßt durchaus in
das Konzept des Sozialabbaus, der konservativen Wende zu "weniger
Staat" auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.
Die Beschränkung auf eine technologische Sichtweise stellt das
Öko-Institut auch vor das Problem, von der "flexiblen Marktwirt-
schaft" überall dort vereinnahmt zu werden, wo seine Alternativ-
konzeptionen profitabler Kapitalverwertung zugänglich sind, ohne
seinen Wert- und Gesellschaftsvorstellungen von Gerechtigkeit und
Humanität einen Schritt näher zu kommen. Man kann die Einbezie-
hung von Vertretern des Instituts in staatliche Kommissionen - im
Falle der Energie-Enquete - oder seine Förderung aus offiziellen
Mitteln im Sinne von Versuchen einer solchen Integration, der
Nutzbarmachung vernünftiger und durchaus nicht systemwidriger
Technologie-Konzepte für Strategien des SMK deuten; man kann sie
auch als Alibi-Unternehmen oder Versuche von Gruppen der SPD in-
terpretieren, politischen Einfluß im Bereich der Alternativ-Bewe-
gung zu gewinnen.
Jedoch versteht sich das Öko-Institut als Akteur in der umweltpo-
litischen Auseinandersetzung und ist insofern immer wieder mit
den herrschenden Interessen konfrontiert, die einer Lösung von
Umweltproblemen entgegenstehen. Insofern unterliegt es einem
Druck, der zur schärferen Akzentuierung der sozialen Dimension
der Umweltprobleme, ihrer Eingebundenheit in Klassenbeziehungen,
führen könnte. Die Aufnahme neuer Themenbereiche wie Rüstung und
Ökologie, betriebliche Umweltprobleme und des Zusammenhangs von
Umweltschutz und Arbeitsplatzbeschaffung sowie die Aktionsorien-
tierung, die in der Herausgabe von "Global Future", der Anschluß-
studie zu "Global 2000", und dem "Aktionskatalog '81" zum Aus-
druck kommt 35), könnten Ansatzpunkte dazu sein.
_____
1) Gründungserklärung des Öko-Instituts vom 6.11.1977, in: Öko-
Institut. Eine Vereinigung besorgter Wissenschaftler und Bürger,
Freiburg o.J.
2) L. Pröstler, in: H. Bossel/W. Dürrschmidt (Hrg.), Ökologische
Forschung. Wege zur verantworteten Wissenschaft, Karlsruhe 1981,
S. 79.
3) Vgl. Der Fischer Öko-Almanach 82/83. Daten, Fakten, Trends der
Umweltdiskussion, Frankfurt/M. 1982, S. 407 f.
4) H. Bossel, "Kritische ökologische Forschung" als Reaktion auf
die "etablierte Wissenschaft", in: H. Bossel/W. Dürrschmidt,
a.a.O., S. 9.
5) Dazu ausführlich H. Bossel, Bürgerinitiativen entwerfen die
Zukunft. Neue Leitbilder - Neue Werte - 30 Szenarien, Frank-
furt/M. 1978.
6) H. Bossel, "Kritische ökologische Forschung"..., a.a.O., S. 9
und ff.
7) Vgl. H. Bossel, Bürgerinitiativen entwerfen die Zukunft,
a.a.O., und: A. Bechmann, Technologischer Fortschritt und ökolo-
gische Krise, in: Öko-Mitteilungen H. 2/1981, S. 18 ff.
8) Vgl. den Beitrag von K. Maase in diesem Band sowie R. Steiger-
wald, Marxistische Arbeiterbewegung und nichtproletarischer Pro-
test, in: Probleme des Friedens und des Sozialismus, H. 6/1982,
S. 797 ff. Zur "Infrastruktur" der neuen sozialen Bewegungen ge-
hören im übrigen auch die "Wissenschaftsläden", die sich an ver-
schiedenen Hochschulorten gebildet haben. Vgl. die Übersicht in:
Wechselwirkung, H. 3/1982, S. 51 ff.
9) Vgl. z.B. G. Altner, Leidenschaft für das Ganze. Zwischen
Weltfurcht und Machbarkeitswahn, Stuttgart/West-Berlin 1980.
10) H. Bossel, in: H. Bossel/W. Dürrschmidt, a.a.O., S. 81.
11) Öko-Institut. Institut für angewandte Ökologie e.V., Freiburg
i. Br., Satzung. Stand: 8. März 1981. Sofern nicht anders ver-
merkt, sind die folgenden Angaben der Satzung, der unter FN 1 ge-
nannten Broschüre oder den Öko-Mitteilungen entnommen.
12) Ihm gehören an: Prof. Dr. G. Altner, C. Amery, Prof. Dr. H.
Bossel, Dr. E. Eppler, Prof. Dr. P. Fornallaz, Prof. Dr. L. v.
Friedeburg, Prof. Dr. Th. Ginsburg, Dr. H. Gruhl, Prof. Dr. B.
Grzimek, Prof. Dr. M. Jänicke, Prof. Dr. R. Jungk, Dipl.-Ing. K.
W. Kieffer, G. McRobie, Prof. Dr. P. C. Mayer-Tasch, Prof. Dr. D.
H. Meadows, Prof. Dr. D. L. Meadows, Prof. Dr. E. Rehbinder,
Prof. Dr. U.E. Simonis, Dr. H.E. Schott, Prof. Dr. M. Schrenk,
Dr. Chr. Schütze, Prof. Dr. F. Vester, S. de Witt.
13) A. Bechmann, Die neue Institutsstruktur, in: Öko-Mitteilungen
1/1981, S. 7 ff. Feste Mitarbeiter gibt es gegenwärtig etwa 6.
14) Es handelt sich um die Finanzierung des Projekts "Abschätzung
der Umweltverträglichkeit energierelevanter Gesetzesvorhaben"
durch das Umweltbundesamt, das vom Öko-Institut zusammen mit zwei
anderen Instituten bearbeitet wird, und der Studie "Analytische
Weiterentwicklung zur Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke"
durch das BMFT, an der zwischen 15 und 20 Wissenschaftler betei-
ligt sind.
15) Öko-Bericht 2: A. Nawrath, Rechtsschutz vor Umweltchemika-
lien, 1978; Öko-Bericht 5: G. Gersemann, J. Krause, Das Recht der
Umweltchemikalien, 1981; Umweltchemikalien. Öko-Magazin Bd. 2,
Fellbach 1980.
16) Öko-Institut, IFEU-Institut, Tutorium Umweltschutz Heidel-
berg, Thallium, 1979; Öko-Bericht 8: Umweltgift Blei. Basisinfor-
mationen zur Verseuchung des Raumes Goslar, 1980; Öko-Bericht 11:
W. Bieter, E. v. Kameke, Zur Problematik des Stickstoffdüngers in
der Landwirtschaft, 1980; Öko-Bericht 13: J. Alt u.a., Nieren-
funktionsstörungen bei Anwohnern von Schwermetallhütten, 1980;
hier ist auch zu nennen: Öko-Bericht 22: R. Grießhammer, Reiz-
kampfstoff CS - Eigenschaften, Einsatzbedingungen, Wirkungen,
1982.
17) Öko-Bericht 18: U. Lahl, B. Zeschmar, Wie krank ist unser
Wasser? Die Gefährdung des Trinkwassers: Sachstand und Gegenstra-
tegien. Hrg. Öko-Institut, BBU und BUND, 1981; Öko-Bericht 19: E.
Pröstler, Stillen trotz verseuchter Umwelt? Hrg. Öko-Institut,
BBU, BUND und WWF Schweiz, 1981. Die Muttermilchstudie war Gegen-
stand einer Anfrage im Bundestag und von Auseinandersetzungen mit
dem Gesundheitsministerium. Die Trinkwasserstudie wurde heftig
von Wasserversorgungsunternehmen und dem Bundesgesundheitsamt an-
gegriffen; sie stand ebenfalls im Bundestag zur Debatte.
18) Verschiedene Beiträge in den Öko-Mitteilungen und: Öko-Maga-
zin Bd. 3, Landschaftsplanung, Fellbach 1980.
19) Öko-Bericht 18, a.a.O.; U. Lahl, B. Zeschmar, Trinkwasser-
krise in der Bundesrepublik. Zur großen Koalition von Wasserwer-
ken, Industrie und Politik, in: Blätter f. dt. u. int. Politik,
H. 12/1981, S. 1474"1495; dies., Trinkwasser und Gesundheit, in:
Öko-Mitteilungen 1/1982, S. 16-19.
20) Zeitbombe Umweltzerstörung. Wir fordern die Umweltverträg-
lichkeitsprüfung. Öko-Magazin Bd. 4, Fellbach 1982. Vgl. auch: A.
Bechmann, Die Umweltverträglichkeitsprüfung. Ein politisches In-
strument, das noch geschaffen werden muß, in: Öko-Mitteilungen
1/1981, S. 16-19.
21) Öko-Bericht 1: S. de Witt, Probleme des Atomrechts, 1977;
Öko-Bericht 6: Ders., Klagebefugnis der Gemeinden, 1979.
22) Öko-Bericht 7: Arbeitsgruppe Schneller Brüter an der Univer-
sität Bremen (R. Donderer u. a.), Nukleare Exkursionsunfälle im
schnellen natriumgekühlten Reaktor von Kalkar (SNR - 300), 1979;
Die Risiken der Atomkraftwerke - Der Anti-Rasmussen-Report der
'Union of Concerned Scientists', Hrg. Öko-Institut, Fellbach
1980; u. a.
23) Öko-Bericht 4: E. Grimmel, Warum der Salzstock in Gorleben
als Atommülldeponie ungeeignet ist, 1978; Öko-Bericht 9: Autoren-
gruppe, Probleme und Risiken der Endlagerung radioaktiver Ab-
fälle, 1980; Öko-Bericht 15: Autorengruppe, ...Auch keine Zwi-
schenlösung. Probleme und Risiken der 'Zwischenlagerung' von
Atommüll, 1980; Atom-Müll. Öko-Magazin Bd. 1, Fellbach 1980; H.
Hatzfeld, H. Hirsch, R. Kollert (Hrg.), Der Gorleben-Report,
Frankfurt/M. 1979; versch. Beiträge in: Öko-Mitt. 2/1982.
24) Öko-Bericht 10: H. Hirsch, Argumente gegen die Kernenergie-
nutzung, Hannover 1980; G. Altner, C. Amery, R. Jungk, A.B.
Lovins u.a., Zeit zum Umdenken. Kritik an v. Weizsäckers Atom-
Thesen, hrg. von S. de Witt und H. Hatzfeld, Reinbek 1979; G.
Altner, I. Schmitz-Feuerhake (Hrg.), Die Gefahren der Plutonium-
Wirtschaft. Der 'Schnelle Brüter': Die nächste Auseinandersetzung
in der Energiediskussion, Frankfurt/M. 1979.
25) Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke. Eine Untersuchung zu
dem durch Störfälle in Kernkraftwerken verursachten Risiko, Hrg.
BMFT, Köln 1979 ff.
26) Vgl. Öko-Mitteilungen 1/1981, S. 13 ff. und 2/1982, S. 6 ff.
27) Vgl. A.B. Lovins, Sanfte Energie, Reinbek 1978; H. Bossel
u.a., Energie richtig genutzt, Karlsruhe 1976.
28) F. Krause, H. Bossel, K.F. Müller-Reißmann, Energie-Wende.
Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran, Frankfurt/M. 1980;
Öko-Bericht 14: K.F. Müller-Reißmann, H. Bossel, Ein Bärendienst
für die Kernenergie. Stellungnahme zur Kritik der KFA Jülich an
der 'Energiewende', 1980; Öko-Bericht 16: F. Krause, Daten und
Fakten zur Energiewende. Technische Berichte zur Energiestudie
(Teil 1-5), 1981; Öko-Bericht 17: J. Thiele, Alternative in der
Energiegewinnung - Nutzung der Biomasse in der Bundesrepublik.
Technische Berichte zur Energiestudie (Teil 6), 1980.
29) K. Schmilz u.a., Energiewende? Jül - Spez - 73, Jülich 1980,
und andere Publikationen.
30) Zukünftige Kernenergie-Politik. Kriterien - Möglichkeiten -
Empfehlungen. Bericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bun-
destages, Zur Sache 1/1980, 2/1980.
31) Ebd., S. 76, Tab. 3.
32) Vgl. H. Hatzfeld u.a. (Hrg.), Kohle. Konzepte einer umwelt-
freundlichen Nutzung. Eine Übergangsstrategie für die Ökologiebe-
wegung, Frankfurt/M. 1982; H. Bossel, Umrisse der zukünftigen En-
ergieversorgung in der Bundesrepublik. Möglichkeiten, Grenzen,
Forderungen, in: Blätter f. dt. u. int. Politik, H. 4/1982, S.
491-499, H. 5/1982, S. 605-617.
33) Vgl. F. Krause, H. Bossel. K.F. Müller-Reißmann, a.a.O., S.
197 ff.; Öko-Bericht 14, a.a.O., S. 11; generell: H. Bossel, Bür-
gerinitiativen, a.a.O., S. 91 ff.
34) Vgl. A. Bechmann, Technologischer Fortschritt und ökologische
Krise, a.a.O.; ders., Argumente zum Verhältnis von Produktivkräf-
ten und Umweltkrise, in: Alternative Umweltpolitik. Argument-Son-
der-band 56, West-Berlin 1981, im Anschluß an O. Ullrich, Weltni-
veau. In der Sackgasse des Industriesystems, West-Berlin 1979.
35) Global Future. Es ist Zeit zu handeln, Hrg. A. Bechmann, G.
Michelsen, Freiburg i. Brsg. 1981; Aktionskatalog '81 des Öko-In-
stituts, in: Blätter f. dt. u. int. Politik, H. 2/1982, S. 235-
240.
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