Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 06/1983

       zurück

       

EIN BISHER UNVERÖFFENTLICHTER MARX-TEXT LIEGT VOR.

Zum Erscheinen des MEGA-Bandes II/3.6, der die Hefte XIX bis ------------------------------------------------------------ XXIII des Manuskripts "Zur Kritik der politischen Ökonomie" ----------------------------------------------------------- enthält. -------- Manfred Müller/Wolfgang Focke I. Zur Theorie des relativen Mehrwerts - II. Über die Reprodukti- onstheorie - III. Ergänzungen zur Geschichte der Mehrwerttheorie Am Vorabend des 165. Geburtstages und des 100. Todestages von Karl Marx. erschien ein neuer Band der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA ²), das Buch II/3.6, das den letzten Teil des Manuskripts "Zur Kritik der politischen Ökonomie" (1861-1863) enthält. Damit liegt das Manuskript - der zweite Entwurf des "Kapital" - voll- ständig vor. Das erste Buch, im Jahre 1976 publiziert, und das sechste bergen insgesamt Grundsätzliches über den Produktionspro- zeß des Kapitals, nämlich Darlegungen zur Verwandlung von Geld in Kapital, zur Produktion des absoluten und des relativen Mehrwerts sowie zur Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital, sind also The- men des späteren ersten Bandes des "Kapital" gewidmet. Es ist, mit Friedrich Engels' Worten, "die erste vorhandne Redaktion da- für". 1) Die Bücher zwei bis vier umfassen "eine ausführliche, kritische Geschichte des Kernpunkts der politischen Ökonomie, der Mehrwertstheorie". 2) Marx überschrieb sie mit "Theorien über den Mehrwert". Im fünften Buch schließlich findet sich die ursprüng- liche Fassung einiger grundlegender Erkenntnisse des späteren dritten Bandes des "Kapital", so der Verwandlung von Mehrwert in Profit, der Theorie des Durchschnittsprofits und des Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate, sowie eine Ausarbeitung zum Thema "Das merkantile Kapital. Das im Geldhandel beschäftigte Ka- pital". Die Anordnung des Textes bzw. die Reihenfolge der Bücher er- scheint nur auf den ersten Blick problematisch, denn darin wider- spiegeln sich der spezifische Charakter und die Entstehungsge- schichte des Manuskripts von 1861-1863. Als Marx im August 1861 mit der Arbeit am "3. Kapitel: Das Kapital im Allgemeinen" - so lautet der Untertitel des Manuskripts - begann, gedachte er eine Reinschrift für den Druck anzufertigen. Während er für bereits gewonnene Erkenntnisse nach einer möglichst vollkommenen, endgül- tigen Darstellungsweise suchte, kamen ihm jedoch Bedenken, bear- beitete er bisher unzureichend geklärte Probleme und schuf neue wesentliche Elemente seiner Kritik der bürgerlichen politischen Ökonomie, wobei das Manuskript immer mehr die Merkmale eines For- schungsmanuskripts annahm. So sind hier erstmals, über die Aus- gangsthesen hinausgehend, in reifer Form entwickelt: die Theorie des Durchschnittsprofits und des Produktionspreises, die Lehre von den besonderen Formen des Mehrwerts: industrieller Profit, Rente und Zins, sowie wesentliche Elemente der Reproduktions- und Krisentheorie. Das geschah vor allem in den "Theorien über den Mehrwert". Der besondere Stellenwert des Manuskripts von 1861"1863 resul- tiert nicht zuletzt daraus, daß hier der endgültige Aufbauplan für Marx' Hauptwerk, der die folgerichtige und in sich geschlos- sene Darstellung des ökonomischen Bewegungsgesetzes des Kapita- lismus enthält, zur Reife gelangte. 3) Die Darstellung der bür- gerlichen Produktionsverhältnisse, wie sie im 1859 veröffentlich- ten ersten Heft von "Zur Kritik der politischen Ökonomie" noch abstrakt gegeben wurde, sollte durch den theoretischen Nachweis des antagonistischen Widerspruchs zwischen Kapital und Lohnar- beit, die systematische Darstellung des Mehrwerts in "reiner" Ge- stalt, unabhängig von seinen besonderen Formen: industrieller Profit, Rente und Zins, konkretisiert werden. Es entwickelten sich schließlich alle wesentlichen Voraussetzungen für eine Dar- stellung des Mehrwerts im umfassenden Sinne. Die wissenschaftli- che Begründung für die welthistorische Aufgabe der Arbeiterklasse wurde vollendet. 4) Für die Herausbildung und Entwicklung der ökonomischen Lehre von Marx waren die Jahre von 1857 bis 1863 eine entscheidende Phase. 5) Im Januar 1863 beendete Marx die Niederschrift der "Theorien über den Mehrwert", wobei auch der endgültige, nahezu umfassende Aufbauplan für den späteren ersten und dritten Band des "Kapital" entstand. Kurz zuvor hatte er Kugelmann nicht nur mitgeteilt, daß der zweite Teil nun endlich fertig sei, "d.h. bis zum Rein- schreiben und der letzten Feilung für den Druck". 6) Er nannte auch erstmals den Titel für sein Hauptwerk. Es sollte "Das Kapi- tal" heißen und "Zur Kritik der politischen Ökonomie" nur als Un- tertitel tragen. Als sich Marx nun den Heften I bis V des Manu- skripts von 1861-1863 zuwandte, wo die Verwandlung von Geld in Kapital sowie die Produktion des absoluten und relativen Mehr- werts behandelt werden, bemerkte er offenbar, daß für eine Rein- schrift nicht alle Voraussetzungen gegeben waren: Es bedurfte mindestens noch der Erforschung einiger grundlegender Aspekte der Theorie des relativen Mehrwerts, insbesondere der kapitalistisch angewandten Maschinerie. Marx begann damit im Heft XIX, das in- haltlich an Heft V anschließt; und er führte durch die erneute Bearbeitung eine definitive Lösung des Problems herbei. Hier und in den folgenden Heften ist jene grundlegende Form der Mehrwert- produktion erstmals umfassend dargestellt, 7) sind auch wesentli- che Aspekte der Reproduktionstheorie systematisch behandelt 8) und noch aufschlußreiche, Marx' Geschichte der Mehrwerttheorie ergänzende Materialien zusammengetragen. Der im MEGA-Band II/3.6 edierte Text ist daher beachtenswert für die Geschichte des "Kapital". Indem Marx seine Absicht aufgab, die Niederschrift des Manuskripts bei Heft XVIII abzuschließen, bewältigte er schließ- lich eine wichtige Etappe in Richtung einer vollkommenen Darstel- lung des kapitalistischen Produktionsprozesses. I. Zur Theorie des relativen Mehrwerts -------------------------------------- Als Marx sich erneut der Analyse kapitalistisch angewandter Ma- schinerie widmete, äußerte er gegenüber Friedrich Engels: "Es sind da einige kuriose Fragen, die ich bei der ersten Bearbeitung ignorierte." 9) In jener Bearbeitung kennzeichnete Marx die Ma- schinerie vor allem unter dem Gesichtspunkt des Verwertungspro- zesses des Kapitals. Er unterschied die drei Produktionsmethoden des relativen Mehrwerts: die einfache Kooperation, die manufak- turmäßige Arbeitsteilung sowie die auf Maschinerie beruhende In- dustrie voneinander, formulierte das Gesetz des relativen Mehr- werts und verwies auf die Folgen kapitalistisch angewandter Ma- schinerie für die Arbeiterklasse. Gestützt auf ein umfangreiches empirisches Material zur Geschichte von Wissenschaft und Technik, das in den Heften XIX und XX kritisch verarbeitet wurde, erfaßte er nunmehr den Entwicklungsprozeß vom Werkzeug zur Maschine und begriff gleichermaßen seinen inneren, notwendigen Zusammenhang mit der Herausbildung kapitalistischer Produktionsverhältnisse. Marx begründete, inwiefern die auf Maschinerie gegründete Indu- strie und die kapitalistische Konkurrenz als das Resultat eines historischen Prozesses aufzufassen sind; und realisierte als Kon- sequenz auch in der Darstellung die Einheit von stofflichem In- halt und gesellschaftlicher Form. Denn er ging stets davon aus, wie in dem angeführten Brief unterstrichen ist, daß die Fragen der Technik "Sehr wichtig" sind, "wo es sich darum handelt, den Zusammenhang menschlicher Gesellschaftsverhältnisse mit der Ent- wicklung dieser materiellen Produktionsweise nachzuweisen". 10) Die für jenen Manuskriptteil in der Literatur gelegentlich anzu- treffende Bezeichnung "Hefte über Technik" o. ä. ist deshalb ir- reführend oder mindestens nicht ganz zutreffend. Sie widerspricht dem theoretischen Gehalt dieses Textes, suggeriert eine von den kapitalistischen Produktionsverhältnissen abgehobene, verselb- ständigte Technik-Auffassung, die Marx niemals vertrat. 11) In der "Deutschen Ideologie" ist hypothetisch festgestellt, daß sich die materielle Produktion jeweils in konkret-historischer Art und Weise gestaltet, die Produktivkräfte und Produktionsver- hältnisse der betreffenden Gesellschaft in einer spezifischen, nicht wiederholbaren Wechselbeziehung stehen. Wie es hier heißt, ist das gesellschaftliche Verhältnis durch das natürliche be- dingt, mit ihm zusammenhängend und von ihm erzeugt. 12) Und das muß in der "wirklichen Darstellung" 13) seinen Ausdruck finden. Sie muß im einzelnen begründen, inwiefern der Produktion des un- mittelbaren Lebens auf einer bestimmten Entwicklungsstufe eine bestimmte Stufe des gesellschaftlichen Zusammenwirkens ent- spricht. Marx betonte deshalb auch in der "Einleitung" zu den "Grundrissen": "Alle Production ist Aneignung der Natur von Sei- ten des Individuums innerhalb und vermittelst einer bestimmten Gesellschaftsform." 14) In dem Sinne kam Marx in den "Grundrissen" zur Unterscheidung von absolutem und relativem Mehrwert, wobei er dem relativen Mehrwert einen besonderen Stellenwert in der Darstellung des ökonomischen Bewegungsgesetzes der bürgerlichen Gesellschaft beimaß. Die Pro- duktion des relativen Mehrwerts bestimmte er als die Form, in der "der industrielle und unterscheidend historische Character" 15) der kapitalistischen Produktionsweise unmittelbar zum Ausdruck kommt. Vor allem besäße das Kapital in der Maschinerie seine ad- äquate Gestalt als Gebrauchswert innerhalb des Produktionsprozes- ses. Sie ist "eine durch das Capital selbst gesetzte und ihm ent- sprechende Form". 16) Diese These präzisierte Marx im Manuskript von 1861-1863. Er stellte hier fest, daß die industrielle Revolution nicht von der Antriebskraft ausging, sondern von einem Mechanismus, der den Ar- beitsprozeß selbst verwandelt, indem er die menschliche Hand er- setzt und "die Bearbeitung, die direkte Wirkung auf den zu bear- beitenden Stoff" 17) übernimmt. Es ist nicht mehr das Werkzeug des Arbeiters, sein Instrument, "dessen Leistung von seiner Vir- tuosität abhängt und seine Arbeit zum working process als Ver- mittler bedarf", 18) sondern ein technisches Mitte, das Arbeits- funktionen verrichtet: die Arbeitsmaschine. Der Verdrängung des Arbeitswerkzeugs durch die Arbeitsmaschine folgte als nächste Entwicklungsstufe schließlich die Einführung der Dampfmaschine; ein Prozeß, den Marx als zweite industrielle Revolution 19) an- sah. Kritisch vermerkte er: "Sieht man [...] nur auf die Trieb- kraft, so übersieht man gerade das, was h i s t o r i s c h den Wendepunkt bezeichnet." 20) Denn wesentlich ist die Entstehung der Arbeitsmaschine. Sie bildete, wie gesagt, den Ausgangspunkt für die Umwälzung in der Produktion, und von ihr führte der Weg zur Maschinerie als Verbindung von Arbeits- und Bewegungsmaschine sowie Transmissionsmechanismus. Und eben durch diese industrielle Revolution ist der Arbeitsprozeß innerhalb des kapitalistischen Produktionsprozesses charakterisiert. Die industrielle Revolution führte zur vollständigen Herausbil- dung der kapitalistischen Produktionsweise und zu deren endgülti- gem Sieg. Die historische Aufgabe und Berechtigung des Kapitals war es, ein umfassendes System von Produktionsarten und ein rei- ches System von Bedürfnissen zu schaffen. Die Tendenz, dabei alle überlieferten historischen Verhältnisse zu revolutionieren, alle historischen Schranken und Vorurteile niederzureißen, gründet sich letztlich in jener Entwicklung der Produktivkräfte. 21) Das Kapital schafft, indem es die Produktivkräfte der gesellschaftli- chen Arbeit entwickelt und mit ihnen die Anwendung der Natur- kräfte, der Wissenschaft und der Maschinerie auf die unmittelbare Produktion erst ermöglicht, einerseits eine veränderte Gestalt der materiellen Produktion. Auf Basis dieser veränderten Produk- tion entwickelt sich andererseits das Kapital, "dessen adäquate Gestalt daher nur bestimmten Entwicklungsgrad der materiellen Productivkräfte entspricht". 22) Also entstehen die qualitativ neuen Produktivkräfte "theils als Folge, theils als Basis der Entwicklung des Capitalverhältnisses". 23) Es heißt in den "Grundrissen", die weitere Forschung grundsätz- lich orientierend, daß die Widersprüche im Kapitalverhältnis völ- lig zu entwickeln sind; gemeint war offensichtlich vor allem der "Grundwiderspruch". 24) Marx sah ihn wohl als die bewegende Ursa- che für die kapitalistische Produktionsweise an. In dem Sinne konnte es innerhalb der Theorie des relativen Mehrwerts nicht al- lein darum gehen, die notwendige Übereinstimmung zwischen Maschi- nerie und Kapital zu erfassen. Es mußte auch das widersprüchliche Verhältnis beider Seiten deutlich werden; erst dann war das We- sentliche über deren gesetzmäßige Einheit ausgesagt. Das hatten Marx und Engels grundsätzlich schon in der "Deutschen Ideologie" festgestellt, indem sie nachdrücklich auf den Widerspruch zwi- schen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen als Quelle und Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung verwies. Es wird hier gesagt, daß alle Revolutionen in diesem Widerspruch ihren Ursprung haben. 25) Zunächst sind die Produktionsver- hältnisse zwar bedingt durch die Entwicklung der Produktivkräfte und ebenso die bestimmte Bedingung, unter der die Gesellschaft produziert und diesen Prozeß fördert - in Tempo und Richtung beeinflußt. Aber sie werden schließlich zu "sehr empirischen Fesseln und Schranken" für fortgeschrittenere, entwickeltere Produktivkräfte, so daß der Übergang zu einer qualitativ neuen, höheren Produktionsweise notwendig wird. 26) Wie Marx vermittelst der Theorie des relativen Mehrwerts er- klärte, erscheinen die gesellschaftlichen Produktivkräfte in der bürgerlichen Gesellschaft als Mächte des Kapitals, tritt den Lohnarbeitern der gesellschaftliche Charakter ihrer Arbeit gewis- sermaßen kapitalisiert gegenüber. "Und dieß nimmt um so realere Form an, je mehr einerseits ihr Arbeitsvermögen selbst durch diese Formen so modificirt wird, daß es in seiner Selbstständig- keit, also a u s s e r diesem capitalistischen Zusammenhang ohnmächtig wird, seine selbstständige Productionsfähigkeit gebro- chen wird, anderseits mit der Entwicklung der Maschinerie auch technologisch die Bedingungen der Arbeit als die Arbeit beherr- schend erscheinen und zugleich sie ersetzen, unterdrücken, über- flüssig machen in ihren selbstständigen Formen." 27) Mit wachsen- der Kapitalverwertung - begründete Marx die grundlegende Form der Mehrwertproduktion, konkretisiert durch die Akkumulationstheorie - weiten sich also die Macht und der Reichtum des Kapitals aus, während die Abhängigkeit des Lohnarbeiters und seine Entfremdung gegenüber dem Kapital zunehmen. Die Beziehung zwischen Lohnarbeit und Kapital, in den Entwicklungsformen Kooperation und Manufaktur nur latent als Gegensatz vorhanden, entfaltet sich auf der Grund- lage kapitalistisch angewandter Maschinerie und Wissenschaft "zum feindlichen Widerspruch". 28) Er wird, bedingt durch die Maschi- nerie und große Industrie, "zum vollständigen Widerspruch". 29) Der Antagonismus zwischen Lohnarbeit und Kapital verschärft sich permanent. Überhaupt nehmen alle Widersprüche der kapitalisti- schen Produktionsweise "um so größre Dimensionen an..., je weiter sich die Productivkraft entwickelte". 30) Mit diesen Feststellungen über die widerspruchsvolle Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise verband Marx allgemeine Schlußfolgerungen über die Herausbildung materieller und sozialer Voraussetzungen für die ausbeutungsfreie, kommunistische Gesell- schaft. Seine Aussagen über die Verwandlung der Wissenschaft in eine unmittelbare Produktivkraft gehören in diesem Zusammenhang zu den prägnantesten. Bereits in den "Grundrissen" äußerte Marx die Ansicht, daß sich mit der wachsenden Rolle der Wissenschaft im Produktionsprozeß hier auch die Stellung des Menschen grund- sätzlich verändert; seine nunmehr beherrschende Stellung erfor- dere gleichermaßen und bedinge unvermeidlich, daß er sich ebenso zur Kombination seiner verschiedenen Tätigkeiten und zur Gestal- tung der gesellschaftlichen Beziehungen verhält, also den Gesamt- prozeß bewußt steuert. 31) Im zweiten Entwurf des "Kapital" wurden diese Überlegungen von Marx erheblich vervollkommnet: eben durch die eingehende Charak- teristik der maschinellen Produktion im Kapitalismus und schließ- lich durch Darlegungen zur Wissenschaftsentwicklung in einzelnen Ländern. Er verwies auf das historische Verdienst des Kapitals, den "w i s s e n s c h a f t l i c h e (n) F a c t o r zuerst mit Bewußtsein und auf einer Stufenleiter entwickelt, angewandt" 32) zu haben, wie das in keiner vorhergegangenen Gesellschafts- formation der Fall war. Auf der mit dem Kapital vorausgesetzten Entwicklungsstufe der Gesellschaft, mit den neuen Produktionsbe- dingungen und den vergleichsweise bedeutend gewachsenen Möglich- keiten wird die Wissenschaft zu einem "selbstständigen Factor", "zu einer Function des Productionsprocesses". 33) Marx vertiefte damit seine bereits in den "Grundrissen" entwickelte These, daß die Verwandlung der Wissenschaft in eine unmittelbare Produktiv- kraft ein gleichermaßen revolutionierendes Element für den Über- gang vom Kapitalismus zum Kommunismus sein würde wie es Maschine- rie und Fabrik für die Herausbildung und den Sieg des Kapitals waren. II. Über die Reproduktionstheorie --------------------------------- In seinem Vorwort zur Erstausgabe des zweiten Bandes des "Kapital" äußerte Friedrich Engels über das Manuskript von 1861- 1863 u.a.: "So wertvoll dies Manuskript, so wenig war es für die gegenwärtige Ausgabe des Buch II zu benutzen". 34) Es enthält tatsächlich noch keinen selbständigen Abschnitt über den Zirkula- tionsprozeß des Kapitals, aber offensichtlich wurde die Darstel- lungsweise dafür im wesentlichen gefunden. So vervollkommnete Marx hier einerseits verschiedene Elemente bzw. Begriffe, die während der Arbeit an den "Grundrissen" als Bestimmungen des Ka- pitals entstanden waren: die Metamorphose des Kapitals als Waren- kapital, als Geldkapital und als produktives Kapital, sowie die Formbestimmtheiten des produktiven Kapitals als fixes und zirku- lierendes Kapital. Das trifft ebenfalls für die Betrachtung des Umschlags des Kapitals zu, wie ihn Marx u.a. in der Umschlags- zeit, der Produktionszeit und Zirkulationszeit unterschied. A n d e r e r s e i t s bildete sich aber auch das Kernstück des späteren zweiten Bandes des "Kapital" heraus, die Darstellung der Reproduktion und Zirkulation des gesellschaftlichen Gesamtkapi- tals. Marx sprach erstmals in Heft XXI des Manuskripts von 1861-1863, einleitend zum Punkt "IV) Rückverwandlung von Mehrwert in Kapi- tal", von der Darstellung des wirklichen Reproduktionsprozesses, wie sie im zweiten Abschnitt gegeben werden muß. 35) Dort sollten die "nähern Bedingungen dieses Processes" betrachtet werden, wäh- rend hier "das rein Formelle festzustellen" 36) sei. In dem Sinne entwickelte Marx zunächst seinen Begriff von der Akkumulation als Bildung und beständige Erneuerung des Kapitals sowie der antago- nistischen Beziehung von Kapital und Lohnarbeit. Er bestimmt al- les Kapital, auch wenn es mit Beginn des kapitalistischen Produk- tionsprozesses noch aus der persönlichen Leistung seines Besit- zers resultierte, "als Mehrwerth, i.e. Surplusarbeit, i.e. verge- genständlichte unbezahlte fremde Arbeit". 37) Also werden die Lohnarbeiter grundsätzlich mit den Ergebnissen ihrer Arbeit be- zahlt. Durch die Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital wird der äquivalente Austausch zwischen Kapital und Lohnarbeit, wie er sich in der Zirkulation vollzieht, zur bloßen Form, schlägt das Eigentumsrecht des einzelnen an seinen Produkten um in das Eigen- tumsrecht auf fremde Arbeit und ihre Ergebnisse. In diesem Prozeß werden, wie Marx unterstrich, vor allem die Trennung der Arbeit von den Produktionsmitteln und damit die kapitalistischen Aneig- nungsverhältnisse stets aufs neue reproduziert, sogar erweitert reproduziert. Indem Marx die "einfache" Bestimmung der Akkumulation entwic- kelte, vervollkommnete er die Darstellung der grundlegenden Struktur des Kapitals, wie sie unmittelbar im Produktionsprozeß entsteht. Auf dieser Stufe der Abstraktion zeigt sich das Kapital zunächst und vor allem als ein in den sozialen Verhältnissen der Produktion gegründeter, sich in ihm erhaltender und ständig ver- tiefender Widerspruch zwischen Kapital und Lohnarbeit. Die Spezi- fik des Manuskripts von 1861-1863 besteht nun darin, daß Marx in- nerhalb des Punktes "Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital" über die "formelle" Darstellung des kapitalistischen Akkumulati- ons- und Reproduktionsprozesses, die sich bereits in den "Grundrissen" vorfindet, wesentlich hinausging. Er traf hier auch Aussagen über die "reellen" Bedingungen dieses Prozesses, fi- xierte die grundlegenden Realisierungsbedingungen für das gesell- schaftliche Gesamtprodukt. In Heft XXII formulierte Marx erstmals systematisch diese Bedingungen bei einfacher Reproduktion und ge- langte an die Erkenntnis jener bei erweiterter Reproduktion dicht heran. Wichtige Voraussetzungen für die Erarbeitung dieser Theorie schuf Marx in vorangegangenen Heften des Manuskripts, den "Theorien über den Mehrwert". Hervorzuheben ist insbesondere seine Ausein- andersetzung mit dem sogenannten Smithschen "Dogma", dessen Irr- tum darin bestand, daß sich der gesamte Wert des gesellschaftli- chen Produkts in Revenue auflöse. In dieser Kritik entwickelte Marx die Ausgangsthesen seiner Reproduktionstheorie, 38) die im folgenden in der Analyse des "tableau économique" von F. Quesnay und auch in der kritischen Betrachtung der Ricardoschen Akkumula- tionstheorie eine Weiterentwicklung erfuhren. Auf dieser Grundlage und mit der Prämisse, daß die Produktion als ein sich kontinuierlich erneuernder Prozeß angesehen werden muß und das Realisierungsproblem eines gesellschaftlichen Gesamtkapi- tals unabhängig vom auswärtigen Handel zu betrachten ist, er- kannte Marx drei wesentliche Bedingungen für die einfache Repro- duktion. Mit einem Rückblick auf frühere Ausführungen schrieb er: "Bleibt die Productionsleiter dieselbe - wiederholt sich die Re- production in demselben Umfang - so muß das Product der Producen- ten, die c o n s t a n t e s C a p i t a l produciren, so weit es aus v a r i a b l e m C a p i t a l (Arbeitslohn) und S u r p l u s p r o d u c e besteht - also überhaupt die R e v e n u dieser Klasse darstellt, exact = sein dem c o n- s t a n t e n C a p i t a l, das die Klasse jährlich braucht, die C o n s u m t i o n s m i t t e l producirt." 39) Damit wies Marx ausdrücklich auf eine grundlegende Realisierungs- bedingung hin, nämlich daß die Summe des variablen Kapitals und des Mehrwerts der Produktionsmittel produzierenden Abteilung dem konsumierten konstanten Kapital der Konsumtionsmittel herstellen- den Abteilung entsprechen muß. Aus dieser Feststellung ergeben sich zwei weitere Bedingungen, um eine gleichbleibende Reproduk- tion zu gewährleisten. So muß der gesamte Produktenwert der Pro- duktionsmittel erzeugenden Abteilung ausreichen, um das gesamte konstante Kapital beider Abteilungen der gesellschaftlichen Pro- duktion zu ersetzen. Drittens bedeutet das, daß der Produktenwert der Konsumtionsmittelproduktion der Summe des variablen Kapitals und des Mehrwerts beider Abteilungen entsprechen muß. 40) Diese knappen, resümierenden Bemerkungen waren der Ausgangspunkt für eine Analyse, wie sich jene Realisierungsbedingungen verän- dern, wenn der Mehrwert in Kapital zurückverwandelt wird zum Zwecke der Akkumulation, der erweiterten Reproduktion. Als eine Voraussetzung dafür erkannte Marx: "Damit ein Theil des Sur- plusproduce in Surpluscapital verwandelt werden kann, muß d'abord ein Theil desselben in einer Form reproducirt sein, worin er als a d d i t i o n e l l e s v a r i a b l e s C a p i t a l die- nen kann." 41) Die gleiche Bedingung besteht für die Bereitstellung zusätzlichen konstanten Kapitals. Nachdem Marx einige Möglichkeiten der Rück- verwandlung des Mehrwerts in zusätzliches variables und konstan- tes Kapital erläutert hatte, äußerte er folgenden, für die erwei- terte Reproduktion wichtigen Gedanken: "Da das constante Capital, das Klasse I anwendet (die Lebensmittel producirende) erweitert wird, kann der Theil des Products das Klasse II producirt und das sich in variables Capital und surplusproduce auflöst, erweitert werden. Aber das constante Capital theils in natura, theils durch Austausch vermittelte Theilung des surplusproduce kann sich di- rekt erweitern, ohne Austausch mit Klasse I, an deren Production es so keine direkte Schranke hat. Ebenso findet der Austausch von constantem Capital hier direkt gegen Surplusproduce der Klasse I statt (nicht gegen ihr constantes Capital). Es verwandelt sich für die Klasse II in additionelles variables, für die Klasse I in additionelles constantes Capital." 42) Hier deutete Marx an, wie sich mit dem zusätzlichen konstanten Kapital für eine Produktionserweiterung von Konsumtionsmitteln die für die einfache Reproduktion festgestellten Proportionen verändern, d.h. der Produktenwert der Produktionsmittel produzie- renden Abteilung wächst. Demzufolge verlangt die erweiterte Re- produktion ein deutliches Anwachsen der Summe des variablen Kapi- tals und des Mehrwerts jener Abteilung, die Produktionsmittel herstellt, gegenüber dem konsumierten Kapital der Abteilung, die Konsumtionsmittel produziert. Ebenso wichtig ist der Hinweis auf die relative Unabhängigkeit der Markterweiterung für Produktions- mittel u. a. m. Darüber hinaus befinden sich in diesem Heft wei- tere Aussagen zu den Austauschbeziehungen der beiden Abteilungen der gesellschaftlichen Produktion im Prozeß der erweiterten Re- produktion. Interessant sind auch die Erkenntnisse zu der sich im Prozeß des Fortschritts der Akkumulation ständig erhöhenden orga- nischen Zusammensetzung des Kapitals und der Auswirkungen auf die Lage der Arbeiterklasse sowie zur Rolle der Wissenschaft in die- sem Prozeß. 43) Ganz offensichtlich angeregt durch François Quesnays "tableau économique", schuf Marx dazu eine zusammenfassende und übersicht- liche Darstellung der Reproduktionstheorie in Form mehrerer Ta- bellen. Sie enthalten alle grundlegenden Realisierungsbedingungen des gesellschaftlichen Gesamtprodukts, wurden allerdings später im "Kapital" durch eine andere Darstellungsweise ersetzt. In Marx' Brief an Friedrich Engels vom 6. Juli 1863 sind wesentliche Erkenntnisse dieser Forschungen zur Reproduktionstheorie knapp zusammengefaßt und durch eine Tabelle ergänzt. 44) Lenin, der diesen Brief studierte, wertete das Forschungsresultat mit den Worten: "Band II im Entwurf (I, II Reproduktionsprozeß etc.). Klar!!" 45) III. Ergänzungen zur Geschichte der Mehrwerttheorie --------------------------------------------------- Bemerkenswert sind Marx' Studien zur Vervollkommnung der geplan- ten Theoriegeschichte, die er in der letzten Phase der Arbeit am Manuskript von 1861-1863 leistete. Er spricht in dem Brief an En- gels vom 29. Mai 1863 von einer durch Krankheit bedingten, mehr- wöchigen Unterbrechung dieser Arbeit. Allerdings sei er in der Zwischenzeit nicht müßig gewesen, sondern habe u. a. "allerlei Literaturhistorisches in Bezug auf den von mir bearbeiteten Teil der politischen Ökonomie" 46) gelesen und exzerpiert. Es ist in sogenannten Beiheften enthalten, die durch ihn selbst von A bis H gekennzeichnet wurden. Hauptsächlich interessierten Marx polit- ökonomische Werke aus der Periode der ursprünglichen Akkumulation des Kapitals. Einige Resultate dieses erneuten Quellenstudiums fanden dann Eingang in die Hefte XXII und XXIII des Manuskripts von 1861-1863. Sie enthalten eine historische Skizze über William Petty, knapp kommentierte Auszüge aus Schriften von Thomas Hob- bes, John Locke, David Hume, Joseph Massie u.a. Ganz offensichtlich sind Marx' Untersuchungen e i n e r- s e i t s ein Zeichen dafür, daß er seine theoriegeschichtliche Analyse zeitlich auszudehnen gedachte. Er begann seine Dar- stellung der "Theorien über den Mehrwert" zwar ursprünglich mit einer Kritik der monetaristischen und merkantilistischen Anschau- ungen von James Steuart, dessen Hauptwerk 1767 erschien, des physiokratischen Systems von Turgot, der seine wichtigste Arbeit 1766 vorlegte, und der Auffassungen von Adam Smith als eines Klassikers der bürgerlichen politischen Ökonomie, der sein "Wealth of Nations" 1776 veröffentlichte. Nunmehr entschied sich Marx aber, jene in der Periode von 1691 bis 1752 erschienenen Schriften von Petty, Locke, North, Hume u.a. mit in die Betrach- tung einzubeziehen. Bekräftigt wird das auch durch eine Feststel- lung über den Gegenstand des theoriegeschichtlichen Teils seines Hauptwerkes aus dem Jahre 1867: Er soll "die Geschichte der Poli- tischen Ökonomie seit Mitte des 17. Jahrhunderts" 47) umfassen. Schließlich wies Marx in dem von ihm für den "Anti-Dühring" ver- faßten Punkt "X. Aus der 'Kritischen Geschichte'" wohl ausdrück- lich darauf hin, daß die Darstellung bei Petty, dem Begründer der modernen politischen Ökonomie, beginnen muß und die Schriften von Locke bis Hume zu berücksichtigen hat. Denn diese Periode ist "für die Erforschung der allmählichen Genesis der politischen Ökonomie die bedeutendste". 48) Andererseits deutet Marx' historische Skizze über Petty unbedingt darauf hin, daß sich der Gegenstand der geplanten Theoriege- schichte über den Mehrwert inhaltlich geweitet hatte. Die "Theorien über den Mehrwert" entstanden als historische Betrach- tung zum Mehrwert "rein" als solchem, unabhängig von seinen be- sonderen, verwandelten Formen: industrieller Profit, Rente und Zins. Hier sollte nur kritisch dargelegt werden, welche Auffas- sungen die bürgerliche politische Ökonomie zu den spezifischen Bedingungen für den Ursprung des Mehrwerts sowie zum Prozeß sei- ner Bildung besaß, inwieweit von ihr die Verwandlung des Geldes in Kapital sowie die Produktion des absoluten und relativen Mehr- werts analysiert worden waren. Im Verlauf der Untersuchung ging Marx jedoch über diesen Gegenstand wesentlich hinaus. Er betrach- tete nicht nur die bürgerlichen Mehrwerttheorien, sondern auch "Wert- und Preistheorien, Profit-, Durchschnittsprofit-, Grund- renten-und Zinstheorien. Faktisch bildete sich also eine Theo- riegeschichte über den Mehrwert im umfassenden Sinne heraus: Es entstand der R o h e n t w u r f für den vierten Band des "Kapital", wie Marx die "Theorien über den Mehrwert" später kenn- zeichnete. 49) Und daß diese geplante literargeschichtliche Dar- stellung in der Grundanlage und der Breite der behandelten Pro- bleme als ausgearbeitet gelten konnte, wird in gewisser Weise durch Marx' historische Skizze über Petty bestätigt. Sie erfaßt dessen Ansichten von produktiver und unproduktiver Arbeit, vom Wert, vom "Wert der Arbeit" sowie von Mehrwert, Rente und Zins. Während der Arbeit am Manuskript von 1861-1863 schuf Marx seine endgültige, später im "Kapital" verwirklichte Konzeption des all- gemeinen Begriffs vom Kapital. Sie beinhaltet vor allem die zu- sammenhängende, in sich geschlossene Darstellung der Theorien von der Verwandlung der Werte in Produktionspreise sowie vom Mehrwert und seinen besonderen Formen: industrieller Profit, Rente und Zins. Die Herausbildung dieser Konzeption bewog Marx dazu, die Darstellung gegenüber dem ersten Heft von "Zur Kritik..." (1859) zu verselbständigen, also die Veröffentlichung seiner Theorie in der Form zwangloser Hefte nicht weiterzuführen, sondern eben das "Kapital" fertigzustellen. Wiederum mußte die Verwirklichung die- ses Planes eigentlich zwangsläufig auch zur Idee von einer ge- schlossenen, auf die Geschichte der Wert- und Mehrwerttheorie zu- gespitzten Darstellung als unverzichtbarer Bestandteil des "Kapital" führen. Sie liegt in den "Theorien über den Mehrwert" vor, die die Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise erfaßt, widergespiegelt durch die bürgerliche politische Ökonomie in ihren verschiedenen Richtungen bzw. Schulen; und sie wird vor allem durch die historische Skizze über Petty m einem wesentli- chen Punkt ergänzt. _____ 1) Friedrich Engels, Vorwort zu: Karl Marx, Das Kapital. Zweiter Band, in: MEW, Bd. 24, S.S. 2) Ebenda. 3) Siehe dazu auch: Der zweite Entwurf des "Kapitals". Analysen. Aspekte. Argumente, Berlin 1983. Dieser Sammelband, dessen Auto- ren zugleich die Herausgeber des Manuskripts von 1861-1863 in der MEGA sind, enthält wichtige Ergebnisse der wissenschaftlich edi- torischen Arbeit an diesem Manuskript. 4) Dieser zweite, allerdings noch nicht in sämtlichen Punkten völlig ausgearbeitete Entwurf des "Kapital" umfaßt etwa 1500 Handschriften-Seiten. Sie waren in ihrem Gesamtzusammenhang bis- her nicht publiziert; und 650 Seiten gelangen sogar erstmals in der Sprache des Originals an die Öffentlichkeit. Diese Seiten liegen bereits in russischer Sprache vor. Siehe dazu die Bände 47 und 48 der zweiten russischen Werkausgabe der Werke von Marx und Engels: Socinenija, Tom 47, Moskva 1973; Socinenija, Tom 48, Mo- skva 1980. 5) Siehe dazu W.S. Wygodski, Die Geschichte einer großen Entdec- kung, Berlin 1967; W. Tuchscheerer, Bevor "Das Kapital" entstand, Berlin 1968; W. Jahn/R. Nietzold, Probleme der Entwicklung der Marxschen politischen Ökonomie im Zeitraum von 1850 bis 1863, in: Marx-Engels-Jahrbuch, Nr. 1, Berlin 1978; W. Schwarz, Vom "Rohentwurf" zum "Kapital", Westberlin 1978; M. Müller, Auf dem Wege zum "Kapital", Berlin 1978; G.A. Bagaturija/W. S. Wygodski, Ekonomitscheskoe nasledie Karla Marksa, Moskva 1976. 6) Karl Marx an Ludwig Kugelmann vom 28. Dezember 1862, in: MEW, Bd. 30, S. 639. 7) Siehe dazu J. Jungnickel, Die Entwicklung der marxistischen Theorie vom relativen Mehrwert in den Jahren 1859-1863, Phil. Diss., Berlin Juni 1981, Masch.-Exemplar. 8) Siehe dazu W. Müller, Zum Stand der Ausarbeitung der Marxschen Theorie über die Reproduktion und Zirkulation des gesellschaftli- chen Gesamtkapitals im ökonomischen Manuskript von 1861-1863, in: Arbeitsblätter zur Marx-Engels-Forschung, Nr. 11, Halle (Saale) 1980. 9) Karl Marx an Friedrich Engels vom 28. Januar 1863, in: MEW, Bd. 30, S. 320. 10) Ebenda, S. 321. 11) Aus seiner umfänglichen, u.a. für das Manuskript von 1861- 1863 genutzten, Materialsammlung veröffentlichten H. P. Müller und R. Winkelmann unlängst einige Teile - Exzerpte von Marx zur Geschichte von Maschinerie und Industrie sowie zur Technologie (Karl Marx: Die technologischhistorischen Exzerpte. Historisch- kritische Ausgabe... Mit einem Vorwort von Lawrence Krader. Frankfurt am Main... 1981; Karl Marx: Exzerpte über Arbeitstei- lung, Maschinerie und Industrie. Historisch-kritische Ausgabe... Mit einem Vorwort von Lawrence Krader. Frankfurt am Main... 1982). Sie deklarieren für den wissenschaftlichen Apparat und ausführliche Kommentare zwar "editorisch-interpretatorische Un- voreingenommenheit", erfüllen diesen hohen Anspruch aber nicht. Wie könnte Marx' Auffassung von sozialer Arbeit sonst auf "gesellschaftliche Vermittlung" schlechthin, auf "das Problem der produzierenden Einheit und seiner sozialen Organisation" redu- ziert werden; und ihm zugleich ein "technologischer Maschinenbe- griff" unterstellt werden?! 12) Siehe Karl Marx/Friedrich Engels, Die deutsche Ideologie. Er- stes Kapitel, in: Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Bd. 1, Ber- lin 1981, S. 220, 231. Siehe auch Karl Marx an Pawel Wassilje- witsch Annenkow vom 28. Dezember 1846, in: MEW, Bd. 27, S. 452/453. 13) Karl Marx/Friedrich Engels, Die deutsche Ideologie. Erstes Kapitel, a.a.O., S. 213/214. 14) Karl Marx, Ökonomische Manuskripte 1857/58. In: Karl Marx/Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA ²). Zweite Abteilung "Das Kapital" und Vorarbeiten. Band 1, Teil 1. Berlin 1976. Im folgenden: MEGA ² II/l.l bzw. II/1.2. Hier: MEGA ² II/1.1, S. 25. 15) MEGA ² II/1.2, Berlin 1981, S. 640. 16) Ebenda, S. 571. 17) Karl Marx an Friedrich Engels vom 28. Januar 1863, in: MEW, Bd. 30, S. 320. 18) Karl Marx, Zur Kritik der politischen Ökonomie (Manuskript 1861-1863), in: Karl Marx/Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA ²). Zweite Abteilung "Das Kapital" und Vorarbeiten. Band 3, Teil 6. Berlin 1982. Im folgenden: MEGA ² II/3.6. Hier: MEGA ² II/3.6, S. 1950. 19) Siehe ebenda, S. 1917. 20) Ebenda (Herv. im Original). 21) Siehe MEGA ² II/1.2, S. 322/323. 22) MEGA ² II/3.6, S. 2142. 23) Ebenda. 24) MEGA ² H/1.1, S. 264 und 162. 25) Siehe Karl Marx/Friedrich Engels, Die deutsche Ideologie. Er- stes Kapitel, a.a.O., S. 257. 26) Siehe ebenda, S. 223 und 265. 27) MEGA ² II/3.6, S. 2162. 28) Ebenda, S. 2014 (Herv. im Original). 29) Ebenda, S. 2056. 30) Karl Marx, Zur Kritik der politischen Ökonomie (Manuskript 1861-1863), in: Karl Marx/Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA ²). Zweite Abteilung "Das Kapital" und Vorarbeiten. Band 3, Teil 4. Berlin 1979, S. 1248. 31) Siehe MEGA ² II/1.2, S. 581/582. 32) MEGA ² II/3.6, S. 2062 (Herv. im Original). 33) Ebenda, S. 2060. 34) Friedrich Engels, Vorwort zu Karl Marx: Das Kapital. Zweiter Band, in: MEW, Bd. 24, S. 8. 35) Siehe MEGA ² 11/3.6, S. 2245. 36) Ebenda, S. 2216. 37) Ebenda, S. 2220 (Herv. im Original). 38) Siehe W.S. Wygodski, Wie "Das Kapital" enstand, Berlin 1976, S. 93. 39) MEGA ² II/3.6, S. 2257/2258 (Herv. im Original). 40) Siehe ebenda. 41) Ebenda, S. 2258 (Herv. im Original). 42) Ebenda, S. 2259/2260. 43) Siehe ebenda, S. 2260-2262. 44) Siehe Karl Marx an Friedrich Engels vom 6. Juli 1863, in: MEW, Bd. 30, S. 362-367. 45) W.I. Lenin, Konspekt zum "Briefwechsel zwischen Marx und En- gels. 1844-1883", Berlin 1963, S. 374. 46) Karl Marx an Friedrich Engels vom 29. Mai 1863, in: MEW, Bd. 30, S. 350. 47) Karl Marx an Sigfrid Meyer vom 30. April 1867, in: MEW, Bd. 31, S. 543. 48) Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissen- schaft (Anti-Dühring), in: MEW, Bd. 20, S. 221. 49) Karl Marx an Sigmund Schott vom 3. November 1877, in: MEW, Bd. 34, S. 307. zurück