Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 07/1984


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NEUE FORMEN BETRIEBLICHER BEWEGUNGEN IM HBV-BEREICH IN DEN ACHTZIGER JAHREN

Heike Leitschuh/Regina Stosch 1. Einleitung - 2. Gewerkschaftliche Handlungsbedingungen im HBV- Bereich - 2.1 HBV und DAG -2.2 Organisationsstruktur der HBV- 2.3 Die Mitglieder-Struktur der HBV - 2.4 Zum Verhältnis von haupt- amtlichem Funktionärsapparat und betrieblicher Basis - 3. Zur Entwicklung betrieblicher Aktionen 1. Einleitung ------------- Die Gewerkschaft Handel, Banken, Versicherungen (HBV) ist eine ausgesprochene Angestelltengewerkschaft. In der Bundesrepublik ist der Anteil der Angestellten an der Arbeiterklasse von 1950 bis 1981 um das Zweieinhalbfache gestiegen. Gab es 1950 erst 3,9 Millionen, so waren es 1981 schon 10,1 Millionen. 1) Dagegen ist die Zahl der Arbeiter leicht rückläufig. Bei Beibehaltung des ge- genwärtigen Trends werden die Angestellten schon 1987 die Zahl der Arbeiter übertreffen. Wachsend sind auch die Arbeiterklassen- gruppen der Angestellten. Gemeinhin gelten Angestellte als die "geduldigen Lohnarbeiter" - aufgrund ihrer spezifischen Arbeits- erfahrungen (meist höheres Maß an selbständigen Entscheidungs- spielräumen), besserer Arbeitszeiten und -bedingungen, höheren Einkommens etc. Als typisch für Angestelltenbewußtsein gelten nach wie vor die Vorstellung einer hierarchisch gegliederten Ge- sellschaftsstruktur, idealistisches politisches Bewußtsein (Gemeinwohlorientierung, Interessenausgleich), betriebliche Auf- stiegserwartungen, hohe Identifikation mit den betrieblichen Nor- men und Zielvorstellungen, gleichgültig-distanzierte Haltung zur betrieblichen Interessenvertretung und skeptische bis ablehnende Einstellung gegenüber gewerkschaftlichen Kampfformen. 2) Weiter zählt zu den betrieblichen Bewegungen eher abträglichen Bedingungen im Organisationsbereich der HBV, daß hier ein sehr großer Teil der Lohnabhängigen Frauen sind. Ihre spezifische Le- bensweise (meist Doppelbelastung), ihre häufige Rolle als "Zweitverdienerin" in der Familie, ihr eher zurückhaltendes Ver- hältnis zu gewerkschaftlichem und politischem Engagement erschwe- ren die Aktivierung und die Entwicklung von Handlungsbereit- schaft. 3) Schließlich wird die Situation dadurch komplizierter, daß der größte Teil der Beschäftigten in Klein- und Mittelbetrie- ben arbeitet, wo erfahrungsgemäß kollektive Formen der Interes- senvertretung schwerer durchzusetzen sind. Auf der anderen Seite gibt es gegenläufige Tendenzen. "Angestelltenbewußtsein" wird tendenziell von anderen Bewußtseinsformen überlagert, die den für Angestellte neuen Erfahrungen geschuldet sind: zunehmende Krisen- betroffenheit durch Arbeitslosigkeit und Sozialabbau, Deklassie- rung durch Rationalisierung, Einkommenseinbußen, geringere Auf- stiegsmöglichkeiten - also ihre zunehmende Proletarisierung. Im Bereich der HBV kann man seit 1978/79, als es erstmals zu Warn- streiks während der Tarifrunde in Niedersachsen und Westberlin kam, von der Herausbildung einer stärker kämpferisch geprägten Interessenvertretung sprechen. Für den Organisationsbereich bedeutsam ist außerdem, daß es sich bei der HBV um eine relativ junge Gewerkschaft handelt, die - erst 1948 gegründet - von Anfang an in Konkurrenz zur Standes- organisation DAG stand, sich erst langsam gegen diese durchsetzen konnte und in ihr auch heute noch eine von Unternehmerseite deut- lich geförderte Konkurrenz besitzt. Für die Zukunft stellen sich im Organisationsbereich der HBV große Probleme, vor allem bei der Arbeitsplatzsicherung. Durch die Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnik sind schon in den nächsten Jahren von den 10 Millionen Arbeitsplätzen im gesamten Dienstleistungsbereich 2,5 Millionen bedroht. Zur Zeit sind nur etwa 5% der Arbeitsplätze mit Datensichtgeräten und Bürocomputern ausgestattet; dies wird bis 1990 auf 40% steigen. 4) Darüber hinaus wird es im Bereich des Handels zu vermehrten Schließungen von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere Warenhäu- sern, kommen wenn der derzeitige Schwund an Massenkaufkraft an- hält. 2. Gewerkschaftliche Handlungsbedingungen im HBV-Bereich -------------------------------------------------------- 2.1 HBV und DAG --------------- Die Gründung der HBV drei Jahre nach der DAG hatte zur Folge, daß die betrieblichen Interessenvertretungsorgane bereits von sozial- partnerschaftlichen Orientierungen "besetzt" waren. 5) Einerseits geriet die HBV dadurch zuerst mitgliedermäßig ins Hintertreffen, zumal das langanhaltende Wirtschaftswachstum und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiterklasse in den 50er und 60er Jahren sozialpartnerschaftliche Bewußtseinsformen und Illusionen über die gesellschaftlichen Verhältnisse nährten. Andererseits ergibt sich aus der Konkurrenzsituation zur DAG für die HBV die Notwendigkeit, sich als konsequentere Interessenvertretung zu profilieren. Eine progressive Entwicklung wird dadurch begün- stigt, daß die HBV in dieser Konstellation einen Teil der poli- tisch eher konservativen Kräfte gar nicht aufnehmen konnte. 6) Unter Krisenbedingungen verändern sich die Voraussetzungen der gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Spielräume für Verhand- lungen und integrative Strategien werden kleiner. 7) Im Bewußt- sein der Beschäftigten gibt es Brüche der Sozialpartnerschaftsi- deologie und Polarisierungsprozesse. 8) Unter den derzeitigen Be- dingungen in der BRD ist die Anpassung an ein niedrigeres Niveau der Bedürfnisbefriedigung wohl die vorherrschende Form der Verar- beitung der durch die Krise entstehenden Konflikte; insbesondere bei den traditionell mit dem "Betriebswohl" verbundenen Ange- stellten. Andererseits verbessern sich die Möglichkeiten für klassenorientierte Kräfte, in den Interessenvertretungsorganen Einfluß zu erlangen, da neue Ansatzpunkte für die Bewußtseinsent- wicklung von Belegschaften durch Lernprozesse angesichts der sich verschärfenden betrieblichen und gesellschaftlichen Widersprüche entstehen. Dies zeigte sich bei der HBV in starkem Mitgliederzuwachs und Stimmengewinnen gegenüber der DAG bei Betriebsrats- und Auf- sichtsratswahlen. Nachdem für die Aufnahme der ersten 200 000 Mitglieder 24 Jahre gebraucht wurden, konnten die nächsten 100 000 in nur 5 Jahren (1973-1978) geworben werden. Zur Zeit stagniert die Mitgliederzahl bei rund 360 000 (Stand vom 31.12.1983), während sie im DGB insgesamt sinkt. 9) In der Ver- gangenheit konnte in den meisten Bereichen die Dominanz der DAG gebrochen werden. Die DAG reagierte auf den Schwund ihrer Basis durch Erfindung von angeblich organisierten Übertrittswellen und mit dem ständigen Vorwurf der "kommunistischen Unterwanderung" der HBV. Sie versucht, sich als Interessenvertreter durch Ver- handlungen zu profilieren, indem sie der HBV bei Tarifabschlüssen zuvorkommt und diese damit in ihren Möglichkeiten zu aktiver Ta- rifpolitik behindert, oder indem sie einfach ein von der HBV er- kämpftes Ergebnis übernimmt. Eine vorläufige Auswertung der Betriebsratswahlen von 1984 ergibt folgende Verhältnisse: In 3029 Betrieben haben 605 161 Wahlbe- rechtigte 16 427 Betriebsräte (BR) gewählt. Davon sind 10 089 HBV-Mitglieder (61,4 Prozent), 1636 DAG-Mitglieder (10 Prozent), 4345 nicht organisiert (26,4 Prozent), und 357 (2,2 Prozent) kom- men aus anderen DGB-Gewerkschaften. Eine Aufschlüsselung der Er- gebnisse auf die verschiedenen Organisationsbereiche der HBV läßt erkennen: Am schwächsten vertreten ist sie mit gerade 50 Prozent der BR-Mandate in den Sektoren Banken (hier erreichen die Nicht- organisierten beinahe 40 Prozent) und Versicherungen (hier hat die DAG mit knapp 17 Prozent ihre besten Ergebnisse). Die Berei- che Großhandel und Wirtschaftsdienste entsprechen etwa den Durch- schnittszahlen. 10) Am stärksten vertreten ist die HBV im Einzelhandel. Das ent- spricht der verhältnismäßig hohen Aktionstätigkeit in diesem Be- reich und ist u. a. eine Folge der Arbeitsbedingungen in Kaufhäu- sern, Supermärkten etc., die am ehesten mit denen der Industrie vergleichbar sind, ist aber auch Resultat der niedrigen Löhne im Einzelhandel. Die geringen Wahlergebnisse der DAG zeigen, daß sie für die HBV insgesamt keine gefährliche Konkurrentin mehr ist. Komplizierter ist für die HBV der sehr hohe Anteil an nichtorga- nisierten Betriebsräten. 1984 haben sich die Anteile von DAG und HBV gegenüber den vergan- genen Wahlen nicht wesentlich verändert, was darauf hindeutet, daß die Einflußbereiche nun relativ fest abgesteckt sind. Inter- essant sind die großen Kaufhäuser, wo DAG wie HBV z.T. überdurch- schnittliche Ergebnisse aufweisen. Offensichtlich scheint hier die Entwicklung betrieblicher Auseinandersetzungen zur Polarisie- rung zwischen diesen beiden Gewerkschaften zu führen, während die Unorganisierten in zunehmendem Maße bedeutungslos werden. 2.2 Organisationsstruktur der HBV --------------------------------- Der Zuständigkeitsbereich der HBV umfaßt die Bereiche Handel, Banken, Versicherungen, Geld- und Börsenwesen und Wirtschafts- dienste. Im gesamten Organisationsbereich waren 1980 rund 3,7 Mio. Lohnabhängige beschäftigt, davon 2,9 Millionen im Handel (1,8 Millionen im Einzelhandel). Das läßt die besondere Bedeutung des Handels und insbesondere des Einzelhandels für die HBV erken- nen. Auf diesen Bereich entfallen zwei Drittel der Mit- gliedschaft. Im Bankenbereich arbeiteten 310 000 und bei den Ver- sicherungen 240 000 Personen. Die Beschäftigtenzahlen sind jedoch im gesamten Organisationsbereich seit 1975 rückläufig. 11) Der Organisationsgrad lag 1977 im Durchschnitt bei 7,3 Prozent. Er dürfte 1984 um 10 Prozent liegen. Damit hat die HBV den ge- ringsten Organisationsgrad aller DGB-Gewerkschaften (DGB-Durch- schnitt: ca. 30 Prozent). Dabei muß berücksichtigt werden, daß das Gewicht des fast hundertprozentigen Organisationsgrades in den großen gemeinwirtschaftlichen Unternehmen (Neue Heimat, Bank für Gemeinwirtschaft, Volksfürsorge, coop usw.) die realen Orga- nisationsverhältnisse im privatkapitalistischen Dienstleistungs- bereich noch krasser erscheinen läßt. 12) Im Handel ist der Warencharakter der Arbeitskraft am stärksten ausgeprägt und für die Beschäftigten auch am offensichtlichsten. Im Bankenbereich ist die Organisierung deutlich schwieriger. Dies liegt mit daran, daß die Banken bisher eine Wachstumsbranche par excellence mit in der Regel zweistelligen Wachstumsraten waren. Hier wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, und bis heute hält diese Entwicklung - verlangsamt - an. Erst in den kommenden Jah- ren ist mit dem Einsatz neuer Computertechnologien Stagnation bzw. Rückgang der Beschäftigtenzahlen zu erwarten. Über 50 Prozent aller Beschäftigten arbeiten in Kleinbetrieben mit weniger als 20 und nur 3,5 Prozent in Betrieben mit mehr als 1000 Angestellten. Im Zuge des Konzentrationsprozesses, besonders im Handel, steigt jedoch der Anteil der in Großbetrieben Beschäf- tigten. Ausgesprochene Großbetriebe gibt es aufgrund der Aufspal- tung in Filialen im HBV-Bereich nur wenige. Doch ist der Zusam- menhang zwischen Betriebsgröße und Organisationsgrad offensicht- lich. Während z. B. im Einzelhandel der Organisationsgrad bei 10 bis 15 Prozent liegt, beträgt er bei allen großen Warenhauskon- zernen (Karstadt, Kaufhof, Herde, Horten) zwischen 20 und 40 Pro- zent. Dies gilt auch für Banken und Versicherungen; dort gibt es ebenfalls Großunternehmen mit einem Organisationsgrad zwischen 20 und 40 Prozent. 2.3 Die Mitgliederstruktur der HBV ---------------------------------- Eine Besonderheit der HBV ist, daß sie ihre Mitglieder aus ökono- mischen Bereichen rekrutiert, die infolge des Strukturwandels stark expandierten. Mit dem starken Mitgliederzuwachs wurde ein schneller Aufbau des gewerkschaftlichen Funktionärskaders nötig. Die HBV verfügt heute über eine große Zahl junger, gut ausgebil- deter Funktionäre. 13) Infolge des geringeren Einflusses von "sozialpartnerschaftlichen Filtern" im hauptamtlichen Apparat (im Vergleich etwa zur IG Metall oder zur IG Chemie) konnten sich ak- tionsorien-tierte Positionen leichter durchsetzen. Anstöße aus neuen sozialen Bewegungen stießen weniger auf politisch-ideologi- sche Blockierungen und wurden so in die Gewerkschaft hinein wirk- sam. Insgesamt stieg in den 70er Jahren die Aktivität der Arbeiter- klasse. Die Gewerkschaften konnten sich stärker betrieblich ver- ankern, was sich in einer positiven Mitgliederentwicklung nieder- schlug. Eine solche Entwicklung muß nicht mit einem allgemein hö- heren politischen Bewußtsein der Belegschaften einhergehen, so- lange kein höherer Verallgemeinerungsgrad der Abwehrkämpfe und keine Vermittlung der Kampferfahrungen zu antikapitalistischem Bewußtsein erreicht werden. Doch können Mitgliedschaft und Über- nahme von gewerkschaftlichen oder betrieblichen Funktionen gerade in der HBV angesichts zahlreicher persönlicher und sozialer Nach- teile und angesichts des Fehlens verankerter gewerkschaftlicher Strukturen als Anzeichen für die subjektiv gewachsene Bereit- schaft gewertet werden, Lohnarbeiterinteressen auch in Konflikten aktiv und verantwortungsbereit zu vertreten. In der Mitgliedschaft der HBV kommen mehrere Voraussetzungen da- für zusammen, daß eine aktionsorientierte und für neue Probleme offene Politik getragen und gefordert wird. Die Hälfte der Mit- glieder war 1980 unter 35 Jahre alt; die "Wirtschaftswunder- generation" der 35- bis 50jährigen fehlt weitgehend. Aus der ersten Altersgruppe rekrutiert sich vor allem das gegenwärtig gesellschaftlich bedeutsame Linkspotential. Hier kommen über- durchschnittliches Bildungs- und Anspruchsniveau und relativ starke Betroffenheit durch Krisenauswirkungen im betrieblichen wie außerbetrieblichen Bereich zusammen. Ähnliches gilt für das weibliche Element, das in Organisationsbereich und Mitgliedschaft der HBV eine wesentliche Rolle spielt. Jugend, Frauen, Angestellte - das sind ausgesprochene "Problem- gruppen" der Gewerkschaftsbewegung, bisher unterdurchschnittlich durch gewerkschaftliches Denken und gewerkschaftliche Bindungen erfaßt. Gruppen, die in diesem Milieu aktiv werden, treten als ausgesprochene Minderheiten in einem ablehnenden Umfeld an - das erfordert gewissermaßen Aktionsorientierung und gewerkschaftliche Radikalität, macht die Öffnung für entsprechende Impulse aus dem gewerkschaftlichen Apparat wie aus sozialen Bewegungen mit ähnlicher Basis wahrscheinlich. Schließlich gibt es auch für die Herausforderung durch neue Technik und damit verbundene Rationalisierungsstrategien des Kapitals im Dienstleistungs- bereich noch keine eingefahrenen, bewährten gewerkschaftlichen Antworten, so daß auch hier eine relativ offene Situation herrscht. Die Organisierung und Aktivierung neuer Gruppen ohne verankerte gewerkschaftliche Traditionen verbindet größere Spon- taneität mit spürbarer Unsicherheit und verstärkten Anforderungen an die Führungs- und Verallgemeinerungsfähigkeit der Organisa- tion. Wir wollen einen etwas genaueren Blick auf die genannten Mitglie- dergruppen werfen. Der Anteil der Jugendlichen (unter 25) an der Mitgliedschaft ging von 28% im Jahr 1976 auf 21% 1982 zurück, bis Ende 1983 stieg er wieder leicht an auf 22%. 14) Darin spiegelt sich einmal die Tatsache wider, daß insgesamt immer weniger Aus- bildungsplätze zur Verfügung gestellt werden - die Zahl der orga- nisierten Auszubildenden ging von 1982 bis 1983 um 4058 zurück - und darüber hinaus die Jugendlichen insgesamt bei Eintritt in die Berufsausbildung älter sind aufgrund größerer "Warteschleifen". Die HBV reagiert mit verstärkter Mitgliederwerbung und Verbesse- rung ihrer Jugendarbeit sowie durch Öffnung zu anderen Politik- feldern wie Frieden, Ökologie etc. 15) 1982 gab es in der HBV 37 aktive Jugendgruppen, darunter jedoch sehr wenige Betriebsjugend- gruppen. Der Frauenanteil in der HBV betrug Ende 1983 nur 56,5%, obwohl z.B. im Handel 60 bis 70% Frauen beschäftigt sind. Weiterhin wir- ken sich die zahlreichen Benachteiligungen der Frauen wie Doppel- belastung, Familienorientierung, häufige Teilzeitarbeitsverhält- nisse hinderlich auf ihr betriebliches und gewerkschaftliches En- gagement aus. Doch spiegelt sich eine gestiegene Politisierung auch im Aktivwerden von Frauen wider. Der Frauenanteil an den HBV-Betriebsräten ist steigend (1975: 31%; 1981: 35%; vorläufiges Ergebnis der Betriebsratswahl 1984: 38,6%); damit sind Frauen aber nach wie vor unterrepräsentiert. Insbesondere in Bereichen, in denen schon länger Betriebsarbeit existiert, ist der Betriebs- rat eher eine Domäne von vollzeitbeschäftigten Männern. Die hohe Verbreitung von Teilzeitarbeitsverhältnissen bei den Frauen (94,4% der Teilzeitbeschäftigten im HBV-Bereich sind weiblich) wirkt sich hier nachteilig aus. Unter männlichen Betriebsräten ist das Vorurteil, daß Frauen lediglich "dazuverdienen", häufig. In neuinstallierten Betriebsräten oder in neuen Bereichen (z.B. Verbrauchermärkte) entsteht häufig jedoch eine Frauenmehrheit im Betriebsrat. Hier zeigen sich Auswirkungen der Frauenbewegung und der gestiegenen Bedeutung der Erwerbstätigkeit im Bewußtsein der Frauen. Die gewerkschaftliche Frauenpolitik erfüllt immer mehr eine Funk- tion, wie sie ähnlich die Jugendarbeit innehat: Sie wird erster Anlaufpunkt von weitergehenden Aktivitäten und zunehmend Sammel- punkt für vorwärtsweisende Initiativen. Oft nehmen aktive Frauen nicht den Weg des Einstiegs über die Frauenpolitik der Gewerk- schaft, sondern engagieren sich direkt im Betrieb. Die meisten allerdings finden einen Einstieg in die Gewerkschaftsarbeit über die nicht so angstbesetzte gewerkschaftliche Frauenarbeit. Dazu kommen Frauen, die keine Betriebsarbeit machen können, etwa weil sie in einem kleinen Betrieb arbeiten, und politisch engagierte Frauen. Das Durchschnittsalter der Delegierten auf der 1. Bundesfrauen- konferenz der HBV betrug 38 Jahre. 16) Die in der HBV aktiven Frauen gehören meist zu den Jüngeren, sind kinderlos und politi- siert, oder zur Altersgruppe der Dreißig- bis Vierzigjährigen, die wieder ins Berufsleben eintreten. Die letztgenannte Gruppe ist vergleichsweise eher konservativ, aber gekennzeichnet durch einen persönlichen Nachholbedarf aufgrund der vorangegangenen Konzentration auf die Familie. Für diese Frauen bedeutet Be- triebsarbeit die Möglichkeit, etwas dazuzulernen und sich weiter- zuentwickeln. 17) Im Bereich von HBV, insbesondere im Einzelhandel, ist Teilzeitar- beit weit verbreitet. Im Einzelhandel beträgt der Anteil heute schon ca. 39%. 18) Die Tendenz ist steigend. Vollzeitar- beitsplätze werden in Teilzeitarbeitsplätze umgewandelt; Teilzeit wird benutzt als Mittel zu Kostenersparnis, Arbeitsintensivierung und Flexibilisierung der Arbeitszeit. 19) Die Entstehung ver- schiedener Gruppen und Interessenlagen in den Belegschaften kann zu Entsolidarisierung führen und Disziplinierung erleichtern. Wo die Teilzeitbeschäftigten gezielt angesprochen wurden, zeigte sich, daß sie durchaus zu gewerkschaftlichem Engagement bereit sind. In der HBV gewinnt langsam die Betrachtungsweise an Boden, daß es sich hier nicht um ein "Frauenproblem" handelt, sondern daß alle Beschäftigten von dieser Entwicklung zur "Flexibi- lisierung" betroffen sind. 2.4 Zum Verhältnis von hauptamtlichem Funktionärsapparat -------------------------------------------------------- und betrieblicher Basis ----------------------- Der angedeutete Typus des gewerkschaftlichen Aktivisten, geprägt von neuen Bedürfnissen und Konflikterfahrungen, gekennzeichnet durch ein hohes Maß an selbständigem Handeln, große Ansprüche an innergewerkschaftliche Demokratie und oftmals durch eine "Scharnierfunktion" zu den neuen sozialen Bewegungen, 20) findet sich bei der HBV relativ häufig im hauptamtlichen Apparat; dies entspricht aber keinesfalls den vorherrschenden Einstellungen in den Betrieben. Für die HBV ist dieser Widerspruch zwischen eher progressiven Führungskadern und eher retardierenden Mitgliedern und Belegschaften ausgesprochen kennzeichnend. Der Schritt zum haupt- oder ehrenamtlichen Gewerkschaftsfunktionär kann bei dem relativ niedrigen Organisationsgrad nicht als sozialer Aufstieg gewertet werden, setzt also ein hohes Maß an Motivation und poli- tischem Engagement voraus. 21) In Bereichen gering erschlossener gewerkschaftlicher Aktivität sind Diskriminierungen und Sankti- onsmaßnahmen der Geschäftsleitungen leichter durchsetzbar, d.h., gewerkschaftliche Aktivität läßt hier auf eine bewußte, hochmoti- vierte Entscheidung schließen. Der größte Teil der betrieblichen Gewerkschaftsarbeit wird bei der HBV bisher von Betriebsräten gemacht. Sie haben oft keine ausgeprägte politischinhaltliche Verbundenheit mit der Organisa- tion, nehmen sie oft lediglich als Dienstleistungs- und Bera- tungsunternehmen in Anspruch. Dies erklärt auch den verbreiteten Widerspruch zwischen hohen Wahlergebnissen für die HBV-Betriebs- räte und geringem betrieblichem Organisationsgrad. Häufig orien- tieren solche Betriebsräte auf Verhandlungen und defensive Stra- tegien; d.h., das Bewußtsein von Betriebsräten und Belegschaft ist nicht auf dem Stand der Organisationsbeschlüsse. Neue akti- onsorientierte Betriebsräte werden oft genug zwischen dem Druck der Geschäftsleitung und der passiven Belegschaft zerrieben. Diese Situation kann zu ausgesprochen scharfen Konflikten zwi- schen den haupt- und ehrenamtlichen Funktionären auf der einen und den Betriebsräten und der Belegschaft auf der anderen Seite führen. In dieser Situation kommt dem Aufbau eines gewerkschaftlichen Vertrauensleutekörpers und von HBV-Betriebsgruppen eine Schlüs- selfunktion zu. Sie wirken als "Gelenkstelle" zwischen Mitglie- derbasis, betrieblichen Vertretungsorganen und gewerkschaftlichem Apparat. Ihre Arbeit entscheidet wesentlich über das Verhältnis zwischen Basis und Funktionären wie über die Umsetzung gewerk- schaftlicher Ziele und Beschlüsse in den Betrieben. 22) Die HBV orientiert seit 1981 verstärkt auf die Bildung von Betriebsgrup- pen und Vertrauenskörpern, oft gegen den Widerstand der Betriebs- räte, die Vertrauensleute nicht als Unterstützung, sondern als Konkurrenzorgane sehen. Bislang gibt es erst in 10 Prozent der Betriebe aktive Vertrauenskörper und Betriebsgruppen. Gewählte Vertrauensleute sind die Ausnahme, "Verteiler" für Gewerkschafts- material bilden die Regel. Die bisher eher lockere organisatorische Zusammenfassung der HBV- Mitglieder in Fachgruppen und die geringe betriebliche Veranke- rung führen dazu, daß außerbetriebliche und allgemeinpolitische Fragen eine große Rolle in den gewerkschaftlichen Diskussionen spielen. Dies hat den Vorteil, daß intensiver politisch disku- tiert werden kann und neue Konfliktfelder wie Frieden und Ökolo- gie stärker in der Gewerkschaft bewußt sind 23) - aber auch den Nachteil, daß manche Betriebsgruppen den Infostand auf der Straße der kontinuierlichen Arbeit im Betrieb vorziehen. Die verstärkte Rationalisierung bei Banken, Einzelhandel, Versi- cherungen und anderen Dienstleistungsbereichen bedroht die Ange- stellten mit Arbeitsplatzverlust, Angleichung der Arbeitsbedin- gungen an die der Arbeiter und Verschärfung von Kontroll- und Herrschaftsmechanismen des Kapitals. Es schwinden die besonderen Privilegien der meisten Angestellten. Hier ergeben sich neue An- satzpunkte zur Verankerung der HBV. Dennoch stagniert der Mit- gliederstand zur Zeit, und angesichts des starken Beschäftigungs- abbaus ist in den nächsten Jahren kein schnelles Wachstum wie in der Vergangenheit mehr zu erwarten. Die vorhandenen gewerkschaft- lichen Kräfte sind in den sich verschärfenden betrieblichen Aus- einandersetzungen gebunden; eine aufwendige Betreuungsarbeit ist nötig, zur Erschließung neuer Betriebe fehlen oft Kapazitäten. Eine Konsequenz dieser Situation sind spezifische Mitgliederwer- beaktionen z.B. für Filial- und Abteilungsleiter und andere Lei- tungskräfte, denen aufgrund ihres starken Einflusses auf die Be- legschaft eine Schlüsselfunktion als Bewußtseinsbildner zugemes- sen wird. Ansatzpunkt ist die Tatsache, daß der Nimbus des Fach- verkäufers oder Substituten zunehmend schwindet und mittlerweile auch betriebliche Leitungspositionen durch Rationalisierung und Zentralisierung gefährdet sind. 3. Zur Entwicklung betrieblicher Aktionen ----------------------------------------- Seit 1978 haben betriebliche Aktionen im HBV-Bereich deutlich zu- genommen. Überwiegend handelt es sich um Warnstreiks und Kundge- bungen, meist aus Anlaß von Tarifauseinandersetzungen. Bekannt wurden auch Demonstrationen bei zugespitzten Konflikten (Betriebsschließung, Entlassung von Betriebsräten), Unterschrif- tensammlungen und Solidaritätsaktionen (Kurzstreiks, Flugblatt- verteilung) zum Kampf der Stahlarbeiter um die 35-Stunden-Woche in NRW 1978/79. Beteiligt waren vor allem Banken und - inzwischen am aktivsten - der Einzelhandel, hier vor allem größere Betriebe wie Kaufhäuser und SB-Märkte. Niedriger Organisationsgrad im Ver- sicherungsgewerbe machte hier bisher nur wenige Aktionen möglich. Einen Streik von fünfeinhalb Wochen führten 120 der 200 Beschäf- tigten erfolgreich zur Durchsetzung eines Haustarifvertrags im Bibliographischen Institut Mannheim Ende 1981. 24) Regionale Schwerpunkte der HBV-Aktionen lagen in Nordrhein-Westfalen, Frankfurt/M., Hamburg und Stuttgart, bei bundesweiten Aktionen des Einzelhandels in Groß- und Mittelstädten. 25) Zur Veranschaulichung und Konkretisierung sollen drei Beispiele aus zwei Städten etwas näher ausgeführt werden. Marburg ist eine Mittelstadt mit der Besonderheit, daß fortschrittliche Traditio- nen von Teilen der Universität und der Einfluß der DKP und ihrer Parlamentsfraktion am Ort ein progressives und förderndes Umfeld für gewerkschaftliche Aktionen bilden. Hamburg ist durchaus stellvertretend für Handlungsbedingungen der HBV in Großstädten. Das Kaufhaus Ahrens in Marburg gehört zum Karstadt-Konzern. Von den über 400 Beschäftigten waren Anfang der 70er Jahre 25 Prozent in der DAG organisiert. 1972 führte die HBV in der Stadt zusammen mit anderen Organisationen ein "Ahrens-Tribunal" durch und kam so auch im Betrieb ins Gespräch. Die bis dahin nur vier Mitglieder der HBV konnten Einfluß zunächst auf die Jugendvertretung gewin- nen und sich auch bei betrieblichen Mißständen gegenüber dem kon- fliktscheuen DAG-BR profilieren. Es gelang, einige Abteilungslei- ter für die HBV zu gewinnen, die von der DAG enttäuscht waren. Durch offensive Mitgliederwerbung und Interessenvertretung wurde 1980 die Mehrheit im BR errungen. Sie konnte 1984 verteidigt wer- den mit höherer Stimmenzahl, nachdem der BR Erfolge im Kampf ge- gen die Schließung einer Abteilung errang und dabei 30 neue HBV- Mitglieder gewonnen wurden. Der Organisationsgrad liegt heute bei 34 Prozent, während die DAG noch maximal 20 Mitglieder hat. Der aktive Belegschaftskern wird gebildet von den HBV-Betriebsrä- ten und der Betriebsgruppe, an der bis zu 15 meist jüngere und sehr engagierte Kollegen mitarbeiten. Sie beteiligen sich zugleich aktiv an den Aktionen der Friedensbewegung. Auch der freigestellte BR hat privat wie über Kulturarbeit Beziehungen zur fortschrittlichen Intelligenz am Ort. In Hamburg fanden während der T a r i f r u n d e 1 9 8 1 W a r n s t r e i k s i n B e t r i e b e n d e s E i n- z e l h a n d e l s u n d d e s V e r s i c h e r u n g s- g e w e r b e s statt. Zur Vorbereitung dienten Betriebsversamm- lungen, Unterschriftensammlungen für die Aktionen und die Arbeit der gewerkschaftlichen Vertrauensleute. Zu den aktiven Kernen zählten in einem Kaufhaus überwiegend ältere Kolleginnen, die dort schon länger BR- und VL-Arbeit gemacht hatten, in einem anderen eher jüngere Mitglieder. Während DAG-Mitglieder sich als Streikbrecher hervortaten, fanden die Aktionen eine unerwartet breite Unterstützung. In den beiden Kaufhäusern stieg der Organisationsgrad in diesem Zusammenhang von unter 30 auf über 50 Prozent. Einen nicht ohne weiteres verallgemeinerbaren Fall stellt die Entwicklung am Kaufhaus Horten in Marburg dar. Von 1975 bis 1980 konnten dort 44 Prozent der Belegschaft in der HBV organisiert werden (Organisationsgrad bei den Frauen 38 Prozent). Da ein VK fehlte, setzte der BR allerdings seine sozialpartnerschaftliche Politik fort. 1980 wurde ein Teil des Betriebes als selbständiger Supermarkt abgetrennt; ein eigener BR wurde gewählt, und bis Jah- resende waren 82 Prozent der Belegschaft HBV-Mitglieder. Als 1981 der Supermarkt wieder geschlossen werden sollte, gelang es dem dreiköpfigen BR, darunter zwei Frauen, die gesamte Belegschaft für den Kampf um die Arbeitsplätze und dann um einen Sozialplan zu mobilisieren. Eine Schlüsselrolle hatte dabei die Informati- onspolitik des BR, der die Belegschaft in alle Entscheidungspro- zesse einbezog; er wurde durch die örtliche HBV konsequent unter- stützt. Höhepunkt des Kampfes war eine eineinhalbtägige Betriebs- versammlung der bisher völlig kampfunerfahrenen Belegschaft. Im Ergebnis konnte ein relativ guter Sozialplan durchgesetzt werden. Ein Teil der Belegschaft arbeitet heute in einem anderen SB- Markt; ihr betriebliches Auftreten belegt, daß die Erkenntnisse über die Bedeutung einer kämpferischen gewerkschaftlichen Inter- essenvertretung und über den Gegensatz von Lohnarbeit und Kapital weiterwirken. Die dargestellten Überlegungen und Beispiele zeigen, daß die HBV im Dienstleistungsbereich erhebliche Entwicklungsperspektiven be- sitzt. Aus der Mitglieder- und Beschäftigtenstruktur ergeben sich weitere Möglichkeiten der Aktivierung von Belegschaftsgruppen, die dem gewerkschaftlichen Kampf bisher eher passiv gegenüber- standen. Die Entwicklung der Arbeitsbedingungen der Angestellten wird diese in den kommenden Jahren zwingen, ihre Position gegen- über den betrieblichen Interessenvertretungen klarer zu bestim- men. Polarisierungsprozesse werden die Folge sein. Die Entwick- lung der Frauenbewegung, das wachsende Selbstbewußtsein und Enga- gement von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen kann ebenfalls zur Erhöhung des gewerkschaftlichen Aktivitätsgrads im Dienstleistungsbereich beitragen. _____ 1) Vgl. Statistisches Jahrbuch, hrsg. vom Statistischen Bundes- amt, Wiesbaden 1979, 1982, S. 93. 2) Vgl. Angestelltenbewußtsein. Ergebnisse einer INFAS-Untersu- chung, hrsg. vom DGB, Düsseldorf 1977. Ulf Kadritzke, Angestellte und Lohnarbeiter, in: Kölner Zeit- schrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 24, Opladen 1982. Vgl. auch die Untersuchung von W. Kudera, K. Ruff, R. Schmidt, Blue collar - white collar: grey collar? Zum sozialen Habitus von Arbeitern und Angestellten in der Industrie, in: Soziale Welt, Nr. 2/1983, S. 221 ff. Die Verfasser analysieren bei Arbeitern ein eher antagonistisches und durch kollektive Solidarität geprägtes Weltbild, während bei den Angestellten - am stärksten bei den kaufmännischen Angestell- ten und deshalb für den Dienstleistungsbereich aussagekräftig - eine funktionalisti-sche und durch die Konkurrenz geprägte Sicht- weise vorherrsche. Kollektives Verhalten sei hier schwächer ent- wickelt. 3) Vgl. hierzu den Beitrag von Alma Steinberg im vorliegenden Band. 4) Vgl. Günther Volkmar (1. Vors. der HBV) in der "Deutschen Volkszeitung/die tat", 4.5.84. 5) Viele unserer Informationen und Einschätzungen stammen aus Ge- sprächen mit Sekretären und Betriebsräten der HBV aus Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Marburg, denen wir herzlich für die hilfreiche Unterstützung danken. 6) Vgl. Christian Götz, Der 10. ordentliche Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) vom 14. bis 20. September 1980 in Wiesbaden, in: Gewerkschaftliche Monats- hefte 10/1980, S. 812. 7) Vgl. Heinz Jung, Arbeiterklasse der 80er Jahre, in: Marxisti- sche Studien. Jahrbuch des IMSF 6, 1983, S. 80. 8) Vgl. Johannes Henrich von Heiseler, Zu einigen Aspekten der Bewußtseinsentwicklung in der Arbeiterklasse, in: Marxistische Studien. Jahrbuch des IMSF 6, 1983, S. 173. 9) Vgl. Die Quelle 5/1984, S. 312 ff. 10) Gewerkschaft HBV, Hauptvorstand, Ergebnisdienst Schnellmel- dung vom 26.6.84. 11) Angaben nach: HBV drängt auf einen neuen Kurs, in: Sozialis- mus 5/1980, S. 90 ff. 12) Angaben nach Thomas Hagelstange, Die Entwicklung der Mitglie- derzahlen der DGB-Gewerkschaften 1950-1978, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 11/1979, S. 734 ff. Die HBV gibt häufig höhere Orga- nisationsgradberechnungen an (um 20 Prozent). Diese beruhen dar- auf, daß nur der von HBV-Betriebsräten erfaßte Bereich berück- sichtigt wird. 13) Vgl. Christian Götz, a.a.O., S. 813. 14) Vgl. HBV-Hauptvorstand, Abteilung Jugend (Hrsg.), Wir haben den Dreh raus. Aktions- und Umsetzungsplan zur Jugendmitglieder- werbung, S. 15 ff. Absolut betrug die Zahl der in der HBV organi- sierten Jugendlichen Ende 1982 78590 und Ende 1983 81 381 (vgl. Ausblick 12/1983, S. 16). 15) Vgl. Christian Götz, Für einen neuen Anfang in unserer Ju- gendarbeit, in: Ausblick 5/1983, S. 3. 16) Vgl. Bericht der Mandatsprüfungskommission, vorgelegt auf der 1. Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft HBV am 28.729. April 1984 in Leverkusen. 17) So die Charakterisierung durch hauptamtliche Mitarbeiter der HBV. Vgl. Anm. 5. 18) Vgl. Wirtschaft und Statistik 1/1984. 19) Vgl. Jörg Wiedemuth/Horst Zöller, Konzerne beherrschen den Handel. Rationalisierung und Gegenwehr, Nachrichten-Reihe 23, Frankfurt 1983, S. 21 ff. 20) Vgl. Arbeiterklasse - revolutionäres Subjekt historischer Veränderung, in: Marxistische Studien. Jahrbuch des IMSF 6, 1983, S. 16. 21) Vgl. Christian Götz, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, a.a.O. 22) Vgl. ebd. 23) Vgl. Christian Götz zur Zusammenarbeit mit den Grünen, in: Ausblick 11/1983. 24) Vgl. Redaktionsteam der BI-Betriebsgruppe (Hg.), Wir kämpften und gaben nicht nach! Mannheim o.J. 25) Quelle: Archiv Soziale Bewegungen des IMSF; Ausblick, Zeit- schrift der HBV, Jahrgang 1983. Vgl. zur Arbeitskampfentwicklung im HBV-Bereich auch: A. Achenbach u.a., Arbeitskampf an neuen Fronten. Zu den Aktionen und Streiks im Bereich der GTB, HBV, GEW und RFFU 1979, Soziale Bewegungen Nr. 8, Frankfurt/M. 1980, S. 31-48. zurück