Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 09/1985


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DIE HERAUSBILDUNG VON ZUKUNFTSVORSTELLUNGEN IN DER CDU NACH 1973

Georg Fülberth 1. Die organisierte Ideologiepolitik nach 1969 - 2. Fortsetzung des Konzepts der "Formierten Gesellschaft" - 3. Die Neue Soziale Frage - 4. Die technokratische Vision - 5. Ostpolitische Zu- kunftsüberlegungen - 6. Hemmnisse und Widersprüche 1. Die organisierte Ideologiepolitik nach 1969 ---------------------------------------------- "An der Wende zu den siebziger Jahren war die CDU eine Partei der Nachkriegszeit geblieben". So beschreibt die Historikerin Doro- thee Buchhaas den ideologischen Zustand der Christlich-Demokrati- schen Union im Jahre 1969, als diese ihr "Berliner Programm" ver- abschiedete. 1) In der Zeitschrift "publik" erschien hierzu da- mals ein Kommentar: "Und keine Antwort an die Zukunft". 2) Eineinhalb Jahrzehnte später, mit der Regierungsübernahme Helmut Kohls, präsentierte sich die Partei anders: Der neue Kanzler be- zieht sich zuweilen auf Ernst Block. 3) "Zuversicht" war eines der Losungsworte der neuen Regierung nach der Wende. Ist bis da- hin von CDU-Politikern Utopie ausschließlich mit Totalitarismus identifiziert worden, 4) so bemühen sich konservative Theoretiker neuerdings eher, den Zukunftsimpuls der Utopie aus seinem bishe- rigen politischen Kontext herauszulösen: als technokratische Vi- sion, deren Realisierung nur unter Beibehaltung und Stabilisie- rung bestehender Herrschaftsverhältnisse gefahrlos realisiert werden könne. Stilbildend wirken hier die von der baden-württem- bergischen Landesregierung veranstalteten "Zukunftskongresse", besonders aber der Bericht der Kommission "Zukunftsperspektiven gesellschaftlicher Entwicklungen" vom November 1983. 5) Der Zu- kunfts-"Diskurs" ist inzwischen auch von der SPD aufgenommen, 6) doch paßt dies in das herkömmliche Selbstbild dieser Partei, von dem Helmut Schmidts ausschließliche Gegenwartsbezogenheit eher abstach. In der Union dagegen war offensichtlich eine erhebliche Umstel- lung notwendig, bis sie sich als eine "Partei der Zukunft" dar- stellen konnte. Die innerparteiliche "Wende" wird häufig auf das Jahr 1973 datiert, als Helmut Kohl Bundesvorsitzender und Kurt H. Biedenkopf Generalsekretär wurde. Für diese zeitliche Festlegung spricht einiges. Der Machtverlust 1969 war von der CDU/CSU zunächst eher als ein zwischenzeitliches Malheur betrachtet worden, das kurzfristig - durch scharfe parla- mentarische Opposition, konstruktives Mißtrauensvotum, vorgezo- gene Neuwahlen, allenfalls aber bei den nächsten, für 1973 zu er- wartenden turnusmäßigen Wahlen - korrigiert werden mußte. Folge- richtig wurde nun die Fraktion mit dem Oppositionsführer Rainer Barzel zum eigentlichen Leitungsorgan der Partei. Sie ersetzte insofern das Bundeskanzleramt, von dem aus bis dahin die Partei praktisch geführt worden war. 7) Nach wie vor war die Union orga- nisatorisch unterentwickelt. Erst als sie sich nach der Wahlnie- derlage von 1972 auf eine längere Oppositionszeit einstellen mußte, kamen die Kräfte zum Durchbruch, die schon seit langem - seit Ende der fünfziger Jahre - eine Parteireform gefordert hat- ten. Der neue Generalsekretär Biedenkopf löste dieses Problem er- staunlich schnell: Die Mitgliederzahlen gingen rasch in die Höhe; die Partei erhielt nun einen stabilen Unterbau, insbesondere auf der Ebene der hauptamtlich geleiteten Kreisgeschäftsstellen. Gleichzeitig wurde die konzeptionelle Arbeit vorangetrieben. Alle bisherigen Parteiprogramme der CDU waren im Grunde nur Wahlplatt- formen gewesen, ein ausgearbeitetes Programm erhielt die Partei erst 1978. Ein wichtiges Zwischenergebnis war bereits die "Mannheimer Erklärung" von 1975, in welcher die "Neue Soziale Frage" proklamiert wurde. Die ideologische Arbeit hatte zugleich in hohem Maße organisier- ten Charakter. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Helmut Kohl, hatte seit Ende der sechziger Jahre einen Stab von Intel- lektuellen zusammengezogen, dessen Anteil an der Erstellung neuer Konzepte den Beitrag Biedenkopfs selbst deutlich übersteigt. Ne- ben Heiner Geißler sind hier zu nennen: Ulf Fink, von 1977 bis 1979 Leiter der Hauptabteilung Politik in der CDU-Bundesge- schäftsstelle, 1979-1981 Bundesgeschäftsführer, seit 1981 Senator für Gesundheit, Soziales und Familie in Westberlin; Warnfried Dettling, 1973-1981 Leiter der Planungsgruppe, 1981-1983 der Hauptabteilung Politik in der CDU-Geschäftsstelle, ab 1983 im Geißler-Ministerium. 8) Der konzeptionelle Neubeginn beschränkte sich auf die CDU, die Christlich-Soziale Union in Bayern hat keinen Anteil daran. Diese hatte ihre organisatorisch-ideologische Erneuerung bereits in den fünfziger und sechziger Jahren absolviert. Nachdem sie 1954 für drei Jahre innerhalb der Landespolitik in die Opposition gedrängt worden war, hatte sie sich von einer Honoratiorenpartei zur "Massen- und Apparatpartei modernen Typs" 9) umgestaltet. Ab 1957 stellte sie mit Hanns Seidel, dann Alfons Goppel, wieder den Mi- nisterpräsidenten. Hier begann sie Anfang der sechziger Jahre "eine wirtschaftspolitisch orientierte Planung der staatlichen Haushaltsmittel und die Entwicklung eines staatlichen konjunktu- rellen Instrumentariums", 10) die auf Bundesebene erst in der Großen Koalition zum Tragen kamen. Eine eigenständige konzeptio- nelle Anstrengung auf außenpolitischem Gebiet war Franz Josef Strauß' Buch "Entwurf für Europa" (1966). Danach gingen von der CSU keine ideologischen Impulse mehr aus. 2. Fortsetzung des Konzepts der "Formierten Gesellschaft" --------------------------------------------------------- Bereits Ende der fünfziger Jahre hatte sich die CDU um eine kon- zeptionelle Erneuerung bemüht. Rainer Barzel plädierte für eine Aktivierung des "C"-Elements. 11) Doch die Partei blieb in der Schlußphase der Adenauer-Zeit auf die Machtverwaltung beschränkt. Ihre konzeptionelle Hilflosigkeit unter Barzel, ihre Uneinigkeit auf dem ostpolitischen Feld 1969 ff. ebenso wie die Geschwindig- keit der Erneuerung nach 1973 ließen bis heute meist übersehen, daß die Versuche von Biedenkopf und Geißler keineswegs auf völli- gem Neuland erfolgten, sondern auf einen schon relativ ausgear- beiteten Ansatz der sechziger Jahre zurückgreifen konnten: Ludwig Erhards Vorschläge für die "Formierte Gesellschaft". 12) Erstmals 1964 hatte der damalige Kanzler eine Unterordnung der Verbände unter ein politisches Führungskonzept zugunsten "gemeinwohl"-ori- entierter Projekte gefordert. Zunächst Erhards Sturz 1966, dann der Regierungswechsel 1969 haben die Tatsache verdeckt, daß die- ses Modell für die Union zukunftsweisend wurde. Tatsächlich aber ist gerade die Große Koalition 1966-1969 mit der Konzertierten Aktion die ersten Schritte zur Verwirklichung des Erhardschen Konzepts gegangen. 13) Erst mit der Durchbrechung der Lohnleitli- nien in den Septemberstreiks 1969 ist es vorerst gescheitert. War bis dahin die Konzertierte Aktion als autoritäres Führungsinstru- ment konzipiert (nicht zufällig hatte die gleiche Koalition die Notstandsverfassung verabschiedet), so transformierte sie sich jetzt zu einem korporatistischen 14) Organ des "liberalen" und "sozialen" Typus. Hiergegen richtete sich in der Folgezeit die immer heftiger werdende Kritik der Union. Eineinhalb Monate nach den Septemberstreiks, am 30. Oktober 1969, klagte Hans Katzer in einer Bundestagsrede die Verwirklichung eines Elements der "Formierten Gesellschaft" ein, das er in der Großen Koalition be- reits gut aufgehoben sah und das später in der "Neuen Sozialen Frage" eine zentrale Stelle erhielt: die Durchsetzung der Inter- essen sozialer Schichten, "die nicht durch organisierte Interes- sengruppen abgedeckt werden, die sich in aller Regel gut selbst helfen können." 15) Dieses Motiv ist sehr alt, durchaus interpretationsfähig und va- riationsreich. Grundsätzlich antipluralistisch, richtet es sich seit den Diskussionen der Weimarer Republik gegen die Gewerk- schaften. Dies gilt ebenfalls für Eschenburgs Schrift "Herrschaft der Verbände?" aus den fünfziger Jahren. Immerhin ist es auch als Aufforderung zur zusätzlichen sozialpolitischen Intervention des Staates, welche die Tarifautonomie nicht angreift, sondern in Be- reichen ergänzend einspringt, die durch die organisierte Interes- senvertretung nicht erreicht werden, denkbar. In aller Praxis dient diese harmlose Variante lediglich als Vorwand für prinzi- pielle Angriffe auf die Gewerkschaften: Die politische Führung des Staates solle der organisierten Interessenvertretung vorange- hen und sie letztlich ersetzen. Eine solche Argumentation findet sich breit entfaltet in Kurt Biedenkopfs Schrift "Fortschritt in Freiheit" von 1974. 16) Sie greift das Erhardsche Konzept der "Formierten Gesellschaft" wie- der auf, berücksichtigt aber das in der Periode relativ starker Eigenaktivität und politischer Wirksamkeit der Gewerkschaften 1969-1973 zunächst nach links verschobene gesellschaftspolitische Kräfteverhältnis. Veränderung gegebener Tatsachen durch ihre einstweilige Anerken- nung - so könnte die Taktik, die in diesem Buch vorgeschlagen wird, charakterisiert werden. Biedenkopf geht davon aus, daß Li- beralismus und Sozialismus ihren historischen Auftrag erfüllt und sich insofern überlebt hätten. 17) Die Aufgabe, "die gesell- schaftlichen Gleichgewichte zu stabilisieren und das Ganze auf die Aufgabe vorzubereiten, die es zu bewältigen gilt", müsse jetzt durch mehr politische Führung erfüllt werden. 18) Der poli- tische Auftrag laute: Erhaltung des kapitalistischen Systems in parlamentarischen Formen unter der Bedingung abnehmender und be- drohter Ressourcen, verlangsamten Wachstums und ideologischer Po- larisierung. 19) Biedenkopf arbeitet damit die konservativ-auto- ritäre Seite des Konzepts der "Formierten Gesellschaft" stärker heraus, die bei Erhards ideologischen Zuarbeitern - etwa Rüdiger Altmann - angelegt. von diesem selbst allerdings vernachlässigt worden war. Dämpfung des Verbandseinflusses nimmt dabei eine zen- trale Stellung ein. 3. Die Neue Soziale Frage ------------------------- "Unter Solidarität verstehe ich das christliche Prinzip der Ge- meinschaft". 20) "Eng verbunden mit unserem Verständnis von Soli- darität ist das Prinzip der Subsidiarität." 21) Mit diesen Be- kenntnissen hatte bereits Biedenkopf die von ihm vorgeschlagene Neuauflage der "Formierten Gesellschaft" mit Elementen der katho- lischen Soziallehre zu verbinden gesucht. Das mag in gewisser Weise auch parteiinterne taktische Gründe haben, denn diese Be- griffe machen kein notwendiges Element seines Konzepts aus. In diesem Punkt brachte der Wechsel im Amt des Generalsekretärs von Biedenkopf zu Geißler (1977) einen wichtigen Einschnitt: Das Sub- sidiaritätsprinzip gewann an Gewicht. Allerdings war der Übergang nicht abrupt. Die "Neue Soziale Frage" wurde bereits in der "Mannheimer Erklärung" 22) 1975 proklamiert. Personelle Kontinui- tät garantierte u. a. auch Dettling, welcher ja schon seit 1973 der Bundesgeschäftsstelle angehörte. Vor allem über ihn kam neben dem Subsidiaritätsprinzip ein zweites Theorem nunmehr in das Zen- trum der CDU-Konzeptionen: die Rezeption der These Jean Foura- sties von der "Dienstleistungsgesellschaft". 23) Druck der Ver- bände wirke in ihr besonders verheerend. Diesen gegenüber müsse die Führungsfähigkeit der Politik wiederhergestellt werden. Ein Mittel dazu ist die Ersetzung von Interessenvertretungs-Monopolen durch "mehr Markt" auch in diesem Bereich und die genauere Regu- lierung innerverbandlicher Willensbildungsprozesse bis an die Grenze eines Verbändegesetzes. Erst dadurch werde die angemessene Berücksichtigung nichtor-ganisierter Interessen möglich. Die "Mannheimer Erklärung" verbindet das Theorem von der "nachindustriellen Dienstleistungsgesellschaft" 24) mit der For- derung nach dem starken Staat - insbesondere in ihren Ausführun- gen zur Äußeren und Inneren Sicherheit - und mit dem Subsidiari- tätsprinzip. Ausgangspunkt ist die These, daß die westeuropäi- schen Gesellschaften inzwischen ihre außen- und sicherheitspoli- tischen Interessen vernachlässigt hätten: "Ihr tatsächlicher Auf- wand für außen- und sicherheitspolitische Aufgaben steht in kei- nem angemessenen Verhältnis mehr zur außenpolitischen Verantwor- tung und zum sicherheitspolitischen Risiko Westeuropas." 25) Die angemessene, das heißt: gesteigerte Rüstungsfinanzierung erfor- dert einen gesellschaftspolitischen Umbau durch Entlastung des Staates von seinen bisher übernommenen sozialpolitischen Aufga- ben, die nunmehr von subsidiären Systemen: Freie Träger, Familie, übernommen werden sollten. Da die extensive staatliche Sozialpo- litik bislang vor allem auf Druck der großen Verbände reagierte, entstand dabei zugleich die "Neue Soziale Frage" für "die Schwa- chen und Bedürftigen in unserer Gesellschaft. Zu ihnen gehören die Nichterwerbstätigen, alte Menschen, Kinder, Behinderte und Alleinstehende. Ihre Bedürfnisse sind bisher vernachlässigt wor- den." 26) Dieses Defizit soll allerdings nicht in erster Linie durch höhe- ren Aufwand staatlicher Gelder und den Ausbau öffentlicher Dienstleistungssysteme behoben werden, sondern durch Anreiz zur Selbst- und unbezahlten Nächstenhilfe, etwa im Bereich der Nach- barschaft und durch innerfamiliären Beistand zwischen den Genera- tionen. "Der Staat soll im wirtschaftlichen Bereich grundsätzlich nicht selbst investieren." 27) Mehr noch: Seine Dienstleistungen müssen z.B. durch "energische Rationalisierung von Bundesbahn und Bundespost unter Einschluß der Beseitigung überholter Vergünsti- gungen" 28) weiter eingeschränkt werden. Der Umbau unter dem Druck der "Neuen Sozialen Frage" setzt insge- samt eine Reduzierung der Instrumente voraus, mit denen die "Alte Soziale Frage" bislang durchgekämpft und nach Auffassung der CDU auch inzwischen gelöst wurde: "Die Mächtigen in unserer Gesell- schaft sind heute nicht mehr allein die Kapitaleigner, sondern Kapitaleigner und Arbeitnehmer zusammen. Kapitaleigner und Ar- beitnehmer sind heute in mächtigen Verbänden organisiert, die nicht nur die jeweiligen Sonderinteressen ihrer Mitglieder gegen- über der anderen Seite durchzusetzen versuchen, sondern die ebenso wirkungsvoll ihre Sonderinteressen gegenüber den nichtor- ganisierten Bevölkerungsgruppen behaupten. Die Nichtorganisier- ten, alte Menschen, Mütter mit Kindern, oder die nicht mehr Ar- beitsfähigen, sind den organisierten Verbänden in aller Regel un- terlegen. Hier stellt sich die Neue Soziale Frage." 29) Die Zu- rückdämmung insbesondere des Gewerkschaftseinflusses firmiert als "Einordnung der autonomen Gruppen und Verbände in das gesell- schaftliche Ganze und Gemeinwohl." 30) Damit ist der Bogen zur "Formierten Gesellschaft" geschlagen, wiederum, wie bereits bei Biedenkopf, unter Herausarbeitung spezifisch politischer Kompo- nenten: Die "Mannheimer Erklärung" konstatiert "höhere Anforde- rungen an die Fähigkeit zu führen". 31) Gegenüber dem Dokument von 1975 bringt das Grundsatzprogramm von 1978 32) kaum noch etwas Neues. In der "Mannheimer Erklärung" sind alle seine zentralen Aussagen schon versammelt. Sie werden jetzt breiter ausgestaltet, zugleich aber zuweilen mit Kompromiß- möglichkeiten ausgestattet: Z.B. wird einerseits die Funktion der Frau zentral in der Familie gesehen, andererseits dem Vater die ersatzweise Übernahme von Aufgaben eingeräumt, die bislang der Mutter vorbehalten waren, 33) zugleich "Partnerschaft zwischen Mann und Frau über den Bereich von Ehe und Familie hinaus auch in der Arbeitswelt sowie im gesellschaftlichen Raum" 34) verlangt. Die programmatische Arbeit der CDU 1973-1978 war niemals nur nach innen gerichtet, sondern begleitet von intensiver Porpagandatä- tigkeit. Hierbei erzielte vor allem der Vorsitzende der Programm- kommission, Richard von Weizsäcker, große Wirkung. Seine 1983 ge- sammelt publizierten Reden und Aufsätze aus zwei Jahrzehnten ent- halten in ihren jüngeren Teilen sämtliche Momente der während der siebziger Jahre entwickelten CDU-Programmatik. 35) Während seiner Zeit als Regierender Bürgermeister von Westberlin und darüber hinaus wurde durch Fink eine Sozialpolitik des Subsidiaritäts- prinzips zwar nicht durchgesetzt, aber an Einzelprojekten demon- striert. 36) 4. Die technokratische Vision ----------------------------- Die Fragestellungen des Späth-Berichts 37) greifen in mehreren Punkten über das Grundsatzprogramm hinaus. Wurde dort Zerschla- gung der Verbandsmacht g e f o r d e r t, ohne daß die Gewerk- schaften dabei isoliert genannt worden sind, so wird eine Ent- machtung organisierter Interessenvertretung der Lohnabhängigen hier p r o g n o s t i z i e r t: durch Computerisierung. Sub- sidiäre Systeme müssen jetzt nicht so sehr wiederbelebt werden, sie sind schon da: in der Schattenwirtschaft. 38) Politische Füh- rung wird - anders als in den Verlautbarungen der siebziger Jahre - nicht als ein Desiderat dargestellt, sie ist ersetzt durch einen real ablaufenden Prozeß, der gleichsam naturwüchsig in die moderne "Informationsgesellschaft" führt. Verlangt wird jetzt nicht mehr der fast schon gewaltsam anmutende Umbau durch Bekämp- fung der Verbände und Umverteilung staatlicher Mittel, sondern "Deregulierung" und Förderung der "Akzeptanz": Die neue, mittel- ständisch geprägte Gesellschaft jenseits der alten Klassen exi- stiert bereits, sie muß durch den Abbau juristischer Hemmnisse - vor allem auf dem Gebiet des Arbeitsrechts - nur noch freigesetzt werden. Akzeptanz ist erreichbar durch Einbeziehung geschwächter und dadurch auch besonders kooperationsgeneigter Gewerkschaften 39) sowie durch die plebiszitäre Mobilisierung einer technokra- tisch geprägten "neuen Mittelklasse" mit ihrer formal höheren Bildung. 40) Auf sie vor allem sind die zunächst überraschend an- mutenden Vorschläge zur Erweiterung der außerparlamentarischen Mitwirkungsmöglichkeiten zwecks Deckung des "Innovationsbedarfs der Parteienregierung" 41) zugeschnitten. Der Vergleich mit dem harten Kampf Filbingers gegen die Rechte der Bürgerinitiativen im Zeichen der Inneren Sicherheit macht einen Paradigmawechsel sichtbar. Die Neuorientierung hin auf eine Senkung der Arbeitsko- sten, also eine Frage der "Industrial-Relations" im engeren Sinne, rangiert gegenüber der "Mannheimer Erklärung" und dem Grundsatzprogramm vor der Minderung der wirtschaftlichen Staat- stätigkeit, gleichwohl bleibt dieses Ziel auch im Späth-Bericht erhalten. Nicht die hohen Kosten der Äußeren Sicherheit, sondern die Weltmarktkonkurrenz ist hier Anlaß der Umbau-Vorstellungen. 42) In Baden-Württemberg wurde die Öffnung der Hochschulen für Dritt- mittel so energisch vorangetrieben wie sonst nur in Westberlin. Diese Technologiepolitik dient inzwischen als Modell für sozial- demokratische Nachahmungsversuche, z. B. in Nordrhein-Westfalen. Immerhin ist im Umfeld der CDU leiser Widerspruch vernehmbar. So weckt die Etablierung einer Schiene Staat-Großindustrie mit An- forderungen an die Hochschulen in der Forschungspolitik Bedenken, ob hier nicht die Autonomie der Universitäten verletzt werde. Dieser Einwand, bislang am deutlichsten artikuliert vom Präsiden- ten der Universität Tübingen, Theis, führte allerdings nicht zu einem Gegenkonzept, sondern allenfalls zu dem Versuch, dem auf Landesebene etablierten Technologieprogramm eine lokale Konkur- renz, die auf der Kooperation zwischen einer Hochschule und der umliegenden Industrie beruht, entgegenzustellen. Späths Politik enthält - obwohl mit der Schwächung der Gewerk- schaften operierend - korporatistische Züge, was Mißtrauen der reinen Wirtschaftsliberalen auslöst. Der Vorschlag des Kommissi- onsberichts, die Innovationskraft von "Existenzgründungen" zu nutzen, verbindet sich mit der Vision einer neuen mittelständi- schen Industrie als eines stabilen Wirtschaftsfaktors. Real scheinen die so aus der "Schattenwirtschaft" auftauchenden Kleinstbetriebe jedoch nur eine Pilotfunktion für die Großindu- strie zu haben. Ihre "Eliten" werden von dieser integriert, die Mehrheit scheitert. Als mittelfristiges Resultat bleibt eine er- höhte Flexibilität der Großunternehmen, denen im Bericht "Zukunftsperspektiven gesellschaftlicher Entwicklungen" Unbeweg- lichkeit vorgeworfen wurde. Wenn Lothar Späth deutlich für das SDI-Programm votierte, so spiegelte sich darin offensichtlich (auch angesichts unklarer Arbeitsplatzperspektiven der Autoindu- strie und ihrer Zulieferer vor einer neuen Rationalisierungs- welle) eine Verunsicherung über die Chancen des bisherigen Pro- duktionsprofils des Bundeslandes Baden-Württemberg. Auf dem Essener Parteitag der CDU 1985 drangen erstmals Elemente des Späth-Berichts in die allgemeine Programmatik dieser Partei ein: in den "Leitsätzen der CDU für eine neue Partnerschaft zwi- schen Mann und Frau". 43) Für die Sozialausschüsse hatte Norbert Blüm bisher die wachsende Arbeitslosigkeit zu einer Propagierung patriarchalischer Familienstrukturen instrumentalisiert: Abbau des "Doppelverdienertums", Übernahme traditioneller Versorgungs- funktionen durch die aus dem Erwerbsleben ausscheidende oder nur noch teilzeitarbeitende Ehefrau. 44) Dies setzt ein genügend ho- hes Einkommen des Mannes voraus. Die von der Späth-Kommission an- visierte Trennung von Arbeit und Fabrik, die Möglichkeit der Heimarbeit am Computer sowie die Tatsache, daß die Arbeitslosig- keit beide Ehepartner erfassen kann, schließlich auch die stän- dige Reallohnsenkung seit 1980, welche die Reproduktion allein über den Arbeitslohn des Ehemannes zunehmend angreift: All dies erfordert eine Revision klerikal und kulturkonservativ vorgegebe- ner Familienvorstellungen. In den "Leitsätzen" wird - noch sehr vorsichtig und mit vielen absichernden Kompromissen - ein neues Bild der zukünftigen Familie entworfen: nicht mehr der vollver- dienende Ehemann und die nichtberufstätige Ehefrau, welche die Kinder und deren Großeltern versorgt bzw. sich von diesen in der Kinderbetreuung entlasten läßt und dafür Nachbarschaftsdienste leistet, sondern: die Wohnung zugleich als Heimarbeitsplatz, den sich Mann und Frau teilen. 5. Ostpolitische Zukunftsüberlegungen ------------------------------------- Die zeitweilige Bedeutungsminderung der Unionsparteien begann in dem Moment, als ihre kurzfristigen ostpolitischen Ziele von der sich herausbildenden neuen Variante der US-amerikanischen Außen- politik unter Kennedy zu divergieren begann. Der "deutsche Gaul- lismus" Adenauers und Strauß', am geschlossensten im "Entwurf für Europa" vorgetragen, war der Versuch, sich vom US-amerikanischen Anteil an der Entspannungspolitik abzukoppeln. Außenminister Schröder unternahm dagegen - in einer gewissen Nähe zu Positio- nen, wie sie in der SPD damals Egon Bahr entwickelte - erste Schritte, um eine zusätzliche Bewegungsfreiheit in der Bundesre- publik gerade durch Anerkennung des neuen Kurses der Vereinigten Staaten zu gewinnen. Die daraus resultierende Staatsräson einer "mittleren Macht" ist programmatisch in Waldemar Bessons Buch "Die Außenpolitik der Bundesrepublik. Erfahrungen und Maßstäbe" (1970) fixiert worden. 45) Dafür war in der Union zunächst keine Mehrheit zu gewinnen. Dies erklärt auf außenpolitischem Gebiet das Scheitern Kiesingers und Barzels. Daß Schröders und Bessons Vorschlag noch nicht einmal bei den "Atlantikern" durchgehend vertreten wurde, belegt ein 1983 erschienener Erinnerungsband von Kurt Birrenbach. 46) Er zeichnet nach, wie er von 1961 bis 1973 bei allen auch die Deutschlandfrage betreffenden wichtigen Wen- dungen der internationalen Politik in "Sondermissionen" den Ver- such unternahm, für den alten Standpunkt aus der Ära Adenauer/Brentano noch Unterstützung in den USA zu organisieren. Biedenkopf konstatierte 1974. im Zuge der Entspannungspolitik hätten sich "in der Welt neue Kraftzentren entwickelt, die nicht mehr ohne weiteres den Einflußsphären der Vereinigten Staaten zu- gerechnet werden können." 47) Ein Versuch, Bessons Konzept der "mittleren Macht" mit dem schon halbvergessenen, den Intentionen Charles de Gaulles niemals ent- sprechenden "deutschen Gaullismus" von Adenauer und Strauß zu kombinieren, läge dann nahe. Diese Perspektive ist in der CDU/CSU bislang nicht zu einem eigenständigen Konzept weiterentwickelt worden, im Gegenteil: Mit der unbedingten Ankoppelung an die US- amerikanische Politik der Raketenstationierung verzichtete die Bundesregierung auf den Ausbau dieser möglichen zweiten Variante, die gegenwärtig eher von sozialdemokratischer Seite, in Glotz' Vorschlag einer "Auflösung des alt-atlantischen Kartells", ver- treten wird. Der SPD-Bundesgeschäftsführer verwies selbst auf Parallelen zwischen seinen Vorstellungen und denen Biedenkopfs. Dieser hat seinen Ansatz bislang in erster Linie als Kritik for- muliert, indem er der Bundesregierung vorwarf, ihre Politik der Raketenstationierung habe keine "Akzeptanz". 48) Dennoch ist kei- neswegs sicher, daß die Entwicklung einer "europäischen" Militär- politik ein sozialdemokratisches bzw. französisches Monopol bleibt. Die gegenwärtige SDI-Diskussion könnte in der Union einen Paradigmawechsel vorbereiten, der nun allerdings kein Angebot an die Friedensbewegung sein muß, sondern die Betonung größerer westdeutscher und westeuropäischer Eigenständigkeit mit einer durchaus aggressiveren Ostpolitik zu verbinden vermag. 6. Hemmnisse und Widersprüche ----------------------------- Die "Mannheimer Erklärung" und das Grundsatzprogramm sollten die Wende vorbereiten, der Späth-Bericht setzt sie voraus, ohne daß sie tatsächlich schon vollzogen wäre. Das Dilemma, in welches die Union dadurch gerät, wird in der Polemik Strauß' gegen die Bun- desregierung, in kritischen Kommentaren der "Frankfurter Allge- meinen Zeitung" und aus Wirtschaftskreisen artikuliert: Sie be- klagen das Fehlen von "Führung" und eines qualitativen gesell- schaftspolitischen Umschwungs. Tatsächlich würde ja eine wirkli- che Wende die Revision sozialstaatlicher Maßnahmen mit sich brin- gen, welche seit Mitte der fünfziger Jahre nicht nur von SPD und Gewerkschaften, sondern auch von der CDU auf vielen Gebieten vor- angetrieben wurden. Gerade diesen Bruch mit der eigenen Vergan- genheit fordert Hans-Peter Schwarz, welcher als Wissenschaftler am historischen Selbstverständnis der Union arbeitet, in seiner Kritik an der Adenauerschen Rentenreform 49) und an den Agrarsub- ventionen: Er spricht von "Gefälligkeitsdemokratie". 50) Eine "Wende" stellt zugleich ein innerparteiliches Problem der CDU dar, genauer: Sie belastet ihre Beziehungen zu Wählern, die sie als Volkspartei und nicht als ausschließlich kapitalistische Klassenpartei gewonnen hat. "Volkspartei" ist eben nicht nur ein demagogisch aufgeklebtes Etikett. In diesem Selbstverständnis sowohl von SPD als auch von CDU/CSU spiegelt sich ein über die Parteigrenzen hinwegreichender sozialpolitischer Konsens aus der Prosperitätsperiode der Bundesrepublik. Die Gemeinsamkeit auf dieser Basis geht am weitesten in der Landespolitik. 51) Ihre Aufkündigung wird gegenwärtig von Politikern betrieben, in deren regionalen CDU-Verbänden die interklassistische Tradition am we- nigsten verankert ist, und die Union in den Anfangsjahren nach 1945 konzeptionell weitgehend mit der FDP übereinstimmte, 52) vor allem aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der Späth-Bericht versucht die - wahrscheinlich noch zu optimi- stisch eingeschätzten - Entwicklungsperspektiven eines exzeptio- nell florierenden Bundeslandes zu verallgemeinern, was wohl kaum möglich ist. Das Subsidiaritätsprinzip ist allenfalls geeignet, die Belegzahl in öffentlichen Altersheimen zu senken und die Il- lusion zu erwecken, der Pflegebedarf könne ersatzweise durch Schattenwirtschaft und Familie gedeckt werden. Ein Konzept für die Transformation ganzer Industrielandschaften ist dies aber nicht. Große Schwierigkeiten hat die CDU gegenwärtig deshalb gerade in zwei Regionen, in denen sie in der Vergangenheit ihren Volks- parteicharakter am deutlichsten herausgebildet hatte, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Eine andere Variante des Volkspartei- konzepts stellt die Christlich-Soziale Union in Bayern dar. Im Unterschied zu den Gebieten der Montanindustrie hat dies dort keine auch-gewerkschaftliche Grundlage (die Sozialausschüsse wa- ren dort immer schwach, zeitweilig sogar nicht existent), außer- dem stützt es sich dort gegenwärtig noch auf eine regionale Pro- speritätsformel. Beide Voraussetzungen stellen Ausnahmen dar und garantieren der Christlich-Sozialen Union keine bundesweite Füh- rungsfähigkeit. _____ 1) Buchhaas, Dorothee: Die Volkspartei. Programmatische Entwick- lung der CDU 1950-1973, Düsseldorf 1981,8. 317. 2) Ebd., S. 311. 3) Hofmann, Klaus: Helmut Kohl. Kanzler des Vertrauens. Eine po- litische Biographie, Stuttgart 1984, S. 13, 16, 99; Deppe, Frank: Ende oder Zukunft der Arbeiterbewegung? Gewerkschaftspolitik nach der Wende. Eine kritische Bestandsaufnahme, Köln 1984, S. 87. 4) Z.B. Wallmann, Walter: Humanismus und Utopie. In: ders.: Der Preis des Fortschritts. Beiträge zur politischen Kultur, Stutt- gart 1983, S. 14-19, vor allem S. 15, 17. 5) Zukunftsperspektiven gesellschaftlicher Entwicklungen. Bericht der Kommission "Zukunftsperspektiven gesellschaftlicher Entwick- lungen", erstellt im Auftrag der Landesregierung von Baden-Würt- temberg, November 1983, Stuttgart 1983. 6) Glotz, Peter: Die Arbeit der Zuspitzung. Über die Organisation einer regierungsfähigen Linken, West-Berlin 1984. 7) Pridham, Geoffrey: Christian Democracy in Western Germany. The CDU/CSU in Government and Opposition, London 1977, S. 188 ff. 8) Naumann, Klaus: Das Rohe und das Vorgekaute. Zur Ideenpolitik im geistigen Umfeld des Bundeskanzlers und zu einigen Problemen bei ihrer Wahrnehmung. Unveröffentlichtes Typoskript 1984, S. 5. 9) Mintzel, Alf: Die CSU. Anatomie einer konservativen Partei 1945-1972, Opladen 1975, S. 67 ff. 10) Ebd., S. 280. 11) Buchhaas, S. 205 ff. 12) Hierzu siehe: Opitz, Reinhard: Der große Plan der CDU: die "Formierte Gesellschaft". In: Blätter für deutsche und interna- tionale Politik, 1965, S. 750-777. 13) Schmidt, Ute: Die Christlich-Demokratische Union Deutsch- lands. In: Stoß, Richard (Hrsg.): Parteien-Handbuch. Die Parteien in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1980. Band I: AUD bis EFP, Opladen 1983, S. 490-660, hier: S. 549. 14) Alemann, Ulrich (Hrsg.): Neokorporatismus, Frankfurt/New York 1981. 15) Deutscher Bundestag, 6. Wahlperiode, 7. Sitzung, Bonn, Don- nerstag, den 30. Oktober 1969. S. 203. 16) Biedenkopf, Kurt H.: Fortschritt in Freiheit. Umrisse einer politischen Strategie, München, Zürich 1974. Hierzu vgl. Deppe, Frank: Ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Anmerkungen zu Kurt H. Biedenkopfs "Fortschritt in Freiheit". In: Blätter für deutsche und internationale Politik, 1975, S. 1034-1040. 17) Biedenkopf, S. 103, 112. 18) Ebd., S. 120. 19) Ebd., S. 124. 20) Ebd., S. 140. 21) Ebd., S. 144. 22) Unsere Politik für Deutschland. Mannheimer Erklärung. In: 23. Bundesparteitag der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands. Niederschrift, Mannheim, 23.-25. Juni 1975, Bonn, o.J. 23) Dettling, Warnfried u. Philipp Herder-Dorneich, Paul Keven- hörster, Georg Adenauer, Christian H. Hoffmann, Helmut Stahl: Die Neue Soziale Frage und die Zukunft der Demokratie, 2. Aufl., Mün- chen und Wien 1977, S. 65 ff. 24) Unsere Politik für Deutschland. Mannheimer Erklärung, a.a.O., S. 28. 25) Ebd., S. 5. 26) Ebd., S. 4. 27) Ebd., S. 28. 28) Ebd., S. 29. 29) Ebd., S. 31. 30) Ebd., S. 35. 31) Ebd., S. 12. 32) Grundsatzprogramm der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands. Verabschiedet auf dem 26. Bundesparteitag. Ludwigs- hafen, 23.-25. Oktober 1978. In: 26. Bundesparteitag der Christ- lich-Demokratischen Union Deutschlands. Niederschrift. Ludwigsha- fen, 23.-25. Oktober 1978, Bonn o. J., Anhang I. 33) Ebd., S. 10. 34) Ebd., S. 42. 35) Weizsäcker, Richard von: Die deutsche Geschichte geht weiter, West-Berlin 1983. 36) Fink, Ulf: Keine Angst vor Alternativen. Ein Minister wagt sich in die Szene, Freiburg im Breisgau 1983. 37) Zum Späth-Bericht vgl. Krysmanski, Hans-Jürgen: Zukunftsmy- then des Späth-Kapitalismus. In: Blätter für deutsche und inter- nationale Politik, 7/1984, S. 806-820; Naumann, Klaus: "Modell deutscher Möglichkeiten?" Späth-Politik in Baden-Württemberg. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 7/1985, S. 855- 872. 38) Zukunftsperspektiven gesellschaftlicher Entwicklungen, a.a.O., S. 134 ff. 39) Ebd., S. 184. 40) Ebd., S. 51. 41) Ebd., S. 45. 42) Ebd., S. 155. 43) Die neue Partnerschaft. Frauen in Beruf, Familie und Politik. 33. Bundesparteitag, 19.-22. März, Essen, Leitsätze der CDU für eine neue Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Vervielfältigtes Typoskript. 44) Vgl. u.a. Blüm, Norbert: Die Arbeit geht weiter. Zur Krise der Erwerbsgesellschaft, München 1983. 45) Besson, Waldemar: Die Außenpolitik der Bundesrepublik. Erfah- rungen und Maßstäbe, München 1970. 46) Birrenbach, Kurt: Meine Sondermissionen. Rückblick auf zwei Jahrzehnte bundesdeutscher Außenpolitik. Düsseldorf und Wien 1983. 47) Biedenkopf, a.a.O., S. 228. 48) Biedenkopf, Kurt: Die Akzeptanz einer Friedenssicherung mit Waffen. In: Würzbach, Peter-Kurt: Die Atomschwelle heben. Moderne Friedenssicherung für übermorgen. Koblenz 1983, S. 53-69. 49) Schwarz, Hans-Peter: Die Ära Adenauer. Gründerjahre der Repu- blik 1949-1957, Stuttgart und Wiesbaden 1981, S. 336. 50) Ders.: Die Ära Adenauer. Epochenwechsel 1957-1963, Stuttgart und Wiesbaden 1983, S. 175. 51) Schmidt, Manfred G.: CDU und SPD an der Regierung, Ein Ver- gleich ihrer Politik in den Ländern, Frankfurt/New York 1980. 52) Zu den Anfangsjahren der Union unter diesem Aspekt vgl. Gur- land, A.R.L.: Die CDU/CSU. Ursprünge und Entwicklung bis 1953, Frankfurt/M. 1980. zurück