Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 12/1987
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DIE "LONDONER HEFTE 1850-1853" IN DER ENTWICKLUNG
DER POLITISCHEN ÖKONOMIE VON KARL MARX
Wolfgang Jahn
1. Der Lesesaal als Hauptkampfplatz - 2. Die 24 Exzerpthefte -
2.1 Krisenzyklus, Währungsstreit und die Kommentare "Bullion" und
"Reflection" - 2.2 Erste Zweifel an Ricardo - 2.3 Zur Lage der
Arbeiter. Bevölkerungsgesetz, Nahrungsmittel, Technik - 2.4 Sit-
tengeschichte, Städtebau, Kolonialverwaltung usw. - 3. Ein mehr-
stufiger Forschungsprozeß - 4. Der Plan der sechs Bücher
Die Londoner Hefte, in denen Marx seine Exzerpte niederlegte,
fertigte er bei einem außerordentlich gewissenhaften Studium der
politischen Ökonomie in den Jahren 1850-1853 an. Sie werden erst-
malig in den MEGA-Bänden IV, 7 bis IV, 11 vollständig veröffent-
licht. Im Auftrag der Herausgeber hat eine Forschungsgruppe der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bereits die Bände IV,
7 und IV, 8 gedruckt vorgelegt; die restlichen drei Bände befin-
den sich in Arbeit.
Die Londoner Hefte 1850-1853 dokumentieren eine wichtige Etappe
des Marxschen Forschungsprozesses. Sie bilden die unmittelbare
Materialgrundlage, auf deren Verallgemeinerung gestützt Marx die
großen Entdeckungen im ersten Entwurf des "Kapitals", den
"Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie" von 1857/58
machte, und auf die er bis an sein Lebensende als Wissensspeicher
zurückgriff. Die Londoner Hefte 1850-1853 sind inzwischen selbst
zum speziellen Gegenstand der Marx-Engels-Forschung geworden und
haben sich in mehrfacher Hinsicht als sehr aufschlußreich für die
Erschließung des Werkes von Marx und Engels erwiesen.
1. Der Lesesaal als Hauptkampfplatz
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Die Notwendigkeit eines erneuten intensiven Studiums der politi-
schen Ökonomie ergab sich für Marx aus der Praxis der revolutio-
nären Bewegung. Nach der Niederlage der Revolution von 1848/49
und während des danach einsetzenden konjunkturellen Aufschwungs
kommen Marx und Engels zu einer grundlegenden Schlußfolgerung für
die Strategie und Taktik der revolutionären Arbeiterbewegung:
"Bei dieser allgemeinen Prosperität, worin die Produktivkräfte
der bürgerlichen Gesellschaft sich so üppig entwickeln wie dies
innerhalb der bürgerlichen Verhältnisse überhaupt möglich ist,
kann von einer wirklichen Revolution keine Rede sein. Eine solche
Revolution ist nur in den Perioden möglich, wo diese b e i d e n
F a k t o r e n d i e m o d e r n e n P r o d u k t i v-
k r ä f t e und die b ü r g e r l i c h e n P r o d u k-
t i o n s f o r m e n, mit einander in W i d e r s p r u c h
gerathen. ... E i n e n e u e R e v o l u t i o n i s t
n u r m ö g l i c h i m G e f o l g e e i n e r n e u e n
K r i s i s. S i e i s t a b e r e b e n s o s i c h e r
w i e d i e s e." 1) Wenn auch Marx und Engels als Folge des
Entwicklungsstandes ihrer ökonomischen Theorie den Zusammenhang
zwischen Krise und Revolution zunächst noch zu linear sahen,
waren die Schlußfolgerungen, die sie für die bevorstehende
Periode zogen, dennoch richtig. Bei der eintretenden Ebbe in der
revolutionären Bewegung mußten die Kräfte im geordneten Rückzug
gesammelt und durch die weitere Entwicklung der revolutionären
Theorie die Arbeiterklasse auf den neuen Aufschwung vorbereitet
werden. In dieser Periode sah Marx, im Lesesaal des Britischen
Museums seinen "Hauptkampfplatz". In den Mittelpunkt des
intensiven Forschungsprozesses von 1850-1853 trat die politische
Ökonomie.
Schon vor der Revolution von 1848/49 hatte Marx wichtige Aus-
gangspositionen für eine wissenschaftliche politische Ökonomie
der Arbeiterklasse erarbeitet. Aus seiner großen wissenschaftli-
chen Entdeckung dieser Periode, der materialistischen Geschichts-
auffassung, folgte, daß zum Nachweis des gesetzmäßigen Untergangs
der kapitalistischen Gesellschaftsform ihr ökonomisches Bewe-
gungsgesetz gefunden werden mußte. Die qualitative Veränderung
der politischen Ökonomie wurde damit eingeleitet, daß der histo-
rische Materialismus als Theorie und die materialistische Dialek-
tik als Methode auf die politische Ökonomie angewandt wurden.
Daraus ergab sich: a) Die kapitalistischen Produktionsverhält-
nisse als Gegenstand der politischen Ökonomie besitzen als Tota-
lität historischen Charakter und entsprechen einem bestimmten
Entwicklungsstand der Produktivkräfte; b) die ökonomischen Kate-
gorien sind theoretischer Ausdruck, Abstraktionen bestimmter Sei-
ten der Produktionsverhältnisse und tragen wie diese historischen
Charakter; c) die ökonomischen Kategorien und Gesetze sind keine
Beziehungen zwischen Dingen, sondern hinter sachlichen Erschei-
nungsformen versteckte gesellschaftliche Verhältnisse; d) die
Triebkraft der ökonomischen Entwicklung sind die den Kategorien
und Gesetzen immanenten Widersprüche; e) die ökonomischen Katego-
rien und Gesetze als Abstraktionen sind durch eine innere Struk-
tur zur Totalität der kapitalistischen Produktionsverhältnisse
verbunden.
Mit der Schaffung der theoretischen und methodologischen Aus-
gangspositionen der politischen Ökonomie war der Umwälzungsprozeß
eingeleitet, aber bei weitem noch nicht vollendet. Die eigentli-
chen großen Entdeckungen auf dem Gebiet der politischen Ökonomie,
wie der Doppelcharakter der warenproduzierenden Arbeit und vor
allem der Mehrwert in seiner reinen Gestalt, lagen noch vor Marx.
Er war sich der Grenzen des erreichten Standes voll bewußt und
entschloß sich, wie er 1849 im Vorwort zum Werk "Zur Kritik der
politischen Ökonomie" schrieb, mit dem Studium der politischen
Ökonomie "ganz von vorn wieder anzufangen" und sich "durch das
neue Material kritisch durchzuarbeiten." 2)
2. Die 24 Exzerpthefte
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Eine Analyse der 24 Londoner Hefte 1850-1853 weist aus, daß es
sich nicht schlechthin um eine Agglomeration von Exzerpten han-
delt. Ihre Erschließung gestattet es, den Verlauf des Forschungs-
prozesses und den genauen Zeitpunkt der jeweiligen Ergebnisse zu
rekonstruieren und in die Spezifik der Marxschen Forschungsweise
einzudringen. Der Nachvollzug des Erkenntnisprozesses ermöglichte
es, das fertige theoretische Resultat im Zusammenhang mit seiner
Genese zu betrachten und es so vollständiger und tiefer zu be-
greifen.
Den Ausgangspunkt und den Verlauf des Forschungsprozesses be-
stimmten die Erfordernisse der Praxis der revolutionären Arbei-
terbewegung.
2.1 Krisenzyklus, Währungsstreit und die Kommentare
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"Bullion" und "Reflection"
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Da Marx vom Ausbruch einer Wirtschaftskrise einen neuen revolu-
tionären Aufschwung erwartete, konzentrierten sich seine For-
schungen in der ersten Etappe auf den Ablauf des industriellen
Zyklus und dessen Ursachen. Marx wußte zu Beginn seiner Studien
schon, daß die in der Tiefe wirkenden Ursachen, die zum Ausbruch
der Wirtschaftskrisen führen, in den Widersprüchen zwischen Pro-
duktivkräften und Produktionsverhältnissen wurzeln. Die bürgerli-
chen Ökonomen suchten die Krisenursachen in einer falschen Geld-
und Kreditpolitik, und auch Marx betrachtete bestimmte Phänomene
in der Geld-und Kreditbewegung als äußere Indikatoren des Ver-
laufs des industriellen Zyklus. In den Heften I-VI und teilweise
noch im Heft VII, die zwischen September/Oktober 1850 und März
1851 entstanden, konzentrierte er sich auf die Erforschung des
Zusammenhangs von Geld, Kredit und Krisen. Wir finden in diesen
Heften einen riesigen Wissensspeicher über Fakten zum Verlauf des
industriellen Zyklus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
und ihre Interpretation durch bürgerliche Ökonomen.
In der zeitgenössischen ökonomischen Literatur war ein Streit um
die englische Währungsgesetzgebung von 1844 entbrannt, in der
viele bürgerliche Ökonomen die Ursache für die Krise von 1847 sa-
hen. Obwohl die Phänomene der Zirkulation nicht die Ursachen der
Krisen sind, erkannte Marx, daß in den Geld- und Kreditbewegungen
an der Oberfläche gewisse Indikatoren sichtbar werden, die prak-
tische Beachtung verdienen. Marx verfolgte aufmerksam diesen
Streit und fertigte umfangreiche Exzerpte an zu den konzeptions-
bildenden Argumenten sowohl der führenden Vertreter des "currency
principle" (Loyd, Torrens, Hubbard, Clay u.a.), 3) die ausgehend
von der Quantitätstheorie des Geldes von Ricardo den Peelschen
Bankakt von 1844 theoretisch begründeten und in der Folge vertei-
digten, als auch ihrer Gegner, die Vertreter der "banking theory"
(Tooke, Fullarton, Alison, Gilbart, Wilson u.a.). 4) Im Ergebnis
der gewissenhaften Überprüfung des theoretischen Gehalts ihrer
Konzeptionen und des gründlichen Studiums einer Fülle empirischer
Fakten zur Praxis des Geld- und Kreditverkehrs gewann Marx nicht
nur tiefere Einsichten in den Verlauf des industriellen Zyklus
und seiner Indikatoren, er erzielte auch neue, prinzipiell tie-
fere Einsichten in die Geldtheorie. War er bisher noch Ricardo
bei der unzureichenden Differenzierung zwischen den Funktionen
des Geldes gefolgt, erkannte er nun, daß zwischen den Funktionen
des Geldes als Maß der Werte, als Zirkulationsmittel, als Zah-
lungsmittel, als Schatz und als Weltgeld deutlich unterschieden
werden mußte. Hatte er 1847 in der "Misere de la Philosophie"
noch unkritisch Elemente der Ricardoschen Quantitätstheorie des
Geldes übernommen, 5) so konnte er in einem Brief an Friedrich
Engels vom 3. Februar 1851 über die Ergebnisse seiner Forschungen
resümierend berichten: "Ich behaupte nämlich: A u c h u n t e r
e i n e r r e i n m e t a l l i s c h e n c u r r e n c y
h a t d a s Q u a n t u m d e r s e l b e n , i h r e E x-
t e n s i o n u n d C o n t r a c t i o n n i c h t s z u
t h u n m i t d e m A u s- u n d E i n f l u ß d e r e d-
l e n M e t a l l e... Du siehst die Sache ist wichtig. Erstens
wird die ganze Circulationstheorie (Ricardos, W.J.) in ihrer
Grundlage geläugnet." 6)
In diese Periode fällt auch eine weitere wichtige Präzisierung
der eigenen ökonomischen Theorie. 1847 war Marx Ricardo ebenfalls
darin unkritisch gefolgt, daß "in dem Grade, wie die Bevölkerung
anwächst", man in der Landwirtschaft "dazu über(geht), Land ge-
ringerer Qualität zu bearbeiten oder in denselben Acker neues Ka-
pital hineinzustecken, welches verhältnismäßig weniger produktiv
ist als das zuerst hineingesteckte." 7) Einen Anstoß zur Überprü-
fung der Differentialrententheorie erhielt Marx beim Studium ei-
ner Statistik im "Economist" vom 14. Dezember 1850, den er im
Heft V exzerpierte. Die nach 1815 tendenziell gesunkenen Getrei-
depreise bei steigenden Renten veranlaßten Marx zu der folgen-
schweren Frage: Wie ist es möglich, "daß d e r G e t r e i d e-
p r e i ß f ä l l t u n d g l e i c h z e i t i g d i e
R e n t e s t e i g t, ohne daß das Ricardo'sche Gesetz umge-
stoßen wird..." 8)
Nach einem ersten Studium der Entwicklung der Produktivkräfte in
der Landwirtschaft, dem kurze Zeit später weitere gründliche
agrarwissenschaftliche Studien in den Heften XII und XIII folg-
ten, konnte Marx im Brief vom 7. Januar 1851 an Friedrich Engels
als bedeutungsvolles Ergebnis mitteilen: "Das Gesetz der Rente
wie R. es in einfachster These, abgesehn von seiner Ausführung,
hinstellt, setzt nicht die abnehmbare Fruchtbarkeit des Bodens
voraus, sondern nur, t r o t z d e r m i t d e r E n t-
w i c k l u n g d e r G e s e l l s c h a f t a l l g e-
m e i n z u n e h m e n d e n F r u c h t b a r k e i t d e s
B o d e n s, v e r s c h i e d n e Fruchtbarkeit der Ländereien
oder verschiednes Resultat des successiv auf demselben Boden an-
gewandten Capitals." 9)
Im Frühjahr 1851 hoffte Marx, in kurzer Zeit schon seine Studien
abzuschließen und mit der Darstellung des geplanten ökonomischen
Werkes beginnen zu können. Es ist anzunehmen, daß er dieses Werk
ähnlich wie die "Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie"
von 1857/58 mit der Geldtheorie eröffnen wollte. Dazu legte er
ein Heft der zweiten Verarbeitungsstufe unter dem Titel "Bullion.
Das vollendete Geldsystem" an, das im MEGA-Band IV, 8 zum ersten-
mal veröffentlicht wird. 10) Marx erfaßte hier konzentriert aus
seinen bisherigen in Paris, Brüssel und Manchester angefertigten
Exzerptheften und den ersten sechs Londoner Heften die ihm rele-
vant erscheinenden Exzerpte zur Geldtheorie, geordnet nach Auto-
ren und Werken. Er übernahm in der Mehrzahl solche Exzerpte,
denen er zustimmte, und die er später im Sinne eines historischen
Kommentars wiederverwendete, oder typische falsche bürgerliche
Konzeptionen, mit denen er sich kritisch auseinanderzusetzen be-
absichtigte. Was "Bullion" als eigenständiges theoretisches Doku-
ment der Geschichte der Marxschen Geldtheorie außerordentlich be-
deutungsvoll macht, ist die große Zahl von kürzeren und längeren
Kommentaren zur Geldtheorie. Obwohl der entscheidende Durchbruch
zu einer neuen Qualität der wissenschaftlichen Geldtheorie erst
1857, mit der Entdeckung des Doppelcharakters der Arbeit und der
Analyse der Wertformen erfolgte, läßt "Bullion" mit seinen Kom-
mentaren und Bezügen die großen Fortschritte erkennen, die in
dieser Periode bei der Präzisierung der Marxschen Geldtheorie er-
zielt wurden.
Während bei "Bullion" das Exzerpt der Ausgangspunkt kritischer
Kommentare war, findet sich in Heft VII eine eigene theoretische
Zusammenfassung der Forschungsergebnisse zur Selbstverständigung,
in der Marx über die funktionelle Analyse hinausgeht und die qua-
litativen Zusammenhänge von Geld, Kredit und Krise darstellt. Er
gab ihr den Titel "Reflection". 11) In "Reflection" finden sich
nicht nur bedeutungsvolle Ansätze für die Theorie vom Waren- und
Geldfetischismus, sondern auch der hochinteressante erste Ver-
such, den Zusammenhang von Geld, Kredit und Krise, auf der Basis
der Reproduktionstheorie zu interpretieren. Der allgemeine Wider-
spruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen
wird durch die Analyse konkreter Widersprüche, wie zwischen Pro-
duktion und Markt, Disproportionalität und Spezifik der Welt-
marktbewegung des Kapitals, präzisiert.
2.2 Erste Zweifel an Ricardo
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Eine neue Etappe des Forschungsprozesses begann gegen Ende des
Heftes VII und bestimmte das Profil des Heftes VIII, dokumentiert
im MEGA-Band IV, 8. Im Zusammenhang mit dem erhofften baldigen
Übergang zur Ausarbeitung des geplanten ökonomischen Werkes trat
der systematische Zusammenhang der politischen Ökonomie in den
Vordergrund des Forschungsprozesses. Dazu studierte Marx erneut
die Hauptwerke der großen Systematiker der klassischen bürgerli-
chen politischen Ökonomie: James Steuart, den zusammenfassenden
Ökonomen des Merkantilismus; 12) Adam Smith als Systematiker der
Manufakturperiode 13) und den Gipfelpunkt der klassischen bürger-
lichen Ökonomie, David Ricardo. 14)
Ohne Zweifel bilden die umfangreich kommentierten Ricardo-Ex-
zerpte in Heft VIII den Höhepunkt dieser Periode. Sie geben einen
tiefen Einblick in den erreichten Gesamtstand der Entwicklung der
Marxschen ökonomischen Theorie und die dabei erzielten großen
Fortschritte, aber auch in die Probleme, deren Lösung noch bevor-
stand. Aus der Fülle der hochinteressanten theoretischen Frage-
stellungen soll hier nur auf die meines Erachtens für die weitere
Entwicklung bedeutungsvollste hingewiesen werden. In den Noten
von Wakefield zu Smith' Hauptwerk 15) stieß Marx auch auf die
Kritik an zwei Widersprüchen im Werk Ricardos, die er später als
die Hauptursache für den Untergang der Ricardoschen Schule be-
zeichnete: 1. Wie kann der Austausch zwischen Lohnarbeit und Ka-
pital erfolgen, ohne daß Ricardos eigene Voraussetzung, die Ar-
beitswerttheorie, verletzt wird? 2. Wie verhalten sich Wert und
Produktionspreis zueinander?
Die Lösung dieser beiden Widersprüche schuf wesentliche Voraus-
setzungen für die neue wissenschaftliche Qualität der Marxschen
Theorie. Bis dahin war noch ein weiter Weg zurückzulegen, aber
Marx war - ohne sich sofort der ganzen Tragweite bewußt zu sein -
auf die Probleme aufmerksam geworden, und so ist ein wachsendes
Problembewußtsein typisch für diese Periode. Wir finden in den
Heften IX und X Exzerpte aus den Werken aller Ökonomen, die Marx
später in den "Theorien über den Mehrwert" als typisch für die
Auflösung der Ricardoschule betrachtete. Die Gegner Ricardos wie
Chalmers, 16) Malthus, 17) Torrens, 18) Carey; 19) Propagandisten
der Lehre Ricardos, die ihren Meister zugleich vulgarisierten wie
Quincey 20) und MacCulloch; 21) Ökonomen, die aus der Lehre Ri-
cardos Schlußfolgerungen zugunsten der Arbeiterklasse zogen, ohne
theoretisch wesentlich über ihn hinauszukommen wie Hodgskin 22)
und Ravenstone; 23) und Ökonomen, die auf bestimmten Teilgebieten
wissenschaftliche Ergebnisse erzielten, die über Ricardo hinaus-
gingen wie Ramsey 24) und Jones. 25)
2.3 Zur Lage der Arbeiter. Bevölkerungsgesetz,
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Nahrungsmittel, Technik
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Marx konnte sein Vorhaben, schon Mitte 1851 mit der Ausarbeitung
des geplanten ökonomischen Werkes zu beginnen, nicht realisieren.
Das war nicht nur der vordergründigen Tatsache geschuldet, daß er
dafür keinen Verleger finden konnte, vielmehr war in der Ausein-
andersetzung mit Ricardo sowie dessen Gegnern und Schülern das
Bewußtsein über ungelöste Probleme in der politischen Ökonomie so
weit gewachsen, daß Marx, bei seiner außergewöhnlichen wissen-
schaftlichen Gewissenhaftigkeit den Forschungsprozeß noch nicht
abschließen konnte. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni 1851 begann
eine neue Etappe des Forschungsprozesses, die bis Herbst 1851
dauerte und die Hefte IX, X (MEGA-Band IV, 8), XI-XIV (Band IV,
9) und XV (Band 10) umfaßt. Zum Schwerpunkt der Forschungen wurde
die Entwicklung der Lage der Arbeiterklasse; die Ergebnisse die-
ser Etappe trugen als Materialgrundlage wesentlich dazu bei, daß
Marx 1857 den Mehrwert in seiner reinen Gestalt entdeckte. Marx
sammelte eine große Menge von Fakten über den Prozeß der soge-
nannten ursprünglichen Akkumulation; zur Organisation der Arbei-
terklasse in Gewerkschaften und ihrem Kampf um einen gesetzlich
geregelten Normalarbeitstag, um höhere Löhne und bessere Arbeits-
bedingungen; über die Wohnbedingungen der Arbeiter; über die Kin-
derarbeit und die Erziehung der Arbeiterklasse; über die Armenge-
setze usw.
Marx setzte sich in dieser Periode mit der bürgerlichen Lohn-
fondstheorie auseinander und erkannte, daß diese Konzeption auf
zwei falschen Voraussetzungen beruhte, mit denen er sich insbe-
sondere in den Heften XII und XIII auseinandersetzte: 1. Die Be-
völkerung habe die Tendenz, sich über ihren Nahrungsspielraum
hinaus zu vermehren. 2. Der Nahrungsmittelspielraum könne zwar
durch Akkumulation erweitert werden, aber diese Möglichkeit stoße
auf die Grenze, die das sogenannte Gesetz vom abnehmenden Boden-
ertrag setze. Marx exzerpierte die theoretischen Begründungen des
angeblichen Bevölkerungsgesetzes bei Malthus sowie bei dessen
Vorläufern und Anhängern und notierte sich aufmerksam die Argu-
mente seiner Gegner wie Gray, Thornton, Alison und anderen. Marx
vertiefte und präzisierte dabei seine Erkenntnis, daß es ein ab-
straktes Bevölkerungsgesetz ebensowenig gibt wie eine Beziehung
zwischen Bevölkerung und Nahrungsspielraum, unabhängig von den
konkreten historischen ökonomischen Gesetzen. Er untermauerte
diese Erkenntnisse durch umfangreiche agrarwissenschaftliche Stu-
dien, wobei er sich besonders auf den höchsten Stand der agrar-
wissenschaftlichen Forschung, die Agrochemie bei Liebig und John-
ston, orientierte. Bei ihnen fand er die Bestätigung für seinen
historischen Optimismus, daß Not und Elend nicht Folge unerbitt-
licher natürlicher Bedingungen sind, sondern daß die Menschheit
durch die Entwicklung der Produktivkräfte ausreichend ernährt
werden kann, wenn die Fesseln der kapitalistischen Produktions-
verhältnisse gesprengt werden.
In der Diskussion wird mitunter das Heft XV aus dem Kontext der
Londoner Hefte gerissen und in eine nicht existierende Reihe
technologischer Hefte eingeordnet. Marx setzte in Heft XV seine
in Brüssel begonnenen Studien mit Exzerpten aus den Werken der
führenden Technikwissenschaftler Poppe, Ure und Beckmann fort,
und er kannte ausgezeichnet den neuesten Stand der Technik und
ihrer naturwissenschaftlichen Grundlagen. Marx interessierte sich
jedoch nicht für die Entwicklung der Technik schlechthin, sondern
er betrachtete sie als den stofflichen Inhalt des Produktionspro-
zesses in seiner kapitalistischen Form, in der die Arbeiterklasse
der Hauptproduzent war. So wie in dieser Periode die Technikstu-
dien im Kontext mit Forschungen zur Entwicklung der Lage der Ar-
beiterklasse standen, fanden sie später ihren Niederschlag in der
Theorie vom relativen Mehrwert. Wenn Marx einen hervorragenden
Beitrag zum Verständnis von Wissenschaft und Technik und ihrer
Geschichte leistete und in einer genialen Prognose ihre weiteren
Entwicklungstendenzen so charakterisierte, wie sie heute im Prin-
zip in der wissenschaftlich-technischen Revolution von der Praxis
bestätigt wurden, konnte er das nur, weil er nie ihre gesell-
schaftliche Formbestimmtheit und ihre gesellschaftlichen Trieb-
kräfte aus dem Auge verlor.
2.4 Sittengeschichte, Städtebau, Kolonialverwaltung usw.
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Die abschließende Periode dauerte von Oktober/November 1851 bis
Herbst 1853 und umfaßt die Hefte XVI-XXIV, die in den Bänden IV,
10 und IV, 11 dokumentiert werden. Sie enthalten Studien ver-
schiedener Wissensgebiete. Sie reichen von der alten, mittelal-
terlichen und neuen Geschichte, der Sozialgeschichte, der Ge-
schichte der Architektur und des Städtebaus, der Sittenge-
schichte, der Literaturgeschichte, der Rechtswissenschaft, der
Geographie und der Kirchengeschichte bis hin zu speziellen ökono-
mischen Gegenständen. Sie dokumentieren, daß Marx seinen For-
schungsgegenstand im Zusammenhang mit dem Gesamtspektrum der Wis-
senschaften sah. Das ist eine der Ursachen für die Unerschöpf-
lichkeit des finalen "Kapitals".
Innerhalb der Vielzahl der speziellen Forschungen in dieser letz-
ten Etappe nehmen Probleme der Auseinandersetzung mit der Ge-
schichte, Gliederung, Verwaltung und Ausbeutung der Kolonien
breiten Raum ein. Die noch bevorstehende umfassende Auswertung
der Exzerpte über die Kolonien wird beweisen, daß die Marxsche
ökonomische Theorie keineswegs "eurozentrisch" orientiert ist,
wie einige bürgerliche Ideologen in den jungen Nationalstaaten
behaupten - sicher um den Marxismus als ihren nationalen Proble-
men fremd gegenüberstehend abtun zu können. In Marx' Verallgemei-
nerungen ist die gesamte weltgeschichtliche Erfahrung und nicht
zuletzt die Kolonialgeschichte eingegangen, und die von Marx auf-
gedeckten allgemeinen Entwicklungsgesetze tragen universellen
Charakter.
3. Ein mehrstufiger Forschungsprozeß
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Die wissenschaftliche Auswertung der Londoner Hefte 1850-1853 ge-
stattet nicht nur, die Genese der Marxschen ökonomischen Theorie
präziser zu erfassen, sondern auch, die schöpferische Methode ge-
nau kennenzulernen, die diese Revolutionierung eines Wissen-
schaftszweiges ermöglichte. Marx schrieb im Nachwort zur zweiten
Auflage des "Kapitals": "Allerdings muß sich die Darstellungs-
weise formell von der Forschungsweise unterscheiden. Die For-
schung hat den Stoff sich im Detail anzueignen, seine verschied-
nen Entwicklungsformen zu analysieren und deren innres Band auf-
zuspüren. Erst nachdem diese Arbeit vollbracht, kann die wirkli-
che Entwicklung entsprechend dargestellt werden." 26) Vereinfa-
chungen, die unter Forschungsmethode die Begriffsbildung aus ei-
nem "Mont Blanc" von empirischen Fakten im "Absteigen" vom Kon-
kreten zum Abstrakten sehen, werden in den Forschungsmaterialien
ebensowenig bestätigt, wie die Unterstellungen bestimmter Marxo-
logen, daß die Forschungsweise zwar materialistisch, aber nicht
dialektisch vorgehe und im Gegensatz dazu die Darstellungsweise
zwar dialektisch, aber idealistisch wie die Hegels sei. Der dia-
lektisch-materialistische Charakter der Marxschen Methode kommt
jedoch in der Einheit von Forschung und Darstellung zum Ausdruck,
wobei die Unterschiede nur formell sind. Die Darstellung wächst
aus der Forschung hervor, wobei beide an einem bestimmten Punkt
ineinander übergehen. Die Forschungsweise führt nur zum Erfolg,
wenn sie dem Forschungsgegenstand entspricht. Die materialisti-
sche Dialektik als Methode der Forschung in der politischen Öko-
nomie anzuwenden, bedeutet nichts anderes, als den objektiven
Charakter der ökonomischen Gesetze und Kategorien und ihre dia-
lektische Entwicklung im Forschungsgegenstand selbst aufzufinden.
Bereits im Forschungsprozeß selbst werden nicht nur alle Instru-
mente der materialistischen Dialektik benutzt, sondern sie werden
auch weiterentwickelt. Selbstverständlich werden diese Mittel
auch differenziert angewandt, und bei der Aneignung der Details
werden andere Akzente sichtbar als bei der Aufdeckung der inneren
Zusammenhänge.
Neben der Anwendung der bekannten Instrumente der materialisti-
schen Dialektik läßt die Analyse der hinterlassenen Forschungsma-
terialien auch spezifische Forschungsinstrumente erkennen. 27)
Für Marx war die Forschung wesentlich "Kritik der politischen
Ökonomie". Hätte er mit der Verallgemeinerung der empirischen
Fakten des Wirtschaftslebens beginnen müssen, wäre er wahrschein-
lich in einem unerschöpflichen Ozean von Fakten ertrunken. Am An-
fang seiner Forschungen stehen Exzerpte, in denen er sich die Er-
gebnisse der Forschungen aus der Geschichte der politischen Öko-
nomie aneignete, d.h. er knüpfte bewußt an die Ergebnisse des hi-
storisch-kollektiven Denkens an. Das System der bürgerlichen Öko-
nomie und ihre einzelnen Seiten waren bereits auf einem gewissen
theoretischen Niveau verallgemeinert, das besonders in den Werken
der klassischen bürgerlichen Ökonomen Smith und Ricardo bis an
die Grenzen der ihnen als bürgerlichen Denkern gesetzten Erkennt-
nisgrenzen führte. Marx setzte sich in der Forschung nicht nur
mit der logischen Konsistenz der überkommenen Theorie auseinan-
der, sondern überprüfte sie zugleich an der neuesten Praxis, ins-
besondere an der Erfahrung der Arbeiterklasse. Dazu sammelte er
eine riesige Menge von Fakten und speicherte sie. In einem mehr-
stufigen Prozeß faßte er seine Exzerpte in Heften der zweiten
Verarbeitungsstufe zusammen und kommentierte sie, wie das z.B. in
dem obengenannten Heft "Bullion. Das vollendete Geldsystem" ge-
schah, oder er fertigte kleine Monographien zur Selbstverständi-
gung an, wie z.B. die in Band IV, 8 enthaltene "Reflection".
Schließlich verflochten sich Forschungs- und Darstellungsmethode,
untersetzt durch weitere Hefte mit Forschungsmaterialien, wie das
besonders in den drei Entwürfen des "Kapitals" von 1857/58, 1861-
1863 und 1863-1865 sichtbar wurde.
Auf allen Stufen des Forschungsprozesses bildeten Theorie und
Praxis eine untrennbare Einheit. In der Praxis fanden die theore-
tischen Erkenntnisse die Ausgangsbasis, ihre Bewährung und die
Bestätigung ihrer Richtigkeit.
Die tiefere Erschließung der Marxschen Forschungsmethode in den
hinterlassenen Exzerptheften ist unseres Erachtens nicht nur für
die politische Ökonomie von großem wissenschaftlichen Interesse.
Forschungsmittel, die zu solch hervorragenden Resultaten führen,
sind selbstverständlich von allgemeinem wissenschaftstheoreti-
schen, methodologischen und heuristischen Interesse. Wir zweifeln
nicht daran, daß die noch bevorstehende Auswertung der Londoner
Hefte 1850-1853, ebenso wie die der anderen Forschungsmateria-
lien, zu beachtenswerten Ergebnissen in dieser Richtung führen
wird. Bekanntlich schrieb Lenin: "Wenn Marx auch keine
'L o g i k'... hinterlassen hat, so hat er doch die L o g i k
des 'Kapitals' hinterlassen, und das sollte für die zu behan-
delnde Frage weitgehend ausgenutzt werden." 28)
4. Der Plan der sechs Bücher
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In der Einleitung zu den "Grundrissen" von 1857 faßte Marx seine
Vorstellungen über die Einteilung einer umfassenden Darstellung
der politischen Ökonomie zusammen, 29) die er in präzisierter
Form im Brief vom 22. Februar 1858 Ferdinand Lassalle mitteilte:
"Das Ganze ist eingeteilt in 6 Bücher. 1. Vom Kapital ... 2. Vom
Grundeigentum. 3. Von der Lohnarbeit. 4. Vom Staat. 5. Interna-
tionaler Handel. 6. Weltmarkt." 30) Marx hat nach unserer Auffas-
sung diesen umfassenden Plan der Darstellung der ökonomischen
Theorie niemals aufgegeben, er konnte ihn nur nicht realisieren.
Bestimmte Probleme, die ursprünglich in den Plänen der Bücher 2-6
thematisiert waren, sind, soweit sie das Kapital in seiner Kern-
struktur betrafen, in das finale "Kapital" aufgenommen worden. Es
finden sich bis ins hohe Alter hinein Verweise, daß Marx nach wie
vor die Ausarbeitung von selbständigen Lehren plante, zu denen
neben der Lehre von der Konkurrenz und vom Kredit auch die Themen
gehören sollten, die ursprünglich für die Bücher 2-6 vorgesehen
waren, wobei dahingestellt sei, ob das noch in der Reihenfolge
der Bücher geschehen sollte.
Als Marx schon befürchtete, daß die Realisierung dieses umfassen-
den Planes seine Kräfte übersteigen würde, schrieb er am 28. De-
zember 1862 an Ludwig Kugelmann, daß er seine Kräfte auf die
"Quintessenz" konzentrieren wolle, "die Entwicklung des Folgenden
... würde auch von ändern auf Grundlage des Gelieferten leicht
auszuführen sein." 31)
Die MEGA schafft die Voraussetzungen dafür, die Materialien für
die geplanten Bücher 2-5 zusammenzustellen und zu verallgemei-
nern. Neben den "Abschweifungen" und Hinweisen zu den Themen der
obengenannten Bücher in den drei Entwürfen des "Kapitals" und im
Briefwechsel bieten die in der Abteilung IV veröffentlichten For-
schungsmaterialien eine fruchtbare Grundlage dafür. Die Londoner
Hefte 1850-1853 nehmen dabei eine Schlüsselstellung ein, weil sie
eine Materialgrundlage bei der Aufstellung des umfassenden Planes
der Darstellung des ökonomischen Hauptwerkes waren und viele Ma-
terialien enthalten, die Gegenstand der Bücher 2-5 sein sollten.
_____
1) Marx/Engels, Revue. Mai bis Oktober 1850, in: MEGA I, 10, S.
466/467. MEW 7, S. 440.
2) Karl Marx, Zur Kritik der politischen Ökonomie, in: MEGA II,
2, S. 102. MEW 13, S. 10-11.
3) MEGA IV, 7, Loyd S. 411-414, 416-419; Torrens S. 108-109, 480-
485; Hubbard S. 48; Clay S. 43, 346, 406, 421, 422.
4) MEGA IV,7, Tooke S. 62-65, 68-76, 84-107; Fullarton S. 42-51;
Alison S. 112-114, 150-154; Gilbart S. 128-145; Wilson S. 35, 74,
75, 83.
5) Karl Marx, Das Elend der Philosophie, in: MEW 4, S. 112-113.
6) Marx an Engels, 3. Februar 1851, in: MEGA 111,4, S. 27. MEW
27, S. 174.
7) Karl Marx, Das Elend ..., a.a.O., S. 168.
8) MEGA IV,7, S. 358.
9) Marx an Engels, 7. Januar 1851, in MEGA 111,4, S. 10. MEW 27,
S. 161.
10) MEGA IV, 8, S. 3-74, 78-85.
11) Ebenda, S. 227-234.
12) Ebenda, S. 304, 312-325, 332-349, 372-380, 400, 401, 405-408,
429-445.
13) Ebenda, S. 3-7, 32, 272-287.
14) Ebenda, S. 326-331, 350-372, 381-395, 402-404, 409-425.
15) Ebenda, S. 272-284, 287, 288.
16) Ebenda, S. 572-591.
17) Ebenda, S. 533-535, 568-571, 753-755.
18) Ebenda, S. 536-540.
19) Ebenda, S. 672-681, 684-752.
20) Ebenda, S. 668-671.
21) Ebenda, S. 606-609.
22) Ebenda, S. 549-562.
23) Ebenda, S. 542-548.
24) Ebenda, S. 643-647, 650-667.
25) Ebenda, S. 615-640.
26) Karl Marx, Das Kapital. Erster Band, in: MEW 23, S. 27.
27) Zur Spezifik der Forschungsmethode siehe: Wolfgang
Jahn/Dietrich Noske, Fragen der Entwicklung der Forschungsmethode
von Karl Marx in den Londoner Exzerptheften von 1850-1853. Ar-
beitsblätter zur Marx-Engels-Forschung, Heft 7/1979, Halle/Saale.
28) W.I. Lenin, Plan der Dialektik (Logik) Hegels, in: Werke, Bd.
38, S. 316.
29) Einleitung zu den "Grundrissen der Kritik der politischen
Ökonomie", in: MEGA II, 1.1, S. 43. Grundrisse, S. 28/29. Siehe
auch MEW 13, S. 639.
30) Marx an Ferdinand Lassalle, 22. Februar 1858, in: MEW 29, S.
551.
31) Marx an Ludwig Kugelmann, 28. Dezember 1862, in: MEW 30, S.
639.
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