Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 12/1987

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DIE NEUEN SCHWERPUNKTE DER MARX-ENGELS-FORSCHUNG IN DER DDR UND UDSSR IN DEN NÄCHSTEN FÜNF JAHREN MEGA-EDITION

Erich Kundel / Alexander Malysch 1. Der Zeitraum Mitte 1844 bis Mitte 1849 - 2. Wissenschaftliche Studien, journalistische und politische Tätigkeit in den 50er und 60er Jahren - 3. Der dritte "Kapital"-Entwurf und die Nachaufla- gen des ersten Bandes - 4. Wissenschaft und Politik von Marx und Engels von den 70er Jahren bis zu ihrem Lebensende. Seit dem Erscheinen der ersten Bände unserer historisch-kriti- schen Gesamtausgabe des literarischen Nachlasses von Karl Marx und Friedrich Engels sind über elf Jahre vergangen. Inzwischen haben wir den 30. Band der MEGA der internationalen Öffentlich- keit vorgelegt. Bis 1990 werden weitere 17 MEGA-Bände erscheinen, 1991 kann mit dem Erscheinen des 50. Bandes der MEGA gerechnet werden. Alle diese Bände sind bereits in Arbeit, und die Vorbe- reitungen für weitere 10 Bände haben begonnen. Die Herausgeberin- stitute stellen sich das Ziel, bis zum Jahr 2000 die Edition der Bände der Ersten und Zweiten Abteilung der MEGA abzuschließen. Die Arbeiten an der Dritten und Vierten Abteilung werden kontinu- ierlich fortgesetzt. Mit den MEGA-Bänden, die in der zweiten Hälfte der 80er Jahre und zu Beginn der neunziger Jahre fertigzustellen sind, ergeben sich eine Reihe von Schwerpunktthemen, deren Erforschung nicht nur für die Arbeit an der MEGA wichtig sind, sondern auch für die theore- tische und ideologische Arbeit von großem aktuellem Interesse sein dürften. Es geht dabei um solche Fragen wie z.B.: - Die Einheit und wechselseitige Durchdringung der drei Bestand- teile des Marxismus. Der Kampf von Marx und Engels um die Wei- terentwicklung und Durchsetzung der wissenschaftlichen Weltan- schauung und um die Zurückdrängung bürgerlicher und kleinbürger- licher Ideologien in der Arbeiterbewegung. - Die weitere Entwicklung der Revolutionstheorie durch Marx und Engels, insbesondere ihres Kernstücks, der Lehre von der proleta- rischen Partei, als wichtige Voraussetzung für die Vorbereitung der Arbeiterklasse auf die Verwirklichung ihrer historischen Mis- sion. - Die Ausarbeitung und Weiterentwicklung der materialistischen Geschichtsauffassung durch Marx und Engels, insbesondere die ver- tiefte Herausarbeitung der Wechselbeziehungen von Basis und Über- bau, von Ökonomie und Politik sowie der wachsenden Rolle des sub- jektiven Faktors, der Bewußtheit der revolutionären Klasse. - Marx' weitere Forschungen zum Produktionsprozeß des Kapitals sowie seine Untersuchungen über die einfache und erweiterte Re- produktion. Die wissenschaftlich-technische Revolution und die Entwicklung der Produktivkräfte. Der Zusammenhang zwischen Pro- duktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen. - Proletarischer Internationalismus und proletarischer Friedens- kampf im Wirken von Marx und Engels als Führer der I. Internatio- nale und Engels' Bemühen um das weitere internationale Zusammen- wirken des revolutionären Proletariats im Kampf um gesellschaft- lichen Fortschritt und gegen wachsende Kriegsgefahr. Diese Forschungsthemen sind mit der MEGA-Edition wichtiger Werke des Marxismus wie "Die deutsche Ideologie", "Das Elend der Philo- sophie", "Das Manifest der Kommunistischen Partei", die Inaugu- raladresse, Statuten und andere Dokumente der Internationalen Ar- beiterassoziation, dem "Anti-Dühring", "Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats" sowie weiterer Manuskripte und Ausgaben des "Kapitals" und vieler bisher unveröffentlichter Briefe und Exzerpte auf das engste verbunden. Mit der wissen- schaftlichen und editorischen Bearbeitung dieser Arbeiten von Marx und Engels werden in den nächsten Jahren grundlegende Pro- bleme des Marxismus untersucht, die für die aktuelle Politik der revolutionären Partei und die Unterstützung ihrer theoretischen und ideologischen Arbeit eine große Bedeutung haben. 1. Der Zeitraum Mitte 1844 bis Mitte 1849 ----------------------------------------- Bekannt ist der Satz des alten Friedrich Engels, den dieser 1889 an den dänischen Sozialisten Gerson Trier geschrieben hat: "Damit am Tag der Entscheidung das Proletariat stark genug ist, zu sie- gen, ist es nötig - und das haben Marx und ich seit 1847 vertre- ten -, daß es eine besondre Partei bilde, getrennt von allen än- dern und ihnen entgegengesetzt, eine selbstbewußte Klassenpar- tei." 1) Es ist eine der konkreten Aufgaben der MEGA, lückenlos und auf höchstem wissenschaftlichen und editorischen Niveau zu dokumen- tieren, wie Marx und Engels diese entscheidende Erkenntnis - die auch heute noch im Zentrum der Auseinandersetzung mit allen Spielarten der bürgerlichen Ideologie steht - erstmalig vertre- ten, ständig weiterentwickelt und polemisch verteidigt haben. Hier geht es unmittelbar um die Parteiauffassungen der Begründer unserer Weltanschauung, die den Kern ihrer Revolutionstheorie bilden. Die Herausgabe der Bände der MEGA, die den Beginn ihres gemeinsa- men Ringens um die Ausarbeitung der materialistischen Geschichts- auffassung, die Verbindung des wissenschaftlichen Sozialismus mit der Arbeiterbewegung, ihren gemeinsamen Kampf um die Herausbil- dung einer kommunistischen Partei und die Führung dieser Partei in der Revolution von 1848/49 dokumentieren, muß natürlicherweise besonderes Interesse beanspruchen. Nachdem das Heranreifen des Marxismus in den MEGA-Bänden 1,1 bis 1,3 dokumentiert ist, ebenso die Auswertung der Erfahrungen der Revolution und damit die letzte Phase des Bundes der Kommunisten in den Bänden 1,10 und 1,11, nachdem auch die zeitlich entspre- chenden Bände der Briefabteilung sowie einige Exzerptbände vor- liegen, geht es nun um die wissenschaftliche und editorische Er- schließung der Jahre von Mitte 1844 bis Mitte 1849. Das umfang- reiche theoretische und praktisch-politische Wirken von Marx und Engels zur Schaffung der ersten proletarischen Partei und ihre Bewährung am Vorabend und vor allem während der europäischen Re- volution von 1848/49, wird den Inhalt von sechs Bänden der Ersten Abteilung der MEGA bilden. Es sind dies die Bände 4-9, die am In- stitut für Marxismus-Leninismus in Berlin bearbeitet werden. Fe- ster Bestandteil dieses Forschungskomplexes sind aber auch die Bände 3, 4 und 5 der Exzerptabteilung, deren wissenschaftliche Bearbeitung am Institut für Marxismus-Leninismus in Moskau er- folgt. Das komplexe Herangehen an die Erarbeitung dieser Bände muß sich von Anfang an daran orientieren, daß ein inhaltlich "roter Faden" die "Heilige Familie", "Die Lage der arbeitenden Klasse in Eng- land", die "Deutsche Ideologie", das "Manifest der Kommunisti- schen Partei" und die Herausgabe der "Neuen Rheinischen Zeitung" verbindet - und dieser rote Faden, der ebenso die Bände der Ex- zerptabteilung durchzieht, ist eben die Schaffung einer solchen "besondren", "selbstbewußten Klassenpartei", die Ausarbeitung und Durchsetzung eines wissenschaftlich begründeten Programms dieser Partei und ihre politische Führung in einer großen Revolution. In den nur dreieinhalb Jahren vom Beginn der gemeinsamen Arbeit von Marx und Engels im August 1844 bis zur Niederschrift des "Manifest der Kommunistischen Partei" entstanden jene Werke, Ma- nuskripte und Artikel, die den Prozeß der Ausarbeitung des wis- senschaftlichen Sozialismus, vor allem der materialistischen Ge- schichtsauffassung und wichtiger ökonomischer Kategorien in höchst eindrucksvoller Weise dokumentieren. In diese Zeit fiel eine intensive kritische Auseinandersetzung mit der klassischen deutschen Philosophie, der klassischen bürgerlichen politischen Ökonomie und dem utopischen Sozialismus und Kommunismus. Damit eng verbunden war die Kritik der nachhegelschen Philosophie, des wahren Sozialismus und der Auffassungen Proudhons. Marx und En- gels begannen den Kampf um die Verbindung der revolutionären Theorie mit der Arbeiterbewegung und führten ihn gemeinsam mit bewährten Kampfgefährten bis zur Herausbildung einer kommunisti- schen Partei, des Bundes der Kommunisten. Die Etappe der Ausarbeitung des wissenschaftlichen Sozialismus bis zum "Manifest der Kommunistischen Partei" steht bis heute im Mittelpunkt bürgerlicher Marx-Engels-Verfälschung. Charakteri- stisch für diese Verfälschung sind nach wie vor die Angriffe auf Wesenszüge und zentrale Erkenntnisse der materialistischen Ge- schichtsauffassung, um die wissenschaftliche Einsicht in Vergan- genheit, Gegenwart und Zukunft gesellschaftlicher Prozesse zu leugnen oder mindestens in Frage zu stellen. Zu diesen Merkmalen gehören zum Beispiel Versuche einer sogenannten Entpolitisierung der Philosophie, indem der Entstehungsprozeß des wissenschaftli- chen Sozialismus von den konkrethistorischen Klassenkämpfen der Arbeiterklasse getrennt wird. Die Einengung und Reduzierung des komplizierten Prozesses der Ausarbeitung des wissenschaftlichen Sozialismus zu einem abstrakten, rein ideengeschichtlichen Vor- gang führt letztlich dazu, das Verhältnis des Marxismus zu seinen Quellen zu verzerren und damit die Lehren von Marx und Engels ge- nerell zu verfälschen. Unsere Forschung wird sich in nächster Zeit auf die Bearbeitung der "Deutschen Ideologie", der "Misère de la Philosophie", "Das Manifest der Kommunistischen Partei" und der Exzerpte aus der Brüsseler und Manchester Zeit konzentrieren. Einen besonders wichtigen Platz nimmt im Entstehungsprozeß der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiterklasse "Die deutsche Ideologie" ein. Erstmals werden die wichtigsten Erkenntnisse der materialisti- schen Geschichtsauffassung zusammenhängend dargelegt, wesentliche Einsichten erstmals begründet. Dadurch wurden gesellschaftliche Verhältnisse und Prozesse in Vergangenheit und Gegenwart für eine wissenschaftliche Untersuchung zugänglich gemacht. Möglich wurde eine wissenschaftlich begründete Voraussicht gesellschaftlicher Entwicklungen. Die materialistische Geschichtsauffassung ermög- lichte erstmals die wissenschaftliche Einsicht in die objektiven Bedingungen, den Weg und das Ziel des Kampfes der Arbeiterklasse und ihrer Partei. Unter den Bedingungen sozialistischer Eigen- tumsverhältnisse werden, so wiesen Marx und Engels nach, gesell- schaftliche Prozesse beherrschbar, und es entstehen qualitativ neue Beziehungen der Menschen zu den Produktionsmitteln, zur Pro- duktion und ihren Zielen und vor allem neue soziale Verhältnisse. Marx und Engels führten in der "Deutschen Ideologie" die Lehre von der historischen Rolle der Arbeiterklasse weiter. In der Schrift "Misère de la philosophie" entwickelte Marx Grund- züge der neuen Geschichtsauffassung weiter, verbunden mit einer eingehenderen Untersuchung der kapitalistischen Produktionsver- hältnisse und einer Kritik wichtiger Kategorien der bürgerlichen politischen Ökonomie. Das "Manifest" wurde zur Geburtsurkunde des wissenschaftlichen Sozialismus und zugleich das wissenschaftliche Programm der Partei für die bevorstehenden revolutionären Ausein- andersetzungen. Über die Ausarbeitung der materialistischen Geschichtsauffassung gibt es umfangreiche Forschungen. Die Edition des Kapitels I der "Deutschen Ideologie" im MEGA-Probeband widerspiegelte bereits einen beachtlichen Forschungsstand. Daran gilt es anzuknüpfen. Es wird von besonderer Bedeutung sein, den Entstehungsprozeß des ge- samten Werkes sowie den Entstehungsprozeß seiner Teilmanuskripte noch tiefer auszuloten. Dabei gilt es, den mittelbaren und unmit- telbaren Zusammenhängen mit den politischen und ideologischen Auseinandersetzungen innerhalb der Arbeiterbewegung sowie den Be- ziehungen zu den parallel entstandenen Brüsseler und Manchester Exzerpten besondere Aufmerksamkeit zu schenken, die in der IV. MEGA-Abteilung erscheinen. Dort wird der Leser Auszüge aus Werken von fast 60 Autoren finden und damit einen umfassenden Eindruck von Marx' und Engels' viel- seitigen, intensiven Studien im Vorfeld solcher bedeutsamen Ar- beiten wie der "Deutschen Ideologie" oder "Misère de la philoso- phie" gewinnen. Für manche noch nicht endgültig geklärte Frage- stellungen, z.B. wie sich Marx' Übergang auf die Arbeitswerttheo- rie vollzog, werden die Exzerpte neue Anregungen zu weiteren For- schungen vermitteln. Der Inhalt der Exzerpte - zumeist handelt es sich um englische und französische Ökonomen - zeigt, daß Marx und Engels die Ent- wicklung der politischen Ökonomie als theoretischen Ausdruck der Entwicklung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse verstan- den, wie es dann ja auch im nachfolgenden List-Manuskript, in der "Deutschen Ideologie" oder in "Misère de la philosophie" darge- stellt wird. Interessant dürfte auch die Beantwortung der Frage sein, welchen Beitrag gerade diese ökonomischen Studien zur Fun- dierung der grundlegenden Thesen der materialistischen Ge- schichtsauffassung geleistet haben. Eine weitere wichtige Forschungsaufgabe besteht darin, Marx' und Engels' Auseinandersetzung mit dem Junghegelianismus, dem wahren Sozialismus, den Auffassungen Stirners und Proudhons umfassend zu erforschen. Dabei gilt es auch hier, die bereits vielfältig vor- handene Literatur auszuwerten und kritisch zu sichten, aber auch die Untersuchungen weiterzuführen. Unser zentrales Anliegen wird es sein, die objektive Funktion dieser bürgerlichen und kleinbür- gerlichen Auffassungen differenzierter zu untersuchen, um die zeitgenössische und zugleich aktuelle Bedeutung dieser Auseinan- dersetzungen noch fundierter herauszuarbeiten. Von besonderer Ak- tualität ist, daß es Marx und Engels in der "Deutschen Ideologie" erstmals gelang, diese Auffassungen auf ihre sozialökonomischen Wurzeln zurückzuführen, womit sie uns bis in die heutigen Tage ein wirksames Instrument im Kampf gegen die bürgerliche Ideologie in die Hand gegeben haben. Auch über den Beginn von Marx' und Engels' Kampf um die revolutionäre Partei, über ihr Wirken in den Reihen des Bundes der Kommunisten liegt bereits eine umfangreiche Literatur vor, und Arbeit an der MEGA bedeutet auch, alle Resultate dieser langjährigen internationalen Forschungsarbeiten zu nutzen. Dennoch gilt es, angesichts der spezifischen Bedürfnisse der MEGA, eine beachtliche Anzahl von Forschungslücken der unter- schiedlichsten Art zu schließen. Um nur einige zu nennen: 1. Marx' und Engels' Tätigkeit in der Revolution, d.h. in erster Linie die Herausgabe der "Neuen Rheinischen Zeitung", wurde bis- her noch nicht in vollem Maße als Parteitätigkeit gewürdigt. Es ist noch gründlicher und allseitiger als bisher zu zeigen, inwie- fern die Zeitung tatsächlich das Organ des Bundes der Kommunisten war. Diese Problematik wird im Mittelpunkt einer Monographie zur Geschichte des Bundes stehen. 2. Es ist eine der langlebigsten und verbreitetsten Verfälschun- gen, Marx und Engels hätten in jenen frühen Jahren faktisch au- ßerhalb der praktischen Politik gestanden, sie wären nicht gehört worden, ihre Meinungen seien wirkungslos geblieben. Schon die Be- folgung der Editionsrichtlinien der MEGA, die uns den Nachweis der unmittelbaren zeitgenössischen Wirkung zur Pflicht machen, wird ergeben, daß z. B. die "Neue Rheinische Zeitung" in Dutzen- den Zeitungen Europas und besonders Deutschlands nachgedruckt worden ist. Um hier einen wirklich repräsentativen Überblick zu gewinnen, sind noch außerordentlich aufwendige Arbeiten durch- zuführen. 3. Noch nicht alle Komponenten der Strategie und Taktik der "Neuen Rheinischen Zeitung" in bezug auf bestimmte Länder oder durchgängige Probleme sind gründlich genug erforscht. Während z.B. in bezug auf Frankreich, Polen, Großbritannien und Öster- reich inzwischen spezielle Arbeiten vorliegen, sind solche zu Un- garn lückenhaft und zu Schleswig-Holstein gar nicht vorhanden. Gerade zu den beiden letzteren Ländern hat aber Engels mehr als einhundert Artikel geschrieben. Nicht minder wichtig ist eine Un- tersuchung über die Haltung der "Neuen Rheinischen Zeitung" ge- genüber den revolutionären Vorgängen in Italien in den Jahren 1848 und 1849. 2. Wissenschaftliche Studien, journalistische und ------------------------------------------------- politische Tätigkeit in den 50er und 60er Jahren ------------------------------------------------ Die theoretische und praktisch-politische Tätigkeit von Marx und Engels in den 50er und 60er Jahren, vor allem ihre Rolle als Füh- rer der I. Internationale, hat schon immer auf Marx-Engels-For- scher der verschiedensten gesellschaftswissenschaftlichen Diszi- plinen eine besondere Anziehungskraft ausgeübt. Die außerordent- liche Breite des Forschungsfeldes wird unter anderem auch daran sichtbar, daß über diesen Zeitraum in allen vier Abteilungen der MEGA intensiv gearbeitet wird. Neben den Bänden der I. und II. Abteilung sind es Bände der IV. Abteilung und vor allem eine große Anzahl von ME-GA-Bänden aus der III., der Briefabteilung. Gegenwärtig konzentrieren sich die Mitarbeiter des IML Moskau auf die wissenschaftliche und editorische Bearbeitung von 6 Briefbän- den, von denen die Bände 5, 6,7 und 8 bis 1990 erscheinen werden. Damit steht dem Benutzer der MEGA der Briefwechsel von Marx und Engels bis 1857 zur Verfügung. Trotz dieser beachtlichen Fort- schritte ist das jedoch erst ein Anfang. Inzwischen wissen wir es genau, daß der in der MEGA veröffentlichte Briefwechsel von und mit Marx und Engels 45 Bände füllen wird. Nach dem bisherigen Kenntnisstand werden in der Dritten Abteilung 4119 Briefe von Marx und Engels veröffentlicht. Hinzu kommen 9881 Briefe, die an sie gerichtet sind. Diese bisher umfangreichste Briefpublikation in der Geschichte der Marx-Engels-Edition wird für den Benutzer der MEGA noch zu- sätzlich an wissenschaftlichem Wert gewinnen, weil im wissen- schaftlichen Apparat zu den einzelnen Briefbänden auch jene Doku- mente vollständig abgedruckt werden, die den Briefen beigelegt waren. Auf diese Weise wird zum Beispiel im wissenschaftlichen Apparat zu den Bänden 5 und 6 die Tätigkeit von Marx und Engels in der Zeit des Kommunistenprozesses durch die Heranziehung von Materialien aus Zeitungen, Polizeiberichten und anderer zeitge- nössischer Dokumente weitaus tiefer ausgelotet, als es allein durch den Abdruck der Briefe möglich wäre. Nicht minder wichtig für die weitere Herausgabe der MEGA sind die 6 Exzerptbände aus diesem Zeitraum der 50er und 60er Jahre. Abge- sehen von den Londoner Exzerpten, die einen besonders engen Zu- sammenhang mit dem ökonomischen Schaffen von Marx aufweisen, han- delt es sich hier um solche Exzpertbände, die in einer besonders engen inhaltlichen Beziehung zu den entsprechenden MEGA-Bänden der Abteilung I stehen. In Halle und Leipzig wird bereits an den Exzerpten und Notizen von Marx und Engels von 1853/54 bzw. 1860/63 gearbeitet, die in Band IV, 12 und Band IV, 17 nach 1990 erscheinen werden. In der Abteilung I werden im Anschluß an die bereits vorliegenden Bände 10-13 die Arbeiten an den Bänden 14 und 15 fortgesetzt. Das erfordert weitere Untersuchungen über die Mitarbeit von Marx und Engels an der "New-York Tribüne". Sie schrieben mehr als zehn Jahre für diese große amerikanische Zeitung. Die erschienenen Bände 11-13 und die bisherigen Ergebnisse bei dem Band 14 zeigen die große Bedeutung der dort veröffentlichten Publikationen. Da in der Zeit der Herrschaft der politischen Reaktion in Europa nach der Niederlage der Revolutionen von 1848/49 die Veröffentli- chung größerer Werke von Marx und Engels nicht möglich war, blieb für die Verbreitung inzwischen gewonnener neuer theoretischer und politischer Erkenntnisse nur der Weg über die Presse, wobei die "New-York Tribüne", da sie die damals auflagenstarkste Zeitung überhaupt war und außerdem eine sehr breite Thematik behandelt werden konnte und mußte, an erster Stelle stand. Daher wurden viele der in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts gewonnenen neuen theoretischen Erkenntnisse und politischen Erfahrungen von Marx und Engels zuerst durch ihre Beiträge für die New Yorker Zeitung bekannt. Die Bedeutung der in der "New-York Tribüne" veröffentlichten Ar- tikel verpflichtet uns, auch weiterhin große Anstrengungen zu un- ternehmen, um alle Schätze zu heben, die noch bis heute in den Spalten der Zeitung verborgen geblieben sind. Besonders deutlich zeigt die Arbeit am Band I, 14, daß mittels einer genauen Durch- sicht der Zeitung weitere Artikel von Marx und Engels identifi- ziert werden können. Alle Hinweise in den verschiedenen Quellen auf die Beziehungen zwischen Marx und Engels und der Redaktion müssen auf das genaueste ausgewertet werden. Autorschaftsuntersu- chungen und die Erforschung der Geschichte der Zeitung bilden da- her eine untrennbare Einheit. Diese Anstrengungen sind nicht zuletzt auch deshalb so wichtig, weil es in den letzten zwanzig Jahren eine ganze Reihe von Veröf- fentlichungen in den USA und anderen westlichen Ländern gibt, die sich mit der Mitarbeit von Marx und Engels an der "New-York Tri- büne" beschäftigten und dabei auf die verschiedenste Weise versu- chen, diesen Teil des Werkes der beiden Begründer des wissen- schaftlichen Sozialismus zu verfälschen. Eine Methode dabei ist die schon seit langem geübte Praxis, damalige Äußerungen von Marx und Engels - vor allem über die Außenpolitik des russischen Za- rismus - aus ihrem historischen Zusammenhang herauszulösen und für die jetzigen antikommunistischen Attacken reaktionärer Ideo- logen zu mißbrauchen. Mitunter werden Marx auch Beiträge zuge- schrieben, die er gar nicht verfaßt hat. Die darin enthaltenen Auffassungen werden dann zu antimarxistischen Ausfällen benutzt. Daher haben hier Autorschaftsuntersuchungen auch unmittelbar et- was mit Auseinandersetzung, mit dem Kampf gegen Verfälschungen zu tun. Ebenso wie hinsichtlich der "New-York Tribüne" ist die Mit- arbeit von Marx und Engels an der "Neuen Oder-Zeitung", der "Free Press", aber auch an den Zeitungen aus der Zeit der I. Interna- tionale zu untersuchen. Die Internationale Arbeiterassoziation besiegelte die Vereinigung von Marxismus und Arbeiterbewegung, die im Bund der Kommunisten eingeleitet worden war. "Die I. Internationale", erklärte Lenin, "legte den Grundstein zum internationalen proletarischen Kampf um den Sozialismus". Die von ihr geschaffenen unvergänglichen inter- nationalistischen Traditionen gewinnen in den internationalen Klassenauseinandersetzungen Ende des 20. Jahrhunderts für die Ar- beiterklasse und alle antiimperialistischen Kräfte erhöhte Bedeu- tung. Das unterstrichen viele Teilnehmer der internationalen Marx-Konferenz des Zentralkomitees der SED im April 1983 in Ber- lin. Zugleich suchen bürgerliche Ideologen verstärkt, die IAA aus der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung auszuradie- ren. Um so wichtiger ist es, in der MEGA diesen Abschnitt ihres Schaffens auf höchstem wissenschaftlichen Niveau zu dokumentie- ren. Zwei gewichtige MEGA-Bände mit Materialien der I. Internationale aus der Zeit nach der Pariser Kommune liegen bereits vor, die Bände I, 22 und I, 24. Nunmehr haben wir uns den Anfangsjahren der IAA zugewandt. Das geschah auch mit Hinblick darauf, daß die revolutionäre Arbeiterbewegung 1989 gemeinsam mit anderen fort- schrittlichen Kräften den 125. Gründungstag der I. Internationale wie auch den 100. Gründungstag der II. sowie den 70. Gründungstag der III. Internationale begehen wird. Wir konzentrieren uns zunächst auf die Erarbeitung von Band I, 20, der die Zeit von September 1864 bis September 1867 und damit den Konstituierungs- prozeß der IAA sowie deren Bewährung während der Wirtschaftskrise von 1866/67 zum Inhalt hat. Die konzeptionelle Vorbereitung wird in diesem Fünfjahresplanzeitraum auch noch für Band I, 21 begon- nen, der in zwei Halbbänden das Wirken von Marx und Engels an der Spitze der Internationale von September 1867 bis März 1871, bis zum Vorabend der Pariser Kommune, dokumentieren wird. Viele bürgerliche Ideologen suchen glauben zu machen, der Marxis- mus habe sich während Marx' Arbeit am "Kapital" in einen ökonomi- schen Determinismus bzw. in eine Spontanitätstheorie verwandelt, und sprechen von einer Vernachlässigung des subjektiven Faktors, zu der es in dieser Zeit gekommen sei. Davon kann jedoch gar keine Rede sein, und das ist in den MEGA-Bänden aus der Zeit der Internationalen Arbeiterassoziation umfassend zu belegen. Das Wirken von Marx und Engels in der I. Internationale kann nur als außerordentlich bedeutungsvolle Etappe in ihrem Kampf um die pro- letarische Partei begriffen werden, in der viele neue Fragen praktisch und theoretisch zu lösen waren. Die erste mit der IAA verbundene proletarische Partei entstand in Deutschland: die So- zialdemokratische Arbeiterpartei, die Partei der Eisenacher. Das Wirken von Marx als Korrespondierender Sekretär des Generalrats für Deutschland noch genauer zu untersuchen, ist daher ein Schwerpunkt bei der Arbeit an den MEGA-Bänden über die Zeit der I. Internationale. Besonders möchten wir aus diesem Forschungskomplex folgendes her- vorheben: In der Inauguraladresse begründete Marx programmatisch die Notwendigkeit der eigenen Außenpolitik der Arbeiterklasse und deren Grundsätze. Die weitere Ausarbeitung und Durchsetzung die- ser Prinzipien war ein untrennbarer Bestandteil des gesamten Wir- kens von Marx und Engels in der IAA. Das bei der Bearbeitung der Dokumente und Protokolle des Generalrats umfassend zu untersu- chen, ist heute wichtiger denn je. Marx wies nach, daß der Kapi- talismus ständig Kriege hervorbringt und deren Verwüstungskraft immer mehr steigert. Schon während seiner Tätigkeit in der I. In- ternationale zeigte Marx aber auch immer wieder, daß es keine schicksalhafte Unvermeidlichkeit von Kriegen gibt, sondern die Arbeiterklasse den kapitalistischen Kriegstreibern in die Arme fallen kann und muß. 1869 rief er die amerikanischen Arbeiter auf, "Frieden zu gebieten, wo diejenigen, die ihre Herren sein wollen, Krieg schreien". In den umfangreichen Diskussionen, zu denen es in der I. Internationale über die Stellung der Arbeiter- klasse zu Krieg und Frieden kam, sorgte Marx für die notwendige Abgrenzung vom bürgerlichen Pazifismus einerseits und für Bünd- nisse mit demokratischen Friedenskräften andererseits. Vieles ist noch zu tun, um das genauer zu erhellen. Dank der internationalistischen Erziehung durch die IAA wandten sich während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 erst- mals Arbeiter zweier kriegführender Länder, die fortgeschrittenen Arbeiter Frankreichs und Deutschlands, solidarisch gegen ihre herrschenden Klassen. Marx erklärte: "Diese einzige große Tatsa- che, ohnegleichen in der Geschichte der Vergangenheit, öffnet die Aussicht auf eine hellere Zukunft. Sie beweist, daß, im Gegensatz zur alten Gesellschaft mit ihrem ökonomischen Elend und ihrem po- litischen Wahnwitz, eine neue Gesellschaft entsteht, deren inter- nationales Prinzip der Friede sein wird, weil bei jeder Nation dasselbe Prinzip herrscht - die Arbeit!" 3. Der dritte "Kapital"-Entwurf und ----------------------------------- die Nachauflagen des ersten Bandes ---------------------------------- Mit dem "Kapital" hat Marx dem gesamten Marxismus die unerschüt- terliche Basis gegeben, und dieses Werk wird daher zu Recht das Hauptwerk unserer wissenschaftlichen Weltanschauung genannt. Die einmalige Edition des "Kapitals" in der MEGA, mit allen seinen Vorarbeiten und mit allen seinen autorisierten Nachauflagen und Übersetzungen entrollt das Panorama einer wissenschaftlichen Lei- stung, die ihresgleichen sucht. Marx hat mit diesem Werk den Ka- pitalismus für alle seine Entwicklungsstadien analysiert, aber er hat gleichzeitig darin derartig fruchtbare und anregende Denkan- stöße für alle die gegeben, die die neue, sozialistische Gesell- schaft aufbauen, daß das "Kapital" für die Errichtung der sozia- listischen Gesellschaft ein unentbehrliches und immer wieder neu zu durchforschendes Reservoir wissenschaftlicher Schätze dar- stellt. Dies Werk in der Gesamtheit seiner überlieferten Materia- lien der internationalen Arbeiterbewegung zugänglich zu machen, ist eine verpflichtende Aufgabenstellung der MEGA. Während der Schwerpunkt der Forschung zur Geschichte des "Kapitals" bisher auf den Zeiträumen von 1857 bis 1863 und 1866 bis 1867 lag, verlagerte er sich seit geraumer Zeit und gegenwär- tig mehr und mehr auf die Jahre 1850 bis 1853, 1863 bis 1865 und 1871/1872 bis zu Marx' Tod 1883 sowie auf die Arbeit von Engels am "Kapital" seit 1883. Dem entsprechen folgende drei Editions- und Forschungsschwerpunkte, die bereits alle in Angriff genommen worden sind und bis zum Beginn der neunziger Jahre die Aufmerk- samkeit und Anstrengung der betreffenden Forscherkollektive bean- spruchen werden. Einen spürbaren Beitrag zur Erschließung der Entstehungsge- schichte des "Kapitals" leistet erstens die Erforschung und erst- malige Edition von 24 sog. Londoner Heften von 1850-1853 in den Bänden IV, 7 - IV, 11 an der Martin-Luther-Universität Halle. Die Londoner Hefte 1850-1853 bilden einen Wissensspeicher, auf den sich Marx unmittelbar bei der Ausarbeitung der "Grundrisse" stützte, die aber auch bei allen folgenden ökonomischen Werken herangezogen wurden. 2) Den z w e i t e n Editions- und Forschungsschwerpunkt bildet das Manuskript aller drei theoretischen Bücher des "Kapitals" von 1863-1865, soweit es überliefert ist, sowie einige zum zweiten und dritten Band gehörige, von Marx in den Jahren 1866/1867 ver- faßte Materialien. Nach der Veröffentlichung des ersten und zwei- ten Entwurfs des Hauptwerkes von Marx aus den Jahren 1857/58 be- ziehungsweise 1861-1863 stellt die Herausgabe des dritten, der seinen Selbstverständigungsprozeß abschloß, einen neuen Höhepunkt dar; sicherlich nicht nur für die Marx-Engels-Forschung, sondern gleichermaßen für die marxistisch-leninistischen Gesellschafts- wissenschaften. Das gilt wohl insbesondere für den Entwurf des dritten Bandes des "Kapitals", auf dessen Grundlage E n g e l s die Druckfassung besorgte. A l l e d i e s e M a t e r i a- l i e n w e r d e n i m B a n d 4 d e r Z w e i t e n A b t e i l u n g e n t h a l t e n s e i n. Er besteht aus drei Büchern, wovon das erste sich im Druck, das zweite in Redaktion und das dritte in Vorbereitung befindet. Die Aufzählung der Materialien deutet bereits die inhaltlichen Probleme an, die der Band birgt. Im Band II, 4.1 werden bestimmte ökonomische Manuskripte von Marx aus der Zeit von 1863 bis 1867 veröffentlicht. Dazu gehört das Fragment "Sechstes Kapitel. Resultate des unmittelbaren Produkti- onsprozesses", das thematisch zum ersten Band des "Kapitals" ge- hört. Dazu kommt das "Manuskript I" des zweiten Bandes mit Pro- blemen des Zirkulationsprozesses des Kapitals und schließlich der Text der späteren Broschüre "Lohn, Preis und Profit" von Marx. Das zweite Buch des vierten Bandes der Zweiten Abteilung wird Marx' sehr umfangreichen und einzigen Entwurf für den dritten Band des "Kapitals" enthalten. Es handelt sich hier um 575 Hand- schriftenseiten, also um etwa 1000 MEGA-Druckseiten. Dieser Band enthält die erste systematische Darstellung einer der fundamenta- len Entdeckungen von Marx, der Theorie der Durchschnittspro- fitrate und des Produktionspreises sowie die Darlegungen zum Ge- setz des tendenziellen Falls der Profitrate und die Analyse der besonderen, verwandelten Formen des Mehrwerts - industrieller Profit, absolute Rente und Differentialrente, Handelsprofit und Zins. Die Darstellung des Gesamtprozesses der kapitalistischen Produk- tion ist nicht zuletzt aus weltanschaulichen und methodischen Gründen von Bedeutung. Mit diesem Band lag die wissenschaftliche Begründung der historischen Mission der Arbeiterklasse vollstän- dig vor; ist es ein Wunder, daß sich die Marx-Kritik seit seinem Erscheinen besonders massiv auf Marx' Hauptwerk stürzte? Sie griff sowohl die ökonomischen Aussagen an, als auch die innere Logik und Geschlossenheit der Darstellung. Vor allem wurde dieser Band metaphysisch vom ersten Band zu trennen versucht, sogar als Torso hingestellt, und es wurde auch behauptet, erst Engels habe auf der Grundlage eines prinzipiellen Mißverständnisses der Marx- schen Lehre aus dem nachgelassenen Entwurf etwas Einheitliches gemacht. Die weitere Forschung muß, anknüpfend an die bisherigen Ergebnisse, den spezifischen Charakter und Stellenwert des Manu- skripts von 1863-1865 bestimmen. Was die Probleme des dritten Bandes betrifft, so muß bei allen Untersuchungen stets der Zusam- menhang zwischen dem Marxschen Manuskript für den dritten Band und der von Engels besorgten und herausgegebenen Fassung dieses Bandes berücksichtigt werden. Das ist, wie gesagt, wesentlich in Beziehung auf gegenwärtige bürgerliche Fehlinterpretationen be- ziehungsweise Verfälschungen dieser Zusammenhänge. Im Zeitraum von Januar 1866 bis August 1867 schrieb Marx nicht nur die Druckfassung des ersten Bandes des "Kapitals" nieder, sondern verfaßte auch verschiedene ergänzende, für die Fertig- stellung des zweiten und dritten Bandes des "Kapitals" vorgese- hene Materialien. So gibt es ein Manuskript mit der Überschrift "Zu Buch 3 Gehöriges", das aus ca. 160 Handschriftenseiten be- steht, und weitere Materialien. Sie alle werden das dritte Buch des Bandes 4 der Zweiten Abteilung bilden. Die gesamte For- schungsproblematik, die sich hier offensichtlich auftun wird, ist heute noch nicht völlig zu übersehen. Doch zweifellos sind da nä- here Aufschlüsse über bisher nicht bekannte Aktivitäten von Marx im Zusammenhang mit den theoretischen Problemen des zweiten und dritten Bandes des "Kapitals" zu erwarten. Es deutet sich an, daß Marx in den Jahren 1866/67 nicht nur um die Fertigstellung des ersten Bandes bemüht war, sondern auch nach der Veröffentlichung des zweiten und dritten trachtete; wenn schon nicht gleichzeitig mit dem ersten, sollten sie mindestens unmittelbar nach ihm er- scheinen. D r i t t e n s schließt die bisherige Edition nahezu alle Vor- arbeiten für den ersten Band des "Kapitals" sowie die Erstausgabe desselben von 1867 ein. Nunmehr steht zur Bearbeitung und Er- forschung der Komplex von MEGA-Bänden, der alle Ausgaben des er- sten Bandes, deutsch oder fremdsprachig, umfaßt, die von Marx und Engels selbst bearbeitet beziehungsweise intensiv betreut oder autorisiert worden sind. Das sind fünf Ausgaben und dementspre- chend fünf MEGA-Bände. So hat Marx die zweite Auflage des ersten Bandes des "Kapitals" unter dem Eindruck und mit den Erfahrungen der fünfjährigen Wir- kungs- und Rezeptionsgeschichte der ersten Auflage, also unter Kenntnis seiner Aufnahme bei Freund und Feind, in Überarbeitung genommen. Diese Überarbeitung aber war ihrerseits eng verwoben mit seinen engagierten Bemühungen um eine durchgehende theoreti- sche und darstellerische Vervollkommnung der französischen Über- setzung des Werkes von Joseph Roy. Die historisch-kritische Ver- antwortung der MEGA-Editoren trifft bereits hier auf gewichtige Fragestellungen. Inwiefern ist Marx' Äußerung über den eigenen wissenschaftlichen Wert der französischen Textfassung berechtigt, welche theoretischen Weiterentwicklungen an diesem Text bestäti- gen dies im einzelnen und im ganzen? Woraus resultierten die of- fensichtlichen Schwierigkeiten, die Marx bei der endgültigen Fas- sung des Abschnitts über die Wertform für die zweite Auflage zu überwinden hatte und die durch erstmals zu veröffentlichende Ma- nuskripte dieser Überarbeitung eindrucksvoll belegt werden? Es ist in diesem Zusammenhang auch die Zeit gekommen, einer zwar be- reits angeschlagenen, jedoch bisher nicht voll widerlegten Le- gende durch ausreichende und überzeugende wissenschaftliche Argu- mente den Garaus zu machen: Beginnend mit Kautskys Volksausgabe von 1914 bis heute, und da meist in nichtmarxistischen Kreisen, wird die zweite deutsche Auflage als Marx' Ausgabe "letzter Hand" und damit als der wissenschaftliche Schlußpunkt des ersten Bandes des "Kapitals" ausgegeben. Demgegenüber werden die dritte und vierte Auflage als Bearbeitungen von Engels als unbedeutend abge- tan. Diese Problematik führt uns zu den interessanten Beziehungen zwischen zweiter und dritter deutscher und französischer Ausgabe. Für Marx war nach seinen eigenen Aussagen zunächst die französi- sche Ausgabe der "wissenschaftliche Höchststand", nicht die zweite deutsche. Als sich 1877 die Aussicht eröffnete, eine eng- lische Übersetzung in Amerika herauszubringen, schrieb er mehrere umfangreiche Anweisungen bis hin zu Seiten- und Zeilenzahlen, welche Stellen unbedingt der französischen Ausgabe zu folgen hät- ten. Das Projekt zerschlug sich; doch kam Anfang der achtziger Jahre die dritte deutsche Auflage in Sicht, d. h. der Verleger Meißner forderte sie. Marx engagierte sich trotz seiner schwer geschädigten Gesundheit in dieser Angelegenheit. Viel hat er selbst bearbeitet, immer in dem Bestreben, die wissenschaftlichen Errungenschaften der französischen Ausgabe in die dritte deutsche zu übernehmen. Engels setzte in diesem Geist die Erarbeitung der dritten Ausgabe nach Marx' Tod fort und vollendete sie. So ver- körperte, wenn man sich so ausdrücken will, gerade diese dritte Ausgabe den letzten Willen von Marx hinsichtlich des ersten Ban- des seines Hauptwerkes. Die dritte Auflage ihrerseits wurde nun wiederum zur Überset- zungsgrundlage für die englische Fassung des ersten Bandes des "Kapitals", die Samuel Moore und Edward Aveling als Übersetzer entwarfen und an der Engels intensive Kontrollredaktion durch- führte. Erfahrungen und Arbeitsergebnisse dieser Ausgabe wurden relevant für die vierte deutsche Auflage, doch auch die französi- sche Ausgabe wurde bei dieser "endgültigen Feststellung des Tex- tes", wie Engels sagte, herangezogen und ausgewertet. Die vierte deutsche Auflage des ersten Bandes des "Kapitals" von 1890 ist somit die Ausgabe letzter Hand von Marx und Engels gemeinsam. In ihr sind alle theoretischen Weiterentwicklungen seit der Erstaus- gabe von 1867 aufgehoben. Es versteht sich von selbst, daß diese anspruchsvollen Editions- aufgaben zahlreiche Forschungen notwendig machen. Sie sind be- reits im vollen Gange, aber vieles bleibt selbstverständlich noch zu tun. Im September 1987 begehen wir den 120. Jahrestag des erstmaligen Erscheinens des "Kapitals". Ein würdiger Anlaß, neue Forschungsergebnisse zu Marx' Hauptwerk vorzubereiten. 4. Wissenschaft und Politik von Marx und Engels ----------------------------------------------- von den 70er Jahren bis zu ihrem Lebensende ------------------------------------------- Als Friedrich Engels im "Anti-Dühring" erstmals die beiden großen Entdeckungen von Marx charakterisierte, durch die der Sozialismus zu einer Wissenschaft wurde - die materialistische Geschichtsauf- fassung und die Mehrwerttheorie -, schloß er daran die Feststel- lung, daß es sich nun darum handle, den wissenschaftlichen Sozia- lismus in allen "Einzelheiten und Zusammenhängen weiter auszuar- beiten". Die weitere Ausarbeitung des wissenschaftlichen Sozia- lismus und damit die allseitige Begründung der historischen Mis- sion der Arbeiterklasse waren eine wesentliche Seite im Schaffen von Marx bis in die letzten Jahre seines Lebens, sowie von En- gels, der sich nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftstätigkeit Anfang der siebziger Jahre mit ganzer Kraft der politischen und theoretischen Arbeit zuwandte. An erster Stelle ist hier Engels' Werk "Herrn Eugen Dünrings Um- wälzung der Wissenschaft" zu nennen, das gemeinsam mit den Vorar- beiten und der aus dem "Anti-Dühring" hervorgegangenen Schrift "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft" in ihrer französischen und deutschen Fassung den Inhalt des the- matischen Bandes I, 27 bildet. Nachdem bereits 1985 die "Dialektik der Natur" als thematischer Band I, 26 erschien, wird dem nun der "Anti-Dühring" zur Seite gestellt. Weitere themati- sche Bände zu theoretischen Arbeiten von Marx und Engels werden sich anschließen. Hierzu gehört der an der Akademie der Wissen- schaften der DDR edierte Band I, 29, der Engels' Werk "Der Ur- sprung der Familie, des Privateigentums und des Staates" enthält, sowie der an der Lomonossow-Universität in Moskau bearbeitete Band I, 28 mit Marx' mathematischen Manuskripten. An zwei Bänden mit naturwissenschaftlichen Exzerpten wird an der Humboldt-Uni- versität in Berlin die Arbeit aufgenommen. Das sind der Band IV, 31 mit Marx' Exzerpten zur Geologie, Physiologie und Chemie sowie der Band IV, 39 mit den naturwissenschaftlichen Exzerpten von Marx und Engels aus den frühen achtziger Jahren. Nimmt man die Gesamtheit dieser fünf MEGA-Bände, so zeigt sich zweierlei: Z u m e i n e n wird mit den mathematischen Manu- skripten und naturwissenschaftlichen Exzerpten eine bisher wenig erforschte Seite des theoretischen Schaffens von Engels und von Marx weiter erschlossen und damit zugleich gezeigt, wie Marx bis in die letzten Jahre seines Lebens sich vielfältigen wissen- schaftlichen Studien widmete. Z u m a n d e r e n werden durch den "Anti-Dühring", den "Ursprung" und die naturwissenschaftli- chen Exzperte Umfang und Vielfalt des theoretischen Wirkens von Engels, vor allem seine Leistungen bei der allseitigen wissen- schaftlichen Fundierung der Weltanschauung der Arbeiterklasse do- kumentiert. Die dabei gewonnenen neuen Forschungsergebnisse werden zwei- felsohne dazu beitragen, die bis heute strapazierte These bürger- licher und mancher sozialreformistischer Ideologen zu entkräften, Engels habe den Marxismus vereinfacht und dogmatisiert und ihm in dieser verflachten Form zum Durchbruch in der Arbeiterbewegung verhelfen. Wie eh und je wird bei dem Gerede von dem "Vereinfacher" Engels insbesondere auf den "Anti-Dühring" verwie- sen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen für diesen MEGA-Band erbrachten eine Reihe neuer Ergebnisse, durch die derartige Be- hauptungen in das Reich der Legende verwiesen werden und unser Standpunkt durch die Forschung bestätigt wird. Umfassender und noch tiefschürfender als bisher konnte nachgewie- sen werden, wie Engels die Weltanschauung der Arbeiterklasse als wissenschaftliche Theorie und als organische Einheit philosophi- scher, ökonomischer und sozialpolitischer Lehren betrachtete und darstellte. Diese Einheit und die gegenseitige Bedingtheit der drei Hauptbestandteile des Marxismus wird unmittelbar am Werk konkret untersucht und dem Benutzer zugänglich gemacht. Dank der Forschungen während der Arbeit am Band I, 27 konnte darüber hin- aus wesentlich umfassender als bisher die vielfältige Mitwirkung von Marx am "Anti-Dühring" ermittelt werden. Marx schrieb für ein Kapitel nicht nur - wie bisher bekannt - die gesamte Vorlage, sondern fertigte auch umfangreiche Vorarbeiten an, die in Band I, 27 erstmals veröffentlicht werden. Darüber hinaus bezeugt eine Reihe weiterer Belege Marx' unmittelbare Mitarbeit. Die gültige Darstellung seines erheblichen Anteils am "Anti-Dühring" widerlegt sehr eindrucksvoll die künstlich konstruierten Gegensätze zwischen Marx und Engels seitens der bürgerlichen Marx-Engels-Verfälschung. Die prinzipielle Übereinstimmung der Ansichten von Marx und En- gels nachzuweisen, ist auch ein Anliegen der Forschungen für den "Ursprung der Familie ..." Es ist zu analysieren, wie Engels die Morgan-Exzerpte von Marx sowie weitere Quellen auswertete und welche eigenständige wissenschaftliche Leistung er erbrachte. "Der Ursprung der Familie ..." erhält durch die Aufarbeitung der Ur- und Frühgeschichte und deren Einbeziehung in das Geschichts- bild der Arbeiterklasse für die wissenschaftliche Begründung der Ablösung der kapitalistischen durch die kommunistische Gesell- schaftsformation außerordentliche Bedeutung. Seinen geschichtsme- thodologischen Gehalt zu erschließen ist zugleich hochaktuell, denn das Werk bietet den revolutionären Kräften, vor allem in den Entwicklungsländern, bei der Ausarbeitung ihrer Strategie im Kampf um eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesell- schaft eine wichtige theoretische Orientierung. Lenin betonte, daß in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts die Bedeutung von Marx und Engels als geistige Führer der Arbei- terbewegung immer größer wurde, "weil auch die Bewegung selbst ununterbrochen wuchs". Nach dem Tod von Marx lag auf Engels al- lein die Verpflichtung, "als Berater und Führer der europäischen Sozialisten zu wirken". Wie engagiert und wie unermüdlich der alte Engels den Arbeiterführern in den einzelnen Ländern Europas, aber auch in Amerika mit Rat und Tat zur Seite stand, das doku- mentieren in eindrucksvoller Weise die Bände 30 bis 32 der I. Ab- teilung, an denen in Berlin und Jena gearbeitet wird. Der Inhalt dieser Bände vermittelt eine Vorstellung davon, welche bedeutende Rolle Engels bei der Verallgemeinerung der Erfahrungen der inter- nationalen Arbeiterbewegung spielte. Nach dem Tod von Marx fand Engels in den Führern der internationalen Arbeiterbewegung mehr und mehr die Partner für den Meinungsaustausch über theoretische und aktuell-politische Fragen, der für ihn und Marx zu einem un- entbehrlichen Bestandteil des gemeinsamen Schaffens geworden war. Gestützt auf bereits vorliegende Forschungen werden bei der Bear- beitung der MEGA-Bände aus diesen Jahren neue wissenschaftliche Ergebnisse erbracht werden, die sowohl für die Marx-Engels-For- schung als auch für die Erforschung der Geschichte der Arbeiter- bewegung besonders aufschlußreich sein dürften. So wird zum Bei- spiel immer wieder behauptet, Engels habe die marxistischen Grundsätze nach dem Tode von Marx einer Revision unterzogen. Wie haltlos derartige Unterstellungen sind, werden wir nicht zuletzt dadurch nachweisen können, daß wir in der MEGA alle Wiederaufla- gen und Übersetzungen der Schriften von Marx und Engels bringen werden, die dank der Initiative von Engels nach 1883 erschienen sind. Das betrifft außer dem "Kapital" solche grundlegenden Werke des Marxismus wie zum Beispiel "Das Manifest der Kommunistischen Partei", "Das Elend der Philosophie", "Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte", "Der Bürgerkrieg in Frankreich" oder "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft". Nach unseren bisherigen Ermittlungen sind es über 20 Übersetzun- gen, die Engels nach 1883 redigierte oder an denen er selbst mit- arbeitete. Engels sorgte nicht nur für eine inhaltlich und sprachlich exakte Übertragung der Texte in andere Sprachen, son- dern erwarb sich darüber hinaus auch besondere Verdienste bei der Heranbildung von Spezialisten, die in der Lage waren, den wissen- schaftlichen Sozialismus der Arbeiterbewegung in den einzelnen Ländern zugänglich zu machen. Die Arbeit an den MEGA-Bänden der Jahre 1883 bis 1895 wird diese Tätigkeit von Engels, die zwei- felsohne eine wichtige Seite seiner umfangreichen Bemühungen um die Verbreitung des Marxismus umfaßt, voll erschließen und damit auch wichtige Impulse für die gegenwärtige Marxismus-Rezeption in der internationalen Arbeiterbewegung vermitteln. Die Versuche, den alten Engels zum Revisionisten abzustempeln, werden aber vor allem durch den enormen Beitrag widerlegt, den Engels in den 80er und 90er Jahren zur Weiterentwicklung der re- volutionären Theorie erbracht hat. Die in den Bänden 30 bis 32 in der MEGA veröffentlichten Arbeiten, wie zum Beispiel über die "Rolle der Gewalt in der Geschichte" oder die "Kritik des Erfur- ter Programmentwurfs" bezeugen seine Leistungen bei der weiteren Ausarbeitung der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiter- klasse, besonders der dialektisch-materialistischen Geschichts- auffassung sowie der Staats- und Revolutionstheorie. Gleichzeitig dokumentieren sie Engels' schöpferischen Beitrag zur Weiterent- wicklung der Strategie und Taktik der revolutionären Arbeiterbe- wegung unter den neuen Bedingungen des Klassenkampfes am Ausgang des 19. Jahrhunderts. Engels' Hinweise zu konkreten Fragen des Kampfes um die Verwirk- lichung der historischen Mission der Arbeiterklasse - sei es über den dialektischen Zusammenhang zwischen Demokratie und Sozialis- mus, sei es über Fragen der Bündnispolitik oder sei es über die Möglichkeiten und Grenzen des parlamentarischen Kampfes - waren richtungweisend. Dabei war Engels stets darauf bedacht, die Grundprinzipien marxistischer Strategie und Taktik gegen rechts- und linksopportunistische Auffassungen zu verteidigen. Stets war er bemüht, die neuen Erscheinungen in der Entwicklung des Kapita- lismus zu erkennen und die Menschheit vor einem Krieg zu bewah- ren. Angesichts des Wettrüstens und der wachsenden Widersprüche zwischen den kapitalistischen Ländern veröffentlichte Engels zu Beginn der 90er Jahre das erste wissenschaftlich begründete Abrü- stungsprogramm der internationalen Arbeiterbewegung. Engels' Schrift "Kann Europa abrüsten?" war für den Kampf der Ar- beiterklasse richtungweisend. Mit der Forderung nach der stufen- weisen Abrüstung in allen europäischen Staaten und dem Stopp des Wettrüstens war der internationalen Arbeiterbewegung eine unmit- telbare Aufgabenstellung für den Kampf gegen Militarismus und Krieg gegeben. Diese gemeinsame Aufgabenstellung ermöglichte ein geschlossenes Vorgehen aller Abteilungen des internationalen Pro- letariats und schuf günstige Voraussetzungen für gemeinsame Ak- tionen. Der Abrüstungsvorschlag von Engels ermöglichte gleichzei- tig ein breites Bündnis der Arbeiterklasse mit allen antimilita- ristischen und friedliebenden Kräften und ist heute aktueller denn je. In unserer MEGA-Edition gilt es, auch diese Schätze zu heben, führt doch ein direkter Weg von dieser Schrift zu den Ab- rüstungsvorschlägen und den Abrüstungsverhandlungen der So- wjetunion und der anderen sozialistischen Länder in unseren Ta- gen. Die Wirkung der MEGA auf die internationale Öffentlichkeit wird um so größer sein, je besser es uns mit jedem einzelnen Band ge- lingt, den Benutzer unserer Ausgabe von der Qualität unserer wis- senschaftlichen und editorischen Arbeit zu überzeugen. Das uner- müdliche Ringen um die Realisierung des Forschungsprogramms für die weitere Herausgabe der MEGA in den 80er und 90er Jahren ist die wichtigste Voraussetzung dafür, daß die Marx-Engels-Forscher und -Editoren in aller Welt bei der Verbreitung der Weltanschau- ung der Begründer des Marxismus in unserer historisch-kritischen Gesamtausgabe eine zuverlässige, auf einem hohen theoretischen Niveau stehende Grundlage finden. _____ 1) MEW 37, S. 326. 2) Wegen des ausführlichen Beitrags von W. Jahn in diesem Band können wir uns auf diese Andeutungen beschränken. zurück