Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 12/1987
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PHILOSOPHEN, IDEOLOGEN UND DEUTSCHE IDEOLOGIE:
CHARLES FOURIERS BEDEUTUNG FÜR FRIEDRICH ENGELS
Niels Mader
1. Engels' Würdigung der utopischen Sozialisten - 2. Ein alter
Plan - 3. Die "verkehrte Welt"
1987 jährt sich der 150. Todestag Charles Fouriers, eines frühen
Kritikers der bürgerlichen Gesellschaft, dem Marx und Engels we-
gen seiner filigranen Gesellschaftsanalyse und geschichtstheore-
tischen Einsichten einen Ehrenplatz in der Ahnengalerie soziali-
stischer Denker zuerkannten. Während ihres gesamten politischen
und wissenschaftlichen Wirkens fühlten Marx und insbesondere En-
gels sich verpflichtet, nicht nur die historische Bedeutung Fou-
riers zu würdigen, um ihn gegen philantrope Verstümmelung,
ahistorische Behandlung oder Verkennung als Phantasten zu vertei-
digen, sondern gerade Fouriers Bedeutung für die Herausbildung
des wissenschaftlichen Sozialismus zu betonen.
1. Engels' Würdigung der utopischen Sozialisten
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Im "Anti-Dühring", den Engels als "Versuch, eine enzyklopädische
Übersicht" seiner und Marxens "Auffassung der philosophischen,
naturwissenschaftlichen und geschichtlichen Probleme zu geben"
(MEW 36, 136), betrachtet, unternimmt er eine generelle Würdigung
Fouriers. Schon 1874 in der "Vorbemerkung" zu "Der deutsche Bau-
ernkrieg" erinnert Engels daran, daß "der deutsche theoretische
Sozialismus nie vergessen wird, daß er auf den Schultern Saint-
Simons, Fouriers und Owens steht, die bei aller Phantasterei und
bei allem Utopismus zu den bedeutendsten Köpfen aller Zeiten ge-
hören und zahllose Dinge genial antizipierten, deren Richtigkeit
wir jetzt wissenschaftlich nachweisen" (MEW 7, 541). 1882, im
Vorwort zur ersten Auflage der deutschen Fassung von "Die Ent-
wicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft" führt
Engels "als Zeugin für die Bewährung der Dialektik in der Wirk-
lichkeit" nicht nur die "moderne Naturwissenschaft" an, sondern
beruft sich gleichermaßen auf die drei großen Utopisten (Saint-
Simon, Fourier, Owen) wie auf die deutsche Philosophie von Kant
bis Hegel (s. MEW 19, 188). Am 13. August 1884 antwortet Engels
auf eine briefliche Anfrage Georg Heinrich von Vollmars, der von
Engels wissen will, an welcher Hochschule eine schwedische Freun-
din sich mit dem Sozialismus vertraut machen und Sozialwissen-
schaften studieren könne; da Engels zwischen den einzelnen Hoch-
schulen keine Unterschiede und in ihnen durchgängig eine
"katheder-sozialistisch-philantropisch" gefärbte bürgerliche Öko-
nomie vorherrschen sieht, rät er: "Tüchtiges eignes Studium der
klassischen Ökonomie von den Physiokraten und Smith bis Ricardo
und seiner Schule, sowie der Utopisten Saint-Simon, Fourier und
Owen, endlich Marx, nebst fortwährender Anwendung des eignen Ur-
teils, wird das meiste tun müssen. Ich setze voraus, daß ihre
Freundin die Quellen selbst studiert und sich nicht von Kompen-
dien und andren Quellen zweiter Hand in die Irre führen läßt."
(MEW 36, 199). Dreierlei ist an Engels' Hin weis bemerkenswert:
1. Engels orientiert auf die entwickeltste Form sozialistischer
und gesellschaftswissenschaftlicher Theorie (Marx) in der Form,
daß er das Studium ihrer theoretischen Quellen einbezogen wissen
will. Dies geschieht sicherlich nicht nur unter dem prinzipiellen
Gesichtspunkt, daß eine Theorie nur von ihren historischen Quel-
len her begriffen werden kann, sondern auch im Kontext politisch-
ideologischer Auseinandersetzungen um den utopischen Sozialismus
in der deutschen und französischen Arbeiterbewegung. 1)
2. Engels stellt neben die Vertreter der klassischen bürgerlichen
Ökonomie die utopischen Sozialisten und anerkennt darin ihren An-
teil an der Entwicklung der ökonomischen Theorie des wissen-
schaftlichen Sozialismus. 2)
3. Engels fordert das Studium der "Quellen selbst" nicht nur als
Verfechter wissenschaftlicher Akribie, sondern als Theoretiker
des Proletariats unter dem Gesichtspunkt der Selbstversicherung
des Proletariats bezüglich seiner Herkunft, um politisch-ideolo-
gische Handlungsfähigkeit zu ermöglichen. Als profunder Kenner
der Lehren des kritisch-utopischen Sozialismus weiß Engels um die
Dürftigkeit zeitgenössischer "Kompendien" und "Quellen zweiter
Hand", die die theoretische Herkunft des "modernen Sozialismus"
eher verstellen denn erhellen.
Mit dem "Anti-Dühring" und mit "Die Entwicklung des Sozialismus
von der Utopie zur Wissenschaft" liefert Engels programmatische
Orientierungen für die Erforschung der theoretischen Quellen
(aber auch der praktischen Bewegungen), insbesondere auch des
utopischen Sozialismus die deren/dessen Authentizität und Origi-
nalität gewährleisten. Engels' Intentionen wurden von Theoreti-
kern und Führern der deutschen Sozialdemokratie geteilt und umge-
setzt. Karl Kautsky schlug "dem Parteiverleger J.H.W. Dietz für
dessen 1887 anlaufende Internationale Bibliothek ein ganzes Pu-
blikationsprogramm zum vormarxistischen Sozialismus" vor. 3) Wil-
helm Liebknecht befaßte sich mit Robert Owen und der Chartisten-
bewegung. 4) 1887 erschienen Hermann Schlüters Buch über die
Chartistenbewegung und in der sozialdemokratischen Bibliothek'
Arbeiten über Wilhelm Weitling und Gracchus Babeuf. 5) August Be-
bel verfaßte während einer neunmonatigen Haft die erste marxisti-
sche Monographie über Charles Fourier, die 1888 in der
"Internationalen Bibliothek" erschien. 6)
2. Ein alter Plan
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Die Idee einer Bibliothek sozialistischer Schriften hatten Engels
und Marx schon Anfang 1845 (s. MEW 27, 22; 24 f.; 26). Sie nahm
programmatische Form an 7) und stand in direkter Beziehung zu ih-
ren publizistischen Bemühungen um die Herausgabe der "Deutschen
Ideologie" wie auch einer Vierteljahresschrift. 8) Unter dem Ti-
tel "Bibliothek der vorzüglichsten sozialistischen Schriftsteller
des Auslandes" sollten "die besten Sachen von Fourier, Owen, den
Saint-Simonisten etc." übersetzt und herausgegeben werden (MEW
27, 24).
Engels' und Marx' Plan einer Bibliothek sozialistischer Schrift-
steller unterscheidet sich in wichtigen Punkten von der 1887 an-
laufenden "Internationalen Bibliothek": a) 1887 kann das deutsche
Proletariat auf eine mehr als zwanzigjährige Geschichte seiner
nationalen politischen Organisation, auf reichhaltige Klassen-
kampferfahrungen zurückblicken. Mit und in der sozialdemokrati-
schen Partei verfügt es über institutionalisierte Mittel
(politische Presse, theoretische Organe, Bildungsarbeit ...) und
herangereifte Persönlichkeiten, die in politischen wie auch wis-
senschaftlichen Kategorien zu denken gewohnt sind. Proletariat,
Politik und Wissenschaft haben 1887 ein höheres Niveau der Ver-
zahnung erreicht, b) 1887 liegt der wissenschaftliche Sozialismus
in einer relativ reifen Form theoretisch-empirischer Abgesichert-
heit vor. Als praktische und theoretische Handlungsanleitung be-
sitzt er eine politisch-wissenschaftlich orientierende Funktion,
c) 1887 hat der Verschmelzungsprozeß von Arbeiterbewegung und
wissenschaftlichem Sozialismus schon eine mehr als vierzigjährige
Geschichte.
1845 existierte dagegen noch kein politisch organisiertes deut-
sches Proletariat, höchstens in seinen Vorformen in Gestalt des
"Bundes der Gerechten".
Marx und Engels standen erst an dem Punkt, sich grundlegende Ele-
mente einer neuen Anschauung zu erarbeiten, und die Vermittlung
dieser neuen Elemente in die Arbeiterbewegung vollzog sich noch
sporadisch. 9) Beide konnten allerdings schon auf ein Stück eige-
nen Weges politischen und wissenschaftlichen Schaffens zurück-
blicken, als sie im Sommer 1844 in Paris "vollständige Überein-
stimmung auf allen theoretischen Gebieten" feststellten (MEW 21,
212).
Engels, der während seiner kaufmännischen Ausbildung in Bremen
(1838-1841), durch religiöse Zweifel und literaturkritische Aus-
einadersetzungen im Umfeld des Jungen Deutschland vermittelt,
über die religionskritischen Schriften D.F. Strauß' Zugang zur
Hegelschen Philosophie findet und dabei gleichzeitig in die zeit-
genössischen politischen und weltanschaulich-philosophischen Aus-
einandersetzungen eingreift, erarbeitet sich in der Folge die Po-
sitionen hegelianischer, junghegelianischer und Feuerbachscher
Philosophie. Dabei stellt sich der Autodidakt Engels philosophi-
scher Problematik innerhalb der Auseinadersetzungen um das Hegel-
sche System. Gegen die pietistisch-orthodoxen, romantischen und
liberalen Angriffe auf die "Weltphilosophie" macht er die humani-
stischen Gehalte der hegelianisch-junghegelianischen Philosophie
geltend und versucht in der Verbindung der Hegelschen Philosophie
mit der politischen Aktion deren kontemplativen Charakter zu
durchbrechen. Der Gedanke, die emanzipatorischen Gehalte der Phi-
losophie zu realisieren, verlängert die junghegelianische Philo-
sophie der Praxis, unterscheidet sich aber darin, daß Engels die
Form der Realisierung nicht in der Kritik bestimmt, sondern in
der politischen Aktion, die vom Volk ausgeht. Gegenüber dem sub-
jektivistischen und dem abstrakten Sollen verpflichteten Denken
der Junghegelianer hält Engels mit Hegel an der Objektivität phi-
losophischer Wirklichkeitserkenntnis fest. 10)
Intensiver als Engels problematisiert Marx - an das Hegelsche Sy-
stem anknüpfend - das Verhältnis von Philosophie und Wirklichkeit
bzw. Philosophie und Politik. In seiner Doktordissertation sowie
den dazugehörigen Vorarbeiten begreift er das Verhältnis von Phi-
losophie und Wirklichkeit als ein objektiv-widersprüchliches. Die
im System geronnene Hegelsche Philosophie repräsentiert die Ge-
danken ihrer Zeit und dokumentiert darin eine Seite des Weltgan-
zen. Sich gegen die Welt wendend, entfaltet sie ihre kritischen
Potentiale, kann dies aber nur als Verlust und Selbstkritik ihrer
systematischen Abgeschlossenheit. Die Verwirklichung der Philoso-
phie vollzieht sich gleichzeitig als Aufhebung ihrer selbst. Wäh-
rend seiner Tätigkeit an der "Rheinischen Zeitung" baut Marx die-
sen Gedanken weiter aus und bestimmt Staat, Öffentlichkeit und
Presse als die Vermittlungsinstanzen des Philosophie-Wirklich-
keits-Verhältnisses. Die inneren Spannungen des Hegelschen Sy-
stems, die Versuche, die Hegelsche Philosophie von unterschiedli-
chen philosophischen und politisch-weltanschaulichen Positionen
aus zu destruieren, und die Differenzen innerhalb der antifeuda-
len Oppositionsbewegung lassen Marx das Verhältnis von Philoso-
phie und Wirklichkeit dergestalt begreifen, daß sich die Philoso-
phie in der Bewegung von Verwirklichung und Aufhebung gegen Re-
pressionen politischer Herrschaft wendet, wobei die Hegelsche
Philosophie als das Abbild eines begrenzten politisch-sozialen
Gemeinwesens erscheint. Für Marx stellt sich damit die Aufgabe,
gleichermaßen die Hegelsche Staats- und Rechtsphilosophie einer
Kritik zu unterziehen und den "modernen Staat" zu analysieren, um
zur "Kritik der Politik" überzugehen. Bezeichnend für Marx ist
sein Einbeziehen empirischer historisch-politischer Studien, die
er am Gegenstand "Französische Revolution" als dem Ort der Her-
ausbildung des "modernen Staates" betreibt. 11)
Die Resultate dieser Studien schlagen sich in Marx' Aufsätzen in
den "Deutsch-Französischen Jahrbüchern" in der Form nieder, daß
er die bürgerliche Gesellschaft als die N a t u r b a s i s des
Politischen und den Menschen der "Menschen- und Bürgerrechte" als
den b o u r g e o i s dechiffriert. In der bürgerlichen Revolu-
tion begründet die Bourgeoisie als besondere Klasse im Politi-
schen die illusorische Form eines Gemeinwesens, während in der
bürgerlichen Gesellschaft der Mensch als egoistisches Einzelwesen
nicht nur nicht unangetastet bleibt, sondern erst in Freiheit ge-
setzt wird. Im Freisetzungsprozeß der bürgerlichen Gesellschaft
verwirklicht die Bourgeoisie nicht nur ihren Hegemonieanspruch in
illusorischen Formen, sondern es entsteht auch eine Klasse, das
Proletariat, die in sich den Mangel des gesamten politisch-sozia-
len Systems konzentriert. Mit dem Proletariat ist ein neues Ge-
schichts- und Erkenntnissubjekt gegeben, daß sich nur selbst be-
freien kann, wenn es die N a t u r b a s i s bürgerliche Ge-
sellschaft zum Gegenstand seiner bewußten Tätigkeit erhebt. Die
"Kritik der Politik" führte M a r x zur These von der histori-
schen Rolle des Proletariats und zur Untersuchung von dessen Exi-
stenzbedingungen bzw. allgemeiner: zur Untersuchung der Physio-
gnomie der bürgerlichen Gesellschaft. Mit diesen Einsichten ver-
änderte sich Marx' Philosophieverständnis. Im Übergang zur Ökono-
mie untersucht die Philosophie "nicht nur die Existenzbedingungen
der Arbeiterklasse und die Physiognomie der bürgerlichen Gesell-
schaft, sondern ebenso den nichtphilosophischen Ort ihrer eigenen
Entstehung. In der Ökonomie finden die Philosophie wie auch die
revolutionäre Bewegung ihre empirische Basis. In der Beziehung
zur Ökonomie erhält die Philosophie ihren wissenschaftlichen,
theoretischen Ausdruck und in der Beziehung zur revolutionären
Praxis des Proletariats ihre praktische Dimension." 12)
Während seines Englandaufenthaltes (1842-1844) kommt Engels auf
einem anderen Weg zu ähnlichen Anschauungen wie Marx. Die ökono-
mischen, sozialen, politischen und kulturellen Erscheinungen der
fortgeschritteneren kapitalistischen Wirklichkeit Englands lassen
für Engels die "Prinzipienkämpfe" der deutschen literarisch-poli-
tischen Öffentlichkeit schnell in den Hintergrund treten. Die Wi-
derständigkeit materieller Interessen gegenüber humanistisch-phi-
losophischer Argumentation fordert ihn heraus und fasziniert ihn
- sie verlangt nach Erklärung. Früher als Marx beginnt Engels
aufgrund seiner englischen Erfahrungen, Studien und Kontakte zur
Arbeiterbewegung, die Ökonomie für die Erklärung von Gesell-
schaftsgeschichte fruchtbar zu machen. Dabei entfaltet er in sei-
nem Artikel für die "Deutsch-Französischen Jahrbücher" ("Umrisse
zu einer Kritik der Nationalökonomie") die Ökonomiekritik auf ei-
ner philosophischen Ebene (als Humanismuskritik an dem humanisti-
schen Anspruch der liberalen Ökonomie in Anlehnung an das Feuer-
bachsche Entfremdungstheorem) und auf einer fachwissenschaftli-
chen Ebene, indem er an die immanenten Widersprüche der liberalen
Ökonomie anknüpft und diese zuspitzt, so daß die soziale Revolu-
tion eine ökonomische Fundierung erhält. Daß die Ökonomiekritik
gedoppelt erscheint (als Humanismuskritik und fachwissenschaft-
lich) hat zur Voraussetzung, daß die historisch-materialistischen
und sozioökonomischen Bestimmungen noch nicht herausgearbeitet
sind, die den Humanismus ansprach der liberalen Ökonomie ideolo-
giekritisch erklären können. Philosophie und Ökonomie verbleiben
noch in einem Spannungsverhältnis. 13)
Was Marx und Engels Anfang 1845 in den Koordinaten von Politik,
Wissenschaft und Philosophie zu denken fähig waren, war in der
Sprache der politisch-ideologischen Öffentlichkeit Deutschlands
kaum noch abbildbar. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß sie
mit der "Deutschen Ideologie" und der Bibliothek sozialistischer
Schriftsteller den Versuch starten, das ideologische Dickicht
junghegelianischer, Feuerbachscher und wahrsozialistischer Prä-
gung zu durchbrechen, indem sie die Verkehrungen von praktischen
Kollisionen in Ideenkämpfe aus den deutschen Verhältnissen erklä-
ren, wobei sie gleichzeitig die Prinzipien dieses Erklärens ent-
wickeln. In einem Brief an den Verleger C.F.J. Leske, mit dem
Marx einen Vertrag über ein zweibändiges Werk zur "Kritik der Po-
litik und Nationalökonomie" geschlossen hat, unterrichtet er je-
nen, daß er seine Arbeit an der Ökonomiekritik unterbrochen habe,
weil er es für notwendig halte, seinen ökonomischen Anschauungen
eine ideologiekritische Arbeit voranzuschicken, damit diese über-
haupt verständlich würden. "Es schien mir nämlich sehr wichtig,
eine polemische Schrift gegen die deutsche Philosophie und gegen
den seitherigen d e u t s c h e n S o z i a l i s m u s meiner
p o s i t i v e n Entwicklung v o r h e r z u s c h i c k e n.
Es ist dies notwendig, um das Publikum auf den Standpunkt meiner
Ökonomie, welche schnurstracks der bisherigen deutschen Wissen-
schaft sich gegenüberstellt, vorzubereiten." (MEW 27, 448/449)
Mit dem Plan einer Bibliothek sozialistischer Schriftsteller ver-
binden Marx und Engels ähnliche Intentionen. Die von Engels dar-
gelegten Editionsprinzipien fordern weniger "theoretisches Inter-
esse" als vielmehr "praktische Wirksamkeit" (vgl. ebd., 24). Sie
konnten davon ausgehen, daß in der politisch-literarischen Öf-
fentlichkeit Deutschlands Gedankengut des vormarxistischen Sozia-
lismus - wenn auch in verzerrter Form und in unhistorischer Ge-
stalt - gegenwärtig war. Die Anpassung der vormarxistischen so-
zialistischen Lehren an die "deutsche Wissenschaft" galt es zu
entschlüsseln, um die über die bürgerliche Gesellschaft hinaus-
weisenden Tendenzen des vormarxistischen Sozialismus wieder
sichtbar zu machen und den Übergang zu Marx' und Engels' Anschau-
ungen zu ermöglichen.
Die "Deutsche Ideologie" und die Bibliothek sozialistischer
Schriftsteller hatte verschiedene Funktionen zu erfüllen. 1. Der
Verselbständigungsprozeß der Ideen in den nachhegelschen philoso-
phischen Strömungen war zu erklären: dies leisteten Marx und En-
gels im 1. Band der "Deutschen Ideologie". 2. Es war notwendig,
den Versuch der "wahren Sozialisten", sich die sozialistischen
Lehren "mit Hilfe der deutschen, namentlich Hegelschen und Feuer-
bachschen Ideologie klarzumachen" - indem sie "die kommunisti-
schen Systeme, Kritiken und Streitschriften (...) von der wirkli-
chen Bewegung" trennen, "deren bloßer Ausdruck sie sind" (MEW 3,
442) - aus der ideologischen Befangenheit der "deutschen Ideolo-
gen" und deren mangelnder Quellenkenntnis zu erhellen. Dies ge-
schieht im II. Band der "Deutschen Ideologie". 14)
3. Der "Unkenntnis des bloß literarischen Zusammenhangs" (MEW 3,
442) des vormarxistischen Sozialismus sollte abgeholfen werden,
indem die Geschichte des vormarxistischen Sozialismus "durch die
Quellen" (MEW 27, 25) in Form einer Bibliothek sozialistischer
Schriftsteller einer breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht
wird.
3. Die "verkehrte Welt"
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Erhalten geblieben von dem Projekt der Bibliothek sozialistischer
Schriftsteller, das aufgrund fehlender Publikationsmöglichkeiten
scheiterte, ist Engels' Übersetzung "Ein Fragment Fouriers über
den Handel", mit einer Einleitung und einem Nachwort versehen.
15)
Die Ideen Fouriers gelangten durch das publizistische Wirken Lud-
wig Gatts Ende der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts nach
Deutschland und wurden in den dreißiger Jahren sporadisch rezi-
piert. Erst in den vierziger Jahren läßt sich eine breitere Re-
zeption Fouriers feststellen. 16) Durch die "wahren Sozialisten"
mit der deutschen Philosophie verschmolzen, die dem Sozialismus
Fouriers erst eine wissenschaftliche Gestalt geben sollte, ver-
liert er "in der von Parteikämpfen wenig aufgewühlten deutschen
Landschaft sein militantes Profil; sein kritischer Geist ver-
dampft im Nebel philosophischer Phrase zu einem verwaschenen,
allgemein menschlichen Humanismus. Der Kampf der französischen
Sozialisten gegen die wirkliche Ausbeutung verschiebt sich auf
das moralische Gleis des Kriegs gegen den Egoismus." 17)
In seinem Kommentar zur Übersetzung macht Engels vier wesentliche
Leistungen Fouriers gegen die "wahren Sozialisten" geltend, die
jene nicht fähig waren, an Fourier wahrzunehmen.
1. "Fourier war kein Philosoph, er hatte einen großen Haß gegen
die Philosophie und hat sie in seinen Schriften grausam verhöhnt
und bei dieser Gelegenheit eine Menge Sachen gesagt, die unsere
deutschen 'Philosophen des Sozialismus' wohltäten, sich zu Herzen
zu nehmen." (MEW 2, 607)
2. "Fourier konstruiert sich die Zukunft, nachdem er die Vergan-
genheit und Gegenwart richtig erkannt hat; die deutsche Theorie
macht sich erst die vergangene Geschichte nach ihrem Belieben zu-
recht und kommandiert dann ebenfalls der Zukunft, welche Richtung
sie nehmen soll." (Ebd.)
3. "Fourier deckt die Heuchelei der respektablen Gesellschaft,
den Widerspruch zwischen ihrer Theorie und Praxis, die Langeweile
ihrer ganzen Existenzweise unerbittlich auf." (Ebd., 608)
4. Fourier "liefert den Beweis, (...), wie man allein durch die
Kritik der Bourgeoisie, und zwar der Bourgeoisie in ihren inneren
Beziehungen, abgesehen von ihrer Stellung zum Proletariat, zur
Notwendigkeit einer sozialen Reorganisation kommen kann." (Ebd.)
Es sind die Ideologiekritik, die Gesellschaftsanalyse und
-kritik, die Geschichtsauffassung und die Weitsicht Fouriers, aus
der bloßen Analyse der inneren Beziehungen der Bourgeoisie zu so
weitreichenden Einsichten vorzustoßen, die Engels an Fourier
schätzt.
Uns soll im weiteren Fouriers Philosophen- und Philosophiekritik
beschäftigen. Der Maßstab, an dem Fourier die Philosophen bzw.
die Philosophie mißt, ist das Verhältnis von Aufklärungsphiloso-
phie und Französischer Revolution bzw. deren nachrevolutionäre
Gesellschaftswirklichkeit. "Seit die Philosophen bei ihrem ersten
Probestück, der Französischen Revolution, ihre Unfähigkeit bewie-
sen hatten, war man sich darüber einig, ihre Wissenschaft als
eine Verirrung des menschlichen Geistes anzusehen. Alle politi-
schen und moralischen Erkenntnisse schienen nur mehr eine Summe
von Illusionen." 18) Fourier betreibt die Philosophenkritik als
Gesellschaftskritik. Für ihn ist zwar klar, daß die Aufklärungs-
philosophie die Revolution beeinflußt hat, dennoch ist sie nicht
deren Urheber. 19) Für die Revolution macht er ökonomische und
politische Ursachen verantwortlich, "die Schwäche der Regierung"
und die "Unordnung der Finanzen", während die Philosophen selbst
die Leidtragenden der Revolution gewesen sind. 20) Was er den
Philosophen vorhält, ist ihre Apologie der Zivilisation (unter
Zivilisation im engeren Sinne versteht Fourier die bürgerliche
Gesellschaft), die auch den Grund ihrer Apologie darstellt, "denn
wenn sie der Zivilisation mißtrauten, würden sie ihre eigenen
Theorien dem Zweifel überantwortet haben". 21)
Was Fourier kritisiert, ist das Selbstverständnis der Philoso-
phen, das "Bild des 'philosphe'". 22) Die Philosophen beanspru-
chen, der Vernunft zur Herrschaft zu verhelfen, um die Perfekti-
bilität der Zivilisation zu gewährleisten. Fourier vergleicht die
Philosophen mit "ungeschickten Müttern", die in ihrer
"Affenliebe" gegenüber den Kindern genau das bewirken, was sie
nicht bezwecken. 23) Diese "Doppelzüngigkeit der Aktion", 24) daß
das Resultat der Handlung deren Zweck widerspricht, ist für Fou-
rier ein wesentliches Kennzeichen der Zivilisation - und nicht
ein individuelles Fehlverhalten.
Fourier vollzieht seine Kritik an den Philosophen deshalb auch
dergestalt, daß er nicht bestimmte, einzelne Philosophen oder
Philosopheme kritisiert, sondern am sozialen Status der Philoso-
phen seiner Zeit und der gesellschaftlichen Funktion der Philoso-
phie in der Zivilisation Kritik übt. Denn der einzelne kann für
Fourier nicht kritisiert werden, da "diese Gesellschaft (...) in
einem Zusammenspiel von Betrogenen und Betrügern" besteht. 25)
Die gesellschaftliche Wirklichkeit der Zivilisation besteht für
Fourier in einem "fehlerhaften Kreislauf der Ökonomie und des In-
dustrialismus", sie ist "die im Industriemechanismus verkörperte
verkehrte Welt: Unordnung, Systemlosigkeit und Durcheinander."
26) Die Philosophen der Perfektibilitätstheorie reproduzieren
diese "verkehrte Welt" nur in illusorischer Form, sie sind die
Ideologen dieser "verkehrten Welt". Fourier verwendet das Wort
Ideologe in der pejorativen Form, die es durch Napoleons Umfor-
mung in einen politischen Bezichtigungsbegriff erfahren hat. Ur-
sprünglich selbst dem Umkreis der Ideologie-Schule um Destutt de
Tracy 27) angehörend, dient Napoleon die Umformulierung des Be-
griffs "Ideologie" dazu, "eine als unberechtigt empfundene Einmi-
schung der philosophischen Theorie in die politische Praxis abzu-
wehren, indem er diese Theorie als bloße 'Ideologie', d.h. leere
Gedankenspielerei und Projektmacherei zu decouvrieren und lächer-
lich zu machen sucht." 28)
Fourier kennt die Ideologie-Schule, aber deren erkenntnistheore-
tische Studien erscheinen ihm nutzlos für gesellschaftsgeschicht-
liche Erkenntnisse. Denn: "Habe ich, der ich von dem Mechanismus
der Gedanken nichts weiß, der ich weder Locke noch Condillac ge-
lesen habe, nicht Ideen genug gehabt, um das System der univer-
sellen Bewegung zu erfinden". 29) Fourier läßt aber den Begriff
"Ideologie" nicht in der Umformulierung Napoleons aufgehen. Indem
er die Ideen der Philosophen als "das verkehrte Bewußtsein einer
verkehrten Welt" begreift, 30) bestimmt er die Ideologie als eine
historisch notwendige Illusion, deren Auflösung er nur in der
Auflösung der "verkehrten Welt" gewährleistet sieht. "Aber die
kommerzielle Zungendrescherei mit ihren Theorien von Handelsbi-
lanz, Gegengewicht, Gleichgewicht, Garantie ist die Bundeslade
geworden, vor der sich alles beugt. Dies also ist die Illusion,
die wir auflösen müssen." 31)
Was Engels mit Fourier gegen die "wahren Sozialisten" und
"deutschen Ideologen" geltend macht, ist genau dies: daß die
wirkliche Illusion, die "verkehrte Welt", der praktischen Verän-
derung unterworfen werden muß. Engels' Arbeit "Ein Fragment Fou-
riers über den Handel" kann als Auftakt für die "Deutsche Ideolo-
gie" verstanden werden, in der Marx und Engels in der Ideologie
die gesellschaftliche Existenzweise der Philosophie erfassen.
_____
1) Vgl. Joachim Höppner, Engels' 'Anti-Dühring' und die Rezeption
des utopistischen Sozialismus in der SAPD, in: R. Kirchhoff/T. I.
Oiserman (Hg.): 100 Jahre 'Anti-Dühring', Berlin 1978, S. 157-
186.
2) Lola Zahn hat in einer neueren Arbeit das Verhältnis Saint-Si-
mons und Fouriers zur klassischen bürgerlichen Ökonomie wie auch
zur Bedeutung dieser utopischen Sozialisten für die Ökonomiekri-
tik Marx' und Engels' detailliert nachgezeichnet. Vgl. Lola Zahn,
Utopischer Sozialismus und Ökonomiekritik. Eine ökonomiege-
schichtliche Untersuchung zu den theoretischen Quellen des Mar-
xismus, Vaduz 1984 (Lizensausg.).
3) Joachim Höppner, Nachwort, in: August Bebel: Charles Fourier.
Sein Leben und seine Theorien, hg. v. Joachim Höppner, Frank-
furt/M. 1978, S. 269.
4) Ebd., S. 270.
5) Vgl. ebd., S. 317, Fußn. 162.
6) S. ebd., S. 271.
7) Vgl. Renate Merkel, Die von Marx und Engels geplante Biblio-
thek utopischer Sozialisten, in: Manfred Hahn (Hg.), Vormarxisti-
scher Sozialismus, Frankfurt/M. 1974, S. 48-57.
8) S. Bert Andreas / Wolfgang Mönke, Neue Daten zur "Deutschen
Ideologie". Mit einem unbekannten Brief von Karl Marx und anderen
Dokumenten, in: Archiv für Sozialgeschichte, Bd. 8, Hannover
1968, S. 37 ff.
Galina Golowina, Das Projekt der Vierteljahrsschrift von
1845/1846. Zu den ursprünglichen Publikationsplänen der Manu-
skripte der "Deutschen Ideologie" in: Marx-Engels-Jahrbuch 3,
Berlin 1980, S. 260-274.
9) Vgl. Niels Mader, Philosophie als politischer Prozeß. Karl
Marx und Friedrich Engels - Ein Werk im Werden, Köln 1986, S.
159-167.
10) Zur philosophischen und politisch-ideologischen Entwicklung
Engels' bis zu seinem Englandaufenthalt (1842-1844) vgl. ebd., S.
37-62.
11) Zu Marx' Entwicklung bis 1844 vgl. ebd., S. 79-123.
12) Ebd., S. 16. Zu Marx' Entwicklung der These von der histori-
schen Mission der Arbeiterklasse vgl. ebd., S. 130-147 und zum
Verhältnis von Philosophie-Ökonomie vgl. ebd., S. 167-188.
13) Zu Engels' Entwicklung während seines Englandaufenhalts, vgl.
ebd., S. 67-77 und S. 147-158. Es sei darauf hingewiesen, daß
sowohl Marx in seinen "Ökonomisch-philosophischen Manuskripten"
als auch Engels in seinen "Umrissen zu einer Kritik der National-
ökonomie" Gedanken der Fourierschen Ökonomiekritik fruchtbar ma-
chen. Vgl. Lola Zahn, a. a. O., S. 215 ff.
14) Zur Auseinandersetzung mit den "wahren Sozialisten" gehören
auch zwei Aufsätze von Engels, die für den Band II der "Deutschen
Ideologie" geplant waren. Vgl. MEW 4, S. 207-290.
15) Engels' "Ein Fragment Fouriers über den Handel" wurde 1846 im
2. Band von H. Püttmanns "Deutsches Bürgerbuch" (Mannheim), S. 1-
56, abgedruckt. In: MEW 2, S. 604-610, befinden sich nur Engels'
Einleitung und Nachwort; die Übersetzung des Fourier-Textes ist
nicht abgedruckt. Zugänglich ist der vollständige Artikel Engels'
in der - ersten - MEGA I, 4, Berlin 1932. S. 409-453 und in:
Charles Fourier, Ökonomisch-philosophische Schriften. Eine Text-
auswahl, übersetzt und mit einer Einleitung hg. v. Lola Zahn,
Berlin 1980, S. 122-170.
16) Vgl. Joachim Höppner/Waltraud Seidel-Höppner, Von Babeuf bis
Blanqui, Bd. I, Leipzig 1975, S. 189 ff.
"Die mittelbaren fourieristischen Niederschläge in der deutschen
Vormärzpublizistik sowie die fourieristische Vereinstätigkeit im
Vormärzdeutschland sind bis heute noch nicht erforscht. Wir lin-
den sie keineswegs nur im sozialistischen und kommunistischen
Denken." (Ebd., S. 190).
Einflüsse Fouriers lassen sich anscheinend bei Max Stirner nach-
weisen. Vgl. Wolfgang Eßbach, Gegenzüge. Der Materialismus des
Selbst und seine Ausgrenzung aus dem Marxismus - eine Studie über
die Kontroverse zwischen Max Stirner und Karl Marx, Frankfurt/M.
1982, S. 241, Fußn. 93. Eßbach beruft sich dabei auf eine Passage
in der "Deutschen Ideologie" (s. MEW 3, 401), in der Marx und En-
gels Stirners Konzept der Auflösung der Gesellschaft in freiwil-
lige Gruppen Fourier zuschreiben. Er verschweigt allerdings den
folgenden Satz, in dem Marx und Engels darauf hinweisen, daß die
Auflösung bei Fourier im Gegensatz zu Stirner auf "eine(r) to-
tale(n) Umgestaltung der Gesellschaft" und "der Kritik der beste-
henden" beruht; Fourier wird für Marx und Engels nicht in glei-
cher Weise wirksam wie für Stirner. Sätze wie: "Sowohl Stirner
wie Marx standen vermutlich weitgehend unter dem Einfluß der
Ideen von Fourier" erzeugen deshalb nur Konfusion (David McLel-
lan, Die Junghegelianer und Marx, München 1974, S. 157).
Die Wirksamkeit Fourierscher Ideen läßt sich aber vor allem im
französischen Neobabouvismus (vgl. Höppner/Seidel-Höppner,
a.a.O., S. 191) und bei Wilhelm Weitling nachweisen (vgl.
Waltraud Seidel-Höppner, Wilhelm Weitling - der erste Theoretiker
und Agitator des Kommunismus, Berlin 1961, S. 85, 90, 97, 129).
17) Höppner/Seidel-Höppner, ebd., S. 191. Erscheint der Egoismus
bei den "wahren Sozialisten" als dem wahren Menschsein widerspre-
chende individuelle Verhaltensweise und kann er durch Bildung,
allgemeine Menschenliebe und Reform des Bewußtseins durchbrochen
werden, so begreift Fourier den Egoismus als vorherrschende Er-
scheinung der Zivilisation (= bürgerliche Gesellschaft), die mit
der Reorganisation der Gesellschaft verschwindet. Er überläßt die
moralische Attitüde gegen den Egoismus den Moralisten und Ideolo-
gen. S. Charles Fourier, Theorie der vier Bewegungen und der all-
gemeinen Bestimmungen, hg. v. Th. W. Adorno, eingeleitet v. E.
Lenk, Frankfurt/M. 1966, S. 133.
18) Charles Fourier, ebd., S. 46.
19) Fouriers Philosophie- und Philosophenkritik ist nicht ver-
gleichbar mit der restaurativen Revolutionskritik Maistres, Bo-
naids oder Burkes.
20) Vgl. Johanson Zilberfarb, Charles Fourier und die Französi-
sche Revolution, in: Manfred Hahn (Hg.), Vormarxistischer Sozia-
lismus, Frankfurt/M. 1974, S. 179.
21) Charles Fourier, Theorie ..., a.a.O., S. 48/49.
22) Vgl. Jochen Schlobach, Das Bild des "philosphe" in der fran-
zösischen Aufklärung, in: Manfred Hahn/Hans Jörg Sandkühler
(Hg.), Die Teilung der Vernunft. Philosophie und empirisches Wis-
sen im 18. und 19. Jahrhundert, Köln 1982, S. 62-73, und Artikel
"Philosoph", in: Artikel aus der von Diderot und D'Alembert her-
ausgegebenen Enzyklopädie, hg. v. Manfred Naumann, Frankfurt/M.
1972, S. 841-848.
23) Charles Fourier, Theorie ..., a.a.O., S. 113/14.
24) Charles Fourier, Ökonomisch ..., a.a.O., S. 42.
25) Charles Fourier, Theorie ..., a.a.O., S. 297.
26) Charles Fourier, Ökonomisch ..., a.a.O., S. 53, S. 42.
27) Zu Destutt de Tracy vgl. Hans Jörg Sandkühler, Aufklärung
über Ideologie. Destutt de Tracy und Marx - Entwicklung eines
wissenschaftlichen Konzepts, in: Ideologie - Aufklärung über Be-
wußtsein, Dialektik 10, Köln 1985, S. 21-43.
28) Ulrich Dierse, Ideologie, in: Geschichtliche Grundbegriffe.
Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutsch-
land, hg. v. O. Brunner u. a., Bd. 3, Stuttgart 1982, S. 137.
29) Charles Fourier, Theorie ..., a.a.O., S. 256. Auch eine Pas-
sage in dem von Engels übersetzten Fragment belegt, daß Fourier
die französische Ideologie-Schule wahrgenommen hat. S. Charles
Fourier, Ökonomisch ..., a.a.O., S. 126.
30) Joachim Höppner, Fourier und das Problem 'Subjekt der Ge-
schichte', in: Manfred Hahn/Hans Jörg Sandkühler (Hg.), Subjekt
der Geschichte. Theorien gesellschaftlicher Veränderung, Köln
1980, S. 52.
31) Charles Fourier, Ökonomisch ..., a.a.O., S. 126.
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