Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 14/1988
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MODELL DER REVOLUTIONEN ODER BESONDERER FRANZÖSISCHER WEG?
Die Französische Revolution im Urteil der deutschen Zeitgenossen
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Johannes Henrich von Heiseler
Frankreich hat durch seine "große Revolution" "die herrlichsten
Lektionen gegeben", heißt es in einer Flugschrift bayerischer Ja-
kobiner 1801 1). Wenn man sie nütze, heißt es weiter, führe das
zu den unfehlbarsten Erfolgen. Aber man müsse doch sehr zweifeln,
ob die Beispiele der Revolution und ob die Lehren der größten
Philosophen, die in die gleiche Richtung wiesen" ,uns so, wie
dermalen die Sachen stehen, auf einen besseren Pfad führen wer-
den, als den wir bisher gewandelt sind". Denn, so meint der Ver-
fasser, "mich deucht, die Wege seien noch zu sehr mit Hecken,
Dornen, Disteln und Stauden verwachsen" 2).
Frankreich und seine Revolution als Beispiel, aus dem man Lehren
für das eigene Handeln, die eigene Zukunft ziehen kann, das ist
ein Gedanke, der sich bei vielen deutschen Zeitgenossen findet.
Hier unterscheiden sich zunächst nicht einmal Positionen, die im
übrigen in der Verarbeitung der französischen Ereignisse sehr ge-
gensätzlich sind.
Das Nachdenken darüber, welche Hindernisse unter deutschen Ver-
hältnissen bestehen, welche Hecken und Dornen es schwierig ma-
chen, praktische Konsequenzen aus dem französischen Beispiel zu
ziehen, läßt sich ebenso bei vielen deutschen Zeitgenossen fin-
den. "Mein Gott, was für eine armselige Figur machen wir krumme
und sehr gebückte Deutsche - jetzt gegen die Franzosen!",
schreibt Friedrich Daniel Schubart 1789 an seinen Sohn 3).
Für viele wird damit die Französische Revolution zu dem Ereignis,
das zum Nachdenken über die eigene Lage, die eigene Rolle, die
eigenen Möglichkeiten führt. Die Bitterkeit, die mit diesem Nach-
denken bei fortschrittlichen Denkern verbunden ist, wirkt dabei
nicht notwendigerweise lähmend. Sie führt zum - oft quälenden -
Nachdenken über mögliche Wege in der Entwicklung der eigenen
Lage. Das Denken der Französischen Revolution als Beispiel, dem
es schwer ist, unter deutschen Verhältnissen zu folgen, dieser
Gedanke ist häufig nicht erst Ergebnis der Parteienbildung im
Hinblick auf die Französische Revolution, sondern steht noch vor
ihr: Der Gedanke ist häufig Voraussetzung und Grundlage des Pro-
zesses, in dem sich dann die verschiedenen Positionen und Par-
teien im Hinblick auf die Französische Revolution bilden.
Die späteren Demokraten und die späteren Liberalen und viele, die
dann in konservativ-romantische Welten flüchten oder abgleiten,
sind hier vergleichbar. Vor allem in der Anfangsphase der Franzö-
sischen Revolution ist es allen denen, die einen offenen und le-
bendigen Geist haben, eine Selbstverständlichkeit, daß die Fran-
zösische Revolution ein Ereignis mit universeller Beispielwirkung
ist. Bedauert wird zunächst nur, daß es nicht das eigene Land
hatte sein können, das der Welt dieses Beispiel gab. Der über 65-
jährige Friedrich Gottlieb Klopstock (der in diesen Jahren den
Zeitgenossen schon als eine historische Figur gilt) hat diese
Empfindung 1790 in der Ode "Sie und nicht wir" klassisch ausge-
drückt: 4)
"Ach, du wärest es nicht, mein Vaterland, das der Freiheit Gipfel
erstieg, Beispiel erstrahlte den Völkern umher, Frankreich
war's!"
In den Manuskripten von Johann Gottfried Herder aus dem Jahre
1792 "Briefe, die Fortschritte der Humanität betreffend", und
zwar in den Teilen, die Herder vorsichtigerweise dann nicht zum
Druck (für die "Briefe zur Beförderung der Humanität") gab, ver-
gleicht er hinsichtlich Bedeutsamkeit und Folgen die Französische
Revolution mit der Renaissance und sagt: "Für mich will ich es
nicht leugnen, daß unter allen Merkwürdigkeiten unsres Zeitalters
die Französische Revolution mir beinah als die wichtigste er-
schienen ist und meinen Geist oft mehr beschäftiget, selbst beun-
ruhiget hat, als mir selbst lieb ist." Die historische Einzigar-
tigkeit und Bedeutung zwinge zur Reflexion, die "Natur der Sache"
bringe es mit sich, darüber nachzudenken und die Folgen zu über-
legen 5).
Das Gefühl, einen Umbruch mitzuerleben, der dauerhaft auch das
eigene Leben beeinflussen wird und dem man nicht gleichgültig ge-
genübersteht, drückt sich bei vielen aus. Man sieht sich in einer
Zuschauerrolle, in der man mit den eigentlichen Akteuren, da wo
gehandelt wird, leidenschaftlich mitfühlt - aber ist diese Lei-
denschaft denkbar ohne die Empfindung, das eigene Leben werde
mitbetroffen? Christoph Martin Wieland schreibt 1790, es sei eine
"Glückseligkeit, um welche uns die Nachwelt beneiden wird, daß
wir Zeitgenossen und Zuschauer dieses größten und interessante-
sten aller Dramen, die jemals auf dem Weltschauplatze gespielt
wurden, gewesen sind." 6)
Dies Gefühl, einen Wendepunkt und Durchbruch der materiellen und
der geistigen Entwicklung mitzuerleben, ist selbstverständlich am
stärksten bei den entschiedenen Demokraten, den deutschen Jakobi-
nern. Georg Forster schreibt 1793 aus Paris: "Ich glaube nun ein-
mal an die Wichtigkeit dieser Revolution im großen Kreise men-
schlicher Schicksale, glaube, daß sie nicht nur sich ereignen
mußte, sondern auch den Köpfen, den Fähigkeiten eine andere Ent-
wicklung, dem Ideengang eine neue Richtung geben wird." 7)
Betrachtet man die konservative Szene, so fällt zunächst auf, daß
die Beispielwirkung der Französischen Revolution dazu herhält,
die aktive konterrevolutionäre Anstrengung zu begründen. Die Be-
trachtung Frankreichs als Ansteckungsherd, die Überlegung, welche
Infektionsgefahren das französische Beispiel setzt, sind kenn-
zeichnend für konservativ-konterrevolutionäres Denken. So bemerkt
1791 Friedrich Wilhelm II., "daß die Ansteckung des Geistes der
Freiheit und des Ungehorsams die ernsteste Aufmerksamkeit aller
Regierungen verdiene." 8) Es ist von der historischen Forschung
darauf hingewiesen worden, daß es einerseits stets auch zur Mäßi-
gung neigende Konservative gegeben habe, die, vor konterrevolu-
tionären außenpolitischen Aktionen warnend, die Beispielwirkung
der Französischen Revolution geringer eingeschätzt und darauf
vertraut haben, sie werde nicht zum politischen Muster werden.
Auf der anderen Seite habe es Maßnahmen gegen aufrührerische Pro-
paganda schon vor der Französischen Revolution gegeben.
Jedoch belegen beide Fakten erst recht, daß auch innerhalb der
konservativen Szene die Meinung, die revolutionären Entwicklungen
in Frankreich stellten nur eine besondere französische Entwick-
lung dar und gingen einen weiter nichts an, kaum anzutreffen ist.
Sieht man sich etwa die Position des preußischen aufgeklärten
konservativen Reformpolitikers Ewald Friedrich Graf Hertzberg an,
so erweist sich, daß er zwar die Ansicht vertritt, es sei nicht
zu befürchten, die Französische Revolution werde in anderen Län-
dern als Muster und Beispiel wirken. Aber dies Ereignis, das sei-
ner Meinung nach die außerordentlichste Revolution in der Ge-
schichte darstellt, zwingt nach Hertzberg zu einem innenpolitisch
vorsichtig reformerischen, außenpolitisch bedachtsam mäßigenden
Kurs, und erst damit, so ist Graf Hertzberg zu verstehen, ver-
liert die Französische Revolution ihre Wirkung als Beispiel und
Muster. 9)
Es ist auch richtig, daß es schon vor der Französischen Revolu-
tion Abwehrmaßnahmen gegen aufrührerische Tätigkeit gegeben hat.
So weist Horst Möller darauf hin, daß etwa das preußische Dekret
in Kleve vom Oktober 1790, das sich gegen revolutionäre Propa-
ganda richtet, einen Vorläufer in Gestalt eines immer wieder
(zuletzt 1787) erneuerten Dekrets hat, das die Aufreizung der Un-
tertanen gegen die Obrigkeit unter Strafe stellte und die sofor-
tige Erhebung der Klage von Amts wegen statuierte. 10) Aber die
Beispielwirkung der Französischen Revolution liegt eben gerade in
ihrem allgemeinen Charakter begründet: Wäre es nicht für das alte
Regime in den deutschen Ländern notwendig gewesen, vorbeugende
Sanktionen gegen kritisch-rebellische Aktivitäten festzusetzen,
dann hätten die Herrschenden von der Propaganda, die von dem ein-
maligen geschichtlichen Beispiel ausging, auch nichts zu fürchten
gehabt.
Die Größe und die Beispielfunktion der Französischen Revolution
zeigt sich in dem außerordentlichen Charakter der Maßnahmen, die
von der Konterrevolution getroffen werden. Den die ganze vorher-
gehende Phase der Reichsgeschichte beherrschenden Gegensatz von
Preußen und Österreich beiseite schiebend, verlautbaren der Kai-
ser und der König von Preußen in ihrer gemeinsamen Deklaration
von Pillnitz (27. August 1791), daß sie "die Situation, in der
sich der König von Frankreich gegenwärtig befindet, als ein ge-
meinsames Interesse für alle Könige Europas" erklären. Sie appel-
lieren weiter an die anderen Mächte der alten Ordnung in Europa,
um gemeinschaftlich mit ihnen "die wirksamsten Mittel anzuwenden,
um den König in den Stand zu setzen, in größter Freiheit die
Grundlagen eines monarchischen Regiments zu festigen". Zu diesem
Zweck und unter dieser Voraussetzung erklären sie ihre grundsätz-
liche Bereitschaft, militärisch zu intervenieren. 11)
Über die von ihren Urhebern nicht beabsichtigte, solidarisierende
Wirkung der Deklaration in Frankreich selbst braucht man hier
nichts zu sagen; jedenfalls gehen ihre Urheber offensichtlich
nicht davon aus, daß die Ereignisse in Frankreich eine nur fran-
zösische Angelegenheit darstellen: Sie haben für sie Modellfunk-
tion.
Außerordentlich sind auch die Anstrengungen der geistigen " Ab-
wehr": Helmut Reinalter hat gezeigt, daß in diesem Zusammenhang
(wohl zum ersten Mal überhaupt) eine systematische Pressepolitik
mit negativen (Zensurbestimmungen) wie positiven Festlegungen
(die Presse möge möglichst über Mißstände in Frankreich berich-
ten) durch den Wiener Hof erfolgt. 12) Auch der Haß, mit dem in
dem Prozeß gegen die kleine Gruppe revolutionärer Demokraten in
Wien das eigene Recht gebeugt wird, um die Wiener Jakobiner vor
das Militärgericht zu bringen, was erlaubt, sie justiziell zu er-
morden, weist ein außerordentliches Maß auf. 13) Trotz ihrer ge-
ringen Zahl werden die Jakobiner im eigenen Land nicht für unbe-
deutend gehalten: Insofern wird die Französische Revolution als
Modell gefürchtet. 14)
Der Modellcharakter der Französischen Revolution wird in den
deutschen Ländern von Vertretern fast aller Strömungen und Par-
teien nicht nur wahrgenommen, wie Rudolf Vierhaus gezeigt hat,
sondern auch in Zeitschriften propagiert. In dem im Septem-
ber/Oktober 1789 geschriebenen 2. Band des Schwäbischen Archivs
heißt es, daß der Same der revolutionären Grundsätze "früher oder
später in ganz Europa seine Früchte tragen muß" 15). Und in dem
1790 in Meiningen erschienenen "Archiv für ältere und neuere ...
Geschichte..." wird zwar ein besonderer, gemäßigter, deutscher
Weg proklamiert; aber der Gedanke wird ausgesprochen, daß die Mo-
dellfunktion der Französischen Revolution damit verknüpft ist,
daß hier die Volksmassen selbst in Bewegung geraten sind: "Was in
unsern Tagen geschah, ist Fingerzeig genug, Euch zu deuten, wer
schwach und wer stark ist. Stark ist die ganze Masse des Volks,
wenn sie vorn Gefühl des Drucks, der lange auf ihr lastete, end-
lich aufgeschreckt, mit einemmal ihr angeborenes Recht heischt."
16) Hier ist bemerkenswert, daß die Tatsache, daß sich im Nach-
barland etwas vollzieht, was nicht nur spezifisch, nicht nur be-
sonders französisch ist, daß, wie Joachim Heinrich Campe unmit-
telbar aus Paris schreibt, "die französische Staatsumwälzung
wohltätig für das ganze Menschengeschlecht geworden" ist 17), zu-
sammengebracht wird mit der möglichen Rolle der Volksmassen in
der Geschichte.
Die deutschen Jakobiner, dies wird oft ausgedrückt und als Ein-
wand gegen die marxistische Geschichtsschreibung der Französi-
schen Revolution und ihrer Auswirkungen in den deutschen Ländern
erhoben, waren Jakobiner ohne eine Volksbewegung. Dies ist jedoch
keine Kritik an der Geschichtsschreibung, es ist eine Kritik an
den deutschen Zuständen der damaligen Zeit. Daß den deutschen Ja-
kobinern die Größe und die Schwierigkeit ihrer Aufgabe bewußt
war, zeigen ihre Schriften. Was die Massen des Volks anging, so
war eine besonders wichtige Verknüpfung zwischen den unmittelba-
ren Interessen und der Möglichkeit, den tendenziell allgemeinen
Charakter, die Modellfunktion der Französischen Revolution wahr-
zunehmen, die Verknüpfung mit der Frage von Krieg und Frieden. So
ist es nicht zufällig, daß diese Frage in verschiedener Fassung
in jakobinischen Flugblättern immer wieder auftaucht. An die
"Tyrannen" gewandt, heißt es in einer fränkischen Flugschrift
1794 kennzeichnend: "Macht Friede! - oder das Volk steht auf und
macht Friede!!!" 18)
Die Tatsache, daß die Französische Revolution verbunden ist mit
der Bewegung der Volksmassen, daß ihr universeller Charakter mit
der Bewegung der Volksmassen zu tun hat, ist auf einer höheren
Abstraktionsebene von Thomas Paine erkannt worden. Thomas Paine,
dessen Schrift zur Verteidigung der Französischen Revolution ge-
gen den englischen Konterrevolutionär Edmund Burke in einer zeit-
genössischen Übertragung im deutschen Sprachraum verbreitet
wurde, begründet den universellen Charakter und den universellen
Anspruch der Französischen Revolution doppelt. Einmal wurden in
früheren Revolutionen nur Personen ausgewechselt - hier aber wer-
den neue Grundsätze gesetzt. Zum zweiten (und eng damit verbun-
den): Die bisherigen Revolutionen hatten nichts, was von Inter-
esse für "den großen Haufen der Menschen" war. 19)
Man muß sich den Gedanken in allen Einzelschritten vor Augen füh-
ren. Für Thomas Paine setzt die Französische Revolution neue
Prinzipien und bleibt nicht bei der Auswechselung von Teilen des
Regierungspersonals stehen. Weil sie über die Auswechselung eini-
ger Personen hinaus neue Grundsätze setzt, ist es ihr möglich,
Masseninteressen anzusprechen. Weil sie neue Grundsätze begründet
und Masseninteressen anspricht, ist sie ein Ereignis, das frühe-
ren Revolutionen etwas Unvergleichbares voraushat: Sie hat einen
universellen Anspruch.
Es ist aber zu kurz gegriffen, wollte man diese Merkmale der
Französischen Revolution nun nur damit begründen, daß in ihr die
moderne Welt der bürgerlichen Ordnung gegen das verkrustete alte
Regime des Feudalismus antritt und den (trotz politischer Restau-
ration) entscheidenden Sieg davonträgt. Die bürgerliche Ordnung
kann sich geschichtlich auf sehr unterschiedliche Art und Weise
durchsetzen. In der Französischen Revolution ergibt sich an wich-
tigen Wendepunkten immer wieder die Notwendigkeit für den ent-
scheidenden Teil der bürgerlichen Revolutionäre, an die antifeu-
dalen Interessen der Volksmassen anzuknüpfen und die dadurch mög-
liche Massenbewegung als Motor für die Durchsetzung der eigenen
Interessen zu benützen. Nicht nur in ihrer Programmatik, auch in
ihren Auswirkungen ergibt sich dadurch ein tiefgreifender, ein
systematischer Charakter. Nicht weil die französische Bourgeoisie
und ihre politischen Vertreter und Agenten besonders eigennützig
waren, sondern, weil sie an wichtigen Knotenpunkten die Massenbe-
wegung brauchten, um den nächsten Schritt weiter gehen zu können,
ergibt sich der universelle Anspruch: Nicht mehr für "gutes, al-
tes Recht" oder "rights of Englishmen", nicht mehr für spezifi-
sche Rechte besonderer Art wird die Fahne erhoben, sondern für
die "Rechte der Menschen". 20)
Die Französische Revolution ist daher nicht einfach Modell für
die bürgerliche Revolution überhaupt: Sie ist genauer Modell ge-
worden für den Weg der bürgerlichen Revolution durch die Mobili-
sierung der Volksmassen, die dem Bürgertum die feudalen Hinder-
nisse aus dem Wege räumen. Im Anschluß an die Überlegungen von
Wladimir I. Lenin ist deshalb in der vergleichenden Revolutions-
forschung der "französische Weg" als ein Modell dem "preußischen
Weg" als einem anderen Modell gegenübergestellt worden 21).
Der "französische Weg" ist der Weg "von unten", die Zerstörung
der alten Gesellschaftsordnung durch die vom Bürgertum in Bewe-
gung gesetzten und geführten Volksmassen. Der andere, der
"preußische Weg" ist der Weg des "von oben" oktroyierten Kompro-
misses, bei dem die alte herrschende Klasse zunächst für eine
ganze geschichtliche Periode die Hegemonie weiter behält und in
der Agrarverfassung ein allmählicher, verzögerter Wandel von feu-
dalen zu kapitalistischen Strukturen erfolgt, der es den feudalen
Grundbesitzern erlaubt, sich in bürgerliche Grundbesitzer zu ver-
wandeln. Die Kosten der Verzögerung trägt bei dem preußischen Weg
der Bauer und der ländliche Tagelöhner. Die Französische Revolu-
tion hat dagegen mit den feudalen Strukturen auf dem Lande reinen
Tisch gemacht, wobei es lehrreich ist, zu untersuchen, wie an-
fängliche Kompromißversuche immer prinzipielleren Lösungen wei-
chen mußten.
Die Frage des Modellcharakters der Französischen Revolution wird
bei den deutschen Zeitgenossen daher auch diskutiert, nachdem die
Revolution als Bewegung nach dem Ausdruck von Napoleon Bonaparte
"beendet" ist 22). Für die deutschen Zeitgenossen gewinnt die
Frage nach dem Modellcharakter erneut Bedeutung im Zusammenhang
mit der Auseinandersetzung über die Rezeption des französischen
Zivilgesetzbuchs, des Code Napoleon. Im Code Napoleon wird das
Ergebnis der Französischen Revolution auf dem Agrarsektor recht-
lich festgehalten. Als daher die Frage ansteht, ob die Rheinbund-
staaten den Code Napoleon als Zivilgesetzbuch übernehmen sollen,
beziehen sich Hazzi u.a. in ihrem in Winkopps Zeitschrift "Der
Rheinische Bund" veröffentlichten Gutachten auf den universellen
Charakter der Französischen Revolution: "Die Überbleibsel der
Barbarei, die der Code Napoleon entfernt hat, konnten weder in
Frankreich noch in Deutschland als keine wohlerworbenen Rechte,
sondern nur als übel bestandene Verhältnisse streiten, sie strei-
ten gegen die angebornen gleichen Rechte der Menschheit - gegen
den Staatszweck, und müssen in allen wohlgeordneten Staaten ver-
bannt werden, und für immer verbannt bleiben. Dies sind die
Früchte der französischen Revolution, und, wie gesagt, die fran-
zösische Revolution gehört der ganzen Welt an." 23)
Diejenigen, die die hergebrachten feudalen Rechte auf dem Lande
verteidigten, argumentierten demgegenüber, daß die Übernahme des
Code Napoleon die Individualität eines jeden Landes, den Natio-
nalcharakter und den besonderen Geist der Nation zu wenig berück-
sichtige. 24) Diese Argumentation wird in der Verordnung aufge-
nommen, die den Code Napoleon, das neue Zivilgesetzbuch, im Groß-
herzogtum Frankfurt am 16. Januar 1814 wieder abschafft: "Nachdem
unter dem Beistand der alles leitenden Vorsehung Deutschlands Un-
abhängigkeit und Freiheit wieder erkämpft worden ist, so fordert
das allgemeine Nationalinteresse, daß deutsche Gesetze und Ge-
wohnheiten, deren wohltätiger Einfluß erprobt ist, an die Stelle
eines fremden Gesetzbuches treten, welches weder dem Volkscharak-
ter, der Denkungsart desselben und der Moralität der Nation ent-
spricht, noch der Staatsverfassung angemessen ist." 25)
Hier sehen wir die Ursprünge eines gegenrevolutionären Gemein-
platzes. Eine grundsätzliche Beseitigung überlebter Herrschafts-
verhältnisse ist, dies zeigt die Französische Revolution, mit ei-
nem die jeweiligen Besonderheiten übergreifenden Anspruch verbun-
den. In der Geschichtsphilosophie der bestimmenden deutschen bür-
gerlichen Historiker und Juristen des 19. Jahrhunderts wird ge-
genüber dem "mechanischen Machen" das "organische Wachstum" (so
Friedrich Carl von Savigny und die historische Rechtsschule 26))
ins Feld geführt. Damit wird im Kampf gegen die Französische Re-
volution, worauf Georg Lukács hinweist, unter Anwendung der Orga-
nismus-Analogie eine konservative Ideologie entwickelt, die nicht
einfach auf gesellschaftlicher Erstarrung beharrt, sondern eine
besondere Entwicklungstheorie, eine Theorie der Entwicklung durch
organische Reformen, enthält.
Verwandt damit ist die Geschichtsphilosophie Leopold von Rankes:
Von ihm wird einmal ein grundsätzlicher Angriff gegen den mit der
Französischen Revolution und ihrem Anspruch auf Universalität
verbundenen Fortschrittsgedanken geführt: "Vor Gott erscheinen
alle Generationen der Menschheit als gleichberechtigt und so muß
auch der Historiker die Sache ansehen." 27) Zum anderen sind die
nationalen Eigenarten so tiefgehend, daß ein Parteigänger der
Vorstellungen der französischen Revolution von 1830 - zur Großen
Revolution der Franzosen äußert sich Ranke in diesem Zusammenhang
nicht unmittelbar - eine Art "deutscher Franzose" ist, der "Ab-
straktionen eines fremden Daseins" empfiehlt. 28)
Die Französische Revolution wird von den deutschen Zeitgenossen
als ein Modell eines Durchbruchs wahrgenommen. Dir eigener uni-
verseller Anspruch drückt sich unter anderem in der Erklärung der
Menschenrechte aus. Das gegenrevolutionäre Denken, das die Ge-
meinplätze des organischen Wachstums, der nationalen Individuali-
tät, der letztlichen Ebenbürtigkeit aller Epochen entwickelt,
erfährt eine Steigerung zu einer neuen und grausigen Qualität im
nationalsozialistischen Denken: 1935 wird auf einer Tagung deut-
scher Juristen unter Vorsitz von Carl Schmitt dem "Rechtsbegriff
Mensch", der die konkreten Unterschiede der Menschen überdecke,
der Kampf angesagt. 29)
Die Französische Revolution als Modell verstehen, heißt auch, sie
nachdrücklich als eine spezifisch französische Ereigniskette zu
begreifen; denn anders als i m Besonderen ist das Allgemeine
nicht. Das Verständnis ihrer konkreten Voraussetzungen in der na-
tionalen Geschichte Frankreichs ermöglicht es, den objektiv gege-
benen Hintergrund eines klassischen Durchbruchs wahrzunehmen. Da-
mit ergeben sich Fragen nach den Bedingungen ihres Modellcharak-
ters.
Werner Loch und Walter Markov haben vorgeschlagen, in der Koinzi-
denz zwischen der Epoche der Durchsetzung und des Sieges der ka-
pitalistischen Produktionsverhältnisse und dem französischen Re-
volutionszyklus den objektiven Hintergrund der Modell-Funktion
des französischen Revolutionszyklus unter den bürgerlich-demokra-
tischen Revolutionszyklen zu sehen. 30)
Wir wollen nicht bestreiten, daß diese epochale Koinzidenz zum
objektiven Hintergrund der Möglichkeit einer bürgerlich-demokra-
tischen Revolution mit welthistorischer Modellfunktion gehört.
Aber schon wenn man nach dieser Koinzidenz im Lande selbst, in
Frankreich fragt, wird ein Problem sichtbar: Sicher war
Frankreich in der sozialökonomischen Entwicklung hinter England
weit zurück.
Dagegen fällt auf, daß in Frankreich der Epoche alte und moderne
Widersprüche in eigenartiger Weise ineinander verflochten und
verwoben sind. Weiter fällt auf, daß der Ultra-Zentralismus des
französischen Alten Regimes, der als besonders rückständig und
als besonders modern gedeutet werden kann, die Frage des Kampfes
um die zentrale politische Macht deutlicher hervortreten läßt als
in anderen Ländern. Und schließlich fällt auf, daß die Klasse,
die die geistige und politische Führung der Revolution übernahm,
das französische Bürgertum, schon vor der Revolution über hoch
entwickelte und feingegliederte politische Begrifflichkeiten ver-
fügte, die nicht nur einem engen Kreis von Fachleuten, sondern -
dank der bürgerlichen Clubs und Gesellschaften - einer breiten
Schicht gesellschaftlicher Aktivisten dieser Klasse zur Hand wa-
ren. Im einzelnen ist hier für die marxistische Gesellschaftswis-
senschaft noch vieles zu erarbeiten.
Welthistorische Modellfunktion und nationale Spezifik sind nicht
als Gegensatz zu begreifen. Vielmehr stellt sich die Frage: Was
sind die spezifischen Bedingungen, unter denen eine konkrete
zeitlich und national verortete Revolution welthistorische Mo-
dellfunktion erhält? Überträgt man die Frage auf den Zyklus so-
zialistischer Revolutionen, so zeigt sich die praktische und zu-
kunftsträchtige Bedeutung geschichtlicher und geschichtstheoreti-
scher Fragestellungen.
_____
1) Heinrich Scheel (Hrsg.): Jakobinische Flugschriften aus dem
deutschen Süden Ende des 18. Jahrhunderts. Berlin/DDR 1965. S.
462.
2) Ebenda.
3) David Friedrich Strauß (Hrsg.): Schubarts Leben in Briefen, 2.
Aufl. Bonn 1878, Bd. 2, S. 272. Vgl. Rudolf Vierhaus: "Sie und
nicht wir". Deutsche Urteile über den Ausbruch der Französischen
Revolution. In: Jürgen Voss (Hrsg.): Deutschland und die Franzö-
sische Revolution. 17. Deutsch-französisches Historikerkolloquium
des Deutschen Historischen Instituts Paris (Bad Homburg 29. Sep-
tember - 2. Oktober 1981). München 1983, S. 12.
4) Klopstocks sämtliche Werke. Bd IV. Leipzig 1839, S. 320 f.
Vgl. Vierhaus, a.a.O., S. 1.
5) Christina Didier, Wolfgang Hecht: Das Herder-Museum im Kirms-
Krackow-Haus zu Weimar. Nationale Forschungs- und Gedenkstätten
der klassischen deutschen Literatur in Weimar. 2. Aufl. 1987, S.
29 f. Dort zitiert nach der Handschrift aus dem Jahre 1792 im
Herder-Nachlaß der Staatsbibliothek Berlin/DDR.
6) C.F. Strackerjan (Hrsg.): G.A. von Halems Selbstbiographie,
bearbeitet von L.W. Chr. von Halem. Oldenburg 1840. S. 110. Vgl.
Vierhaus, a.a.O., S. 10.
7) Gustav Landauer (Hrsg.): Briefe aus der Französischen Revolu-
tion. 2. Bd. Berlin 1985. S. 160.
8) Wilhelm Lüdtke: Friedrich Wilhelm H. und die revolutionäre
Propaganda (1789-1791). Forschungsberichte für Preußische Ge-
schichte, Bd. 44, (1932), S. 79. Vgl. Horst Möller: Primat der
Außenpolitik. Preußen und die Französische Revolution 1789-1795.
In: Jürgen Voss, a.a.O., S. 75.
9) Graf Herzberg (= Ewald Friedrich Graf von Hertzberg): Vorle-
sung über die Revolutionen der Staaten in der Academie der Wis-
senschaften zu Berlin am 6. October 1791. In: Revolutions-Alma-
nach von 1792. Göttingen. S. 17 und 19 (nicht 883-886, wie Möller
a.a.O. versehentlich angibt). Hertzberg spricht hier von der
Französischen Revolution als der "außerordentlichsten von allen,
welche die Geschichte uns aufweiset" (S. 17). Auf S. 19 ff. be-
gründet er, daß nicht zu befürchten sei, daß "andere Europäische
Nationen dem Beispiel und Muster der Französischen Revolution so
bald nachfolgen möchten...".
10) Wilhelm Lüdtke, a.a.O., S. 70-83, sowie Wilhelm Lüdtke: Preu-
ßen und die elsässische Frage in den Jahren 1789-1791. Berlin
1931, S. 19 f. Vgl. Möller, a.a.O., S. 75.
11) Walter Grab (Hrsg.): Die Französische Revolution. Eine Doku-
mentation. München 1973. S. 59 f.
12) Helmut Reinalter: Aufgeklärter Absolutismus und Revolution.
Zur Geschichte des Jakobinertums und der frühdemokratischen Be-
strebungen in der Habsburgermonarchie. Wien, Köln, Graz 1980, S.
146.
13) Reinalter, a.a.O., passim.
14) Vgl. außer der angeführten Arbeit von Reinalter: Walter Grab:
Norddeutsche Jakobiner. Demokratische Bewegungen zur Zeit der
Französischen Revolution. Hamburg 1966. Heinrich Scheel: Süddeut-
sche Jakobiner: Klassenkämpfe und republikanische Bestrebungen im
deutschen Süden Ende des 18. Jahrhunderts. 2. Aufl. Berlin/DDR
1971. Helmut Reinalter: Der Jakobinismus in Mitteleuropa. Eine
Einführung. Stuttgart 1981. Zur Ausstrahlung des deutschen Jako-
binismus auf Kurland, Livland und Estland: H. Andres: Im Bann-
kreis des Jakobinismus. Johann Christoph Petri (1762-1851). In:
Zeitschrift für Slawistik, Berlin/DDR 1978, S. 713-721. E. Don-
nert: Der Mitauer Volksaufstand vom Jahre 1792. Volksbewegungen
und gesellschaftspolitische Ideologie in Kurland in den Jahren
der Französischen Revolution. In: Zeitschrift für Slawistik,
1978, S. 702-712. G. Steiner: Kampf um Bürgerrechte in Polen
1790. Die Vorstellungen eines kurländischen sozialistischen Uto-
pisten. In: Zeitschrift für Slawistik, 1980, S. 510-530
(Letzteres zu Wilhelm Ludwig Koenemann). - Die Aufregung, der Ei-
fer und die Nachhaltigkeit, womit von den Herrschenden die in der
Tat kleine Zahl von Jakobinern bekämpft wird, verweist - und das
hat mit "Hagiographie", wie Dumont (vgl. den Beitrag in diesem
Band) meint, nichts zu tun - auf die Größe dieser Minderheit.
15) Schwäbisches Archiv, hrsg. v. Ph. W.G. Hausleutner, II, 1790,
S. 516. Vgl. Vierhaus, a.a.O., S. 7.
16) Archiv für ältere und neuere, vorzüglich Teutsche Geschichte,
Staatsklugheit und Erdkunde. Hrsg. v. Posselt. Meiningen, Bd. l,
1790, S. VII f. Vgl. Vierhaus, a.a.O., S. 11. - Nicht nur konser-
vative Historiker polemisieren oft gegen die Bedeutung, die nach
Auffassung der Marxisten den Volksmassen in der Geschichte zu-
kommt. Wie so oft, müßten sie sich mit ihrer Polemik nicht nur
gegen marxistische, sondern auch gegen bürgerlich-revolutionäre
Auffassungen wenden.
17) Joachim Heinrich Campe: Briefe aus Paris zur Zeit der Revolu-
tion geschrieben (Braunschweig 1790), hrsg. v. Hans-Wolf Jäger,
Hildesheim 1977, S. 143; vgl. Vierhaus, a.a.O., S. 11.
18) Scheel (Hrsg.): Jakobinische Flugschriften, a.a.O., S. 85.
Vgl. zum Friedensmotiv weiter auch z.B. ebda. S. 86 ff., S. 458
ff., S. 461 ff.
19) Thomas Paine: Die Rechte des Menschen. In der zeitgenössi-
schen Übertragung von D. M. Forkel. Hrsg. v. Theo Stemmler.
Frankfurt 1973. S. 192.
20) Zu dem notwendigen und "im Anfang wahren" (Marx) Charakter
der bürgerlichen Illusion, für die Rechte aller Menschen zu kämp-
fen, vgl. den Beitrag von Kurt Holzapfel und Michael Zeuske in
diesem Band.
21) Wolfgang Küttler: Zum Begriff der bürgerlichen und bürger-
lich-demokratischen Revolution bei Lenin. In: Manfred Kossok
(Hrsg.), Studien zur vergleichenden Revolutionsgeschichte 1500 -
1917. Berlin/DDR 1974, S. 180-198. Albert Soboul: Im Lichte von
1789. Theoretische Probleme der bürgerlichen Revolution, ebda.,
S. 199-216.
22) Walter Grab (Hrsg.): Die Französische Revolution. Eine Doku-
mentation. München 1973, S. 300 f.
23) Der Rheinische Bund. Eine Zeitschrift historisch-politisch-
statistisch-geographischen Inhalts. Hrsg. v. Peter Adolf Winkopp.
Frankfurt 1806 ff. Hier Bd. 10, 1809, S. 148. Ähnlich in Band 6,
Frankfurt 1808, S. 18 f.: Die vom Code Napoleon entwickelten
Prinzipien seien, Allgemeine, aus der Natur nicht des Franzosen,
sondern des Menschen, aus dem innern Wesen des Geschäftes, der
mutmaßlichen Absicht der Kontrahenten, hervorgehende humane, mög-
lichst kurze und faßliche Grundsätze".
24) Elisabeth Fehrenbach: Traditionelle Gesellschaft und revolu-
tionäres Recht. Die Einführung des Code Napoleon in den Rhein-
bundstaaten. 3. Aufl. Göttingen 1983. S. 70 ff. und passim.
25) Zitiert nach: Fehrenbach, a.a.O., S. 77. Original im HStA
Wiesbaden 371/897. Das Argument kehrt wieder in der gegen die
Schrift von Anton Friedrich Justus Thibaut: "Über die Notwendig-
keit eines allgemeinen bürgerlichen Rechts für Deutschland"
(1814) gerichteten Programmschrift gegen jede deutsche bürgerli-
che Rechtskodifikation "Vom Beruf unserer Zeit für Gesetzgebung
und Rechtswissenschaft" (1814) von Friedrich Carl von Savigny.
Vgl. die Ausgabe von Jacques Stern (Hrsg.): Thibaut und Savigny.
Über die Notwendigkeit usw. und Vom Beruf unserer Zeit usw. 3.
Aufl. Darmstadt 1973. Savigny benutzt den Begriff des Volksgei-
stes, der bei Hegel noch Universalität und Individualitat ge-
schichtlich vermittelt (vgl.: Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Phä-
nomenologie des Geistes (1807), hrsg. v. Johannes Hoffmeister,
Berlin/DDR 1964, S. 341 f.), gegen den rationalen und universell-
humanen Anspruch, der in dem bürgerlichen Kodifikationsgedanken
steckt.
26) Vgl. hierzu Georg Lukács: Die Zerstörung der Vernunft. Neue
Aufl. Neuwied 1974, S. 577. Daß hinter den Begriffen Savignys die
Angst vor Revolution steht, darauf hat schon Thibaut 1814 hinge-
wiesen. Vgl. Stern, a.a.O., S. 177 ff.
27) Leopold von Ranke: Weltgeschichte. 9. Teil, 2. Abt. 3. A.
Leipzig 1883, S. 4.
28) Gerhard Schilfert: Leopold von Ranke. In: Joachim Streisand
(Hrsg.): Die deutsche Geschichtswissenschaft vom Beginn des 19.
Jahrhunderts bis zur Reichseinigung von oben. Berlin/DDR 1963, S.
249.
29) Frankfurter Zeitung, 19.11.1935: Der Rechtsbegriff "Mensch".
Zitiert bei: Hans Mayer: Aus den Erinnerungen eines entlaufenen
Kölner Juristen. Anwaltsblatt 1/1988, S. 5.
30) Werner Loch, Walter Markov: Französische Revolutionen zwi-
schen 1789 und 1871. In: Manfred Kossok (Hrsg.): Studien zur ver-
gleichenden Revolutionsgeschichte 1500-1917, S. 88 f.
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