Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 15/1989
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FRIEDENSFORSCHUNG IN DER DDR
Klaus Benjowski
Am 26. Oktober 1987 wurde der Wissenschaftliche Rat für Friedens-
forschung der Akademie der Wissenschaften der DDR gegründet. Zu
seinem Vorsitzenden wurde Prof. Max Schmidt, Direktor des Insti-
tuts für Internationale Politik und Wirtschaft, berufen.
Mit seiner Konstituierung wurde in der DDR eine neue Etappe bei
der Nutzung wissenschaftlicher Forschungen und Erkenntnisse für
die Durchsetzung sozialistischer Friedenspolitik, für die weitere
Intensivierung des Dialogs mit allen Kräften der Vernunft und des
Realismus - also für die Realisierung des Konzepts der friedli-
chen Koexistenz, der Sicherung des Friedens durch Abrüstung ein-
geleitet. Es wäre jedoch falsch, die Bildung dieses Wissenschaft-
lichen Rates mit dem Beginn der Friedensforschung in der DDR
gleichzusetzen. Ganz im Gegenteil: Forschungsarbeiten über die
Ursachen und Gefahren des Krieges sowie über die Möglichkeiten
und Formen der Gestaltung eines stabilen Friedens sind von DDR-
Wissenschaftlern bereits lange vor der Gründung des Wissenschaft-
lichen Rates für Friedensforschung vorgelegt worden und haben zum
Teil beträchtliche internationale Beachtung erfahren. Es war also
die Breite und Substanz langjähriger Forschungen zu diesen Fra-
gen, die die Grundlage für die Bildung des Wissenschaftlichen
Rates für Friedensforschung schuf. Gerade aus der Vielfalt und
Komplexität der wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich er-
wuchs in zunehmendem Maße die Notwendigkeit einer Koordinierung,
Abstimmung und Orientierung auf Schwerpunktprobleme.
Eine solche Koordinierung und Abstimmung soll keinesfalls bedeu-
ten, daß eine Einengung der Friedensforschung erfolgt oder eine
bestimmte Forschungsrichtung nur an einer einzigen Institution
wahrgenommen werden soll. Es liegt durchaus im Interesse einer
effektiven Forschung für den Frieden, unterschiedliche wissen-
schaftliche Ansätze zu nutzen, aus dem Vergleich wissenschaftli-
cher Ergebnisse für die Forschung stimulierende Elemente abzulei-
ten und subjektiven Elementen geschuldete Fehlerquellen ein-
zugrenzen. Zugleich aber ist naturgemäß das zur Verfügung ste-
hende Forschungspotential begrenzt. Deshalb kommt es darauf an,
unnötige und unproduktive Doppelungen in der Forschungsarbeit zu
vermeiden und die Bearbeitung wichtiger Problemstellungen zu ge-
währleisten.
Weiter ist es das Anliegen des Wissenschaftlichen Rates für Frie-
densforschung, nicht einen "geschlossenen Kreislauf" der wissen-
schaftlichen Diskussion zu unterhalten. Es kommt für die Frie-
densforschung der DDR vielmehr darauf an, einen ständigen Praxis-
bezug zu sichern und so Ergebnisse des Entspannungs- und Abrü-
stungsprozesses zugleich zum Kriterium für den Wert der eigenen
Forschungen, für ihre Politikwirksamkeit und Brauchbarkeit zu ma-
chen. Man kann davon ausgehen, daß Arbeitsergebnisse der Frie-
densforschung vor allem in vier Bereichen gefordert sind:
- bei der theoretischen und prognostischen Untersuchung sicher-
heitspolitischer Probleme zur strategischen, langfristigen Orien-
tierung der Außen-, Sicherheits- und Abrüstungspolitik der DDR
und der mit ihr verbündeten Staaten;
- bei der Politikberatung und Entscheidungsfindung in aktuellen
praktischen Belangen, zum Beispiel bei der Zielstellung und dem
Inhalt von Verträgen und Abkommen, im Bereich konkreter Fragen
der Dialogpolitik;
- bei der Erarbeitung wissenschaftlicher Problemlösungen, etwa
hinsichtlich von Verfahrens- und Prozedurfragen im Völkerrecht,
bei Verifikationsproblemen, bei der Untersuchung alternativer
Entwicklungsvarianten für bisher militärisch orientierten Einsatz
von Wissenschaft und Technik;
- bei der Information der Öffentlichkeit über Ursachen und Folgen
des Krieges, über die Gefahren einer Politik der Konfrontation
und der Hochrüstung, zugleich aber auch über mögliche Wege aus
dem Wettrüsten hin zur Sicherung einer friedlichen Zukunft für
die Menschheit, über die Möglichkeiten der politischen und ge-
sellschaftlichen Kräfte, ihren Friedenswillen zu akzentuieren und
wissenschaftliche Ergebnisse der Friedensforschung zur Orientie-
rung und Mobilisierung der weltweiten Friedensbewegung zu nutzen.
Es ist das Bestreben des Wissenschaftlichen Rates für Friedens-
forschung, eine aktive und praxiswirksame Forschungsarbeit zu
fördern, die das neue Herangehen an internationale Sicherheit und
Abrüstung ebenso wie die Möglichkeiten zu einer Neugestaltung der
internationalen Beziehungen auf der Basis einer Politik der Ver-
nunft und des Realismus erforscht und unterstützt. Damit bewegt
sich die Arbeit des Wissenschaftlichen Rates für Friedensfor-
schung ganz bewußt in jenem Spannungsfeld zwischen langfristig
angelegter Grundlagenforschung und den Erfordernissen einer
schnellen, an den unmittelbaren Bedürfnissen der Praxis orien-
tierten wissenschaftlichen Leistung. Die Mitwirkung an der Umset-
zung sozialistischer Friedenspolitik - das bedeutet für den Wis-
senschaftlichen Rat zugleich eine konsequente Auseinandersetzung
mit jenen Kräften, die dem Prozeß der Abrüstung und Entspannung
erbitterten Widerstand entgegensetzen und noch nicht bereit sind,
Positionen einer gefährlichen Konfrontationspolitik zu verlassen
und einen realistischeren Kurs einzuschlagen. Wenn die Möglich-
keiten für die Gestaltung einer aktiven Friedenspolitik illusi-
onslos analysiert werden, so bedingt das zugleich, auch die Ge-
fahren und Hemmnisse für einen sicheren Frieden zu erkennen und
Wege zu deren Beseitigung zu finden. In diesem Sinne führt der
Wissenschaftliche Rat für Friedensforschung die Forschungspoten-
tiale aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen zusammen.
Wir gehen davon aus. daß Friedensforschung in ihrer Gesamtheit
einen ausgesprochen interdisziplinären Charakter trägt und damit
die Komplexität und die umfassende Dimension des modernen Sicher-
heitsbegriffs, der heute nicht mehr allein militärisch zu defi-
nieren ist, reflektiert.
Friedensforschung - das ist aus der Sicht der DDR-Wissenschaftler
in erster Linie ein Bereich, der die Gestaltung von Staatenbezie-
hungen berührt, ohne sich darin zu erschöpfen. Frieden wird also
als ein zwischenstaatliches Phänomen aufgefaßt.
Von diesem grundsätzlichen methodologischen Ansatz ausgehend wird
sich die Friedensforschung der DDR langfristig auf 10 Forschungs-
richtungen konzentieren:
1. Grundprobleme der Geschichte, Theorie und Praxis des Kampfes
für den Frieden und die friedliche Koexistenz;
2. Wesenseinheit von Sozialismus und Frieden; die Entwicklung so-
zialistischer Friedens- und Sicherheitspolitik als Ausdruck neuen
Herangehens an die Entwicklung der internationalen Beziehungen
und die Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialis-
mus;
3. politische, strategische, ökonomische und soziale Aspekte von
Rüstungsbegrenzung und Abrüstung, also z.B. Fragen nach Wesen,
Ursachen und Entwicklungsrichtungen imperialistischer Hochrüstung
ebenso wie theoretische und praktische Probleme im Hinblick auf
Verhandlungen (Gegenstände und Elemente);
4. Grundfragen der Schaffung eines umfassenden Systems des Frie-
dens und der internationalen Sicherheit; Möglichkeiten, Notwen-
digkeit, Elemente, Triebkräfte und Hindernisse;
5. Naturwissenschaftlich-technische Aspekte von Rüstungsbegren-
zung, Abrüstung und internationaler Sicherheit, darunter z.B. so
aktuelle Fragen wie
- naturwissenschaftlich-technische Fragen der Entwicklung, des
Einsatzes und der Wirkung thermonuklearer Waffen sowie Probleme
der Verifikation von Teststoppabkommen,
- naturwissenschaftlich-technische Aspekte eines umfassenden Ver-
botes chemischer Waffen oder
- die Rolle des wissenschaftlich-technischen Fortschritts bei der
Entwicklung friedlicher Alternativen und der Lösung globaler Pro-
bleme;
6. militärpolitische und -wissenschaftliche Fragen der Friedens-
sicherung, darunter z.B. solcher Probleme wie
- theoretische und politische Fragen der Rolle von Krieg und Po-
litik, von politischen und militärischen Mitteln und Friedenssi-
cherung unter den Bedingungen des Nuklearzeitalters und
- die Rolle von Militärdoktrinen, Militärstrategien und Streit-
kräftestrukturen angesichts neuer Dimensionen der Krieg-Frieden-
Frage, das Verhältnis von Offensiv- und Defensivkonzeptionen;
Probleme der Nichtangriffsfähigkeit;
7. die Rolle alternativer Friedens-, Sicherheits- und Abrüstungs-
konzeptionen in nichtsozialistischen Ländern für den Kampf um
Friedenssicherung und Abrüstung, insbesondere die
- Analyse demokratischer alternativer Sicherheitskonzeptionen un-
terschiedlicher sozialer und politischer Kräfte in kapitalisti-
schen Ländern; Einschätzung ihrer politischen Relevanz oder
- Friedens-, Sicherheits- und abrüstungspolitische Konzeptionen
kommunistischer und Arbeiterparteien in den kapitalistischen Län-
dern; strategische Konsequenzen aus der Konzeption der friedli-
chen Koexistenz für den Kampf der revolutionären Arbeiterbewegung
um Sozialismus und sozialen Fortschritt; die Beziehungen zwischen
Friedenskampf und sozialem Kampf der Arbeiterbewegung;
8. Geschichte, Entwicklung, Lage und Perspektive der internatio-
nalen Friedensbewegung, darunter z.B.
- Stellenwert und Veränderungen hinsichtlich des Problems von
Krieg und Frieden im Massenbewußtsein imperialistischer Länder,
- die quantitative und qualitative Entwicklung der Friedensbewe-
gung in den imperialistischen Ländern; Engagement verschiedener
Klassen und Schichten sowie politischer Kräfte in der Friedensbe-
wegung, Verhältnis politischer Parteien, Gewerkschaften und neuer
sozialer Bewegungen zur und in der Friedensbewegung,
- die Rolle sozialistischer Friedenspolitik für die Entwicklung
der internationalen Friedensbewegung;
9. Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, eine Thema-
tik, die einschließt die Untersuchung von
- Möglichkeiten und Perspektiven des Prozesses europäischer Si-
cherheit und Zusammenarbeit auf politischem, militärischem, öko-
nomischem und humanitärem Gebiet sowie
- Grundprobleme der Entwicklung einer europäischen Friedensord-
nung; Perspektiven für das "gemeinsame Haus Europa";
10. Fragen der Abrüstung und Entwicklung, also die Betrachtung
von Friedenssicherung, Abrüstung und Überwindung der Unterent-
wicklung als zusammenhängende globale Probleme; ihre Bedeutung
als Programmatik und das Wirken der internationalen revolutio-
nären Arbeiterbewegung; der Kampf um die Lösung dieser globalen
Probleme als Feld von Massenbewegungen.
Der Wissenschaftliche Rat für Friedensforschung - das macht die
Vielfalt der Forschungsrichtungen deutlich - hat im Gegensatz zu
den meisten anderen wissenschaftlichen Räten in der DDR die Ar-
beit von Wissenschaftlern ganz unterschiedlicher Forschungsge-
biete zu koordinieren. Naturwissenschaftler und Gesellschaftswis-
senschaftler, Mediziner, Militärwissenschaftler, Psychologen und
Pädagogen sind in ihrem Engagement und in ihrer Bereitschaft, für
den Frieden zu forschen, gefordert. Sie kommen von Hochschulen
und Universitäten - also wissenschaftlichen Institutionen, die
Lehre und Forschung miteinander vereinen - ebenso wie aus Akade-
mieinstituten und anderen Forschungseinrichtungen, die keine
Lehrverpflichtungen, sondern ausschließlich Forschungsaufgaben
wahrzunehmen haben. Daraus erwachsen für die Flexibilität und das
Organisationsvermögen der Leitung des Wissenschaftlichen Rates
nicht geringe Anforderungen. Zugleich aber manifestieren sich
hier auch vielfältige Möglichkeiten, von einer multidisziplinären
Forschung, d.h. der Forschung für den Frieden innerhalb unter-
schiedlicher Disziplinen, zu einer interdisziplinären Forschung,
also zur Zusammenführung und Integration der Forschungsergebnisse
und Forschungsprozesse unterschiedlicher wissenschaftlicher Dis-
ziplinen überzugehen. Zugleich geben die Humboldt-Universität,
Berlin und die Karl-Marx-Universität, Leipzig, neben anderen Ein-
richtungen des Hochschulwesens ein hervorragendes Beispiel dafür,
wie Anliegen und Ergebnisse der Friedensforschung den Studenten
nahe gebracht und zu einem Bestandteil ihrer Ausbildung gemacht
werden können.
Den Problemen der Friedensforschung wird in der DDR von breiten
Bevölkerungskreisen ebenso wie von zahlreichen Wissenschaftlern,
gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen hohe Aufmerk-
samkeit entgegengebracht. Das wurde besonders während des ersten
Nationalen Friedenskongresses der Wissenschaftler der DDR deut-
lich, den der Wissenschaftliche Rat für Friedensforschung etwa
ein Jahr nach seiner Gründung, am 25. und 26. November 1988 ge-
meinsam mit dem DDR-Komitee für wissenschaftliche Fragen der Si-
cherung des Friedens und der Abrüstung bei der Akademie der Wis-
senschaften der DDR in Berlin durchführte. An diesem Kongreß nah-
men etwa 300 Wissenschaftler aus der DDR und einige ausländische
Gäste teil. Sie repräsentierten die Friedensforschung im Bereich
der Natur-, Technik-, Militär- und Gesellschaftswissenschaften an
den Hochschulen und Universitäten, in Akademieinstituten und zen-
tralen Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus beteiligten sich
aktiv Vertreter von Ministerien und staatlichen Dienststellen,
gesellschaftlichen Organisationen und Kombinaten. Dieser Kongreß,
der nicht zufällig am Vorabend des zweiten Internationalen Frie-
denskongresses der Naturwissenschaftler in London stattfand, do-
kumentierte den Kurs der Friedensforschung der DDR auf die Schaf-
fung interdisziplinärer wissenschaftlicher Ergebnisse. Er leitete
in diesem Sinne eine neue Etappe der Friedensforschung in der DDR
ein. Auf der Grundlage einer vorliegenden Projektskizze soll
langfristig, d.h. unter Einbeziehung des nächsten Forschungspla-
nungszeitraumes von 1991 - 95, die Problematik "Europa und die
Entwicklung moderner Produktivkräfte - neue Bedingungen und Her-
ausforderungen für Friedenssicherung und Zusammenarbeit" unter-
sucht werden.
In diesem interdisziplinären Forschungsprojekt soll es darum ge-
hen,
- Konzeptionen und Vorschläge für die Sicherung des Friedens und
das friedliche Zusammenleben der Staaten in einem "gemeinsamen
Haus Europa" als Beitrag für die Lösung globaler Probleme zu ent-
wickeln und zu diskutieren, insbesondere auf dem Gebiet nuklearer
und konventioneller Abrüstung;
- die Erkenntnis zu verbreiten, daß in Europa weder ein nuklear
noch ein konventionell geführter Krieg ohne schwerste Schäden für
die Existenzgrundlagen menschlicher Zivilisation in dieser Region
denkbar ist und deshalb alle Anstrengungen zur Verhinderung eines
jeden Krieges unternommen werden müssen;
- die Auseinandersetzung mit Denken und Handeln in Kategorien nu-
klearer und konventioneller Abschreckung zu führen, deren Über-
windung als Voraussetzung für eine Neugestaltung der internatio-
nalen Beziehungen und die Sicherung einer friedlichen Zukunft für
die Menschheit zu betrachten ist.
Diese komplexe Orientierung wird sich auch in den wesentlichen
Aufgabenstellungen der Friedensforschung der DDR für die nächsten
Jahre - also langfristig - niederschlagen. Damit sind zugleich
auch Hauptfelder für eine internationale Zusammenarbeit mit den
Friedensforschern sozialistischer und kapitalistischer Länder um-
rissen. In diesem Sinne wird die Friedensforschung der DDR nicht
nur die bewährten Formen internationaler Zusammenarbeit fortfüh-
ren, sondern auch neue Bereiche und Methoden erschließen, in in-
ternationalen Gremien und Organisationen stärker mitwirken sowie
die bereits langjährigen bilateralen Arbeitskontakte zu Einrich-
tungen der Friedensforschung anderer Länder ausbauen.
Die Zielstellung wird auch durch die Publikationstätigkeit des
Wissenschaftlichen Rates unterstützt. Vierteljährlich erscheint
in deutscher und künftig auch in englischer Sprache die Publika-
tion "Forschung für den Frieden".
Sie informiert über wichtige Ergebnisse aus der Arbeit des Wis-
senschaftlichen Rates und der in ihm vertretenen Institutionen,
über wesentliche Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte und Ar-
beitshypothesen. Daneben sollen auch Probleme und Beiträge aus
der Friedensforschung anderer Länder wiedergegeben werden, die
der internationalen Diskussion zu wichtigen Fragen Rechnung tra-
gen. "Forschung für den Frieden" soll in diesem Sinne einen Bei-
trag zu jenem weltweiten Dialog leisten, auf den wir bei der Ge-
staltung der Zukunft der Menschheit nicht verzichten können. Eine
kleinere, ebenfalls vierteljährlich erscheinende dokumentarische
Informationsschrift unter dem Titel "Daten - Fakten - Publikatio-
nen" ist vor allem der Vermittlung sachbezogener Informationen
über Neuerscheinungen, Institutionen der Friedensforschung und
Veranstaltungen gewidmet. Diese Publikation wird zunächst nur in
deutscher Sprache erscheinen.
Es bleibt abschließend zu erwähnen, daß der Wissenschaftliche Rat
für Friedensforschung nicht über ein eigenes Forschungspotential
verfügt, also nicht etwa mit einem Institut für Friedensforschung
gleichzusetzen ist. Die Arbeit des Rates ist durch etwa viertel-
jährlich stattfindende Leitungssitzungen und in gleichem Rhythmus
durchgeführte Ratstagungen gekennzeichnet. Die laufenden Aufgaben
werden von einem Sekretariat wahrgenommen, das seinen Sitz im Ge-
bäude des Instituts für Internationale Politik und Wirtschaft hat
und unter der Adresse Wissenschaftlicher Rat für Friedensfor-
schung, Breite Str. 11, DDR-1020 Berlin, Telefon: 233 2700, zu
erreichen ist.
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