Quelle: MEW 3 1845 - 1846


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       Sankt Max
       
       "Was jehen mir die jrinen Beeme an?" [48]
       
       Der heilige Max exploitiert, "verbraucht" oder "benutzt" das Kon-
       zil dazu,  einen langen  apologetischen Kommentar "des Buches" zu
       geben, welches kein anderes Buch ist als "das Buch", das Buch als
       solches, das  Buch schlechthin,  d. h.  das vollkommene Buch, das
       Heilige Buch,  das Buch  als Heiliges, das Buch als das Heilige -
       das Buch  im Himmel,  nämlich "Der  Einzige und  sein Eigenthum".
       "Das Buch"  war  bekanntlich  gegen  Ende  1844  aus  dem  Himmel
       herab g e f a l l e n    und  hatte  bei  O.  Wigand  in  Leipzig
       Knechtsgestalt angenommen.  [49] Es hatte sich so den Wechselfäl-
       len  des   irdischen  Lebens   preisgegeben  und   war  von  drei
       "Einzigen", nämlich  von der  geheimnisvollen Persönlichkeit Sze-
       liga, von dem Gnostiker Feuerbach und von Heß angegriffen worden.
       [50] So erhaben der heilige Max auch als Schöpfer in jedem Augen-
       blick über  sich als  Geschöpf wie über seine sonstigen Geschöpfe
       ist, erbarmte  er sich  dennoch seines  schwachen  Kindleins  und
       stieß zu seiner Wehrung und Sicherstellung ein lautes "kritisches
       Juchhe" aus. Um sowohl dies "kritische Juchhe" wie die geheimnis-
       volle Persönlichkeit Szeliga in ihrer ganzen Bedeutung zu ergrün-
       den, müssen  wir hier einigermaßen auf die Kirchengeschichte ein-
       gehen und  "das Buch"  näher betrachten. Oder um mit Sankt Max zu
       sprechen: Wir  wollen "an dieser Stelle" eine kirchengeschichtli-
       che  "Reflexion"   über  den   "Einzigen  und   sein   Eigenthum"
       "episodisch einlegen",  "lediglich darum",  "weil uns  dünkt, sie
       könne zur Verdeutlichung des Übrigen beitragen".
       
       "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der Kö-
       nig der  Ehren einziehe.  - Wer  ist derselbe König der Ehren? Es
       ist der 'Feldherr', stark und mächtig, 'der Feldherr', mächtig im
       Streit. Machet  die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß
       der König der Ehren einziehe. - Wer ist derselbe König der Ehren?
       Es ist  der Herr  Einzige [51],  Er ist  der  König  der  Ehren."
       (Ps[alm] 24, 7-10.)

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