Quelle: MEW 6 November 1848 - Juli 1849


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       Die Verleumdungen der "Neuen Rheinischen Zeitung"
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 168 vom 14. Dezember 1848]
       * Köln, 13. Dezember. Der Artikel der "Neuen Rheinischen Zeitung"
       vom 4. Juli 1*), wegen dessen der Gerant, Korff, der Redakteur en
       chef, Marx, und der Redakteur der "Neuen Rheinischen Zeitung" En-
       gels für den 20. d.M. vor den Assisen erscheinen werden, schließt
       mit folgenden Worten:
       "Das also  sind die  Taten des   M i n i s t e r i u m s    d e r
       T a t,   des Ministeriums  des linken  Zentrums, des Ministeriums
       des Übergangs  zu einem altadeligen, alt-bürokratischen, altpreu-
       ßischen Ministerium. Sobald Herr Hansemann seinen transitorischen
       Beruf erfüllt hat, wird man ihn entlassen.
       Die Linke  zu Berlin  aber muß einsehn, daß die alte Macht kleine
       parlamentarische Siege  und große  Konstitutionsentwürfe ihr  ge-
       trost überlassen  kann, wenn sie nur unterdessen sich aller wirk-
       lich entscheidenden  Positionen bemächtigt.  Getrost kann sie die
       Revolution des  19. März  in der Kammer anerkennen, wenn dieselbe
       nur außerhalb der Kammer entwaffnet wird.
       Die Linke  könnte an  einem schönen Morgen finden, daß ihr parla-
       mentarischer Sieg  und ihre  wirkliche Niederlage zusammenfallen.
       Die deutsche Entwicklung bedarf vielleicht solcher Kontraste. Das
       Ministerium der  Tat erkennt  die Revolution im Prinzip an, um in
       der Praxis die Kontrerevolution zu vollziehen."
       Die Tatsachen  haben bewiesen, wie sehr die "Neue Rheinische Zei-
       tung" die preußische Regierung und ihre Trabanten verleumdet hat.
       
       Geschrieben von Karl Marx.
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       1*) Siehe Band 5 unserer Ausgabe, S. 166-168

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