Quelle: MEW 6 November 1848 - Juli 1849


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       #567#
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       Beilagen
       
       #568#
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       Verzeichnis der Beilagen
       
       A. Aufzeichnungen und Dokumente (November 1848 - Juni 1849)
       B. Friedrich  Engels' Einleitung  zu der  1891 von  ihm besorgten
       Ausgabe von Karl Marx' Artikelreihe "Lohnarbeit und Kapital"
       
       #569#
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       A. Aufzeichnungen und Dokumente
       (November 1848 - Juni 1849)
       
       #570#
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       #571#
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       1
       
       Karl Marx
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 143 vom 15. November 1848]
       * Köln, 14. November. Auf die Nachricht hin, daß der Redakteur en
       chef der  "N[euen] Rheinischen]  Z[eitung]", Karl Marx, für heute
       morgen einen  Erscheinungsbefehl von dem Instruktionsgerichte er-
       halten, hatte sich eine ansehnliche Volksmasse im Appellhofe ein-
       gefunden, um ihre Teilnahme zu bekunden und das Resultat abzuwar-
       ten. K.  Marx wurde  bei seinem  Wiedererscheinen mit lauten Bei-
       fallsbezeugungen begrüßt und nach dem Eiserschen Saale begleitet,
       wo er  einige Worte  des Dankes  für die Volksteilnahme aussprach
       und erklärte,  daß er nur zum Schlußverhör in der Heckerschen An-
       gelegenheit vernommen worden sei. Der ehemalige Staatsprokurator,
       jetzige Oberprokurator, Herr Hecker, glaube nämlich, durch ein in
       der "N.  Rh. Z." abgedrucktes und "Hecker" unterzeichnetes Akten-
       stück von K. Marx 1*) als Republikaner denunziert worden zu sein.
       
       2
       
       [Friedrich Engels' Gesuch um Aufenthaltsbewilligung in Bern]
       
       [Entwurf]
       
       An die Tit. Direktion der Justiz und Polizei des Kantons Bern, in
       Bern.
       Tit. erlaube ich mir infolge Anweisung des Paßbüros das Gesuch um
       Gestattung des Aufenthalts in Bern vorzutragen. [471]
       Ich lebte  in Köln  (Rheinpreußen) als Schriftsteller, als ich in
       die infolge der in jener Stadt am 25. und 26. September d.J. aus-
       gebrochenen Unruhen
       -----
       1*) Siehe Band 5 unserer Ausgabe, S. 440-444
       
       #572# Beilagen
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       eröffnete gerichtliche Untersuchung verwickelt und mit Verhaftung
       bedroht wurde.  Dieser  Verhaftung  entzog  ich  mich  durch  die
       Flucht, und  wenige Tage  nachher wurde der Steckbrief gegen mich
       erlassen ("Kölnische Zeitung" vom 1., 2. oder 3.Oktober) 1*), wo-
       durch meine  Eigenschaft als  politischer Flüchtling  konstatiert
       wird. Ich  erbiete mich,  nötigenfalls diesen Steckbrief der Tit.
       Direktion im Abdruck beizubringen.
       In  der   Schweiz  angekommen,   habe  ich   es  vorgezogen,  die
       Gastfreundschaft des  Kantons und  der Stadt  Bern eher als eines
       andern Ortes in Anspruch zu nehmen,
       1. weil  Bern weit genug von der deutschen Grenze entfernt liegt,
       um den  deutschen Behörden allen Vorwand zu benehmen, die schwei-
       zerische Regierung mit Reklamationen und Behauptungen zu behelli-
       gen, als  mißbrauche ich  das Asylrecht durch inzendiäre Umtriebe
       etc.;
       2. weil  gerade jetzt Bern mir Gelegenheit gibt, in der Tätigkeit
       der schweizerischen  Bundesversammlung die praktische Wirksamkeit
       einer Verfassung zu studieren, aus welcher Deutschland jedenfalls
       manches lernen  kann, besonders  zu einer  Zeit, wo  das deutsche
       Volk in  den Fall kommen kann, sich eine in dieser oder jener Be-
       ziehung ähnliche Verfassung zu geben.
       Ich vermute,  daß mein  Exil von nicht zu langer Dauer sein wird,
       denn abgesehen  von der  geringen Aussicht auf die Stabilität der
       gegenwärtigen Ordnung der Dinge in Preußen, habe ich allen Grund,
       ein freisprechendes  Urteil von den Geschwornen in Köln zu erwar-
       ten und  habe durch meine Flucht hauptsächlich nur bezweckt, mich
       einer langwierigen  Untersuchungshaft zu  entziehen.  Ich  glaube
       demnach, schon  mit dem  nächsten Frühjahr  in mein Vaterland zu-
       rückkehren zu können.
       Was meine  Existenzmittel betrifft,  so sind sie vollkommen gesi-
       chert, wie ich nötigenfalls nachweisen kann.
       Ich schließe, ebenfalls nach Anweisung des Paßbüros, den Paß bei,
       welchen mir  die Französische Provisorische Regierung auf Verlan-
       gen ausfertigen  ließ, als  ich im  Monat April d.J. aus Paris in
       meine Heimat  zurückkehrte, und  welcher mir von Köln aus nachge-
       schickt wurde.
       Ich ergreife  diese Gelegenheit,  um die  Tit.  Direktion  meiner
       ausgezeichneten Hochachtung zu versichern.
       
       Friedrich Engels
       
       Bern, Postgasse Nr. 43 B. bei
       Herrn Haeberli, den 15. November 1848
       
       Nach der Veröffentlichung des
       Marx-Engels-Lenin-Instituts,
       Moskau 1935.
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       1*) Siehe Band 5 unserer Ausgabe, S. 499/500
       
       #573# Aufzeichnungen und Dokumente
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       3
       
       Eine Deputation bei Herrn Oberprokurator Zweiffel
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 150 vom 23. November 1848]
       Köln, 22.  November. Gestern  sollten die  Herren Karl Marx, Karl
       Schapper und  Schneider II  wegen des  Aufrufs namens des Rheini-
       schen Kreisausschusses der Demokraten (Nr. 147 der "N[euen] Rhei-
       nischen] Z[ei]t[un]g")  1*) vor  dem Instruktionsrichter erschei-
       nen. Man  sprach allgemein  davon, daß  eine sofortige Verhaftung
       der Vorgeladenen  beabsichtigt werde.  So  unwahrscheinlich  dies
       auch vielen  Rechtskundigen vorkam,  nahm das  Volkskomitee [472]
       doch Veranlassung,  sich darüber  durch eine  Deputation bei  dem
       Herrn Oberprokurator  Zweiffel Gewißheit zu verschaffen. Derselbe
       gab die erwartete Erklärung, daß gegen die Vorgeladenen kein Ver-
       haftsbefehl nachgesucht  sei und  daß ein  solcher möglicherweise
       nur dann  eintreten dürfe, wenn der Aufruf Rebellion herbeiführe;
       weil dann das  V e r g e h e n  der Vorgeladenen gegen § 209, 217
       [473] (welches  jetzt nur  vors Korrektionellgericht  gehöre) zum
       V e r b r e c h e n   würde. - Die Deputierten sprachen übrigens,
       entgegen der  Ansicht des  Herrn Oberprokurator, daß nach der be-
       zeichneten Gesetzesstelle  der Erscheinungsbefehl  hätte erfolgen
       m ü s s e n,  die Ansicht aus, daß für jetzt, wo die Nationalver-
       sammlung in Berlin als die einzige gesetzliche Behörde in Preußen
       dastehe, vor  allen gegen diejenigen Beamten und Behörden, welche
       den Beschlüssen  der Nationalversammlung gewalttätig entgegentre-
       ten oder  dazu aufforderten - wie dies in jüngster Zeit durch den
       Oberpräsidenten Eichmann  in Koblenz  geschehen sei 2*) -, sofort
       eingeschritten werden müsse.
       
       4
       
       [Mitteilung über  das Verhör  von Marx, Schapper und Schneider II
       durch den Untersuchungsrichter]
       
       ["Neue Rheinische  Zeitung" Nr. 153 vom 26. November 1848, Zweite
       Ausgabe]
       * Köln,  25. November. In den Vernehmungen von Marx, Schapper und
       Schneider II  vor dem  Instruktionsgerichte wegen  des zweiten im
       Namen des  Rheinischen Kreisausschusses der Demokraten erlassenen
       Aufrufes 3*), wurde
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       1*) Siehe vorl.  Band, S.  33 -  2*) siehe vorl. Band, S. 31/32 -
       3*) siehe vorl. Band, S. 33
       
       #574# Beilagen
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       die Erklärung  der Beschuldigten, jenen Aufruf verfaßt und unter-
       schrieben zu haben, protokolliert und die Untersuchung sodann ge-
       schlossen. Keiner  der Beschuldigten  wurde verhaftet.  Dies  als
       Antwort auf verschiedene an den Kreisausschuß gerichtete Briefe.
       
       5
       
       Prozesse der "Neuen Rheinischen Zeitung"
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 161 vom 6. Dezember 1848]
       *Köln, 5.  Dezember. Vor  einigen Tagen war der Redakteur en chef
       der "Neuen  Rheinischen Zeitung",  Karl Marx,  von neuem  vor das
       Instruktionsgericht vorgeladen. Vier Artikel haben die Zentralge-
       walt bewogen,  auf Verleumdung  zu klagen:  1. Schnapphahnski, 2.
       ein Artikel  aus Breslau  über Lichnowski,  3. ein Artikel, worin
       von einem  "verfälschenden" Berichte  eines  gewissen  "komischen
       Stedtmann" die  Rede ist,  4. der  Abdruck der im Eiserschen Saal
       beschlossenen "Volksverratserklärung" gegen die Frankfurter Majo-
       rität in Schleswig-Holsteinschen Sachen. [474]
       Die "Neue  Rheinische Zeitung"  erwartet nun  sehnlichst  fernere
       Verleumdungsklagen von Berlin, Petersburg, Wien, Brüssel und Nea-
       pel.
       Am 20.  Dezember wird  der erste  Prozeß der  "Neuen  Rheinischen
       Zeitung" contra Parquet und Gendarmen verhandelt werden. [475]
       Wir haben  bisher nicht vernommen, daß irgendein rheinisches Par-
       quet irgendeinen  Artikel des  Code pénal  [90] auf  die  groben,
       handgreiflichen Gesetzwidrigkeiten  sämtlicher rheinischer Behör-
       den anwendbar gefunden hätten.
       "Distinguendum est!"  "Il faut distinguer" 1*) ist der Wahlspruch
       des tapferen rheinischen Parquets.
       
       6
       
       [Mandat des  Lausanner Arbeitervereins  für Friedrich  Engels zum
       Arbeiterkongreß in Bern [476]]
       
       Bruder!
       Der Unmöglichkeit,  einen Abgeordneten zu schicken, halber, haben
       wir Dich  erkohren, uns bey dem Arbeiter-Congreß in Bern, zu ver-
       treten; als alter Kämpfer für das Proletariat wirst Du gewiß auch
       hier Deine Aufgabe nicht
       -----
       1*) "Man muß unterscheiden"
       
       #575# Aufzeichnungen und Dokumente
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       verfehlen wiewohl  Du es  daselbst nicht mit Bourgeois, und sonst
       Krämerseelen zu tun haben wirst, es sind eben blos Proletarier zu
       denen und  für welche  Du handeln sollst; demnach theilen wir Dir
       kurz unseren Willen in Betreff eines Centralvereins mit.
       1) Soll der  Zweck der verbündeten Vereine seyen: a. Gründung ei-
       nes Centralvereins,  und einer Centralkasse, b. Sociale und Poli-
       tische Ausbildung  der Arbeiter, c. Mit dem deutschen Arbeiterco-
       mité in  Leipzig [477]  in Verbindung  zu treten um die Bande der
       Arbeiter, hauptsächlich, zu stärken.
       2) Pflicht des gewählten Centraivereins soll sein: a. Die Verbin-
       dung mit  dem Arbeitercomité  in Leipzig  herzustellen, b. Um die
       Correspondenz zu erleichtern, das Blatt (Verbrüderung [478]) wel-
       ches das  Centralcomité herausgibt,  hauptsächlich zu verbreiten,
       c. Die  Centraikasse zu  verwalten und hiervon 1/2 Jährlich Rech-
       nung abzulegen,  d. Alle Bedeutende Vorfälle sogleich den verbrü-
       derten Vereine mitzutheilen.
       3) Gegenseitige Pflichten  der verbrüderten Vereine und gegen den
       Centralverein: a.  Jedes Mittglied,  zahlt högstens  per Monat  1
       Batz Auflage,  wogegen der  wechsel der  Briefe von beiden Seiten
       beständtich unfrankiert  geführt wird.  b. Hat  jeder Zweigverein
       seine Mittglieder mit Karten zu versehen, c. Jedes Mittglied wel-
       ches im  Besitz einer  Karte ist hat in jedem Vereine freien Ein-
       tritt, jedoch  muß dieselbe  von dem Präsitenten des letzten Ver-
       eins in welchem dasselbe Mittglied war unterzeichnet sein.
       Was unsere  Wahl anbetrifft;  so halten  wir wie schon früher den
       Berner Verein  für den gelegensten. Sollte Allenfalls unser letz-
       tes Rundschreiben zur Sprage kommen so war es rein die Folche von
       dem: daß  wir schon  diesen Sommer den Verein Bern, zum C[entral]
       Verein ernannt  hatten, da  wir aber über die Lage der Dinge ganz
       ohne Nachricht geblieben sind, so haben wir hier eine Versammlung
       Einberufen, von  welcher dann genanntes Rundschreiben beschlossen
       wurde. Die  Auflage von  einem 1/2 Batz per Woche haben wir darum
       verworfen weil  sich dadurch  die Zahl der Mittglieder vermindern
       würde und  dadurch das  Einkommen  nicht  viel  erheblicher  sein
       könne.
       Im Nahmen des Vereins 41 Mittglieder
       Gruß und Handschlag
       Lausanne d. 8/12 1848
       
       G. Schneeherger   Bangerl   Chr. Haaf
       
       Nach der Veröffentlichung
       des Marx-Engels-Lenin-Instituts,
       Moskau 1935.
       
       #576# Beilagen
       -----
       7
       
       [Mitteilung betreffs  Bestellung der  "Neuen Rheinischen Zeitung"
       für das 1. Quartal 1849]
       
       ["Neue Rheinische  Zeitung" Nr.  172-195 vom 19.Dezember 1848 bis
       14. Januar 1849]
       Bestellungen auf  die "Neue  Rheinische Zeitung"  für das nächste
       Quartal, Januar bis März 1849, wolle man baldigst machen und zwar
       in Köln  bei der Expedition der Zeitung (unter Hutmacher Nr. 17),
       auswärts bei allen Postanstalten Deutschlands.
       Für Frankreich  übernehmen Abonnements Hr. G.A. Alexandre, Nr. 28
       Brandgasse in  Straßburg und Nr. 23 rue Notre Dame de Nazareth in
       Paris sowie  das k.  Oberpostamt in  Aachen; für  England die HH.
       J.J. Ewer  u. Comp., 72 Newgate Street in London; für Belgien und
       Holland die  resp. k. Briefpostämter und das Postbüro in Lüttich.
       1*)
       Durch den Wegfall des Stempels wird der Abonnementspreis ermäßigt
       und beträgt  von jetzt  ab für  Köln nur 1 Tlr. 7 Sgr. 6 Pf., bei
       allen preußischen  Postanstalten (das  Porto einbegriffen)  nur 1
       Tlr. 17  Sgr. vierteljährlich; für Abonnenten im übrigen Deutsch-
       land tritt ein verhältnismäßiger Postaufschlag hinzu.
       Die Redaktion bleibt unverändert.
       
       Die bisherigen  Monatsgänge der  "Neuen Rheinischen Zeitung" sind
       ihr Programm.  Durch ihre persönlichen Verbindungen mit den Chefs
       der demokratischen  Partei in  England, Frankreich, Italien, Bel-
       gien und Nordamerika ist die Redaktion instand gesetzt, ihren Le-
       sern die  politisch-soziale Bewegung  des Auslandes richtiger und
       klarer abzuspiegeln  als irgendein  anderes Blatt.  Die  "N.  Rh.
       Ztg." ist in dieser Beziehung nicht bloß das Organ der deutschen,
       sondern der europäischen Demokratie.
       
       Inserate: Die  vierspaltige Petitzeile  oder deren  Raum 1 Sgr. 6
       Pf. Anzeigen aller Art erlangen durch die großen Verbindungen un-
       seres Blattes eine sehr weite Verbreitung.
       
       Die Gerantur der "Neuen Rheinischen Zeitung"
       -----
       1*) In den  Nummern 176 bis 195 der "N.Rh.Ztg." werden andere An-
       schriften genannt
       
       #577# Aufzeichnungen und Dokumente
       -----
       Ein Preßprozeß gegen die "Neue Rheinische Zeitung" vertagt
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 174 vom 21. Dezember 1848]
       
       "Köln, 20.  Dezember. Der  gegen die  "Neue  Rheinische  Zeitung"
       eingeleitete Prozeß kam heute vor die Assisen. Herr Dr. Marx, Re-
       dakteur en chef, und Herr Korff, Gérant der "N[euen] Rheinischen]
       Z[ei]t[un]g", und  Herr Engels waren die Beschuldigten. Letzterer
       war abwesend.  Die Klage lautete auf Beleidigung des Oberprokura-
       tors Zweiffel  und Verleumdung  von Gensdarmen.  Der Prozeß wurde
       wegen eines Nullitätsgrundes ausgesetzt. [479]
       
       9
       
       Drigalskis Prozeß gegen die "Neue Rheinische Zeitung"
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 175 vom 22. Dezember 1848]
       
       * Köln,  21. Dezember. Heute war abermals Dr. Marx wegen angebli-
       cher Verleumdung  des "Bürgers  und Kommunisten"  Herrn Drigalski
       1*) vor  den Instruktionsrichter geladen. Der wievielste Preßpro-
       zeß gegen  die "N.  Rh. Z."  dieser neue  ist, läßt  sich bei der
       Menge derselben schwer bestimmen. Wir bedauern übrigens, daß Herr
       Drigalski uns  so verkannt hat. Unsern Artikeln über ihn hat er's
       allein beizumessen,  wenn ihm ein Stückchen europäischer Berühmt-
       heit zuteil  wird. Welch' schwarzer Undank, Herr "Bürger und Kom-
       munist" Drigalski!!  Ein Zeichen, daß die Zeiten immer verderbter
       werden, wenn selbst aus einem königlich-preußisch-kommunistischen
       Herzen die Erkenntlichkeit für geleistete Dienste entflohen ist.
       -----
       1*) Siehe vorl. Band, S. 56-61
       
       #578# Beilagen
       -----
       10
       
       Komiteesitzung des Arbeitervereines vom 15. Januar 1849
       
       ["Freiheit, Arbeit" Nr. 3 vom 21. Januar 1849]
       Nach Verlesung  und Annahme  des Protokolls  der vorigen  Sitzung
       fragt der Vorsitzende, Röser, ob B[ür]g[er] Prinz, Redakteur, ge-
       genwärtig sei  und sagt  nach der  Erwiderung, derselbe sei schon
       weggegangen, man  müsse ihn als Beamten des Vereins über sein Be-
       tragen in letzter Zeit, seine vorgenommenen Veränderungen mit der
       Zeitung, ohne  dem Verein  Anzeige davon  zu machen,  zur Rechen-
       schaft ziehen ...
       Bg. Marx  und Schapper  stellen den  vielseitig unterstützten An-
       trag, dem Bg. Prinz als Redakteur des offiziellen Organs des Ver-
       eins [480]  eine Redaktionskommission  beizugeben, die darüber zu
       wachen habe,  daß dieses  Organ auch  wirklich die Interessen des
       Vereins vertrete und im Sinne unserer Partei geleitet werde.
       Der Antrag wird angenommen und zu dieser Redaktionskommission die
       Bg. Schapper, Röser und Reiff ernannt.
       Bg. Westermann  liest die  von Brüssel  aus erlassene "Erklärung"
       des Dr. Gottschalk [481] vor und kann sich mit dem Verfahren des-
       selben nicht einverstanden erklären.
       Der Bg.  Marx stellt  aber den von Schapper unterstützten Antrag,
       von der  Sache für jetzt abzusehen, da die erlassene Erklärung zu
       zweifelhaft und  undeutlich sei,  um daraus  mit Sicherheit einen
       Schluß zu  ziehen, hingegen aber, um darüber ins klare zu kommen,
       eine Kommission  zu ernennen, welche die ihr undeutlich scheinen-
       den Stellen  zusammenfasse und in einem an den Dr. Gottschalk ge-
       richteten Schreiben darüber Erklärung und Aufschluß verlange.
       Dieser Antrag  findet allgemeinen  Beifall und  werden zu  dieser
       Kommission die  Bg. Dr.  Marx, Anneke,  Schapper, Röser und Esser
       vorgeschlagen und angenommen ...
       Bg. Anneke schlägt vor, die demnächst stattfindenden Wahlen [482]
       zum Gegenstande  der Besprechung  in den  künftigen Sitzungen  zu
       machen.
       Bg. Schapper  meint, wenn  dieses vor  etwa vier Wochen geschehen
       wäre, dann konnten wir als eigene Partei vielleicht etwas Tüchti-
       ges leisten,  allein jetzt  sei es dazu zu spät, da wir noch ganz
       und gar  nicht organisiert  seien; es  würde  dem  Arbeiterverein
       nicht möglich  sein, seine eigens aufgestellten Kandidaten durch-
       zubringen.
       
       #579# Aufzeichnungen und Dokumente
       -----
       Bg. Marx  ist ebenfalls  der Meinung,  daß der Arbeiterverein als
       solcher jetzt  keine Kandidaten  durchbringen könne;  es  handele
       sich für  den Augenblick  auch nicht darum, in prinzipieller Hin-
       sicht etwas  zu tun, sondern der Regierung, dem Absolutismus, der
       Feudalherrschaft Opposition  zu machen, dazu seien aber auch ein-
       fache Demokraten,  sog. Liberale,  hinreichend, die ebenfalls mit
       der jetzigen  Regierung bei  weitem nicht  zufrieden  seien.  Man
       müsse die Sache einmal nehmen wie sie sei. Da es nun wichtig sei,
       dem jetzigen absoluten System eine möglichst starke Opposition zu
       machen, erfordere  es schon  der gesunde  Verstand, wenn man ein-
       sähe, seine  eigene prinzipielle  Meinung nicht  bei  den  Wahlen
       durchsetzen zu  können, daß man sich mit einer andern Partei, die
       ebenfalls Opposition  macht, vereinige,  um nicht  unsern gemein-
       schaftlichen Feind, das absolute Königtum, siegen zu lassen.
       Es wird  hierauf beschlossen,  sich an  den allgemeinen Wahlkomi-
       tees, die  nach der  Einteilung in Wahlbezirke der hiesigen Stadt
       errichtet werden  sollen, zu  beteiligen und  dort das allgemeine
       demokratische Prinzip zu vertreten.
       Zur Herstellung  einer engeren  Verbindung zwischen den Arbeitern
       und Demokraten  werden die  Bg. Schapper  und Röser  ernannt, die
       sich an  den Ausschußsitzungen des Demokratischen Vereines betei-
       ligen und darüber hier Bericht abstatten sollen.
       
       11
       
       Freisprechung der "Neuen Rheinischen Zeitung"
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 217 vom 9. Februar 1849]
       * Köln, 8. Februar. Wie wir bereits in einigen Exemplaren unserer
       gestrigen Nummer  mitteilten, ist in der gestrigen Assisensitzung
       die Anklage  gegen den  Redakteur en chef Marx, den Redakteur En-
       gels und  den Geranten  der "Neuen Rheinischen Zeitung" wegen des
       Artikels **  Köln, 4.  Juli (in der Nummer vom 5. Juli 1848  1*))
       verhandelt worden.  Der Artikel  betraf die  Verhaftung des Herrn
       Anneke und  hatte eine Anklage auf Verleumdung der die Verhaftung
       Vollziehenden Gendarmen  (Art. 367 des Code pénal) und auf Belei-
       digung des  Oberprokurators Zweiffel  (Art. 222  des Code  pénal)
       veranlaßt. Die Beschuldigten wurden von den Geschwornen nach kur-
       zer Beratung  f r e i g e s p r o c h e n.
       Dieser Prozeß,  der älteste der vielen gegen die "N.Rh.Z." anhän-
       gig gemachten  Preßprozesse, ist dadurch von Wichtigkeit, daß die
       oben angeführten  Art. 222  und 367  (in Verbindung mit Art. 370)
       diesmal in der Entscheidung der Geschwornen ganz anders ausgelegt
       und angewandt worden sind.
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       1*) Siehe Band 5 unserer Ausgabe, S. 166-168
       
       #580# Beilagen
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       als dies  früher von den rheinischen Zuchtpolizeigerichten 2u ge-
       schehen pflegte. Die Art. 222 und 367 sind aber, außer denen über
       direkte Aufforderung  zum Bürgerkrieg und zur Rebellion, die ein-
       zigen, die  es dem Scharfsinne der rheinischen Parquets bis jetzt
       gelungen ist,  auf die Presse anzuwenden. Das freisprechende Ver-
       dikt der Geschwornen ist also eine neue Garantie für die Freiheit
       der Presse in Rheinpreußen.
       Wir werden die Verhandlungen so rasch wie möglich im Auszuge mit-
       teilen. [483]
       Heute steht  Marx abermals  vor  den  Geschwornen,  zusammen  mit
       Schneider, dem  Abgeordneten von  Köln, und Schapper, wegen einer
       Aufforderung zur  Steuerverweigerung, die  sie als Mitglieder des
       demokratischen Kreisausschusses erlassen hatten. 1*)
       
       12
       
       Zwei Prozesse gegen die "Neue Rheinische Zeitung"
       
       ["Deutsche Londoner Zeitung" Nr. 203 vom 16. Februar 1849]
       Köln, 8.  Februar. Gestern  und heute  wurden vor  unsern Assisen
       wieder zwei  Preßprozesse verhandelt  gegen Marx,  Hauptredakteur
       der "Neuen Rheinischen Zeitung", Engels und Schapper, Mitarbeiter
       des Blattes, und heute gegen Marx, Schapper und Advokat Schneider
       II, die  angeklagt, das  Volk wegen  der Steuerverweigerung gegen
       die Regierung  aufgewiegelt zu  haben.  Außerordentlich  war  der
       Andrang der  Menschen. In  beiden Prozessen verteidigten sich die
       Angeklagten selbst  und suchten  die Grundlosigkeit  der  Anklage
       nachzuweisen, was ihnen auch insoweit gelang, daß die Geschwornen
       in beiden  Fällen das   N i c h t s c h u l d i g  aussprachen. -
       Mit den  politischen Prozessen  hat die  Regierung nun einmal vor
       den Geschwornen durchaus kein Glück. Schlimmer möchte es ein paar
       Offizieren der  hiesigen Garnison  ergehen, welche  sich  an  den
       Volksbewegungen im  September v.J.  beteiligt und  als die  Sache
       schief ging,  sich über  die Grenze  nach Belgien  machten,  sich
       jetzt aber  wieder gestellt haben und der Entscheidung ihres Pro-
       zesses entgegensehen, welcher schon eingeleitet ist. [484]
       -----
       1*) Siehe vorl. Band, S. 33
       
       #581# Aufzeichnungen und Dokumente
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       13
       
       Demokratisches Bankett
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 225 vom 18. Februar 1849]
       * Mülheim  a. Rh.,  11. Februar  (verspätet). Heute fand hier ein
       vom Arbeiterverein  veranstaltetes demokratisches  Bankett statt.
       Mitglieder des  Kölnischen Arbeiter-  und Demokratischen  Vereins
       waren eingeladen.  Instrumentalmusik und Gesang wechselten ab mit
       Toasten, die in längeren Reden motiviert wurden.
       Bengel, Präsident  des hiesigen  Arbeitervereins, entwickelte  in
       einem längern Vortrag das Verhältnis der Gegenwart zur Vergangen-
       heit. Lucas  brachte einen  Toast auf die Gäste aus, speziell auf
       die Männer, die, wie der anwesende Redakteur en chef der "N[euen]
       Rheinischen] Z[eitung]", K. Marx, lange vor der Februarrevolution
       die Rechte  der Arbeiterklasse  in Tat und Wort behauptet hätten.
       Schapper ließ  die "demokratische Republik" leben. K. Marx sprach
       über die  Beteiligung der  deutschen Arbeiter  an den  Kämpfen in
       Frankreich, England,  Belgien und  der Schweiz.  Er brachte einen
       Trinkspruch auf  Gladbach aus, einer der ausnahmsweisen Vereinba-
       rer, die  wirklich die Interessen des Volkes vertreten. F. Engels
       betoastete die  Ungarn und Kossuth. Ott aus Worringen sprach über
       den konstitutionellen  Liberalismus, die Aristokratie und die De-
       mokratie, Fischbach  über das  Elend des Volks und die Mittel zur
       Abhülfe. Gladbach  warf einen Rückblick auf die aufgelöste Natio-
       nalversammlung und  kritisierte in einem energischen Vortrag ihre
       Schwächen, ihre  Unentschiedenheit und ihren Mangel an revolutio-
       närem Verstand.  Krähe sprach  schließlich über  die  Devise  der
       Februarrevolution: "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit."
       Dies  e r s t e  demokratische Bankett in der Rheinprovinz hat so
       sehr angesprochen, daß es sicher Nachahmung finden wird.
       
       14
       
       Bankett vom 24. Februar
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 233 vom 28. Februar 1849]
       * Köln, 27. Februar. Vorgestern fand zur Feier des Jahrestags der
       französischen Februarrevolution  im Eiserschen  Saale ein Bankett
       statt. [485]  Der große, zwischen 2000 und 3000 Menschen fassende
       Saal war gedrängt gefüllt.
       
       #582# Beilagen
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       Karl Marx, durch Akklamation zum Präsidenten gewählt, mußte wegen
       Verhinderung ablehnen.  Karl Schapper übernahm hierauf auf allge-
       meines Verlangen  das Präsidium und eröffnete die Sitzung mit ei-
       nem Trinkspruch  auf die  Manen der  im Februar und Juni in Paris
       und in  allen übrigen  revolutionären Kämpfen von 1848 gefallenen
       Opfer.
       Der Abg. von Köln, Adv. Schneider, nahm hierauf Abschied von sei-
       nen Wählern.  Desgleichen sprach  bald nachher  der Abg. Gladbach
       einige Worte, kam auf die Ursachen des Gelingens der letzten Kon-
       trerevolution zurück  und forderte das Volk von Köln auf, bei et-
       waigen neuen  Gewaltstreichen gegen  die Kammer  sich zum  Schutz
       seiner Vertreter  zu erheben. (Dies zur Antwort auf die Denunzia-
       tion in der heutigen "Kölnischen] Z[ei]t[un]g".) [486]
       Die folgenden  Trinksprüche wurden noch ausgebracht: Dr. Ritting-
       hausen: der demokratisch-sozialen Republik. - F. Engels, Red. der
       "N[euen] Rheinischen]  Z[ei]t[un]g": den  kämpfenden  Italienern,
       vor allem  der römischen  Republik. - C. Cramer: den Manen Robert
       Blums. -  Abg. Wöhler  zur Frankf[urter] Nationalversammlung: der
       deutschen Demokratie.  - Kaufmann  Guffanti: Ledru-Rollin und den
       französischen Demokraten.  - Ex-Bómbardier  Funk: ein  Pereat den
       Tyrannen. -  Dr. Weyll:  den anwesenden Frauen. - Dr. Becker: den
       Demokraten aller Nationen. - Tischler Kurth:  Kossuth und den Ma-
       gyaren. -  Schapper: den politischen Gefangenen und Flüchtlingen,
       namentlich den  Deutschen in Besançon.[487] - Carstens, Arbeiter:
       der zukünftigen  sozialen Revolution. - Ferd. Wolff, Red. der "N.
       Rh. Ztg."  : dem  Recht auf Arbeit. - Arbeiter Hausmann : der Ei-
       nigkeit. -  C. Cramer:  Mieroslawski und  den polnischen Kämpfern
       von 1848.  - Wirt Kamp von Bonn: der Verbrüderung aller Nationen.
       - Stud. Blum: den Wuppertaler Demokraten. - Arbeiter Müller: Mel-
       linet, Tedesco  und den  übrigen 15  Antwerpener Verurteilten von
       Risquons-Tout [170].  - Arbeiter  Röser : den Manen Robespierres,
       Saint-Justs, Marats und den andern Helden von 1793.
       Die Feier, von Zeit zu Zeit durch Musik, Gesang der Marseillaise,
       des Girondistenlieds 14881 etc. und Vorträge des Arbeiter-Gesang-
       vereins unter  Leitung des  Herrn Herx  belebt, schloß  mit einem
       Hoch auf die "allgemeine demokratisch-soziale Republik".
       Eine Kollekte  für die  deutschen Flüchtlinge  in Besançon  wurde
       während der  Sitzung abgehalten  und lieferte  einen nicht  unbe-
       trächtlichen Ertrag.
       Während des  ganzen Abends  waren die  Truppen  konsigniert,  und
       starke Patrouillen  durchzogen die  Straßen, was  indes wohl mehr
       durch die  wiederholten Schlägereien  der Soldaten unter sich als
       durch das Bankett veranlaßt war.
       
       #583# Aufzeichnungen und Dokumente
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       15
       
       Bankett auf dem Gürzenich
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 251 vom 21. März 1849]
       * Köln,  20. März.  Gestern abend fand auf dem Gürzenich ein Ban-
       kett zur  Erinnerung an die Berliner Barrikadenkämpfe des vorigen
       Jahres statt.  Wenn schon das Bourgeoiskonzert vom 18. "zur Feier
       der Verheißung" einer Konstitution etc. etc. den größten Saal un-
       srer Stadt anständig gefüllt hatte, so war gestern der Raum nicht
       zur Hälfte  hinreichend, das  herzuströmende Publikum  zu fassen.
       Während oben  5500-6000 Menschen  Kopf an  Kopf gedrängt standen,
       warteten mehrere  Tausend vergebens auf die Möglichkeit hereinzu-
       kommen. Der  Saal hatte sich so rasch gefüllt, daß selbst mehrere
       Redner erst nach 9 Uhr ein Mittel fanden, sich durchzudrängen.
       Karl Schapper präsidierte und eröffnete die Versammlung mit einem
       Toast auf  das souveräne Volk, die einzige Quelle aller gesetzli-
       chen Macht.  Es wurden  ferner folgende  Toaste  ausgebracht:  H.
       Becker: den  Toten des  18. und  19.März; Bürger Wächter: auf die
       Besserung  des   deutschen  Michel;   Bürger  Weyll:  der  ganzen
       Revolution, nicht  der halben;  Bürger Rittinghausen:  ein Pereat
       dem deutschen  Kaiser; C.  Cramer: den demokratischen Frauen, die
       unserm  Bankett   beiwohnen;  W.   Wolff,  Redakteur  der  "Neuen
       Rheinischen Zeitung":  den italienischen  Republiken; E.  Dronke,
       Redakteur der  "Neuen Rheinischen  Zeitung":  der  proletarischen
       Revolution; P.  Nothjung: dem  Sieg der Magyaren und Kossuths; H.
       Bürgers, Redakteur  der "Neuen  Rheinischen Zeitung":  dem  Sturz
       Östreichs; F.  Wolff, Redakteur  der "Neuen Rheinischen Zeitung":
       den Angeklagten  von Bourges;  [337]  F.  Engels,  Redakteur  der
       "Neuen Rheinischen  Zeitung": den  Juniinsurgenten von  Paris; K.
       Schapper: den  englischen Chartisten  und ihren  revolutionärsten
       Chefs, Ernest Jones und G.J. Harney; Carl Cramer: den Polen; Chr.
       Esser, Redakteur  der "Arbeiter-Zeitung"  [480]: der roten Repub-
       lik.
       Das Bankett,  das in  der größten Ruhe und Ordnung verlief, wurde
       gegen 11 Uhr mit einem allgemeinen Hoch auf die rote Republik ge-
       schlossen. Gegenüber  dem am  18. auf  dem Gürzenich abgehaltenen
       Heulerkonzert [226]  freut es  uns, daß noch nie ein Fest in Köln
       ein so zahlreiches und zugleich so taktvolles Publikum vereinigte
       wie das  unter den  Auspizien der roten Fahne abgehaltene Bankett
       von gestern abend.
       
       #584# Beilagen
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       16
       
       Beschlüsse der Generalversammlung des Arbeitervereins
       vom 16. April 1849
       
       ["Freiheit, Brüderlichkeit, Arbeit" Nr. 22 vom 22. April 1849]
       Die Versammlung beschließt einstimmig:
       1. Aus  dem Verbände der demokratischen Vereine Deutschlands aus-
       zutreten und  sich dagegen dem Verband der deutschen Arbeiterver-
       eine, deren Zentralausschuß sich in Leipzig befindet [477], anzu-
       schließen.
       2. Ihr  Komitee zu  beauftragen, zum Zwecke der engern Verbindung
       der rein  sozialen Partei, vor Stattfinden des allgemeinen Arbei-
       terkongresses in  Leipzig, in  Köln einen  Provinzialkongreß  der
       sämtlichen Arbeitervereine Rheinlands und Westfalens zu berufen.
       3. Den  demnächst in Leipzig stattfindenden Kongreß der Arbeiter-
       vereine Deutschlands zu beschicken.
       
       17
       
       Komiteesitzung vom 17. April 1849
       
       ["Freiheit, Brüderlichkeit, Arbeit" Nr. 22 vom 22. April 1849]
       ... 5. Infolge des Beschlusses der gestrigen Generalversammlung:
       Auf den ersten Sonntag im Mai einen Kongreß der Vertreter sämtli-
       cher Arbeitervereine  des Rheinlands  und Westfalens hierher ein-
       zuberufen.
       Das Komitee  ernennt zur Ausführung dieses Beschlusses einen pro-
       visorischen Provinzialausschuß  von sechs  Mitgliedern,  aus  den
       Bürgern K.  Marx, W.  Wolff, K.  Schapper, Anneke, Esser und Otto
       bestehend, und  trägt denselben auf, eine motivierte Einladung an
       die betreffenden Vereine ergehen zu lassen ...
       
       #585# Aufzeichnungen und Dokumente
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       18
       
       Beschluß der I. Filiale des Kölner Arbeitervereins [489]
       
       ["Freiheit, Brüderlichkeit, Arbeit" Nr. 24 vom 29. April 1849]
       Antrag
       1. In Erwägung,  daß der  Dr. Gottschalk  den Bürger Karl Marx in
       der Zeitung "Freiheit, Arbeit" als einen Freund und Gesinnungsge-
       nossen des  Abgeordneten zu  Frankfurt Franz  Raveaux  darstellt,
       während doch  der Bürger  Marx sich  in der Komiteesitzung vom 8.
       Februar derart  ausgedrückt hat, daß er, wenn er auch augenblick-
       lich die  Kandidatur Raveaux  und Schneider II unterstützte, weit
       davon entfernt  sei, mit  diesen Leuten in prinzipieller Hinsicht
       übereinzustimmen, daß im Gegenteil der erstere grade während sei-
       ner  größten   Glanzperiode   in   der   "N[euen]   Rh[einischen]
       Z[ei]t[un]g" schonungslos angegriffen worden sei, daß aber augen-
       blicklich von  roten und  blassen Demokraten  nicht die Rede sein
       könne, indem  es sich  vorderhand hauptsächlich darum handle, dem
       absoluten Königtum  Opposition zu  machen, und  sich,  um  diesen
       Zweck zu  erreichen, die roten und blassen Demokraten den Heulern
       [2269 gegenüber vereinigen müßten;
       2. ferner, daß  der Dr. Gottschalk bei Gelegenheit des demokrati-
       schen Kongresses  zu Frankfurt  sich der  Worte bedient  hat,  er
       könne die  Arbeiter von  Köln ebensowohl  zur roten Monarchie wie
       zur roten  Republik verwenden,  also die  Arbeiter selbst als nur
       eine ihm blind gehorchende Maschine ausgab;
       3. daß die in obengenannter Zeitung gegen Raveaux gerichteten An-
       griffe einen  sehr gemeinen,  gehässigen Charakter  tragen, indem
       sie demselben eine leibliche Krankheit zum Vorwurf machen und als
       Verstellung bezeichnen;
       4. daß die  sonstigen Angriffe in diesem Blatte sich meistens auf
       ganz und  gar nichts  begründen lassen und wegen ihrer Einfältig-
       keit schon  gar keiner  Widerlegung wert sind, nichtsdestoweniger
       aber kleinlichen  Haß und  Groll und  einen niedrigen,  hämischen
       Charakter ihres Verfassers verraten;
       5. daß der  Dr. Gottschalk  nach seiner  Freisprechung den  gegen
       mehrere  Mitglieder   des  Arbeitervereins  ausgesprochenen  Plan
       hatte, den  Arbeiterverein zu reorganisieren und zu diesem Zwecke
       sich selbst  (als Präsident)  mit noch  5 andern nach seiner Wahl
       als Komiteemitglieder  an dessen  Spitze zu oktroyieren, was eine
       despotische Gesinnung verrät und gegen die allereinfachsten demo-
       kratischen Grundsätze verstößt;
       6. daß er  bei dieser neuen Organisation die Partei der eigentli-
       chen Proletarier  verlassen und sich den Kleinbürgern in die Arme
       warf dadurch, daß er den monatlichen Beitrag der Mitglieder auf 5
       Sgr. erhöhen wollte;
       
       #586# Beilagen
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       7. daß Dr.  Gottschalk mit  der Zeitung des Vereins eine Verände-
       rung vornahm, wodurch dieselbe 14 Tage in ihrem Erscheinen unter-
       brochen wurde  [480], ohne  vom Verein  dazu ermächtigt worden zu
       sein, ja  ohne demselben  oder dessen  Vorstande auch nur direkte
       Anzeige davon  zu machen,  was einen  Eingriff in  die Rechte des
       Vereins bekundet, der sich keineswegs rechtfertigen läßt und auch
       durch das bald darauf erfolgte Weggehen des Dr. Gottschalks nicht
       einmal durch  Notwendigkeit oder  dringende  Gründe  entschuldigt
       werden kann;
       8. daß der  Dr. Gottschalk nach seiner Freisprechung, anstatt die
       Erwartung der Arbeiter Kölns zu erfüllen und unter ihnen im Sinne
       des Fortschritts  seine Tätigkeit wie früher zu beginnen, zum Er-
       staunen aller  davonging, ohne  denselben auch  nur ein  einziges
       Wort zum Abschiede oder Danke für ihr treues Ausharren zu sagen;
       9. daß  der Dr.  Gottschalk aus übergroßem Zartgefühl sich selbst
       verbannte und  von Brüssel aus eine Erklärung erließ, die gradezu
       nichts weniger  als zur  Aufklärung und Rechtfertigung seines Be-
       tragens dienen  konnte, indem er, der Republikaner, darin vom Zu-
       rückrufen seiner  Person durch  "den annoch  obersten Richter  im
       Lande" oder  "die Stimme  des Volkes"  spricht, also den obersten
       Richter in  noch irgend  etwas anderm  als der allgemeinen Volks-
       stimme findet,  daß er  mit seinem  obersten  Richter  an  dieser
       Stelle nur  den König  gemeint haben kann, wodurch er sich direkt
       auf die  Seite der  Legitimisten und  Monarchisten stellt, daß er
       andererseits in  dieser Erklärung das Volk nochmals verhöhnt, in-
       dem er ihm zumutet, jemanden, der einen andern obersten Richter -
       als grade  die Volksstimme selbst - anerkennt und anruft, zurück-
       zurufen, daß  er hier  die kleinlichste  Achselträgerrolle spielt
       und sich den Weg sowohl bei dem Könige wie bei dem Volke offen zu
       halten sucht;
       10. daß der  Dr. Gottschalk das Gesuch des Arbeitervereins, diese
       seine sogenannte  Erklärung, die unverständlich scheine, erklären
       und namentlich  angeben solle,  was er  unter dem annoch obersten
       Richter verstehe, keiner Antwort würdigte;
       11. daß der Dr. Gottschalk, ohne von irgend jemanden gerufen wor-
       den zu  sein, dennoch nach Deutschland zurückgekehrt ist, wodurch
       also die  ganze Sache der freiwilligen Verbannung in reinen Dunst
       zerfällt und  als ein schlecht berechnetes Wahlmanöver erscheinen
       muß, wenn  man bedenkt,  daß dessen Brüder und Freunde währenddem
       für seine  Wahl nach Berlin sehr tätig wirkten, erklärt-der Fili-
       alverein Nr. 1 des Arbeitervereins zu Köln:
       daß er das Betragen des Dr. Gottschalks seit seiner Freisprechung
       vom hiesigen  Geschwornengerichte in keiner Weise billigt und die
       Zumutung, sich  im Interesse  der roten  Monarchie mißbrauchen zu
       lassen oder sich durch hämische persönliche Angriffe auf einzelne
       Personen irreleiten zu lassen oder sich einen Präsidenten mit ei-
       nem Schweifwedeler-Komitee
       
       #587# Aufzeichnungen und Dokumente
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       aufoktroyieren zu  lassen oder  einen freiwillig  Verbannten, der
       die Gnade  des Königs und des Volks zugleich anruft, um erlöst zu
       werden, zurückzurufen  oder überhaupt  sich von  irgendeinem Men-
       schen, möge  er sein.,  wer er wolle, gleich dummen Jungen behan-
       deln zu lassen, mit Entschiedenheit und Entrüstung zurückweist.
       
       19
       
       Beschlüsse der General-Versammlung vom 23. April 1849
       
       ["Freiheit, Brüderlichkeit, Arbeit" Nr. 24 vom 29. April 1849]
       1. Die General-Versammlung findet künftig jeden Mittwoch statt.
       2. Der vom  Komitee gewählte provisorische Ausschuß zur Abhaltung
       eines Kongresses  der Arbeitervereine  Rheinlands und  Westfalens
       hier in  Köln, bestehend aus K. Marx, Karl Schapper, W. Wolff, F.
       Anneke, Esser und Otto, wird bestätigt.
       
       20
       
       [Mitteilung über die Einberufung des Kongresses
       der Arbeitervereine]
       
       ["Neue Rheinische Zeitung" Nr. 282 vom 26.April 1849,
       Beilage und Nr. 285 vom 29. April 1849, Zweite Ausgabe]
       Aus dem Kreisausschuß der demokratischen Vereine der Rheinprovinz
       sind kürzlich  eine Anzahl Mitglieder ausgeschieden, und der hie-
       sige Arbeiterverein hat gleichzeitig seinen Austritt aus dem Ver-
       bände  der   rheinisch-demokratischen  Vereine   erklärt.  Dieser
       Schritt ist  durch die  Überzeugung veranlaßt worden, daß bei den
       verschiedenartigen Elementen in gedachten Vereinen für die Inter-
       essen der  arbeitenden Klasse oder der großen Masse des Volks we-
       nig Ersprießliches von daher zu erwarten steht.
       Desto dringender  erscheint ein  festes  Aneinanderschließen  der
       gleichartigen Elemente, ein kräftiges Zusammenwirken aller Arbei-
       tervereine.
       Zu diesem  Zwecke hat der hiesige Arbeiterverein als erste Maßre-
       gel die  Niedersetzung eines provisorischen Ausschusses für sämt-
       liche Arbeitervereine der Rheinprovinz und Westfalens für notwen-
       dig erachtet und zu Mitgliedern desselben die Unterzeichneten mit
       dem Auftrage  ernannt, die zur Erreichung obigen Zwecks erforder-
       lichen Schritte zu veranlassen.
       
       #588# Beilagen
       -----
       Der provisorische Ausschuß ladet nun sämtliche Arbeiter- und alle
       andern Vereine, die, ohne bisher diesen Namen zu führen, doch den
       Grundsätzen der sozialen Demokratie mit Entschiedenheit anhängen,
       zur Beschickung eines Provinzialkongresses auf den ersten Sonntag
       im nächsten Monat (6. Mai) hiermit ein. [490]
       Gegenstände der Tagesordnung werden sein:
       1. Organisation der rheinisch-westfälischen Arbeitervereine;
       2. Wahl  von Deputierten  für den im Monat Juni zu Leipzig statt-
       findenden allgemeinen  Kongreß sämtlicher  deutschen Arbeiterver-
       eine;
       3. Erörterung  und Feststellung  der den Deputierten für den Kon-
       greß in Leipzig mitzugebenden Anträge.
       Die zum hiesigen Vorkongreß erwählten Deputierten werden ersucht,
       sich mit ihren Vollmachten versehen spätestens am 6. Mai, vormit-
       tags 10 Uhr hier bei Simons im Kranz am Altenmarkt zu melden.
       Köln, den 24. April 1849
       
       K.Marx (abwesend) W. Wolff  K. Schapper  F. Anneke
       C.J. Esser Otto
       
       NB. Briefliche Mitteilungen werden erbeten unter der Adresse Karl
       Schapper, Präsident des Arbeitervereins, Unter Hutmacher Nr. 17.
       
       21
       
       Die Redakteure der "Neuen Rheinischen Zeitung"
       
       ["Deutsche Zeitung" Nr. 140 vom 22. Mai 1849]
       Köln, 19.  Mai ...  Den einzelnen  Redakteuren der "Neuen Rheini-
       schen] Z[ei]t[un]g"  ist folgendes  widerfahren: Fr.  Engels wird
       wegen seines  Auftretens in  Elberfeld kriminell  verfolgt, Marx,
       Dronke und Weerth haben als Nichtpreußen die diesseitigen Staaten
       zu verlassen, F. Wolff ist, da er seiner Militärpflicht nicht ge-
       nügt, und  W. Wolff wegen politischer Vergehen, die früher in den
       alten Provinzen  vorgekommen sein  sollen, mit Untersuchungen be-
       droht worden.  Die Freilassung Korffs gegen Kaution ist heute von
       der Ratskammer abgelehnt worden.
       
       #589# Aufzeichnungen und Dokumente
       -----
       22
       
       Der Redakteur Herr Karl Marx abgereist
       
       ["Neue Kölnische Zeitung" Nr. 116 vom 22. Mai 1849]
       
       * Köln.  Gestern morgen  hat der  frühere Redakteur  en chef  der
       "Neuen Rheinischen  Zeitung", Herr Karl Marx, in Begleitung eini-
       ger der anderen Redakteure Köln verlassen und sich nach dem Ober-
       rhein begeben;  dort wird sein Wirken ebenso erfolgreich sein als
       es hier war.
       
       23
       
       [Prozeß gegen die "Neue Rheinische Zeitung"]
       
       ["Neue Deutsche Zeitung" Nr. 128 vom 1. Juni 1849]
       Köln, 29.  Mai. Heute  hat das Zuchtpolizeigericht über eine seit
       September v.J.  anhängige Sache, Verleumdung von Abgeordneten zur
       Frankfurter Nationalversammlung, zu erkennen. [474] Geladen waren
       K. Marx,  E. Dronke, G. Weerth, H. Becker, H. Korff und die Buch-
       drucker Dietz  und Bechthold.  Die drei  ersteren waren nicht er-
       schienen. Mit  Ausnahme von  Korff  wurden  alle  freigesprochen,
       Korff  (als   ehemaliger  Gerant   der   "N[euen]   Rh[einischen]
       Z[ei]t[un]g") wegen  Beleidigung des "komischen Stedtmann" zu ei-
       nem Monat  Gefängnis und  1/7 der  Kosten verurteilt. Das Gericht
       wies mit  vieler Schärfe  die  Anklage  gegen  Weerth  wegen  des
       Schnapphahnski-Lichnowski zurück.
       
       24
       
       Steckbrief [gegen Friedrich Engels]
       ["Kölnische Zeitung" Nr. 137 vom 9. Juni 1849]
       Auf Grund  der durch  den königl.  Instruktionsrichter erlassenen
       Vorführungsbefehle ersuche  ich die betreffenden Zivil- und Mili-
       tärbehörden, auf  folgende Personen,  und zwar:  1. Friedrich En-
       gels, Redakteur  der "Neuen Rheinischen Zeitung", geboren in Bar-
       men, zuletzt wohnhaft zu Köln, ...
       
       #590# Beilagen
       -----
       welche sich der gegen sie wegen des im Art. 96 des Strafgesetzbu-
       ches vorgesehenen  Verbrechens eingeleiteten  Untersuchung  durch
       die Flucht  entzogen haben, und deren Signalement ich nachstehend
       mitteile, vigilieren und sie im Betretungsfalle verhaften und mir
       vorführen zu lassen.
       Elberfeld, 6, Juni 1849
       Für den Oberprokurator
       Der Staatsprokurator, Eichhorn
       Signalement. 1.  Engels. Alter  26 bis  28 Jahre,  Größe fünf Fuß
       sechs Zoll,  Haare blond,  Stirn frei,  Augenbrauen blond,  Augen
       blau, Nase  und Mund proportioniert, Bart rötlich, Kinn oval, Ge-
       sicht oval, Gesichtsfarbe gesund, Statur schlank. Besondere Kenn-
       zeichen: spricht sehr rasch und ist kurzsichtig ...

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