Quelle: MEW 6 November 1848 - Juli 1849
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Vorwort
Der sechste Band der Werke von Karl Marx und Friedrich Engels
enthält die Schriften aus der Zeit von November 1848 bis Juli
1849. Den größten Teil des sechsten, ebenso wie des fünften Ban-
des, bilden Artikel von Marx und Engels aus der "Neuen Rheini-
schen Zeitung", der einzigen Zeitung, die in der damaligen demo-
kratischen Bewegung den Standpunkt des Proletariats vertrat.
In der "Neuen Rheinischen Zeitung" analysierten Marx und Engels
mit Hilfe der materialistischen Dialektik die Tagesereignisse,
deckten das wahre Wesen der politischen Konflikte als Ausdruck
eines außerordentlich scharfen Klassenkampfes auf, bestimmten die
Gruppierung und das Wechselverhältnis der Klassenkräfte in der
politischen Arena und umrissen auf Grund dessen die taktische Li-
nie des Proletariats in den verschiedenen Etappen der deutschen
und der europäischen Revolution. Indem sie die reichen Erfahrun-
gen der Massen in der revolutionären Epoche theoretisch verallge-
meinerten, entwickelten sie die politischen Ideen des wissen-
schaftlichen Kommunismus und arbeiteten die Grundthesen des hi-
storischen Materialismus wie der marxistischen politischen Ökono-
mie aus.
Der Band wird mit Artikeln von Marx eröffnet, die er während der
tiefen politischen Krise und der Vorbereitung des konterrevolu-
tionären Staatsstreichs in Preußen geschrieben hat. Er untersucht
den Verlauf der europäischen Revolution, die sich in absteigender
Linie entwickelt hatte, vermerkt eine Reihe von der Konterrevolu-
tion errungener Siege und bezeichnet den sich in Preußen vorbe-
reitenden Staatsstreich als dritten Akt des europäischen Dramas,
dessen erster Akt die Niederlage des französischen Proletariats
in den Junitagen und dessen zweiter der Fall des revolutionären
Wiens am 1. November 1848 war.
Mit Hilfe der "Neuen Rheinischen Zeitung" wollte Marx die Volks-
massen auf den bevorstehenden entscheidenden Zusammenstoß hinlen-
ken und sie
#VI# Vorwort
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darauf vorbereiten, der angreifenden Konterrevolution die Stirn
zu bieten. In den Artikeln "Die Berliner Krisis", "Die Kontrere-
volution in Berlin" und anderen charakterisiert Marx die politi-
sche Situation in Preußen im November 1348 und stellt fest, daß
der herangereifte Konflikt zwischen der Königsmacht und der preu-
ßischen Nationalversammlung nur durch Gewalt gelöst werden kann.
Marx fordert von der preußischen Nationalversammlung entschlos-
sene revolutionäre Taten wie die Verhaftung von Ministern als
Staatsverbrecher und die Absetzung und gerichtliche Verfolgung
aller Beamten, die sich den Beschlüssen der Nationalversammlung
nicht unterordnen. Er stellt die Losung der Steuerverweigerung
auf, um der konterrevolutionären Regierung eines der gegen das
Volle gerichteten Kampfmittel aus der Hand zu nehmen. Marx sieht
in der Steuerverweigerungskampagne ein Mittel zur Entfachung der
revolutionären Energie der Massen und den Beginn einer neuen
Etappe der Revolution, die im Falle des Erfolges den Sturz der
Königsmacht und den endgültigen Sieg des Volkes vollenden sollte.
In dem Aufruf des Rheinischen Kreisausschusses der Demokraten
(siehe vorl. Band, S. 20) an die demokratischen Vereine fordert
Marx auf, Volksversammlungen zu veranstalten, um die Bevölkerung
zur Steuerverweigerung zu bewegen. In diesem ersten Aufruf des
Kreisausschusses warnt Marx vor gewaltsamer Widersetzlichkeit bei
der Eintreibung der Steuern, um isolierte, zersplitterte Erhebun-
gen in der Rheinprovinz zu verhindern. Nachdem die preußische Na-
tionalversammlung die Steuerverweigerung beschlossen und diese
Bewegung einen Massencharakter angenommen hatte, forderte Marx in
einem zweiten Aufruf (siehe vorl. Band, S. 33) zu jeder Art des
Widerstandes gegen die Steuereintreibung auf. Er fordert weiter,
einen bewaffneten Landsturm zur Abwehr des Feindes zu organisie-
ren und Sicherheitsausschüsse zu ernennen. In den Sicherheitsaus-
schüssen, deren Befehle einzig und allein rechtsgültig sein soll-
ten, sah Marx die Keime provisorischer Machtorgane, die den nach
der Märzrevolution nicht angetasteten reaktionären Beamtenapparat
ersetzen sollten. Im Gegensatz zur preußischen National-
versammlung, die nur zum passiven Widerstand gegen die Steuerein-
treibung aufforderte, rief Marx in seinen Artikeln dazu auf,
"jede Art von Gewalt der Gewalt entgegenzusetzen. Der passive Wi-
derstand muß den aktiven Widerstand zu seiner Unterlage haben. Er
gleicht sonst dem Sträuben des Kalbes gegen seinen Schlächter."
(Siehe vorl. Band, S. 32.)
In seinen Artikeln in der "Neuen Rheinischen Zeitung" und in den
Aufrufen des Rheinischen Kreisausschusses der Demokraten entwic-
kelte Marx das entschlossene und kühne Aktionsprogramm für alle
deutschen Demokraten.
#VII# Vorwort
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Diese Dokumente sind zum Studium der von Marx in der kritischen
Periode der deutschen Revolution angewandten Taktik von hervorra-
gendem Interesse.
Die preußische Nationalversammlung ging nicht über Aufrufe zum
passiven Widerstand hinaus; die breite Massenbewegung in der
Rheinprovinz fand in den anderen preußischen Provinzen keine ak-
tive Unterstützung. Dadurch wurde der Konterrevolution ein neuer
Sieg ermöglicht: Am 5.Dezember 1848 jagte sie die preußische Na-
tionalversammlung auseinander." In seinem Artikel "Der Staats-
streich der Kontrerevolution" schrieb Marx: "Die Nationalversamm-
lung erntet jetzt die Früchte ihrer langwierigen Schwäche und
Feigheit. Sie ließ die Verschwörung gegen das Volk monatelang ru-
hig fortarbeiten, stark und mächtig werden und fällt ihr daher
jetzt zum ersten Opfer." (Siehe vorl. Band, S. 101.)
In einer Reihe von Artikeln - "Die Bourgeoisie und die Kontrere-
volution", "Montesquieu LVI.", "Die Berliner 'National-Zeitung'
an die Urwähler", "Camphausen" und anderen - sowie in seiner Rede
in dem Prozeß gegen den Rheinischen Kreisausschuß der Demokraten
untersucht Marx vom Stand, punkt des historischen Materialismus
die Ursachen für den Sieg der Konterrevolution in Preußen. Er
deckt den Charakter und die Besonderheiten der Märzrevolution in
Deutschland auf und zeigt den Unterschied zu ihren historischen
Vorgängerinnen - den bürgerlichen Revolutionen in England und in
Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert. Wenn die Revolutionen in
England und Frankreich zur Errichtung einer, der kapitalistischen
Produktionsweise entsprechenden, neuen politischen Ordnung führ-
ten, so "reformierte" die Märzrevolution "nur die höchste politi-
sche Spitze, sie ließ alle Unterlagen dieser Spitze unangetastet,
die alte Bürokratie, die alte Armee, die alten Parquets ..."
(siehe vorl. Band, S. 234). In England und Frankreich stand die
Bourgeoisie an der Spitze der revolutionären Bewegung. Die preu-
ßische Bourgeoisie aber strebte danach, nicht durch die Revolu-
tion, sondern durch ein friedliches Abkommen mit der Monarchie
zur Macht zu gelangen. Marx zeigt, daß die Position Camphausens
und Hansemanns in der Revolution sich nicht aus der persönlichen
Qualität dieser Politiker erklären läßt, sondern aus den materi-
ellen Interessen der Klasse, die sie vertraten. Die preußische
Bourgeoisie war aus Furcht vor dem sich erhebenden Proletariat
bereit, jeden beliebigen Kompromiß mit den Kräften der alten Ge-
sellschaft einzugehen. Die Bourgeoisie strebte um jeden Preis da-
nach, auf dem "Rechtsboden" zu bleiben und lehnte so jeden ent-
schlossenen Kampf gegen die Kräfte der feudalen Gesellschaft ab.
Sie beließ den alten, ein wenig aufgefrischten Staat des Feudal-
adels und der Bürokratie. Aus Furcht vor einem Anschlag auf das
bürgerliche
#VIII# Vorwort
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Eigentum ließ sie das Feudaleigentum unangetastet und stieß damit
ihren unentbehrlichen Verbündeten im Kampf gegen den Feudalismus,
die Bauernschaft, von sich. Damit verurteilte sie sich von vorn-
herein zur Niederlage und bereitete dem Sieg der Konterrevolution
den Boden.
In seiner Rede in dem Prozeß gegen den Rheinischen Kreisausschuß
der Demokraten (siehe vorl. Band, S. 240-257) entlarvte Marx den
wahren Sinn des berüchtigten "Rechtsbodens" als das Bestreben,
der neuen bürgerlichen Gesellschaft, die ihre Rechte durch die
Revolution geltend gemacht hatte, die alten, einer vergangenen
gesellschaftlichen Epoche angehörenden Gesetze aufzuzwingen. In
seiner Lehre über Basis und Überbau zeigt Marx, daß, trotz der
Einbildung der Juristen, nicht die Gesellschaft auf dem Gesetz
aufgebaut ist, sondern umgekehrt, "das Gesetz muß vielmehr auf
der Gesellschaft beruhn, es muß Ausdruck ihrer gemeinschaftli-
chen, aus der jedesmaligen materiellen Produktionsweise hervorge-
henden Interessen und Bedürfnisse" sein. Die Beibehaltung der al-
ten Gesetze entgegen den neuen Erfordernissen und Interessen der
gesellschaftlichen Entwicklung bereitet gesellschaftliche Krisen
vor, die in politischen Revolutionen zum Ausdruck kommen.
In seinen Schlußfolgerungen aus der unentschlossen geführten
Märzrevolution zeigt Marx, daß das Verharren auf dem
"Rechtsboden" und der berüchtigte "Vereinbarerstandpunkt" unum-
gänglich einen tiefen politischen Konflikt nach sich ziehen muß-
ten, der in Preußen im November 1848 auch ausbrach und in dem
Staatsstreich vom 5. Dezember 1848 seine Vollendung fand.
Marx sieht in diesem Konflikt zwischen der Krone und der Natio-
nalversammlung den Kampf zwischen zwei Staatsgewalten, zwei Sou-
veränen. Zwei souveräne Gewalten aber können nicht gleichzeitig
nebeneinander in einem Staate wirken. Der Kampf zwischen ihnen
muß durch materielle Gewalt entschieden werden. Marx legte die
grundlegenden klassenmäßigen Wurzeln dieses Kampfes frei. Er
zeigt, daß dies "kein politischer Konflikt zweier Fraktionen auf
dem Boden einer Gesellschaft", sondern der "Konflikt zweier Ge-
sellschaften selbst, ein sozialer Konflikt" war, "der eine poli-
tische Gestalt angenommen hatte". Es war ein Kampf zwischen der
Krone als Repräsentant "der alten, feudal-bürokratischen Gesell-
schaft" und der Nationalversammlung als Vertreterin "der modernen
bürgerlichen Gesellschaft.
Marx wies die Beschuldigungen gegen den Rheinischen Kreisausschuß
der Demokraten zurück und legte dar, daß die Steuerverweigerung
ein natürliches und gesetzliches Mittel der Selbstverteidigung
des Volkes war, daß das Volk das Recht hatte, auf Gewalt mit Ge-
walt zu antworten. Marx verteidigt konsequent und entschieden die
Souveränität des Volkes, sein Recht auf Revolution,
#IX# Vorwort
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sein Recht, in den Lauf der Geschichte aktiv einzugreifen: "Wenn
die Krone eine Kontrerevolution macht, so antwortet das Volk mit
Recht durch eine Revolution."
Die Rede von Marx im Prozeß gegen den Rheinischen Kreisausschuß
der Demokraten wie auch seine und die von Engels im Prozeß gegen
die "Neue Rheinische Zeitung" sind glänzende Beispiele dafür, wie
die Gerichtstribüne zur Propagierung revolutionärer Ideen, zur
Entlarvung der Behörden, zur Enthüllung der konterrevolutionären
Pläne ausgenutzt werden kann. In ihren Reden im Prozeß gegen die
"Neue Rheinische Zeitung" verteidigen sie die Rechte der revolu-
tionären Presse, deren erste Aufgabe sie darin sahen, die Grund-
lagen der bestehenden reaktionären politischen Ordnung zu unter-
graben.
Nach dem konterrevolutionären Staatsstreich in Preußen festigte
sich ihre Meinung darüber, daß sich das Schicksal der europäi-
schen Revolution nicht in dem ökonomisch zurückgebliebenen
Deutschland, sondern in den am weitesten entwickelten kapitali-
stischen Ländern des damaligen Europas, in England und
Frankreich, entscheiden werde.
In einer Reihe von Artikeln - "Die revolutionäre Bewegung in Ita-
lien", "Die revolutionäre Bewegung" und anderen - untersucht Marx
den Weg, den die europäische Revolution und Konterrevolution im
Jahre 1848 gegangen war. Er weist wiederholt nach, daß die Juni-
niederlage der französischen Arbeiterklasse unvermeidlich die
Niederlage ihres Gegners, der republikanischen französischen
Bourgeoisie, nach sich zog. Gleichzeitig bedeutete die Niederlage
der französischen Arbeiterklasse die Niederlage der Bourgeoisie
und Bauernschaft in allen europäischen Ländern, in denen Kämpfe
gegen den Feudalabsolutismus stattgefunden hatten. Die Niederlage
der französischen Arbeiterklasse bedeutete weiterhin eine neue
Unterjochung der geknechteten und unterdrückten Nationen, die auf
die Februarrevolution mit dem Kampf um die nationale Unabhängig-
keit geantwortet hatten. Marx betont damit, daß das Schicksal der
europäischen Revolution eng mit dem Schicksal der fort-
geschrittensten Klasse, des Proletariats, verknüpft ist.
Bei der Betrachtung der europäischen Revolution kommt Marx zu
folgendem Schluß: "Die Hauptfrucht der revolutionären Bewegung
von 1848 ist nicht das, was die Völker gewonnen, sondern das, was
sie verloren haben - der V e r l u s t i h r e r I l l u s i-
o n e n." (Siehe vorl. Band, S. 138.) Alle Illusionen der Feb-
ruar- und der Märzrevolution, reich an Träumen, guten Absichten
und schönen Worten, wurden erbarmungslos durch den zielstrebigen
Verlauf der Geschichte, durch die Grausamkeiten der Konter-
revolution zerstört. Marx ruft das Volk auf, daraus die richtigen
Lehren zu ziehen und sie furchtlos bei den noch bevorstehenden
Kämpfen anzuwenden.
#X# Vorwort
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Alle Artikel von Marx und Engels, die nach dem konterrevolutio-
nären Staatsstreich in Preußen geschrieben wurden, zeugen von der
Hoffnung auf eine unmittelbar bevorstehende siegreiche proletari-
sche Revolution in Frankreich, die zu einem neuen revolutionären
Aufschwung in den Ländern Europas, darunter auch in Deutschland,
geführt hätte. Dieser neue Aufschwung, so hofften Marx und En-
gels, sollte in Deutschland zur Vollendung der bürgerlich-demo-
kratischen Revolution und zum Übergang zur proletarischen Revolu-
tion führen. Dieser Gedanke, daß die bürgerlich-demokratische Re-
volution das Vorspiel für die sozialistische Revolution ist,
wurde von den Begründern des Marxismus in der Theorie der Revolu-
tion in Permanenz auf Grund der Erfahrungen von 1848/49 entwic-
kelt und formuliert.
Als den Hauptfeind der proletarischen Revolution in Frankreich
sah Marx das bürgerliche England an, ein Land, "das ganze Natio-
nen in seine Proletarier verwandelt, das mit seinen Riesenarmen
die ganze Welt umspannt hält". Marx war zu dieser Zeit der Mei-
nung, daß das alte England nur durch einen Weltkrieg so verändert
werden könne, daß die Bedingungen für einen siegreichen Aufstand
der Chartisten, der Partei des englischen Proletariats, ge-
schaffen wären. Der Artikel "Die revolutionäre Bewegung", der die
Schlußfolgerungen aus der europäischen Revolution von 1848 zieht,
endet mit dem Satz: "Revolutionäre Erhebung der französischen
Arbeiterklasse, Weltkrieg - das ist die Inhaltsanzeige des Jahres
1849." (Siehe vorl. Band, S. 150.)
Wie Engels später nachweist, haben Marx und er bei der Beurtei-
lung der Perspektiven für die europäische Revolution von 1848/49
in einem gewissen Grade die Reife der ökonomischen Entwicklung
der Länder des europäischen Kontinents überschätzt. Daraus ent-
stand die Vorstellung, daß die sozialistische Revolution in die-
sen Ländern unmittelbar vor der Tür stände.
Marx und Engels, die die größte Hoffnung auf die revolutionäre
Initiative des französischen Proletariats setzten, verfolgten
gleichzeitig mit nicht nachlassender Aufmerksamkeit den Verlauf
des Kampfes in den anderen europäischen Ländern. Sie unterstütz-
ten lebhaft den Kampf der unterdrückten Völker um ihre Freiheit.
In einer Reihe von Artikeln verteidigten Marx und Engels die Un-
abhängigkeit Polens. Sie maßen dem Befreiungskampf des polnischen
Volkes für die europäische Demokratie große Bedeutung zu.
In den Artikeln "Die revolutionäre Bewegung in Italien", "Die
Proklamation der Republik in Rom", "Der Krieg in Italien und
Ungarn", "Die Niederlage der Piemontesen" sprachen Marx und En-
gels mit wärmster Anteilnahme von dem Kampf des italienischen
Volkes um seine Befreiung. Die Hauptursachen seiner Niederlagen
sahen sie in der verräterischen Politik der Piemonteser Monar-
chie. "Gegen Verrat und Feigheit der Regierung", schrieb
#XI# Vorwort
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Engels, "gibt es nur ein Mittel: die Revolution." (Siehe vorl.
Band, S. 384.) Anstatt den Österreichern lediglich die regulären
Truppen entgegenzustellen und sich auf die herkömmliche Kampfes-
weise zu beschränken, mußte das italienische Volk, wie Engels
schrieb, zur Massenerhebung übergehen, einen revolutionären, echt
nationalen Guerillakrieg führen, um für immer mit dem österrei-
chischen Joch Schluß zu machen.
Einige Artikel dieses Bandes - "Der magyarische Kampf", "Die
'Kölnische Zeitung' über den magyarischen Kampf", "Der Krieg in
Italien und Ungarn", "Ungarn" - sind der ungarischen Revolution
gewidmet. Mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie verfolgten Marx
und Engels den revolutionären Kampf des ungarischen Volkes gegen
die reaktionäre Monarchie Habsburg. Bei der Untersuchung des Ver-
laufs der Kampfhandlungen in Ungarn hob Engels hervor, daß die
Führer der ungarischen Revolution eine Reihe von Maßnahmen durch-
führten, die der Revolution die Unterstützung der Bauernschaft
sicherten. Er betonte den Volkscharakter, den Partisanencharakter
des ungarischen Krieges und würdigte die entschlossenen revolu-
tionären Kampfmethoden, die die Regierung Kossuth gegenüber dem
Feind ergriff.
Marx und Engels betrachteten die nationale Frage als Bestandteil
des allgemeinen Problems der europäischen Revolution. Ausgehend
davon, in wessen Interesse die nationale Bewegung dieses oder je-
nes Volkes geführt wurde, wessen Waffe sie objektiv darstellte,
unterschieden sie zwischen revolutionären und konterrevolutio-
nären Völkern. Zu den revolutionären Völkern zählten sie die Po-
len, die Ungarn und die Italiener. Ihr Kampf begünstigte die
Schwächung der wichtigsten reaktionären Staaten des damaligen Eu-
ropas - Rußlands, Preußens und Österreichs. Im Sommer 1848 ver-
folgten Marx und Engels mit warmer Anteilnahme die nationale Be-
wegung der Tschechen, insbesondere den Prager Aufstand. Nach der
Niederschlagung dieses Aufstands gewannen jedoch in der Bewegung
der slawischen Völker, die an den Grenzen Österreichs lebten, re-
aktionäre bürgerlich-junkerliche Elemente die Oberhand. Dadurch
wurde es der Monarchie Habsburg und dem russischen Zarismus mög-
lich, diese Völker für die Niederschlagung der Revolution in
Deutschland und Ungarn auszunutzen. Im Zusammenhang mit der Ver-
änderung des Inhalts und des objektiven Charakters der nationalen
Bewegung dieser slawischen Völker schätzten Marx und Engels sie
als konterrevolutionär ein.
Bei der Einschätzung der Position von Marx und Engels zur natio-
nalen Frage in den Jahren 1848/49 schrieb Lenin, daß dieser
Standpunkt der einzig richtige gewesen sei, "denn im Jahre 1848
waren ebenso historische wie politische Gründe da, um zwischen
'reaktionären' und revolutionär-demokratischen Nationen zu unter-
scheiden. Marx hatte recht, als er die ersten verurteilte
#XII# Vorwort
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und für die zweiten Partei ergriff. Das Selbstbestimmungsrecht
ist eine der Forderungen der Demokratie, die natürlich den Ge-
samtinteressen der Demokratie untergeordnet sein muß. Inden
Jahren 1848 und den folgenden forderten diese Gesamtinteressen in
erster Linie den Kampf gegen den Zarismus." (W.I. Lenin, Werke,
Bd. 22, S. 139 russ.)
In den Artikeln "Der magyarische Kampf" und "Der demokratische
Panslawismus" tritt Engels gegen jede Form der nationalistischen
Ideologie auf wie Pangermanismus und Panslawismus. Neben der
richtigen historischen Einschätzung der Bewegung in den zu Öster-
reich gehörenden slawischen Ländern als einer Bewegung, die in
dieser Zeit den Interessen der deutschen und der europäischen Re-
volution widersprach, gibt es jedoch in den Artikeln von Engels
einige irrige Thesen über das historische Schicksal dieser Völ-
ker. Engels vertritt die Ansicht, daß diese Völker im weiteren
Verlauf der historischen Entwicklung nicht mehr in der Lage wä-
ren, eine progressive Rolle zu spielen und daher als selbständige
Völker zum Untergang verurteilt seien. In diesen Artikeln wird
auch die Eroberung einer Reihe slawischer Völker durch die Deut-
schen einseitig als ein progressiver Prozeß dargestellt, der eine
Ausbreitung von Kultur und Zivilisation mit sich brachte. Diese
Behauptung widerspricht dem Bild der räuberischen Eroberungspoli-
tik Deutschlands im Osten Europas, das Engels selbst in anderen
Schriften (in der Artikelserie "Die Polendebatte in Frankfurt",
Band 5 unserer Ausgabe, sowie in dem Artikel "Posen im vorl.
Band, S. 448-451 ) aufzeichnete. Die Ansicht von Engels über die
historische Zukunft der zum österreichischen Imperium gehörenden
Slawen hing mit seiner Vorstellung über die Rolle der kleinen
Völker im geschichtlichen Prozeß zusammen. Engels vertrat die
Meinung, daß im weiteren Verlauf der historischen Entwicklung,
deren Grundtendenz die Zentralisierung sei, die kleinen Völker
ihre Selbständigkeit verlieren und von den großen und lebensfähi-
geren Nationen absorbiert würden. Als Beispiel führte Engels die
Gälen in Schottland, die Bretonen in Frankreich und die Basken in
Spanien an. Von diesem Standpunkt beurteilte Engels auch die Er-
oberung eines Teils von Mexiko durch die Vereinigten Staaten von
Amerika. Diese Einschätzung des Schicksals der kleinen Völker
durch Engels berücksichtigt jedoch nicht, daß dem Kapitalismus
nicht nur die Tendenz der Zentralisierung, sondern auch die des
Kampfes "der kleinen Völker um ihre Unabhängigkeit und ihres
Strebens nach Schaffung eines eigenen Staatswesens innewohnt. Die
irrigen Ansichten von Engels über die historische Rolle einiger
slawischer Völker erklären sich auch daraus, daß sich in den Jah-
ren 1848/49 die marxistische Erforschung der nationalen Frage
noch im Anfangsstadium befand und die Erfahrungen aus der natio-
nalen Bewegung der kleinen Völker noch
#XIII# Vorwort
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verhältnismäßig gering waren. Es müssen aber auch die Vorbehalte
hervorgehoben werden, die Engels selbst hinsichtlich des Schick-
sals dieser slawischen Völker in seinen Artikeln macht. Engels
sagt: "Hätten die Slawen zu irgendeiner Epoche innerhalb ihrer
Unterdrückung eine n e u e r e v o l u t i o n ä r e G e -
s c h i c h t e begonnen, so bewiesen sie schon dadurch ihre
Lebensfähigkeit. Die Revolution hatte von dem Augenblick an ein
Interesse an ihrer Befreiung, und das besondre Interesse der
Deutschen und Magyaren verschwand vor dem größeren Interesse der
europäischen Revolution." (Siehe vorl. Band, S. 279/280.) Die
Entwicklung der slawischen Völker, die zu Österreich gehörten,
hat in den hundert Jahren, die seit der Einschätzung durch Engels
vergangen sind, überzeugend bewiesen, daß sie lebensfähig und
stark genug sind, sich Freiheit und Unabhängigkeit zu erkämpfen,
erfolgreich ihren eigenen Staat zu errichten und den Sozialismus
aufzubauen.
Marx und Engels untersuchten in der "Neuen Rheinischen Zeitung"
systematisch und eingehend den Kampf der Kräfte der Revolution
und Konterrevolution in den verschiedenen europäischen Ländern.
Gleichzeitig analysierten sie mit großer Aufmerksamkeit den Ver-
lauf der Ereignisse nach dem konterrevolutionären Staatsstreich
in Preußen. Die Hauptaufgabe der deutschen Demokratie sahen sie
darin, Schritt um Schritt ihre noch verbliebenen Positionen mit
Hilfe der Presse, der Volksversammlungen und des Parlamentes zu
erhalten.
In den Artikeln "Drei neue Gesetzentwürfe", "Der Hohenzollernsche
Gesamtreformplan" und "Der Hohenzollersche Preßgesetzentwurf"
werden die von der Regierung Manteuffel eingebrachten Gesetzent-
würfe scharf kritisiert, die - eine würdige Ergänzung zu der am
5. Dezember 1848 vom König erlassenen oktroyierten Verfassung -
das Land in die patriarchalische Barbarei der altpreußischen Ge-
setzgebung zurückführen sollten.
In den Artikeln "Der Adreßentwurf der zweiten Kammer", "Die
Adreßdebatte in Berlin", "Die Sitzung der zweiten Kammer in Ber-
lin vom 13. April" und "Die Debatte über das Plakatgesetz" be-
faßte sich Engels kritisch mit der Tätigkeit der Zweiten Kammer.
Zu den Debatten in der Zweiten Kammer stellte Engels mit Empörung
fest, daß die Abgeordneten der Kammer, darunter auch die Vertre-
ter der äußersten Linken, statt offen für die demokratischen
Rechte des Volkes einzutreten, der parlamentarischen Anpasserei
zuliebe eine Konzession nach der anderen machten. Engels warf den
Führern der kleinbürgerlichen Demokratie, diesen "neugebackenen
Tribünenrittern", vor, daß sie durch parlamentarische Methoden
das zu erreichen hofften, was nur mit revolutionären Methoden,
mit Waffengewalt erreicht werden kann. Marx und Engels kritisie-
ren scharf den bürgerlichen
#XIV# Vorwort
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Parlamentarismus und erläutern gleichzeitig die Taktik der revo-
lutionären Parlamentsabgeordneten, deren wichtigste Aufgabe die
organische Verbindung der parlamentarischen Tätigkeit mit dem au-
ßerparlamentarischen Kampf der Volksmassen ist.
Die Tätigkeit von Marx und Engels in den Jahren 1848/49 war un-
lösbar mit dem revolutionären Kampf der Massen verbunden. Im
Frühjahr 1848, als Marx und Engels nach Deutschland kamen, war
das Proletariat noch zersplittert und sein Bewußtsein schwach
entwickelt. Der Bund der Kommunisten hatte eine geringe Zahl von
Mitgliedern und war organisatorisch schwach. Unter diesen Umstän-
den war die einzig richtige Taktik des Proletariats die aktive
Teilnahme an der bürgerlichen Revolution auf dem äußersten linken
Flügel der demokratischen Bewegung. Marx, Engels und ihre An-
hänger traten demokratischen Organisationen bei, in denen sie die
Position des revolutionären Proletariats konsequent verteidigten
und keinerlei grundsätzliche Zugeständnisse an die kleinbürgerli-
chen Demokraten machten, sondern deren Unentschlossenheit und In-
konsequenz kritisierten und sie zu entschlossenen Handlungen
drängten.
Die Arena der politischen Tätigkeit von Marx und Engels war neben
der "Neuen Rheinischen Zeitung" und der Kölner Demokratischen Ge-
sellschaft der Kölner Arbeiterverein, um das Klassenbewußtsein
und die Organisiertheit der Arbeiter in Köln und darüber hinaus
in der ganzen Rheinprovinz zu heben.
Im Verlauf der Revolution wuchs das politische Bewußtsein und die
Aktivität der deutschen Arbeiter. Sie erkannten immer klarer ihre
eigenen Klassenziele und machten sich von dem Einfluß der klein-
bürgerlichen Demokraten frei. Die Kampferfahrungen hatten ge-
lehrt, daß in der entscheidenden Schlacht gegen die Konterrevolu-
tion die Führer der kleinbürgerlichen Demokratie keine zuverläs-
sigen Bundesgenossen sind. Daher begannen Marx, Engels und ihre
Anhänger an der Bildung einer selbständigen politischen Organisa-
tion des Proletariats zu arbeiten, ohne dabei auf eine Zusam-
menarbeit mit den Demokraten in einer Reihe allgemein politischer
Fragen zu verzichten (z.B. bei den Wahlen zur Zweiten Kammer). Um
eine solche Organisation schaffen zu können, wurde eine Reihe von
Maßnahmen zur Reorganisierung und Festigung des Kölner Arbeiter-
vereins durchgeführt. Diese Maßnahmen wurden im harten Kampf ge-
gen die spalterische Fraktionstätigkeit Gottschalks und seiner
Anhänger durchgesetzt. (Siehe z.B. den Beschluß der 1. Filiale
des Kölner Arbeitervereins in den Beilagen zum vorl. Band, S.
585-587.)
Im Frühjahr 1849, als sich der Klassenkampf in Deutschland ver-
schärfte, der Revolutionskrieg in Ungarn begann und die revolu-
tionäre Bewegung in
#XV# Vorwort
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Frankreich einen neuen Aufschwung nahm, wurde eine selbständige
Organisation des Proletariats besonders notwendig. Die fort-
schrittlichsten, bewußtesten Kräfte der deutschen Arbeiterklasse
verstanden und unterstützten den Schritt von Marx, Engels und
ihren Anhängern, als sie am 14. April 1849 aus dem Rheinischen
Kreisausschuß der demokratischen Vereine austraten und auf diese
Weise organisatorisch mit den Führern der kleinbürgerlichen Demo-
kratie brachen. (Siehe vorl. Band, S. 426.) Der von Marx und
Engels geführte Kölner Arbeiterverein beschloß, aus dem Verbände
der demokratischen Vereine Deutschlands auszutreten und sich dem
Verband der deutschen Arbeitervereine anzuschließen. Obwohl Marx
und Engels organisatorisch mit der kleinbürgerlichen Demokratie
gebrochen hatten, lehnten sie jedoch weitere gemeinsame Aktionen
mit ihr gegen den gemeinsamen Feind nicht ab.
Die veränderte Taktik, die Marx und Engels ein Jahr nach dem Be-
ginn der Märzrevolution verfolgten, gründete sich auf die Verän-
derungen im Kräfteverhältnis der Klassen, die in Deutschland vor
sich gegangen waren und auf Veränderungen im Bewußtsein der deut-
schen Arbeiter, wozu die "Neue Rheinische Zeitung", die immer of-
fener als Organ des revolutionären Proletariats in Erscheinung
trat, viel beigetragen hatte.
In einer Reihe von Artikeln - "Ein Bourgeoisaktenstück", "Montes-
quieu LVI.", "Die 'Kölnische Zeitung' über die Wahlen" - zeigt
Marx an konkreten Tatsachen die schonungslose Grausamkeit der
preußischen Bourgeoisie gegenüber den Arbeitern. Er entlarvt ihre
heuchlerischen Versuche, mit dem Proletariat zu liebäugeln, und
ihre demagogischen Wahlversprechungen, mit einem Schlage die
"soziale Frage" zu lösen. Marx polemisiert gegen die konfusen
theoretischen Erörterungen der "Kölnischen Zeitung" zur "sozialen
Frage" und deckt ihren wahren Klassencharakter auf. Er beweist,
daß das Proletariat, die Kleinbourgeoisie und die Bauernschaft
nicht - wie die Bourgeoisie hoffte - für die vom König ok-
troyierte Verfassung eintreten, sondern daß diese Klassen an der
Errichtung einer demokratischen Republik interessiert sind - ei-
ner Staatsform, die ihnen größere Möglichkeiten zur Vertretung
ihrer Interessen gibt. "Sind nicht gerade diese Klassen die radi-
kalsten, die demokratischsten der ganzen Gesellschaft? Ist nicht
das Proletariat gerade die spezifisch r o t e Klasse?" (Siehe
vorl. Band, S. 217.) -
Die Losung von Marx und Engels, den Kampf um eine einheitliche
demokratische deutsche Republik zu führen, bedeutete nicht nur
die Liquidierung der überlebten Formen der politischen Ordnung,
der Herrschaft der reaktionären Junkerklasse, sondern auch die
revolutionäre Lösung der Frage der Vereinigung Deutschlands und
die Beseitigung der jahrhundertealten Zersplitterung
#XVI# Vorwort
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des Landes, die einer progressiven ökonomischen und politischen
Entwicklung im Wege stand.
Wie bereits in einigen früheren Artikeln lehnten Marx und Engels
entschieden die Vereinigungspläne Deutschlands "von oben" unter
Führung einer der feudalen Monarchien - Österreichs oder Preußens
- ab (siehe den Artikel "Die Frankfurter Versammlung"). Gleich-
zeitig kämpften die Begründer des Marxismus auch gegen die süd-
deutschen kleinbürgerlichen Republikaner, die Deutschland in eine
Bundesrepublik nach dem Muster der Schweiz verwandeln wollten.
In den Artikeln, die Engels während seiner Emigration in der
Schweiz schrieb - "Das Exfürstentum", "Die neuen Behörden - Fort-
schritte in der Schweiz", "Wahlen für das Bundesgericht", "Die
Persönlichkeiten des Bundesrats", "Der Nationalrat", "Die Schwei-
zer Presse" -, gibt er Genrebilder vom politischen Leben dieses
Landes. Die Schweiz war ebenso das Musterbeispiel für die bürger-
liche Bundesrepublik, wie Belgien als das Musterland der bürger-
lichen Monarchie galt. Engels unterstreicht die lokale, kantonge-
bundene Beschränktheit des politischen Lebens der damaligen
kleinbürgerlichen Schweiz, die für die Mehrheit ihrer Politiker
charakteristischen Vorurteile, den engen Gesichtskreis, die Klei-
nigkeitskrämerei und die Kleinlichkeit.
Marx und/Engels wiesen die kleinbürgerlichen Pläne, Deutschland
in eine Bundesrepublik nach dem Schweizer Muster zu verwandeln,
entschieden zurück. Sie zeigten, daß die Besonderheiten der so-
zial-ökonomischen und politischen Entwicklung in Deutschland
dringend die Liquidierung der Zersplitterung des Landes, des Par-
tikularismus, der Unzahl der kleinen Staaten erforderte und die
Schaffung einer einheitlichen demokratischen deutschen Republik
auf der Tagesordnung stand.
Marx und Engels betonten, daß das revolutionäre Deutschland seine
Freiheit und Unabhängigkeit nicht nur im Kampf gegen die inneren,
sondern auch gegen die äußeren Feinde verteidigen muß, und zwar
in erster Linie gegen die Hauptkräfte der europäischen Konterre-
volution - das bürgerliche England und das feudal-absolutistische
Rußland. Marx und Engels bewiesen, daß der russische Zarismus das
Hauptbollwerk der feudal-monarchistischen Reaktion in Europa war,
ohne dessen Zerschlagung der Sieg der europäischen Revolution und
eine wirkliche Vereinigung Deutschlands unmöglich ist.
Als das Haupthindernis für die Vereinigung Deutschlands im Innern
bezeichneten Marx und Engels die reaktionäre preußische Monarchie
der Hohenzollern, die die Hochburg der alten, überlebten Kräfte
der Feudalgesellschaft war. In den Artikeln "Die Taten des Hauses
Hohenzollern", "Die neue preußische
#XVII# Vorwort
-----
Verfassung", "Die neue Standrechts-Charte", "An mein Volk" u.a.
geben sie ein lebendiges Bild von der Geschichte des Aufstiegs
der herrschenden preußischen Dynastie mit Hilfe räuberischer Er-
oberungen, Verrat und Gewalttätigkeit und ihrer schändlichen
Rolle als Würger der Befreiungsbewegung des Volkes.
Ein anderes Hindernis bei der Vereinigung Deutschlands war das
feudalabsolutistische Österreich. Solange das Reich der Habsbur-
ger existierte, konnte weder von einer Befreiung der unterjochten
Völker noch von der Errichtung einer wirklich demokratischen Ord-
nung in ganz Deutschland die Rede sein.
Marx und Engels kritisierten weiter die deutsche Nationalversamm-
lung, die den Kräften der Konterrevolution in Deutschland gegen-
über Nachsicht übte, anstatt energisch mit ihnen Schluß zu ma-
chen. Die Abgeordneten des "Frankfurter Froschteiches" beschäf-
tigten sich mit philisterhaftem Professorengeschwätz über die
Grundrechte des deutschen Volkes und entzogen ihm dabei sein ur-
eigenstes Grundrecht - das Recht auf Aufstand (siehe die Artikel
"Die Frankfurter Versammlung", "Der Bericht des Frankfurter Aus-
schusses über die östreichischen Angelegenheiten", "Wien und
Frankfurt", "Der preußische Fußtritt für die Frankfurter"). Als
die Frankfurter Nationalversammlung schließlich die Ausarbeitung
der deutschen Reichsverfassung beendet hatte, erwies sie sich als
ein wertloses Stück Papier, da die deutschen Fürsten diese Ver-
fassung nicht akzeptierten.
Im Frühjahr 1849 brachen in der Rheinprovinz und anderen Gebieten
Westdeutschlands Volksaufstände zur Verteidigung der Reichsver-
fassung aus. Marx und Engels unterstützten diese Bewegung, obwohl
ihre Ziele begrenzt waren. Den Massencharakter, den diese Bewe-
gung angenommen hatte, erklärten sie damit, daß "das Volk ... in
jedem, wenn auch noch so lumpigen Schritt näher zur Einigung
Deutschlands einen Schritt näher zur Beseitigung der kleinen Für-
sten und zur Befreiung von der drückenden Steuerlast" sieht
(siehe vorl. Band, S. 460). In den Spalten der "Neuen Rheinischen
Zeitung" begrüßten Marx und Engels den Kampf der Volksmassen, in
dem die Arbeiter eine bedeutende Rolle spielten. Engels nahm an
dem Aufstand in Elberfeld aktiv teil (siehe den Artikel
"Elberfeld").
Die mutige und unversöhnliche Haltung der "Neuen Rheinischen Zei-
tung", die den revolutionären Kampf der Massen leitete, führte
dazu, daß diese von Anfang an von der preußischen Regierung und
den Gerichtsbehörden verfolgt wurde. Gegen die Redakteure der
Zeitung wurden zahlreiche Prozesse geführt. Der Prozeß gegen die
"Neue Rheinische Zeitung" vom 7. Februar 1849 und der Prozeß ge-
gen den Rheinischen Kreisausschuß
#XVIII# Vorwort
-----
vom 8. Februar 1849 nahmen jedoch einen für die preußische Regie-
rung unerwünschten Verlauf. Die anklagenden Reden von Marx und
Engels, vom anwesenden Publikum mit Begeisterung aufgenommen,
führten zu ihrem Freispruch durch das Geschworenengericht und
hatten zur Folge, daß die Popularität der Redakteure der "Neuen
Rheinischen Zeitung" gewaltig anwuchs.
Die preußische Regierung ließ von ihrem Plan, die "Neue Rheini-
sche Zeitung" auf diese oder jene Weise zum Schweigen zu bringen,
nicht ab. Im Mai 1849, nachdem die isolierten Erhebungen in der
Rheinprovinz gescheitert waren, ordnete die preußische Regierung
die Ausweisung von Marx aus Preußen an, weil er keine preußischen
Bürgerrechte besaß. Die Repressalien der Polizei gegen Marx und
die anderen Redakteure der "Neuen Rheinischen Zeitung" führten
dazu, daß das Erscheinen der Zeitung am 19. Mai 1849 eingestellt
werden mußte. In der letzten, mit roten Lettern gedruckten Nummer
hielten Marx und Engels noch einmal Rückschau auf den ruhmreichen
revolutionären Kampf der Zeitung und hoben besonders ihren prole-
tarischen Internationalismus hervor: "... die Seele der Junirevo-
lution" war "die Seele unsrer Zeitung!" Der proletarische Inter-
nationalismus verband sich in der Zeitung organisch mit der Ver-
teidigung der wahren nationalen Interessen des deutschen Volkes.
Die Redaktion der Zeitung konnte mit vollem Recht sagen: "Wir ha-
ben die revolutionäre Ehre unsres heimischen Bodens gerettet."
In/der Abschiedsbotschaft "An die Arbeiter Kölns" erklärten die
Redakteure der Zeitung: "Ihr letztes Wort wird überall und immer
sein: Emanzipation der arbeitenden Klasse!" (Siehe vorl. Band, S.
519.)
Einen besonderen Platz nehmen im vorliegenden Band zwei ökonomi-
sche Arbeiten von Marx ein - "Lohnarbeit und Kapital" und das mit
dieser Schrift im engen Zusammenhang stehende Manuskript
"Arbeitslohn".
Der Schrift "Lohnarbeit und Kapital", die im April 1849 als
Leitartikelserie in der "Neuen Rheinischen Zeitung" veröffent-
licht wurde, lagen Lektionen zugrunde, die Marx im Dezember 1847
im Deutschen Arbeiterbildungsverein in Brüssel gelesen hatte. Mit
der Veröffentlichung dieser Arbeit stellte sich Marx die Aufgabe,
die ökonomischen Verhältnisse zu umreißen, die in der kapitali-
stischen Gesellschaft die materielle Grundlage für den Klas-
senkampf bilden. Er wollte dem Proletariat eine theoretische
Waffe in die Hand geben zum tiefen wissenschaftlichen Verständnis
dessen, worauf sich in der kapitalistischen Gesellschaft die
Klassenherrschaft der Bourgeoisie und die Lohnsklaverei der Ar-
beiter begründeten. Im Unterschied zu der Arbeit "Das Elend der
Philosophie", wo Marx seine ökonomischen Ansichten in polemischer
Form darlegt, ist "Lohnarbeit und Kapital" systematisch aufgebaut
#XIX# Vorwort
-----
und populär, für die Arbeiter verständlich geschrieben. Im Ver-
gleich zum "Elend der Philosophie" bedeutet "Lohnarbeit und Kapi-
tal" einen Schritt vorwärts in der Ausarbeitung der marxistischen
ökonomischen Lehre.
In der Schrift "Lohnarbeit und Kapital" deckt Marx das Wesen der
Produktionsverhältnisse der bürgerlichen Gesellschaftsordnung
auf, die auf der Ausbeutung der Arbeitskraft der Lohnarbeiter be-
ruht. Er zeigt, daß Kapital und Lohnarbeit einander bedingen.
Gleichzeitig hebt er mit aller Deutlichkeit den antagonistischen
Charakter dieses Verhältnisses hervor. Im Gegensatz zu den Leu-
ten, die von Harmonie zwischen Arbeit und Kapital predigen, legt
Marx die unüberbrückbare Gegensätzlichkeit ihrer Interessen bloß.
Marx, der alle ökonomischen Kategorien historisch untersucht, de-
finiert das Kapital als "bürgerliches Produktionsverhältnis", als
"Produktionsverhältnis der bürgerlichen Gesellschaft" (siehe
vorl. Band, S. 408). In dieser Arbeit entwickelt Marx die Grund-
gedanken zur Ausarbeitung seiner Mehrwertstheorie weiter. Er
kommt dabei zu dem Schluß, daß das Wachstum des Kapitals, die
Entwicklung der Produktivkräfte der bürgerlichen Gesellschaft,
die Entwicklung der Technik und die breite Anwendung von
Maschinen zur verstärkten Ausbeutung und zur Verschärfung des
Elends und der Armut der Klasse führt, die die materiellen
Reichtümer produziert. So formuliert Marx in dieser Arbeit in
allgemeiner Form die Lehre von der relativen und absoluten
Verelendung der Arbeiterklasse im Kapitalismus als eine der
wichtigsten Lehren der marxistischen politischen Ökonomie.
In der vorliegenden Ausgabe wird die Schrift "Lohnarbeit und Ka-
pital" nach der von Engels besorgten Ausgabe von 1891 gebracht.
Die von ihm vorgenommenen Änderungen und Ergänzungen gegenüber
der Erstveröffentlichung in der "Neuen Rheinischen Zeitung" im
April 1849 sind in Fußnoten festgehalten. In seiner Einleitung
zur Ausgabe von 1881 weist Engels darauf hin, daß Marx 1849 seine
Kritik der bürgerlichen politischen Ökonomie noch nicht abge-
schlossen hatte. Das geschah erst Ende der fünfziger Jahre. En-
gels nahm daher 1891 eine Reihe notwendiger Veränderungen am Text
vor. Sie beziehen sich im wesentlichen auf einen Punkt: Der Ar-
beiter verkauft nicht seine Arbeit, wie es im alten Text von
"Lohnarbeit und Kapital" heißt, sondern seine Arbeitskraft. Bei
dieser Änderung geht es nicht nur um Worte, wie Engels schrieb,
sondern um einen der wichtigsten Punkte der ökonomischen Theorie,
dessen Nichtverstehen die klassische politische Ökonomie in eine
Sackgasse geführt hat. Den Ausweg aus dieser Sackgasse fand Marx.
Wie Engels im
#XX# Vorwort
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Vorwort zum zweiten Band des "Kapital" schreibt, wies Marx nach,
daß es nicht die Arbeit ist, "die einen Wert hat. Als wertschaf-
fende Tätigkeit kann sie ebensowenig einen besondren Wert haben,
wie die Schwere ein besondres Gewicht, die Wärme eine besondre
Temperatur, die Elektrizität eine besondre Stromstärke. Es ist
nicht die Arbeit, die als Ware gekauft und verkauft wird, sondern
die Arbeits k r a f t. Sobald sie Ware wird, richtet sich ihr
Wert nach der in ihr, als einem gesellschaftlichen Produkt, ver-
körperten Arbeit, ist er gleich der zu ihrer Produktion und
Reproduktion gesellschaftlich nötigen Arbeit." Die Ware Arbeits-
kraft besitzt eine besondere Eigenschaft - sie schafft den Wert,
sie ist die Quelle des Wertes, wobei der von ihr geschaffene Wert
größer ist als der, den sie selbst besitzt. Den so vom Arbeiter
geschaffenen Mehrwert eignet sich der Kapitalist an. Mit der
Lehre über den Mehrwert, die Ende der fünfziger Jahre entstand
und die im "Kapital" ihre klassische Darlegung gefunden hat, ent-
hüllt Marx das Geheimnis der kapitalistischen Ausbeutung.
Das mit der Schrift "Lohnarbeit und Kapital" eng zusammenhängende
Manuskript "Arbeitslohn" ist allem Anschein nach ein Konspekt für
den letzten von Marx in Brüssel gelesenen Lektionszyklus. Dieses
Manuskript, das fragmentarischen Charakter trägt und von Marx
nicht für den Druck, bestimmt war, ist trotzdem von großer Bedeu-
tung, da es in vieler Beziehung die Schrift "Lohnarbeit und Kapi-
tal" ergänzt. Die Bemerkungen zu den notwendigen Veränderungen,
die Engels im Jahre 1891 in der Einführung zu "Lohnarbeit und Ka-
pital" macht, können gleichzeitig auch auf dieses Manuskript be-
zogen werden.
In dieser Arbeit untersucht Marx den Einfluß des Wachstums der
Produktivkräfte auf den Arbeitslohn und kommt zu dem Schluß, daß
der in Maschinen und Rohstoffen investierte Teil des Kapitals be-
deutend schneller wächst als der Teil, der zum Unterhalt der Ar-
beiter verwandt wird. Obwohl die Begriffe konstantes und va-
riables Kapital hier noch nicht formuliert sind, kommt Marx hier
bereits der später von ihm ausgearbeiteten Lehre über die organi-
sche Zusammensetzung des Kapitals außerordentlich nahe. Marx
zieht den Schluß, daß unter den Bedingungen des Kapitalismus jede
Entwicklung der Produktivkräfte zu einer Waffe gegen die Arbeiter
wird.
Großes Interesse verdient die Kritik, die Marx an den verschie-
denen Projekten zur Erleichterung der Lage der Arbeiter übte.
Diese Projekte hatten das Ziel, vom Klassenkampf abzulenken; so
z.B. die Schaffung von Sparkassen, die Einführung der industriel-
len Erziehung und schließlich die Theorie von Malthus, der be-
hauptete, daß, entsprechend den Naturgesetzen, die Bevölkerung
schneller wachse als die Existenzmittel. Er schlug vor, die Kon-
kurrenz
#XXI# Vorwort
-----
zwischen den Arbeitern durch Geburtenminderung zu verringern.
Marx widmet der Entlarvung "der ganzen Dummheit, Niederträchtig-
keit und Heuchelei" der Malthus'schen Doktrin besondere Aufmerk-
samkeit, - einer Doktrin, die gesellschaftliche Erscheinungen als
Naturerscheinungen auffaßt, das Elend des Proletariats als dessen
eigene Schuld betrachtet und es dafür bestrafen will.
In einem weiteren Abschnitt behandelt Marx die Arbeiterassozia-
tionen und würdigt sie als das Mittel, die Arbeiterklasse auf den
Sturz der alten auf Klassengegensätzen beruhenden Gesellschaft
vorzubereiten. Er analysiert das Verhältnis zwischen Kapital und
Arbeit und deckt die Ausbeutung der Arbeiter auf, wobei er
gleichzeitig die historisch progressive Rolle der Lohnarbeit, der
Produktionsverhältnisse der kapitalistischen Gesellschaft hervor-
hebt, ohne die die materiellen Mittel zur Befreiung des Proleta-
riats und die Grundlagen der neuen Gesellschaft nicht geschaffen
werden können und das Proletariat selbst nicht eine solche Ent-
wicklungsstufe erreicht, in der es fähig wäre, die Revolution in
der alten Gesellschaft zu Ende zu führen und sich selbst zu be-
freien.
Am Schluß des Bandes werden Materialien und Dokumente veröffent-
licht, die Marx und Engels nach der Einstellung der "Neuen Rhei-
nischen Zeitung" von Mai bis Juli 1849 geschrieben haben. Es han-
delt sich um zwei Erklärungen an Zeitungsredaktionen sowie den
Artikel von Engels "Die revolutionäre Erhebung in der Pfalz und
in Baden" und den Artikel von Marx "Der 13.Juni", der sich mit
der mißlungenen Aktion der kleinbürgerlichen Demokraten in Paris
befaßt.
Der Teil "Aus dem handschriftlichen Nachlaß" enthält außer dem
Marxschen Manuskript "Arbeitslohn" zwei zur damaligen Zeit nicht
veröffentlichte Artikel von Engels über die Lage in Frankreich am
Vorabend der Präsidentenwahlen im Dezember 1848 - "Die französi-
sche Arbeiterklasse und die Präsidentenwahl" und "Proudhon".
In den Beilagen zum Band wird eine Reihe Dokumente veröffent-
licht, die ein Bild von der praktischen revolutionären Tätigkeit
von Marx und Engels geben und zeigen, wie sie den Kampf der brei-
ten Volksmassen lenkten. Unter diesen Dokumenten befinden sich
Materialien über die Tätigkeit von Marx und Engels im Kölner Ar-
beiterverein sowie Mitteilungen über demokratische Bankette, an
denen sie teilgenommen haben. Die Beilagen enthalten ferner Mate-
rialien über die Verfolgung von Marx und Engels durch die
Gerichts- und Polizeibehörden. Diese Materialien geben ein Bild
von der schwierigen und gespannten Lage, in der die "Neue
Rheinische Zeitung" redigiert wurde, und zeigen, welche Arbeit
Marx und Engels für die Organisierung und die politische
Erziehung der Volksmassen leisteten.
#XXII# Vorwort
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Die im vorliegenden Band enthaltenen Schriften von Marx und En-
gels bieten reiches Material zur Erläuterung der theoretischen
und taktischen Thesen, die von den Begründern des Marxismus im
Laufe der Revolution von 1848/49 ausgearbeitet wurden.
Es wurde bereits im Vorwort zum fünften Band der Werke darauf
hingewiesen, daß es sehr kompliziert ist, bei den Artikeln aus
der "Neuen Rheinischen Zeitung" den genauen Verfasser zu ermit-
teln, da die Artikel ohne Unterschrift gebracht wurden, es bei
Marx und Engels selbst nur sehr begrenzte Hinweise gibt und die
handschriftlichen Originale fehlen. Außerdem tragen viele Artikel
die Spur gemeinsamer Arbeit beider Autoren. In Fällen, wo es un-
möglich war, den Verfasser - Marx oder Engels - festzustellen,
fehlt in den redaktionellen Schlußnoten der Artikel der Hinweis
auf den Verfasser.
Überschriften, die im Original fehlten und vom Institut für Mar-
xismus-Leninismus zugefügt wurden, sind in eckige Klammern ge-
setzt.
Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU
---
Der Text des vorliegenden sechsten Bandes der deutschen Ausgabe
wurde nach der "Neuen Rheinischen Zeitung", nach Originalen oder
Photokopien überprüft. Bei jeder Arbeit ist die zum Abdruck
herangezogene Quelle vermerkt.
Die von Marx und Engels angeführten Zitate wurden ebenfalls über-
prüft, soweit die Originale zur Verfügung standen. Längere Zitate
werden zur leichteren Übersicht in kleinerem Druck gebracht.
Fremdsprachige Zitate und im Text vorkommende fremdsprachige Wör-
ter sind in Fußnoten übersetzt.
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind, soweit vertretbar,
modernisiert. Der Lautstand der Wörter in den deutschsprachigen
Texten wurde nicht verändert. Alle in eckigen Klammern stehenden
Wörter und Wortteile stammen von der Redaktion; offensichtliche
Druck- oder Schreibfehler wurden stillschweigend korrigiert. In
Zweifelsfällen wurde in Fußnoten die Schreibweise des Originals
angeführt.
#XXIII# Vorwort
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Fußnoten von Marx und Engels sind durch Sternchen gekennzeichnet,
Fußnoten der Redaktion durch eine durchgehende Linie vom Text ab-
getrennt und durch Ziffern kenntlich gemacht.
Zur Erläuterung ist der Band mit Anmerkungen versehen, auf die im
Text durch hochgestellte Zahlen in eckigen Klammern hingewiesen
wird; außerdem werden ein Personen Verzeichnis, Daten über das
Leben und die Tätigkeit von Marx und Engels, ein Literaturver-
zeichnis, eine Erklärung der Fremdwörter sowie ein Verzeichnis
der Orte, die in der Landessprache eine andere Bezeichnung tra-
gen, hinzugefügt.
Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED
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