Quelle: MEW 7 August 1849 - Juni 1859

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       Karl Marx/Friedrich Engels
       
       Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850 [238]
       
       Die Zentralbehörde an den Bund
       
       Brüder!
       In den beiden Revolutionsjahren 1848/49 hat sich der Bund in dop-
       pelter Weise bewährt; einmal dadurch, daß seine Mitglieder an al-
       len Orten  energisch in  die Bewegung  eingriffen, daß sie in der
       Presse, auf  den Barrikaden  und Schlachtfeldern  voranstanden in
       den Reihen  der allein entschieden revolutionären Klasse des Pro-
       letariats. Der  Bund hat  sich ferner  dadurch bewährt, daß seine
       Auffassung der  Bewegung, wie  sie in  den Rundschreiben der Kon-
       gresse und  der Zentralbehörde  von 1847  und im "Kommunistischen
       Manifeste" niedergelegt  war, als die einzig richtige sich erwie-
       sen hat,  daß die in jenen Aktenstücken ausgesprochenen Erwartun-
       gen sich  vollständig erfüllten  und die  früher vom Bunde nur im
       geheimen propagierte  Auffassung  der  heutigen  Gesellschaftszu-
       stände jetzt  im Munde der Völker 1*) ist und auf den Märkten öf-
       fentlich gepredigt wird. Zu gleicher Zeit wurde die frühere feste
       Organisation des  Bundes bedeutend gelockert. Ein großer Teil der
       Mitglieder, in  der  revolutionären  Bewegung  direkt  beteiligt,
       glaubte die  Zeit der geheimen Gesellschaften vorüber und das öf-
       fentliche Wirken allein hinreichend. Die einzelnen Kreise und Ge-
       meinden ließen ihre Verbindungen mit der Zentralbehörde erschlaf-
       fen und  allmählich einschläfern.  Während also die demokratische
       Partei, die Partei der Kleinbürgerschaft, sich in Deutschland im-
       mer mehr  organisierte, verlor  die Arbeiterpartei ihren einzigen
       festen Halt,  blieb höchstens in einzelnen Lokalitäten zu lokalen
       Zwecken organisiert  und geriet  dadurch in der allgemeinen Bewe-
       gung vollständig  unter die  Herrschaft und Leitung der kleinbür-
       gerlichen Demokraten.  Diesem Zustande  muß ein Ende gemacht, die
       Selbständigkeit der Arbeiter muß hergestellt werden. Die Zentral-
       behörde begriff diese Notwendigkeit und schickte deshalb schon im
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       1*) (1852) des Volkes
       
       #245# Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850
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       Winter 1848/49 einen Emissär, Joseph Moll, zur Reorganisation des
       Bundes nach Deutschland. Die Mission Molls blieb indes ohne nach-
       haltige Wirkung,  teils weil  die deutschen  Arbeiter damals noch
       nicht Erfahrungen  genug gemacht hatten, teils weil die Insurrek-
       tion vom vorigen Mai sie unterbrochen. Moll selbst griff zur Mus-
       kete, trat  in die  badisch-pfälzische Armee und fiel am 29. Juni
       in dem  Treffen an  der Murg. Der Bund verlor in ihm eines seiner
       ältesten, tätigsten und zuverlässigsten Mitglieder, das bei allen
       Kongressen und Zentralbehörden tätig gewesen war und schon früher
       eine Reihe von Missionsreisen mit großem Erfolg ausgeführt hatte.
       Nach der  Niederlage der revolutionären Parteien Deutschlands und
       Frankreichs im Juni 1849 haben sich fast alle Mitglieder der Zen-
       tralbehörde in London wieder zusammengefunden, sich mit neuen re-
       volutionären Kräften ergänzt und mit erneutem Eifer die Reorgani-
       sation des Bundes betrieben.
       Die Reorganisation kann nur durch einen Emissär erfolgen, und die
       Zentralbehörde hält  für höchst  wichtig, daß der Emissär 1*) ge-
       rade in diesem Augenblicke abgeht, wo eine neue Revolution bevor-
       steht, wo  die Arbeiterpartei  also möglichst  organisiert,  mög-
       lichst einstimmig  und möglichst  selbständig auftreten muß, wenn
       sie nicht wieder wie 1848 von der Bourgeoisie exploitiert und ins
       Schlepptau genommen werden soll.
       Wir sagten  Euch, Brüder, schon im Jahre 1848  2*), daß die deut-
       schen liberalen  Bourgeois bald  zur Herrschaft  kommen und  ihre
       neuerrungene Macht  sofort gegen  die Arbeiter kehren würden. Ihr
       habt gesehen,  wie dies in Erfüllung gegangen ist. In der Tat wa-
       ren es  die Bourgeois,  die nach der Märzbewegung 1848 sofort Be-
       sitz von  der Staatsgewalt  ergriffen und  diese Macht  dazu  be-
       nutzten, die Arbeiter, ihre Bundesgenossen im Kampfe, sogleich in
       die frühere  unterdrückte Stellung  zurückzudrängen.  Konnte  die
       Bourgeoisie dies nicht durchführen, ohne sich mit der im März be-
       seitigten 3*)  feudalen Partei zu verbinden, ohne schließlich so-
       gar dieser feudalen absolutistischen Partei die Herrschaft wieder
       abzutreten, so  hat sie  sich doch Bedingungen gesichert, die ihr
       auf die  Dauer durch  die Finanzverlegenheiten  der Regierung die
       Herrschaft in  die Hände spielen und alle ihre Interessen sicher-
       stellen würden,  wäre es  möglich, daß die revolutionäre Bewegung
       schon jetzt  in eine  sogenannte friedliche Entwicklung verliefe.
       Die Bourgeoisie würde sogar, um ihre Herrschaft zu sichern, nicht
       einmal nötig  haben, sich  durch Gewaltmaßregeln  gegen das  Volk
       verhaßt zu  machen, da  alle diese Gewaltschritte schon durch die
       feudale Kontrerevolution  vollführt sind.  Die  Entwicklung  wird
       aber diesen friedlichen Gang nicht nehmen. Die Revolution, welche
       sie beschleunigen
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       1*) Heinrich Bauer - 2*) (1852) 1847 - 3*) (1852) besiegten
       
       #246# Karl Marx/Friedrich Engels
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       wird, steht  im Gegenteil nahe bevor, sei es, daß sie hervorgeru-
       fen wird  durch eine  1*) selbständige Erhebung des französischen
       Proletariats oder  durch die  Invasion der  Heiligen Allianz [42]
       gegen das revolutionäre Babel.
       Und die  Rolle, die die deutschen liberalen Bourgeois 1848 gegen-
       über dem Volke gespielt haben, diese so verräterische Rolle, wird
       in der  bevorstehenden Revolution  übernommen von  den demokrati-
       schen Kleinbürgern, die jetzt in der Opposition dieselbe Stellung
       einnehmen wie die liberalen Bourgeois vor 2*) 1848. Diese Partei,
       die demokratische,  die den  Arbeitern weit  gefährlicher ist als
       die frühere liberale, besteht aus drei Elementen.
       I. Aus den fortgeschrittensten Teilen der großen Bourgeoisie, die
       den sofortigen vollständigen Sturz des Feudalismus und Absolutis-
       mus als  Ziel verfolgen.  Diese Fraktion wird vertreten durch die
       3*) ehemaligen Berliner Vereinbarer, durch die Steuerverweigerer.
       [200]
       II. Aus den  demokratisch-konstitutionellen  Kleinbürgern,  deren
       Hauptzweck während  der bisherigen Bewegung die Herstellung eines
       mehr oder  minder demokratischen Bundesstaats war, wie er von ih-
       ren Vertretern, der Linken der Frankfurter Versammlung und später
       dem Stuttgarter  Parlament [130],  und von  ihnen selbst  in  der
       Reichsverfassungskampagne angestrebt wurde.
       III. Aus den  republikanischen  Kleinbürgern,  deren  Ideal  eine
       deutsche Föderativrepublik  nach Art der Schweiz ist und die sich
       jetzt rot  und sozialdemokratisch  nennen, weil  sie den  frommen
       Wunsch hegen,  den Druck  des großen Kapitals auf das kleine, des
       großen Bourgeois  auf den Kleinbürger abzuschaffen. Die Vertreter
       dieser Fraktion waren die Mitglieder der demokratischen Kongresse
       und Komitees,  die Leiter  der demokratischen Vereine, die Redak-
       teure der demokratischen Zeitungen.
       Alle diese  Fraktionen nennen  sich jetzt  nach ihrer  Niederlage
       Republikaner oder  Rote, grade  wie sich  jetzt in Frankreich die
       republikanischen Kleinbürger Sozialisten nennen. Wo, wie in Würt-
       temberg, Bayern  etc., sie  noch Gelegenheit  finden, ihre Zwecke
       auf konstitutionellem  Wege zu verfolgen, ergreifen sie die Gele-
       genheit, ihre  alten Phrasen  beizubehalten und  durch die Tat zu
       beweisen, daß sie sich nicht im mindesten geändert haben. Es ver-
       steht sich übrigens, daß der veränderte Name dieser Partei gegen-
       über den  Arbeitern nicht  das mindeste  ändert, sondern bloß be-
       weist, daß  sie nun  gegen die  mit dem  Absolutismus  vereinigte
       Bourgeoisie Front machen und sich aufs Proletariat stützen muß.
       Die kleinbürgerlich-demokratische  Partei in Deutschland ist sehr
       mächtig, sie umfaßt nicht nur die große Mehrheit der bürgerlichen
       Einwohner der
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       1*) (1852) eine neue - 2*) (1852) von - 3*) (1852) die Linke der
       
       #247# Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850
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       Städte, die  kleinen industriellen  Kaufleute und die Gewerksmei-
       ster; sie  zählt in ihrem Gefolge die Bauern und das Landproleta-
       riat, solange  dies noch  nicht in  dem selbständigen Proletariat
       der Städte eine Stütze gefunden hat.
       Das Verhältnis der revolutionären Arbeiterpartei zur kleinbürger-
       lichen Demokratie  ist dies:  sie geht mit ihr zusammen gegen die
       Fraktion, deren  Sturz sie bezweckt; sie tritt ihnen gegenüber in
       allem, wodurch sie sich für sich selbst festsetzen wollen.
       Die demokratischen Kleinbürger, weit entfernt, für die revolutio-
       nären Proletarier  die ganze Gesellschaft umwälzen zu wollen, er-
       streben eine  Änderung der  gesellschaftlichen Zustände,  wodurch
       ihnen die bestehende Gesellschaft möglichst erträglich und bequem
       gemacht wird.  Sie verlangen  daher vor  allem  Verminderung  der
       Staatsausgaben durch  Beschränkung der  Bürokratie und  Verlegung
       der Hauptsteuer  auf die  großen Grundbesitzer und Bourgeois. Sie
       verlangen ferner  die Beseitigung  des Drucks des großen Kapitals
       auf das  kleine durch öffentliche Kreditinstitute und Gesetze ge-
       gen den  Wucher, wodurch  es ihnen  und den  Bauern möglich wird,
       Vorschüsse von  dem Staat statt von den Kapitalisten zu günstigen
       Bedingungen zu erhalten; ferner Durchführung der bürgerlichen Ei-
       gentumsverhältnisse auf  dem Lande durch vollständige Beseitigung
       des Feudalismus.  Um dieses alles durchzuführen, bedürfen sie ei-
       ner  demokratischen,   sei  es   konstitutionellen   oder   repu-
       blikanischen, Staatsverfassung,  die ihnen und ihren Bundesgenos-
       sen, den Bauern, die Majorität gibt, und einer demokratischen Ge-
       meindeverfassung, die  die direkte Kontrolle über das Gemeindeei-
       gentum und eine Reihe von Funktionen in ihre Hand gibt, die jetzt
       von den Bürokraten ausgeübt werden.
       Der Herrschaft  und raschen  Vermehrung des  Kapitals soll ferner
       teils durch  Beschränkung des  Erbrechts, teils durch Überweisung
       möglichst vieler Arbeiten an den Staat entgegengearbeitet werden.
       Was die Arbeiter angeht, so steht vor allem fest, daß sie Lohnar-
       beiter bleiben sollen wie bisher, nur wünschen die demokratischen
       Kleinbürger den  Arbeitern besseren  Lohn und  eine  gesichertere
       Existenz und hoffen dies durch teilweise Beschäftigung von seiten
       des Staates und durch Wohltätigkeitsmaßregeln zu erreichen, kurz,
       sie hoffen die Arbeiter durch mehr oder minder versteckte Almosen
       zu bestechen und ihre revolutionäre Kraft durch momentane Erträg-
       lichmachung ihrer Lage zu brechen. Die hier zusammengefaßten For-
       derungen der  kleinbürgerlichen Demokratie werden nicht von allen
       Fraktionen derselben zugleich vertreten und schweben in ihrer Ge-
       samtheit den  wenigsten Leuten derselben als bestimmtes Ziel vor.
       Je weiter einzelne Leute oder Fraktionen unter ihnen gehen, desto
       mehr werden sie von diesen Forderungen zu den ihrigen machen, und
       die wenigen, die in Vorstehendem ihr eigenes Programm sehen, wür-
       den glauben,
       
       #248# Karl Marx/Friedrich Engels
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       damit aber  auch das  Äußerste aufgestellt  zu haben, was von der
       Revolution zu  verlangen ist. Diese Forderungen können der Partei
       des Proletariats  aber keineswegs genügen. Während die demokrati-
       schen Kleinbürger die Revolution möglichst rasch und unter Durch-
       führung höchstens  der obigen  Ansprüche zum  Abschlüsse  bringen
       wollen, ist es unser Interesse und unsere Aufgabe, die Revolution
       permanent zu  machen, so lange, bis alle mehr oder weniger besit-
       zenden Klassen  von der  Herrschaft verdrängt  sind, die  Staats-
       gewalt vom  Proletariat erobert  und die Assoziation der Proleta-
       rier nicht nur in einem Lande, sondern in allen herrschenden Län-
       dern der  ganzen Welt so weit vorgeschritten ist, daß die Konkur-
       renz der  Proletarier in diesen Ländern aufgehört hat und daß we-
       nigstens die  entscheidenden produktiven Kräfte in den Händen der
       Proletarier 1*) konzentriert  sind. Es kann sich für uns nicht um
       Veränderung des  Privateigentums handeln,  sondern nur  um  seine
       Vernichtung, nicht  um Vertuschung der Klassengegensätze, sondern
       um Aufhebung  der Klassen,  nicht um Verbesserung der bestehenden
       Gesellschaft, sondern  um Gründung einer neuen. Daß die kleinbür-
       gerliche Demokratie  während der weiteren Entwicklung der Revolu-
       tion für  einen Augenblick  den überwiegenden Einfluß in Deutsch-
       land erhalten  wird, unterliegt  keinem Zweifel.  Es  fragt  sich
       also, was  die Stellung  des Proletariats und speziell des Bundes
       ihr gegenüber sein wird:
       1. Während  der  Fortdauer  der  jetzigen  Verhältnisse,  wo  die
       kleinbürgerlichen Demokraten ebenfalls unterdrückt sind?
       2. Im nächsten  revolutionären Kampfe,  der ihnen das Übergewicht
       geben wird?
       3. Nach diesem  Kampf, während der Zeit des Übergewichts über die
       gestürzten Klassen und das Proletariat?
       1. Im gegenwärtigen  Augenblicke, wo die demokratischen Kleinbür-
       ger überall  unterdrückt sind,  predigen sie  dem Proletariat  im
       allgemeinen Einigung  und Versöhnung, sie bieten ihm die Hand und
       streben nach  der Herstellung einer großen Oppositionspartei, die
       alle Schattierungen  in der  demokratischen  Partei  umfaßt,  das
       heißt, sie  streben danach,  die Arbeiter in eine Parteiorganisa-
       tion zu  verwickeln, in  der die  allgemein  sozialdemokratischen
       Phrasen vorherrschend sind, hinter welchen ihre besonderen Inter-
       essen sich  verstecken, und in der die bestimmten Forderungen des
       Proletariats um des lieben Friedens willen nicht vorgebracht wer-
       den dürfen.  Eine solche  Vereinigung würde  allein zu ihrem Vor-
       teile und ganz zum Nachteile des Proletariats
       1*) (1852) assioziierten Proletarier
       
       #249# Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850
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       ausfallen. Das Proletariat würde seine ganze selbständige, mühsam
       erkaufte  Stellung   verlieren  und   wieder  zum  Anhängsel  der
       offiziellen bürgerlichen  Demokratie  herabsinken.  Diese  Verei-
       nigung muß  also auf  das entschiedenste  zurückgewiesen  werden.
       Statt sich abermals dazu herabzulassen, den bürgerlichen Demokra-
       ten als  beifallklatschender Chor zu dienen, müssen die Arbeiter,
       vor allem  der Bund,  dahin wirken,  neben den  offiziellen Demo-
       kraten eine selbständige geheime und öffentliche Organisation der
       Arbeiterpartei herzustellen und jede Gemeinde zum Mittelpunkt und
       Kern von  Arbeitervereinen zu  machen, in  denen die Stellung und
       Interessen des  Proletariats unabhängig von bürgerlichen Einflüs-
       sen diskutiert  werden. Wie  wenig es den bürgerlichen Demokraten
       mit einer  Allianz ernst  ist, in  der die  Proletarier ihnen mit
       gleicher Macht  und gleichen Rechten zur Seite stehen, zeigen zum
       Beispiel die Breslauer Demokraten, die in ihrem Organ, der "Neuen
       Oder-Zeitung", die  selbständig organisierten  Arbeiter, die  sie
       Sozialisten titulieren,  aufs wütendste  verfolgen. Für  den Fall
       eines Kampfes  gegen einen  gemeinsamen Gegner  braucht es keiner
       besonderen Vereinigung.  Sobald ein  solcher Gegner direkt zu be-
       kämpfen ist, fallen die Interessen beider Parteien für den Moment
       zusammen, und  wie bisher wird sich auch in Zukunft diese nur für
       den Augenblick  berechnete Verbindung  von selbst  herstellen. Es
       versteht sich,  daß bei  den bevorstehenden  blutigen Konflikten,
       wie bei  allen früheren,  die Arbeiter durch ihren Mut, ihre Ent-
       schiedenheit und Aufopferung hauptsächlich den Sieg werden zu er-
       kämpfen haben. Wie bisher werden auch in diesem Kampfe die Klein-
       bürger in  Masse sich  solange wie  möglich zaudernd, unschlüssig
       und untätig  verhalten, um dann, sobald der Sieg entschieden ist,
       ihn für  sich in  Beschlag zu  nehmen, die  Arbeiter zur Ruhe und
       Heimkehr an  ihre Arbeit aufzufordern, sogenannte Exzesse zu ver-
       hüten und  das Proletariat  von den  Früchten des  Sieges  auszu-
       schließen. Es  liegt nicht  in der Macht der Arbeiter, den klein-
       bürgerlichen Demokraten dies zu verwehren, aber es liegt in ihrer
       Macht, ihnen  das Aufkommen gegenüber dem bewaffneten Proletariat
       zu erschweren  und ihnen solche Bedingungen zu diktieren, daß die
       Herrschaft der  bürgerlichen Demokraten  von vornherein  den Keim
       des Unterganges  in sich trägt und ihre spätere Verdrängung durch
       die Herrschaft  des Proletariats  bedeutend erleichtert wird. Die
       Arbeiter müssen  vor allen  Dingen während des Konfliktes und un-
       mittelbar nach dem Kampfe, soviel nur irgend möglich, der bürger-
       lichen Abwiegelung  entgegenwirken und die Demokraten zur Ausfüh-
       rung ihrer  jetzigen terroristischen  Phrasen zwingen. Sie müssen
       dahin arbeiten,  daß  die  unmittelbare  revolutionäre  Aufregung
       nicht sogleich nach dem Siege wieder unterdrückt wird. Sie müssen
       sie im  Gegenteil solange wie möglich aufrechterhalten. Weit ent-
       fernt,
       
       #250# Karl Marx/Friedrich Engels
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       den sogenannten  Exzessen, den Exempeln der Volksrache an verhaß-
       ten Individuen oder öffentlichen Gebäuden, an die sich nur gehäs-
       sige Erinnerungen  knüpfen, entgegenzutreten, muß man diese Exem-
       pel nicht  nur dulden,  sondern ihre  Leitung selbst  in die Hand
       nehmen. Während  des Kampfes und nach dem Kampf müssen die Arbei-
       ter neben  den Forderungen der bürgerlichen Demokraten ihre eige-
       nen Forderungen  bei jeder Gelegenheit aufstellen. Sie müssen Ga-
       rantien für  die Arbeiter  verlangen, sobald  die  demokratischen
       Bürger sich  anschicken, die Regierung in die Hand zu nehmen, Sie
       müssen sich  diese Garantien nötigenfalls erzwingen und überhaupt
       dafür sorgen,  daß die  neuen Regierer  1*)  sich  zu  allen  nur
       möglichen Konzessionen  und  Versprechungen  verpflichten  -  das
       sicherste Mittel,  sie zu  kompromittieren. Sie  müssen überhaupt
       den Siegesrausch  und die Begeisterung für den neuen Zustand, der
       nach jedem  siegreichen Straßenkampf  eintritt,  in  jeder  Weise
       durch ruhige  und kaltblütige  Auffassung der  Zustände und durch
       unverhohlenes Mißtrauen  gegen die  neue Regierung  so  sehr  wie
       möglich zurückhalten.  Sie müssen  neben  den  neuen  offiziellen
       Regierungen zugleich  eigene  revolutionäre  Arbeiterregierungen,
       sei es  in der Form von Gemeindevorständen, Gemeinderäten, sei es
       durch Arbeiterklubs  oder Arbeiterkomitees, errichten, so daß die
       bürgerlichen demokratischen  Regierungen nicht  nur sogleich  den
       Rückhalt an  den Arbeitern verlieren, sondern sich von vornherein
       von Behörden  überwacht und bedroht sehen, hinter denen die ganze
       Masse der Arbeiter steht. Mit einem Worte: Vom ersten Augenblicke
       des Sieges  an muß  sich das  Mißtrauen 2*)  nicht mehr gegen die
       besiegte  reaktionäre   Partei,  sondern  gegen  ihre  bisherigen
       Bundesgenossen, gegen  die Partei  richten, die  den  gemeinsamen
       Sieg allein exploitieren will.
       2. Um aber  dieser Partei,  deren Verrat an den Arbeitern mit der
       ersten Stunde  des Sieges  anfangen wird,  energisch und  drohend
       entgegentreten zu können, müssen die Arbeiter bewaffnet und orga-
       nisiert sein. Die Bewaffnung des ganzen Proletariats mit Flinten,
       Büchsen, Geschützen  und Munition  muß sofort  durchgesetzt,  der
       Wiederbelebung der  alten, gegen die Arbeiter gerichteten Bürger-
       wehr muß  entgegengetreten werden.  Wo dies  letztere aber  nicht
       durchzusetzen ist,  müssen die Arbeiter versuchen, sich selbstän-
       dig als  proletarische Garde,  mit selbstgewählten  Chefs und ei-
       genem selbstgewählten  Generalstabe zu organisieren und unter den
       Befehl, nicht  der Staatsgewalt,  sondern der  von den  Arbeitern
       durchgesetzten revolutionären Gemeinderäte zu treten. Wo Arbeiter
       für Staatsrechnung beschäftigt werden, müssen sie ihre Bewaffnung
       und Organisation in ein besonderes Korps mit selbstgewählten
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       1*) (1852) Regierungen  den Arbeitern  - 2*) (1852) Mißtrauen der
       Arbeiter
       
       #251# Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850
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       Chefs oder  als Teil  der proletarischen  Garde durchsetzen.  Die
       Waffen und  die Munition dürfen unter keinem Vorwand aus den Hän-
       den gegeben,  jeder Entwaffnungsversuch  muß nötigenfalls mit Ge-
       walt vereitelt  werden. Vernichtung  des Einflusses der bürgerli-
       chen Demokraten  auf die Arbeiter, sofortige selbständige und be-
       waffnete Organisation der Arbeiter und Durchsetzung möglichst er-
       schwerender und  kompromittierender Bedingungen  für  die  augen-
       blickliche unvermeidliche Herrschaft der bürgerlichen Demokratie,
       das sind  die Hauptpunkte, die das Proletariat und somit der Bund
       während und  nach dem bevorstehenden Aufstand im Auge zu behalten
       hat.
       3. Sobald die  neuen Regierungen  sich einigermaßen befestigt ha-
       ben, wird  ihr Kampf  gegen die Arbeiter sofort beginnen. Um hier
       den demokratischen  Kleinbürgern mit Macht entgegentreten zu kön-
       nen, ist  es vor allem nötig, daß die Arbeiter in Klubs selbstän-
       dig organisiert  und zentralisiert  sind. Die Zentralbehörde wird
       sich, sobald  dies irgend möglich ist, nach dem Sturze der beste-
       henden Regierungen nach Deutschland begeben, sofort einen Kongreß
       berufen und  diesem die nötigen Vorlagen wegen der Zentralisation
       der Arbeiterklubs  unter einer  im Hauptsitze  der Bewegung  eta-
       blierten Direktion  machen. Die  rasche Organisation,  wenigstens
       einer provinziellen  Verbindung 1*)  der Arbeiterklubs, ist einer
       der wichtigsten Punkte zur Stärkung und Entwicklung der Arbeiter-
       partei; die nächste Folge des Sturzes der bestehenden Regierungen
       wird die  Wahl einer Nationalvertretung sein. Das Proletariat muß
       hier dafür sorgen:
       I. daß  durch   keinerlei   Schikanen   von   Lokalbehörden   und
       Regierungskommissarien eine  Anzahl  Arbeiter  unter  irgendeinem
       Vorwand ausgeschlossen wird;
       II. daß überall  neben den bürgerlichen demokratischen Kandidaten
       Arbeiterkandidaten aufgestellt  werden, die möglichst aus Bundes-
       mitgliedern bestehen  müssen und  deren Wahl  mit allen möglichen
       Mitteln zu betreiben ist. Selbst da, wo gar keine Aussicht zu ih-
       rer Durchführung  vorhanden ist, müssen die Arbeiter ihre eigenen
       Kandidaten aufstellen,  um ihre Selbständigkeit zu bewahren, ihre
       Kräfte zu  zählen, ihre  revolutionäre Stellung  und Parteistand-
       punkte vor die Öffentlichkeit zu bringen. Sie dürfen sich hierbei
       nicht durch  die Redensarten der Demokraten bestechen lassen, wie
       z.B., dadurch  spalte man  die demokratische  Partei und gebe der
       Reaktion die  Möglichkeit zum  Siege. Bei  allen solchen  Phrasen
       kommt es  schließlich darauf hinaus, daß das Proletariat geprellt
       werden soll. Die Fortschritte, die die proletarische Partei durch
       ein solches unabhängiges Auftreten machen muß, sind
       
       #252# Karl Marx/Friedrich Engels
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       unendlich wichtiger  als der  Nachteil, den die Gegenwart einiger
       Reaktionäre in der Vertretung erzeugen könnte. Tritt die Demokra-
       tie von  vornherein entschieden und terroristisch gegen die Reak-
       tion auf,  so ist  deren Einfluß  bei den  Wahlen schon im voraus
       vernichtet.
       Der erste  Punkt, bei dem die bürgerlichen Demokraten mit den Ar-
       beitern in  Konflikt kommen werden, wird die Aufhebung des Feuda-
       lismus sein;  wie in  der ersten  französischen Revolution werden
       die Kleinbürger die feudalen Ländereien den Bauern als freies Ei-
       gentum geben,  das heißt  das Landproletariat  bestehenlassen und
       eine kleinbürgerliche  Bauernklasse bilden  wollen, die denselben
       Kreislauf der  Verarmung und Verschuldung durchmacht, worin jetzt
       der französische Bauer noch begriffen ist.
       Die Arbeiter  müssen diesem Plane im Interesse des Landproletari-
       ats und  in ihrem  eigenen Interesse  entgegentreten. Sie  müssen
       verlangen, daß  das konfiszierte  Feudaleigentum Staatsgut bleibt
       und zu Arbeiterkolonien 1*)  verwandt wird,  die das  assoziierte
       Landproletariat mit  allen Vorteilen  des großen Ackerbaues bear-
       beitet und wodurch das Prinzip des gemeinsamen Eigentums sogleich
       eine feste Grundlage mitten in  den wankenden bürgerlichen Eigen-
       tumsverhältnissen erlangt.  Wie die  Demokraten mit  den  Bauern,
       müssen sich  die Arbeiter  mit dem Landproletariat verbinden. Die
       Demokraten werden  ferner entweder  direkt auf die Föderativrepu-
       blik hinarbeiten  oder wenigstens,  wenn sie die eine und unteil-
       bare Republik  nicht umgehen  können, die  Zentralregierung durch
       möglichste Selbständigkeit  und Unabhängigkeit  der Gemeinden und
       Provinzen zu  lähmen suchen. Die Arbeiter müssen diesem Plane ge-
       genüber nicht  nur auf die eine und unteilbare deutsche Republik,
       sondern auch in ihr auf die entschiedenste Zentralisation der Ge-
       walt in  die Hände  der Staatsmacht  hinwirken. Sie  dürfen  sich
       durch das  demokratische Gerede  von Freiheit  der Gemeinden, von
       Selbstregierung usw.  nicht irremachen lassen. In einem Lande wie
       Deutschland, wo  noch so viele Reste des Mittelalters zu beseiti-
       gen sind, wo so vieler lokaler und provinzialer Eigensinn zu bre-
       chen ist, darf es unter keinen Umständen geduldet werden, daß je-
       des Dorf,  jede Stadt, jede Provinz der revolutionären Tätigkeit,
       die in  ihrer ganzen  Kraft nur  vom Zentrum  ausgehen kann,  ein
       neues Hindernis in den Weg lege. - Es darf nicht geduldet werden,
       daß der  jetzige Zustand  sich erneuere, wodurch die Deutschen um
       ein und  denselben Fortschritt  in jeder  Stadt, in jeder Provinz
       sich besonders  schlagen müssen.  Am allerwenigsten darf geduldet
       werden, daß eine Form des Eigentums, die noch hinter dem modernen
       Privateigentum steht  und sich überall notwendig in dies auflöst,
       das Gemeindeeigentum
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       1*) (1852) Ackerbaukolonien
       
       #253# Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850
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       und die  daraus hervorgehenden  Streitigkeiten zwischen armen und
       reichen Gemeinden  sowie das  neben dem  Staatsbürgerrecht beste-
       hende Gemeindebürgerrecht mit seinen Schikanen gegen die Arbeiter
       sich durch eine sogenannte freie Gemeindeverfassung verewige. Wie
       in Frankreich  1793 ist heute in Deutschland die Durchführung der
       strengsten Zentralisation die Aufgabe der wirklich revolutionären
       Partei. *)
       Wir haben  gesehn, wie  die Demokraten  bei der nächsten Bewegung
       zur Herrschaft  kommen, wie  sie genötigt  sein werden, mehr oder
       weniger sozialistische  Maßregeln vorzuschlagen. Man wird fragen,
       welche Maßregeln die Arbeiter dagegen vorschlagen sollen? Die Ar-
       beiter können natürlich im Anfange der Bewegung noch keine direkt
       kommunistische Maßregeln vorschlagen. Sie können aber:
       1. Die Demokraten  dazu zwingen, nach möglichst vielen Seiten hin
       in die  bisherige Gesellschaftsordnung einzugreifen, ihren regel-
       mäßigen Gang  zu stören  und sich selbst zu kompromittieren sowie
       möglichst viele  Produktivkräfte, Transportmittel,  Fabriken, Ei-
       senbahnen usw. in den Händen des Staates zu konzentrieren.
       2. Sie müssen die Vorschläge der Demokraten, die jedenfalls nicht
       revolutionär, sondern bloß reformierend auftreten werden, auf die
       Spitze treiben und sie in direkte Angriffe auf das Privateigentum
       verwandeln, so  zum Beispiel,  wenn die  Kleinbürger vorschlagen,
       die Eisenbahnen und Fabriken an-
       ---
       *) Es ist  heute zu  erinnern, daß diese Stelle auf einem Mißver-
       ständnis beruht.  Damals galt es - dank den bonapartistischen und
       liberalen Geschichtsfälschern - als ausgemacht, daß die französi-
       sche zentralisierte  Verwaltungsmaschine durch  die große Revolu-
       tion eingeführt  und namentlich vom Konvent als unumgängliche und
       entscheidende Waffe  bei Besiegung der royalistischen und födera-
       listischen Reaktion und des auswärtigen Feindes gehandhabt worden
       sei. Es  ist jetzt  aber eine  bekannte Tatsache, daß während der
       ganzen Revolution bis zum 18. Brumaire die gesamte Verwaltung der
       Departements, Arrondissements  und Gemeinden aus, von den Verwal-
       teten selbst  gewählten, Behörden bestand, die innerhalb der all-
       gemeinen Staatsgesetze  sich mit  vollkommener Freiheit bewegten;
       daß diese,  der amerikanischen  ähnliche, provinzielle und lokale
       Selbstregierung grade  der  allerstärkste  Hebel  der  Revolution
       wurde, und  zwar in dem Maß, daß Napoleon unmittelbar nach seinem
       Staatsstreich vom  18. Brumaire  sich beeilte, sie durch die noch
       bestehende Präfektenwirtschaft  zu ersetzen,  die also ein reines
       Reaktionswerkzeug von Anfang an war. Ebensowenig aber, wie lokale
       und provinziale  Selbstregierung der politischen, nationalen Zen-
       tralisation widerspricht, ebensowenig ist sie notwendig verknüpft
       mit jener  bornierten kantonalen oder kommunalen Selbstsucht, die
       uns in  der Schweiz  so widerlich entgegentritt und die 1849 alle
       süddeutschen Föderativrepublikaner  in Deutschland  zur Regel ma-
       chen wollten. [Anmerkung von Engels zur Ausgabe von 1885.]
       
       #254# Karl Marx/Friedrich Engels
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       zukaufen 1*), so müssen die Arbeiter fordern, daß diese Eisenbah-
       nen und Fabriken als Eigentum von Reaktionären vom Staate einfach
       und ohne  Entschädigung konfisziert  werden. Wenn  die Demokraten
       die proportionelle  Steuer vorschlagen, fordern die Arbeiter pro-
       gressive; wenn  die Demokraten  selbst eine gemäßigte progressive
       beantragen, bestehen  die Arbeiter  auf einer Steuer, deren Sätze
       so rasch steigen, daß das große Kapital dabei zugrunde geht; wenn
       die Demokraten die Regulierung der Staatsschulden verlangen, ver-
       langen die  Arbeiter den Staatsbankerott. Die Forderungen der Ar-
       beiter werden  sich also überall nach den Konzessionen und Maßre-
       geln der Demokraten richten müssen.
       Wenn die deutschen Arbeiter nicht zur Herrschaft und Durchführung
       ihrer Klasseninteressen  kommen können, ohne einen längeren revo-
       lutionären Entwicklungsgang  durchzumachen, so  haben sie diesmal
       wenigstens die Gewißheit, daß der erste Akt dieses bevorstehenden
       revolutionären Schauspiels  mit dem  direkten Siege ihrer eigenen
       Klasse in  Frankreich zusammenfällt und dadurch sehr beschleunigt
       wird.
       Aber sie  selbst müssen  das meiste  zu ihrem endlichen Siege da-
       durch tun,  daß sie  sich über  ihre Klasseninteressen aufklären,
       ihre selbständige  Parteistellung sobald  wie möglich  einnehmen,
       sich durch  die heuchlerischen  Phrasen  2*)  der  demokratischen
       Kleinbürger keinen  Augenblick an  der unabhängigen  Organisation
       der Partei  des Proletariats  irremachen lassen.  Ihr Schlachtruf
       muß sein: Die Revolution in Permanenz.
       London, im März 1850
       
       Nach: Karl Marx,
       "Enthüllungen über den Kommunisten-Prozeß zu Köln".
       Neuer Abdruck, mit Einleitung von Friedrich Engels,
       und Dokumenten, Hottingen-Zürich 1885.
       -----
       1*) (1852) für  Staatsrechnung anzukaufen  - 2*) (1852) Verbrüde-
       rungsphrasen
       

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