Quelle: MEW 8 August 1851 - März 1853


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       #208#
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       Friedrich Engels
       
       England [119]
       
       I
       
       Die englischen  Whigs haben entschieden Unglück. Kaum ist Palmer-
       ston abgesetzt,  weil er  "England ohne  einen Bundesgenossen, ja
       ohne einen  Freund auf  dem Kontinent von Europa gelassen hatte",
       kaum ist  der erste  Skandal über diese Absetzung vorüber, so er-
       tönt die  ganze Presse  von Kriegsgeschrei  und bringt bei dieser
       Gelegenheit einen  Wust von  schlechter Verwaltung im Kriegs- und
       Marinedepartement ans  Tageslicht, hinreichend, um mehr als einem
       Ministerium den Hals zu brechen.
       Schon seit 1846 war von verschiedenen Militärs die Aufmerksamkeit
       des Landes  auf die Möglichkeit einer Invasion Englands bei einem
       Kriege mit  Frankreich geleitet  worden. Die Gefahr eines solchen
       Kriegs lag indes damals zu fern, und die donquichottische Manier,
       in der  diese ersten Alarmisten auftraten, erregte nur Gelächter.
       Namentlich war  es der  General Head, der sich seit jener Periode
       durch seine  fortwährenden Aufrufe  an die  Nation zur Vermehrung
       der nationalen Verteidigungsmittel eine nicht eben beneidenswerte
       Zelebrität erwarb. Es ist dabei freilich auch nicht zu vergessen,
       daß der  alte Wellington ebenfalls die bestehenden Küstenbefesti-
       gungen für höchst ungenügend erklärte.
       Der Staatsstreich  Louis-Napoleons gab  indessen  dieser  Debatte
       plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Daß die französische Militär-
       diktatur, die  Parodie des  Konsulats,  aller  Wahrscheinlichkeit
       nach Frankreich  in Krieg verwickeln müsse, und daß eine Revanche
       für Waterloo  unter diesen  Umständen sehr leicht versucht werden
       könne, begriff John Bull sofort. Die letzten Heldentaten der eng-
       lischen Kriegsmacht  waren eben nicht sehr glänzend; am Kap sieg-
       ten die  Kaffern fortwährend,  und selbst an der Sklavenküste war
       ein englischer Landungsversuch, trotz europäischer Taktik und Ka-
       nonen, von  nackten Negern sehr empfindlich zurückgeschlagen wor-
       den. [120]  Was sollte  erst aus  den englischen  Truppen werden,
       wenn  sie  mit  den  weit  gefährlicheren  "Afrikanern"  aus  der
       algierischen Schule in Konflikt kämen?
       
       #209# England
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       Und wer  konnte dafür einstehn, daß ein so unskrupulöser Abenteu-
       rer wie  Louis Bonaparte nicht eines Morgens ohne die langweilige
       Förmlichkeit einer  Kriegserklärung mit  zehn bis zwölf Steamers,
       schon mit  Truppen bepackt,  und einem  Dutzend Linienschiffe  in
       zweiter Linie,  an der  englischen  Küste  erscheinen  und  einen
       Marsch auf London versuchen werde?
       Die Sache  war allerdings ernsthaft; die Regierung gab sofort Be-
       fehle zur  Errichtung neuer  Batterien an  den Einfahrten  zu den
       großen Häfen der Süd-und Südostküste. Aber auch das Publikum nahm
       die Sache  ernsthaft, und  zwar in einer Weise, die der Regierung
       sehr unangenehm  zu werden  droht. Man  erkundigte sich vor allen
       Dingen nach  dem Stand  der disponiblen Kräfte, und man fand, daß
       in diesem  Augenblick, selbst mit möglichster Entblößung Irlands,
       zur Verteidigung von Großbritannien nicht mehr als 25000 Mann und
       36 bespannte  Kanonen disponibel zu machen seien und daß, was die
       Flotte angeht,  gegenwärtig   n i c h t   e i n  S c h i f f  von
       Bedeutung in  den Häfen  segelfertig ist, um eine Landung zu ver-
       hindern. Man fand, was schon der Kaffernkrieg bewiesen hatte, daß
       die Equipierung  der britischen Soldaten ihre Beweglichkeit lähmt
       und durchaus  unpraktisch ist;  man fand, daß ihre Waffen keines-
       wegs denen der übrigen europäischen Armeen gleichkommen, daß kein
       Soldat in  England ein  Gewehr besitzt, das der preußischen Zünd-
       nadelmuskete oder der Büchse der französischen Schützen und Jäger
       nur im  entferntesten gewachsen ist. Man entdeckte im Verprovian-
       tierungs-Departement der  Flotte die  kolossalsten  Skandale  und
       Vernachlässigungen, und  alles das wurde von Alarmisten und Stel-
       lenjägern noch ins Tollste übertrieben.
       Die Sache  scheint zunächst nur die englischen Aristokraten, Ren-
       tiers und  Bourgeois anzugehn, die zuerst von einer französischen
       Invasion und  etwaigen Eroberung  zu leiden  hätten. Aber  es ist
       nicht zu vergessen, daß die unabhängige Entwicklung Englands, die
       langsame, aber  gründliche Auskämpfung  des hier in vollster Aus-
       bildung bestehenden Gegensatzes zwischen Bourgeoisie und Proleta-
       riat, für die Gesamtentwicklung Europas von der höchsten Wichtig-
       keit ist. Mag diese eigentümlich methodische Entwicklung Englands
       auch momentan,  wie 1848  und früher  von 1793  an, den  momentan
       siegreichen Revolutionären  des Kontinents manchmal im Wege sein,
       so hat  sie doch  im Grunde  weit mehr  revolutionären Inhalt als
       alle diese  kontinentalen, vorübergehenden  Kämpfe zusammengenom-
       men. Während  die große  französische Revolution an der Eroberung
       Europas scheiterte, revolutionierte England mit der Dampfmaschine
       die Gesellschaft,  eroberte den  Weltmarkt, verdrängte  mehr  und
       mehr alle  historisch überkommenen Klassen von der Herrschaft und
       bereitete das  Terrain vor für den großen Entscheidungskampf zwi-
       schen dem industriellen Kapitalisten und dem industriellen Arbei-
       ter.
       
       #210# Friedrich Engels
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       Es war für die ganze europäische Entwicklung von der höchsten Be-
       deutung, daß Napoleon nie dazu gelangte, von Boulogne nach Folke-
       stone 150 000 Mann zu werfen und mit den Veteranen der republika-
       nischen Armeen England zu erobern. Während der Restaurationszeit,
       wo der  Kontinent den von Béranger so treffend geschilderten Myr-
       midonen der Legitimität [121] auf Gnade und Ungnade überantwortet
       war, kam  in England die altreaktionäre, die Torypartei durch das
       schon sehr bürgerliche Ministerium Canning zu ihrer ersten großen
       Disruption und wurde von Canning und später Peel jene stufenweise
       Unterminierung der englischen Verfassung begonnen, die seitdem so
       ununterbrochen fortgeführt worden ist und die in sehr kurzer Zeit
       zu dem  Punkt gelangen  muß, wo  das ganze  morsche  Gebäude  mit
       lautem Krachen  zusammenstürzt. Diese  Unterminierung  der  alten
       englischen Institutionen und die ihr zum Grunde liegende fortwäh-
       rende Revolutionierung  der englischen  Gesellschaft  vermittelst
       der großen  Industrie geht  ihren Gang  ruhig weiter, unbekümmert
       darum, ob  auf dem  Kontinent momentan  die Revolution siegt oder
       die Kontrerevolution;  und wenn sie langsam geht, so geht sie da-
       für auch  sicher und tut nie einen Schritt zurück. Die Niederlage
       der Chartisten  am 10.  April 1848  [36] war  ausschließlich eine
       Niederlage und  entschiedne Zurückweisung des auswärtigen politi-
       schen Einflusses;  nicht kontinentale politische Erschütterungen,
       sondern universelle  Handelskrisen, direkte  materielle  Schläge,
       die die  Existenz jedes  einzelnen in  Frage  stellen,  sind  die
       großen Hebel  der englischen Entwicklung. Und jetzt, wo die defi-
       nitive Entfernung  aller traditionellen  Klassen von  der politi-
       schen Herrschaft durch die industrielle Bourgeoisie und damit der
       Anbruch des entscheidenden Schlachttages zwischen ihr und dem in-
       dustriellen Proletariat  sich durch  die unzweifelhaftesten  Sym-
       ptome als  nahe bevorstehend  ankündigt, jetzt  wäre eine Störung
       dieser Entwicklung, eine auch nur momentane Unterjochung Englands
       durch die  beutegierigen Prätorianer des 2. Dezember [79] von den
       schlimmsten Folgen für die ganze europäische Bewegung. In England
       allein hat  die Industrie solche Dimensionen gewonnen, daß in ihr
       sich das  ganze nationale Interesse, alle Lebensbedingungen aller
       Klassen konzentrieren. Die Industrie, das ist aber einerseits die
       industrielle Bourgeoisie,  andrerseits das  industrielle Proleta-
       riat, und um diese entgegengesetzten Klassen gruppieren sich mehr
       und mehr  alle andern  Bestandteile der  Nation. Hier also, wo es
       sich nur  noch darum handelt, wer herrschen soll, die industriel-
       len   K a p i t a l i s t e n  oder die industriellen  A r b e i-
       t e r,  hier ist, wenn irgendwo, das Terrain, wo der Klassenkampf
       in seiner  modernen Form  entschieden  werden  kann  und  wo  das
       industrielle Proletariat  einerseits die  Kraft zur Eroberung der
       politischen Herrschaft  besitzt und  andrerseits die  materiellen
       Mittel,
       
       #211# England
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       die Produktivkräfte  vorfindet, die ihm eine totale gesellschaft-
       liche Revolution  und schließliche  Beseitigung des Klassengegen-
       satzes möglich machen. Und daß diese Richtung der englischen Ent-
       wicklung auf  die höchste  Steigerung des  Gegensatzes der beiden
       industriellen Klassen  und auf  die  schließliche  Besiegung  der
       herrschenden durch  die  unterdrückte  Klasse  nicht  durch  eine
       fremde Unterjochung  abgelenkt, in  ihrer Energie  geschwächt und
       der Entscheidungskampf  auf unbestimmte Zeit vertagt werde, daran
       hat die ganze proletarische Partei Europas allerdings das höchste
       Interesse. Wie stehen also die Chancen?
       Vor allen Dingen ist ein Land wie Großbritannien, das ohne Irland
       22 Millionen  und mit  Irland 29 Millionen Einwohner zählt, nicht
       durch einen Handstreich zu nehmen. Die Alarmisten führen das Bei-
       spiel Karthagos an, das, seine Flotten und Armeen in den entfern-
       testen Besitzungen zerstreuend, einem Handstreich der Römer zwei-
       mal erlag.  Aber abgesehen  von den  ganz veränderten Bedingungen
       der Kriegführung, war die afrikanische Landung der Römer im zwei-
       ten Punischen  Kriege [122]  erst möglich,  nachdem die Blüte der
       karthagischen Armeen  in Spanien  und Italien  vernichtet und die
       punischen Flotten  vom Mittelmeer  verjagt waren; der Handstreich
       war kein  Handstreich, sondern eine sehr solide militärische Ope-
       ration, die  ganz natürliche Krönung eines langen und schließlich
       für Rom  dauernd günstigen Krieges. Und der dritte Punische Krieg
       war kaum  ein Krieg, er war eine pure Unterdrückung des Schwäche-
       ren durch  den zehnmal  Stärkeren; er  war ungefähr wie Napoleons
       Konfiskation der  Republik Venedig  [123]. Vorderhand steht indes
       weder Frankreich da, wo es 1797 stand, noch sieht England dem un-
       tergehenden Venedig ähnlich.
       Napoleon hielt  wenigstens 150 000  Mann für nötig, um England zu
       erobern. Damals hatte England zwar viel mehr disponible Soldaten,
       aber auch  viel weniger  Bevölkerung und industrielle Ressourcen.
       Und heutzutage,  mag die  momentan disponible Macht der Engländer
       noch so  unbedeutend sein,  gehören  noch  wenigstens  ebensoviel
       dazu, um  England zu  erobern. Ein Blick auf die Karte zeigt, daß
       jede in  England gelandete  Invasionsarmee wenigstens  bis an die
       Tees, die  Tyne oder gar den Tweed voranmarschieren muß; hält sie
       an einem  früheren Punkt,  so bleiben die gesamten Ressourcen der
       Industriebezirke in  den Händen der Verteidiger, und sie hat, ge-
       gen die  stets wachsenden  Kräfte dieser letzteren, Linien zu be-
       setzen, die  an militärischen  markierten Zügen unendlich arm und
       für ihre  Mittel viel  zu ausgedehnt sind. Das Gebiet südlich von
       den oben  genannten Flüssen,  d.h. das eigentliche England, zählt
       aber 16  Mill. Einwohner  und verlangt für die Sicherung der Ver-
       bindungen, für die Belagerung resp. Besatzung der Küstenfestungen
       
       #212# Friedrich Engels
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       und für  die Niederhaltung  der unvermeidlichen nationalen Insur-
       rektion solche  Detachierungen, daß zu aktiven Operationen an der
       schottischen Grenze  nur sehr wenig disponibel bleiben würde. Und
       daß weniger als 150 000 Mann bei der besten Direktion England er-
       obern und  [sich] gegen Aufstand im Innern und regelmäßigen Krieg
       von Schottland  und Irland  her behaupten können, ist nicht anzu-
       nehmen.
       Nun sind  mit Hülfe  frischer Aushebungen und geschickter Konzen-
       trierung 150 000  Mann schon  an irgendeinem  Punkt der französi-
       schen Nordküste zu konzentrieren, allein ein bis zwei Monate ver-
       gehen doch  wenigstens darüber.  Und in  dieser Zeit kann England
       teils durch  Herbeiziehung der  Tajoflotte [124]  und der  Dampf-
       schiffe andrer  naher Stationen,  teils durch Mobilmachung der in
       den Häfen abgetakelt liegenden Schiffe eine ganz respektable See-
       macht im Kanal konzentrieren, während innerhalb eines Monats spä-
       ter sämtliche  Dampfschiffe und ein Teil der Segelschiffe von den
       atlantischen Stationen  und von  Malta und  Gibraltar an  Ort und
       Stelle sein  können. Die Landungsarmee müßte also, wenn nicht auf
       einmal, doch in wenigen großen Détachements hinüberbefördert wer-
       den, da  früher oder  später eine Unterbrechung der Kommunikation
       mit Frankreich  jedenfalls eintritt. Wenigstens 50000 Mann müßten
       auf einmal,  also die  ganze Armee  in drei  Überfahrten gelandet
       werden können.  Und zwar können dabei die Kriegsschiffe gar nicht
       oder nur  in beschränkterem  Grade zum  Truppentransport verwandt
       werden, da  sie die  englische Flotte  abzuwehren haben.  Und die
       Transportmittel für  50000 Mann  nebst der nötigen Artillerie und
       Munition bringt  Frankreich in  seinen Kanalhäfen, selbst wenn es
       Embargo auf die neutralen Schiffe legt, in sechs Wochen nicht zu-
       sammen. Jeder  Tag aber,  um den  die Expedition verschoben wird,
       ist ein  neuer Vorteil  für England,  das nur  Zeit gebraucht, um
       seine Flotten zu konzentrieren und seine Rekruten einzuüben.
       Wenn aber  die Rücksicht  auf die englische Flotte verbietet, die
       Landungsarmee von  150000 Mann in mehr als drei Détachements her-
       überzubefordern, so muß die Rücksicht auf die englische Landmacht
       jedem soliden  Militär verbieten,  sich mit nicht mehr als 50 000
       Mann auf  einmal nach England zu wagen. Wir haben gesehen, daß im
       für die Invasion günstigsten Fall den Engländern ein bis zwei Mo-
       nate Zeit  zur Vorbereitung  bleiben; man müßte sie schlecht ken-
       nen, wenn man ihnen nicht zutraute, in dieser Zeit eine Landarmee
       zu  organisieren,  die  eine  Avantgarde  von  50 000  Mann  ohne
       Schwierigkeiten in die See werfen müßte, ehe Sukkurs ankömmt. Man
       bedenke, daß die Einschiffung nur zwischen Cherbourg und Boulogne
       und die  Landung nur zwischen der Insel Wight und Dover, d.h. in-
       nerhalb eines  Küstenstrichs stattfinden  kann, der nirgends über
       vier gute Tagemärsche von London
       
       #213# England
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       liegt. Man  bedenke, daß  Einschiffung und  Landung von  Wind und
       Flut abhängt,  daß die  englische Flotte im Kanal Widerstand lei-
       stet und  daß deshalb  zwischen der  ersten und  zweiten  Landung
       vielleicht acht  bis zehn  Tage, jedenfalls vier verfließen, denn
       die Masse  der Truppen muß auf Segelschiffen transportiert und an
       der ganzen  Küste von Cherbourg bis Boulogne zusammengelesen wer-
       den; ein  "Lager von  Boulogne" [125]  läßt sich aus dem Stegreif
       nicht herstellen.  Unter diesen  Umständen wird  schwerlich etwas
       gewagt werden,  bis wenigstens 70 000-80 000 Mann auf einmal hin-
       übergeworfen werden  können, und  dazu sind  die  Transportmittel
       erst zu  schaffen, was wieder Zeit erfordert. Da aber die Vertei-
       digungsmittel Englands in jeder Woche, um die die Expedition ver-
       schoben wird,  rascher wachsen  als die Transport- und Seekriegs-
       mittel des  Feindes, so wird die Stellung der Angreifer immer un-
       günstiger; sie werden bald dahin kommen, daß sie nichts riskieren
       können, solange  sie nicht 150 000 Mann auf einmal hinüberbringen
       können, und  selbst diese  werden dann solchen Widerstand finden,
       daß sie  ohne Nachschickung  einer Reserve von gegen 100 000 Mann
       sicher auf schließliche Vernichtung rechnen können.
       Mit einem  Wort, die  Eroberung Englands  läßt sich  durch keinen
       Handstreich bewerkstelligen.  Wenn sich  der ganze Kontinent dazu
       vereinigte, er brauchte schon zur Herstellung und Herbeischaffung
       der Transportmittel allein ein Jahr - mehr als England nötig hat,
       um seine Küsten in Verteidigungszustand zu setzen, eine Marine zu
       konzentrieren, die allen vereinigten Kontinentalflotten gewachsen
       wäre und ihre Vereinigung unmöglich machen könnte, und eine Armee
       zu versammeln,  die jedem Feind den Aufenthalt auf englischem Bo-
       den unmöglich machen würde.
       Das Nationalgefühl der Engländer ist grade in diesem Moment höher
       gesteigert als  je seit 1815, und die ernstliche Gefahr einer In-
       vasion würde  ihm noch  einen ganz  andern Aufschwung geben. Dazu
       ist die großbritannische Bevölkerung keineswegs so unmilitärisch,
       wie man sie darstellt; die Bourgeoisie, die Kleinbürgerschaft und
       das Proletariat  der großen  Städte sind  allerdings weit weniger
       mit der Feuerwaffe vertraut und daher zum Bürgerkrieg weniger ge-
       eignet als die entsprechenden Klassen auf dem Kontinent. Aber die
       Bevölkerung im  ganzen hat  viel kriegerischen  Geist und enthält
       sehr brauchbare  militärische Elemente. Nirgends gibt es mehr Jä-
       ger  und  Wilddiebe,  d.h.  halbfertige  leichte  Infanterie  und
       Scharfschützen; und die 40 000-50 000 Mechaniker und Maschinenar-
       beiter sind für die Waffenwerkstätten, für die Artillerie und den
       Geniedienst besser vorbereitet als irgendeine gleiche Zahl ausge-
       suchter Leute  in einem  beliebigen Kontinentalstaat. Das Terrain
       selbst, bis  nahe an  die schottische Grenze von großen militäri-
       schen
       
       #214# Friedrich Engels
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       Charakterzügen fast  ganz entblößt,  ist bis ins kleinste kupiert
       und für  den kleinen  Krieg wie gemacht. Und wenn bisher der Gue-
       rillakrieg nur in verhältnismäßig dünnbevölkerten Ländern von Er-
       folg begleitet  war, so könnte grade England im Fall eines ernst-
       lichen Angriffs  den Beweis  liefern, daß er in sehr dicht bevöl-
       kerten Ländern, z.B. in dem fast ununterbrochenen Häuserlabyrinth
       von Lancashire und West-Yorkshire auch bedeutendere Resultate ha-
       ben kann.
       Was einen  Handstreich zur  Plünderung von  reichen Hafenstädten,
       zur Zerstörung  von Magazinen pp. angeht, so ist im gegenwärtigen
       Augenblick England  dem allerdings  ausgesetzt. Die Befestigungen
       sind kaum  der Rede wert. Man kann, solange keine Schiffe in Spi-
       thead liegen, ganz ruhig bis an den Eingang von Southampton Water
       fahren und  eine hinreichende Truppenzahl landen, um in Southamp-
       ton eine beliebige Kontribution einzutreiben. Woolwich kann viel-
       leicht momentan  besetzt und  zerstört werden,  obwohl dazu schon
       mehr gehört.  Liverpool ist  nur gedeckt  durch eine  erbärmliche
       Batterie von  18 eisernen  Schiffskanonen, an  denen weder Visier
       noch Korn  ist und die von acht oder zehn Artilleristen und einer
       halben Kompanie  Infanterie bedient werden. Aber mit Ausnahme von
       Brighton liegen  alle bedeutenden  englischen Seestädte in tiefen
       Meerbusen oder  hoch hinauf  an Flüssen und haben natürliche Ver-
       schanzungen an Sandbänken und Felsen, mit denen nur die einheimi-
       schen Piloten  vertraut sind.  Wer hier ohne Lotsen in diesen en-
       gen, für große Schiffe meist nur während der Flut fahrbaren Kanä-
       len seinen  Weg sucht, der riskiert mehr dort zurückzulassen, als
       er Aussicht  hat fortzuschleppen,  und  dergleichen  Expeditionen
       würden bei  einigem Widerstand und bei dem geringsten unvorherge-
       sehenen Hindernis ein ebenso schlechtes Ende nehmen wie die däni-
       sche Expedition  gegen Eckernförde  1848 [126].  Dagegen ist eine
       momentane Landung von 10 000-20 000 Mann auf Dampfschiffen in ir-
       gendeinem ländlichen  Bezirk und  eine kurze,  aber notwendig von
       wenig positiven Resultaten begleitete Plünderungsexpedition gegen
       kleine Landstädte  allerdings sehr  leicht ausführbar  und  jetzt
       durchaus nicht zu verhindern.
       Alle diese  Befürchtungen hören  indes von selbst auf, sobald die
       Tajoflotte, die  nordamerikanische Eskadre  und ein Teil der zwi-
       schen Brasilien und Afrika den Sklavenschiffen nachjagenden Damp-
       fer nach  England zurückberufen  und zu  gleicher Zeit die in den
       Kriegshäfen abgetakelt  liegenden Schiffe  mobil gemacht  werden.
       Das würde hinreichen, um Handstreiche unmöglich zu machen und je-
       den ernstlicheren  Invasionsversuch auf solange hinauszuschieben,
       daß England Zeit für die nötigen weiteren Maßregeln behält.
       
       #215# England
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       Inzwischen hat  der Alarm die gute Folge, daß die lächerliche Po-
       litik aufhören wird, die im Mittelmeer 800, im Atlantischen Ozean
       1000, im Stillen und im Indischen Meer je 300 schwimmende Kanonen
       unterhält, während  zu Hause  kein Schiff die Küsten schützt; und
       die mit  Negern und  Kaffern endlose und ruhmlose Kriege anfängt,
       während die Truppen in der Heimat am nötigsten sind. Die unbehol-
       fene, schwere  und in  jeder Beziehung  veraltete Equipierung und
       Bewaffnung der  Armee, die  grenzenlose Sorglosigkeit und Noncha-
       lance in  der Kriegs-  und Marineverwaltung,  der kolossale Nepo-
       tismus, die  Bestechung und  die Unterschleife in diesen Departe-
       ments werden mehr oder weniger beseitigt werden. Die industrielle
       Bourgeoisie wird endlich den Friedenskongreß- und Friedensgesell-
       schaftsschwindel [127]  los werden,  der sie so vielem verdienten
       Spott aussetzte  und der  ihrem politischen Vorankommen und damit
       der ganzen  englischen  Entwicklung  soviel  geschadet  hat.  Und
       sollte es  zum Kriege kommen, so kann es bei der bekannten, jetzt
       mehr als je im Flor stehenden Ironie der Weltgeschichte sich sehr
       leicht ereignen,  daß die  Herren Cobden und Bright in ihrer dop-
       pelten Eigenschaft  als Mitglieder  der Friedensgesellschaft  und
       als Minister der nächsten Zukunft einen hartnäckigen Krieg, viel-
       leicht mit dem ganzen Kontinent zu führen hätten.
       Manchester, 23.Januar 1852
       
       II
       
       Am nächsten  Dienstag, 3.  Februar, tritt das Parlament zusammen.
       Von den  drei Hauptfragen,  die seine  ersten Debatten  ausfüllen
       werden, haben  wir bereits  zwei kurz  besprochen: die Entlassung
       Palmerstons [128]  und  die  Verteidigungsmittel  im  Fall  eines
       Kriegs mit  Frankreich. Es  bleibt die  dritte, für die englische
       Entwicklung bei weitem wichtigste: die  W a h l r e f o r m.
       Die von  Russell gleich anfangs vorzulegende neue Reformbill wird
       Gelegenheit genug  bieten, auf die allgemeine Bedeutung der Wahl-
       reform in  England näher  einzugehn. Für heute, wo es nur auf die
       Mitteilung und  Erläuterung einiger  Gerüchte über diese Bill an-
       kommt, wird  die Bemerkung  genügen, daß  es sich  bei der ganzen
       Frage zunächst  einzig darum  handelt, wieviel  die  reaktionären
       oder stabilen  Klassen, d.h. also die Grundaristokratie, die Ren-
       tiers, die  Börsenspekulanten, die Grundbesitzer in den Kolonien,
       die Schiffsreeder  und ein  Teil der  Kaufleute und Bankiers, von
       ihrer politischen Macht behalten und wieviel sie an die industri-
       elle Bourgeoisie,
       
       #216# Friedrich Engels
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       die an  der Spitze  aller progressiven und revolutionären Klassen
       steht, abgeben sollen. Vom Proletariat ist hier einstweilen keine
       Rede.
       Die "Daily  News" [129],  das Londoner  Organ  der  industriellen
       Bourgeoisie und in dergleichen Sachen eine gute Quelle, teilt ei-
       nige Nachrichten  mit über die neue Reformbill des Whigministeri-
       ums. Nach  dieser Mitteilung  würden die  beabsichtigten Reformen
       drei Seiten des bisherigen englischen Wahlsystems berühren.
       Bisher mußte  jedes Parlamentsmitglied,  ehe es zugelassen wurde,
       einen Grundbesitz  von wenigstens  300 Pfd.  Sterling nachweisen.
       Diese Bedingung, in vielen Fällen genannt, wurde indes fast immer
       durch Scheinkäufe  und Scheinkontrakte umgangen. Sie war, was die
       industrielle Bourgeoisie betrifft, längst unwirksam geworden; sie
       soll jetzt  ganz fallen.  Ihre Abschaffung  ist einer  der "sechs
       Punkte" der  proletarischen Volks-Charte [130], und es ist inter-
       essant zu  sehn, wie  bereits einer dieser sechs Punkte (sie sind
       alle sechs  sehr bürgerlich  und sind  in den Vereinigten Staaten
       schon durchgeführt) offiziell anerkannt wird.
       Bisher war das Wahlrecht in folgender Weise organisiert: Nach al-
       ter englischer  Sitte schickten  die counties  1*) den einen, die
       Städte den  andern Teil  der Abgeordneten.  Wer in  einer  county
       stimmen wollte, mußte entweder volles, unabhängiges Grundeigentum
       (freehold property)  vom jährlichen  Wert von 2 Pfd. Sterling be-
       sitzen oder Grundeigentum vom jährlichen Wert von 50 Pfd. St. ge-
       pachtet haben.  In den  Städten dagegen war jeder Wähler, der ein
       Haus bewohnte,  das 10  Pfd. St.  Miete trug  und nach Verhältnis
       dieses Betrags  die Armensteuer zahlte. Während hierdurch in den-
       jenigen Städten,  die Abgeordnete schickten, die Masse der Klein-
       händler und  Handwerksmeister, d.h.  die ganze  Kleinbürgerschaft
       zum Wahlrecht  zugelassen war,  hatten in  den County-Wahlen  die
       tenants at  will der  Aristokratie, d.  h. die Pächter, denen von
       Jahr zu Jahr gekündigt werden konnte und die daher ganz von ihren
       Grundherren abhängig  waren, die  ungeheure Majorität. Im vorigen
       Jahr schlug  Herr Locke  King vor,  den Satz  von 10 Pfd. St. für
       Mieten, der  in den Städten galt, auch auf die counties auszudeh-
       nen und  erhielt für  diesen Vorschlag in einem dünnen Hause eine
       starke Majorität  gegen die  Minister. Wie  es heißt,  soll jetzt
       Russell vorhaben,  den Satz  für die Grafschaften auf 10 Pfd. und
       für die  Städte auf  5 Pfd. herabzusetzen. Die Wirkung einer sol-
       chen Maßregel würde sehr bedeutend sein. In den Städten würde da-
       mit der  besser bezahlte  Teil des Proletariats sofort das Stimm-
       recht erlangen, und damit wäre in einigen großen Städten die Wahl
       chartistischer Repräsentanten
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       1*) Grafschaften
       
       #217# England
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       sehr wahrscheinlich gemacht, während in den mittleren und kleine-
       ren Städten die industrielle Bourgeoisie enormen Zuwachs an Stim-
       men und  an Sitzen  im Parlament erhalten würde. Und in den coun-
       ties würden  auf einmal die sämtlichen Kleinbürger und Mittelbür-
       ger der  nicht besonders  repräsentierten Landstädtchen zum Wahl-
       recht zugezogen;  sie würden  die überwiegende  Majorität in  den
       meisten Fällen  ausmachen und  durch ihre Masse und verhältnismä-
       ßige  Unabhängigkeit   gegenüber  den   jetzt  die  counties  be-
       herrschenden paar  großen Adelsfamilien dem bisherigen Wahlterro-
       rismus dieser  Magnaten ein  Ende machen. Diese ländlichen Klein-
       bürger verfallen  dazu schon  jetzt mehr und mehr dem Einfluß der
       industriellen Bourgeoisie  und würden  ihr so  einen  bedeutenden
       Teil der counties eröffnen.
       Die Wahlbezirke  waren bisher im höchsten Grade ungleich an Größe
       und an  Bedeutung; die Zahl der Repräsentanten stand zur Zahl der
       Bevölkerung und der Wähler in gar keinem Verhältnis. Hundert oder
       zweihundert Wähler  schickten hier  ebensoviel Repräsentanten wie
       sechs- bis elftausend Wähler dort. Namentlich war diese Ungleich-
       heit groß in den Städten; und gerade die kleinen Städte mit wenig
       Wählern waren  der Sitz  der skandalösesten  Bestechung (z.B. St.
       Albans) oder  der absoluten Wahldiktatur dieses oder jenes großen
       Grundbesitzers. Nach dem Bericht der "Daily News" sollen nun acht
       der kleinsten Wahlstädte ihrer Repräsentanten beraubt und die üb-
       rigen kleinen Städte, die Parlamentsmitglieder wählen, mit andern
       benachbarten, bisher  nur in  den counties  repräsentierten Land-
       städtchen so  zusammengeworfen werden,  daß die Wählerzahl bedeu-
       tend ansehnlicher  wird. Es  ist  dies  eine  Nachahmung  des  in
       Schottland schon  seit der  Union mit  England (1707) bestehenden
       Systems der  Städtegruppen. Daß  von einer  solchen Maßregel,  so
       schüchtern sie  ist, die  industrielle Bourgeoisie ebenfalls eine
       Vermehrung ihrer  politischen Macht  erwarten darf, beweist schon
       die hervorragende  Wichtigkeit, die sie seit langer Zeit der Aus-
       gleichung der Wahldistrikte vor allen andern Fragen der parlamen-
       tarischen Reform  beilegt. Außerdem  sollen, heißt es, London und
       Lancashire, also  zwei der  Hauptsitze  der  industriellen  Bour-
       geoisie, verstärkte Vertretung im Parlament erhalten.
       Wenn Russell  wirklich vorhat,  diese Bill  vorzuschlagen, so ist
       das in  der Tat  und nach den bisherigen Erfahrungen viel für den
       kleinen Mann.  Es scheint,  daß die  Lorbeeren  Peels  ihn  nicht
       schlafen lassen  und daß  er sich  vorgenommen hat,  auch  einmal
       "kühn" zu  sein. Diese  Kühnheit ist freilich von der ganzen Zag-
       haftigkeit und  rücksichtsvollen  Bedenklichkeit  des  englischen
       Whigs begleitet  und wird,  bei dem jetzigen Stande der öffentli-
       chen Meinung  in England, niemanden kühn vorkommen als ihm selbst
       und seinen Whigkollegen. Aber nach dem Zaudern, Schwanken, Besin-
       nen, nach dem
       
       #218# Friedrich Engels
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       wiederholten und  immer erfolglosen Fühlhörner-Ausstrecken, womit
       der kleine Lord die Zeit seit dem Schluß der letzten Session aus-
       gefüllt hat,  konnte man immerhin weniger erwarten als die obigen
       Vorschläge -  vorausgesetzt nämlich,  daß er  sich  bis  Dienstag
       nicht noch eines andern besinnt.
       Die industrielle  Bourgeoisie, das  bedarf keiner  ausdrücklichen
       Erwähnung, verlangt  weit mehr  als das.  Sie verlangt household-
       suffrage, d.h.  das Wahlrecht  für jeden,  der ein  Haus oder den
       Teil eines Hauses bewohnt, wofür er zu den Kommunalsteuern heran-
       gezogen wird,  geheime Abstimmung  und eine  totale Revision  der
       Wahlbezirksverteilung, die  für gleiche  Wählerzahl und  gleichen
       Reichtum gleiche  Vertretung sichert. Sie wird hart und lange mit
       dem Ministerium  dingen und  ihm jede  mögliche Konzession abhan-
       deln, ehe  sie ihm  ihre Unterstützung verkauft. Unsre englischen
       Industriellen sind  gute Kaufleute  und werden ihre Stimmen gewiß
       zum höchsten erreichbaren Preise an den Mann bringen.
       Es zeigt sich übrigens schon jetzt, wie selbst das obige ministe-
       rielle Minimum  von Wahlreform  kein andres  Resultat haben kann,
       als die  Macht derjenigen  Klasse zu  verstärken, die jetzt schon
       der Sache  nach England  beherrscht und  mit gewaltigen Schritten
       auf die  politische Anerkennung ihrer Oberherrschaft hinarbeitet:
       die industrielle Bourgeoisie. Das Proletariat, dessen selbständi-
       ger Kampf  für seine  eignen Interessen  gegen  die  industrielle
       Bourgeoisie erst mit dem Tage beginnt, wo die politische Suprema-
       tie dieser Klasse feststeht, das Proletariat wird unter allen Um-
       ständen auch  einigen Vorteil  von dieser  Wahlreform ziehen. Wie
       groß aber  dieser Vorteil  sein wird, das hängt bloß davon ab, ob
       die Debatte  und schließliche  Feststellung der Wahlreform  v o r
       dem Hereinbrechen  der Handelskrise erfolgt oder noch in sie hin-
       einfällt; denn  das Proletariat  tritt  einstweilen  nur  in  den
       großen, entscheidenden  Momenten handelnd in den Vordergrund, wie
       das Schicksal in der antiken Tragödie.
       Manchester, 30. Januar 1852 -
       F. Engels
       
       Nach dem Manuskript.

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