Quelle: MEW 10 Januar 1854 - Januar 1855

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       #610#
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       Karl Marx
       
       [Die vier Punkte]
       
       ["Neue Oder-Zeitung" Nr. 20 vom 13. Januar 1855]
       London, 9.  Januar. Die  Wiener telegraphische  Depesche über die
       Annahme der vier Punkte [278] von seiten Rußlands bewirkte einer-
       seits ein  Steigen der Consols auf der hiesigen Börse - einen Au-
       genblick 2 1/2  p.c. über  der Rate  von Sonnabend;  andererseits
       eine wahre  Panik im  Talg-, Öl-  und Samenmarkt, wo ein baldiger
       Friedensabschluß das  Signal für  enorme Bankerotte  geben würde.
       Heute ist die Aufregung unter den Cityleuten wieder verschwunden,
       die nun  ziemlich übereinstimmend  die Unterhandlungen  über  die
       vier Punkte  als eine  zweite Auflage  der Verhandlungen über die
       "Wiener Note"  [69] betrachten.  Nach dem durchaus ministeriellen
       "Morning Chronicle"  war es   ü b e r e i l t,  von einer wirkli-
       chen Annahme  der verlangten  Garantien von  Seiten  Rußlands  zu
       sprechen. Es  habe sich  nur bereit erklärt, auf ihrer Grundlage,
       so wie sie von den drei Mächten gemeinsam interpretiert werde, zu
       unterhandeln. Die "Times" glaubt, einen Sieg der westlichen Poli-
       tik feiern zu dürfen, und erklärt bei dieser Gelegenheit:
       
       "Wir können  nicht zu  entschieden die  Annahme zurückweisen, als
       solle dieser  Krieg eine sogenannte Revision der Karte von Europa
       herbeiführen, mittelst  Eroberungen oder  Revolutionen, in  denen
       dieses Land wenigstens durchaus kein Interesse hat."
       "Die Alliierten", sagt die "Morning Post", "haben genug getan, um
       sich mit  Ehren vom Kriegsschauplatz zurückziehen zu können, wenn
       ihre Bedingungen angenommen werden."
       
       Nach der  "Daily News"  bezweckt Rußland durch Wiederaufnahme der
       Unterhandlungen, Preußens  Glauben an  seine Mäßigung zu befesti-
       gen, Zwietracht zwischen den deutschen Mächten zu schüren und das
       Verhältnis der  Westmächte zu  Österreich zu  lockern. Wichtig in
       den vier  Punkten sei nur der Zusatzartikel, wonach der Dardanel-
       lenvertrag vom 13. Juli 1841 [13] "im
       
       #611# Die vier Punkte
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       Sinne einer  Beschränkung der  russischen Seemacht  im  Schwarzen
       Meere" revidiert  werden solle.  Man munkle  in der City, daß das
       Ministerium bereit  sei, diesen Zusatzartikel fallenzulassen. Der
       "Morning  Advertiser"   endlich  erklärt,  der  letzte  russische
       Schritt sei  mit Österreich verabredet worden, um letzterem Gele-
       genheit zu geben, seine Verpflichtungen gegen die Westmächte los-
       zuwerden. Nach  einer neu eingetroffenen Depesche ist stipuliert,
       daß die  Unterhandlungen die Kriegsoperationen nicht unterbrechen
       sollen.
       
       ["Neue Oder-Zeitung" Nr. 23 vom 15. Januar 1855]
       London, 12.  Januar. Die  unbedingte Annahme  der "vier Punkte" -
       und zwar  der "vier" Punkte im Sinne der "drei" Mächte - von sei-
       ten Rußlands hat sich jetzt als ein "hoax" 1*) der "Morning Post"
       und der "Times" herausgestellt. Wir waren um so geneigter, an den
       "hoax" zu glauben, als wir aus Pozzo di Borgos geheimen, aber in-
       folge der  Warschauer Insurrektion  bekannt gewordenen Depeschent
       [279] wissen,  daß dieser Meister der Diplomatie das Prinzip auf-
       stellt:
       
       "Rußland müsse  sich in  allen Kollisionsfällen   s e i n e  e i-
       g e n e n   B e d i n g u n g e n  von den europäischen Großmäch-
       ten  a u f z w i n g e n  lassen."
       
       Und wir  können  in  den  "vier"  Punkten  nur  "vier"  russische
       P o i n t e n   erblicken. Wenn Rußland sie einstweilen nicht ak-
       zeptiert, so finden wir auch dafür die Erklärung in Meister Pozzo
       di Borgo. Rußland, erklärt er, dürfe solche scheinbare Konzessio-
       nen an den Westen nur von einem siegreichen Heerlager aus machen.
       Dies sei  nötig zur  Erhaltung des "Prestige", worauf seine Macht
       beruhe. Und bisher hat Rußland es zwar zu einem "Heerlager", aber
       noch zu  keinem "Siege" gebracht. Wäre Silistria gefallen, so wä-
       ren die  "vier Punkte"  längst aufgestellt.  Nach der "Times" und
       der "Morning  Post" waren  die "vier  Punkte" im  Sinne der "drei
       Mächte" als  Grundlage der Unterhandlungen angenommen, um von ih-
       nen als Minimum fortzuschreiten. Es stellt sich jetzt heraus, daß
       Prinz Gortschakow  sie als  ein problematisches Maximum versteht,
       von dem aus vielmehr herabgedingt werden soll, oder die überhaupt
       nur die  Bestimmung haben,  den Vorwand  zu einer zweiten "Wiener
       Konferenz" zu  liefern. Die  "Morning Post" vertraut uns heute in
       einem wichtigtuenden, diplomatisch-orakelnden Leader 2*), daß die
       einstweiligen Zusammenkünfte  der Diplomaten zu Wien nur die Vor-
       schule zur
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       1*) eine Zeitungsente - 2*) Leitartikel
       
       #612# Karl Marx
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       wirklichen Konferenz  bilden, die sich erst am 1. Februar versam-
       meln und  sicher nicht verfehlen werde, die Welt mehr oder minder
       zu überraschen.
       Gestern war  folgende Bekanntmachung  der Admiralität  in Lloyd's
       House angeschlagen:
       
       "Mit Bezugnahme  auf den  letzten Paragraph meines Briefes vom 8.
       November (1854)  , der die Mitteilung enthielt, daß die französi-
       schen und englischen Admiräle im Schwarzen Meere Befehl von ihren
       respektiven Regierungen erhalten haben, die Blockade von den Mün-
       dungen der Donau auf alle Häfen des Schwarzen Meeres und des Sees
       von Asow,  die noch  im Besitz des Feindes sind, auszudehnen, bin
       ich beordert  von den  Lords der  Admiralität, Ihnen bekanntzuma-
       chen, damit  Kenntnis davon an das kommerzielle Publikum gelange,
       daß die Regierungen von England und Frankreich ferner beschlossen
       haben, daß  die fragliche  Blockade am  und nach  dem 1.  Februar
       (1855) eintreten,  und daß  in der  Londoner 'Gazette' gebührende
       Notiz von  der Blockade der besonderen Häfen gegeben werden soll,
       sobald solche in Kraft gesetzt ist. Gez.: W.A.B. Hamilton."
       
       Hier ist denn offen eingestanden, daß die alliierten Flotten bis-
       her nur  ihre eignen Bundesgenossen an der Donaumündung, aber we-
       der die russischen Häfen im Schwarzen Meere noch im Asowschen See
       blockiert haben. Dennoch hatte das Ministerium wiederholt im Par-
       lament erklärt  - im  April, im August und Oktober -, es habe die
       "striktesten Befehle"  zur Blockade der Häfen und Küsten von Ruß-
       land gegeben.  Noch am  2I.Dezember erklärte  Lord Granville  dem
       Oberhause im Namen des Ministeriums,
       
       "daß Odessa durch fünf Kriegsschiffe blockiert sei, die beständig
       vor dem  Hafen auf-und  abkreuzten und  von denen  die  Regierung
       fortwährend Berichte erhalte".
       
       In einem  Briefe, gerichtet  an ein Tagesblatt, resümiert ein be-
       kannter englischer  Pamphletist die  Folgen der von der Koalition
       ergriffenen, oder vielmehr  n i c h t  ergriffenen Blockademaßre-
       geln dahin:
       
       "1. Die englische  Regierung liefert  von England  aus dem Feinde
       Englands die  Geldmittel, um  den Krieg gegen es fortzuführen. 2.
       Die Donau wird blockiert, um die Fürstentümer zu verarmen und uns
       selbst  die  Kornzufuhren  abzuschneiden.  3.  Odessa,  Taganrog,
       Kertsch etc.  bleiben unbelästigt,  um Verstärkungen,  Ammunition
       und Provisionen den russischen Truppen in der Krim zu liefern. 4.
       Die Scheinblockade  ruiniert unsere  Kaufleute, während  sie  die
       griechischen, russischen und österreichischen bereichert."
       
       Auch die  "Times" nimmt  von der Anzeige des Herrn Hamilton Gele-
       genheit zu  heftigen Ausfällen  auf die  "Blockadediplomatie" des
       Ministeriums. Charakteristisch  für den  Donnerer  von  Printing-
       House-Square 1*) ist, daß seine
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       1*) Platz in London, Sitz der Redaktion der "Times"
       
       #613# Die vier Punkte
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       Donner immer  post festum  1*) geschleudert  worden. Vom 26. März
       1854 bis  heute verteidigte die "Times" die "Blockadediplomatie".
       Heute, wo  ihr Gepolter  keine  ministeriellen  Maßregeln  durch-
       kreuzt, wohl  aber ihre  Popularität gewinnt,  wird sie plötzlich
       zur Hellseherin.
       Der Marineminister oder wie er hier heißt, der Erste Lord der Ad-
       miralität, Sir  James Graham,  ist auf dem Kontinente hinreichend
       bekannt wegen  jener Großtat im schwarzen Kabinette, die die Brü-
       der Bandiera aufs Schafott führte [74]. Weniger verbreitet dürfte
       die Tatsache  sein, daß Sir James Graham 1844, als der Kaiser Ni-
       kolaus an der englischen Küste landete, die ihm dargereichte kai-
       serliche Hand  nicht zu drücken, sondern nur zu küssen wagte. (S.
       "Portfolio", 2. Serie, Jahrgang 1844.)
       
       ["Neue Oder-Zeitung" Nr. 29 vom 18. Januar 1855]
       London, 15. Januar. Zur Beurteilung der vier Punkte:
       
       "Auf dem Wege der Diplomatie kann nichts weiter geschehen bis zum
       1. Februar."  (Bis zum  5. oder 6.Februar, sagt der Wiener Korre-
       spondent der  "Times".) "Unterdessen hat der Zar einen vollen Mo-
       nat vor  sich, um  seine Streitkräfte  zu bewegen, wohin er will.
       Der Monat,  gewonnen durch  die Annahme  der vier  Punkte, mag zu
       zwei Monaten  ausgeweitet werden,  indem Schritt für Schritt über
       jeden Punkt gestritten wird, wohin wahrscheinlich die Instruktio-
       nen des  russischen Gesandten  lauten, während  es keineswegs un-
       wahrscheinlich ist,  daß die  angestrengtesten  Versuche  gemacht
       werden, um Österreich mit Bedingungen zufriedenzustellen, die für
       England und Frankreich unannehmbar sind. Die drei Mächte zu tren-
       nen ist ein sehr plausibler Zweck."
       
       So die "Morning Post".
       Wichtiger als  das Hin-  und Herreden  der englischen Presse über
       die geheimen  Absichten Rußlands  ist ihr offenes Geständnis (mit
       Ausnahme natürlich  der ministeriellen Organe), daß die Grundlage
       der Unterhandlungen,  die vier  Punkte, nicht  des  Unterhandelns
       wert ist.
       
       "Als der  Kampf begann",  sagt die  "Sunday Times" [280], "suchte
       man die  Welt glauben  zu machen,  der Gegenstand, um den es sich
       handle, sei  das Aufbrechen des Russischen Reichs oder mindestens
       die Eroberung materieller Garantien für die Erhaltung des europä-
       ischen Friedens.  Zur Erreichung des einen oder des anderen Zwec-
       kes ist  nichts geschehen und wird nichts geschehen, sollte Frie-
       den auf der Grundlage der sogenannten wer  P u n k t e  geschlos-
       sen werden.  Wenn hier  von irgendeinem  Triumphe die  Rede  sein
       kann, so nur von einem Triumphe, den Rußland davongetragen hat."
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       1*) hinterher
       
       #614# Karl Marx
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       "Das Ministerium  aller Unfähigkeiten",  sagt der "Leader" [281],
       "kann nicht  über die  vier Punkte  hinauskommen; es verdient auf
       die Nachwelt  zu kommen  mit dem  Titel: Das Ministerium der vier
       Punkte. Nichts mehr von dieser langweiligen Komödie eines Krieges
       ohne Zweck!  Frieden, auf der Grundlage der vier Punkte, kann nur
       geschlossen werden  aus Furcht,  daß im  Tumulte des  Krieges die
       Völker selbst  zu wichtig werden; vielleicht auch, um die Englän-
       der zu  verhindern, die Rechte wiederzugewinnen, die Cromwell für
       sie erobert  hatte. Dies  allein könnte  das Motiv sein, die alte
       Verschwörung mit  Rußland wieder zurechtzuflicken und ihm die Er-
       laubnis zurückzugeben, unter dem Schutze der Friedensflagge seine
       Übergriffe in Europa zu erneuern."
       
       Der "Examiner"  [282], der  unter den  Wochenblättern der Mittel-
       klasse unstreitig  den ersten  Rang behauptet,  bringt einen aus-
       führlichen Artikel  über die  "Grundlage" der Friedensverhandlun-
       gen, von dem wir das Wesentliche kurz zusammenfassen.
       
       "Wenn solche  Konzessionen", heißt  es unter  anderem,  "wie  sie
       selbst aus der härtesten und strengsten Auslegung der vier Punkte
       abgeleitet werden  können, als  Äquivalente betrachtet werden für
       die Schätze,  die England  in diesem  Kampfe vergeudet,  und  das
       Blut, das  es geopfert  hat, so  war der  Kaiser von  Rußland ein
       großer Staatsmann,  als er  den Krieg  begann. Rußland soll nicht
       einmal Buße zahlen für die großen Summen, die es jährlich von uns
       erpreßt hat  durch die Nichtbeobachtung des Wiener Vertrages. Die
       Mündung der Donau, die es, gemäß der neulich veröffentlichten of-
       fiziellen Korrespondenz, durch jedes Mittel dem englischen Handel
       zu verschließen  strebte, soll  in seiner Hand bleiben. Der Punkt
       wegen der  freien Donauschiffahrt  läuft praktisch auf den Status
       quo hinaus, denn Rußland hat nie geleugnet, daß die auf die Fluß-
       schiffahrt bezüglichen Stipulationen des Wiener Vertrags auch für
       die Donau  maßgebend  sind.  Die  Abschaffung  der  Verträge  von
       Kainardschi und  Adrianopel hat  wenig auf sich, da man von allen
       Seiten übereinkommt,  daß diese  Verträge Rußland   n i c h t  zu
       den Forderungen  berechtigten, die  es an die Türkei stellt. Wenn
       wir auf  der anderen  Seite betrachten,  daß Rußland  eine der  5
       Mächte sein soll, die ein gemeinschaftliches Protektorat über die
       Donaufürstentümer und  die christlichen  Untertanen  des  Sultans
       ausüben, so  glauben wir,  daß die Vorteile, die von dieser Ände-
       rung erwartet  werden, durchaus  illusorisch sind, weil sie unbe-
       streitbar den  ungeheuren Nachteil  nach sich zieht, den Machina-
       tionen Rußlands für die  T e i l u n g  d e r  T ü r k e i  einen
       l e g a l e n   Charakter zu  geben. Man wird uns natürlich erin-
       nern, daß  die vier Punkte unter anderen Stipulationen eine Revi-
       sion des Vertrags von 1841 einschließen und zwar eine Revision im
       Interesse des  Gleichgewichts der  Mächte. Der Ausdruck ist unbe-
       stimmt und  geheimnisvoll genug,  und nach allem, was seit kurzem
       verlautet hat,  sind wir  keineswegs überzeugt, daß die beabsich-
       tigte Neuerung  nicht ungleich  drohender für  die Unabhängigkeit
       unseres Alliierten  (der Türkei)  als für  die Oberherrschaft un-
       seres  Feindes   ist...  Wir   würden  jede  Möglichkeit  solcher
       'Grundlage', wie  sie in diesem Augenblicke in Wien debattiert zu
       werden scheint,  als durchaus  unglaublich verworfen haben, hätte
       nicht Lord  John Russell,  in Antwort auf Cobdens Rede, feierlich
       im
       
       #615# Die vier Punkte
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       Parlamente erklärt,  daß die  Regierung durchaus  nicht  wünsche,
       Rußland irgendeines seiner Territorien zu berauben."
       
       Der letzte  Punkt ist  allerdings durchaus  entscheidend, da z.B.
       selbst die  Freiheit der  Donauschiffahrt  nur  gesichert  werden
       könnte, wenn Rußland das "Territorium" in den Donaumündungen ver-
       löre, dessen  es sich  bemächtigt hat, zum Teil durch den Vertrag
       von Adrianopel mit Verletzung des Londoner Vertrages von 1827 und
       zum Teil  durch einen  Ukas vom  Februar 1836  mit Verletzung des
       Vertrages von  Adrianopel [283].  Der Punkt,  den der  "Examiner"
       versäumt hervorzuheben,  bezieht sich  auf den Dardanellenvertrag
       von 1841. Dieser Vertrag unterscheidet sich von dem 1840 von Lord
       Palmerston geschlossenen  Vertrage nur  durch  den  Umstand,  daß
       F r a n k r e i c h   als kontrahierender Teil zutrat. Der Inhalt
       ist derselbe.  Noch vor  wenigen Monaten erklärte Lord Palmerston
       den. Vertrag von 1840, also auch den Dardanellenvertrag von 1841,
       für  einen   Sieg  Englands   über  Rußland   und  sich  für  den
       U r h e b e r   des Vertrags.  Wie soll  plötzlich  die    A u f-
       h e b u n g   eines Vertrags,  der ein Sieg Englands über Rußland
       war, eine  Niederlage  Rußlands  vor  England  sein?  Oder,  wenn
       England damals  von seinen  eignen Ministern  getäuscht wurde und
       g e g e n   Rußland zu  handeln glaubte,  während es  f ü r  das-
       selbe handelte,  warum nicht  jetzt? Während  der letzten  außer-
       ordentlichen  Parlamentssitzung   rief  Disraeli:   "Keine   vier
       Punkte." Aus  den obigen  Auszügen sieht  man, daß er ein Echo in
       der liberalen  Presse gefunden, die Verwunderung, daß Rußland mit
       oder ohne  Vorbehalt die  vier Punkte  angenommen, fängt  an, der
       Verwunderung Platz zu machen, daß England sie vorgeschlagen.
       

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