Quelle: MEW 15 Januar 1860 - September 1864
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Karl Marx
Die Londoner "Times" und Lord Palmerston
["New-York Daily Tribune" Nr. 6411 vom 21. Oktober 1861]
London, 5. Oktober 1861
"Das englische Volk nimmt an der Regierung seines eigenen Landes
teil, indem es die Zeitung 'The Times' liest." Diese von einem
hervorragenden englischen Autor 1*) geäußerte Meinung über das,
was man britische Selbstregierung nennt, ist nur insofern rich-
tig, als die Außenpolitik des Königreichs gemeint ist. Was Re-
formmaßnahmen im Innern betrifft, so wurden sie niemals mit Un-
terstützung der "Times" durchgeführt, sondern die "Times" hörte
niemals auf, sie anzugreifen und sich ihnen zu widersetzen, bis
sie es als völlig unmöglich einsah, deren Durchführung länger
aufzuhalten. Nehmen wir zum Beispiel die Emanzipation der Katho-
liken, die Reformbill, die Aufhebung der Korngesetze, die Stem-
pelsteuer und die Papiersteuer. [137] Wenn die Reformer den Sieg
unwiderruflich errungen hatten, schwenkte die "Times" um, verließ
das reaktionäre Lager und verstand es, sich im entscheidenden Mo-
ment auf die Seite des Gewinners zu schlagen. In allen diesen
Beispielen gab die "Times" der öffentlichen Meinung nicht die
Richtung, sondern unterwarf sich ihr, unwillig, widerstrebend und
nach langwierigen, aber fruchtlosen Versuchen, die hochgehenden
Wogen eines den Forderungen des Volkes entsprechenden Fort-
schritts zurückzutreiben. Ihr eigentlicher Einfluß auf die öf-
fentliche Meinung ist somit auf das Gebiet der Außenpolitik be-
schränkt. In keinem Teil Europas jedoch sind die Volksmassen, und
besonders die Bourgeoisie, so völlig unwissend über die Außenpo-
litik ihres eigenen Landes wie in England, eine Unwissenheit, die
aus zwei großen Quellen entspringt. Einerseits hatte seit der
glorreichen Revolution von 1688 [138] die Aristokratie
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1*) Robert Lowe
#319# Die Londoner "Times" und Lord Palmerston
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immer das Monopol, die auswärtigen Angelegenheiten Englands zu
leiten. Andererseits schwächte das Fortschreiten der Arbeitstei-
lung bis zu einem gewissen Grade den allgemeinen Intellekt der
Angehörigen der Bourgeoisie durch die Beschränkung all ihrer En-
ergien und geistigen Fähigkeiten auf die engen Sphären ihrer mer-
kantilen, industriellen und beruflichen Geschäfte. So kam es, daß
die Aristokratie in allen ihren auswärtigen oder internationalen
Angelegenheiten für sie, h a n d e l t e und die Presse für sie
d a c h t e. Aristokratie und Presse fanden sehr bald heraus,
daß es in ihrem eigenen gegenseitigen Interesse läge, sich zu
verbinden. Man braucht nur "Cobbett's Political Register" [139]
aufzuschlagen, um sich davon zu überzeugen, daß seit Beginn die-
ses Jahrhunderts die großen Londoner Zeitungen ständig die Rolle
von Anwälten für die höchstgeborenen Führer der englischen Außen-
politik spielen. Es galt jedoch, erst einige Zwischenstadien zu
durchlaufen, ehe der jetzige Stand der Dinge erreicht werden
konnte. Die Aristokratie, die das Monopol an sich gerissen hatte,
die auswärtigen Angelegenheiten zu führen, schrumpfte erst zu ei-
ner Oligarchie zusammen, die von einem geheimen Konklave reprä-
sentiert wurde, dem sogenannten Kabinett, und später wurde das
Kabinett von einem einzelnen Manne, Lord Palmerston, verdrängt,
der in den letzten dreißig Jahren die absolute Macht über die
Führung der nationalen Belange des britischen Imperiums an sich
gerissen hatte und die Linie der Außenpolitik bestimmte. Gleich-
zeitig mit dieser rechtswidrigen Anmaßung hatte infolge des Ge-
setzes der Konzentration, das auf dem Gebiet des Zeitungswesens
noch rascher wirkte als auf dem der Baumwollspinnerei, die Londo-
ner "Times" die Position der Nationalzeitung Englands errungen,
das heißt, sie repräsentierte gegenüber fremden Nationen die eng-
lische Gesinnung. Wenn das Monopol, die auswärtigen Angelegenhei-
ten der Nation zu leiten, von der Aristokratie auf ein oligarchi-
sches Konklave und von einem oligarchischen Konklave auf einen
einzelnen Mann, d e n Außenminister Englands, nämlich Lord Pal-
merston, übergegangen war, so war das Monopol, für die Nation
über ihre eigenen auswärtigen Beziehungen nachzudenken und zu ur-
teilen und in dieser Beziehung die öffentliche Meinung zu reprä-
sentieren, von der gesamten Presse auf ein Presseorgan, auf die
"Times", übergegangen. Lord Palmerston, der insgeheim und aus Mo-
tiven, die der Bevölkerung in ihrer Gesamtheit, dem Parlament und
sogar seinen eigenen Kollegen unbekannt waren, die auswärtigen
Angelegenheiten des britischen Imperiums leitete, hätte sehr dumm
sein müssen, wenn er nicht versucht hätte, sich dieser einen Zei-
tung zu bemächtigen, die das Recht an sich gerissen hatte, öf-
fentlich ein Urteil über seine eigenen geheimen Taten
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im Namen des englischen Volkes zu fällen. Die "Times", in deren
Wortschatz das Wort Tugend niemals zu finden war, müßte sich ih-
rerseits einer mehr als spartanischen Tugend rühmen können, wenn
sie sich nicht mit dem tatsächlichen, absoluten Herrscher der na-
tionalen Macht des Imperiums verbunden hätte. So wurde seit dem
französischen coup d'etat, als die Parteiherrschaft in England
durch die Herrschaft der Koalitionsparteien ersetzt wurde und
Palmerston daher keine Rivalen mehr fand, die seine Usurpation
gefährdeten, die "Times" einfach sein Sklave. Er hatte dafür ge-
sorgt, daß einige ihrer Kräfte in untergeordnete Posten des Kabi-
netts geschmuggelt wurden, und schmeichelte anderen durch ihre
Zulassung zu seinem Gesellschaftskreis. Seitdem ist das ganze Ge-
schäft der "Times", soweit es die auswärtigen Angelegenheiten des
britischen Imperiums angeht, darauf beschränkt, eine öffentliche
Meinung zu erzeugen, die Lord Palmerstons Außenpolitik gutheißt.
Sie muß die Öffentlichkeit für das vorbereiten, was er zu tun be-
absichtigt, und muß ihre Zustimmung zu dem erreichen, was er ge-
tan hat. Die sklavische Arbeit, die sie in der Ausübung dieser
Tätigkeit zu leisten hat, illustrierte am besten das Beispiel der
letzten Parlamentssession. Diese Session war für Lord Palmerston
alles andere als günstig. Einige unabhängige Mitglieder des Un-
terhauses, Liberale und Konservative, lehnten sich gegen seine
usurpierte Diktatur auf und versuchten, durch eine Enthüllung
seiner vergangenen Missetaten in der Nation ein Gefühl für die
entstehende Gefahr zu erwecken, wenn diese unkontrollierte Macht
in denselben Händen bliebe. Herr Dunlop, der den Angriff eröff-
nete, indem er die Bildung eines ausgewählten Komitees zur Prü-
fung der afghanischen Dokumente beantragte, die Palmerston 1839
dem Hause vorgelegt hatte, bewies, daß Palmerston in Wirklichkeit
diese Dokumente gefälscht hatte. [140] Die "Times" unterdrückte
in ihrem Parlamentsbericht alle Stellen in Herrn Dunlops Rede,
die für ihren Herrn zum Nachteil gereichen konnten. Später be-
schuldigte Lord Montagu in einem Antrag auf Veröffentlichung
aller Schriftstücke, die sich auf den dänischen Vertrag von 1852
[141] bezogen, Lord Palmerston, daß er die Hauptperson bei dem
Manöver gewesen sei, mit dem man beabsichtigte, die dänische
Thronfolge im Interesse einer auswärtigen Macht zu verändern, und
daß er das Unterhaus durch bewußt unrichtige Darstellungen irre-
geführt habe. Palmerston war jedoch mit Disraeli zu einer
vorherigen Verständigung gelangt; um Montagus Antrag zu
vereiteln, hob er die Sitzung auf, da das Quorum nicht vorhanden
sei, was in der Tat dem ganzen Vorgang ein Ende bereitete.
Trotzdem hatte Lord Montagus Rede anderthalb Stunden gedauert,
ehe sie dadurch abgeschnitten wurde. Da
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die "Times" von Palmerston informiert worden war, daß eine Ab-
stimmung stattfinden sollte, und ihr Redakteur, der speziell be-
auftragt war, die Parlamentsberichte zu verstümmeln und zu fäl-
schen, sich einen freien Tag gemacht hatte, erschien Lord Monta-
gus Rede in den Spalten der "Times" ungekürzt. Als man am folgen-
den Morgen den Fehler entdeckte, wurde ein Leitartikel vorberei-
tet, der John Bull informierte, daß das Aufheben einer Sitzung
wegen Abwesenheit des Quorums eine sinnreiche Einrichtung sei, um
langweilige Redner zum Schweigen zu bringen, daß Lord Montagu ein
langweiliger Schwätzer sei und daß man die Aufgaben der Nation
nicht erfüllen könnte, wenn langweilige Parlamentsredner nicht
auf einfachste Weise beiseite geschoben würden. In der letzten
Session war Palmerston wiederum einem Verhör ausgesetzt, als Herr
Hennessy beantragte, die Depeschen des Außenministeriums während
der polnischen Revolution von 1831 vorzulegen. Wiederum griff die
"Times", wie im Falle des Antrags von Herrn Dunlop, zu dem einfa-
chen Verfahren der Unterdrückung. Ihr Bericht von Herrn Hennessys
Rede ist ganz eine Veröffentlichung in usum delphini [142]. Wenn
man bedenkt, wieviel Mühe es kosten mag, die ungeheuer langen
Parlamentsberichte noch in derselben Nacht durchzusehen, in der
sie vom Unterhaus dem Zeitungsbüro zugehen, sie in derselben
Nacht zu verstümmeln, zu ändern und zu fälschen, damit nichts ge-
gen Palmerstons politische Lauterkeit gesagt wird, muß man zuge-
ben, daß, welchen Vorteil und Nutzen die "Times" auch aus ihrer
Unterwürfigkeit gegenüber dem edlen Viscount ziehen mag, ihre
Aufgabe nicht angenehm ist.
Wenn die "Times" nun imstande ist, mit falschen Angaben und Un-
terdrückung die öffentliche Meinung über solche Ereignisse irre-
zuführen, die sich erst gestern im britischen Unterhaus zugetra-
gen haben, wie unbegrenzt muß dann erst die Fähigkeit sein, irre-
zuführen und zu unterdrücken bei Ereignissen, die sich in weiter
Ferne zugetragen haben, wie im Falle des amerikanischen Krieges.
Wenn sie bei der Behandlung der amerikanischen Frage alle Kräfte
angestrengt hat, um die gegenseitigen Gefühle der Briten und Ame-
rikaner zu verbittern, so tat sie das weder aus Sympathie für die
britischen Baumwoll-Lords noch aus Rücksicht auf irgendein wirk-
liches oder angebliches englisches Interesse. Sie führte einfach
die Befehle ihres Herrn aus. Aus dem veränderten Ton der Londoner
"Times" während der letzten Woche können wir daher schließen, daß
Lord Palmerston im Begriff ist, von der äußerst feindseligen Hal-
tung Abstand zu nehmen, die er bisher gegenüber den Vereinigten
Staaten eingenommen hatte. In einem der heutigen Leitartikel
fühlt sich die "Times", die monatelang die aggressiven
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Kräfte der Sezessionisten gerühmt und sich über die Unfähigkeit
der Vereinigten Staaten ausgelassen hatte, sich mit ihnen zu mes-
sen, der militärischen Überlegenheit des Nordens völlig sicher.
Daß dieser Tenorwechsel von ihrem Herrn diktiert worden ist, wird
dadurch ganz offensichtlich, daß andere einflußreiche Zeitungen,
deren Beziehung zu Palmerston bekannt ist, gleichzeitig den Kurs
gewechselt haben. Eine von ihnen, der "Economist", gibt diesen
Krämern der öffentlichen Meinung einen ziemlich deutlichen Wink,
daß die Zeit für eine "sorgfältige Überprüfung" ihrer angeblichen
"Gefühle gegenüber den Vereinigten Staaten" gekommen sei. Die
Stelle im "Economist", auf die ich anspiele und die ich als Be-
weis für die von Palmerstons Presseleuten empfangenen neuen An-
weisungen des Zitierens wert erachte, lautet:
"In einem Punkt geben wir offen zu, daß die Nordstaatler ein
Recht haben, sich zu beklagen, und in einem Punkt sind wir auch
verpflichtet, mehr auf der Hut zu sein, als wir es vielleicht
übereinstimmend gewesen sind. Unsere führenden Presseorgane waren
nur zu bereit, Zeitungen zu zitieren und sie anzusehen, als ver-
körperten sie die Gefühle und repräsentierten den Standpunkt der
Vereinigten Staaten; Zeitungen, die wegen ihres schimpflichen
Charakters und ihres geringen Einflusses allzeit berüchtigt waren
und jetzt mehr als verdächtig sind, im Innern Sezessionisten zu
sein, unter falscher Flagge zu segeln und einen extrem nordstaat-
lichen Standpunkt vorzugeben, während sie im Interesse und wahr-
scheinlich im Sold des Südens schreiben. Wenige Engländer können
zum Beispiel mit einiger Ehrlichkeit vorgeben, den "New-York
Herald" als Repräsentanten des Charakters und der Ansichten des
nördlichen Teils der Republik anzusehen. Andererseits sollten wir
sehr darauf sehen, daß unsere gerechtfertigte Kritik an den Unio-
nisten nicht unmerklich nach und nach in Beifall für die Sezes-
sionisten und in deren Verteidigung ausartet. Die Tendenz zur
P a r t e i n a h m e ist in den Geistern allgemein sehr stark.
Wie entschieden wir auch vieles an dem Verhalten und den Worten
des Nordens ablehnen, so dürfen wir doch niemals vergessen, daß
die Trennung des Südens mit Absichten erzwungen und mit Mitteln
begonnen worden war, die unsere aufrichtigste und tiefste Mißbil-
ligung finden. Wir müssen natürlich den Schutzzoll der Union als
eine drückende und törichte Maßnahme verurteilen. Natürlich tei-
len wir den Wunsch des Südens nach niedrigen Zöllen und unbe-
schränktem Handel. Natürlich sind wir besorgt, daß die Prosperi-
tät der Staaten, die soviel Rohmaterial produzieren und so viele
Fertigwaren benötigen, nicht eine Unterbrechung oder einen Rück-
schlag erleidet. Aber gleichzeitig ist es uns unmöglich, die un-
bestreitbare Tatsache aus den Augen zu lassen, daß das wirkliche
Ziel und letzte Motiv der Sezession n i c h t darin bestand,
ihr Recht zu verteidigen, auf ihrem eigenen Gebiet Sklaven halten
zu dürfen (was die Bewohner der Nordstaaten genau so bereit wären
zuzubilligen, wie die des Südens es sind, es zu beanspruchen),
sondern die Sklaverei über ein ungeheures, unbestimmtes Gebiet
auszudehnen, das bisher von diesem Fluche frei war, aber von dem
die Pflanzer behaupteten, daß sie sich später dort gut ausbreiten
könnte. Das haben
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wir immer als unklug, als unredlich und abscheulich angesehen.
Der Zustand der Gesellschaft, der in den Südstaaten durch die In-
stitution der Sklaverei zustande gekommen ist, erscheint den eng-
lischen Gemütern abscheulicher und beklagenswerter, je mehr sie
davon erfahren. Und den Bewohnern der Südstaaten sollte klarge-
macht werden, daß kein pekuniärer oder kommerzieller Vorteil, den
England aus der Kultivierung größerer Gebiete des jungfräulichen
Bodens der Pflanzerstaaten und der neuen Gebiete, die sie bean-
spruchen, voraussichtlich ziehen könnte, unsere Ansichten über
diesen Punkt im geringsten ändern wird oder uns daran hindern
kann, unsere Ansichten zu äußern oder unser Eingreifen zu beein-
flussen oder zu hemmen, wenn ein Eingreifen notwendig oder wich-
tig werden sollte. Man nimmt an, daß sie (die Sezessionisten)
noch an der merkwürdigen Meinung festhalten, durch A u s h u n-
g e r n Frankreichs und Englands und durch die Verluste und Lei-
den, die sie sich als Folge der völligen Einstellung der amerika-
nischen Lieferungen versprechen, diese Regierungen zwingen zu
können, zu ihren Gunsten einzugreifen und die Vereinigten Staaten
zu zwingen, die Blockade einzustellen... Es besteht nicht die
geringste Chance, daß es eine der beiden Mächte auch nur einen
Augenblick für richtig halten würde, einen solchen Akt
zweifelloser und gesetzwidriger Feindseligkeit gegen die Ver-
einigten Staaten zu erwägen... Wir sind weniger vom Süden abhän-
gig als der Süden es von uns ist, wie man über kurz oder lang
entdecken wird. Wir bitten daher den Süden zu glauben, daß die
Sklaverei, solange sie existiert, mehr oder weniger eine morali-
sche Barriere zwischen uns errichten wird und daß eine schwei-
gende Zustimmung unserem Denken so fern liegt wie die Unver-
schämtheit einer offenen Einmischung; Lancashire ist nicht Eng-
land, und zur Ehre und Gesinnung unserer arbeitenden Bevölkerung
sei gesagt, daß, selbst wenn das stimmte, B a u m w o l l e
n i c h t d e r K ö n i g w ä r e."
Was ich im Augenblick zu zeigen beabsichtigte, war, daß Palmer-
ston und folglich die nach seinen Anweisungen handelnde Londoner
Presse jetzt die feindselige Haltung gegen die Vereinigten Staa-
ten aufgeben. Die Ursachen, die zu diesem revirement 1*), wie es
die Franzosen nennen, geführt haben, werde ich in einem späteren
Beitrag zu erklären versuchen. Ehe ich schließe, möchte ich noch
hinzufügen, daß das Parlamentsmitglied für Bradford, Herr
Forster, am letzten Dienstag im Saal des Bradforder Handwerker-
vereins einen Vortrag "Über den Bürgerkrieg in Amerika" hielt, in
dem er den wahren Ursprung und Charakter dieses Krieges zeigte
und erfolgreich die unrichtigen Darstellungen der Palmerston-
Presse widerlegte.
Aus dem Englischen.
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1*) Umschwung
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