Quelle: MEW 16 September 1864 - Juli 1870
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Karl Marx
Konfidentielle Mitteilung [309]
Der Russe Bakunin (obgleich ich ihn seit 1843 kenne, übergehe ich
hier alles nicht absolut zum Verständnis des Folgenden Nötige)
hatte kurz nach Stiftung der Internationale eine Zusammenkunft
mit Marx zu London. Letztrer nahm ihn dort in die Gesellschaft
auf, für welche B[akunin] nach besten Kräften zu wirken ver-
sprach. B. reiste nach Italien, erhielt dort von M[arx] die pro-
visorischen Statuten und Adresse an die arbeitenden Klassen 1*)
zugeschickt, antwortete, "sehr enthusiastisch", tat nichts. Nach
Jahren, worin man nichts von ihm hört, taucht er wieder in der
Schweiz auf. Dort schließt er sich an nicht an die Internatio-
nale, sondern an die Ligue de la Paix et de la Liberté [150].
Nach dem Kongreß dieser Friedensligue (Genf 1867) bringt B. sich
in den Vollziehungsausschuß derselben, findet hier jedoch Gegner,
die ihm nicht nur keinen "diktatorischen" Einfluß erlauben, son-
dern ihn als "russisch verdächtig" überwachen. Kurz nach dem
Brüßler Kongreß (September 1868) der Intern[ationale] hält die
Friedensligue ihren Kongreß zu Bern. Diesmal tritt B. als fire-
brand 2*) auf und - was en passant zu bemerken - hält seine De-
nunziation der okzidentalen Bourgeoisie in dem Ton, worin die
moskowitischen Optimisten die westliche Zivilisation - zur
Beschönigung ihrer eignen Barbarei - anzugreifen pflegen. Er
schlägt eine Reihe von Beschlüssen vor, die, an sich
abgeschmackt, darauf berechnet sind, den bürgerlichen Kretins
Schrecken einzujagen, und Herrn Bakunin erlauben, mit Eklat aus
der Friedensligue aus- und in die Internationale einzutreten. Es
genügt zu sagen, daß sein dem Berner Kongreß vorgeschlagnes
Programm solche Absurditäten enthält wie die "Gleichheit" der
"Klassen", "Abschaffung des Erbrechts als Anfang der sozial[en]
Rev[olution]" etc. - gedankenlose Schwätzereien, ein Rosenkranz
von hohlen Einfallen, die schauerlich zu sein prätendieren, kurz
eine insipide Improvisation, die bloß
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1*) Siehe vorl. Band, S. 14-16 - 2*) Aufwiegler
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auf einen gewissen Tageseffekt berechnet war. Die Freunde B's in
Paris (wo ein Russe Mitherausgeber der "Revue Positiviste" [310])
und London zeigen der Welt den Austritt B's aus der Friedensligue
als un événement 1*) an und künden sein groteskes Programm -
diese Olla podrida abgeschlißner Gemeinplätze - als etwas wunder-
lich Grauses und Originelles an.
B. war unterdes in die Branche Romande 2*) der Internationalen
(zu Genf) eingetreten. Es hatte Jahre gekostet, bis er sich zu
diesem Schritt entschloß. Aber es kostete noch keine Tage, bevor
Herr Bakunin beschloß, die Intern, umzuwälzen und sie in sein In-
strument zu verwandeln.
Hinter dem Rücken des Londoner Generalrats - dieser wurde erst
unterrichtet, nachdem alles anscheinlich f e r t i g war - bil-
dete er die sog. Alliance des Democrates Socialistes [311]. Das
Programm dieser Gesellschaft war kein andres als das von B. dem
Berner Friedenskongreß vorgelegte. Die Gesellschaft kündete sich
damit also von vornherein an als Propagandagesellschaft spezi-
fisch B'scher Geheimweisheit, und B. selbst, einer der unwissend-
sten Menschen auf dem Feld der sozialen Theorie, figuriert hier
plötzlich als Sektenstifter. Das theoretische Programm dieser Al-
liance war jedoch bloße Farce. Die ernste Seite lag in ihrer
praktischen Organisation. Diese Gesellschaft sollte nämlich in-
ternational sein, mit ihrem Zentralkomitee in Genf, d.h. unter
B's persönlicher Leitung. Zugleich aber sollte sie ein
"integraler" Bestandteil der Intern. Arbeiterassoziation sein.
Ihre branches 3*) sollten einerseits vertreten sein auf dem
"nächsten Kongreß" der Intern, (zu Basel) und zugleich ihren ei-
genen Kongreß neben dem ändern in Separatsitzungen abhalten etc.
etc.
Das Menschenmaterial, worüber B. zunächst verfügte, war die dama-
lige Majorität des Comité Fédéral Romand 4*) der Intern, zu Genf.
J.Ph. Becker, dessen Propagandaeifer zuweilen mit seinem Kopf
durchbrennt, wurde vorgeschoben. In Italien und Spanien hatte B.
einige Alliierte.
Der Generalrat zu London war vollständig unterrichtet. Er ließ
jedoch Bakunin ruhig vorangehn bis zu dem Augenblick, wo letztrer
genötigt war, durch J.Ph. Becker die Statuten (nebst Programm)
der Alliance des Dem. Soc. dem Generalrat zur Genehmigung zukom-
men zu lassen. Darauf erfolgte ein weitläufig motivierter Be-
scheid - ganz "richterlich" und "objektiv" gehalten, aber in sei-
nen "Erwägungsgründen" voller Ironie -, der damit schloß:
1. Der Generalrat läßt die Alliance nicht als branche der Intern,
zu.
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1*) ein Ereignis - 2*) den Romanischen Zweig - 3*) Zweiggesell-
schaften - 4*) Romanischen Föderalkomitees
#411# Konfidentielle Mitteilung
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2. Alle Paragraphen des Statuts der Alliance, die sich auf ihr
Verhältnis zur Intern, beziehn, sind für null und nichtig er-
klärt.
In den Erwägungsgründen war klar und schlagend bewiesen, daß die
Alliance nichts als eine Maschine zur Desorganisation der Int.
sei. 1*)
Dieser Schlag kam unvermutet. B. hatte bereits die "Égalité", das
Zentralorgan der französisch sprechenden Mitglieder der Int. in
der Schweiz, in sein Organ verwandelt, außerdem zu Lade sich
einen kleinen Privatmoniteur gestiftet - den "Progrès". Der
"Progrès" spielt bis heute noch diese Rolle unter Redaktion eines
fanatischen Anhängers B's, eines gewissen Guillaume.
Nach mehrwöchentlichem Bedenken schickt endlich das Zentralkomi-
tee der Alliance - unter der Signatur Perrons, eines Genfers -
Antwortschreiben an den Generalrat. Die Alliance will aus Eifer
für die gute Sache ihre selbständige Organisation aufopfern, aber
nur auf eine Bedingung hin, nämlich auf Erklärung des
Generalrats, daß er ihre "radikalen" Prinzipien anerkennt.
Der Generalrat antwortete: Es sei nicht seine Funktion, theore-
tisch über die Programme der verschiednen Sektionen zu Gericht zu
sitzen. Er habe nur zu sehn, daß in denselben nichts direkt den
Statuten und ihrem Geist Widersprechendes enthalten sei. Er müsse
daher darauf bestehn, daß aus dem Programm der Alliance die abge-
schmackte Phrase über die "égalité des classes" 2*) weggestrichen
und statt dessen "abolition des classes" 3*) gesetzt werde (was
auch geschah). Im übrigen könnten sie eintreten nach Auflösung
ihrer selbständigen intern. Organisation und nachdem sie (was no-
tabene nie geschah) dem Generalrat eine Liste über ihre sämtli-
chen branches zugestellt. 4*)
Damit war dieser incident 5*) erledigt. Die Alliance löste sich
nominell auf und blieb faktisch unter B's Leitung fortbestehn,
der zugleich das Genfer Comité Romand Fédéral 6*) der Intern. be-
herrschte. Zu ihren bisherigen Organen kam noch die "Fédéracion"
zu Barcelona hinzu (nach dem Basler Kongreß noch die
"Eguaglianza" [312] zu Neapel).
B. suchte nun seinen Zweck - die Internationale in sein Privat-
werkzeug zu verwandeln - auf andre Weise zu erreichen. Er ließ
durch unser Genfer Romanisches Komitee dem Generalrat vorschla-
gen, die "Erbschaftsfrage" auf das Programm des Basler Kongresses
zu setzen. Der Generalrat ging darauf ein, um B. direkt auf den
Kopf schlagen zu können. B's Plan war der: Indem der Basler Kon-
greß die von B. zu Bern aufgestellten "Prinzipien" (?) annimmt,
wird der Welt gezeigt, daß B. nicht zur Intern., sondern
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1*) Siehe vorl. Band, S. 339-341 -2 "Gleichheit der Klassen"- 3*)
"Abschaffung der Klassen" - 4*) siehe vorl. Band, S. 348/349 -
5*) Zwischenfall - 6*) Romanische Föderalkomitee
#412# Karl Marx
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die Intern, zu B. übergetreten ist. Einfache Konsequenz, der Lon-
doner Generalrat (dessen Gegnerschaft gegen die Aufwärmung der
vieillerie Saint-Simoniste 1*) dem B. bekannt war) muß abtreten,
und der Basler Kongreß wird den Generalrat nach Genf verlegen,
d.h. die Internationale wird der Diktatur B. anheimfallen.
B. setzte eine völlige Konspiration ins Werk, um sich die Majori-
tät auf dem Basler Kongreß zu sichern. Sogar an falschen Voll-
machten fehlte es nicht, wie die des Herrn Guillaume für Locle
etc. B. selbst bettelte sich Vollmachten von Neapel und Lyon.
Verleumdungen aller Art gegen den Generalrat wurden ausgestreut.
Den einen sagte man, das élément bourgeois 2*) wiege in ihm vor,
den ändern, er sei der Sitz des communisme autoritaire 3*) etc.
Das Resultat des Basler Kongresses ist bekannt. B's Vorschläge
drangen nicht durch, und der Generalrat blieb in London.
Der Ärger über diesen Fehlschlag - mit dessen Gelingen B. viel-
leicht allerlei Privatspekulationen verknüpft hatte in "seines
Herzens Geist und Empfindung" - machte sich in gereizten Äußerun-
gen der "Égalité" und des "Progrès" Luft. Diese Blätter nahmen
unterdes mehr und mehr die Form offizieller Orakel an. Bald wurde
diese, bald jene Schweizer Sektion der Intern, mit Bann belegt,
weil sie gegen B's ausdrückliche Vorschrift sich an der politi-
schen Bewegung beteiligt hatten etc. Endlich brach die lang ver-
haltne Wut gegen den Generalrat offen aus. "Progrès" und
"Égalité" mokierten sich, griffen an, erklärten, der Generalrat
erfüllte seine Pflichten nicht, z.B. in betreff des dreimonatli-
chen Bulletins; der Generalrat müsse sich der direkten Kontrolle
über England entledigen und neben sich ein englisches Zentralko-
mitee, das sich nur mit englischen Angelegenheiten [befasse],
gründen lassen; die Beschlüsse des Generalrats über die gefange-
nen Fenier seien eine Überschreitung seiner Funktionen, da er
sich nicht mit lokalpolitischen Fragen zu beschäftigen habe. Es
wurde ferner in "Progrès" und "Égalité" Partei für Schweitzer ge-
nommen und der Generalrat kategorisch aufgefordert, sich offizi-
ell und publiquement 4*) über die Frage Liebknecht-Schweitzer zu
erklären. Das Journal "Le Travail" (in Paris), worin die Pariser
Freunde Schweizers ihm günstige Artikel eingeschmuggelt, wurde
darüber belobt von "Progrès" und "Égalité" und in letztrer auf-
gefordert, gemeinsame Sache gegen den Generalrat zu machen.
Die Zeit war jetzt daher gekommen, wo eingeschritten werden
mußte. Folgendes ist wörtliche Kopie des Sendschreibens des Gene-
ralrats an das
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1*) des Saint-Simonistischen Kohls - 2*) bürgerliche Element -
3*) autoritären Kommunismus - 4*) öffentlich
#413# Konfidentielle Mitteilung
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Genfer Romanische Zentralkomitee. Das Dokument zu lang, um es ins
Deutsche zu übersetzen. 1*)
"Der Generalrat an den Föderalrat der romanischen Schweiz in
Genf. In seiner außerordentlichen Sitzung vom l. Januar 1870 hat
der Generalrat beschlossen:
1. Wir lesen in der 'Égalité', vom 11. Dezember 1869:
'Es ist sicher, daß der Generalrat äußerst wichtige Dinge ver-
nachlässigt... Wir erinnern den Generalrat an seine Pflichten
durch den Artikel l des Reglements: "Der Generalrat ist ver-
pflichtet, die Kongreßbeschlüsse auszuführen." ... Wir hätten ge-
nug Fragen an den Generalrat, so daß seine Antworten ein ziemlich
langes Dokument ergäben. Sie werden später kommen. In der Erwar-
tung etc.'
Der Generalrat kennt weder in den Statuten noch im Reglement
einen Artikel, der ihn verpflichtete, sich in eine Korrespondenz
oder eine Polemik mit der 'Égalité' einzulassen oder 'Fragen' ir-
gendeiner Zeitung zu 'beantworten'.
Allein der Föderalrat der romanischen Schweiz vertritt die Zweig-
gesellschaften der romanischen Schweiz vor dem Generalrat. Wenn
der Föderalrat Anfragen oder Vorwürfe an uns richtet, und zwar
auf dem einzig legitimen Wege, das heißt durch seinen Sekretär,
wird der Generalrat immer bereit sein, darauf zu antworten. Aber
der Romanische Föderalrat hat weder das Recht, seine Funktionen
an die 'Égalité und den 'Progrès' abzutreten, noch seine Funktio-
nen von diesen Zeitungen usurpieren zu lassen.
Allgemein gesprochen: die Korrespondenz des Generalrats mit den
nationalen und lokalen Komitees könnte nicht veröffentlicht wer-
den, ohne den allgemeinen Interessen der Assoziation großen Scha-
den zuzufügen.
Wenn also die anderen Organe der Internationale dem 'Progrès' und
der 'Égalité' nachahmen würden, sähe sich der Generalrat vor die
Alternative gestellt, sich entweder durch sein Schweigen vor der
Öffentlichkeit zu diskreditieren oder seine Pflichten durch eine
öffentliche Antwort zu verletzen.
Die 'Égalité hat sich dem 'Progrès' beigesellt, um den 'Travail'
aufzufordern, vom Generalrat Erklärungen zu verlangen. Das ist
beinahe eine Liga für das öffentliche Wohl!
2. Angenommen, die von der 'Égalité' gestellten Fragen gehen vom
Romanischen Föderalrat aus, so wollen wir sie beantworten, aber
nur unter
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1*) Wir bringen im folgenden das in französischer Sprache ver-
faßte Dokument in deutscher Sprache, (vgl. auch vorl. Band, S.
384-391).
#414# Karl Marx
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der Bedingung, daß solche Fragen an uns nicht wieder in dieser
Weise gestellt werden.
3. Die Frage des Bulletins.
Die Beschlüsse des Genfer Kongresses, die in das Reglement aufge-
nommen wurden, schreiben vor, daß die nationalen Komitees dem Ge-
neralrat Dokumente über die proletarische Bewegung einzusenden
haben und daß der Generalrat dann ein Bulletin in den verschie-
denen Sprachen veröffentlichen soll, 'sooft seine Mittel es ihm
erlauben'. ('As often as its means permit, the General Council
shall publish a report etc.')
Die Verpflichtung des Generalrats war demnach an Bedingungen ge-
knüpft, die niemals erfüllt wurden. Selbst die in den Statuten
vorgeschriebene statistische Untersuchung, die von mehreren auf-
einander folgenden allgemeinen Kongressen beschlossen und Jahr
für Jahr vom Generalrat verlangt wurde, ist niemals durchgeführt
worden. Was die Mittel anbelangt, so hätte der Generalrat ohne
die regionalen Beiträge aus England und ohne die persönlichen Op-
fer seiner Mitglieder schon längst aufgehört zu existieren.
So ist das vom Genfer Kongreß angenommene Reglement ein toter
Buchstabe geblieben.
Was den Kongreß zu Basel anbelangt, so hat er nicht über die Aus-
führung eines bestehenden Reglements, sondern nur über die Oppor-
tunität eines zu schaffenden Bulletins diskutiert und keinen Be-
schluß darüber gefaßt.
Übrigens glaubt der Generalrat, daß der ursprüngliche Zweck eines
von ihm herausgegebenen Bulletins zur Zeit vollkommen von den
verschiedenen Organen der Internationale erfüllt wird, die in
verschiedenen Sprachen erscheinen und auf dem Wege des gegensei-
tigen Austauschs verbreitet werden. Es wäre absurd, durch kost-
spielige Bulletins erreichen zu wollen, was bereits ohne Kosten
erreicht wird. Andererseits würde ein Bulletin, das Dinge veröf-
fentlicht, die in den Organen der Internationale nicht gedruckt
werden, nur dazu dienen, unsere Feinde hinter die Kulissen sehen
zu lassen.
4. Die Frage der Trennung des Generalrats vom Föderalrat für Eng-
land.
Lange vor der Gründung der 'Égalité' wurde dieser Vorschlag wie-
derholt im Generalrat selbst von einem oder zwei seiner engli-
schen Mitglieder eingebracht. Man hat ihn aber stets fast ein-
stimmig abgelehnt.
Obgleich die revolutionäre Initiative wahrscheinlich von
Frankreich ausgehen wird, kann allein England als Hebel für eine
ernsthafte ökonomische Revolution dienen. Es ist das einzige
Land, wo es keine Bauern mehr gibt und wo der Grundbesitz in we-
nigen Händen konzentriert ist. Es ist das
#415# Konfidentielle Mitteilung
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einzige Land, wo die kapitalistische Form - das heißt die auf
großer Stufenleiter kombinierte Arbeit unter kapitalistischen Un-
ternehmern - sich fast der gesamten Produktion bemächtigt hat. Es
ist das einzige Land, wo die große Mehrheit der Bevölkerung aus
Lohnarbeitern (wages labourers) besteht. Es ist das einzige Land,
wo der Klassenkampf und die Organisation der Arbeiterklasse durch
die Trade-Unions einen gewissen Grad der Reife und der Universa-
lität erlangt haben. Dank seiner Herrschaft auf dem Weltmarkt ist
England das einzige Land, wo jede Revolution in den ökonomischen
Verhältnissen unmittelbar auf die ganze Welt zurückwirken muß.
Wenn der Landlordismus und der Kapitalismus ihren klassischen
Sitz in diesem Lande haben, so sind andererseits die materiellen
Bedingungen ihrer Vernichtung dort am meisten herangereift. Der
Generalrat ist jetzt in der glücklichen Lage, seine Hand direkt
auf diesem großen Hebel der proletarischen Revolution zu haben;
welche Torheit, ja, man könnte fast sagen, welches Verbrechen
wäre es, ihn englischen Händen allein zu überlassen!
Die Engländer verfügen über alle notwendigen materiellen Voraus-
setzungen für eine soziale Revolution. Woran es ihnen mangelt,
ist der Geist der Verallgemeinerung und die revolutionäre Leiden-
schaft. Dem kann nur der Generalrat abhelfen und somit eine wahr-
haft revolutionäre Bewegung in diesem Land und folglich überall
beschleunigen. Die großen Erfolge, die wir bereits in dieser Hin-
sicht erzielt haben, werden von den klügsten und angesehensten
Zeitungen der herrschenden Klassen bezeugt, wie zum Beispiel von
der 'Pall Mall Gazette', der 'Saturday Review', dem 'Spectator'
und der 'Fortnightly Review', ganz abgesehen von den sogenannten
radikalen Mitgliedern des Unterhauses und des Oberhauses, die
noch vor kurzem einen großen Einfluß auf die Führer der engli-
schen Arbeiter ausübten. Sie klagen uns öffentlich an, wir hätten
den englischen Geist der Arbeiterklasse vergiftet und fast er-
stickt und sie zum revolutionären Sozialismus getrieben.
Die einzige Methode, diese Veränderung zu erreichen, besteht
darin, daß wir als Generalrat der Internationalen Assoziation
handeln. Als Generalrat können wir Maßnahmen veranlassen (wie zum
Beispiel die Gründung der Land and Labour League), die dann spä-
ter, bei ihrer Ausführung, vor der Öffentlichkeit als spontane
Bewegungen der englischen Arbeiterklasse erscheinen.
Würde ein Föderalrat außerhalb des Generalrats gebildet, welche
unmittelbaren Auswirkungen hätte dies? Der Föderalrat befände
sich zwischen dem Generalrat der Internationale und dem Allgemei-
nen Rat der Trade-Unions und besäße keinerlei Autorität. Anderer-
seits würde der Generalrat der Internationale diesen großen Hebel
aus den Händen lassen. Wenn
#416# Karl Marx
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wir laute Marktschreierei ernster und unsichtbarer Arbeit vorzö-
gen, dann hätten wir vielleicht den Fehler begangen, öffentlich
auf die Frage der 'Égalité' zu antworten, warum 'der Generalrat
sich in diese so lästige Häufung von Funktionen fügt'.
England darf nicht einfach den anderen Ländern gleichgesetzt wer-
den. Man muß es als die Metropole des Kapitals betrachten.
5. Die Frage der Resolution des Generalrats über die irische
Amnestie.
Wenn England das Bollwerk des europäischen Landlordismus und Ka-
pitalismus ist, so ist Irland der einzige Punkt, wo man den
großen Schlag gegen das offizielle England führen kann.
Erstens ist Irland das Bollwerk des englischen Landlordismus.
Wenn er in Irland fiele, so fiele er auch in England. In Irland
kann dies hundertmal leichter erreicht werden, weil sich der öko-
nomische Kampf dort ausschließlich auf den Grundbesitz konzen-
triert, weil dieser Kampf dort gleichzeitig ein nationaler ist
und weil das Volk dort revolutionärer und erbitterter ist als in
England. Der Landlordismus in Irland wird ausschließlich durch
die englische Armee aufrechterhalten. In dem Moment, wo die
Zwangsunion zwischen den beiden Ländern aufhört, wird in Irland
eine soziale Revolution ausbrechen, wenn auch in veralteten For-
men. Der englische Landlordismus wird nicht nur eine bedeutende
Quelle seiner Reichtümer verlieren, sondern auch seine größte mo-
ralische Kraft - die Kraft, die Herrschaft Englands über Irland
zu repräsentieren. Andererseits macht das englische Proletariat
seine Landlords in England selbst unverwundbar, solange es ihre
Macht in Irland aufrechterhält.
Zweitens hat die englische Bourgeoisie das irische Elend nicht
nur ausgenutzt, um durch die erzwungene Einwanderung der armen
Iren die Lage der Arbeiterklasse in England zu verschlechtern,
sondern sie hat überdies das Proletariat in zwei feindliche Lager
gespalten. Das revolutionäre Feuer des keltischen Arbeiters ver-
einigt sich nicht mit der soliden, aber langsamen Natur des an-
gelsächsischen Arbeiters. Im Gegenteil, es herrscht in allen
großen Industriezentren Englands ein tiefer Antagonismus zwischen
dem irischen und englischen Proletarier. Der gewöhnliche engli-
sche Arbeiter haßt den irischen als einen Konkurrenten, der die
Löhne und den standard of life 1*) herabdrückt. Er empfindet ihm
gegenüber nationale und religiöse Antipathien. Er betrachtet ihn
fast mit denselben Augen, wie die poor whites 2*) der Südstaaten
Nordamerikas die schwarzen Sklaven betrachteten. Dieser Antago-
nismus zwischen den Proletariern in England selbst
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1*) Lebensstandard - 2*) armen Weißen
#417# Konfidentielle Mitteilung
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wird von der Bourgeoisie künstlich geschürt und wachgehalten. Sie
weiß, daß diese Spaltung das wahre Geheimnis der Erhaltung ihrer
Macht ist.
Dieser Antagonismus wiederholt sich auch jenseits des Atlantik.
Die von ihrem heimatlichen Boden durch Ochsen und Hammel vertrie-
benen Iren finden sich in den Vereinigten Staaten wieder, wo sie
einen ansehnlichen und ständig wachsenden Teil der Bevölkerung
bilden. Ihr einziger Gedanke, ihre einzige Leidenschaft ist der
Haß gegen England. Die englische und die amerikanische Regierung,
das heißt die Klassen, welche sie repräsentieren, nähren diese
Leidenschaften, um den Kampf zwischen den Nationen zu verewigen,
der jede ernsthafte und aufrichtige Allianz zwischen den Arbei-
terklassen zu beiden Seiten des Atlantik und folglich deren ge-
meinsame Emanzipation behindert.
Irland ist der einzige Vorwand der englischen Regierung, um eine
große stehende Armee zu unterhalten, die im Bedarfsfalle, wie es
sich gezeigt hat, auf die englischen Arbeiter losgelassen wird,
nachdem sie in Irland zur Soldateska ausgebildet wurde. Schließ-
lich wiederholt sich im England unserer Tage das, was uns das
Alte Rom in ungeheurem Maßstab zeigte. Das Volk, das ein anderes
Volk unterjocht, schmiedet seine eigenen Ketten.
Der Standpunkt der Internationalen Assoziation in der irischen
Frage ist also völlig klar. Ihre erste Aufgabe ist es, die so-
ziale Revolution in England zu beschleunigen. Zu diesem Zwecke
muß man den entscheidenden Schlag in Irland führen.
Die Resolution des Generalrats über die irische Amnestie soll nur
dazu dienen, andere Resolutionen einzuleiten, in denen zum Aus-
druck gebracht werden wird, daß es, abgesehen von jeglicher in-
ternationaler Gerechtigkeit, eine Vorbedingung für die Emanzipa-
tion der englischen Arbeiterklasse ist, die bestehende Zwangs-
union - das heißt der Versklavung Irlands - in eine gleiche und
freie Konföderation umzuwandeln, wenn das möglich ist, oder die
völlige Trennung zu erzwingen, wenn es sein muß.
Übrigens sind die Doktrinen der 'Égalité' und des 'Progrès' über
den Zusammenhang oder vielmehr über das Nichtvorhandensein eines
Zusammenhangs zwischen der sozialen und politischen Bewegung un-
seres Wissens auf keinem unserer Kongresse anerkannt worden. Sie
stehen im Gegensatz zu unseren Statuten. Dort heißt es:
'That the economical emancipation of the working classes is ...
the great end to which every political movement ought to be sub-
ordinate as a means.' 1*)
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1*) 'Daß die ökonomische Emanzipation der Arbeiterklasse ... der
große Endzweck ist, dem jede politische Bewegung, als Mittel, un-
terzuordnen ist.' (Siehe vorl. Band, S. 14.)
#418# Karl Marx
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Diese Worte 'as a means' ('als Mittel') wurden in der französi-
schen Übersetzung, die 1864 vom Pariser Komitee angefertigt
wurde, weggelassen. Auf die Anfrage des Generalrats hin entschul-
digte sich das Pariser Komitee mit den Schwierigkeiten seiner po-
litischen Situation.
Es gibt noch andere Verstümmelungen des authentischen Textes der
Statuten. Der erste Erwägungsgrund der Statuten hat folgenden
Wortlaut:
'The struggle for the emancipation of the working classes means
... a struggle ... for equal rights and duties, and the abolition
of all class rule.' 1*)
Die Pariser Übersetzung spricht von 'den gleichen Rechten und
Pflichten', das heißt sie gebraucht die allgemeine Phrase, die
man in fast allen demokratischen Manifesten seit einem Jahrhun-
dert findet und die von den verschiedenen Klassen verschieden
ausgelegt wird, aber sie läßt die konkrete Forderung der
'Vernichtung der Klassen' weg.
Dann liest man im zweiten Absatz der Erwägungen zu den Statuten:
'That the economical subjection of the man of labour to the mono-
poliser of the means of labour, that is the sources of life etc.'
2*).
Die Pariser Übersetzung setzt 'Kapital' an Stelle von 'means of
labour, that is the sources of life' 3*), obwohl der letztere
Ausdruck den Grund und Boden ebenso einschließt wie die übrigen
Arbeitsmittel.
Der ursprüngliche und authentische Text wurde in der französi-
schen Übersetzung wiederhergestellt, die 1866 in Brüssel veröf-
fentlicht wurde.
6. Die Frage Liebknecht - Schweitzer.
Die 'Égalité' sagt: 'Diese beiden Gruppen gehören der Internatio-
nale an.' Das ist falsch. Die Gruppe der Eisenacher (die der
'Progrès' und die 'Égalité' in eine Gruppe des Bürgers Liebknecht
zu verwandeln geruhen) gehört zur Internationale. Die Gruppe
Schweitzers gehört ihr nicht an.
Schweitzer selbst hat in seinem Blatt, dem 'Social-Demokrat',
ausführlich erklärt, warum die Lassalleanische Organisation sich
nicht der Internationale anschließen könne, ohne sich selbst zu
vernichten. Er hat die Wahrheit gesagt, ohne es zu wissen. Seine
künstliche Sektenorganisation steht im Gegensatz zur wirklichen
Organisation der Arbeiterklasse.
Der 'Progrès' und die 'Égalité' haben den Generalrat aufgefor-
dert, öffentlich seine 'Meinung' über die persönlichen Differen-
zen zwischen Liebknecht und Schweitzer zu äußern. Da der Bürger
J.Ph. Becker (der in dem Blatte Schweitzers ebenso verleumdet
wird wie Liebknecht) zu den Mitgliedern
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1*) 'Der Kampf für die Emanzipation der Arbeiterklasse ist... ein
Kampf ... für gleiche Rechte und Pflichten und für die Vernich-
tung aller Klassenherrschaft.' (Siehe vorl. Band, S. 14.) -
2*) 'Daß die ökonomische Unterwerfung des Arbeiters unter den An-
eigner der Arbeitsmittel, d.h. der Lebensquellen etc.' (siehe
vorl. Band, S. 14) - 3*) 'Arbeitsmittel, d.h. der Lebensquellen'
#419# Konfidentielle Mitteilung
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des Redaktionskomitees der 'Égalité' gehört, erscheint es wirk-
lich recht sonderbar, daß seine Redakteure über die Tatsachen
nicht besser unterrichtet sind. Sie mußten wissen, daß Liebknecht
im 'Demokratischen Wochenblatt' Schweitzer öffentlich aufgefor-
dert hat, den Generalrat als Schiedsrichter ihrer Differenzen an-
zuerkennen, und daß Schweitzer es nicht weniger öffentlich abge-
lehnt hat, die Autorität des Generalrats anzuerkennen.
Der Generalrat hat nichts unversucht gelassen, um diesem Skandal
ein Ende zu machen. Er hat seinen Sekretär für Deutschland beauf-
tragt, mit Schweitzer in Korrespondenz zu treten, was auch ge-
schah, doch alle Versuche des Rats scheiterten an dem festen Ent-
schluß Schweizers, mit der Sektenorganisation um jeden Preis
seine autokratische Macht aufrechtzuerhalten.
Es ist Sache des Generalrats, einen günstigen Moment zu bestim-
men, wo seine öffentliche Intervention in diesem Streit mehr nüt-
zen als schaden wird.
Im Auftrag des Generalrats etc."
Die französischen Komitees (obgleich Bakunin stark in Lyon und
Marseille intrigiert und einige junge Brauseköpfe gewonnen hatte)
ebenso wie der Conseil [Général] Belge 1*) (Bruxelles) haben sich
ganz einverstanden mit diesem Reskript des Generalrats erklärt.
Die Abschrift für Genf (weil der Sekretär für die Schweiz, Jung,
sehr beschäftigt war) wurde etwas verzögert. Sie kreuzte sich da-
her unterwegs mit einem offiziellen Schreiben von Perret, Sekre-
tär des Genfer Romanischen Zentralkomitees, an den Generalrat.
Die Krise war nämlich in Genf vor Ankunft unsres Briefs ausgebro-
chen. Einige Redakteure der "Égalité." hatten sich der von Bak.
diktierten Richtung widersetzt. Bakunin und seine Anhänger (wovon
6 Redakteure der "Égalité") wollten das Genfer Zentralkomitee zur
Entlassung der Widerspenstigen zwingen. Das Genfer Komitee dage-
gen war längst die Despotie B's müd und sah sich mit Unwillen
durch ihn in Gegensatz zu den übrigen deutschen Schweizer Komi-
tees, zu dem Generalrat etc. hineingezogen. Es bestätigte also
umgekehrt die B. mißfälligen Redakteure der "Égalité". Darauf ga-
ben seine 6 Mann ihre Entlassung von der Redaktion, indem sie da-
durch das Blatt stillzusetzen glaubten.
In Antwort auf unsre Missive erklärt das Genfer Zentralkomitee,
daß die Angriffe der "Égalité" wider seinen Willen stattgefunden,
daß es die in
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1*) Belgische Generalrat
#420# Karl Marx
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derselben gepredigte Politik nie gebilligt, daß das Blatt jetzt
unter strenger Aufsicht des Komitees redigiert wird usw.
Bakunin zog sich darauf von Genf nach Tessin zurück. Er hat nur
noch - was die Schweiz betrifft - im "Progrès" (Locle) seine
Hand.
Bald darauf starb Herzen. Bakunin, der seit der Zeit, wo er als
Lenker der europ. Arbeiterbewegung sich aufwerfen wollte, seinen
alten Freund und Patron Herzen verleugnet hatte, stieß sofort
nach dessen Tod in die Lobesposaune. Warum? Herzen, trotz seines
persönlichen Reichtums, ließ sich jährlich 25 000 frs. für Propa-
ganda von der ihm befreundeten pseudosozialistischen panslawisti-
schen Partei in Rußland zahlen. [313] Durch sein Lobesgeschrei
hat Bakunin diese Gelder auf sich gelenkt und damit "die Erb-
schaft Herzens" - malgré sa haine de l'héritage 1*) - pekuniär
und moralisch sine beneficio inventarii [314] angetreten.
Gleichzeitig hat sich in Genf eine junge russische refugee colony
2*) angesiedelt, flüchtige Studenten, die es wirklich ehrlich
meinen und ihre Ehrlichkeit dadurch beweisen, daß sie die Bekämp-
fung des Panslawismus als Hauptpunkt in ihr Programm aufgenommen.
Sie publizieren zu Genf ein Journal: "La voix du peuple".
Sie haben vor about 3*) 2 Wochen sich nach London gewandt, ihre
Statuten und Programm eingesandt, Bestätigung zur Bildung einer
russischen branche verlangt. Ist gegeben worden.
In einem besondern Brief an Marx haben sie ihn ersucht, sie im
Zentralrat provisorisch zu repräsentieren. Dies ditto akzeptiert.
Sie haben zugleich angezeigt - und schienen sich deswegen bei
Marx entschuldigen zu wollen -, daß sie nächstens dem Bakunin öf-
fentlich die Maske abreißen müßten, indem dieser Mensch zweierlei
ganz verschiedne Sprachen führe, eine andre in Rußland, eine an-
dre in Europa.
So wird das Spiel dieses höchst gefährlichen Intriganten - wenig-
stens auf dem Terrain der Internationalen - bald ausgespielt
sein.
Geschrieben um den 28. März 1870.
Nach der Handschrift.
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1*) trotz seiner Abneigung gegen das Erbrecht - 2*) Flüchtlings-
kolonie - 3*) ungefähr
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