Quelle: MEW 24 Das Kapital - Zweiter Band
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#315# 16. Kapitel - Der Umschlag des variablen Kapitals
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III. Der Umschlag des variablen Kapitals, gesellschaftlich be-
trachtet
Betrachten wir die Sache einen Augenblick vom gesellschaftlichen
Standpunkt. Ein Arbeiter koste 1 Pfd.St. per Woche, der Arbeits-
tag sei = 10 Stunden. Sub A wie sub B sind während des Jahrs 100
Arbeiter beschäftigt (100 Pfd.St. per Woche für 100 Arbeiter
macht für 5 Wochen 500 Pfd.St. und für 50 Wochen 5000 Pfd.St.),
und diese arbeiten per Woche von 6 Tagen jeder 60 Arbeitsstunden.
Also 100 Arbeiter per Woche tun 6000 Arbeitsstunden und in 50 Wo-
chen 300000 Arbeitsstunden. Diese Arbeitskraft ist von A wie von
B mit Beschlag belegt und kann also von der Gesellschaft für
nichts andres verausgabt werden. Insoweit ist die Sache also ge-
sellschaftlich dieselbe bei A wie bei B. Ferner: Bei A wie bei B
erhalten die je 100 Arbeiter einen Lohn per Jahr von 5000 Pfd.St.
(die 200 zusammen also 10 000 Pfd.St.) und entziehn für diese
Summe der Gesellschaft Lebensmittel. Soweit ist die Sache gesell-
schaftlich wieder dieselbe sub A wie sub B. Da die Arbeiter in
beiden Fällen wöchentlich bezahlt werden, entziehn sie auch der
Gesellschaft wöchentlich Lebensmittel, wofür sie ebenfalls in
beiden Fällen das Geldäquivalent wöchentlich in Zirkulation wer-
fen. Aber hier beginnt der Unterschied.
Erstens. Das Geld, welches der Arbeiter sub A in Zirkulation
wirft, ist nicht nur, wie für den Arbeiter sub B, die Geldform
für den Wert seiner Arbeitskraft (in der Tat Zahlungsmittel für
bereits geleistete Arbeit); es ist, schon von der zweiten Um-
schlagsperiode nach Eröffnung des Geschäfts an gerechnet, die
Geldform s e i n e s e i g n e n W e r t p r o d u k t s (=
Preis der Arbeitskraft plus Mehrwert) der ersten Umschlagsperi-
ode, womit seine Arbeit während der zweiten Umschlagsperiode be-
zahlt wird. Sub B ist dies nicht der Fall. Mit Bezug auf den Ar-
beiter ist hier das Geld zwar ein Zahlungsmittel für bereits von
ihm geleistete Arbeit, aber diese geleistete Arbeit wird nicht
bezahlt mit ihrem eignen vergoldeten Wertprodukt (der Geldform
des von ihr selbst produzierten Werts). Dies kann erst eintreten
vom zweiten Jahr an, wo der Arbeiter sub B bezahlt wird mit sei-
nem vergoldeten Wertprodukt des vergangnen Jahrs.
Je kürzer die Umschlagsperiode des Kapitals - in je kürzern
Zeiträumen daher seine Reproduktionstermine sich innerhalb des
Jahrs erneuern -, um so rascher verwandelt sich der ursprünglich
in Geldform vom Kapitalisten vorgeschoßne variable Teil seines
Kapitals in die Geldform des vom Arbeiter zum Ersatz dieses vari-
ablen Kapitals geschaffnen Wertprodukts (das außerdem Mehrwert
einschließt); desto kürzer ist also die Zeit, wofür der
#316# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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Kapitalist Geld aus seinem eignen Fonds vorschießen muß, desto
kleiner ist, im Verhältnis zu gegebnem Umfang der Produktionslei-
ter, das Kapital, das er überhaupt vorschießt; und desto größer
ist im Verhältnis die Masse Mehrwert, die er bei gegebner Rate
des Mehrwerts während des Jahrs herausschlägt, weil er um so öf-
ter den Arbeiter mit der Geldform seines eignen Wertprodukts
stets von neuem kaufen und seine Arbeit in Bewegung setzen kann.
Bei gegebner Stufenleiter der Produktion verringert sich im Ver-
hältnis zur Kürze der Umschlagsperiode die absolute Größe des
vorgeschoßnen variablen Geldkapitals (wie des zirkulierenden Ka-
pitals überhaupt) und wächst die Jahresrate des Mehrwerts. Bei
gegebner Größe des vorgeschoßnen Kapitals wächst die Stufenleiter
der Produktion, daher bei gegebner Rate des Mehrwerts die abso-
lute Masse des in einer Umschlagsperiode erzeugten Mehrwerts,
gleichzeitig mit der durch die Verkürzung der Reproduktionsperi-
oden bewirkten Steigerung in der Jahresrate des Mehrwerts. Es hat
sich überhaupt aus der bisherigen Untersuchung ergeben, daß je
nach den verschiednen Größen der Umschlagsperiode Geldkapital von
sehr verschiednem Umfang vorzuschießen ist, um dieselbe Masse
produktives zirkulierendes Kapital und dieselbe Arbeitsmasse bei
demselben Exploitationsgrad der Arbeit in Bewegung zu setzen.
Zweitens - und dies hängt mit dem ersten Unterschied zusammen -
zahlt der Arbeiter sub B wie sub A die Lebensmittel, die er
kauft, mit dem variablen Kapital, das sich in seiner Hand in Zir-
kulationsmittel verwandelt hat. Er entzieht z.B. nicht nur Weizen
vom Markt, sondern ersetzt ihn auch durch ein Äquivalent in Geld.
Da aber das Geld, womit der Arbeiter sub B seine Lebensmittel
zahlt und dem Markt entzieht, nicht die Geldform eines von ihm
während des Jahrs auf den Markt geworfnen Wertprodukts ist, wie
beim Arbeiter sub A, so liefert er dem Verkäufer seiner Lebens-
mittel zwar Geld, aber keine Ware - sei es Produktionsmittel, sei
es Lebensmittel -, die dieser mit dem gelösten Geld kaufen könne,
was dagegen sub A der Fall ist. Es werden daher dem Markt Ar-
beitskraft, Lebensmittel für diese Arbeitskraft, fixes Kapital in
der Form der sub B angewandten Arbeitsmittel und Produktions-
stoffe entzogen, und zu ihrem Ersatz wird ein Äquivalent in Geld
in den Markt geworfen; aber es wird während des Jahrs kein Pro-
dukt in den Markt geworfen, um die ihm entzognen stofflichen Ele-
mente des produktiven Kapitals zu ersetzen. Denken wir die Ge-
sellschaft nicht kapitalistisch, sondern kommunistisch, so fällt
zunächst das Geldkapital ganz fort, also auch die Verkleidungen
der Transaktionen, die durch es hineinkommen. Die Sache reduziert
sich einfach darauf, daß die Gesellschaft im
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voraus berechnen muß, wieviel Arbeit, Produktionsmittel und Le-
bensmittel sie ohne irgendwelchen Abbruch auf Geschäftszweige
verwenden kann, die, wie Bau von Eisenbahnen z.B., für längre
Zeit, ein Jahr oder mehr, weder Produktionsmittel noch Lebensmit-
tel, noch irgendeinen Nutzeffekt liefern, aber wohl Arbeit, Pro-
duktionsmittel und Lebensmittel der jährlichen Gesamtproduktion
entziehn. In der kapitalistischen Gesellschaft dagegen, wo der
gesellschaftliche Verstand sich immer erst post festum geltend
macht, können und müssen so beständig große Störungen eintreten.
Einerseits Druck auf den Geldmarkt, während umgekehrt die Leich-
tigkeit des Geldmarkts ihrerseits solche Unternehmungen in Masse
hervorruft, also gerade die Umstände, welche später den Druck auf
den Geldmarkt hervorrufen. Der Geldmarkt wird gedrückt, da Vor-
schuß von Geldkapital auf großer Stufenleiter hier beständig wäh-
rend langen Zeitraums nötig ist. Ganz abgesehn davon, daß Indu-
strielle und Kaufleute das für den Betrieb ihres Geschäfts nötige
Geldkapital in Eisenbahnspekulationen etc. werfen und durch An-
leihen auf dem Geldmarkt ersetzen. - Andrerseits: Druck auf das
disponible produktive Kapital der Gesellschaft. Da beständig Ele-
mente des produktiven Kapitals dem Markt entzogen werden und für
dieselben nur ein Geldäquivalent in den Markt geworfen wird, so
steigt die zahlungsfähige Nachfrage, ohne aus sich selbst irgend-
ein Element der Zufuhr zu liefern. Daher Steigen der Preise,
sowohl der Lebensmittel wie der Produktionsstoffe. Es kommt
hinzu, daß während dieser Zeit regelmäßig geschwindelt wird,
große Übertragung von Kapital stattfindet. Eine Bande von Speku-
lanten, Kontraktoren, Ingenieuren, Advokaten etc. bereichert
sich. Sie verursachen starke konsumtive Nachfrage auf dem Markt,
daneben steigen die Arbeitslöhne. Mit Bezug auf Nahrungsmittel
wird dadurch allerdings auch der Landwirtschaft ein Sporn gege-
ben. Da jedoch diese Nahrungsmittel nicht plötzlich, innerhalb
des Jahres zu vermehren sind, wächst ihre Einfuhr, wie überhaupt
die Einfuhr der exotischen Nahrungsmittel (Kaffee, Zucker, Wein
etc.) und der Luxusgegenstände. Daher Übereinfuhr und Spekulation
in diesem Teil des Importgeschäfts. Andrerseits in den Industrie-
zweigen, worin die Produktion rasch vermehrt werden kann
(eigentliche Manufaktur, Bergbau etc.), bewirkt das Steigen der
Preise plötzliche Ausdehnung, der bald der Zusammenbruch folgt.
Dieselbe Wirkung findet statt auf dem Arbeitsmarkt, um große Mas-
sen der latenten relativen Übervölkerung, und selbst der beschäf-
tigten Arbeiter, für die neuen Geschäftszweige heranzuziehn.
Überhaupt entziehn solche Unternehmungen auf großer Stufenleiter,
wie Eisenbahnen, dem Arbeitsmarkt ein bestimmtes Quantum Kräfte,
das nur aus gewissen Zweigen, wie Landwirtschaft etc.,
#318# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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herkommen kann, wo ausschließlich starke Burschen gebraucht wer-
den. Dies findet noch statt, selbst nachdem die neuen Unterneh-
mungen schon stehender Betriebszweig geworden sind und daher die
für sie nötige wandernde Arbeiterklasse bereits gebildet ist. So-
bald z.B. der Eisenbahnbau in momentan auf einer größern als der
Durchschnittsstufenleiter betrieben wird. Ein Teil der Arbeiter-
reservearmee wird absorbiert, deren Druck den Lohn niedriger
hielt. Die Löhne steigen allgemein, selbst in den bisher gut be-
schäftigten Teilen des Arbeitsmarkts. Dies dauert solange, bis
der unvermeidliche Krach die Reservearmee von Arbeitern wieder
freisetzt und die Löhne wieder auf ihr Minimum und darunter her-
abgedrückt werden. 32)
Soweit die größre oder geringre Unge der Umschlagsperiode abhängt
von der Arbeitsperiode im eigentlichen Sinn, d.h. der Periode,
nötig, um das Produkt für den Markt fertigzumachen, beruht sie
auf den jedesmal gegebnen sachlichen Produktionsbedingungen der
verschiednen Kapitalanlagen, die innerhalb der Agrikultur mehr
den Charakter von Naturbedingungen der Produktion besitzen, in
der Manufaktur und dem größten Teil der extraktiven Industrie mit
der gesellschaftlichen Entwicklung des Produktionsprozesses
selbst wechseln.
Soweit die Länge der Arbeitsperiode auf der Größe der Lieferungen
beruht (dem quantitativen Umfang, worin das Produkt als Ware in
der Regel auf den Markt geworfen wird), hat dies konventionellen
Charakter. Aber die Konvention selbst hat zur materiellen Basis
die Stufenleiter der Produktion und ist daher nur im einzelnen
betrachtet zufällig.
Soweit endlich die Länge der Umschlagsperiode von der Länge der
Zirkulationsperlode abhängt, ist diese zum Teil zwar bedingt
durch den beständigen Wechsel in den Marktkonjunkturen, die grö-
ßre oder geringre Leichtigkeit zu verkaufen und die dieser ent-
springende Notwendigkeit, das
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32) Im Manuskript ist hier die folgende Notiz künftige Ausführung
eingeschaltet: "Widerspruch in der kapitalistischen Produktions-
weise: Die Arbeiter als Käufer von Ware sind wichtig für den
Markt. Aber als Verkäufer ihrer Ware - der Arbeitskraft - hat die
kapitalistische Gesellschaft die Tendenz, sie auf das Minimum des
Preises zu beschränken. - Fernerer Widerspruch: Die Epochen,
worin die kapitalistische Produktion alle ihre Potenzen an-
strengt, erweisen sich regelmäßig als Epochen der Überproduktion,
weil die Produktionspotenzen nie so weit angewandt werden können,
daß dadurch mehr Wert nicht nur produziert, sondern realisiert
werden kann; der Verkauf der Waren, die Realisation des Warenka-
pitals, also auch des Mehrwerts, ist aber begrenzt, nicht durch
die konsumtiven Bedürfnisse der Gesellschaft überhaupt, sondern
durch die konsumtiven Bedürfnisse einer Gesellschaft, wovon die
große Mehrzahl stets arm ist und stets arm bleiben muß. Dies ge-
hört jedoch erst in den nächsten Abschnitt."
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Produkt teilweise auf nähern oder entferntem Markt zu werfen. Ab-
gesehn vom Umfang der Nachfrage überhaupt, spielt die Bewegung
der Preise hier eine Hauptrolle, indem der Verkauf bei fallenden
Preisen absichtlich beschränkt wird, während die Produktion vor-
angeht; umgekehrt bei steigenden Preisen, wo Produktion und Ver-
kauf Schritt halten oder im voraus verkauft werden kann. Jedoch
ist als eigentliche materielle Basis zu betrachten die wirkliche
Entfernung des Produktionssitzes vom Absatzmarkt.
Es wird z.B. englisches Baumwollgewebe oder Garn nach Indien ver-
kauft. Der Exportkaufmann zahle den englischen Baumwollfabrikan-
ten (der Exportkaufmann tut dies nur willig bei gutem Stand des
Geldmarkts. Sobald der Fabrikant selbst durch Kreditoperationen
sein Geldkapital ersetzt, steht's schon schief). Der Exporteur
verkauft seine Baumwollware später auf dem indischen Markt, von
wo ihm sein vorgeschoßnes Kapital remittiert wird. Bis zu diesem
Rückfluß verhält sich die Sache ganz wie in dem Fall, wo die
Länge der Arbeitsperiode Vorschuß von neuem Geldkapital nötig
macht, um den Produktionsprozeß auf gegebner Stufenleiter in Gang
zu halten. Das Geldkapital, womit der Fabrikant seine Arbeiter
zahlt und ebenso die übrigen Elemente seines zirkulierenden Kapi-
tals erneuert, sind nicht die Geldform der von ihm produzierten
Garne. Dies kann erst der Fall sein, sobald der Wert dieses Garns
in Geld oder Produkt nach England zurückgeflossen ist. Sie sind
zuschüssiges Geldkapital wie vorher. Der Unterschied ist nur, daß
statt des Fabrikanten der Kaufmann es vorschießt, dem es viel-
leicht selbst wieder durch Kreditoperationen vermittelt ist.
Ebenso ist nicht, bevor dies Geld in den Markt geworfen wird oder
gleichzeitig mit ihm, ein zuschüssiges Produkt in den englischen
Markt geworfen worden, das mit diesem Geld gekauft werden und in
die produktive oder individuelle Konsumtion eingehn kann. Tritt
dieser Zustand für längre Zeit und auf größrer Stufenleiter ein,
so muß er dieselben Folgen bewirken wie vorher die verlängerte
Arbeitsperiode.
Es ist nun möglich, daß in Indien selbst wieder das Garn auf Kre-
dit verkauft wird. Mit diesem Kredit wird in Indien Produkt gek-
auft und als Retour nach England geschickt oder Wechsel für den
Betrag remittiert. Verlängert sich dieser Zustand, so tritt ein
Druck auf den indischen Geldmarkt ein, dessen Rückschlag auf Eng-
land hier eine Krise hervorrufen mag. Die Krise ihrerseits,
selbst wenn verbunden mit Export edler Metalle nach Indien, ruft
in letztrem Lande eine neue Krise hervor, wegen des Bankrotts
englischer Geschäftshäuser und ihrer indischen Zweighäuser, denen
von den indischen Banken Kredit gegeben war. So entsteht eine
gleichzeitige Krise sowohl auf dem Markt, g e g e n den, wie
auf dem Markt,
#320# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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f ü r den die Handelsbilanz ist. Dies Phänomen kann noch kompli-
zierter sein. England hat z.B. Silberbarren nach Indien ge-
schickt, aber die englischen Gläubiger von Indien treiben jetzt
ihre Forderungen dort ein, und Indien wird kurz nachher seine
Silberbarren nach England zurückzuschicken haben.
Es ist möglich, daß der Exporthandel nach Indien und der Import-
handel von Indien sich ungefähr ausgleichen, obgleich der letztre
(ausgenommen besondre Umstände, wie Baumwollteurung etc.) seinem
Umfang nach durch den erstern bestimmt und stimuliert sein wird.
Die Handelsbilanz zwischen England und Indien kann ausgeglichen
scheinen oder nur schwache Schwankungen nach der einen oder an-
dern Seite aufweisen. Sobald aber die Krise in England ausbricht,
zeigt sich, daß unverkaufte Baumwollwaren in Indien lagern (sich
also nicht aus Warenkapital in Geldkapital verwandelt haben -
Überproduktion nach dieser Seite) und daß andrerseits in England
nicht nur unverkaufte Vorräte indischer Produkte liegen, sondern
daß ein großer Teil der verkauften und verzehrten Vorräte noch
gar nicht bezahlt ist. Was daher als Krise auf dem Geldmarkt er-
scheint, drückt in der Tat Anomalien im Produktions- und Repro-
duktionsprozeß selbst aus.
Drittens: In bezug auf das angewandte zirkulierende Kapital
selbst (variables wie konstantes) macht die Länge der Um-
schlagsperiode, soweit sie aus der Länge der Arbeitsperiode her-
vorgeht, diesen Unterschied: Bei mehreren Umschlägen während des
Jahrs kann ein Element des variablen oder konstanten zirkulleren-
den Kapitals durch sein eignes Produkt geliefert werden, wie bei
Kohlenproduktion, Kleiderkonfektion etc. Im andern Fall nicht,
wenigstens nicht während des Jahrs.
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