Quelle: MEW 24 Das Kapital - Zweiter Band
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ACHTES KAPITEL
Fixes Kapital und zirkulierendes Kapital
I. Die Formunterschiede
Man sah Buch I, Kap. VI 1*): Ein Teil des konstanten Kapitals be-
hält die bestimmte Gebrauchsform, worin es in den Produktionspro-
zeß eingeht, gegenüber den Produkten, zu deren Bildung es bei-
trägt. Es verrichtet also während einer kürzern oder längern Pe-
riode in stets wiederholten Arbeitsprozessen stets wieder diesel-
ben Funktionen. So z.B. Arbeitsgebäude, Maschinen etc., kurz al-
les, was wir unter der Bezeichnung Arbeitttel zusammenfassen.
Dieser Teil des konstanten Kapitals gibt Wert an das Produkt ab
im Verhältnis, worin er mit seinem eignen Gebrauchswert seinen
eignen Tauschwert verliert. Diese Wertabgabe oder dies Übergehn
des Werts eines solchen Produktionsmittels auf das Produkt, zu
dessen Bildung es mitwirkt, wird bestimmt durch eine Durch-
schnittsrechnung; es wird gemessen durch die Durchschnittsdauer
seiner Funktion von dem Augenblick, worin das Produktionsmittel
in den Produktionsprozeß eingeht, bis zu dem Augenblick, wo es
ganz abgenutzt, verstorben ist, und durch ein neues Exemplar der-
selben Art ersetzt oder reproduziert werden muß.
Das Eigentümliche dieses Teils des konstanten Kapitals - der ei-
gentlichen Arbeitsmittel - ist also dies:
Ein Teil des Kapitals ist in der Form von konstantem Kapital,
d.h. von Produktionsmitteln vorgeschossen worden, die nun als
Faktoren des Arbeitsprozesses fungieren, solange die selbständige
Gebrauchsgestalt ausdauert, mit der sie in denselben eintreten.
Das fertige Produkt, also auch die Produktbildner, soweit sie in
Produkt verwandelt worden, wird aus dem Produktionsprozeß abge-
stoßen, um als Ware aus der Produktionssphäre in die Zirkulati-
onssphäre überzugehn. Die Arbeitsttel dagegen verlassen nie die
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1*) Siehe Band 23 unserer Ausgabe. S. 218
#159# 8. Kapitel - Fixes Kapital und zitierendes Kapital
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Produktionssphäre, nachdem sie einmal in dieselbe eingetreten
sind. Ihre Funktion bannt sie darin fest. Ein Teil des vorge-
schoßnen Kapitalwerts ist in diese, durch die Funktion der Ar-
beitsmittel im Prozeß bestimmte Form f i x i e r t. Mit der
Funktion und daher der Abnutzung des Arbeitsmittels geht ein Teil
seines Werts auf das Produkt über, ein andrer bleibt fixiert im
Arbeitsmittel und daher im Produktionsprozeß. Der so fixierte
Wert nimmt beständig ab, bis das Arbeitsmittel ausgedient und da-
her auch sein Wert sich in einer längern oder kürzern Periode
über eine Masse von Produkten verteilt hat, die aus einer Reihe
beständig wiederholter Aibeitsprozesse hervorgehn. Solange es
aber noch als Arbeitsmittel wirksam ist, also nicht durch ein
neues Exemplar derselben Art ersetzt werden muß, bleibt stets
konstanter Kapitalwert in ihm fixiert, während ein andrer Teil
des ursprünglich in ihm fixierten Werts auf das Produkt übergeht
und daher als Bestandteil des Warenvorrats zirkuliert. Je länger
das Arbeitsmittel ausdauert, je langsamer es verschleißt, desto
länger bleibt der konstante Kapitalwert in dieser Gebrauchsform
fixiert. Welches aber immer der Grad seiner Dauerhaftigkeit, die
Proportion, worin es Wert abgibt, steht immer im umgekehrten Ver-
hältnis zu seiner gesamten Funktionszeit. Wenn von zwei Maschinen
von gleichem Wert die eine in fünf Jahren verschleißt, die andre
in zehn, so gibt die erste in gleichem Zeitraum doppelt soviel
Wert ab wie die zweite.
Dieser im Arbeitsmittel fixierte Teil des Kapitalwerts zirkuliert
so gut wie jeder andre. Wir haben überhaupt gesehn, daß der ganze
Kapitalwert in beständiger Zirkulation begriffen und in diesem
Sinn daher alles Kapital zirkulierendes Kapital ist. Aber die
Zirkulation des hier betrachteten Kapitaltells ist eigentümlich.
Erstens zirkuliert er nicht in seiner Gebrauchsform, sondern nur
sein Wert zirkuliert, und zwar allmählich, bruchweis, im Maß, wie
er von ihm auf das Produkt übergeht, das als Ware zirkuliert.
Während seiner ganzen Funktionsdauer bleibt ein Teil seines Werts
stets in ihm fixiert, selbständig gegenüber den Waren, die es
produzieren hilft. Durch diese Eigentümlichkeit erhält dieser
Teil des konstanten Kapitals die Form: F i x e s K a p i t a l.
Alle andern stofflichen Bestandteile des im Produktionsprozeß
vorgeschoßnen Kapitals dagegen bilden im Gegensatz dazu:
Z i r k u l i e r e n d e s oder f l ü s s i g e s
K a p i t a l.
Ein Teil der Produktionsmittel - solche Hilfsstoffe nämlich, die
von den Arbeitsmitteln selbst ährend ihrer Funktion konsumiert
werden, wie Kohle von der Dampfmaschine; oder die nur den Vorgang
unterstützen, wie Leuchtgas etc. - gehn nicht stofflich in das
Produkt ein. Nur ihr Wert bildet einen Teil des Produktwerts. In
seiner eignen Zirkulation zirkuliert das Produkt ihren Wert. Dies
haben sie gemein mit dem fixen Kapital. Aber in
#160# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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jedem Arbeitsprozeß, worin sie eingehn, werden sie ganz konsu-
miert und müssen also für jeden neuen Arbeitsprozeß ganz ersetzt
werden durch neue Exemplare derselben Art. Sie bewahren nicht
ihre selbständige Gebrauchsgestalt während ihrer Funktion. Es
bleibt also auch während ihrer Funktion kein Teil des Kapital-
werts in ihrer alten Gebrauchsgestalt, ihrer Naturalform fixiert.
Der Umstand, daß dieser Teil der Hilfsstoffe nicht stofflich in
das Produkt, sondern nur seinem Wert nach als Werttell in den
Produktenwert eingeht, und das damit Zusammenhängende, daß die
Funktion dieser Stoffe innerhalb der Produktionssphäre festge-
bannt ist, hat der Ökonomen wie Ramsay (bei gleichzeitiger Ver-
wechslung von fixem und konstantem Kapital) verleitet, die Kate-
gorie des fixen Kapitals auf sie anzuwenden. 1*)
Der Teil der Produktionsmittel, der stofflich in das Produkt ein-
geht, also Rohstoff etc., erhält dadurch zum Teil Formen, worin
er später als Genußmittel in die individuelle Konsumtion eingehn
kann. Die eigentlichen Arbeitsmittel, die stofflichen Träger des
fixen Kapitals, werden nur produktiv verzehrt und können nicht in
die individuelle Konsumtion eingehn, weil sie nicht in das Pro-
dukt oder den Gebrauchswert eingehn, den sie bilden helfen, viel-
mehr ihm gegenüber ihre selbständige Gestalt bis zu ihrem völli-
gen Verschleiß bewahren. Eine Ausnahme bilden Transportmittel.
Der Nutzeffekt, den sie während ihrer produktiven Funktion, also
während ihres Aufenthalts in der Produktionssphäre hervorbringen,
die Ortsveränderung, geht gleichzeitig in die individuelle Kon-
sumtion, z.B. des Reisenden, ein. Er zahlt den Gebrauch dann
auch, wie er den Gebrauch andrer Konsumtionsmittel zahlt. Man hat
gesehn, daß z.B. in der chemischen Fabrikation Rohmaterial und
Hilfsstoffe ineinander verschwimmen. 2*) So auch Arbeitsmittel
und Hilfsstoff und Rohmaterial. So gehn im Ackerbau z.B. die in
Bodenmeliorationen zugesetzten Stoffe zum Teil als Produktbildner
in das Pflanzenprodukt ein. Andrerseits ist ihre Wirkung über
eine längre Periode, z.B. 4-5 Jahre verteilt. Ein Teil derselben
geht daher stofflich in das Produkt ein und überträgt damit
zugleich seinen Wert auf das Produkt, während ein andrer Teil in
seiner alten Gebrauchsform auch seinen Wert fixiert. Er dauert
fort als Produktionsmittel und erhält daher die Form von fixem
Kapital. Als Arbeitsvieh ist ein Ochse fixes Kapital. Wird er ge-
gessen, so fungiert er nicht als Arbeitsmittel, also auch nicht
als fixes Kapital. Die Bestinunung, die einem Teil des in Produk-
tionsmitteln ausgelegten Kapitalwerts den Charakter des fixen Ka-
pitals gibt, liegt ausschließlich in
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1*) Siehe Rand 26 unserer Aus, 3. Teil, S. 323-325 - 2*) siehe
Band 23 unserer Ausgabe S. 196.
#161# 8. Kapitel - Fixes Kapital und zirkulierendes Kapital
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der eigentümlichen Weise, worin dieser Wert zirkuliert. Diese
eigne Weise der Zirkulation entspringt aus der eignen Weise,
worin das Arbeitsmittel seinen Wert an das Produkt abgibt, oder
sich als Wertbildner während des Produktionsprozesses verhält.
Und diese selbst wieder entspringt aus der besondren Art der
Funktion der Arbeitsmittel im Arbeitsprozeß.
Man weiß, daß derselbe Gebrauchswert, der als Produkt aus dem
einen Arbeitsprozeß herauskommt, als Produktionsmittel in den an-
dren eingeht. Nur die Funktion eines Produkts als Arbeitsmittel
im Produktionsprozeß macht es zu fixem Kapital. Soweit es dagegen
selbst erst aus einem Prozesse herauskommt, ist es keineswegs fi-
xes Kapital. Z.B. eine Maschine, als Produkt resp. Ware des Ma-
schinenfabrikanten, gehört zu seinem Warenkapital. Fixes Kapital
wird sie erst in der Hand ihres Käufers, des Kapitalisten, der
sie produktiv anwendet.
Alle andren Umstände gleichgesetzt, wächst der Grad der Fixität
mit der Dauerbarkeit des Arbeitsmittels. Von dieser Dauerbarkeit
hängt nämlich die Größe der Differenz ab zwischen dem in Arbeits-
mitteln fixierten Kapitalwert und dem Teil dieser Wertgröße, den
es in wiederholten Arbeitsprozessen an das Produkt abgibt. Je
langsamer diese Wertabgabe stattfindet - und Wert wird abgegeben
vom Arbeitsmittel bei jeder Wiederholung desselben Arbeitsprozes-
ses -, um so größer das fixierte Kapital, um so größer die Diffe-
renz zwischen dem im Produktionsprozeß angewandten und dem in ihm
konsumierten Kapital. Sobald diese Differenz verschwunden ist,
hat das Arbeitsmittel ausgelebt und mit seinem Gebrauchswert sei-
nen Wert verloren. Es hat aufgehört, Wertträger zu sein. Da das
Arbeitsmittel, wie jeder andre stoffliche Träger von konstantem
Kapital, nur Wert an das Produkt abgibt in dem Maß, worin es mit
seinem Gebrauchswert seinen Wert verliert, so ist es klar, daß je
langsamer sein Gebrauchswert verlorengeht, je länger es im Pro-
duktionsprozeß ausdauert, um so länger die Periode, worin kon-
stanter Kapitalwert in ihm fixiert bleibt.
Verhält sich ein Produktionsmittel, welches kein Arbeitsmittel im
eigentlichen Sinne ist, z.B. Hilfsstoff, Rohmaterial, Halbfabri-
kat etc., mit Bezug auf Wertabgabe und daher auf Zirkulations-
weise seines Werts, wie die Arbeitsmittel, so ist es ebenfalls
stofflicher Träger, Existenzform von fixem Kapital. Dies ist der
Fall bei solchen schon erwähnten Bodenmeliorationen, welche dem
Boden chemische Bestandteile zusetzen, deren Wirkung sich auf
mehrere Produktionsperioden oder Jahre erstreckt. Hier existiert
noch ein Teil des Werts neben dem Produkt in seiner selbständigen
Gestalt fort oder in Gestalt von fixem Kapital, während ein
andrer Wertteil an das Produkt abgegeben ist und daher mit ihm
zirkuliert. In diesem Falle geht nicht
#162# Il. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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nur ein Wertteil des fixen Kapitals in das Produkt ein, sondern
auch der Gebrauchswert, die Substanz, worin dieser Wertteil exi-
stiert.
Abgesehn von dem Grundirrtum - der Verwechslung der Kategorien:
fixes und zirkulierendes Kapital, mit den Kategorien: konstantes
und variables Kapital -, beruht die Konfusion in der bisherigen
Begriffsbestimrnung bei den Ökonomen zunächst auf folgenden Punk-
ten:
Man macht bestinunte Eigenschaften, die den Arbeitsmitteln stoff-
lich zukonunen, zu unmittelbaren Eigenschaften des fixen Kapi-
tals, z.B. die physische Unbeweglichkeit, etwa eines Hauses. Es
ist dann stets leicht nachzuweisen, daß andre Arbeitsmittel, die
als solche auch fixes Kapital sind, die entgegengesetzte Eigen-
schaft haben, z.B. die physische Beweglichkeit, etwa eines
Schiffs.
Oder man verwechselt die ökonomische Formbestimmtheit, die aus
der Zirkulation des Werts hervorgeht, mit einer dinglichen Eigen-
schaft; als ob Dinge, die a n s i c h überhaupt nicht Kapital
sind, sondern es nur in bestinmten gesellschaftlichen Verhältnis-
sen werden, an sich und von Natur schon Kapital in einer bestimm-
ten Form, fixes oder zirkullerendes, sein könnten. Wir sahen Buch
I, Kap. V 1*), daß die Produktionsmittel in jedem Arbeitsprozeß,
einerlei unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen er vorgeht,
sich einteilen in Arbeitsmittel und Arbeitsgegenstand. Aber erst
innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise werden beide zu
Kapital, und zwar zu "produktivem Kapital", wie es im vorigen Ab-
schnitt bestimmt. Damit spiegelt sich der in der Natur des Ar-
beitsprozesses begründete Unterschied von Arbeitsttel und Ar-
beitsgegenstand wider in der neuen Form des Unterschieds von
fixem Kapital und zirkulierendem Kapital. Erst hiermit wird ein
Ding, das als Arbeitsmittel fungiert, fixes Kapital. Kann es sei-
nen stofflichen Eigenschaften nach auch in andren Funktionen als
der des Arbeitsmittels dienen, so ist es fixes Kapital oder
nicht, je nach Verschiedenheit seiner Funktion. Vieh als Arbeits-
vieh ist fixes Kapital; als Mastvieh ist es Rohmaterial, das
schließlich als Produkt in die Zirkulation tritt, also nicht fi-
xes, sondern zirkulierendes Kapital.
Das bloße längre Fixiertsein eines Produktionsmittels in wieder-
holten Arbeitsprozessen, die aber zusammenenhängen, kontinuier-
lich sind und daher eine Produktionsperiode bilden - d.h. die ge-
samte Produktionszeit, die nötig ist, um das Produkt fertigzuma-
chen -, bedingt ganz wie fixes Kapital längern oder kürzern Vor-
schuß für den Kapitalisten, macht aber nicht sein Kapital zu
fixem Kapital. Samen z.B. ist kein fixes Kapital, sondern nur
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1*) Siehe Bmd 23 unserer Ausgabe S. 192-196.
#163# 8. Kapitel - Fixes Kapital und zirkulierendes Kapital
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Rohmaterial, das während ungefähr eines Jahres im Produktionspro-
zeß fixiert ist. Alles Kapital, solange es als produktives Kapi-
tal fungiert, ist im Produktionsprozeß fixiert, also auch alle
Elemente des produktiven Kapitals, welches immer ihre stoffliche
Gestalt, ihre Funktion und die Zirkulationsweise ihres Werts. Ob,
je nach der Art des Produktionsprozesses oder dem bezweckten
Nutzeffekt, dies Fixiertsein länger oder kürzer dauert, bewirkt
nicht den Unterschied von fixem und zirkulierendem Kapital. 20)
Ein Teil der Arbeitsmittel, worin die allgemeinen Arbeitsbedin-
gungen eingeschlossen, wird entweder örtlich befestigt, sobald er
als Arbeitsmittel in den Produktionsprozeß eintritt, resp. zur
produktiven Funktion bereit gemacht wird, wie z.B. Maschinen.
Oder er wird von vornherein in dieser stehenden, an den Ort ge-
bundnen Form produziert, wie z.B. Bodenmeliorationen, Fabrikge-
bäude, Hochöfen, Kanäle, Eisenbahnen usw. Das fortwährende Gebun-
densein des Arbeitsmittels an den Produktionsprozeß, innerhalb
dessen es fungieren soll, ist hier zugleich durch ihre sinnliche
Existenzweise bedingt. Andrerseits kann ein Arbeitsmittel phy-
sisch beständig den Ort verändern, sich bewegen, und dennoch be-
ständig sich im Produktionsprozeß befinden, wie eine Lokomotive,
ein Schiff, Arbeitsvieh etc. Weder gibt ihm, in dem einen Fall,
die Unbeweglichkeit den Charakter des fixen Kapitals, noch nimmt
ihm, in dem andern, die Beweglichkeit diesen Charakter. Der Um-
stand jedoch, daß Arbeitsmittel lokal fixiert sind, mit ihren
Wurzeln im Grund und en feststecken, weist diesem Teil des fixen
Kapitals eine eigne Rolle in der Ökonomie der Nationen zu. Sie
können nicht ins Ausland geschickt werden, nicht als Waren auf
dem Weltmarkt zirkulieren. Die Eigentumstitel an diesem fixen Ka-
pital können wechseln, es kann gekauft und verkauft werden und
sofern ideell zirkulieren. Diese Eigentumstitel können sogar auf
fremden Märkten zirkulieren, z.B. in der Form von Aktien. Aber
durch den Wechsel der Personen, welche Eigentümer dieser Art von
fixem Kapital sind, wechselt nicht das Verhältnis des stehenden,
materiell fixierten Teils des Reichtums in einem Lmd zu dem be-
weglichen Teil desselben. 21)
Die eigentümliche Zirkulation des fixen Kapitals ergibt einen ei-
gentümlichen Umschlag. Der Wertteil, den es in seiner Naturalform
durch Abnutzung verliert zirkuliert als Wertteil des Produkts.
Das Produkt verwandelt
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20) Wegen der Schwierigkeit, welche die Bestimmung des fixen und
zirkulierenden Kapitals macht, meint Herr Lorenz Stein, diese Un-
terscheidung sei nur für die leichtere Darstellung.
21) Bis hierher Manuskript IV. - Von hier an Manuskript II.
#164# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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sich durch seine Zirkulation aus Ware in Geld; also auch der vom
Produkt zirkulierte Wertteil des Arbeitsmittels, und zwar tropft
sein Wert aus dem Zirkulationsprozeß als Geld nieder, in dersel-
ben Proportion, worin dies Arbeitsmittel aufhört, Wertträger im
Produktionsprozeß zu sein. Sein Wert erhält also jetzt Doppelexi-
stenz. Ein Teil desselben bleibt an seine, dem Produktionsprozeß
angehörige Gebrauchs- oder Naturalform gebunden, ein andrer Teil
löst sich von ihr ab als Geld. Im Verlauf seiner Funktion nimmt
der in der Naturalform existierende Wertteil des Arbeitsmittels
beständig ab, während sein in Geldform umgesetzter Wertteil be-
ständig zunimmt, bis es schließlich ausgelebt hat und sein Ge-
samtwert, von seiner Leiche getrennt, in Geld verwandelt ist.
Hier zeigt sich die Eigentümlichkeit im Umschlag dieses Elements
des produktiven Kapitals. Die Verwandlung seines Werts in Geld
geht gleichen Schritt mit der Geldverpuppung der Ware, die sein
Wertträger ist. Aber seine Rückverwandlung aus Geldform in Ge-
brauchsform trennt sich von der Rückverwandlung der Ware in ihre
sonstigen Produktionselemente und ist vielmehr bestimmt durch
seine eigne Reproduktionsperiode, d.h. durch die Zeit, während
deren das Arbeitsmittel sich verlebt hat und durch ein andres Ex-
emplar derselben Art ersetzt werden muß. Beträgt die Funktions-
dauer einer Maschine, sage zum Wert von 10000 Pfd.St., z.B. 10
Jahre, so beträgt die Umschlagszeit des in ihr ursprünglich vor-
geschoßnen Werts 10 Jahre. Vor Ablauf dieser Zeit ist sie nicht
zu erneuern, sondern wirkt in ihrer Natutalform fort. Ihr Wert
zirkuliert unterdes stückweis als Wertteil der Waren, zu deren
kontinuieirlicher Produktion sie dient, und wird so allmählich in
Geld umgesetzt, bis er schließlich am Ende der 10 Jahre ganz in
Geld verwandelt und aus Geld in eine Maschine rückverwandelt wor-
den ist, also seinen Umschlag vollzogen hat. Bis zum Eintritt
dieser Reproduktionszeit wird ihr Wert allmählich zunächst in der
Form eines Geldreservefonds akkumuliert.
Die übrigen Elemente des produktiven Kapitals bestehn teils aus
den in Hilfsstoffen und Rohstoffen existierenden Elementen des
konstanten Kapitals, teils aus variablem, in Arbeitskraft ausge-
legtem.
Die Analyse des Arbeits- und Verwertungsprozesses (Buch I, Kap.
V) zeigte, daß diese verschiednen Bestandteile sich als Pro-
duktbildner und Wertbildner ganz verschieden verhalten. Der Wert
des aus Hilfsstoffen und Rohstoffen bestehenden Teils des kon-
stanten Kapitals - ganz wie der Wert seines aus Arbeitsmitteln
bestehenden Teils - erscheint wieder im Wert des Produkts als nur
übertragner Wert, während die Arbeitskraft vermittelst des Ar-
beitsprozesses dem Produkt ein Äquivalent ihres Werts zusetzt
oder ihren Wert wirklich reproduziert. Ferner. Ein Teil der
Hilfsstoffe,
#165# 8. Kapital - Fixes Kapital und zirkuliemndes Kapital
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Heizkohlen, Leuchtgas usw. wird im Arbeitsprozeß aufgezehrt, ohne
stofflich in das Produkt einzugehn, während ein andrer Teil der-
selben körperlich in das Produkt eingeht und das Material seiner
Substanz bildet. Alle diese Verschiedenheiten sind jedoch gleich-
gültig für die Zirkulation und daher für die Umschlagsweise. So-
weit Hilfs- und Rohstoffe ganz verzehrt werden in der Bildung
ihres Produkts, übertragen sie ihren ganzen Wert auf das Produkt.
Er wird daher auch ganz durch das Produkt zirkuliert, verwandelt
sich in Geld und aus Geld zurück in die Produktionselemente der
Ware. Sein Umschlag wird nicht unterbrochen, wie der des fixen
Kapitals, sondern durchläuft fortwährend den ganzen Kreislauf
seiner Formen, so daß diese Elemente des produktiven Kapitals be-
ständig in natura erneuert werden.
Was den variablen, in Arbeitskraft ausgelegten Bestandteil des
produktiven Kapitals betrifft: Die Arbeitskraft wird für eine be-
stimmte Zeitfrist gekauft. Sobald der Kapitalist sie gekauft und
dem Produktionsprozeß einverleibt hat, bildet sie einen Bestand-
teil seines Kapitals, und zwar dessen variablen Bestandteil. Sie
wirkt täglich während eines Zeitraums, worin sie nicht nur ihren
ganzen Tageswert, soidern noch einen überschüssigen Mehrwert, von
dem wir hier zunächst absehn, dem Produkt zusetzt. Nachdem die
Arbeitskraft, für eine Woche z.B., gekauft ist und gewirkt hat,
muß der Kauf beständig in den gewohnheitsmäßigen Terminen erneu-
ert werden. Das Äquivalent ihres Werts, das die Arbeitskraft wäh-
rend ihrer Funktion dem Produkt zusetzt und das mit der Zirkula-
tion des Produkts in Geld verwandelt wird, muß aus Geld beständig
in Arbeitskraft rückverwandelt werden oder beständig den voll-
ständigen Kreislauf seiner Formen beschreibend d.h. umschlagen,
wenn der Kreislauf der kontinuierlichen Produktion nicht unter-
brochen werden soll.
Der in Arbeitskraft vorgeschoßne Wertteil des produktiven Kapi-
tals geht also ganz auf das Produkt über (wir sehn hier fortwäh-
rend vom Mehrwert ab), beschreibt mit ihm die beiden der Zirkula-
tionssphäre angehörigen Metamorphosen und bleibt durch diese be-
ständige Erneuerung stets dem Produktionsprozeß einverleibt. Wie
verschieden die Arbeitskraft sich also auch sonst, mit Bezug auf
die Wertbildung, zu den k e i n f i x e s Kapital bildenden
Bestandteilen des konstanten Kapitals verhält, diese Art des Um-
schlags ihres Werts hat sie mit ihnen gemein im Gegensatz zum fi-
xen Kapital. Diese Bestandteile des produktiven Kapitals - die in
Arbeitskraft und in nicht fixes Kapital bilden den Produktions-
mitteln ausgelegten Wertteile desselben stehn durch diesen ihren
gemeinschaftlichen Charakter des Umschlags dem fixen Kapital als
z i r k u l i e r e n d e s oder f l ü s i g e s Kapital ge-
genüber.
#166# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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Wie man früher sah 1*), ist das Geld, welches der Kapitalist dem
Arbeiter für den Gebrauch der Arbeitskraft zahlt, in der Tat nur
die allgemeine Äquivalentform für die notwendigen Lebensmittel
des Arbeiters. Insofern besteht das variable Kapital stofflich
aus Lebensmitteln. Aber hier, bei Betrachtung des Umschlags, han-
delt es sich um die Form. Was der Kapitalist kauft, sind nicht
die Lebensmittel des Arbeiters, sondern seine Arbeitskraft
selbst. Was den variablen Teil seines Kapitals bildet, sind nicht
die Lebensmittel des Arbeiters, sondern seine sich betätigende
Arbeitskraft. Was der Kapitalist produktiv im Arbeitsprozeß kon-
sumiert, ist die Arbeitskraft selbst und nicht die Lebensmittel
des Arbeiters. Es ist der Arbeiter selbst, der das für seine Ar-
beitskraft erhaltne Geld in Lebensmittel umsetzt, um sie in Ar-
beitskraft rückzuverwandeln, um sich am Leben zu erhalten, ganz
wie z.B. der Kapitalist einen Teil des Mehrwerts der Ware, die er
für Geld verkauft, in Lebensmittel für sich selbst umsetzt, ohne
daß man deswegen sagen wird, daß der Käufer seiner Ware ihn in
Lebensmitteln zahlt. Selbst wenn dein Arbeiter ein Teil seines
Lohns in Lebensmitteln, in natura, gezahlt wird, so ist dies
heutzutage eine zweite Transaktion. Er verkauft seine Arbeits-
kraft für einen bestimmten Preis, und es wird dabei akkordiert,
daß er einen Teil dieses Preises in Lebensmitteln erhält. Es än-
dert dies nur die Form der Zahlung, aber nicht, daß das, was er
wirklich verkauft, seine Ar beitskraft ist. Es ist eine zweite
Transaktion, die nicht mehr zwischen Arbeiter und Kapitalist,
sondern zwischen dem Arbeiter als Käufer von Ware und dem Kapita-
listen als Verkäufer von Ware vorgeht; während in der er sten
Transaktion der Arbeiter Verkäufer von Ware (seiner Arbeitskraft)
und der Kapitalist ihr Käufer ist. Ganz wie wenn der Kapitalist
seine Ware sich durch Ware, z.B. die Maschine, die er an die Ei-
senhütte verkauft, durch Eisen ersetzen läßt. Es sind also nicht
die Lebensmittel des Arbeiters, welche die Bestimmtheit des flüs-
sigen Kapitals im Gegensatz zum fixen Kapital erhalten. Es ist
auch nicht seine Arbeitskraft, sondern es ist der in ihr ausge-
legte Wertteil des produktiven Kapitals, der durch die Form sei-
nes Umschlags diesen Charakter gemeinschaftlich mit einigen, und
im Gegensatz zu andren, Bestandteilen des konstanten Kapitalteils
erhält.
Der Wert des flüssigen Kapitals - in Arbeitskraft und Produkti-
onsmitteln - ist vorgeschossen nur für die Zeit, während welcher
das Produkt fertiggemacht wird, je nach der Stufenleiter der Pro-
duktion, welche mit dem Umfang des fixen Kapitals gegeben ist.
Dieser Wert geht ganz in das Produkt ein, kehrt also durch den
Verkauf des Produkts ganz wieder aus der Zirkulation
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1*) Siehe Band 23 unsere Ausgabe, S. 181-191
#167# 8. Kapitel - Fixes Kapital und zirkulierenden Kapital
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zurück und kann von neuem vorgeschossen werden. Die Arbeitskraft
und die Produktionsmittel, worin der flüssige Kapitalbestandteil
existiert, werden in dem Umfang, der für die Bildung und den Ver-
kauf des fertigen Produkts nötig ist, der Zirkulation entzogen,
aber sie müssen beständig durch Rückkauf durch Rückverwandlung
aus der Geldform in die Produktionselemente, ersetzt und erneuert
werden. Sie werden in geringren Massen als die Elemente des fixen
Kapitals auf einmal dem Markt entzogen, aber sie müssen ihm um so
häufiger wieder entzogen werden, und der Vorschuß des in ihnen
ausgelegten Kapitals erneuert sich in karzren Perioden. Diese be-
ständige Erneuerung ist vermittelt durch den beständigen Umsatz
des Produkts, das ihren gesamten Wert zirkuliert. Sie beschreiben
endlich fortwährend den ganzen Kreislauf der Metamorphosen, nicht
nur ihrem Wert nach, sondern auch in ihrer stofflichen Form; sie
werden beständig rückverwandelt aus Ware in die Produktionsele-
mente derselben Ware.
Mit ihrem eignen Wert setzt die Arbeitskraft dem Produkt bestän-
dig Mehrwert zu, die Verkörperung unbezahher Arbeit. Dieser wird
also ebenso beständig vom fertigen Produkt zirkuliert und in Geld
verwandelt, wie dessen übrige Wertelemente. Hier jedoch, wo es
sich zunächst um den Umschlag des Kapitalwerts, nicht des gleich-
zeitig mit ihm umschlagenden Mehrwerts handelt, wird vorderhand
von letztrem abgesehn.
Aus dem Bisherigen ergibt sich folgendes:
I. Die Formbestimmtheiten von fixem und flüssigem Kapital ent-
springen nur aus dem verschiednen Umschlag des im Produktionspro-
zeß fungierenden Kapitalwerts oder p r o d u k t i v e n
K a p i t a l s. Diese Verschiedenheit des Umschlags entspringt
ihrerseits aus der verschiednen Weise, worin die verschiednen Be-
standteile des produktiven Kapitals ihren Wert auf das Produkt
übertragen, aber nicht aus ihrem verschiednen Anteil an der Pro-
duk tion des Produktweirts oder ihrem charakteristischen Verhal-
ten im Verwertungsprozeß. Die Verschiedenheit der Abgabe des
Werts an das Produkt endlich - und daher auch die verschiedde
Weise, worin dieser Wert durch das Produkt zirkuliert und durch
dessen Metamorphosen in seiner ursprünglichen Naturalform erneu-
ert wird - entspringt aus der Verschiedenheit der stofflichen Ge-
stalten, worin das produktive Kapital existiert, und wovon ein
Teil während der Bildung des einzelnen Produkts ganz konsumiert,
ein andrer nur allmählich vernutzt wird. Es ist also nur das pro-
duktive Kapital, das sich in fixes und flüssiges spalten kann.
Dagegen existiert dieser Gegensatz nicht für die beiden andren
Daseinsweisen des industriellen Kapitals, also weder für das Wa-
renkapital, noch für das Geldkapital, noch als Gegensatz beider
gegen das produktive Kapital. Er existiert nur
#168# II. Abschnitt - Der Umschlag des Kapitals
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f ü r d a s p r o d u k t i v e K a p i t a l u n d
i n n e r h a l b d e s s e l b e n. Geldkapital und Warenkapi-
tal mögen noch so sehr als Kapital fungieren und noch so flüssig
zirkulieren, sie können erst dann flüssiges Kapital im Gegensatz
zu fixem werden, sobald sie sich in flüssige Bestandteile des
produktiven Kapitals verwandelt. Weil aber diese beiden Formen
des Kapitals die Zirkulationssphäre behausen, hat sich die Ökono-
mie seit A. Smith, wie wir sehn werden, verleiten lassen, sie mit
dem flüssigen Teil des produktiven Kapitals unter der Kategorie:
zirkulierendes Kapital zusammenzuwerfen. Sie sind in der Tat Zir-
kulationskapital im Gegensatz zum produktiven, aber sie sind
nicht zirkulierendes Kapital im Gegensatz zum fixen.
2. Der Umschlag des fixen KapitaIbestandteils, also auch die dazu
nötige Umschlagszeit, umfaßt mehrere Umschläge der flüssigen Ka-
pitalbestandtelle. In derselben Zeit, worin das fixe Kapital ein-
mal umschlägt, schlägt das flüssige Kapital mehrmal um. Der eine
Wertbestandteil des produktiven Kapitals erhält die Formbestheit
des fixen Kapitals nur, soweit das Produktionsmittel, worin er
existiert, nicht in dem Zeitraum ab. genutzt wird, worin das Pro-
dukt fertiggemacht und aus dem Produktionsprozeß als Ware abge-
stoßen wird. Ein Teil seines Werts muß in der alten fortdauernden
Gebrauchsform gebunden bleiben, während ein andrer von dem ferti-
gen Produkt zirkuliert wird, dessen Zirkulation dagegen gleich-
zeitig den Gesamtwert der flüssigen Kapitalbestandteile zirku-
liert.
3. Der im fixen Kapital ausgelegte Wertteil des produktiven Kapi-
tals ist ganz, auf einmal vorgeschossen worden, für die ganze Fu-
nonsdauer denjenigen Teils der Produktionsmittel, woraus das fixe
Kapital besteht. Dieser Wert wird also auf einmal vom Kapitali-
sten in die Zirkulation geworfen; er wird aber der Zirkulation
nur stückweis und allmählich wieder entzogen durch die Realisie-
rung der Wertteile, die das fixe Kapital den Waren stückweis zu-
setzt. Andrerseits: Die Produktionsmittel selbst, worin ein Be-
standteil des produktiven Kapitals fixiert wird, werden auf ein-
mal der Zirkulation entzogen, um dem Produktionsprozeß für Ihre
ganze Funktionsdauer einverleibt zu werden, aber sie bedürfen für
dieselbe Zeit nicht des Ersatzes durch neue Exemplare derselben
Art nicht der Reproduktion. Sie fahren während er oder kürzrer
Zeit fort, zur Bildung der in Zirkulation geworfenen Waren beizu-
tragen, ohne selbst der Zirkulation die Elemente ihrer eignen Er-
neuerung zu entziehn. Während dieser Zeit erheischen sie also
auch ihrerseits keine Erneuerung des Vorschusses von seiten des
Kapitalisten. Endlich: Der im fixen Kapital ausgelegte Kapital-
wert durchläuft den Kreislauf seiner Formen während der Funkti-
onsdauer der Produktionsmitels, worin er existiert, nicht stoff-
lich, sondern nur für seinen Wert, und
#169# 8. Kapitel - Fixes Kapital und zirkulierendes Kapitals
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auch das nur teilweise und allmählich. D.h. ein Teil seines Werts
wird fortwährend als Wertteil der Ware zirkuliert und in Geld
verwandelt, ohne sich aus Geld in seine ursprüngliche Naturalform
rückzuverwandeln. Diese Rückverwandlung des Gelds in die Natural-
form des Produktionsmittels findet erst statt am Schluß seiner
Funktionsperiode, wenn das Produktionsmittel gänzlich verbraucht
ist
4. Die Elemente des flüssigen Kapitals sind ebenso beständig im
Produktionsprozeß - soll er kontinuierlich sein - fixiert wie die
Elemente des fixen Kapitals. Aber die so fixierten Elemente des
erstren werden beständig in natura erneuert (die Produktionsmit-
tel durch neue Exemplare derselben Art, die Arbeitskraft durch
stets erneuerten Kauf); während bei den Elementen des fixen Kapi-
tals während ihrer Fortdauer weder sie selbst erneuert werden,
noch ihr Kauf zu erneuern ist. Es befinden sich beständig Roh-
und Hilfsstoffe im Produktionsprozeß, aber immer neue Exemplare
derselben Art, nachdem die alten in der Bildung des fertigen Pro-
dukts verzehrt sind. Es findet sich ebenso beständig Arbeitskraft
im Produktionsprozeß, aber nur durch beständige Erneuerung ihres
Kaufs, und oft mit Wechsel der Personen. Dagegen fahren dieselben
identischen Gebäude, Maschinen etc. fort, während wiederholter
Umschläge des flüssigen Kapitals in denselben wiederholten Pro-
duktionsprozessen zu fungieren.
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