Quelle: MEW 25 Das Kapital - Dritter Band


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       #216# II. Abschnitt - Verwandlung des Profits in Durchschnittspr.
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       II. Produktionspreis der Waren mittlerer Zusammensetzung
       
       Man hat  gesehn, wie die Abweichung der Produktionspreise von den
       Werten dadurch entspringt:
       1. daß  zum Kostpreis einer Ware nicht der in ihr enthaltne Mehr-
       wert, sondern der Durchschnittsprofit hinzugeschlagen wird;
       2. daß  der so  vom Wert  abweichende Produktionspreis einer Ware
       als Element  in den  Kostpreis andrer Waren eingeht, wodurch also
       schon im Kostpreis einer Ware eine Abweichung vom Wert der in ihr
       konsumierten
       
       #217# 12. Kapitel - Nachträge
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       Produktionsmittel enthalten  sein kann,  abgesehn von  der Abwei-
       chung, die  für sie  selbst durch  die Differenz  zwischen Durch-
       schnittsprofit und  Mehrwert hineinkommen  kann. Es  ist hiernach
       also möglich,  daß auch  bei Waren,  die durch Kapitale mittlerer
       Zusammensetzung produziert  werden, der  Kostpreis abweichen kann
       von der  Wertsumme der  Elemente, aus  denen  dieser  Bestandteil
       ihres  Produktionspreises  sich  zusammensetzt.  Angenommen,  die
       mittlere Zusammensetzung  sei 80c  + 20v. Es ist nun möglich, daß
       in den  wirklichen Kapitalen,  die so  zusammengesetzt sind,  80c
       größer oder  kleiner ist als der Wert von c, dem konstanten Kapi-
       tal, weil dies c durch Waren gebildet ist, deren Produktionspreis
       abweicht von ihrem Wert. Ebenso könnte 20, von seinem Wert abwei-
       chen, wenn  in den  Verzehr des Arbeitslohns Waren eingehn, deren
       Produktionspreis von  ihrem Wert  verschieden ist;  der  Arbeiter
       also zum  Rückkauf dieser  Waren (ihrem  Ersatz) mehr oder minder
       Arbeitszeit arbeiten,  also mehr  oder minder viel notwendige Ar-
       beit verrichten  muß, als  nötig wäre, wenn die Produktionspreise
       der notwendigen Lebenmittel mit ihren Werten zusammenfielen.
       Indes ändert diese Möglichkeit durchaus nichts an der Richtigkeit
       der für  Waren mittlerer Zusammensetzung aufgestellten Sätze. Das
       Quantum Profit,  das auf diese Waren fällt, ist gleich dem in ih-
       nen selbst  enthaltnen Quantum Mehrwert. Z. B. bei obigem Kapital
       von der  Zusammensetzung 80c  + 20v  ist das Wichtige für die Be-
       stimmung des Mehrwerts nicht, ob diese Zahlen Ausdrücke der wirk-
       lichen Werte,  sondern wie sie sich zueinander verhalten; nämlich
       daß v  = 1/5  des Gesamtkapitals und c = 4/5 ist. Sobald dies der
       Fall, ist,  wie oben  angenommen, der  von  v  erzeugte  Mehrwert
       gleich dem  Durchschnittsprofit. Andrerseits:  weil er gleich dem
       Durchschnittsprofit ist,  ist der  Produktionspreis = Kostpreis +
       Profit =  k +  p =  k +  m, praktisch dem Wert der Ware gleichge-
       setzt. D.h.,  eine Erhöhung  oder Erniedrigung  des  Arbeitslohns
       läßt k  + p  in diesem  Fall ebenso unverändert, wie sie den Wert
       der Ware unverändert lassen würde, und bewirkt bloß eine entspre-
       chende umgekehrte Bewegung, Erniedrigung oder Erhöhung, auf Seite
       der Profitrate. Würde nämlich infolge einer Erhöhung oder Ernied-
       rigung des  Arbeitslohns der  Preis der  Waren hier verändert, so
       käme die  Profitrate in  diesen Sphären mittlerer Zusammensetzung
       über oder  unter ihr  Niveau in  den andern Sphären zu stehn. Nur
       soweit der Preis unverändert bleibt, bewahrt die Sphäre mittlerer
       Zusammensetzung ihr  Profitniveau mit den andern Sphären. Es fin-
       det also  bei ihr  praktisch dasselbe  statt, als ob die Produkte
       dieser Sphäre  zu ihrem  wirklichen Wert  verkauft würden. Werden
       Waren nämlich zu ihren wirklichen Werten verkauft, so
       
       #218# II. Abschnitt - Verwandlung des Profits in Durchschnittspr.
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       ist es klar, daß bei sonst gleichen Umständen Steigen oder Sinken
       des Arbeitslohns  entsprechendes Sinken oder Steigen des Profits,
       aber keinen  Wertwechsel der Waren hervorruft und daß unter allen
       Umständen Steigen  oder Sinken des Arbeitslohnes nie den Wert der
       Waren, sondern stets nur die Größe des Mehrwerts affizieren kann.

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