Quelle: MEW 25 Das Kapital - Dritter Band


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       FÜNFZEHNTES KAPITEL
       Entfaltung der inneren Widersprüche des Gesetzes
       
       I. Allgemeines
       
       Man hat  im ersten  Abschnitt dieses  Buchs gesehn,  daß die Pro-
       fitrate die  Mehrwertsrate stets niedriger ausdrückt als sie ist.
       Man hat  jetzt gesehn,  daß selbst  eine steigende Rate des Mehr-
       werts die,Tendenz  hat, sich in einer fallenden Profitrate auszu-
       drücken. Die  Profitrate wäre  nur gleich der Rate des Mehrwerts,
       wenn c  = 0,  d.h., wenn  das Gesamtkapital in Arbeitslohn ausge-
       legt. Eine fallende Profitrate drückt nur dann eine fallende Rate
       des Mehrwerts aus, wenn das Verhältnis zwischen dem Wert des kon-
       stanten Kapitals  und der  Menge der es in Bewegung setzenden Ar-
       beitskraft un. verändert bleibt oder wenn diese letztere, im Ver-
       hältnis zum Wert des konstanten Kapitals, gestiegen ist.
       Ricardo, unter dem Vorwand die Profitrate zu betrachten, betrach-
       tet in der Tat nur die Rate des Mehrwerts und diese nur unter der
       Voraussetzung, daß der Arbeitstag intensiv und extensiv eine kon-
       stante Größe ist.
       Fall der  Profitrate und beschleunigte Akkumulation sind insofern
       nur verschiedne Ausdrücke desselben Prozesses, als beide die Ent-
       wicklung der  Produktivkraft ausdrücken.  Die Akkumulation ihrer-
       seits beschleunigt  den Fall  der Profitrate,  sofern mit ihr die
       Konzentration der Arbeiten auf großer Stufenleiter und damit eine
       höhere Zusammensetzung  des Kapitals gegeben ist. Andrerseits be-
       schleunigt der  Fall der  Profitrate wieder die Konzentration des
       Kapitals und  seine Zentralisation durch die Enteignung der klei-
       nern Kapitalisten,  durch die Expropriation des letzten Rests der
       un. mittelbaren  Produzenten, bei denen noch etwas zu expropriie-
       ren ist.  Dadurch wird  andrerseits die  Akkumulation, der  Masse
       nach, beschleunigt,  obgleich mit der Profitrate die Rate der Ak-
       kumulation fällt.
       Andrerseits, soweit  die Rate  der Verwertung des Gesamtkapitals,
       die Profitrate,  der Stachel  der kapitalistischen Produktion ist
       (wie die Verwertung
       
       #252# III. Abschnitt - Gesetz des tendenziellen Falls...
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       des Kapitals  ihr einziger  Zweck), verlangsamt ihr Fall die Bil-
       dung neuer selbständiger Kapitale und erscheint so als bedrohlich
       für die Entwicklung des kapitalistischen Produktionsprozesses; er
       befördert Überproduktion,  Spekulation, Krisen, überflüssiges Ka-
       pital neben überflüssiger Bevölkerung. Die Ökonomen also, die wie
       Ricardo die  kapitalistische Produktionsweise  für  die  absolute
       halten, fühlen  hier, daß diese Produktionsweise sich selbst eine
       Schranke schafft,  und schieben  daher diese  Schranke nicht  der
       Produktion zu,  sondern der  Natur (in  der Lehre von der Rente).
       Das Wichtige  aber in  ihrem Horror  vor der fallenden Profitrate
       ist das  Gefühl, daß  die kapitalistische Produktionsweise an der
       Entwicklung der  Produktivkräfte eine Schranke findet, die nichts
       mit der  Produktion des  Reichtums als  solcher zu  tun hat;  und
       diese eigentümliche  Schranke bezeugt  die Beschränktheit und den
       nur historischen,  vorübergehenden Charakter der kapitalistischen
       Produktionsweise; bezeugt,  daß sie  keine für die Produktion des
       Reichtums absoluteproduktionsweise  ist, vielmehr mit seiner For-
       tentwicklung auf gewisser Stufe in Konflikt tritt.
       Ricardo und  seine Schule betrachten allerdings nur den industri-
       ellen Profit,  worin der  Zins eingeschlossen. Aber auch die Rate
       der Grundrente hat fallende Tendenz, obgleich ihre absolute Masse
       wächst und sie auch proportionell wachsen mag gegen den industri-
       ellen Profit.  (Siehe Ed.  West, der  vor Ricardo  das Gesetz der
       Grundrente entwickelt  hat.) Betrachten wir das gesellschaftliche
       Gesamtkapital C  und setzen  wir p1  für den, nach Abzug von Zins
       und Grundrente  bleibenden industriellen  Profit, z  für den Zins
       und r  für die Grundrente, so ist m/C = p/C = (p1+z+r)/C = p1/C +
       z/C +  r/C. Wir haben gesehn, daß, obwohl im Entwicklungsgang der
       kapitalistischen Produktion  m, die  Gesamtsumme  des  Mehrwerts,
       stetig wächst, dennoch m/C ebenso stetig abnimmt, weil C noch ra-
       scher wächst  als m.  Es ist  also durchaus kein Widerspruch, daß
       p1, z  und r  jedes für sich stets wachsen können, während sowohl
       m/C   = p/C  wie p1/C, z/C und r/C und jedes für sich immer klei-
       ner werden, oder daß p1 gegen z, oder r gegen p1, oder auch gegen
       p1 und  z relativ wächst. Bei steigendem Gesamtmehrwert oder Pro-
       fit m  = p, aber gleichzeitig fallender Profitrate m/C = p/C kann
       das Größenverhältnis der Teile p1, z und r, worin m = p zerfällt,
       innerhalb der  durch die Gesamtsumme in gegebnen Grenzen beliebig
       wechseln, ohne  daß dadurch  die Größe  von m  oder m/C affiziert
       wird.
       
       #253# 15. Kapitel - Entfaltung der innern Widersprüche...
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       Die wechselseitige Variation von p1, z und r ist bloß verschiedne
       Verteilung von  m unter  verschiedne Rubriken. Es kann daher auch
       p1/C, z/C oder r/C, die Rate des individuellen industriellen Pro-
       fits, die Zinsrate und das Verhältnis der Rente zum Gesamtkapital
       je eins  gegen das  andre steigen,  obgleich m/C,  die allgemeine
       Profitrate, fällt; Bedingung bleibt nur, daß die Summe aller drei
       = m/C.  Fällt die Profitrate von 50% auf 25%, wenn z.B. die Kapi-
       talzusammensetzung, bei  einer Mehrwertsrate = 100%, sich von 50c
       + 50v auf 75c + 25v verändert, so wird im ersten Fall ein Kapital
       von 1000 einen Profit von 500 und im zweiten ein Kapital von 4000
       einen Profit  von 1000  geben. m oder p hat sich verdoppelt, aber
       p' ist  um die  Hälfte gefallen.  Und wenn  von den 50% früher 20
       Profit, 10 Zins, 20 Rente, so betrug p1/C = 20%, z/C = 10%, r/C =
       20% Blieben bei Verwandlung in 25% die Verhältnisse dieselben, so
       p1/C = 10%, z/C = 5 und r/C = 10%.
       Fiele dagegen  p1/C nunauf  8% und  z/C auf 4%, so stiege r/C auf
       13%. Die  proportionelle Größe  von r wäre gestiegen gegen p1 und
       z, aber  dennoch wäre p' gleichgeblieben. Unter beiden Vorausset-
       zungen wäre  die Summe  von p1, z und r gestiegen, da sie vermit-
       telst eines  viermal größeren  Kapitals produziert wird. Übrigens
       ist Ricardos  Voraussetzung, daß  ursprünglich  der  industrielle
       Profit (plus  Zins) den ganzen Mehrwert einsteckt, historisch und
       begrifflich falsch. Es ist vielmehr nur der Fortschritt der kapi-
       talistischen Produktion, der 1. den industriellen und kommerziel-
       len Kapitalisten  den ganzen  Profit erster Hand zur spätern Ver-
       teilung gibt  und 2.  die Rente auf den Überschuß über den Profit
       reduziert. Auf  dieser kapitalistischen  Basis wächst dann wieder
       die Rente,  die ein Teil des Profits (d.h. des Mehrwerts als Pro-
       dukt des  Gesamtkapitals betrachtet) ist, aber nicht der spezifi-
       sche Teil des Produkts, den der Kapitalist einsteckt.
       Die Schöpfung von Mehrwert findet, die nötigen Produktionsmittel,
       d.h. hinreichende  Akkumulation von  Kapital vorausgesetzt, keine
       andre Schranke  als die  Arbeiterbevölkerung, wenn  die Rate  des
       Mehrwerts, also der Exploitationsgrad der Arbeit, und keine andre
       Schranke als  den Ex  ploitationsgrad der Arbeit, wenn die Arbei-
       terbevölkerung gegeben  ist. Und der kapitalistische Produktions-
       prozeß besteht  wesentlich in der Produktion von Mehrwert, darge-
       stellt in  dem Mehrprodukt oder dem aliquoten Teil der produzier-
       ten Waren,  worin unbezahlte  Arbeit vergegenständlicht  ist. Man
       muß es nie vergessen, daß die Produktion dieses Mehrwerts - und
       
       #254# III. Abschnitt - Gesetz des tendenziellen Falls...
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       die Rückverwandlung  eines Teils  desselben in  Kapital, oder die
       Akkumulation, bildet  einen integrierenden  Teil dieserproduktion
       des Mehrwertsder unmittelbare Zweck und das bestimmende Motiv der
       kapitalistischen Produktion  ist. Man  darf diese  daher nie dar-
       stellen als  das, was  sie nicht ist, nämlich als Produktion, die
       zu ihrem unmittelbaren Zweck den Genuß hat oder die Erzeugung von
       Genußmitteln für  den Kapitalisten.  Man sieht  dabei ganz ab von
       ihrem spezifischen  Charakter, der  sich in  ihrer ganzen  innern
       Kerngestalt darstellt.  Die Gewinnung dieses Mehrwerts bildet den
       unmittelbaren Produktionsprozeß,  der  wie  gesagt  keine  andren
       Schranken als  die oben  angegebnen hat.  Sobald das  auspreßbare
       Quantum Mehrarbeit  in Waren  vergegenstäiidlicht  ist,  ist  der
       Mehrwert produziert. Aber mit dieser Produktion des Mehrwerts ist
       nur der  erste Akt des kapitalistischen Produktionsprozesses, der
       unmittelbare Produktionsprozeß  beendet. Das Kapital hat soundso-
       viel un. bezahlte Arbeit eingesaugt. Mit der Entwicklung des Pro-
       zesses, der  sich im  Fall der Profitrate ausdrückt, schwillt die
       Masse des  so produzierten Mehrwerts ins Ungeheure. Nun kommt der
       zweite Akt  des Prozesses. Die gesamte Warenmasse, das Gesamtpro-
       dukt, sowohl der Teil, der das konstante und variable Kapital er-
       setzt, wie  der den  Mehrwert darstellt, muß verkauft werden. Ge-
       schieht das  nicht oder nur zum Teil oder nur zu Preisen, die un-
       ter den  Produktionspreisen stehn,  so ist  der Arbeiter zwar ex-
       ploitiert, aber seine Exploitation realisiert sich nicht als sol-
       che für den Kapitalisten, kann mit gar keiner oder nur teilweiser
       Realisation des  abgepreßten Mehrwerts,  ja mit  teilweisem  oder
       ganzem Verlust  seines Kapitals  verbunden sein.  Die Bedingungen
       der unmittelbaren  Exploitation und  die ihrer  Realisation  sind
       nicht identisch.  Sie fallen nicht nur nach Zeit und Ort, sondern
       auch begrifflich auseinander. Die einen sind nur beschränkt durch
       die Produktivkraft der Gesellschaft, die andren durch die Propor-
       tionalität der  verschiednen Produktionszweige und durch die Kon-
       sumtionskraft der  Gesellschaft. Diese  letztre ist aber bestimmt
       weder durch die absolute Produktionskraft noch durch die absolute
       Konsumtionskraft; sondern  durch die  Konsumtionskraft auf  Basis
       antagonistischer Distributionsverhältnisse, welche die Konsumtion
       der großen Masse der Gesellschaft auf ein nur innerhalb mehr oder
       minder enger  Grenzen veränderliches  Minimum reduziert.  Sie ist
       ferner beschränkt  durch den  Akkumulationstrieb, den  Trieb nach
       Vergrößerung des  Kapitals und  nach Produktion  von Mehrwert auf
       erweiterter Stufenleiter. Dies ist Gesetz für die kapitalistische
       Produktion, gegeben  durch die  beständigen Revolutionen  in  den
       Produktionsmethoden selbst,  die damit  beständig verknüpfte Ent-
       wertung von vorhandnem Kapital,
       
       #255# 15.Kapitel - Entfaltung der innern Widersprüche...
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       den allgemeinen  Konkurrenzkampf und  die Notwendigkeit, die Pro-
       duktion zu verbessern und ihre Stufenleiter auszudehnen, bloß als
       Erhaltungsmittel und bei Strafe des Untergangs. Der Markt muß da-
       her beständig  ausgedehnt werden,  so daß seine Zusammenhänge und
       die sie  regelnden Bedingungen  immer mehr  die Gestalt eines von
       den Produzenten unabhängigen Naturgesetzes annehmen, immer unkon-
       trollierbarer werden.  Der innere  Widerspruch  sucht  sich  aus-
       zugleichen durch  Ausdehnung des äußern Feldes der Produktion. Je
       mehr sich  aber die  Produktivkraft entwickelt,  um so mehr gerät
       sie in  Widerstreit mit  der engen Basis, worauf die Konsumtions-
       verhältnisse beruhen.  Es ist auf dieser widerspruchsvollen Basis
       durchaus kein  Widerspruch, daß Übermaß von Kapital verbunden ist
       mit wachsendem  Übermaß von Bevölkerung; denn obgleich, beide zu-
       sammengebracht, die Masse des produzierten Mehrwerts sich steigem
       würde, steigert  sich eben damit der Widerspruch zwischen den Be-
       dingungen, worin dieser Mehrwert produziert, und den Bedingungen,
       worin er realisiert wird.
       Eine bestimmte  Profitrate gegeben,  hängt die  Masse des Profits
       stets ab  von der Größe des vorgeschoßnen Kapitals. Die Akkumula-
       tion aber  ist dann  bestimmt durch den Teil dieser Masse, der in
       Kapital rückverwandelt  wird. Dieser  Teil aber, da er gleich dem
       Profit minus  der von  den Kapitalisten  verzehrten Revenue, wird
       nicht nur  abhängen von  dem Wert  dieser Masse, sondern auch von
       der Wohlfeilheit der Waren, die der Kapitalist damit kaufen kann;
       der Waren,  teils die  in seinen Konsum, seine Revenue, teils die
       in sein konstantes Kapital eingehn. (Der Arbeitslohn ist hier als
       gegeben vorausgesetzt.)
       Die Masse  des Kapitals,  die der  Arbeiter in Bewegung setzt und
       deren Wert  er durch seine Arbeit erhält und im Produkt wiederer-
       scheinen macht, ist durchaus verschieden von dem Wert, den er zu-
       setzt. Ist  die Masse  des Kapitals = 1000 und die zugesetzte Ar-
       beit = 100, so das reproduzierte Kapital = 1 100. Ist die Masse =
       100 und  die zugesetzte Arbeit = 20, so das reproduzierte Kapital
       = 120. Die Profitrate ist im ersten Fall = 10%, im zweiten = 20%.
       Und dennoch  kann aus 100 mehr akkumuliert werden als aus 20. Und
       so wälzt  sich der  Strom des  Kapitals fort (abgesehn von seiner
       Entwertung durch  Steigerung der Produktivkraft) oder seine Akku-
       mulation im  Verhältnis der Wucht, die es schon besitzt, nicht im
       Verhältnis zur  Höhe der  Profitrate. Hohe Profitrate, soweit sie
       auf hoher  Mehrwertsrate beruht, ist möglich, wenn der Arbeitstag
       sehr lang,  obgleich die Arbeit unproduktiv ist; sie ist möglich,
       weil die  Bedürfnisse der  Arbeiter sehr gering, darum der Durch-
       schnittalohn sehr niedrig, obgleich die Arbeit
       
       #256# III. Abschnitt - Gesetz des tendenziellen Falls...
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       unproduktiv. Der  Niedrigkeit des Lohns wird die Energielosigkeit
       der Arbeiter  entsprechen. Das Kapital akkumuliert dabei langsam,
       trotz der hohen Profitrate. Die Bevölkerung ist stagnant, und die
       Arbeitszeit, die  das Produkt  kostet, ist groß, obgleich der dem
       Arbeiter bezahlte Lohn klein ist.
       Die Profitrate fällt, nicht weil der Arbeiter weniger exploitiert
       wird, sondern  weil im  Verhältnis zum  angewandten Kapital über-
       haupt weniger Arbeit angewandt wird.
       Fällt, wie  gezeigt, sinkende Profitrate zusammen mit Steigen der
       Profitmasse, so wird ein größrer Teil des jährlichen Produkts der
       Arbeit vorn  Kapitalisten unter  der Kategorie Kapital angeeignet
       (als Ersatz von verbrauchtem Kapital) und ein verhältnismäßig ge-
       ringrer unter der Kategorie Profit. Daher die Phantasie des Pfaf-
       fen Chalmers  [40], daß je geringre Masse des jährlichen Produkts
       die Kapitalisten  als Kapital  verausgaben, sie um so größre Pro-
       fite schlucken; wobei ihnen dann die Staatskirche zu Hilfe kommt,
       um für  die Verzehrung,  statt Kapitalisierung eines großen Teils
       des Mehrprodukts  zu sorgen.  Der Pfaff  verwechselt Ursache  und
       Wirkung. Übrigens wächst ja die Masse des Profits, auch bei klei-
       nerer Rate,  mit der Größe des ausgelegten Kapitals. Dies bedingt
       jedoch zugleich  Konzentration des Kapitals, da jetzt die Produk-
       tionsbedingungen die Anwendung von massenhaftem Kapital gebieten.
       Es bedingt  ebenso dessen  Zentralisation, d.h.  Verschlucken der
       kleinen Kapitalisten  durch die großen und Entkapitalisierung der
       erstern. Es  ist wieder nur in einer zweiten Potenz die Scheidung
       der Arbeitsbedingungen  von den Produzenten, zu denen diese klei-
       nern Kapitalisten  noch gehören,  da bei  ihnen die  eigne Arbeit
       noch eine  Rolle spielt;  die Arbeit des Kapitalisten steht über-
       haupt im  umgekehrten Verhältnis  zur Größe seines Kapitals, d.h.
       zum Grad,  worin er  Kapitalist. Es  ist diese Scheidung zwischen
       Arbeitsbedingungen hier und Produzenten dort, die den Begriff des
       Kapitals bildet, die mit der ursprünglichen Akkumulation (Buch I,
       Kap. XXIV)  sich eröffnet, dann als beständiger Prozeß in der Ak-
       kumulation und Konzentration des Kapitals erscheint und hier end-
       lich sich als Zentralisation schon vorhandner Kapitale in wenigen
       Händen und  Entkapitalisierung (dahin  verändert sich nun die Ex-
       propriation) vieler ausdrückt. Dieser Prozeß würde bald die kapi-
       talistische Produktion  zum Zusammenbruch bringen, wenn nicht wi-
       derstrebende Tendenzen  beständig wieder  dezentralisierend neben
       der zentripetalen Kraft wirkten.

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