Quelle: MEW 25 Das Kapital - Dritter Band


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       FÜNFTES KAPITEL
       Ökonomie in der Anwendung des konstanten Kapitals
       
       I. Im allgemeinen
       
       Die Vermehrung  des absoluten Mehrwerts oder die Verlängerung der
       Mehrarbeit und darum des Arbeitstags, bei gleichbleibendem varia-
       blem Kapital,  also bei Anwendung derselben Arbeiteranzahl zu no-
       minell demselben  Lohn -  wobei es  gleichgültig, ob die Überzeit
       bezahlt wird  oder nicht  - senkt relativ den Wert des konstanten
       Kapitals gegenüber  dem Gesamtkapital  und dem  variablen Kapital
       und erhöht dadurch die Profitrate, auch abgesehn von dem Wachstum
       und der  Masse des  Mehrwerts und  der möglicherweise  steigenden
       Rate des Mehrwerts. Der Umfang des fixen Teils des konstanten Ka-
       pitals, Fabrikgebäude,  Maschinerie etc.  bleibt derselbe,  ob 16
       oder 12  Stunden damit  gearbeitet wird. Die Verlängerung des Ar-
       beitstags erheischt  keine neue  Auslage in diesem, dem kostspie-
       ligsten Teil  des konstanten  Kapitals. Es  kommt hinzu,  daß der
       Wert des  fixen Kapitals  so  in  einer  kürzern  Reihe  von  Um-
       schlagsperioden reproduziert,  also die  Zeit verkürzt  wird, für
       die es  vorgeschossen werden  muß, um  einen bestimmten Profit zu
       machen. Die  Verlängerung des Arbeitstags steigert daher den Pro-
       fit, selbst  wenn die Oberzeit bezahlt, und bis zu einer gewissen
       Grenze, selbst  wenn sie  höher bezahlt wird als die normalen Ar-
       beitsstunden. Die  stets wachsende  Notwendigkeit der  Vermehrung
       des fixen  Kapitals im  modernen Industriesystem  war  daher  ein
       Hauptstachel zur  Verlängerung des  Arbeitstags für  profitwütige
       Kapitalisten. 11)
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       11) Da  in allen Fabriken ein sehr hoher Betrag von fixem Kapital
       in Gebäuden und Maschinen steckt, so wird der Gewinn um so größer
       sein, je  größer die  Anzahl der Stunden, während deren diese Ma-
       schinerie in  Arbeit gehalten  werden kann."  ("Rep. of  Insp. of
       Fact., October 31, 1858", p. 8.)
       
       #88# I. Abschnitt - Verwandlung des Mehrwerts in Profit usw.
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       Es findet  nicht dasselbe  Verhältnis bei  konstantem  Arbeitstag
       statt. Es  ist hier entweder nötig, die Zahl der Arbeiter und mit
       ihnen auch zu einem gewissen Verhältnis die Masse des fixen Kapi-
       tals, der  Baulichke'ten, Maschinerie  etc. zu vermehren, um eine
       größere Masse von Arbeit zu exploitieren (denn es wird hier abge-
       sehn von  Abzügen am Lohn oder Herabpressen des Lohns unter seine
       normale Höhe).  Oder, wo  die Intensität der Arbeit vermehrt, be-
       ziehungsweise die  Produktivkraft der  Arbeit  erhöht,  überhaupt
       mehr relativer  Mehrwert erzeugt werden soll, wächst in den Indu-
       striezweigen, die Rohstoff anwenden, die Masse des zirkulierenden
       Teils des  konstanten Kapitals,  indem mehr  Rohstoff etc. in dem
       gegebnen Zeitraum  verarbeitet wird;  und zweitens wächst die von
       derselben Zahl  Arbeiter in  Bewegung gesetzte  Maschinerie, also
       auch dieser  Teil des  konstanten Kapitals. Das Wachsen des Mehr-
       werts ist  also begleitet  von einem Wachsen des konstanten Kapi-
       tals, die wachsende Exploitation der Arbeit von einer Verteuerung
       der Produktionsbedingungen,  vermittelst welcher  die Arbeit  ex-
       ploitiert wird,  d.h. von  größter Kapitalauslage. Die Profitrate
       wird also  hierdurch auf der einen Seite vermindert, wenn auf der
       andern erhöht.
       Eine ganze Reihe laufender Unkosten bleibt sich beinahe oder ganz
       gleich bei  längrem wie  bei kürzrem Arbeitstag. Die Aufsichtsko-
       sten sind geringer für 500 Arbeiter bei 18 Arbeitsstunden als für
       750 bei 12 Stunden.
       
       "Die Betriebskosten  einer Fabrik  bei zehnstündiger  Arbeit sind
       beinahe gleich  hoch wie  bei zwölfstündiger." ("Rep. Fact., Oct.
       1848", p. 37.)
       
       Staats- und  Gemeindesteuern, Feuerversichrung, Lohn verschiedner
       ständiger  Angestellter,  Entwertung  der  Maschinerie  und  ver-
       schiedne andre Unkosten einer Fabrik laufen unverändert voran bei
       langer oder  kurzer Arbeitszeit; im Verhältnis wie die Produktion
       abnimmt, steigen  sie gegenüber  dem Profit.  ("Rep. Fact.,  Oct.
       1862", p. 19.)
       Die Zeitdauer, worin sich der Wert der Maschinerie und andrer Be-
       standteile des  fixen Kapitals  reproduziert, ist  praktisch  be-
       stimmt nicht durch die Zeit ihrer bloßen Dauer, sondern durch die
       Gesamtdauer des  Arbeitsprozesses, während  dessen sie  wirkt und
       vernutzt wird.  Müssen die Arbeiter 18 Stunden statt 12 schanzen,
       so gibt dies drei Tage mehr auf die Woche, eine Woche wird zu an-
       derthalb, zwei Jahre zu drei. Wird die Überzeit nicht bezahlt, so
       geben die  Arbeiter also, außer der normalen Mehrarbeitszeit, auf
       zwei Wochen  die dritte, auf zwei Jahre das dritte gratis. Und so
       wird die  Wertreproduktion der  Maschinerie um 50% gesteigert und
       in 2/3 der sonst notwendigen Zeit erreicht.
       
       #89# 5. Kapitel - Ökonomie in der Anwendung des konst. Kapitals
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       Wir gehn  bei dieser  Untersuchung sowie  bei der über die Preis-
       schwankungen des  Rohmaterials (in Kap. VI) von der Voraussetzung
       aus, daß  Masse und Rate des Mehrwerts gegeben sind - zur Vermei-
       dung nutzloser Komplikationen.
       Wie bereits  bei Darstellung der Kooperation, der Teilung der Ar-
       beit und der Maschinerie hervorgehoben 1*), entspringt die Ökono-
       mie in  den Produktionsbedingungen,  welche  die  Produktion  auf
       großer Stufenleiter  se Bedingungen  als Bedingungen  charakteri-
       siert, wesentlich  daraus, daß  die  gesellschaftlicher,  gesell-
       schaftlich kombinierter Arbeit, also als gesellschaftliche Bedin-
       gungen der Arbeit fungieren. Sie werden gemeinsam im Produktions-
       prozeß konsumiert,  vom Gesamtarbeiter,  statt in  zersplitterter
       Form von einer Masse unzusammenhängender oder höchstens auf klei-
       nem Maßstab  unmittelbar kooperierender Arbeiter. In einer großen
       Fabrik mit einem oder zwei Zentralmotoren wachsen die Kosten die-
       ser Motoren  nicht in  demselben Verhältnis  wie ihre Pferdekraft
       und daher  ihre mögliche  Wirkungssphäre; die Kosten der Übertra-
       gungsmaschinerie wachsen  nicht in  demselben Verhältnis  wie die
       Masse der  Arbeitsmaschinen, denen sie die Bewegung mitteilt; der
       Rumpf der Arbeitsmaschine selbst verteuert sich nicht im Verhält-
       nis mit  der steigenden Anzahl der Werkzeuge, womit als mit ihren
       Organen sie fungiert usw. Die Konzentration der Produktionsmittel
       erspart ferner Baulichkeiten aller Art, nicht nur für die eigent-
       lichen Werkstätten,  sondern auch für die Lagerlokale usw. Ebenso
       verhält es  sich mit  den Ausgaben für Feuerung, Beleuchtung usw.
       Andre Produktionsbedingungen  bleiben dieselben,  ob von  wenigen
       oder vielen benutzt.
       Diese ganze  Ökonomie, die aus der Konzentration der Produktions-
       mittel und  ihrer massenhaften  Anwendung entspringt,  setzt aber
       als wesentliche  Bedingung die  Anhäufung und  das Zusammenwirken
       der Arbeiter  voraus, also  gesellschaftliche Kombination der Ar-
       beit. Sie  entspringt daher  ebensogut aus dem gesellschaftlichen
       Charakter der  Arbeit, wie  der Mehrwert aus der Mehrarbeit jedes
       einzelnen Arbeiters,  für sich isoliert betrachet. Selbst die be-
       ständigen Verbesserungen,  die hier  möglich und  notwendig sind,
       entspringen einzig  und allein  aus den gesellschaftlichen Erfah-
       rungen und  Beobachtungen, welche  die Produktion  des auf großer
       Stufenleiter kombinierten Gesaintarbeiters gewährt und erlaubt.
       Dasselbe gilt  von dem  zweiten großen  Zweig der Ökonomie in den
       Produktionsbedingungen. Wir meinen die Rückverwandlung der Exkre-
       mente der  Produktion, ihrer sogenannten Abfälle, in neue Produk-
       tionselernente sei
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       1*) Siehe Band 23 unserer Ausgabe, S. 343/344
       
       #90# I. Abschnitt - Verwandlung des Mehrwerts in Profit usw.
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       es desselben,  sei es eines andern Industriezweigs; die Prozesse,
       wodurch diese sogenannten Exkremente in den Kreislauf der Produk-
       tion und  daher der Konsumtion - produktiver oder individueller -
       zurückgeschleudert werden. Auch dieser Zweig der Ersparungen, auf
       den wir  später etwas näher eingehn, ist das Resultat der gesell-
       schaftlichen Arbeit  auf großer Stufenleiter. Es ist die ihr ent-
       sprechende Massenhaftigkeit dieser Abfälle, die sie selbst wieder
       zu Handelsgegenständen  und damit  zu neuen Elementen der Produk-
       tion macht. Nur als Abfälle gemeinsamer Produktion, und daher der
       Produktion auf  großer Stufenleiter,  erhalten sie diese Wichtig-
       keit für  den Produktionsprozeß,  bleiben sie  Träger von Tausch-
       wert. Diese  Abfälle abgesehn  von dem  Dienst, den  sie als neue
       Produktionselemente leisten verwohlfeilern, im Maß wie sie wieder
       verkaufbar werden, die Kosten des Rohstoffs, in welche immer sein
       normaler Abfall eingerechnet ist, nämlich das Quantum, das durch-
       schnittlich bei  seiner Bearbeitung verlorengehn muß. Die Vermin-
       derung der Kosten dieses Teils des konstanten Kapitals erhöht pro
       tanto die  Profitrate bei  gegebner Größe  des variablen Kapitals
       und gegebner  Rate des  Mehrwerts. Wenn der Mehrwert gegeben ist,
       kann die  Profitrate nur  vermehrt werden  durch Verminderung des
       Werts des  zur Warenproduktion  erheischten konstanten  Kapitals.
       Soweit das konstante Kapital in die Produktion der Waren eingeht,
       ist es nicht sein Tauschwert, sondern sein Gebrauchswert, der al-
       lein in  Betracht kommt. Wieviel Arbeit der Flachs in einer Spin-
       nerei einsaugen kann, hängt nicht von seinem Wert ab, sondern von
       seiner Quantität,  wenn der  Grad der  Produktivität der  Arbeit,
       d.h. die  Stufe der  technischen Entwicklung  gegeben ist. Ebenso
       hängt die  Beihilfe, die  eine Maschine z. B. drei Arbeitern lei-
       stet, nicht  von ihrem  Wert, sondern von ihrem Gebrauchswert als
       Maschine ab.  Auf einer  Stufe der  technischen Entwicklung  kann
       eine schlechte  Maschine kostspielig,  auf einer andern eine gute
       Maschine wohlfeil sein.
       Der gesteigerte Profit, den ein Kapitalist dadurch erhält, daß z.
       B. Baumwolle  und Spinnmaschinerie  wohlfeiler geworden,  ist das
       Resultat der gesteigerten Produktivität der Arbeit, zwar nicht in
       der Spinnerei,  wohl aber im Maschinen- und Baumwollenbau. Um ein
       gegebnes Quantum Arbeit zu vergegenständlichen, also ein gegebnes
       Quantum Mehrarbeit anzueignen, bedarf es geringrer Auslage in den
       Bedingungen der Arbeit. Es fallen die Kosten, die erheischt sind,
       um dies bestimmte Quantum Mehrarbeit anzueignen.
       Es ist schon gesprochen worden von der Ersparung, die aus der ge-
       meinschaftlichen Anwendung  der Produktionsmittel  durch den  Ge-
       samtarbeiterden
       
       #91# 5. Kapitel - Ökonomie in der Anwendung des konst. Kapitals
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       gesellschaftlich kombinierten Arbeiter - im Produktionsprozeß er-
       folgt. Weitere, aus der Abkürzung der Zrkulatonszeit (wo Entwick-
       lung der  Kommunikationsmittel wesentliches  materielles  Moment)
       entspringende Ersparung n der Auslage von konstantem Kapital wird
       weiter unten  betrachtet werden.  Hier aber  soll gleich noch ge-
       dacht werden  der Ökonomie,  die hervorgeht aus der fortwährenden
       Verbesserung der Maschinerie, nämlich 1. ihres Stoffs, z.B. Eisen
       statt Holz; 2. der Verwohlfellerung der Maschinerie durch Verbes-
       serung der  Maschinenfabrikation Überhaupt;  so daß, obgleich der
       Wert des fixen Teils des konstanten Kapitals beständig wächst mit
       der Entwicklung  der Arbeit  auf großer  Stufenleiter, er weitaus
       nicht in  demselben Grad  wächst"; 3. der speziellen Verbesserun-
       gen, die  der schon  vorhandenen Maschinerie erlauben, wohlfeller
       und wirksamer  zu arbeiten,  z.B.  Verbesserung  der  Dampfkessel
       etc., worüber später noch etwas im einzelnen; 4. der Verminderung
       der Abfälle durch bessere Maschinerie.
       Alles, was den Verschleiß der Maschinerie und überhaupt des fixen
       Kapitals für eine gegebne Produktionsperiode vermindert, verwohl-
       feilert nicht  nur die  einzelne Ware, da  jede einzelne Ware den
       auf sie  fallenden aliquoten Teil des Verschleißes in ihrem Preis
       reproduziert, sondern  vermindert die aliquote Kapitalauslage für
       diese Periode.  Reparaturarbeiten u.  dgl., im  Maß wie sie nötig
       werden, zählen bei der Rechnung zu den Originalkosten der Maschi-
       nerie. Ihre Verminderung, infolge der größern Dauerhaftigkeit der
       Maschinerie, vermindert pro tanto deren Preis.
       Von aller  Ökonomie dieser  Art gilt  großenteils wieder, daß sie
       nur möglich  ist für  den kombinierten Arbeiter und sich oft erst
       verwirklichen kann  bei Arbeiten  auf noch  größrer Stufenleiter,
       daß sie also noch größre Kombination von Arbeitern unmittelbar im
       Produktionsprozeß erheischt.
       Andrerseits aber  erscheint hier  die Entwicklung  der Produktiv-
       kraft der  Arbeit in   e i n e m   Produktionszweig,  z.B. in der
       Produktion von  Eisen, Kohlen,  Maschinen, in  der Baukunst usw.,
       die zum  Teil wieder  zusammenhängen mag mit Fortschritten im Ge-
       biet der  geistigen Produktion,  namentlich der Naturwissenschaft
       und ihrer Anwendung, als die Bedingung der Verminderung des Werts
       und damit  der Kosten, der Produktionsmittel in  a n d e r n  In-
       dustriezweigen, z.B.  der Textilindustrie  oder dem  Ackerbau. Es
       ergibt sich dies von selbst, da die Ware, die als Produkt aus ei-
       nem Industriezweig  herauskommt, als Produktionsmittel in den an-
       dern wieder eingeht. Ihre größre oder geringre Wohlfeilheit hängt
       ab von  der Produktivität der Arbeit in dem Produktionszweig, aus
       dem sie als Produkt herauskommt, und ist
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       12) S. Ure über den Fortschritt im Bau der Fabriken.
       
       #92# I. Abschnitt - Verwandlung des Mehrwerts in Profit usw.
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       gleichzeitig Bedingung nicht nur für die Verwohlfeilerung der Wa-
       ren, in  deren Produktion sie als Produktionsmittel eingeht, son-
       dern auch  für die Wertverminderung des konstanten Kapitals, des-
       sen Element  sie hier  wird, und  daher für die Erhöhung der Pro-
       fitrate.
       Das Charakteristische  dieser Art der Ökonomie des konstanten Ka-
       pitals, die  aus der  fortschreitenden Entwicklung  der Industrie
       hervorgeht, ist, daß hier das Steigen der Profitrate in einem In-
       dustriezweig geschuldet  wird der  Entwicklung der Produktivkraft
       der Arbeit  in einem  andern. Was  hier  dem  Kapitalisten  zugut
       kommt, ist wieder ein Gewinn, der das Produkt der gesellschaftli-
       chen Arbeit  ist, wenn  auch nicht das Produkt der direkt von ihm
       selbst exploitierten  Arbeiter. Jene  Entwicklung der  Produktiv-
       kraft führt  sich in letzter Instanz immer zurück auf den gesell-
       schaftlichen Charakter der in Tätigkeit gesetzten Arbeit; auf die
       Teilung der  Arbeit innerhalb  der Gesellschaft; auf die Entwick-
       lung der  geistigen Arbeit, namentlich der Naturwissenschaft. Was
       der Kapitalist  hier benutzt,  sind die Vorteile des gesamten Sy-
       stems der  gesellschaftlichen Arbeitsteilung. Es ist die Entwick-
       lung der  Produktivkraft der  Arbeit in  ihrer auswärtigen Abtei-
       lung, in  der Abteilung,  die ihm  Produktionsmittel liefert, wo-
       durch hier  der Wert  des vom Kapitalisten angewandten konstanten
       Kapitals relativ gesenkt, also die Profitrate erhöht wird.
       Eine andre  Steigerung der  Profitrate entspringt  nicht aus  der
       Ökonomie der  Arbeit, wodurch  das konstante  Kapital  produziert
       wird, sondern  aus der  Ökonomie in  der Anwendung des konstanten
       Kapitals selbst.  Durch die  Konzentration der  Arbeiter und ihre
       Kooperation auf großem Maßstab wird einerseits konstantes Kapital
       gespart. Dieselben  Gebäude, Heiz-  und Beleuchtungsvorrichtungen
       usw. kosten verhältnismäßig weniger für große als für kleine Pro-
       duktionsstufen. Dasselbe  gilt  von  der  Kraft-  und  Arbeitsma-
       schinerle. Obgleich ihr Wert absolut steigt, fällt er relativ, im
       Verhältnis zur steigenden Ausdehnung der Produktion und zur Größe
       des variablen  Kapitals oder  der Masse  der Arbeitskraft, die in
       Bewegung gesetzt  wird. Die  Ökonomie, die  ein Kapital in seinem
       eignen Produktionszweig  anwendet, besteht zunächst und direkt in
       Ökonomie der  Arbeit, d.h.  in Verringerung  der bezahlten Arbeit
       seiner eignen  Arbeiter; die vorher erwähnte Ökonomie besteht da-
       gegen darin,  diese größtmögliche  Aneignung fremder  unbezahlter
       Arbeit auf  möglichst ökonomische  Weise, d.h.  auf dem  gegebnen
       Produktionsmaßstab mit möglichst geringen Kosten zu bewerkstelli-
       gen. Soweit  diese Ökonomie  nicht beruht auf der schon erwähnten
       Ausbeutung der Produktivität der in der Produktion des konstanten
       Kapitals angewandten  gesellschaftlichen Arbeit,  sondern in  der
       Ökonomie
       
       #93# 5. Kapitel - Ökonomie in der Anwendung des konst. Kapitals
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       in Anwendung  des konstanten Kapitals selbst, entspringt sie ent-
       weder direkt  aus der Kooperation und gesellschaftlichen Form der
       Arbeit innerhalb des bestimmten Produktionszweigs selbst oder aus
       der Produktion der Maschinerie usw. auf einer Stufenleiter, worin
       ihr Wert nicht in demselben Grad wächst wie ihr Gebrauchswert.
       Es sind hier zwei Punkte im Auge zu halten: Wäre der Wert von c =
       0, also  wäre p'  = m', und die Profitrate stände auf ihrem Maxi-
       mum. Zweitens  aber: Was  das wichtige  für die  unmittelbare Ex-
       ploitation der Arbeit selbst ist, ist keineswegs der Wert der an-
       gewandten Exploitationsmittel,  sei es des fixen Kapitals, sei es
       der Roh- und Hilfsstoffe. Soweit sie dienen als Aufsauger von Ar-
       beit, als  Media, worin  oder wodurch  sich die  Arbeit und darum
       auch die  Mehrarbeit vergegenständlicht,  ist der  Tauschwert der
       Maschinerie, der  Gebäude, der Rohstoffe etc. vollständig gleich-
       gültig. Worauf  es ausschließlich  ankommt, ist  einerseits  ihre
       Masse, wie  sie technisch  zur Verbindung  mit  einem  bestimmten
       Quantum lebendiger  Arbeit erheischt ist, andrerseits ihre Zweck-
       gemäßheit, also  nicht nur  gute Maschinerie,  sondern auch  gute
       Roh- und  Hilfsstoffe. Von  der Güte des Rohstoffs hängt z.T. die
       Profitrate ab. Gutes Material liefert weniger Abfall; es ist also
       eine geringre  Masse von  Rohstoff für  die Aufsaugung  desselben
       Quan. tums  Arbeit erheischt. Ferner ist der Widerstand geringer,
       den die  Arbeitsmaschine findet.  Z.T. wirkt  dies sogar  auf den
       Mehrwert und auf die Rate des Mehrwerts. Der Arbeiter braucht bei
       schlechtem Rohstoff  mehr Zeit,  um dasselbe Quantum zu verarbei-
       ten; bei gleichbleibender Lohnzahlung ergibt dies einen Abzug von
       der Mehrarbeit.  Es wirkt  dies ferner sehr bedeutend ein auf die
       Reproduktion und  Akkumulation des  Kapitals, die, wie Buch 1, S.
       627/619 1*)  und folgende entwickelt, noch mehr von der Produkti-
       vität als von der Masse der angewandten Arbeit abhängt.
       Begreiflich ist  daher der Fanatismus des Kapitalisten für Ökono-
       misierung der  Produktionsmittel. Daß  nichts umkommt  oder  ver-
       schleudert wird,  daß die  Produktionsmittel nur in der durch die
       Produktion selbst  erheischten  Weise  verbraucht  werden,  hängt
       teils von  der Dressur und Bildung der Arbeiter ab, teils von der
       Disziplin, die der Kapitalist über die kombinierten Arbeiter aus-
       übt und  die überflüssig  wird in  einem Gesellschaftszustand, wo
       die Arbeiter  für ihre  eigne Rechnung  arbeiten, wie  sie  jetzt
       schon beim  Stücklohn fast ganz überflüssig wird. Dieser Fanatis-
       mus äußert sich auch umgekehrt in der Fälschung der Produktionse-
       lemente, die  ein Hauptmittel  ist, den Wert des konstanten Kapi-
       tals im Verhältnis zum variablen zu
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       1*) Siehe Band 23 unserer Ausgabe, S. 631
       
       #94# I. Abschnitt - Verwandlung des Mehrwerts in Profit usw.
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       senken und  so die  Rate des  Profits zu erhöhen; wobei denn noch
       der Verkauf  dieser Produktionselemente  über ihrem  Wert, soweit
       dieser Wert  im Produkt  wiedererscheint, als bedeutendes Element
       der Prellerei  hinzukommt. Dies Moment spielt entscheidende Rolle
       namentlich in  der deutschen  Industrie, deren  Grundsatz ist: Es
       kann den  Leuten ja nur angenehm sein, wenn wir ihnen zuerst gute
       Proben schicken  und nachher schlechte Ware. Indes diese der Kon-
       kurrenz angehörigen Erscheinungen gehn uns hier nichts an. Es ist
       zu merken, daß diese durch Verminderung des Werts, also der Kost-
       spieligkeit des  konstanten Kapitals  hervorgebrachte  Steigerung
       der Profitrate  durchaus unabhängig  davon ist, ob der Industrie-
       zweig, worin  sie stattfindet, Luxusprodukte hervorbringt oder in
       den Konsum der Arbeiter eingehende Lebensmittel oder Produktions-
       mittel überhaupt. Letztrer Umstand würde nur wichtig sein, soweit
       es sich um die Rate des Mehrwerts handelt, die wesentlich abhängt
       vom Wert  der Arbeitskraft,  d.h. vom  Wert der herkömmlichen Le-
       bensmittel des Arbeiters. Hier dagegen sind Mehrwert und Rate des
       Mehrwerts als  gegeben vorausgesetzt.  Wie der  Mehrwert sich zum
       Gesamtkapital verhält  - und  dies bestimmt  die Profitrate hängt
       unter diesen Umständen ausschließlich vom Wert des konstanten Ka-
       pitals ab und in keiner Weise vom Gebrauchswert der Elemente, wo-
       raus es  besteht. Die  relative Verwohlfeilerung der Produktions-
       mittel schließt  natürlich nicht aus, daß ihre absolute Wertsumme
       wächst; denn  der absolute  Umfang, worin  sie angewandt  werden,
       nimmt außerordentlich  zu mit  der Entwicklung der Produktivkraft
       der Arbeit  und der sie begleitenden, wachsenden Stufenleiter der
       Produktion. Die  Ökonomie in  der Anwendung  des konstanten Kapi-
       tals, nach  welcher Seite sie immer betrachtet werde, ist das Re-
       sultat, teils ausschließlich davon, daß die Produktionsmittel als
       gemeinsame Produktionsmittel des kombinierten Arbeiters fungieren
       und verbraucht  werden, so daß diese Ökonomie selbst als ein Pro-
       dukt des  gesellschaftlichen Charakters der unmittelbar produkti-
       ven Arbeit  erscheint; teils  aber ist  sie das Resultat der Ent-
       wicklung der Produktivität der Arbeit in den Sphären, die dem Ka-
       pital seine Produktionsmittel liefern, so daß, wenn die Gesamtar-
       beit gegenüber dem Gesamtkapital, nicht bloß die vom Kapitalisten
       X angewandten Arbeiter diesem Kapitalisten X gegenüber betrachtet
       werden, diese  Ökonomie wieder  als Produkt  der Entwicklung  dei
       Produktivkräfte der  gesellschaftlichen Arbeit sich darstellt und
       der Unterschied  nur der  ist, daß Kapitalist X nicht nur aus der
       Produktivität der  Arbeit seiner  eignen Werkstatt,  sondern auch
       aus der von fremden Werkstätten
       
       #95# 5. Kapitel - Ökonomie in der Anwendung des konst. Kapitals
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       Vorteil zieht. Dennoch aber erscheint die Ökonomie des konstanten
       Kapitals dem  Kapitalisten als  eine dem Arbeiter gänzlich fremde
       und ihn  absolut nichts angehende Bedingung, mit der der Arbeiter
       gar nichts  zu tun  hat; während  es dem  Kapitalisten immer sehr
       klar bleibt, daß der Arbeiter wohl etwas damit zu tun hat, ob der
       Kapitalist viel  oder wenig  Arbeit für dasselbe Geld kauft (denn
       so erscheint  in seinem Bewußtsein die Transaktion zwischen Kapi-
       talist und  Arbeiter). In einem noch viel höhern Grad als bei den
       andern der  Arbeit innewohnenden Kräften erscheint diese Ökonomie
       in Anwendung der Produktionsmittel, diese Methode, ein bestimmtes
       Resultat mit  den geringsten  Ausgaben zu erreichen, als eine dem
       Kapital inhärente Kraft und als eine der kapitalistischen Produk-
       tionsweise eigentümliche und sie charakterisierende Methode.
       Diese Vorstellungsweise  ist um  so weniger  befremdlich, als ihr
       der Schein der Tatsachen entspricht und als das Kapitalverhältnis
       in der  Tat den innern Zusammenhang verbirgt in der vollständigen
       Gleichgültigkeit, Äußerlichkeit und Entfremdung, worin es den Ar-
       beiter versetzt gegenüber den Bedingungen der Verwirklichung sei-
       ner eignen Arbeit.
       Erstens: Die  Produktionsmittel, aus  denen das konstante Kapital
       besteht, repräsentieren  nur das  Geld des  Kapitalisten (wie der
       Leib des  römischen Schuldners  das Geld  seines Gläubigers  nach
       Linguet [10])  und stehn  in einem Verhältnis nur zu ihm, während
       der Arbeiter, soweit er im wirklichen Produktionsprozeß mit ihnen
       in Berührung  kommt, sich mit ihnen befaßt nur als mit Gebrauchs-
       werten der  Produktion, Arbeitsmitteln  und Arbeitsstoff. Die Ab-
       oder Zunahme  dieses Werts ist also eine Sache, die sein Verhält-
       nis zum  Kapitalisten sowenig  berührt wie  der Umstand, ob er in
       Kupfer oder  in Eisen  arbeitet. Allerdings  liebt es der Kapita-
       list, die Sache, wie wir später andeuten werden, anders aufzufas-
       sen, sobald Wertzunahme der Produktionsmittel und dadurch Vermin-
       derung der Profitrate stattfindet.
       Zweitens: Soweit diese Produktionsmittel im kapitalistischen Pro-
       duktionsprozeß zugleich Exploitationsmittel der Arbeit sind, küm-
       mert die  relative Wohlfellheit  oder Kostspieligkeit  dieser Ex-
       ploitationsmittel den  trbeiter ebensowenig,  wie  es  ein  Pferd
       kürnmert, ob  es mit  einem teuern oder wohlfeilen Gebiß und Zaum
       regiert wird.
       Endlich verhält  sich, wie früher 1*) gesehn, der Arbeiter in der
       Tat zu  dem gesellschaftlichen  Charakter seiner Arbeit, zu ihrer
       Kombination mit  der 1Arbeit  andrer für einen gemeinsamen Zweck,
       als zu  einer ihm  fremden Macht;  die Verwirklichungsbechngungen
       dieser Kombination sind ihm
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       1*) Siehe Band 23 unserer Ausgabe, S. 344-345
       
       #96# 1. Abschnitt - Verwandlung des Mehrwerts in Profit usw.
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       fremdes Eigentum,  dessen Verschleuderung ihm völlig gleichgültig
       wäre, würde er nicht zur Ökonomisierung desselben gezwungen. Ganz
       anders ist  dies in  den den Arbeitern selbst gehörigen Fabriken,
       z.B. zu Rochdale. [11]
       Es bedarf  also kaum der Erwähnung, daß, soweit die Produktivität
       der Arbeit in dem einen Produktionszweig als Verwohlfeilerung und
       Verbesserung der  Produktionsmittel in  dem andern  erscheint und
       damit zur Erhöhung der Profitrate dient, dieser allgemeine Zusam-
       menhang der  gesellschaftlichen Arbeit  als etwas  den  Arbeitern
       durchaus Fremdes  auftritt, das  in der  Tat nur den Kapitalisten
       angeht, sofern  er allein  diese Produktionsmittel kauft und sich
       aneignet. Daß  er das  Produkt der Arbeiter in einem fremden Pro-
       duktionszweig mit  dem Produkt der Arbeiter in seinem eignen Pro-
       duktionszweig kauft  und daher  über das Produkt fremder Arbeiter
       nur verfügt, soweit er sich das seiner eignen unentgeltlich ange-
       eignet hat,  ist ein Zusammenhang, der durch den Zirkulationspro-
       zeß usw. glücklich verdeckt ist.
       Es kommt  hinzu, daß, wie die Produktion im großen sich zuerst in
       der kapitalistischen  Form entwickelt,  so die  Profitwut  einer-
       seits, die  Konkurrenz andrerseits,  die zu  möglichst wohlfeller
       Produktion der Waren zwingt, diese Ökonomie in Anwendung des kon-
       stanten Kapitals als der kapitalistischen Produktionsweise eigen-
       tümlich und daher als Funktion des Kapitalisten erscheinen läßt.
       Wie die  kapitalistische Produktionsweise auf der einen Seite zur
       Entwicklung der  Produktivkräfte der  gesellschaftlichen  Arbeit,
       treibt sie  auf der andern zur Ökonomie in der Anwendung des kon-
       stanten Kapitals.  Es bleibt jedoch nicht bei der Entfremdung und
       Gleichgültigkeit zwi  schen dem Arbeiter, dem Träger der lebendi-
       gen Arbeit  hier, und  der  ökonomischen,  d.h.  rationellen  und
       sparsamen Anwendung  seiner Arbeitsbedingungen dort. Ihrer wider-
       sprechenden, gegensätzlichen  Natur nach geht die kapitalistische
       Produktionsweise dazu  fort, die  Verschwendung am  Leben und der
       Gesundheit des Arbeiters, die Herabdrückung seiner Existenzbedin-
       gungen selbst  zur Ökonomie in der Anwendung des konstanten Kapi-
       tals zu zählen und damit zu Mitteln zur Erhöhung der Profitrate.
       Da der Arbeiter den größten Teil seines Lebens im Produktionspro-
       zeß zubringt,  so sind  die Bedingungen  des Produktionsprozesses
       zum großen Teil Bedingungen seines aktiven Lebensprozesses, seine
       Lebensbedingungen, und  die Ökonomie  in diesen Lebensbedingungen
       ist eine  Methode, die Profitrate zu erhöhen; ganz wie wir früher
       schon sahen 1*), daß die Überarbeitung,
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       1*) Siehe Band 23 unserer Ausg, S. 245-320
       
       #97# 5. Kapitel - Ökonomie in der Anwendung des konst. Kapitals
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       die Verwandlung  des Arbeiters  in ein  Arbeitsvieh, eine Methode
       ist, die  Selbstverwertung des Kapitals, die Produktion des Mehr-
       werts zu  beschleunigen. Diese  Ökonomie erstreckt sich auf Über-
       füllung enger,  ungesunder gesunder  Räume mit Arbeitern, was auf
       kapitalistischer Ersparung  an Baulichkeiten heißt: Zusammendrän-
       gung gefährlicher  Maschinerie in denselben Räumen und Versäumnis
       von Schutzmitteln  gegen die  Gefahr; Unterlassung von Vorsichts-
       maßregeln in  Produktionsprozessen, die  ihrer Natur nach gesund-
       heitswidrig oder  wie in  Bergwerken mit  Gefahr verbundenn  sind
       usw. Gar  nicht zu  sprechen von  Abwesenheit aller Anstalten, um
       dem Arbeiter den Produktionsprozeß zu vermenschlichen, angenehm
       oder nur erträglich zu machen. Es würde dies vom kapitalistischen
       Standpunkt eine  ganz zweck- und sinnlose Verschwendung sein. Die
       kapitalistische Produktion  ist  überhaupt  bei  aller  Knauserei
       durchaus verschwenderisch  mit dem Menschenmaterial, ganz wie sie
       andrerseits, dank der Methode der Verteilung ihrer Produkte durch
       den Handel und ihrer Manier der Konkurrenz, sehr verschwenderisch
       mit den  materiellen Mitteln  umgeht und  auf der einen Seite für
       die Gesellschaft verliert, was sie auf der andern für den einzel-
       nen Kapitalisten gewinnt.
       Anwendung der Wie das Kapital die Tendenz hat, in der direkten
       lebendigen Arbeit sie auf notwendige Arbeit zu reduzieren und die
       zur Herstellung eines Produkts notwendige Arbeit stets abzukürzen
       durch Ausbeutung  der gesellschaftlichen  Produktivkräfte der Ar-
       beit, also  die direkt  angewandte lebendige  Aroeit möglichst zu
       ökonomisieren, so  hat es auch die Tendenz, diese auf ihr notwen-
       diges Maß  reduzierte Arbeit unter den ökonomischsten Bedingungen
       anzuwenden, d.h. den Wert des angewandten konstanten Kapitals auf
       sein möglichstes  Minimum zu  reduzieren. Wenn der Wert der Waren
       bestimmt ist durch die in ihnen enthaltne notwendige Arbeitszeit,
       nicht durch  die überhaupt in ihnen enthaltne Arbeitszeit, so ist
       es das Kapital, das diese Bestimmung erst realisiert und zugleich
       fortwährend die  zur Produktion  einer Ware gesellschaftlich not-
       wendige Arbeitsit  verkürzt. Der  Preis der Ware wird dadurch auf
       sein Minimum  reduziert, indem jeder Teil der zu ihrer Produktion
       erheischten Arbeit auf sein Minimum reduziert wird.
       Man muß bei der Ökonomie in der Anwendung des konstanten Kapitals
       unterscheiden. Wächst die Masse und mit ihr die Wertsumme des an-
       gewandten Kapitals,  so ist  dies zunächst  nur Konzentration von
       mehr Kapital  in einer Hand. Es ist aber gerade diese größre, von
       einer Hand angewandte Masse - der meist auch eine absolut größre,
       aber relativ kleinere Anzahl angewandter Arbeit entspricht -, die
       die Ökonomie des konstanten
       
       #98#. 1. Abschnitt - Verwandlung des Mehrwerts in Profit usw.
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       Kapitals erlaubt.  Den einzelnen  Kapitalisten betrachtet, wächst
       der Umfang  der notwendigen  Kapitalauslage, besonders beim fixen
       Kapital; aber  mit Bezug  auf die  Masse des verarbeiteten Stoffs
       und der exploitierten Arbeit nimmt ihr Wert relativ ab.
       Es ist  dies nun  kurz durch einzelne Illustrationen auszuführen.
       Wir beginnen mit dem Ende, mit der Ökonomie in den Produktionsbe-
       dingungen, soweit  diese zugleich  als Existenz- und Lebensbedin-
       gungen des Arbeiters sich darstellen.

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