Quelle: MEW 27 Briefe Februar 1842 bis Dezember 1851
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#128# 33 - Marx an Engels - 26. Oktober 1848
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33
Marx an Engels
in Genf [123]
[Köln, 26. Oktober 1848]
Lieber Engels!
Da Dein Brief erst jetzt abends ankömmt, ist es keine Zeit mehr,
nach Wechseln sich umzutun. Es ist selbst nicht mehr Zeit, nach
meinem Hause zu gehn. Ich schicke Dir Einliegendes, was grade
vorrätig ist, und zudem eine Anweisung von 50 Taler von Schulz
auf einen Bürger in Genf, wo Du auch sonstige Hülfe finden
kannst.
Ich habe schon vor langer Zeit an Dich und Dronke nach Paris 50
Taler und zugleich nach Brüssel an Gigot Deinen Paß geschickt.
Die Zeitung erscheint seit dem 11. Oktober 1*) wieder, tale quale
2*) [124]. Näheres Dir darüber zu schreiben, jetzt nicht der Mo-
ment, da Eile nötig. Sobald Du irgend kannst, schreib Korrespon-
denzen und längere Artikel. Ich bin jetzt, da alle außer Weerth
fort und Freiligrath erst seit einigen Tagen eingetreten, bis
über die Ohren beschäftigt, komme gar nicht zu ausführlichem Ar-
beiten, und zudem tut das Parkett 3*) alles, um mir Zeit zu steh-
len.
Übrigens hat Dein Alter an Gigot geschrieben, wo Du seist. Er
will Dir, wie er sagt, Geld schicken. Ich habe ihm Deine Adresse
geschickt.
Dein K. Marx
S c h r e i b u m g e h e n d. Soll ich Deine Wäsche usw.
schicken? Plasmann sofort dazu bereit. Dein Vater hat ihn übri-
gens bezahlt.
[Nachschrift Von Louis Schulz]
P.S. Einliegenden Brief an J. Köhler am See oder rue du Rhône
dort wollen Sie gefälligst öffnen und denselben abgeben, worauf
Ihnen derselbe frs. 250 für meine Rechnung gegen Tratte nach
S[icht] auf mich auszahlen wird. Freundschaftlichen Gruß Louis
Schulz
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1*) Im Original: September - 2*) unverändert - 3*) die Staatsan-
waltschaft
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