Quelle: MEW 27 Briefe Februar 1842 bis Dezember 1851


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       #192# 62 - Marx an Engels - 23. Februar 1851
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       62
       
       Marx an Engels
       in Manchester
       
       London, 23. Februar [1851]
       Lieber Engels!
       Du hast  seit einer  Woche keine Nachricht von mir erhalten, ein-
       mal, weil  ich die  Dokumente von Köln erwartete und sie Dir mit-
       teilen  wollte,   dann,  weil  ich  nähere  Details  über  unsern
       "exfriend" 1*)  abwarten mußte. Die erstem sind noch nicht gekom-
       men. Über letztern bin ich jetzt näher instruiert.
       Harney hat Deinen Brief richtig erhalten.
       Wie mir Tessier du Mothay, der jetzt hier ist, erzählt, hängt die
       Geschichte mit Louis Blanc ursprünglich zusammen wie folgt:
       Die Gesellschaft  in der  Church Street  gab sich  aus  für  eine
       philanthropische Gesellschaft zur Unterstützung der französischen
       politischen Réfugiés 2*). Ledru-Rollin, L. Blanc, Adam, kurz, al-
       les nahm  unter diesem Vorwand teil an derselben. Die Politik war
       statutengemäß ausgeschlossen.  Nun kam  die Aussicht  auf den 24.
       Februar [187]  heran. Du weißt, daß eine solche Gelegenheit, sich
       wichtig zu  machen, von  den  Franzosen  ebensolange  vorher  und
       ebenso feierlich  behandelt wird  wie die  eventuelle Niederkunft
       von einer  schwangren Frau.  Wenn die  Gesellschaft auch nur eine
       philanthropische sei, hieß es, so müßten doch die Mitglieder der-
       selben in  ihrer Qualität  als Franzosen  den 24. Februar feiern.
       Ein bestimmter  Abend wurde für die Debatte dieser großen Angele-
       genheit festgesetzt. Ledru[-Rollin] und Blanc waren beide an die-
       sem Abend  gegenwärtig. Letztrer  hielt eine  lang  vorbereitete,
       künstlich  gesetzte,  jesuitische  Rede,  worin  er  nachzuweisen
       suchte, ein  politisches Bankett  widerspreche den  Statuten  der
       Gesellschaft, es  werde Frankreich  nur ihre  Zerwürfnisse zeigen
       usw. Und  unter vielem Gestöhn über die fraternité 3*) machte der
       korsische Alraun seinem Ärger, daß Ledru[-Rollin] und Mazzini ihn
       nicht in  die provisorische Regierung [159] aufgenommen, Wind. Es
       wurde ihm  geantwortet. Es wurde trotz seiner Rede, die er selbst
       am aufrichtigsten  bewunderte, die  Abhaltung  des  Banketts  be-
       schlossen.
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       1*) Exfreund - 2*) Flüchtlinge - 3*) Brüderlichkeit
       
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       Was tut nun la blanche Louise 4*)? Sie schreibt, die Gesellschaft
       habe sich  durch diesen Beschluß aufgelöst, jedem seine individu-
       elle Freiheit wiedergegeben, und er werde Gebrauch von dieser Re-
       stitution seines  "freien Willens" machen und ein Bankett organi-
       sieren, ohne  Fraktionsgeist, reine  fraternité und  andre schöne
       Sächelchen.
       Er warf  sein Auge  natürlich auf  Barthélémy, da  er wußte,  daß
       Deutsche, Polen usw. mit diesem zusammen eine kompakte Masse bil-
       deten. Andrerseits wurde Landolphe, le bel homme 5*), beauftragt,
       des Dear  6*) Harney  sich zu  bemächtigen. L. Blanc war sogar so
       gnädig, den  Harney, um  den er  und Landolphe  seit einem halben
       Jahr sich  den Teufel geschert hatten, zum Essen einzuladen. Wel-
       che Großmut!
       Andrerseits entwarf  L. Blanc  ein Manifest,  das, wie unser Dear
       sagen würde,  out and  out 7*) ist. Du wirst es im "Friend of the
       People" gelesen haben. Es verwirft sogar die  "A r i s t o k r a-
       t i e   d e s   G e i s t e s",  womit einerseits seine Herablas-
       sung zu  den dii  minorum  gentium  8*)  motiviert  werden  soll,
       anderseits den  Schapper et  Co. die  heitre  Aussicht  auf  eine
       "A r i s t o k r a t i e    d e r    D u m m h e i t"    in  nahe
       Aussicht gerückt  wird. Dies Manifest - alberne Phrasen natürlich
       - hielt  L.  B[lanc]  aber  für  das  "Allerweiseste",  wozu  die
       menschliche Natur  unter den  most happy  circumstances 9*)  sich
       versteigen könne.  Es sollte  nicht nur  ganz Europa in Erstaunen
       setzen, sondern  ganz speziell  auch dem Ledru-Rollin ins Gesicht
       schlagen und bei den Blanquisten in Frankreich den Schein hervor-
       rufen, daß der incorruptible little man 10*) aus reinem Prinzipi-
       entodesmut sich getrennt von der Church Street.
       So hat  also der  brave Harney  sich zum Werkzeug einer ordinären
       Intrige gemacht,  und zwar  einer Intrige  gegen Ledru-Rollin, zu
       dem er  gleichzeitig läuft und dessen Bankett er ebenfalls morgen
       mit seiner  Gegenwart beehren wird. Um diesem trotz seiner quali-
       tés très  aimables und respectables 11*) sehr  i m p r e s s i o-
       n i e r l i c h e n   P l e b e j e r,   - impressionable nament-
       lich gegen  bekannte Namen, von deren Schatten er sich geehrt und
       gerührt fühlt  - noch  mehr die  moutarde au  nez 12*) steigen zu
       machen und  gleichzeitig den  Ledru-Mazzini zu  zeigen,  daß  man
       nicht ungestraft  den Napoleon  des  Sozialismus  kontrekarriert,
       läßt sich  der Kleine  felicitieren von  den  Pariser  Arbeitern.
       Diese "Pariser  Arbeiter", deren  Erscheinung in  der Perspektive
       unsrem Dear  das Blut  in den  Kopf treiben mußte, sind natürlich
       niemand andres als
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       4*) die weiße  Louise (gemeint  ist Louis Blanc) - 5*) der schöne
       Mann -  6*) teuren -  7*) ganz ausgezeichnet - 8*) (hier:) zweit-
       rangigen Größen  - 9*) glücklichsten  Umständen - 10*) unbestech-
       liche kleine  Mann -  11*) sehr liebenswürdigen  und respektablen
       Eigenschaften - 12*) den Mostrich in die Nase
       
       #194# 62 - Marx an Engels - 23. Februar 1851
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       die berüchtigten 25 délégués des Luxembourg 13*), die nie von ir-
       gend jemand  delegiert worden  und in  ganz Paris  teils dem Haß,
       teils der  risée 14*) der andren Arbeiter unterliegen, Kerls, die
       dieselbe Wichtigkeit  haben als  die Mitglieder des Vorparlaments
       und der  Fünfzigerkommission in  Deutschland [194]. Sie haben das
       Bedürfnis nach  einem petit  bon dieu  quelconque 15*), einem Fe-
       tisch, und  der Kleine  hat etwas  Monstruoses in seiner Erschei-
       nung, was  von jeher  zum Gegenstand  des Kultus sich eignete. Er
       seinerseits versichert  sie, daß  sie die  größten Männer und die
       wahrsten Sozialisten  von der  Welt sind.  Und hatte er sie nicht
       schon zu  P a i r s  der künftigen Arbeiterrepublik konstituiert?
       Sooft er  also mit  dem Finger winkt, felicitieren sie, und sooft
       sie felicitieren,  spricht er  ihnen öffentlich  seinen gerührten
       Dank aus. Und diesmal hat er gewinkt mit dem Finger. Harney sieht
       natürlich in diesen Gratulanten von Fach Paris, ganz Paris.
       Ehe ich  mich von  dem Alraun  trenne, noch zwei Notizen, die ich
       von Tessier  erfahren und  die beide  sehr  charakteristisch  für
       diese fausse pleureuse 16*) sind.
       Louise spricht  nie aus  Improvisation. Er  schreibt seine  Reden
       Wort für  Wort nieder  und lernt  sie  a u s w e n d i g  vor dem
       Spiegel. Ledru[-Rollin]  seinerseits improvisiert stets und macht
       sich bei wichtigen Fällen nur einige matter of fact 17*) Notizen.
       Ganz abgesehn  von dem  Unterschied der  äußeren Erscheinung  ist
       Louise deshalb  durchaus unfähig,   n e b e n  Ledru[-Rollin] den
       geringsten Effekt  hervorzubringen. Kam ihm also nicht jeder Vor-
       wand willkommen, der ihm erlaubte, sich der Vergleichung mit die-
       sem gefährlichen Rivalen zu entziehn!
       Was seine  geschichtlichen Arbeiten  angeht, so machte er sie wie
       A. Dumas  seine Feuilletons.  Er studiert  immer nur das Material
       für das  nächste Kapitel.  Auf diese  Weise kommen Bücher wie die
       "Histoire des  dix ans"  heraus. Einerseits  gibt das seinen Dar-
       stellungen eine  gewisse Frische.  Denn was  er mitteilt, ist ihm
       mindestens so  neu wie  dem Leser,  und andrerseits ist das Ganze
       schwach.
       So viel von L. Blanc. Nun zu unserm Dear!
       Er hat  sich keineswegs  begnügt, am Meeting der Leute teilzuneh-
       men. Nein. Er hat ihr Bankett vom 24. Februar, was ohne ihn voll-
       ständig in  den Dreck  gefallen wäre,  zu einem   L o n d o n e r
       E r e i g n i s   gemacht. Es  sind schon tausend Karten verkauft
       zu dem  Bankett, das  in der  City stattfindet.  Harney  hat  den
       g r ö ß t e n  T e i l  d e r  K a r t e n  vertrieben, wie Jones
       mir vorgestern sagte. O'Connor, Reynolds, Hunderte von Chartisten
       nehmen teil. Harney hat sie
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       13*) Delegierten der  Luxembourg-Kommission -  14*) dem Gespött -
       15*) irgendeinem kleinen  lieben Gott  - 16*) falsche Heulliese -
       17*) die Tatsachen betreffende
       
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       zusammengetrieben. Er  ist den  ganzen Tag  en route 18*), um die
       Ordres von L. Blanc auszuführen, wie Jones mir ebenfalls sagte.
       Er hat  sogar eine kleine Perfidie gegen Jones begangen, indem er
       ihn das Manifest von L. Blanc et Co. übersetzen ließ und ihn dann
       fragte, ob  er etwas  dagegen habe, daß er als Übersetzer genannt
       werde? Es war dies am Mittwoch. Er hatte also schon Deinen Brief,
       von dem er kein Wort gegen Jones fallen ließ. Jones sah in seiner
       Frage also  bloß einen Appell an seine eigne "sozialistische" Ge-
       sinnung - und sagte natürlich, er habe nichts dagegen.
       Jones erklärte  mir, auf  meine Erörterungen  hin werde  er wahr-
       scheinlich, er  könne es  nicht gewiß sagen, sich von dem Bankett
       enthalten. Was seine Entscheidung schwankend machte, ist sehr ra-
       tionell. Kömmt  er nicht, so verliert er an Popularität, da, dank
       dem Dear,  dies Bankett zu einer Chartistenangelegenheit geworden
       ist. Er fürchtet zugleich, Reynolds möge hinter seinem Rücken in-
       trigieren.
       Jones  mißbilligt   das  Betragen   des  Dear,   den  ich   nicht
       "wiedergesehn". Er  suchte es  damit zu  entschuldigen,  daß  die
       Chartisten, wenn  sie an  keinem der  beiden Banketts teilnehmen,
       der politischen  Apathie oder  Antipathie gegen die ausländischen
       Revolutionäre beschuldigt  würden. Ich  habe ihm  geantwortet: So
       hätte Harney  usw. ein  Chartistenmeeting zur  Feier des lausigen
       24. Februar  abhalten sollen,  statt sich zum Piédestal für einen
       Zwerg zu  machen und für ein Halbdutzend Kamele, einen Zwerg, der
       den Harney nie anders als "brave garçon" 19*) tituliert, und der,
       wenn morgen  eine Bewegung  in London  ausbricht, oder nach einem
       Jahr oder  nach 20  Jahren aktenstücklich  beweisen wird,  daß er
       diese pauvres Anglais dans la route du progrès 20*) geworfen hat,
       und dies  liegt zwischen  1688 und dem 24. Februar 1851, wo Louis
       Blanc ganz  London ebenso  nach sich  rufen hörte, wie damals die
       50 000 Arbeiter  im Hofe  der "Reforme",  der nicht 50 Mann faßt.
       Und wieviel  falsche Tränen  wird er  zu Papier bringen über dies
       noch nie dagewesne Ereignis!
       Harney hat sich in diese Geschichte hineingeritten einmal aus dem
       Bewundrungstrieb für  offizielle große Männer, den wir schon frü-
       her oft  verlacht haben. Dann liebt er die theatralischen Effekt-
       stücke. Er  ist unbedingt gefallsüchtig, ich will nicht sagen va-
       niteux 21*).  Er ist  selbst unstreitig  tief von  der Phrase be-
       herrscht und entwickelt sehr reichhaltige pathetische Gase. Steht
       tiefer in  dem demokratischen  Dreck, als  er Wort haben will. Er
       hat einen  doppelten spirit 22*), einen, den ihm Friedrich Engels
       gemacht hat, und
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       18*) unterwegs -  19*) "braver Junge"  - 20*) armen Engländer auf
       den Weg des Fortschritts - 21*) eitel - 22*) Geist
       
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       einen, der ihm leibeigen ist. Der erstre ist eine Art Zwangsjacke
       für ihn.  Der letztre  ist er  selbst in  puris naturalibus 23*).
       Aber es  kömmt noch  ein dritter,  ein spiritus  familiaris  24*)
       hinzu, und  das ist  seine würdige Gattin. Sie hat große Vorliebe
       für die  gants jaunes  25*) à  la Landolphe  und Louis Blanc. Sie
       haßt mich  z.B. als  einen Frivolen, der gefährlich werden könnte
       für ihr  "property to  be watched upon" 26*). Ich habe unzweideu-
       tige Beweise, daß dies Weib hier im Spiel ihre zwei langen Plebe-
       jerhände eingemischt hat. Wie sehr Harney von diesem spiritus fa-
       miliaris besessen und wie kleinschottisch durchtrieben sie in ih-
       ren Intrigen  ist, kannst  Du aus  folgendem ersehn: Du erinnerst
       Dich, wie sie am Neujahrsabend die Macfarlane in Gegenwart meiner
       Frau insultierte.  Später erzählt  sie meiner Frau mit lächelndem
       Munde, Harney  habe die M[acfarlane] jenen ganzen Abend nicht ge-
       sehn. Später  habe sie  ihm erzählt, sie habe deren Bekanntschaft
       declined 27*),  weil die  ganze Gesellschaft  und  speziell  auch
       meine Frau über den gespaltnen Dragoner sich entsetzt und gelacht
       habe. Und  Harney war  Esel und  feig genug, der Macfarlane keine
       Revanche für den Insult zu geben und so in der unwürdigsten Weise
       mit dem  einzigen Mitarbeiter  an seinem  spoutsblättchen 28*) zu
       brechen, der  wirklich Ideen  hatte. Rara  avis  29*)  in  seinem
       Blättchen.
       Was diesem  Meeting noch  besondres Gewicht  gibt, ist die Aufre-
       gung, die  in London  herrscht infolge  des Abtritts  des  little
       Johnny 30*) und des avènement 31*) von Stanley-d'Israeli [195].
       Die Frenchmen 32*) fürchten nichts mehr als eine allgemeine Amne-
       stie. Sie  würde sämtlichen  hiesigen  Bretterhelden  den  Nimbus
       rauben.
       A. Ruge  hat versucht,  mit Struve,  Kinkel, Schramm 33*), Bucher
       usw. einen  "Volksfreund" oder,  wie unser  Gustav  34*)  wollte,
       einen "Deutschen Zuschauer" zustande zu bringen. In den Dreck ge-
       fallen. Teils wollten die andren das Protektorat Winkelrieds 35*)
       nicht, teils,  wie der  "gemütliche" Kinkel,  verlangten sie bare
       Zahlung, ce  qui ne  fait pas  le compte  de M.  Ruge 36*).  Sein
       Hauptzweck war,  der, Du kennst sie, Lesegesellschaft Geld auszu-
       ziehn. Julius  hat dies  hintertrieben, da er auch ein Blatt hier
       herausgeben will.
       K. Heinzen  ist Redacteuren  chef 37*)  der bankrutten New-Yorker
       "Schnellpost" und  hat eine schaurige Polemik mit Weitling eröff-
       net.
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       23*) in reiner  Nacktheit  (in  Natura)  -  24*) Familiengeist  -
       25*) Leute in  Glacéhandschuhen -  26*) "zu hütendes  Eigentum" -
       27*) abgelehnt - 28*) Winkelblättchen - 29*) Ein seltener Vogel -
       30*) kleinen   John   (Russell)   -   31*) Regierungsantritts   -
       32*) Franzosen -  33*) Rudolf  Schramm  -  34*) Gustav  Struve  -
       35*) Arnold Ruge  -36*) was nicht  in die Rechnung des Herrn Ruge
       paßt - 37*) Chefredakteur
       
       #197# 62 - Marx an Engels - 23. Februar 1851
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       Du wirst  sehr wohltun,  einmal und bald an den Roten Becker 38*)
       in New  York zu  schreiben und  ihn sur  l'état actuel des choses
       39*) zu unterrichten.
       Einliegend ein  Brief von Dronke. Schick ihn mir umgehend zurück;
       wenn Du selbst dazu schreiben willst, tant mieux 40*).
       Durch Deine Sendung hast Du mir einen großen Dienst getan, da ich
       unmöglich dem  bel homme 41*) einen farthing 42*) länger schulden
       konnte.
       Einiges über  die französische  Literatur von 1830-1848 in meinem
       nächsten Brief.
       Schreib mir auch, ob meine Rechnung richtig ist.
       Dein K. M.
       Übrigens muß  man jetzt  - denn  der Dear wird wiederzukommen su-
       chen, sobald er die Haupt- und Staatsaktion hinter sich hat - ihn
       sehr vornehm  traktieren und ihn fühlen lassen, daß er "verloren"
       hat.
       Apropos! Harney  hat sich  in eine  Chartistendeputation nach der
       Church Street  wählen lassen,  wo er  zuerst seine  Entrée machen
       wird, um  dann nach der City zu gehn, wo er sich häuslich nieder-
       lassen wird.
       Daß er  übrigens die  Sache nicht  aus Naivetät getan, geht schon
       daraus hervor,  daß er  alles   h i n t e r   m e i n e m    R ü-
       c k e n   mit dem  "bei" homme  betrieb und    D i r    ebenfalls
       n i c h t s  mitgeteilt.
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       38*) wahrscheinlich Max Joseph Becker - 39*) über den gegenwärti-
       gen Stand  der Dinge  - 40*) um  so besser  -  41*) schönen  Mann
       (Landolphe) - 42*) Heller

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