Quelle: MEW 27 Briefe Februar 1842 bis Dezember 1851


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       #404# 5 - Engels an Arnold Ruge - 15. Juni 1842
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       Engels an Arnold Ruge
       in Dresden
       
       Geehrter Herr Doktor!
       Inliegend einen Artikel für die "Jahrb[ücher]" 1*). Die Dante-Ge-
       schichte hab'  ich einstweilen beiseite gelegt. Ich würde bereits
       eher geschickt haben, wenn ich einigermaßen Zeit gehabt hätte.
       Ihren Brief  empfing ich,  nachdem er  viele  Irrfahrten  gemacht
       hatte. Warum  ich "Sendling  und die  Offenbarung" nicht  für die
       "Jahrb." einsandte?  1. Weil ich auf ein Buch von 5-6 Bogen rech-
       nete und  erst im  Laufe der Unterhandlungen mit dem Verleger auf
       den Raum  von 3 1/2  Bogen beschränkt wurde; 2. weil die "Jahrb."
       bis dahin  über Schelling noch immer etwas zurückgehalten hatten;
       3. weil  mir hier abgeraten wurde, Sch[elling] fernerhin in einem
       Journale anzugreifen,  dagegen lieber gleich eine Broschüre gegen
       ihn loszulassen.  "Schelling, der  Philosoph  in  Christo"  rührt
       ebenfalls von mir her.
       Doktor bin ich übrigens nicht und kann es nie werden, ich bin nur
       Kaufmann und  k[öniglich] preußischer Artillerist [321]; erlassen
       Sie mir also gütigst jenen Titel.
       Ich denke mich recht bald wieder mit einigem Manuskript bei Ihnen
       einzustellen, einstweilen empfehle ich mich Ihnen
       hochachtungsvoll F. Engels (Oswald)
       Berlin, 15. Juni
       42 Dorotheenstr. 56
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       1*) "Alexander Jung,  Vorlesungen über  die moderne Literatur der
       Deutschen"

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