Quelle: MEW 27 Briefe Februar 1842 bis Dezember 1851
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#441# 27 - Marx an Heinrich Heine - um den 5. April 1846
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Marx an Heinrich Heine
in Paris
Mein lieber Heine!
Ich benutze die Durchreise des Überbringers dieser Zeilen, des
Herrn Annenkow, eines sehr liebenswürdigen und gebildeten Russen,
um Ihnen meine besten Grüße zukommen zu lassen.
Vor einigen Tagen fiel mir zufällig eine kleine Schmähschrift ge-
gen Sie in die Hand - hinterlassene Briefe Börnes. [358] Ich
hätte ihn nie für so fad, kleinlich und abgeschmackt gehalten,
als es da schwarz auf weiß zu lesen ist. Und welch elendes Gekohl
nun gar der Nachtrag von Gutzkow, etc. Ich werde in einer deut-
schen Zeitschrift eine ausführliche Kritik Ihres Buchs über Börne
schreiben. [359] Eine tölpelhaftere Behandlung, als dies Buch von
den christlich-germanischen Eseln erfahren hat, ist kaum in ir-
gendeiner Literaturperiode aufzuweisen, und doch fehlt's keiner
deutschen Periode an Tölpelei.
Haben Sie mir vielleicht noch "Spezielles" über Ihre Schrift mit-
zuteilen, so tun Sie's rasch.
Ihr K. Marx
rue de l'Alliance, 5, hors de la Porte de Louvain
Bruxelles [um den 5. April 1846]
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