Quelle: MEW 27 Briefe Februar 1842 bis Dezember 1851
zurück
#67# 15 - Engels an Marx - 2. November 1846
-----
15
Engels an Marx
in Brüssel [68]
Wo bleibt denn der lange versprochene weitläuftige Brief?
S c h i c k d o c h d e m B e r n a y s d a s M a n u-
s k r i p t, er braucht nur das, was Du hast, das Gedruckte hat
er noch. Nach Amerika hat er nichts geschickt, was dort gedruckt
ist, ist ohne sein Willen und Wissen. Es sind aber viele
Exemplare ge[druc]kt 1*) worden, von denen Leske nach allen
Weltgegenden verschenkt haben kann. Wir werden dem Dings nachspü-
ren. Vielleicht durch Grün oder Börnstein. Nach der Schweiz habe
ich wegen der Manuskripte 2*) geschrieben, aber es scheint, der
Hund läßt mich ohne Antwort. Außer diesem bleibt nur noch Jenni;
mit dem hab' ich einen Witz gemacht und wünsche nicht, an ihn zu
schreiben, schlag mir in Dein Nächstes ein paar Zeilen für den
Kerl bei, ich will's abschicken, aber es ist nur p r o
f o r m a, der Kerl nimmt's gewiß nicht. Der erste, an den ich
schrieb, ist der Verleger einer kleinen Broschüre von Bernays,
aber wenn er auch akzeptiert, so ist er doch bankerott, à ce
qu'écrit Püttmann. Voilà. 3*) Ich verzweifle an der Schweiz.
Guter Rat ist teuer. Wir werden in [der] 1*) jetzigen Schwulität
gewiß keine 2 Bände zusammen loswerden. Höchstens zwei Bände bei
2 ganz verschiednen Verlegern. Schreib hierüber auch.
Dein E.
[Paris] 23, rue de Lille, 2. November [1846]
Erst jetzt les' ich, was der Kleine 4*) da oben über seine Flucht
aus der Einsamkeit geschrieben. Es ist gut, daß wir ihn hier ha-
ben, er wird allmählich wieder fidel. Grüß die ganze Boutique
5*).
-----
1*) Papier beschädigt - 2*) siehe vorl. Band, S. 58 - 3*) nach
dem, was Püttmann schreibt. So steht's. - 4*) Karl Ludwig Bernays
- 5*) Bude
zurück