Quelle: MEW 31 Briefe Oktober 1864 bis Dezember 1867


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       #320# 162 - Engels an Marx - 11. August 1867
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       162
       
       Engels an Marx
       in London
       
       Manchester, 11. Aug. 67
       Lieber Mohr,
       Inl. eine Fünfpfundnote, die ich mir glücklicherweise gestern ge-
       ben ließ  und die  jetzt Deinen  frenchman 1*)  befriedigen wird.
       Desgl. Dronkes  Brief. Der Kleine hat sich also mit seinen Speku-
       latiönchen glücklich  festgeritten. Ich  fürchte, er wird, um von
       der Verbindlichkeit  auf die  Barnedi-Aktien loszukommen, den Weg
       durch den  Bankruptcy Court  2*) nehmen  müssen. Es ist sehr hart
       für das  Kerlchen, erst der Prozeß wegen der Assekuranz und jetzt
       diese Schläge.  Indes bleibt ihm seine Agentur doch wohl, und da-
       mit und  mit etwas  weniger Hitze der Spekulation kann er es bald
       wieder so weit bringen.
       Ich habe  bis Bogen  32   3*) flüchtig durchgelesen und werde Dir
       erst später  darüber berichten; die vielen Illustrationen in die-
       sem Teil  verstecken, bei  flüchtigem erstem Lesen, den Zusammen-
       hang etwas. Es sind aber sehr schöne Sachen drin, und das Kapital
       und seine Sykophanten werden Dir ewig dankbar sein.
       Auf der Herreise hatte ich noch das Vergnügen, daß eine Gewehrku-
       gel, nicht  12 Zoll  von meiner Brust, das Fenster zerschmetterte
       und durch  den Wagen  flog: Irgendein  volunteer 4*)  hatte  wohl
       nochmals beweisen  wollen, daß  man ihm  kein Schießgewehr anver-
       trauen dürfe. Dies ist der sonderbarste railway accident 5*), der
       mir je vorgekommen.
       Lizzie hat  auch eine  ziemlich schlechte  Rückfahrt gehabt,  sie
       sagt, sie geht nie wieder auf die See.
       Beste Grüße an Deine Frau.
       Dein F. E.
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       1*) Franzosen -  2*) das Konkursgericht  - 3*) des  ersten Bandes
       des "Kapitals" - 4*) Freiwilliger 5*) Eisenbahnunfall

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