Quelle: MEW 31 Briefe Oktober 1864 bis Dezember 1867
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#580# 92 - Engels an Ludwig Kugelmann - 13. Dezember 1867
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92
Engels an Ludwig Kugelmann
in Hannover
Manchester, 13. Dez. 1867
Lieber Kugelmann,
"Im Verfolg meines ergebnen Gestrigen" - damit Sie doch auch
nicht allen kommerziellen Stil verschwitzen - finden Sie inl. 2
Artikel: den einen, auf den Inhalt des Buchs eingehenden, für den
"Beobachter" 1*), den andern, bloß das Tatsächliche besprechen-
den, für das "Gewerbeblatt" oder den "Staatsanzeiger" 2*).
Die Schwierigkeiten, die bei dem ersteren zu überwinden waren,
sehen Sie ein, wenn Sie bedenken, daß der Redakteur des "Beo-
bachters" der schwatzschweifige Schwabe Karl Mayer aus dem "Herr
Vogt" 3*) ist, der sicher uns nie willentlich etwas zu Gefallen
tut. Daß diese Artikel nur in Abschrift gehen dürfen, wissen Sie
selbst, doch möchte ich Sie bitten, die Originale sämtlich
aufzuheben, da man nicht wissen kann, wozu das gut ist.
Für den "Merkur" 4*) schicke ich auch noch was, ich kann aber
jetzt noch nicht so viel abends arbeiten, da es mich zu sehr auf-
regt und ich z.B. wieder vorige Nacht auf die Artikel fast gar
nicht schlafen konnte. Wetter, Geschäfte, und Rest von tic dou-
loureux 5*) von vorigem Sonntag verhindern mich am Reiten, und da
komme ich nicht wieder zu meiner normalen Lage.
Die Affäre Siebenmark [573] in der "Zukunft" habe ich nicht gele-
sen, ich kriege das Blatt nur selten zu sehn.
Für heute leben Sie wohl. Es ist 6 Uhr abends, Schließenszeit,
und ich bin müde und hungrig.
Ihr F. E.
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1*) Friedrich Engels: "Rezension des Ersten Bandes 'Das Kapital'
für den 'Beobachter'" - 2*) Friedrich Engels: "Rezension des Er-
sten Bandes 'Das Kapital' für das 'Gewerbeblatt aus Württemberg'"
- 3*) siehe vorl. Band, S. 36 - 4*) "Schwäbischer Merkur" -
5*) Nervenschmerzen
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