Quelle: MEW 31 Briefe Oktober 1864 bis Dezember 1867
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#63# 25 - Engels an Marx - 8. Februar 1865
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25
Engels an Marx
in London
Manchester, 9. Febr. 1865
Lieber Mohr,
Inl. das Manuskript, das zu vollständigen Broschürendimensionen
angeschwollen ist 1*) und für das Blättchen 2*) jetzt wohl durch-
aus nicht mehr paßt. Die Revision ist noch sehr flüchtig und muß
nochmals vorgenommen werden. Bei der Militärfrage ist noch eine
statistische Einschiebung über die waffenfähige Bevölkerung zu
machen, am Schluß noch eine über das Kleinbürgertum, das ich in
"der Hitze des Gefechts" ganz vergaß. Du wirst übrigens dem Ding
ansehn, daß es ohne alle literarischen Hülfsmittel rein aus dem
Kopf zusammengeschmiert worden, da es rasch fertig werden mußte.
Ich erwarte nun Deine Glossen dazu.
Aber wohin nun damit? An Liebknecht oder an Siebel, um einen Ver-
leger zu schaffen? Was denkst Du? Am besten wohl außer Preußen,
oder glaubst Du, es sei nichts Konfiszierliches darin? Ich habe
alles Maß für preußische Preßzustände verloren. Auch über diesen
Punkt - die Preßmöglichkeit in Preußen - sage mir Deine Meinung.
Eben kommt wieder ein S.D. 2*) (Sau-Dreck) an. Was ist das für
ein lahmes Gewinsel über die Stellung der Partei. Nicht gehauen
und nicht gestochen. Immer das Hintertürchen zu Bismarck
offengehalten. Friedlich Zusammengehn! Dazu Moses 3*), der zur
Einsicht gekommen ist, daß in Frankreich Bourgeoisie und
Regierung wetteifern, den Arbeitern gerecht zu werden. Ein wahres
Paradies für Moses, dies Frankreich. Das ist doch selbst dem
Schweitzer zu toll, er macht ein ? dahinter. [86]
Soll ich die Stelle in III über die gegenwärtige Arbeiterbewegung
stehnlassen?
Die Rede Roons sieht mir ganz nach Kompromiß aus. Der Mann läßt
mit sich handeln. [87] Deshalb muß das Ding rasch heraus. Schreib
also bald, was Du wegen Verleger denkst.
Dein F. E.
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1*) "Die preußische Militärfrage und die deutsche Arbeiterpartei"
- 2*) "Der Social-Demokrat" - 3*) Moses Heß
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