Quelle: MEW 39 Briefe Januar 1893 bis Juli 1895
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#461# 238 - Engels an Conrad Schmidt - 6. April 1895
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238
Engels an Conrad Schmidt
in Zürich
London, 6. April 95
41, Regent's Park Road, N.W.
Lieber Schmidt,
Für Ihre Zähigkeit mit Beziehung auf die "Fiktion" bin ich Ihnen
sehr verbunden. 1*) Es liegt hier in der Tat eine Schwierigkeit
vor, über die ich erst infolge Ihres Bestehens auf der "Fiktion"
hinweggekommen bin. Die Lösung findet sich III, 1, Seite 154-157
[487], aber nicht scharf herausgearbeitet und hervorgehoben, und
dieser letztere Umstand legt mir nahe, diesen Punkt im Anschluß
an Sombarts und Ihre Einwendungen in der "N[euen] Z[eit]" kurz zu
entwickeln. Ich habe ohnehin noch einen zweiten Punkt, worin ich
den III. Band ergänzen resp. durch Berücksichtigung gewisser
Änderungen in den ökonomischen Verhältnissen seit 1865 mit der
heutigen Lage in Einklang bringen möchte. [457]
Um aber jenen Punkt über die Wirksamkeit und Gültigkeit des Wert-
gesetzes zu entwickeln, würde mir die Sache erleichtert werden,
wenn Sie mir erlaubten, dabei außer an die "Hypothese" Ihres
"Centralblatt"- Artikels auch an die "Fiktion" Ihrer beiden
Briefe anzuknüpfen resp. eine oder zwei Stellen desselben als nä-
here Bestimmung dessen zu zitieren, was Sie unter der Hypothese
des Artikels verstehn. Bitte lesen Sie also nochmals die oben an-
geführte Stelle und sagen Sie mir dann, ob Sie mir gestatten,
diese Zitate als aus Briefen von Dr. C. S[chmidt] an mich genom-
men anzuführen. Falls Sie durch die Marxsche Stelle überzeugt
werden, daß das Wertgesetz für die Warenproduktion doch etwas
mehr ist, als eine notwendige Fiktion, und wir dann einer Ansicht
wären, würde ich natürlich mit Vergnügen darauf verzichten.
Frau Dr. Freyberger, dunnemals Louise Kautsky I, läßt sich samt
ihrem kleinen Mädchen bestens empfehlen, wie ich mich dem Anden-
ken Ihrer Frau bestens empfehle.
Ihr F. Engels
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1*) Siehe vorl. Band, S. 431-433
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