Quelle: MEW 39 Briefe Januar 1893 bis Juli 1895
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#5# 3 - Engels an Philipp Pauli - 11. Januar 1893
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Engels an Philipp Pauli
in Frankfurt a.M.
London, 11. Jan. 1893
Lieber Pauli,
Mit Deinem Vorschlag, daß wir jeder einen Beitrag für das
Schorl[emmer]-Laboratory [5] an Perkin schicken, bin ich ganz
einverstanden, dahingegen keineswegs damit, daß ich ohne alle
vorherige Abrede oder Kenntnisnahme der obwaltenden Umstände den
Betrag festsetzen soll. Was da zu bieten, hängt von gar zu vielen
mir total unbekannten Umständen ab. Das Comité in Manchester wird
doch wohl irgendeinen Aufruf erlassen oder erlassen haben, worin
die ungefähre Summe angegeben, die aufzubringen ist, und eine
vorläufige Liste der ersten Zeichnungen usw. usw. Alles das müßte
man doch kennen, um eine ungefähre Idee zu bekommen, wie weit man
nach oben, wie nach unten zu gehn resp. nicht zu gehn hätte.
Willst Du also so gut sein, bei Perkin anzufragen, was in dieser
Beziehung geschehn ist, und, wenn Du für gut hältst, ihn bitten,
mich darüber zu instruieren, damit wir irgendeinen Maßstab erhal-
ten, wonach wir uns richten können.
Es ist schmählich, was die Universitätsesel für Kerle sind. Auch
Roscoe mußte ich erst mahnen, ehe er den Artikel in "Nature"
schrieb. Und die Deutschen, die auf Sch[orlemmer] stolz sein
könnten! Aber er war keiner von der Clique, wo eine Hand die an-
dre wäscht, und so muß er nach seinem Tode dafür büßen, daß er
kein Panamist der Universitätswissenschaft war [6]. Panama vorn
und hinten, alles Panama, auch die Universitätschemie!
Herzliche Grüße an Deine Frau und Kinder, nicht minder an Dich
selbst von
Deinem alten F. Engels
Pumps war nebst Familie über Weihnachten und Neujahr hier, das
neue Kleine ist ein gar zartes Ding, doch sind sie trotz der
Kälte gesund wieder in Ryde angekommen.
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