Quelle: MEW 40 Marx: Schriften/Briefe Nov. 1837 bis Aug. 1844


       zurück

       #16#
       -----
       Epikureische Philosophie
       
       ERSTES HEFT
       
       I. Diogenes Laertius liber decimus
       
       Colligitur ex libro decimo Diogenis Laertii, qui continetur in
       P. Gassendi: Animadversiones in decimum librum Diogenis Laertii.
       Lugduni 1649. tom. I
       
       I. Diogenes Laertius liber decimus
       
       Epicurus
       
       [2] [...] ??????  ??? ???  ??????????? ???? ??????????? ????????,
       ??? ?????????? ????. S. 10
       [4] (Posidonius Stoicus  et Nicolaus  et Sotion in XII. lib., qui
       titulum  praeferunt   ?????????  ???????   contendunt:)   ??   ??
       ?????????? ????  ??? ??????,  ??? ?????????? ???? ??? ???????, ??
       ???? ??????. S. 11.
       [6] [...] ??  ??? ????? ??? ?? ????? ???????, ??????? ??? ??? ???
       ????? ??????, ?? ??? ??? ??? ?????? ???' ???? ?????? ????????. S.
       12.
       [12] ??????? ??  ????????? ...  ??? ??????? '?????????? ?????? ??
       ???? ?????????? ???? ...... S. 16.
       [29] ????????? ??????  ??? ?? ?? ???????? ?????????? ??? '??????.
       [S. 25]
       
       I. Canonica
       
       [31] '??  ????? ?? ?????? ????? ? '???????? ???????? ??? ????????
       ?????  ???  ?????????  ???  ???  ?????????  ???  ??  ????  ??  ?'
       '??????????? ??? ??? ??????????? '???????? ??? ????????. S. 25 u.
       26. ????? ?? ??? .... ?? ???? ??????? ??????. S. 26.
       I. .... ??? ????????? ????? ???????. ???? ??? ... ???????? ??????
       ???? ??? ?????? ????????. ???? ??? ?? ????? ????????, ???? ??????
       ????????? ???????  ?? ??????????  ? ????????,  ?? ??  ????????, ?
       ?????????.
       [32] ??? ????  ?? ?????????  ????? ?????????. ???? ??? ??????????
       ????????
       
       #17#
       -----
       Epikureische Philosophie
       
       ERSTES HEFT
       
       I. Diogenes Laertius. Zehntes Buch
       
       Exzerpte aus dem zehnten Buch des Diogenes Laertius, enthalten in
       P. Gassendi:  Bemerkungen zum zehnten Buch des Diogenes Laertius.
       Lyon 1649. Bd. I
       
       I. Diogenes Laertius. Zehntes Buch
       
       Epikur
       
       "[...] dann aber, nachdem er [d.h. Epikur] auf die Bücher des De-
       mokrit gestoßen sei, sei er zur Philosophie gekommen." S. 10.
       (Posidonius, der  Stoiker, und  Nikolaus und Sotion, behaupten im
       zwölften der  Bücher, die  den Titel "Diokleia" tragen:) "Er habe
       die Lehre  des Demokrit  von den  Atomen und die des Aristipp vom
       Vergnügen für sein Eigentum ausgegeben." S. 11.
       "[...] denn  ich [d.h. Epikur] jedenfalls weiß nicht, was ich als
       das Gute  ansehen soll,  wenn ich die Lust am Essen, [die Freuden
       der Liebe,]  die Freuden der Musik und die freudige Bewegung beim
       Ansehen von Werken der bildenden Kunst beiseite lasse." S. 12.
       "Am meisten  schätzte er  ... den alten Anaxagoras, obwohl er ihm
       in manchem widerspricht......" S. 16.
       "Sie [d.h.  Epikurs Philosophie] zerfällt also in drei Teile: Ka-
       nonik, Physik und Ethik." [S. 25.]
       
       I. Kanonik
       
       "Im Kanon  also sagt  Epikur, Kriterien  der Wahrheit  seien  die
       sinnlichen Wahrnehmungen,  die Prolepseis  und die  Affekte,  die
       Epikureer aber fügen auch noch die Vorstellungen der Einbildungs-
       kraft des Verstandes hinzu." S. 25 u. 26. "Er sagt dies aber auch
       in den 'Hauptlehren'." S. 26.
       I. ".... die sinnlichen Wahrnehmungen seien Wahr. Denn jede sinn-
       liche Wahrnehmung  ... ist  nicht rational  und keiner Erinnerung
       fähig. Denn sie wird weder von sich aus veranlaßt, noch kann sie,
       von etwas  anderem veranlaßt, etwas hinzufügen oder weglassen so-
       wie urteilen oder täuschen.
       Nichts kann die sinnlichen Wahrnehmungen widerlegen. Weder wider-
       legt [die]
       
       #18# Epikureische Philosophie
       -----
       ??? ?????????  ???  ???  ???????????  (aequipollentiam),  ???'  ?
       ??????????? ???  ??????????, ??  ??? ?????  ???? ???????.  ???  ?
       ????? ???  ?????? ??????  ??? ??????????.  ???? ??? ????? ??? ???
       ????????? ???????.
       ???  ??,   ??  ???????????  [??]  ?????????,  ?????????  ???  ???
       ????????? ????????.  ???????? ??  ??, ??  ???? ????  ???  ??????,
       ????? ??  ??????. ??  ????????? ?? ?????? ????? ??, ? ???????. S.
       26.
       ???? ??? ???? ??? ??????? ??? ??? ?????????? ??? ???????????. ???
       ??? ???  ????????  ?????  ???  ???  ?????????  ????????  ????  ??
       ??????????  ???   ?????????,   ???   ?????????,   ???   ????????,
       ????????????? ?? ??? ??? ????????. S. 26[-27].
       ?? ?? ??? ?????????? ??????????, ??? ?? ???' ???? ????? ????? ???
       ?? ?? ?? ??, ?? ?????, S. 27
       II. [33] ??? ?? ???????? ??????? ?????? ?????????, ? ????? ?????,
       ? ???????,  ? ?????????  ?????? ?????????????, ??????? ?????? ???
       ???????? ??????  ????????, ????  ??, ???????? ????? ????????. ???
       ??? ??  ??????? ????????,  ????? ????  ???????? ??? ? ????? ?????
       ??????, ?????????????  ?????????. ?????  ???  ???????  ??  ??????
       ?????????????,  ???????   ????  ???   ???  [??]   ??????????   ??
       ??????????,  ??   ??  ????????   ??????????  ????.  ....  ???  ??
       ??????????  ??,   ??  ????????  ?????  ????  ????????  ???  ?????
       ????????. ????????  ??? ?????  ?? ?????????  ??? ?? ????????, ???
       ???????? ?????  ???????? ???????.  ?? ? ??????????? ??????? [...]
       [34] ???  ?? ????? ??? ???????? ????????. ????? ?? ????? ???? ???
       ????? ???  ??  ?????????,  ?  ??????  ??,  ???  ?????????????,  ?
       ??????????????? ????  ??? ????????  ?????, ?  ?? ????. ?? ??? ???
       ?????????????,  ?   ??????????????,  ?????   ?????  ???   ??   ??
       ?????????????  ?  ?????????????,  ?????  ?????????  ????  ???  ??
       ????????????? ?????  ?? ????, ?? ?????????? ??? ????? ???????? ??
       ?????, ???  ??????, ??  ???  ??????  ????????,  ?????  ???  ?????
       ????????. S. [27-]28.
       ???? ??  ???????? ?????  ???, ??????  ??? ????????.  .... ??? ???
       ???, ???????, ??? ??, ????????? ??' ?? ????????? ??? ???????? ???
       ?????. S. [28-]29.
       ??? ??  ???????? ?????  ??? ???  ???? ??? ?????????, ??? ??, ????
       ????? ??? ?????. S. 29.
       
       Epicurus Menoeceo
       
       [123] ?????? ???,  ??? ????,  ???? ???????? ??? ???????? ???????,
       ?? ?  ????? ???  ???? ??????  ???????? ?????  ???? ???  ?????????
       ?????????, ????  ??? ???????????? ???????? ???? ???????? ........
       S. 82.
       
       #19# Erstes Heft
       -----
       gleichartige Wahrnehmung die gleichartige wegen der gleichen Gül-
       tigkeit (aequipollentiam),  noch die ungleichartige die ungleich-
       artige, denn  sie urteilen nicht über dasselbe, noch die eine die
       andere, denn  wir richten  uns nach allen, noch der Begriff, denn
       der Begriff hängt ab von den sinnlichen Wahrnehmungen.
       Auch daß  die  sinnlichen    W a h r n e h m u n g e n    e i n e
       R e a l i t ä t   s i n d,   verbürgt die Wahrheit der sinnlichen
       Wahrnehmungen. Es  ist aber  eine Realität, daß wir sehen und hö-
       ren, genauso  wie, daß wir Schmerz empfinden. Daß etwas wahr oder
       eine Realität ist, bedeutet keinen Unterschied." S. 26.
       "Daher muß  man auch über das Unbekannte Angaben aus den Phänome-
       nen zu  gewinnen suchen.  Denn auch  alle Gedanken  sind aus  den
       sinnlichen Wahrnehmungen hervorgegangen durch Inzidenz, Analogie,
       Homogenität und  Synthese, wozu  auch der  Verstand einiges  bei-
       trägt." S. 26[-27].
       "Auch die  Phantasien der Wahnsinnigen und die Traumvorstellungen
       sind Wahr;  denn sie sind eine treibende Kraft; das Nichtexistie-
       rende dagegen ist keine treibende Kraft." S. 27.
       II. "Die  Prolepsis aber  verwenden sie  [d.h. die  Epikureer] im
       Sinne von Vorstellung oder richtiger Meinung oder Bewußtsein oder
       allgemeiner innewohnender  Erkenntnis, das  heißt  Erinnerung  an
       das, was oft von außen her gekommen ist, z.B. daß dieser hier ein
       Mensch ist. Denn zugleich mit dem Wort Mensch stellen wir uns so-
       fort durch die Prolepsis, geleitet von den sinnlichen Wahrnehmun-
       gen, auch  seine Gestalt vor. Also wird mit jeder Bezeichnung das
       ihr ursprünglich  Zugrundeliegende evident,  und wir könnten nach
       dem Gesuchten  nicht suchen, wenn wir es nicht vorher kennen wür-
       den. ...  Wir könnten  überhaupt nichts  benennen, wenn wir nicht
       vorher durch die Prolepsis seine Gestalt kennen würden. Also sind
       die Prolepseis  evident. Auch  die bloße  Meinung hängt von einer
       früheren evidenten  Vorstellung ab.  Hierauf bezugnehmend  äußern
       wir uns [...]. Die Meinung aber nennen sie auch Annahme. Sie sei,
       sagen sie,  bald wahr,  bald falsch  durch die  Hinzufügung  oder
       Weglassung von  etwas und  Bestätigung oder Widerlegung durch das
       Evidentsein oder nicht. Denn wenn sie bestätigt oder nicht wider-
       legt werde,  sei sie wahr; wenn sie aber nicht bestätigt oder wi-
       derlegt Werde,  sei sie  falsch; daher  wurde auch das Abwartende
       eingeführt; z.B.  wenn man abwartet und sich dann dem Turm nähert
       und feststellt,  ob er so, wie er von fern aussieht, auch von nah
       erscheint." S. [27-]28.
       "Affekte aber, sagen sie, gäbe es zwei, Lust und Schmerz. ... Der
       eine sei  der Natur  eigen, der  andre fremd; nach ihnen bestimme
       sich das,  was man erstreben, und das, was man fliehen müsse." S.
       [28-] 29.
       "Von den  Forschungen bezögen sich die einen auf die Gegenstände,
       die andern auf das bloße Wort." S. 29.
       
       Epikur an Menoikeus
       
       "Zuerst halte Gott für ein unzerstörbares und glückseliges Wesen,
       wie es  die allgemeine Vorstellung von Gott ist, und schreibe ihm
       nichts zu, was entweder mit seiner Unzerstörbarkeit nicht in Ein-
       klang steht  oder sich  mit seiner  Glückseligkeit nicht verträgt
       ......" S. 82.
       
       #20# Epikureische  Philosophie
       -----
       ???? ???  ????, ??????? ??? ??? ????? ????? ? ?????? )cf. ? ?????
       ??? ?[???]  ???[???] consensus  omnium, c[onsensus] gentium) 2*),
       ?????  ?'   ??????  ??  ??????  ??????????,  ???  ?????,  ??  ???
       ??????????? ??????, ????? ??????????.
       ?????? ??  ??? ?  ???? ???  ?????? ?????  ???????, ???' ? ??? ???
       ?????? ?????  ????? ?????????. [124] ?? ??? ????????? ?????, ???'
       ????????? ???????  ?? ???  ?????? ????  ???? ????????.  ????? ???
       ???????? ??????  ??????,  ????  ??????  ??  ????  ?????????,  ???
       ??????? ????  ??????. ????  ??? ??????  ????????????  ???  ??????
       ???????  ????   ???????  ???????????,  ???  ??  ??  ????????,  ??
       ????????? ??????????. S. 83.
       ???????? ??  ?? ??  ???????? ?????  ???? ????  ????? ??? ???????,
       ???? ??????, ??? ????? ?? ???????, ???????? ?? ????? ?????????, ?
       ???????.
       ????  ??????   ????  ???  ?????  ?????  ????  ????  ???  ???????,
       ?????????? ?????  ?? ???  ????  ??????,  ???  ??????  ???????????
       ?????, ????  ??? ???  ????????? ?????????  ?????. [125] ????? ???
       ????? ??  ?? ??? ?????? ?? ??????????? ????? ?? ????? ???????? ??
       ?? ??  ??? ??????. ???? ??????? ? ????? ???????? ??? ???????, ???
       ??? ???????  ?????, ???'  ???  ?????  ??????.  ?  ???  ?????  ???
       ???????, ??  ?? ?????????????  ????? ?????. ?? ?????????????? ???
       ??? ?????  ? ???????  ????? ????  ????, ?????????? ???? ??? ?????
       ???? ??  ? ??????? ????, ???' ????? ??? ?????. ???? ??? ???? ????
       ?????? ?????,  ???? ?? ???? ????????????, ????????? ???? ???? ???
       ??? ?????, ?? ? ?????? ?????. S. 83 u. 84.
       [126] ? ??  ??????????? ???  ??? ????  ????? ???,  ??? ?? ???????
       ????? ????????????,  ?????? ?????,  ?? ?????  ???  ??  ???  ?????
       ??????????. S. 84.
       [127] ???????????? ??  ?? ??  ?????? ????  ????????, ????  ??????
       ???' ????????,  ??? ????  ?????? ???????????,  ?? ????????,  ????
       ?????????? ?? ?????? ??? ????????. S. 85.
       .... ???  ????????? ??  ??? ????  ???????, ??  ??, ?????. ??? ???
       ??????? ??  ??? ?????????, ?? ?? ??????? ?????. ??? ?? ?????????,
       ?? ???  ???? ???????????  ????? ??????????,  (?? ??  ???? ??? ???
       ??????? ????????) ?? ??, ???? ???? ?? ???. S. 85.
       
       [128] ?????? ???  ??????? ??????  ... ???????????  ????? ???  ???
       ??? ???????  ??????, ???  ??? ??? ????? ?????????, ???? ????? ???
       ???????? ???  ???? ?????. ?????? ??? ????? ?????? ?????????, ????
       ???? ???????,  ???? ????????,  ????  ??  ?????  ?????  ????  ????
       ????????, ??????,  ??? ?  ??? ?????  ??????, ??? ??????? ??? ????
       ???? ??,  ?? ??????  ????????, ???  ?????? ?????? ? ?? ??? ??????
       ??? ?? ???
       -----
       2*) Bemerkung von Marx
       
       #21# Erstes Heft
       -----
       "Denn Götter gibt es. Denn die Vorstellung von ihnen ist evident"
       (vgl. "die  allgemeine Vorstellung  von Gott",  consensus omnium,
       c[onsensus] gentium  1*)) 2*),  "wie aber die Menge sie sich vor-
       stellt, sind sie nicht; denn sie bleibt ihrer Vorstellung von ih-
       nen nicht treu.
       Gottlos aber  ist nicht  der, welcher  mit den  Göttern der Menge
       aufräumt, sondern  der. Welcher  die Vorstellungen  der Menge den
       Göttern andichtet.  Denn die Äußerungen der Menge über die Götter
       sind nicht  auf Erfahrung  gegründete Vorstellungen,  sondern un-
       wahre Vermutungen.  Daher glaubt  sie auch,  daß  den  Schlechten
       durch die  Götter größte  Schäden erwüchsen  und den Guten größte
       Vorteile. Denn  völlig von  ihren eigenen  Tugenden  eingenommen,
       schenken sie  denen, die  ebenso sind,  ihre Gunst und betrachten
       alles, was nicht so ist, als fremd." S. 83.
       "Gewöhne dich  an die Vorstellung, daß der Tod uns nichts angeht,
       da alles  Gute und  Schlechte auf Empfindung beruht, der Tod aber
       Verlust der Empfindung ist.
       Daher macht  die richtige  Erkenntnis, daß der Tod uns nichts an-
       geht, das  vergängliche Leben  erst lebenswert,  indem sie  nicht
       eine ungewisse Zeit hinzugibt, sondern dem Verlangen nach der Un-
       sterblichkeit ein  Ende setzt. Denn im Leben ist nichts Furchtba-
       res für  den, der richtig begriffen hat, daß im Nichtleben nichts
       Furchtbares ist. Daher ist töricht, wer sagt, er fürchte den Tod,
       nicht weil  er Leid  Verursache, Wenn  er da sei, sondern weil er
       Leid verursache,  Wenn er  noch bevorstehe.  Denn was, wenn es da
       ist, nicht stört, das verursacht, wenn man es erwartet, bloß ein-
       gebildetes Leid.  Was allerdings  von den Übeln mehr Schauder er-
       regt, der Tod, geht uns nichts an, weil ja, solange wir sind, der
       Tod nicht da ist, sobald aber der Tod da ist, wir dann nicht mehr
       sind. Also  geht er weder die Lebenden etwas an, noch die Gestor-
       benen, weil  er ja für die einen nicht ist, die andern aber nicht
       mehr sind." S. 83 u. 84.
       "Wer aber  den jungen  Mann auffordert,  ehrenhaft zu  leben, den
       Greis aber,  ehrenhaft zu  sterben, ist  töricht, nicht nur wegen
       der Annehmlichkeit  des Lebens,  sondern auch,  weil das Bemühen,
       ehrenhaft zu  leben, und  das Bemühen,  ehrenhaft zu sterben, ein
       und dasselbe ist." S. 84.
       "Man muß  aber daran  denken, daß  die Zukunft  Weder von uns ab-
       hängt, noch  überhaupt nicht von uns abhängt, damit wir weder auf
       sie warten wie auf etwas, was unbedingt sein wird, noch die Hoff-
       nung aufgeben wie auf etwas, was überhaupt nicht sein wird."
       S. 85.
       "... von  den Begierden  sind die einen natürlich, die andern ei-
       tel; und  von den natürlichen die einen notwendig, die andern nur
       natürlich. Von  den notwendigen  aber sind die einen zur Glückse-
       ligkeit notwendig  (wie die zur Befreiung des Körpers von Störun-
       gen), die andern zum Leben selbst." S. 85.
       "Denn eine nicht fehlgehende Betrachtung dieser Dinge weiß... zur
       Gesundheit des  Körpers und  zur Ataraxie der Seele zu führen, da
       dies das Ziel des glückseligen Lebens ist. Tun wir doch alles nur
       deswegen, damit  wir weder  Schmerz empfinden,  noch  in  Verwir-
       rung/eben. Wenn  uns aber  dies einmal  zuteil geworden ist, legt
       sich jeder  Sturm der  Seele, denn  der Mensch braucht nicht mehr
       auf etwas  auszugehen, was ihm noch fehlt, und nach etwas anderem
       zu suchen,  wodurch  das  Wohlergehen  seiner  Seele  und  seines
       Körpers vollkommen
       -----
       1*) Übereinstimmung   aller,   Übereinstimmung   der   Völker   -
       2*) Bemerkung von Marx
       
       #22# Epikureische Philosophie
       -----
       ??????? ??????  ???????????????. ???  ???? ?????? ??????, ???? ??
       ??? ??  ???????? ???  ?????? ???????,  ???? ?? ?? ???????, ??????
       ??? ?????? ???????. S. 85
       ??? ???  ????? ???  ?????? ?????  ???  ?????  ???????  ?????  ???
       ???????? ???.  [129] ??????  ???  ??????  ??????  ???  ??????????
       ???????, ???  ??? ?????? ??????????? ????? ??????? ??? ?????, ???
       ??? ?????? ??????????, ?? ?????? ?? ????? ??? ?????? ????????. S.
       [85-]86.
       ??? ???? ?????? ?????? ????? ??? ????????, ??? ????? ??? ?? ?????
       ?????? ????????? ................
       ???? ???  ?????, ???  ?? ?????  ????? ???????,  ??????,  ??  ????
       ?????? ??????  ??????? ???  ??????? ????,  ?????, ??  ???? ?? ???
       ?????? ????????. [130] ?? ?????? ???????????, ??? ??????????? ???
       ????????? ??????  ?????????? ??????  ????????. ??????? ??? ?? ???
       ?????, ????  ????? ??????,  ?? ?????  ?? ??  ????, ?? ???????, ??
       ?????. S. 86.
       ??? ???  ????????? ?? ?????? ???? ?????????, ??? ??? ??????? ????
       ??????? ???????  ???' ????,  ??? ?? ?????? ?? ?????, ???? ???????
       ???????, ??????????? ??????? ??? ?????? ?????????? ??????????? ??
       ?????? ??????  ???????? ???  ??? ??  ??? ???????  ???, ??????????
       ????, ?? ?? ?????, ???????????, S. 86.
       [131] [...] ?????? ..... ??????? .... ?? ???? ??????? ???? ?????,
       ???? ???????????? ???? ?????. .... S. 87.
       [132] ?????? ?? ?????? ????, ??? ?? ???????? ??????, ???????? ???
       ??? ?????????? ?????????? ??????? ????????, ?? ?? ?? ?????? ?????
       ????????? ??????,  ???????????, ??  ??? ????? ????? ???, ???? ???
       ??????? ???  ??????[, ???  ??????? ???? ????????, ??? ?????,] ???
       ???????, ????  ??? ?????. ??????????? ??? ?? ?????? ?? ??? ?????,
       ??? ?? ??? ?????, ?????? ????? ?????????. S. 88.
       
       [133] ????,  ???? ????????  ????? ?????????  ???  ???  ????  ????
       ??????????, ???  ???? ????????  ?????????, ???????,  ???  ??  ???
       ?????? ???????????????  ?????, ???  ?? ???  ??? ??????  ?????, ??
       ????? ?????????????  ?? ???  ??????????, ?????????????? ?? ?? ???
       ?????, ??  ? ???????  ? ??????  ????  ??????  ???  ??  ???  ?????
       ????????   ???????????   ??????   '???????,   ??   ?????   ??????
       ???????????, ??  ????? ??  ??? ??? ?????, ?? ?? ???' ???? ??? ??,
       ???'  ????,   ?????????  ?   ???  ??   ???????  ???   ??  ???????
       ????????????? ???????. S. 88.
       [134] ???? ???????? ?? ?? ???? ???? ????? ?????????????, ? ?? ???
       ??????? ????????? ????????. ? ??? ??? ?????? ?????????? ?????????
       ???? ???  ????? ?  ?? ??????????? ???? ??? ???????. ??? ?? ?????,
       ???? ????, ?? ?? ?????? ??????????, ????????? ..... ???? ????????
       ?????? ....... [135] ???????? ????? ??????? ?????????? ???????, ?
       ????????? ????????.  ??????? ??? ?? ?????? ?? ???? ??????? ?????,
       ????????? ??? ??????. S. [88-]89.
       
       #23# Erstes Heft
       -----
       wird. Denn  wir brauchen  die Lust  dann, wenn uns das Fehlen der
       Lust Schmerz  bereitet; wenn  wir aber  keinen Schmerz empfinden,
       haben wir die Lust nicht mehr nötig." S. 85.
       "Und deswegen, sagen wir, ist die Lust Anfang und Ende des glück-
       seligen Lebens.  Denn   d i e s e  erkannten wir als  e r s t e s
       und   a n g e b o r e n e s  G u t, und von ihr gehen wir bei al-
       lem Tun  und Lassen  aus, und auf sie gehen wir zurück, wobei uns
       dieser     A f f e k t     als  Richtschnur      f ü r      d i e
       B e u r t e i l u n g  a l l e s  G u t e n  dient." S. [85-]86.
       "Und da  sie das erste und angeborene Gut ist, deshalb wählen wir
       auch nicht jede Lust; ...................
       Jede Lust  also ist, weil sie eine uns angemessene Natur hat, ein
       Gut, nicht  jede jedoch  ist wählenswert;  ebenso auch  wie jeder
       Schmerz ein Übel, aber nicht jeder Schmerz in jedem Falle zu mei-
       den ist.  Vielmehr muß dies alles durch Abwägen und unter dem Ge-
       sichtspunkt der  Zuträglichkeit und  Unzuträglichkeit entschieden
       werden. Denn das Gute erweist sich für uns zu gewissen Zeiten als
       ein Übel, das Übel aber umgekehrt als ein Gut." S. 86.
       "Auch die   S e l b s t g e n ü g s a m k e i t   halten  wir für
       ein großes  Gut, nicht  auf daß wir uns in jedem Fall mit wenigem
       bescheiden, sondern  damit wir  uns, wenn wir nicht die Fülle ha-
       ben, mit  wenigem bescheiden,  ehrlich überzeugt,  daß diejenigen
       die Üppigkeit mit der größten Lust genießen, die sie am wenigsten
       nötig haben,  und daß alles Naturgemäße leicht zu beschaffen, der
       eitle Tand aber schwer zu beschaffen ist." S. 86.
       "[...] Lust  ....... nennen  wir .... weder körperlich Schmerz zu
       empfinden noch seelisch in Erregung zu sein. ...." S. 87.
       "Für all  das aber  ist Anfang  und das höchste Gut die Vernunft;
       deshalb ist  sie auch kostbarer als die Philosophie, aus der alle
       andern Tugenden  stammen, die  uns lehren, daß man nicht angenehm
       leben kann,  ohne vernünftig,  ehrenhaft [und rechtlich] zu leben
       [, und  daß man  nicht vernünftig, ehrenhaft] und rechtlich leben
       kann, ohne  angenehm zu leben. Denn die Tugenden sind mit dem an-
       genehm Leben  eng verbunden, und das angenehm Leben ist von ihnen
       nicht zu trennen." S. 88.
       "Denn wer,  meinst du,  steht höher  als der,  der fromm über die
       Götter denkt  und dem  Tod gegenüber ganz furchtlos ist, der über
       das Ziel  der Natur  nachgedacht und  der  erfaßt  hat,  daß  das
       höchste Gut leicht zu erreichen und zu erlangen ist, während aber
       das schlimmste  Übel nur  kurze Zeit  dauert oder kurze Schmerzen
       verursacht.     D i e    v o n    e i n i g e n    a l s    d i e
       A l l h e r r s c h e r i n                 e i n g e f ü h r t e
       N o t w e n d i g k e i t       i s t       n i c h t       d i e
       B e h e r r s c h e r i n   d e s s e n,   behauptet er,  von dem
       einiges     z u f ä l l i g     ist,     a n d e r e s      v o n
       u n s e r e r       W i l l k ü r       a b h ä n g t.      D i e
       N o t w e n d i g k e i t       i s t        n i c h t        z u
       ü b e r r e d e n,   der  Z u f a l l  dagegen unstet.  U n s e r
       W i l l e   a b e r   i s t   f r e i;  ihm kann sowohl der Tadel
       als auch das Gegenteil folgen." S. 88.
       "Es wäre besser, dem Mythos über die Götter zu folgen, als Knecht
       zu sein der Heimarmene der Physiker. Denn jener läßt Hoffnung der
       Erbarmung wegen der Ehre der Götter, diese aber die unerbittliche
       Notwendigkeit. Den   Z u f a l l   a b e r,   n i c h t  G o t t,
       wie die
       Menge glaubt,   s o l l   e r   [d.h.  der Weise]  annehmen .....
       u n d   n i c h t   e i n e    u n s i c h e r e    U r s a c h e
       ..... Er  hält es  für besser,  unglücklich, aber vernünftig, als
       glücklich, aber  unvernünftig zu sein. Eis ist allerdings besser,
       wenn bei den Handlungen die gute Entscheidung durch die Gunst der
       Umstände auch zu einer guten Ausführung gelangt." S. [88-]89.
       
       
       #24# Epikureische Philosophie
       -----
       [...]  ???  ????????  ....  ????????????,  ????  ??  ??  ????  ??
       ?????????. ?????  ??? ?????  ????? ???  ??? ???????? ?? ?????????
       ???????. S. 89.
       ???????? ???  ?????? ??  ??????  ???????  ........  ???????,  ??,
       ?????????? ??  ?? ??? ?????????, ????? ???' ???? ??? ?? ????????.
       .... [S. 89.]
       [136] ?????????? ??  ???? ???? ?????????? ???? ??? ??????. ?? ???
       ??? ??????????????  ??? ??????????, ????? ?? ??? ?? ??????? ? ??,
       ????????,  ???  ?????,  ???  ????????  ..........  ??????????  ??
       ??????, ???  ?? ????  ???????, ???  ??? ???????????????????. ? ??
       '??????? ...  ????  ?????,  '?  ???  ???  ????????,  ???  ???????
       ?????????????? ?????  ??????. ?  ??  ????,  ???  ?????????,  ????
       ??????? ???????? ?????????. S. 90.
       [137] ?? ????  ???? ???????????. ?? ??? ??? ??????? ??? ?????????
       ????????? ???  ??????? .......  ? ?? ?????????? ??? ???? ????? ??
       ????? ????? ????????, ??? ?? ????? ??? ?? ????????, ??? ?? ?????,
       ??? ??  ??????. ????? ??? ??? ???????? ?????? ????? ??? ?????. S.
       90.
       ????????? ??  ?????? ???,  ????? ?????  ??? ??????,  ?? ?? ??? ??
       ??????????, ??  ??? ????????????, ?? ?? ???? ??????????? ???????,
       ??? ????? ?????. ????????? ??? ???????? ??? ???????? .... [S. 90-
       91.]
       [138] ??? ??  ??? ??????  ??? ???  ?????? ?????????,  ?? ?? ?????
       ..... ???  ?????????? ???? ??? ?????? ??? ?????? ????? ?? ?' ????
       ??????????, ???? ??????. S. 91.
       
       [?????? ?????]
       
       [139] ??  ???????? ???  ????????, ????  ???? ????????  ????, ????
       ??????? ???? ??? ??????, ???? ?????? ?????????. ?? ??????? ??? ??
       ????????.
       '?? ??????  ?? ???? ???? ????? ???? ????????, ?? ??? ???' ???????
       ????????? ??  ??, ????  ????????? (??  ??? ??????? ?????????? ???
       ?????? ???????  ??? ??  ???? ?????????????) ??????????????. S. 91
       u. S. 92.
       [140] ???  ????? ?????  ???, ????  ??? ???????,  ???  ?????,  ???
       ??????? ???? ???????? ??? ?????, ??? ???????, ???? ??? ??????. S.
       92.
       
       [141] ??????? ??????  ???' ??????.  ????? ????  ??  ?????  ??????
       ????????, ????????????  ???????? ???  ???????? ??? ??????, S. 93.
       1*)
       -----
       1*) In der  Handschrift folgt hier ein Zwischenraum von etwa drei
       Zeilen
       
       #25# Erstes Heft
       -----
       "[...] und  du wirst  niemals beunruhigt werden, sondern du wirst
       leben wie  ein Gott unter Menschen. Denn ein Mensch, der inmitten
       unvergänglicher Güter  lebt, gleicht  nicht einem sterblichen We-
       sen." S. 89.
       "Alle Mantik widerlegt er in andern Schriften ....... Mantik gibt
       es nicht, aber
       auch, Wenn  es sie  gibt, dann  ist das, was geschieht, nicht uns
       überlassen. ...." [S. 89.]
       "In der  Lustlehre aber  weicht er  von den Kyrenaikern ab. Diese
       lassen nämlich  die Lust im Ruhezustand nicht gelten, sondern nur
       die Lust  in Bewegung,  Epikur aber  beide, sowohl  die Lust  der
       Seele als  auch die  Lust des  Körpers. ......... Da man sich die
       Lust sowohl  in Bewegung als auch im Ruhezustand vorstellen kann.
       Epikur aber  sagt ...  folgendes: 'Die Ataraxie und Schmerzlosig-
       keit nämlich  sind Lustempfindungen im Ruhezustand, das Vergnügen
       und Frohsein sieht man nur in Bewegung wirksam.'" S. 90.
       "Weiter weicht  er von  den Kyrenaikern  hierin ab:  Diese halten
       nämlich die  körperlichen Schmerzen  für schlimmer als die seeli-
       schen ........... er aber die seelischen; werde doch
       das Fleisch nur durch das gequält, was gegenwärtig ist, die Seele
       aber sowohl  durch das Vergangene, wie durch das Gegenwärtige und
       das Kommende.  So seien  denn auch  Freuden der Seele größer." S.
       90.
       "Als Beweis  aber dafür, daß die Lust das Ziel sei, dient ihm die
       Tatsache, daß  die Lebewesen,  sowie sie  geboren sind, von Natur
       und ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, an der Lust Gefallen
       fänden, den  Schmerz aber  ablehnten. Unwillkürlich  also fliehen
       wir den Schmerz..." [S. 90-91.]
       "Wegen der  Lust entscheide man sich auch für die Tugenden, nicht
       um ihrer  selbst willen,  er sagt auch, daß die Tugend allein von
       der Lust untrennbar sei; alles andre lasse sich trennen, wie z.B.
       menschliche Dinge." S. 91.
       
       [Hauptlehren]
       
       "Das Glückselige  und Unzerstörbare  hat weder  selbst Lasten  zu
       tragen, noch  bürdet es  einem andern  welche auf; daher kennt es
       weder Zorn  noch Gunst.  Denn so  etwas gibt  es nur bei dem, was
       schwach ist.
       In andern  Schriften aber  sagt er,  daß die Götter nur durch die
       Vernunft geschaut  werden könnten,  zwar nicht  der Zahl nach be-
       stimmt, doch  aber durch  Ähnlichkeit (infolge  des fortwährenden
       Herbeiströmens ähnlicher  Bilder, die eben hierfür gemacht seien)
       von menschlichem Aussehen." S. 91 u. 92.
       "Der  höchste   Gipfel  der   Lust  ist  die  Ausschaltung  allen
       Schmerzes. Denn  wo immer  die Lust  regiert, da gibt es, solange
       sie da ist, nicht den Schmerz oder die Trübsal oder beides zusam-
       men." S. 92.
       "Man kann  nicht angenehm  leben, ohne  Vernünftig, ehrenhaft und
       rechtlich zu leben, und nicht vernünftig, ehrenhaft und rechtlich
       leben, ohne angenehm zu leben." S. 92.
       "Keine Lust ist an sich ein Übel, aber das, was gewisse Lüste er-
       zeugt, verursacht vielfältige Störungen der Lüste." S. 93. 1*)
       -----
       1*) In der  Handschrift folgt hier ein Zwischenraum von etwa drei
       Zeilen
       
       #26# Epikureische Philosophie
       -----
       [142] ?? ????????????  ????? ???  ?????, ??? ??????? 1*), ???????
       ??????? ?? ??????.. S. 93.
       [143] ???  ??  ???  ??????????  ?????  ????  ???  ??????????,  ??
       ????????? ???  ? ??? ??????????? ?????, ???' ????????????? ?? ???
       ???? ????  ?????. ??? ??? ?? ???? ??????????? ???????? ??? ??????
       ?????????,. S. 93[-94].
       [142] ?? ????? ???? ?? ???? ??? ???????? ??????? ????????, ??? ??
       ??? ????  ???????, ?????? ???? ???? ?? ??, ??? ?' ????????? ?????
       ???? ?????  ??? ?????????,  ??? ??? ?????????, ??? ?? ???????????
       ???????????. S. 94
       [143] ?????   ??????    ??   ???    ???'   ?????????    ?????????
       ???????????????, ???  ?????? ??????? ??????????, ??? ??? ??? ???,
       ??? ?????  ??? ??  ??  ??????,  ???  ?????????  ???  ??  ????????
       ????????? ????? ?????. S. 94.
       ??????? ??  ??????????, ???  ??????? ??????????????  ??????? ? ??
       ??????? ??? ?????????? ??? ?????? ????????. S. 94.
       [144] ? ??? ?????? ??????? ??? ???????, ??? ?????????? ????? ? ??
       ??? ????? ?????. ??? ??????? ????????. S. 94
       ??? ?????????  ? ????? ?? ?? ?????, ??????? ????, ?? ???' ???????
       ?????? ????????, ???? ????? ???????????. S. 94.
       ??? ??  ???????? ??  ????? (??  ???? ??? ??????) ??????????? ? ??
       ?????? ?????  ????????? (???  ???  ????????  ???????,)  ???  ????
       ????????? ?????? ??????????? ?? ???????. S. 94.
       [145] ?  ??????? ??????  ???? ???? ??? ?????? ??? ? ????????????,
       ??? ??? ????? ?? ?????? ??????????? ?? ???????. S. 95.
       ? ???  ???? ???????  ?? ??????  ??? ??????,  ????????? ?? ???????
       ????? ??????  ???????????? ? ?? ??????? ??? ??? ?????? ?????? ???
       ??????? ???????  ??? ???????????, ??? ????? ??? ??? ?????? ??????
       ?????????, ???  ??????? ???? ?????????' ??? ????? ??? ??? ???????
       ?????? ?????????????.  '????' ????  ????? ???  ??????, ???' ?????
       ??? ????????  ?? ???  ??? ??  ???????? ????????????,  ??  ???????
       ??????? ??? ??? ??????? ???? ???????????, S. 95.
       [146] ?? ?????????  ?? ?????  ??? ?????????????,  ???? ?????  ???
       ?????????, ??'  ??  ??  ??????????  ????????'  ??  ??  ??,  ?????
       ????????, ??? ??????? ????? ?????. S. 95.
       
       ?? ????  ?????? ????  ??????????, ???  ????? ???' ?? ?? ????? ???
       ??????????, ???? ?? ?????????? ??? ????????, ??????. S. 95.
       -----
       1*) Korruptele im Text
       
       #27# Erstes Heft
       -----
       "Wenn  sich  alle  Lust  zusammenfände  und  mit  der  Zeit  eine
       Geschlossenheit gewänne,  wäre  diese  Verbindung  ebenso  [voll-
       kommen] 1*)  wie die hauptsächlichsten Teile der Natur und würden
       die Lustempfindungen nie voneinander verschieden sein." S. 93.
       "Es ist  nicht möglich, die Furcht wegen der wichtigsten Dinge zu
       beseitigen, wenn  man nicht weiß, welches das Wesen des Alls ist,
       sondern bei  sich etwas  von dem  argwöhnt, was  den Mythen  ent-
       spricht. Daher  ist es nicht möglich, ohne Physiologie zur reinen
       Lust zu gelangen." S. 93[-94].
       "Wenn uns  nicht bange  wäre wegen  der Meteore  und auch vor dem
       Tode, ob  er uns vielleicht nicht doch etwas anginge, und wir au-
       ßerdem die Grenzen der Schmerzen und der Begierden zu kennen ver-
       möchten, dann brauchten wir keine Physiologie." S. 93.
       "Es nützt  nichts, sich  die Sicherheit gegenüber den Menschen zu
       schaffen, solange  einen die  Dinge da droben und die Dinge unter
       der Erde  und überhaupt  die Dinge im Unendlichen mißtrauisch ma-
       chen. Denn  die Sicherheit,  die man vor den Menschen haben kann,
       besteht nur eine bestimmte Zeit." S. 94.
       "Dieselbe Sicherheit,  die einem aus der Ruhe und aus der Zurück-
       gezogenheit von  der Menge  erwächst, entsteht durch die Möglich-
       keit [durch  eigene Mäßigung diejenigen Begierden, die nicht not-
       wendig sind]  1*) zu  vertreiben und durch die sehr einfache [und
       sehr leichte]  1*) Beschaffbarkeit  [der notwendigen Dinge] 1*)."
       S. 94.
       "Der Reichtum  der Natur  ist begrenzt  und leicht zu beschaffen;
       der aber,  der leerem  Wahn entspringt,  geht ins Unendliche." S.
       94.
       "Die Lust  im Fleische  steigert sich nicht mehr, wenn einmal der
       Schmerz, der  in der Entbehrung liegt, beseitigt ist, sondern sie
       wird nur noch variiert." S. 94.
       "Den Höhepunkt des Denkens (was die Freude betrifft) bedeutet die
       Ergründung gerade  dieser Fragen  (und der  mit diesen verwandten
       Fragen), die dem Denken die größten Ängste bereiten." S. 94.
       "Die unendliche  Zeit birgt  in sich dieselbe Lust wie die endli-
       che, wenn  man ihre  Grenzen mit der nötigen Einsicht ermißt." S.
       95.
       "Dem Fleisch  sind zwar die Grenzen der Lust vorgeschrieben, aber
       das Verlangen  nach der  unendlichen Zeit  hat sie ins Unendliche
       gerückt; der Verstand aber, der sich das Ziel und die Grenzen des
       Fleisches deutlich  gemacht und die Wünsche betreffs der Ewigkeit
       ausgelöscht hat,  hat uns  das vollkommene  Leben ermöglicht, und
       wir brauchen  nicht mehr die unendliche Zeit. Und es flieht nicht
       die Lust,  auch nicht,  wenn die  Umstände den Abschied vom Leben
       bewirken, das  Ende des besten Lebens wie eine Vollendung hinneh-
       mend." S. 95.
       "Das gesetzte  Ziel muß  man in aller Evidenz, auf die wir unsere
       Ansichten zurückführen,  stets  geistig  vor  Augen  haben;  wenn
       nicht, dann wird alles voll Unordnung und Unruhe sein." S. 95.
       "Wenn du alle sinnlichen Wahrnehmungen bekämpfst, wirst du nichts
       haben, wonach  du dich  bei der Beurteilung derjenigen von ihnen,
       die du für falsch erklärst, richten kannst." S. 95.
       -----
       1*) Erklärender Zusatz in Cassendis lateinischer Übersetzung
       
       #28# Epikureische Philosophie
       -----
       [148] ?? ??  ???? ????? ?????? ?????????? ??????? ??? ???????????
       ??? ??  ????? ???  ??????, ???? ??????????????? (???? ?????, ????
       ?????? ??????????)  ??? ????  ??, ???  ??????? ??? ???? ?????? ??
       ??????? ????????. S. 96.
       [149] ??? ?????????  ?? ???  ???? ???????,  ??? ?????????  ??  ??
       ??????? [, ???] ??? ????????? ?? ?? ???? ???????, ???? ?????????,
       ???? ???? ????? ?????????. S. 96.
       [148] ? ????  ????? ???????  ?? ????????  ???? ???  ????? ???????
       ????? ??????,  ???? ??????????? ??? ??? ?? ?????? ???? ??????????
       ????????? ????? ?????? ?????????? ?????????????. S. 97.
       Folgende Stellen bilden die Ansicht Epikurs von der geistigen Na-
       tur, dem Staate. Der Vertrag, ???????, ist ihm die Grundlage, und
       konsequent ist  auch nur  das ????????, das Nützlichkeitsprinzip,
       der Zweck:
       [150] ?? ???  ?????? ???????,  ???? ???????? ??? ???????????, ???
       ?? ?? ???????? ????????, ???? ??????????. S. 97.
       ??? ???  ???? ??  ???????  ????????  ????????  ???  ????  ???  ??
       ???????? ??????,  ???? ??????????, ???? ????? ????? ???? ???????,
       ???? ??????.  ??????? ??  ??? ???  ????? ???  ?? ????????,  ?  ??
       ???????? ???  ???????? ?????????  ??? ????  ??? ?? ????????, ????
       ??????????. S. 98.
       ??? ??  ?? ???'  ????? ??????????,  ???'  ??  ????  ???'  ???????
       ??????????, ???' ????????? ?? ???? ?? ?????? ??????? ??? ???? ???
       ?? ????????, ???? ??????????. S. 98.
       
       [151] '? ??????,  ?? ???' ?????? ????? ??? ?? ?? ???? ??? ???????
       ?????, ??  ?? ?????  ???? ???? ??? ???????? ??????????? ????????.
       .... ?????  ??? ???????????  ??????? ??  ????? [sc.  ?  ?????  ??
       ?????.] S. 98.
       ???? ???  ?? ??????, ???? ?? ??????? ?? ????, (???????? ??? ?? ??
       ?? ????  ???????? ?????????)  ???? ??  ?? ?????  ?????, ???  ????
       ??????, ?? ???? ????????? ?? ???? ??????? ?????. S. 98.
       
       [152] ?? ???  ???????????????? ???  ???????? ??  ???? ??????? ???
       ???? ????????  ????????? ???  ??????????? ?????  ???????, ??? ???
       ??????? ?????  ????, ??? ??? ?? ???? ???? ???????. ??? ?? ?? ????
       ??? ?????  ???, ??  ??????? ?? ???? ?? ???????? ??? ???? ????????
       ?????????, ?????? ????? ??? ??? ??????? ????? ????. S. 99
       ??? ????????? ?? ???? ?? ??????? ????????, ?????? ?? ???? ??? ???
       ???????? ?????????,  ???' ?????  ??????? ???  ?????? ??  ???????,
       ????  ??  ??????  ??????  ???????  ??????????????,  ????  ???????
       ???????? ?????????. S. 99.
       [153] ???? ?? ?????? ????????? ??? ??????????? ?????????, ???????
       ?? ?????????? ??? ??? ???????? ?? ?????????? ?????? ??' ????? ???
       ?????,  ???   ??  ?????  ??????  ????  ??  ??????  ?????????  ???
       ?????????, ?????? ???????? ??
       
       #29# Erstes Heft
       -----
       "Wenn du  nicht jederzeit all dein Tun auf das Ziel der Natur be-
       ziehst, sondern  vorher kehrtmachst  und (sei es fliehend, sei es
       etwas erstrebend)  dich etwas anderm zuwendest, wird dein Tun mit
       deinen Worten nicht übereinstimmen." S. 96.
       "Von den  Begierden sind  die einen  natürlich und notwendig, die
       andern natürlich [und] nicht notwendig, wieder andre weder natür-
       lich noch notwendig, sondern Ausgeburten leeren Wahns." S. 96.
       "Dieselbe Erkenntnis, die uns mit der Zuversicht erfüllt, daß der
       Schrecken weder  ewig noch  lange Zeit  währt, vermittelt uns die
       Einsicht, daß in unserer begrenzten Lebenszeit die Sicherheit der
       Freundschaft am verläßlichsten sei." S. 97.
       Folgende Stellen bilden die Ansicht Epikurs von der geistigen Na-
       tur, dem Staate. Der Vertrag, ??????? 1*), ist ihm die Grundlage,
       und konsequent  ist auch nur das ???????? 2*), das Nützlichkeits-
       prinzip, der Zweck:
       "Das natürliche  Recht ist ein zum Zwecke des Nutzens getroffenes
       Übereinkommen, sich  gegenseitig weder zu schaden noch schaden zu
       lassen." S. 97.
       "Für alle Lebewesen, die keine Verträge darüber abschließen konn-
       ten, sich  gegenseitig weder  zu schaden  noch schaden zu lassen,
       gibt es weder Recht noch Unrecht. Ebenso aber ist es auch bei den
       Völkern, die  die Verträge darüber nicht abschließen konnten oder
       wollten, sich weder zu schaden noch schaden zu lassen." S. 98.
       "Gerechtigkeit ist  nicht etwas  an sich Seiendes, sondern im ge-
       genseitigen Verkehr, an welchem Ort auch immer, werde ein Vertrag
       abgeschlossen, sich  weder zu schaden noch schaden zu lassen." S.
       98.
       "Die Ungerechtigkeit  ist nicht  an sich  ein Übel,  sondern dies
       liegt in  der argwöhnischen Furcht, ob sie den hierfür bestellten
       Gesetzeshütern verborgen bleiben wird.
       ... Denn  ob er  [d. h. der Gesetzesübertreter] bis zum Tode ver-
       borgen bleiben wird, ist ungewiß." S. 98.
       "Allgemein gilt  zwar für  alle dasselbe Recht (denn es ist etwas
       Nützliches in der gegenseitigen Gemeinschaft), aus den speziellen
       Verhältnissen des  Landes und allen möglichen andern Gründen aber
       ergibt sich, daß nicht für alle dasselbe Recht gilt." S. 98.
       "Das, wovon sich herausstellt, daß es für die Bedürfnisse der ge-
       genseitigen Gemeinschaft nützlich ist, das, was als gerecht ange-
       sehen wird,  das hat das Wesen des Rechts, wenn für alle dasselbe
       gilt. Wenn  aber einer  dasselbe bestimmt, es aber nicht zum Vor-
       teil der gegenseitigen Gemeinschaft ausschlägt, so hat dies nicht
       mehr das Wesen des Gerechten." S. 99.
       "Auch wenn der im Recht liegende Nutzen aufhört, er aber für eine
       gewisse Zeit  der Vorstellung  vom Recht  entspricht, so  war  er
       nichtsdestoweniger zu  jener Zeit  Recht für  die, die sich nicht
       durch leeres  Geschwätz irremachen lassen, sondern auf sehr viele
       Dinge achten." S. 99.
       "Wo, ohne  daß neue Umweltverhältnisse entstanden wären, das, was
       als Recht  angesehen wird, sich in der Praxis als der Vorstellung
       vom Recht  nicht entsprechend erweist, da ist dies kein Recht; wo
       aber, wenn neue Verhältnisse entstanden sind, dasselbe
       -----
       1*) (syntheke) - 2*) (sympheron)
       
       #30# Epikureische Philosophie
       -----
       ???? ??????  ???????, ???????  ?????? ??? ?? ?????? ??? ?????????
       ??? ???  ???? ????????  ????????? ???  ??????????????, ??????? ??
       ??? ?? ??? ??????, ??? ?? ?????????. S. 99.
       [154] ? ??  ?????? ???  ??? ??????  ?????? ????????????, ????? ??
       ??? ??????  ??????? ?????????????  ?? ??  ?? ??????, ??? ????????
       ???????. S. 99.
       
       Finis libri decimi Diogenis Laertii
       
       Epicurus Herodolo
       
       [37] ?????? ???  ???, ??  ???????????? ????  ????????  [...]  ???
       ?????????, ????  ?? ??  ??????????,  ?  ?????????,  ?  ??????????
       ?????? ???  ? ?????????  ?????????, ???  ?? ?????? ????? ???? ???
       ??????? ?????????????,  ? ?????? ???????? ??????. [38] ?????? ???
       ?? ??????  ??????? ???'  ???????  ???????  ?????????,  ???  ?????
       ?????????? ???????????, ????? ?????? ?? ?????????, ? ???????????,
       ??? ??????????? ?? ? ????????. S. 30 u. 31.
       Es ist  wichtig, daß  Aristoteles in seiner "Metaphysik" dieselbe
       Bemerkung über die Stellung der Sprache zum Philosophieren macht.
       Da die  alten Philosophen  alle von  Voraussetzungen des Bewußts-
       eins, die Skeptiker nicht ausgenommen, beginnen, so bedarf es ei-
       nes festen  Haltes. Das  sind dann  die Vorstellungen, wie sie im
       allgemeinen Wissen  vorhanden sind.  Epikur als der Philosoph der
       Vorstellung ist  hierin am  genausten und  bestimmt  daher  näher
       diese Bedingungen  der Grundlage.  Er ist auch am konsequentesten
       und vollendet  ebenso wie  die Skeptiker von der andern Seite die
       alte Philosophie.
       [38] ???? ????  ??? ????????? ?? ????? ??????, ??? ????? ???? ???
       ????????? ????????,  ???? ???????,  ???' ?????????  ??? ????????.
       ??????  ??   ???  ????   ??  ?????????   ????,  ????  ??  ???  ??
       ?????????????, ???  ?? '?????? ?????? ??? ????????????. ?????? ??
       ?????????? ??????? ??? ???? ??????. S. 31.
       [...] ?? ???  ??  ??  ?????  ???????,  ???????  ????  ???  ??????
       ????????????? ??? ????? ?????? ?? ???? ?????? [...]. Arist. Phys.
       I. cap.  4. Commentar.  Collegii Coimbric.  S[p]. 123[-125 = 187a
       34-35].
       [...] ?????? ??? ???? ?? ?? ????? ????? ???????, ?????? ?? ?????,
       ?????????????  ???  ???????  ??,  ??????????  ??  ??  ??,  ??????
       ??????????? ?????????  ?????????. Arist.  de gen.  et corr. 1. I.
       cap. 3. Comment. Coll. Coimbr. S. 26[= 317b 15-18].
       
       #31# Erstes Heft
       -----
       geltende Recht  nicht mehr nützt, da war es doch einst Recht, als
       es für  die gegenseitige  Gemeinschaft der  Bürger nützlich  war;
       später aber,  als es  nicht mehr  nützlich War, war es kein Recht
       mehr." S. 99.
       "Wer aus  den äußern Umständen so gut als möglich Selbstvertrauen
       zu gewinnen verstanden hat, der hat sich das Mögliche verschafft,
       wie etwas,  was ihm  nicht fremd ist, das nicht Mögliche aber als
       etwas ihm Fremdes angesehen." S. 99.
       Ende des zehnten Buches des Diogenes Laertius
       
       Epikur an Herodot
       
       "Zuerst nun  müssen wir  [...] erkennen,  was den Worten zugrunde
       liegt, damit  wir etwas haben, worauf wir die Meinungen oder For-
       schungen oder  Zweifel zurückführen und woran wir sie prüfen kön-
       nen und  uns nicht  alles, ohne daß wir darüber ein Urteil haben,
       ins Unendliche  entgleitet, oder wir bloß leere Worte haben. Denn
       es ist nötig, daß bei jedem Wort der ursprüngliche Sinn zu erken-
       nen ist  und keines Beweises bedarf, wenn wir etwas haben wollen,
       worauf wir  die Forschungen oder Zweifel und Meinungen zurückfüh-
       ren können." S. 30 u. 31.
       Es ist  wichtig, daß  Aristoteles in seiner "Metaphysik" dieselbe
       Bemerkung über die Stellung der Sprache zum Philosophieren macht.
       Da die  alten Philosophen  alle von  Voraussetzungen des Bewußts-
       eins, die Skeptiker nicht ausgenommen, beginnen, so bedarf es ei-
       nes festen  Haltes. Das  sind dann  die Vorstellungen, wie sie im
       allgemeinen Wissen  vorhanden sind.  Epikur als der Philosoph der
       Vorstellung ist  hierin am  genausten und  bestimmt  daher  näher
       diese Bedingungen  der Grundlage.  Er ist auch am konsequentesten
       und vollendet  ebenso wie  die Skeptiker von der andern Seite die
       alte Philosophie.
       "Ferner müssen  wir alles beobachten sowohl auf Grund der sinnli-
       chen Wahrnehmungen als auch einfach auf Grund der Augenblicksein-
       gebungen, sei  es des Denkens oder welches Kriteriums auch immer,
       ebenso aber auch auf Grund der vorhandenen Affekte, damit wir et-
       was haben,  womit wir  das zu Erwartende und das Unbekannte kenn-
       zeichnen können. Ist dies aber geschehen, so muß man über das Un-
       bekannte Überlegungen anstellen." S. 31.
       "[...] das  Entstehen aus  dem Nichtseienden ist unmöglich; diese
       Meinung teilen alle, die über die Natur schreiben [...]." Aristo-
       teles. Physik  I. Kap.  4. Kommentar des [Jesuiten-]Kollegiums in
       Coimbra. S[p]. 123[-125].
       "[...] in  gewisser Weise  entsteht etwas einfach aus Nichtseien-
       dem, in andrer Weise aber immer aus Seiendem. Denn das potentiell
       Seiende, tatsächlich aber Nichtseiende, muß notwendigerweise frü-
       her da sein als auf beide Weise Benanntes." Aristoteles. Vom Wer-
       den und Vergehen. Buch I. Kap. 3. Kommentar des Kollegiums in Co-
       imbra. S. 26.
       
       #32# Epikureische Philosophie
       -----
       [Diogen. Laert.  X, 39]  [...] ??  ??? ???  ???????? ??, ???? ???
       ????, ??? ??? ???????? ?????. S. 31.
       [...] ?? ??? ???? ?? ??? ????, ?? ?? ?????. [S. 32.]
       [40] [...] ??? ???????  ?? ???  ???? ??????????,  ?? ?  ?? ??  ??
       ?????????? ??????????. S. 32.
       [41] ????? ??  ????? ?????  ??? ??????????, ????? ?? ?????? ?????
       ??? ?? ?? ?? ??????????? [...]. S. [32-]33. [...] ?? ???. ???????
       ????. ??  ??? ????????????, ????? ???? [...]. S. 33. [...] ??? ??
       ??? ??????  ??????? ???????????  ?? ??? ??? ?? ??????? ??? ?????.
       S. 33.  ([...] ??  ??????? ?????????  ??? ??????  ?? ????????????
       [...]. Aristot. Phys. lib. 3. c. 5. C.C. [Sp.] 487[=204b 19-20]).
       [Diogen. Laert.  X, 42]  [...] ?????????? ???? ???? ????????? ???
       ???????? (sc. ?? ?????). S. 33[-34].
       [43] ????????? ?? ??????? ?? ??????, ??? ?????. S. 34.
       [44] ???? ??  ?????? ???  ????? ??????  ??? ??????  ????? ??? ???
       ?????. S. 35.
       [...] ????  ???????? ????  ???? ???  ??????? ?????, ???? ????????
       ??? ???????? ???
       ?????? [...].  S. 35. ??? ?? ??????? ?? ????? ???? ????? ????????
       ??? ?????? ??????? ????????. S. 35. [45] [...] ??? ?????? ???????
       ????? [...]. S. 35. [46]
       [...] ???  ???? ?????????????  ???? ???????????  ????, ??????????
       ????????? ??????  ??? ??????????. S. 36. ??????? [??] ???? ??????
       ?????? ??????????????. S. 36 [48]
       ???? ??  ??????, ??? ? ??????? ??? ??????? ??? ??????? ?????????.
       ??? ???  ?????? ???  ??? ???????  ???????? ????????  ???????  ???
       ???????? ?????????, ... S. 37.
       ??? ?????  ?? ??????  ????? ?????  ?????????? ??? ???????? ??????
       ?????. ?????  ??? ??????  ???????????? ????  ??????????, ?? ?????
       ???, ????  ?????? ???  ????????? ???  ??? ???  ?????????? ??? ???
       ?????? ???? ???? ??????. S. 38.
       [49] ??? ??  ??? ????????,  ??????????? ????? ??? ??? ??????, ???
       ?????? ???? ???? ??? ???????????. S. 38.
       [50] [...] ????  ???   ????????  ????   ???????,  ???'   ????????
       ???????????????, ??  ??? ???  ?????????????? (non judicata) ?????
       ??????. ??  ?? ?????? ??? ?? ?????????????, ???? ?? ????????????,
       ???? ???  ?????????????, ?? ?? ?????????????? ??? ?????, ???? ???
       ??????? ??  ???? ??????  ?????????? ???  ???? ?????????? ???????,
       ???????? ?? ??????? ???' ?? ?? ?????? ???????. S. 39.
       [51] ?? ??  ????????????? ???  ?? ???????,  ?? ?? ??????????? ???
       ????? ????  ??????? ??  ???? ?????? ?????????? [???], ???????? ??
       ???????. S.  39. ????  ??  ??????  [???  ???????  ??????????]  ??
       ?????????? ???????, ???????? ?? ???????, ??? ??? ?? ????????????,
       ? ?????????????,  ?? ??????  ??????? ???  ?? ????????????,  ?  ??
       ?????????????, ?? ??????. S. [39-]40.
       
       #33# Erstes Heft
       -----
       [Diogenes Laertius]  "[...] das  All war  immer so,  wie es jetzt
       ist, und wird immer so sein." S. 31.
       "[...] das All ist teils Körper, teils Leere." [S. 32.]
       "[...] von  den Körpern sind die einen Zusammensetzungen, die an-
       dern das, woraus die Zusammensetzungen bestehen." S. 32.
       "Diese aber  sind unteilbar  und unveränderlich, wenn nicht alles
       in Jas  Niehls vergehen  soll [...]."  S. [32-]33. "[...] das All
       ist unendlich.  Denn was  begrenzt ist, hat ein Äußerstes [...]."
       S. 33.  "[...] das  All ist unendlich durch die Vielheit der Kör-
       per, durch  die Größe  des Leeren." S. 33. ("[...] das Unendliche
       wird überlegen sein und das Endliche vernichten [...]." Aristote-
       les. Physik,  Buch 3.  Kap.  5.  K[ommentar  des  Kollegiums  in]
       C[oimbra], [Sp.] 487.)
       [Diogenes Laertius]  "[...] in  ihren Gestalt  unterschieden sind
       sie (d.h. die Atome) unbestimmbar." S. 33[-34].
       "Die Atome sind aber in steter Bewegung bis in alle Ewigkeit." S.
       34.
       "Einen Anfang  hierfür aber gibt es nicht, denn die Atome und das
       Leere sind von ewig her." S. 35.
       "[...] die Atome besäßen auch keine Qualität außer Gestalt, Größe
       und Schwere  [...]." S. 35. "Auch hätten sie nicht jede beliebige
       Größe; denn noch niemals sei ein Atom durch Sinneswahrnehmung er-
       schaut worden."  S. 35.  "[...]  und  es  gibt  unzählige  Welten
       [...]." S.  35. "Es gibt [...] auch Abdrücke von gleicher Gestalt
       wie die  festen Körper,  die weit  feiner sind  als das,  was man
       wahrnehmen kann." S. 36. "Diese Abdrücke [aber] nennen wir Abbil-
       der." S.  36. "Dazu  kommt, daß  die Abbilder in Gedankenschnelle
       entstehen. Denn  das unablässige Abfließen von der Oberfläche der
       Körper weist keine sichtbaren Zeichen auf,..." S. 37.
       "Es gibt  aber auch  andere Entstehungsweisen derartiger Naturer-
       scheinungen. Denn  nichts von  diesen widerspricht den sinnlichen
       Wahrnehmungen, Wenn  man auf  das, was  evident ist,  in gewisser
       Weise achtet,  um auch  die Eindrücke von außen auf uns zu bezie-
       hen." S. 38.
       "Man muß aber auch annehmen, daß, wenn etwas von außen einströmt,
       wir die Formen sehen und begreifen." S. 38.
       "[...] jeder,  sei es mit dem Verstand oder durch sinnliche Wahr-
       nehmung gewonnene,  jedoch nicht  beurteilte (non  judicata) Ein-
       druck ist  wahr. Die  Täuschung aber  und der  Irrtum, ob  er nun
       nicht bestätigt  oder auch  widerlegt wird,  steckt immer  in dem
       Hinzugedachten infolge  der Bewegung  in uns selbst, die zwar mit
       einem  gewissen   Vorstellungsbemühen  zusammenhängt,     a b e r
       e i n e  e i g e n e  A u f f a s s u n g  h a t,  d u r c h  die
       die Täuschung entsteht." S. 39.
       "Den Irrtum aber gäbe es nicht, wenn wir nicht auch noch eine ge-
       wisse andere Bewegung in uns selbst erfahren würden, die [mit dem
       Vorstellungsbemühen] zusammenhängt,  aber eine  eigene Auffassung
       hat." S.  39. "Aber  durch diese  [innere Bewegung,  die] mit dem
       Vorstellungsbemühen [zusammenhängt],  aber eine eigene Auffassung
       hat, entsteht,  wenn sie  nicht bestätigt oder wenn sie widerlegt
       wird, die Täuschung; wenn sie aber bestätigt oder nicht widerlegt
       wird, die Wahrheit." S. [39-]40.
       
       #34# Epikureische Philosophie
       -----
       [52] ???? ???  ??? ??  ???????? ???????  ???????? ????? ?????????
       ??? ??? ????????? etc. S. 40.
       [53] ??? ???  ??? ???  ????? ????????,  (?? ????? ???? ??? ?????)
       ..... S. 41.
       [54] ??????? ??  ???? ??????  ???????????, ??? ????, (sc. Atomis)
       ????  ????????????  (sc.  magnitudo,  figura,  pondus)  1*)  ????
       ????????, ?? ??????????, ?? ??? ?? ?????? ????? ?????????????. S.
       41.
       [55] ???? ???  ???? ???  ???????? ???  ???????  ??  ????  ???????
       ????????, ???  ?? ??  ????????? ???????????.  ?????????? ?? ?????
       ??????? ?????????  ????? ???????  ???, ???  ?????? ?????????,  ??
       ???? ??  ????, ???  ??? ?????????  ???????? ????????????. S. [42-
       ]43.
       [56] ????  ?? ???????  ?? ???  ????????  ??  ??  ????????  ??????
       ???????? ??????? ?????, ???' ???????????? [...]. S. 43.
       8609 [...]  ???? ???? ?????? ?????, ??? ??? ????????? ??? ???????
       ??? ???? ??? ???? [...]. S. 45.
       
       Siehe S.  44 Schluß und Anfang Seite 45, wo eigentlich das atomi-
       stische Prinzip gebrochen und in die Atome selbst eine innre Not-
       wendigkeit gelegt  wird. Da sie irgendeine Größe haben, so muß es
       etwas Kleineres als sie geben. Dies sind die Teile, aus denen sie
       zusammengesetzt sind. Diese aber sind notwendig zusammen als eine
       ???????? ???????????  [X, 59], Die Idealität wird so in die Atome
       selbst verlegt.  Das Kleinste in ihnen ist nicht das Kleinste der
       Vorstellung, aber  es hat  Analogie damit, und es wird nichts Be-
       stimmtes dabei  gedacht. Die Notwendigkeit und Idealität, die ih-
       nen zukömmt,  ist selbst  eine bloß  fingierte, zufällige;  ihnen
       selbst äußerlich.  Erst damit  ist das  Prinzip der epikureischen
       Atomistik ausgesprochen,  daß das  Ideelle und  Notwendige nur in
       sich selbst äußerlicher vorgestellter Form, in der Form des Atoms
       ist. So weit geht also die Konsequenz Epikurs.
       
       [61] ??? ???  ??? ????????? ????????? ??? ??????? ?????, ???? ???
       ??? ????? ??????????, ??????? ?????????????. S. 46.
       
       Wie wir  gesehn haben,  daß das Notwendige, der Zusammenhang, die
       Unterscheidung in  sich selbst  in das Atom verlegt oder vielmehr
       ausgesprochen wird,  daß die  Idealität hier  nur in  dieser sich
       selbst äußerlichen  Form vorhanden  ist, so  geschieht es auch in
       Beziehung der  Bewegung, welche  notwendig zur Sprache kommt, so-
       bald die  Bewegung der  Atome  mit  der  Bewegung  der  ????  ???
       ?????????? Körper  [X, 61],  d.i. des  Konkreten verglichen wird.
       Die Bewegung der Atome ist prinzipiell gegen diese
       -----
       1*) Bemerkung von Marx
       
       #35# Erstes Heft
       -----
       "Auch das  Hören kommt  zustande, wenn eine Strömung von dem aus-
       geht, was Töne etc. erzeugt." S. 40.
       "Und auch  vom Geruch  muß man annehmen (wie ich vom Gehör gesagt
       habe)...." S. 41.
       "Jede Qualität,  die ihnen innewohnt und eigen ist (d.h. den Ato-
       men), worunter  die vorgenannten  (sc. magnitudo, figura, pondus)
       1*) zu  verstehen sind, ist unveränderlich, so wie auch die Atome
       sich nicht verändern." S. 41.
       "Ferner darf  man nicht  glauben, daß jede Größe unter den Atomen
       Vertreten sei,  damit die Phänomene dem nicht widersprechen; aber
       einige Größenwechsel  muß man  annehmen. Denn  wenn dies  so ist,
       werden sich auch die Vorgänge bei den Affekten und den sinnlichen
       Wahrnehmungen besser erklären lassen." S. [42-]43.
       "Außerdem aber  darf man  nicht glauben, daß im begrenzten Körper
       zahllose Atome seien und in jeder beliebigen Größe [...]." S. 43.
       "[...] muß man eine Bewegung annehmen, die man sich als nach oben
       ins Unendliche  gehend denken  muß, und eine, die nach unten geht
       [...]." S. 45.
       
       Siehe S.  44 Schluß und Anfang Seite 45, wo eigentlich das atomi-
       stische Prinzip gebrochen und in die Atome selbst eine innre Not-
       wendigkeit gelegt  wird. Da sie irgendeine Größe haben, so muß es
       etwas Kleineres als sie geben. Dies sind die Teile, aus denen sie
       zusammengesetzt sind. Diese aber sind notwendig zusammen als eine
       ???????? ???????????  2*). Die  Idealität wird  so in  die  Atome
       selbst verlegt.  Das Kleinste in ihnen ist nicht das Kleinste der
       Vorstellung, aber  es hat  Analogie damit, und es wird nichts Be-
       stimmtes dabei  gedacht. Die Notwendigkeit und Idealität, die ih-
       nen zukömmt,  ist selbst  eine bloß  fingierte, zufällige;  ihnen
       selbst äußerlich.  Erst damit  ist das  Prinzip der epikureischen
       Atomistik ausgesprochen,  daß das  Ideelle und  Notwendige nur in
       sich selbst äußerlicher vorgestellter Form, in der Form des Atoms
       ist. So weit geht also die Konsequenz Epikurs.
       
       "Ferner müssen  die Atome auch gleich schnell sein, wenn sie sich
       durch den  leeren Raum  bewegen, ohne auf Widerstand zu treffen."
       S. 46.
       
       Wie wir  gesehn haben,  daß das Notwendige, der Zusammenhang, die
       Unterscheidung in  sich selbst  in das Atom verlegt oder vielmehr
       ausgesprochen wird,  daß die  Idealität hier  nur in  dieser sich
       selbst äußerlichen  Form vorhanden  ist, so  geschieht es auch in
       Beziehung der  Bewegung, welche  notwendig zur Sprache kommt, so-
       bald die  Bewegung der  Atome  mit  der  Bewegung  der  ????  ???
       ????????? 3*) Körper, d.i. des Konkreten verglichen wird. Die Be-
       wegung der Atome ist prinzipiell gegen diese
       -----
       1*) (d.h.  Größe,   Gestalt,  Gewicht)  (Bemerkung  von  Marx)  -
       2*) (koinotes enhyparchousa bestehende Gemeinsamkeit [zu betrach-
       ten) - 3*) (kata tas sygkriseis) zusammengesetzten
       
       #36# Epikureische Philosophie
       -----
       absolut, d.i.  alle empirischen  Bedingungen sind in ihr aufgeho-
       ben, sie  ist ideell. Überhaupt ist zur Entwicklung der epikurei-
       schen Philosophie  und der  ihr immanenten  Dialektik  wesentlich
       dies festzuhalten,  daß, indem  das Prinzip ein vorgestelltes, in
       der Form des Seins sich verhaltendes gegen die konkrete Welt ist,
       die Dialektik,  das innere  Wesen dieser ontologischen Bestimmun-
       gen, als  einer in  sich selbst nichtigen Form des Absoluten, nur
       so hervorbrechen  kann, daß  sie als  unmittelbare in  notwendige
       Kollision mit  der konkreten  Welt geraten  und in ihrem spezifi-
       schen Verhalten  zu derselben es offenbaren, wie sie nur die fin-
       gierte, sich  selbst äußerliche  Form ihrer  Idealität  sind  und
       vielmehr nicht  als Vorausgesetzte, sondern nur als Idealität des
       Konkreten sind. Ihre Bestimmungen selbst sind so an sich unwahre,
       sich aufhebende.  Es wird nur der Begriff der Welt ausgesprochen,
       daß ihr  Boden das Voraussetzungslose, das Nichts ist. Die epiku-
       reische Philosophie  ist wichtig  wegen der Naivetät, mit welcher
       die Konsequenzen  ausgesprochen werden ohne die moderne Befangen-
       heit.
       
       [62] ???? ???  ??? ????  ???? ???  ?????????? ?????? ????? ??????
       ?????????  etc.   S.  46.   [...]  ??????   ?????,   ???   ??????
       ?????????????, ???  ?? ???  ??? ????????  ??  ???????  ???  ?????
       ???????. ??  ??? ???????????????  ???? ??? ???????, ?? ??? ??? ??
       ??? ?????  ???????? ??????  ?? ???????  ???  ?????  ???????,  ???
       ?????? ?????  ??? ??? ???????? ???? ?? ?? ??????????? ???, ? ???'
       ???????? ???????????? ?? ???????, ?????? ?????. S. 47.
       
       Zu betrachten,  woher das Prinzip der sinnlichen Gewißheit aufge-
       hoben und  welche abstrahierende Vorstellung als das wahre Krite-
       rium aufgestellt wird.
       
       [63] [...] ?  ????  ????  ????  ????  ??????????,  ???'  ????  ??
       ???????? (corpus) ????????????? (diffusum) [...]. S. 47.
       
       Interessant ist hier wieder der spezifische Unterschied von Feuer
       und Luft gegen die Seele, um das Adäquate der Seele zum Körper zu
       beweisen, wo die Analogie angewandt, aber ebenso aufgehoben wird,
       was überhaupt  die Methode  des fingierenden  Bewußtseins ist; so
       brechen alle  konkreten Bestimmungen in sich selbst zusammen, und
       ein bloß eintöniges Echo ersetzt die Stelle der Entwicklung.
       
       [63] ??? ???  ??? ???  ???? ?  ???? ???  ?????????  ???  ????????
       ??????, ???  ????????. [64]  ?? ???  ??????? ?? ??????, ?? ?? ???
       ??? ??????  ??????????? ??????????  ???. ??  ?? ??????  ?????????
       ????????????  ??????   ???  ??????  ??????,  ?????????  ???  ????
       ???????? ???????????  ???' ??????  (?? ??????  ???????, ?? ??????
       ????????). ???  ???????????? ??? ?????, ??? ???? ??? ????????. ??
       ??? ????
       
       #37# Erstes Heft
       -----
       absolut, d.i.  alle empirischen  Bedingungen sind in ihr aufgeho-
       ben, sie  ist ideell. Überhaupt ist zur Entwicklung der epikurei-
       schen Philosophie  und der  ihr immanenten  Dialektik  wesentlich
       dies festzuhalten,  daß, indem  das Prinzip ein vorgestelltes, in
       der Form des Seins sich verhaltendes gegen die konkrete Welt ist,
       die Dialektik,  das innere  Wesen dieser ontologischen Bestimmun-
       gen, als  einer in  sich selbst nichtigen Form des Absoluten, nur
       so hervorbrechen  kann, daß  sie als  unmittelbare in  notwendige
       Kollision mit  der konkreten  Welt geraten  und in ihrem spezifi-
       schen Verhalten  zu derselben es offenbaren, wie sie nur die fin-
       gierte, sich  selbst äußerliche  Form ihrer  Idealität  sind  und
       vielmehr nicht  als Vorausgesetzte, sondern nur als Idealität des
       Konkreten sind. Ihre Bestimmungen selbst sind so an sich unwahre,
       sich aufhebende.  Es wird nur der Begriff der Welt ausgesprochen,
       daß ihr  Boden das Voraussetzungslose, das Nichts ist. Die epiku-
       reische Philosophie  ist wichtig  wegen der Naivetät, mit welcher
       die Konsequenzen  ausgesprochen werden ohne die moderne Befangen-
       heit.
       
       "Aber auch  nicht einmal  bei den  zusammengesetzten Körpern wird
       der eine  schneller als  der andre genannt werden können etc." S.
       46. "[...]  man kann nur sagen, daß sie häufig zurückprallen, bis
       das Kontinuierliche  der Bewegung für die Sinne wahrnehmbar wird.
       Denn das, was wir über das Unsichtbare vermuten, daß nämlich auch
       die durch  Spekulation geschauten  Zeiträume das  Kontinuierliche
       der Bewegung  enthalten dürften,  ist bei derartigen Dingen nicht
       wahr, da  nämlich nur  alles, Was  wirklich wahrgenommen oder auf
       einen Eindruck  hin durch  das Denken  erfaßt wird, wahr ist." S.
       47.
       
       Zu betrachten,  woher das Prinzip der sinnlichen Gewißheit aufge-
       hoben und  welche abstrahierende Vorstellung als das wahre Krite-
       rium aufgestellt wird.
       
       "[...] die  Seele ist  ein aus winzigen Teilchen bestehender Kör-
       per, der  über die ganze Körpermasse (corpus) verteilt (diffusum)
       ist [...]." S. 47.
       
       Interessant ist hier wieder der spezifische Unterschied von Feuer
       und Luft gegen die Seele, um das Adäquate der Seele zum Körper zu
       beweisen, wo die Analogie angewandt, aber ebenso aufgehoben wird,
       was überhaupt  die Methode  des fingierenden  Bewußtseins ist; so
       brechen alle  konkreten Bestimmungen in sich selbst zusammen, und
       ein bloß eintöniges Echo ersetzt die Stelle der Entwicklung.
       
       "Ferner muß  man festhalten,  daß die  Seele die Hauptursache der
       sinnlichen Wahrnehmung  ist. Sie  wäre dies nicht, wenn sie nicht
       von der  übrigen  Körpermasse  gewissermaßen  umhüllt  wäre.  Die
       übrige Körpermasse  aber, die es ihr ermöglicht, diese Ursache zu
       sein, erhält  von ihr  auch selbst Anteil an einer derartigen Ei-
       genschaft (jedoch  nicht an allem, was jene besitzt). Deshalb hat
       sie, wenn die Seele entwichen ist.
       
       #38# Epikureische Philosophie
       -----
       ??  ?????   ??????  ????????   ???  ???????,   ???'   ?????   ???
       ????????????? ????  ????????????, ?  ??? ???  ?????????????? ????
       ????  ????????,   ????  ???  ???????  ????????  ??????????  ?????
       ?????????, ?????  ???????? ???? [??] ??? ????????? (viciniam) ???
       ??????????, ??????? [...]. S. 48.
       
       Wie wir  gesehn, daß  die Atome,  abstrakt unter  sich  genommen,
       nichts andres  sind als seiende, vorgestellte überhaupt, und erst
       in Kollision mit dem Konkreten ihre fingierte und daher in Wider-
       sprüche verwickelte Idealität entwickeln, so weisen sie nach, in-
       dem sie  die eine  Seite des Verhältnisses werden, d. h. indem an
       Gegenstände herangetreten  wird, die  an sich  selbst das Prinzip
       und seine konkrete Welt tragen (das Lebendige, Seelenhafte, Orga-
       nische), daß  das Reich  der Vorstellung einmal als frei, das an-
       dermal als  die Erscheinung  eines Ideellen  gedacht wird.  Diese
       Freiheit der Vorstellung ist also auch bloß eine gedachte, unmit-
       telbare, fingierte,  das in  seiner wahren  Form das Atomistische
       ist. Beide  Bestimmungen können  daher verwechselt  werden, jedes
       für sich  betrachtet ist dasselbe als das andre, aber auch gegen-
       einander müssen  ihnen, je aus welcher Rücksicht betrachtet wird,
       dieselben Bestimmungen zugeschrieben werden; die Lösung ist daher
       wieder der  Rückfall in  die einfachste erste Bestimmung, daß das
       Reich der  Vorstellung als ein freies fingiert wird. Indem dieser
       Rückfall hier an einer Totalität geschieht, an dem Vorgestellten,
       das wirklich  an sich selbst das Ideelle hat und es selbst ist in
       seinem Sein,  so ist  hier das Atom gesetzt, wie es wirklich ist,
       in der  Totalität seiner  Widersprüche; zugleich  tritt der Grund
       dieser Widersprüche  hervor, die  Vorstellung auch  als das freie
       Ideelle fassen  zu wollen, aber selbst nur vorstellend. Das Prin-
       zip der  absoluten Willkür  erscheint daher  hier mit  all seinen
       Konsequenzen. In  der untergeordnetsten  Form ist  dies  an  sich
       schon beim Atom der Fall. Indem es viele gibt, so hat das eine an
       sich selbst  den Unterschied  gegen die  Vielheit, es ist also an
       sich ein  Vieles. Es  ist aber  zugleich in  der  Bestimmung  des
       Atoms, also  ist das  Viele in ihm notwendig und immanent ein Ei-
       nes, es  ist so,  weil es  ist. Allein es sollte eben in der Welt
       erklärt werden,  wie sie  aus einem  Prinzip sich  frei in Vieles
       auftut. Was  gelöst werden  soll, ist  also unterstellt, das Atom
       selbst ist  das, was  erklärt werden  soll. Der  Unterschied  der
       Idealität kömmt  dann erst  durch Vergleichung  hinein, für  sich
       sind beide  Seiten in  derselben Bestimmung,  und  die  Idealität
       selbst wird  wieder darin  gesetzt, daß diese vielen Atome äußer-
       lich sich  verbinden, daß  sie die Prinzipien dieser Zusammenset-
       zungen sind.  Prinzip dieser  Zusammensetzung ist  also  das  ur-
       sprünglich in  sich grundlos Zusammengesetzte, d.h. die Erklärung
       ist das Erklärte selbst, das in die Weite und in den Nebel der
       
       #39# Erstes Heft
       -----
       keine sinnliche  Wahrnehmung mehr. Denn sie halte diese Fähigkeit
       nicht selbst  in  sich,  sondern  vermittelte  sie  einem  andern
       zugleich mit ihr entstandnen Wesen, das dank der bei ihm erreich-
       ten Fähigkeit,  entsprechend der jeweiligen Erregung, sofort eine
       sinnliche  Wahrnehmung   zu  erzeugen,  wegen  der  Nachbarschaft
       (vicinia) und  Mitempfindung sowohl sich als auch jener daran An-
       teil gab [...]." S. 48.
       
       Wie wir  gesehn, daß  die Atome,  abstrakt unter  sich  genommen,
       nichts andres  sind als seiende, vorgestellte überhaupt, und erst
       in Kollision mit dem Konkreten ihre fingierte und daher in Wider-
       sprüche verwickelte Idealität entwickeln, so weisen sie nach, in-
       dem sie  die eine  Seite des  Verhältnisses werden, d.h. indem an
       Gegenstände herangetreten  wird, die  an sich  selbst das Prinzip
       und seine konkrete Welt tragen (das Lebendige, Seelenhafte, Orga-
       nische), daß  das Reich  der Vorstellung einmal als frei, das an-
       dermal als  die Erscheinung  eines Ideellen  gedacht wird.  Diese
       Freiheit der Vorstellung ist also auch bloß eine gedachte, unmit-
       telbare, fingierte,  das in  seiner wahren  Form das Atomistische
       ist. Beide  Bestimmungen können  daher verwechselt  werden, jedes
       für sich  betrachtet ist dasselbe als das andre, aber auch gegen-
       einander müssen  ihnen, je aus welcher Rücksicht betrachtet wird,
       dieselben Bestimmungen zugeschrieben werden; die Lösung ist daher
       wieder der  Rückfall in  die einfachste erste Bestimmung, daß das
       Reich der  Vorstellung als ein freies fingiert wird. Indem dieser
       Rückfall hier an einer Totalität geschieht, an dem Vorgestellten,
       das wirklich  an sich selbst das Ideelle hat und es selbst ist in
       seinem Sein,  so ist  hier das Atom gesetzt, wie es wirklich ist,
       in der  Totalität seiner  Widersprüche; zugleich  tritt der Grund
       dieser Widersprüche  hervor, die  Vorstellung auch  als das freie
       Ideelle fassen  zu wollen, aber selbst nur vorstellend. Das Prin-
       zip der  absoluten Willkür  erscheint daher  hier mit  all seinen
       Konsequenzen. In  der untergeordnetsten  Form ist  dies  an  sich
       schon beim Atom der Fall. Indem es viele gibt, so hat das eine an
       sich selbst  den Unterschied  gegen die  Vielheit, es ist also an
       sich ein  Vieles. Es  ist aber  zugleich in  der  Bestimmung  des
       Atoms, also  ist das  Viele in ihm notwendig und immanent ein Ei-
       nes, es  ist so,  weil es  ist. Allein es sollte eben in der Welt
       erklärt werden,  wie sie  aus einem  Prinzip sich  frei in Vieles
       auftut. Was  gelöst werden  soll, ist  also unterstellt, das Atom
       selbst ist  das, was  erklärt werden  soll. Der  Unterschied  der
       Idealität kömmt  dann erst  durch Vergleichung  hinein, für  sich
       sind beide  Seiten in  derselben Bestimmung,  und  die  Idealität
       selbst wird  wieder darin  gesetzt, daß diese vielen Atome äußer-
       lich sich  verbinden, daß  sie die Prinzipien dieser Zusammenset-
       zungen sind.  Prinzip dieser  Zusammensetzung ist  also  das  ur-
       sprünglich in  sich grundlos Zusammengesetzte, d.h. die Erklärung
       ist das Erklärte selbst, das in die Weite und in den Nebel der
       
       #40# Epikureische Philosophie
       -----
       fingierenden Abstraktion  gestoßen ist. Wie gesagt, in seiner To-
       talität tritt  dies erst bei der Betrachtung des Organischen her-
       vor.
       Zu bemerken ist, daß, wie die Seele etc. untergeht, nur einer zu-
       fälligen Mixtur  ihr Dasein  verdankt, damit überhaupt ausgespro-
       chen ist  die Zufälligkeit aller dieser Vorstellungen, z.B. Seele
       etc., die, wie sie im gewöhnlichen Bewußtsein keine Notwendigkeit
       haben, bei  Epikur auch als zufällige Zustände substantiiert wer-
       den, die  als gegeben aufgefaßt, deren Notwendigkeit, die Notwen-
       digkeit ihrer  Existenz, nicht nur nicht bewiesen, sondern im Ge-
       genteil als nicht beweisbar, als nur mögliche bekannt werden. Das
       Verharrende dagegen  ist das  freie Sein der Vorstellung, das er-
       stens das  ansichseiende Freie  überhaupt, zweitens  aber als der
       Gedanke der Freiheit des Vorgestellten eine Lüge und Fiktion, da-
       her ein in sich selbst inkonsequentes Ding, ein Schattenbild ist,
       eine Gaukelei.  Es ist  vielmehr die  Forderung der konkreten Be-
       stimmungen der Seele etc. als immanenter Gedanke. Das Verharrende
       und das  Große des Epikur ist, daß er den Zuständen keinen Vorzug
       vor den  Vorstellungen gibt  und sie ebensowenig zu retten sucht.
       Das Prinzip  der Philosophie bei Epikur ist, die Welt und den Ge-
       danken als denkbar, als möglich nachzuweisen; sein Beweis und das
       Prinzip, woraus  dies nachgewiesen  und wohin zurückgeführt wird,
       ist wieder die für sich seiende 1*) Möglichkeit selbst, deren na-
       türlicher Ausdruck  das Atom,  deren geistiger der Zufall und die
       Willkür ist.  Näher zu  betrachten ist, wie Seele und Körper alle
       Bestimmungen austauschen  und jedes dasselbe ist wie das andre im
       schlechten Sinne,  daß überhaupt  weder eine noch die andre Seite
       begriffsmäßig bestimmt ist. S. 48 Schluß und S. 49 Anfang [X, 65-
       66]: Epikur  steht darin  über den  Skeptikern, daß bei ihm nicht
       nur die  Zustände und Vorstellungen in nichts zurückgeführt, son-
       dern daß  ihre Aufnahme,  das Denken  über sie und das Räsonieren
       über ihre  Existenz, das  von einem Festen beginnt, ebenfalls ein
       nur Mögliches ist.
       
       [67] ???' ?????  ??? ??? ???? ?????? ?? ????????, ???? ??? ?????.
       (Das Unkörperliche  denkt die Vorstellung nicht: ihre Vorstellung
       davon ist  das Leere  und leer.)  ?? ?? ?????, ???? ???????, ????
       ??????  ???????,  ????  ???????  ?????  ??'  ??????  ????  ??????
       ?????????. S.  49. ??,  ?' ?? ???????? ????????? ????? ??? ?????,
       ????????????. S. {49-]50.
       
       Die Stelle  S. 50 und Anfang 51 [X, 69] zu untersuchen, wo Epikur
       über die Bestimmungen der konkreten Körper spricht und das Atomi-
       stische umzustoßen scheint, indem er sagt:
       -----
       1*) "für sich seiende" in der Handschrift anscheinend gestrichen
       
       #41# Erstes Heft
       -----
       41
       fingierenden Abstraktion  gestoßen ist. Wie gesagt, in seiner To-
       talität tritt  dies erst bei der Betrachtung des Organischen her-
       vor.
       Zu bemerken ist, daß, wie die Seele etc. untergeht, nur einer zu-
       fälligen Mixtur  ihr Dasein  verdankt, damit überhaupt ausgespro-
       chen ist  die Zufälligkeit aller dieser Vorstellungen, z.B. Seele
       etc., die, wie sie im gewöhnlichen Bewußtsein keine Notwendigkeit
       haben, bei  Epikur auch als zufällige Zustände substantiiert wer-
       den, die  als gegeben aufgefaßt, deren Notwendigkeit, die Notwen-
       digkeit ihrer  Existenz, nicht nur nicht bewiesen, sondern im Ge-
       genteil als nicht beweisbar, als nur mögliche bekannt werden. Das
       Verharrende dagegen  ist das  freie Sein der Vorstellung, das er-
       stens das  ansichseiende Freie  überhaupt, zweitens  aber als der
       Gedanke der Freiheit des Vorgestellten eine Lüge und Fiktion, da-
       her ein in sich selbst inkonsequentes Ding, ein Schattenbild ist,
       eine Gaukelei.  Es ist  vielmehr die  Forderung der konkreten Be-
       stimmungen der Seele etc. als immanenter Gedanke. Das Verharrende
       und das  Große des Epikur ist, daß er den Zuständen keinen Vorzug
       vor den  Vorstellungen gibt  und sie ebensowenig zu retten sucht.
       Das Prinzip  der Philosophie bei Epikur ist, die Welt und den Ge-
       danken als denkbar, als möglich nachzuweisen; sein Beweis und das
       Prinzip, woraus  dies nachgewiesen  und wohin zurückgeführt wird,
       ist wieder die für sich seiende 1*) Möglichkeit selbst, deren na-
       türlicher Ausdruck  das Atom,  deren geistiger der Zufall und die
       Willkür ist.  Näher zu  betrachten ist, wie Seele und Körper alle
       Bestimmungen austauschen  und jedes dasselbe ist wie das andre im
       schlechten Sinne,  daß überhaupt  weder eine noch die andre Seite
       begriffsmäßig bestimmt ist. S. 48 Schluß und S. 49 Anfang: Epikur
       steht darin  über den  Skeptikern, daß  bei ihm nicht nur die Zu-
       stände und  Vorstellungen in  nichts zurückgeführt,  sondern  daß
       ihre Aufnahme,  das Denken  über sie und das Räsonieren über ihre
       Existenz, das  von einem Festen beginnt, ebenfalls ein nur Mögli-
       ches ist.
       
       "Das Unkörperliche  denkt die Vorstellung nicht: ihre Vorstellung
       davon ist  das Leere und leer. 2*) Der leere Raum aber kann weder
       handeln noch leiden, sondern ermöglicht durch sein Dasein nur den
       Körpern eine  Bewegung." S. 49. "So schwatzen die, die sagen, die
       Seele sei unkörperlich." S. [49-]50.
       
       Die Stelle S. 50 und Anfang 51 zu untersuchen, wo Epikur über die
       Bestimmungen der  konkreten Körper  spricht und  das Atomistische
       umzustoßen scheint, indem er sagt:
       -----
       1*) "für sich  seiende" in der Handschrift anscheinend gestrichen
       - 2*) Paraphrase  des ersten Satzes des Zitates von Marx, vgl. S.
       40
       
       #42# Epikureische Philosophie
       -----
       [69] [...] ?? ?? ???? ????, ???' ???? ?? ?????? ?????? ??? ??????
       ????? ????  ????? ???  ???? ??  ??? ??????????????  ????? ???? ??
       ????? ??? ????? ?????? ???????? ????? ... ???? ?????, ?? ????, ??
       ?????? ???????  ??? ??????  ????? ????  ?????. ???  ????????  ???
       ?????? ?????  ????? ?????  ????, ??? ????????? ??????????????????
       ?? ???  ??????, ???  ?????? ?????????????,  ???? ????  ??? ??????
       ??????? ??? ??????? ?????????? ?????????. S. 50 u. 51.
       [70] ??? ???  ??? ????  ?????? ?????????  ???????? ???  ???  ????
       ?????????????, ??  ?????? ??????  ?? ????,  ??? ???????.  ???? ??
       ???? ???  ????????? ?????,  ?????  ??  ???????  ????????,  ??????
       ???????? ??  ??????????,  ????  ???  ???  ????  ?????  ?????,  ??
       ???????????, ???  ?? ??????  ???? ??????????????  ???? ???  [???]
       ????? ???????????????? , ?? ????, ???? ?? ??????? ????????. S. 51
       [71] [...] ???? ???  ???????? ??????????  ?????, ????  ??  ??????
       ?????????, ???  ??? ?????  ???????????????, ???'  ?? ??????  ???'
       ????? ?????  ?????? ???'  ?? ??????  ???? ? ???????? ??? ????????
       ?????, ????????. S. 52.
       
       Daß die  Repulsion mit  dem Gesetze  des Atoms, dem Ausbeugen von
       der graden  Linie gesetzt sei, hat Epikur auf das bestimmteste im
       Bewußtsein. Daß dies nicht in dem oberflächlichen Sinn zu nehmen,
       als wenn  die Atome nur so in ihrer Bewegung sich treffen können,
       spricht Lucretius  wenigstens aus. Nachdem er in der oben zitier-
       ten Stelle gesagt:
       Ohne dies  clinamen atomi  sei weder:  "offensus natus, nec plaga
       creata" [II, 223], heißt es bald darauf:
       
       "Denique si Semper motus connectitur omnis.
       Et vetere exoritur Semper novus ordine certo
       Nec declinando faciunt primordia motus
       Principium quoddam, quod fati foedera rumpat.
       Ex infinito ne caussam caussa sequatur:
       Libera" etc.
       v. 251 sqq.I. II.
       
       Hier ist  eine andere  Bewegung statuiert,  in der sich die Atome
       treffen können,  als die  durch das clinamen bewirkte. Ferner ist
       sie bestimmt  als das absolut Deterministische, also Aufheben des
       Selbst, so  daß jede Bestimmung ihr Dasein in ihrem unmittelbaren
       Anderssein, dem  Aufgehobensein, was gegen das Atom die grade Li-
       nie ist, findet. Erst aus dem clinamen
       
       
       #43# Erstes Heft
       -----
       "[...] daß  der ganze  Körper überhaupt aus all dem sein spezifi-
       sches Wesen  erhält; nicht als ob er eine Zusammensetzung hieraus
       wäre, wie  z.B. wenn aus den Atomansammlungen selbst ein größeres
       Gebilde entstanden ist... sondern nur, wie gesagt, daß er aus all
       dem sein spezifisches Wesen erhält. Und alle diese erfordern spe-
       zifische Erwägungen und Beurteilungen, wobei aber stets das Ganze
       gesehen und  keineswegs getrennt  werden darf, sondern als Ganzes
       begriffen, die Bezeichnung Körper erhält." S. 50 u. 51.
       "Ferner begegnen  den Körpern oft auch nicht spezifische Akziden-
       zien, unter  denen allerdings  einige unsichtbar und unkörperlich
       sind. Damit  machen wir denn, indem wir dieses Wort so verwenden,
       wie es  am häufigsten  gebraucht wird, deutlich, daß die Akziden-
       zien weder  die Natur des Ganzen haben, die wir als Ganzes zusam-
       mengefaßt Körper  nennen, noch die [der] spezifischen Qualitäten,
       ohne die ein Körper undenkbar ist." S. 51.
       "[...] man  muß sie  für das halten, als was sie erscheinen, näm-
       lich als zufällige Attribute des Körpers, die den Körper aber we-
       der selbst  begleiten, noch auch die Funktion eines selbständigen
       Wesens haben;  sondern man  sieht sie so, wie die sinnliche Wahr-
       nehmung selbst ihre Eigenart erscheinen läßt." S. 52.
       
       Daß die  Repulsion mit  dem Gesetze  des Atoms, dem Ausbeugen von
       der graden  Linie gesetzt sei, hat Epikur auf das bestimmteste im
       Bewußtsein. Daß dies nicht in dem oberflächlichen Sinn zu nehmen,
       als wenn  die Atome nur so in ihrer Bewegung sich treffen können,
       spricht Lucretius  wenigstens aus. Nachdem er in der oben zitier-
       ten Stelle gesagt:
       Ohne dies  clinamen atomi  1*) sei  weder: "offensus  natus,  nec
       plaga creata" 2*), heißt es bald darauf:
       
       "Endlich, wenn immer sich schließt die Kette der ganzen Bewegung
       Und an den früheren Ring sich der neue unweigerlich anreiht.
       Und die Atome nicht weichen vom Lote und dadurch bewirken
       Jener Bewegung Beginn, die des Schicksals Bande zertrümmert,
       Das sonst lückenlos schließt die unendliche Ursachenkette:
       Freiheit" etc.
       V. 251 ff. Buch II.
       
       Hier ist  eine andere  Bewegung statuiert,  in der sich die Atome
       treffen können,  als die  durch das clinamen bewirkte. Ferner ist
       sie bestimmt  als das absolut Deterministische, also Aufheben des
       Selbst, so  daß jede Bestimmung ihr Dasein in ihrem unmittelbaren
       Anderssein, dem  Aufgehobensein, was gegen das Atom die grade Li-
       nie ist, findet. Erst aus dem clinamen
       -----
       1*) Ausbeugen des Atoms - 2*) "Begegnung noch Stoß möglich"
       
       #44# Epikureische Philosophie
       -----
       geht die selbstische Bewegung hervor, die Beziehung, die ihre Be-
       stimmtheit als  Bestimmtheit ihres  Selbst und  nicht eine  andre
       hat.
       Lukrez mag  diese Ausführung  aus  Epikur  geschöpft  haben  oder
       nicht. Dies tut nichts zur Sache. Was sich in der Entwicklung der
       Repulsion ergeben, daß das Atom als die unmittelbare Form des Be-
       griffs sich  nur in der unmittelbaren Begriffslosigkeit vergegen-
       ständlicht, dasselbe gilt von dem philosophischen Bewußtsein, dem
       dieses Prinzip sein Wesen ist.
       Dies dient  zugleich zur Rechtfertigung, wenn ich eine total ver-
       schiedne Einteilung von der des Epikur getroffen habe.
       
       #45# Erstes Heft
       -----
       geht die selbstische Bewegung hervor, die Beziehung, die ihre Be-
       stimmtheit als  Bestimmtheit ihres  Selbst und  nicht eine  andre
       hat.
       Lukrez mag  diese Ausführung  aus  Epikur  geschöpft  haben  oder
       nicht. Dies tut nichts zur Sache. Was sich in der Entwicklung der
       Repulsion ergeben, daß das Atom als die unmittelbare Form des Be-
       griffs sich  nur in der unmittelbaren Begriffslosigkeit vergegen-
       ständlicht, dasselbe gilt von dem philosophischen Bewußtsein, dem
       dieses Prinzip sein Wesen ist.
       Dies dient  zugleich zur Rechtfertigung, wenn ich eine total ver-
       schiedne Einteilung von der des Epikur getroffen habe.

       zurück