Quelle: MEW 40 Marx: Schriften/Briefe Nov. 1837 bis Aug. 1844
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#16#
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Epikureische Philosophie
ERSTES HEFT
I. Diogenes Laertius liber decimus
Colligitur ex libro decimo Diogenis Laertii, qui continetur in
P. Gassendi: Animadversiones in decimum librum Diogenis Laertii.
Lugduni 1649. tom. I
I. Diogenes Laertius liber decimus
Epicurus
[2] [...] ?????? ??? ??? ??????????? ???? ??????????? ????????,
??? ?????????? ????. S. 10
[4] (Posidonius Stoicus et Nicolaus et Sotion in XII. lib., qui
titulum praeferunt ????????? ??????? contendunt:) ?? ??
?????????? ???? ??? ??????, ??? ?????????? ???? ??? ???????, ??
???? ??????. S. 11.
[6] [...] ?? ??? ????? ??? ?? ????? ???????, ??????? ??? ??? ???
????? ??????, ?? ??? ??? ??? ?????? ???' ???? ?????? ????????. S.
12.
[12] ??????? ?? ????????? ... ??? ??????? '?????????? ?????? ??
???? ?????????? ???? ...... S. 16.
[29] ????????? ?????? ??? ?? ?? ???????? ?????????? ??? '??????.
[S. 25]
I. Canonica
[31] '?? ????? ?? ?????? ????? ? '???????? ???????? ??? ????????
????? ??? ????????? ??? ??? ????????? ??? ?? ???? ?? ?'
'??????????? ??? ??? ??????????? '???????? ??? ????????. S. 25 u.
26. ????? ?? ??? .... ?? ???? ??????? ??????. S. 26.
I. .... ??? ????????? ????? ???????. ???? ??? ... ???????? ??????
???? ??? ?????? ????????. ???? ??? ?? ????? ????????, ???? ??????
????????? ??????? ?? ?????????? ? ????????, ?? ?? ????????, ?
?????????.
[32] ??? ???? ?? ????????? ????? ?????????. ???? ??? ??????????
????????
#17#
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Epikureische Philosophie
ERSTES HEFT
I. Diogenes Laertius. Zehntes Buch
Exzerpte aus dem zehnten Buch des Diogenes Laertius, enthalten in
P. Gassendi: Bemerkungen zum zehnten Buch des Diogenes Laertius.
Lyon 1649. Bd. I
I. Diogenes Laertius. Zehntes Buch
Epikur
"[...] dann aber, nachdem er [d.h. Epikur] auf die Bücher des De-
mokrit gestoßen sei, sei er zur Philosophie gekommen." S. 10.
(Posidonius, der Stoiker, und Nikolaus und Sotion, behaupten im
zwölften der Bücher, die den Titel "Diokleia" tragen:) "Er habe
die Lehre des Demokrit von den Atomen und die des Aristipp vom
Vergnügen für sein Eigentum ausgegeben." S. 11.
"[...] denn ich [d.h. Epikur] jedenfalls weiß nicht, was ich als
das Gute ansehen soll, wenn ich die Lust am Essen, [die Freuden
der Liebe,] die Freuden der Musik und die freudige Bewegung beim
Ansehen von Werken der bildenden Kunst beiseite lasse." S. 12.
"Am meisten schätzte er ... den alten Anaxagoras, obwohl er ihm
in manchem widerspricht......" S. 16.
"Sie [d.h. Epikurs Philosophie] zerfällt also in drei Teile: Ka-
nonik, Physik und Ethik." [S. 25.]
I. Kanonik
"Im Kanon also sagt Epikur, Kriterien der Wahrheit seien die
sinnlichen Wahrnehmungen, die Prolepseis und die Affekte, die
Epikureer aber fügen auch noch die Vorstellungen der Einbildungs-
kraft des Verstandes hinzu." S. 25 u. 26. "Er sagt dies aber auch
in den 'Hauptlehren'." S. 26.
I. ".... die sinnlichen Wahrnehmungen seien Wahr. Denn jede sinn-
liche Wahrnehmung ... ist nicht rational und keiner Erinnerung
fähig. Denn sie wird weder von sich aus veranlaßt, noch kann sie,
von etwas anderem veranlaßt, etwas hinzufügen oder weglassen so-
wie urteilen oder täuschen.
Nichts kann die sinnlichen Wahrnehmungen widerlegen. Weder wider-
legt [die]
#18# Epikureische Philosophie
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??? ????????? ??? ??? ??????????? (aequipollentiam), ???' ?
??????????? ??? ??????????, ?? ??? ????? ???? ???????. ??? ?
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????????? ???????.
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????????? ????????. ???????? ?? ??, ?? ???? ???? ??? ??????,
????? ?? ??????. ?? ????????? ?? ?????? ????? ??, ? ???????. S.
26.
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??? ??? ???????? ????? ??? ??? ????????? ???????? ???? ??
?????????? ??? ?????????, ??? ?????????, ??? ????????,
????????????? ?? ??? ??? ????????. S. 26[-27].
?? ?? ??? ?????????? ??????????, ??? ?? ???' ???? ????? ????? ???
?? ?? ?? ??, ?? ?????, S. 27
II. [33] ??? ?? ???????? ??????? ?????? ?????????, ? ????? ?????,
? ???????, ? ????????? ?????? ?????????????, ??????? ?????? ???
???????? ?????? ????????, ???? ??, ???????? ????? ????????. ???
??? ?? ??????? ????????, ????? ???? ???????? ??? ? ????? ?????
??????, ????????????? ?????????. ????? ??? ??????? ?? ??????
?????????????, ??????? ???? ??? ??? [??] ?????????? ??
??????????, ?? ?? ???????? ?????????? ????. .... ??? ??
?????????? ??, ?? ???????? ????? ???? ???????? ??? ?????
????????. ???????? ??? ????? ?? ????????? ??? ?? ????????, ???
???????? ????? ???????? ???????. ?? ? ??????????? ??????? [...]
[34] ??? ?? ????? ??? ???????? ????????. ????? ?? ????? ???? ???
????? ??? ?? ?????????, ? ?????? ??, ??? ?????????????, ?
??????????????? ???? ??? ???????? ?????, ? ?? ????. ?? ??? ???
?????????????, ? ??????????????, ????? ????? ??? ?? ??
????????????? ? ?????????????, ????? ????????? ???? ??? ??
????????????? ????? ?? ????, ?? ?????????? ??? ????? ???????? ??
?????, ??? ??????, ?? ??? ?????? ????????, ????? ??? ?????
????????. S. [27-]28.
???? ?? ???????? ????? ???, ?????? ??? ????????. .... ??? ???
???, ???????, ??? ??, ????????? ??' ?? ????????? ??? ???????? ???
?????. S. [28-]29.
??? ?? ???????? ????? ??? ??? ???? ??? ?????????, ??? ??, ????
????? ??? ?????. S. 29.
Epicurus Menoeceo
[123] ?????? ???, ??? ????, ???? ???????? ??? ???????? ???????,
?? ? ????? ??? ???? ?????? ???????? ????? ???? ??? ?????????
?????????, ???? ??? ???????????? ???????? ???? ???????? ........
S. 82.
#19# Erstes Heft
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gleichartige Wahrnehmung die gleichartige wegen der gleichen Gül-
tigkeit (aequipollentiam), noch die ungleichartige die ungleich-
artige, denn sie urteilen nicht über dasselbe, noch die eine die
andere, denn wir richten uns nach allen, noch der Begriff, denn
der Begriff hängt ab von den sinnlichen Wahrnehmungen.
Auch daß die sinnlichen W a h r n e h m u n g e n e i n e
R e a l i t ä t s i n d, verbürgt die Wahrheit der sinnlichen
Wahrnehmungen. Es ist aber eine Realität, daß wir sehen und hö-
ren, genauso wie, daß wir Schmerz empfinden. Daß etwas wahr oder
eine Realität ist, bedeutet keinen Unterschied." S. 26.
"Daher muß man auch über das Unbekannte Angaben aus den Phänome-
nen zu gewinnen suchen. Denn auch alle Gedanken sind aus den
sinnlichen Wahrnehmungen hervorgegangen durch Inzidenz, Analogie,
Homogenität und Synthese, wozu auch der Verstand einiges bei-
trägt." S. 26[-27].
"Auch die Phantasien der Wahnsinnigen und die Traumvorstellungen
sind Wahr; denn sie sind eine treibende Kraft; das Nichtexistie-
rende dagegen ist keine treibende Kraft." S. 27.
II. "Die Prolepsis aber verwenden sie [d.h. die Epikureer] im
Sinne von Vorstellung oder richtiger Meinung oder Bewußtsein oder
allgemeiner innewohnender Erkenntnis, das heißt Erinnerung an
das, was oft von außen her gekommen ist, z.B. daß dieser hier ein
Mensch ist. Denn zugleich mit dem Wort Mensch stellen wir uns so-
fort durch die Prolepsis, geleitet von den sinnlichen Wahrnehmun-
gen, auch seine Gestalt vor. Also wird mit jeder Bezeichnung das
ihr ursprünglich Zugrundeliegende evident, und wir könnten nach
dem Gesuchten nicht suchen, wenn wir es nicht vorher kennen wür-
den. ... Wir könnten überhaupt nichts benennen, wenn wir nicht
vorher durch die Prolepsis seine Gestalt kennen würden. Also sind
die Prolepseis evident. Auch die bloße Meinung hängt von einer
früheren evidenten Vorstellung ab. Hierauf bezugnehmend äußern
wir uns [...]. Die Meinung aber nennen sie auch Annahme. Sie sei,
sagen sie, bald wahr, bald falsch durch die Hinzufügung oder
Weglassung von etwas und Bestätigung oder Widerlegung durch das
Evidentsein oder nicht. Denn wenn sie bestätigt oder nicht wider-
legt werde, sei sie wahr; wenn sie aber nicht bestätigt oder wi-
derlegt Werde, sei sie falsch; daher wurde auch das Abwartende
eingeführt; z.B. wenn man abwartet und sich dann dem Turm nähert
und feststellt, ob er so, wie er von fern aussieht, auch von nah
erscheint." S. [27-]28.
"Affekte aber, sagen sie, gäbe es zwei, Lust und Schmerz. ... Der
eine sei der Natur eigen, der andre fremd; nach ihnen bestimme
sich das, was man erstreben, und das, was man fliehen müsse." S.
[28-] 29.
"Von den Forschungen bezögen sich die einen auf die Gegenstände,
die andern auf das bloße Wort." S. 29.
Epikur an Menoikeus
"Zuerst halte Gott für ein unzerstörbares und glückseliges Wesen,
wie es die allgemeine Vorstellung von Gott ist, und schreibe ihm
nichts zu, was entweder mit seiner Unzerstörbarkeit nicht in Ein-
klang steht oder sich mit seiner Glückseligkeit nicht verträgt
......" S. 82.
#20# Epikureische Philosophie
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???? ??? ????, ??????? ??? ??? ????? ????? ? ?????? )cf. ? ?????
??? ?[???] ???[???] consensus omnium, c[onsensus] gentium) 2*),
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??????????? ??????, ????? ??????????.
?????? ?? ??? ? ???? ??? ?????? ????? ???????, ???' ? ??? ???
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????????? ??????? ?? ??? ?????? ???? ???? ????????. ????? ???
???????? ?????? ??????, ???? ?????? ?? ???? ?????????, ???
??????? ???? ??????. ???? ??? ?????? ???????????? ??? ??????
??????? ???? ??????? ???????????, ??? ?? ?? ????????, ??
????????? ??????????. S. 83.
???????? ?? ?? ?? ???????? ????? ???? ???? ????? ??? ???????,
???? ??????, ??? ????? ?? ???????, ???????? ?? ????? ?????????, ?
???????.
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?????????? ????? ?? ??? ???? ??????, ??? ?????? ???????????
?????, ???? ??? ??? ????????? ????????? ?????. [125] ????? ???
????? ?? ?? ??? ?????? ?? ??????????? ????? ?? ????? ???????? ??
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???? ?? ? ??????? ????, ???' ????? ??? ?????. ???? ??? ???? ????
?????? ?????, ???? ?? ???? ????????????, ????????? ???? ???? ???
??? ?????, ?? ? ?????? ?????. S. 83 u. 84.
[126] ? ?? ??????????? ??? ??? ???? ????? ???, ??? ?? ???????
????? ????????????, ?????? ?????, ?? ????? ??? ?? ??? ?????
??????????. S. 84.
[127] ???????????? ?? ?? ?? ?????? ???? ????????, ???? ??????
???' ????????, ??? ???? ?????? ???????????, ?? ????????, ????
?????????? ?? ?????? ??? ????????. S. 85.
.... ??? ????????? ?? ??? ???? ???????, ?? ??, ?????. ??? ???
??????? ?? ??? ?????????, ?? ?? ??????? ?????. ??? ?? ?????????,
?? ??? ???? ??????????? ????? ??????????, (?? ?? ???? ??? ???
??????? ????????) ?? ??, ???? ???? ?? ???. S. 85.
[128] ?????? ??? ??????? ?????? ... ??????????? ????? ??? ???
??? ??????? ??????, ??? ??? ??? ????? ?????????, ???? ????? ???
???????? ??? ???? ?????. ?????? ??? ????? ?????? ?????????, ????
???? ???????, ???? ????????, ???? ?? ????? ????? ???? ????
????????, ??????, ??? ? ??? ????? ??????, ??? ??????? ??? ????
???? ??, ?? ?????? ????????, ??? ?????? ?????? ? ?? ??? ??????
??? ?? ???
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2*) Bemerkung von Marx
#21# Erstes Heft
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"Denn Götter gibt es. Denn die Vorstellung von ihnen ist evident"
(vgl. "die allgemeine Vorstellung von Gott", consensus omnium,
c[onsensus] gentium 1*)) 2*), "wie aber die Menge sie sich vor-
stellt, sind sie nicht; denn sie bleibt ihrer Vorstellung von ih-
nen nicht treu.
Gottlos aber ist nicht der, welcher mit den Göttern der Menge
aufräumt, sondern der. Welcher die Vorstellungen der Menge den
Göttern andichtet. Denn die Äußerungen der Menge über die Götter
sind nicht auf Erfahrung gegründete Vorstellungen, sondern un-
wahre Vermutungen. Daher glaubt sie auch, daß den Schlechten
durch die Götter größte Schäden erwüchsen und den Guten größte
Vorteile. Denn völlig von ihren eigenen Tugenden eingenommen,
schenken sie denen, die ebenso sind, ihre Gunst und betrachten
alles, was nicht so ist, als fremd." S. 83.
"Gewöhne dich an die Vorstellung, daß der Tod uns nichts angeht,
da alles Gute und Schlechte auf Empfindung beruht, der Tod aber
Verlust der Empfindung ist.
Daher macht die richtige Erkenntnis, daß der Tod uns nichts an-
geht, das vergängliche Leben erst lebenswert, indem sie nicht
eine ungewisse Zeit hinzugibt, sondern dem Verlangen nach der Un-
sterblichkeit ein Ende setzt. Denn im Leben ist nichts Furchtba-
res für den, der richtig begriffen hat, daß im Nichtleben nichts
Furchtbares ist. Daher ist töricht, wer sagt, er fürchte den Tod,
nicht weil er Leid Verursache, Wenn er da sei, sondern weil er
Leid verursache, Wenn er noch bevorstehe. Denn was, wenn es da
ist, nicht stört, das verursacht, wenn man es erwartet, bloß ein-
gebildetes Leid. Was allerdings von den Übeln mehr Schauder er-
regt, der Tod, geht uns nichts an, weil ja, solange wir sind, der
Tod nicht da ist, sobald aber der Tod da ist, wir dann nicht mehr
sind. Also geht er weder die Lebenden etwas an, noch die Gestor-
benen, weil er ja für die einen nicht ist, die andern aber nicht
mehr sind." S. 83 u. 84.
"Wer aber den jungen Mann auffordert, ehrenhaft zu leben, den
Greis aber, ehrenhaft zu sterben, ist töricht, nicht nur wegen
der Annehmlichkeit des Lebens, sondern auch, weil das Bemühen,
ehrenhaft zu leben, und das Bemühen, ehrenhaft zu sterben, ein
und dasselbe ist." S. 84.
"Man muß aber daran denken, daß die Zukunft Weder von uns ab-
hängt, noch überhaupt nicht von uns abhängt, damit wir weder auf
sie warten wie auf etwas, was unbedingt sein wird, noch die Hoff-
nung aufgeben wie auf etwas, was überhaupt nicht sein wird."
S. 85.
"... von den Begierden sind die einen natürlich, die andern ei-
tel; und von den natürlichen die einen notwendig, die andern nur
natürlich. Von den notwendigen aber sind die einen zur Glückse-
ligkeit notwendig (wie die zur Befreiung des Körpers von Störun-
gen), die andern zum Leben selbst." S. 85.
"Denn eine nicht fehlgehende Betrachtung dieser Dinge weiß... zur
Gesundheit des Körpers und zur Ataraxie der Seele zu führen, da
dies das Ziel des glückseligen Lebens ist. Tun wir doch alles nur
deswegen, damit wir weder Schmerz empfinden, noch in Verwir-
rung/eben. Wenn uns aber dies einmal zuteil geworden ist, legt
sich jeder Sturm der Seele, denn der Mensch braucht nicht mehr
auf etwas auszugehen, was ihm noch fehlt, und nach etwas anderem
zu suchen, wodurch das Wohlergehen seiner Seele und seines
Körpers vollkommen
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1*) Übereinstimmung aller, Übereinstimmung der Völker -
2*) Bemerkung von Marx
#22# Epikureische Philosophie
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??????? ?????? ???????????????. ??? ???? ?????? ??????, ???? ??
??? ?? ???????? ??? ?????? ???????, ???? ?? ?? ???????, ??????
??? ?????? ???????. S. 85
??? ??? ????? ??? ?????? ????? ??? ????? ??????? ????? ???
???????? ???. [129] ?????? ??? ?????? ?????? ??? ??????????
???????, ??? ??? ?????? ??????????? ????? ??????? ??? ?????, ???
??? ?????? ??????????, ?? ?????? ?? ????? ??? ?????? ????????. S.
[85-]86.
??? ???? ?????? ?????? ????? ??? ????????, ??? ????? ??? ?? ?????
?????? ????????? ................
???? ??? ?????, ??? ?? ????? ????? ???????, ??????, ?? ????
?????? ?????? ??????? ??? ??????? ????, ?????, ?? ???? ?? ???
?????? ????????. [130] ?? ?????? ???????????, ??? ??????????? ???
????????? ?????? ?????????? ?????? ????????. ??????? ??? ?? ???
?????, ???? ????? ??????, ?? ????? ?? ?? ????, ?? ???????, ??
?????. S. 86.
??? ??? ????????? ?? ?????? ???? ?????????, ??? ??? ??????? ????
??????? ??????? ???' ????, ??? ?? ?????? ?? ?????, ???? ???????
???????, ??????????? ??????? ??? ?????? ?????????? ??????????? ??
?????? ?????? ???????? ??? ??? ?? ??? ??????? ???, ??????????
????, ?? ?? ?????, ???????????, S. 86.
[131] [...] ?????? ..... ??????? .... ?? ???? ??????? ???? ?????,
???? ???????????? ???? ?????. .... S. 87.
[132] ?????? ?? ?????? ????, ??? ?? ???????? ??????, ???????? ???
??? ?????????? ?????????? ??????? ????????, ?? ?? ?? ?????? ?????
????????? ??????, ???????????, ?? ??? ????? ????? ???, ???? ???
??????? ??? ??????[, ??? ??????? ???? ????????, ??? ?????,] ???
???????, ???? ??? ?????. ??????????? ??? ?? ?????? ?? ??? ?????,
??? ?? ??? ?????, ?????? ????? ?????????. S. 88.
[133] ????, ???? ???????? ????? ????????? ??? ??? ???? ????
??????????, ??? ???? ???????? ?????????, ???????, ??? ?? ???
?????? ??????????????? ?????, ??? ?? ??? ??? ?????? ?????, ??
????? ????????????? ?? ??? ??????????, ?????????????? ?? ?? ???
?????, ?? ? ??????? ? ?????? ???? ?????? ??? ?? ??? ?????
???????? ??????????? ?????? '???????, ?? ????? ??????
???????????, ?? ????? ?? ??? ??? ?????, ?? ?? ???' ???? ??? ??,
???' ????, ????????? ? ??? ?? ??????? ??? ?? ???????
????????????? ???????. S. 88.
[134] ???? ???????? ?? ?? ???? ???? ????? ?????????????, ? ?? ???
??????? ????????? ????????. ? ??? ??? ?????? ?????????? ?????????
???? ??? ????? ? ?? ??????????? ???? ??? ???????. ??? ?? ?????,
???? ????, ?? ?? ?????? ??????????, ????????? ..... ???? ????????
?????? ....... [135] ???????? ????? ??????? ?????????? ???????, ?
????????? ????????. ??????? ??? ?? ?????? ?? ???? ??????? ?????,
????????? ??? ??????. S. [88-]89.
#23# Erstes Heft
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wird. Denn wir brauchen die Lust dann, wenn uns das Fehlen der
Lust Schmerz bereitet; wenn wir aber keinen Schmerz empfinden,
haben wir die Lust nicht mehr nötig." S. 85.
"Und deswegen, sagen wir, ist die Lust Anfang und Ende des glück-
seligen Lebens. Denn d i e s e erkannten wir als e r s t e s
und a n g e b o r e n e s G u t, und von ihr gehen wir bei al-
lem Tun und Lassen aus, und auf sie gehen wir zurück, wobei uns
dieser A f f e k t als Richtschnur f ü r d i e
B e u r t e i l u n g a l l e s G u t e n dient." S. [85-]86.
"Und da sie das erste und angeborene Gut ist, deshalb wählen wir
auch nicht jede Lust; ...................
Jede Lust also ist, weil sie eine uns angemessene Natur hat, ein
Gut, nicht jede jedoch ist wählenswert; ebenso auch wie jeder
Schmerz ein Übel, aber nicht jeder Schmerz in jedem Falle zu mei-
den ist. Vielmehr muß dies alles durch Abwägen und unter dem Ge-
sichtspunkt der Zuträglichkeit und Unzuträglichkeit entschieden
werden. Denn das Gute erweist sich für uns zu gewissen Zeiten als
ein Übel, das Übel aber umgekehrt als ein Gut." S. 86.
"Auch die S e l b s t g e n ü g s a m k e i t halten wir für
ein großes Gut, nicht auf daß wir uns in jedem Fall mit wenigem
bescheiden, sondern damit wir uns, wenn wir nicht die Fülle ha-
ben, mit wenigem bescheiden, ehrlich überzeugt, daß diejenigen
die Üppigkeit mit der größten Lust genießen, die sie am wenigsten
nötig haben, und daß alles Naturgemäße leicht zu beschaffen, der
eitle Tand aber schwer zu beschaffen ist." S. 86.
"[...] Lust ....... nennen wir .... weder körperlich Schmerz zu
empfinden noch seelisch in Erregung zu sein. ...." S. 87.
"Für all das aber ist Anfang und das höchste Gut die Vernunft;
deshalb ist sie auch kostbarer als die Philosophie, aus der alle
andern Tugenden stammen, die uns lehren, daß man nicht angenehm
leben kann, ohne vernünftig, ehrenhaft [und rechtlich] zu leben
[, und daß man nicht vernünftig, ehrenhaft] und rechtlich leben
kann, ohne angenehm zu leben. Denn die Tugenden sind mit dem an-
genehm Leben eng verbunden, und das angenehm Leben ist von ihnen
nicht zu trennen." S. 88.
"Denn wer, meinst du, steht höher als der, der fromm über die
Götter denkt und dem Tod gegenüber ganz furchtlos ist, der über
das Ziel der Natur nachgedacht und der erfaßt hat, daß das
höchste Gut leicht zu erreichen und zu erlangen ist, während aber
das schlimmste Übel nur kurze Zeit dauert oder kurze Schmerzen
verursacht. D i e v o n e i n i g e n a l s d i e
A l l h e r r s c h e r i n e i n g e f ü h r t e
N o t w e n d i g k e i t i s t n i c h t d i e
B e h e r r s c h e r i n d e s s e n, behauptet er, von dem
einiges z u f ä l l i g ist, a n d e r e s v o n
u n s e r e r W i l l k ü r a b h ä n g t. D i e
N o t w e n d i g k e i t i s t n i c h t z u
ü b e r r e d e n, der Z u f a l l dagegen unstet. U n s e r
W i l l e a b e r i s t f r e i; ihm kann sowohl der Tadel
als auch das Gegenteil folgen." S. 88.
"Es wäre besser, dem Mythos über die Götter zu folgen, als Knecht
zu sein der Heimarmene der Physiker. Denn jener läßt Hoffnung der
Erbarmung wegen der Ehre der Götter, diese aber die unerbittliche
Notwendigkeit. Den Z u f a l l a b e r, n i c h t G o t t,
wie die
Menge glaubt, s o l l e r [d.h. der Weise] annehmen .....
u n d n i c h t e i n e u n s i c h e r e U r s a c h e
..... Er hält es für besser, unglücklich, aber vernünftig, als
glücklich, aber unvernünftig zu sein. Eis ist allerdings besser,
wenn bei den Handlungen die gute Entscheidung durch die Gunst der
Umstände auch zu einer guten Ausführung gelangt." S. [88-]89.
#24# Epikureische Philosophie
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[...] ??? ???????? .... ????????????, ???? ?? ?? ???? ??
?????????. ????? ??? ????? ????? ??? ??? ???????? ?? ?????????
???????. S. 89.
???????? ??? ?????? ?? ?????? ??????? ........ ???????, ??,
?????????? ?? ?? ??? ?????????, ????? ???' ???? ??? ?? ????????.
.... [S. 89.]
[136] ?????????? ?? ???? ???? ?????????? ???? ??? ??????. ?? ???
??? ?????????????? ??? ??????????, ????? ?? ??? ?? ??????? ? ??,
????????, ??? ?????, ??? ???????? .......... ?????????? ??
??????, ??? ?? ???? ???????, ??? ??? ???????????????????. ? ??
'??????? ... ???? ?????, '? ??? ??? ????????, ??? ???????
?????????????? ????? ??????. ? ?? ????, ??? ?????????, ????
??????? ???????? ?????????. S. 90.
[137] ?? ???? ???? ???????????. ?? ??? ??? ??????? ??? ?????????
????????? ??? ??????? ....... ? ?? ?????????? ??? ???? ????? ??
????? ????? ????????, ??? ?? ????? ??? ?? ????????, ??? ?? ?????,
??? ?? ??????. ????? ??? ??? ???????? ?????? ????? ??? ?????. S.
90.
????????? ?? ?????? ???, ????? ????? ??? ??????, ?? ?? ??? ??
??????????, ?? ??? ????????????, ?? ?? ???? ??????????? ???????,
??? ????? ?????. ????????? ??? ???????? ??? ???????? .... [S. 90-
91.]
[138] ??? ?? ??? ?????? ??? ??? ?????? ?????????, ?? ?? ?????
..... ??? ?????????? ???? ??? ?????? ??? ?????? ????? ?? ?' ????
??????????, ???? ??????. S. 91.
[?????? ?????]
[139] ?? ???????? ??? ????????, ???? ???? ???????? ????, ????
??????? ???? ??? ??????, ???? ?????? ?????????. ?? ??????? ??? ??
????????.
'?? ?????? ?? ???? ???? ????? ???? ????????, ?? ??? ???' ???????
????????? ?? ??, ???? ????????? (?? ??? ??????? ?????????? ???
?????? ??????? ??? ?? ???? ?????????????) ??????????????. S. 91
u. S. 92.
[140] ??? ????? ????? ???, ???? ??? ???????, ??? ?????, ???
??????? ???? ???????? ??? ?????, ??? ???????, ???? ??? ??????. S.
92.
[141] ??????? ?????? ???' ??????. ????? ???? ?? ????? ??????
????????, ???????????? ???????? ??? ???????? ??? ??????, S. 93.
1*)
-----
1*) In der Handschrift folgt hier ein Zwischenraum von etwa drei
Zeilen
#25# Erstes Heft
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"[...] und du wirst niemals beunruhigt werden, sondern du wirst
leben wie ein Gott unter Menschen. Denn ein Mensch, der inmitten
unvergänglicher Güter lebt, gleicht nicht einem sterblichen We-
sen." S. 89.
"Alle Mantik widerlegt er in andern Schriften ....... Mantik gibt
es nicht, aber
auch, Wenn es sie gibt, dann ist das, was geschieht, nicht uns
überlassen. ...." [S. 89.]
"In der Lustlehre aber weicht er von den Kyrenaikern ab. Diese
lassen nämlich die Lust im Ruhezustand nicht gelten, sondern nur
die Lust in Bewegung, Epikur aber beide, sowohl die Lust der
Seele als auch die Lust des Körpers. ......... Da man sich die
Lust sowohl in Bewegung als auch im Ruhezustand vorstellen kann.
Epikur aber sagt ... folgendes: 'Die Ataraxie und Schmerzlosig-
keit nämlich sind Lustempfindungen im Ruhezustand, das Vergnügen
und Frohsein sieht man nur in Bewegung wirksam.'" S. 90.
"Weiter weicht er von den Kyrenaikern hierin ab: Diese halten
nämlich die körperlichen Schmerzen für schlimmer als die seeli-
schen ........... er aber die seelischen; werde doch
das Fleisch nur durch das gequält, was gegenwärtig ist, die Seele
aber sowohl durch das Vergangene, wie durch das Gegenwärtige und
das Kommende. So seien denn auch Freuden der Seele größer." S.
90.
"Als Beweis aber dafür, daß die Lust das Ziel sei, dient ihm die
Tatsache, daß die Lebewesen, sowie sie geboren sind, von Natur
und ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, an der Lust Gefallen
fänden, den Schmerz aber ablehnten. Unwillkürlich also fliehen
wir den Schmerz..." [S. 90-91.]
"Wegen der Lust entscheide man sich auch für die Tugenden, nicht
um ihrer selbst willen, er sagt auch, daß die Tugend allein von
der Lust untrennbar sei; alles andre lasse sich trennen, wie z.B.
menschliche Dinge." S. 91.
[Hauptlehren]
"Das Glückselige und Unzerstörbare hat weder selbst Lasten zu
tragen, noch bürdet es einem andern welche auf; daher kennt es
weder Zorn noch Gunst. Denn so etwas gibt es nur bei dem, was
schwach ist.
In andern Schriften aber sagt er, daß die Götter nur durch die
Vernunft geschaut werden könnten, zwar nicht der Zahl nach be-
stimmt, doch aber durch Ähnlichkeit (infolge des fortwährenden
Herbeiströmens ähnlicher Bilder, die eben hierfür gemacht seien)
von menschlichem Aussehen." S. 91 u. 92.
"Der höchste Gipfel der Lust ist die Ausschaltung allen
Schmerzes. Denn wo immer die Lust regiert, da gibt es, solange
sie da ist, nicht den Schmerz oder die Trübsal oder beides zusam-
men." S. 92.
"Man kann nicht angenehm leben, ohne Vernünftig, ehrenhaft und
rechtlich zu leben, und nicht vernünftig, ehrenhaft und rechtlich
leben, ohne angenehm zu leben." S. 92.
"Keine Lust ist an sich ein Übel, aber das, was gewisse Lüste er-
zeugt, verursacht vielfältige Störungen der Lüste." S. 93. 1*)
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1*) In der Handschrift folgt hier ein Zwischenraum von etwa drei
Zeilen
#26# Epikureische Philosophie
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[142] ?? ???????????? ????? ??? ?????, ??? ??????? 1*), ???????
??????? ?? ??????.. S. 93.
[143] ??? ?? ??? ?????????? ????? ???? ??? ??????????, ??
????????? ??? ? ??? ??????????? ?????, ???' ????????????? ?? ???
???? ???? ?????. ??? ??? ?? ???? ??????????? ???????? ??? ??????
?????????,. S. 93[-94].
[142] ?? ????? ???? ?? ???? ??? ???????? ??????? ????????, ??? ??
??? ???? ???????, ?????? ???? ???? ?? ??, ??? ?' ????????? ?????
???? ????? ??? ?????????, ??? ??? ?????????, ??? ?? ???????????
???????????. S. 94
[143] ????? ?????? ?? ??? ???' ????????? ?????????
???????????????, ??? ?????? ??????? ??????????, ??? ??? ??? ???,
??? ????? ??? ?? ?? ??????, ??? ????????? ??? ?? ????????
????????? ????? ?????. S. 94.
??????? ?? ??????????, ??? ??????? ?????????????? ??????? ? ??
??????? ??? ?????????? ??? ?????? ????????. S. 94.
[144] ? ??? ?????? ??????? ??? ???????, ??? ?????????? ????? ? ??
??? ????? ?????. ??? ??????? ????????. S. 94
??? ????????? ? ????? ?? ?? ?????, ??????? ????, ?? ???' ???????
?????? ????????, ???? ????? ???????????. S. 94.
??? ?? ???????? ?? ????? (?? ???? ??? ??????) ??????????? ? ??
?????? ????? ????????? (??? ??? ???????? ???????,) ??? ????
????????? ?????? ??????????? ?? ???????. S. 94.
[145] ? ??????? ?????? ???? ???? ??? ?????? ??? ? ????????????,
??? ??? ????? ?? ?????? ??????????? ?? ???????. S. 95.
? ??? ???? ??????? ?? ?????? ??? ??????, ????????? ?? ???????
????? ?????? ???????????? ? ?? ??????? ??? ??? ?????? ?????? ???
??????? ??????? ??? ???????????, ??? ????? ??? ??? ?????? ??????
?????????, ??? ??????? ???? ?????????' ??? ????? ??? ??? ???????
?????? ?????????????. '????' ???? ????? ??? ??????, ???' ?????
??? ???????? ?? ??? ??? ?? ???????? ????????????, ?? ???????
??????? ??? ??? ??????? ???? ???????????, S. 95.
[146] ?? ????????? ?? ????? ??? ?????????????, ???? ????? ???
?????????, ??' ?? ?? ?????????? ????????' ?? ?? ??, ?????
????????, ??? ??????? ????? ?????. S. 95.
?? ???? ?????? ???? ??????????, ??? ????? ???' ?? ?? ????? ???
??????????, ???? ?? ?????????? ??? ????????, ??????. S. 95.
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1*) Korruptele im Text
#27# Erstes Heft
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"Wenn sich alle Lust zusammenfände und mit der Zeit eine
Geschlossenheit gewänne, wäre diese Verbindung ebenso [voll-
kommen] 1*) wie die hauptsächlichsten Teile der Natur und würden
die Lustempfindungen nie voneinander verschieden sein." S. 93.
"Es ist nicht möglich, die Furcht wegen der wichtigsten Dinge zu
beseitigen, wenn man nicht weiß, welches das Wesen des Alls ist,
sondern bei sich etwas von dem argwöhnt, was den Mythen ent-
spricht. Daher ist es nicht möglich, ohne Physiologie zur reinen
Lust zu gelangen." S. 93[-94].
"Wenn uns nicht bange wäre wegen der Meteore und auch vor dem
Tode, ob er uns vielleicht nicht doch etwas anginge, und wir au-
ßerdem die Grenzen der Schmerzen und der Begierden zu kennen ver-
möchten, dann brauchten wir keine Physiologie." S. 93.
"Es nützt nichts, sich die Sicherheit gegenüber den Menschen zu
schaffen, solange einen die Dinge da droben und die Dinge unter
der Erde und überhaupt die Dinge im Unendlichen mißtrauisch ma-
chen. Denn die Sicherheit, die man vor den Menschen haben kann,
besteht nur eine bestimmte Zeit." S. 94.
"Dieselbe Sicherheit, die einem aus der Ruhe und aus der Zurück-
gezogenheit von der Menge erwächst, entsteht durch die Möglich-
keit [durch eigene Mäßigung diejenigen Begierden, die nicht not-
wendig sind] 1*) zu vertreiben und durch die sehr einfache [und
sehr leichte] 1*) Beschaffbarkeit [der notwendigen Dinge] 1*)."
S. 94.
"Der Reichtum der Natur ist begrenzt und leicht zu beschaffen;
der aber, der leerem Wahn entspringt, geht ins Unendliche." S.
94.
"Die Lust im Fleische steigert sich nicht mehr, wenn einmal der
Schmerz, der in der Entbehrung liegt, beseitigt ist, sondern sie
wird nur noch variiert." S. 94.
"Den Höhepunkt des Denkens (was die Freude betrifft) bedeutet die
Ergründung gerade dieser Fragen (und der mit diesen verwandten
Fragen), die dem Denken die größten Ängste bereiten." S. 94.
"Die unendliche Zeit birgt in sich dieselbe Lust wie die endli-
che, wenn man ihre Grenzen mit der nötigen Einsicht ermißt." S.
95.
"Dem Fleisch sind zwar die Grenzen der Lust vorgeschrieben, aber
das Verlangen nach der unendlichen Zeit hat sie ins Unendliche
gerückt; der Verstand aber, der sich das Ziel und die Grenzen des
Fleisches deutlich gemacht und die Wünsche betreffs der Ewigkeit
ausgelöscht hat, hat uns das vollkommene Leben ermöglicht, und
wir brauchen nicht mehr die unendliche Zeit. Und es flieht nicht
die Lust, auch nicht, wenn die Umstände den Abschied vom Leben
bewirken, das Ende des besten Lebens wie eine Vollendung hinneh-
mend." S. 95.
"Das gesetzte Ziel muß man in aller Evidenz, auf die wir unsere
Ansichten zurückführen, stets geistig vor Augen haben; wenn
nicht, dann wird alles voll Unordnung und Unruhe sein." S. 95.
"Wenn du alle sinnlichen Wahrnehmungen bekämpfst, wirst du nichts
haben, wonach du dich bei der Beurteilung derjenigen von ihnen,
die du für falsch erklärst, richten kannst." S. 95.
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1*) Erklärender Zusatz in Cassendis lateinischer Übersetzung
#28# Epikureische Philosophie
-----
[148] ?? ?? ???? ????? ?????? ?????????? ??????? ??? ???????????
??? ?? ????? ??? ??????, ???? ??????????????? (???? ?????, ????
?????? ??????????) ??? ???? ??, ??? ??????? ??? ???? ?????? ??
??????? ????????. S. 96.
[149] ??? ????????? ?? ??? ???? ???????, ??? ????????? ?? ??
??????? [, ???] ??? ????????? ?? ?? ???? ???????, ???? ?????????,
???? ???? ????? ?????????. S. 96.
[148] ? ???? ????? ??????? ?? ???????? ???? ??? ????? ???????
????? ??????, ???? ??????????? ??? ??? ?? ?????? ???? ??????????
????????? ????? ?????? ?????????? ?????????????. S. 97.
Folgende Stellen bilden die Ansicht Epikurs von der geistigen Na-
tur, dem Staate. Der Vertrag, ???????, ist ihm die Grundlage, und
konsequent ist auch nur das ????????, das Nützlichkeitsprinzip,
der Zweck:
[150] ?? ??? ?????? ???????, ???? ???????? ??? ???????????, ???
?? ?? ???????? ????????, ???? ??????????. S. 97.
??? ??? ???? ?? ??????? ???????? ???????? ??? ???? ??? ??
???????? ??????, ???? ??????????, ???? ????? ????? ???? ???????,
???? ??????. ??????? ?? ??? ??? ????? ??? ?? ????????, ? ??
???????? ??? ???????? ????????? ??? ???? ??? ?? ????????, ????
??????????. S. 98.
??? ?? ?? ???' ????? ??????????, ???' ?? ???? ???' ???????
??????????, ???' ????????? ?? ???? ?? ?????? ??????? ??? ???? ???
?? ????????, ???? ??????????. S. 98.
[151] '? ??????, ?? ???' ?????? ????? ??? ?? ?? ???? ??? ???????
?????, ?? ?? ????? ???? ???? ??? ???????? ??????????? ????????.
.... ????? ??? ??????????? ??????? ?? ????? [sc. ? ????? ??
?????.] S. 98.
???? ??? ?? ??????, ???? ?? ??????? ?? ????, (???????? ??? ?? ??
?? ???? ???????? ?????????) ???? ?? ?? ????? ?????, ??? ????
??????, ?? ???? ????????? ?? ???? ??????? ?????. S. 98.
[152] ?? ??? ???????????????? ??? ???????? ?? ???? ??????? ???
???? ???????? ????????? ??? ??????????? ????? ???????, ??? ???
??????? ????? ????, ??? ??? ?? ???? ???? ???????. ??? ?? ?? ????
??? ????? ???, ?? ??????? ?? ???? ?? ???????? ??? ???? ????????
?????????, ?????? ????? ??? ??? ??????? ????? ????. S. 99
??? ????????? ?? ???? ?? ??????? ????????, ?????? ?? ???? ??? ???
???????? ?????????, ???' ????? ??????? ??? ?????? ?? ???????,
???? ?? ?????? ?????? ??????? ??????????????, ???? ???????
???????? ?????????. S. 99.
[153] ???? ?? ?????? ????????? ??? ??????????? ?????????, ???????
?? ?????????? ??? ??? ???????? ?? ?????????? ?????? ??' ????? ???
?????, ??? ?? ????? ?????? ???? ?? ?????? ????????? ???
?????????, ?????? ???????? ??
#29# Erstes Heft
-----
"Wenn du nicht jederzeit all dein Tun auf das Ziel der Natur be-
ziehst, sondern vorher kehrtmachst und (sei es fliehend, sei es
etwas erstrebend) dich etwas anderm zuwendest, wird dein Tun mit
deinen Worten nicht übereinstimmen." S. 96.
"Von den Begierden sind die einen natürlich und notwendig, die
andern natürlich [und] nicht notwendig, wieder andre weder natür-
lich noch notwendig, sondern Ausgeburten leeren Wahns." S. 96.
"Dieselbe Erkenntnis, die uns mit der Zuversicht erfüllt, daß der
Schrecken weder ewig noch lange Zeit währt, vermittelt uns die
Einsicht, daß in unserer begrenzten Lebenszeit die Sicherheit der
Freundschaft am verläßlichsten sei." S. 97.
Folgende Stellen bilden die Ansicht Epikurs von der geistigen Na-
tur, dem Staate. Der Vertrag, ??????? 1*), ist ihm die Grundlage,
und konsequent ist auch nur das ???????? 2*), das Nützlichkeits-
prinzip, der Zweck:
"Das natürliche Recht ist ein zum Zwecke des Nutzens getroffenes
Übereinkommen, sich gegenseitig weder zu schaden noch schaden zu
lassen." S. 97.
"Für alle Lebewesen, die keine Verträge darüber abschließen konn-
ten, sich gegenseitig weder zu schaden noch schaden zu lassen,
gibt es weder Recht noch Unrecht. Ebenso aber ist es auch bei den
Völkern, die die Verträge darüber nicht abschließen konnten oder
wollten, sich weder zu schaden noch schaden zu lassen." S. 98.
"Gerechtigkeit ist nicht etwas an sich Seiendes, sondern im ge-
genseitigen Verkehr, an welchem Ort auch immer, werde ein Vertrag
abgeschlossen, sich weder zu schaden noch schaden zu lassen." S.
98.
"Die Ungerechtigkeit ist nicht an sich ein Übel, sondern dies
liegt in der argwöhnischen Furcht, ob sie den hierfür bestellten
Gesetzeshütern verborgen bleiben wird.
... Denn ob er [d. h. der Gesetzesübertreter] bis zum Tode ver-
borgen bleiben wird, ist ungewiß." S. 98.
"Allgemein gilt zwar für alle dasselbe Recht (denn es ist etwas
Nützliches in der gegenseitigen Gemeinschaft), aus den speziellen
Verhältnissen des Landes und allen möglichen andern Gründen aber
ergibt sich, daß nicht für alle dasselbe Recht gilt." S. 98.
"Das, wovon sich herausstellt, daß es für die Bedürfnisse der ge-
genseitigen Gemeinschaft nützlich ist, das, was als gerecht ange-
sehen wird, das hat das Wesen des Rechts, wenn für alle dasselbe
gilt. Wenn aber einer dasselbe bestimmt, es aber nicht zum Vor-
teil der gegenseitigen Gemeinschaft ausschlägt, so hat dies nicht
mehr das Wesen des Gerechten." S. 99.
"Auch wenn der im Recht liegende Nutzen aufhört, er aber für eine
gewisse Zeit der Vorstellung vom Recht entspricht, so war er
nichtsdestoweniger zu jener Zeit Recht für die, die sich nicht
durch leeres Geschwätz irremachen lassen, sondern auf sehr viele
Dinge achten." S. 99.
"Wo, ohne daß neue Umweltverhältnisse entstanden wären, das, was
als Recht angesehen wird, sich in der Praxis als der Vorstellung
vom Recht nicht entsprechend erweist, da ist dies kein Recht; wo
aber, wenn neue Verhältnisse entstanden sind, dasselbe
-----
1*) (syntheke) - 2*) (sympheron)
#30# Epikureische Philosophie
-----
???? ?????? ???????, ??????? ?????? ??? ?? ?????? ??? ?????????
??? ??? ???? ???????? ????????? ??? ??????????????, ??????? ??
??? ?? ??? ??????, ??? ?? ?????????. S. 99.
[154] ? ?? ?????? ??? ??? ?????? ?????? ????????????, ????? ??
??? ?????? ??????? ????????????? ?? ?? ?? ??????, ??? ????????
???????. S. 99.
Finis libri decimi Diogenis Laertii
Epicurus Herodolo
[37] ?????? ??? ???, ?? ???????????? ???? ???????? [...] ???
?????????, ???? ?? ?? ??????????, ? ?????????, ? ??????????
?????? ??? ? ????????? ?????????, ??? ?? ?????? ????? ???? ???
??????? ?????????????, ? ?????? ???????? ??????. [38] ?????? ???
?? ?????? ??????? ???' ??????? ??????? ?????????, ??? ?????
?????????? ???????????, ????? ?????? ?? ?????????, ? ???????????,
??? ??????????? ?? ? ????????. S. 30 u. 31.
Es ist wichtig, daß Aristoteles in seiner "Metaphysik" dieselbe
Bemerkung über die Stellung der Sprache zum Philosophieren macht.
Da die alten Philosophen alle von Voraussetzungen des Bewußts-
eins, die Skeptiker nicht ausgenommen, beginnen, so bedarf es ei-
nes festen Haltes. Das sind dann die Vorstellungen, wie sie im
allgemeinen Wissen vorhanden sind. Epikur als der Philosoph der
Vorstellung ist hierin am genausten und bestimmt daher näher
diese Bedingungen der Grundlage. Er ist auch am konsequentesten
und vollendet ebenso wie die Skeptiker von der andern Seite die
alte Philosophie.
[38] ???? ???? ??? ????????? ?? ????? ??????, ??? ????? ???? ???
????????? ????????, ???? ???????, ???' ????????? ??? ????????.
?????? ?? ??? ???? ?? ????????? ????, ???? ?? ??? ??
?????????????, ??? ?? '?????? ?????? ??? ????????????. ?????? ??
?????????? ??????? ??? ???? ??????. S. 31.
[...] ?? ??? ?? ?? ????? ???????, ??????? ???? ??? ??????
????????????? ??? ????? ?????? ?? ???? ?????? [...]. Arist. Phys.
I. cap. 4. Commentar. Collegii Coimbric. S[p]. 123[-125 = 187a
34-35].
[...] ?????? ??? ???? ?? ?? ????? ????? ???????, ?????? ?? ?????,
????????????? ??? ??????? ??, ?????????? ?? ?? ??, ??????
??????????? ????????? ?????????. Arist. de gen. et corr. 1. I.
cap. 3. Comment. Coll. Coimbr. S. 26[= 317b 15-18].
#31# Erstes Heft
-----
geltende Recht nicht mehr nützt, da war es doch einst Recht, als
es für die gegenseitige Gemeinschaft der Bürger nützlich war;
später aber, als es nicht mehr nützlich War, war es kein Recht
mehr." S. 99.
"Wer aus den äußern Umständen so gut als möglich Selbstvertrauen
zu gewinnen verstanden hat, der hat sich das Mögliche verschafft,
wie etwas, was ihm nicht fremd ist, das nicht Mögliche aber als
etwas ihm Fremdes angesehen." S. 99.
Ende des zehnten Buches des Diogenes Laertius
Epikur an Herodot
"Zuerst nun müssen wir [...] erkennen, was den Worten zugrunde
liegt, damit wir etwas haben, worauf wir die Meinungen oder For-
schungen oder Zweifel zurückführen und woran wir sie prüfen kön-
nen und uns nicht alles, ohne daß wir darüber ein Urteil haben,
ins Unendliche entgleitet, oder wir bloß leere Worte haben. Denn
es ist nötig, daß bei jedem Wort der ursprüngliche Sinn zu erken-
nen ist und keines Beweises bedarf, wenn wir etwas haben wollen,
worauf wir die Forschungen oder Zweifel und Meinungen zurückfüh-
ren können." S. 30 u. 31.
Es ist wichtig, daß Aristoteles in seiner "Metaphysik" dieselbe
Bemerkung über die Stellung der Sprache zum Philosophieren macht.
Da die alten Philosophen alle von Voraussetzungen des Bewußts-
eins, die Skeptiker nicht ausgenommen, beginnen, so bedarf es ei-
nes festen Haltes. Das sind dann die Vorstellungen, wie sie im
allgemeinen Wissen vorhanden sind. Epikur als der Philosoph der
Vorstellung ist hierin am genausten und bestimmt daher näher
diese Bedingungen der Grundlage. Er ist auch am konsequentesten
und vollendet ebenso wie die Skeptiker von der andern Seite die
alte Philosophie.
"Ferner müssen wir alles beobachten sowohl auf Grund der sinnli-
chen Wahrnehmungen als auch einfach auf Grund der Augenblicksein-
gebungen, sei es des Denkens oder welches Kriteriums auch immer,
ebenso aber auch auf Grund der vorhandenen Affekte, damit wir et-
was haben, womit wir das zu Erwartende und das Unbekannte kenn-
zeichnen können. Ist dies aber geschehen, so muß man über das Un-
bekannte Überlegungen anstellen." S. 31.
"[...] das Entstehen aus dem Nichtseienden ist unmöglich; diese
Meinung teilen alle, die über die Natur schreiben [...]." Aristo-
teles. Physik I. Kap. 4. Kommentar des [Jesuiten-]Kollegiums in
Coimbra. S[p]. 123[-125].
"[...] in gewisser Weise entsteht etwas einfach aus Nichtseien-
dem, in andrer Weise aber immer aus Seiendem. Denn das potentiell
Seiende, tatsächlich aber Nichtseiende, muß notwendigerweise frü-
her da sein als auf beide Weise Benanntes." Aristoteles. Vom Wer-
den und Vergehen. Buch I. Kap. 3. Kommentar des Kollegiums in Co-
imbra. S. 26.
#32# Epikureische Philosophie
-----
[Diogen. Laert. X, 39] [...] ?? ??? ??? ???????? ??, ???? ???
????, ??? ??? ???????? ?????. S. 31.
[...] ?? ??? ???? ?? ??? ????, ?? ?? ?????. [S. 32.]
[40] [...] ??? ??????? ?? ??? ???? ??????????, ?? ? ?? ?? ??
?????????? ??????????. S. 32.
[41] ????? ?? ????? ????? ??? ??????????, ????? ?? ?????? ?????
??? ?? ?? ?? ??????????? [...]. S. [32-]33. [...] ?? ???. ???????
????. ?? ??? ????????????, ????? ???? [...]. S. 33. [...] ??? ??
??? ?????? ??????? ??????????? ?? ??? ??? ?? ??????? ??? ?????.
S. 33. ([...] ?? ??????? ????????? ??? ?????? ?? ????????????
[...]. Aristot. Phys. lib. 3. c. 5. C.C. [Sp.] 487[=204b 19-20]).
[Diogen. Laert. X, 42] [...] ?????????? ???? ???? ????????? ???
???????? (sc. ?? ?????). S. 33[-34].
[43] ????????? ?? ??????? ?? ??????, ??? ?????. S. 34.
[44] ???? ?? ?????? ??? ????? ?????? ??? ?????? ????? ??? ???
?????. S. 35.
[...] ???? ???????? ???? ???? ??? ??????? ?????, ???? ????????
??? ???????? ???
?????? [...]. S. 35. ??? ?? ??????? ?? ????? ???? ????? ????????
??? ?????? ??????? ????????. S. 35. [45] [...] ??? ?????? ???????
????? [...]. S. 35. [46]
[...] ??? ???? ????????????? ???? ??????????? ????, ??????????
????????? ?????? ??? ??????????. S. 36. ??????? [??] ???? ??????
?????? ??????????????. S. 36 [48]
???? ?? ??????, ??? ? ??????? ??? ??????? ??? ??????? ?????????.
??? ??? ?????? ??? ??? ??????? ???????? ???????? ??????? ???
???????? ?????????, ... S. 37.
??? ????? ?? ?????? ????? ????? ?????????? ??? ???????? ??????
?????. ????? ??? ?????? ???????????? ???? ??????????, ?? ?????
???, ???? ?????? ??? ????????? ??? ??? ??? ?????????? ??? ???
?????? ???? ???? ??????. S. 38.
[49] ??? ?? ??? ????????, ??????????? ????? ??? ??? ??????, ???
?????? ???? ???? ??? ???????????. S. 38.
[50] [...] ???? ??? ???????? ???? ???????, ???' ????????
???????????????, ?? ??? ??? ?????????????? (non judicata) ?????
??????. ?? ?? ?????? ??? ?? ?????????????, ???? ?? ????????????,
???? ??? ?????????????, ?? ?? ?????????????? ??? ?????, ???? ???
??????? ?? ???? ?????? ?????????? ??? ???? ?????????? ???????,
???????? ?? ??????? ???' ?? ?? ?????? ???????. S. 39.
[51] ?? ?? ????????????? ??? ?? ???????, ?? ?? ??????????? ???
????? ???? ??????? ?? ???? ?????? ?????????? [???], ???????? ??
???????. S. 39. ???? ?? ?????? [??? ??????? ??????????] ??
?????????? ???????, ???????? ?? ???????, ??? ??? ?? ????????????,
? ?????????????, ?? ?????? ??????? ??? ?? ????????????, ? ??
?????????????, ?? ??????. S. [39-]40.
#33# Erstes Heft
-----
[Diogenes Laertius] "[...] das All war immer so, wie es jetzt
ist, und wird immer so sein." S. 31.
"[...] das All ist teils Körper, teils Leere." [S. 32.]
"[...] von den Körpern sind die einen Zusammensetzungen, die an-
dern das, woraus die Zusammensetzungen bestehen." S. 32.
"Diese aber sind unteilbar und unveränderlich, wenn nicht alles
in Jas Niehls vergehen soll [...]." S. [32-]33. "[...] das All
ist unendlich. Denn was begrenzt ist, hat ein Äußerstes [...]."
S. 33. "[...] das All ist unendlich durch die Vielheit der Kör-
per, durch die Größe des Leeren." S. 33. ("[...] das Unendliche
wird überlegen sein und das Endliche vernichten [...]." Aristote-
les. Physik, Buch 3. Kap. 5. K[ommentar des Kollegiums in]
C[oimbra], [Sp.] 487.)
[Diogenes Laertius] "[...] in ihren Gestalt unterschieden sind
sie (d.h. die Atome) unbestimmbar." S. 33[-34].
"Die Atome sind aber in steter Bewegung bis in alle Ewigkeit." S.
34.
"Einen Anfang hierfür aber gibt es nicht, denn die Atome und das
Leere sind von ewig her." S. 35.
"[...] die Atome besäßen auch keine Qualität außer Gestalt, Größe
und Schwere [...]." S. 35. "Auch hätten sie nicht jede beliebige
Größe; denn noch niemals sei ein Atom durch Sinneswahrnehmung er-
schaut worden." S. 35. "[...] und es gibt unzählige Welten
[...]." S. 35. "Es gibt [...] auch Abdrücke von gleicher Gestalt
wie die festen Körper, die weit feiner sind als das, was man
wahrnehmen kann." S. 36. "Diese Abdrücke [aber] nennen wir Abbil-
der." S. 36. "Dazu kommt, daß die Abbilder in Gedankenschnelle
entstehen. Denn das unablässige Abfließen von der Oberfläche der
Körper weist keine sichtbaren Zeichen auf,..." S. 37.
"Es gibt aber auch andere Entstehungsweisen derartiger Naturer-
scheinungen. Denn nichts von diesen widerspricht den sinnlichen
Wahrnehmungen, Wenn man auf das, was evident ist, in gewisser
Weise achtet, um auch die Eindrücke von außen auf uns zu bezie-
hen." S. 38.
"Man muß aber auch annehmen, daß, wenn etwas von außen einströmt,
wir die Formen sehen und begreifen." S. 38.
"[...] jeder, sei es mit dem Verstand oder durch sinnliche Wahr-
nehmung gewonnene, jedoch nicht beurteilte (non judicata) Ein-
druck ist wahr. Die Täuschung aber und der Irrtum, ob er nun
nicht bestätigt oder auch widerlegt wird, steckt immer in dem
Hinzugedachten infolge der Bewegung in uns selbst, die zwar mit
einem gewissen Vorstellungsbemühen zusammenhängt, a b e r
e i n e e i g e n e A u f f a s s u n g h a t, d u r c h die
die Täuschung entsteht." S. 39.
"Den Irrtum aber gäbe es nicht, wenn wir nicht auch noch eine ge-
wisse andere Bewegung in uns selbst erfahren würden, die [mit dem
Vorstellungsbemühen] zusammenhängt, aber eine eigene Auffassung
hat." S. 39. "Aber durch diese [innere Bewegung, die] mit dem
Vorstellungsbemühen [zusammenhängt], aber eine eigene Auffassung
hat, entsteht, wenn sie nicht bestätigt oder wenn sie widerlegt
wird, die Täuschung; wenn sie aber bestätigt oder nicht widerlegt
wird, die Wahrheit." S. [39-]40.
#34# Epikureische Philosophie
-----
[52] ???? ??? ??? ?? ???????? ??????? ???????? ????? ?????????
??? ??? ????????? etc. S. 40.
[53] ??? ??? ??? ??? ????? ????????, (?? ????? ???? ??? ?????)
..... S. 41.
[54] ??????? ?? ???? ?????? ???????????, ??? ????, (sc. Atomis)
???? ???????????? (sc. magnitudo, figura, pondus) 1*) ????
????????, ?? ??????????, ?? ??? ?? ?????? ????? ?????????????. S.
41.
[55] ???? ??? ???? ??? ???????? ??? ??????? ?? ???? ???????
????????, ??? ?? ?? ????????? ???????????. ?????????? ?? ?????
??????? ????????? ????? ??????? ???, ??? ?????? ?????????, ??
???? ?? ????, ??? ??? ????????? ???????? ????????????. S. [42-
]43.
[56] ???? ?? ??????? ?? ??? ???????? ?? ?? ???????? ??????
???????? ??????? ?????, ???' ???????????? [...]. S. 43.
8609 [...] ???? ???? ?????? ?????, ??? ??? ????????? ??? ???????
??? ???? ??? ???? [...]. S. 45.
Siehe S. 44 Schluß und Anfang Seite 45, wo eigentlich das atomi-
stische Prinzip gebrochen und in die Atome selbst eine innre Not-
wendigkeit gelegt wird. Da sie irgendeine Größe haben, so muß es
etwas Kleineres als sie geben. Dies sind die Teile, aus denen sie
zusammengesetzt sind. Diese aber sind notwendig zusammen als eine
???????? ??????????? [X, 59], Die Idealität wird so in die Atome
selbst verlegt. Das Kleinste in ihnen ist nicht das Kleinste der
Vorstellung, aber es hat Analogie damit, und es wird nichts Be-
stimmtes dabei gedacht. Die Notwendigkeit und Idealität, die ih-
nen zukömmt, ist selbst eine bloß fingierte, zufällige; ihnen
selbst äußerlich. Erst damit ist das Prinzip der epikureischen
Atomistik ausgesprochen, daß das Ideelle und Notwendige nur in
sich selbst äußerlicher vorgestellter Form, in der Form des Atoms
ist. So weit geht also die Konsequenz Epikurs.
[61] ??? ??? ??? ????????? ????????? ??? ??????? ?????, ???? ???
??? ????? ??????????, ??????? ?????????????. S. 46.
Wie wir gesehn haben, daß das Notwendige, der Zusammenhang, die
Unterscheidung in sich selbst in das Atom verlegt oder vielmehr
ausgesprochen wird, daß die Idealität hier nur in dieser sich
selbst äußerlichen Form vorhanden ist, so geschieht es auch in
Beziehung der Bewegung, welche notwendig zur Sprache kommt, so-
bald die Bewegung der Atome mit der Bewegung der ???? ???
?????????? Körper [X, 61], d.i. des Konkreten verglichen wird.
Die Bewegung der Atome ist prinzipiell gegen diese
-----
1*) Bemerkung von Marx
#35# Erstes Heft
-----
"Auch das Hören kommt zustande, wenn eine Strömung von dem aus-
geht, was Töne etc. erzeugt." S. 40.
"Und auch vom Geruch muß man annehmen (wie ich vom Gehör gesagt
habe)...." S. 41.
"Jede Qualität, die ihnen innewohnt und eigen ist (d.h. den Ato-
men), worunter die vorgenannten (sc. magnitudo, figura, pondus)
1*) zu verstehen sind, ist unveränderlich, so wie auch die Atome
sich nicht verändern." S. 41.
"Ferner darf man nicht glauben, daß jede Größe unter den Atomen
Vertreten sei, damit die Phänomene dem nicht widersprechen; aber
einige Größenwechsel muß man annehmen. Denn wenn dies so ist,
werden sich auch die Vorgänge bei den Affekten und den sinnlichen
Wahrnehmungen besser erklären lassen." S. [42-]43.
"Außerdem aber darf man nicht glauben, daß im begrenzten Körper
zahllose Atome seien und in jeder beliebigen Größe [...]." S. 43.
"[...] muß man eine Bewegung annehmen, die man sich als nach oben
ins Unendliche gehend denken muß, und eine, die nach unten geht
[...]." S. 45.
Siehe S. 44 Schluß und Anfang Seite 45, wo eigentlich das atomi-
stische Prinzip gebrochen und in die Atome selbst eine innre Not-
wendigkeit gelegt wird. Da sie irgendeine Größe haben, so muß es
etwas Kleineres als sie geben. Dies sind die Teile, aus denen sie
zusammengesetzt sind. Diese aber sind notwendig zusammen als eine
???????? ??????????? 2*). Die Idealität wird so in die Atome
selbst verlegt. Das Kleinste in ihnen ist nicht das Kleinste der
Vorstellung, aber es hat Analogie damit, und es wird nichts Be-
stimmtes dabei gedacht. Die Notwendigkeit und Idealität, die ih-
nen zukömmt, ist selbst eine bloß fingierte, zufällige; ihnen
selbst äußerlich. Erst damit ist das Prinzip der epikureischen
Atomistik ausgesprochen, daß das Ideelle und Notwendige nur in
sich selbst äußerlicher vorgestellter Form, in der Form des Atoms
ist. So weit geht also die Konsequenz Epikurs.
"Ferner müssen die Atome auch gleich schnell sein, wenn sie sich
durch den leeren Raum bewegen, ohne auf Widerstand zu treffen."
S. 46.
Wie wir gesehn haben, daß das Notwendige, der Zusammenhang, die
Unterscheidung in sich selbst in das Atom verlegt oder vielmehr
ausgesprochen wird, daß die Idealität hier nur in dieser sich
selbst äußerlichen Form vorhanden ist, so geschieht es auch in
Beziehung der Bewegung, welche notwendig zur Sprache kommt, so-
bald die Bewegung der Atome mit der Bewegung der ???? ???
????????? 3*) Körper, d.i. des Konkreten verglichen wird. Die Be-
wegung der Atome ist prinzipiell gegen diese
-----
1*) (d.h. Größe, Gestalt, Gewicht) (Bemerkung von Marx) -
2*) (koinotes enhyparchousa bestehende Gemeinsamkeit [zu betrach-
ten) - 3*) (kata tas sygkriseis) zusammengesetzten
#36# Epikureische Philosophie
-----
absolut, d.i. alle empirischen Bedingungen sind in ihr aufgeho-
ben, sie ist ideell. Überhaupt ist zur Entwicklung der epikurei-
schen Philosophie und der ihr immanenten Dialektik wesentlich
dies festzuhalten, daß, indem das Prinzip ein vorgestelltes, in
der Form des Seins sich verhaltendes gegen die konkrete Welt ist,
die Dialektik, das innere Wesen dieser ontologischen Bestimmun-
gen, als einer in sich selbst nichtigen Form des Absoluten, nur
so hervorbrechen kann, daß sie als unmittelbare in notwendige
Kollision mit der konkreten Welt geraten und in ihrem spezifi-
schen Verhalten zu derselben es offenbaren, wie sie nur die fin-
gierte, sich selbst äußerliche Form ihrer Idealität sind und
vielmehr nicht als Vorausgesetzte, sondern nur als Idealität des
Konkreten sind. Ihre Bestimmungen selbst sind so an sich unwahre,
sich aufhebende. Es wird nur der Begriff der Welt ausgesprochen,
daß ihr Boden das Voraussetzungslose, das Nichts ist. Die epiku-
reische Philosophie ist wichtig wegen der Naivetät, mit welcher
die Konsequenzen ausgesprochen werden ohne die moderne Befangen-
heit.
[62] ???? ??? ??? ???? ???? ??? ?????????? ?????? ????? ??????
????????? etc. S. 46. [...] ?????? ?????, ??? ??????
?????????????, ??? ?? ??? ??? ???????? ?? ??????? ??? ?????
???????. ?? ??? ??????????????? ???? ??? ???????, ?? ??? ??? ??
??? ????? ???????? ?????? ?? ??????? ??? ????? ???????, ???
?????? ????? ??? ??? ???????? ???? ?? ?? ??????????? ???, ? ???'
???????? ???????????? ?? ???????, ?????? ?????. S. 47.
Zu betrachten, woher das Prinzip der sinnlichen Gewißheit aufge-
hoben und welche abstrahierende Vorstellung als das wahre Krite-
rium aufgestellt wird.
[63] [...] ? ???? ???? ???? ???? ??????????, ???' ???? ??
???????? (corpus) ????????????? (diffusum) [...]. S. 47.
Interessant ist hier wieder der spezifische Unterschied von Feuer
und Luft gegen die Seele, um das Adäquate der Seele zum Körper zu
beweisen, wo die Analogie angewandt, aber ebenso aufgehoben wird,
was überhaupt die Methode des fingierenden Bewußtseins ist; so
brechen alle konkreten Bestimmungen in sich selbst zusammen, und
ein bloß eintöniges Echo ersetzt die Stelle der Entwicklung.
[63] ??? ??? ??? ??? ???? ? ???? ??? ????????? ??? ????????
??????, ??? ????????. [64] ?? ??? ??????? ?? ??????, ?? ?? ???
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???????? ??????????? ???' ?????? (?? ?????? ???????, ?? ??????
????????). ??? ???????????? ??? ?????, ??? ???? ??? ????????. ??
??? ????
#37# Erstes Heft
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absolut, d.i. alle empirischen Bedingungen sind in ihr aufgeho-
ben, sie ist ideell. Überhaupt ist zur Entwicklung der epikurei-
schen Philosophie und der ihr immanenten Dialektik wesentlich
dies festzuhalten, daß, indem das Prinzip ein vorgestelltes, in
der Form des Seins sich verhaltendes gegen die konkrete Welt ist,
die Dialektik, das innere Wesen dieser ontologischen Bestimmun-
gen, als einer in sich selbst nichtigen Form des Absoluten, nur
so hervorbrechen kann, daß sie als unmittelbare in notwendige
Kollision mit der konkreten Welt geraten und in ihrem spezifi-
schen Verhalten zu derselben es offenbaren, wie sie nur die fin-
gierte, sich selbst äußerliche Form ihrer Idealität sind und
vielmehr nicht als Vorausgesetzte, sondern nur als Idealität des
Konkreten sind. Ihre Bestimmungen selbst sind so an sich unwahre,
sich aufhebende. Es wird nur der Begriff der Welt ausgesprochen,
daß ihr Boden das Voraussetzungslose, das Nichts ist. Die epiku-
reische Philosophie ist wichtig wegen der Naivetät, mit welcher
die Konsequenzen ausgesprochen werden ohne die moderne Befangen-
heit.
"Aber auch nicht einmal bei den zusammengesetzten Körpern wird
der eine schneller als der andre genannt werden können etc." S.
46. "[...] man kann nur sagen, daß sie häufig zurückprallen, bis
das Kontinuierliche der Bewegung für die Sinne wahrnehmbar wird.
Denn das, was wir über das Unsichtbare vermuten, daß nämlich auch
die durch Spekulation geschauten Zeiträume das Kontinuierliche
der Bewegung enthalten dürften, ist bei derartigen Dingen nicht
wahr, da nämlich nur alles, Was wirklich wahrgenommen oder auf
einen Eindruck hin durch das Denken erfaßt wird, wahr ist." S.
47.
Zu betrachten, woher das Prinzip der sinnlichen Gewißheit aufge-
hoben und welche abstrahierende Vorstellung als das wahre Krite-
rium aufgestellt wird.
"[...] die Seele ist ein aus winzigen Teilchen bestehender Kör-
per, der über die ganze Körpermasse (corpus) verteilt (diffusum)
ist [...]." S. 47.
Interessant ist hier wieder der spezifische Unterschied von Feuer
und Luft gegen die Seele, um das Adäquate der Seele zum Körper zu
beweisen, wo die Analogie angewandt, aber ebenso aufgehoben wird,
was überhaupt die Methode des fingierenden Bewußtseins ist; so
brechen alle konkreten Bestimmungen in sich selbst zusammen, und
ein bloß eintöniges Echo ersetzt die Stelle der Entwicklung.
"Ferner muß man festhalten, daß die Seele die Hauptursache der
sinnlichen Wahrnehmung ist. Sie wäre dies nicht, wenn sie nicht
von der übrigen Körpermasse gewissermaßen umhüllt wäre. Die
übrige Körpermasse aber, die es ihr ermöglicht, diese Ursache zu
sein, erhält von ihr auch selbst Anteil an einer derartigen Ei-
genschaft (jedoch nicht an allem, was jene besitzt). Deshalb hat
sie, wenn die Seele entwichen ist.
#38# Epikureische Philosophie
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?? ????? ?????? ???????? ??? ???????, ???' ????? ???
????????????? ???? ????????????, ? ??? ??? ?????????????? ????
???? ????????, ???? ??? ??????? ???????? ?????????? ?????
?????????, ????? ???????? ???? [??] ??? ????????? (viciniam) ???
??????????, ??????? [...]. S. 48.
Wie wir gesehn, daß die Atome, abstrakt unter sich genommen,
nichts andres sind als seiende, vorgestellte überhaupt, und erst
in Kollision mit dem Konkreten ihre fingierte und daher in Wider-
sprüche verwickelte Idealität entwickeln, so weisen sie nach, in-
dem sie die eine Seite des Verhältnisses werden, d. h. indem an
Gegenstände herangetreten wird, die an sich selbst das Prinzip
und seine konkrete Welt tragen (das Lebendige, Seelenhafte, Orga-
nische), daß das Reich der Vorstellung einmal als frei, das an-
dermal als die Erscheinung eines Ideellen gedacht wird. Diese
Freiheit der Vorstellung ist also auch bloß eine gedachte, unmit-
telbare, fingierte, das in seiner wahren Form das Atomistische
ist. Beide Bestimmungen können daher verwechselt werden, jedes
für sich betrachtet ist dasselbe als das andre, aber auch gegen-
einander müssen ihnen, je aus welcher Rücksicht betrachtet wird,
dieselben Bestimmungen zugeschrieben werden; die Lösung ist daher
wieder der Rückfall in die einfachste erste Bestimmung, daß das
Reich der Vorstellung als ein freies fingiert wird. Indem dieser
Rückfall hier an einer Totalität geschieht, an dem Vorgestellten,
das wirklich an sich selbst das Ideelle hat und es selbst ist in
seinem Sein, so ist hier das Atom gesetzt, wie es wirklich ist,
in der Totalität seiner Widersprüche; zugleich tritt der Grund
dieser Widersprüche hervor, die Vorstellung auch als das freie
Ideelle fassen zu wollen, aber selbst nur vorstellend. Das Prin-
zip der absoluten Willkür erscheint daher hier mit all seinen
Konsequenzen. In der untergeordnetsten Form ist dies an sich
schon beim Atom der Fall. Indem es viele gibt, so hat das eine an
sich selbst den Unterschied gegen die Vielheit, es ist also an
sich ein Vieles. Es ist aber zugleich in der Bestimmung des
Atoms, also ist das Viele in ihm notwendig und immanent ein Ei-
nes, es ist so, weil es ist. Allein es sollte eben in der Welt
erklärt werden, wie sie aus einem Prinzip sich frei in Vieles
auftut. Was gelöst werden soll, ist also unterstellt, das Atom
selbst ist das, was erklärt werden soll. Der Unterschied der
Idealität kömmt dann erst durch Vergleichung hinein, für sich
sind beide Seiten in derselben Bestimmung, und die Idealität
selbst wird wieder darin gesetzt, daß diese vielen Atome äußer-
lich sich verbinden, daß sie die Prinzipien dieser Zusammenset-
zungen sind. Prinzip dieser Zusammensetzung ist also das ur-
sprünglich in sich grundlos Zusammengesetzte, d.h. die Erklärung
ist das Erklärte selbst, das in die Weite und in den Nebel der
#39# Erstes Heft
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keine sinnliche Wahrnehmung mehr. Denn sie halte diese Fähigkeit
nicht selbst in sich, sondern vermittelte sie einem andern
zugleich mit ihr entstandnen Wesen, das dank der bei ihm erreich-
ten Fähigkeit, entsprechend der jeweiligen Erregung, sofort eine
sinnliche Wahrnehmung zu erzeugen, wegen der Nachbarschaft
(vicinia) und Mitempfindung sowohl sich als auch jener daran An-
teil gab [...]." S. 48.
Wie wir gesehn, daß die Atome, abstrakt unter sich genommen,
nichts andres sind als seiende, vorgestellte überhaupt, und erst
in Kollision mit dem Konkreten ihre fingierte und daher in Wider-
sprüche verwickelte Idealität entwickeln, so weisen sie nach, in-
dem sie die eine Seite des Verhältnisses werden, d.h. indem an
Gegenstände herangetreten wird, die an sich selbst das Prinzip
und seine konkrete Welt tragen (das Lebendige, Seelenhafte, Orga-
nische), daß das Reich der Vorstellung einmal als frei, das an-
dermal als die Erscheinung eines Ideellen gedacht wird. Diese
Freiheit der Vorstellung ist also auch bloß eine gedachte, unmit-
telbare, fingierte, das in seiner wahren Form das Atomistische
ist. Beide Bestimmungen können daher verwechselt werden, jedes
für sich betrachtet ist dasselbe als das andre, aber auch gegen-
einander müssen ihnen, je aus welcher Rücksicht betrachtet wird,
dieselben Bestimmungen zugeschrieben werden; die Lösung ist daher
wieder der Rückfall in die einfachste erste Bestimmung, daß das
Reich der Vorstellung als ein freies fingiert wird. Indem dieser
Rückfall hier an einer Totalität geschieht, an dem Vorgestellten,
das wirklich an sich selbst das Ideelle hat und es selbst ist in
seinem Sein, so ist hier das Atom gesetzt, wie es wirklich ist,
in der Totalität seiner Widersprüche; zugleich tritt der Grund
dieser Widersprüche hervor, die Vorstellung auch als das freie
Ideelle fassen zu wollen, aber selbst nur vorstellend. Das Prin-
zip der absoluten Willkür erscheint daher hier mit all seinen
Konsequenzen. In der untergeordnetsten Form ist dies an sich
schon beim Atom der Fall. Indem es viele gibt, so hat das eine an
sich selbst den Unterschied gegen die Vielheit, es ist also an
sich ein Vieles. Es ist aber zugleich in der Bestimmung des
Atoms, also ist das Viele in ihm notwendig und immanent ein Ei-
nes, es ist so, weil es ist. Allein es sollte eben in der Welt
erklärt werden, wie sie aus einem Prinzip sich frei in Vieles
auftut. Was gelöst werden soll, ist also unterstellt, das Atom
selbst ist das, was erklärt werden soll. Der Unterschied der
Idealität kömmt dann erst durch Vergleichung hinein, für sich
sind beide Seiten in derselben Bestimmung, und die Idealität
selbst wird wieder darin gesetzt, daß diese vielen Atome äußer-
lich sich verbinden, daß sie die Prinzipien dieser Zusammenset-
zungen sind. Prinzip dieser Zusammensetzung ist also das ur-
sprünglich in sich grundlos Zusammengesetzte, d.h. die Erklärung
ist das Erklärte selbst, das in die Weite und in den Nebel der
#40# Epikureische Philosophie
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fingierenden Abstraktion gestoßen ist. Wie gesagt, in seiner To-
talität tritt dies erst bei der Betrachtung des Organischen her-
vor.
Zu bemerken ist, daß, wie die Seele etc. untergeht, nur einer zu-
fälligen Mixtur ihr Dasein verdankt, damit überhaupt ausgespro-
chen ist die Zufälligkeit aller dieser Vorstellungen, z.B. Seele
etc., die, wie sie im gewöhnlichen Bewußtsein keine Notwendigkeit
haben, bei Epikur auch als zufällige Zustände substantiiert wer-
den, die als gegeben aufgefaßt, deren Notwendigkeit, die Notwen-
digkeit ihrer Existenz, nicht nur nicht bewiesen, sondern im Ge-
genteil als nicht beweisbar, als nur mögliche bekannt werden. Das
Verharrende dagegen ist das freie Sein der Vorstellung, das er-
stens das ansichseiende Freie überhaupt, zweitens aber als der
Gedanke der Freiheit des Vorgestellten eine Lüge und Fiktion, da-
her ein in sich selbst inkonsequentes Ding, ein Schattenbild ist,
eine Gaukelei. Es ist vielmehr die Forderung der konkreten Be-
stimmungen der Seele etc. als immanenter Gedanke. Das Verharrende
und das Große des Epikur ist, daß er den Zuständen keinen Vorzug
vor den Vorstellungen gibt und sie ebensowenig zu retten sucht.
Das Prinzip der Philosophie bei Epikur ist, die Welt und den Ge-
danken als denkbar, als möglich nachzuweisen; sein Beweis und das
Prinzip, woraus dies nachgewiesen und wohin zurückgeführt wird,
ist wieder die für sich seiende 1*) Möglichkeit selbst, deren na-
türlicher Ausdruck das Atom, deren geistiger der Zufall und die
Willkür ist. Näher zu betrachten ist, wie Seele und Körper alle
Bestimmungen austauschen und jedes dasselbe ist wie das andre im
schlechten Sinne, daß überhaupt weder eine noch die andre Seite
begriffsmäßig bestimmt ist. S. 48 Schluß und S. 49 Anfang [X, 65-
66]: Epikur steht darin über den Skeptikern, daß bei ihm nicht
nur die Zustände und Vorstellungen in nichts zurückgeführt, son-
dern daß ihre Aufnahme, das Denken über sie und das Räsonieren
über ihre Existenz, das von einem Festen beginnt, ebenfalls ein
nur Mögliches ist.
[67] ???' ????? ??? ??? ???? ?????? ?? ????????, ???? ??? ?????.
(Das Unkörperliche denkt die Vorstellung nicht: ihre Vorstellung
davon ist das Leere und leer.) ?? ?? ?????, ???? ???????, ????
?????? ???????, ???? ??????? ????? ??' ?????? ???? ??????
?????????. S. 49. ??, ?' ?? ???????? ????????? ????? ??? ?????,
????????????. S. {49-]50.
Die Stelle S. 50 und Anfang 51 [X, 69] zu untersuchen, wo Epikur
über die Bestimmungen der konkreten Körper spricht und das Atomi-
stische umzustoßen scheint, indem er sagt:
-----
1*) "für sich seiende" in der Handschrift anscheinend gestrichen
#41# Erstes Heft
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41
fingierenden Abstraktion gestoßen ist. Wie gesagt, in seiner To-
talität tritt dies erst bei der Betrachtung des Organischen her-
vor.
Zu bemerken ist, daß, wie die Seele etc. untergeht, nur einer zu-
fälligen Mixtur ihr Dasein verdankt, damit überhaupt ausgespro-
chen ist die Zufälligkeit aller dieser Vorstellungen, z.B. Seele
etc., die, wie sie im gewöhnlichen Bewußtsein keine Notwendigkeit
haben, bei Epikur auch als zufällige Zustände substantiiert wer-
den, die als gegeben aufgefaßt, deren Notwendigkeit, die Notwen-
digkeit ihrer Existenz, nicht nur nicht bewiesen, sondern im Ge-
genteil als nicht beweisbar, als nur mögliche bekannt werden. Das
Verharrende dagegen ist das freie Sein der Vorstellung, das er-
stens das ansichseiende Freie überhaupt, zweitens aber als der
Gedanke der Freiheit des Vorgestellten eine Lüge und Fiktion, da-
her ein in sich selbst inkonsequentes Ding, ein Schattenbild ist,
eine Gaukelei. Es ist vielmehr die Forderung der konkreten Be-
stimmungen der Seele etc. als immanenter Gedanke. Das Verharrende
und das Große des Epikur ist, daß er den Zuständen keinen Vorzug
vor den Vorstellungen gibt und sie ebensowenig zu retten sucht.
Das Prinzip der Philosophie bei Epikur ist, die Welt und den Ge-
danken als denkbar, als möglich nachzuweisen; sein Beweis und das
Prinzip, woraus dies nachgewiesen und wohin zurückgeführt wird,
ist wieder die für sich seiende 1*) Möglichkeit selbst, deren na-
türlicher Ausdruck das Atom, deren geistiger der Zufall und die
Willkür ist. Näher zu betrachten ist, wie Seele und Körper alle
Bestimmungen austauschen und jedes dasselbe ist wie das andre im
schlechten Sinne, daß überhaupt weder eine noch die andre Seite
begriffsmäßig bestimmt ist. S. 48 Schluß und S. 49 Anfang: Epikur
steht darin über den Skeptikern, daß bei ihm nicht nur die Zu-
stände und Vorstellungen in nichts zurückgeführt, sondern daß
ihre Aufnahme, das Denken über sie und das Räsonieren über ihre
Existenz, das von einem Festen beginnt, ebenfalls ein nur Mögli-
ches ist.
"Das Unkörperliche denkt die Vorstellung nicht: ihre Vorstellung
davon ist das Leere und leer. 2*) Der leere Raum aber kann weder
handeln noch leiden, sondern ermöglicht durch sein Dasein nur den
Körpern eine Bewegung." S. 49. "So schwatzen die, die sagen, die
Seele sei unkörperlich." S. [49-]50.
Die Stelle S. 50 und Anfang 51 zu untersuchen, wo Epikur über die
Bestimmungen der konkreten Körper spricht und das Atomistische
umzustoßen scheint, indem er sagt:
-----
1*) "für sich seiende" in der Handschrift anscheinend gestrichen
- 2*) Paraphrase des ersten Satzes des Zitates von Marx, vgl. S.
40
#42# Epikureische Philosophie
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[69] [...] ?? ?? ???? ????, ???' ???? ?? ?????? ?????? ??? ??????
????? ???? ????? ??? ???? ?? ??? ?????????????? ????? ???? ??
????? ??? ????? ?????? ???????? ????? ... ???? ?????, ?? ????, ??
?????? ??????? ??? ?????? ????? ???? ?????. ??? ???????? ???
?????? ????? ????? ????? ????, ??? ????????? ??????????????????
?? ??? ??????, ??? ?????? ?????????????, ???? ???? ??? ??????
??????? ??? ??????? ?????????? ?????????. S. 50 u. 51.
[70] ??? ??? ??? ???? ?????? ????????? ???????? ??? ??? ????
?????????????, ?? ?????? ?????? ?? ????, ??? ???????. ???? ??
???? ??? ????????? ?????, ????? ?? ??????? ????????, ??????
???????? ?? ??????????, ???? ??? ??? ???? ????? ?????, ??
???????????, ??? ?? ?????? ???? ?????????????? ???? ??? [???]
????? ???????????????? , ?? ????, ???? ?? ??????? ????????. S. 51
[71] [...] ???? ??? ???????? ?????????? ?????, ???? ?? ??????
?????????, ??? ??? ????? ???????????????, ???' ?? ?????? ???'
????? ????? ?????? ???' ?? ?????? ???? ? ???????? ??? ????????
?????, ????????. S. 52.
Daß die Repulsion mit dem Gesetze des Atoms, dem Ausbeugen von
der graden Linie gesetzt sei, hat Epikur auf das bestimmteste im
Bewußtsein. Daß dies nicht in dem oberflächlichen Sinn zu nehmen,
als wenn die Atome nur so in ihrer Bewegung sich treffen können,
spricht Lucretius wenigstens aus. Nachdem er in der oben zitier-
ten Stelle gesagt:
Ohne dies clinamen atomi sei weder: "offensus natus, nec plaga
creata" [II, 223], heißt es bald darauf:
"Denique si Semper motus connectitur omnis.
Et vetere exoritur Semper novus ordine certo
Nec declinando faciunt primordia motus
Principium quoddam, quod fati foedera rumpat.
Ex infinito ne caussam caussa sequatur:
Libera" etc.
v. 251 sqq.I. II.
Hier ist eine andere Bewegung statuiert, in der sich die Atome
treffen können, als die durch das clinamen bewirkte. Ferner ist
sie bestimmt als das absolut Deterministische, also Aufheben des
Selbst, so daß jede Bestimmung ihr Dasein in ihrem unmittelbaren
Anderssein, dem Aufgehobensein, was gegen das Atom die grade Li-
nie ist, findet. Erst aus dem clinamen
#43# Erstes Heft
-----
"[...] daß der ganze Körper überhaupt aus all dem sein spezifi-
sches Wesen erhält; nicht als ob er eine Zusammensetzung hieraus
wäre, wie z.B. wenn aus den Atomansammlungen selbst ein größeres
Gebilde entstanden ist... sondern nur, wie gesagt, daß er aus all
dem sein spezifisches Wesen erhält. Und alle diese erfordern spe-
zifische Erwägungen und Beurteilungen, wobei aber stets das Ganze
gesehen und keineswegs getrennt werden darf, sondern als Ganzes
begriffen, die Bezeichnung Körper erhält." S. 50 u. 51.
"Ferner begegnen den Körpern oft auch nicht spezifische Akziden-
zien, unter denen allerdings einige unsichtbar und unkörperlich
sind. Damit machen wir denn, indem wir dieses Wort so verwenden,
wie es am häufigsten gebraucht wird, deutlich, daß die Akziden-
zien weder die Natur des Ganzen haben, die wir als Ganzes zusam-
mengefaßt Körper nennen, noch die [der] spezifischen Qualitäten,
ohne die ein Körper undenkbar ist." S. 51.
"[...] man muß sie für das halten, als was sie erscheinen, näm-
lich als zufällige Attribute des Körpers, die den Körper aber we-
der selbst begleiten, noch auch die Funktion eines selbständigen
Wesens haben; sondern man sieht sie so, wie die sinnliche Wahr-
nehmung selbst ihre Eigenart erscheinen läßt." S. 52.
Daß die Repulsion mit dem Gesetze des Atoms, dem Ausbeugen von
der graden Linie gesetzt sei, hat Epikur auf das bestimmteste im
Bewußtsein. Daß dies nicht in dem oberflächlichen Sinn zu nehmen,
als wenn die Atome nur so in ihrer Bewegung sich treffen können,
spricht Lucretius wenigstens aus. Nachdem er in der oben zitier-
ten Stelle gesagt:
Ohne dies clinamen atomi 1*) sei weder: "offensus natus, nec
plaga creata" 2*), heißt es bald darauf:
"Endlich, wenn immer sich schließt die Kette der ganzen Bewegung
Und an den früheren Ring sich der neue unweigerlich anreiht.
Und die Atome nicht weichen vom Lote und dadurch bewirken
Jener Bewegung Beginn, die des Schicksals Bande zertrümmert,
Das sonst lückenlos schließt die unendliche Ursachenkette:
Freiheit" etc.
V. 251 ff. Buch II.
Hier ist eine andere Bewegung statuiert, in der sich die Atome
treffen können, als die durch das clinamen bewirkte. Ferner ist
sie bestimmt als das absolut Deterministische, also Aufheben des
Selbst, so daß jede Bestimmung ihr Dasein in ihrem unmittelbaren
Anderssein, dem Aufgehobensein, was gegen das Atom die grade Li-
nie ist, findet. Erst aus dem clinamen
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1*) Ausbeugen des Atoms - 2*) "Begegnung noch Stoß möglich"
#44# Epikureische Philosophie
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geht die selbstische Bewegung hervor, die Beziehung, die ihre Be-
stimmtheit als Bestimmtheit ihres Selbst und nicht eine andre
hat.
Lukrez mag diese Ausführung aus Epikur geschöpft haben oder
nicht. Dies tut nichts zur Sache. Was sich in der Entwicklung der
Repulsion ergeben, daß das Atom als die unmittelbare Form des Be-
griffs sich nur in der unmittelbaren Begriffslosigkeit vergegen-
ständlicht, dasselbe gilt von dem philosophischen Bewußtsein, dem
dieses Prinzip sein Wesen ist.
Dies dient zugleich zur Rechtfertigung, wenn ich eine total ver-
schiedne Einteilung von der des Epikur getroffen habe.
#45# Erstes Heft
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geht die selbstische Bewegung hervor, die Beziehung, die ihre Be-
stimmtheit als Bestimmtheit ihres Selbst und nicht eine andre
hat.
Lukrez mag diese Ausführung aus Epikur geschöpft haben oder
nicht. Dies tut nichts zur Sache. Was sich in der Entwicklung der
Repulsion ergeben, daß das Atom als die unmittelbare Form des Be-
griffs sich nur in der unmittelbaren Begriffslosigkeit vergegen-
ständlicht, dasselbe gilt von dem philosophischen Bewußtsein, dem
dieses Prinzip sein Wesen ist.
Dies dient zugleich zur Rechtfertigung, wenn ich eine total ver-
schiedne Einteilung von der des Epikur getroffen habe.
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