Quelle: MEW 40 Marx: Schriften/Briefe Nov. 1837 bis Aug. 1844
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[Über Schutzzölle [69]]
["Rheinische Zeitung" Nr. 326
vom 22. November 1842, Beiblatt]
*) Wir können die historische Argumentation des Herrn Verfassers
anerkennen, wir können weiter zugeben, was die Tatsachen reden,
daß England seit 4 bis 500 Jahren vorzugsweise viel zum Schutz
der Industrie und des Gewerbes getan, ohne dem System der
S c h u t z z ö l l e beistimmen zu müssen. Das Beispiel Eng-
lands widerlegt sich selbst, indem gerade in England die verderb-
lichen Konsequenzen eines Systems hervortreten, welches nicht
mehr das System unserer Zeit ist, sosehr es den mittelaltrigen
Zuständen, die auf die Trennung und nicht auf die Einheit basier-
ten, die jeder besondern Sphäre einen b e s o n d e r n Schutz
verleihen mußten, weil der allgemeine Schutz, ein vernünftiger
Staat und ein vernünftiges System der einzelnen Staaten fehlte,
entsprechen mochte. Handel und Gewerbe sollen beschützt werden,
aber eben das ist der streitige Punkt, ob S c h u t z z ö l l e
H a n d e l und G e w e r b e wahrhaft beschützen? Wir be-
trachten vielmehr ein solches System als O r g a n i s a t i o n
d e s K r i e g s z u s t a n d e s im Frieden, eines Kriegszu-
standes, der, zunächst gegen fremde Länder gerichtet, in seiner
Ausführung sich notwendig gegen das eigene Land kehrt. Allerdings
ist aber ein einzelnes Land, sosehr es das Prinzip der Handels-
freiheit anerkennen mag, durch den Weltzustand überhaupt bedingt,
und kann daher diese Frage nur von einem Völkerkongreß, aber
nicht von einem einzelnen Kabinett entschieden werden.
Die Red. der "Rh.Z."
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