Quelle: MEW 26.1 Theorien über den Mehrwert - Erster Teil


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       #330#
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       Petty
       
       [a) Bevölkerungstheorie - Kritik an den unproduktiven Berufen]
       
       ¦¦XXII-1346¦ [Petty.] [106] "A Treatise of Taxes, and Contributi-
       ons",  London   1667.  Unser   Freund  Petty   hat   ganz   andre
       "Populationstheorie" als  Malthus. Nach  ihm a  check ought to be
       put upon  the "breeding" faculties of parsons, and the "Coelibat"
       again put upon them 1*).
       Dies alles  gekört zur:   P r o d u c t i v e   a n d  u n p r o-
       d u c t i v e  l a b o u r.  [107]
       a)  P a r s o n s  2*):
       
       "Da es  in England  mehr Männer als Frauen gibt ..., wäre es gut,
       wenn die  Priester zu   i h r e m   Z ö l i b a t    z u r ü c k-
       k e h r t e n  oder wenn niemand Priester sein könnte, solange er
       verheiratet  ist...  Und  dann  könnte  unser    u n v e r h e i-
       r a t e t e r   G e i s t l i c h e r   ebensogut   v o n   d e r
       h a l b e n   wie jetzt  von seiner ganzen Pfründe leben." (p. 7.
       8.)
       
       K a u f l e u t e  u n d  R e t a i l e r s  3*):
       
       "Ein großer  Teil von  ihnen, dem   n a c h    R e c h t    u n d
       B i l l i g k e i t   n i c h t s   v o n   d e r    G e s e l l-
       s c h a f t   zusteht, könnte  ebenfalls ausgeschaltet werden, da
       sie nur  eine Art   S p i e l e r   s i n d,   d i e   u n t e r-
       e i n a n d e r     ¦¦1347¦    u m    d i e    A r b e i t s e r-
       g e b n i s s e   d e r   A r m e n   s p i e l e n   und  selber
       nichts hervorbringen,  sondern nur,  wie Venen und Arterien, nach
       verschiedenen  Richtungen   das  Blut   und  die   Nährsafte  des
       Gesellschaftskörpers  v e r t e i l e n,  nämlich das Produkt von
       Landwirtschaft und Manufaktur." (p. 10.)
       
       c)  A d v o k a t e n,  Ä r z t e,  B e a m t e  e t c.:
       
       "Wenn die  zahlreichen Ämter  und Sporteln,  die mit   R e g i e-
       r u n g,  R e c h t s p r e c h u n g und  K i r c h e  zusammen-
       hängen, und  die Menge  der Theologen, Juristen, Ärzte, Kaufleute
       und Krämer,  die alle    h o h e    L ö h n e    empfangen  f ü r
       w e n i g   A r b e i t,   d i e  s i e  der Gesellschaft  l e i-
       s t e n,   ebenfalls verringert würden - wieviel leichter könnten
       die gesellschaftlichen Ausgaben bestritten werden?" (p. 11.)
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       1*) müßte  man dem  "Vermehrungs"vermögen der Geistlichen Einhalt
       tun und für sie das "Zölibat" wieder einführen - 2*) Geistliche -
       3*) Krämer
       
       #331# Petty
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       d)  P a u p e r s;  s u p e r n u m e r a r i e s  1*):
       
       "Wer soll  diese Menschen  bezahlen? Ich antwortete, jedermann...
       Ich denke,  es ist  klar, man  sollte sie weder verhungern lassen
       noch hängen, noch weggeben etc." (p. 12.) Entweder gebe man ihnen
       "den Überfluß",  oder wenn  kein solcher  da, "im  Falle  k e i n
       Ü b e r s c h u ß  da ist..., wäre es schicklich, die Auserlesen-
       heit der  Ernährung der anderen in Quantität oder Qualität  e i n
       w e n i g   z u  b e s c h n e i d e n.  (p. 12, 13.) Die Arbeit,
       die man  ihnen (den supernumeraries) auferlegt, gleichgültig; nur
       muß sie sein "ohne Aufwand von ausländischen Waren"; die Hauptsa-
       che ist,  "ihr Gemüt  an Disziplin und Gehorsam und ihren Leib an
       Ausdauer bei  nützlicheren Arbeiten zu gewöhnen, wenn ein Bedürf-
       nis das erfordern sollte." (p. 13.) "Am besten, sie zum Bauen von
       Straßen, Brücken, Bergwerken etc. zu verwenden." (p. 11, 12.)
       
       B e v ö l k e r u n g,  d e r  R e i c h t u m:
       
       "K l e i n h e i t  d e r  B e v ö l k e r u n g  i s t  w i r k-
       l i c h e   A r m u t;   und eine  Nation, deren Bevölkerung acht
       Millionen betragt, ist mehr als doppelt so reich wie eine andere,
       die auf gleich großem Gebiet bloß vier Millionen zählt." (p. 16.)
       
       ad a)  oben,  P a r s o n s.  Die Pfaffen behandelt Petty mit ex-
       quisiter Ironie:
       
       "Die Religion  blüht am  besten, wenn die Priester am meisten ka-
       steit werden,  wie... das  Recht... am  besten, wo  die Advokaten
       verhungern. (p.  57.) Unter  allen Umständen, rät er den parsons,
       "n i c h t  m e h r  P f a f f e n  z u  h e c k e n,  a l s  die
       vorhandenen  P f r ü n d e n  absorbieren können". Z.B. 12000 be-
       nefices 2*)  in England  und Wales.  Dann "ist  es unweis,  24000
       Pfaffen zu hecken". Denn sonst machen die 12000 Unversorgten Kon-
       kurrenz, "und wie könnten sie das leichter tun, als indem sie das
       Volk überreden,  die 12000  Pfründner vergifteten die Seelen, und
       hungerten selbige Seelen aus" (dies mit Anspielung auf den engli-
       schen Religionskrieg) "und zeigten ihnen den Holzweg zum Himmel".
       (p. 57.)
       
       [b) Bestimmung des Wertes durch die Arbeitszeit]
       
       U r s p r u n g   u n d   S c h ä t z u n g  d e s  s u r p l u s
       v a l u e.   Dies geht   etwas  kunterbunt durcheinander; aber in
       all dem Herausringen der Gedanken findet sich das Schlagende zer-
       streut zusammen.
       Petty unterscheidet zwischen  n a t u r a l  p r i c e,  p o l i-
       t i c a l  p r i c e,  t r u e  p r i c e  c u r r a n t  3*) (p.
       67). Unter   n a t u r a l  p r i c e  versteht er in der Tat das
       v a l u e,   und dieses  ist es allein, was uns hier beschäftigt,
       da ¦¦1348¦  von der   W e r t b e s t i m m u n g  die Bestimmung
       des surplus value a b h ä n g t.
       In dieser  Schrift bestimmt  er in  der Tat  den   W e r t  d e r
       W a r e n   durch die  comparative 4*)   Q u a n t i t ä t  v o n
       A r b e i t,  die in ihnen enthalten ist.
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       1*) Überzählige  - 2*)  Pfründen - 3*) natürlichem Preis, politi-
       schem Preis, wahrem Marktpreis - 4*) verhältnismäßige
       
       #332# Beilagen
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       "Aber ehe  wir zuviel von  R e n t e n  sprechen, müssen wir ihre
       geheimnisvolle Natur  zu erklären  trachten, sowohl  in bezug auf
       d a s    G e l d,    d e s s e n    R e n t e    w i r    Z i n s
       n e n n e n,   als auch  in bezug auf  L ä n d e r e i e n  u n d
       H ä u s e r."  (p. 23.)
       
       alpha) Zuerst  fragt es  sich, was  ist der  W e r t  einer Ware?
       näher - von Korn?
       
       "Wenn jemand  eine Unze Silber aus dem Innern der Erde Perus  i n
       d e r s e l b e n   Z e i t  nach London bringen kann, die er zur
       Produktion eines  Bushel Korn  brauchen würde,  dann ist das eine
       der natürliche  Preis des  anderen; wenn er nun durch Abbau neuer
       und ergiebiger  Bergwerke statt  der einen  zwei Unzen Silber mit
       dem gleichen Aufwand gewinnen kann, wird das Korn bei einem Preis
       von 10  Shilling pro Bushel ebenso billig sein wie vorher bei ei-
       nem Preis von 5 Shilling, caeteris paribus. 1*)" (p. 31.) "Nehmen
       wir   an,    die   Produktion   eines   Bushel   Korn   erfordere
       e b e n s o v i e l   A r b e i t  wie  d i e  e i n e r  U n z e
       Silber." (p.  66.) Dies  ist zunächst der "reale und nicht einge-
       bildete Weg, die Preise der Waren zu berechnen." (p. 66.)
       
       beta) Der  zweite Punkt,  der nun  zu untersuchen  ist,  ist  der
       W e r t  d e r  A r b e i t.
       
       "Das Gesetz...   s o l l t e  d e m  A r b e i t e r  g e r a d e
       d a s   n o c h   z u m  L e b e n  N o t w e n d i g e  z u g e-
       s t e h e n;   denn wenn  man ihm  das Doppelte  zugesteht,  dann
       arbeitet er  nur halb  soviel, wie  er hätte  tun können  und an-
       dernfalls getan  hatte;  d a s  b e d e u t e t  für  d i e  G e-
       s e l l s c h a f t   e i n e n    V e r l u s t    d e s    E r-
       g e b n i s s e s  v o n  s o v i e l  A r b e i t."  (p. 64.)
       
       Der Wert  der Arbeit  also durch die notwendigen Lebensmittel be-
       stimmt. Der  Arbeiter nur  dadurch zur Surplusproduktion und Sur-
       plusarbeit bestimmt,  daß man  ihn zwingt, seine ganze dispositi-
       onsfähige Arbeitskraft  zu verwenden,  um selbst soviel zu erhal-
       ten, wie er  g r a d e  b r a u c h t,  u m  z u  l e b e n.  In-
       des ist die Wohlfeilheit oder Teuerkeit seiner Arbeit durch 2 Um-
       stände bestimmt:  natürliche Fruchtbarkeit und vom Klima bestimm-
       tes Maß der Ausgaben (Bedürfnisse):
       
       "N a t ü r l i c h e   T e u e r k e i t  u n d  W o h l f e i l-
       h e i t   hängt davon  ab, ob   w e n i g e r   o d e r   m e h r
       H ä n d e   e r f o r d e r l i c h   s i n d,  d i e  n a t ü r-
       l i c h e n   B e d ü r f n i s s e   z u  b e f r i e d i g e n:
       So ist  Korn dort billiger, wo ein Mann Korn für zehn produziert,
       als dort,  wo er das nur für sechs tun kann; und außerdem von dem
       Maß, wie  das Klima  Menschen zu  der Notwendigkeit  höherer oder
       niedrigerer Ausgaben bestimmt." (p. 67.)
       
       gamma) Für  ihn besteht  das   S u r p l u s  nur in zwei Formen:
       r e n t   o f   l a n d   oder   r e n t  o f  m o n e y  (usury)
       2*). Die  letztre leitet er von der erstren ab. Die erste für ihn
       wie später  für  die  Physiokraten,  die    e i g e n t l i c h e
       F o r m   des surplus  value (er  erklärt aber zugleich, daß Korn
       einschließen soll all necessaries of life 3*), wie in dem "Lord's
       Prayer" (Vaterunser) the word  "B r e a d  doth"  4*).
       Er geht  nun in  der Darstellung  nicht nur  so [vor], daß er die
       Rente (das
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       1*) unter  sonst gleichen  Umständen -  2*) Bodenrente oder Geld-
       rente  (Zins)  -  3*)  alles  Lebensnotwendige  -  4*)  das  Wort
       "[täglich] Brot gib"
       
       #333# Petty
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       Surplus) darstellt  als Überschuß,  den der employer über die ne-
       cessary time  of labour  1*) zieht;  sondern 50,  daß er  sie als
       Überschuß der  surplus labour  des Produzenten selbst über seinen
       Arbeitslohn und den Ersatz seines eignen Kapitals darstellt.
       
       "Nehmen wir  an, ein Mann bebaute mit eigener Hand eine bestimmte
       Fläche Land  mit Korn,  das heißt,  er gräbt  oder pflügt  es um,
       eggt, rodet,  erntet, fährt das Korn ein, drischt es, worfelt es,
       wie es  der Ackerbau dieses Landes erfordert, und er hat überdies
       S a a t g u t,   um es zu besäen. Ich behaupte - wenn dieser Mann
       v o n   s e i n e r E r n t e   s e i n   S a a t g u t  a b g e-
       z o g e n   h a t" (also  erstens von  dem Produkt ein Äquivalent
       des konstanten  Kapitals abgezogen) ¦¦1349¦ "sowie alles das, was
       er selbst verzehrt und im Austausch für Kleidung und für sonstige
       natürliche Bedürfnisse an andere gegeben hat -, daß das, was  a n
       K o r n    ü b r i g b l e i b t,    d i e    n a t ü r l i c h e
       u n d  w i r k l i c h e  B o d e n r e n t e  f ü r  d i e s e s
       J a h r   ist; und der  D u r c h s c h n i t t von sieben Jahren
       oder vielmehr  die Zahl  von Jahren,   i n    d e n e n    M i ß-
       e r n t e n   u n d   g u t e  E r n t e n  i h r e n  K r e i s-
       l a u f   d u r c h m a c h e n,  gibt die gewöhnliche Bodenrente
       in Korn." (p. 23, 24.)
       
       Es ist  also in  der Tat  bei   P e t t y,  da der Wert des Korns
       durch die  in ihm  enthaltne Arbeitszeit  bestimmt ist,  und  die
       Rente gleich  dem Gesamtprodukt  minus dem  Arbeitslohn und  seed
       2*), letztre  gleich dem  surplus produce, worin sich die surplus
       labour vergegenständlicht.  Die Rente  schließt hier  den  Profit
       ein; er ist noch nicht getrennt von der Rente.
       In derselben ingeniösen Weise fragt  P [e t t y]  weiter:
       
       "Aber  eine   weitere,  wenn   auch  eine   Nebenfrage  ist  die:
       W i e v i e l   e n g l i s c h e s    G e l d    i s t    dieses
       K o r n   o d e r   diese   R e n t e   w e r t?   Ich  erwidere,
       s o v i e l   w i e   d a s   G e l d,  das ein anderer einzelner
       Mann   i n   d e r  g l e i c h e n  Z e i t  über seine Ausgaben
       hinaus ersparen  kann, wenn  er sich  ganz darauf  wirft,  es  zu
       produzieren. Nehmen  wir also  an, ein  anderer Mann reise in ein
       Land, wo  es Silber  gibt, er grabe dort nach Silber, reinige es,
       bringe es  an denselben  Ort, wo der erste Mann sein Korn anbaut,
       präge dort Münzen usw.; wenn dieser Mann während der ganzen Zeit,
       in der  er das Silber produzierte, sich gleich zeitig auch die zu
       seinem Unterhalt  notwendige Nahrung  und Kleidung erwarb,  m u ß
       - sage  ich -  das Silber des einen  a n  W e r t  d e m  K o r n
       d e s   a n d e r e n   g l e i c h   g e s c h ä t z t    w e r-
       d e n.   Das eine  beläuft sich  etwa auf  zwanzig Unzen  und das
       andere auf  zwanzig Bushel.  Daraus folgt,  daß der  Preis  eines
       Bushel von diesem Korn eine Unze Silber ist." (p. 24.)
       Die Verschiedenheit  der Arbeit,  bemerkt er  dabei ausdrücklich,
       ist ganz  gleichgültig hierbei;  es  kömmt  nur  auf  die    A r-
       b e i t s z e i t  an.
       
       "Und insofern  möglicherweise mit der Produktion des Silbers mehr
       Kunst und  mehr Risiko verbunden sein kann als mit der des Korns,
       so gliche  sich das  doch schließlich aus. Man lasse hundert Mann
       z e h n  J a h r e  l a n g  a r b e i t e n,  um Korn zu ernten,
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       1*) notwendige Arbeitszeit - 2*) Saatgut
       
       #334# Beilagen
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       und   d i e s e l b e   Z a h l   L e u t e  d i e  g l e i c h e
       Z e i t,  um Silber zu gewinnen, und ich sage, daß der Reinertrag
       an Silber   d e r   P r e i s   d e s   g e s a m t e n  R e i n-
       e r t r a g s   a n   K o r n   sein wird  und gleiche  Teile des
       einen den  Preis gleicher  Teile des  andern bilden  werden." (p.
       24.)
       
       [c) Bestimmung des Bodenpreises, der Rente und des Zinses]
       
       Nachdem er  so die   R e n t e,    die  hier  gleich  dem  ganzen
       M e h r w e r t,  Profit included 1*), und ihren Geldausdruck ge-
       funden, setzt  er sich  nun dran,  den   G e l d w e r t    d e s
       L a n d e s  zu bestimmen, was wieder sehr genial.
       
       "Daher würden  wir  froh  sein,    d e n    n a t ü r l i c h e n
       W e r t  d e s  f r e i  v e r k ä u f l i c h e n  Bodens zu be-
       stimmen, wenn  auch nicht besser, als wir den des schon erwähnten
       u s u s  f r u c t u s  bestimmten." (p. 25.)... "Nachdem wir die
       R e n t e  o d e r  d e n  W e r t  d e s  u s u s  f r u c t u s
       p e r   a n n u m   gefunden haben,  ist die  Frage die,    w i e
       v i e l e   J a h r e s r e n t e n   (wie wir  gewöhnlich sagen)
       bilden  den   natürlichen  Wert  des    f r e i    v e r k ä u f-
       l i c h e n  B o d e n s?  Sagen wir eine unendliche Anzahl, dann
       würde ein  Acre Land  an Wert gleich sein tausend Acres desselben
       Bodens, was  absurd ist;  eine Unendlichkeit  von  Einheiten  ist
       gleich einer  Unendlichkeit von  Tausenden. Daher  müssen wir uns
       für eine  etwas  b e s c h r ä n k t e  Z a h l  entscheiden, und
       ich meine,  das ist  die Zahl  von Jahren,  die  ein  Mensch  von
       fünfzig Jahren,  einer von  achtundzwanzig und  ein  anderer  von
       sieben Jahren,  die gleichzeitig am Leben sind, Aussicht haben zu
       leben, das heißt Großvater, Vater und Kind. Wenige Menschen haben
       Ursache, für  fernere Nachkommenschaft  zu  sorgen...  Ich  nehme
       daher an,  die  S u m m e  v o n  J a h r e s r e n t e n,  d i e
       d e n   n a t ü r l i c h e n   W e r t   e i n e s    G r u n d-
       s t ü c k s   bildet, sei gleich der gewöhnlichen ¦¦1350¦ Lebens-
       dauer von  drei derartigen  Personen. Nun schätzen wir in England
       drei Leben auf einundzwanzig Jahre, und folglich sei der  W e r t
       d e s   L a n d e s   ungefähr   g l e i c h    d e r s e l b e n
       S u m m e  v o n  J a h r e s r e n t e n." (p. 26.)
       
       Nachdem er  die Rente  in   S u r p l u s a r b e i t   und daher
       s u r p l u s   v a l u e  aufgelöst, erklärt er, das Land [habe]
       nichts   zu    sein   als   kapitalisierte   Rente,   d.h.   eine
       b e s t i m m t e   S u m m e    v o n    J a h r e s r e n t e n
       oder die  Summe von Renten während einer bestimmten Zahl von Jah-
       ren.
       In der Tat wird die Rente so  k a p i t a l i s i e r t  oder als
       W e r t  d e s  L a n d e s  berechnet:
       
       Ein acre trage 10 l. Rente jährlich. Ist der Zinsfuß = 5 p.c., so
       stellen 10  l. den Zins von einem Kapital von 200 l. vor, und, da
       zu 5  p.c. der  Zins das  Kapital in  20 Jahren ersetzt, wäre der
       Wert des  acre =  200 l.  (20 x  10 l.).  Die Kapitalisierung der
       Rente hängt  also von dem Zinsfuß ab. Wäre der Zinsfuß = 10 p.c.,
       so stellte  er den  Zins von  einem Kapital  von 100  l. oder  10
       years' purchase 2*) vor.
       Da aber   P [e t t y]   von  der   r e n t  o f  l a n d  als der
       allgemeinen Form  des Mehrwerts  ausgeht, die Profit einschließt,
       kann er nicht den Zins des Kapitals als
       -----
       1*) eingeschlossen - 2*) zehnfachen Jahresertrags
       
       #335# Petty
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       gegeben voraussetzen,  muß  ihn  vielmehr  als    b e s o n d r e
       F o r m   aus der  Rente ableiten  (wie es auch Turgot konsequent
       von seinem Standpunkt aus tut). In welcher Weise soll er also die
       Jahreszahl, die Zahl der Jahresrenten bestimmen, die den  W e r t
       d e s   L a n d e s   bildet? Ein  Mensch hat  nur Interesse,  so
       viele Jahresrenten  zu kaufen,  als er  Jahre für  sich und seine
       nächste posterity  1*) zu  "sorgen" hat;  also so  lange, als ein
       D u r c h s c h n i t t s m e n s c h,     Großvater,  Vater  und
       Kind, lebt,  und dies  sind 21 Jahre nach "englischer" Schätzung.
       Also, was  jenseits 21jährigem  "usus fructus"  liegt, hat keinen
       Wert für  ihn. Er  bezahlt daher  den usus fructus von 21 Jahren,
       und dies  bildet den   W e r t   d e s   L a n d e s.   In seiner
       sinnreichen Weise  hilft er  sich aus  der Verlegenheit;  aber es
       bleibt dabei das Bedeutende,
       daß erstens  die  R e n t e,  als Ausdruck des gesamten  a c r i-
       c u l t u r a l   s u r p l u s  v a l u e,  nicht aus dem Boden,
       sondern aus  der Arbeit  abgeleitet ist,  das Surplus  der Arbeit
       über das zum Lebensunterhalt des Arbeiters hinaus Nötige;
       daß zweitens der  W e r t  d e s  L a n d e s  nichts ist als für
       eine bestimmte  Zahl  von  Jahren  voraus  gekaufte  Rente,  eine
       v e r w a n d e l t e   Form der  Rente selbst,  in der  z.B.  21
       Jahre surplus  value (oder Arbeit) als Wert des Landes erscheint;
       kurz, der Wert des Landes nichts als  k a p i t a l i s i e r t e
       Rente.
       So tief  dringt   P e t t y  in die Sache ein. Vom Standpunkt des
       K ä u f e r s  der Rente (i.e. des Landes) erscheint so die Rente
       bloß  a l s  Z i n s  s e i n e s  K a p i t a l s,  womit er sie
       gekauft hat,  und in  dieser Form ist die Rente völlig unerkennt-
       lich geworden und erscheint als  K a p i t a l z i n s.
       Nachdem Petty  so den   W e r t   d e s   L a n d e s    und  den
       W e r t  d e r  J a h r e s r e n t e  bestimmt, kann er die rent
       of money oder usury als sekundäre Form ableiten.
       
       "Was den   Z i n s  anbelangt, so muß er mindestens soviel betra-
       gen  w i e  d i e  R e n t e  v o n  s o v i e l  L a n d,  w i e
       d a s  g e l i e h e n e  G e l d  z u  k a u f e n  v e r m a g,
       wo die Sicherheit außer Zweifel steht.- (p. 28.)
       
       Hier erscheint  der Zins  bestimmt durch  den   P r e i s   d e r
       R e n t e,   während umgekehrt  der   P r e i s  d e r  R e n t e
       oder der  K a u f w e r t  d e s  L a n d e s  durch den Zins be-
       stimmt ist. Aber dies sehr konsequent, da die  R e n t e  als die
       allgemeine Form  des surplus  value dargestellt ist, der  Z i n s
       d e s   G e l d e s   also als  sekundäre Form  daraus abgeleitet
       werden muß.
       D i f f e r e n t i a l r e n t e.   Auch von  dieser findet sich
       der erste  Begriff bei  Petty. Er  leitet sie  nicht ab  aus  der
       v e r s c h i e d n e n   Fruchtbarkeit von  Ländereien von glei-
       chem Umfang,  sondern von  der  v e r s c h i e d n e n  L a g e,
       Distanz vom Markte
       -----
       1*) Nachkommenschaft
       
       #336# Beilagen
       -----
       bei   L ä n d e r e i e n   v o n   g l e i c h e r  F r u c h t-
       b a r k e i t,  was bekanntlich ein Element der Differentialrente
       ist. Er sagt:
       
       ¦¦1351¦ "Wie  starke Nachfrage  nach Geld  den  Geldkurs  erhöht,
       ebenso  muß   starke  Nachfrage   nach  Korn  dessen    P r e i s
       e r h ö h e n   und   d a h e r   auch  die    R e n t e    d e s
       B o d e n s,  d e r  K o r n  t r ä g t"
       
       (hier also  direkt ausgesprochen,  daß der   P r e i s  des Korns
       die Rente  bestimmt, wie schon in der früheren Entwicklung liegt,
       daß die Rente nicht den  W e r t  des Korns bestimmt),
       
       "und  s c h l i e ß l i c h  d e n  P r e i s  d e s  B o d e n s
       s e l b s t,   zum Beispiel  wenn das  Korn, das London oder eine
       Armee ernährt,  vierzig Meilen  weit hingebracht werden muß, wird
       das   K o r n,   d a s   i m  U m k r e i s  e i n e r  M e i l e
       v o n   L o n d o n   oder von den Quartieren einer solchen Armee
       wächst,  s e i n e n  n a t ü r l i c h e n  P r e i s  um soviel
       e r h ö h t   h a b e n,   wie die Transportkosten über 39 Meilen
       ausmachen...   Daher   kommt   es,   daß      e i g e n t l i c h
       g l e i c h w e r t i g e    L ä n d e r e i e n    in  der  Nähe
       volkreicher Plätze,  die von  einem Gebiet  mit großem Umfang er-
       nährt werden,  aus diesen  Gründen nicht bloß  m e h r  R e n t e
       a b w e r f e n,   sondern auch  mehr Jahresrenten  kosten werden
       als Ländereien in abgelegenen Gegenden etc." (p. 29.)
       
       Auch den zweiten Grund der Differentialrente,  v e r s c h i e d-
       n e   F r u c h t b a r k e i t   des Landes  und daher    v e r-
       s c h i e d n e     P r o d u k t i v i t ä t    der  Arbeit  auf
       Ländereien von gleicher Quantität erwähnt Petty:
       
       "Die   G ü t e  o d e r  D ü r f t i g k e i t  oder der Wert des
       Landes hängt  davon ab,   i n  w e l c h e m  V e r h ä l t n i s
       d e r   g r ö ß e r e   o d e r   k l e i n e r e  T e i l  d e s
       P r o d u k t e s,  d e n  m a n  d a f ü r  g i b t,  z u  d e r
       e i n f a c h e n   A r b e i t   s t e h t,    d i e    a n g e-
       w a n d t   w ü r d e,   u m  d a s s e l b e  P r o d u k t  z u
       e r z e u g e n."  (p. 67.)
       
       Petty hat  also  b e s s e r  a l s  A.  S m i t h  die Differen-
       tialrente entwickelt. ¦XXII-1351¦¦
       
       ¦XXII-1397¦ {Petty, "A Treatise of Taxes and Contributions", Lon-
       don 1667. Nachträgliches.
       1.   Ü b e r   d i e   M a s s e      z i r k u l i e r e n d e s
       G e l d,   die eine  Nation braucht,  p. 16, 17. Seine Anschauung
       von der  G e s a m t p r o d u k t i o n  zeigt sich in dem Satz:
       
       "Wenn auf  einem Gebiet 1000 Menschen sind und 100 davon die not-
       wendige Nahrung  und Kleidung  für alle  1000 produzieren können;
       wenn weitere  200 so viele Waren produzieren. wie andere Nationen
       gegen ihre  Waren oder Geld abnehmen wollen, und wenn 400 weitere
       beschäftigt sind, Schmuck, Vergnügen und Glanz für alle zu schaf-
       fen; wenn  200 als  Regierungsleute, Theologen,  Juristen, Ärzte,
       Kaufleute und Krämer beschäftigt sind, zusammen also 900, so ent-
       steht die  Frage" etc. wegen der Paupers ("supernumeraries" 1*)).
       (p. 12.)
       -----
       1*) "Überzähligen"
       
       #337# Petty
       -----
       Petty bemerkt  bei Entwicklung  der Rente  und ihrer Schätzung in
       Geld, wo  er   e q u a l   l a b o u r s   (quantities) 1*) nimmt
       2*):
       
       "Dies, behaupte  ich, ist  die   G r u n d l a g e   der   A u s-
       g l e i c h u n g   u n d   A b w ä g u n g   d e r    W e r t e;
       jedoch in  dem  Überbau  und  der  praktischen  Anwendung  davon,
       gestehe ich,  gibt es  viel Mannigfaltiges und Verwickeltes." (p.
       25.)
       
       [d) "Natürliches  Gleichheitsverhältnis zwischen  Boden  und  Ar-
       beit"]
       
       ¦¦1398¦ 2. Was ihn sehr beschäftigte, is the "natural Par between
       Land and Labour" 3*) (p. 25).
       
       "Unsere Silber- und Goldmünzen  b e z e i c h n e n  wir mit ver-
       schiedenen Namen  so in England als Pfunde, Schillinge und Pence,
       die alle durch eins von den dreien ausgedrückt und aufgefaßt wer-
       den können. Was ich aber hierüber sagen will, ist folgendes: Alle
       Dinge sollten   d u r c h   z w e i   n a t ü r l i c h e  N e n-
       n e r   b e w e r t e t  werden -  B o d e n  u n d  A r b e i t;
       das heißt,  wir sollten  sagen, ein  Schiff oder Rock ist das und
       das Maß  an Boden  mit dem und dem anderen Maß an Arbeit wert, da
       ja beide,  Schiffe und  Röcke,   G e s c h ö p f e   d e s   B o-
       d e n s   und  m e n s c h l i c h e r  A r b e i t  darauf sind:
       Wenn das  richtig ist,  so wären  wir glücklich,    e i n    n a-
       t ü r l i c h e s      G l  e i c h h e i t s v e r h ä l t n i s
       z w i s c h e n  B o d e n  u n d  A r b e i t  zu finden, so daß
       wir den  Wert ebensogut  in jedem  der beiden oder noch besser in
       beiden allein ausdrücken und das eine ebenso leicht und zuverläs-
       sig in  das andere  verwandeln könnten,  wie wir  Pence in Pfunde
       verwandeln."
       
       Darum sucht  er den  "natural value  des fee-simple of land" 4*),
       nachdem er den Geldausdruck der Rente gefunden. (p. 25.)
       Es ist bei ihm 3fache Bestimmung, die durcheinanderläuft:
       a) Die   W e r t g r ö ß e,   die durch  gleiche Arbeitszeit  be-
       stimmt ist  und wobei die  A r b e i t  a l s  Q u e l l e  d e s
       W e r t s.
       b) Der   W e r t  als die Form der gesellschaftlichen Arbeit. Da-
       her Geld  als die   w a h r e   G e s t a l t   d e s  W e r t s,
       obgleich er  an andren Stellen alle Illusionen des Monetarsystems
       umwirft. Bei ihm also die  B e g r i f f s b e s t i m m u n g.
       c) Verwechslung von  Arbeit, als  Quelle des  Tauschwerts und Ge-
       brauchswerts, wobei  sie Naturstoff  (land) voraussetzt.  In  der
       Tat, he  "cuts" 5*)  die "Par" zwischen labour and land, indem er
       die   F e e   s i m p l e   des letztren  als    k a p i t a l i-
       s i e r t e   R e n t e   darstellt,  also  nicht  vom  Land  als
       Naturstoff der realen Arbeit spricht.
       3. Sagt mit Betreff des Zinsfußes:
       -----
       1*) gleiche  Arbeiten (Mengen) - 2*) siehe vorl. Band, S. 331/332
       - 3*)  ist das  "natürliche Gleichheitsverhältnis  zwischen Boden
       und Arbeit"  - 4*)  "natürlichen Wert  des frei verkäuflichen Bo-
       dens" - 5*) er durchbricht.
       
       #338# Beilagen
       -----
       "Über die  Eitelkeit und Fruchtlosigkeit,  b ü r g e r l i c h e,
       p o s i t i v e   G e s e t z e  zu machen gegen das  G e s e t z
       d e r   N a t u r"  (i.e. die aus der Natur der bürgerlichen Pro-
       duktion entspringenden  Gesetze), "habe  ich anderweitig  gespro-
       chen." (l.c.p. 29.)
       
       4.Betreffs der  Rente:   S u r p l u s   v a l u e   infolge  der
       g r ö ß r e n  P r o d u k t i v i t ä t  d e r  A r b e i t:
       
       "Wenn die  genannten Grafschaften  durch mehr  Arbeit, als  jetzt
       aufgewandt wird  (etwa, indem  man umgräbt, statt zu pflügen, die
       Saatkörner einsetzt,  statt sie auszustreuen, sie ausliest, statt
       sie wahllos zu nehmen, sie einweicht, statt sie ohne Vorbereitung
       zu benutzen,  indem man den Boden mit Salzen, statt mit vermoder-
       tem Stroh  düngt usw.),  fruchtbarer gemacht werden könnten, dann
       wird   d i e   R e n t e   um  so  höher  steigen,  je  mehr  der
       v e r g r ö ß e r t e   E r t r a g  d i e  v e r g r ö ß e r t e
       A r b e i t  ü b e r s t e i g t."  (p. 32.)
       
       (Meint [mit  vergrößerter Arbeit]  den   p r i c e  or  w a g e s
       o f  l a b o u r  1*) hier.)
       5.  R a i s i n g  o f  m o n e y  2*) [ch. XIV].
       6. Die früher  zitierte Stelle 3*) "wenn man ihm das Doppelte zu-
       gesteht, dann  arbeitet er nur halb soviel etc.", so zu verstehn:
       Erhielte der Arbeiter für 6 Std. den Wert von 6 Std., so erhielte
       er   d o u b l e   4*), was er jetzt erhält, wo er den Wert von 6
       für 12  erhält. Er  würde dann  nur 6 arbeiten, "und das bedeutet
       für die Gesellschaft einen Verlust" etc.
       
       Petty,  "An  Essag  concerning  the  Multiplication  of  Mankind"
       (1682). Teilung der Arbeit (p. 35, 36).
       
       "Political  Anatomy   of  Ireland"  und  "Verbum  Sapienti"  1672
       (Ausgabe London 1691).
       
       1. "Das  bringt   mich  zu  der  wichtigsten  Überlegung  in  der
       p o l i t i s c h e n   Ö k o n o m i e,   nämlich: Wie  kann man
       ein   G l e i c h h e i t s v e r h ä l t n i s   u n d   e i n e
       G l e i c h s e t z u n g   zwischen Boden und Arbeit herstellen,
       so daß  der Wert  irgendeines Dinges in beiden allein ausgedrückt
       werden kann. (p. 63, 64.)
       
       In der  Tat liegt  hier nur  die Aufgabe  zugrunde, den   W e r t
       d e s  L a n d e s  selbst in  A r b e i t  aufzulösen.
       ¦¦1399¦ 2.  Diese Schrift  ist später  geschrieben als die früher
       entwickelte. [108]
       
       "Die  t ä g l i c h e  N a h r u n g  e i n e s  e r w a c h s e-
       n e n   M a n n e s,   im  Durchschnitt genommen,  und  n i c h t
       d i e   T a g e s a r b e i t, i s t   d a s  a l l g e m e i n e
       M a ß   d e s   W e r t e s   und scheint  ebenso regelmäßig  und
       konstant  zu  sein  wie  der  Wert  von  reinem  Silber...  Daher
       b e s t i m m t e  ich
       -----
       1*) Preis  oder Lohn  der Arbeit - 2*) Geldvermehrung - 3*) siehe
       vorl. Band, S. 332 - 4*) das Doppelte
       
       #339# Petty
       -----
       d e n   W e r t einer  irischen Hütte  nach der   Z a h l   d e r
       t ä g l i c h e n        L e b e n s m i t t e l r a t i o n e n,
       d i e   d e r   H e r s t e l l e r   b e i    i h r e m    B a u
       a u s g a b.  (p. 65.)
       
       Dies letztre ganz physiokratisch.
       
       "Daß einige  Menschen mehr essen wollen als andere, ist nicht we-
       sentlich, da  wir unter täglicher Lebensmittelration den hundert-
       sten Teil dessen verstehen, was hundert Leute der verschiedensten
       Art und  Größe essen,  um zu  leben, zu arbeiten und sich fortzu-
       pflanzen." (p. 64.)
       
       Aber was  Petty hier in der  S t a t i s t i k  von Irland sucht,
       ist nicht  das common  1*) Maß des Wertes, sondern das Maß  d e s
       W e r t e s  in dem Sinne, wie  G e l d  Maß der Werte ist.
       3. Masse des  Geldes und Reichtum der Nation (<"Verbum Sapienti">
       p. 13).
       4. Kapital.
       
       "Was wir   R e i c h t u m,   K a p i t a l  o d e r  V o r r a t
       d e r     N a t i o n     nennen  und   was  das   Ergebnis   der
       f r ü h e r e n   o d e r    v e r g a n g e n e n    A r b e i t
       ist, sollte  nicht als  etwas  verstanden  werden,  das  von  den
       g e g e n w ä r t i g   w i r k e n d e n    K r ä f t e n    z u
       u n t e r s c h e i d e n  i s t. (p. 9.)
       
       5. Produktivkraft der Arbeit.
       
       "Wir sagten,  daß die  Hälfte des  Volkes, bei einer sehr mäßigen
       Arbeitsleistung das  Königreich sehr bereichern könnte... auf was
       sollen sie  dieselbe anwenden?  Dazu sage ich im allgemeinen: Auf
       die Herstellung  von Lebensmitteln  und dem Lebensnotwendigen für
       die gesamte  Bevölkerung  des  Landes    d u r c h    w e n i g e
       H ä n d e;   entweder durch    h ä r t e r e s    A r b e i t e n
       oder durch  die  E i n f ü h r u n g  v o n  M i t t e l n  z u r
       A r b e i t s e r s p a r u n g   u n d   z u r    E r l e i c h-
       t e r u n g   d e r   A r b e i t,   was gleichbedeutend  ist mit
       dem, was  die Menschen  vergeblich  von  der    P o l y g a m i e
       erhofften. Denn  wenn einer  die Arbeit  von fünf  Mann  leistet,
       bewirkt  er  dasselbe  Ergebnis,  als  wenn  er  vier  erwachsene
       Arbeiter in die Welt setzte." (p. 22.)  "A m  b i l l i g s t e n
       w i r d    d i e    N a h r u n g    sein...,  wenn  die  Nahrung
       d u r c h   w e n i g e r   H ä n d e    a l s    a n d e r s w o
       g e w o n n e n  w i r d.  (p. 23.)
       
       6. Zweck der Menschen und Ziel (p. 24).
       7. Sieh   über   Geld   auch   das   "Quantulumcunque"   (1682).}
       ¦XXII-1399¦¦
       -----
       1*) allgemeine

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