Quelle: MEW 26.1 Theorien über den Mehrwert - Erster Teil
zurück
#121# A. Smith
-----
[11. Smith' widersprüchliche Ansichten über das Maß der Werte]
{Zu den eben bei Adam Smith erörterten Punkten noch hinzuzufügen,
daß bei seinen Schwankungen in der Bestimmung des Werts - außer
dem scheinbaren Widerspruch bezüglich des Arbeitslohns 1*) - noch
die Verwechslung hinzukommt, soweit unter Maß der Werte das imma-
nente Maß, das zugleich die Substanz der Werte bildet, verwech-
selt wird mit dem Maß der Werte in dem Sinne, wie Geld Maß der
Werte heißt. Bei letztrem dann der Versuch - Quadratur des Zir-
kels -, eine Ware von unveränderlichem Wert zu finden, die andren
als konstanter Messer diene. Über das Verhältnis des Messers der
Werte als Geld zur Wertbestimmung durch die Arbeitszeit sieh den
ersten Teil meiner Schrift. 2*) Auch bei Ricardo findet sich
diese Verwechslung stellenweis.} ¦300¦¦
*
¦¦299¦ Die Widersprüche A. Smiths haben das Bedeutende, daß sie
Probleme enthalten, die er zwar nicht löst, aber dadurch aus-
spricht, daß er sich widerspricht. Sein richtiger Instinkt in
dieser Beziehung dadurch am besten bewiesen, daß seine Nachfolger
gegeneinander bald die eine, bald die andere Seite aufnehmen.
[56]
Wir kommen jetzt zum letzten Streitpunkt, den wir bei ihm zu be-
trachten, - der ¦¦300¦ U n t e r s c h e i d u n g v o n
p r o d u k t i v e r u n d u n p r o d u k t i v e r A r-
b e i t.
-----
1*) Vgl. dazu vorl. Band, S. 67/68 - 2*) siehe Band 13 unserer
Ausgabe, S. 49-59
zurück