Quelle: MEW 26.1 Theorien über den Mehrwert - Erster Teil


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       #174# Viertes Kapitel
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       [7.] Ch. Ganilh
       
       [a) Merkantilistische Auffassung vom Austausch und Tauschwert]
       
       ¦¦VIII-358¦ Ein  sehr schlechtes und oberflächliches Machwerk ist
       das von  Ch. Ganilh:  "Des systèmes d'écon. polit." Erste Ausgabe
       Paris 1809.  Zweite 1821.  (Nach der letztren wird zitiert.) Sein
       Kohl schließt  sich unmittelbar an Garnier an, gegen den er pole-
       misiert.
       {Canard in  "Principes d'iconomie  politique" [69]  definiert "la
       richesse, une accumulation de travail superflu" 1*). Hätte er ge-
       sagt, daß sie der travail ist, der überflüssig ist, um den Arbei-
       ter als  Arbeiter am  Leben zu  erhalten, so  wäre die Definition
       richtig.}
       Das Elementarische,  daß die  Ware das  Element des  bürgerlichen
       Reichtums, also die Arbeit, um Reichtum zu produzieren, Ware pro-
       duzieren muß,  sich selbst  oder ihr  Produkt   v e r k a u f e n
       muß, ist der Ausgangspunkt des Herrn Ganilh.
       
       "Bei dem heutigen Stand der Zivilisation kennen wir nur die durch
       den Austausch  vermittelte Arbeit."  (t. I.,  l.c.p. 79.) "Arbeit
       ohne Austausch kann keinen Reichtum produzieren." (l.c.p. 81.)
       
       Davon jumps  2*) Herr Ganilh sofort ins Merkantilsystem. Weil die
       Arbeit ohne Austausch keinen bürgerlichen Reichtum schafft,
       
       "stammt der Reichtum ausschließlich aus dem Handel". (l.c.p. 84).
       
       Oder, wie er später sagt:
       
       "Nur der Tausch oder der Handel gibt den Dingen den Wert" (l.c.p.
       98). Auf  diesem Prinzip der Identität von Werten und Reichtum...
       beruht die  Lehre von  der Fruchtbarkeit der allgemeinen Arbeit."
       l.c.p. 93.)
       
       Ganilh erklärt  selbst, daß  das ¦¦359¦ "système commercial" 3*),
       das er selbst eine bloße "modification" des systeme monétaire 4*)
       nennt,
       
       "den privaten  und den  allgemeinen Reichtum von den Tauschwerten
       der Arbeit  ableitet, mögen diese Werte in materiellen, dauernden
       und beständigen  Gegenständen fixiert  sein oder  nicht"  (l.c.p.
       95).
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       1*) "Reichtum,  eine Akkumulation  überflüssiger  Arbeit"  -  2*)
       springt - 3*) "Handelssystem" - 4*) "Modifikation" des Monetarsy-
       stems
       
       #175# Theorien über produktive und unproduktive Arbeit
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       Er fällt  also in das Merkantilsystem, wie Garnier in das physio-
       kratische. Sein  Schund, if  good for nothing else 1*), ist daher
       nicht übel zur Charakteristik dieses Systems und seiner Ansichten
       über den  "Mehrwert", namentlich  da  er  diese  Ansichten  gegen
       Smith, Ricardo usw. geltend macht.
       Reichtum ist  "valeur échangeable  2*); jede Arbeit, die eine va-
       leur échangeable  produziert oder  selbst eine valeur échangeable
       hat, produziert  daher Reichtum. Das einzige Wort, wodurch Ganilh
       als vertiefter  Merkantilist sich  zeigt, ist  das  Wort  travail
       g é n é r a l   3*). Die  Arbeit des einzelnen, oder vielmehr ihr
       Produkt, muß die Form der allgemeinen Arbeit annehmen. Nur so ist
       es Tauschwert,  G e l d.  In fact kommt Ganilh darauf zurück, daß
       Reichtum gleich  Geld ist;  nur nicht  mehr bloß Gold und Silber,
       sondern die Ware selbst, soweit sie  G e l d.  Er sagt:
       
       "H a n d e l s s y s t e m   oder der  Austausch der Werte  d e r
       a l l g e m e i n e n  A r b e i t."  (l.c.p. 98.)
       
       Der Blödsinn:  Das produit ist valeur als Dasein, als incarnation
       du travail  général 4*), aber nicht als  "v a l e u r  du travail
       général" 5*),  was gleich valeur de la valeur 6*) wäre. Aber vor-
       ausgesetzt, die Ware ist als valeur konstituiert, hat meinetwegen
       selbst die Form des Gelds. Ist metamorphosiert. Sie ist jetzt va-
       leur échangeable.  Aber wie groß ist ihr Wert? Valeur échangeable
       sind alle  Waren. Dadurch unterscheiden sie sich nicht. Was macht
       aber die  valeur échangeable  einer bestimmten  Ware? Hier bleibt
       Ganilh bei  der rohsten  Erscheinung stehn.  A ist großer Tausch-
       wert, wenn es sich gegen viel B, C, D etc. austauscht.
       Ganilh hat  ganz recht  gegen Ricardo  und die  meisten Ökonomen,
       wenn er  sagt, sie betrachten den travail sans l'échange 7*), ob-
       gleich ihr  System, wie  das ganze  bürgerliche System,  auf  dem
       Tauschwert ruht.  Dies  kömmt  aber  nur  daher,  daß  ihnen  die
       F o r m   des Produkts  als Ware als selbstverständlich erscheint
       und sie  daher nur  die   W e r t g r ö ß e   betrachten. Im Aus-
       tausch bewähren sich die Produkte der einzelnen erst als Produkte
       der allgemeinen Arbeit, indem sie sich als Geld darstellen. Diese
       Relativität liegt  aber schon  darin, daß sie sich als Dasein der
       allgemeinen Arbeit darstellen müssen und nur auf es als relative,
       nur quantitativ  verschiedne Ausdrücke der gesellschaftlichen Ar-
       beit reduziert werden. Aber der Austausch selbst gibt ihnen nicht
       die   W e r t g r ö ß e.  In ihm werden sie als allgemein gesell-
       schaftliche Arbeit  dargestellt; und  wieweit sie sich als solche
       darstellen können, hängt selbst vom Umfang ab, worin sie sich als
       gesellschaftliche Arbeit darstellen können,
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       1*) wenn  er auch  sonst nichts  taugt -  2*)  Tauschwert  -  3*)
       a l l g e m e i n e   A r b e i t   - 4*) Verkörperung der allge-
       meinen Arbeit - 5*)  "W e r t  der allgemeinen Arbeit" - 6*) Wert
       des Werts - 7*) die Arbeit ohne den Austausch
       
       #176# Viertes Kapitel
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       also vom  Umfang der  Waren, wogegen sie sich austauschen können,
       also von  der Ausdehnung  des Markts,  des Handels, von der Reihe
       der Waren, worin sie sich als Tauschwert ausdrucken. Z.B., würden
       nur 4  verschiedne Produktionszweige  existieren, so  würde jeder
       der 4  Produzenten einen  großen Teil  seiner Produkte  für  sich
       selbst produzieren.  Existieren 1000de, so kann der einzelne sein
       ganzes Produkt  als Ware  produzieren. Es  kann ganz  in den Aus-
       tausch eingehn.  Aber Ganilh  bildet sich  mit den Merkantilisten
       ein, daß   d i e   W e r t g r ö ß e   s e l b s t  d a s  P r o-
       d u k t  d e s  A u s t a u s c h s  ist, während es doch nur die
       Form des  Werts ist oder die Form der Ware, die das Produkt durch
       den Austausch erhält.
       
       "Der Austausch gibt den Dingen einen Wert, den sie ohne ihn nicht
       bitten." (p. 102.)
       
       Wenn dies  heißen soll,  die   c h o s e s   1*), Gebrauchswerte,
       werden nur valeur, erhalten diese Form als relative Ausdrücke der
       gesellschaftlichen Arbeit,  so ist  es eine  Tautologie. Wenn  es
       heißen soll, sie erhalten durch den Austausch une plus grande va-
       leur qu'elles  n'auraient en  sans lui  2*), so  ist es  offenbar
       Blödsinn, denn  der échange  kann die Wertgröße von A nur erhöhn,
       indem er  die von  B erniedrigt.  Soweit er A einen größeren Wert
       gibt, als es vor dem Austausch hat, gibt er B einen kleinren. A +
       B   a l s o   v o r   w i e   n a c h   d e m   A u s t a u s c h
       d e r s e l b e  W e r t.
       
       "Die nützlichsten  Produkte können  keinen Wert haben, wenn ihnen
       der Austausch ihn nicht gibt."
       
       (D'abord 3*),  wenn diese  choses "produits"  sind, sind  sie von
       vornherein Produkte  der Arbeit,  nicht allgemein  elementarische
       Natürlichkeiten wie  Luft etc.;  wenn sie  "les plus  utiles" 4*)
       sind, sind  sie Gebrauchswerte im eminenten Sinn, Gebrauchswerte,
       deren jeder  bedarf; wenn  der échange  ihnen keine  valeur gibt,
       dies nur  möglich, wenn  jeder sie  selbst  produziert  für  sich
       selbst; dies  widerspricht ¦¦360¦ aber der Voraussetzung, daß sie
       für den  échange produziert  werden; also die ganze Voraussetzung
       Blödsinn.)
       
       "Und die  nutzlosesten Produkte  können sehr  großen Wert  haben,
       wenn der Austausch ihnen günstig ist." (p. 104.)
       
       Der "echange"  scheint Herrn G[anilh] eine mystische Person. Wenn
       die "produits les plus inutiles" 5*) zu nichts nütze sind, keinen
       Gebrauchswert haben,  wer wird  sie kaufen? Für den Käufer müssen
       sie also jedenfalls eine
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       1*) Dinge  - 2*) einen größeren Wert, den sie ohne ihn nicht hät-
       ten -  3*) Zunächst  - 4*) "die nützlichsten" - 5*) "nutzlosesten
       Produkte"
       
       
       #177# Theorien über produktive und unproduktive Arbeit
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       eingebildete "utilité"  1*) haben.  Und wenn  er kein  Narr  ist,
       warum er  soll sie  teurer bezahlen?  Ihre Teuerkeit muß also von
       einem  Umstand   herrühren,  der   jedenfalls  nicht   aus  ihrer
       "inutilité" 2*)  stammt. Ihre  "Seltenheit", rareté?  Aber Ganilh
       nennt sie  "les   p r o d u i t s  les plus inutiles" 3*). Da sie
       also Produkt  sind, warum  werden sie  nicht massenhafter  produ-
       ziert, trotz  ihres großer  "valeur échangeable"?  War vorhin der
       Käufer ein  Narr, der viel Geld gab für etwas, was für ihn selbst
       weder einen  wirklichen noch  einen  eingebildeten  Gebrauchswert
       hat, so  ist es  jetzt der  Verkäufer, der  diese trifles 4*) von
       großem Tauschwert  nicht produziert, statt der utilités von klei-
       nem. Daß ihr Tauschwert groß, trotz ihres geringen Gebrauchswerts
       (der Gebrauchswert  nach den  Naturbedürfnissen der  Menschen be-
       stimmt), muß  also aus einem Umstand herrühren, der nicht von dem
       Herrn échange, sondern von dem produit selbst herstammt.  S e i n
       h o h e r   T a u s c h w e r t  i s t  a l s o  n i c h t  d a s
       P r o d u k t    d e s    é c h a n g e,    s o n d e r n    e r-
       s c h e i n t  n u r  i n  d e m s e l b e n.
       
       "Der ausgetauschte  Wert der  Dinge und  nicht ihr austauschbarer
       Wert bestimmt den  w a h r e n  W e r t,  jenen, der gleichbedeu-
       tend ist mit dem Reichtum." (l.c.p. 104.)
       
       Aber die  valeur échangeable  ist ein Verhältnis der chose zu den
       andren choses,  mit denen sie ausgetauscht werden kann. {Es liegt
       das Richtige  zu Grund;  was die Verwandlung der Ware in Geld er-
       zwingt, ist, daß sie als valeut échangeahle in den Austausch ein-
       gehn soll,  als solcher aber erst sein Resultat ist.} Dagegen die
       valeur échangée  5*) von A ist ein bestimmtes Quantum Produkte B,
       C, D  etc. Also  nicht mehr valeur (nach Herrn G[anilh]), sondern
       chose sans  échange 6*).  B, C, D etc. waren keine "Werte". A ist
       es geworden,  indem an  seine Stelle  (als valeur échangée) diese
       Nichtwerte getreten  sind. Durch  den bloßen  Stellenwechsel sind
       diese choses,  nachdem sie aus dem Austausch herausgetreten, sich
       in derselben Position wie früher befinden, valeurs geworden.
       
       "Es ist  also weder der wirkliche Nutzen der Dinge noch ihr inne-
       rer Wert,  der sie  zu Reichtum  macht; es ist der Austausch, der
       ihren Wert  fixiert und determiniert, und es ist dieser Wert, der
       sie dem Reichtum gleichmacht." (l.c.p. 105.)
       
       Der Herr  échange fixiert und determiniert etwas, was da war oder
       nicht da  war. Macht  er erst  die valeur des choses 7*), so hört
       diese valeur,  dies sein  Produkt, auf, sobald er selbst aufhört.
       Was er  also macht, entmacht er ebensosehr. Ich tausche A gegen B
       + C  + D  aus. Im  Akt dieses Austauschs bekommt A valeur. Sobald
       der Akt vorüber ist, steht B + C + D auf der Seite
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       1*) Nützlichkeit  - 2*)  "Nutzlosigkeit" -  3*) "die nutzlosesten
       P r o d u k t e"   - 4*)  nutzlosen Gegenstände  - 5*) der ausge-
       tauschte Wert - 6*) Ding ohne Austausch - 7*) den Wert der Dinge
       
       #178# Viertes Kapitel
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       von A und A auf der Seite von B + C + D. Und zwar stehn sie jedes
       für sich,  außerhalb des  Herrn échange, der bloß in diesem Stel-
       lenwechsel bestand.  B +  C + D sind jetzt choses, keine valeurs.
       So ist  [es auch  mit] A.  Oder der echange "fixiert und determi-
       niert" im eigentlichen Sinn. Ein Kraftmesser determiniert und fi-
       xiert den Kraftgrad meiner Muskeln, macht sie nicht. Dann ist die
       valeur nicht durch den échange produziert.
       
       "Es gibt  in Wirklichkeit  keinen Reichtum  für die einzelnen und
       für die  Völker, außer  wenn jeder für alle arbeitet" (d.h., wenn
       seine     Arbeit      sich     als           a l l g  e m e i n e
       g e s e l l s c h a f t l i c h e   A r b e i t   darstellt, denn
       sonst wäre  dies Unsinn;  da ein Eisenfabrikant sonst, von dieser
       Form abgesehn, nicht für tous 1*), sondern nur für Eisenkonsumen-
       ten arbeitet)  "und alle  für jeden" (was wieder Unsinn ist, wenn
       vom Gebrauchswert  die Rede, denn die Produkte der tous sind lau-
       ter besondre  Produkte, und  chacun 2*) braucht nur besondre Pro-
       dukte; es  heißt also  wieder nichts, als daß jedes besondre Pro-
       dukt   eine    Form   annimmt,    worin   es   für      j e d e n
       e x i s t i e r t,   und so  existiert es  nur, nicht insofern es
       als besondres Produkt sich von dem Produkt des chacun unterschei-
       det, sondern  mit ihm  identisch ist; wieder die Form der gesell-
       schaftlichen Arbeit,  wie sie  auf Grundlage  der Warenproduktion
       sich darstellt) (l.c.p. 108).
       ¦¦361¦ Aus  dieser Bestimmung - Tauschwert gleich der Darstellung
       der Arbeit  des isoliert einzelnen als allgemeine gesellschaftli-
       che Arbeit  - fällt  G[anilh] wieder  in die  rohste Vorstellung:
       Tauschwert gleich dem Verhältnis, worin Ware A sich gegen Ware B,
       C, D  etc. austauscht. A hat großen Tauschwert, wenn sich viel B,
       C, D  dafür gibt;  aber dann  gibt sich  wenig A für B, C, D. Der
       Reichtum besteht  aus Tauschwert.  Der Tauschwert besteht aus der
       relativen Proportion,  worin die Produkte sich gegeneinander aus-
       tauschen. Die  Gesamtsumme der  Produkte hat  also keinen Tausch-
       wert, denn  sie tauscht  sich gegen  nichts aus. Also hat die Ge-
       sellschaft,  deren  Reichtum  aus  Tauschwerten  besteht,  keinen
       Reichtum. Es folgt daher nicht nur, wie G[anilh] selbst schließt,
       daß der  "Nationalreichtum, der sich aus den Tauschwerten der Ar-
       beit zusammensetzt"  (p. 108), nie wachsen und nie fallen kann im
       Tauschwert (also   k e i n   M e h r w e r t),   sondern  daß  er
       überhaupt keinen  Tauschwert hat,  also kein richesse 3*) ist, da
       der richesse nur aus valeurs échangeables besteht.
       
       "Wenn der  Überfluß an  Korn dessen   W e r t  s i n k e n  läßt,
       werden die Landwirte weniger reich sein, weil sie weniger Tausch-
       werte besitzen,  um sich  die Dinge zu verschaffen, die zum Leben
       notwendig, nützlich oder angenehm sind; aber die
       -----
       1*) alle - 2*) jeder - 3*) Reichtum
       
       #179# Theorien über produktive und unproduktive Arbeit
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       Konsumenten des  Korns werden  ebensoviel  profitieren,  wie  die
       Landwirte verlieren werden: Der Verlust der einen wird aufgewogen
       durch den  Gewinn der  anderen, und  der allgemeine Reichtum wird
       keine Veränderung erleiden." (p. 108, 109.)
       
       Pardon! Die  consommateurs du blê 1*) verzehren den blê und nicht
       die valeur  échangeable du blê 2*). Sie sind reicher an Nahrungs-
       mitteln, aber  nicht an  valeur échangeable.  Sie haben wenig von
       ihren Produkten  - die  einen großen Tauschwert haben wegen ihrer
       relativen Wenigkeit,  verglichen zur  Masse des  blê, wogegen sie
       sich austauschen  - gegen  den blê ausgetauscht. Die cultivateurs
       3*) haben  nun den   h o h e n  T a u s c h w e r t  erhalten und
       die consommateurs den vielen blê von geringrem Tauschwert, so daß
       nun sie die Armen und die cultivateurs die Reichen sind.
       Ferner  verliert  die  Summe  (die  gesellschaftliche  Summe  der
       Tauschwerte) ihre  Natur, Tauschwert zu sein, im selben Grad, wie
       sie Summe  von Tauschwerten  wird. A, B, C, D, E, F haben Tausch-
       wert, soweit  sie sich gegeneinander austauschen. Sind sie ausge-
       tauscht, so  sind sie  alle Produkte  für ihre  Konsumenten, ihre
       Käufer. Durch  den Wechsel der Hände haben sie aufgehört, Tausch-
       wert zu  sein. Damit  ist der  Reichtum der  Gesellschaft, qui se
       compose des  valeurs échangeables 4*), verschwunden. Der Wert von
       A ist  relativ; er ist sein Austauschverhältnis gegen B, C etc. A
       + B  haben weniger  Tauschwert, weil  ihr Tauschwert  nur noch im
       Verhältnis zu C, D, E, F besteht. Aber die Summe A, B, C, D, E, F
       hat gar  keinen Tauschwert,  weil sie  kein Verhältnis ausdrückt.
       Die Summe der Waren tauscht sich nicht aus gegen andre Ware. Also
       der Reichtum  der Gesellschaft, der aus Tauschwerten besteht, hat
       keinen Tauschwert und ist daher kein Reichtum.
       
       "Daher kommt  es, daß  es schwierig  und vielleicht unmöglich für
       ein Land  ist, sich  durch den  Binnenhandel zu bereichern; etwas
       anders verhält es sich mit den Völkern, die Außenhandel treiben."
       (l.c.p. 109.)
       
       Dies das  alte Merkantilsystem.  Der Wert  besteht darin, daß ich
       kein  Äquivalent,   sondern  mehr  als  das  Äquivalent  bekomme.
       Zugleich gibt  es aber  kein Äquivalent, denn dies setzte voraus,
       daß der  Wert von  A und der Wert von B bestimmt sind nicht durch
       das Verhältnis  von A  in B  oder von  B in  A, sondern durch ein
       Drittes, worin  A und  B identisch. Gibt es aber kein Äquivalent,
       so gibt es auch keinen Überschuß über das Äquivalent. Ich bekomme
       weniger Gold  für Eisen  als Eisen  für Gold. Jetzt habe ich mehr
       Eisen, wofür ich weniger Gold bekomme. Gewinne ich also
       -----
       1*) Konsumenten  des Korns  - 2*)  den Tauschwert des Korns - 3*)
       Landwirte - 4*) der sich aus Tauschwerten zusammensetzt
       
       #180# Viertes Kapitel
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       ursprünglich, weil  weniger Gold  gleich mehr  Eisen 1*), so ver-
       liere ich jetzt ebensoviel, weil mehr Eisen gleich weniger Gold.
       
       [b) Einordnung  jeglicher bezahlten  Arbeit unter  produktive Ar-
       beit]
       
       "Jede Arbeit,  welches immer ihre Natur sei, produziert Reichtum,
       vorausgesetzt, daß  sie einen Tauschwert hat." (l.c.p. 119.) "Der
       Austausch nimmt  Rücksicht weder  auf die  Quantität noch auf den
       Stoff, noch  auf die  Dauer der  Produkte." (l.c.p.  121.) "Alle"
       (les travaux 2*)) "sind  e b e n s o  p r o d u k t i v,  wie die
       S u m m e   beträgt, gegen die sie ausgetauscht wurden." (p. 121,
       122.)
       
       Erst sind sie également productifs de la  s o m m e  3*), nämlich
       der   P r e i s,   womit sie  gezahlt werden (der  W e r t  ihres
       Salairs). Aber  gleich geht  G[anilh] noch  einen Schritt weiter.
       Die immaterielle  Arbeit produziert das materielle Produkt, woge-
       gen sie  sich austauscht,  so daß  es scheint, daß die materielle
       Arbeit das Produkt der immateriellen produziert.
       
       ¦¦362¦ "Es  gibt keinen Unterschied zwischen der Arbeit eines Ar-
       beiters, der  eine Kommode  herstellt, deren  Austausch ihm einen
       Scheffel Korn einbringt, und der Arbeit eines Musikanten, die ihm
       einen Scheffel Korn einbringt. Beide Male wurde ein Scheffel Korn
       produziert, ein  Scheffel, um  die Kommode  zu bezahlen,  und ein
       Scheffel, um das Vergnügen zu bezahlen, das der Musikant bereitet
       hat. Allerdings,  wenn der Tischler seinen Scheffel Korn verzehrt
       hat, bleibt  die Kommode,  und wenn  der Musikant seinen Scheffel
       Korn verzehrt  hat, bleibt  nichts; aber mit wie vielen Arbeiten,
       die als produktiv gelten, ist das gleiche der Fall!... nicht nach
       dem, was nach dem Konsum bleibt, kann man beurteilen, ob eine Ar-
       beit  produktiv   oder  steril   ist,   sondern   nach      d e m
       A u s t a u s c h   o d e r  n a c h  d e r  P r o d u k t i o n,
       d i e   v o n  i h r  h e r v o r g e r u f e n  w i r d.  Da nun
       die Arbeit  des Musikanten ebensogut wie die des Tischlers  d i e
       U r s a c h e   d e r  P r o d u k t i o n  e i n e s  S c h e f-
       f e l s   K o r n   i s t,  p r o d u z i e r e n  b e i d e  i n
       g l e i c h e r   W e i s e  e i n e n  S c h e f f e l  K o r n,
       obwohl die  eine nach  ihrer Vollendung  sich in keinem dauernden
       Gegenstand fixiert  und realisiert  und die  andere sich in einem
       dauernden Gegenstand fixiert und realisiert." (l.c.p. 122, 123.)
       
       "A. Smith  machte die  Zahl der  Arbeiter verringern,  die  keine
       nützliche Arbeit  leisten, um die Zahl der Arbeiter zu vermehren,
       die mit  nützlicher Arbeit  beschäftigt sind;  aber man hat nicht
       beachtet, daß,  wenn dieser Wunsch in Erfüllung gehen könnte, je-
       der Reichtum  unmöglich wäre,  da den Produzenten die Konsumenten
       fehlen würden und die nicht konsumierten Überschüsse nicht repro-
       duziert werden  könnten. Die  produktiven Klassen  geben die Pro-
       dukte ihrer  Arbeiten   d e n   K l a s s e n,   d e r e n   A r-
       b e i t     k e i n e    m a t e r i e l l e n    P r o d u k t e
       l i e f e r t,   nicht umsonst"  (hier unterscheidet er also doch
       selbst travaux  qui donnent des produits matériels et travaux qui
       n'en donnent point 4*); "sie
       1*) In  der Handschrift: weil mehr Gold = weniger Eisen - 2*) die
       Arbeiten - 3*) ebenso produktiv wie die Summe - 4*) Arbeiten, die
       materielle Produkte liefern, und Arbeiten, die keine liefern
       
       #181# Theorien über produktive und unproduktive Arbeit
       -----
       geben sie  ihnen im  Austausch für Bequemlichkeiten, Vergnügungen
       oder Genüsse,  die sie  von ihnen  erhalten, und,    u m    s i e
       i h n e n   g e b e n   z u   k ö n n e n,   s i n d  s i e  g e-
       z w u n g e n,   s i e   z u   p r o d u z i e r e n.   Wenn  die
       materiellen Produkte  der Arbeit  nicht verwendet wurden, die Ar-
       beiten zu entlohnen, die keine materiellen Produkte liefern, fän-
       den sie  keine Konsumenten  und ihre  Reproduktion hörte auf. Die
       Arbeiten, die  Vergnügen produzieren,    t r a g e n    d a h e r
       e b e n s o   w i r k s a m   z u r   P r o d u k t i o n   b e i
       wie die  Arbeit, die  für die  produktivste gilt."  (l.c.p.  123,
       124.)
       
       "Die Bequemlichkeiten,  die Vergnügungen  oder die  Genüsse, nach
       denen sie" (les peuples 1*)) "verlangen,  f o l g e n  fast immer
       d e n    P r o d u k t e n,    m i t    d e n e n    s i e    z u
       b e z a h l e n   s i n d,   und  g e h e n  i h n e n  n i c h t
       v o r a u s."  (l.c.p. 125.) (Scheinen also viel mehr Wirkung als
       Ursache der  produits zu  sein qui  doivent les  acquitter  2*).)
       "Anders steht  die Sache,  wenn die  dem Vergnügen, dem Luxus und
       dem Prunk  gewidmeten Arbeiten   v o n   d e n   p r o d u k t i-
       v e n   K l a s s e n   n i c h t   v e r l a n g t  w e r d e n"
       (hier macht  er also  selbst den  Unterschied) und  sie  trotzdem
       gezwungen sind,  diese zu bezahlen und ihre Bedürfnisse um diesen
       Betrag  einzuschränken.   Dann  kann   es  vorkommen,  daß  diese
       erzwungene Bezahlung  keinen Zuwachs  an  Produkten  hervorruft."
       (l.c.p.  125.)   Außer  in   diesem  Falle...   ist  Jede  Arbeit
       notwendigerweise produktiv und trägt mehr oder minder wirksam zur
       Bildung und  zum Wachstum des allgemeinen Reichtums bei, weil sie
       n o t w e n d i g e r w e i s e   d i e   P r o d u k t e  h e r-
       v o r r u f t,  m i t  d e n e n  s i e  b e z a h l t  w i r d."
       (l.c.p. 126.)
       
       {Also hiernach die "unproduktiven Arbeiten" produktiv, weder weil
       sie kosten, d.h. ihres Tauschwerts wegen, noch wegen des speziel-
       len Genusses,  den sie produzieren, d.h. ihres Gebrauchswerts we-
       gen, sondern weil sie produktive Arbeit produzieren.}
       {Wenn nach  A. Smith  die Arbeit produktiv, die sich direkt gegen
       Kapital austauscht,  so kommen  außer  der  Form  auch  noch  die
       stofflichen Bestandteile des Kapitals, das sich gegen Arbeit aus-
       tauscht, in  Betracht. Es löst sich in die notwendigen Lebensmit-
       tel auf;  also meist in Waren, materielle Dinge. Was der Arbeiter
       von diesem  Salair an Staat und Kirche zu zahlen hat, Abzug [für]
       Dienste, die  ihm aufgedrungen  werden; was  er für die Erziehung
       ausgibt, verflucht  wenig; wo er es tut, produktiv, denn sie pro-
       duziert Arbeitsvermögen; was er für die Dienste von Ärzten, Advo-
       katen, Pfagen  ausgibt, ist  ein Pech; bleiben sehr wenige unpro-
       duktive Arbeiten  oder Dienste,  worin sich das Salair des Arbei-
       ters auflöst,  namentlich da  er seine Konsumtionskosten (Kochen,
       Reinhalten des Hauses, meist sogar Reparaturen) selbst besorgt.}
       Höchst charakteristisch ist die folgende Phrase G[anilh]s:
       
       "Wenn der  Austausch der Arbeit des Bedienten einen Wert von 1000
       Franks gibt,  während er  dagegen der Arbeit des Agrikulturarbei-
       ters oder des Manufakturarbeiters
       -----
       1*) die Völker - 2*) mit denen sie zu bezahlen sind
       
       #182# Viertes Kapitel
       -----
       nur einen  Wert von 500 Franks gibt, so muß man daraus schließen,
       daß die  Arbeit des  Bedienten zu  der   P r o d u k t i o n  des
       Reichtums zweimal soviel beiträgt wie die des Agrikulturarbeiters
       und des  Manufakturarbeiters; und das kann gar nicht anders sein,
       solange die  Arbeit der  Bedienten mit zweimal soviel materiellen
       Produkten bezahlt wird wie die der Agrikulturarbeiter und der Ma-
       nufakturarbeiter. Wie kann man denn glauben, daß der Reichtum aus
       der Arbeit  entsteht, die den geringsten Tauschwert hat und darum
       am niedrigsten bezahlt wird!" (l.c.p. 293, 294.)
       
       ¦¦363¦ Wenn  das Salair  des Manufaktur- oder Agrikulturarbeiters
       500, der  von ihm  geschaffne Mehrwert  (Profit und  Rente) =  40
       p.c., so wäre das produit net 1*) auf ihn = 200, und 5 solche Ar-
       beiter wären  nötig, um  das Salair für den Bedienten = 1000 frs.
       zu produzieren. Wollte Herr échange statt des Bedienten eine Mai-
       tresse für  10 000 frs.  jährlich kaufen, so wäre das produit net
       von 50  solchen produktiven  Arbeitern erforderlich. Weil nun für
       die Maitresse  ihre unproduktive  Arbeit 20mal  so großen Tausch-
       wert, Salair,  einbringt als das Salair der produktiven Arbeiter,
       fügt diese Person 20mal soviel zu "à la production des richesses"
       2*), und  ein Land  produziert, um  so mehr Reichtum, je höher es
       Bedienten und  Maitressen zahlt.  Herr G[anilh]  vergißt, daß nur
       die Produktivität  der Manufaktur-  und Agrikulturarbeit, nur das
       von  den  produktiven  Arbeitern  geschaffne,  aber  ihnen  nicht
       bezahlte Surplus  überhaupt einen  Fonds  liefert,  von  dem  die
       unproduktiven Arbeiter  bezahlt werden.  Aber er rechnet so: 1000
       frs. Lohn  und Bedienten-  oder Maitressenarbeit  als  Äquivalent
       dafür, macht  zusammen 2000  frs.  Der  Wert  von  Bedienten  und
       Maitressen, i.e.  ihre  Produktionskosten,  hängen  ganz  ab  vom
       produit net  der produktiven  Arbeiter.  Ja,  ihre  Existenz  als
       besondres genre  hängt davon  ab. Ihr  Preis und  ihr Wert  haben
       wenig miteinander gemein.
       Aber selbst  gesetzt, der  Wert (die Produktionskosten) eines Be-
       dienten kosteten 2mal soviel als die eines produktiven Arbeiters.
       So ist  zu bemerken,  daß die  Produktivität eines Arbeiters (wie
       einer Maschine)  und sein  Wert ganz  verschiedne Dinge sind, die
       sogar im  umgekehrten Verhältnis  stehn. Der  Wert, den  eine Ma-
       schine kostet, ist stets ein Minus ihrer Produktivität.
       
       "Vergeblich wendet  man ein: Wenn die Arbeit der Bedienten ebenso
       produktiv ist  wie die der Agrikulturarbeiter und der Manufaktur-
       arbeiter, dann  sei nicht  einzusehen, warum  die allgemeinen Er-
       sparnisse eines Landes nicht zu ihrer Erhaltung angewendet werden
       sollten, nicht  bloß ohne  Verschwendung, sondern  bei  ständiger
       Vermehrung des  Werts, Diese Betrachtung ist nur eine scheinbare,
       denn sie  setzt voraus,  die Fruchtbarkeit jeder Arbeit röhre von
       ihrem   M i t w i r k e n  a n  d e r  P r o d u k t i o n  d e r
       m a t e r i e l l e n  G e g e n s t ä n d e
       -----
       1*) Nettoprodukt - 2*) "der Produktion des Reichtums"
       
       #183# Theorien über produktive und unproduktive Arbeit
       -----
       h e r,   d i e   m a t e r i e l l e   P r o d u k t i o n  s e i
       d i e     B i l d n e r i n    d e s    R e i c h t u m s,    und
       P r o d u k t i o n     u n d    R e i c h t ü m e r    s e i e n
       v ö l l i g   i d e n t i s c h.    Man  vergißt,  daß    j e d e
       P r o d u k t i o n   n u r   R e i c h t u m  w i r d  d u r c h
       d i e   M i t w i r k u n g   d e r   K o n s u m t i o n   d e s
       K o n s u m s  *) und daß der Austausch determiniert, bis zu wel-
       cher Höhe  sie   z u r   B i l d u n g   d e s  R e i c h t u m s
       b e i t r ä g t.   Wenn man  sich erinnert, daß alle Arbeiten di-
       rekt oder  indirekt zur  Gesamtproduktion jedes Landes beitragen,
       daß der  Austausch dadurch, daß er den Wert jeder Arbeit fixiert,
       den Anteil determiniert, den sie an der Produktion hatte, daß die
       K o n s u m t i o n   d e r  P r o d u k t i o n  den Wert reali-
       siert, den  ihr der  Austausch verliehen,  und daß  der Überschuß
       oder das  Defizit der Produktion über die Konsumtion die Höhe des
       Reichtums öder  des Elends der Völker bestimmt, dann wird man be-
       merken, wie  inkonsequent es  ist, jede  Arbeit zu  isolieren und
       ihre Ergiebigkeit  und Fruchtbarkeit nach ihrer Mitwirkung an der
       materiellen Produktion  abzumessen, ohne Rücksicht auf die ¦¦364¦
       K o n s u m t i o n    d i e    i h r    a l l e i n    e i n e n
       W e r t   v e r l e i h t,   einen Wert,  ohne den Reichtum nicht
       bestehen könnte." (l.c.p. 294, 295.)
       
       Einerseits läßt  der Bursche  den Reichtum vom Überschuß der Pro-
       duktion über  die Konsumtion  abhängen, andrerseits gibt die Kon-
       sumtion allein  Wert. Und  ein Bedienter, der 1000 frs. verzehrt,
       trägt daher  doppelt soviel zur Wertgebung bei als ein Bauer, der
       500 frs. verzehrt.
       Erstens gibt er zu, daß diese unproduktiven Arbeiten nicht direkt
       an der  Bildung des  materiellen Reichtums  teilnehmen. Mehr  be-
       hauptet Smith nicht. Andrerseits bemüht er sich nachzuweisen, daß
       sie umgekehrt  ebenso den  materiellen Reichtum schaffen, wie sie
       es nach seinem eignen Geständnis nicht tun.
       Bei all  diesen Polemikern gegen A. Smith einerseits die Erhaben-
       heit über die materielle Produktion, andrerseits der Versuch, die
       immaterielle Produktion  - oder gar keine Produktion, wie die des
       Lakaien -  zu rechtfertigen als materielle Produktion. Ob der Be-
       sitzer der  Revenu net  3*) diese  Revenue in Lakaien, Maitressen
       oder Pasteten verzehrt, ist ganz gleichgültig.
       ---
       *) {Und  darum sagt  derselbe Bursche eine Seite später, daß jede
       Arbeit Reichtum   p r o d u z i e r t   in  dem Verhältnis  ihres
       Tauschwerts, der  durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird" (sie
       p r o d u z i e r t    Reichtum,  nicht  im  NU  wie  sie  valeur
       d'échange 1*) produziert, sondern valeur d'change ist, d.h. nicht
       nach dem,  was sie  produziert, sondern was sie kostet), "daß ihr
       respektiver Wert  zur Akkumulation  der Kapitalien  nur beiträgt,
       durch   d i e   E r s p a r u n g    u n d    d e n    N i c h t-
       k o n s u m     der  Produkte,   die  dieser  Wert  aus  der  Ge-
       samtproduktion zu nehmen berechtigt ist."} 2*)
       -----
       1*) Tauschwert  - 2*)  in der Handschrift findet sich die vorste-
       hende Textstelle innerhalb des Zitats an der bezeichneten Stelle;
       sie wird  der besseren Übersicht wegen als Fußnote gebracht - 3*)
       Nettorevenue
       
       #184# Viertes Kapitel
       -----
       Aber lächerlich  die Einbildung,  daß das  Surplus von  Bedienten
       verzehrt werden  muß und  nicht vom  produktiven Arbeiter  selbst
       verzehrt werden  kann, ohne  daß der Wert des Produkts zum Teufel
       gehe. Bei Malthus dieselbe Notwendigkeit der unproduktiven Konsu-
       menten, die  in der Tat existiert, sobald das Surplus in der Hand
       der gens oisifs 1*). ¦364¦¦
       -----
       1*) Müßiggänger

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