Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil


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       #472# Beilagen
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       [4. Zunehmende  Absonderung der verwandelten Formen des Mehrwerts
       von seinem  Wesen -  der Mehrarbeit.  Der industrielle Profit als
       "Arbeitslohn für den Kapitalisten"]
       
       ¦910¦ Betrachten  wir den  Weg, den das Kapital durchmacht, bevor
       es in der Form von zinstragendem Kapital erscheint.
       Im unmittelbaren  Produktionsprozeß ist  die Sache  noch einfach.
       Die surplus  value hat noch keine  b e s o n d r e  Form angenom-
       men; außer  dieser der  surplus value  selbst, die sie nur unter-
       scheidet von  der value  des Produkts,  die ein Äquivalent der in
       ihm reproduzierten  value bildet. Wie die value überhaupt sich in
       labour, so  löst sich  die surplus value in surplus labour, unbe-
       zahlte Arbeit  auf. Daher ist die surplus value auch nur gemessen
       durch den  Teil des  Kapitals, der  wirklich seinen Wert ändert -
       das variable Kapital, den in Arbeitslohn ausgelegten Teil des Ka-
       pitals. Das konstante Kapital
       
       #473# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
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       erscheint nur  als Bedingung,  um den variablen Teil des Kapitals
       wirken zu lassen. Es ist sehr einfach, daß, wenn mit 100 [l.] der
       Arbeit von  10 [Mann], die Arbeit von 20 gekauft wird (d.h. Ware,
       worin die  Arbeit von  20 enthalten), der Wert des Produkts = 200
       und der  Surpluswert von  100 =  unbezahlter Arbeit von 10 [Mann]
       ist. Oder,  wenn 20 Mann arbeiten, jeder nur einen halben Tag für
       sich, einen  halben für das Kapital arbeitet. 20 halbe Tage = 10.
       Es ist  dasselbe, als wären nur 10 Mann bezahlt und 10 arbeiteten
       gratis für den Kapitalisten.
       Hier in diesem Embryozustand das Verhältnis noch sehr begreiflich
       oder vielmehr  gar nicht  zu verkennen. Die Schwierigkeit besteht
       hier bloß darin, aufzufinden, wie diese Aneignung von Arbeit ohne
       Äquivalent aus  dem Gesetz  des Warenaustauschs  - daß  die Waren
       sich austauschen  im Verhältnis  zu der  in ihnen  enthaltnen Ar-
       beitszeit -  entspringt,  zunächst  diesem  Gesetz  nicht  wider-
       spricht.
       ¦¦911¦ Der  Zirkulationsprozeß verwischt  schon, trübt  schon den
       Zusammenhang. Indem  die Masse  des Mehrwerts  hier zugleich  be-
       stimmt ist  durch die    Z i r k u l a t i o n s z e i t    d e s
       K a p i t a l s,   scheint ein  der Arbeitszeit  fremdes  Element
       hereinzukommen.
       In dem  fertigen Kapital  endlich, wie  es als  Ganzes, [als] die
       Einheit von  Zirkulationsprozeß und  Produktionsprozeß erscheint,
       als Ausdruck  des Reproduktionsprozesses  -  als  eine  bestimmte
       Wertsumme, die  in einem bestimmten Zeitraum, bestimmten Zirkula-
       tionsabschnitt, bestimmten  Profit (Mehrwert)  produziert  -,  in
       dieser Gestalt  existieren Produktionsprozeß und Zirkulationspro-
       zeß nur noch als Erinnerung und als Momente, die g l e i c h m ä-
       ß i g   den Mehrwert  bestimmen, womit  seine einfache Natur ver-
       hüllt wird.  Der Mehrwert  erscheint  jetzt  als  Profit.  Dieser
       Profit 1.  bezogen auf einen bestimmten Zirkulationsabschnitt des
       Kapitals,  der  von  der  Arbeitszeit  verschieden  ist;  2.  der
       Mehrwert berechnet  und bezogen  nicht auf den Teil des Kapitals,
       aus dem  er unmittelbar  entspringt, sondern  unterschiedslos auf
       das  Gesamtkapital.   Damit  die   Quelle  desselben  vollständig
       verschüttet. 3.  Obgleich in  dieser ersten  Form des Profits die
       Masse des  Profits noch  quantitativ identisch  mit der Masse des
       von dem  besondren Kapital  erzeugten Mehrwerts, ist die Rate des
       Profits von  vornherein verschieden  von der  Rate des Mehrwerts;
       indem die  Rate des  Mehrwerts =  m/v und  die Rate des Profits m
       /(c+v). 4. Die Rate des Mehrwerts als gegeben vorausgesetzt, kann
       die Rate des Profits steigen oder fallen, und selbst in entgegen-
       gesetzter Richtung als die Rate des Mehrwerts.
       
       #474# Beilagen
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       So hat  der Mehrwert  in der  ersten Gestalt  des Profits bereits
       eine Form,  die seine  Identität mit dem Mehrwert, der Surplusar-
       beit, nicht  nur nicht unmittelbar erkennen läßt, sondern ihr un-
       mittelbar zu widersprechen scheint.
       Weiter  durch   die  Verwandlung   des  Profits  in    D u r c h-
       s c h n i t t s p r o f i t,  die Bildung der allgemeinen Profit-
       rate, und die damit verbundne oder gesetzte Wandlung der Werte in
       Kostenpreise, wird  der Profit  des besondren  Kapitals nicht nur
       dem Ausdruck  nach, als  Unterschied der  Profitrate von der Rate
       des Mehrwerts, sondern der Substanz nach, d.h. hier der Quantität
       nach,   v e r s c h i e d e n   von dem  Mehrwert selbst, den das
       besondre Kapital  in seiner  besondren Produktionssphäre  erzeugt
       hat. Das  einzelne Kapital,  aber auch  das Gsamtkapital in einer
       besondren Sphäre  betrachtet,   s c h e i n t  nicht nur, sondern
       i s t   der  Profit  jetzt  faktisch  verschieden  von  Mehrwert.
       Kapitalien von  gleicher Größe  liefern gleiche Profite, oder der
       Profit ist  im Verhältnis  zur Größe  der  Kapitalien.  Oder  der
       Profit ist bestimmt durch den Wert des vorgeschoßnen Kapitals. In
       allen diesen  Ausdrücken ist das Verhältnis des Profits zur orga-
       nischen Komposition  des Kapitals  völlig ausgelöscht, nicht mehr
       wiederzuerkennen. Was  vielmehr unmittelbar  auf der  Hand liegt,
       ist, daß gleich große Kapitalien, die sehr verschiedne Quanta Ar-
       beit in  Bewegung setzen, also sehr verschiedne Quanta Surplusar-
       beit kommandieren, also sehr verschiedne Quanta surplus value er-
       zeugen, gleich  großen Profit  bringen. Ja, durch die Verwandlung
       der Werte  in Kostenpreise scheint die Basis selbst - die Bestim-
       mung des Werts der Waren durch die in ihnen enthaltne Arbeitszeit
       - aufgehoben.
       Und in  dieser ganz entfremdeten Form des Profits, und in demsel-
       ben Grade,  wie die  Gestalt des  Profits seinen innren Kern ver-
       steckt, erhält  das Kapital mehr und mehr eine sachliche Gestalt,
       wird aus  Verhältnis immer  mehr Ding, aber Ding, das das gesell-
       schaftliche Verhältnis  im Leib hat, in sich verschluckt hat, mit
       fiktivem Leben und Selbständigkeit sich zu sich selbst verhalten-
       des Ding,  sinnlich-übersinnliches Wesen;  und in dieser Form von
       K a p i t a l   u n d   P r o f i t erscheint es als fertige Vor-
       aussetzung auf  der Oberfläche.  Es ist die Form seiner Wirklich-
       keit oder  vielmehr seine  wirkliche Existenzform. Und es ist die
       Form, worin  es im  Bewußtsein seiner  Träger, der  Kapitalisten,
       lebt, sich in ihren Vorstellungen abspiegelt.
       Diese fixe  und verknöcherte  Form (metamorphosierte) des Profits
       (und damit  des Kapitals  als seines  Erzeugers, denn Kapital ist
       Grund, Profit  Folge; Kapital  Ursache, Profit  Wirkung;  Kapital
       Substanz, Profit Akzidenz; Kapital ist nur als Profit erzeugendes
       Kapital, als  Wert, der  einen Profit, Zuschußwert schafft) - und
       damit des Kapitals als seines Grundes des sich als Kapital erhal-
       tenden und im Profit vermehrenden Kapitals -
       
       #475# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
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       wird noch  befestigt in ihrer Äußerlichkeit dadurch, daß derselbe
       Ausgleichungsprozeß des  Kapitals, der  dem Profit diese Form des
       Durchschnittsprofits gibt,  einen Teil von ihm unter der Form der
       R e n t e   selbständig und  als auf  anderm Boden, der Erde, ge-
       wachsen, von  ihm absondert. Die Rente stellt sich zwar ursprüng-
       lich dar  als ein  Teil des  Profits, den der farmer dem landlord
       zahlt. Da  aber weder  er, der farmer, diesen surplus profit ein-
       steckt, noch  das Kapital,  das er  anwendet, sich anyhow 1*) von
       anderm Kapital  als Kapital  unterscheidet (weil  er den  surplus
       profit nicht  dem Kapital  als Kapital dankt, zahlt er ihn ja dem
       landlord), erscheint  die Erde selbst als die Quelle dieses Teils
       des Werts  der Ware  (ihres Mehrwerts) und der landlord [scheint]
       nur die  Erde ¦¦912¦  als juristische  Persönlichkeit [zu vertre-
       ten].
       Wird die  Rente berechnet  auf das  vorgeschoßne Kapital, so noch
       ein Faden,  der an ihren Ursprung erinnert, als einen abgesonder-
       ten Teil  des Profits,  also des  Mehrwerts überhaupt. (Natürlich
       anders in  Gesellschaftszustand, wo  das Grundeigentum direkt die
       Arbeit exploitiert. Bei ihm keine Schwierigkeit, den Ursprung des
       surplus wealth  2*) zu erkennen.) Aber die Rente wird bezahlt für
       ein bestimmtes Quantum Grund und Boden; sie wird kapitalisiert im
       Wert des  Bodens; dieser  Wert steigt und fällt im Verhältnis zum
       Steigen oder  Fallen der  Rente; die  Rente steigt  oder fällt im
       Verhältnis zu  der sich gleichbleibenden Bodenfläche (während das
       auf dieser  arbeitende Kapital wechselnde Größe); der Unterschied
       der Bodenarten  zeigt sich in der Höhe der Rente, die für gegebne
       Quadratfüße gezahlt  werden muß;  das Gesamtrental wird berechnet
       auf die  gesamte Bodenfläche, um das Durchschnittsrental z.B. ei-
       nes Quadratfußes  zu bestimmen; die Rente erscheint, wie jede von
       der kapitalistischen  Produktion  geschaffne  Gestalt  derselben,
       zugleich als  feste, gegebne, in jedem Augenblick vorhandne, also
       für den  einzelnen unabhängig vorhandne Voraussetzung. Der farmer
       hat Rente  zu zahlen,  und zwar soviel per Maß Boden, je nach der
       Art des  Bodens. Steigt  oder fällt sie, so steigt oder fällt die
       Rente, die  er von soviel acres zu zahlen hat; für den Boden, ab-
       gesehn von  dem Kapital,  das er darauf anwendet; ganz wie er den
       Zins zu  zahlen hat,  abgesehn von  dem Profit, den er macht. Das
       Berechnen der  Rente auf  das industrielle  Kapital ist noch eine
       kritische Formel  der politischen Ökonomie, die den innren Zusam-
       menhang der  Rente mit  dem Profit  als ihrem 3*) Grund und Boden
       festhält. In der Wirklichkeit aber  e r s c h e i n t  dieser Zu-
       sammenhang nicht,  vielmehr mißt sich hier die Rente an dem wirk-
       lichen Grund und Boden - und damit ist die ganze
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       1*) irgendwie  - 2*) Mehrreichtums - 3*) in der Handschrift: sei-
       nem
       
       #476# Beilagen
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       Vermittlung abgeschnitten  und ihre  veräußerlichte  selbständige
       Gestalt vollendet.  Selbständige Gestalt  ist sie  nur in  dieser
       Veräußerlichung, in  dem völligen  Losgetrenntsein von ihrer Ver-
       mittlung. Quadratfüße  Boden 1*)  bringen soundsoviel  Rente.  In
       diesem Ausdruck,  worin ein Teil des Mehrwerts - die Rente -  i m
       V e r h ä l t n i s   z u   e i n e m   b e s o n d r e n    N a-
       t u r e l e m e n t,     u n a b h ä n g i g     v o n      d e r
       m e n s c h l i c h e n     A r b e i t,      s i c h      d a r-
       s t e l l t,   ist nicht  nur die  Natur des  Mehrwerts, weil des
       Werts selbst,  vollständig ausgelöscht, sondern der   P r o f i t
       selbst erscheint  jetzt, wie  die  Rente  der  Erde,  so  er  dem
       K a p i t a l   a l s   e i n e m   b e s o n d r e n    d i n g-
       l i c h e n   P r o d u k t i o n s e l e m e n t  g e s c h u l-
       d e t.   Die Erde  ist von Natur da und bringt Rente. Das Kapital
       besteht  aus   Produkten,  und  diese  bringen  Profit.  Daß  ein
       Gebrauchswert, der produziert ist, Profit bringt, und ein andrer,
       der nicht produziert ist, Rente bringt, sind nur zwei verschiedne
       Formen, worin  Dinge  W e r t  s c h a f f e n,  die eine grad so
       begreiflich und unbegreiflich wie die andre.
       Es ist  klar, daß,  sobald sich der Mehrwert auf 2*) verschiedne,
       besondre, auf  verschiedne Produktionselemente  - wie Natur, Pro-
       dukte, Arbeit  - bezogen, nur stofflich verschiedne Produktionse-
       lemente bezieht, daß, sobald er überhaupt besondre, gegeneinander
       gleichgültige, voneinander  unabhängige und durch verschiedne Ge-
       setze regulierte Gestalten erhält, seine gemeinsame Einheit - der
       Mehrwert -  und daher  die Natur  dieser gemeinsamen Einheit mehr
       und mehr  unerkenntlich wird  und in  der Erscheinung  sich nicht
       zeigt, sondern als verborgnes Mysterium erst entdeckt werden muß.
       Diese Verselbständigung der Gestalt der besondren Teile - und ihr
       Gegenübertreten als  selbständige Gestalten  - wird vollendet da-
       durch, daß  jeder dieser Teile auf ein besondres Element als sein
       Maß und  seinen besondren  Quell reduziert  wird, oder  daß jeder
       Teil des Mehrwerts als Wirkung einer besondren Ursache, als Akzi-
       denz einer besondren Substanz sich darstellt. So der Profit-Kapi-
       tal, Rente-Erde, Arbeitslohn-Arbeit.
       Und es  sind diese  fertigen Verhältnisse  und Formen, die in der
       wirklichen Produktion  als Voraussetzungen  erscheinen, weil  die
       kapitalistische Produktionsweise  sich in  den von ihr selbst ge-
       schaffnen Gestalten bewegt und diese, ihr Resultat, im Prozeß der
       Reproduktion, ihr  ebensosehr als  fertige Voraussetzungen gegen-
       übertreten. Als  solche bestimmen sie praktisch das Tun und Trei-
       ben der  einzelnen Kapitalisten  etc., geben  die Motive her, wie
       sie als  solche in  ihrem Bewußtsein sich widerspiegeln. Die Vul-
       gärökonomie tut  nichts, als  dies seinen Motiven und seinen Vor-
       stellungen nach in der Erscheinung der kapitalistischen Produkti-
       onsweise befangene
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       1*) In  der Handschrift  darübergeschrieben: Erde  - 2*)  in  der
       Handschrift: in
       
       #477# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
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       Bewußtsein in doktrinärer Form aussprechen. Und je flacher sie an
       der Oberfläche hängt und sie nur in einer gewissen Ordnung wider-
       hallt, um  so mehr  ist sie sich bewußt, "naturgemäß" zu sein und
       aller abstrakten Spintisiererei fernzustehn.
       ¦¦913¦ Oben  bei dem Zirkulationsprozeß noch zu bemerken 1*), daß
       die aus  dem Zirkulationsprozeß  hervorgehenden Bestimmungen sich
       als Eigenschaften bestimmter Sorten von Kapital, fixem, zirkulie-
       rendem etc.  kristallisieren und so als gegebne Eigenschaften er-
       scheinen, die bestimmten Waren stofflich zukommen.
       Wenn in  der finalen  Gestalt, worin der Profit, als gegeben vor-
       ausgesetzt, in  der kapitalistischen  Produktion  erscheint,  die
       vielen Verwandlungen,  Vermittlungen, die  er durchläuft,  ausge-
       löscht und  unerkennbar sind,  daher auch die Natur des Kapitals;
       wenn diese  Gestalt noch  mehr fixiert wird dadurch, daß derselbe
       Prozeß, der  ihr den letzten finish 2*) gibt, einen Teil des Pro-
       fits ihm  als   R e n t e   gegenüberstellt, ihn  also  zu  einer
       b e s o n d r e n   Form des Mehrwerts macht, die ganz so auf das
       Kapital bezogen  ist, als stofflich besonderes Produktionsinstru-
       ment, wie  die Rente  auf die  Erde, so  erreicht diese von ihrem
       innren Wesen  durch eine  Masse  unsichtbarer  Mittelglieder  ge-
       trennte  Gestalt  eine  noch  mehr    v e r ä u ß e r l i c h t e
       Form, oder  vielmehr die  Form der  absoluten    V e r ä u ß e r-
       l i c h u n g   im zinstragenden  Kapital, in  der  Spaltung  des
       Profits und  Zins, im  zinstragenden Kapital  als  der  einfachen
       Gestalt des  Kapitals, der  Gestalt,  worin  das  Kapital  seinem
       eignen Reproduktionsprozeß  vorausgesetzt ist.  Einerseits drückt
       sich  drin  die  absolute  Form  des  Kapitals  aus:  G-G'.  Sich
       verwertender Wert.  Anderseits ist  das Mittel  weggefallen,  das
       selbst noch  beim reinen  Handelskapital existiert, W, G-W-G'. Es
       ist bloß das Verhältnis von G zu sich selbst und gemessen an sich
       selbst. Es  ist das Kapital ausdrücklich herausgenommen, geschie-
       den, außerhalb  des Prozesses  - als Voraussetzung des Prozesses,
       dessen Resultat es ist und in und durch den es nur Kapital ist.
       {[Hier ist] abgesehn davon, daß der Zins bloßer transfer 3*) sein
       kann und  keinen wirklichen  Mehrwert auszudrücken  braucht,  wie
       wenn Geld  einem "Verschwender", i.e. wenn es für Konsumtion ver-
       liehn wird.  Derselbe Fall kann jedoch eintreten, wenn es geliehn
       wird, um  zu  z a h l e n.  In beiden Fällen wird es als Geld und
       nicht  als  Kapital  verliehn,  wird  aber  für  seinen  Besitzer
       K a p i t a l   durch den  bloßen Akt  des Verleihens. Im zweiten
       Fall, [bei]  discount, oder  loan on  temporaneously not vendible
       commodities 4*), kann es
       -----
       1*) Siehe  vorl. Band, S. 473/474 - 2*) Schliff - 3*) bloße Über-
       tragung -  4*) Diskontierung,  oder Beleihung  von augenblicklich
       nicht verkäuflichen Waren
       
       #478# Beilagen
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       sich auf den Zirkulationsprozeß des Kapitals, die notwendige Ver-
       wandlung des  Warenkapitals als  Geldkapital beziehn.  Soweit die
       Beschleunigung dieses  Verwandlungsprozesses - wie im Kredit sei-
       nem allgemeinen  Wesen nach  - die Reproduktion, also die Produk-
       tion von  Mehrwert beschleunigt,  ist das  geliehne Geld Kapital.
       Soweit es  dagegen nur  dient,   S c h u l d e n  zu zahlen, ohne
       den Reproduktionsprozeß  zu beschleunigen,  vielleicht ihn unmög-
       lich  macht   oder  verengt,  ist  es  bloßes    Z a h l u n g s-
       m i t t e l,   nur Geld  für den  Leiher, und  für  den    V e r-
       l e i h e r   i n   d e r   T a t   v o m    P r o z e ß    d e s
       K a p i t a l s   u n a b h ä n g i g e s    K a p i t a l.    In
       diesem Fall  der Zins, wie der profit upon expropriation 1*), von
       der kapitalistischen  Produktion -  der Erzeugung des Mehrwerts -
       als solcher  unabhängiger fact.  Es sind  diese beiden Formen des
       Geldes, als  Kaufmittel für  Ware, um  sie zu  verzehren, und als
       Zahlungsmittel für  Schulden, daß  der Zins,  ganz wie der profit
       upon expropriation,  eine zwar in der kapitalistischen Produktion
       sich reproduzierende, aber von ihr unabhängige, frühren Produkti-
       onsweisen angehörende Form des Zinses. Es liegt aber in der Natur
       der kapitalistischen Produktion, daß Geld (oder Ware) außer[halb]
       des Produktionsprozesses  Kapital sein, als Kapital verkauft wer-
       den kann, daß dies auch in den ältren Formen geschehn kann, worin
       es nicht in Kapital verwandelt wird, sondern nur als Geld dient.
       Die dritte  ältre Form  des zinstragenden Kapitals beruht darauf,
       daß die kapitalistische Produktion noch nicht vorhanden ist, son-
       dern der Profit noch in der Form des Zinses eingesteckt wird, der
       Kapitalist als  bloßer Wucherer  erscheint. Dies schließt ein: 1.
       daß der  Produzent noch selbständig mit seinen Produktionsmitteln
       arbeitet, die  Produktionsmittel  noch  nicht  mit  ihm  arbeiten
       (selbst wenn  zu diesen  Produktionsmitteln Sklaven  gehören, die
       aber hier so wenig eine besondre ökonomische Kategorie bilden wie
       das Arbeitsvieh,  oder höchstens  stofflicher Unterschied: stumme
       Instrumente, fühlende,  sprechende); 2. daß die Produktionsmittel
       ihm nur nominell gehören, d.h., daß er durch irgendwelche Zufälle
       unfähig ist,  sie aus  dem Verkauf seiner Waren zu reproduzieren.
       Diese Formen  des zinstragenden  Kapitals daher  in allen Gesell-
       schaftsformen, es  mag Sklavenarbeit, Leibeignenarbeit oder freie
       Arbeit in ihnen herrschen, worin Warenzirkulation und Geld zirku-
       liert. In  der letztbemerkten Form zahlt der Produzent seine Sur-
       plusarbeit an den Kapitalisten unter der Form des Zinses, der da-
       her Profit einschließt. Es ist hier die ganze ¦¦914¦ kapitalisti-
       sche Produktion,  ohne ihre Vorteile, die Entwicklung der gesell-
       schaftlichen Formen der Arbeit und deraus ihnen hervorsprießenden
       Produktivkräfte der Arbeit. Eine Form,
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       1*) Entäußerungsprofit
       
       #479# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
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       sehr vorherrschend  bei Bauernvölkern,  die aber schon einen Teil
       ihrer Lebensmittel  und Produktionsinstrumente  als  Ware  kaufen
       müssen, neben  denen also  gesondert schon  städtische  Industrie
       existiert, die  außerdem Steuern,  Rente in  Geld  zahlen  müssen
       etc.}
       Das zinstragende Kapital bewährt sich nur als solches, soweit das
       verliehne Geld  wirklich in  Kapital verwandelt wird und ein sur-
       plus produziert,  wovon der Zins ein Teil. Allein dies hebt nicht
       auf, daß  ihm, unabhängig vom Prozeß, der Zins und das Zinstragen
       als Eigenschaft  eingewachsen ist.  Sowenig es  den Gebrauchswert
       der Baumwolle  aufhebt als  Baumwolle, daß  sie  versponnen  oder
       sonstwie vernutzt werden muß, um ihre nützlichen Eigenschaften zu
       bewähren. Und so [beweist] das Kapital seine zinsschaffende Kraft
       nur, indem  es übergeht  in den  Produktionsprozeß. Aber  das Ar-
       beitsvermögen bewährt  ja auch nur seine Kraft, Wert zu schaffen,
       wenn es  im Prozeß  als Arbeit  betätigt,  realisiert  wird.  Das
       schließt nicht  aus, daß es an sich, als Vermögen, die wertschaf-
       fende Tätigkeit  ist und  als solche  nicht erst durch den Prozeß
       wird, sondern ihm vielmehr vorausgesetzt ist. Als solches wird es
       gekauft. Es kann einer es auch kaufen, ohne es arbeiten zu lassen
       (wie z.B.  ein Schauspieldirektor einen Schauspieler kauft, nicht
       um ihn spielen zu lassen, sondern um sein Spiel einem Konkurrenz-
       theater zu  entziehn). Ob  der, der  das  Arbeitsvermögen  kauft,
       seine Eigenschaft,  die er  bezahlt, seine  Eigenschaft  Wert  zu
       schaffen, benutzt, geht den Verkäufer nichts an und die verkaufte
       Ware nichts,  sowenig als ob der, der Kapital kauft, es als Kapi-
       tal vernutzt,  also die ihm inhärente Eigenschaft, Wert zu schaf-
       fen im  Prozeß betätigt.  Was er  zahlt, ist in beiden Fällen der
       a n  s i c h,  der Möglichkeit nach, der Natur der gekauften Ware
       nach, das  eine Mal  im Arbeitsvermögen, das andre Mal im Kapital
       eingeschlossene Mehrwert  und [die] Fähigkeit, seinen eignen Wert
       zu erhalten.  Deshalb betrachtet  auch der  Kapitalist,  der  mit
       eignem Kapital  arbeitet, einen Teil des Mehrwerts als Zins, d.h.
       als einen  Mehrwert, der  aus dem  Produktionsprozeß herauskömmt,
       weil das  Kapital, unabhängig  davon, ihn  in ihn  hineingebracht
       hat.
       Die Grundrente, und das Verhältnis Erde-Rente, kann als eine viel
       mysteriösre Form erscheinen als die [Form] Zins, [das Verhältnis]
       Kapital-Zins. Aber das Irrationale ist in der Form der Grundrente
       auch  nicht   so  ausgesprochen   oder  gestaltet,   daß  es  ein
       V e r h ä l t n i s   d e s   K a p i t a l s   s e l b s t  aus-
       drückt. Da  die Erde selbst produktiv ist (von Gebrauchswert) und
       selbst eine  lebendige Produktivkraft (von Gebrauchswert oder zur
       Herstellung von  Gebrauchswerten), so kann entweder superstitious
       1*) Gebrauchswert
       -----
       1*) abergläubig
       
       #480# Beilagen
       -----
       und Tauschwert,  das Ding mit einer spezifisch gesellschaftlichen
       Form der im Produkt enthaltnen Arbeit verwechselt werden; die Ir-
       rationalität findet  dann ihren  Grund in  sich selbst, indem die
       Rente als  sui generis  1*) mit  dem kapitalistischen  Prozeß als
       solchem nichts  zu tun hat, oder die "aufgeklärte" Ökonomie kann,
       wegen der Nichtbeziehung der Rente, sei es auf Arbeit, sei es auf
       Kapital, leugnen,  daß die  Rente überhaupt eine Form der surplus
       value, und  sie als  bloße surcharge  of price 2*) erklären, wozu
       den Grundeigentümer das Monopol des Besitzes der Erde befähigt.
       Anders mit  dem zinstragenden Kapital. Hier handelt es sich nicht
       von einem  dem Kapital  fremden,  sondern  vom  Kapitalverhältnis
       selbst, von  einem aus  der kapitalistischen Produktion entsprin-
       genden und  ihr spezifischen,  das Wesen des Kapitals selbst aus-
       drückenden Verhältnis,  einer Gestalt  des Kapitals, worin es als
       Kapital erscheint. Der  P r o f i t  enthält immer noch Beziehung
       auf das  prozessierende Kapital,  auf den Prozeß, worin der Mehr-
       wert (er  selbst) erzeugt  wird.  Im    z i n s t r a g e n d e n
       K a p i t a l   ist nicht,  wie im  P r o f i t,  die Gestalt des
       Mehrwerts entfremdet,  fremdartig geworden ohne unmittelbar seine
       einfache Gestalt und damit seine Substanz und seinen Entstehungs-
       grund  erkennen   zu  lassen;   im  Zins  ist  vielmehr    a u s-
       d r ü c k l i c h   diese entfremdete  Form als das  W e s e n t-
       l i c h e   gesetzt, vorhanden  ausgesprochen. Sie ist als gegen-
       sätzlich gegen die wirkliche Natur des Mehrwerts verselbständigt,
       fixiert. Im zinstragenden Kapital ist das Verhältnis des Kapitals
       zur Arbeit  ausgelöscht. In  der Tat  unterstellt  der  Zins  den
       Profit, von  dem er  nur ein Teil ist und wie der Mehrwert ¦¦915¦
       sich teilt zwischen Zins und Profit, zwischen verschiednen Sorten
       Kapitalisten,  ist   in  der   Tat  für   den  Lohnarbeiter  ganz
       gleichgültig.
       Der Zins  ist ausdrücklich  gesetzt als offspring of capital 3*),
       getrennt, unabhängig,  und außerhalb des kapitalistischen Prozes-
       ses selbst.  Er kommt dem  K a p i t a l  als  K a p i t a l  zu.
       Er geht ein in den Produktionsprozeß und kommt daher aus ihm her-
       aus. Das  Kapital ist  mit ihm  geschwängert. Es  bringt den Zins
       nicht aus  dem Produktionsprozeß  heraus, sondern  bringt ihn  in
       denselben hinein.  Der Überschuß  des Profits  über den Zins, das
       Quantum Mehrwert, das das Kapital erst dem Produktionsprozeß ver-
       dankt, erst  als funktionierendes  Kapital erzeugt, erhält daher,
       gegenüber  dem   Zins,  als   der  dem   Kapital  an   sich,  dem
       K a p i t a l   f ü r   s i c h,    dem    K a p i t a l    a l s
       K a p i t a l   zukommenden Wertschöpfung,  eine besondre Gestalt
       als   i n d u s t r i e l l e r    P r o f i t    (Unternehmungs-
       profit, industriell oder kommerziell, je nachdem der Produktions-
       prozeß oder der Zirkulationsprozeß betont wird). Damit wird
       -----
       1*) eigene  Art. besondere  Art - 2*) bloßer Preisaufschlag - 3*)
       Frucht des Kapitals
       
       #481# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
       -----
       auch noch die letzte Form des Mehrwerts, die einigermaßen an sei-
       nen Ursprung  erinnert, nicht  nur in einer entfremdeten, sondern
       in direktem Gegensatz dazu gefaßten Form gesondert und aufgefaßt,
       und damit  schließlich die  Natur des Kapitals und des Mehrwerts,
       wie der  kapitalistischen Produktion überhaupt, gänzlich mystifi-
       ziert.
       Der   i n d u s t r i e l l e   P r o f i t    im  Gegensatz  zum
       Z i n s   stellt das  Kapital im  Prozeß im Gegensatz zum Kapital
       außerhalb des  Prozesses dar, das Kapital als Prozeß im Gegensatz
       zum Kapital als Eigentum 1*), daher den Kapitalisten als funktio-
       nierenden Kapitalisten,  als Repräsentanten des  a r b e i t e n-
       d e n   K a p i t a l s   im Gegensatz  zum Kapitalisten  als der
       bloßen Personifizierung  des Kapitals,  als bloßem Eigentümer des
       Kapitals. So  erscheint er  als   a r b e i t e n d e r  K a p i-
       t a l i s t  gegen sich selbst als  K a p i t a l i s t e n;  da-
       her weiter  als   A r b e i t e r   gegen sich  als bloßen   E i-
       g e n t ü m e r.   Soweit daher noch ein Verhältnis des Mehrwerts
       zum Prozeß  festgehalten wird,  erscheint, geschieht  es grade in
       der Form,  worin the  very notion  of surplus  value is negatived
       2*). Der   i n d u s t r i e l l e   P r o f i t   wird in Arbeit
       aufgelöst, aber  nicht in  fremde,   u n b e z a h l t e  Arbeit,
       sondern in   L o h n a r b e i t,   in  Arbeitslohn für  den  Ka-
       pitalisten, der  hiermit mit  dem Lohnarbeiter  in eine Kategorie
       fällt, und  nur eine besser bezahlte Art von Lohnarbeiter, wie ja
       überhaupt der Arbeitslohn sehr verschieden.
       In der Tat ist es nicht dadurch, daß sich Geld in Kapital verwan-
       delt, daß  es sich  gegen die  stofflichen Produktionsbedingungen
       der Ware  austauscht und diese Bedingungen - Arbeitsmaterial, Ar-
       beitsmittel, Arbeit - im Arbeitsprozeß in Gärung geraten, aufein-
       ander wirken, sich verbinden, einen chemischen Prozeß eingehn und
       die Ware  als Kristall  dieses Prozesses  niederschlagen. So käme
       nie Kapital  heraus, nie  Mehrwert. Diese  abstrakte Form des Ar-
       beitsprozesses ist  vielmehr allen  Produktionsweisen, was  immer
       ihre gesellschaftliche  Gestalt oder  ihre historische  Bestimmt-
       heit, gemein. Dieser Prozeß wird nur kapitalistischer Prozeß, das
       Geld verwandelt  sich nur  in Kapital,  wenn 1.  W a r e n p r o-
       d u k t i o n,   die Produktion  des Produkts  als Ware, die all-
       gemeine Form  der Produktion  ist;  2.  wenn  Ware  (Geld)  gegen
       Arbeitsvermögen  (also  faktisch  gegen  Arbeit)  als  Ware  sich
       austauscht, die Arbeit daher Lohnarbeit ist; 3. aber dies nur der
       Fall, wenn die objektiven Bedingungen, also (den ganzen Produkti-
       onsprozeß 3*)  betrachtet) die  Produkte der  Arbeit  selbst  als
       selbständige Mächte,  als ihr Nichteigentum, als fremdes Eigentum
       und so der Form nach  a l s  K a p i t a l  gegenüberstehn.
       -----
       1*) In der Handschrift: das Kapital als Eigentum im Gegensatz zum
       Kapital als Prozeß - 2*) der wahre Begriff des Mehrwertes negiert
       ist - 3*) in der Handschrift: Reproduktionsprozeß
       
       #482# Beilagen
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       Die Arbeit  als Lohnarbeit und die Bedingungen der Arbeit als Ka-
       pital daher Eigentum des Kapitalisten: sie sind Selbsteigentümer,
       im Kapitalisten,  worin sie  sich personifizieren, und dessen Ei-
       gentum an  ihnen, ihr  Eigentum an  sich selbst der Arbeit gegen-
       über, darstellen - sind Ausdruck desselben Verhältnisses, nur von
       seinen verschiednen  Polen aus.  Diese Bedingung der kapitalisti-
       schen Produktion  ist  ihr  beständiges  Resultat.  Es  ist  ihre
       V o r a u s s e t z u n g   als von  ihr selbst  gesetzt; sie ist
       sich selbst  vorausgesetzt, also  mit ihren  Bedingungen gesetzt,
       sobald sie  sich entwickelt  hat und in ihr gemäßen Verhältnissen
       funktioniert. Der   k a p i t a l i s t i s c h e    P r o d u k-
       t i o n s p r o z e ß   ist  aber  auch  nicht  Produktionsprozeß
       schlechthin; jene  gegensätzlich  gesellschaftliche  Bestimmtheit
       seiner Elemente  entwickelt sich  nur,  realisiert  sich  nur  im
       Prozeß selbst, den sie durch und durch charakterisiert, und grade
       zu dieser gesellschaftlich bestimmten Produktionsweise, dem  k a-
       p i t a l i s t i s c h e n    P r o d u k t i o n s p r o z e ß,
       macht.
       ¦¦916¦ Sofern  sich das  Kapital -  nicht ein bestimmtes Kapital,
       sondern das  Kapital überhaupt  - erst  bildet, ist  sein  B i l-
       d u n g s p r o z e ß  der  A u f l ö s u n g s p r o z e ß,  das
       S c h e i d u n g s p r o d u k t   der ihm  vorgehenden  gesell-
       schaftlichen  Produktionsweise.   Also    h i s t o r i s c h e r
       P r o z e ß  und bestimmter historischer Periode angehöriger Pro-
       zeß. Dies  ist seine   h i s t o r i s c h e  G e n e s i s peri-
       ode.   (So das  Dasein des  Menschen das  Resultat eines  frühern
       Prozesses, den  das organische  Leben durchlaufen  hat. Erst  auf
       einem gewissen  Punkt wird  er Mensch.  Aber den  Menschen einmal
       gesetzt, ist  er,  als  beständige  Voraussetzung  der  Menschen-
       geschichte, ebenso  ihr beständiges  Produkt und Resultat, und er
       ist Voraussetzung nur als sein eignes Produkt und Resultat.) Hier
       erst muß  die Arbeit  sich loslösen von den Arbeitsbedingungen in
       ihrer frühern  Form der Identität mit denselben. Sie wird so erst
       freie Arbeit,  und so  verwandeln sich  ihr gegenüber  erst  ihre
       Bedingungen in  Kapital. Der  Prozeß des Werdens des Kapitals zum
       Kapital  oder   seiner  Entwicklung   vor  dem   kapitalistischen
       Produktionsprozeß selbst und seiner Realisierung in diesem Prozeß
       gehören  hier  zwei  historisch  verschiednen  Perioden.  In  der
       letztren ist  es unterstellt, sein Dasein als sich selbst betäti-
       gendes vorausgesetzt. In der erstern ist es Niederschlag des Auf-
       lösungsprozesses einer  andren Gesellschaftsform.  Es ist Produkt
       einer andren,  nicht wie  später es als Produkt seiner eignen Re-
       produktion. Die kapitalistische Produktion arbeitet auf der Lohn-
       arbeit als  ihrer vorhandnen, aber zugleich beständig von ihr re-
       produzierten Basis.  Sie arbeitet daher auch auf dem Kapital, als
       der Gestalt der Arbeitsbedingungen, als ihrer gegebnen Vorausset-
       zung, eine  Voraussetzung, die aber ebenso wie die Lohnarbeit ihr
       beständiges Setzen, ihr beständiges Produkt ist.
       
       #483# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
       -----
       Auf dieser  Basis ist das  G e l d  z.B. an sich Kapital, weil an
       sich die  Produktionsbedingungen die  entfremdete Form der Arbeit
       gegenüber haben,  als fremdes  Eigentum ihr  gegenüber erscheinen
       und sie  als solches  beherrschen. Das Kapital kann dann auch als
       Ware, die diese Eigenschaft hat, verkauft, d. h. Kapital kann als
       Kapital verkauft werden, wie es im Ausleihn des Kapitals auf Zin-
       sen geschieht.
       Indem aber  so das  Moment der  spezifisch gesellschaftlichen Be-
       stimmtheit des  Kapitals und  der kapitalistischen  Produktion  -
       eine spezifisch  gesellschaftliche Bestimmtheit,  die sich  juri-
       stisch ausdrückt  im Kapital als Eigentum, im Kapitaleigentum als
       einer besondren Form des Eigentums -  f i x i e r t  w i r d  und
       der   Z i n s   daher so  erscheint  als  der    T e i l    d e s
       M e h r w e r t s,   den das  Kapital in dieser Bestimmtheit, ge-
       trennt von  dieser Bestimmtheit  als Bestimmtheit  des  Prozesses
       überhaupt, erzeugt,  muß offenbar  der andre  Teil des Mehrwerts,
       das surplus  des Profits  über den  Zins, der    i n d u s t r i-
       e l l e   P r o f i t,   sich als  Wert darstellen, der nicht aus
       dem Kapital  als Kapital  stammt, sondern  aus  dem  Produktions-
       prozeß, getrennt  von seiner gesellschaftlichen Bestimmtheit, die
       ja in dem Ausdruck Kapital-Zins schon ihre besondre Existenzweise
       erhalten hat. Vom Kapital getrennt ist aber der Produktionsprozeß
       A r b e i t s p r o z e ß  überhaupt. Der industrielle Kapitalist
       als unterschieden  von  sich  als  Kapitalist,  Industrieller  im
       Unterschied von  sich als  Kapitalist, Eigentümer  des Kapitals -
       ist also  nur noch  einfacher Funktionär  im Arbeitsprozeß, nicht
       funktionierendes  Kapital,   sondern  Funktionär,   abgesehn  vom
       Kapital -,  also ein  besondrer Träger des Arbeitsprozesses über-
       haupt,   A r b e i t e r.   Damit wird  dann glücklich  der indu-
       strielle Profit  in   A r b e i t s l o h n  verwandelt und fällt
       mit dem  gewöhnlichen Arbeitslohn  zusammen, von  dem er sich nur
       noch  quantitativ  unterscheidet  und  durch  besondre  Form  der
       Auszahlung, daß  der Kapitalist  ihn sich selbst zahlt, statt ge-
       zahlt erhält.
       In dieser  letzten Spaltung  des Profits  in Zins  und   i n d u-
       s t r i e l l e n   P r o f i t   ist nicht  nur  die  Natur  des
       Mehrwerts (und  daher des  Kapitals)  ausgelöscht,  sondern  aus-
       drücklich als etwas ganz Verschiednes dargestellt.
       Der   Z i n s  drückt einen Teil des Mehrwerts aus; bloßes, unter
       besondrem Namen ausrangiertes Quotum des Profits; das Quotum, was
       dem bloßen  Eigentümer des  Kapitals zukommt,  von ihm abgefangen
       wird. Aber  dies bloß  q u a n t i t a t i v e  Teilen schlägt in
       ein   q u a l i t a t i v e s  T e i l e n  um, das beiden Teilen
       eine verwandelte  Gestalt gibt,  worin auch  keine Pulsader ihres
       ursprünglichen Wesens  mehr zu  schlagen scheint. ¦¦917¦ Es befe-
       stigt sich  dies zunächst darin, daß der  Z i n s  nicht als eine
       der Produktion  gleichgültige  Teilung  auftritt,  die  nur  dann
       "gelegentlich" stattfindet, wenn der
       
       #484# Beilagen
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       Industrielle mit  fremdem Kapital  arbeitet.  Auch  wenn  er  mit
       eignem Kapital  arbeitet, spaltet  sich sein  Profit in  Zins und
       i n d u s t r i e l l e n   P r o f i t,   womit  also  die  bloß
       quantitative Teilung  schon als   q u a l i t a t i v e,  von dem
       zufälligen Umstand,  ob der Industrielle Eigentümer oder Nichtei-
       gentümer seines Kapitals ist, unabhängig, aus der Natur des Kapi-
       tals und  der kapitalistischen  Produktion  selbst  entspringende
       qualitative Teilung  fixiert wird. Es sind nicht nur zwei an ver-
       schiedne Personen  verteilte Quota  des Profits, sondern zwei be-
       sondre Kategorien  desselben, die  in verschiednem Verhältnis zum
       Kapital, also  im Verhältnis  zu verschiednen  Bestimmtheiten des
       Kapitals stehn.  Diese Verselbständigung, abgesehn von den früher
       entwickelten Gründen,  befestigt sich  um so  leichter,  als  das
       z i n s t r a g e n d e   K a p i t a l  als historische Form vor
       dem industriellen Kapital erscheint und neben ihm in seiner alten
       Form fortexistiert,  und erst  von ihm im Lauf seiner Entwicklung
       als eine  b e s o n d r e  F o r m  seiner selbst unter die kapi-
       talistische Produktion subsumiert wird.
       Aus der  bloß quantitativen   Teilung wird daher eine qualitative
       Spaltung.  Das   Kapital  selbst   wird  gespalten.   Soweit   es
       V o r a u s s e t z u n g   der kapitalistischen  Produktion ist,
       soweit es  also die   e n t f r e m d e t e  F o r m  d e r  A r-
       b e i t s b e d i n g u n g e n,   ein  s p e z i f i s c h  g e-
       s e l l s c h a f t l i c h e s     V e r h ä l t n i s    a u s-
       d r ü c k t,   realisiert es  sich im  Zins. Seinen Charakter als
       Kapital realisiert es im Zins. Anderseits, soweit es funktioniert
       im Prozeß,  erscheint  dieser  Prozeß  als  getrennt  von  seinem
       spezifisch kapitalistischen  Charakter, von seiner spezifisch ge-
       sellschaftlichen  Bestimmtheit   -  als  bloßer    A r b e i t s-
       p r o z e ß   überhaupt.  Soweit  der  Kapitalist  daher  in  ihn
       eingreift, greift er nicht als Kapitalist in ihn ein, denn dieser
       sein Charakter  ist diskontiert  im Zins,  sondern als Funktionär
       des  Arbeitsprozesses  überhaupt,  als  Arbeiter,  und  sein  Ar-
       beitslohn stellt  sich dar  im  i n d u s t r i e l l e n  P r o-
       f i t.   Es ist  besondre Weise  der Arbeit - labour of direction
       1*) -,  aber die  Arbeitsweisen  sind  ja  überhaupt  voneinander
       verschieden.
       In diesen zwei Formen des Mehrwerts ist also die Natur desselben,
       das Wesen  des Kapitals  und der  Charakter der  kapitalistischen
       Produktion vollständig  nicht nur ausgelöscht, sondern ins Gegen-
       teil verkehrt.  Aber, insofern auch der Charakter und die Gestalt
       des Kapitals  vollendet, als  die Versubjektivierung  der Sachen,
       die Versachlichung  der Subjekte,  die Verkehrung von Ursache und
       Wirkung, das  religiöse Quidproquo,  die reine  Form des Kapitals
       G-G', sinnlos,  ohne alle Vermittlung dargestellt und ausgedrückt
       wird. Ebenso die Verknöcherung der Verhältnisse, ihre Darstellung
       als Verhältnis  der Menschen  zu Sachen  von bestimmtem  sozialen
       Charakter, ganz  anders herausgearbeitet als in der einfachen My-
       stifikation
       -----
       1*) Arbeit der Leitung
       
       #485# Revenue and its sources. Die Vulgarökonomie
       -----
       der Ware  und der schon komplizierteren des Geldes. Die Transsub-
       stantiation, der Fetischismus ist vollendet.
       Der  Z i n s  an sich drückt also grade das Dasein der Arbeitsbe-
       dingungen als   K a p i t a l  in ihrem gesellschaftlichen Gegen-
       satz und  ihrer Metamorphose als persönliche Mächte gegenüber der
       Arbeit und  über  die  Arbeit  aus.  Er  resümiert  den    e n t-
       f r e m d e t e n  Charakter der Arbeitsbedingungen im Verhältnis
       zur Tätigkeit  des Subjekts.  Er stellt das Eigentum des Kapitals
       oder das  bloße Kapitaleigentum  als  Mittel  dar,  die  Produkte
       fremder Arbeit sich anzueignen als Herrschaft über fremde Arbeit.
       Aber er  stellt diesen  Charakter des Kapitals dar als etwas, was
       ihm außer dem Produktionsprozeß selbst zukommt und keineswegs das
       Resultat  der   spezifischen  Bestimmtheit   dieses  Produktions-
       prozesses selbst  ist. Er  stellt es  dar nicht  im Gegensatz zur
       Arbeit, sondern  umgekehrt, ohne  Verhältnis zur  Arbeit und  als
       bloßes Verhältnis  eines Kapitalisten  zum andren.  Also als eine
       dem Verhältnis  des Kapitals  zur Arbeit  selbst  äußerliche  und
       gleichgültige Bestimmung.  Die Verteilung  des Profits  unter den
       Kapitalisten ist  dem Arbeiter  als solchem  gleichgültig. In dem
       Z i n s   also, der  Gestalt des  Profits, worin  der  g e g e n-
       s ä t z l i c h e   C h a r a k t e r   des Kapitals  sich  einen
       besondren Ausdruck  gibt, gibt  er  sich  einen  Ausdruck,  worin
       dieser Gegensatz  völlig ausgelöscht und ausdrücklich von ihm ab-
       strahiert ist.  Soweit er  überhaupt,  außer  der  Fähigkeit  des
       Gelds, der  Waren etc., ihren eignen Wert zu verwerten darstellt,
       den Mehrwert  als aus  ihnen herauswachsend,  als ihre natürliche
       Frucht darstellt,  also bloßer  Ausdruck der Kapitalmystifikation
       in der  äußersten Form  ist - soweit er überhaupt gesellschaftli-
       ches Verhältnis   a l s   s o l c h e s   darstellt  -, drückt er
       ¦¦918¦ bloß Verhältnis zwischen Kapitalisten aus, keineswegs zwi-
       schen Kapital und Arbeit.
       Andrerseits gibt diese Form des  Z i n s e s  dem andren Teil des
       Profits die   q u a l i t a t i v e    F o r m    des    i n d u-
       s t r i e l l e n   P r o f i t s,   des Arbeitslohns für die Ar-
       beit des  industriellen  Kapitalisten,  nicht  als  Kapitalisten,
       sondern als   A r b e i t e r    (Industrieller).  Die  besondren
       Funktionen, die  der Kapitalist  als solcher  im Arbeitsprozeß zu
       verrichten hat  und die  ihm grade  im Unterschied  vom  Arbeiter
       zukommen, werden  als  bloße  Arbeitsfunktionen  dargestellt.  Er
       schafft Mehrwert,  nicht weil er  a l s  K a p i t a l i s t  ar-
       beitet, sondern  weil er,  der Kapitalist, auch  a r b e i t e t.
       Grade als  wenn ein  König, der als König die Armee nominell kom-
       mandiert, gesetzt  würde, sie  zu kommandieren, nicht weil er als
       Eigentümer der Königswürde  k o m m a n d i e r t,  den Feldherrn
       spielt, sondern daß er König ist, weil er  k o m m a n d i e r t,
       die Funktion des Feldherrn ausübt. Wird ein Teil des Mehrwerts so
       in dem  Zins ganz  getrennt vom  Exploitationsprozeß, so wird der
       andre Teil - im industriellen Profit - dargestellt als sein
       
       #486# Beilagen
       -----
       direktes Gegenteil,  nicht Aneignung  von fremder Arbeit, sondern
       Wertschöpfung eigner  Arbeit. Dieser  Teil des Mehrwerts ist also
       gar nicht  mehr Mehrwert,  sondern das  Gegenteil, Äquivalent für
       vollbrachte Arbeit.  Da der   e n t f r e m d e t e  C h a r a k-
       t e r   des Kapitals,  sein Gegensatz  zur Arbeit,  jenseits  des
       Exploitationsprozesses, der  wirklichen  A k t i o n  d i e s e r
       E n t f r e m d u n g   vorliegt, ist  aller gegensätzliche  Cha-
       rakter von  diesem Prozeß  selbst entfernt.  Daher erscheint  die
       wirkliche Exploitation,  das, worin  der gegensätzliche Charakter
       sich verwirklicht  und erst  real  manifestiert,  grade  als  ihr
       Gegenteil, als  eine stofflich besondere Art der Arbeit, aber als
       derselben  gesellschaftlichen   Bestimmtheit  der  Arbeit  -  der
       Lohnarbeit - angehörig. Derselben  K a t e g o r i e  Arbeit. Die
       Arbeit des  Exploitierens ist  hier identifiziert mit der Arbeit,
       die exploitiert wird.
       Diese Verwandlung  eines Teils  des Profits  in  i n d u s t r i-
       e l l e n   P r o f i t   geht, wie wir sehn, aus der Verwandlung
       des andren  Teils in   Z i n s   hervor.  Auf den einen fällt die
       gesellschaftliche Form  des Kapitals  - daß  er Eigentum ist; auf
       den andren  die ökonomische Funktion des Kapitals, seine Funktion
       im Arbeitsprozeß,  aber  befreit,  abstrahiert  von  der  gesell-
       schaftlichen Form,  der  gegensätzlichen  Form,  worin  es  diese
       Funktion ist.  Wie sich  dies weiter  mit Weisheitsgründen recht-
       fertigt, näher  zu sehn  bei der  apologetischen Darstellung  des
       Profits als   l a b o u r    o f    s u p e r i n t e n d e n c e
       1*). Der  Kapitalist hier  mit seinem  manager identifiziert, wie
       Smith schon bemerkt hat. [125]
       Allerdings geht  ein Stück  wages ein  (da wo manager diese wages
       nicht bezieht).  Das Kapital  in dem  Produktionsprozeß erscheint
       als Direktor der Arbeit, als Kommandeur derselben (captain of in-
       dustry 2*))  und spielt  so eine  tätige Rolle  im  Arbeitsprozeß
       selbst. Soweit  diese Funktionen  aber aus  der spezifischen Form
       der kapitalistischen  Produktion hervorgehn  - also aus der Herr-
       schaft des  Kapitals über  die Arbeit  als seine Arbeit und daher
       über die  Arbeiter als seine Instrumente, aus der Natur des Kapi-
       tals, das  als die gesellschaftliche Einheit, das Subjekt der ge-
       sellschaftlichen Form  der Arbeit, erscheint, die sich in ihm als
       Macht über  die Arbeit  personifiziert -,  ist diese  mit der Ex-
       ploitation verbundne Arbeit (die auch an einen manager übertragen
       werden kann) eine Arbeit, die allerdings so gut wie die des Lohn-
       arbeiters in  den Wert  des Produkts  eingeht, ganz  wie bei  der
       S k l a v e r e i   d i e   A r b e i t   d e s    S k l a v e n-
       a u f s e h e r s    so  gut  bezahlt  werden  muß  als  die  des
       Arbeiters selbst.  Hat sich  der Mensch sein Verhältnis zu seiner
       eignen Natur,  zu der  äußren Natur und zu den andren Menschen in
       religiöser  Form   verselbständigt,  so   daß   er   von   diesen
       Vorstellungen beherrscht wird, so bedarf er der
       -----
       1*) Arbeit der Oberaufsicht - 2*) Industriekapitän
       
       #487# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
       -----
       P r i e s t e r  und  i h r e r  Arbeit. Mit dem Verschwinden der
       religiösen Form des Bewußtseins und seiner Verhältnisse hört aber
       auch diese  Arbeit des  Priesters auf,  in den gesellschaftlichen
       Produktionsprozeß einzugehn.  Mit dem   P r i e s t e r  hört die
       Arbeit des  Priesters auf und so mit dem Kapitalisten die Arbeit,
       die er   q u a  1*) Kapitalist verrichtet oder durch einen andren
       verrichten läßt.  (Das Beispiel  mit der  Sklaverei durch  Zitate
       auszuführen. 2*))
       Übrigens, diese  Apologie, den Profit auf Arbeitslohn zu reduzie-
       ren als wages of labour of superintendence 3*), dreht sich selbst
       gegen die  Apologeten; indem englische ¦¦919¦ Sozialisten nun mit
       Recht geantwortet  haben: Well,  Ihr sollt  künftig nur die wages
       gewöhnlicher manager  beziehn. Euer  industrial profit soll nicht
       dem Namen,  sondern der  Sache nach  auf wages of superintendence
       oder direction of labour reduziert werden.
       {Natürlich kann  auf diese  Narrheit und  Seichbeutelei nicht mit
       allen ihren Widersprüchen eingegangen werden. Z.B. der industrial
       profit steigt  und fällt  umgekehrt, sei  es zum Zins, sei es zur
       Grundrente. Die  s u p e r i n t e n d e n c e  o f  l a b o u r,
       das bestimmte  Quantum Arbeit,  das der  Kapitalist wirklich ver-
       richtet, hat  aber damit  nichts zu  tun,  sowenig  wie  mit  dem
       F a l l e n   d e s  A r b e i t s l o h n s.  Diese Art Arbeits-
       lohn hat  nämlich das  Eigentümliche, daß sie im umgekehrten Ver-
       hältnis zum  wirklichen Arbeitslohn  (so, weit die Profitrate von
       der Rate  des Mehrwerts  bedingt; und  sofern alle   P r o d u k-
       t i o n s b e d i n g u n g e n   unverändert  bleiben,  ist  sie
       a u s s c h l i e ß l i c h   dadurch bedingt)  fällt und steigt.
       Aber derartige  "Gegensätzchen" heben  die Dieselbigkeit  im Kopf
       des apologetischen  vulgarian 4*)  nicht auf. Die Arbeit, die der
       Kapitalist verrichtet,  bleibt absolut dieselbe, ob er wenig oder
       viel Arbeitslohn  zahlt, ob  die Arbeiter  höher  oder  niedriger
       bezahlt sind.  Ganz so  wenig, wie der Arbeitslohn, der für einen
       Arbeitstag bezahlt  wird, an  dem Quantum  Arbeit selbst  ändert.
       Noch weniger.  Denn der  Arbeiter arbeitet  intensiver mit beßrem
       Lohn. Dagegen  des Kapitalisten Arbeit ist die bestimmte Materie,
       sie ist qualitativ und quantitativ bestimmt durch das Quantum Ar-
       beit, das er zu dirigieren, nicht durch den Lohn dieses Quantums.
       Er kann  seine Arbeit ebensowenig intensifizieren, wie der Arbei-
       ter mehr  Baumwolle bearbeiten kann, als er in der Fabrik vorfin-
       det.}
       Und weiter  sagen sie  5*): Das  Amt der Direktion, die labour of
       superintendence, kann  jetzt ebenso  auf dem Markt gekauft werden
       und ist  relativ ebenso wohlfeil zu produzieren und daher zu kau-
       fen, wie jedes andre Arbeitsvermögen. Die kapitalistische Produk-
       tion selbst hat es dahin gebracht,
       ------
       1*) als  - 2*)  siehe Band  25 unserer  Ausgabe, S. 397-399 - 3*)
       Lohn für die Arbeit der Oberaufsicht - 4*) Vulgär[ökonomenl - 5*)
       die englischen Sozialisten
       
       #488# Beilagen
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       daß die  labour of  direction, ganz getrennt vom Kapitaleigentum,
       sei es an eignem oder fremdem Kapital, auf der Straße herumläuft.
       Es ist  durchaus nutzlos  geworden, daß diese labour of direction
       von   K a p i t a l i s t e n   ausgeübt werde.  Sie ist realiter
       vorhanden, getrennt vom Kapital, nicht in der sham separation 1*)
       von industrial  capitalist und  moneyed capitalist,  sondern  von
       mdustrial managers  etc., von  jeder Sorte Kapitalist. Bester Be-
       weis: Die  von den  Arbeitern selbst errichteten Kooperativfabri-
       ken. Sie  liefern den  Beweis, daß  der Kapitalist als Funktionär
       der Produktion  ebenso überflüssig für die Arbeiter geworden, als
       ihm selbst  die Funktion  des landlords als der bürgerlichen Pro-
       duktion überflüssig  erscheint.  Z w e i t e n s:  Soweit die Ar-
       beit des  Kapitalisten nicht  aus dem Prozeß als kapitalistischem
       hervorgeht, also  mit dem  Kapital von selbst aufhört, soweit sie
       nicht Name  für die  Funktion, fremde Arbeit zu exploitieren; so-
       weit sie  aus der  gesellschaftlichen Form der Arbeit hervorgeht,
       der Kooperation, Teilung der Arbeit etc., ist sie ganz ebenso vom
       Kapital unabhängig, wie diese Form selbst, so, bald sie die kapi-
       talistische Hülle  abgestreift. Zu  sagen, daß  diese Arbeit  als
       k a p i t a l i s t i s c h e  A r b e i t,  als Funktion des Ka-
       pitalisten notwendig sei, heißt weiter nichts, als daß der vulga-
       rian sich  die im  Schoße des  Kapitals entwickelte gesellschaft-
       liche Produktivkraft  und gesellschaftlichen Charakter der Arbeit
       sich nicht  losgetrennt von dieser kapitalistischen Form, von der
       Form der  Entfremdung, des Gegensatzes und des Widerspruchs ihrer
       Momente, nicht getrennt von ihrer Verkehrung und ihrem Quidproquo
       vorstellen kann.  Et c'est  justement ce  que nous affirmons. 2*)
       ¦XV-919¦¦
       ¦¦XVIII-1142¦ {Der  wirkliche Profit  des Kapitalisten zum großen
       Teil profit upon expropriation 3*), und die "individuelle Arbeit"
       des Kapitalisten hat besonders breiten Spielraum auf diesem Feld,
       wo es  sich nicht  um creation of surplus value 4*) handelt, son-
       dern um  Verteilung des aggregate profit der whole class of capi-
       talists among  its individual  members 5*)  auf  dem  merkantilen
       Feld. Dies  geht uns  hier nichts  an. Gewisse Arten des Profits,
       z.B. die auf Spekulation gegründeten, bewegen sich bloß in diesem
       Feld. Ihre  Betrachtung ist  also hier  ganz  ausgeschlossen.  Es
       zeigt die  viehmäßige Dummheit  der Vulgärökonomie, daß sie - na-
       mentlich um  den Profit als "wages" darzustellen - dies zusammen-
       wirft mit  dem Profit, so far as it originates in the creation of
       surplus value 6*). Sieh z.B. den würdigen
       -----
       1*) angeblichen  Trennung -  2*) Und  das ist gerade das, was wir
       behaupten. -  3*) Entäußerungsprofit - 4*) Schaffung von Mehrwert
       - 5*)  gesamten Profits  der ganzen Kapitalistenklasse unter ihre
       einzelnen Mitglieder  - 6*)  insofern er  aus der  Schaffung  von
       Mehrwert entspringt
       
       #489# Revenue and its sources. Die Vulgärökonomie
       -----
       Roscher. Bei  solchen Eseln also auch ganz natürlich, daß sie zu-
       sammenwerfen die Berechnungsitems und Kompensationsgründe der Ka-
       pitalisten in  verschiednen Produktionssphären  - bei der Vertei-
       lung des  aggregate profit  der ganzen  Kapitalistenklasse -  mit
       Gründen für die Exploitation der Arbeiter durch die Kapitalisten,
       mit Entstehungsgründen,  sozusagen,  des  Profits  als  solchen.}
       ¦XVIII-1142¦¦

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