Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil


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       [NEUNZEHNTES KAPITEL]
       T.R. Malthus [1]
       
       ¦¦XIII-753¦ Die  Schriften von Malthus, die hier in Betracht kom-
       men, sind:
       1. "The Measure of Value Stated and Illustrated", London 1823.
       2. "Definitions in Polit. Economy etc.", London 1827. (Dazu anzu-
       sehn dieselbe  Schrift, herausgegeben  von John  Cazenove, London
       1853, mit "notes, and supplementary remarks" 1*) von Caz[enove].)
       3. "Principles of  Polit. Econ.  etc.", 2. ed., London 1836 (erst
       1820 oder so nachzusehn).
       4. Noch zu  berücksichtigen folgende Schrift von einem Malthusia-
       ner [2]  (i.e. M[althusianer]  im Gegensatz  zu den  Ricardians):
       "Outlines of Polit. Econ. etc.", London 1832.
       
       [1. Malthus' Verwechslung der Kategorien Ware und Kapital]
       
       In seiner Schrift (1814) "Observations on the Effects of the Corn
       Laws..." 2*) sagte M[althus] noch von A. Smith:
       
       "A. Smith  wurde offenbar zu diesem Gange der Beweisführung durch
       seine Gewohnheit verleitet, die Arbeit" (nämlich die value of la-
       bour 3*))  "als den  Maßstab des  Wertes und Korn als das Maß der
       Arbeit zu  betrachten... Daß  weder Arbeit noch irgendeine andere
       Ware ein  genaues Maß  des realen  Tauschwertes bilden kann, wird
       heute als eine der unumstößlichen Lehren der politischen Ökonomie
       angesehen, und  es folgt  in der  Tat eben aus der Definition des
       Tauschwerts." [p. 12.]
       
       Aber in  seiner Schrift  [von] 1820  "Princ. of Pol. Ec." nahm er
       diesen "standard  measure of value" 4*) von Smith gegen Ric[ardo]
       auf, den Smith
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       1*) "Noten und ergänzenden Bemerkungen" - 2*) in der Handschrift:
       (1815) "Inquiry  into the  Nature and Progress of Rent" - 3*) den
       Wert der Arbeit - 4*) "Maßstab des Wertes"
       
       #8# Neunzehntes Kapitel
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       selbst nirgends  braucht, wo  er wirklich entwickelt [3]. Malthus
       selbst hatte  in der  zitierten Schrift über "Corn Laws" 1*) sich
       an die andre Definition Smiths gehalten, die Bestimmung des Werts
       durch die quantity of capital (accumulated labour) 2*) und labour
       (immediate) necessary for the production of an article 3*).
       Es ist  überhaupt nicht zu verkennen, daß sowohl die "Principles"
       von M[althusl  wie die  2 andren  zitierten Schriften, die sie in
       einzelnen Punkten  näher ausführen sollten, großenteils ihre Ent-
       stehung dem  Neid gegen den Erfolg der R[icardo]schen Schrift [4]
       verdanken und  dem Versuch, sich wieder an die Spitze zu drängen,
       wozu er als geschickter Plagiarius sich heraufgeschwindelt hatte,
       bevor  R[icardo]s   Schrift  erschien.   Es  kam  hinzu,  daß  in
       R[icardo]s Schrift  die, wenn  auch noch  abstrakte, Durchführung
       der Wertbestimmung  sich gegen  die Interessen  der landlords und
       ihrer retainers 4*) richtete, die Malthus noch unmittelbarer ver-
       trat als  die Interessen  der industriellen  Bourgeoisie. Es soll
       dabei nicht  geleugnet werden, daß M[althus] ein gewisses theore-
       tisches Spintisierinteresse  hatte. Indes  sein  Gegensatz  gegen
       R[icardo] -  und die  Art  desselben  -  war  nur  möglich,  weil
       R[icardo] sich in allerlei Inkonsequenzen verwickelt hatte.
       Es  ist   die  Entstehung   des  Surpluswerts   [5]   einerseits,
       [andererseits] die  Art, wie  R[icardo] die  Ausgleichung der Ko-
       stenpreise [6] in verschiednen Sphären der Anwendung des Kapitals
       als Modifikation  des Gesetzes  des Werts selbst auffaßt, [sowie]
       seine durchgängige  Verwechslung von Profit und Mehrwert (direkte
       Identifizierung derselben),  woran M[althus] seinen Gegensatz an-
       knüpft. M[althus]  entwirrt nicht diese Widersprüche und Quidpro-
       quos, sondern  akzeptiert sie von R[icardo], um, auf diese Konfu-
       sion gestützt,  das R[icardo]sche Grundgesetz vom Wert etc. umzu-
       stoßen und  seinen protectors  5*) angenehme Konsequenzen zu zie-
       hen.
       Das eigentliche  Verdienst in  den 3 Schriften M[althus]' besteht
       darin, daß  - während  R[icardo] in der Tat nicht entwickelt, wie
       aus dem Austausch der Waren nach dem Gesetz des Werts (der in ih-
       nen enthaltenen Arbeitszeit) der ungleiche Austausch zwischen Ka-
       pital und lebendiger Arbeit entspringt, zwischen einem bestimmten
       Quantum akkumulierter  Arbeit und einem bestimmten Quantum of im-
       mediate labour  6*), also  in der  Tat den Ursprung des Mehrwerts
       unklar läßt  (indem er  das Kapital  direkt mit der Arbeit, nicht
       mit dem  Arbeitsvermögen austauschen läßt) - ¦¦754¦ M[althus] den
       Hauptton legt auf den ungleichen Austausch zwischen Kapital und
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       1*)  In   der  Handschrift:   "Rent"  -  2*)  Menge  von  Kapital
       (Aufgehäufte Arbeit)  - 3*)  Arbeit (unmittelbare),  die für  die
       Produktion eines  Artikels notwendig  ist - 4*) Lakaien 5 *) Gön-
       nern - 6*) unmittelbarer Arbeit
       
       #9# T.R. Malthus
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       Lohnarbeit. Einer der wenigen späteren Anhänger M[althus]', Caze-
       nove, in der Vorrede zu der oben angeführten Schrift "Definitions
       etc.", fühlt das heraus und sagt daher:
       
       "A u s t a u s c h   v o n  W a r e n  u n d  V e r t e i l u n g
       (Lohn, Rente, Profit) müssen voneinander getrennt betrachtet wer-
       den... Die  Gesetze der  Verteilung hängen  durchaus nicht ab von
       denen, die  sich auf  den Austausch  beziehen." (Vorrede,  p. VI,
       VII.)
       
       Was hier nichts andres heißt, als daß das Verhältnis von Arbeits-
       lohn und  Profit, der Austausch von Kapital und Lohnarbeit, accu-
       mulated labour  and immediate labour 1*), nicht  u n m i t t e l-
       b a r   zusammenfällt mit  dem law des interchange of commodities
       2*).
       Betrachtet man  die   V e r w e r t u n g  von Geld oder Ware als
       Kapital -  also nicht  ihren Wert,  sondern ihre  kapitalistische
       Verwertung -,  so ist es klar, daß der Mehrwert weiter nichts ist
       als der Überschuß der Arbeit (die unbezahlte Arbeit), die das Ka-
       pital kommandiert,  die Ware  oder das Geld, kommandiert Über das
       Quantum Arbeit hinaus, das in ihr selbst enthalten ist. Sie kauft
       außer der  in ihr selbst enthaltnen Quantität Arbeit (= der Summe
       der Arbeit,  die in  den in  ihr enthaltnen  Produktionselementen
       steckte, +  der unmittelbaren  Arbeit, die diesen zugefügt wurde)
       einen Überschuß  von Arbeit,  der nicht  in ihr  steckte.  Dieser
       Überschuß konstituiert  den Mehrwert;  von seiner Größe hängt die
       Proportion der  Verwertung ab.  Und diese überschüssige Quantität
       lebendiger Arbeit, wogegen sie sich austauscht, bildet die Quelle
       des Profits.  Der Profit (Mehrwert vielmehr) entspringt nicht aus
       dem Äquivalent  vergegenständlichter Arbeit,  das gegen  gleiches
       Quantum lebendiger Arbeit ausgetauscht wird, sondern aus der Por-
       tion lebendiger  Arbeit, die in diesem Austausch angeeignet wird,
       ohne daß ein Äquivalent für sie bezahlt wird, unbezahlter Arbeit,
       die das Kapital in diesem Scheinexchange 3*) sich aneignet. Sieht
       man also  ab von der Vermittlung dieses Prozesses - und M[althus]
       ist um  so mehr  berechtigt, davon  abzusehn, als  bei  R[icardo]
       diese Vermittlung  fehlt -,  sieht man nur auf den faktischen In-
       halt und  das Resultat  des Prozesses,  so entspringt Verwertung,
       Profit, Verwandlung  von Geld  oder Ware in Kapital nicht daraus,
       daß Waren sich dem Gesetz des Werts gemäß austauschen, nämlich im
       Verhältnis zur  proportionellen Arbeitszeit, die sie kosten, son-
       dern  vielmehr   umgekehrt  daraus,   daß  die  Waren  oder  Geld
       (vergegenständlichte Arbeit)  sich gegen   m e h r  lebendige Ar-
       beit austauschen, als in ihnen enthalten, aufgearbeitet ist.
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       1*) aufgehäufter Arbeit und unmittelbarer Arbeit - 2*) Gesetz des
       Warenaustauschs - 3*) Scheinaustausch
       
       #10# Neunzehntes Kapitel
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       Die Pointierung  dieses Punktes,  der bei R[icardo] um so weniger
       scharf heraustritt, als er immer das fertige Produkt voraussetzt,
       das zwischen  Kapitalist und Arbeiter geteilt wird, ohne den Aus-
       tausch, den  vermittelnden Prozeß  zu betrachten,  der zu  dieser
       Teilung führt, ist das einzige Verdienst M[althus]' in den obigen
       Schriften. Dies  Verdienst wird dadurch wieder aufgehoben, daß er
       die   V e r w e r t u n g   von Geld oder Ware als Kapital, daher
       ihren  W e r t  in der spezifischen Funktion als Kapital verwech-
       selt mit  dem   W e r t  d e r  W a r e  als solcher; in der Aus-
       führung daher,  wie wir  sehn werden,  auf die gedankenlosen Vor-
       stellungen des  Monetarsystems -  profit upon expropriation [7] -
       zurückfällt und  sich überhaupt in die unerquicklichste Konfusion
       verwickelt.  Statt   also  über   R[icardo]  hinauszugehn,  sucht
       M[althus] in  der Ausführung die Ökonomie wieder hinter R[icardo]
       zurückzudrängen, selbst hinter Smith und die Physiokraten.
       
       "In demselben Land, zur selben Zeit [wird] der Tauschwert der Wa-
       ren, die  sich in Arbeit und Profit allein auflösen, exakt gemes-
       sen durch die Quantität Arbeit, resultierend von der aufgehäuften
       und unmittelbaren  Arbeit, die  tatsächlich bei  ihrer Produktion
       aufgewandt wurde,  plus dem  wechselnden Betrag  des Profits  auf
       alle die  in Arbeit gemessenen Vorschüsse. Das aber muß notwendi-
       gerweise die  gleiche Quantität Arbeit sein, die sie kommandieren
       werden." ("The  Measure of  Value Stated and Illustrated", London
       1823, p. 15, 16.
       
       "Die Arbeit,  die eine  Ware kommandieren  kann, ist  ein Maß des
       Wertes. (l.c.p. 61.)
       
       "Ich hatte  es nirgends"  (vor seiner eignen Schrift "The Measure
       of Value etc. ) "festgestellt gefunden, daß die gewöhnliche Quan-
       tität Arbeit,  die von einer Ware kommandiert wird, die bei ihrer
       Produktion aufgewandte Quantität Arbeit samt dem Profit repräsen-
       tieren und messen muß." ("Definit. in Pol. Ec. etc.", Lond. 1827,
       p. 196.)
       
       Herr Malthus will den "Profit" gleich in die Definition des Werts
       mit aufnehmen,  damit er unmittelbar aus dieser Definition folge,
       was bei R[icardo] nicht der Fall. Man sieht daraus, daß er fühlt,
       worin die Schwierigkeit lag.
       Übrigens höchst  abgeschmackt bei  ihm, daß  er   W e r t   d e r
       W a r e   und ihre   V e r w e r t u n g   als  Kapital identisch
       setzt. Wenn Ware oder Geld (kurz vergegenständlichte Arbeit) sich
       austauschen als  Kapital gegen  lebendige Arbeit, so tauschen sie
       sich immer  aus gegen  ein ¦¦755¦  größres Quantum Arbeit, als in
       ihnen selbst  enthalten ist;  und vergleicht  man einerseits  die
       Ware vor  diesem Austausch,  andrerseits das  aus ihrem Austausch
       mit der  lebendigen Arbeit resultierende Produkt, so findet sich,
       daß die  Ware sich  ausgetauscht  hat  gegen  ihren  eignen  Wert
       (Äquivalent) +  einem Überschuß über ihren eignen Wert, den Mehr-
       wert. Aber abgeschmackt, daher
       
       #11# T.R. Malthus
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       zu sagen,  daß der  Wert der  Ware = ihrem Wert + einem Überschuß
       über diesen  Wert. Tauscht sich die Ware daher als Ware aus gegen
       andre Waren  und nicht  als Kapital  gegen lebendige  Arbeit,  so
       tauscht sie  sich -  soweit sie  sich gegen  ein Äquivalent  aus-
       tauscht - gegen dasselbe Quantum vergegenständlichter Arbeit aus,
       das in ihr enthalten ist.
       Bemerkenswert also  nur, daß  M[althus] unmittelbar den Profit in
       dem Wert  der Ware  schon fertig haben will, und daß ihm das eine
       klar ist,  daß sie immer mehr Arbeit kommandiert, als in ihr ent-
       halten ist.
       
       "Gerade weil  die Arbeit,  die von  einer Ware gewöhnlich komman-
       diert wird,  die von  ihr tatsächlich  verausgabte Arbeit mit dem
       Zusatz des  Profits mißt, ist es gerechtfertigt, sie" (the labour
       1*)) "als ein Maß des Wertes anzusehen. Wenn also der gewöhnliche
       Wert einer  Ware betrachtet  wird als bestimmt durch die natürli-
       chen und  notwendigen Bedingungen ihrer Zufuhr, so ist es sicher,
       daß die Arbeit, die sie gewöhnlich zu kommandieren vermag, allein
       das Maß  dieser Bedingungen  ist." ("Defin.  in Pol. Ec.", London
       1827, p. 214.)
       "Elementare Produktionskosten: ein Ausdruck, der genau gleichwer-
       tig ist den Bedingungen der Zufuhr." (Edit. Cazenove. Lond. 1853,
       l.c.p. 14.)
       "Maß der  Bedingungen der Zufuhr: die Quantität Arbeit, wofür die
       Ware ausgetauscht  wird, wenn  sie sich  in ihrem natürlichen und
       gewöhnlichen Zustand befindet." (Edit. Caze[nove], l.c.p. 14.)
       "Die Quantität  Arbeit, die  von einer Ware kommandiert wird, re-
       präsentiert genau  die bei ihrer Produktion aufgewandte Quentität
       Arbeit mit  dem Profit  auf die Vorschüsse, und sie repräsentiert
       und mißt  daher tatsächlich  jene natürlichen und notwendigen Be-
       dingungen der Zufuhr, jene elementaren Produktionskosten, die den
       Wert bestimmen." (ed. Caz[enove], l.c.p. 125.)
       "Die Nachfrage  nach einer  Ware, obwohl  sie nicht im Verhältnis
       zur Menge  irgendeiner anderen  Ware steht, die der Käufer bereit
       und imstande  ist, für  sie hinzugeben, steht tatsächlich im Ver-
       hältnis zu  der Quantität  Arbeit, die er für sie geben will; und
       zwar aus  diesem Grunde:  die Quantität Arbeit, die eine Ware ge-
       wöhnlich kommandiert, repräsentiert genau die effektive Nachfrage
       nach ihr,  weil sie  genau jene Menge Arbeit und Profit repräsen-
       tiert, die zusammengenommen notwendig ist für die Gefahr; während
       die tatsächliche  Quantität Arbeit, die eine Ware zu kommandieren
       vermag, wenn  sie von der gewöhnlichen Quantität Arbeit abweicht,
       den Überschuß oder den Mangel an Nachfrage repräsentiert, die von
       temporären Ursachen herrühren." (ed. Caz[enove], l.c.p. 135.)
       M[althus] ist  auch darin  recht. Die  conditions of  s u p p l y
       2*), i. e. der Produktion oder vielmehr Reproduktion der Ware auf
       Grundlage der  kapitalistischen Produktion, ist, daß sie oder ihr
       Wert (das  Geld, worin sie verwandelt) sich in ihrem Produktions-
       oder Reproduktionsprozeß gegen mehr Arbeit
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       1*) die Arbeit - 2*) Bedingungen der Zufuhr
       
       #12# Neunzehntes Kapitel
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       austauscht als  in ihr  enthalten ist;  denn sie  wird nur produ-
       ziert, um einen Profit zu realisieren.
       Z.B. ein  Kattunfabrikant hat  seinen Kattun verkauft. Die Bedin-
       gung der  supply von  neuem Kattun  ist, daß  er das  Geld -  den
       Tauschwert des Kattuns - gegen mehr Arbeit im Reproduktionsprozeß
       des Kattuns  austauscht, als  in ihm  enthalten war  oder von dem
       Geld repräsentiert  ist. Denn  der Kattunfabrikant produziert den
       Kattun als Kapitalist. Was er produzieren will, ist nicht Kattun,
       sondern Profit. Die Produktion des Kattuns ist nur ein Mittel für
       die Produktion  des Profits. Aber was folgt daraus? In dem produ-
       zierten Kattun ist mehr Arbeitszeit, mehr Arbeit enthalten als in
       dem advanced  1*) Kattun. Diese Mehrarbeitszeit, Mehrwert, stellt
       sich auch in surplus produce 2*),  m e h r  Kattun dar, als gegen
       die Arbeit ausgetauscht wurde. Ein Teil des Produkts ersetzt also
       nicht den  gegen Arbeit ausgetauschten Kattun, sondern bildet ein
       dem Fabrikanten  angehöriges surplus  produce. Oder  wenn wir das
       ganze Produkt  betrachten, enthält jede Elle Kattun einen aliquo-
       ten part  3*), oder  ihr Wert enthält einen aliquoten part, wofür
       kein Äquivalent bezahlt, stellt  u n b e z a h l t e  Arbeit dar.
       Verkauft der  Fabrikant also die Elle Kattun zu ihrem Wert, d.h.,
       tauscht er  sie gegen Geld oder Ware aus, die gleichviel Arbeits-
       zeit enthalten,  so realisiert  er eine  Summe Geldes oder erhält
       ein Quantum  Ware, das  ihm nichts  kostet. Denn  er verkauft den
       Kattun nicht  zu der  Arbeitszeit, die er bezahlt hat, sondern zu
       der Arbeitszeit,  die in ihm enthalten ist, und einen Teil dieser
       Arbeitszeit ¦¦756¦ hat er nicht gezahlt. Er enthält Arbeitszeit =
       12 sh.  z.B. Bezahlt  davon hat  er nur 8. Er verkauft ihn zu 12,
       wenn er ihn zu seinem Wert verkauft, gewinnt also 4 sh.
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       1*) vorgeschossenen - 2*) Mehrprodukt - 3*) Teil

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