Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil
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#105# Auflösung der Ricardoschen Schule
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3. Streitschriften
¦¦806¦ Die Zeit zwischen 1820 und 1830 ist die metaphysisch be-
deutendste Periode in der Geschichte der englischen Nationalöko-
nomie. Theoretisches Lanzenbrechen für und wider die Ric[ar-
do]sche Theorie, Reihe anonymer Streitschriften; die wichtigsten
hier angeführt und namentlich nur
#106# Zwanzigstes Kapitel
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über die Punkte, die in unser Thema gehören. Es ist aber zugleich
das Charakteristische jener Streitschriften, daß sie sich alle in
der Tat bloß um die Bestimmung des Wertbegriffs und sein Verhält-
nis zum Kapital drehen.
a) ["Observations on certain verbal disputes..." Skeptizismus in
der politischen Ökonomie]
"Observations on certain verbal disputes in Political Economy,
particularly relating to value and to demand and supply", London
1821.
Nicht ohne gewisse Schärfe. Der Titel charakteristisch - "Verbal
Disputes" 1*).
Zum Teil gegen Smith, Malthus, aber auch Ricardo.
Der eigentliche sense 2*) dieser Schrift, daß die
"Diskussionen... ausschließlich davon herrühren, daß Worte von
verschiedenen Personen in verschiedenem Sinn gebraucht werden,
daß die Disputierenden wie die Ritter in der Erzählung den Schild
von verschiedenen Seiten betrachten" (p. 59, 60).
Ein derartiger Skeptizismus ist immer der Ankündiger der Auflö-
sung einer Theorie, der Vorläufer eines gedanken- und gewissenlo-
sen, auf den Hausbedarf eingerichteten Eklektizismus.
Mit Bezug auf R[icardo]s Werttheorie zunächst:
"Es besteht eine offenbare Schwierigkeit, sich vorzustellen, daß
A r b e i t das ist, was wir im Sinne haben, wenn wir vom Wert
oder vom wirklichen Preis im Gegensatz zum nominellen Preis spre-
chen; denn oft wünschen wir vom W e r t o d e r P r e i s
d e r A r b e i t s e l b s t z u s p r e c h e n. Wo wir
unter Arbeit als dem wirklichen Preis eines Dinges die Arbeit
verstehen, die das Ding p r o d u z i e r t, kommt eine andere
Schwierigkeit hinzu; denn oft wünschen wir von d e m W e r t
o d e r P r e i s d e s B o d e n s zu sprechen, aber der Bo-
den ist nicht durch Arbeit produziert. Diese Definition kann also
nur auf W a r e n Anwendung finden." (l.c.p. 8.)
Mit Bezug auf die Arbeit der Einwand gegen R[icardo] soweit rich-
tig, als er Kapital unmittelbar Arbeit kaufen läßt, also unmit-
telbar von value of labour spricht, während es das Arbeitsvermö-
gen, selbst ein Produkt, ist, dessen temporärer Gebrauch gekauft
und verkauft wird. Statt das Problem zu lösen, hier nur betont,
daß ein Problem ungelöst ist.
Ganz so richtig, daß "the value or price of land" 3*), welcher
nicht das Produkt der Arbeit, unmittelbar dem Wertbegriff zu wi-
dersprechen scheint und sich nicht unmittelbar aus ihm ableiten
läßt. Diese Phrase [ist um] so unbedeutender gegen R[icardo], als
der Verfasser dessen Renttheorie nicht
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1*) "Streitigkeiten um Worte" - 2*) Sinn - 3*) "der Wert oder
Preis des Bodens"
#107# Auflösung der Ricardoschen Schule
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angreift, worin dieser eben entwickelt, wie sich der Nominalwert
des Bodens auf Grundlage der kapitalistischen Produktion bildet
und der Wertbestimmung nicht widerspricht. Der Wert des Bodens
ist nichts als der Preis, der gezahlt wird für die kapitalisierte
Grundrente. Es sind hier also viel weitergehende Entwicklungen
[zu] unterstellen, als sich aus der einfachen Betrachtung der
Ware und ihres Werts prima facie 1*) ergeben können; ganz wie das
fiktive Kapital, worin das Börsenspiel handelt, [das] in der Tat
nichts [ist] als das Verkaufen und Kaufen gewisser Titel auf
Teile der jährlichen Steuern, nicht aus dem einfachen Begriff des
produktiven Kapitals zu entwickeln ist.
Der zweite Einwurf, daß Ricardo den Wert, der etwas
R e l a t i v e s ist, in etwas A b s o l u t e s verwandelt,
ist in einer andren, später erschienenen Streitschrift (von Bai-
ley) zum Punkt des Angriffs gegen das ganze Ric[ardo]sche System
gemacht worden. Wir werden bei Erwähnung der letztren Schrift
auch das in den "Observations" darauf Bezügliche beibringen.
In einer beiläufigen Bemerkung findet sich, aber ohne Bewußtsein
auf Seite des Verfassers (er will vielmehr dadurch nachweisen,
was in dem nicht unterstrichnen Nachsatz steht, daß die supply of
labour 2*) selbst check 3*) gegen die Tendenz of labour to sink
to its natural price 4*)), ein treffendes Wort über die Quelle,
woraus das Kapital, das die Arbeit zahlt, entspringt.
"<E i n e g e w a c h s e n e Z u f u h r d e r A r b e i t
i s t e i n e g e w a c h s e n e Z u f u h r d e s s e n,
w a s b e s t i m m t i s t, A r b e i t z u k a u f e n.>
Wenn wir also mit Herrn Ricardo sagen, daß Arbeit stets die
T e n d e n z hat, sich dem anzugleichen, was er als ihren na-
türlichen Preis bezeichnet, müssen wir uns nur erinnern, daß die
Zunahme, die in ihrer Zufuhr erfolgte, um diese T e n d e n z
zu bewirken, selbst eine Ursache der entgegenwirkenden Kraft ist,
die die Tendenz hindert, w i r k s a m zu werden." (l.c.p. 72,
73.)
Wird nicht vom average price of labour 5*), i.e. der value of la-
bour 6*) ausgegangen, so keine Entwicklung möglich; ebensowenig,
wenn nicht von der v a l u e of commodities 7*) überhaupt aus-
gegangen wird. Erst dann [sind] die wirklichen Phänomene der
Preisschwankungen zu begreifen.
¦¦807¦ "Es bedeutet nicht, er" (Ricardo) "habe behauptet, daß
sich zwei einzelne Posten von zwei verschiedenen Artikeln, wie
ein Hut und ein Paar Schuhe, gegeneinander austauschen, wenn
j e n e z w e i e i n z e l n e n P o s t e n mit gleichen
Arbeitsmengen hergestellt wurden. Unter 'W a r e' müssen wir
hier die 'W a r e n g a t t u n g' verstehen, nicht einen ein-
zelnen Hut für sich, ein einzelnes Paar Schuhe usw. Die gesamte
Arbeit, die alle Hüte in England herstellt, muß zu diesem Zweck
als auf alle Hüte verteilt
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1*) auf den ersten Blick - 2*) Zufuhr der Arbeit - 3*) Hemmnis -
4*) der Arbeit, auf ihren natürlichen Preis herabzusinken -
5*) Durchschnittspreis der Arbeit - 6*) des Werts der Arbeit -
7*) dem Wert der Waren
#108# Zwanzigstes Kapitel
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betrachtet werden. Das, scheint mir, ist zuerst und in den allge-
meinen Darlegungen dieser Lehre nicht ausgedrückt worden."
(l.c.p. 53, 54.) "Z.B. Ricardo spricht von 'einem Teil der Arbeit
des Maschinen bauenden Arbeiters', enthalten z.B. in einem Paar
Strümpfe. Jedoch die 'ganze Arbeit', die jedes einzelne Paar
Strümpfe hergestellt hat, wenn es ein einzelnes Paar ist, von dem
wir sprechen, schließt die g a n z e Arbeit des Maschinenbauers
ein, und nicht nur 'einen Teil'; denn eine Maschine macht zwar
viele Paare, aber keines dieser Paare hätte unter Verzicht auf
irgendeinen Teil der Maschine angefertigt werden können. (l.c.p.
54.)
Der letztre Passus beruht auf Mißverständnis. Die ganze Maschine
geht in den Arbeitsprozeß, nur ein Teil derselben geht in den
Verwertungsprozeß ein.
Sonst etwas Richtiges in der Bemerkung.
Wir gehn von der W a r e - von dieser spezifischen gesell-
schaftlichen Form des Produkts - als Grundlage und Voraussetzung
der kapitalistischen Produktion aus. Wir nehmen einzelne Produkte
in die Hand und analysieren die Formbestimmtheiten, die sie als
Ware enthalten, die sie zur Ware stempeln. Vor der kapitalisti-
schen Produktion - in frühren Produktionsweisen tritt ein großer
Teil des Produkts nicht in Zirkulation, wird nicht auf den Markt
geworfen, nicht als Ware produziert, nicht zur Ware. Andrerseits
ist dann ein großer Teil der Produkte, die in die Produktion ein-
gehn, nicht Ware und geht nicht als Ware in den Prozeß ein. Die
Verwandlung der Produkte in Waren findet nur an einzelnen Punkten
statt, erstreckt sich nur auf den Überschuß der Produktion etc.
oder nur auf einzelne Sphären derselben (Manufakturprodukte) etc.
Die Produkte gehn weder dem ganzen Umfang nach als Handelsartikel
in den Prozeß ein, noch kommen sie ihrer ganzen Breite nach als
solche aus ihm heraus. Dennoch ist die Entwicklung des Produkts
zur Ware, Warenzirkulation und daher Geldzirkulation in bestimm-
ten Grenzen, daher ein bis zu gewissem Grad entwickelter Handel
Voraussetzung, Ausgangspunkt der Kapitalbildung und der kapitali-
stischen Produktion. Als solche Voraussetzung behandeln wir die
Ware, indem wir von ihr als dem einfachsten Element der kapitali-
stischen Produktion ausgehn. Andrerseits aber ist das Produkt,
das Resultat der kapitalistischen Produktion, Ware. Was als ihr
Element erscheint, stellt sich später als ihr eignes Produkt dar.
Erst auf ihrer Basis wird es allgemeine Form des Produkts, Ware
zu sein, und je mehr sie sich entwickelt, desto mehr gehn auch
die Produkte in der Gestalt der Ware als Ingredienzien in ihren
Prozeß ein. Die Ware, wie sie aus der kapitalistischen Produktion
herauskömmt, ist verschieden von der Ware, wie von ihr als Ele-
ment der kapitalistischen Produktion ausgegangen wird. Wir haben
nicht mehr die einzelne Ware, das
#109# Auflösung der Ricardoschen Schule
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einzelne Produkt vor uns. Die einzelne Ware, das einzelne Produkt
erscheint nicht nur reell als Produkt, sondern auch als Ware, als
nicht nur reeller, sondern auch ideeller T e i l der Gesamtpro-
duktion. Jede einzelne Ware [erscheint] als Träger eines bestimm-
ten Teils des Kapitals und des von ihm geschaffnen Mehrwerts.
Der Wert des vorgeschoßnen Kapitals + der angeeigneten Surplusar-
beit, also z.B. der Wert von 120 l. (wenn 100 für das Kapital und
die Surplusarbeit = 20 l.) ist dem Wert nach in dem Gesamtpro-
dukt, z.B. 1200 Ellen Kattun enthalten. Jede Elle = 120/1200 l. =
1/10 l. = 2 sh. Nicht die einzelne Ware erscheint als Resultat
des Prozesses, sondern die Masse Waren, in denen der Wert des Ge-
samtkapitals + einem Mehrwert sich reproduziert hat. Der produ-
zierte Gesamtwert, dividiert durch die Anzahl der Produkte, be-
stimmt den Wert des einzelnen Produkts, und nur als solcher ali-
quoter Teil wird es Ware. Es ist nicht mehr die auf die einzelne
peculiar 1*) Ware verwandte Arbeit, die in den meisten Fällen gar
nicht mehr zu berechnen wäre, und die bei einer Ware mehr als bei
der andren sein mag, sondern die Gesamtarbeit, von der ein ali-
quoter Teil, der Durchschnitt des Gesamtwerts durch die Anzahl
der Produkte [dividiert], den Wert des einzelnen Produkts be-
stimmt und es als Ware konstituiert. Es muß daher auch die Ge-
samtmasse der Waren, jede zu ihrem so bestimmten Wert verkauft
werden, damit sich das Gesamtkapital mit Surpluswert ersetze.
Würden von den 1200 Ellen nur 800 verkauft, so wäre das Kapital
nicht ersetzt, noch weniger Profit [gemacht]. Aber die Elle wäre
a u c h unter ihrem Wert verkauft, denn ihr Wert ist bestimmt,
nicht isoliert, sondern als aliquoter Teil des Gesamtprodukts.
¦¦808¦ "Wenn ihr Arbeit eine Ware nennt, so ist sie doch nicht
einer Ware gleich, die zuerst zum Zweck des Tausches produziert
und dann auf den Markt gebracht wird, wo sie mit anderen Waren,
die grade auf dem Marke sind, in entsprechendem Verhältnis ausge-
tauscht wird; Arbeit wird in dem Augenblick geschaffen, in dem
sie auf den Markt gebracht wird, ja sie wird auf den Markt ge-
bracht, bevor sie geschaffen ist." (l.c.p. 75, 76.)
Was auf den Markt gebracht wird, ist in der Tat nicht labour 2*),
sondern der labourer 3*), Was er dem Kapitalisten verkauft, ist
nicht seine Arbeit, sondern der temporary use of himself as a
working power 4*). In dem Kontrakt, den Kapitalist und Arbeiter
schließen, dem Kauf und Verkauf, den sie kontrahieren, dies der
unmittelbare Gegenstand.
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1*) besondere - 2*) Arbeit - 3*) Arbeiter - 4*) zeitweilige Ge-
brauch seiner selbst als Arbeitskraft
#110# Zwanzigstes Kapitel
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Wo nach Stückwerk bezahlt wird, task-work, statt nach der Zeit,
worin das Arbeitsvermögen zur Disposition gestellt wird, ist dies
bloß eine andre Manier, diese Zeit zu bestimmen. Sie wird gemes-
sen am Produkt, indem ein bestimmtes Quantum Produkt als Darstel-
lung der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit gilt. In vielen
Londoner Industriezweigen, wo taskwork herrscht, wird so nach
Stunden bezahlt, aber es entstehn oft Streitigkeiten, ob dies
oder jenes Stück Arbeit "Stunde" darstellt oder nicht.
Abgesehn von den einzelnen Formen, so wird nicht nur in task
work, sondern generally 1*), obgleich das Arbeitsvermögen ver-
kauft wird zu bestimmten terms 2*) vor seinem use 3*),
b e z a h l t nach vollbrachter Arbeit, ob täglich, wöchentlich
etc. Das Geld wird hier zum Z a h l u n g s m i t t e l, nach-
dem es vorher ideell als Kaufmittel gedient hat, weil das nomi-
nelle Übergehn der Ware an den Käufer 4*) von dem reellen ver-
schieden ist. Der Verkauf der Ware - des Arbeitsvermögens -, das
juristische Überlassen des Gebrauchswerts und seine wirkliche
Entäußerung fallen hier der Zeit nach auseinander. Die Realisie-
rung des Preises findet daher später statt als der Verkauf der
Ware (sieh p. 122, [den] e r s t e n T e i l meiner Schrift
[30]). Es zeigt sich hier auch, daß nicht der Kapitalist vor-
schießt, sondern der Arbeiter; so wie beim Vermieten eines Hauses
nicht der Mieter, sondern der Vermieter den Gebrauchswert vor-
schießt. Der Arbeiter wird zwar (oder kann wenigstens, wenn die
Ware nicht vorher bestellt ist usw.) bezahlt werden, bevor die
von ihm kreierte Ware verkauft ist. Aber seine Ware, sein Ar-
beitsvermögen, ist, industriell konsumiert, in die Hände des Käu-
fers, des Kapitalisten übergegangen, bevor er, der Arbeiter, be-
zahlt ist. Und es handelt sich nicht darum, was der Käufer einer
Ware mit ihr anfangen will, ob er sie kauft, um sie als Ge-
brauchswert zu halten oder wieder zu verkaufen. Es handelt sich
um die d i r e k t e Transaktion zwischen dem ersten Käufer und
Verkäufer.
"In verschiedenen Stadien der Gesellschaft ist die Akkumulation
des K a p i t a l s oder der M i t t e l, A r b e i t
a n z u w e n d e n 5*), mehr oder weniger rasch und muß in al-
len Fällen von den Produktivkräften der Arbeit abhängen. Die Pro-
duktivkräfte der Arbeit sind im allgemeinen am größten, wo Über-
fluß von fruchtbarem Boden existiert." (Ric[ardo, "Principles of
political economy..."], 3rd edit., 1821, p. 92.)
Zu diesem Satz R[icardo]s wird bemerkt:
"Bedeuten in diesem ersten Satz d i e P r o d u k t i v-
k r ä f t e d e r A r b e i t d i e K l e i n h e i t d e s
a l i q u o t e n T e i l s j e d e s P r o d u k t s, d e r
d e n e n z u f ä l l t, d e r e n H a n d a r b e i t e s
p r o d u z i e r t, so ist
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1*) allgemein - 2*) Bedingungen - 3*) Gebrauch - 4*) in der Hand-
schrift: Verkäufer - 5*) in der Handschrift sind die hier kursiv
und gesperrt gegebenen Worte mit Tinte und Bleistift unterstri-
chen
#111# Auflösung der Ricardoschen Schule
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der Satz tautologisch, weil der ü b r i g b l e i b e n d e
a l i q u o t e T e i l d e r F o n d s i s t, w o r a u s,
w e n n e s s e i n e m E i g n e r b e l i e b t, K a p i-
t a l akkumuliert werden kann.
(Dies wird also als selbstverständlich zugegeben, daß vom Stand-
punkt des Kapitalisten "p r o d u c t i v e p o w e r s o f
l a b o u r mean the smallness of that aliquot part of any pro-
duce tkat goes to those whose manual labour produced it" 1*).
Dieser Satz ist sehr schön.)
"Aber dies ist meistens nicht der Fall, wo das Land am fruchtbar-
sten ist." ["Observations on certain verbal disputes in political
economy...", p. 74.]
(Dies silly 2*). Ric[ardo] unterstellt die kapitalistische Pro-
duktion. Er untersucht nicht, ob sie sich leichter mit fertile or
relatively unfertile land 3*) entwickelt. Wo sie ist, ist sie am
produktivsten, wo der Boden am fruchtbarsten.) Wie die gesell-
schaftlichen, so erscheinen die natürlichen Produktivkräfte der
Arbeit, d.h., die sie in der unorganischen Natur vorfindet, als
productive power des Kapitals. (Ric[ardo] selbst in dem obigen
Satz identifiziert, was richtig, productive power of labour mit
labour productive of capital, productive of the wealth that com-
mands labour, not of the wealth that belongs to labour 4*).
S e i n A u s d r u c k "C a p i t a l, o r t h e m e a n s
o f e m p l o g i n g l a b o u r" 5*) ist in der Tat der ein-
zige, worin er die wirkliche Natur des Kapitals auflaßt. Er
selbst befindet sich so sehr befangen vom ¦¦809¦ kapitalistischen
Standpunkt, daß sich ihm diese Verkehrung, dies Quidproquo von
selbst versteht. Die objektiven Bedingungen der Arbeit - zudem
von ihr selbst geschaffen -, raw materials and working instru-
ments are not m e a n s e m p l o y e d b y l a b o u r a s
i t s m e a n s, but, on the contrary, they are t h e
m e a n s o f e m p l o g i n g l a b o u r 6*). Sie werden
nicht angewandt von der Arbeit; sie wenden die Arbeit an. Die Ar-
beit ist ein means für diese Dinge, sich als Kapital zu akkumu-
lieren, nicht Mittel, dem Arbeiter Produkte, wealth 7*) zu ver-
schaffen.)
"Es ist der Fall in Nordamerika, aber das ist ein künstlicher Zu-
stand der Dinge"
(d. h. a capitalistic state of things 8*)).
"Es ist nicht der Fall in Mexiko. Es ist nicht der Fall in
Neuholland. Die Produktivkräfte der Arbeit sind in einem anderen
Sinne tatsächlich größer dort, wo viel fruchtbares
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1*) "Produktivkräfte der Arbeit die Kleinheit des aliquoten Teils
jedes Produkts bedeuten, der denen zufällt, deren Handarbeit es
produziert" - 2*) albern - 3*) fruchtbarem oder relativ unfrucht-
barem Land - 3*) Arbeit, die Kapital produziert, jenen Reichtum
produziert, der Arbeit kommandiert, nicht jenen Reichtum, der der
Arbeit gehört 5*) "Kapital, oder die Mittel, Arbeit anzuwenden"
6*) Rohmaterial und Arbeitsinstrumente sind nicht die Mittel, die
die Arbeit als ihre Mittel anwendet, sondern im Gegenteil, sie
sind die Mittel, Arbeit anzuwenden - 7*) Reichtum - 8*) ein kapi-
talistischer Zustand der Dinge
#112# Zwanzigstes Kapitel
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Land ist, nämlich [verstanden als] das Vermögen des Menschen,
wenn er es wünscht, viel R o h p r o d u k t im Verhältnis zur
gesamten Arbeit, die er verrichtet, zu gewinnen. E s i s t i n
d e r T a t e i n e G a b e d e r N a t u r, d a ß d i e
M e n s c h e n m e h r N a h r u n g s m i t t e l g e w i n-
n e n k ö n n e n a l s j e n e k l e i n s t e M e n g e,
m i t d e r s i e d i e e x i s t i e r e n d e B e v ö l-
k e r u n g e r n ä h r e n u n d e r h a l t e n k ö n n-
t e n."
(Dies die Grundlage der p h y s i o k r a t i s c h e n Dok-
trin. Die physische Grundlage der surplus value ist diese "gift
of nature" 1*), die in der Agrikulturarbeit, die ursprünglich
fast alle Bedürfnisse befriedigt, am handgreiflichsten erscheint.
In der Manufakturarbeit nicht, weil das Produkt erst als Ware
verkauft werden muß. Die Physiokraten, die zuerst die surplus va-
lue entwickeln, fassen sie in ihrer Naturalform);
"aber das 'M e h r p r o d u k t' (der Terminus wird von Herrn
Ricardo benutzt, p. 93) bedeutet im allgemeinen den Überschuß des
gesamten Preises eines Dinges über den Teil hinaus, der den Ar-
beitern zufällt, die es herstellen"
(der Esel sieht nicht, daß, wo das Land fertile, also der part
that goes to the labourer of the price of the produce buys a suf-
ficient quantity of necessaries, although that part be small,
that part that goes to the capitalist is greatest 2*));
"eine Eigentümlichkeit, die bestimmt wird durch Übereinkommen der
Menschen und die nicht [durch die Natur] festgesetzt ist".
(l.c.p. 74, 75.)
Wenn der letzte Schlußpassus irgendeinen Sinn haben soll, so ist
es der, daß "surplus produce" im kapitalistischen Sinn sehr zu
unterscheiden ist von der Produktivität der Industrie als sol-
cher. Letztre interessiert den Kapitalisten bloß, soweit sie sich
als Profit für ihn realisiert. Darin liegt die Borniertheit, die
Schranke der kapitalistischen Produktion.
"Wenn die Nachfrage nach einem Artikel das überschreitet, was mit
Beziehung auf den gegebenen Stand der Zufuhr die wirksame Nach-
frage ist; und wenn daher der Preis gestiegen ist, so kann die
Höhe der Zufuhr entweder vergrößert werden unter Aufwendung der-
selben Rate der Produktionskosten wie bis dahin; in diesem Falle
wird das so lange geschehen, bis der Artikel mit anderen Artikeln
in demselben Verhältnis ausgetauscht wird wie vorher; oder, zwei-
tens, es ist nicht möglich, die frühere Höhe der Zufuhr zu stei-
gern, und dann wird der Preis, der gestiegen ist, nicht wieder
sinken, sondern fortfahren, wie Smith sagt, eine größere Rente
oder Profit, oder Arbeitslohn (oder alle drei) dem besonderen Bo-
den, Kapital oder Arbeit abzuwerfen, die bei der Produktion des
Artikels angewandt wurden; oder drittens, die Steigerung, die er-
folgen kann, wird verhältnismäßig mehr Land oder Kapital oder Ar-
beit oder alle drei
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1*) "Gabe der Natur" - 2*) fruchtbar, auch der Teil des Preises
des Produkts, der dem Arbeiter zufällt, eine ausreichende Menge
von zum Leben notwendigen Dingen kauft, mag dieser Teil auch
klein, der Teil dagegen, der dem Kapitalisten zufällt, am größten
sein
#113# Auflösung der Ricardoschen Schule
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erheischen als f ü r d i e p e r i o d i s c h e P r o d u k-
t i o n (d i e s e s W o r t i s t z u m e r k e n!) "der
vorher zugeführten Masse. Dann wird die Steigerung nicht er-
folgen, bis die Nachfrage stark genug ist, 1), den erhöhten Preis
für die Steigerung zu zahlen, 2), den erhöhten Preis für die alte
Menge der Zufuhr zu zahlen. Denn die Person, die die zusätzliche
Menge produziert, wird nicht in höherem Grade fähig sein, einen
hohen Preis dafür zu erhalten, als jene, die die frühere Menge
produzierten... In diesem Gewerbe wird es dann einen Mehrprofit
geben... Der M e h r p r o f i t wird entweder in die Hände
bloß von einigen besonderen Produzenten fallen ... oder, wenn das
z u s ä t z l i c h e Produkt vom Rest nicht u n t e r-
s c h i e d e n werden kann, werden am Surplus alle Anteil haben
... Die Leute werden einiges ausgeben, um einem Gewerbe anzu-
gehören, in dem ein solcher M e h r p r o f i t gemacht werden
kann ... Was sie so ausgeben, ist R e n t e." (p. 79 sqq.)
Hier nur das zu bemerken, daß in dieser Schrift zuerst Rent als
die allgemeine Form von konsolidierten surplus profits aufgefaßt.
¦¦810¦ "'Verwandlung von Revenue in Kapital' ist eine andere die-
ser aus Worten entspringenden Quellen der Polemik. Der eine meint
damit, daß der Kapitalist einen Teil des mit seinem Kapital er-
zielten Profits dazu anlegt, einen Zuwachs zu seinem Kapital zu
erlangen, statt es für seinen privaten Gebrauch zu benutzen, wie
er es ebenfalls hätte tun können. Ein anderer meint damit, daß
jemand etwas als Kapital anlegt, was er niemals als Profit aus
seinem eigenen Kapital erhielt, sondern als Rente, Arbeitslohn,
Besoldung bekam." (l.c.p. 83, 84.)
Diese letztre Phrase - "another of these verbal sources of con-
troversy. One man means by it... another man means by it" 1*) -
zeigt die Manier dieses Klugscheißers.
b) ["An Inquiry into those Principles..." Unverständnis der Wi-
dersprüche der kapitalistischen Produktion, die Krisen hervorru-
fen]
"An Inquiry into those Principles, respecting the Nature of De-
mand and the Necessitg of Consumption, lately advocated by Mr.
Malthus etc.", London 1821.
Ricardian. Gut gegen Malthus. Zeigt die unendliche Borniertheit
der Kerls, worin sich ihre clairvoyance 2*) auflöst, wenn sie
statt des landed property 3*) das Kapital betrachten. Eine der
besten Streitschriften, nevertheless 4*), im erwähnten Dezennium.
"Wenn das in der Messerfabrikation angewandte Kapital von 100 auf
101 vermehrt wird und nur in demselben Verhältnis mehr Messer
produzieren kann, so wird für deren Produzenten ihre Verfügung
über andere Dinge im allgemeinen i n e i n e n g e r i n g e-
r e n
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1*) "eine andere dieser aus Worten entspringenden Quellen der Po-
lemik. Der eine meint damit... ein anderer meint damit" - 2*) ihr
Scharfblick - 3*) Grundeigentums - 4*) dessen ungeachtet
#114# Zwanzigstes Kapitel
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V e r h ä l t n i s steigen, wenn wir annehmen, daß d e r e n
Produktion nicht vermehrt wurde. Diese Verfügung aber, und nicht
die Vermehrung der Menge von Messern, bildet den Profit des Un-
ternehmers oder die Vermehrung seines Reichtums. Aber wenn die
gleiche Vermehrung von 1% g l e i c h z e i t i g i n d e n
K a p i t a l i e n a l l e r a n d e r e n G e w e r b e
a u c h s t a t t f a n d und m i t d e m g l e i c h e n
E r g e b n i s h i n s i c h t l i c h d e s P r o d u k-
t e s, so wäre das Ergebnis ein anderes, denn das Verhältnis, in
dem sich jeder Artikel mit den anderen austauschte, bliebe
unverändert, und ein bestimmter Teil von jeder Warenart würde die
Verfügung über ebensoviel von allen anderen Waren gewähren wie
vorher." (l.c.p. 9.)
D'abord 1*), wenn keine Vermehrung der Produktion (und des der
Produktion gewidmeten Kapitals) außer in cutlery trade 2*) statt-
gefunden, wie unterstellt, so wird das return 3*) nicht "in a
less proportion" 4*) sein, sondern an absolute loss. There are
then only three courses open to the cutlerymonger. Either he must
exchange his increased produce as he would have done his less
produce, and so his increased production would result in a posi-
tive loss. Or he must try to get new consumers; if amongst the
old circle, this could be only done by withdrawing customers from
another trade and shift his loss upon other shoulders; or he must
enlarge his market beyond his former limits, but neither the one
nor the other operation depends on his good will, nor on the mere
existence of an increased quantity of knives. Or, in the last in-
stance, he must carry over his production to another year and di-
minish his new supply for that year, which, if his addition of
capital did exist not only in additional wages, but in additional
fixed capital, will equally result in a loss.
Furthermore: If all other capitals have accumulated at the same
rate, it does not follow at all that their production has in-
creased at the same rate. But if it has, it does not follow that
they want one percent more of cutlery, as their demand for cut-
lery is not at all connected, neither with the increase of their
own produce, not with their increased power of buying cutlery.
5*) Es folgt bloß die Tautologie: Ist das increased capital adap-
tive to every
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1*) Zunächst - 2*) Messerfabrikation - 3*) die Einnahme - 4*) "in
einem geringeren Verhältnis" - 5*) ein absoluter Verlust. Dem
Messerhändler bleiben hier nur drei Wege offen. Entweder er
tauscht sein vermehrtes Produkt ebenso aus, wie er das geringere
Produkt ausgetauscht hätte dann wird seine vermehrte Produktion
zu einem positiven Verlust führen. Oder er muß trachten, neue
Kunden zu bekommen. Bleibt er auf den alten Kreis beschränkt so
kann dies nur dadurch geschehen, daß er Kunden einem anderen Ge-
werbe abspenstig macht und seinen Verlust auf andere Schultern
schiebt; oder er muß seinen Markt über seine früheren Grenzen
ausdehnen. Aber weder die eine noch die andere dieser Operationen
hängt von seinem guten Willen ab oder von der Existenz einer ver-
mehrten Menge Messer. Oder, endlich, muß er seinen Produktions-
überschuß in das nächste Jahr übertragen und seine neue Zufuhr
für jenes Jahr vermindern, was ebenfalls zu einem Verlust führt,
wenn sein
#115# Auflösung der Ricardoschen Schule
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peculiar trade proportionate to the rate in which the wants of
society will increase the demand for every peculiar commodity,
then the increase of one commodity secures a market for the in-
creased supply of other commodities. 1*)
Hier also unterstellt 1. K a p i t a l i s t i s c h e P r o-
d u k t i o n, worin die Produktion of every peculiar trade and
its increase is not regulated i m m e d i a t e l y, by the
wants of society, and ¦¦811¦ c o n t r o l l e d by it, but by
the powers of production disposed of by every peculiar ca-
pitalist, independent of the wants of society 2*). 2. Ist unter-
stellt, daß dennoch so p r o p o r t i o n a t e l y 3*) produ-
ziert wird, als ob das Kapital direkt von der Gesellschaft, ihren
Bedürfnissen entsprechend, in the different trades employed 4*)
wäre.
Unter dieser Unterstellung - contradictio in adjecto 5*) -, wenn
die kapitalistische Produktion absolut sozialistische Produktion
wäre, könnte in der Tat keine Überproduktion stattfinden.
Übrigens ist in den verschiednen trades, worin dieselbe
A k k u m u l a t i o n von Kapital stattfindet (auch dies wie-
der eine schlechte Voraussetzung, daß das capital accumulated at
an equal rate in different trades 6*)), die Masse des Produkts,
die dieser Vermehrung des angewandten Kapitals entspricht, sehr
verschieden, indem die Produktivkraft in den different trades
sehr verschieden oder die Masse der produzierten Gbrauchswerte im
Verhältnis zur angewandten Arbeit. Derselbe Wert wird auf beiden
Seiten produziert, aber die Quantität Waren, worin er sich dar-
stellt, sehr verschieden. Warum also, weil im trade A der Wert
gewachsen ist wie 1 p.c., während die Masse der Waren wie 20 p.c.
wuchs, [diese] einen Markt finden muß im trade B, worin der Wert
ebenfalls um 1 p.c. gewachsen, die Masse der Waren aber nur wie 5
p.c., ist absolut nicht einzusehn. Die Differenz von Gebrauchs-
wert und Tauschwert hier übersehn.
-----
Zusatz zum Kapital nicht nur aus zusätzlichem Arbeitslohn, son-
dern aus zusätzlichem fixem Kapital besteht. - Ferner: Wenn alle
Kapitale im gleichen Verhältnis vermehrt wurden, so folgt daraus
keineswegs, daß ihre Produktion in demselben Verhältnis zunimmt.
Aber wenn das der Fall wäre, folgt daraus nicht, daß sie ein Pro-
zent mehr Messer brauchten, da ihre Nachfrage nach Messern weder
mit der Zunahme ihres eignen Produkts, noch mit ihrer vermehrten
Fähigkeit, Messer zu kaufen, irgendwie zusammenhängt.
1*) angestiegene Kapital, das jedem besonderen Gewerbe eigen,
[angestiegen] im Verhältnis zu der Rate, in der die Bedürfnisse
der Gesellschaft die Nachfrage nach jeder besonderen Ware stei-
gern, dann sichert die Vermehrung der einen Ware einen Markt für
die vermehrte Zufuhr anderer Waren. - 2*) jedes besonderen Ge-
werbszweiges und ihre Zunahme nicht unmittelbar durch die Bedürf-
nisse der Gesellschaft geregelt und kontrolliert wird, sondern
durch die Produktivkräfte, über die jeder einzelne Kapitalist un-
abhängig von den Bedürfnissen der Gesellschaft verfügt _
3*) proportioniert - 4*) den verschiedenen Gewerbszweigen ange-
wandt 5*) - Widerspruch in sich selbst - 6*) Kapital im
g l e i c h e n V e r h ä l t n i s in den verschiedenen Gewer-
bezweigen akkumuliert
#116# Zwanzigstes Kapitel
-----
Says gewaltige Entdeckung, "daß sich Waren nur mit Waren kaufen"
1*), heißt nur, daß Geld selbst die verwandelte Form der Ware. Es
beweist durchaus nicht, daß, weil ich nur mit Ware kaufen kann,
ich mit meiner Ware kaufen kann, oder daß mein Kaufvermögen im
Verhältnis zu der Quantität der von mir produzierten Waren steht.
Derselbe W e r t kann sich in sehr verschiednem Quantum dar-
stellen. Aber der Gebrauchswert - die Konsumtion - hat nicht mit
dem Wert, sondern mit dem Quantum zu tun. Warum ich 6 Messer kau-
fen soll, weil ich sie so wohlfeil haben kann wie früher 1, ist
absolut nicht abzusehn. Abgesehn, daß die Arbeiter nicht Waren
verkaufen, sondern Arbeit, so kaufen eine Masse mit Geld, die
keine Waren produzieren. Käufer und Verkäufer von Ware sind nicht
identisch. Der landlord, moneyed capitalist 2*) etc. bekommen die
Ware andrer Produzenten als Geld in die Hand. Sie sind Käufer,
ohne Verkäufer von "Ware" zu sein. Es findet nicht nur Kauf und
Verkauf unter industriellen Kapitalisten statt, sondern ihr Ver-
kauf an Arbeiter, zweitens ihr Verkauf an Revenuebesitzer, die
keine Warenfabrikanten sind. Endlich sind ihre Käufe und Verkäufe
als Kapitalisten sehr verschieden von ihren Käufen als Reve-
nuespenders 3*).
"Herr Ricardo (p. 359, 2. Auflage) fügt, nachdem er die Lehre von
Smith über die Ursache des Sinkens des Profits angeführt, hinzu
'Herr Say hat indessen in durchaus zufriedenstellender Weise ge-
zeigt, daß es keine Kapitalsumme gibt, die nicht in einem Lande
verwendet werden kann, da die Nachfrage nur durch die Produktion
beschränkt wird.'"
(Dies sehr weis. Limited 4*) allerdings. Nothing can be demanded
which cannot be produced upon demand, or which the demand finds
not ready made in the market. Hence, because demand is limited by
production, it does by no means follow that p r o d u c t i o n
i s, o r w a s, l i m i t e d b y d e m a n d, and can ne-
ver overstep the demand, peculiarly the demand at the market
price. 5*) Dies Sayscher Scharfsinn.)
"'Es kann in einem Land keine Menge von Kapital akkumuliert wer-
den (p. 360), das nicht p r o d u k t i v angewandt werden
könnte' (das bedeutet, wie ich annehme", sagt der Mann incluse
6*) "'mit einem Profit für den Eigentümer') 'solange die Löhne
i n f o l g e des Steigens der Preise für die zum Leben notwen-
digen Dinge nicht so hoch steigen
-----
1*) Vgl. 2. Teil dieses Bandes, S. 493/495 - 2*) Geldkapitalist -
3*) Verausgaber von Revenne - 4*) Beschränkt - 5*) Nach etwas,
was auf Nachfrage zu produzieren u n m ö g l i c h, oder was
die Nachfrage nicht fertig auf dem Mark vorfindet, kann keine
Nachfrage bestehen. Aber deshalb, weil die Nachfrage b e-
s c h r ä n k t ist durch die Produkion, folgt daraus kei-
neswegs, daß die P r o d u k t i o n d u r c h d i e N a c h-
f r a g e b e s c h r ä n k t i s t o d e r w a r und daß
sie niemals die Nachfrage überschreiten kann, besonders die Nach-
frage zum Marktpreis. 6*) in Klammern
#117# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
und infolgedessen für den Kapitalprofit so wenig übrigbleibt, daß
der Antrieb zur Akkumulation aufhört.'" [p. 18, 19.]
(Ricardo assimiliert hier "productively und "profitably", während
grade darin, daß in der kapitalistischen Produktion "profitably"
allein "productively ist, ihr Unterschied von der absoluten Pro-
duktion liegt und ihre Schranke. Um "produktiv" zu produzieren,
muß so produziert werden, daß die Masse der producers von einem
Teil der demand für das produce ausgeschlossen wird; es muß im
Gegensatz zu einer Klasse produziert werden, ¦¦812¦ deren Konsum-
tion in keinem Verhältnis zu ihrer Produktion steht - da grade in
dem Überschuß ihrer Produktion über ihre Konsumtion der Profit
des Kapitals besteht. Andrerseits muß für Klassen produziert
[werden], die konsumieren, ohne zu produzieren. Es gilt nicht nur
dem surplus produce eine Form zu geben, worin es Gegenstand der
Nachfrage für diese Klasse wird. Der Kapitalist selbst, wenn er
akkumulieren will, muß andrerseits nicht demander 1*) für seine
Produkte [sein], soweit sie in die Revenue eingehn, in dem Ver-
hältnis wie er ihr producer ist. Sonst kann er nicht akkumulie-
ren. Daher Malthus ihm gegenüber Klassen setzt, deren Aufgabe
nicht accumulation, sondern expenditure 2*). Und während auf der
einen Seite alle diese Widersprüche vorausgesetzt werden, wird
auf der anderen vorausgesetzt, daß die Produktion ganz so ohne
Friktion voranginge, als wenn diese Widersprüche nicht existier-
ten. Kauf und Verkauf sind getrennt, Ware von Geld, Gebrauchswert
von Tauschwert. Es wird vorausgesetzt dagegen, daß die Trennung
nicht stattfindet, sondern Tauschhandel. Konsumtion und Produk-
tion sind getrennt; Produzenten, die nicht konsumieren, und Kon-
sumenten, die nicht produzieren. Vorausgesetzt, daß Konsumtion
und Produktion identisch sind. Der Kapitalist produziert direkt,
um seinen Profit zu vermehren, den Tauschwert, nicht des Genusses
wegen. Vorausgesetzt, daß er unmittelbar und nur des Genusses we-
gen produziert. Vorausgesetzt, daß die in der bürgerlichen Pro-
duktion existierenden Widersprüche - die sich allerdings ausglei-
chen, ein Prozeß der Ausgleichung, der aber zugleich als Krise
erscheint, gewaltsame Zusammenfügung der zerrißnen, gleichgültig
gegeneinander existierenden und doch zusammengehörigen Momente -
nicht existieren, so können diese Widersprüche natürlich auch
nicht sich geltend machen. In jedem trade produziert jeder ein-
zelne Kapitalist in proportion to h i s capital 3*), gleichgül-
tig gegen die wants of society 4*) und namentlich gleichgültig
gegen die competitive supply 5*) der Kapitalien in demselben
trade. Vorausgesetzt, er produziert
-----
1*) Nachfragender - 2*) Verausgabung - 3*) Verhältnis zu
s e i n e m Kapital - 4*) Bedürfnisse der Gesellschaft -
5*) konkurrierende Zufuhr
#118# Zwanzigstes Kapitel
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so, als ob er nach ordre der Gesellschaft produziere. Wenn kein
auswärtiger Handel wäre, so könnten ja die luxuries, at whatever
cost, at home 1*) produziert werden. Dann würde in der Tat mit
Ausnahme der necessaries 2*) die Arbeit sehr unproduktiv sein.
Hence 3*) die Akkumulation des Kapitals. So kann jedes Land alles
in ihm akkumulierte Kapital verwenden, da nach der Voraussetzung
nur wenig Kapital in ihm akkumuliert würde.)
"Der letztere Satz schränkt den ersteren ein (um nicht zu sagen,
stößt ihn um), wenn im ersteren 'das nicht angewandt werden
könnte' bedeutet 'produktiv angewandt' oder vielmehr
'profitabel'. Und wenn es einfach 'angewandt' bedeutet, ist die
Behauptung zwecklos, denn weder A. Smith noch irgend jemand hat,
glaube ich, bestritten, daß es 'angewandt werden' kann, wenn man
sich nicht darum kümmert, welchen Profit es bringen mag." (l.c.p.
19.)
In der Tat sagt R[icardol, daß alles Kapital in einem Land, at
what rate accumulated, may be employed profitably; andrerseits,
that the very fact of the accumulation of capital checks its
"profitable" employment, because it must result in lessening pro-
fits, that is the rate of accumulation 4*).
"Eine vermehrte Nachfrage ihrerseits" (der Arbeiter) "bedeutet
die Neigung, selbst weniger zu nehmen und einen größeren Anteil
ihren Anwendern zu lassen; und wenn man sagt, daß dies durch Ver-
minderung der Konsumtion die Überfüllung des Marktes vermehrt, so
kann ich nur antworten, daß Überfüllung des Marktes gleichbedeu-
tend ist mit hohem Profit." (l.c.p. 59.)
Dies ist in der Tat die geheime Basis des glut 5*).
"Die Arbeiter haben als Konsumenten während der Prosperität (wie
Herr Say sagt, 'Treité d'économie politique', ed. 4, vol. I, p.
60 6*)) keinerlei Vorteil von den Maschinen, wenn nicht der Arti-
kel, den die Maschine billiger herstellt, einer ist, der durch
Billigerwerden ihrem Gebrauch zugänglich werden kann. Dreschma-
schinen, Windmühlen mögen von diesem Standpunkt aus für sie eine
große Sache sein; aber die Erfindung einer Furniermaschine, einer
Blockmaschine oder eines Spitzenwebstuhls, verbessert ihre Lage
nicht sehr erheblich." (l.c.p. 74, 75.)
"Bei entwickelter Teilung der Arbeit ist das Geschick der Arbei-
ter nur in dem besonderen Zweig anwendbar, worin sie angelernt
wurden; s i e s e l b s t s i n d e i n e A r t v o n
M a s c h i n e n. Außerdem gibt es eine lange Periode der Untä-
tigkeit, das heißt von verlorener Arbeit, von Reichtum, der an
seinen Wurzeln abgeschlagen ist. Es hilft daher absolut nichts,
papageimäßig zu plappern, daß die Dinge eine Tendenz haben, ihr
-----
1*) Luxusartikel, zu welchen Kosten immer, im Lande - 2*) zum Le-
ben notwendigen Dinge - 3*) Daher - 4*) in welchem Maße es immer
akkumuliert werden mag, profitabel angewandt werden kann; andrer-
seits, daß gerade die Akkumulation des Kapitals seine
"profitable" Anwendung hindert, weil sie zu einer Verminderung
des Profits, das heißt der Rate der Akkumulation führen muß -
5*) der Überfüllung - 6*) in der Handschrift: Letters to Malthus,
ed. 4, p. 60
#119# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Niveau zu finden. Wir müssen um uns schauen und sehen, daß sie
¦¦813¦ für lange Zeit ihr Niveau n i c h t finden k ö n n e n;
daß, wenn sie es finden, das Niveau niedriger steht als beim An-
fang des Prozesses." (l.c.p. 72.)
Dieser Ricardian, nach R[icardo]s Vorgang, erkennt richtig die
Krisen from a sudden change in the channels of trade. [31]. Dies
in England der Fall nach dem Krieg von 1815. Und so haben alle
späteren Ökonomen jedesmal als einzig möglichen Grund der Krisen
das zugegeben, was der h a n d g r e i f l i c h s t e A n-
l a ß der jedesmaligen Krise war.
Kreditsystem gibt er auch als Grund der Krise zu. (p. 81 sqq.)
(Als ob das Kreditsystem selbst nicht aus der difficulty 1*) her-
vorginge, to employ capital "productively", i.e. "profitably"
2*).) Die Engländer müssen z.B. ihr eignes Kapital without 3*)
verpumpen, um sich einen Markt zu schaffen. In der Überproduk-
tion, Kreditsystem etc. sucht die kapitalistische Produktion ihre
eigne Schranke zu durchbrechen und über ihr M a ß hinaus zu
produzieren. Sie hat einerseits diesen Trieb. Andrerseits erträgt
sie nur eine der profitablen Anwendung des existierenden Kapitals
entsprechende Produktion. Hence die Krisen, die zugleich sie im-
mer hinaustreiben und in Siebenmeilenstiefeln erreichen lassen -
mit Bezug auf die Entwicklung der Produktivkräfte -, was sie in-
nerhalb ihrer borne 4*) nur sehr langsam realisieren würde.
Den Say beurteilt er sehr richtig. Dies bei Say beizubringen
(sieh p. 134, Heft VIII [32]).
"Er" (der Arbeiter) "ist bereit, e i n e n T e i l s e i n e r
Z e i t f ü r d e n K a p i t a l i s t e n z u a r b e i-
t e n oder, was auf das gleiche hinausläuft, einen Teil des
Gesamtprodukts, wenn es hergestellt und ausgetauscht ist, als dem
Kapitalisten gehörend zu betrachten. Er muß das tun, oder der
Kapitalist würde ihm nicht seine Hilfsmittel dargeboten haben.
(Nämlich das Kapital. Sehr schön, daß es comes to the same thing
whether the capitalist owns the whole produce and pays part of it
as wages to the labourer, or whether the labourer leaves, makes
over to the capitalist part of his (the labourer's) produce 5*).)
"Aber da der B e w e g g r u n d des Kapitalisten d e r
G e w i n n ist und diese Vorteile in einem gewissen Grade immer
ebenso von dem W i l l e n zu sparen als von dem V e r-
m ö g e n dazu abhängen, wird der Kapitalist geneigt sein, eine
zusätzliche Menge dieser Hilfsmittel darzubieten; und da er
weniger Leute finden wird, die diese zusätzliche Menge henötigen,
als jene, die der ursprünglichen Menge bedurften, muß er einen
kleineren
-----
1*) Schwierigkeit - 2*) Kapital "produktiv", d.h. "profitabel"
anzuwenden - 3*) nach außerhalb - 4*) Grenzen - 5*) auf das glei-
che hinausläuft, ob der Kapitalist das ganze Produkt besitzt und
einen Teil davon als Arbeitslohn an den Arbeiter zahlt oder ob
der Arbeiter dem Kapitalisten einen Teil seines (des Arbeiters)
Produkts überläßt
#120# Zwanzigstes Kapitel
-----
Anteil des Gewinns für sich erwarten; er muß bereit sein, dem Ar-
beiter (gleichsam) ein Geschenk" (!!!) "zu machen, ihm einen Teil
des Gewinns zu überlassen, den seine Hilfsmittel veranlaßten,
sonst würde er nicht den anderen Teil erhalten; der Profit wird
so durch die Konkurrenz beschnitten." (l.c.p. 102, 103.)
Dies sehr schön. Akkumuliert das Kapital infolge der Entwicklung
der Produktivkraft der Arbeit so schnell, daß die Nachfrage nach
Arbeit die wages 1*) erhöht und der Arbeiter less time 2*) für
den capitalist gratis arbeitet und shares to some degree in the
benefits of his more productive labour - the capitalist makes him
a "present" 3*)!
Derselbe Mann zeigt ausführlich, daß starke Salaire schlechtes
encouragement 4*) für Arbeiter, obgleich er den landlords gegen-
über low profit a discouragement of capitalists considers 5*)
(sieh p. 13, Heft XII [33]).
"A. Smith glaubte, daß Akkumulation oder Zunahme des Kapitals im
allgemeinen die Rate des Profits im allgemeinen herabdrückt, nach
demselben Prinzip, das bewirkt, daß das Wachstum des Kapitals in
jedem besonderen Gewerbszweig den Profit in diesem Gewerbszweig
herabdrückt. Aber eine derartige Zunahme von Kapital in einem be-
sonderen Gewerbszweig bedeutet mehr eine Zunahme im Verhältnis
zur gleichzeitigen Zunahme des Kapitals in anderen Gewerbszwei-
gen. (l.c.p. 9.)
Gegen Say (Heft XII, p. 12 [34]).
"Man kann sagen, der unmittelbare Markt für das Kapital oder das
Feld für das Kapital ist die Arbeit. Die Masse Kapital, die zu
einer gegebenen Zeit, in einem gegebenen Land oder in der Welt so
investiert werden kann, daß es nicht weniger als eine gegebene
Profitrate ergibt, scheint hauptsächlich von der Menge Arbeit
abzuhängen, zu deren Verrichtung die zu jener Zeit vorhandene
Menge Menschen durch Verausgabung jenes Kapitals bewogen werden
kann. (l.c.p. 20.)
¦¦814¦ "Profite hängen nicht vom Preis ab, sie hängen ab vom
Preis, verglichen mit den Ausgaben." (l.c.p. 28.)
"Die Behauptung des Herrn Say [35] beweist durchaus nicht, daß
sich das K a p i t a l selbst einen Markt öffnet, sondern nur,
daß Kapital und Arbeit sich gegenseitig einen Markt öffnen."
(l.c.p. 111.)
c) [Thomas De Quincey. Unfähigkeit, die Mängel des Ricardoschen
Standpunktes zu überwinden]
"Dialogues of Three Templars on Political Economy, chiefly in re-
lation to the Principles of Mr. Ricardo" ("London Magazine", vol.
IX, 1824) (Verfasser: Thomas De Quincey).
-----
1*) Löhne - 2*) weniger Zeit - 3*) in gewissem Grade Anteil an
dem Gewinn seiner produktiveren Arbeit hat - macht ihm der Kapi-
talist ein "Geschenk" - 4*) schlechte Aufmunterung -
5*) niedrigen Profit als eine Entmutigung der Kapitalisten be-
trachtet
#121# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Versuch einer Widerlegung aller gegen Ric[ardo] vorgebrachten An-
griffe. Daß er weiß, worum sich's handelt, sieht man aus dem
einen Satz:
"Alle Schwierigkeiten der politischen Ökonomie darauf reduzier-
bar: Was ist der Grund des Tauschwerts? (l.c.p. 347.)
Es ist hier oft scharf das Unzulängliche der Ric[ardo]schen An-
sicht auseinandergesetzt, obgleich mit mehr Affektation als Re-
alität von dialektischer Tiefe. Die wirklichen Schwierigkeiten,
die nicht aus der Bestimmung der value 1*) hervorgehn, sondern
aus Ric[ardo]s unzulänglicher Entwicklung auf dieser Grundlage,
und seinem Versuch, gewaltsam und unmittelbar konkretere Verhält-
nisse dem einfachen Wertverhältnis anzupassen, sind in keiner
Weise gelöst oder auch nur herausgefühlt. Die Schrift aber cha-
rakteristisch für die Periode ihres Erscheinens. Man sieht, daß
es damals noch ernst [war] mit der Konsequenz und dem Denken in
der politischen Ökonomie.
(Die spätere Schrift von demselben Verfasser: "The Logic of Poli-
tical Economy", Edinburgh 1844, schwächer.)
Quincey stellt den Unterschied der R[icardo]schen Ansichten von
den frühern scharf hin und sucht nicht durch Umdeutung abzuschwä-
chen oder das Spezifische in der Sache aufzugeben, es in der
Phrase beibehaltend, wie das später geschah und einem bequemen
haltlosen Eklektizismus Tür und Tor öffnete.
Ein Punkt der R[icardo]schen Doktrin, den Q[uincey] besonders ur-
giert, und der hier zu erwähnen, weil er in der gleich zu erwäh-
nenden Polemik gegen R[icardo] Rolle spielt, ist, daß das Kom-
mando einer Ware über andre Waren (ihre Kaufkraft; in der Tat,
ihr Wert als realisiert in einer andren Ware ausgesprochen)
durchaus verschieden ist von ihrem r e a l e n W e r t.
"Es ist durchaus falsch zu schließen, daß der reale Wert groß
ist, weil die Menge, die er kauft, groß ist, oder klein, weil die
Menge, die er kauft, klein ist... Wenn A seinen Wert verdoppelt.
wird er deshalb nicht das Doppelte der früheren Menge von B kom-
mandieren. Es kann so sein, und er kann auch fünfhundertmal mehr
oder fünfhundertmal weniger kommandieren... Niemand wird leugnen,
daß A durch Verdopplung seines eigenen Wertes eine doppelte Menge
aller Dinge kommandieren wird, die im Wert konstant blieben. Aber
die Frage ist die, ob A ausnahmslos bei Verdopplung seines Wertes
eine doppelte Menge kommandieren wird." (l.c.p. 552 sqq. passim.)
-----
1*) des Werts
#122# Zwanzigstes Kapitel
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d) Samuel Bailey.
[alpha) Oberflächlicher Relativismus in "Observations on certain
Verbal Disputes..." und bei Bailey in der Definition des Werts.
Ablehnung der Arbeitswerttheorie]
"A Critical Dissertation on the Nature, Measures and Causes of
Value; chiefly in Reference to the Writings of Mr Ricardo and his
Followers. By the Author of Essays on the Formation and Publica-
tion of Opinions" (Samuel Bailey), London 1825.
Dies die Hauptschrift gegen Ric[ardo]. (Auch gegen Malthus ge-
richtet.) Sucht die Grundlage der Doktrin - value - umzuwerfen.
Positiv ohne allen Wert, mit Ausnahme der Bestimmung der "measure
of value" 1*) oder rather 2*) des Geldes in dieser Funktion. Vgl.
auch vom selben Verfasser: "A Letter to a Political Economist;
occasioned by an Article in the Westminster Review on the Subject
of Value etc.", London 1826.
Da diese Schrift, wie schon früher bemerkt 3*), der Grundlage
nach an die "Observations on certain Verbal Disputes in Pol. Ec."
sich anschließt, so das Betreffende dieser "Observations" hier
nachzuholen.
Der Verfasser der "Observations" wirft R[icardo] vor, daß er
v a l u e aus einer relativen Eigenschaft der Waren in ihrem
Verhältnis zueinander in etwas Absolutes verwandelt.
Das, was Ric[ardo] in dieser Hinsicht vorzuwerfen ist, ist bloß,
daß er nicht die verschiednen Momente in der Entwicklung des
Wertbegriffs streng sondert; der Tauschwert der Ware, wie er sich
d a r s t e l l t, e r s c h e i n t im Austauschprozeß der Wa-
ren, von dem Dasein der Ware als W e r t in ihrem Unterschied
von ihrem Dasein als Ding, Produkt, Gebrauchswert.
¦¦815¦ Es heißt in den "Observations":
"Wenn die absolute Menge Arbeit wächst, durch die der größere
Teil der Waren oder alle, eine ausgenommen, produziert wird,
würde man dann sagen, daß der Wert der einen unverändert bleibe?
[In welchem Sinne?] da sie sich überdies für weniger von jeder
anderen Ware austauschen wird. Wenn behauptet werden soll, daß
unter dem Wachstum oder der Verminderung des Werts das Wachstum
oder die Verminderung der Menge Arbeit zu verstehen sei, die die
in Rede stehende Ware produziert, könnte der Schluß, gegen den
ich mich eben wendete, einigermaßen richtig sein. Aber zu sagen,
wie es Herr Ricardo tut, daß die relativen Mengen Arbeit, durch
die zwei Waren produziert werden, die Ursache des Verhältnisses
sind, in dem sich die beiden Waren austauschen, d.h. die Ursache
des Tauschwerts einer jeden, ist sehr verschieden davon, zu sa-
gen, daß der Tauschwert einer jeden die Menge Arbeit
b e d e u t e t, die sie produzierte,
-----
1*) des "Wertmaßes" - 2*) vielmehr - 3*) siehe vorl. Band. S.
107
#123# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
wohlgemerkt, ohne irgendwelche Beziehung auf die andere oder auf
die Existenz der anderen." ("Observations etc.", p. 13.)
"Herr R[icardo] erzählt uns tatsächlich, daß 'die Untersuchung,
auf die er des Lesers Aufmerksamkeit hinzulenken wünsche, sich
auf die Wirkung der Variationen im r e l a t i v e n Wert der
Waren bezieht und nicht in ihrem a b s o l u t e n Wert', als
ob er hier meint, daß es da ein solches Ding wie den Tauschwert
gäbe, der nicht relativ ist." (l.c.p. 9, 10.)
"Daß Herr Ricardo von seinem ursprünglichen Gebrauch des Terminus
Wert abgewichen ist und d a r a u s e t w a s A b s o l u-
t e s s t a t t R e l a t i v e s g e m a c h t h a t, tritt
noch augenscheinlicher in seinem 'Die unterschiedlichen Eigen-
schaften von Wert und Reichtum' betitelten Kapitel hervor. Die
dort diskutierte Frage wurde auch von anderen diskutiert und ist
eine pure Wortklauberei und nutzlos." (l.c.p. 15 sq.)
Bevor wir auf den Mann eingehn, noch dies über Ricardo. In seinem
chapter on "Value and Riches" 1*) setzt er auseinander, daß der
gesellschaftliche Reichtum nicht vom Wert der produzierten Waren
abhängt, obgleich der letztre Punkt entscheidend für every indi-
vidual producer 2*). Um so mehr hätte er einsehn müssen, daß eine
Produktionsform, die bloß auf surplus value gerichtet ist, d.h.
auf der relativen Armut der Masse der producers basiert, unmög-
lich die absolute Form der Produktion des Reichtums sein kann,
wie er sie beständig darstellt.
Nun zu den "Observations" des "verbal" 3*) Klugscheißers.
Wenn alle Waren mit Ausnahme einer im Wert wachsen, weil sie mehr
Arbeitszeit als früher kosten, tauscht sich die eine, deren Ar-
beitszeit keine Variation untergangen, mit weniger von allen and-
ren Waren aus. Ihr Tauschwert, soweit er sich in andren Waren re-
alisiert, hat sich vermindert; d.h. ihr Tauschwert, ausgedrückt
in den G e b r a u c h s w e r t e n aller andren Waren. "Soll
man dennoch sagen, daß ihr Tauschwert u n v e r ä n d e r t
geblieben?" Dies ist nur eine Stellung der Frage, um die es sich
handelt, und spricht weder für bejahende noch verneinende Ant-
wort. Dasselbe Resultat fände statt, wenn sich die zur Produktion
der einen Ware erheischte Arbeitszeit vermindert und die aller
andren unverändert geblieben wäre. Ein bestimmtes Quantum dieser
einen Ware würde sich gegen geringre Quantität aller andren Waren
austauschen. Wir haben hier beidemal dasselbe Phänomen, obgleich
aus direkt entgegengesetzten Ursachen. Wäre umgekehrt die zur
Produktion der einen Ware A erheischte Arbeitszeit unverändert
geblieben, während die aller andren Waren sich verringert hätte,
so würde sie sich gegen mehr von allen andren Waren austauschen.
Dasselbe fände
-----
1*) Kapitel über "Wert und Reichtum" - 2*) jeden individuellen
Produzenten - 3*) "Bemerkungen" des "wortklaubenden"
#124# Zwanzigstes Kapitel
-----
statt aus dem umgekehrten Grund, wenn die zur Produktion von A
erheischte Arbeitszeit sich vermehrt und die aller andren Waren
unverändert geblieben wäre. Die Ware A tauscht [sich] also das
eine Mal gegen weniger von allen Waren aus, und zwar aus doppel-
ten und entgegengesetzten Gründen. Sie tauscht sich das andre Mal
gegen mehr von allen andren Waren aus und wieder aus doppelten
und entgegengesetzten Gründen. Aber, notabene, sie tauscht sich
jedesmal, nach der Voraussetzung, zu ihrem Wert aus, daher gegen
ein Ä q u i v a l e n t. Sie realisiert jedesmal ihren Wert in
dem Quantum der andren Gebrauchswerte, wogegen sie sich aus-
tauscht, wie auch das Quantum dieser Gebrauchswerte wechsle.
Daraus folgt offenbar: Daß das quantitative Verhältnis, worin
sich Waren als Gebrauchswerte gegeneinander austauschen, zwar der
Ausdruck ihres Werts, ihr realisierter Wert, aber nicht ihr Wert
selbst ist, indem sich dasselbe Wertverhältnis in ganz verschied-
nen Quantis von Gbrauchswerten darstellt. Ihr Dasein als Wert ist
nicht in ihrem eignen Gebrauchswert - ihrem Dasein als Gebrauchs-
wert ausgedrückt. Er e r s c h e i n t in ihrem Ausdruck in an-
dren Gbrauchswerten, d.h. in dem Verhältnis, worin sich diese an-
dren Gbrauchswerte gegen sie austauschen. Wenn 1 Unze Gold = 1
Tonne Eisen, also kleine Quantität von Gold gegen große Quantität
von Eisen sich austauscht, ist darum der Wert der Unze Gold in
Eisen ausgedrückt größer als der Wert des Eisens in Gold ausge-
drückt? Daß sich Waren austauschen im Verhältnis der in ihnen
enthaltnen Arbeit, heißt, daß sie gleich sind, dasselbe sind, so-
weit sie dasselbe Quantum Arbeit darstellen. Es heißt also
zugleich, daß jede Ware, für sich betrachtet, ein von ihrem
¦¦816¦ eignen Gebrauchswert, ihrem eignen Dasein als Gebrauchs-
wert U n t e r s c h i e d n e s ist.
Der W e r t derselben Ware, ohne sich zu ändern, kann in unend-
lich v e r s c h i e d n e n Quantis von Gebrauchswerten darge-
stellt werden, je nachdem ich ihn in dem Gebrauchswert dieser
oder jener Ware darstelle. Dies ändert den Wert nicht, obgleich
es seine Darstellung ändert. Ebenso sind alle die verschiednen
Quanta verschiedner Gebrauchswerte, in denen sich der Wert der
Ware A darstellen läßt, Äquivalente und verhalten sich zueinander
nicht nur als Werte, sondern als gleich große Werte, so daß, wenn
sich diese sehr verschiednen Quanta Gebrauchswerte ersetzen, der
Wert ebenso unverändert bleibt, als hätte er nicht Darstellung in
ganz verschiednen Gebrauchswerten gewonnen.
Wenn die Waren sich austauschen in dem Verhältnis, worin sie
gleich viel Arbeitszeit darstellen, so ist ihr Dasein als verge-
genständlichte Arbeitszeit, ihr Dasein als verkörperte Arbeits-
zeit ihre E i n h e i t, ihr i d e n t i s c h e s
#125# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
E l e m e n t. Als solche sind sie q u a l i t a t i v das-
selbe und unterscheiden sie sich nur noch q u a n t i t a t i v,
je nachdem sie mehr oder weniger von demselben, der Arbeitszeit,
darstellen. W e r t e sind sie als Darstellung dieses Identi-
schen und gleich große Werte, Ä q u i v a l e n t e, soweit sie
gleich viel Arbeitszeit darstellen. Um sie als Größen zu verglei-
chen, müssen sie vorher gleichnamige Größen sein, qualitativ
identische.
Es ist als Darstellungen dieser Einheit, daß diese verschiednen
Dinge Werte sind und sich als Werte zueinander verhalten, womit
auch der Unterschied ihrer Wertgrößen, ihr immanentes Wertmaß ge-
geben ist. Und nur darum kann der Wert einer Ware in Gebrauchs-
werten andrer Waren als seinen Äquivalenten dargestellt, ausge-
drückt werden. Also ist auch die e i n z e l n e W a r e
selbst als W e r t, als D a s e i n d i e s e r E i n-
h e i t, von sich selbst als Gebrauchswert, als Ding verschieden
- ganz abgesehn von dem Ausdruck ihres Werts in andren Waren.
Als Dasein der Arbeitszeit ist sie Wert überhaupt, als Dasein
einer quantitativ bestimmten Arbeitszeit bestimmte W e r t-
g r ö ß e.
Es ist also charakteristisch für unsren Klugscheißer, wenn er
sagt: If we m e a n that, we do n o t m e a n that and vice
versa. Our "meaning" has nothing at all to do with the essential
characters of the thing we consider. If we speak of the
v a l u e i n e x c h a n g e of a thing, we m e a n in the
first instance of course the r e l a t i v e q u a n t i-
t i e s of every other commodities that can be exchanged with
the first commodity. But, on further consideration, we shall find
that for the proportion, in which one thing exchanges with an
infinitive mass of other things, which have nothing at all in
common with it - and even if there are natural or other
similarities between those things, they are not considered in the
exchange - to be a f i x e d p r o p o r t i o n all those
heterogeneous various things must be considered as proportionate
representations, expressions of the s a m e c o m m o n
u n i t y, an element quite different from their natural
existence or appearances. We shall then furthermore find, that if
our meaning has any sense, the value of a commodity is something
by which it not only differs from or is related to other
commodities, but is a quality by which it differs from its own
existence as a thing, a value in use. 1*)
-----
1*) Wenn wir das m e i n e n, m e i n e n w i r n i c h t
das und umgekehrt. Unser "Meinen" hat nicht das mindeste mit den
wesentlichen Merkmalen der Sache zu tun, von der wir sprechen.
Wenn wir von dem T a u s c h w e r t eines Dinges sprechen,
meinen wir darunter zunächst freilich die relativen Mengen aller
anderen Waren, die gegen die erste Ware ausgetauscht werden kön-
nen. Aber bei näherer Betrachtung werden wir folgendes finden:
Soll das Verhältnis, in dem ein Ding mit einer unzähligen Menge
anderer Dinge ausgetauscht wird, die gar nichts mit ihm gemein
haben - und auch wenn es natürliche oder andere Ähnlichkeiten
zwischen ihnen gibt werden sie beim Austausch nicht in Betracht
gezogen -, soll dies V e r h ä l t n i s ein b e s t i m m-
t e s
#126# Zwanzigstes Kapitel
-----
"Das Steigen des Wertes des Artikels A bedeutet nur W e r t,
g e m e s s e n in den Artikeln B, C usw., das heißt Tauschwert
für die Artikel B, C usw." (l.c.p. 16.)
To e s t i m a t e the value of A, a book for instance, in B,
coals, and C, wine, A, B, C must be as value something different
from their existences as books, coals or wine. To estimate a va-
lue of A in B, A must have a value independent of the estimation
of that value in B, and both must be equal to a third thing, ex-
pressed in both of them. 1*)
Es ist durchaus falsch zu sagen, daß dadurch der Wert der Ware
aus etwas R e l a t i v e m in etwas A b s o l u t e s ver-
wandelt werde. Umgekehrt. Als Gebrauchswert erscheint die Ware
als etwas Selbständiges. Als Wert dagegen als bloß G e s e t z-
t e s, bloß bestimmt durch ihr Verhältnis zur gesellschaftlich
notwendigen, gleichen, einfachen Arbeitszeit. So sehr relativ,
daß, wenn die zur Reproduktion erheischte Arbeitszeit [sich]
ändert, ihr Wert [sich] ändert, obgleich die in ihr wirklich
enthaltne Arbeitszeit unverändert geblieben ist.
¦¦817¦ In welchem tiefen F e t i s c h i s m u s unser Klug-
scheißer steckt und wie er das Relative in etwas Positives ver-
wandelt, zeigt am schlagendsten der folgende Satz:
"W e r t ist E i g e n s c h a f t d e r D i n g e,
R e i c h t u m d e r M e n s c h e n. Wert in diesem Sinn
schließt notwendig Austausch ein, Reichtum nicht." (l.c.p. 16.)
Riches 2*) sind hier Gebrauchswerte. Diese sind allerdings in be-
zug für die Menschen riches, aber es ist durch seine e i g n e
p r o p e r t y, seine eignen Eigenschaften, daß ein Ding Ge-
brauchswert und daher ein Element des Reichtums für die Menschen
ist. Nimm der Traube die Eigenschaften, die sie zur Traube ma-
chen, so hört der Gebrauchswert, den sie als Traube für die Men-
schen hat, auf; und sie hat aufgehört als Traube ein Element des
Reichtums zu sein. Riches als identisch mit Gebrauchswerten sind
p r o p e r t i e s
-----
sein, dann müssen alle die verschiedenen heterogenen Dinge als
verhältnismäßige Darstellungen, Ausdrücke d e r s e l b e n
g e m e i n s a m e n E i n h e i t betrachtet werden, eines
Elements, das vollständig verschieden ist von ihrer natürlichen
Existenz oder Erscheinung. Wir werden dann weiterhin finden, daß,
wenn unsere Anschauung einen Sinn hat, der Wert einer Ware etwas
ist, wodurch sie nicht bloß von anderen Waren unterschieden oder
mit ihnen verbunden ist, sondern daß er eine Eigenschaft ist, wo-
durch sie sich von ihrer eigenen Existenz als ein Ding, ein Ge-
brauchswert unterscheidet.
1*) Um den Wert von A, zum Beispiel eines Buches, zu m e s s e n
in B, Kohlen, und C, Wein, müssen A, B, C als W e r t e ver-
schieden sein von ihren Existenzen als Buch, Kohlen oder Wein. Um
den Wert von A in B zu messen, muß A einen Wert haben, unabhängig
von der Messung dieses Werts in B, und beide müssen gleich sein
einem dritten Dinge, das in beiden ausgedrückt wird. -
2*) Reichtum
#127# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
o f t h i n g s that are made use of by men and which express a
relation to their wants 1*). Dagegen soll "value" die "property
of things" sein!
Als Werte sind die Waren gesellschaftliche Größen, also etwas von
ihren "properties" as "things" 2*) absolut Verschiednes. Sie
stellen als values nur Verhältnisse der Menschen in ihrer produc-
tive activity 3*) dar. Value "implies" 4*) in der Tat "exchanges,
aber exchanges sind exchanges of things between men 5*); exchan-
ges, die die Dinge als solche absolut nichts angehn. Das Ding be-
hält dieselben "properties", ob in der Hand von A oder B. In der
Tat unterstellt der Begriff der "value "exchanges" der Produkte.
Wo die Arbeit gemeinschaftlich ist, stellen sich die Verhältnisse
der Menschen in ihrer gesellschaftlichen Produktion nicht als
"values" of things dar. Exchanges of products as commodities is a
certain method of exchanging labour, and of the dependence of the
labour of each upon the labour of the others a certain mode of
social labour or social production. 6*)
Ich habe in dem 1. Teil meiner Schrift [36] erwähnt, wie es die
auf dem Privataustausch beruhende Arbeit charakterisiert, daß
sich der gesellschaftliche Charakter der Arbeit als "property"
der Dinge "darstellt" - verkehrt; daß ein gesellschaftliches Ver-
hältnis als Verhältnis der Dinge unter sich erscheint (der pro-
ducts, values in use, commodities 7*)). Diesen S c h e i n
nimmt unser Fetischdiener als etwas Wirkliches und glaubt in der
Tat, daß der Tauschwert der Dinge durch ihre properties as things
bestimmt ist, überhaupt a natural property 8*) derselben ist.
Bisher hat noch kein Naturforscher entdeckt, durch welche natür-
lichen Eigenschaften Schnupftabak und Gemälde in bestimmter Pro-
portion "Äquivalente" füreinander sind.
Er, der wiseacre 9*), verwandelt also den Wert in etwas Absolu-
tes, "a property of things", statt darin nur etwas Relatives, die
Relation der Dinge zur gesellschaftlichen Arbeit zu sehn, der auf
Privataustausch beruhenden gesellschaftlichen Arbeit, in welcher
die Dinge als nichts Selbständiges, sondern als bloße Ausdrücke
der gesellschaftlichen Produktion bestimmt sind.
Daß aber die "value" nichts Absolutes ist, nicht als an entity
10*) aufgefaßt wird, ist ganz verschieden davon, daß die Waren
ihrer value of exchange 11*) einen s e l b s t ä n d i g e n,
von ihrer value of use 12*) oder ihrem Dasein als reales
-----
1*) E i g e n s c h a f t e n v o n D i n g e n, die sich die
Menschen zunutze machen und die ein Verhältnis zu ihren Bedürf-
nissen ausdrücken - 2*) Eigenschaften als Dinge - 3*) produktiven
Tätigkeit - 4*) Wert "schließt ein" - 5*) Austausche von Dingen
zwischen Menschen - 6*) Austausch von Produkten als Waren ist
eine bestimmte Methode, Arbeit auszutauschen, und der Abhängig-
keit der Arbeit eines jeden von der Arbeit des anderen, eine be-
stimmte Art gesellschaftlicher Arbeit oder gesellschaftlicher
Produktion. - 7*) Produkte, Gebrauchswerte, Waren - 8*) eine na-
türliche Eigenschaft - 9*) Neunmalkluge - 10*) eine Wesenheit -
11*) Tauschwert - 12*) Gebrauchswert
#128# Zwanzigstes Kapitel
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Produkt v e r s c h i e d n e n und u n a b h ä n g i g von
ihm existierenden Ausdruck geben müssen, d.h. die Warenzirkula-
tion zur Geldbildung fortgehn muß. Sie geben ihrem Tauschwert
diesen Ausdruck im Geld, zunächst im P r e i s, worin sie sich
alle als Materiatur d e r s e l b e n Arbeit, nur quantitativ
verschiedne Ausdrücke d e r s e l b e n Substanz darstellen.
Die V e r s e l b s t ä n d i g u n g d e s T a u s c h-
w e r t s der Ware in Geld ist selbst das Produkt des Austausch-
prozesses, der Entwicklung der in der Ware enthaltnen Wider-
sprüche von Gebrauchswert und Tauschwert und des nicht minder in
ihr enthaltnen Widerspruchs, daß die bestimmte, besondre Arbeit
des Privatindividuums sich als ihr Gegenteil, gleiche, not-
wendige, allgemeine und in dieser Form gesellschaftliche Arbeit
darstellen muß. In der Darstellung der Ware als Geld ist nicht
nur das enthalten, daß die verschiednen Wertgrößen der Waren
durch Darstellung ihrer Werte in dem Gebrauchswert einer aus-
schließlichen Ware gemessen sind; sondern zugleich, daß sie sich
alle in einer Form darstellen worin sie als Verkörperung der
g e s e l l s c h a f t l i c h e n A r b e i t existieren und
daher gegen jede andre Ware austauschbar, beliebig in jeden be-
liebigen Gebrauchswert übersetzbar sind. Es erscheint ihre Dar-
stellung als Geld - im Preise - daher zuerst nur ideell; eine
Darstellung, die sie erst durch den wirklichen Verkauf realisie-
ren. Was bei Ricardo der Fehler ist, ist, daß er bloß mit der
W e r t g r ö ß e beschäftigt ist. Daher nur sein Augenmerk
richtet auf ¦¦818¦ das r e l a t i v e Q u a n t u m Arbeit,
das die verschiednen Waren darstellen, als Werte verkörpert in
sich enthalten. Aber die in ihnen enthaltne Arbeit muß als
g e s e l l s c h a f t l i c h e Arbeit dargestellt werden, als
entäußerte individuelle Arbeit. Im Preis ist diese Darstellung
ideell. Erst im Verkauf wird sie realisiert. Diese Verwandlung
der in den Waren enthaltnen Arbeiten der Privatindividuen in
g l e i c h e g e s e l l s c h a f t l i c h e A r b e i t,
daher als in allen Gebrauchswerten darstellbare, mit allen aus-
tauschbare Arbeit, diese qualitative Seite der Sache, die in der
Darstellung des Tauschwerts als Geld enthalten ist, ist bei
R[icardo] nicht entwickelt. Diesen Umstand - die Notwendigkeit,
die in ihnen enthaltne Arbeit als g l e i c h e
g e s e l l s c h a f t l i c h e A r b e i t darzustellen,
i.e. als Geld - übersieht R[icardo].
Die Entwicklung des Kapitals ihrerseits u n t e r s t e l l t
schon die volle Entwicklung des Tauschwerts der Ware und daher
seine Verselbständigung in Geld. Im Produktions- und Zirkulati-
onsprozeß des Kapitals wird von dem Wert als selbständiger Ge-
stalt ausgegangen, der sich erhält, vermehrt, seine Vermehrung an
seiner ursprünglichen Größe mißt in allen changes 1*), die die
Waren, in denen er sich darstellt, durchlaufen, und abgesehn da-
von, ob er
-----
1*) Veränderungen
#129# Auflösung der Ricardoschen Schule
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sich selbst in den verschiedensten Gbrauchswerten darstellt, die
Waren wechselt, die ihm als Leiber dienen. Das Verhältnis des der
Produktion vorausgesetzten zu dem aus ihr resultierenden Werts -
als vorausgesetzter Wert ist das Kapital Kapital im Gegensatz zum
Profit - bildet das Übergreifende und Bestimmende des ganzen ka-
pitalistischen Produktionsprozesses. Es ist nicht nur selbstän-
dige Darstellung des Werts wie im Geld, sondern prozessierender
Wert, Wert, der sich erhält in einem Prozeß, worin die Gebrauchs-
werte die verschiedensten Formen durchlaufen. Im Kapital tritt
die Verselbständigung des Werts also in viel höhrer Potenz auf
als im Geld.
Danach kann man die Weisheit unsres "verbal" wiseacre beurteilen,
der die Verselbständigung des Tauschwerts als eine Redensart,
manner of talking, scholastic invention 1*) behandelt.
"Wert oder valeur im Französischen wird nicht bloß absolut ge-
braucht, statt relativ, als eine Eigenschaft von Dingen, sondern
wird sogar von manchen im Sinne einer meßbaren Ware benutzt.
'Einen Wert besitzen', 'einen Teil des Werts übertragen'" (ein so
wichtiges Moment beim fixen Kapital), "'die Summe oder Gesamtheit
der Werte' usw. - ich weiß nicht, was das alles sagen will."
(l.c.p. 57.)
Daß der verselbständigte Wert im Geld selbst wieder nur einen re-
lativen Ausdruck besitzt, weil das Geld selbst Ware, hence of a
changeable value 2*), ändert nichts an der Sache, sondern ist
eine Unvollkommenheit, die aus der Natur der Ware und der notwen-
digen Darstellung ihres Tauschwerts, im Unterschied von ihrem Ge-
brauchswert, entspringt. Daß our man does "not know" 3*) hat er
vollständig gezeigt. Es zeigt uns dies die Art der Kritik, die
die in den widersprechenden Bestimmungen der Dinge selbst liegen-
den Schwierigkeiten gern als Reflexionsprodukte oder Widerstreit
der definitions wegschwatzen will.
"'Der r e l a t i v e Wert zweier Dinge' kann zweierlei bedeu-
ten: das Verhältnis, in dem zwei Dinge sich u n t e r e i n a n-
d e r austauschen oder austauschen würden, oder die verhält-
nismäßigen Mengen e i n e s D r i t t e n, für die jede von
ihnen sich austauscht oder austauschen würde." (l.c.p. 53.)
D'abord 4*) wäre dies eine sehr schöne Definition. Wenn 3 Pfd.
Kaffee für 1 Pfd. Tee exchange to-day or would exchange to-morrow
5*), so ist durchaus nicht gesagt, daß Äquivalente have been
exchanged for each other 6*). Hiernach könnte eine Ware immer nur
zu ihrem Wert exchanged werden, denn ihr Wert wäre irgendein be-
liebiges Quantum andrer Ware, wogegen sie zufällig ausgetauscht
worden. This, however, is not what people
-----
1*) Art Geschwätz, scholastische Erfindung - 2*) daher von einem
wechselnden Wert - 3*) unser Mann es "nicht weiß" - 4*) Zunächst
- 5*) sich heute austauschen oder morgen austauschen würden -
6*) gegenseitig ausgetauscht wurden
#130# Zwanzigstes Kapitel
-----
generally m e a n, when they say that 3 lbs. of coffee have
been exchanged for their equivalent in tea. They suppose that af-
ter, as before, the exchange a c o m m o d i t y o f t h e
s a m e v a l u e is in the hand of either of the exchangers.
The rate at which two commodities exchange does not determine
their value, but their value determines the rate at which they
exchange. 1*) Wenn Wert nichts als das Quantum Ware, wogegen Ware
A zufällig ausgetauscht wird, wie to express the value of A in
the commodity B, C etc.? Because ¦¦819¦ then, as there is no im-
manent measure between the two, the value of A could not be ex-
pressed in B before it had been exchanged against B. 2*)
R e l a t i v e r W e r t heißt erstens, W e r t g r ö ß e im
Unterschied von der Qualität W e r t überhaupt zu sein. Deswe-
gen ist der letztre auch nichts Absolutes. Es heißt zweitens: Der
Wert einer Ware ausgedrückt im Gebrauchswert einer andren Ware.
Dies ist ein n u r r e l a t i v e r Ausdruck ihres Werts,
nämlich in relation to the commodity in which it is expressed.
The value of a pound of coffee is only relatively expressed in
tea; to express it absolutely - even in a relative way, that is
to say, not in regard to the time of labour, but to other commo-
dities - it ought to be expressed in an infinite series of equa-
tions w i t h a l l o t h e r c o m m o d i t i e s. This
would be an a b s o l u t e expression of its r e l a t i v e
v a l u e; its absolute expression would be its expression i n
t i m e o f l a b o u r and by this absolute expression it
would be expressed as something relative, but in the absolute re-
lation, by which it i s value. 3*)
Kommen wir jetzt zu Bailey.
Positives Verdienst hat seine Schrift nur eins - daß er die
measure of values 4*), also in der Tat eine der Funktionen des
Gelds, oder das Geld in
-----
1*) Das m e i n t man jedoch in der Regel nicht, wenn man sagt.
daß 3 Pfd. Kaffee für den gleichen Wert in Tee ausgetauscht wur-
den. Man nimmt in solchen Fällen an, daß sich nach dem Austausch
wie vorher in den Händen jedes der Austauschenden eine W a r e
v o n g l e i c h e m W e r t e b e f i n d e t. Das Verhält-
nis, in dem sich zwei Waren austauschen, bestimmt nicht ihren
Wert, sondern ihr Wert bestimmt das Verhältnis, in dem sie sich
austauschen. - 2*) soll dann der Wert von A ausgedrückt werden in
der Ware B, C etc.? Denn da es kein i m m a n e n t e s Maß
zwischen beiden gibt. kann der Wert von A nicht in B ausgedrückt
werden, solange es nicht gegen B ausgetauscht wurde. - 3*) im
Verhältnis zu der Ware, in der er ausgedrückt wird. Der Wert ei-
nes Pfundes Kaffee wird nur relativ in Tee ausgedrückt; um ihn
absolut auszudrücken - selbst in relativer Weise, das heißt,
nicht in bezug auf die Arbeitszeit, sondern auf andre Waren -,
müßte man ihn in einer unendlichen Reihe von Gleichungen m i t
a l l e n a n d e r e n W a r e n ausdrücken. Dies wäre ein
a b s o l u t e r Ausdruck ihres r e l a t i v e n W e r-
t e s; sein absoluter Ausdruck wäre sein Ausdruck in Ar-
beitszeit, und durch diesen absoluten Ausdruck würde er als etwas
Relatives ausgedrückt, aber in dem absoluten Verhältnis, durch
das er Wert i s t. - 4*) das M a ß d e r W e r t e
#131# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
einer besondren Formbestimmtheit, zuerst richtiger bestimmt. Um
die W e r t e der Waren zu messen - für ein ä u ß r e s Maß
der Werte -, ist es nicht nötig, daß der Wert der Ware, worin
sich die andren Waren messen, unveränderlich sei. (Er muß viel-
mehr, wie ich nachgewiesen habe im 1. Teil [37], veränderlich
sein, weil das Maß der Werte selbst Ware ist und Ware sein muß,
indem es sonst kein gemeinsames i m m a n e n t e s Maß mit den
andren Waren hätte.) Verändert sich der Wert des Geldes z. B., so
verändert er sich allen andren Waren gegenüber gleichmäßig. Ihre
relativen Werte drücken sich daher ebenso richtig in ihm aus, als
wäre es unveränderlich geblieben.
Damit war das Problem, ein "unveränderliches Maß der Werte" zu
finden, beseitigt. Allein dieses Problem (das Interesse, Werte
von Waren zu verschiednen Geschichtsperioden zu vergleichen, ist
in der Tat kein ö k o n o m i s c h e s Interesse an und für
sich, [sondern] ein gelehrtes Interesse) ging selbst aus einem
Mißverständnis hervor und hüllte eine viel tiefere und wichtigere
Frage ein. "Unveränderliches Maß der Werte" meint de prime abord
1*) ein Maß der Werte, das selbst von unveränderlichem Wert sei,
also, da der Wert selbst eine Bestimmung der Ware, eine Ware von
unveränderlichem Wert. Wären z.B. Gold und Silber oder Korn sol-
che Waren oder auch Arbeit, so könnte man durch Vergleichung mit
denselben das Verhältnis, worin sich die andren Waren zu ihnen
austauschen, die Variationen im Wert dieser andren Waren exakt
messen durch ihren Goldpreis, Silberpreis, Kornpreis oder ihr
Verhältnis zum Arbeitslohn. In dem Problem, wie es so gestellt
ist, ist also von vornherein unterstellt, daß im "Maß der Werte"
es sich bloß von einer Ware handelt, worin alle andren Waren ih-
ren Wert darstellen, sei es in der Ware, worin sie ihn wirklich
darstellen - dem Geld, der Ware, die als Geld funktioniert -,
oder eine Ware, die ihres unveränderlichen Werts wegen das Geld
wäre, womit der Theoretiker rechnete. Es zeigt sich aber, daß es
sich unter allen Umständen hier nur handelt von einem Geld, das
als Maß der Werte - theoretisch oder praktisch - selbst nicht
Wertveränderungen unterworfen wäre.
Aber damit die Waren ihren Tauschwert selbständig im Geld dar-
stellen, in einer dritten Ware, der ausschließlichen Ware - sind
schon die W a r e n w e r t e unterstellt. Es handelt sich nur
noch darum, sie quantitativ zu vergleichen. Eine E i n h e i t,
die sie zu denselben - zu Werten macht - als Wert qualitativ
gleichmacht, ist schon unterstellt, damit ihre Werte und Wertun-
terschiede sich in dieser Weise darstellen. Drücken alle Waren
ihre Werte in Gold z.B. aus, so ist dieser ihr Goldausdruck, ihr
Goldpreis, ihre
-----
1*) vor allem
#132# Zwanzigstes Kapitel
-----
Gleichung mit dem Gold, eine Gleichung, aus der ihr Wertverhält-
nis zueinander erhellt, berechnet werden kann, denn sie sind nun
ausgedrückt als v e r s c h i e d n e Q u a n t a G o l d,
und in dieser Art sind die Waren in ihren Preisen als ¦¦820¦
gleichnamige und vergleichbare Größen dargestellt.
Aber um sie so darzustellen, müssen sie als W e r t e s c h o n
i d e n t i s c h sein. Sonst wäre das Problem, den Wert jeder
Ware in Gold auszudrücken, unmöglich zu lösen, wenn nicht Ware
und Gold oder jede zwei beliebige Waren als Werte, Darstellungen
derselben Einheit, ineinander ausdrückbar wären. Oder im Problem
selbst liegt schon diese Voraussetzung. Die Waren sind schon als
Werte, als von ihren Gebrauchswerten unterschiedne W e r t e
unterstellt, eh es sich von einer Darstellung dieses Werts in ei-
ner besondren Ware handeln kann. Damit zwei Quanta verschiedner
Gebrauchswerte als Äquivalente sich gleichgesetzt werden, ist
schon unterstellt, daß sie in einem Dritten gleich sind, qualita-
tiv gleich sind und nur verschiedne quantitative Ausdrücke dieses
qualitativ Gleichen.
Das Problem nach einem "unveränderlichen Maßstab des Werts" war
in der Tat also nur ein falscher Ausdruck für das Aufsuchen des
Begriffs, der Natur d e s W e r t s selbst, dessen Bestimmung
selbst nicht wieder ein Wert sein könnte, also auch nicht den
Veränderungen als Wert unterworfen. Dies war die Arbeitszeit -
die g e s e l l s c h a f t l i c h e A r b e i t, wie sie
sich in der Warenproduktion spezifisch darstellt. Arbeitsquantum
hat keinen Wert, ist keine Ware, sondern ist das, was die Waren
in Werte verwandelt, ihre Einheit, als deren Darstellung sie
q u a l i t a t i v g l e i c h und nur q u a n t i t a t i v
v e r s c h i e d e n sind. Sie [erscheinen] als Ausdruck be-
stimmter Quanta gesellschaftlicher Arbeitszeit.
Gesetzt, Gold habe einen unveränderlichen Wert. Wären dann die
Werte aller Waren in Gold ausgedrückt, so könnte ich die Wertva-
riationen der Waren an ihren Goldpreisen messen. Aber um die
Werte der Waren in Gold auszudrücken, müssen Waren und Gold als
W e r t e identisch sein. Nur als bestimmte quantitative Aus-
drücke dieses Werts, als bestimmte Wertgrößen könnten Gold und
Ware identisch gesetzt werden. Der unveränderliche Wert des Golds
und der veränderliche Wert der übrigen Waren würde nicht hindern,
daß sie als W e r t dasselbe wären, derselben Substanz. Erst
müßte der Wert der Waren in Gold ausgedrückt, geschätzt sein -
also Gold und Waren als Ausdrücke d e r s e l b e n E i n-
h e i t dargestellt sein, als Äquivalente -, bevor uns der
unveränderliche Wert des Golds einen Schritt weiter brächte.
{Damit die Waren an dem in ihnen enthaltnen Quantum Arbeit gemes-
sen werden - und das Maß für das Quantum Arbeit ist die Zeit -,
#133# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
müssen die verschiedenartigen in den Waren enthaltnen Arbeiten
auf gleiche einfache Arbeit reduziert sein, Durchschnittsarbeit,
gewöhnliche, unskilled labour 1*). Erst dann kann das Quantum der
in ihnen enthaltnen Arbeitszeit an der Zeit, einem gleichen Maß
gemessen werden. Sie muß qualitativ gleich sein, damit ihre Un-
terschiede zu bloß quantitativen, bloßen Größenunterschieden wer-
den. Diese Reduktion auf einfache Durchschnittsarbeit ist jedoch
nicht die einzige Bestimmtheit der Q u a l i t ä t dieser Ar-
beit, worin als Einheit sich die Werte der Waren auflösen. Daß
das Quantum der in einer Ware enthaltnen Arbeit das zu ihrer Pro-
duktion g e s e l l s c h a f t l i c h n o t w e n d i g e
Quantum ist - die Arbeitszeit also n o t w e n d i g e A r-
b e i t s z e i t -, ist eine Bestimmung, die nur die W e r t-
g r ö ß e betrifft. Aber die Arbeit, die die Einheit der Werte
bildet, ist nicht nur gleiche, einfache Durchschnittsarbeit. Die
Arbeit ist Arbeit des Privatindividuums dargestellt in einem
bestimmten Produkt. Als Wert soll jedoch das Produkt Verkörperung
der g e s e l l s c h a f t l i c h e n Arbeit sein und als
solches unmittelbar verwandelbar aus einem Gebrauchswert in jeden
andren. (Der bestimmte Gebrauchswert, worin sie sich unmittelbar
darstellt, soll gleichgültig sein, so daß es aus einer Form von
Gebrauchswert in die andre übersetzbar.) Die P r i v a t a r-
b e i t soll sich also unmittelbar darstellen als ihr Gegenteil,
g e s e l l s c h a f t l i c h e Arbeit; diese verwandelte
Arbeit ist als ihr unmittelbares Gegenteil a b s t r a k t
a l l g e m e i n e A r b e i t, die sich daher auch in einem
all gemeinen Äquivalent darstelle. Nur durch ihre Veräußerung
stellt sich die individuelle Arbeit wirklich als ihr Gegenteil
dar. Aber die Ware muß diesen allgemeinen Ausdruck besitzen,
bevor sie veräußert ist. Diese Notwendigkeit der Darstellung der
individuellen Arbeit als allgemeiner ist die Notwendigkeit der
Darstellung einer Ware als Geld. Soweit dies Geld als Maß dient
und als Ausdruck des Werts der Ware im P r e i s, erhält die
Ware diese Darstellung. Erst durch ihre wirkliche Verwandlung in
Geld, den Verkauf, gewinnt sie diesen ihren adäquaten Ausdruck
als Tauschwert. Die erste Verwandlung ist bloß theoretischer, die
zweite wirklicher Prozeß.
¦¦821¦ Es ist also beim Dasein der Ware als G e l d nicht nur
hervorzuheben daß die Waren im Geld sich ein bestimmtes M a ß
ihrer Wertgrößen geben indem alle ihren Wert im Gebrauchswert
d e r s e l b e n Ware ausdrücken sondern daß sie sich alle dar-
stellen als Dasein der gesellschaftlichen, abstrakt allgemeinen
Arbeit; eine Form, in der sie alle dieselbe Gestalt besitzen;
alle als unmittelbare Inkarnation der gesellschaftlichen Arbeit
erscheinen; und als solche alle die Wirkung des Daseins der ge-
sellschaftlichen Arbeit
-----
1*) unqualifizierte Arbeit
#134# Zwanzigstes Kapitel
-----
haben, unmittelbar - im Verhältnis ihrer Wertgröße - austauschbar
sind gegen alle andren Waren; während sie in der Hand dessen,
dessen Ware in Geld verwandelt ist, nicht das Dasein des Tausch-
werts in einem besondren Gebrauchswert, sondern das Dasein des
Gebrauchswerts (wie des Goldes z.B.) als bloßen Trägers des
Tauschwerts. Eine Ware mag unter oder über ihrem Wert verkauft
werden. Dies betrifft nur ihre W e r t g r ö ß e. Aber jedes-
mal, sobald sie verkauft, in Geld verwandelt ist, besitzt ihr
Tauschwert ein selbständiges, von ihrem Gebrauchswert gesondertes
Dasein. Sie existiert nur noch als ein bestimmtes Quantum gesell-
schaftlicher Arbeitszeit, und als solches bewährt sie sich, indem
sie u n m i t t e l b a r gegen jede beliebige Ware austausch-
bar, in jeden beliebigen Gebrauchswert (im Maß ihres Quantums)
verwandelbar ist. Dieser Punkt ist ebensowenig beim Geld zu über-
sehn, wie die formelle Verwandlung, die die in einer Ware ent-
haltne Arbeit untergeht als ihr Wertelement. Es zeigt sich aber
im Geld - in dieser absoluten échangeabilité 1*), die die Ware
als Geld besitzt, ihrer absoluten Wirksamkeit als valeur
d'echange 2*), was mit der Wertgröße nichts zu tun hat -
k e i n e q u a n t i t a t i v e, s o n d e r n q u a l i-
t a t i v e B e s t i m m u n g 3*), daß durch den Prozeß der
Ware selbst ihr T a u s c h w e r t verselbständigt und in
freier Gestalt neben ihrem Gebrauchswert real dargestellt wird,
wie er es in ihrem Preise schon ideell ist.
Es zeigt also, daß der "verbal observer" 4*) so wenig wie Bailey
irgend etwas vom Wert und Wesen des Gelds verstehn, wenn sie die
Verselbständigung des Werts als eine scholastische Erfindung von
Ökonomen behandeln. Noch mehr tritt diese Verselbständigung im
Kapital hervor, was nach einer Seite hin prozessierender Wert -
also, da der Wert selbständig nur im Geld existiert -, prozessie-
rendes Geld genannt werden kann, das eine Reihe Prozesse durch-
läuft, in denen es sich erhält, von sich ausgeht, zu sich zurück-
kehrt in vergrößertem Umfang. Daß das Paradoxon der Wirklichkeit
sich auch in Sprachparadoxen ausdrückt, die dem common sense 5*)
wider sprechen, dem what vulgarians mean and believe to talk off,
versteht sich von selbst. Die Widersprüche, die daraus hervor-
gehn, daß auf Grundlage der Warenproduktion Privatarbeit sich als
allgemeine gesellschaftliche darstellt, daß die Verhältnisse der
Personen als Verhältnisse von Dingen und Dinge sich darstellen -
diese Widersprüche liegen in der Sache. nicht in dem sprachlichen
Ausdruck der Sache.}
-----
1*) Austauschbarkeit - 2*) Tauschwert - 3*) in der Handschrift
ist die hier kursiv gegebene Textstelle mit Bleistift unterstri-
chen -. 4*) "wortklaubende Beobachter" - 5*) gesunden Menschen-
verstand - 6*) was Vulgärökonomen meinen und zu sagen glauben
#135# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Ric[ardo] hat oft das Ansehn und spricht in der Tat manchmal so,
als sollte die quantity of labour 1*) eine Lösung des falschen
oder falschgefaßten Problems von einem "unvariable measure of va-
lue" 2*) sein, in derselben Art wie Korn, Geld, Arbeitslohn etc.
als dergleichen Nostra früher betrachtet und aufgestellt wurden.
Dieser falsche Schein kommt bei R[icardo] dadurch hervor, daß ihm
die Bestimmung der Wertgröße die entscheidende Aufgabe. Weswegen
er die spezifische Form, worin die Arbeit Element des Werts ist,
nicht gefaßt hat, namentlich nicht, daß die einzelne Arbeit sich
als abstrakt allgemeine und in dieser Form als gesellschaftliche
darstellen muß. Den Zusammenhang der Geldbildung mit dem Wesen
des Werts und mit der Bestimmung dieses Werts durch Arbeitszeit
hat er deshalb nicht begriffen.
Baileys Schrift hat insofern ein Verdienst, als er die Verwechs-
lung der "measure of value" 3*), wie sie sich im Geld darstellt,
als eine Ware neben andren Waren, mit dem immanenten Maß und Sub-
stanz des Werts durch seine Einwendungen aufhellt. Hätte er aber
selbst das Geld als "measure of value" analysiert, nicht nur als
quantitatives Maß, sondern als qualitative Verwandlung der Waren,
so wäre er selbst auf die richtige Analyse des Werts gekommen.
Statt dessen bleibt er bloß bei der oberflächlichen Betrachtung
der äußren "measure of value" - die schon die value unterstellt -
stehn und bei dem rein Gedankenlosen.
¦¦822¦ Indes finden sich doch einzelne Stellen bei R[icardo],
worin er direkt hervorhebt, daß die Quantität der in einer Ware
enthaltnen Arbeit nur darum das immanente Maß ihrer
Wert g r ö ß e n, der G r ö ß e n u n t e r s c h i e d e ih-
rer Werte [ist], weil die Arbeit das ist, worin die verschiednen
Waren g l e i c h sind, ihre Einheit, ihre Substanz, der innre
Grund ihres Werts. Was er vernächlässigt hat zu untersuchen, ist
nur, in welcher bestimmten Form die Arbeit dies ist.
"Wenn wir die A r b e i t a l s G r u n d l a g e d e s
W e r t e s der Waren u n d die zu ihrer Produktion erforder-
lichen v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n Q u a n t i t ä t e n
A r b e i t a l s R e g e l b e t r a c h t e n, n a c h
d e r s i c h d i e e n t s p r e c h e n d e n Q u a n t i-
t ä t e n v o n W a r e n b e m e s s e n, die beim Tausch
füreinander hingegeben werden, so darf man uns doch nicht
unterstellen, daß wir die zufälligen und zeitweiligen Ab-
weichungen des tatsächlichen oder Marktpreises der Waren von die-
sem ihren ursprünglichen und natürlichen Preis in Abrede stel-
len." (3rd ed., 1821, p. 80.)
"Zu messen... heißt herauszufinden, wievielmal sie" (die gemesse-
nen Dinge) "... E i n h e i t e n d e r s e l b e n G a t-
t u n g. Ein Franken ist kein Wertmaß für irgend etwas, außer
für eine Quantität des M e t a l l s, aus dem Franken her-
gestellt werden, sofern nicht Franken und die zu messende Sache
a u f e i n a n d e r e s M a ß, d a s b e i d e n g e-
m e i n s a m i s t, bezogen
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1*) Menge Arbeit - 2*) "unveränderlichen Maß der Werte" - 3*) des
"Wertmaßes"
#136# Zwanzigstes Kapitel
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werden können. Ich glaube, daß sie das können, da sie beide Re-
sultat von Arbeit sind, und daß daher" (weil labour ihre causa
efficiens 1*)) "Arbeit ein g e m e i n s a m e s M a ß ist,
durch das ihr wirklicher, als auch ihr r e l a t i v e r
W e r t bestimmt werden kann." (l.c.p. 333, 334.)
Die Waren können alle aufgelöst werden in labour als ihre Ein-
heit. Was Ric[ardo] nicht untersucht, ist die s p e z i f i-
s c h e F o r m, worin labour als Einheit der Waren sich
darstellt. Daher begreift er das Geld nicht. Daher er, scheint
bei ihm die Verwandlung der Waren in Geld als etwas bloß
Formelles, nicht tief in das Innerste der kapitalistischen Pro-
duktion Eingehendes. Aber das sagt er nur: Nur weil labour die
Einheit von Waren, nur weil sie alle bloße Darstellungen dersel-
ben Einheit, der labour, ist labour ihre measure 2*). Es ist nur
ihre measure, weil ihre S u b s t a n z als Werte. Es ist nicht
gehörig unterschieden die labour, soweit sie sich in Gebrauchs-
werten und soweit sie sich im Tauschwert darstellt. Die labour
als Grund des Werts ist nicht die besondre labour, von besondrer
Beschaffenheit. Es geht bei Ric[ardo] Verwechslung durch zwischen
labour, soweit sie sich im Gebrauchswert und soweit sie sich im
Tauschwert darstellt. Allerdings ist die letztre Form der labour
nur die erstre in einer abstrakten Form gefaßt.
Unter r e a l v a l u e 3*) versteht R[icardo] im obigen Pas-
sus die Ware als Darstellung einer bestimmten Arbeitszeit. Unter
r e l a t i v e v a l u e den Ausdruck der in ihr enthaltnen
Arbeitszeit in den Gebrauchswerten andrer Waren.
Nun zu Bailey.
B[ailey] hält fest an der Form, worin der Tauschwert der Ware als
Ware sich darstellt, erscheint. A l l g e m e i n stellt er
sich dar, wenn in dem Gebrauchswert einer dritten Ware ausge-
drückt, worin alle andre Ware ebenfalls ihren Wert ausdrückt -
die als Geld dient, also im G e l d p r e i s der Ware.
B e s o n d e r s stellt er sich dar, wenn ich den Tauschwert
irgendeiner Ware im Gebrauchswert irgendeiner andren Ware dar-
stelle, also als K o r n p r e i s, L e i n l e a n d t r e i s
etc. In der Tat erscheint der Tauschwert der Ware, stellt er sich
für andre Waren dar, immer nur in dem quantitativen Verhältnis,
worin sie sich austauschen. Die allgemeine Arbeitszeit kann die
einzelne Ware als solche nicht darstellen, oder sie kann sie nur
darstellen in ihrer Gleichung mit der Ware, die Geld ist, in ih-
rem G e l d p r e i s. Aber dann ist der Wert der Ware A stets
dargestellt in bestimmtem Quantum Gebrauchswert G, der Ware, die
als Geld funktioniert.
Dies ist die u n m i t t e l b a r e E r s c h e i n u n g.
Und daran hält B[ailey] fest. Die oberflächlichste Form, worin
der Tauschwert sich zeigt, als q u a n t i t a t i v e s
-----
1*) Arbeit ihre wirkende Ursache - 2*) ihr Maß - 3*) realem Wert
#137# Auflösung der Ricardoschen Schule
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V e r h ä l t n i s, worin Waren sich austauschen, i s t nach
B[ailey] ihr Wert. Von der Oberfläche in die Tiefe fortzugehn ist
nicht erlaubt. Er vergißt sogar die einfache Reflexion, daß, wenn
y Ellen Leinwand = x lbs. Stroh, diese Gleichheit zwischen den
ungleichen Dingen Leinwand und Stroh sie zu gleichen Größen
macht. Dies ihr Dasein als Gleiches muß doch verschieden ¦¦823¦
sein von ihrem Dasein als Stroh und Leinwand. Es ist nicht als
Stroh und Leinwand, daß sie sich gleichgesetzt sind, sondern als
Äquivalente. Die eine Seite der Gleichung muß daher denselben
Wert ausdrücken wie die andre. Der Wert von Stroh und Leinwand
muß also weder Stroh noch Leinwand sein, sondern etwas beiden Ge-
meinsames und von beiden als Stroh und Leinwand Unterschiednes.
Was ist das? Darauf antwortet er nicht. Statt dessen geht er alle
Kategorien der Ökonomie durch, um stets die einförmige Litanei zu
wiederholen, daß der Wert das Austauschverhältnis von Waren ist
und daher nichts von diesem Verhältnis Unterschiednes.
"W e n n der W e r t eines Gegenstandes s e i n e K a u f-
k r a f t i s t, dann muß etwas zu kaufen da sein. Der Wert
bezeichnet also nichts Positives oder der Ware Eigenes, sondern
bloß die Relation, in der zwei Gegenstände zueinander als
austauschbare Waren stehen." ([Bailey, "A Critical Dissertation
on the Nature, Measures, and Causes of Value", London 1825], p.
4, 5.)
In dieser Phrase ist in der Tat seine ganze Weisheit enthalten.
"If v a l u e is n o t h i n g but p o w e r o f p u r-
c h a s i n g" (a very fine definition, since "purchasing" sup-
poses not only value, but the representation of value as
"money"), "it denotes" 1*) etc. Doch klären wir die Phrase
B[ailey]s erst von ihrem abgeschmackten Hereinschmuggeln. "Pur-
chasing" heißt "kaufen", heißt Verwandlung von Geld in Ware. Geld
unterstellt schon die value und die Entwicklung of value. Also
erst fort mit dem Ausdruck "purchasing". Sonst erklären wir value
durch value. Für purchasing müssen wir sagen "exchanging against
other objects". Daß "there must be something to purchase" 2*),
ist eine ganz überflüssige Bemerkung. Würde das "object" als
Gebrauchswert konsumiert von seinen Produzenten 3*), wäre es
nicht bloß Mittel, andre Objekte anzueignen, nicht "Ware", so
wäre von value natürlich nicht die Rede.
Erst ist von object die Rede. Dann aber wird die Relation, "in
which two objects stand to each other" verwandelt in "the rela-
tion ... they stand
-----
1*) "Wenn W e r t n i c h t s ist als K a u f k r a f t"
(eine sehr schöne Definition, da "kaufen" nicht nur Wert, sondern
auch die Darstellung des Wertes als "Geld" voraussetzt),
"bezeichnet er" - 2*) "austauschen gegen andere Gegenstände. Daß
"etwas zu kaufen da sein muß" - 3*) in der Handschrift: Konsumen-
ten
#138# Zwanzigstes Kapitel
-----
to each other... as exchangeable commodities" 1*). Die objects
standen ja nur in der Relation of exchange 2*) oder exchangeable
objects to each other. Dadurch sind sie "commodities", was some-
thing else than "objects" 3*) ist. Dagegen die "Relation of
exchangeable commodities" ist entweder ein Unsinn, da "not
exchangeable objects keine commodities sind. Oder Herr B[ailey]
schlägt sich selbst. Die objects shall not be exchanged in any
proportion whatever 4*), sondern sie sollen als commodities
exchanged werden, d.h. sich als exchangeable commodities zueinan-
der verhalten, d.h. als Objekte, deren jedes einen valeur 5*) hat
und die im Maß ihrer Äquivalenz zueinander ausgetauscht werden
sollen. Damit hätte B[ailey] zugegeben, daß die rate 6*), worin
sie ausgetauscht werden, also die power 7*) jeder der Waren, die
andre zu kaufen, bestimmt ist durch ihren W e r t, dieser Wert
aber nicht durch diese power, die eine bloße Konsequenz.
Streifen wir der Phrase also alles Falsche, Hereingeschmuggelte
oder Sinnlose ab, so lautet sie folgendermaßen:
Doch halt. Wir müssen noch einen andren Hinterhalt und Unsinn
wegtun. Wir haben zweierlei Ausdrücke. "Power" of exchanging of
an object 8*) etc. (da das "purchasing" unberechtigt und sinnlos
ohne den Begriff des Gelds) und "relation in which an object
exchanges with others 9*). Soll "power" was andres sein als
"Relation, so dürfte nicht gesagt werden, daß "power of exchan-
ging" is "m e r e l y t h e r e l a t i o n etc." 10*) Soll
es d a s s e l b e sein, so ist es sinnstörend, dasselbe mit
zwei verschiednen Ausdrücken, die nichts miteinander gemein ha-
ben, zu bezeichnen. Relation of a thing to another is a relation
of the two things and cannot be said to belong to either. Power
of a thing, on the contrary, is something intrinsic to the thing,
although this its intrinsic quality may only ¦¦824¦ manifest
itself in its relation to other things. F.i. power of attraction
is a power of the thing itself, although that power is "latent"
as long as there are there no things to attract. 11*) Es ist hier
der Versuch gemacht, den Wert des "object" als etwas ihm Gehöri-
ges und
-----
1*) "in der zwei Gegenstände zueinander stehen" verwandelt in
"die Relation..., in der sie zueinander stehen... als
a u s t a u s c h b a r e W a r e n" - 2 des Austausches -
3*) "Waren", was etwas anderes ist als "Gegenstände" -
4*) Gegenstände sollen nicht in irgendeinem Verhältnis ausge-
tauscht - 5*) Wert - 6*) das Verhältnis - 7*) Kraft -
8*) Tausch"kraft" eines Gegenstandes - 9*) "Relation in der" sich
ein Gegenstand gegen andere austauscht - 10*) Tauschkraft "bloß
die Relation etc." ist - 11*) Relation eines Dinges zu einem an-
deren ist eine Relation beider Dinge, und es kann nicht gesagt
werden, sie gehöre dem einen an. Die Kraft eines Dinges ist im
Gegenteil etwas dem Dinge Innewohnendes, wenn auch diese innere
Eigenschaft sich nur in ihrer Relation zu anderen Dingen offenba-
ren mag. So ist z.B. die Kraft der Anziehung eine Kraft des Din-
ges selbst, obwohl diese Kraft "latent" bleibt, solange kein Ding
da ist, das angezogen werden könnte.
#139# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
doch bloß als "relation" Existierendes darzustellen. Daher erst
das Wort power und dann das Wort relation.
Der exakte Ausdruck also dieser:
"I f the value of an object is the relation in which it exchan-
ges with other objects value denotes, c o n s e q u e n t l y"
(viz. in consequence of the "If") "nothing, but merely the rela-
tion in which two objects stand to each other as exchangeable ob-
jects." 1*)
Diese Tautologie wird niemand leugnen. Es folgt übrigens daraus,
daß "value" of an object "denotes nothing" 2*). Z.B.: 1 lb. cof-
fee = 4 lbs. cotton. Was ist nun der Wert von 1 lb. coffee? 4
lbs. cotton? Und der Wert von 4 lbs. cotton? 1 lb. coffee. Da nun
der Wert von 1 lb. Kaffee 4 lbs. cotton sind, andrerseits der
Wert von 4 lbs. cotton = 1 lb. coffee, so klar, daß der Wert von
1 lb. coffee = 1 lb. coffee ist (denn 4 lbs. cotton sind = 1 lb.
coffee). a = b, b = a. Hence 3*) a = a. Aus dieser Erklärung er-
gibt sich also, daß der Wert eines Gebrauchswerts = dem Quantum
desselben Gebrauchswerts ist. Also ist der Wert von 1 lb. coffee
nichts außer 1 lb. coffee. Wenn 1 lb. coffee = 4 lbs. Baumwolle,
so klar, daß 1 lb. coffee > 3 lbs. cotton und 1 lb. coffee < 5
lbs. cotton. Daß 1 lb. coffee > 3 lbs. cotton und < 5 lbs. cot-
ton, drückt ebenfalls eine relation zwischen coffee und cotton
aus, ganz so gut, als daß 1 lb. coffee = 4 lbs. cotton. Das =
drückt nicht mehr Relation aus als das > oder das <, sondern nur
eine andre Relation. Warum drückt nun grade die Relation mit dem
Gleichheitszeichen, mit dem =, den Wert des coffee in cotton und
den Wert des cotton in coffee aus? Oder wird dies Gleichheitszei-
chen dadurch hervorgebracht, daß sich überhaupt diese Quanta ge-
geneinander austauschen? Drückt das = bloß das Faktum des Aus-
tauschs aus? Es kann nicht geleugnet werden, daß, wenn coffee in
irgendwelcher ratio 4*) sich gegen cotton austauscht, sie gegen-
einander ausgetauscht sind, und wenn das bloße fact des Aus-
tauschs die relation zwischen den Waren konstatiert, so ist der
Wert von coffee ebensowohl in Baumwolle dargestellt, ob er gegen
2, 3, 4, 5 lbs. Baumwolle sich austauscht. Aber was soll dann das
Wort r e l a t i o n? Der coffee hat durchaus nichts "intrin-
sic, positive" 5*) in sich, wodurch bestimmt wird, in
w e l c h em V e r h ä l t n i s er sich mit dem cotton aus-
tauscht. Es ist keine Relation, die bestimmt wird durch irgend-
eine dem Kaffee intrinsic und von dem wirklichen Austausch ver-
schiedne Bestimmung. Wozu also das Wort
-----
1*) "W e n n der wert eines Gegenstandes die Relation ist, in
der er sich mit anderen Gegenständen austauscht, bezeichnet
a l s o" (nämlich infolge des "Wenn") "der Wert nichts als bloß
die Relation, in der zwei Gegenstände zueinander als austausch-
bare Gegenstände stehen." - 2*) "Wert" eines Gegenstandes
"n i c h t s bezeichnet" - 3*) Daher - 4*) irgendwelchem Ver-
hältnis - 5*) "Immanentes, Positives"
#140# Zwanzigstes Kapitel
-----
Relation? Was ist die Relation? The quantity of cotton against
which a quantity of coffee is exchanged. 1*) Es könnte nicht von
einer Relation gesprochen werden, in which it exchanges, sondern
bloß von einer relation, in which it is or h a s b e e n
exchanged 2*). Denn ginge die Bestimmung der relation dem Aus-
tausch voraus, so wäre der Austausch durch die "relation" be-
stimmt und nicht die relation durch den Austausch. Wir müssen
also auch die R e l a t i o n drop 3*), die etwas über den Kaf-
fee und Cotton Uuergreifendes, von ihnen Getrenntes ist.
[So nimmt also der oben angeführte Satz von Bailey folgende Form
an:]
"I f the value of an obiect is the quantity of another object
exchanged with it, value denotes, consequently, nothing, but me-
rely the quantity of the other object exchanged with it." 4*)
Als Ware kann eine Ware nur ihren Wert in einer andren Ware aus-
drücken, denn für sie als Ware existiert die allgemeine Arbeits-
zeit nicht. Wenn sich der Wert einer Ware in einer andren Ware
ausdrückt, ist der Wert der einen Ware nichts außer dieser ihrer
Äquation mit einer andren Ware. Auf dieser Weisheit (wie er es
auffaßt, ist es T a u t o l o g i e; denn er sagt: Wenn der
Wert einer Ware nichts ist als ihr Austauschverhältnis mit einer
andren Ware, ist er nichts außer diesem Verhältnis) reitet
B[ailey] unermüdlich, um so mehr ermüdend, herum.
Seine philosophische Tiefe zeigt er in folgendem Satze:
"Wie wir nicht von der E n t f e r n u n g e i n e s G e-
g e n s t a n d e s reden können, ohne dabei auch einen anderen
Gegenstand im Auge zu haben, z w i s c h e n d e m u n d
d e m e r s t e r e n d i e s e s V e r h ä l t n i s b e-
s t e h t, so können wir vom Werte einer Ware nur sprechen im
Hinblick auf e i n e a n d e r e W a r e, ¦¦825¦ m i t
d e r s i e v e r g l i c h e n w i r d. Ein Ding kann eben-
sowenig an sich wertvoll sein ohne Bezug auf ein anderes Ding"
(Ist die social labour, to which the value of a commodity is re-
lated, not another thing? 5*), "wie ein Ding a n s i c h ohne
Bezug auf ein anderes Ding entfernt sein kann." (l.c.p. 5.)
Wenn a thing is distant from another, the distance is in fact a
relation between the one thing and the other; but at the same
time the distance is something different from this relation bet-
ween the two things. It is a dimension of the space, it is some
length which may as well express the distance
-----
1*) Die Menge Baumwolle, gegen die eine Menge Kaffee ausgetauscht
wird. - 2*) in der sie ausgetauscht wird oder wurde -
3*) fallenlassen - 4*) "W e n n der Wert eines Gegenstandes die
Quantität e nes anderen Gegenstandes ist, der mit ihm ausge-
tauscht wird, bezeichnet also der Wert nichts als bloß das Quan-
tum des anderen Gegenstandes, der mit ihm ausgetauscht wird." -
5*) gesellschaftliche Arbeit, auf die sich der Wert einer Ware
bezieht, nicht ein anderes Ding?
#141# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
of two other things besides those compared. But this is not all.
If we speak of the distance as a relation between two things, we
suppose something "intrinsic", some "property" of the things
themselves, which enables them to be distant from each other.
What is the distance between the syllable A and a table? The que-
stion would be nonsensical. In speaking of the distance of two
things, we speak of their difference in space. Thus we suppose
both of them to be contained in the space, to be points of the
space. Thus we equalize them as being both existences of the
space, and only after having them equalized s u b s p e c i e
s p a t i i we distinguish them as different points of space. To
belong to space is their unity. 1*) *)
---
*) ¦¦XV-887¦ {Mit Bezug auf Baileys Abgeschmacktheit noch zu be-
merken:
Wenn er sagt, A ist distant Of 2*) B, so vergleicht er sie nicht,
setzt sie nicht gleich, sondern unterscheidet sie räumlich. Sie
nehmen n i c h t d e n s e l b e n Raum ein. Dennoch sagt er
von beiden aus, daß sie r ä u m l i c h sind und als dem Raum
Angehörige unterschieden werden. Er setzt sie also vorher gleich,
gibt ihnen dieselbe Einheit. Hier handelt es sich aber vom
Gleichsetzen.
Sage ich, der Flächeninhalt des Dreiecks A ist gleich dem des
Parallelogramms B, so heißt das nicht nur, daß der Flächeninhalt
des Dreieck im Parallelogramm und der Flächeninhalt des Paralle-
logramm im Dreieck ausgedrückt ist. Sondern es heißt, wenn die
Höhe des Dreiecks = H und die Basis = B, daß [dann] A = (H x B)/
2 ist, eine Eigenschaft, die ihm selbst zukömmt, ganz wie dem
Paralellogramm zukömmt, daß es ebenfalls = (H x B) / 2 Als Flä-
cheninhalt sind Dreieck und Parallelogramm hier als dasselbe, als
Äquivalente gesetzt, obgleich sie als Dreieck und Parallelogramm
verschieden sind. Um diese Verschiedenen einander gleichzusetzen,
muß jedes, abgesehn vom andren, d i e s e l b e E i n h e i t
ausdrücken. Begnügte sich die Geometrie damit, wie die Ökonomie
des Herrn B[ailey], zusagen, die Gleichheit von Dreieck und Par-
allelogramm meine, daß das Dreieck im Parallelogramm und das Par-
allelogramm im Dreieck ausgedrückt ist, so käme sie weit.}
¦XV-887¦¦
-----
1*) ein Ding von einem anderen entfernt ist, bildet die Entfer-
nung sicher eine Relation zwischen dem einen Ding und dem ande-
ren; aber gleichzeitig ist die Entfernung etwas von dieser Rela-
tion zwischen den beiden Dingen Verschiedenes. Es ist eine Aus-
dehnung des Raumes, eine bestimmte Länge, die ebensogut die Ent-
fernung zweier anderer Dinge bezeichnen kann als die der beiden
verglichenen. Aber das ist nicht alles. Wenn wir von der Entfer-
nung als einer Relation zwischen zwei Dingen sprechen, setzen wir
etwas "Immanentes", eine "Eigenschaft" der Dinge selbst voraus,
die sie instand setzt, voneinander entfernt zu sein. Was ist die
Entfernung zwischen dem Buchstaben A und einem Tisch? Die Frage
ist sinnlos. Wenn wir von der Entfernung zweier Dinge reden,
sprechen wir von ihrem Unterschied im Raume. Wir setzen voraus,
daß sie beide im Raum enthalten, beide Punkte des Raumes sind.
Wir machen sie einander gleich als Existenzen des Raumes, und
erst nachdem wir sie einander gleichgemacht haben u n t e r
d e m G e s i c h t s p u n k t d e s R a u m e s, unter-
scheiden wir sie als verschiedene Punkte des Raumes. In ihrer Zu-
gehörigkeit zum Raume liegt ihre Einheit. 2*) entfernt von
#142# Zwanzigstes Kapitel
-----
Was aber ist diese unity der objects exchanged against each
other? 1*) Dieser exchange ist kein Verhältnis, das sie als na-
türliche Dinge zueinander haben. Es ist auch kein Verhältnis, das
sie als natürliche Dinge zu menschlichen Bedürfnissen haben, denn
es ist nicht the degree of their utility that determines the
quantities in which they exchange 2*). Also was ist ihre Identi-
tät, die sie befähigt, in a certain measure to be exchanged
against each other? Als was do they become exchangeable 3*) ?
In der Tat ist B[ailey] in alledem nur pedissequus des man of the
"verbal observations" 4*).
"Er" (der Wert) "kann sich für den einen der verglichenen Gegen-
stände nicht ändern, ohne daß er sich für den anderen ändert."
(l.c.p. 5.)
Dies heißt wieder nur: Der Ausdruck des Werts einer Ware in einer
andren Ware kann [sich] nur als s o l c h e r A u s d r u c k
ändern. Und der Ausdruck als solcher unterstellt nicht eine, son-
dern zwei Waren.
Herr Bailey meint, wenn man nur von zwei Waren spräche - im Aus-
tausch zueinander -, würde man die bloße Relativität des Werts in
seinem Sinn von selbst gefunden haben. Der Esel. Als ob es bei
Waren, die miteinander ausgetauscht werden - zwei Produkten, die
sich als Waren zueinander verhalten -, nicht ebenso nötig sei, zu
sagen, worin sie identisch sind, als bei 1000. Übrigens würde
sich, wo nur zwei Produkte existieren, das Produkt nie zur Ware,
daher auch nie der Tauschwert der Ware entwickeln. Die Notwendig-
keit der Arbeit in Produkt I sich als gesellschaftliche Arbeit
darzustellen, wäre nicht vorhanden. Weil das Produkt nicht als
unmittelbarer Gegenstand der Konsumtion für die Produzenten pro-
duziert wird, sondern nur als Träger des Werts, sozusagen als An-
weisung auf bestimmtes Quantum aller Darstellungen der gesell-
schaftlichen Arbeit, sind alle Produkte gezwungen, als Werte sich
eine von ihrem Dasein als Gebrauchswerte unterschiedne Daseins-
form zu geben. Und es ist diese Entwicklung der in ihnen enthalt-
nen Arbeit als gesellschaftlicher, es ist die Entwicklung ihres
Werts, das die Geldbildung bedingt, die Notwendigkeit der Waren,
sich als Geld füreinander darzustellen - was bloß heißt: [als]
selbständige Daseinsformen des Tauschwerts -, und sie können dies
nur, indem sie eine Ware aus dem lot 5*) ausschließen, alle ihre
Werte in dem Gebrauchswert dieser ausgeschloßnen Ware messen, die
in dieser ausschließlichen
-----
1*) Einheit der gegeneinander ausgetauschten Gegenstände? -
2*) der Grad ihrer Nützlichkeit, der die Menge bestimmt, in der
sie sich austauschen - 3*) in einem gewissen Ausmaß gegeneinander
ausgetauscht zu werden? Als was werden sie austauschbar - 4*)
Nachbeter des Mannes der "wortklaubenden Bemerkungen - 5*) der
Gesamtheit
#143# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Ware enthaltne Arbeit daher unmittelbar in a l l g e m e i n e,
g e s e l l s c h a f t l i c h e Arbeit verwandeln.
Herr B[ailey] mit seinem queer 1*) Denkvermögen, das nur an der
Oberfläche der Erscheinungen haftet, schließt umgekehrt: Der
W e r t b e g r i f f wird nur gebildet - daher der Wert aus
bloß quantitativem Verhältnis, worin Waren gegeneinander ausge-
tauscht werden, in etwas von diesem Verhältnis Unabhängiges ver-
wandelt (was, [wie] er meint, verwandle den Wert der Waren in et-
was Absolutes, in eine von den Waren getrennt existierende scho-
lastische entity 2*)) -, w e i l außer den Waren G e l d exi-
stiert, und wir so gewohnt sind, die Werte von W a r e n nicht
in ihrem Verhältnis zueinander, sondern als Verhältnis zu einem
Dritten, als ein ¦¦826¦ von dem u n m i t t e l b a r e n Ver-
hältnis unterschiednes drittes Verhältnis [zu betrachten]. Bei
B[ailey] ist es nicht die Bestimmung des Produkts als Wert, das
zur Geldbildung treibt und im G e l d sich ausdrückt, sondern
es ist das Dasein des Gelds, das zur Fiktion des Wertbegriffs
treibt. Historisch ist es ganz richtig, daß das Suchen nach dem
Wert sich zunächst an den e r s c h e i n e n d e n Ausdruck
der Waren als Wert, an das Geld sich anlehnt, und daher das Su-
chen nach der Wertbestimmung sich darstellt (fälschlich) als Su-
chen nach einer Ware von "unveränderlichem Wert" oder nach einer
Ware als "unveränderliches Maß der Werte". Indem Herr B[ailey]
nun nachweist, daß Geld als äußres Maß der Werte - und Darstel-
lung des Werts - seinen Zweck erfüllt, obgleich es einen verän-
derlichen Wert hat, glaubt er die Frage nach dem Begriff des
Werts - der von der Veränderlichkeit der Wertgröße der Waren
nicht affiziert wird - beseitigt zu haben, und in der Tat nicht
mehr nötig zu haben, [sich] überhaupt etwas unter Wert zu denken.
Weil die Darstellung des Werts einer Ware in Geld - in einer
dritten ausschließlichen Ware - die Wertveränderung dieser drit-
ten Ware nicht ausschließt, weil das Problem nach dem
"unveränderlichen Maß der Werte" wegfällt, fällt das Problem der
Wertbestimmung selbst weg. Dies seichte Geschwätz führt B[ailey]
mit großer Selbstgefälligkeit über Hunderte von Seiten durch.
Die folgenden Sätze, worin er stets dasselbe wiederholt, sind zum
Teil verbotenus abgeschrieben von dem "Verbal" one 3*).
"[Nehmen wir an] es gäbe nur zwei Waren, beide austauschbar ver-
hältnismäßig zur Menge der Arbeit. Wenn ... A in einem späteren
Zeitraum die doppelte Menge Arbeit für ihre Produktion erfor-
derte, während B fortfährt, dieselbe Menge zu erheischen, wäre A
doppelt soviel wert wie B... Aber obwohl B durch dieselbe Menge
Arbeit wie früher produziert würde, bliebe sein Wert doch nicht
derselbe, denn es
-----
1*) verschrobenen - 2*) Wesenheit - 3*) "Wortklaubenden"
#144# Zwanzigstes Kapitel
-----
würde sich bloß gegen die halbe Menge von A austauschen, die ein-
zige W a r e, nach der Voraussetzung, mit der es zu vergleichen
wäre." (l.c.p. 6.)
"D i e s e r b e s t ä n d i g e H i n b l i c k a u f
a n d e r e W a r e n" (statt Wert n u r a l s R e l a-
t i o n z w i s c h e n z w e i W a r e n zu betrachten)
"oder auf G e l d, wenn wir v o n d e r R e l a t i o n
z w i s c h e n z w e i W a r e n s p r e c h e n, b e-
w i r k t e s, daß die A u f f a s s u n g d e s W e r t e s
als etwas I m m a n e n t e s u n d A b s o l u t e s
entsteht." (l.c.p. 8.)
"Was ich behaupte, ist, daß - wenn alle Waren unter genau densel-
ben Umständen produziert würden, z.B. durch Arbeit allein - eine
Ware, die stets die gleiche Menge Arbeit erforderte, nicht
u n v e r ä n d e r l i c h i m W e r t e bliebe" {d.h. inva-
riable in the e x p r e s s i o n of its value in other commo-
dities 1*). Tautologie.}, "wenn jede andere Ware einer Änderung
unterläge. (l.c.p. 20, 21.)
"Der Wert ist nichts Immanentes und Absolutes." (l.c.p. 23.)
"Es ist unmöglich, d e n W e r t einer Ware z u b e-
s t i m m e n oder a u s z u d r ü c k e n, es sei denn durch
e i n e M e n g e i r g e n d e i n e r a n d e r e n W a-
r e." (l.c.p. 26.)
(As impossible as it is to "designate" or express" a thought ex-
cept by a quantity of syllables. Hence B[ailey] concludes that a
thought is - syllables. 2*))
"Anstatt den Wert als ein V e r h ä l t n i s z w i s c h e n
z w e i D i n g e n anzusehen, betrachten sie" (Ric[ardo] und
seine Nachfolger) "ihn als ein positives Resultat, das durch eine
bestimmte Menge Arbeit produziert wird." (l.c.p. 30.)
"Da sich die Werte von A und B nach ihrer Lehre zueinander ver-
halten wie die Mengen Arbeit, die sie produzierten, oder ... be-
stimmt werden durch die Mengen Arbeit, die sie produzierten,
scheinen sie zu schließen, daß der Wert von A allein, ohne Bezie-
hung auf etwas anderes, so groß ist wie die Menge der ihn produ-
zierenden Arbeit. In dieser letzten Behauptung steckt sicher kein
Sinn." (l.c.p. 31, 32.)
Sie sprechen vom "Wert als eine Art allgemeiner und unabhängiger
Eigenschaft". (p. 35.)
"Der Wert einer Ware muß ihr Wert in etwas sein." (l.c.[p. 35].)
Wir sehn, warum es für B[ailey] so wichtig ist, den Wert auf zwei
Waren zu beschränken, als das Verhältnis z w e i e r W a r e n
aufzufassen. Aber nun kommt eine Schwierigkeit:
"Da der W e r t e i n e r W a r e ihre R e l a t i o n i m
A u s t a u s c h zu irgendeiner anderen Ware anzeigt"
(was soll hier die "relation ¦¦827¦¦ in exchange"? Why not its
"exchange"? 3*) Aber zugleich soll in dem exchange ein
b e s t i m m t e s Verhältnis ausgedrückt sein, nicht das
b l o ß e f a c t d e s e x c h a n g e. Hence value = rela-
tion in exchange 4*)),
-----
1*) unveränderlich in dem Ausdruck ihres Wertes in anderen Waren
- 2*) Wie es unmöglich ist, einen Gedanken zu "bestimmen" oder
"auszudrücken", es sei denn durch eine Menge von Silben. Daher
schließt B[ailey], daß ein Gedanke nichts anderes ist als - Sil-
ben. - 3*) "Relation in Austausch"? Warum nicht ihr "Austausch"?
- 4*) Daher Wert = Relation im Austausch
#145# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
"können wir ihn bezeichnen als ihren Geldwert, Kornwert, Tuch-
wert, je nach der Ware, mit der sie verglichen wird; und dann
gibt es t a u s e n d v e r s c h i e d e n e A r t e n v o n
W e r t, so v i e l e, wie W a r e n v o r h a n d e n
s i n d und alle sind gleich r e a l und gleich n o m i-
n e l l." (l.c.p. 39.)
Hier haben wir's. V a l u e = p r i c e. There is no diffe-
rence between them. Und there is no "intrinsic" difference bet-
ween m o n e y p r i c e and any other expression of price,
although it is the m o n e y p r i c e, and not the cloth
price etc. which expresses the n o m i n a l v a l u e, the
general value of the commodity. 1*)
Aber obgleich die Ware thousand different kinds of value hat oder
thousand different prices, as many kinds of value as there are
commodities in existence - all these thousand expressions always
express the s a m e v a l u e 2*). Bester Beweis, daß alle
diese different expressions are e q u i v a l e n t s 3*), die
sich nicht nur im Ausdruck ersetzen können, sondern im exchange
selbst ersetzen. Dieselbe R e l a t i o n der Ware, um deren
Preis es sich handelt, drückt sich in 1000 different "relations
in exchange" 4*) zu all den different Waren aus und drückt doch
immer d i e s e l b e Relation aus. Also ist die relation, die
sich gleichbleibt, verschieden von ihren 1000 different expressi-
ons 5*), oder value is different von price 6*), und die prices
are only expressions of value: money price its g e n e r a l
expression, other prices a p a r t i c u l a r expression 7*).
Es ist nicht einmal dieser einfache Schluß, zu dem B[ailey]
kommt. Nicht Ricardo ist hier Fiktionist, sondern B[ailey] Feti-
schist, indem er den Wert, wenn auch nicht als Eigenschaft des
einzelnen Dings (isoliert betrachtet), wohl aber als
V e r h ä l t n i s d e r D i n g e u n t e r s i c h auf-
faßt, während er nur Darstellung in den Dingen, dinglicher Aus-
druck eines Verhältnisses zwischen Menschen, eines gesellschaft-
lichen Verhältnisses ist, das Verhältnis der Menschen zu ihrer
wechselseitigen produktiven Tätigkeit.
-----
1*) Wert = Preis. Es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen. Und
es gibt keinen "immanenten Unterschied zwischen dem G e l d-
p r e i s und jedem anderen Ausdruck des Preises, obwohl es der
G e l d p r e i s ist und nicht der Tuchpreis usw., der den
N o m i n a l w e r t, den allgemeinen Wert der Ware ausdrückt.
- 2*) tausend verschiedene Arten von Wert hat oder tausend
verschiedene Preise, so viele Arten von Wert als Waren vorhanden
sind - so drücken alle diese tausend Ausdrücke stets d e n-
s e l b e n W e r t aus - 3*) verschiedenen Ausdrücke Ä q u i-
v a l e n t e sind - 4*) verschiedenen "Relationen im Austausch"
- 5*) verschiedenen Ausdrücken 6*) Wert ist verschieden von Preis
- 7*) P r e i s e sind nur Ausdrücke des Werts der Geldpreis
sein a l l g e m e i n e r Ausdruck, andere Preise ein b e-
s o n d e r e r Ausdruck
#146# Zwanzigstes Kapitel
-----
[beta) Baileys Verwirrung in der Bestimmung des "Werts der Ar-
beit" und des Profits. Verwechslung des immanenten Wertmaßes mit
dem Ausdruck Warenwert oder Geldwert]
[Über den Wert der Arbeit sagt Bailey:]
"Ricardo, geistreich genug, vermeidet eine Schwierigkeit, die auf
den ersten Blick seiner Theorie entgegenzustehen scheint, daß der
Wert von der in der Produktion verwandten Arbeitsmenge abhängig
ist. Hält man an diesem Prinzip streng fest, so folgt daraus, daß
der W e r t d e r A r b e i t a b h ä n g t v o n d e r
z u i h r e r P r o d u k t i o n a u f g e w a n d t e n
A r b e i t s m e n g e - was offenbar Unsinn ist. Durch eine
geschickte Wendung macht deshalb Ricardo den W e r t d e r
A r b e i t abhängig von d e r M e n g e d e r A r b e i t,
d i e z u r P r o d u k t i o n d e s L o h n e s erforder-
lich ist; oder, um mit seinen eigenen Worten zu sprechen, er be-
hauptet, daß der Wert der Arbeit nach der Arbeitsmenge z u
s c h ä t z e n s e i, die zur Erzeugung des Lohnes benötigt
wird, worunter er die Arbeitsmenge versteht, die zur Produktion
des Geldes oder der Ware notwendig ist, die dem Arbeiter gegeben
werden. Gerade so gut könnte man sagen, daß der Wert von Tuch
nicht nach der zu seiner Produktion verwandten Arbeitsmenge ge-
schätzt werde, sondern nach der Arbeitsmenge, die zur Produktion
des Silbers verwandt wurde, gegen welches das Tuch eingetauscht
wird." (l.c.p. 50, 51.)
Dies richtig gegen den Fehler R[icardo]s, Kapital direkt mit Ar-
beit statt mit dem Arbeitsvermögen austauschen zu lassen. Es ist
derselbe Einwand, den wir schon früher in andrer Form gehört. 1*)
Sonst nichts. Mit Bezug auf das Arbeitsvermögen taugt B[ailey]s
simile 2*) nicht. Er muß nicht cloth 3*), sondern ein organisches
Produkt, wie mutton 4*) z.B., vergleichen mit dem lebendigen Ar-
beitsvermögen. Außer der Arbeit, die die Wartung des Viehs ko-
stet, und der Arbeit, die die Produktion seiner Lebensmittel ko-
stet, versteht man unter der zu seiner Produktion nötigen Arbeit
nicht die Arbeit, die ihm selbst der Akt der Konsumtion kostet,
der Akt des Essens, Drinks 5*), kurz der Aneignung jener Produkte
oder Lebensmittel. Ganz so mit dem Arbeitsvermögen. Die Arbeit,
die seine Produktion kostet, besteht [worin]? Außer etwa der Ar-
beit, die die Bildung seines Arbeitsvermögens kostet, der Erzie-
hung, der apprenticeship 6*) - ein Punkt, der bei der unskilled
labour 7*) kaum in Betracht kommt -, kostet seine Reproduktion
keine Arbeit außer der Arbeit, die die Reproduktion der von ihm
konsumierten Lebensmittel kostet. Die Aneignung dieser Lebensmit-
tel ist keine "Arbeit". ¦¦828¦ Sowenig wie die Arbeit, die im
cloth enthalten ist, besteht außer der Arbeit des Webers, der Ar-
beit, die in der Wolle, den Farbstoffen etc. steckt, auch
-----
1*) Siehe vorl. Band, S. 105-107 - 2*) Gleichnis - 3*) Tuch -
4*) Hammelfleisch - 5*) Trinkens - 6*) Lehre - 7*) unqualifizier-
ten Arbeit
#147# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
noch in der chemischen oder physischen Aktion der Wolle selbst,
wodurch sie den Farbstoff absorbiert etc., wie der Arbeiter oder
das Vieh die Lebensmittel.
B[ailey] sucht nun das Gesetz R[icardo]s umzustoßen, daß der Wert
der Arbeit und der Profit in u m g e k e h r t e m Verhältnis
stehn. Und zwar sucht er es umzustoßen, soweit es richtig ist. Er
identifiziert nämlich, wie R[icardo], surplus value und Profit.
Er erwähnt nicht die einzig mögliche Ausnahme des Gesetzes, näm-
lich, wenn der Arbeitstag verlängert wird und Arbeiter und Kapi-
talisten equally share in that prolongation, but even then, since
the value of the working power will be more quickly - in fewer
years - consumed, the surplus value rises at the expense of the
workingman's life, and his working power is depreciated as compa-
red with the surplus value it yields to the capitalist 1*).
B[ailey]s reasoning is of the most superficial description. 2*)
Er geht aus von seinem Begriff des Werts. Der Wert der Ware ist
der Ausdruck ihres Werts in a certain quantity of other values in
use 3*) (dem Gebrauchswert anderer Waren). Also der Wert der Ar-
beit ist = dem Quantum andrer Waren (Gebrauchswerte), wogegen sie
sich austauscht. {The real problem, how it is possible to express
the value of exchange of A in the value in use of B 4*) - kommt
ihm gar nicht in den Sinn.} Solange also der Arbeiter dieselbe
Quantität Waren erhält, ist die value of labour 5*) unverändert,
because, after as before, it is expressed in the same quantity of
other useful things 6*). Der Profit dagegen drückt ein Verhältnis
zum Kapital oder auch ein Verhältnis zum Gesamtprodukt aus. Die
P o r t i o n der Arbeiter kann aber dieselbe bleiben, obgleich
jene P r o p o r t i o n der Kapitalisten steigt, wenn nämlich
die Produktivität der Arbeit wächst. Wie wir auf einmal beim Ka-
pital zur Proportion kommen und was dem Kapitalisten diese
P r o p o r t i o n nutzen soll da der Wert dessen, was er be-
kommt, nicht durch Proportion bestimmt ist sondern durch its
"expression in other commodities 7*), ist nicht abzusehn
Der Witz also in der Tat der bei Malthus schon erwähnte. 8*) Ar-
beitslohn = a quantity of 9*) G e b r a u c h s w e r t e n.
Profit dagegen (was B[ailey] aber
-----
1*) gleichmäßig am Produkt der Verlängerung Anteil haben, aber
selbst dann steigt der Mehrwert auf Kosten des Arbeiterlebens, da
der Wert der Arbeitskraft schneller - in weniger Jahren - ver-
braucht wird, und seine Arbeitskraft wird entwertet in dem Ver-
hältnis zum Mehrwert, den sie dem Kapitalisten liefert a
B[ailey]s Argumentation ist von der oberflächlichen Art. - 3*)
einer bestimmten Menge anderer Gebrauchswerte - 4*) Das wirkliche
Problem, wie es möglich ist, den Tauschwert von A in dem Ge-
brauchswert von B auszudrücken 5*) der Wert der Arbeit - 6*) weil
er nach wie vor in derselben Menge anderer nützlicher Dinge aus-
gedrückt wird - 7*) ihren "Ausdruck in anderen Waren" - 8*) siehe
vorl. Band, S. 27/28 - 9*) einer Menge von
#148# Zwanzigstes Kapitel
-----
vermeiden muß zu sagen) a relation of v a l u e 1*). Messe ich
den Arbeitslohn nach dem Gebrauchswert und den Profit nach dem
Tauschwert, so ist sehr evident, daß zwischen beiden weder ein
umgekehrtes noch irgendein Verhältnis existiert, because I should
then compare incommensurable magnitudes, things which have no
common unity 2*).
Was B[ailey] hier von der value of labour sagt, gilt aber nach
seinem Prinzip von der value of every other commodity. It is
nothing else but a certain quantity of other things exchanged
against it. 3*) Wenn ich für 1 l. St. 20 lbs. Twist erhalte, so
bleibt der Wert des 1 l. stets derselbe, ist also stets gezahlt,
obgleich das eine Mal die Arbeit, um 1 lb. Twist zu produzieren,
doppelt so groß als das andre Mal. Der ordinärste Kaufmann glaubt
nicht, daß er denselben Wert für sein 1 l. St. erhält, wenn er 1
qr. Getreide bekommt in der Zeit der Teurung und in [der] Zeit
des Überflusses. Aber Begriff des Werts hört hier auf. Und es
bleibt bloß das unerklärte und unerklärliche factum, daß Quantum
von A gegen Quantum von B ausgetauscht ist in any proportion wha-
tever. And whatever that proportion may be it is an equivalent.
4*) Selbst B[ailey]s Ausdruck, the value of A expressed in B lo-
ses thus every sense. If the value of A is expressed in B, it is
supposed that the same value is expressed once in A, and the
other time in B, so that, if in B expressed, the value of A
remains the same as it was before. But with Bailey there is no
value of A to be expressed in B, because neither A nor B have a
value besides that expression. The value of A in B must be some-
thing quite different from the value of A in C, as different as B
and C are. And it is not the same value, identical in both ex-
pressions, but it is two relations of A which have nothing in
common with each other, and of which it would be nonsense to say
that they are equivalent expressions. 5*)
¦¦829¦ "Ein Steigen oder Fallen im Werte der Arbeit schließt eine
Zunahme oder Abnahme der Menge von Ware ein, die im Austausch da-
für gegeben wird." (l.c.p. 62.)
-----
1*) eine Relation des W e r t e s - 2*) weil ich dann inkommen-
surable Größen miteinander vergleiche, Dinge, die keine gemein-
same Einheit haben - 3*) dem Wert jeder anderen Ware. Er ist
nichts als eine bestimmte Menge anderer Dinge, die man dafür ein-
tauscht. - 4*) irgendeinem Verhältnis. Und wie immer das Verhält-
nis sein mag, stets drückt es ein Äquivalent aus. - 5*) der Wert
von A, ausgedrückt in B, verliert so jeden Sinn. Wenn der Wert
von A in B ausgedrückt wird, so wird vorausgesetzt, daß derselbe
Wert einmal in A und dann in B ausgedrückt wird, so daß der Wert
von A, wenn in B ausgedrückt, derselbe bleibt, der er vorher war.
Aber nach Bailey gibt es keinen Wert von A, der in B auszudrücken
wäre, weil weder A noch B einen Wert außerhalb dieses Ausdruckes
haben. Der Wert von A in B muß etwas ganz anderes sein als der
Wert von A in C, so verschieden wie B und C sind. Und wir haben
da nicht denselben Wert, identisch in beiden Ausdrücken, sondern
zwei Verhältnisse von A, die nichts miteinander gemein haben und
von denen es unsinnig wäre zu behaupten, sie seien äquivalente
Ausdrücke.
#149# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Nonsense! 1*) [Vom Standpunkt Baileys] there can be no rise or
fall in the value of labour, nor of any other thing. I get to-day
3 Bs for one A, tomorrow 6 Bs and to aftermorrow 2 Bs. But in all
these cases the value of A is nothing but the quantity of B, for
which it has exchanged. It was 3 Bs, it is now 6 Bs. How can its
value be said to have risen or fallen? The A expressed in 3 Bs
had another value as that expressed in 6 or 2 Bs. But then it is
not the identical A which at the identical time has been exchan-
ged for 3 or 2 or 6 Bs. The identical A at the identical time has
always been expressed in the same quantity of B. It is only with
regard to different times that it could be said the value of A
had changed. But it is only with "contemporaneous" commodities
that A can be exchanged, and it is only the fact (not even the
mere possibility of exchange) of exchange with other commodities
which constitutes A to be a value. It is only the actual
"relation in exchange" which constitutes its value; and the ac-
tual "relation in exchange" can of course only take place for the
same A at the identical time. 2*) Die Vergleichung des Warenwerts
in verschiednen Perioden erklärt Bailey daher für Unsinn. [38]
Damit hätte er aber auch das rise or fall of value - impossible,
if there is no comparison between its value at one time and its
value at another time 3*) - für Unsinn erklären sollen, und daher
auch das "rise or fall in the value of labour".
"Die Arbeit ist ein austauschbares Ding, oder eines, das andere
Dinge im Austausch kommandiert. Dagegen bezeichnet der Ausdruck
Profit nur einen Anteil oder ein V e r h ä l t n i s v o n
W a r e n, n i c h t e i n e n A r t i k e l, d e r
g e g e n a n d e r e A r t i k e l a u s g e t a u s c h t
w e r d e n k a n n. Wenn wir fragen, ob der Arbeitslohn ge-
stiegen ist, fragen wir, ob eine bestimmte Menge Arbeit sich ge-
gen eine größere Menge anderer Dinge austauscht als früher."
(Also wenn Korn teurer wird, ist der Wert der Arbeit gefallen,
weil weniger Korn dafür exchanged 4*); andrerseits, wenn gleich-
zeitig cloth wohlfeiler
-----
1*) Unsinn! - 2*) kann es kein Steigen oder Fallen im Werte der
Arbeit oder irgendeines anderen Dinges geben. Ich bekomme heute 3
B für 1 A, morgen 6 B und übermorgen 2 B. Aber in allen diesen
Fällen ist der Wert von A nichts als die Menge B, die ich dafür
eintauschen kann. Er war 3 B, ist jetzt 6 B. Wie kann man sagen,
sein Wert sei gestiegen oder gefallen? Das A, das in 3 B ausge-
drückt wird, hat einen anderen Wert als das in 6 B oder 2 B aus-
gedrückte. Aber dann ist es nicht dasselbe A, das zur selben Zeit
für 3 oder 2 oder 6 B ausgetauscht wurde. Das gleiche A wurde zur
gleichen Zeit immer in der gleichen Menge B ausgedrückt. Nur in
Hinblick auf verschiedene Zeiten kann man sagen, der Wert von A
habe gewechselt. Aber A kann bloß gegen "gleichzeitige" Waren
ausgetauscht werden, und nur die Tatsache des Austausches (nicht
etwa die bloße Möglichkeit des Austausches) mit anderen Waren
läßt A zu einem Werte werden. Nur die wirkliche "Relation im Aus-
tausch bestimmt seinen Wert, und die wirkliche "Relation im Aus-
tausch kann natürlich nur für dasselbe A zur identischen Zeit
stattfinden. - 3*) Steigen oder Fallen des Wertes - das unmöglich
ist, wenn es keinen Vergleich gibt zwischen dem Wert zu einer
Zeit und ihrem Wert zu einer anderen Zeit - 4*) ausgetauscht wird
#150# Zwanzigstes Kapitel
-----
geworden, ist der Wert der Arbeit gleichzeitig g e s t i e-
g e n, weil mehr cloth dagegen exchanged. Der Wert der Arbeit
ist also zugleich gestiegen und gefallen, und die beiden
expressions of its value - in corn and cloth - are not identical,
not equivalent 1*), weil sein g e s t i e g n e r Wert can not
be equal 2*) seinem g e f a l l n e n W e r t.)
"Aber wenn wir fragen, ob der Profit gestiegen ist, meinen ...
wir ..., ob der Gewinn des Kapitalisten in einem höheren Verhält-
nis zu dem angewandten Kapital steht." (p. 62, 63.)
"Der Wert der Arbeit hängt nicht ausschließlich von dem Anteil am
Gesamtprodukt ab, der den Arbeitern im Austausch für ihre Arbeit
gegeben wird, sondern auch von der Produktivität der Arbeit." (p.
63, 64.)
"Der Satz, daß der Profit fallen muß, wenn der Arbeitslohn
steigt, ist nur wahr, wenn sein Steigen nicht einem Wachstum der
Produktivkräfte geschuldet ist. (p. 64.)
"Wenn diese Produktivkraft wächst, das heißt, wenn dieselbe Ar-
beit mehr Waren in gleicher Zeit erzeugt, kann der Wert der Ar-
beit steigen, ohne daß der Profit sinkt, ja, dieser kann eben-
falls steigen." (p. 66.)
(Danach kann auch von jeder andren Ware gesagt werden, daß a rise
in its value does not imply a fall in the value of the other com-
modity with which it exchanges, nay, may even imply a rise in va-
lue on the other side 3*). F.i. 4*), dieselbe Arbeit, die 1 qr.
Korn produzierte, soll 3 qrs. produzieren. Die 3 qrs. have cost 1
l. as the one qr. did before. If 2 qrs. be now exchanged against
one lb., the value of money has risen, because it is expressed in
2 qrs. instead of one. Thus the purchaser of corn gets a greater
value for his money. But the seller who sells for one lb., what
has cost him ouly 2/3 gains 1/3. And thus the value of his corn
has risen at the same time that the money price of corn has fal-
len. 5*))
¦¦830¦ "Welches immer das Produkt der Arbeit von 6 Mann sein mag,
ob 100 oder 200 oder 300 qrs. Korn, solange der Anteil des Kapi-
talisten am Produkt ein Viertel ist, wird dieser vierte Teil, in
Arbeit gemessen, stets der gleiche bleiben.
(And so would the 3/4 of the produce, accruing to the labourer,
if estimated in labour. 6*))
-----
1*) Ausdrücke ihres Wertes - in Korn und Tuch - sind nicht iden-
tisch, nicht äquivalent 2*) nicht gleich sein kann - 3*) ein
Steigen ihres Wertes nicht ein Fallen des Wertes der anderen Wa-
ren mit sich bringen muß, gegen die sie ausgetauscht wird, ja,
daß es sogar ein Steigen im Wert der anderen Partie mit sich
bringen kann - 4*) Z.B. - 5*) kosten nun 1 l., wie vorher das
eine qr. kostete. Wenn 2 qrs. jetzt gegen ein Pfund [Sterling]
ausgetauscht werden, ist der Wert des Geldes gestiegen, weil er
in 2 qrs. ausgedrückt ist, statt in einem. Der Käufer von Korn
erhält so einen größeren Wert für sein Geld. Aber der Verkäufer,
der für 1 £ verkauft, was ihn nur 2/3 kostete, gewinnt 1/3. Und
so ist der Wert seines Korns gestiegen, während gleichzeitig der
Geldpreis des Korns gefallen ist. - 6*) Und so würde es sein mit
den 3/4 des Produkts, die den Arbeitern zufallen, wenn sie in Ar-
beit gemessen werden.
#151# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
"Betrüge das Produkt 100 qrs., so würden, da 75 qrs. den 6 Mann
gegeben werden, die 25, die dem Kapitalisten zufallen, die Arbeit
von zwei Mann kommandieren."
(And that given to the labourers would command the labour of 6
1*) men. 2*))
"Betrüge das Produkt 300 qrs., würden die 6 Mann 225 qrs. erhal-
ten, und die 75, die auf den Kapitalisten entfallen, würden immer
noch nur 2 Mann kommandieren und nicht mehr."
(So would the 225 qrs. falling to the 6 men still command 6 1*)
men and no more.) (Why does the allmighty B[ailey] then forbid
R[icardo] to estimate the portion of the men, as well as that of
the capitalist, in labour, and compare their mutual value as ex-
pressed in labour?) 3*)
"Eine solche Zunahme des verhältnismäßigen Anteils, der dem Kapi-
talisten zufällt, würde das gleiche sein wie ein Wachsen des i n
A r b e i t g e m e s s e n e n W e r t s d e s P r o-
f i t s,
(How can he speak of the v a l u e o f p r o f i t s, and an
increase in their value, if "profits denotes..., not an article
which can be exchanged against other articles" (see before) and,
consequently, denote no "value"? And on the other hand, is a rise
in the p r o p o r t i o n which went to the capitalist possi-
ble without a fall i n t h e p r o p o r t i o n that goes to
the labourer? 4*))
"oder, in anderen Worten, eine Zunahme des Vermögens, Arbeit zu
kommandieren." (p. 69.)
(And is this i n c r e a s e in the power of the capitalist to
appropriate foreign labour not exactly identical with the
d e c r e a s e in the power of the labourer to appropriate his
own labour? 5)
"Gegen die Lehre vom gleichzeitigen Wachsen des Profits und des
Wertes der Arbeit wird man vielleicht einwenden, daß d i e
p r o d u z i e r t e W a r e d i e e i n z i g e Q u e l l e
i s t, a u s d e r K a p i t a l i s t u n d A r b e i t e r
i h r e V e r g ü t u n g b e k o m m e n, und daß daher not-
wendigerweise der eine verlieren muß, was der andere gewinnt. Die
Antwort darauf liegt nahe.
-----
1*) In der Handschrift: 4 - 2*) Und die, die den Arbeitern zufal-
len, würden die Arbeit von 6 Mann kommandieren. - 3*) (So würden
die 225 qrs., die den 6 Mann zufallen, immer noch nur 6 Mann kom-
mandieren und nicht mehr.) (Warum will denn der allmächtige
B[ailey] es R[icardo] verbieten, den Anteil der Arbeiter ebenso-
gut wie den der Kapitalisten in Arbeit zu messen und ihre Werte
in Arbeit ausgedrückt miteinander zu vergleichen?) - 4*) Wie kann
er vom W e r t e d e s P r o f i t s und einem Anwachsen sei-
nes Wertes sprechen, wenn "der Profit ... nicht einen Artikel be-
zeichnet, der gegen einen anderen Artikel ausgetauscht werden
kann" (siehe oben) und daher keinen "Wert" bezeichnet? Und ist
andrerseits eine Zunahme des v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n
A n t e i l s, der dem Kapitalisten zufällt, möglich ohne eine
Abnahme des v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n A n t e i l s,
der dem Arbeiter zufällt? - 5*) Entspricht diese Zunahme des Ver-
mögens des Kapitalisten, sich fremde Arbeit anzueignen, nicht
ganz genau der A b n a h m e des Vermögens des Arbeiters, sich
seine eigene Arbeit anzueignen?
#152# Zwanzigstes Kapitel
-----
Solange das Produkt dasselbe bleibt, ist dies unleugbar richtig;
aber ebenso ist es unleugbar, daß, wenn das Produkt verdoppelt
wird, d i e j e d e m z u f a l l e n d e M e n g e w a c h-
s e n k a n n, wenn auch d e r v e r h ä l t n i s m ä ß ig e
A n t e i l d e s e i n e n a b n i m m t u n d d e r d e s
a n d e r e n a n s t e i g t. (l.c.p. 70.)
(Das ist ja, was R[icardo] sagt. Die proportion of both cannot
increase, and if the p o r t i o n of both increases, it cannot
increase in the same proportion, as otherwise portion and propor-
tion would be identical. The proportion of the one cannot in-
crease but by that of the other decreasing. 1*) Daß Herr B[ailey]
nun die portion of the labour "value" of "wages" 2 nennt und die
proportion value of "profits", that the same commodity has 2 va-
lues for him, one in the hand of the labourer, and the other in
the hand of the capitalist, is a nonsense of his own 3*).)
"Solange das Produkt dasselbe bleibt, ist dies unleugbar richtig;
aber ebenso ist es unleugbar, daß, wenn das Produkt verdoppelt
wird, die jedem zufallende Menge wachsen kann, auch wenn der
v e r h ä l t n i s m ä ß i g e A n t e i l des einen abnimmt
und der des anderen ansteigt. Nun ist es ein Wachsen der
P o r t i o n des Produkts, die dem Arbeiter zufällt, was eine
Zunahme im W e r t e seiner Arbeit bildet"
(because we here understand by value a certain quantity of
a r t i c l e s 4*));
"aber es ist ein Wachstum der dem Kapitalisten zufallenden
P r o p o r t i o n, was ein Wachsen des Profits bedeutet"
(because we here understand by v a l u e the same articles not
estimated by their quantity, but by the labour worked up in them
5*));
"daher"
(nämlich aus dem abgeschmackten doppelten Maß, das eine Mal ar-
ticles, das andre Mal the value of those same articles 6*))
"folgt es klar, daß die Annahme eines g l e i c h z e i t i-
g e n A n w a c h s e n s b e i d e r in keiner Weise un-
gereimt ist." (p. 70.)
-----
1*) Der v e r h ä l t n i s m ä ß i g e A n t e i l beider
kann nicht gleichzeitig wachsen, und wenn die z u f a l-
l e n d e Menge beider anwächst, kann sie nicht in demselben
Verhältnis wachsen, andernfalls wären zufallende Menge und
verhältnismäßiger Anteil identisch. Der verhältnismäßige Anteil
des einen kann nicht wachsen, ohne daß der des anderen abnimmt. -
2*) dem Arbeiter zufallende Portion "Wert" des "Arbeitslohnes" -
3*) P r o p o r t i o n Wert des "Profits", daß dieselbe Ware 2
Werte für ihn hat, einen in der Hand des Arbeiters und den
anderen in der Hand des Kapitalisten, ist sein eigener Unsinn -
4*) weil wir hier unter W e r t eine bestimmte Menge Artikel
verstehen - 5*) weil wir hier unter Wert dieselben Artikel
verstehen, nicht nach ihrer Menge, sondern nach der in ihnen
aufgespeicherten Arbeit gemessen - 6*) der Wert derselben Artikel
#153# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Diese abgeschmackte Ausführung dem Ric[ardo] gegenüber ganz
¦¦831¦ nutzlos, da dieser nur behauptet 1*), daß die v a l u e
beider shares 2*) in umgekehrtem Verhältnis muß rise und fall. Es
kömmt bloß darauf hinaus, daß B[ailey] wiederholt: value is the
quantity of articles exchanged for an article 3*). Bei dem
P r o f i t hätte er nun notwendig müssen in Verlegenheit kom-
men. Denn hier wird der Wert des Kapitals mit dem Wert des Pro-
dukts verglichen. Hier flüchtet er denn auch dazu, unter W e r t
zu verstehn die value of an article estimated in labour (in
Malthusscher Manier).
"Der Wert ist ein Verhältnis zwischen g l e i c h z e i t i-
g e n Waren, da nur solche gegeneinander ausgetauscht werden
können; und wenn wir den Wert einer Ware in der einen Zeit mit
ihrem Werte zu einer anderen Zeit vergleichen, so ist dies bloß
eine Vergleichung des Verhältnisses, in dem sie in diesen
verschiedenen Zeiten zu irgendeiner anderen Ware stand." (l.c.p.
72.)
Es gibt daher, wie gesagt, neither rise not fall [of] value 4*),
denn dies ist always comparing the value of a commodity at one
time with its value at another 5*). Eine Ware kann ebensowenig
unter wie [über] ihrem Wert verkauft werden, denn ihr Wert ist
das, wozu sie verkauft wird. Value und prix courant 6*) sind
identisch. Es kann in der Tat auch nicht von "c o n t e m-
p o r a r y" commodities 7*) gesprochen werden, nicht von pre-
sent values, sondern only von past ones 8*). Was ist der Wert of
1 qr. of wheat 9*)? Das 1 l., wozu er gestern verkauft worden
ist. Denn its value is only what is got in exchange for it, and
as long as it is not exchanged, its "relation to money" is only
imaginary 10*). Sobald aber der exchange is past 11*), haben wir
statt 1 qr. 1 l., und man kann nicht mehr von dem Wert des 1 qr.
sprechen. B[ailey] denkt bei der Vergleichung der Werte in
verschiednen Perioden bloß an die gelehrten Untersuchungen über
den verschiednen Wert der Waren z.B. im 18. und 16. Jahrhundert.
Wo die Schwierigkeit daher kömmt, that the same monetary
expression of value - owing to the vicissitudes in the value of
money itself - denotes [in different times] different values
12*). Die Schwierigkeit besteht hier darin, money prices in value
13*) zu reduzieren. Aber der
-----
1*) In der Handschrift: leugnet - 2*) Anteile - 3*) W e r t ist
die Menge Artikel, die für einen Artikel ausgetauscht werden -
4*) weder ein Steigen noch ein Fallen des Wertes - 5*) immer das
Vergleichen des Wertes einer Ware in einer Zeit mit ihrem Wert zu
einer anderen Zeit - 6*) Wert und Marktpreis -
7*) "gleichzeitigen" waren - 8*) g e g e n w ä r t i g e n Wer-
ten, sondern nur von v e r g a n g e n e n - 9*) Weizen -
10*) Sein wert ist nur das, was man im Austausch dafür erhielt,
und solange er nicht ausgetauscht wurde, ist seine "Relation zum
Geld" bloß imaginär 11 Austausch vollzogen ist 1a daß der gleiche
Geldausdruck des wertes, infolge der Veränderungen im Werte des
Geldes selbst, [zu verschiedenen Zeiten] verschiedene Werte be-
zeichnet - 12*) Geldpreise auf Werte
#154# Zwanzigstes Kapitel
-----
Esel! In dem Zirkulationsprozeß oder Reproduktionsprozeß des Ka-
pitals ist da nicht beständig das comparing the value of one pe-
riod to that of another an operation upon which production itself
is based 1*)?
Herr B[ailey] versteht absolut nicht, was es heißen soll: Den
Wert der Waren durch Arbeitszeit oder durch value of labour 2*)
bestimmen. Er versteht die Differenz absolut nicht.
"Ich bitte, mich nicht so zu verstehen, als bestritte ich, daß
die Werte der Waren sich zueinander verhalten wie die Mengen Ar-
beit, die zu ihrer Produktion erheischt sind: oder daß die Werte
der Waren sich zueinander verhalten wie die Werte der Arbeit. Ich
behaupte bloß, daß, wenn das erste richtig ist, das letzte nicht
falsch sein kann. (l.c.p. 92.)
Den Wert der Waren durch den Wert einer Ware bestimmen (und so-
fern sie durch die "value of labour" bestimmt werden, werden sie
durch eine andre Ware bestimmt; value of labour unterstellt Ar-
beit als Ware) oder ihn bestimmen durch ein Drittes, was weder
Wert hat, noch selbst Ware ist, sondern die Substanz des Werts
ist und die Produkte erst zu Waren macht - ist für B[ailey] iden-
tisch. Im ersten Sinn handelt es sich um ein M a ß der
W e r t e der Waren; d.h. in fact 3*) um G e l d um eine Ware,
in der die andren Waren ihren Wert a u s d r ü c k e n. Damit
dies geschehe, müssen die W e r t e der Waren schon
v o r a u s g e s e t z t sein. Die messende Ware wie die gemes-
sene müssen schon in einem D r i t t e n identisch sein. Im an-
dren Fall wird dagegen erst diese I d e n t i t ä t selbst ge-
setzt, die später im price, money price or other price, an ex-
pression 4*) findet.
B[ailey] identifiziert das "unveränderliche Maß der Werte" mit
der Aufsuchung eines immanenten Maßes der Werte, d.h. dem Begriff
des Werts selbst. Solange die beiden Sachen zusammengeworfen wer-
den, ist es sogar Instinkt der Vernunft, nach einem
"unveränderlichen Maß der Werte" zu suchen. Veränderlichkeit ist
grade das Charakteristische des Werts. Das "Unveränderliche"
drückt aus, daß das immanente Maß der Werte nicht selbst wieder
Ware, Wert sein darf, sondern vielmehr etwas, was den Wert kon-
stituiert und daher auch das immanente Maß seines Werts ist.
B[ailey] zeigt nach, ¦¦832¦ daß die Warenwerte a monetary expres-
sion 5*) finden können, daß, wenn das W e r t v e r h ä l t-
n i s d e r W a r e n gegeben ist, alle Waren ihren Wert in
einer Ware ausdrücken können, obgleich
-----
1*) Vergleichen des Wertes einer Periode mit dem einer anderen
Periode, eine Operation, auf der die Produktion selbst beruht -
2*) Wert der Arbeit - 3*) tatsächlich - 4*) Preis, Geldpreis oder
sonstigen Preis einen Ausdruck - 5*) einen Geldausdruck
#155# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
diese ihren Wert wechselt. Er bleibt damit doch immer derselbe
für die andren Waren zur selben Zeit, denn er wechselt simulta-
neously 1*) im Verhältnis zu allen. Daraus schließt er, daß kein
Wertverhältnis der Waren nötig ist und auch nicht gesucht zu wer-
den braucht. Weil er es in der monetary expression ausgedrückt
findet, braucht er nicht zu "begreifen, wodurch dieser Ausdruck
möglich wird, wie er bestimmt wird, und was er in der Tat aus-
drückt.
Dies gilt im allgemeinen gegen ihn wie gegen Malthus, wenn er
glaubt, man bewege sich in d e r s e l b e n Frage, auf demsel-
ben Feld, ob man quantity of labour or valu of labour 2*) zum Maß
der Werte macht. Im letztren Fall unterstellt man die Werte, de-
ren Maß gesucht wird, [deren] äußres Maß, [deren] Darstellung als
Wert. Im erstren Fall untersucht man die Genesis und immanente
Natur des Werts selbst. Im zweiten die Entwicklung der Ware zum
Geld oder die Form, die der Tauschwert gewinnt im Austauschprozeß
der Waren. Im ersten 3*) den Wert, unabhängig von dieser Darstel-
lung, der vielmehr dieser Darstellung v o r a u s g e s e t z t
ist. B[ailey] hat das mit den andren Eseln gemein: Wert der Ware
bestimmen heißt ihren Geldausdruck finden, an external measure of
their values 4*). Nur sagen sie, von Vernunftinstinkt geleitet,
daß dieses Maß dann unveränderlichen Wert haben, also in fact
selbst außer der Kategorie des Werts stehn muß. Während er sagt,
daß man nichts weiter sich zu denken braucht, da man in der Pra-
xis den W e r t a u s d r u c k vorfindet, und daß dieser Aus-
druck selbst variablen Werts ist und sein kann, ohne seiner Funk-
tion zu schaden.
Im besondren hat er uns selbst gesagt, daß 100 qrs. or 200 qrs.
oder 300 qrs. das Produkt der Arbeit von 6 Mann sein können, also
derselben Quantität Arbeit; während "value of labour only means
5*) bei ihm selbst den aliquot part 6*), den die 6 Mann von den
100, 200 oder 300 qrs. bekommen. Dies mag 50 qrs. sein oder 60
oder 70 pro Mann. [39] Die quantity of labour und die value of
that same quantity of labour 7*) sind also nach ihm selbst sehr
verschiedne expressions 8*). Und wie soll es dasselbe sein, ob
der Wert in dem einen oder in dem von ihm wesentlich verschiednen
ausgedrückt wird? Wenn dieselbe Arbeit 1 qr. Korn gibt, die frü-
her 3 qrs. [gab], während dieselbe Arbeit, die früher 20 Ellen
cloth gab (oder 3 qrs. 9*) Korn) nach wie vor 20 Ellen cloth
gibt, so wäre nach der Arbeitszeit geschätzt [jetzt] 1 qr. Korn =
20 Ellen cloth, oder 20 Ellen cloth = 1 qr. Korn, und 3 qrs. corn
-----
1*) gleichzeitig - 2*) Menge Arbeit oder Wert der Arbeit - 3*) in
der Handschrift: zweiten - 4*) ein äußeres Maß ihrer Werte -
5*) "Wert der Arbeit" nur bedeutet - 6*) aliquoten Teil -
7*) Menge Arbeit und der Wert derselben Menge Arbeit
8*) Ausdrücke - 9*) in der Handschrift: und 1 qr.
#156# Zwanzigstes Kapitel
-----
= 60 Ellen statt = 20. Die Werte des qr. Korn und der Elle Lein-
wand wären also verändert relatively. Sie wären aber keineswegs
verändert nach der "value of labour", denn das 1 qr. Korn und die
20 Ellen cloth sind nach wie vor dieselben Gebrauchswerte. Und es
ist möglich, daß der 1 qr. Korn nicht mehr Arbeit kommandiert als
früher.
Nehmen wir die einzelne Ware, so hat B[ailey]s Behauptung gar
keinen Sinn. Nimmt die zur Produktion eines Stiefels nötige Ar-
beitszeit ums Zehnfache ab, so vermindert sich der Wert des Stie-
fels um [das] 10fache, auch v e r g l i c h e n, expressed in
all other commodities, when the labour required for their produc-
tion has remained the same or has not decreased at the same rate
1*). Nichtsdestoweniger kann der Wert der Arbeit - z.B., der Ta-
geslohn in der Stiefelmacherei so gut wie in allen andren indu-
stries - derselbe geblieben sein; er kann sogar gestiegen sein.
In dem einzelnen Stiefel ist weniger Arbeit enthalten, also auch
weniger bezahlte Arbeit. Wenn man aber vom Wert der Arbeit
spricht, so meint man nicht, daß [für] eine Stunde Arbeit, ein
geringres Quantum Arbeit, weniger bezahlt ist als [für] ein größ-
res. Einen Sinn könnte der B[ailey]sche Satz nur haben bezogen
auf das Gesamtprodukt des Kapitals. Die 200 Stiefel seien das
Produkt desselben Kapitals (und derselben Arbeit), wie früher 100
Stiefel. In diesem Fall ist der Wert der 200 Stiefel derselbe wie
der der 100. Und es könnte gesagt werden, daß die 200 Stiefel
sich zu 1000 Ellen Leinwand (sage das Produkt von 200 l. Kapital)
verhalten, wie der W e r t der von beiden Kapitalien in Bewe-
gung gesetzten Arbeit. In welchem Sinn? In einem Sinn, worin es
auch vom ¦¦833¦ Verhältnis des einzelnen Stiefels zur Elle Lein-
wand gesagt werden könnte?
Der W e r t der Arbeit ist der Teil der in einer Ware enthalt-
nen Arbeitszeit, den der Arbeiter sich selbst aneignet; er ist
der Teil des Produkts, worin die ihm s e l b s t a n g e-
h ö r i g e A r b e i t s z e i t v e r k ö r p e r t ist.
Löst sich also der ganze Wert einer Ware in bezahlte und un-
bezahlte Arbeitszeit auf - und ist das Verhältnis der unbezahlten
zur bezahlten Arbeitszeit dasselbe, d.h., bildet in allen Waren
der Mehrwert dieselbe Proportion des Gesamtwerts -, so ist klar,
daß, wenn die Waren sich zueinander verhalten wie die Gesamtar-
beitsquanta, die in ihnen enthalten sind, sie sich auch verhalten
müssen wie g l e i c h e a l i q u o t e T e i l e dieser Ge-
samtarbeitsquanta, also auch wie die bezahlte Arbeitszeit in der
einen Ware zur bezahlten Arbeitszeit in der andren.
-----
1*) in allen andren Waren ausgedrückt, wenn die zu deren Produk-
tion notwendige Arbeit die gleiche blieb oder nicht in demselben
Maße abnahm
#157# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
W:W' = GA (Gesamtarbeitszeit [verkörpert in W]) zu G'A'
(Gesamtarbeitszeit [verkörpert in W']).
GA/x = der bezahlten Arbeitszeit in W, und G'A'/x = der
bezahlten Arbeitszeit in W', da unterstellt, daß in beiden
Waren die bezahlte Arbeitszeit derselbe a l i q u o t e
T e i l der Gesamtarbeitszeit.
W:W' = GA:G'A'.
GA:G'A' =GA/x : G'A'/x.
und W:W' = GA/x : G'A'/x,
oder die Waren verhalten sich wie d i e i n i h n e n e n t-
h a l t n e n b e z a h l t e n A r b e i t s z e i t e n,
d.h. wie die values of labour contained in them 1*).
Die v a l u e o f l a b o u r ist aber dann nicht bestimmt
wie B[ailey] will, sondern selbst durch die Arbeitszeit.
Ferner, abgesehn von der Verwandlung der Werte in Produktions-
preise - bloß die Werte betrachtet -, bestehn die Kapitalien aus
verschiednen aliquot parts of variable and constant capitals.
Hence, as far as values are conside red, the surplus values are
not equal, or the paid labour is not an equal aliquot part of the
total labour advanced. 2*)
Überhaupt wären wages 3*) - oder values of labour - hier indices
der values of commodities 4*), nicht als values, nicht insofern
wages steigen oder fallen, sondern sofern das in einer Ware ent-
haltne Quantum bezahlter Arbeit, das sich in wages darstellt, ein
Index wäre von dem Gesamtquantum der in den relativen Waren ent-
haltnen Arbeit.
Mit einem Wort, der Witz kömmt darauf hinaus, wenn sich die Werte
der Waren zueinander verhalten = A:A' (die in ihnen enthaltnen
Quanta Arbeitszeit), so verhalten sie sich auch = A/x : A'/x, die
in ihnen enthaltnen Quanta bezahlter Arbeitszeit, wenn die Pro-
portion der bezahlten zur unbezahlten Arbeitszeit in allen Waren
dieselbe, die bezahlte Arbeitszeit also immer = der ganzen Ar-
beitszeit, welche diese immer sei, dividiert durch x.
-----
1*) in ihnen enthaltenen Werte der Arbeit - 2*) aliquoten Teilen
von variablem und konstantem Kapital. Daher sind, soweit die
Werte in Betracht kommen, die Mehrwerte nicht gleich, oder die
bezahlte Arbeit ist nicht ein aliquoter Teil der vorgeschossenen
Gesamtarbeit. - 3*) Löhne - 4*) Indizes der Werte der Waren
#158# Zwanzigstes Kapitel
-----
Aber das "Wenn" entspricht dem wirklichen Sachverhältnis nicht.
Gesetzt, daß die Arbeiter gleiche Surplusarbeitszeit in den ver-
schiednen Industrien arbeiten, so ist dennoch das Verhältnis der
bezahlten zur angewandten Arbeitszeit verschieden in den ver-
schiednen Industrien, weil das Verhältnis der i m m e d i a t e
l a b o u r employed 1*) verschieden ist zur a c c u m u-
l a t e d l a b o u r employed 2*). V50 + C50 und V10 + C90
z.B. In beiden sei die unbezahlte Arbeitszeit =1/10. So wären in
der ersten Ware enthalten 105; in der zweiten 101. Die bezahlte
Arbeitszeit in der ersten = 1/2 der vorgeschoßnen Arbeit, in der
zweiten bloß = 1/10.
¦¦834¦ B[ailey] sagt:
"Wenn die Waren sich zueinander verhalten wie die Mengen, müssen
sie sich auch verhalten wie die Werte der sie produzierenden Ar-
beit; denn das Gegenteil würde bedeuten, daß zwei Waren A und B
im Werte gleich sein könnten, obwohl der Wert der angewandten Ar-
beit in der einen größer oder kleiner wäre als in der anderen;
oder daß A und B ungleich im Werte sein könnten, obwohl die für
jede angewandte Arbeit gleich im Wert wäre. Aber dieser
U n t e r s c h i e d i m W e r t e z w e i e r W a r e n,
die d u r c h A r b e i t g l e i c h e n W e r t e s
p r o d u z i e r t wurden, wäre unvereinbar mit d e r a n-
e r k a n n t e n G l e i c h h e i t d e r P r o f i t e,
die Herr R i c a r d o i n Ü b e r e i n s t i m m u n g
m i t a n d e r e n S c h r i f t s t e l l e r n a n e r-
k e n n t." (l.c.p. 79, 80.)
In der letzten Phrase tappt er bewußtlos auf einen richtigen Ein-
wand gegen Ric[ardo], der Profit mit surplus value unmittelbar
identifiziert und values mit cost-prices. Der Einwurf richtig
formuliert, der: Wenn die Waren zu ihren W e r t e n verkauft
werden, werfen sie u n g l e i c h e P r o f i t e ab, da dann
der Profit = dem Mehrwert, der in ihnen selbst steckt. Und dies
richtig. Spricht nicht gegen die Theorie des Werts, sondern a
blunder of 3*) Ricardos in der Anwendung dieser Theorie.
Wie wenig B[ailey] aber selbst im obigen das Richtige gedacht ha-
ben kann, geht aus der folgenden Phrase hervor:
"Meint Ric[ardo] dagegen, daß Arbeit im Werte steigen oder fallen
kann, ohne den Wert der Ware zu beeinflussen. Diese Behauptung
ist offenbar sehr verschieden von der anderen, und ihre Richtig-
keit hängt tatsächlich von der Falschheit der anderen oder der
entgegengesetzten Behauptung ab." (l.c.p. 81.)
Der Esel hat selbst vorhin gesagt, daß das Resultat derselben Ar-
beit 100, 200, 300 qrs. sein kann. Diese bestimmt das Verhältnis
des qr. zu andren Waren, wie der Wert der Arbeit wechseln mag,
d.h., wieviel von den 100, 200 oder 300 qrs. dem Arbeiter selbst
zukommen mag. Einige Konsequenz
-----
1*) angewandten unmittelbaren Arbeit - 2*) angewandten aufgehäuf-
ten Arbeit - 3*) ein Irrtum
#159# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
wäre noch in dem Esel gewesen, wenn er gesagt: die values of la-
bour mögen steigen der fallen, dennoch verhalten sich die values
of commodities wie die values of labour, weil - nach falscher
Voraussetzung - das Steigen oder Fallen of wages being general,
and the value of wages being always the same proportionate part
of the whole quantity of labour employed 1*).
[gamma.) Baileys Verwechslung von Wert und Preis]
"Das Vermögen, den Wert der Waren a u s z u d r ü c k e n, hat
nichts zu tun mit der B e s t ä n d i g k e i t i h r e r
W e r t e"
{Indeed, not! but it has much to do with first finding the value,
before expressing it; finding in what way the values in use, so
different from each other, fall under the common category and de-
nomination of values, so that the value of the one may be expres-
sed in the other 2*)},
"weder im Vergleich untereinander, noch mit dem angewandten
Tauschmittel. Auch hat das Vermögen, diese Wertausdrücke mitein-
ander zu vergleichen, nichts damit zu tun.
{If the values of different commodities are expressed in the same
third commodity, however variable its value may be, it is of
course very easy to compare these e x p r e s s i o n s, al-
ready possessed of a common denomination. 3}
"Ob A 4B oder 6B wert ist"
(the difficulty consists in equalising A with any portion of B;
and this is only possible if there exists a common unity for A
and B, or if A and B are different representations of the same
unity. If all commodities are to be expressed in gold, money, the
difficulty remains the same. There must be a common unity between
the gold and each of the other commodities 4*)),
-----
1*) des Arbeitslohns allgemein ist und der Wert des Arbeitslohns
stets den gleichen v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n Anteil an
der Gesamtmenge der angewandten Arbeit ausmacht - 2*) Allerdings
nicht! Aber es hat viel zu tun mit dem Erkennen des Wertes, ehe
er zum Ausdruck gelangt; mit dem Erkennen, auf welche Weise die
Gebrauchswerte, die voneinander so verschieden sind, unter die
gleiche Kategorie und die gleiche Benennung von W e r t e n
fallen, so daß der Wert des einen durch den anderen ausgedrückt
werden kann - 3*) Wird der Wert verschiedener Waren in derselben
dritten Ware ausgedrückt, wie veränderlich auch deren Wert sei,
so ist es natürlich sehr leicht, diese Ausdrücke miteinander zu
vergleichen, die bereits eine gleiche Benennung besitzen. -
4*) die Schwierigkeit liegt darin, A mit irgendeiner Menge B
gleichzusetzen, und dies ist nur möglich, wenn eine gemeinsame
Einheit für A und B besteht oder wenn A und B verschiedene Dar-
stellungen derselben Einheit sind. Die Schwierigkeit bleibt die-
selbe, wenn alle Waren in Gold, Geld auszudrücken sind. Es muß
eine gemeinsame Einheit zwischen dem Golde und jeder der anderen
Waren bestehen
#160# Zwanzigstes Kapitel
-----
"und ob C 8B oder 12B wert ist, das sind Umstände, die keinen Un-
terschied i n d e m V e r m ö g e n machen, den Wert von A
und C in B a u s z u d r ü c k e n, und sicher keinen Unter-
schied in dem Vermögen, den Wert von A und C zu vergleichen, wenn
er ausgedrückt ist." (p. 104, 105.)
But how to e x p r e s s A in B or C? A, B, C must all be con-
sidered as something different from what they are as things, pro-
ducts, values in use, to express "them" in each other, or, what
comes to the same thing, to treat them as equivalent expressions
of the same unity. A = 4B. Then the value of A is
e x p r e s s e d in 4B, and the value of 4B in A, so that both
sides express the same. They are equivalents. They are both
e q u a l expressions of value. It would be the same if they
were unequal ones or A > 4B, A < 4B. In all these cases they are
as far ¦¦835¦ as they are values, only different or equal in
quantity, but always quantities of the same quality. The diffi-
culty is to find this quality. 1*)
"Die notwendige Bedingung bei dem Vorgehen ist die, die zu mes-
senden Waren auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen"
{z.B., um ein Dreieck und alle andern Vielecke zu vergleichen,
ist es nur nötig, die letztren in Dreiecke zu verwandeln, to ex-
press them in triangles. But to do this the triangle and the po-
lygon are in fact supposed as identities, different figurations
of the same - space 2*},
"was jederzeit mit gleicher Leichtigkeit getan werden kann; oder
vielmehr, was fertig vorliegt, da es die Preise der Waren sind,
die verzeichnet werden, oder ihr Verhältnis in Geld." (l.c.p.
112.)
"Den Wert m e s s e n ist dasselbe wie ihn a u s-
d r ü c k e n." (l.c.p. 152.)
Hier haben wir den Burschen. Wir finden die values gemessen, aus-
gedrückt in den prices vor. Wir können uns also damit begnügen,
[behauptet Bailey] - nicht zu wissen, was der Wert ist. Die Ent-
wicklung des Maßes der Werte zum Geld und weiter die Entwicklung
des Geldes als Maßstab der
-----
1*) Aber wie A in B oder in C a u s d r ü c k e n? A, B, C müs-
sen als etwas betrachtet werden, das verschieden ist von dem, was
sie als Dinge, Produkte, Gebrauchswerte sind, sollen "sie" eines
im anderen ausgedrückt oder, was auf dasselbe hinausläuft, sollen
sie als gleichwertige Ausdrücke derselben Einheit behandelt wer-
den. A = 4B; also wird der Wert von A ausgedrückt in 4B und der
Wert von 4B in A, so daß beide Seiten dasselbe ausdrücken. Sie
sind Äquivalente, sie sind beide gleiche Ausdrücke von Wert. Es
machte nichts aus, wenn sie ungleiche Ausdrücke wären, etwa A >
4B oder A < 4B. In allen diesen Fällen sind sie, sofern sie Werte
sind, nur in der Quantität verschieden oder gleich, sind aber
stets Quantitäten der gleichen Qualität. Die Schwierigkeit be-
steht darin, diese Qualität zu finden. - 2*) sie in Dreiecken
auszudrücken. Aber um das zu tun, werden die Dreiecke und die
Vielecke tatsächlich als I d e n t i t ä t e n aufgefaßt, als
verschiedene Formerscheinungen des gleichen - Raumes
#161# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Preise verwechselt er mit dem Auffinden des B e g r i f f e s
d e s W e r t s selbst in seiner Entwicklung als immanentes Maß
der Waren im exchange. Er hat darin recht, daß dies Geld keine
Ware von unveränderlichem Wert zu sein braucht; er schließt dar-
aus, daß keine von der Ware selbst unabhängige, unterschiedne Be-
stimmung des Werts notwendig.
Sobald der Wert der Waren als ihre gemeinschaftliche Einheit ge-
geben ist, fällt das Messen ihres relativen Werts und das Aus-
drücken desselben zusammen. Aber wir kommen nicht zum
A u s d r u c k, solange wir nicht zu einer Einheit kommen, die
von dem unmittelbaren Dasein der Waren verschieden ist.
Selbst bei seinem Beispiel 1*): Distance between A und B. To
speak of their distance they are already supposed as being both
points (or lines) of space. Being commuted in points, and points
of the same line, their distance may be expressed in inches, or
feet etc. The unity of the two commodities A and B is, at the
first view, their exchangeability. They are "exchangeable" ob-
jects. As "exchangeable" objects they are magnitudes of the same
denomination. But this "their" existence as an "exchangeable" ob-
ject must be different from their existence as values in use.
What is it? 2*)
Geld ist selbst schon D a r s t e l l u n g des Werts, suppo-
niert ihn. Geld als M a ß s t a b der Preise unterstellt sei-
nerseits schon die Verwandlung (theoretische) der Ware in Geld.
Sind die Werte aller Waren als Geldpreise dargestellt, so kann
ich sie vergleichen; sie sind in fact schon verglichen. Um aber
die Werte als Preise darzustellen, muß vorher der Wert der Waren
als Geld sich dargestellt haben. Geld ist bloß die Form, wie der
Wert der Waren im Zirkulationsprozeß erscheint. Wie kann ich aber
x cotton in y Geld darstellen? Diese Frage löst sich darin auf,
wie kann ich überhaupt eine Ware in einer andren oder Waren als
Äquivalente darstellen? Es ist nur die Entwicklung des Werts, un-
abhängig von der Darstellung der einen Ware in der andren, die
die Antwort gibt.
"Irrtum..., daß das Wertverhältnis möglich sei zwischen Waren
verschiedener Perioden, was der Natur der Sache nach unmöglich
ist; und wenn kein Verhältnis möglich ist, kann es auch nicht ge-
messen werden." (p. 113.)
-----
1*) Siehe vorl. Band, S. 140 - 2*) Entfernung zwischen A und B.
Wenn man von ihrer Entfernung spricht, wird bereits angenommen,
daß beide Punkte (oder Linien) im Raume sind. Sind sie in Punkte
und Punkte derselben Linie verwandelt, dann kann ihre Entfernung
ausgedrückt werden in Zoll, Fuß usw. Die Einheit der beiden Waren
A und B ist auf den ersten Blick ihre Austauschbarkeit. Sie sind
"austauschbare" Dinge. Als "austauschbare Dinge sind sie Größen
derselben Art. Aber diese "ihre" Existenz als "austauschbare"
Dinge muß verschieden sein von ihrer Existenz als Gebrauchswerte.
Was ist dies?
#162# Zwanzigstes Kapitel
-----
Derselbe Blödsinn schon oben. 1*) Schon bei dem Geld als Zah-
lungsmittel exists "the relation of value between commodities at
different periods" 2*). Der ganze Zirkulationsprozeß ist bestän-
dig Vergleichung der values between commodities at different pe-
riods.
"Wenn es" (Geld) "nicht ein gutes Mittel der Vergleichung zwi-
schen Waren in verschiednen Perioden ist..., ist es unfähig, eine
Funktion zu verrichten in einem Falle, in dem es keine Funktion
zu erfüllen hat." (p. 118.)
Als Zahlungsmittel und Schatz hat das Geld diese function to per-
form 3*).
R e i n a b g e s c h r i e b e n v o n d e m "v e r b a l
o b s e r v e r" und in der Tat das Geheimnis des ganzen Unsinns
oozes out in the following phrase 4*), die mich auch überzeugt,
daß B[ailey] die sorgfältig von ihm verheimlichten "verbal obser-
vations" 5*) als Plagiarius vernutzt hat:
¦¦836¦ "Reichtum ist ein Attribut des Menschen, Wert ein Attribut
der Waren. Ein Mensch oder ein Gemeinwesen ist reich; eine Perle
oder ein Diamant ist wertvoll." (p. 165.)
A pearl or a diamond is valuable as a pearl or a diamond, that is
by their qualities, as values in use for men, that is as -
r i c h e s. But there is nothing in a pearl or a diamond by
which a relation of exchange between them is given 6*) etc.
B[ailey] wird nun tiefer Philosoph:
"Unterschied zwischen Arbeit als U r s a c h e und M a ß,
überhaupt zwischen U r s a c h e und M a ß des Wertes." (p.
170 sqq.)
Es ist in der Tat ein sehr bedeutender Unterschied (und von
B[ailey] übersehn) zwischen "measure" 7*) (im Sinn des Gelds) und
"cause of value" 8*). Die "cause" of value verwandelt Gebrauchs-
werte in v a l u e. Das äußre measure of value unterstellt
schon die Existenz der value. Gold z.B. kann die value of cotton
nur measure 9*), wenn Gold und cotton als value eine von beiden
verschiedne Einheit besitzen. Die "cause" of value ist die Sub-
stanz der value und daher auch ihr immanentes Maß.
"Alle Umstände..., die mit einem nachweisbaren Einfluß, mittelbar
oder unmittelbar, auf das B e w u ß t s e i n beim Austausch
der Waren einwirken, können als Ursachen des Wertes betrachtet
werden. (p. 182, 183.)
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1*) Siehe vorl. Band, S. 148/149 und 153 - 2*) besteht "das Wert-
verhältnis zwischen Waren verschiedener Perioden" - 3*) Funktion
zu verrichten - 4*) sickert durch in dem folgenden Satz -
5*) siehe vorl. Band, S. 126/127 - 6*) Eine Perle oder ein Dia-
mant ist wertvoll als Perle oder Diamant, das ist durch ihre Ei-
genschaften als Gebrauchswerte für den Menschen, das ist als -
R e i c h t u m. Aber in einer Perle oder einem Diamanten ist
nichts, wodurch eine Relation des Austausches zwischen ihnen ge-
geben wäre - 7*) "Maß" - 8*) "Ursache des Wertes" - 9*) den Wert
der Baumwolle nur messen
#163# Auflösung der Ricardoschen Schule
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Dies heißt in der Tat weiter nichts als: Die U r s a c h e des
Werts einer Ware oder der Äquivalenz zwischen zwei Waren sind die
Umstände, die den Verkäufer oder auch Käufer und Verkäufer be-
stimmen, irgend etwas für den Wert oder das Äquivalent einer Ware
zu halten. Die "Umstände, die den Wert einer Ware bestimmen, sind
dadurch keinen Schritt weiter erkannt, daß sie als Umstände qua-
lifiziert werden, die auf den "mind" 1*) der Austauschenden wir-
ken, die als solche Umstände auch im Bewußtsein (vielleicht auch
nicht, vielleicht auch verkehrt vorgestellt) der Austauschenden
liegen.
Dieselben (von dem mind unabhängigen, obgleich auf ihn wirkenden)
Umstände, die die Produzenten zwingen, ihre Produkte als
W a r e n zu verkaufen - Umstände, die eine Form der gesell-
schaftlichen Produktion von der andren unterscheiden -, geben ih-
ren Produkten (auch für ihren mind) einen vom Gebrauchswert unab-
hängigen Tauschwert. Ihr "mind", ihr Bewußtsein, mag durchaus
nicht wissen, für es mag nicht existieren, wodurch in fact der
Wert ihrer Waren oder ihre Produkte als Werte bestimmt sind. Sie
sind in Verhältnisse gesetzt, die ihren mind bestimmen, ohne daß
sie es zu wissen brauchen. Jeder kann Geld als Geld brauchen,
ohne zu wissen, was Geld ist. Die ökonomischen Kategorien spie-
geln sich im Bewußtsein sehr verkehrt ab. Er schiebt es ins Ge-
wissen, da er mit der Theorie nicht weiter kann.
Statt zu sagen, was er selbst sich unter "Wert" vorstellt (oder
"cause of value"), sagt uns B[ailey]: es sei das, was Käufer und
Verkäufer sich im Akt des Austausches vorstellen.
In der Tat aber liegt der philosophisch sein sollenden Phrase
folgendes zugrunde:
1. Der prix courant 2*) ist durch verschiedne Umstände bestimmt,
die sich im Verhältnis von Nachfrage und Zufuhr ausdrücken, und
als solche influence "the mind" of the operators on the market
3*). Dies eine sehr wichtige Entdeckung!
2. Bei der V e r w a n d l u n g d e r W a r e n w e r t e
i n K o s t p r e i s e kommen "verschiedne circumstances 4*)"
in Betracht, die als "Kompensationsgründe" on the mind wirken,
oder sich ihm so darstellen. Alle diese Kompensationsgründe wir-
ken jedoch nur auf den mind des capitalist als capitalist und
gehn aus der Natur der kapitalistischen Produktion selbst hervor,
nicht aus der subjektiven Auffassung von Käufer und Verkäufer. In
deren Köpfen existieren sie vielmehr als sich von selbst verste-
hende "ewige Wahrheiten".
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1*) das "Bewußtsein" - 2*) Marktpreis - 3*) "das Bewußtsein" der
auf dem Markte Handelnden beeinflussen - 4*) Umstände
#164# Zwanzigstes Kapitel
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B[ailey], wie seine Vorgänger, catches at 1*) Ric[ardo]s Ver-
wechslung von values und cost-prices, in order to prove that va-
lue is not determined by labour, because cost-prices are deviati-
ons from values 2*). Dies ganz richtig gegen R[icardo]s Identifi-
kation, nicht gegen die Sache selbst.
B[ailey] zitiert dazu erstens das von R[icardo] selbst Angeführte
über den change in the relative values of ¦¦837¦ commodities, in
consequence of a rise in the value of labour 3*). Er zitiert fer-
ner die "Wirkung der Zeit" (Unterschied in der Produktionszeit,
ohne Verlängerung der Arbeitszeit), derselbe case, der schon dem
Mill Skrupel gemacht 4*). Den wahren a l l g e m e i n e n Wi-
derspruch - the very existence of a n a v e r a g e r a t e
of profit, despite the different composition of capital, its dif-
ferent times of circulation 5*) etc. - findet er nicht. Er wie-
derholt nur die einzelnen Formen, in denen der Widerspruch er-
scheint, auf die Ric[ardo] selbst und seine Nachfolger schon auf-
merksam geworden. Hier also bloßer Nachbeter: führt die Kritik
keinen Schritt weiter.
Er hebt ferner hervor: Die Produktionskosten seien die Hauptcause
of "value", also das Hauptelement des Werts. Er hebt jedoch rich-
tig hervor, wie schon frühere nach Ric[ardo] [aufgetretene Auto-
ren], daß der Begriff der P r o d u k t i o n s k o s t e n
selbst verschieden. Er selbst erklärt sich in letzter Instanz mit
Torrens dahin, daß die Werte durch das vorgeschoßne Kapital be-
stimmt, was richtig für die cost-prices, aber sinnlos ist, wenn
dies nicht aus dem Wert selbst entwickelt, also der W e r t
d e r W a r e aus einem weiterentwickelten Verhältnis, dem
W e r t d e s K a p i t a l s, statt umgekehrt, abgeleitet
werden soll.
Sein letzter Einwurf der: Die Warenwerte können nicht durch Ar-
beitszeit gemessen werden, wenn die Arbeitszeit in einem trade
nicht gleich der Arbeitszeit in den andren, so daß dieselbe Ware,
in der sich z.B. 12 Stunden eines Ingenieurs verkörpern, doppel-
ten Wert als die Ware, worin sich 12 Stunden eines field labou-
rers 6*) verkörpern. Dies kömmt darauf hinaus: Ein einfacher Ar-
beitstag z.B. nicht Maß des Werts, wenn es andre Arbeitstage
gibt, die sich als composite days to the days of simple labour
7*) verhalten. R[icardo] hat nachgewiesen, daß dies fact nicht
verhindert, die Waren an der Arbeitszeit zu messen, wenn das Ver-
hältnis zwischen simple
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1*) hängen sich an - 2*) Werten und Kostenpreisen, um zu bewei-
sen, daß der Wert nicht durch Arbeit bestimmt wird, weil die Ko-
stenpreise von den Werten abweichen - 3*) Wechsel in den relati-
ven Werten der Waren infolge eines Steigens in dem Wert der Ar-
beit - 4*) siehe vorl. Band, S. 81-83 - 5*) die Existenz einer
D u r c h s c h n i t t s r a t e des Profits selbst, trotz der
unterschiedlichen Komposition des Kapitals, seiner unterschiedli-
chen Umschlagszeiten - 6*) Landarbeiters - 7*) Tage komplizierter
Arbeit zu den Tagen einfacher Arbeit
#165# Auflösung der Ricardoschen Schule
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und composite labour 1*) gegeben. [40] Er hat allerdings unter-
lassen, darzu" stellen, wie dies Verhältnis sich entwickelt und
bestimmt wird. Dies gehört in die Darstellung vom A r b e i t s-
l o h n und, in letzter Instanz, reduziert sich auf den v e r-
s c h i e d n e n W e r t d e r A r b e i t s v e r m ö g e n
s e l b s t, d.h. ihre verschiednen Produktionskosten (durch
Arbeitszeit bestimmt).
Die Sätze, worin B[ailey] das oben Zusammengestellte ausspricht,
sind folgende:
"Es wird in der Tat nicht bestritten, daß die Produktionskosten
der wichtigste Umstand sind, der die Mengen bestimmt, in denen
Artikel dieser Klasse" (wo kein monopoly und möglicher increase
bei increase of industry 2*)) ausgetauscht werden; aber unsere
besten Ökonomen stimmen nicht genau darin überein, was unter Pro-
duktionskosten zu verstehen sei; einige meinen, die
A r b e i t s m e n g e, die in der Produktion eines Artikels
verausgabt werde, bilde seine Kosten; andere, daß das
d a r a u f v e r w a n d t e K a p i t a l diese Bezeichnung
verdiene." (l.c.p. 200.)
"Was der Arbeiter ohne Kapital produziert, kostet ihn seine Ar-
beit; was der Kapitalist produziert, kostet ihn sein Kapital."
(p. 201.)
(Dies der Grund, der den Torrens bestimmt. Dem capitalist kostet
die Arbeit nichts, die er anwendet, sondern nur das Kapital, das
er in Arbeitslohn auslegt.)
"Der Wert der Masse der Waren wird bestimmt durch das auf sie
verwendete Kapital." (p. 206.)
Gegen die Bestimmung des Werts der Waren bloß durch die quantity
of labour contained in them 3*):
"Dies kann nun nicht richtig sein, wenn wir einige Beispiele fol-
gender Natur finden: 1. Fälle, in denen zwei Waren durch eine
gleiche Menge Arbeit produziert und doch für verschiedene Mengen
Geld verkauft wurden. 2. Fälle, in denen zwei Waren, die früher
gleich im Werte waren, ungleich im Werte wurden, ohne daß sich
die für jede aufgewandte Menge Arbeit irgendwie veränderte." (p.
209.)
"Es ist keine ausreichende Antwort (gegen 1. case), "wenn man mit
Herrn Ricardo sagt, daß 'die Schätzung, in der die verschiedenen
Qualitäten von Arbeit stehen, auf dem Markte sehr bald mit einer
für alle praktischen Zwecke genügenden Genauigkeit bestimmt
wird'; oder mit Herrn Mill, daß bei 'der Schätzung gleicher Men-
gen Arbeit natürlich die verschiedenen Grade von Beschwerlichkeit
und Geschicklichkeit berücksichtigt werden'. Beispiele dieser Art
zerstören vollständig die Allgemeingültigkeit der Regel." (p.
210.)
"Es gibt nur zwei mögliche Methoden, eine Menge Arbeit mit einer
anderen zu vergleichen; die eine besteht darin, sie n a c h
d e r v e r a u s g a b t e n Z e i t zu vergleichen, die
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1*) einfacher und komplizierter Arbeit - 2*) Zuwachs bei Ausdeh-
nung der Produktion - 3*) in ihnen enthaltne Arbeitsmenge
#166# Zwanzigstes Kapitel
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andere nach dem p r o d u z i e r t e n R e s u l t a t
(letztres bei task-work 1*)). "Die erstere ist auf alle Arten Ar-
beit anwendbar; die letztere kann nur in Anwendung kommen, wenn
man Arbeit vergleicht, die auf gleichartige Artikel angewandt
wird. Wenn daher bei der Schätzung zweier verschiedener Arten Ar-
beit die Zeit nicht das Verhältnis zwischen den ¦¦839¦ [41] Ar-
beitsmengen bestimmt, muß es unbestimmt und unbestimmbar bleiben.
(p. 215.)
In bezug auf 2: "Nehmen wir zwei Waren irgendwelcher Art von
gleichem Werte, A und B; die eine wurde mit fixem Kapital produ-
ziert, die andere durch Arbeit ohne Anwendung von Maschinen, und
setzen wir voraus, daß ohne irgendeine Veränderung im fixen Kapi-
tal oder der Menge Arbeit ein Steigen im Werte der Arbeit ein-
träte. Nach Herrn R[icardo]s eigener Auseinandersetzung würde so-
fort das Verhältnis zwischen A und B geändert, das heißt, sie
würden ungleich im Werte werden." (p. 215, 216.)
Zu diesen Fällen können wir die W i r k u n g der Zeit auf den
Wert hinzufügen. Wenn eine Ware mehr Zeit für ihre Produktion er-
fordert als eine andere, so wird ihr Wert ein größerer sein, auch
wenn sie nicht mehr Kapital und Arbeit erheischt. Herr Ricardo
gibt den Einfluß dieser Ursache zu. Herr Mill dagegen bestreitet
ihn usw." (l.c.[p. 217.])
Schließlich bemerkt B[ailey] noch, und dies ist das einzig Neue,
was er in dieser line 2*) beibringt:
"Die 3 Sorten Waren" {dies wieder von dem Mann der "verbal obser-
vations, ich meine die 3 Sorten} (nämlich wo absolutes Monopol
oder beschränktes wie bei Korn, oder völlige Konkurrenz) "nicht
absolut zu trennen. Sie werden nicht bloß unter schiedslos gegen-
einander ausgetauscht, sondern auch i n d e r P r o d u k-
t i o n miteinander v e r m i s c h t. Eine Ware kann daher
einen Teil ihres Wertes dem Monopol schulden und einen Teil jenen
Ursachen, die den Wert nicht monopolisierter Produkte bestimmen.
Ein Artikel kann z.B. unter freiester Konkurrenz produziert sein
aus Rohmaterial, das sein Besitzer dank einem völligen Monopol um
das 6fache seiner wirklichen Kosten zu verkaufen vermag. (p.
223.) "In diesem Falle ist es klar, daß man wohl mit Recht sagen
kann, der Wert des Artikels werde bestimmt durch die für ihn vom
Fabrikanten verausgabte Menge Kapital, daß aber keine Unter-
suchung es ermöglichte, den Wert des Kapitals in Arbeitsmenge
aufzulösen. (p. 223, 224.)
Diese Bemerkung richtig. Monopol geht uns jedoch hier nichts an,
wo wir nur mit zweierlei zu tun haben, W e r t oder K o s t-
p r e i s. Es ist klar, daß die Verwandlung der Werte in
Kostpreise doppelt wirkt. Erstens: der Profit, der auf das vorge-
schoßne Kapital geschlagen wird, mag über oder unter dem
M e h r w e r t stehn, der in der Ware selbst enthalten ist,
d.h. mehr oder weniger u n b e z a h l t e Arbeit darstellen,
als in ihr selbst enthalten ist. Dies gilt von variablen Teil des
Kapitals und seiner Reproduktion in der Ware.
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1*) Stück-(Akkord-)arbeit - 2*) Richtung
#167# Auflösung der Ricardoschen Schule
-----
Aber hiervon abgesehn, kann ebenso der Kostpreis des konstanten
Kapitals - oder der Waren, die als Rohmaterial, matières instru-
mentales 1*) und Arbeitsinstrumente, Arbeitsbedingungen in den
Wert der neuproduzierten Ware eingehn - über oder unter ihrem
Wert stehn. Es geht so ein vom Wert variierender Preisteil in sie
ein, der unabhängig ist von dem Quantum neuzugesetzter Arbeit
oder der Arbeit, wodurch diese Produktionsbedingungen von gegeb-
nen Kostpreisen in ein neues Produkt verwandelt werden. Es ist
überhaupt klar, daß, was von der Differenz zwischen Kostpreis und
Wert der W a r e als solcher gilt - als Resultat des Produkti-
onsprozesses, ebenso von der W a r e gilt, soweit sie als In-
gredienz, in der Form von konstantem Kapital, als Voraussetzung
in den Produktionsprozeß eingeht. Das variable Kapital, welches
immer seine Differenz von Wert und Kostpreis, wird ersetzt durch
bestimmtes Quantum Arbeit, das einen Wertbestandteil der neuen
Ware bildet, ob in ihrem Preis dieser Wert gleich, über oder un-
ter ausgedrückt wurde. Dagegen die Differenz des Kostpreises vom
Wert wird als schon vorausgesetztes Element in den Wert der neuen
Ware übertragen, insofern es, unabhängig von ihrem eignen Produk-
tionsprozeß, in ihren Preis eingeht.
Die Differenz zwischen Kostpreis und Wert der Ware wird so zwei-
fach herbeigeführt; durch die Differenz zwischen Kostpreis und
Wert der Waren, die Voraussetzungen des Produktionsprozesses der
neuen Ware bilden; durch die Differenz des Mehrwerts, der wirk-
lich zugesetzt ist den Produktionsbedingungen, und des Profits,
der berechnet wird [auf das vorgeschossene Kapital]. Jede Ware
jedoch, die als capital constant in eine Ware eingeht, kommt
selbst als Resultat, Produkt, aus einem andren Produktionsprozeß
heraus. Und so erscheint die Ware wechselseitig als Voraussetzung
für die Produktion andrer Waren und als Resultat eines Prozesses,
worin das Dasein andrer Waren als Voraussetzung für ihre eigne
Produktion da ist. In der Agrikultur (Viehzucht) erscheint die-
selbe Ware das eine Mal als Produkt und das andere Mal als Pro-
duktionsbedingung.
Diese bedeutende Variation der Kostpreise von den Werten - die
die kapitalistische Produktion bedingt - ändert nichts, daß die
Kostpreise nach wie vor durch die Werte bestimmt werden.
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1*) Hilfsstoffe
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