Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil

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       #105# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       3. Streitschriften
       
       ¦¦806¦ Die  Zeit zwischen  1820 und 1830 ist die metaphysisch be-
       deutendste Periode  in der Geschichte der englischen Nationalöko-
       nomie. Theoretisches  Lanzenbrechen für  und  wider  die  Ric[ar-
       do]sche Theorie,  Reihe anonymer Streitschriften; die wichtigsten
       hier angeführt und namentlich nur
       
       #106# Zwanzigstes Kapitel
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       über die Punkte, die in unser Thema gehören. Es ist aber zugleich
       das Charakteristische jener Streitschriften, daß sie sich alle in
       der Tat bloß um die Bestimmung des Wertbegriffs und sein Verhält-
       nis zum Kapital drehen.
       
       a) ["Observations  on certain verbal disputes..." Skeptizismus in
       der politischen Ökonomie]
       
       
       "Observations on  certain verbal  disputes in  Political Economy,
       particularly relating  to value and to demand and supply", London
       1821.
       Nicht ohne  gewisse Schärfe. Der Titel charakteristisch - "Verbal
       Disputes" 1*).
       Zum Teil gegen Smith, Malthus, aber auch Ricardo.
       Der eigentliche sense 2*) dieser Schrift, daß die
       "Diskussionen... ausschließlich  davon herrühren,  daß Worte  von
       verschiedenen Personen  in verschiedenem  Sinn gebraucht  werden,
       daß die Disputierenden wie die Ritter in der Erzählung den Schild
       von verschiedenen Seiten betrachten" (p. 59, 60).
       Ein derartiger  Skeptizismus ist  immer der Ankündiger der Auflö-
       sung einer Theorie, der Vorläufer eines gedanken- und gewissenlo-
       sen, auf den Hausbedarf eingerichteten Eklektizismus.
       Mit Bezug auf R[icardo]s Werttheorie zunächst:
       
       "Es besteht  eine offenbare Schwierigkeit, sich vorzustellen, daß
       A r b e i t   das ist,  was wir im Sinne haben, wenn wir vom Wert
       oder vom wirklichen Preis im Gegensatz zum nominellen Preis spre-
       chen; denn  oft wünschen  wir vom   W e r t   o d e r   P r e i s
       d e r   A r b e i t   s e l b s t   z u  s p r e c h e n.  Wo wir
       unter Arbeit  als dem  wirklichen Preis  eines Dinges  die Arbeit
       verstehen, die  das Ding  p r o d u z i e r t,  kommt eine andere
       Schwierigkeit hinzu;  denn oft  wünschen wir  von  d e m  W e r t
       o d e r  P r e i s  d e s  B o d e n s  zu sprechen, aber der Bo-
       den ist nicht durch Arbeit produziert. Diese Definition kann also
       nur auf  W a r e n  Anwendung finden." (l.c.p. 8.)
       
       Mit Bezug auf die Arbeit der Einwand gegen R[icardo] soweit rich-
       tig, als  er Kapital  unmittelbar Arbeit kaufen läßt, also unmit-
       telbar von  value of labour spricht, während es das Arbeitsvermö-
       gen, selbst  ein Produkt, ist, dessen temporärer Gebrauch gekauft
       und verkauft  wird. Statt  das Problem zu lösen, hier nur betont,
       daß ein Problem ungelöst ist.
       Ganz so  richtig, daß  "the value  or price of land" 3*), welcher
       nicht das  Produkt der Arbeit, unmittelbar dem Wertbegriff zu wi-
       dersprechen scheint  und sich  nicht unmittelbar aus ihm ableiten
       läßt. Diese Phrase [ist um] so unbedeutender gegen R[icardo], als
       der Verfasser dessen Renttheorie nicht
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       1*) "Streitigkeiten um  Worte" -  2*) Sinn -  3*) "der Wert  oder
       Preis des Bodens"
       
       #107# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       angreift, worin  dieser eben entwickelt, wie sich der Nominalwert
       des Bodens  auf Grundlage  der kapitalistischen Produktion bildet
       und der  Wertbestimmung nicht  widerspricht. Der  Wert des Bodens
       ist nichts als der Preis, der gezahlt wird für die kapitalisierte
       Grundrente. Es  sind hier  also viel  weitergehende Entwicklungen
       [zu] unterstellen,  als sich  aus der  einfachen Betrachtung  der
       Ware und ihres Werts prima facie 1*) ergeben können; ganz wie das
       fiktive Kapital,  worin das Börsenspiel handelt, [das] in der Tat
       nichts [ist]  als das  Verkaufen und  Kaufen gewisser  Titel  auf
       Teile der jährlichen Steuern, nicht aus dem einfachen Begriff des
       produktiven Kapitals zu entwickeln ist.
       Der  zweite   Einwurf,  daß   Ricardo   den   Wert,   der   etwas
       R e l a t i v e s   ist, in etwas  A b s o l u t e s  verwandelt,
       ist in  einer andren, später erschienenen Streitschrift (von Bai-
       ley) zum  Punkt des Angriffs gegen das ganze Ric[ardo]sche System
       gemacht worden.  Wir werden  bei Erwähnung  der letztren  Schrift
       auch das in den "Observations" darauf Bezügliche beibringen.
       In einer  beiläufigen Bemerkung findet sich, aber ohne Bewußtsein
       auf Seite  des Verfassers  (er will  vielmehr dadurch nachweisen,
       was in dem nicht unterstrichnen Nachsatz steht, daß die supply of
       labour 2*)  selbst check  3*) gegen die Tendenz of labour to sink
       to its  natural price  4*)), ein treffendes Wort über die Quelle,
       woraus das Kapital, das die Arbeit zahlt, entspringt.
       
       "<E i n e   g e w a c h s e n e   Z u f u h r  d e r  A r b e i t
       i s t   e i n e   g e w a c h s e n e   Z u f u h r  d e s s e n,
       w a s   b e s t i m m t   i s t,  A r b e i t  z u  k a u f e n.>
       Wenn wir  also mit  Herrn Ricardo  sagen, daß  Arbeit  stets  die
       T e n d e n z   hat, sich  dem anzugleichen, was er als ihren na-
       türlichen Preis  bezeichnet, müssen wir uns nur erinnern, daß die
       Zunahme, die  in ihrer  Zufuhr erfolgte,  um diese  T e n d e n z
       zu bewirken, selbst eine Ursache der entgegenwirkenden Kraft ist,
       die die  Tendenz hindert,  w i r k s a m  zu werden." (l.c.p. 72,
       73.)
       
       Wird nicht vom average price of labour 5*), i.e. der value of la-
       bour 6*)  ausgegangen, so keine Entwicklung möglich; ebensowenig,
       wenn nicht  von der  v a l u e  of commodities 7*) überhaupt aus-
       gegangen wird.  Erst dann  [sind] die  wirklichen  Phänomene  der
       Preisschwankungen zu begreifen.
       
       ¦¦807¦ "Es  bedeutet nicht,  er" (Ricardo)  "habe behauptet,  daß
       sich zwei  einzelne Posten  von zwei  verschiedenen Artikeln, wie
       ein Hut  und ein  Paar Schuhe,  gegeneinander  austauschen,  wenn
       j e n e   z w e i   e i n z e l n e n   P o s t e n  mit gleichen
       Arbeitsmengen hergestellt  wurden. Unter   'W a r e'   müssen wir
       hier die   'W a r e n g a t t u n g'  verstehen, nicht einen ein-
       zelnen Hut  für sich,  ein einzelnes Paar Schuhe usw. Die gesamte
       Arbeit, die  alle Hüte  in England herstellt, muß zu diesem Zweck
       als auf alle Hüte verteilt
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       1*) auf den  ersten Blick - 2*) Zufuhr der Arbeit - 3*) Hemmnis -
       4*) der Arbeit,  auf  ihren  natürlichen  Preis  herabzusinken  -
       5*) Durchschnittspreis der  Arbeit -  6*) des Werts  der Arbeit -
       7*) dem Wert der Waren
       
       #108# Zwanzigstes Kapitel
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       betrachtet werden. Das, scheint mir, ist zuerst und in den allge-
       meinen  Darlegungen   dieser  Lehre  nicht  ausgedrückt  worden."
       (l.c.p. 53, 54.) "Z.B. Ricardo spricht von 'einem Teil der Arbeit
       des Maschinen  bauenden Arbeiters',  enthalten z.B. in einem Paar
       Strümpfe. Jedoch  die 'ganze  Arbeit', die  jedes  einzelne  Paar
       Strümpfe hergestellt hat, wenn es ein einzelnes Paar ist, von dem
       wir sprechen, schließt die  g a n z e  Arbeit des Maschinenbauers
       ein, und  nicht nur  'einen Teil';  denn eine Maschine macht zwar
       viele Paare,  aber keines  dieser Paare  hätte unter Verzicht auf
       irgendeinen Teil  der Maschine angefertigt werden können. (l.c.p.
       54.)
       
       Der letztre  Passus beruht auf Mißverständnis. Die ganze Maschine
       geht in  den Arbeitsprozeß,  nur ein  Teil derselben  geht in den
       Verwertungsprozeß ein.
       Sonst etwas Richtiges in der Bemerkung.
       Wir gehn  von der   W a r e   -  von dieser  spezifischen gesell-
       schaftlichen Form  des Produkts - als Grundlage und Voraussetzung
       der kapitalistischen Produktion aus. Wir nehmen einzelne Produkte
       in die  Hand und  analysieren die Formbestimmtheiten, die sie als
       Ware enthalten,  die sie  zur Ware stempeln. Vor der kapitalisti-
       schen Produktion  - in frühren Produktionsweisen tritt ein großer
       Teil des  Produkts nicht in Zirkulation, wird nicht auf den Markt
       geworfen, nicht  als Ware produziert, nicht zur Ware. Andrerseits
       ist dann ein großer Teil der Produkte, die in die Produktion ein-
       gehn, nicht  Ware und  geht nicht als Ware in den Prozeß ein. Die
       Verwandlung der Produkte in Waren findet nur an einzelnen Punkten
       statt, erstreckt  sich nur  auf den Überschuß der Produktion etc.
       oder nur auf einzelne Sphären derselben (Manufakturprodukte) etc.
       Die Produkte gehn weder dem ganzen Umfang nach als Handelsartikel
       in den  Prozeß ein,  noch kommen sie ihrer ganzen Breite nach als
       solche aus  ihm heraus.  Dennoch ist die Entwicklung des Produkts
       zur Ware,  Warenzirkulation und daher Geldzirkulation in bestimm-
       ten Grenzen,  daher ein  bis zu gewissem Grad entwickelter Handel
       Voraussetzung, Ausgangspunkt der Kapitalbildung und der kapitali-
       stischen Produktion.  Als solche  Voraussetzung behandeln wir die
       Ware, indem wir von ihr als dem einfachsten Element der kapitali-
       stischen Produktion  ausgehn. Andrerseits  aber ist  das Produkt,
       das Resultat  der kapitalistischen  Produktion, Ware. Was als ihr
       Element erscheint, stellt sich später als ihr eignes Produkt dar.
       Erst auf  ihrer Basis  wird es allgemeine Form des Produkts, Ware
       zu sein,  und je  mehr sie  sich entwickelt, desto mehr gehn auch
       die Produkte  in der  Gestalt der Ware als Ingredienzien in ihren
       Prozeß ein. Die Ware, wie sie aus der kapitalistischen Produktion
       herauskömmt, ist  verschieden von  der Ware, wie von ihr als Ele-
       ment der  kapitalistischen Produktion ausgegangen wird. Wir haben
       nicht mehr die einzelne Ware, das
       
       #109# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       einzelne Produkt vor uns. Die einzelne Ware, das einzelne Produkt
       erscheint nicht nur reell als Produkt, sondern auch als Ware, als
       nicht nur reeller, sondern auch ideeller  T e i l  der Gesamtpro-
       duktion. Jede einzelne Ware [erscheint] als Träger eines bestimm-
       ten Teils des Kapitals und des von ihm geschaffnen Mehrwerts.
       Der Wert des vorgeschoßnen Kapitals + der angeeigneten Surplusar-
       beit, also z.B. der Wert von 120 l. (wenn 100 für das Kapital und
       die Surplusarbeit  = 20  l.) ist  dem Wert nach in dem Gesamtpro-
       dukt, z.B. 1200 Ellen Kattun enthalten. Jede Elle = 120/1200 l. =
       1/10 l.  = 2  sh. Nicht  die einzelne Ware erscheint als Resultat
       des Prozesses, sondern die Masse Waren, in denen der Wert des Ge-
       samtkapitals +  einem Mehrwert  sich reproduziert hat. Der produ-
       zierte Gesamtwert,  dividiert durch  die Anzahl der Produkte, be-
       stimmt den  Wert des einzelnen Produkts, und nur als solcher ali-
       quoter Teil  wird es Ware. Es ist nicht mehr die auf die einzelne
       peculiar 1*) Ware verwandte Arbeit, die in den meisten Fällen gar
       nicht mehr zu berechnen wäre, und die bei einer Ware mehr als bei
       der andren  sein mag,  sondern die Gesamtarbeit, von der ein ali-
       quoter Teil,  der Durchschnitt  des Gesamtwerts  durch die Anzahl
       der Produkte  [dividiert], den  Wert des  einzelnen Produkts  be-
       stimmt und  es als  Ware konstituiert.  Es muß daher auch die Ge-
       samtmasse der  Waren, jede  zu ihrem  so bestimmten Wert verkauft
       werden, damit  sich das  Gesamtkapital mit  Surpluswert  ersetze.
       Würden von  den 1200  Ellen nur 800 verkauft, so wäre das Kapital
       nicht ersetzt,  noch weniger Profit [gemacht]. Aber die Elle wäre
       a u c h   unter ihrem  Wert verkauft, denn ihr Wert ist bestimmt,
       nicht isoliert, sondern als aliquoter Teil des Gesamtprodukts.
       
       ¦¦808¦ "Wenn  ihr Arbeit  eine Ware  nennt, so ist sie doch nicht
       einer Ware  gleich, die  zuerst zum Zweck des Tausches produziert
       und dann  auf den  Markt gebracht wird, wo sie mit anderen Waren,
       die grade auf dem Marke sind, in entsprechendem Verhältnis ausge-
       tauscht wird;  Arbeit wird  in dem  Augenblick geschaffen, in dem
       sie auf  den Markt  gebracht wird,  ja sie wird auf den Markt ge-
       bracht, bevor sie geschaffen ist." (l.c.p. 75, 76.)
       Was auf den Markt gebracht wird, ist in der Tat nicht labour 2*),
       sondern der  labourer 3*),  Was er dem Kapitalisten verkauft, ist
       nicht seine  Arbeit, sondern  der temporary  use of  himself as a
       working power  4*). In  dem Kontrakt, den Kapitalist und Arbeiter
       schließen, dem  Kauf und  Verkauf, den sie kontrahieren, dies der
       unmittelbare Gegenstand.
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       1*) besondere -  2*) Arbeit -  3*) Arbeiter - 4*) zeitweilige Ge-
       brauch seiner selbst als Arbeitskraft
       
       #110# Zwanzigstes Kapitel
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       Wo nach  Stückwerk bezahlt  wird, task-work, statt nach der Zeit,
       worin das Arbeitsvermögen zur Disposition gestellt wird, ist dies
       bloß eine  andre Manier, diese Zeit zu bestimmen. Sie wird gemes-
       sen am Produkt, indem ein bestimmtes Quantum Produkt als Darstel-
       lung der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit gilt. In vielen
       Londoner Industriezweigen,  wo taskwork  herrscht, wird  so  nach
       Stunden bezahlt,  aber es  entstehn oft  Streitigkeiten, ob  dies
       oder jenes Stück Arbeit "Stunde" darstellt oder nicht.
       Abgesehn von  den einzelnen  Formen, so  wird nicht  nur in  task
       work, sondern  generally 1*),  obgleich das  Arbeitsvermögen ver-
       kauft  wird   zu  bestimmten   terms  2*)  vor  seinem  use  3*),
       b e z a h l t   nach vollbrachter Arbeit, ob täglich, wöchentlich
       etc. Das  Geld wird hier zum  Z a h l u n g s m i t t e l,  nach-
       dem es  vorher ideell  als Kaufmittel gedient hat, weil das nomi-
       nelle Übergehn  der Ware  an den  Käufer 4*) von dem reellen ver-
       schieden ist.  Der Verkauf der Ware - des Arbeitsvermögens -, das
       juristische Überlassen  des Gebrauchswerts  und  seine  wirkliche
       Entäußerung fallen  hier der Zeit nach auseinander. Die Realisie-
       rung des  Preises findet  daher später  statt als der Verkauf der
       Ware (sieh  p. 122,  [den]   e r s t e n  T e i l  meiner Schrift
       [30]). Es  zeigt sich  hier auch,  daß nicht  der Kapitalist vor-
       schießt, sondern der Arbeiter; so wie beim Vermieten eines Hauses
       nicht der  Mieter, sondern  der Vermieter  den Gebrauchswert vor-
       schießt. Der  Arbeiter wird  zwar (oder kann wenigstens, wenn die
       Ware nicht  vorher bestellt  ist usw.)  bezahlt werden, bevor die
       von ihm  kreierte Ware  verkauft ist.  Aber seine  Ware, sein Ar-
       beitsvermögen, ist, industriell konsumiert, in die Hände des Käu-
       fers, des  Kapitalisten übergegangen, bevor er, der Arbeiter, be-
       zahlt ist.  Und es handelt sich nicht darum, was der Käufer einer
       Ware mit  ihr anfangen  will, ob  er sie  kauft, um  sie als  Ge-
       brauchswert zu  halten oder  wieder zu verkaufen. Es handelt sich
       um die  d i r e k t e  Transaktion zwischen dem ersten Käufer und
       Verkäufer.
       
       "In verschiedenen  Stadien der  Gesellschaft ist die Akkumulation
       des   K a p i t a l s    oder  der    M i t t e l,    A r b e i t
       a n z u w e n d e n   5*), mehr oder weniger rasch und muß in al-
       len Fällen von den Produktivkräften der Arbeit abhängen. Die Pro-
       duktivkräfte der  Arbeit sind im allgemeinen am größten, wo Über-
       fluß von  fruchtbarem Boden existiert." (Ric[ardo, "Principles of
       political economy..."], 3rd edit., 1821, p. 92.)
       
       Zu diesem Satz R[icardo]s wird bemerkt:
       
       "Bedeuten in  diesem  ersten  Satz    d i e    P r o d u k t i v-
       k r ä f t e   d e r  A r b e i t  d i e  K l e i n h e i t  d e s
       a l i q u o t e n   T e i l s  j e d e s  P r o d u k t s,  d e r
       d e n e n   z u f ä l l t,   d e r e n   H a n d a r b e i t  e s
       p r o d u z i e r t,  so ist
       -----
       1*) allgemein - 2*) Bedingungen - 3*) Gebrauch - 4*) in der Hand-
       schrift: Verkäufer  - 5*) in der Handschrift sind die hier kursiv
       und gesperrt  gegebenen Worte  mit Tinte und Bleistift unterstri-
       chen
       
       #111# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       der Satz  tautologisch,  weil  der    ü b r i g b l e i b e n d e
       a l i q u o t e   T e i l  d e r  F o n d s  i s t,  w o r a u s,
       w e n n   e s  s e i n e m  E i g n e r  b e l i e b t,  K a p i-
       t a l  akkumuliert werden kann.
       (Dies wird  also als selbstverständlich zugegeben, daß vom Stand-
       punkt des  Kapitalisten   "p r o d u c t i v e   p o w e r s  o f
       l a b o u r   mean the smallness of that aliquot part of any pro-
       duce tkat  goes to  those whose  manual labour  produced it" 1*).
       Dieser Satz ist sehr schön.)
       
       "Aber dies ist meistens nicht der Fall, wo das Land am fruchtbar-
       sten ist." ["Observations on certain verbal disputes in political
       economy...", p. 74.]
       
       (Dies silly  2*). Ric[ardo]  unterstellt die kapitalistische Pro-
       duktion. Er untersucht nicht, ob sie sich leichter mit fertile or
       relatively unfertile  land 3*) entwickelt. Wo sie ist, ist sie am
       produktivsten, wo  der Boden  am fruchtbarsten.)  Wie die gesell-
       schaftlichen, so  erscheinen die  natürlichen Produktivkräfte der
       Arbeit, d.h.,  die sie  in der unorganischen Natur vorfindet, als
       productive power  des Kapitals.  (Ric[ardo] selbst  in dem obigen
       Satz identifiziert,  was richtig,  productive power of labour mit
       labour productive  of capital, productive of the wealth that com-
       mands labour,  not of  the wealth  that belongs  to  labour  4*).
       S e i n   A u s d r u c k  "C a p i t a l,  o r  t h e  m e a n s
       o f  e m p l o g i n g  l a b o u r"  5*) ist in der Tat der ein-
       zige, worin  er die  wirkliche Natur  des  Kapitals  auflaßt.  Er
       selbst befindet sich so sehr befangen vom ¦¦809¦ kapitalistischen
       Standpunkt, daß  sich ihm  diese Verkehrung,  dies Quidproquo von
       selbst versteht.  Die objektiven  Bedingungen der  Arbeit - zudem
       von ihr  selbst geschaffen  -, raw  materials and working instru-
       ments are  not  m e a n s  e m p l o y e d  b y  l a b o u r  a s
       i t s   m e a n s,   but,  on  the  contrary,  they  are    t h e
       m e a n s   o f   e m p l o g i n g  l a b o u r  6*). Sie werden
       nicht angewandt von der Arbeit; sie wenden die Arbeit an. Die Ar-
       beit ist  ein means  für diese Dinge, sich als Kapital zu akkumu-
       lieren, nicht  Mittel, dem  Arbeiter Produkte, wealth 7*) zu ver-
       schaffen.)
       
       "Es ist der Fall in Nordamerika, aber das ist ein künstlicher Zu-
       stand der Dinge"
       
       (d. h. a capitalistic state of things 8*)).
       
       "Es ist  nicht der  Fall in  Mexiko. Es  ist nicht  der  Fall  in
       Neuholland. Die  Produktivkräfte der Arbeit sind in einem anderen
       Sinne tatsächlich größer dort, wo viel fruchtbares
       -----
       1*) "Produktivkräfte der Arbeit die Kleinheit des aliquoten Teils
       jedes Produkts  bedeuten, der  denen zufällt, deren Handarbeit es
       produziert" - 2*) albern - 3*) fruchtbarem oder relativ unfrucht-
       barem Land  - 3*) Arbeit,  die Kapital produziert, jenen Reichtum
       produziert, der Arbeit kommandiert, nicht jenen Reichtum, der der
       Arbeit gehört  5*) "Kapital, oder  die Mittel, Arbeit anzuwenden"
       6*) Rohmaterial und Arbeitsinstrumente sind nicht die Mittel, die
       die Arbeit  als ihre  Mittel anwendet,  sondern im Gegenteil, sie
       sind die Mittel, Arbeit anzuwenden - 7*) Reichtum - 8*) ein kapi-
       talistischer Zustand der Dinge
       
       #112# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Land ist,  nämlich [verstanden  als] das  Vermögen des  Menschen,
       wenn er  es wünscht, viel  R o h p r o d u k t  im Verhältnis zur
       gesamten Arbeit, die er verrichtet, zu gewinnen.  E s  i s t  i n
       d e r   T a t   e i n e  G a b e  d e r  N a t u r,  d a ß  d i e
       M e n s c h e n  m e h r  N a h r u n g s m i t t e l  g e w i n-
       n e n   k ö n n e n   a l s  j e n e  k l e i n s t e  M e n g e,
       m i t   d e r   s i e  d i e  e x i s t i e r e n d e  B e v ö l-
       k e r u n g   e r n ä h r e n   u n d   e r h a l t e n  k ö n n-
       t e n."
       
       (Dies die  Grundlage der   p h y s i o k r a t i s c h e n   Dok-
       trin. Die  physische Grundlage  der surplus value ist diese "gift
       of nature"  1*), die  in der  Agrikulturarbeit, die  ursprünglich
       fast alle Bedürfnisse befriedigt, am handgreiflichsten erscheint.
       In der  Manufakturarbeit nicht,  weil das  Produkt erst  als Ware
       verkauft werden muß. Die Physiokraten, die zuerst die surplus va-
       lue entwickeln, fassen sie in ihrer Naturalform);
       
       "aber das   'M e h r p r o d u k t'  (der Terminus wird von Herrn
       Ricardo benutzt, p. 93) bedeutet im allgemeinen den Überschuß des
       gesamten Preises  eines Dinges  über den Teil hinaus, der den Ar-
       beitern zufällt, die es herstellen"
       
       (der Esel  sieht nicht,  daß, wo  das Land fertile, also der part
       that goes to the labourer of the price of the produce buys a suf-
       ficient quantity  of necessaries,  although that  part be  small,
       that part that goes to the capitalist is greatest 2*));
       
       "eine Eigentümlichkeit, die bestimmt wird durch Übereinkommen der
       Menschen und  die  nicht  [durch  die  Natur]  festgesetzt  ist".
       (l.c.p. 74, 75.)
       
       Wenn der  letzte Schlußpassus irgendeinen Sinn haben soll, so ist
       es der,  daß "surplus  produce" im  kapitalistischen Sinn sehr zu
       unterscheiden ist  von der  Produktivität der  Industrie als sol-
       cher. Letztre interessiert den Kapitalisten bloß, soweit sie sich
       als Profit  für ihn realisiert. Darin liegt die Borniertheit, die
       Schranke der kapitalistischen Produktion.
       
       "Wenn die Nachfrage nach einem Artikel das überschreitet, was mit
       Beziehung auf  den gegebenen  Stand der Zufuhr die wirksame Nach-
       frage ist;  und wenn  daher der  Preis gestiegen ist, so kann die
       Höhe der  Zufuhr entweder vergrößert werden unter Aufwendung der-
       selben Rate  der Produktionskosten wie bis dahin; in diesem Falle
       wird das so lange geschehen, bis der Artikel mit anderen Artikeln
       in demselben Verhältnis ausgetauscht wird wie vorher; oder, zwei-
       tens, es  ist nicht möglich, die frühere Höhe der Zufuhr zu stei-
       gern, und  dann wird  der Preis,  der gestiegen ist, nicht wieder
       sinken, sondern  fortfahren, wie  Smith sagt,  eine größere Rente
       oder Profit, oder Arbeitslohn (oder alle drei) dem besonderen Bo-
       den, Kapital  oder Arbeit  abzuwerfen, die bei der Produktion des
       Artikels angewandt wurden; oder drittens, die Steigerung, die er-
       folgen kann, wird verhältnismäßig mehr Land oder Kapital oder Ar-
       beit oder alle drei
       -----
       1*) "Gabe der  Natur" -  2*) fruchtbar, auch der Teil des Preises
       des Produkts,  der dem  Arbeiter zufällt, eine ausreichende Menge
       von zum  Leben notwendigen  Dingen kauft,  mag dieser  Teil  auch
       klein, der Teil dagegen, der dem Kapitalisten zufällt, am größten
       sein
       
       #113# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       erheischen als  f ü r  d i e  p e r i o d i s c h e  P r o d u k-
       t i o n   (d i e s e s   W o r t  i s t  z u  m e r k e n!)  "der
       vorher zugeführten  Masse. Dann  wird die  Steigerung  nicht  er-
       folgen, bis die Nachfrage stark genug ist, 1), den erhöhten Preis
       für die Steigerung zu zahlen, 2), den erhöhten Preis für die alte
       Menge der  Zufuhr zu zahlen. Denn die Person, die die zusätzliche
       Menge produziert,  wird nicht  in höherem Grade fähig sein, einen
       hohen Preis  dafür zu  erhalten, als  jene, die die frühere Menge
       produzierten... In  diesem Gewerbe  wird es dann einen Mehrprofit
       geben... Der   M e h r p r o f i t   wird  entweder in  die Hände
       bloß von einigen besonderen Produzenten fallen ... oder, wenn das
       z u s ä t z l i c h e     Produkt  vom  Rest  nicht    u n t e r-
       s c h i e d e n  werden kann, werden am Surplus alle Anteil haben
       ... Die  Leute werden  einiges ausgeben,  um einem  Gewerbe anzu-
       gehören, in  dem ein solcher  M e h r p r o f i t  gemacht werden
       kann ... Was sie so ausgeben, ist  R e n t e."  (p. 79 sqq.)
       
       Hier nur  das zu  bemerken, daß in dieser Schrift zuerst Rent als
       die allgemeine Form von konsolidierten surplus profits aufgefaßt.
       
       ¦¦810¦ "'Verwandlung von Revenue in Kapital' ist eine andere die-
       ser aus Worten entspringenden Quellen der Polemik. Der eine meint
       damit, daß  der Kapitalist  einen Teil des mit seinem Kapital er-
       zielten Profits  dazu anlegt,  einen Zuwachs zu seinem Kapital zu
       erlangen, statt  es für seinen privaten Gebrauch zu benutzen, wie
       er es  ebenfalls hätte  tun können.  Ein anderer meint damit, daß
       jemand etwas  als Kapital  anlegt, was  er niemals als Profit aus
       seinem eigenen  Kapital erhielt,  sondern als Rente, Arbeitslohn,
       Besoldung bekam." (l.c.p. 83, 84.)
       
       Diese letztre  Phrase -  "another of these verbal sources of con-
       troversy. One  man means  by it... another man means by it" 1*) -
       zeigt die Manier dieses Klugscheißers.
       
       b) ["An  Inquiry into  those Principles..." Unverständnis der Wi-
       dersprüche der  kapitalistischen Produktion, die Krisen hervorru-
       fen]
       
       "An Inquiry  into those  Principles, respecting the Nature of De-
       mand and  the Necessitg  of Consumption,  lately advocated by Mr.
       Malthus etc.", London 1821.
       Ricardian. Gut  gegen Malthus.  Zeigt die unendliche Borniertheit
       der Kerls,  worin sich  ihre clairvoyance  2*) auflöst,  wenn sie
       statt des  landed property  3*) das  Kapital betrachten. Eine der
       besten Streitschriften, nevertheless 4*), im erwähnten Dezennium.
       
       "Wenn das in der Messerfabrikation angewandte Kapital von 100 auf
       101 vermehrt  wird und  nur in  demselben Verhältnis  mehr Messer
       produzieren kann,  so wird  für deren  Produzenten ihre Verfügung
       über andere  Dinge im allgemeinen  i n  e i n e n  g e r i n g e-
       r e n
       -----
       1*) "eine andere dieser aus Worten entspringenden Quellen der Po-
       lemik. Der eine meint damit... ein anderer meint damit" - 2*) ihr
       Scharfblick - 3*) Grundeigentums - 4*) dessen ungeachtet
       
       #114# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       V e r h ä l t n i s   steigen, wenn  wir annehmen, daß  d e r e n
       Produktion nicht  vermehrt wurde. Diese Verfügung aber, und nicht
       die Vermehrung  der Menge  von Messern, bildet den Profit des Un-
       ternehmers oder  die Vermehrung  seines Reichtums.  Aber wenn die
       gleiche Vermehrung  von 1%   g l e i c h z e i t i g   i n  d e n
       K a p i t a l i e n   a l l e r    a n d e r e n    G e w e r b e
       a u c h   s t a t t f a n d   und   m i t  d e m  g l e i c h e n
       E r g e b n i s   h i n s i c h t l i c h   d e s    P r o d u k-
       t e s,  so wäre das Ergebnis ein anderes, denn das Verhältnis, in
       dem sich  jeder  Artikel  mit  den  anderen  austauschte,  bliebe
       unverändert, und ein bestimmter Teil von jeder Warenart würde die
       Verfügung über  ebensoviel von  allen anderen  Waren gewähren wie
       vorher." (l.c.p. 9.)
       
       D'abord 1*),  wenn keine  Vermehrung der  Produktion (und des der
       Produktion gewidmeten Kapitals) außer in cutlery trade 2*) statt-
       gefunden, wie  unterstellt, so  wird das  return 3*)  nicht "in a
       less proportion"  4*) sein,  sondern an  absolute loss. There are
       then only three courses open to the cutlerymonger. Either he must
       exchange his  increased produce  as he  would have  done his less
       produce, and  so his increased production would result in a posi-
       tive loss.  Or he  must try  to get new consumers; if amongst the
       old circle, this could be only done by withdrawing customers from
       another trade and shift his loss upon other shoulders; or he must
       enlarge his  market beyond his former limits, but neither the one
       nor the other operation depends on his good will, nor on the mere
       existence of an increased quantity of knives. Or, in the last in-
       stance, he must carry over his production to another year and di-
       minish his  new supply  for that  year, which, if his addition of
       capital did exist not only in additional wages, but in additional
       fixed capital, will equally result in a loss.
       Furthermore: If  all other  capitals have accumulated at the same
       rate, it  does not  follow at  all that  their production has in-
       creased at  the same rate. But if it has, it does not follow that
       they want  one percent  more of cutlery, as their demand for cut-
       lery is  not at all connected, neither with the increase of their
       own produce,  not with  their increased  power of buying cutlery.
       5*) Es folgt bloß die Tautologie: Ist das increased capital adap-
       tive to every
       -----
       1*) Zunächst - 2*) Messerfabrikation - 3*) die Einnahme - 4*) "in
       einem geringeren  Verhältnis" -  5*) ein absoluter  Verlust.  Dem
       Messerhändler bleiben  hier nur  drei  Wege  offen.  Entweder  er
       tauscht sein  vermehrtes Produkt ebenso aus, wie er das geringere
       Produkt ausgetauscht  hätte dann  wird seine vermehrte Produktion
       zu einem  positiven Verlust  führen. Oder  er muß  trachten, neue
       Kunden zu  bekommen. Bleibt  er auf den alten Kreis beschränkt so
       kann dies  nur dadurch geschehen, daß er Kunden einem anderen Ge-
       werbe abspenstig  macht und  seinen Verlust  auf andere Schultern
       schiebt; oder  er muß  seinen Markt  über seine  früheren Grenzen
       ausdehnen. Aber weder die eine noch die andere dieser Operationen
       hängt von seinem guten Willen ab oder von der Existenz einer ver-
       mehrten Menge  Messer. Oder,  endlich, muß er seinen Produktions-
       überschuß in  das nächste  Jahr übertragen  und seine neue Zufuhr
       für jenes  Jahr vermindern, was ebenfalls zu einem Verlust führt,
       wenn sein
       
       #115# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       peculiar trade  proportionate to  the rate  in which the wants of
       society will  increase the  demand for  every peculiar commodity,
       then the  increase of  one commodity secures a market for the in-
       creased supply of other commodities. 1*)
       Hier also  unterstellt 1.   K a p i t a l i s t i s c h e  P r o-
       d u k t i o n,   worin die Produktion of every peculiar trade and
       its increase  is not  regulated   i m m e d i a t e l y,   by the
       wants of  society, and ¦¦811¦  c o n t r o l l e d  by it, but by
       the powers  of production  disposed  of  by  every  peculiar  ca-
       pitalist, independent  of the wants of society 2*). 2. Ist unter-
       stellt, daß dennoch so  p r o p o r t i o n a t e l y  3*) produ-
       ziert wird, als ob das Kapital direkt von der Gesellschaft, ihren
       Bedürfnissen entsprechend,  in the  different trades employed 4*)
       wäre.
       Unter dieser  Unterstellung - contradictio in adjecto 5*) -, wenn
       die kapitalistische  Produktion absolut sozialistische Produktion
       wäre, könnte in der Tat keine Überproduktion stattfinden.
       Übrigens  ist   in  den   verschiednen  trades,   worin  dieselbe
       A k k u m u l a t i o n   von Kapital stattfindet (auch dies wie-
       der eine  schlechte Voraussetzung, daß das capital accumulated at
       an equal  rate in  different trades 6*)), die Masse des Produkts,
       die dieser  Vermehrung des  angewandten Kapitals entspricht, sehr
       verschieden, indem  die Produktivkraft  in den  different  trades
       sehr verschieden oder die Masse der produzierten Gbrauchswerte im
       Verhältnis zur  angewandten Arbeit. Derselbe Wert wird auf beiden
       Seiten produziert,  aber die  Quantität Waren, worin er sich dar-
       stellt, sehr  verschieden. Warum  also, weil  im trade A der Wert
       gewachsen ist wie 1 p.c., während die Masse der Waren wie 20 p.c.
       wuchs, [diese]  einen Markt finden muß im trade B, worin der Wert
       ebenfalls um 1 p.c. gewachsen, die Masse der Waren aber nur wie 5
       p.c., ist  absolut nicht  einzusehn. Die Differenz von Gebrauchs-
       wert und Tauschwert hier übersehn.
       -----
       Zusatz zum  Kapital nicht  nur aus zusätzlichem Arbeitslohn, son-
       dern aus  zusätzlichem fixem Kapital besteht. - Ferner: Wenn alle
       Kapitale im  gleichen Verhältnis vermehrt wurden, so folgt daraus
       keineswegs, daß  ihre Produktion in demselben Verhältnis zunimmt.
       Aber wenn das der Fall wäre, folgt daraus nicht, daß sie ein Pro-
       zent mehr  Messer brauchten, da ihre Nachfrage nach Messern weder
       mit der  Zunahme ihres eignen Produkts, noch mit ihrer vermehrten
       Fähigkeit, Messer zu kaufen, irgendwie zusammenhängt.
       1*) angestiegene Kapital,  das jedem  besonderen  Gewerbe  eigen,
       [angestiegen] im  Verhältnis zu  der Rate, in der die Bedürfnisse
       der Gesellschaft  die Nachfrage  nach jeder besonderen Ware stei-
       gern, dann  sichert die Vermehrung der einen Ware einen Markt für
       die vermehrte  Zufuhr anderer  Waren. -  2*) jedes besonderen Ge-
       werbszweiges und ihre Zunahme nicht unmittelbar durch die Bedürf-
       nisse der  Gesellschaft geregelt  und kontrolliert  wird, sondern
       durch die Produktivkräfte, über die jeder einzelne Kapitalist un-
       abhängig  von   den  Bedürfnissen   der  Gesellschaft  verfügt  _
       3*) proportioniert -  4*) den  verschiedenen Gewerbszweigen ange-
       wandt  5*)  -  Widerspruch  in  sich  selbst  -  6*)  Kapital  im
       g l e i c h e n  V e r h ä l t n i s  in den verschiedenen Gewer-
       bezweigen akkumuliert
       
       #116# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Says gewaltige  Entdeckung, "daß sich Waren nur mit Waren kaufen"
       1*), heißt nur, daß Geld selbst die verwandelte Form der Ware. Es
       beweist durchaus  nicht, daß,  weil ich nur mit Ware kaufen kann,
       ich mit  meiner Ware  kaufen kann,  oder daß mein Kaufvermögen im
       Verhältnis zu der Quantität der von mir produzierten Waren steht.
       Derselbe   W e r t   kann sich  in sehr verschiednem Quantum dar-
       stellen. Aber  der Gebrauchswert - die Konsumtion - hat nicht mit
       dem Wert, sondern mit dem Quantum zu tun. Warum ich 6 Messer kau-
       fen soll,  weil ich  sie so wohlfeil haben kann wie früher 1, ist
       absolut nicht  abzusehn. Abgesehn,  daß die  Arbeiter nicht Waren
       verkaufen, sondern  Arbeit, so  kaufen eine  Masse mit  Geld, die
       keine Waren produzieren. Käufer und Verkäufer von Ware sind nicht
       identisch. Der landlord, moneyed capitalist 2*) etc. bekommen die
       Ware andrer  Produzenten als  Geld in  die Hand. Sie sind Käufer,
       ohne Verkäufer  von "Ware"  zu sein. Es findet nicht nur Kauf und
       Verkauf unter  industriellen Kapitalisten statt, sondern ihr Ver-
       kauf an  Arbeiter, zweitens  ihr Verkauf  an Revenuebesitzer, die
       keine Warenfabrikanten sind. Endlich sind ihre Käufe und Verkäufe
       als Kapitalisten  sehr verschieden  von ihren  Käufen  als  Reve-
       nuespenders 3*).
       
       "Herr Ricardo (p. 359, 2. Auflage) fügt, nachdem er die Lehre von
       Smith über  die Ursache  des Sinkens des Profits angeführt, hinzu
       'Herr Say  hat indessen in durchaus zufriedenstellender Weise ge-
       zeigt, daß  es keine  Kapitalsumme gibt, die nicht in einem Lande
       verwendet werden  kann, da die Nachfrage nur durch die Produktion
       beschränkt wird.'"
       
       (Dies sehr  weis. Limited 4*) allerdings. Nothing can be demanded
       which cannot  be produced  upon demand, or which the demand finds
       not ready made in the market. Hence, because demand is limited by
       production, it  does by no means follow that  p r o d u c t i o n
       i s,   o r  w a s,  l i m i t e d  b y  d e m a n d,  and can ne-
       ver overstep  the demand,  peculiarly the  demand at  the  market
       price. 5*) Dies Sayscher Scharfsinn.)
       
       "'Es kann  in einem Land keine Menge von Kapital akkumuliert wer-
       den (p.  360), das  nicht   p r o d u k t i v   angewandt  werden
       könnte' (das  bedeutet, wie  ich annehme",  sagt der Mann incluse
       6*) "'mit  einem Profit  für den  Eigentümer') 'solange die Löhne
       i n f o l g e   des Steigens der Preise für die zum Leben notwen-
       digen Dinge nicht so hoch steigen
       -----
       1*) Vgl. 2. Teil dieses Bandes, S. 493/495 - 2*) Geldkapitalist -
       3*) Verausgaber von  Revenne -  4*) Beschränkt -  5*) Nach etwas,
       was auf  Nachfrage zu  produzieren   u n m ö g l i c h,  oder was
       die Nachfrage  nicht fertig  auf dem  Mark vorfindet,  kann keine
       Nachfrage bestehen.  Aber  deshalb,  weil  die  Nachfrage    b e-
       s c h r ä n k t   ist durch  die  Produkion,  folgt  daraus  kei-
       neswegs, daß die  P r o d u k t i o n  d u r c h  d i e  N a c h-
       f r a g e   b e s c h r ä n k t   i s t   o d e r  w a r  und daß
       sie niemals die Nachfrage überschreiten kann, besonders die Nach-
       frage zum Marktpreis. 6*) in Klammern
       
       #117# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       und infolgedessen für den Kapitalprofit so wenig übrigbleibt, daß
       der Antrieb zur Akkumulation aufhört.'" [p. 18, 19.]
       
       (Ricardo assimiliert hier "productively und "profitably", während
       grade darin,  daß in der kapitalistischen Produktion "profitably"
       allein "productively  ist, ihr Unterschied von der absoluten Pro-
       duktion liegt  und ihre  Schranke. Um "produktiv" zu produzieren,
       muß so  produziert werden,  daß die Masse der producers von einem
       Teil der  demand für  das produce  ausgeschlossen wird; es muß im
       Gegensatz zu einer Klasse produziert werden, ¦¦812¦ deren Konsum-
       tion in keinem Verhältnis zu ihrer Produktion steht - da grade in
       dem Überschuß  ihrer Produktion  über ihre  Konsumtion der Profit
       des Kapitals  besteht. Andrerseits  muß  für  Klassen  produziert
       [werden], die konsumieren, ohne zu produzieren. Es gilt nicht nur
       dem surplus  produce eine  Form zu geben, worin es Gegenstand der
       Nachfrage für  diese Klasse  wird. Der Kapitalist selbst, wenn er
       akkumulieren will,  muß andrerseits  nicht demander 1*) für seine
       Produkte [sein],  soweit sie  in die Revenue eingehn, in dem Ver-
       hältnis wie  er ihr  producer ist. Sonst kann er nicht akkumulie-
       ren. Daher  Malthus ihm  gegenüber Klassen  setzt, deren  Aufgabe
       nicht accumulation,  sondern expenditure 2*). Und während auf der
       einen Seite  alle diese  Widersprüche vorausgesetzt  werden, wird
       auf der  anderen vorausgesetzt,  daß die  Produktion ganz so ohne
       Friktion voranginge,  als wenn diese Widersprüche nicht existier-
       ten. Kauf und Verkauf sind getrennt, Ware von Geld, Gebrauchswert
       von Tauschwert.  Es wird  vorausgesetzt dagegen, daß die Trennung
       nicht stattfindet,  sondern Tauschhandel.  Konsumtion und Produk-
       tion sind  getrennt; Produzenten, die nicht konsumieren, und Kon-
       sumenten, die  nicht produzieren.  Vorausgesetzt, daß  Konsumtion
       und Produktion  identisch sind. Der Kapitalist produziert direkt,
       um seinen Profit zu vermehren, den Tauschwert, nicht des Genusses
       wegen. Vorausgesetzt, daß er unmittelbar und nur des Genusses we-
       gen produziert.  Vorausgesetzt, daß  die in der bürgerlichen Pro-
       duktion existierenden Widersprüche - die sich allerdings ausglei-
       chen, ein  Prozeß der  Ausgleichung, der  aber zugleich als Krise
       erscheint, gewaltsame  Zusammenfügung der zerrißnen, gleichgültig
       gegeneinander existierenden  und doch zusammengehörigen Momente -
       nicht existieren,  so können  diese Widersprüche  natürlich  auch
       nicht sich  geltend machen.  In jedem trade produziert jeder ein-
       zelne Kapitalist in proportion to  h i s  capital 3*), gleichgül-
       tig gegen  die wants  of society  4*) und namentlich gleichgültig
       gegen die  competitive supply  5*) der  Kapitalien  in  demselben
       trade. Vorausgesetzt, er produziert
       -----
       1*) Nachfragender  -   2*) Verausgabung  -   3*)  Verhältnis   zu
       s e i n e m    Kapital  -  4*)  Bedürfnisse  der  Gesellschaft  -
       5*) konkurrierende Zufuhr
       
       #118# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       so, als  ob er  nach ordre der Gesellschaft produziere. Wenn kein
       auswärtiger Handel  wäre, so könnten ja die luxuries, at whatever
       cost, at  home 1*)  produziert werden.  Dann würde in der Tat mit
       Ausnahme der  necessaries 2*)  die Arbeit  sehr unproduktiv sein.
       Hence 3*) die Akkumulation des Kapitals. So kann jedes Land alles
       in ihm  akkumulierte Kapital verwenden, da nach der Voraussetzung
       nur wenig Kapital in ihm akkumuliert würde.)
       
       "Der letztere  Satz schränkt den ersteren ein (um nicht zu sagen,
       stößt ihn  um), wenn  im ersteren  'das  nicht  angewandt  werden
       könnte'   bedeutet    'produktiv   angewandt'    oder    vielmehr
       'profitabel'. Und  wenn es  einfach 'angewandt' bedeutet, ist die
       Behauptung zwecklos,  denn weder A. Smith noch irgend jemand hat,
       glaube ich,  bestritten, daß es 'angewandt werden' kann, wenn man
       sich nicht darum kümmert, welchen Profit es bringen mag." (l.c.p.
       19.)
       
       In der  Tat sagt  R[icardol, daß  alles Kapital in einem Land, at
       what rate  accumulated, may  be employed profitably; andrerseits,
       that the  very fact  of the  accumulation of  capital checks  its
       "profitable" employment, because it must result in lessening pro-
       fits, that is the rate of accumulation 4*).
       
       "Eine vermehrte  Nachfrage ihrerseits"  (der Arbeiter)  "bedeutet
       die Neigung,  selbst weniger  zu nehmen und einen größeren Anteil
       ihren Anwendern zu lassen; und wenn man sagt, daß dies durch Ver-
       minderung der Konsumtion die Überfüllung des Marktes vermehrt, so
       kann ich  nur antworten, daß Überfüllung des Marktes gleichbedeu-
       tend ist mit hohem Profit." (l.c.p. 59.)
       
       Dies ist in der Tat die geheime Basis des glut 5*).
       
       "Die Arbeiter  haben als Konsumenten während der Prosperität (wie
       Herr Say  sagt, 'Treité  d'économie politique', ed. 4, vol. I, p.
       60 6*)) keinerlei Vorteil von den Maschinen, wenn nicht der Arti-
       kel, den  die Maschine  billiger herstellt,  einer ist, der durch
       Billigerwerden ihrem  Gebrauch zugänglich  werden kann. Dreschma-
       schinen, Windmühlen  mögen von diesem Standpunkt aus für sie eine
       große Sache sein; aber die Erfindung einer Furniermaschine, einer
       Blockmaschine oder  eines Spitzenwebstuhls,  verbessert ihre Lage
       nicht sehr erheblich." (l.c.p. 74, 75.)
       "Bei entwickelter  Teilung der Arbeit ist das Geschick der Arbei-
       ter nur  in dem  besonderen Zweig  anwendbar, worin sie angelernt
       wurden;   s i e   s e l b s t   s i n d   e i n e   A r t   v o n
       M a s c h i n e n.  Außerdem gibt es eine lange Periode der Untä-
       tigkeit, das  heißt von  verlorener Arbeit,  von Reichtum, der an
       seinen Wurzeln  abgeschlagen ist.  Es hilft daher absolut nichts,
       papageimäßig zu plappern, daß die Dinge eine Tendenz haben, ihr
       -----
       1*) Luxusartikel, zu welchen Kosten immer, im Lande - 2*) zum Le-
       ben notwendigen  Dinge - 3*) Daher - 4*) in welchem Maße es immer
       akkumuliert werden mag, profitabel angewandt werden kann; andrer-
       seits,  daß   gerade  die   Akkumulation   des   Kapitals   seine
       "profitable" Anwendung  hindert, weil  sie zu  einer Verminderung
       des Profits,  das heißt  der Rate  der Akkumulation  führen muß -
       5*) der Überfüllung - 6*) in der Handschrift: Letters to Malthus,
       ed. 4, p. 60
       
       #119# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Niveau zu  finden. Wir  müssen um  uns schauen und sehen, daß sie
       ¦¦813¦ für lange Zeit ihr Niveau  n i c h t  finden  k ö n n e n;
       daß, wenn  sie es finden, das Niveau niedriger steht als beim An-
       fang des Prozesses." (l.c.p. 72.)
       
       Dieser Ricardian,  nach R[icardo]s  Vorgang, erkennt  richtig die
       Krisen from  a sudden change in the channels of trade. [31]. Dies
       in England  der Fall  nach dem  Krieg von 1815. Und so haben alle
       späteren Ökonomen  jedesmal als einzig möglichen Grund der Krisen
       das zugegeben,  was der   h a n d g r e i f l i c h s t e    A n-
       l a ß  der jedesmaligen Krise war.
       Kreditsystem gibt  er auch  als Grund  der Krise zu. (p. 81 sqq.)
       (Als ob das Kreditsystem selbst nicht aus der difficulty 1*) her-
       vorginge, to  employ capital  "productively",  i.e.  "profitably"
       2*).) Die  Engländer müssen  z.B. ihr  eignes Kapital without 3*)
       verpumpen, um  sich einen  Markt zu  schaffen. In der Überproduk-
       tion, Kreditsystem etc. sucht die kapitalistische Produktion ihre
       eigne Schranke  zu durchbrechen  und über  ihr   M a ß  hinaus zu
       produzieren. Sie hat einerseits diesen Trieb. Andrerseits erträgt
       sie nur eine der profitablen Anwendung des existierenden Kapitals
       entsprechende Produktion.  Hence die Krisen, die zugleich sie im-
       mer hinaustreiben  und in Siebenmeilenstiefeln erreichen lassen -
       mit Bezug  auf die Entwicklung der Produktivkräfte -, was sie in-
       nerhalb ihrer borne 4*) nur sehr langsam realisieren würde.
       Den Say  beurteilt er  sehr richtig.  Dies bei  Say  beizubringen
       (sieh p. 134, Heft VIII [32]).
       
       "Er" (der Arbeiter) "ist bereit,  e i n e n  T e i l  s e i n e r
       Z e i t   f ü r   d e n  K a p i t a l i s t e n  z u  a r b e i-
       t e n   oder, was  auf das  gleiche hinausläuft,  einen Teil  des
       Gesamtprodukts, wenn es hergestellt und ausgetauscht ist, als dem
       Kapitalisten gehörend  zu betrachten.  Er muß  das tun,  oder der
       Kapitalist würde ihm nicht seine Hilfsmittel dargeboten haben.
       
       (Nämlich das  Kapital. Sehr schön, daß es comes to the same thing
       whether the capitalist owns the whole produce and pays part of it
       as wages  to the  labourer, or whether the labourer leaves, makes
       over to the capitalist part of his (the labourer's) produce 5*).)
       
       "Aber da  der   B e w e g g r u n d    des  Kapitalisten    d e r
       G e w i n n  ist und diese Vorteile in einem gewissen Grade immer
       ebenso von  dem   W i l l e n   zu sparen  als von  dem    V e r-
       m ö g e n   dazu abhängen, wird der Kapitalist geneigt sein, eine
       zusätzliche Menge  dieser  Hilfsmittel  darzubieten;  und  da  er
       weniger Leute finden wird, die diese zusätzliche Menge henötigen,
       als jene,  die der  ursprünglichen Menge  bedurften, muß er einen
       kleineren
       -----
       1*) Schwierigkeit -  2*) Kapital "produktiv",  d.h.  "profitabel"
       anzuwenden - 3*) nach außerhalb - 4*) Grenzen - 5*) auf das glei-
       che hinausläuft,  ob der Kapitalist das ganze Produkt besitzt und
       einen Teil  davon als  Arbeitslohn an  den Arbeiter zahlt oder ob
       der Arbeiter  dem Kapitalisten  einen Teil seines (des Arbeiters)
       Produkts überläßt
       
       #120# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Anteil des Gewinns für sich erwarten; er muß bereit sein, dem Ar-
       beiter (gleichsam) ein Geschenk" (!!!) "zu machen, ihm einen Teil
       des Gewinns  zu überlassen,  den seine  Hilfsmittel  veranlaßten,
       sonst würde  er nicht  den anderen Teil erhalten; der Profit wird
       so durch die Konkurrenz beschnitten." (l.c.p. 102, 103.)
       
       Dies sehr  schön. Akkumuliert das Kapital infolge der Entwicklung
       der Produktivkraft  der Arbeit so schnell, daß die Nachfrage nach
       Arbeit die  wages 1*)  erhöht und  der Arbeiter less time 2*) für
       den capitalist  gratis arbeitet  und shares to some degree in the
       benefits of his more productive labour - the capitalist makes him
       a "present" 3*)!
       Derselbe Mann  zeigt ausführlich,  daß starke  Salaire schlechtes
       encouragement 4*)  für Arbeiter, obgleich er den landlords gegen-
       über low  profit a  discouragement of  capitalists considers  5*)
       (sieh p. 13, Heft XII [33]).
       
       "A. Smith  glaubte, daß Akkumulation oder Zunahme des Kapitals im
       allgemeinen die Rate des Profits im allgemeinen herabdrückt, nach
       demselben Prinzip,  das bewirkt, daß das Wachstum des Kapitals in
       jedem besonderen  Gewerbszweig den  Profit in diesem Gewerbszweig
       herabdrückt. Aber eine derartige Zunahme von Kapital in einem be-
       sonderen Gewerbszweig  bedeutet mehr  eine Zunahme  im Verhältnis
       zur gleichzeitigen  Zunahme des  Kapitals in anderen Gewerbszwei-
       gen. (l.c.p. 9.)
       
       Gegen Say (Heft XII, p. 12 [34]).
       
       "Man kann  sagen, der unmittelbare Markt für das Kapital oder das
       Feld für  das Kapital  ist die  Arbeit. Die Masse Kapital, die zu
       einer gegebenen Zeit, in einem gegebenen Land oder in der Welt so
       investiert werden  kann, daß  es nicht  weniger als eine gegebene
       Profitrate ergibt,  scheint hauptsächlich  von der  Menge  Arbeit
       abzuhängen, zu  deren Verrichtung  die zu  jener Zeit  vorhandene
       Menge Menschen  durch Verausgabung  jenes Kapitals bewogen werden
       kann. (l.c.p. 20.)
       ¦¦814¦ "Profite  hängen nicht  vom Preis  ab, sie  hängen ab  vom
       Preis, verglichen mit den Ausgaben." (l.c.p. 28.)
       "Die Behauptung  des Herrn  Say [35]  beweist durchaus nicht, daß
       sich das   K a p i t a l  selbst einen Markt öffnet, sondern nur,
       daß Kapital  und Arbeit  sich gegenseitig  einen  Markt  öffnen."
       (l.c.p. 111.)
       
       c) [Thomas  De Quincey.  Unfähigkeit, die Mängel des Ricardoschen
       Standpunktes zu überwinden]
       
       "Dialogues of Three Templars on Political Economy, chiefly in re-
       lation to the Principles of Mr. Ricardo" ("London Magazine", vol.
       IX, 1824) (Verfasser: Thomas De Quincey).
       -----
       1*) Löhne -  2*) weniger Zeit  - 3*)  in gewissem Grade Anteil an
       dem Gewinn  seiner produktiveren Arbeit hat - macht ihm der Kapi-
       talist  ein   "Geschenk"   -   4*)   schlechte   Aufmunterung   -
       5*) niedrigen Profit  als eine  Entmutigung der  Kapitalisten be-
       trachtet
       
       #121# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Versuch einer Widerlegung aller gegen Ric[ardo] vorgebrachten An-
       griffe. Daß  er weiß,  worum sich's  handelt, sieht  man aus  dem
       einen Satz:
       
       "Alle Schwierigkeiten  der politischen  Ökonomie darauf reduzier-
       bar: Was ist der Grund des Tauschwerts? (l.c.p. 347.)
       
       Es ist  hier oft  scharf das Unzulängliche der Ric[ardo]schen An-
       sicht auseinandergesetzt,  obgleich mit  mehr Affektation als Re-
       alität von  dialektischer Tiefe.  Die wirklichen Schwierigkeiten,
       die nicht  aus der  Bestimmung der  value 1*) hervorgehn, sondern
       aus Ric[ardo]s  unzulänglicher Entwicklung  auf dieser Grundlage,
       und seinem Versuch, gewaltsam und unmittelbar konkretere Verhält-
       nisse dem  einfachen Wertverhältnis  anzupassen, sind  in  keiner
       Weise gelöst  oder auch  nur herausgefühlt. Die Schrift aber cha-
       rakteristisch für  die Periode  ihres Erscheinens. Man sieht, daß
       es damals  noch ernst  [war] mit der Konsequenz und dem Denken in
       der politischen Ökonomie.
       (Die spätere Schrift von demselben Verfasser: "The Logic of Poli-
       tical Economy", Edinburgh 1844, schwächer.)
       Quincey stellt  den Unterschied  der R[icardo]schen Ansichten von
       den frühern scharf hin und sucht nicht durch Umdeutung abzuschwä-
       chen oder  das Spezifische  in der  Sache aufzugeben,  es in  der
       Phrase beibehaltend,  wie das  später geschah  und einem bequemen
       haltlosen Eklektizismus Tür und Tor öffnete.
       Ein Punkt der R[icardo]schen Doktrin, den Q[uincey] besonders ur-
       giert, und  der hier zu erwähnen, weil er in der gleich zu erwäh-
       nenden Polemik  gegen R[icardo]  Rolle spielt,  ist, daß das Kom-
       mando einer  Ware über  andre Waren  (ihre Kaufkraft; in der Tat,
       ihr Wert  als realisiert  in  einer  andren  Ware  ausgesprochen)
       durchaus verschieden ist von ihrem  r e a l e n  W e r t.
       
       "Es ist  durchaus falsch  zu schließen,  daß der  reale Wert groß
       ist, weil die Menge, die er kauft, groß ist, oder klein, weil die
       Menge, die  er kauft, klein ist... Wenn A seinen Wert verdoppelt.
       wird er  deshalb nicht das Doppelte der früheren Menge von B kom-
       mandieren. Es  kann so sein, und er kann auch fünfhundertmal mehr
       oder fünfhundertmal weniger kommandieren... Niemand wird leugnen,
       daß A durch Verdopplung seines eigenen Wertes eine doppelte Menge
       aller Dinge kommandieren wird, die im Wert konstant blieben. Aber
       die Frage ist die, ob A ausnahmslos bei Verdopplung seines Wertes
       eine doppelte Menge kommandieren wird." (l.c.p. 552 sqq. passim.)
       -----
       1*) des Werts
       
       #122# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       d) Samuel Bailey.
       
       [alpha) Oberflächlicher  Relativismus in "Observations on certain
       Verbal Disputes..."  und bei  Bailey in der Definition des Werts.
       Ablehnung der Arbeitswerttheorie]
       
       "A Critical  Dissertation on  the Nature,  Measures and Causes of
       Value; chiefly in Reference to the Writings of Mr Ricardo and his
       Followers. By  the Author of Essays on the Formation and Publica-
       tion of Opinions" (Samuel Bailey), London 1825.
       Dies die  Hauptschrift gegen  Ric[ardo]. (Auch  gegen Malthus ge-
       richtet.) Sucht  die Grundlage  der Doktrin - value - umzuwerfen.
       Positiv ohne allen Wert, mit Ausnahme der Bestimmung der "measure
       of value" 1*) oder rather 2*) des Geldes in dieser Funktion. Vgl.
       auch vom  selben Verfasser:  "A Letter  to a Political Economist;
       occasioned by an Article in the Westminster Review on the Subject
       of Value etc.", London 1826.
       Da diese  Schrift, wie  schon früher  bemerkt 3*),  der Grundlage
       nach an die "Observations on certain Verbal Disputes in Pol. Ec."
       sich anschließt,  so das  Betreffende dieser  "Observations" hier
       nachzuholen.
       Der Verfasser  der "Observations"  wirft R[icardo]  vor,  daß  er
       v a l u e   aus einer  relativen Eigenschaft  der Waren  in ihrem
       Verhältnis zueinander in etwas Absolutes verwandelt.
       Das, was  Ric[ardo] in dieser Hinsicht vorzuwerfen ist, ist bloß,
       daß er  nicht die  verschiednen Momente  in der  Entwicklung  des
       Wertbegriffs streng sondert; der Tauschwert der Ware, wie er sich
       d a r s t e l l t,  e r s c h e i n t  im Austauschprozeß der Wa-
       ren, von  dem Dasein  der Ware als  W e r t  in ihrem Unterschied
       von ihrem Dasein als Ding, Produkt, Gebrauchswert.
       ¦¦815¦ Es heißt in den "Observations":
       
       "Wenn die  absolute Menge  Arbeit wächst,  durch die  der größere
       Teil der  Waren oder  alle, eine  ausgenommen,  produziert  wird,
       würde man  dann sagen, daß der Wert der einen unverändert bleibe?
       [In welchem  Sinne?] da  sie sich  überdies für weniger von jeder
       anderen Ware  austauschen wird.  Wenn behauptet  werden soll, daß
       unter dem  Wachstum oder  der Verminderung des Werts das Wachstum
       oder die  Verminderung der Menge Arbeit zu verstehen sei, die die
       in Rede  stehende Ware  produziert, könnte  der Schluß, gegen den
       ich mich  eben wendete, einigermaßen richtig sein. Aber zu sagen,
       wie es  Herr Ricardo  tut, daß die relativen Mengen Arbeit, durch
       die zwei  Waren produziert  werden, die Ursache des Verhältnisses
       sind, in  dem sich die beiden Waren austauschen, d.h. die Ursache
       des Tauschwerts  einer jeden,  ist sehr verschieden davon, zu sa-
       gen,  daß   der  Tauschwert   einer  jeden   die   Menge   Arbeit
       b e d e u t e t,  die sie produzierte,
       -----
       1*)  des  "Wertmaßes" -  2*) vielmehr -  3*) siehe vorl. Band. S.
       107
       
       #123# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       wohlgemerkt, ohne  irgendwelche Beziehung auf die andere oder auf
       die Existenz der anderen." ("Observations etc.", p. 13.)
       "Herr R[icardo]  erzählt uns  tatsächlich, daß 'die Untersuchung,
       auf die  er des  Lesers Aufmerksamkeit  hinzulenken wünsche, sich
       auf die  Wirkung der  Variationen im  r e l a t i v e n  Wert der
       Waren bezieht  und nicht  in ihrem  a b s o l u t e n  Wert', als
       ob er  hier meint,  daß es da ein solches Ding wie den Tauschwert
       gäbe, der nicht relativ ist." (l.c.p. 9, 10.)
       "Daß Herr Ricardo von seinem ursprünglichen Gebrauch des Terminus
       Wert abgewichen  ist und   d a r a u s   e t w a s   A b s o l u-
       t e s  s t a t t  R e l a t i v e s  g e m a c h t  h a t,  tritt
       noch augenscheinlicher  in seinem  'Die unterschiedlichen  Eigen-
       schaften von  Wert und  Reichtum' betitelten  Kapitel hervor. Die
       dort diskutierte  Frage wurde auch von anderen diskutiert und ist
       eine pure Wortklauberei und nutzlos." (l.c.p. 15 sq.)
       
       Bevor wir auf den Mann eingehn, noch dies über Ricardo. In seinem
       chapter on  "Value and  Riches" 1*) setzt er auseinander, daß der
       gesellschaftliche Reichtum  nicht vom Wert der produzierten Waren
       abhängt, obgleich  der letztre Punkt entscheidend für every indi-
       vidual producer 2*). Um so mehr hätte er einsehn müssen, daß eine
       Produktionsform, die  bloß auf  surplus value gerichtet ist, d.h.
       auf der  relativen Armut  der Masse der producers basiert, unmög-
       lich die  absolute Form  der Produktion  des Reichtums sein kann,
       wie er sie beständig darstellt.
       Nun zu den "Observations" des "verbal" 3*) Klugscheißers.
       Wenn alle Waren mit Ausnahme einer im Wert wachsen, weil sie mehr
       Arbeitszeit als  früher kosten,  tauscht sich die eine, deren Ar-
       beitszeit keine Variation untergangen, mit weniger von allen and-
       ren Waren aus. Ihr Tauschwert, soweit er sich in andren Waren re-
       alisiert, hat  sich vermindert;  d.h. ihr Tauschwert, ausgedrückt
       in den   G e b r a u c h s w e r t e n  aller andren Waren. "Soll
       man dennoch  sagen, daß  ihr  Tauschwert    u n v e r ä n d e r t
       geblieben?" Dies  ist nur eine Stellung der Frage, um die es sich
       handelt, und  spricht weder  für bejahende  noch verneinende Ant-
       wort. Dasselbe Resultat fände statt, wenn sich die zur Produktion
       der einen  Ware erheischte  Arbeitszeit vermindert  und die aller
       andren unverändert  geblieben wäre. Ein bestimmtes Quantum dieser
       einen Ware würde sich gegen geringre Quantität aller andren Waren
       austauschen. Wir  haben hier beidemal dasselbe Phänomen, obgleich
       aus direkt  entgegengesetzten Ursachen.  Wäre umgekehrt  die  zur
       Produktion der  einen Ware  A erheischte  Arbeitszeit unverändert
       geblieben, während  die aller andren Waren sich verringert hätte,
       so würde  sie sich gegen mehr von allen andren Waren austauschen.
       Dasselbe fände
       -----
       1*) Kapitel über  "Wert und  Reichtum" -  2*) jeden individuellen
       Produzenten - 3*) "Bemerkungen" des "wortklaubenden"
       
       #124# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       statt aus  dem umgekehrten  Grund, wenn  die zur Produktion von A
       erheischte Arbeitszeit  sich vermehrt  und die aller andren Waren
       unverändert geblieben  wäre. Die  Ware A  tauscht [sich] also das
       eine Mal  gegen weniger von allen Waren aus, und zwar aus doppel-
       ten und entgegengesetzten Gründen. Sie tauscht sich das andre Mal
       gegen mehr  von allen  andren Waren  aus und wieder aus doppelten
       und entgegengesetzten  Gründen. Aber,  notabene, sie tauscht sich
       jedesmal, nach  der Voraussetzung, zu ihrem Wert aus, daher gegen
       ein   Ä q u i v a l e n t.  Sie realisiert jedesmal ihren Wert in
       dem Quantum  der andren  Gebrauchswerte, wogegen  sie  sich  aus-
       tauscht, wie auch das Quantum dieser Gebrauchswerte wechsle.
       Daraus folgt  offenbar: Daß  das quantitative  Verhältnis,  worin
       sich Waren als Gebrauchswerte gegeneinander austauschen, zwar der
       Ausdruck ihres  Werts, ihr realisierter Wert, aber nicht ihr Wert
       selbst ist, indem sich dasselbe Wertverhältnis in ganz verschied-
       nen Quantis von Gbrauchswerten darstellt. Ihr Dasein als Wert ist
       nicht in ihrem eignen Gebrauchswert - ihrem Dasein als Gebrauchs-
       wert ausgedrückt. Er  e r s c h e i n t  in ihrem Ausdruck in an-
       dren Gbrauchswerten, d.h. in dem Verhältnis, worin sich diese an-
       dren Gbrauchswerte  gegen sie  austauschen. Wenn  1 Unze Gold = 1
       Tonne Eisen, also kleine Quantität von Gold gegen große Quantität
       von Eisen  sich austauscht,  ist darum  der Wert der Unze Gold in
       Eisen ausgedrückt  größer als  der Wert des Eisens in Gold ausge-
       drückt? Daß  sich Waren  austauschen im  Verhältnis der  in ihnen
       enthaltnen Arbeit, heißt, daß sie gleich sind, dasselbe sind, so-
       weit sie  dasselbe  Quantum  Arbeit  darstellen.  Es  heißt  also
       zugleich, daß  jede Ware,  für sich  betrachtet,  ein  von  ihrem
       ¦¦816¦ eignen  Gebrauchswert, ihrem  eignen Dasein als Gebrauchs-
       wert  U n t e r s c h i e d n e s  ist.
       Der  W e r t  derselben Ware, ohne sich zu ändern, kann in unend-
       lich  v e r s c h i e d n e n  Quantis von Gebrauchswerten darge-
       stellt werden,  je nachdem  ich ihn  in dem  Gebrauchswert dieser
       oder jener  Ware darstelle.  Dies ändert den Wert nicht, obgleich
       es seine  Darstellung ändert.  Ebenso sind  alle die verschiednen
       Quanta verschiedner  Gebrauchswerte, in  denen sich  der Wert der
       Ware A darstellen läßt, Äquivalente und verhalten sich zueinander
       nicht nur als Werte, sondern als gleich große Werte, so daß, wenn
       sich diese  sehr verschiednen Quanta Gebrauchswerte ersetzen, der
       Wert ebenso unverändert bleibt, als hätte er nicht Darstellung in
       ganz verschiednen Gebrauchswerten gewonnen.
       Wenn die  Waren sich  austauschen in  dem Verhältnis,  worin  sie
       gleich viel  Arbeitszeit darstellen, so ist ihr Dasein als verge-
       genständlichte Arbeitszeit,  ihr Dasein  als verkörperte Arbeits-
       zeit ihre  E i n h e i t,  ihr  i d e n t i s c h e s
       
       #125# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       E l e m e n t.   Als solche  sind sie   q u a l i t a t i v  das-
       selbe und unterscheiden sie sich nur noch  q u a n t i t a t i v,
       je nachdem  sie mehr oder weniger von demselben, der Arbeitszeit,
       darstellen.   W e r t e   sind sie als Darstellung dieses Identi-
       schen und gleich große Werte,  Ä q u i v a l e n t e,  soweit sie
       gleich viel Arbeitszeit darstellen. Um sie als Größen zu verglei-
       chen, müssen  sie vorher  gleichnamige  Größen  sein,  qualitativ
       identische.
       Es ist  als Darstellungen  dieser Einheit, daß diese verschiednen
       Dinge Werte  sind und  sich als Werte zueinander verhalten, womit
       auch der Unterschied ihrer Wertgrößen, ihr immanentes Wertmaß ge-
       geben ist.  Und nur  darum kann der Wert einer Ware in Gebrauchs-
       werten andrer  Waren als  seinen Äquivalenten dargestellt, ausge-
       drückt werden.  Also ist  auch  die    e i n z e l n e    W a r e
       selbst als   W e r t,   als   D a s e i n   d i e s e r    E i n-
       h e i t,  von sich selbst als Gebrauchswert, als Ding verschieden
       - ganz  abgesehn von  dem Ausdruck  ihres Werts  in andren Waren.
       Als Dasein  der Arbeitszeit  ist sie  Wert überhaupt,  als Dasein
       einer quantitativ  bestimmten  Arbeitszeit  bestimmte    W e r t-
       g r ö ß e.
       Es ist  also charakteristisch  für unsren  Klugscheißer, wenn  er
       sagt: If  we  m e a n  that, we do  n o t  m e a n  that and vice
       versa. Our  "meaning" has nothing at all to do with the essential
       characters  of  the  thing  we  consider.  If  we  speak  of  the
       v a l u e   i n  e x c h a n g e  of a thing, we  m e a n  in the
       first instance  of course  the    r e l a t i v e    q u a n t i-
       t i e s   of every  other commodities  that can be exchanged with
       the first commodity. But, on further consideration, we shall find
       that for  the proportion,  in which  one thing  exchanges with an
       infinitive mass  of other  things, which  have nothing  at all in
       common with  it  -  and  even  if  there  are  natural  or  other
       similarities between those things, they are not considered in the
       exchange -  to be  a   f i x e d   p r o p o r t i o n  all those
       heterogeneous various  things must be considered as proportionate
       representations,  expressions   of  the    s a m e    c o m m o n
       u n i t y,    an  element  quite  different  from  their  natural
       existence or appearances. We shall then furthermore find, that if
       our meaning  has any sense, the value of a commodity is something
       by which  it not  only  differs  from  or  is  related  to  other
       commodities, but  is a  quality by  which it differs from its own
       existence as a thing, a value in use. 1*)
       -----
       1*) Wenn wir  das   m e i n e n,   m e i n e n   w i r  n i c h t
       das und  umgekehrt. Unser "Meinen" hat nicht das mindeste mit den
       wesentlichen Merkmalen  der Sache  zu tun,  von der wir sprechen.
       Wenn wir  von dem   T a u s c h w e r t   eines  Dinges sprechen,
       meinen wir  darunter zunächst freilich die relativen Mengen aller
       anderen Waren,  die gegen die erste Ware ausgetauscht werden kön-
       nen. Aber  bei näherer  Betrachtung werden  wir folgendes finden:
       Soll das  Verhältnis, in  dem ein Ding mit einer unzähligen Menge
       anderer Dinge  ausgetauscht wird,  die gar  nichts mit ihm gemein
       haben -  und auch  wenn es  natürliche oder  andere Ähnlichkeiten
       zwischen ihnen  gibt werden  sie beim Austausch nicht in Betracht
       gezogen -,  soll dies   V e r h ä l t n i s   ein  b e s t i m m-
       t e s
       
       #126# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       "Das Steigen  des Wertes  des Artikels  A bedeutet  nur  W e r t,
       g e m e s s e n   in den Artikeln B, C usw., das heißt Tauschwert
       für die Artikel B, C usw." (l.c.p. 16.)
       
       To   e s t i m a t e   the value of A, a book for instance, in B,
       coals, and  C, wine, A, B, C must be as value something different
       from their  existences as books, coals or wine. To estimate a va-
       lue of  A in B, A must have a value independent of the estimation
       of that  value in B, and both must be equal to a third thing, ex-
       pressed in both of them. 1*)
       Es ist  durchaus falsch  zu sagen,  daß dadurch der Wert der Ware
       aus etwas   R e l a t i v e m   in etwas  A b s o l u t e s  ver-
       wandelt werde.  Umgekehrt. Als  Gebrauchswert erscheint  die Ware
       als etwas  Selbständiges. Als Wert dagegen als bloß  G e s e t z-
       t e s,   bloß bestimmt  durch ihr Verhältnis zur gesellschaftlich
       notwendigen, gleichen,  einfachen Arbeitszeit.  So sehr  relativ,
       daß, wenn  die zur  Reproduktion  erheischte  Arbeitszeit  [sich]
       ändert, ihr  Wert [sich]  ändert, obgleich  die in  ihr  wirklich
       enthaltne Arbeitszeit unverändert geblieben ist.
       ¦¦817¦ In  welchem tiefen   F e t i s c h i s m u s   unser Klug-
       scheißer steckt  und wie  er das Relative in etwas Positives ver-
       wandelt, zeigt am schlagendsten der folgende Satz:
       
       "W e r t     ist  E i g e n s c h a f t     d e r      D i n g e,
       R e i c h t u m   d e r   M e n s c h e n.   Wert in  diesem Sinn
       schließt notwendig Austausch ein, Reichtum nicht." (l.c.p. 16.)
       
       Riches 2*) sind hier Gebrauchswerte. Diese sind allerdings in be-
       zug für  die Menschen  riches, aber es ist durch seine  e i g n e
       p r o p e r t y,   seine eignen  Eigenschaften, daß  ein Ding Ge-
       brauchswert und  daher ein Element des Reichtums für die Menschen
       ist. Nimm  der Traube  die Eigenschaften,  die sie zur Traube ma-
       chen, so  hört der Gebrauchswert, den sie als Traube für die Men-
       schen hat,  auf; und sie hat aufgehört als Traube ein Element des
       Reichtums zu  sein. Riches als identisch mit Gebrauchswerten sind
       p r o p e r t i e s
       -----
       sein, dann  müssen alle  die verschiedenen  heterogenen Dinge als
       verhältnismäßige  Darstellungen,   Ausdrücke    d e r s e l b e n
       g e m e i n s a m e n   E i n h e i t   betrachtet werden,  eines
       Elements, das  vollständig verschieden  ist von ihrer natürlichen
       Existenz oder Erscheinung. Wir werden dann weiterhin finden, daß,
       wenn unsere  Anschauung einen Sinn hat, der Wert einer Ware etwas
       ist, wodurch  sie nicht bloß von anderen Waren unterschieden oder
       mit ihnen verbunden ist, sondern daß er eine Eigenschaft ist, wo-
       durch sie  sich von  ihrer eigenen Existenz als ein Ding, ein Ge-
       brauchswert unterscheidet.
       1*) Um den Wert von A, zum Beispiel eines Buches, zu  m e s s e n
       in B,  Kohlen, und  C, Wein,  müssen A, B, C als  W e r t e  ver-
       schieden sein von ihren Existenzen als Buch, Kohlen oder Wein. Um
       den Wert von A in B zu messen, muß A einen Wert haben, unabhängig
       von der  Messung dieses  Werts in B, und beide müssen gleich sein
       einem  dritten   Dinge,  das   in  beiden   ausgedrückt  wird.  -
       2*) Reichtum
       
       #127# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       o f  t h i n g s  that are made use of by men and which express a
       relation to  their wants  1*). Dagegen soll "value" die "property
       of things" sein!
       Als Werte sind die Waren gesellschaftliche Größen, also etwas von
       ihren "properties"  as "things"  2*)  absolut  Verschiednes.  Sie
       stellen als values nur Verhältnisse der Menschen in ihrer produc-
       tive activity 3*) dar. Value "implies" 4*) in der Tat "exchanges,
       aber exchanges  sind exchanges of things between men 5*); exchan-
       ges, die die Dinge als solche absolut nichts angehn. Das Ding be-
       hält dieselben  "properties", ob in der Hand von A oder B. In der
       Tat unterstellt  der Begriff der "value "exchanges" der Produkte.
       Wo die Arbeit gemeinschaftlich ist, stellen sich die Verhältnisse
       der Menschen  in ihrer  gesellschaftlichen Produktion  nicht  als
       "values" of things dar. Exchanges of products as commodities is a
       certain method of exchanging labour, and of the dependence of the
       labour of  each upon  the labour  of the others a certain mode of
       social labour or social production. 6*)
       Ich habe  in dem  1. Teil meiner Schrift [36] erwähnt, wie es die
       auf dem  Privataustausch beruhende  Arbeit  charakterisiert,  daß
       sich der  gesellschaftliche Charakter  der Arbeit  als "property"
       der Dinge "darstellt" - verkehrt; daß ein gesellschaftliches Ver-
       hältnis als  Verhältnis der  Dinge unter sich erscheint (der pro-
       ducts, values  in use,  commodities  7*)).  Diesen    S c h e i n
       nimmt unser  Fetischdiener als etwas Wirkliches und glaubt in der
       Tat, daß der Tauschwert der Dinge durch ihre properties as things
       bestimmt ist,  überhaupt a  natural property  8*) derselben  ist.
       Bisher hat  noch kein Naturforscher entdeckt, durch welche natür-
       lichen Eigenschaften  Schnupftabak und Gemälde in bestimmter Pro-
       portion "Äquivalente" füreinander sind.
       Er, der  wiseacre 9*),  verwandelt also den Wert in etwas Absolu-
       tes, "a property of things", statt darin nur etwas Relatives, die
       Relation der Dinge zur gesellschaftlichen Arbeit zu sehn, der auf
       Privataustausch beruhenden  gesellschaftlichen Arbeit, in welcher
       die Dinge  als nichts  Selbständiges, sondern als bloße Ausdrücke
       der gesellschaftlichen Produktion bestimmt sind.
       Daß aber  die "value"  nichts Absolutes  ist, nicht als an entity
       10*) aufgefaßt  wird, ist  ganz verschieden  davon, daß die Waren
       ihrer value  of exchange  11*) einen   s e l b s t ä n d i g e n,
       von ihrer value of use 12*) oder ihrem Dasein als reales
       -----
       1*)  E i g e n s c h a f t e n  v o n  D i n g e n,  die sich die
       Menschen zunutze  machen und  die ein Verhältnis zu ihren Bedürf-
       nissen ausdrücken - 2*) Eigenschaften als Dinge - 3*) produktiven
       Tätigkeit -  4*) Wert "schließt  ein" - 5*) Austausche von Dingen
       zwischen Menschen  - 6*) Austausch  von Produkten  als Waren  ist
       eine bestimmte  Methode, Arbeit  auszutauschen, und der Abhängig-
       keit der  Arbeit eines jeden von der Arbeit des anderen, eine be-
       stimmte Art  gesellschaftlicher  Arbeit  oder  gesellschaftlicher
       Produktion. -  7*) Produkte, Gebrauchswerte, Waren - 8*) eine na-
       türliche Eigenschaft  - 9*) Neunmalkluge  - 10*) eine Wesenheit -
       11*) Tauschwert - 12*) Gebrauchswert
       
       #128# Zwanzigstes Kapitel
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       Produkt   v e r s c h i e d n e n   und  u n a b h ä n g i g  von
       ihm existierenden  Ausdruck geben  müssen, d.h. die Warenzirkula-
       tion zur  Geldbildung fortgehn  muß. Sie  geben ihrem  Tauschwert
       diesen Ausdruck  im Geld, zunächst im  P r e i s,  worin sie sich
       alle als  Materiatur   d e r s e l b e n  Arbeit, nur quantitativ
       verschiedne Ausdrücke   d e r s e l b e n   Substanz  darstellen.
       Die    V e r s e l b s t ä n d i g u n g    d e s    T a u s c h-
       w e r t s  der Ware in Geld ist selbst das Produkt des Austausch-
       prozesses, der  Entwicklung der  in der  Ware  enthaltnen  Wider-
       sprüche von  Gebrauchswert und Tauschwert und des nicht minder in
       ihr enthaltnen  Widerspruchs, daß  die bestimmte, besondre Arbeit
       des Privatindividuums  sich  als  ihr  Gegenteil,  gleiche,  not-
       wendige, allgemeine  und in  dieser Form gesellschaftliche Arbeit
       darstellen muß.  In der  Darstellung der  Ware als Geld ist nicht
       nur das  enthalten, daß  die verschiednen  Wertgrößen  der  Waren
       durch Darstellung  ihrer Werte  in dem  Gebrauchswert einer  aus-
       schließlichen Ware  gemessen sind; sondern zugleich, daß sie sich
       alle in  einer Form  darstellen worin  sie als  Verkörperung  der
       g e s e l l s c h a f t l i c h e n   A r b e i t  existieren und
       daher gegen  jede andre  Ware austauschbar, beliebig in jeden be-
       liebigen Gebrauchswert  übersetzbar sind.  Es erscheint ihre Dar-
       stellung als  Geld -  im Preise  - daher  zuerst nur ideell; eine
       Darstellung, die  sie erst durch den wirklichen Verkauf realisie-
       ren. Was  bei Ricardo  der Fehler  ist, ist,  daß er bloß mit der
       W e r t g r ö ß e   beschäftigt ist.  Daher  nur  sein  Augenmerk
       richtet auf  ¦¦818¦ das   r e l a t i v e  Q u a n t u m  Arbeit,
       das die  verschiednen Waren  darstellen, als  Werte verkörpert in
       sich enthalten.  Aber die  in  ihnen  enthaltne  Arbeit  muß  als
       g e s e l l s c h a f t l i c h e  Arbeit dargestellt werden, als
       entäußerte individuelle  Arbeit. Im  Preis ist  diese Darstellung
       ideell. Erst  im Verkauf  wird sie  realisiert. Diese Verwandlung
       der in  den Waren  enthaltnen Arbeiten  der  Privatindividuen  in
       g l e i c h e   g e s e l l s c h a f t l i c h e    A r b e i t,
       daher als  in allen  Gebrauchswerten darstellbare, mit allen aus-
       tauschbare Arbeit,  diese qualitative Seite der Sache, die in der
       Darstellung des  Tauschwerts als  Geld  enthalten  ist,  ist  bei
       R[icardo] nicht  entwickelt. Diesen  Umstand - die Notwendigkeit,
       die   in    ihnen   enthaltne    Arbeit   als       g l e i c h e
       g e s e l l s c h a f t l i c h e    A r b e i t    darzustellen,
       i.e. als Geld - übersieht R[icardo].
       Die Entwicklung  des Kapitals  ihrerseits   u n t e r s t e l l t
       schon die  volle Entwicklung  des Tauschwerts  der Ware und daher
       seine Verselbständigung  in Geld.  Im Produktions- und Zirkulati-
       onsprozeß des  Kapitals wird  von dem  Wert als selbständiger Ge-
       stalt ausgegangen, der sich erhält, vermehrt, seine Vermehrung an
       seiner ursprünglichen  Größe mißt  in allen  changes 1*), die die
       Waren, in  denen er sich darstellt, durchlaufen, und abgesehn da-
       von, ob er
       -----
       1*) Veränderungen
       
       #129# Auflösung der Ricardoschen Schule
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       sich selbst  in den verschiedensten Gbrauchswerten darstellt, die
       Waren wechselt, die ihm als Leiber dienen. Das Verhältnis des der
       Produktion vorausgesetzten  zu dem aus ihr resultierenden Werts -
       als vorausgesetzter Wert ist das Kapital Kapital im Gegensatz zum
       Profit -  bildet das Übergreifende und Bestimmende des ganzen ka-
       pitalistischen Produktionsprozesses.  Es ist  nicht nur selbstän-
       dige Darstellung  des Werts  wie im Geld, sondern prozessierender
       Wert, Wert, der sich erhält in einem Prozeß, worin die Gebrauchs-
       werte die  verschiedensten Formen  durchlaufen. Im  Kapital tritt
       die Verselbständigung  des Werts  also in  viel höhrer Potenz auf
       als im Geld.
       Danach kann man die Weisheit unsres "verbal" wiseacre beurteilen,
       der die  Verselbständigung des  Tauschwerts als  eine  Redensart,
       manner of talking, scholastic invention 1*) behandelt.
       
       "Wert oder  valeur im  Französischen wird  nicht bloß absolut ge-
       braucht, statt  relativ, als eine Eigenschaft von Dingen, sondern
       wird sogar  von manchen  im Sinne  einer meßbaren  Ware  benutzt.
       'Einen Wert besitzen', 'einen Teil des Werts übertragen'" (ein so
       wichtiges Moment beim fixen Kapital), "'die Summe oder Gesamtheit
       der Werte'  usw. -  ich weiß  nicht, was  das alles  sagen will."
       (l.c.p. 57.)
       
       Daß der verselbständigte Wert im Geld selbst wieder nur einen re-
       lativen Ausdruck  besitzt, weil  das Geld selbst Ware, hence of a
       changeable value  2*), ändert  nichts an  der Sache,  sondern ist
       eine Unvollkommenheit, die aus der Natur der Ware und der notwen-
       digen Darstellung ihres Tauschwerts, im Unterschied von ihrem Ge-
       brauchswert, entspringt.  Daß our  man does "not know" 3*) hat er
       vollständig gezeigt.  Es zeigt  uns dies  die Art der Kritik, die
       die in den widersprechenden Bestimmungen der Dinge selbst liegen-
       den Schwierigkeiten  gern als Reflexionsprodukte oder Widerstreit
       der definitions wegschwatzen will.
       
       "'Der   r e l a t i v e  Wert zweier Dinge' kann zweierlei bedeu-
       ten: das Verhältnis, in dem zwei Dinge sich  u n t e r e i n a n-
       d e r   austauschen oder  austauschen würden,  oder die  verhält-
       nismäßigen Mengen   e i n e s   D r i t t e n,   für die jede von
       ihnen sich austauscht oder austauschen würde." (l.c.p. 53.)
       
       D'abord 4*)  wäre dies  eine sehr  schöne Definition. Wenn 3 Pfd.
       Kaffee für 1 Pfd. Tee exchange to-day or would exchange to-morrow
       5*), so  ist durchaus  nicht gesagt,  daß Äquivalente  have  been
       exchanged for each other 6*). Hiernach könnte eine Ware immer nur
       zu ihrem  Wert exchanged werden, denn ihr Wert wäre irgendein be-
       liebiges Quantum  andrer Ware,  wogegen sie zufällig ausgetauscht
       worden. This, however, is not what people
       -----
       1*) Art Geschwätz,  scholastische Erfindung - 2*) daher von einem
       wechselnden Wert  - 3*) unser Mann es "nicht weiß" - 4*) Zunächst
       - 5*) sich  heute austauschen  oder morgen  austauschen würden  -
       6*) gegenseitig ausgetauscht wurden
       
       #130# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       generally   m e a n,   when they  say that  3 lbs. of coffee have
       been exchanged for their equivalent in tea. They suppose that af-
       ter, as  before, the  exchange a   c o m m o d i t y   o f  t h e
       s a m e   v a l u e is  in the  hand of either of the exchangers.
       The rate  at which  two commodities  exchange does  not determine
       their value,  but their  value determines  the rate at which they
       exchange. 1*) Wenn Wert nichts als das Quantum Ware, wogegen Ware
       A zufällig  ausgetauscht wird,  wie to  express the value of A in
       the commodity  B, C etc.? Because ¦¦819¦ then, as there is no im-
       manent measure  between the  two, the value of A could not be ex-
       pressed in B before it had been exchanged against B. 2*)
       R e l a t i v e r  W e r t  heißt erstens,  W e r t g r ö ß e  im
       Unterschied von  der Qualität  W e r t  überhaupt zu sein. Deswe-
       gen ist der letztre auch nichts Absolutes. Es heißt zweitens: Der
       Wert einer  Ware ausgedrückt  im Gebrauchswert einer andren Ware.
       Dies ist  ein   n u r   r e l a t i v e r   Ausdruck ihres Werts,
       nämlich in  relation to  the commodity  in which it is expressed.
       The value  of a  pound of  coffee is only relatively expressed in
       tea; to  express it  absolutely - even in a relative way, that is
       to say,  not in regard to the time of labour, but to other commo-
       dities -  it ought to be expressed in an infinite series of equa-
       tions   w i t h   a l l   o t h e r  c o m m o d i t i e s.  This
       would be  an  a b s o l u t e  expression of its  r e l a t i v e
       v a l u e;   its absolute expression would be its expression  i n
       t i m e   o f   l a b o u r   and by  this absolute expression it
       would be expressed as something relative, but in the absolute re-
       lation, by which it  i s  value. 3*)
       Kommen wir jetzt zu Bailey.
       Positives Verdienst  hat seine  Schrift nur  eins -  daß  er  die
       measure of  values 4*),  also in  der Tat eine der Funktionen des
       Gelds, oder das Geld in
       -----
       1*) Das  m e i n t  man jedoch in der Regel nicht, wenn man sagt.
       daß 3  Pfd. Kaffee für den gleichen Wert in Tee ausgetauscht wur-
       den. Man  nimmt in solchen Fällen an, daß sich nach dem Austausch
       wie vorher  in den  Händen jedes der Austauschenden eine  W a r e
       v o n  g l e i c h e m  W e r t e  b e f i n d e t.  Das Verhält-
       nis, in  dem sich  zwei Waren  austauschen, bestimmt  nicht ihren
       Wert, sondern  ihr Wert  bestimmt das Verhältnis, in dem sie sich
       austauschen. - 2*) soll dann der Wert von A ausgedrückt werden in
       der Ware  B, C  etc.? Denn  da es  kein  i m m a n e n t e s  Maß
       zwischen beiden  gibt. kann der Wert von A nicht in B ausgedrückt
       werden, solange  es nicht  gegen B  ausgetauscht wurde.  - 3*) im
       Verhältnis zu  der Ware, in der er ausgedrückt wird. Der Wert ei-
       nes Pfundes  Kaffee wird  nur relativ  in Tee ausgedrückt; um ihn
       absolut auszudrücken  - selbst  in relativer  Weise,  das  heißt,
       nicht in  bezug auf  die Arbeitszeit,  sondern auf andre Waren -,
       müßte man  ihn in  einer unendlichen Reihe von Gleichungen  m i t
       a l l e n   a n d e r e n   W a r e n   ausdrücken. Dies wäre ein
       a b s o l u t e r   Ausdruck ihres    r e l a t i v e n    W e r-
       t e s;   sein  absoluter  Ausdruck  wäre  sein  Ausdruck  in  Ar-
       beitszeit, und durch diesen absoluten Ausdruck würde er als etwas
       Relatives ausgedrückt,  aber in  dem absoluten  Verhältnis, durch
       das er Wert  i s t.  - 4*) das  M a ß  d e r  W e r t e
       
       #131# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       einer besondren  Formbestimmtheit, zuerst  richtiger bestimmt. Um
       die   W e r t e   der Waren zu messen - für ein  ä u ß r e s  Maß
       der Werte  -, ist  es nicht  nötig, daß  der Wert der Ware, worin
       sich die  andren Waren  messen, unveränderlich sei. (Er muß viel-
       mehr, wie  ich nachgewiesen  habe im  1. Teil  [37], veränderlich
       sein, weil  das Maß  der Werte selbst Ware ist und Ware sein muß,
       indem es sonst kein gemeinsames  i m m a n e n t e s  Maß mit den
       andren Waren hätte.) Verändert sich der Wert des Geldes z. B., so
       verändert er  sich allen andren Waren gegenüber gleichmäßig. Ihre
       relativen Werte drücken sich daher ebenso richtig in ihm aus, als
       wäre es unveränderlich geblieben.
       Damit war  das Problem,  ein "unveränderliches  Maß der Werte" zu
       finden, beseitigt.  Allein dieses  Problem (das  Interesse, Werte
       von Waren  zu verschiednen Geschichtsperioden zu vergleichen, ist
       in der  Tat kein   ö k o n o m i s c h e s   Interesse an und für
       sich, [sondern]  ein gelehrtes  Interesse) ging  selbst aus einem
       Mißverständnis hervor und hüllte eine viel tiefere und wichtigere
       Frage ein.  "Unveränderliches Maß der Werte" meint de prime abord
       1*) ein  Maß der Werte, das selbst von unveränderlichem Wert sei,
       also, da  der Wert selbst eine Bestimmung der Ware, eine Ware von
       unveränderlichem Wert.  Wären z.B. Gold und Silber oder Korn sol-
       che Waren  oder auch Arbeit, so könnte man durch Vergleichung mit
       denselben das  Verhältnis, worin  sich die  andren Waren zu ihnen
       austauschen, die  Variationen im  Wert dieser  andren Waren exakt
       messen durch  ihren Goldpreis,  Silberpreis, Kornpreis  oder  ihr
       Verhältnis zum  Arbeitslohn. In  dem Problem,  wie es so gestellt
       ist, ist  also von vornherein unterstellt, daß im "Maß der Werte"
       es sich  bloß von einer Ware handelt, worin alle andren Waren ih-
       ren Wert  darstellen, sei  es in der Ware, worin sie ihn wirklich
       darstellen -  dem Geld,  der Ware,  die als  Geld funktioniert -,
       oder eine  Ware, die  ihres unveränderlichen Werts wegen das Geld
       wäre, womit  der Theoretiker rechnete. Es zeigt sich aber, daß es
       sich unter  allen Umständen  hier nur handelt von einem Geld, das
       als Maß  der Werte  - theoretisch  oder praktisch  - selbst nicht
       Wertveränderungen unterworfen wäre.
       Aber damit  die Waren  ihren Tauschwert  selbständig im Geld dar-
       stellen, in  einer dritten Ware, der ausschließlichen Ware - sind
       schon die   W a r e n w e r t e  unterstellt. Es handelt sich nur
       noch darum,  sie quantitativ zu vergleichen. Eine  E i n h e i t,
       die sie  zu denselben  - zu  Werten macht  - als  Wert qualitativ
       gleichmacht, ist  schon unterstellt, damit ihre Werte und Wertun-
       terschiede sich  in dieser  Weise darstellen.  Drücken alle Waren
       ihre Werte  in Gold z.B. aus, so ist dieser ihr Goldausdruck, ihr
       Goldpreis, ihre
       -----
       1*) vor allem
       
       #132# Zwanzigstes Kapitel
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       Gleichung mit  dem Gold, eine Gleichung, aus der ihr Wertverhält-
       nis zueinander  erhellt, berechnet werden kann, denn sie sind nun
       ausgedrückt als   v e r s c h i e d n e   Q u a n t a    G o l d,
       und in  dieser Art  sind die  Waren in  ihren Preisen  als ¦¦820¦
       gleichnamige und vergleichbare Größen dargestellt.
       Aber um sie so darzustellen, müssen sie als  W e r t e  s c h o n
       i d e n t i s c h   sein. Sonst  wäre das Problem, den Wert jeder
       Ware in  Gold auszudrücken,  unmöglich zu  lösen, wenn nicht Ware
       und Gold  oder jede zwei beliebige Waren als Werte, Darstellungen
       derselben Einheit,  ineinander ausdrückbar wären. Oder im Problem
       selbst liegt  schon diese Voraussetzung. Die Waren sind schon als
       Werte, als  von ihren  Gebrauchswerten unterschiedne    W e r t e
       unterstellt, eh es sich von einer Darstellung dieses Werts in ei-
       ner besondren  Ware handeln  kann. Damit zwei Quanta verschiedner
       Gebrauchswerte als  Äquivalente sich  gleichgesetzt  werden,  ist
       schon unterstellt, daß sie in einem Dritten gleich sind, qualita-
       tiv gleich sind und nur verschiedne quantitative Ausdrücke dieses
       qualitativ Gleichen.
       Das Problem  nach einem  "unveränderlichen Maßstab des Werts" war
       in der  Tat also  nur ein falscher Ausdruck für das Aufsuchen des
       Begriffs, der  Natur  d e s  W e r t s  selbst, dessen Bestimmung
       selbst nicht  wieder ein  Wert sein  könnte, also  auch nicht den
       Veränderungen als  Wert unterworfen.  Dies war  die Arbeitszeit -
       die   g e s e l l s c h a f t l i c h e   A r b e i t,   wie  sie
       sich in  der Warenproduktion spezifisch darstellt. Arbeitsquantum
       hat keinen  Wert, ist  keine Ware, sondern ist das, was die Waren
       in Werte  verwandelt, ihre  Einheit, als  deren  Darstellung  sie
       q u a l i t a t i v   g l e i c h  und nur  q u a n t i t a t i v
       v e r s c h i e d e n   sind. Sie  [erscheinen] als  Ausdruck be-
       stimmter Quanta gesellschaftlicher Arbeitszeit.
       Gesetzt, Gold  habe einen  unveränderlichen Wert.  Wären dann die
       Werte aller  Waren in Gold ausgedrückt, so könnte ich die Wertva-
       riationen der  Waren an  ihren Goldpreisen  messen. Aber  um  die
       Werte der  Waren in  Gold auszudrücken, müssen Waren und Gold als
       W e r t e   identisch sein.  Nur als  bestimmte quantitative Aus-
       drücke dieses  Werts, als  bestimmte Wertgrößen  könnten Gold und
       Ware identisch gesetzt werden. Der unveränderliche Wert des Golds
       und der veränderliche Wert der übrigen Waren würde nicht hindern,
       daß sie  als   W e r t   dasselbe wären, derselben Substanz. Erst
       müßte der  Wert der  Waren in  Gold ausgedrückt, geschätzt sein -
       also Gold  und Waren  als Ausdrücke   d e r s e l b e n    E i n-
       h e i t   dargestellt sein,  als Äquivalente  -,  bevor  uns  der
       unveränderliche Wert des Golds einen Schritt weiter brächte.
       {Damit die Waren an dem in ihnen enthaltnen Quantum Arbeit gemes-
       sen werden - und das Maß für das Quantum Arbeit ist die Zeit -,
       
       #133# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       müssen die  verschiedenartigen in  den Waren  enthaltnen Arbeiten
       auf gleiche  einfache Arbeit reduziert sein, Durchschnittsarbeit,
       gewöhnliche, unskilled labour 1*). Erst dann kann das Quantum der
       in ihnen  enthaltnen Arbeitszeit  an der Zeit, einem gleichen Maß
       gemessen werden.  Sie muß  qualitativ gleich sein, damit ihre Un-
       terschiede zu bloß quantitativen, bloßen Größenunterschieden wer-
       den. Diese  Reduktion auf einfache Durchschnittsarbeit ist jedoch
       nicht die  einzige Bestimmtheit  der  Q u a l i t ä t  dieser Ar-
       beit, worin  als Einheit  sich die  Werte der Waren auflösen. Daß
       das Quantum der in einer Ware enthaltnen Arbeit das zu ihrer Pro-
       duktion    g e s e l l s c h a f t l i c h    n o t w e n d i g e
       Quantum ist  - die  Arbeitszeit also   n o t w e n d i g e   A r-
       b e i t s z e i t   -, ist eine Bestimmung, die nur die  W e r t-
       g r ö ß e   betrifft. Aber  die Arbeit, die die Einheit der Werte
       bildet, ist  nicht nur gleiche, einfache Durchschnittsarbeit. Die
       Arbeit ist  Arbeit des  Privatindividuums  dargestellt  in  einem
       bestimmten Produkt. Als Wert soll jedoch das Produkt Verkörperung
       der   g e s e l l s c h a f t l i c h e n   Arbeit sein  und  als
       solches unmittelbar verwandelbar aus einem Gebrauchswert in jeden
       andren. (Der  bestimmte Gebrauchswert, worin sie sich unmittelbar
       darstellt, soll  gleichgültig sein,  so daß es aus einer Form von
       Gebrauchswert in  die andre  übersetzbar.)  Die  P r i v a t a r-
       b e i t  soll sich also unmittelbar darstellen als ihr Gegenteil,
       g e s e l l s c h a f t l i c h e     Arbeit;  diese  verwandelte
       Arbeit ist  als  ihr  unmittelbares  Gegenteil    a b s t r a k t
       a l l g e m e i n e   A r b e i t,   die sich daher auch in einem
       all gemeinen  Äquivalent darstelle.  Nur durch  ihre  Veräußerung
       stellt sich  die individuelle  Arbeit wirklich  als ihr Gegenteil
       dar. Aber  die Ware  muß diesen  allgemeinen  Ausdruck  besitzen,
       bevor sie  veräußert ist. Diese Notwendigkeit der Darstellung der
       individuellen Arbeit  als allgemeiner  ist die  Notwendigkeit der
       Darstellung einer  Ware als  Geld. Soweit dies Geld als Maß dient
       und als  Ausdruck des  Werts der  Ware im  P r e i s,  erhält die
       Ware diese  Darstellung. Erst durch ihre wirkliche Verwandlung in
       Geld, den  Verkauf, gewinnt  sie diesen  ihren adäquaten Ausdruck
       als Tauschwert. Die erste Verwandlung ist bloß theoretischer, die
       zweite wirklicher Prozeß.
       ¦¦821¦ Es  ist also  beim Dasein der Ware als  G e l d  nicht nur
       hervorzuheben daß  die Waren  im Geld  sich ein bestimmtes  M a ß
       ihrer Wertgrößen  geben indem  alle ihren  Wert im  Gebrauchswert
       d e r s e l b e n  Ware ausdrücken sondern daß sie sich alle dar-
       stellen als  Dasein der  gesellschaftlichen, abstrakt allgemeinen
       Arbeit; eine  Form, in  der sie  alle dieselbe  Gestalt besitzen;
       alle als  unmittelbare Inkarnation  der gesellschaftlichen Arbeit
       erscheinen; und  als solche  alle die Wirkung des Daseins der ge-
       sellschaftlichen Arbeit
       -----
       1*) unqualifizierte Arbeit
       
       #134# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       haben, unmittelbar - im Verhältnis ihrer Wertgröße - austauschbar
       sind gegen  alle andren  Waren; während  sie in  der Hand dessen,
       dessen Ware  in Geld verwandelt ist, nicht das Dasein des Tausch-
       werts in  einem besondren  Gebrauchswert, sondern  das Dasein des
       Gebrauchswerts (wie  des Goldes  z.B.)  als  bloßen  Trägers  des
       Tauschwerts. Eine  Ware mag  unter oder  über ihrem Wert verkauft
       werden. Dies  betrifft nur  ihre  W e r t g r ö ß e.  Aber jedes-
       mal, sobald  sie verkauft,  in Geld  verwandelt ist,  besitzt ihr
       Tauschwert ein selbständiges, von ihrem Gebrauchswert gesondertes
       Dasein. Sie existiert nur noch als ein bestimmtes Quantum gesell-
       schaftlicher Arbeitszeit, und als solches bewährt sie sich, indem
       sie   u n m i t t e l b a r  gegen jede beliebige Ware austausch-
       bar, in  jeden beliebigen  Gebrauchswert (im  Maß ihres Quantums)
       verwandelbar ist. Dieser Punkt ist ebensowenig beim Geld zu über-
       sehn, wie  die formelle  Verwandlung, die  die in einer Ware ent-
       haltne Arbeit  untergeht als  ihr Wertelement. Es zeigt sich aber
       im Geld  - in  dieser absoluten  échangeabilité 1*), die die Ware
       als  Geld   besitzt,  ihrer   absoluten  Wirksamkeit  als  valeur
       d'echange 2*),  was  mit  der  Wertgröße  nichts  zu  tun  hat  -
       k e i n e   q u a n t i t a t i v e,   s o n d e r n   q u a l i-
       t a t i v e   B e s t i m m u n g   3*), daß durch den Prozeß der
       Ware selbst  ihr   T a u s c h w e r t   verselbständigt  und  in
       freier Gestalt  neben ihrem  Gebrauchswert real dargestellt wird,
       wie er es in ihrem Preise schon ideell ist.
       Es zeigt  also, daß der "verbal observer" 4*) so wenig wie Bailey
       irgend etwas  vom Wert und Wesen des Gelds verstehn, wenn sie die
       Verselbständigung des  Werts als eine scholastische Erfindung von
       Ökonomen behandeln.  Noch mehr  tritt diese  Verselbständigung im
       Kapital hervor,  was nach  einer Seite hin prozessierender Wert -
       also, da der Wert selbständig nur im Geld existiert -, prozessie-
       rendes Geld  genannt werden  kann, das eine Reihe Prozesse durch-
       läuft, in denen es sich erhält, von sich ausgeht, zu sich zurück-
       kehrt in  vergrößertem Umfang. Daß das Paradoxon der Wirklichkeit
       sich auch  in Sprachparadoxen ausdrückt, die dem common sense 5*)
       wider sprechen, dem what vulgarians mean and believe to talk off,
       versteht sich  von selbst.  Die Widersprüche,  die daraus hervor-
       gehn, daß auf Grundlage der Warenproduktion Privatarbeit sich als
       allgemeine gesellschaftliche  darstellt, daß die Verhältnisse der
       Personen als  Verhältnisse von Dingen und Dinge sich darstellen -
       diese Widersprüche liegen in der Sache. nicht in dem sprachlichen
       Ausdruck der Sache.}
       -----
       1*) Austauschbarkeit -  2*) Tauschwert -  3*) in der  Handschrift
       ist die  hier kursiv gegebene Textstelle mit Bleistift unterstri-
       chen -.  4*) "wortklaubende Beobachter"  - 5*) gesunden Menschen-
       verstand - 6*) was Vulgärökonomen meinen und zu sagen glauben
       
       #135# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Ric[ardo] hat  oft das Ansehn und spricht in der Tat manchmal so,
       als sollte  die quantity  of labour  1*) eine Lösung des falschen
       oder falschgefaßten Problems von einem "unvariable measure of va-
       lue" 2*)  sein, in derselben Art wie Korn, Geld, Arbeitslohn etc.
       als dergleichen  Nostra früher betrachtet und aufgestellt wurden.
       Dieser falsche Schein kommt bei R[icardo] dadurch hervor, daß ihm
       die Bestimmung  der Wertgröße die entscheidende Aufgabe. Weswegen
       er die  spezifische Form, worin die Arbeit Element des Werts ist,
       nicht gefaßt  hat, namentlich nicht, daß die einzelne Arbeit sich
       als abstrakt  allgemeine und in dieser Form als gesellschaftliche
       darstellen muß.  Den Zusammenhang  der Geldbildung  mit dem Wesen
       des Werts  und mit  der Bestimmung dieses Werts durch Arbeitszeit
       hat er deshalb nicht begriffen.
       Baileys Schrift  hat insofern ein Verdienst, als er die Verwechs-
       lung der  "measure of value" 3*), wie sie sich im Geld darstellt,
       als eine Ware neben andren Waren, mit dem immanenten Maß und Sub-
       stanz des  Werts durch seine Einwendungen aufhellt. Hätte er aber
       selbst das  Geld als "measure of value" analysiert, nicht nur als
       quantitatives Maß, sondern als qualitative Verwandlung der Waren,
       so wäre  er selbst  auf die  richtige Analyse des Werts gekommen.
       Statt dessen  bleibt er  bloß bei der oberflächlichen Betrachtung
       der äußren "measure of value" - die schon die value unterstellt -
       stehn und bei dem rein Gedankenlosen.
       ¦¦822¦ Indes  finden sich  doch einzelne  Stellen bei  R[icardo],
       worin er  direkt hervorhebt,  daß die Quantität der in einer Ware
       enthaltnen   Arbeit   nur   darum   das   immanente   Maß   ihrer
       Wert g r ö ß e n,   der  G r ö ß e n u n t e r s c h i e d e  ih-
       rer Werte  [ist], weil die Arbeit das ist, worin die verschiednen
       Waren   g l e i c h  sind, ihre Einheit, ihre Substanz, der innre
       Grund ihres  Werts. Was er vernächlässigt hat zu untersuchen, ist
       nur, in welcher bestimmten Form die Arbeit dies ist.
       
       "Wenn wir  die   A r b e i t   a l s   G r u n d l a g e    d e s
       W e r t e s   der Waren  u n d  die zu ihrer Produktion erforder-
       lichen   v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n  Q u a n t i t ä t e n
       A r b e i t   a l s   R e g e l   b e t r a c h t e n,    n a c h
       d e r   s i c h  d i e  e n t s p r e c h e n d e n  Q u a n t i-
       t ä t e n   v o n   W a r e n   b e m e s s e n,  die beim Tausch
       füreinander  hingegeben  werden,  so  darf  man  uns  doch  nicht
       unterstellen,  daß   wir  die  zufälligen  und  zeitweiligen  Ab-
       weichungen des tatsächlichen oder Marktpreises der Waren von die-
       sem ihren  ursprünglichen und  natürlichen Preis  in Abrede stel-
       len." (3rd ed., 1821, p. 80.)
       "Zu messen... heißt herauszufinden, wievielmal sie" (die gemesse-
       nen Dinge)  "...   E i n h e i t e n   d e r s e l b e n   G a t-
       t u n g.   Ein Franken  ist kein  Wertmaß für irgend etwas, außer
       für eine  Quantität des   M e t a l l s,   aus  dem Franken  her-
       gestellt werden,  sofern nicht  Franken und die zu messende Sache
       a u f   e i n   a n d e r e s   M a ß,   d a s  b e i d e n  g e-
       m e i n s a m  i s t,  bezogen
       -----
       1*) Menge Arbeit - 2*) "unveränderlichen Maß der Werte" - 3*) des
       "Wertmaßes"
       
       #136# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       werden können.  Ich glaube,  daß sie das können, da sie beide Re-
       sultat von  Arbeit sind,  und daß  daher" (weil labour ihre causa
       efficiens 1*))  "Arbeit ein   g e m e i n s a m e s   M a ß  ist,
       durch  das  ihr  wirklicher,  als  auch  ihr    r e l a t i v e r
       W e r t  bestimmt werden kann." (l.c.p. 333, 334.)
       Die Waren  können alle  aufgelöst werden  in labour als ihre Ein-
       heit. Was  Ric[ardo] nicht  untersucht, ist  die   s p e z i f i-
       s c h e   F o r m,   worin labour  als  Einheit  der  Waren  sich
       darstellt. Daher  begreift er  das Geld  nicht. Daher er, scheint
       bei ihm  die  Verwandlung  der  Waren  in  Geld  als  etwas  bloß
       Formelles, nicht  tief in  das Innerste der kapitalistischen Pro-
       duktion Eingehendes.  Aber das  sagt er  nur: Nur weil labour die
       Einheit von  Waren, nur weil sie alle bloße Darstellungen dersel-
       ben Einheit,  der labour, ist labour ihre measure 2*). Es ist nur
       ihre measure, weil ihre  S u b s t a n z  als Werte. Es ist nicht
       gehörig unterschieden  die labour,  soweit sie sich in Gebrauchs-
       werten und  soweit sie  sich im  Tauschwert darstellt. Die labour
       als Grund  des Werts ist nicht die besondre labour, von besondrer
       Beschaffenheit. Es geht bei Ric[ardo] Verwechslung durch zwischen
       labour, soweit  sie sich  im Gebrauchswert und soweit sie sich im
       Tauschwert darstellt.  Allerdings ist die letztre Form der labour
       nur die erstre in einer abstrakten Form gefaßt.
       Unter   r e a l  v a l u e  3*) versteht R[icardo] im obigen Pas-
       sus die  Ware als Darstellung einer bestimmten Arbeitszeit. Unter
       r e l a t i v e   v a l u e   den Ausdruck  der in ihr enthaltnen
       Arbeitszeit in den Gebrauchswerten andrer Waren.
       Nun zu Bailey.
       B[ailey] hält fest an der Form, worin der Tauschwert der Ware als
       Ware sich  darstellt, erscheint.   A l l g e m e i n   stellt  er
       sich dar,  wenn in  dem Gebrauchswert  einer dritten  Ware ausge-
       drückt, worin  alle andre  Ware ebenfalls  ihren Wert ausdrückt -
       die als  Geld dient,  also  im    G e l d p r e i s    der  Ware.
       B e s o n d e r s   stellt er  sich dar,  wenn ich den Tauschwert
       irgendeiner Ware  im Gebrauchswert  irgendeiner andren  Ware dar-
       stelle, also als  K o r n p r e i s,  L e i n l e a n d t r e i s
       etc. In der Tat erscheint der Tauschwert der Ware, stellt er sich
       für andre  Waren dar,  immer nur in dem quantitativen Verhältnis,
       worin sie  sich austauschen.  Die allgemeine Arbeitszeit kann die
       einzelne Ware  als solche nicht darstellen, oder sie kann sie nur
       darstellen in  ihrer Gleichung mit der Ware, die Geld ist, in ih-
       rem   G e l d p r e i s.  Aber dann ist der Wert der Ware A stets
       dargestellt in  bestimmtem Quantum Gebrauchswert G, der Ware, die
       als Geld funktioniert.
       Dies ist  die   u n m i t t e l b a r e    E r s c h e i n u n g.
       Und daran  hält B[ailey]  fest. Die  oberflächlichste Form, worin
       der Tauschwert sich zeigt, als  q u a n t i t a t i v e s
       -----
       1*) Arbeit ihre wirkende Ursache - 2*) ihr Maß - 3*) realem Wert
       
       #137# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       V e r h ä l t n i s,   worin Waren sich austauschen,  i s t  nach
       B[ailey] ihr Wert. Von der Oberfläche in die Tiefe fortzugehn ist
       nicht erlaubt. Er vergißt sogar die einfache Reflexion, daß, wenn
       y Ellen  Leinwand =  x lbs.  Stroh, diese Gleichheit zwischen den
       ungleichen Dingen  Leinwand und  Stroh  sie  zu  gleichen  Größen
       macht. Dies  ihr Dasein  als Gleiches muß doch verschieden ¦¦823¦
       sein von  ihrem Dasein  als Stroh  und Leinwand. Es ist nicht als
       Stroh und  Leinwand, daß sie sich gleichgesetzt sind, sondern als
       Äquivalente. Die  eine Seite  der Gleichung  muß daher  denselben
       Wert ausdrücken  wie die  andre. Der  Wert von Stroh und Leinwand
       muß also weder Stroh noch Leinwand sein, sondern etwas beiden Ge-
       meinsames und  von beiden  als Stroh und Leinwand Unterschiednes.
       Was ist das? Darauf antwortet er nicht. Statt dessen geht er alle
       Kategorien der Ökonomie durch, um stets die einförmige Litanei zu
       wiederholen, daß  der Wert  das Austauschverhältnis von Waren ist
       und daher nichts von diesem Verhältnis Unterschiednes.
       
       "W e n n   der   W e r t  eines Gegenstandes  s e i n e  K a u f-
       k r a f t   i s t,   dann muß  etwas zu  kaufen da sein. Der Wert
       bezeichnet also  nichts Positives  oder der Ware Eigenes, sondern
       bloß  die  Relation,  in  der  zwei  Gegenstände  zueinander  als
       austauschbare Waren  stehen." ([Bailey,  "A Critical Dissertation
       on the  Nature, Measures,  and Causes of Value", London 1825], p.
       4, 5.)
       
       In dieser  Phrase ist  in der Tat seine ganze Weisheit enthalten.
       "If   v a l u e   is   n o t h i n g  but  p o w e r  o f  p u r-
       c h a s i n g"   (a very fine definition, since "purchasing" sup-
       poses  not  only  value,  but  the  representation  of  value  as
       "money"), "it  denotes" 1*)  etc.  Doch  klären  wir  die  Phrase
       B[ailey]s erst  von ihrem  abgeschmackten Hereinschmuggeln. "Pur-
       chasing" heißt "kaufen", heißt Verwandlung von Geld in Ware. Geld
       unterstellt schon  die value  und die  Entwicklung of value. Also
       erst fort mit dem Ausdruck "purchasing". Sonst erklären wir value
       durch value.  Für purchasing müssen wir sagen "exchanging against
       other objects".  Daß "there  must be  something to purchase" 2*),
       ist eine  ganz überflüssige  Bemerkung. Würde  das  "object"  als
       Gebrauchswert konsumiert  von seinen  Produzenten  3*),  wäre  es
       nicht bloß  Mittel, andre  Objekte anzueignen,  nicht "Ware",  so
       wäre von value natürlich nicht die Rede.
       Erst ist  von object  die Rede.  Dann aber wird die Relation, "in
       which two  objects stand  to each other" verwandelt in "the rela-
       tion ... they stand
       -----
       1*) "Wenn   W e r t   n i c h t s   ist als    K a u f k r a f t"
       (eine sehr schöne Definition, da "kaufen" nicht nur Wert, sondern
       auch  die   Darstellung  des   Wertes  als  "Geld"  voraussetzt),
       "bezeichnet er"  - 2*) "austauschen gegen andere Gegenstände. Daß
       "etwas zu kaufen da sein muß" - 3*) in der Handschrift: Konsumen-
       ten
       
       #138# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       to each  other... as  exchangeable commodities"  1*). Die objects
       standen ja  nur in der Relation of exchange 2*) oder exchangeable
       objects to  each other. Dadurch sind sie "commodities", was some-
       thing else  than "objects"  3*) ist.  Dagegen  die  "Relation  of
       exchangeable  commodities"  ist  entweder  ein  Unsinn,  da  "not
       exchangeable objects  keine commodities  sind. Oder Herr B[ailey]
       schlägt sich  selbst. Die  objects shall  not be exchanged in any
       proportion whatever  4*),  sondern  sie  sollen  als  commodities
       exchanged werden, d.h. sich als exchangeable commodities zueinan-
       der verhalten, d.h. als Objekte, deren jedes einen valeur 5*) hat
       und die  im Maß  ihrer Äquivalenz  zueinander ausgetauscht werden
       sollen. Damit  hätte B[ailey]  zugegeben, daß die rate 6*), worin
       sie ausgetauscht  werden, also die power 7*) jeder der Waren, die
       andre zu  kaufen, bestimmt ist durch ihren  W e r t,  dieser Wert
       aber nicht durch diese power, die eine bloße Konsequenz.
       Streifen wir  der Phrase  also alles Falsche, Hereingeschmuggelte
       oder Sinnlose ab, so lautet sie folgendermaßen:
       Doch halt.  Wir müssen  noch einen  andren Hinterhalt  und Unsinn
       wegtun. Wir  haben zweierlei  Ausdrücke. "Power" of exchanging of
       an object  8*) etc. (da das "purchasing" unberechtigt und sinnlos
       ohne den  Begriff des  Gelds) und  "relation in  which an  object
       exchanges with  others 9*).  Soll "power"  was  andres  sein  als
       "Relation, so  dürfte nicht  gesagt werden, daß "power of exchan-
       ging" is   "m e r e l y   t h e  r e l a t i o n  etc." 10*) Soll
       es   d a s s e l b e   sein, so  ist es sinnstörend, dasselbe mit
       zwei verschiednen  Ausdrücken, die  nichts miteinander gemein ha-
       ben, zu  bezeichnen. Relation of a thing to another is a relation
       of the  two things  and cannot be said to belong to either. Power
       of a thing, on the contrary, is something intrinsic to the thing,
       although this  its intrinsic  quality may  only  ¦¦824¦  manifest
       itself in  its relation to other things. F.i. power of attraction
       is a  power of  the thing itself, although that power is "latent"
       as long as there are there no things to attract. 11*) Es ist hier
       der Versuch  gemacht, den Wert des "object" als etwas ihm Gehöri-
       ges und
       -----
       1*) "in der  zwei Gegenstände  zueinander stehen"  verwandelt  in
       "die  Relation...,   in  der   sie   zueinander   stehen...   als
       a u s t a u s c h b a r e   W a r e n"  -  2  des  Austausches  -
       3*) "Waren",  was   etwas  anderes   ist  als   "Gegenstände"   -
       4*) Gegenstände sollen  nicht in  irgendeinem  Verhältnis  ausge-
       tauscht  -   5*) Wert  -   6*) das  Verhältnis   -  7*) Kraft   -
       8*) Tausch"kraft" eines Gegenstandes - 9*) "Relation in der" sich
       ein Gegenstand  gegen andere  austauscht - 10*) Tauschkraft "bloß
       die Relation  etc." ist - 11*) Relation eines Dinges zu einem an-
       deren ist  eine Relation  beider Dinge,  und es kann nicht gesagt
       werden, sie  gehöre dem  einen an.  Die Kraft eines Dinges ist im
       Gegenteil etwas  dem Dinge  Innewohnendes, wenn auch diese innere
       Eigenschaft sich nur in ihrer Relation zu anderen Dingen offenba-
       ren mag.  So ist z.B. die Kraft der Anziehung eine Kraft des Din-
       ges selbst, obwohl diese Kraft "latent" bleibt, solange kein Ding
       da ist, das angezogen werden könnte.
       
       #139# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       doch bloß  als "relation"  Existierendes darzustellen. Daher erst
       das Wort power und dann das Wort relation.
       Der exakte Ausdruck also dieser:
       
       "I f   the value of an object is the relation in which it exchan-
       ges with  other objects  value denotes,  c o n s e q u e n t l y"
       (viz. in  consequence of the "If") "nothing, but merely the rela-
       tion in which two objects stand to each other as exchangeable ob-
       jects." 1*)
       
       Diese Tautologie  wird niemand leugnen. Es folgt übrigens daraus,
       daß "value"  of an object "denotes nothing" 2*). Z.B.: 1 lb. cof-
       fee =  4 lbs.  cotton. Was  ist nun  der Wert von 1 lb. coffee? 4
       lbs. cotton? Und der Wert von 4 lbs. cotton? 1 lb. coffee. Da nun
       der Wert  von 1  lb. Kaffee  4 lbs.  cotton sind, andrerseits der
       Wert von  4 lbs. cotton = 1 lb. coffee, so klar, daß der Wert von
       1 lb.  coffee = 1 lb. coffee ist (denn 4 lbs. cotton sind = 1 lb.
       coffee). a  = b, b = a. Hence 3*) a = a. Aus dieser Erklärung er-
       gibt sich  also, daß  der Wert eines Gebrauchswerts = dem Quantum
       desselben Gebrauchswerts  ist. Also ist der Wert von 1 lb. coffee
       nichts außer  1 lb. coffee. Wenn 1 lb. coffee = 4 lbs. Baumwolle,
       so klar,  daß 1  lb. coffee  > 3 lbs. cotton und 1 lb. coffee < 5
       lbs. cotton.  Daß 1  lb. coffee > 3 lbs. cotton und < 5 lbs. cot-
       ton, drückt  ebenfalls eine  relation zwischen  coffee und cotton
       aus, ganz  so gut,  als daß  1 lb.  coffee = 4 lbs. cotton. Das =
       drückt nicht  mehr Relation aus als das > oder das <, sondern nur
       eine andre  Relation. Warum drückt nun grade die Relation mit dem
       Gleichheitszeichen, mit  dem =, den Wert des coffee in cotton und
       den Wert des cotton in coffee aus? Oder wird dies Gleichheitszei-
       chen dadurch  hervorgebracht, daß sich überhaupt diese Quanta ge-
       geneinander austauschen?  Drückt das  = bloß  das Faktum des Aus-
       tauschs aus?  Es kann nicht geleugnet werden, daß, wenn coffee in
       irgendwelcher ratio  4*) sich gegen cotton austauscht, sie gegen-
       einander ausgetauscht  sind, und  wenn das  bloße fact  des  Aus-
       tauschs die  relation zwischen  den Waren konstatiert, so ist der
       Wert von  coffee ebensowohl in Baumwolle dargestellt, ob er gegen
       2, 3, 4, 5 lbs. Baumwolle sich austauscht. Aber was soll dann das
       Wort   r e l a t i o n?   Der coffee hat durchaus nichts "intrin-
       sic,  positive"   5*)  in   sich,  wodurch   bestimmt  wird,   in
       w e l c h em   V e r h ä l t n i s   er sich  mit dem cotton aus-
       tauscht. Es  ist keine  Relation, die bestimmt wird durch irgend-
       eine dem  Kaffee intrinsic  und von dem wirklichen Austausch ver-
       schiedne Bestimmung. Wozu also das Wort
       -----
       1*) "W e n n   der wert  eines Gegenstandes  die Relation ist, in
       der er  sich  mit  anderen  Gegenständen  austauscht,  bezeichnet
       a l s o"   (nämlich infolge des "Wenn") "der Wert nichts als bloß
       die Relation,  in der  zwei Gegenstände zueinander als austausch-
       bare  Gegenstände   stehen."  -   2*) "Wert"  eines  Gegenstandes
       "n i c h t s   bezeichnet" -  3*) Daher -  4*) irgendwelchem Ver-
       hältnis - 5*) "Immanentes, Positives"
       
       #140# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Relation? Was  ist die  Relation? The  quantity of cotton against
       which a  quantity of coffee is exchanged. 1*) Es könnte nicht von
       einer Relation  gesprochen werden, in which it exchanges, sondern
       bloß von  einer relation,  in which  it is  or   h a s    b e e n
       exchanged 2*).  Denn ginge  die Bestimmung  der relation dem Aus-
       tausch voraus,  so wäre  der Austausch  durch die  "relation" be-
       stimmt und  nicht die  relation durch  den Austausch.  Wir müssen
       also auch die  R e l a t i o n  drop 3*), die etwas über den Kaf-
       fee und Cotton Uuergreifendes, von ihnen Getrenntes ist.
       [So nimmt  also der oben angeführte Satz von Bailey folgende Form
       an:]
       
       "I f   the value  of an  obiect is the quantity of another object
       exchanged with  it, value denotes, consequently, nothing, but me-
       rely the quantity of the other object exchanged with it." 4*)
       
       Als Ware  kann eine Ware nur ihren Wert in einer andren Ware aus-
       drücken, denn  für sie als Ware existiert die allgemeine Arbeits-
       zeit nicht.  Wenn sich  der Wert  einer Ware in einer andren Ware
       ausdrückt, ist  der Wert der einen Ware nichts außer dieser ihrer
       Äquation mit  einer andren  Ware. Auf  dieser Weisheit (wie er es
       auffaßt, ist  es   T a u t o l o g i e;   denn er  sagt: Wenn der
       Wert einer  Ware nichts ist als ihr Austauschverhältnis mit einer
       andren Ware,  ist  er  nichts  außer  diesem  Verhältnis)  reitet
       B[ailey] unermüdlich, um so mehr ermüdend, herum.
       Seine philosophische Tiefe zeigt er in folgendem Satze:
       
       "Wie wir  nicht von  der   E n t f e r n u n g   e i n e s   G e-
       g e n s t a n d e s   reden können, ohne dabei auch einen anderen
       Gegenstand im  Auge zu  haben,   z w i s c h e n   d e m    u n d
       d e m   e r s t e r e n   d i e s e s   V e r h ä l t n i s  b e-
       s t e h t,   so können  wir vom  Werte einer Ware nur sprechen im
       Hinblick auf   e i n e   a n d e r e   W a r e,   ¦¦825¦    m i t
       d e r   s i e  v e r g l i c h e n  w i r d.  Ein Ding kann eben-
       sowenig an  sich wertvoll  sein ohne  Bezug auf ein anderes Ding"
       (Ist die  social labour, to which the value of a commodity is re-
       lated, not  another thing? 5*), "wie ein Ding  a n  s i c h  ohne
       Bezug auf ein anderes Ding entfernt sein kann." (l.c.p. 5.)
       
       Wenn a  thing is  distant from another, the distance is in fact a
       relation between  the one  thing and  the other;  but at the same
       time the  distance is something different from this relation bet-
       ween the  two things.  It is a dimension of the space, it is some
       length which may as well express the distance
       -----
       1*) Die Menge Baumwolle, gegen die eine Menge Kaffee ausgetauscht
       wird.  -   2*) in  der   sie  ausgetauscht   wird  oder  wurde  -
       3*) fallenlassen -  4*) "W e n n  der Wert eines Gegenstandes die
       Quantität e  nes anderen  Gegenstandes ist,  der mit  ihm  ausge-
       tauscht wird,  bezeichnet also der Wert nichts als bloß das Quan-
       tum des  anderen Gegenstandes,  der mit ihm ausgetauscht wird." -
       5*) gesellschaftliche Arbeit,  auf die  sich der  Wert einer Ware
       bezieht, nicht ein anderes Ding?
       
       #141# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       of two  other things besides those compared. But this is not all.
       If we  speak of the distance as a relation between two things, we
       suppose something  "intrinsic", some  "property"  of  the  things
       themselves, which  enables them  to be  distant from  each other.
       What is the distance between the syllable A and a table? The que-
       stion would  be nonsensical.  In speaking  of the distance of two
       things, we  speak of  their difference  in space. Thus we suppose
       both of  them to  be contained  in the space, to be points of the
       space. Thus  we equalize  them as  being both  existences of  the
       space, and  only after  having them equalized  s u b  s p e c i e
       s p a t i i  we distinguish them as different points of space. To
       belong to space is their unity. 1*) *)
       ---
       *) ¦¦XV-887¦ {Mit  Bezug auf Baileys Abgeschmacktheit noch zu be-
       merken:
       Wenn er sagt, A ist distant Of 2*) B, so vergleicht er sie nicht,
       setzt sie  nicht gleich,  sondern unterscheidet sie räumlich. Sie
       nehmen   n i c h t   d e n s e l b e n  Raum ein. Dennoch sagt er
       von beiden  aus, daß  sie  r ä u m l i c h  sind und als dem Raum
       Angehörige unterschieden werden. Er setzt sie also vorher gleich,
       gibt ihnen  dieselbe Einheit.  Hier  handelt  es  sich  aber  vom
       Gleichsetzen.
       Sage ich,  der Flächeninhalt  des Dreiecks  A ist  gleich dem des
       Parallelogramms B,  so heißt das nicht nur, daß der Flächeninhalt
       des Dreieck  im Parallelogramm und der Flächeninhalt des Paralle-
       logramm im  Dreieck ausgedrückt  ist. Sondern  es heißt, wenn die
       Höhe des  Dreiecks = H und die Basis = B, daß [dann] A = (H x B)/
       2 ist,  eine Eigenschaft,  die ihm  selbst zukömmt,  ganz wie dem
       Paralellogramm zukömmt,  daß es  ebenfalls = (H x B) / 2 Als Flä-
       cheninhalt sind Dreieck und Parallelogramm hier als dasselbe, als
       Äquivalente gesetzt,  obgleich sie als Dreieck und Parallelogramm
       verschieden sind. Um diese Verschiedenen einander gleichzusetzen,
       muß jedes,  abgesehn vom  andren,  d i e s e l b e  E i n h e i t
       ausdrücken. Begnügte  sich die  Geometrie damit, wie die Ökonomie
       des Herrn  B[ailey], zusagen, die Gleichheit von Dreieck und Par-
       allelogramm meine, daß das Dreieck im Parallelogramm und das Par-
       allelogramm im  Dreieck  ausgedrückt  ist,  so  käme  sie  weit.}
       ¦XV-887¦¦
       -----
       1*) ein Ding  von einem  anderen entfernt ist, bildet die Entfer-
       nung sicher  eine Relation  zwischen dem einen Ding und dem ande-
       ren; aber  gleichzeitig ist die Entfernung etwas von dieser Rela-
       tion zwischen  den beiden  Dingen Verschiedenes. Es ist eine Aus-
       dehnung des  Raumes, eine bestimmte Länge, die ebensogut die Ent-
       fernung zweier  anderer Dinge  bezeichnen kann als die der beiden
       verglichenen. Aber  das ist nicht alles. Wenn wir von der Entfer-
       nung als einer Relation zwischen zwei Dingen sprechen, setzen wir
       etwas "Immanentes",  eine "Eigenschaft"  der Dinge selbst voraus,
       die sie  instand setzt, voneinander entfernt zu sein. Was ist die
       Entfernung zwischen  dem Buchstaben  A und einem Tisch? Die Frage
       ist sinnlos.  Wenn wir  von der  Entfernung zweier  Dinge  reden,
       sprechen wir  von ihrem  Unterschied im Raume. Wir setzen voraus,
       daß sie  beide im  Raum enthalten,  beide Punkte des Raumes sind.
       Wir machen  sie einander  gleich als  Existenzen des  Raumes, und
       erst nachdem  wir sie  einander gleichgemacht  haben    u n t e r
       d e m   G e s i c h t s p u n k t   d e s   R a u m e s,   unter-
       scheiden wir sie als verschiedene Punkte des Raumes. In ihrer Zu-
       gehörigkeit zum Raume liegt ihre Einheit. 2*) entfernt von
       
       #142# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Was aber  ist diese  unity der  objects  exchanged  against  each
       other? 1*)  Dieser exchange  ist kein Verhältnis, das sie als na-
       türliche Dinge zueinander haben. Es ist auch kein Verhältnis, das
       sie als natürliche Dinge zu menschlichen Bedürfnissen haben, denn
       es ist  nicht the  degree of  their utility  that determines  the
       quantities in  which they exchange 2*). Also was ist ihre Identi-
       tät, die  sie befähigt,  in a  certain measure  to  be  exchanged
       against each other? Als was do they become exchangeable 3*) ?
       In der Tat ist B[ailey] in alledem nur pedissequus des man of the
       "verbal observations" 4*).
       
       "Er" (der  Wert) "kann sich für den einen der verglichenen Gegen-
       stände nicht  ändern, ohne  daß er  sich für den anderen ändert."
       (l.c.p. 5.)
       
       Dies heißt wieder nur: Der Ausdruck des Werts einer Ware in einer
       andren Ware  kann [sich]  nur als  s o l c h e r  A u s d r u c k
       ändern. Und der Ausdruck als solcher unterstellt nicht eine, son-
       dern zwei Waren.
       Herr Bailey  meint, wenn man nur von zwei Waren spräche - im Aus-
       tausch zueinander -, würde man die bloße Relativität des Werts in
       seinem Sinn  von selbst  gefunden haben.  Der Esel. Als ob es bei
       Waren, die  miteinander ausgetauscht werden - zwei Produkten, die
       sich als Waren zueinander verhalten -, nicht ebenso nötig sei, zu
       sagen, worin  sie identisch  sind, als  bei 1000.  Übrigens würde
       sich, wo  nur zwei Produkte existieren, das Produkt nie zur Ware,
       daher auch nie der Tauschwert der Ware entwickeln. Die Notwendig-
       keit der  Arbeit in  Produkt I  sich als gesellschaftliche Arbeit
       darzustellen, wäre  nicht vorhanden.  Weil das  Produkt nicht als
       unmittelbarer Gegenstand  der Konsumtion für die Produzenten pro-
       duziert wird, sondern nur als Träger des Werts, sozusagen als An-
       weisung auf  bestimmtes Quantum  aller Darstellungen  der gesell-
       schaftlichen Arbeit, sind alle Produkte gezwungen, als Werte sich
       eine von  ihrem Dasein  als Gebrauchswerte unterschiedne Daseins-
       form zu geben. Und es ist diese Entwicklung der in ihnen enthalt-
       nen Arbeit  als gesellschaftlicher,  es ist die Entwicklung ihres
       Werts, das  die Geldbildung bedingt, die Notwendigkeit der Waren,
       sich als  Geld füreinander  darzustellen -  was bloß heißt: [als]
       selbständige Daseinsformen des Tauschwerts -, und sie können dies
       nur, indem  sie eine Ware aus dem lot 5*) ausschließen, alle ihre
       Werte in dem Gebrauchswert dieser ausgeschloßnen Ware messen, die
       in dieser ausschließlichen
       -----
       1*) Einheit  der   gegeneinander  ausgetauschten  Gegenstände?  -
       2*) der Grad  ihrer Nützlichkeit,  der die Menge bestimmt, in der
       sie sich austauschen - 3*) in einem gewissen Ausmaß gegeneinander
       ausgetauscht zu  werden? Als  was werden  sie austauschbar  - 4*)
       Nachbeter des  Mannes der  "wortklaubenden Bemerkungen  - 5*) der
       Gesamtheit
       
       #143# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Ware enthaltne  Arbeit daher unmittelbar in  a l l g e m e i n e,
       g e s e l l s c h a f t l i c h e  Arbeit verwandeln.
       Herr B[ailey]  mit seinem  queer 1*) Denkvermögen, das nur an der
       Oberfläche der  Erscheinungen  haftet,  schließt  umgekehrt:  Der
       W e r t b e g r i f f   wird nur  gebildet -  daher der  Wert aus
       bloß quantitativem  Verhältnis, worin  Waren gegeneinander ausge-
       tauscht werden,  in etwas von diesem Verhältnis Unabhängiges ver-
       wandelt (was, [wie] er meint, verwandle den Wert der Waren in et-
       was Absolutes,  in eine von den Waren getrennt existierende scho-
       lastische entity 2*)) -,  w e i l  außer den Waren  G e l d  exi-
       stiert, und  wir so gewohnt sind, die Werte von  W a r e n  nicht
       in ihrem  Verhältnis zueinander,  sondern als Verhältnis zu einem
       Dritten, als  ein ¦¦826¦ von dem  u n m i t t e l b a r e n  Ver-
       hältnis unterschiednes  drittes Verhältnis  [zu betrachten].  Bei
       B[ailey] ist  es nicht  die Bestimmung des Produkts als Wert, das
       zur Geldbildung  treibt und  im  G e l d  sich ausdrückt, sondern
       es ist  das Dasein  des Gelds,  das zur  Fiktion des Wertbegriffs
       treibt. Historisch  ist es  ganz richtig, daß das Suchen nach dem
       Wert sich  zunächst an  den   e r s c h e i n e n d e n  Ausdruck
       der Waren  als Wert,  an das Geld sich anlehnt, und daher das Su-
       chen nach  der Wertbestimmung sich darstellt (fälschlich) als Su-
       chen nach  einer Ware von "unveränderlichem Wert" oder nach einer
       Ware als  "unveränderliches Maß  der Werte".  Indem Herr B[ailey]
       nun nachweist,  daß Geld  als äußres Maß der Werte - und Darstel-
       lung des  Werts -  seinen Zweck erfüllt, obgleich es einen verän-
       derlichen Wert  hat, glaubt  er die  Frage nach  dem Begriff  des
       Werts -  der von  der Veränderlichkeit  der Wertgröße  der  Waren
       nicht affiziert  wird -  beseitigt zu haben, und in der Tat nicht
       mehr nötig zu haben, [sich] überhaupt etwas unter Wert zu denken.
       Weil die  Darstellung des  Werts einer  Ware in  Geld -  in einer
       dritten ausschließlichen  Ware - die Wertveränderung dieser drit-
       ten  Ware   nicht  ausschließt,   weil  das   Problem  nach   dem
       "unveränderlichen Maß  der Werte" wegfällt, fällt das Problem der
       Wertbestimmung selbst  weg. Dies seichte Geschwätz führt B[ailey]
       mit großer Selbstgefälligkeit über Hunderte von Seiten durch.
       Die folgenden Sätze, worin er stets dasselbe wiederholt, sind zum
       Teil verbotenus abgeschrieben von dem "Verbal" one 3*).
       
       "[Nehmen wir  an] es gäbe nur zwei Waren, beide austauschbar ver-
       hältnismäßig zur  Menge der  Arbeit. Wenn ... A in einem späteren
       Zeitraum die  doppelte Menge  Arbeit für  ihre Produktion  erfor-
       derte, während  B fortfährt, dieselbe Menge zu erheischen, wäre A
       doppelt soviel  wert wie  B... Aber obwohl B durch dieselbe Menge
       Arbeit wie  früher produziert  würde, bliebe sein Wert doch nicht
       derselbe, denn es
       -----
       1*) verschrobenen - 2*) Wesenheit - 3*) "Wortklaubenden"
       
       #144# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       würde sich bloß gegen die halbe Menge von A austauschen, die ein-
       zige  W a r e,  nach der Voraussetzung, mit der es zu vergleichen
       wäre." (l.c.p. 6.)
       "D i e s e r     b e s t ä n d i g e     H i n b l i c k    a u f
       a n d e r e   W a r e n"   (statt Wert   n u r   a l s   R e l a-
       t i o n   z w i s c h e n   z w e i   W a r e n   zu  betrachten)
       "oder auf   G e l d,   wenn  wir   v o n   d e r  R e l a t i o n
       z w i s c h e n   z w e i   W a r e n    s p r e c h e n,    b e-
       w i r k t  e s, daß die   A u f f a s s u n g  d e s  W e r t e s
       als  etwas     I m m a n e n t e s     u n d    A b s o l u t e s
       entsteht." (l.c.p. 8.)
       "Was ich behaupte, ist, daß - wenn alle Waren unter genau densel-
       ben Umständen  produziert würden, z.B. durch Arbeit allein - eine
       Ware, die  stets  die  gleiche  Menge  Arbeit  erforderte,  nicht
       u n v e r ä n d e r l i c h   i m  W e r t e  bliebe" {d.h. inva-
       riable in  the  e x p r e s s i o n  of its value in other commo-
       dities 1*).  Tautologie.}, "wenn  jede andere Ware einer Änderung
       unterläge. (l.c.p. 20, 21.)
       "Der Wert ist nichts Immanentes und Absolutes." (l.c.p. 23.)
       "Es ist  unmöglich,   d e n   W e r t   einer Ware    z u    b e-
       s t i m m e n   oder  a u s z u d r ü c k e n,  es sei denn durch
       e i n e   M e n g e   i r g e n d e i n e r   a n d e r e n  W a-
       r e."  (l.c.p. 26.)
       
       (As impossible  as it is to "designate" or express" a thought ex-
       cept by  a quantity of syllables. Hence B[ailey] concludes that a
       thought is - syllables. 2*))
       
       "Anstatt den  Wert als  ein  V e r h ä l t n i s  z w i s c h e n
       z w e i   D i n g e n   anzusehen, betrachten sie" (Ric[ardo] und
       seine Nachfolger) "ihn als ein positives Resultat, das durch eine
       bestimmte Menge Arbeit produziert wird." (l.c.p. 30.)
       "Da sich  die Werte  von A und B nach ihrer Lehre zueinander ver-
       halten wie  die Mengen Arbeit, die sie produzierten, oder ... be-
       stimmt werden  durch die  Mengen Arbeit,  die  sie  produzierten,
       scheinen sie zu schließen, daß der Wert von A allein, ohne Bezie-
       hung auf  etwas anderes, so groß ist wie die Menge der ihn produ-
       zierenden Arbeit. In dieser letzten Behauptung steckt sicher kein
       Sinn." (l.c.p. 31, 32.)
       Sie sprechen  vom "Wert als eine Art allgemeiner und unabhängiger
       Eigenschaft". (p. 35.)
       "Der Wert einer Ware muß ihr Wert in etwas sein." (l.c.[p. 35].)
       
       Wir sehn, warum es für B[ailey] so wichtig ist, den Wert auf zwei
       Waren zu  beschränken, als das Verhältnis  z w e i e r  W a r e n
       aufzufassen. Aber nun kommt eine Schwierigkeit:
       
       "Da der   W e r t  e i n e r  W a r e  ihre  R e l a t i o n  i m
       A u s t a u s c h  zu irgendeiner anderen Ware anzeigt"
       
       (was soll  hier die  "relation ¦¦827¦¦  in exchange"? Why not its
       "exchange"?  3*)   Aber  zugleich   soll  in   dem  exchange  ein
       b e s t i m m t e s    Verhältnis  ausgedrückt  sein,  nicht  das
       b l o ß e   f a c t  d e s  e x c h a n g e.  Hence value = rela-
       tion in exchange 4*)),
       -----
       1*) unveränderlich in  dem Ausdruck ihres Wertes in anderen Waren
       - 2*)  Wie es  unmöglich ist,  einen Gedanken zu "bestimmen" oder
       "auszudrücken", es  sei denn  durch eine  Menge von Silben. Daher
       schließt B[ailey],  daß ein Gedanke nichts anderes ist als - Sil-
       ben. -  3*) "Relation in Austausch"? Warum nicht ihr "Austausch"?
       - 4*) Daher Wert = Relation im Austausch
       
       #145# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       "können wir  ihn bezeichnen  als ihren  Geldwert, Kornwert, Tuch-
       wert, je  nach der  Ware, mit  der sie  verglichen wird; und dann
       gibt es  t a u s e n d  v e r s c h i e d e n e  A r t e n  v o n
       W e r t,   so   v i e l e,   wie   W a r e n    v o r h a n d e n
       s i n d   und alle  sind gleich   r e a l   und  gleich  n o m i-
       n e l l."  (l.c.p. 39.)
       
       Hier haben  wir's.   V a l u e  =  p r i c e.  There is no diffe-
       rence between  them. Und  there is no "intrinsic" difference bet-
       ween   m o n e y   p r i c e   and any other expression of price,
       although it  is the   m o n e y   p r i c e,   and  not the cloth
       price etc.  which expresses  the   n o m i n a l  v a l u e,  the
       general value of the commodity. 1*)
       Aber obgleich die Ware thousand different kinds of value hat oder
       thousand different  prices, as  many kinds  of value as there are
       commodities in  existence - all these thousand expressions always
       express the   s a m e   v a l u e   2*).  Bester Beweis, daß alle
       diese different  expressions are  e q u i v a l e n t s  3*), die
       sich nicht  nur im  Ausdruck ersetzen können, sondern im exchange
       selbst ersetzen.  Dieselbe   R e l a t i o n   der Ware, um deren
       Preis es  sich handelt,  drückt sich in 1000 different "relations
       in exchange"  4*) zu  all den different Waren aus und drückt doch
       immer   d i e s e l b e  Relation aus. Also ist die relation, die
       sich gleichbleibt, verschieden von ihren 1000 different expressi-
       ons 5*),  oder value  is different  von price 6*), und die prices
       are only  expressions of  value: money  price its   g e n e r a l
       expression, other  prices a  p a r t i c u l a r  expression 7*).
       Es ist  nicht einmal  dieser einfache  Schluß,  zu  dem  B[ailey]
       kommt. Nicht  Ricardo ist hier Fiktionist, sondern B[ailey] Feti-
       schist, indem  er den  Wert, wenn  auch nicht als Eigenschaft des
       einzelnen   Dings    (isoliert   betrachtet),   wohl   aber   als
       V e r h ä l t n i s   d e r   D i n g e  u n t e r  s i c h  auf-
       faßt, während  er nur  Darstellung in den Dingen, dinglicher Aus-
       druck eines  Verhältnisses zwischen Menschen, eines gesellschaft-
       lichen Verhältnisses  ist, das  Verhältnis der  Menschen zu ihrer
       wechselseitigen produktiven Tätigkeit.
       -----
       1*) Wert =  Preis. Es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen. Und
       es gibt  keinen "immanenten  Unterschied zwischen  dem   G e l d-
       p r e i s   und jedem anderen Ausdruck des Preises, obwohl es der
       G e l d p r e i s   ist und  nicht der  Tuchpreis usw.,  der  den
       N o m i n a l w e r t,   den allgemeinen Wert der Ware ausdrückt.
       - 2*)  tausend verschiedene  Arten  von  Wert  hat  oder  tausend
       verschiedene Preise,  so viele Arten von Wert als Waren vorhanden
       sind -  so drücken  alle diese  tausend Ausdrücke  stets   d e n-
       s e l b e n  W e r t  aus - 3*) verschiedenen Ausdrücke  Ä q u i-
       v a l e n t e  sind - 4*) verschiedenen "Relationen im Austausch"
       - 5*) verschiedenen Ausdrücken 6*) Wert ist verschieden von Preis
       - 7*)  P r e i s e   sind  nur Ausdrücke  des Werts der Geldpreis
       sein   a l l g e m e i n e r   Ausdruck, andere  Preise ein  b e-
       s o n d e r e r  Ausdruck
       
       #146# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       [beta) Baileys  Verwirrung in  der Bestimmung  des "Werts der Ar-
       beit" und  des Profits. Verwechslung des immanenten Wertmaßes mit
       dem Ausdruck Warenwert oder Geldwert]
       
       [Über den Wert der Arbeit sagt Bailey:]
       
       "Ricardo, geistreich genug, vermeidet eine Schwierigkeit, die auf
       den ersten Blick seiner Theorie entgegenzustehen scheint, daß der
       Wert von  der in  der Produktion verwandten Arbeitsmenge abhängig
       ist. Hält man an diesem Prinzip streng fest, so folgt daraus, daß
       der   W e r t   d e r   A r b e i t   a b h ä n g t  v o n  d e r
       z u   i h r e r    P r o d u k t i o n    a u f g e w a n d t e n
       A r b e i t s m e n g e   - was  offenbar Unsinn  ist. Durch eine
       geschickte Wendung  macht deshalb  Ricardo den   W e r t    d e r
       A r b e i t   abhängig von  d e r  M e n g e  d e r  A r b e i t,
       d i e   z u r  P r o d u k t i o n  d e s  L o h n e s  erforder-
       lich ist;  oder, um mit seinen eigenen Worten zu sprechen, er be-
       hauptet, daß  der Wert  der Arbeit  nach der  Arbeitsmenge    z u
       s c h ä t z e n   s e i,   die zur  Erzeugung des Lohnes benötigt
       wird, worunter  er die  Arbeitsmenge versteht, die zur Produktion
       des Geldes  oder der Ware notwendig ist, die dem Arbeiter gegeben
       werden. Gerade  so gut  könnte man  sagen, daß  der Wert von Tuch
       nicht nach  der zu  seiner Produktion verwandten Arbeitsmenge ge-
       schätzt werde,  sondern nach der Arbeitsmenge, die zur Produktion
       des Silbers  verwandt wurde,  gegen welches das Tuch eingetauscht
       wird." (l.c.p. 50, 51.)
       
       Dies richtig  gegen den Fehler R[icardo]s, Kapital direkt mit Ar-
       beit statt  mit dem Arbeitsvermögen austauschen zu lassen. Es ist
       derselbe Einwand, den wir schon früher in andrer Form gehört. 1*)
       Sonst nichts.  Mit Bezug  auf das Arbeitsvermögen taugt B[ailey]s
       simile 2*) nicht. Er muß nicht cloth 3*), sondern ein organisches
       Produkt, wie  mutton 4*) z.B., vergleichen mit dem lebendigen Ar-
       beitsvermögen. Außer  der Arbeit,  die die  Wartung des Viehs ko-
       stet, und  der Arbeit, die die Produktion seiner Lebensmittel ko-
       stet, versteht  man unter der zu seiner Produktion nötigen Arbeit
       nicht die  Arbeit, die  ihm selbst der Akt der Konsumtion kostet,
       der Akt des Essens, Drinks 5*), kurz der Aneignung jener Produkte
       oder Lebensmittel.  Ganz so  mit dem Arbeitsvermögen. Die Arbeit,
       die seine  Produktion kostet, besteht [worin]? Außer etwa der Ar-
       beit, die  die Bildung seines Arbeitsvermögens kostet, der Erzie-
       hung, der  apprenticeship 6*)  - ein Punkt, der bei der unskilled
       labour 7*)  kaum in  Betracht kommt  -, kostet seine Reproduktion
       keine Arbeit  außer der  Arbeit, die die Reproduktion der von ihm
       konsumierten Lebensmittel kostet. Die Aneignung dieser Lebensmit-
       tel ist  keine "Arbeit".  ¦¦828¦ Sowenig  wie die  Arbeit, die im
       cloth enthalten ist, besteht außer der Arbeit des Webers, der Ar-
       beit, die in der Wolle, den Farbstoffen etc. steckt, auch
       -----
       1*)  Siehe  vorl. Band,  S. 105-107  - 2*) Gleichnis - 3*) Tuch -
       4*) Hammelfleisch - 5*) Trinkens - 6*) Lehre - 7*) unqualifizier-
       ten Arbeit
       
       #147# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       noch in  der chemischen  oder physischen Aktion der Wolle selbst,
       wodurch sie  den Farbstoff absorbiert etc., wie der Arbeiter oder
       das Vieh die Lebensmittel.
       B[ailey] sucht nun das Gesetz R[icardo]s umzustoßen, daß der Wert
       der Arbeit  und der  Profit in  u m g e k e h r t e m  Verhältnis
       stehn. Und zwar sucht er es umzustoßen, soweit es richtig ist. Er
       identifiziert nämlich,  wie R[icardo],  surplus value und Profit.
       Er erwähnt  nicht die einzig mögliche Ausnahme des Gesetzes, näm-
       lich, wenn  der Arbeitstag verlängert wird und Arbeiter und Kapi-
       talisten equally share in that prolongation, but even then, since
       the value  of the  working power  will be more quickly - in fewer
       years -  consumed, the  surplus value rises at the expense of the
       workingman's life, and his working power is depreciated as compa-
       red with the surplus value it yields to the capitalist 1*).
       B[ailey]s reasoning  is of  the most superficial description. 2*)
       Er geht  aus von  seinem Begriff des Werts. Der Wert der Ware ist
       der Ausdruck ihres Werts in a certain quantity of other values in
       use 3*)  (dem Gebrauchswert anderer Waren). Also der Wert der Ar-
       beit ist = dem Quantum andrer Waren (Gebrauchswerte), wogegen sie
       sich austauscht. {The real problem, how it is possible to express
       the value  of exchange  of A in the value in use of B 4*) - kommt
       ihm gar  nicht in  den Sinn.}  Solange also der Arbeiter dieselbe
       Quantität Waren  erhält, ist die value of labour 5*) unverändert,
       because, after as before, it is expressed in the same quantity of
       other useful things 6*). Der Profit dagegen drückt ein Verhältnis
       zum Kapital  oder auch  ein Verhältnis zum Gesamtprodukt aus. Die
       P o r t i o n   der Arbeiter kann aber dieselbe bleiben, obgleich
       jene   P r o p o r t i o n  der Kapitalisten steigt, wenn nämlich
       die Produktivität  der Arbeit wächst. Wie wir auf einmal beim Ka-
       pital zur  Proportion  kommen  und  was  dem  Kapitalisten  diese
       P r o p o r t i o n   nutzen soll  da der Wert dessen, was er be-
       kommt, nicht  durch Proportion  bestimmt ist  sondern  durch  its
       "expression in other commodities 7*), ist nicht abzusehn
       Der Witz  also in der Tat der bei Malthus schon erwähnte. 8*) Ar-
       beitslohn =  a quantity  of 9*)    G e b r a u c h s w e r t e n.
       Profit dagegen (was B[ailey] aber
       -----
       1*) gleichmäßig am  Produkt der  Verlängerung Anteil  haben, aber
       selbst dann steigt der Mehrwert auf Kosten des Arbeiterlebens, da
       der Wert  der Arbeitskraft  schneller -  in weniger Jahren - ver-
       braucht wird,  und seine  Arbeitskraft wird entwertet in dem Ver-
       hältnis  zum   Mehrwert,  den  sie  dem  Kapitalisten  liefert  a
       B[ailey]s Argumentation  ist von  der oberflächlichen  Art. - 3*)
       einer bestimmten Menge anderer Gebrauchswerte - 4*) Das wirkliche
       Problem, wie  es möglich  ist, den  Tauschwert von  A in  dem Ge-
       brauchswert von B auszudrücken 5*) der Wert der Arbeit - 6*) weil
       er nach  wie vor in derselben Menge anderer nützlicher Dinge aus-
       gedrückt wird - 7*) ihren "Ausdruck in anderen Waren" - 8*) siehe
       vorl. Band, S. 27/28 - 9*) einer Menge von
       
       #148# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       vermeiden muß  zu sagen) a relation of  v a l u e  1*). Messe ich
       den Arbeitslohn  nach dem  Gebrauchswert und  den Profit nach dem
       Tauschwert, so  ist sehr  evident, daß  zwischen beiden weder ein
       umgekehrtes noch irgendein Verhältnis existiert, because I should
       then compare  incommensurable magnitudes,  things which  have  no
       common unity 2*).
       Was B[ailey]  hier von  der value  of labour sagt, gilt aber nach
       seinem Prinzip  von der  value of  every other  commodity. It  is
       nothing else  but a  certain quantity  of other  things exchanged
       against it.  3*) Wenn  ich für 1 l. St. 20 lbs. Twist erhalte, so
       bleibt der  Wert des 1 l. stets derselbe, ist also stets gezahlt,
       obgleich das  eine Mal die Arbeit, um 1 lb. Twist zu produzieren,
       doppelt so groß als das andre Mal. Der ordinärste Kaufmann glaubt
       nicht, daß  er denselben Wert für sein 1 l. St. erhält, wenn er 1
       qr. Getreide  bekommt in  der Zeit  der Teurung und in [der] Zeit
       des Überflusses.  Aber Begriff  des Werts  hört hier  auf. Und es
       bleibt bloß  das unerklärte und unerklärliche factum, daß Quantum
       von A gegen Quantum von B ausgetauscht ist in any proportion wha-
       tever. And  whatever that  proportion may be it is an equivalent.
       4*) Selbst  B[ailey]s Ausdruck, the value of A expressed in B lo-
       ses thus  every sense. If the value of A is expressed in B, it is
       supposed that  the same  value is  expressed once  in A,  and the
       other time  in B,  so that,  if in  B expressed,  the value  of A
       remains the  same as  it was  before. But with Bailey there is no
       value of  A to  be expressed in B, because neither A nor B have a
       value besides  that expression. The value of A in B must be some-
       thing quite different from the value of A in C, as different as B
       and C  are. And  it is  not the same value, identical in both ex-
       pressions, but  it is  two relations  of A  which have nothing in
       common with  each other, and of which it would be nonsense to say
       that they are equivalent expressions. 5*)
       ¦¦829¦ "Ein Steigen oder Fallen im Werte der Arbeit schließt eine
       Zunahme oder Abnahme der Menge von Ware ein, die im Austausch da-
       für gegeben wird." (l.c.p. 62.)
       -----
       1*) eine Relation des  W e r t e s  - 2*) weil ich dann inkommen-
       surable Größen  miteinander vergleiche,  Dinge, die keine gemein-
       same Einheit  haben -  3*) dem Wert  jeder anderen  Ware. Er  ist
       nichts als eine bestimmte Menge anderer Dinge, die man dafür ein-
       tauscht. - 4*) irgendeinem Verhältnis. Und wie immer das Verhält-
       nis sein  mag, stets drückt es ein Äquivalent aus. - 5*) der Wert
       von A,  ausgedrückt in  B, verliert  so jeden Sinn. Wenn der Wert
       von A  in B ausgedrückt wird, so wird vorausgesetzt, daß derselbe
       Wert einmal  in A und dann in B ausgedrückt wird, so daß der Wert
       von A, wenn in B ausgedrückt, derselbe bleibt, der er vorher war.
       Aber nach Bailey gibt es keinen Wert von A, der in B auszudrücken
       wäre, weil  weder A noch B einen Wert außerhalb dieses Ausdruckes
       haben. Der  Wert von  A in  B muß etwas ganz anderes sein als der
       Wert von  A in  C, so verschieden wie B und C sind. Und wir haben
       da nicht  denselben Wert, identisch in beiden Ausdrücken, sondern
       zwei Verhältnisse  von A, die nichts miteinander gemein haben und
       von denen  es unsinnig  wäre zu  behaupten, sie seien äquivalente
       Ausdrücke.
       
       #149# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Nonsense! 1*)  [Vom Standpunkt  Baileys] there  can be no rise or
       fall in the value of labour, nor of any other thing. I get to-day
       3 Bs for one A, tomorrow 6 Bs and to aftermorrow 2 Bs. But in all
       these cases  the value of A is nothing but the quantity of B, for
       which it  has exchanged. It was 3 Bs, it is now 6 Bs. How can its
       value be  said to  have risen  or fallen? The A expressed in 3 Bs
       had another  value as that expressed in 6 or 2 Bs. But then it is
       not the  identical A which at the identical time has been exchan-
       ged for 3 or 2 or 6 Bs. The identical A at the identical time has
       always been  expressed in the same quantity of B. It is only with
       regard to  different times  that it  could be said the value of A
       had changed.  But it  is only  with "contemporaneous" commodities
       that A  can be  exchanged, and  it is only the fact (not even the
       mere possibility  of exchange) of exchange with other commodities
       which constitutes  A to  be  a  value.  It  is  only  the  actual
       "relation in  exchange" which  constitutes its value; and the ac-
       tual "relation in exchange" can of course only take place for the
       same A at the identical time. 2*) Die Vergleichung des Warenwerts
       in verschiednen  Perioden erklärt  Bailey daher  für Unsinn. [38]
       Damit hätte  er aber auch das rise or fall of value - impossible,
       if there  is no  comparison between its value at one time and its
       value at another time 3*) - für Unsinn erklären sollen, und daher
       auch das "rise or fall in the value of labour".
       
       "Die Arbeit  ist ein  austauschbares Ding, oder eines, das andere
       Dinge im  Austausch kommandiert.  Dagegen bezeichnet der Ausdruck
       Profit nur  einen Anteil  oder ein   V e r h ä l t n i s    v o n
       W a r e n,     n i c h t     e i n e n    A r t i k e l,    d e r
       g e g e n   a n d e r e   A r t i k e l   a u s g e t a u s c h t
       w e r d e n   k a n n.   Wenn wir  fragen, ob der Arbeitslohn ge-
       stiegen ist,  fragen wir, ob eine bestimmte Menge Arbeit sich ge-
       gen eine größere Menge anderer Dinge austauscht als früher."
       
       (Also wenn  Korn teurer  wird, ist  der Wert der Arbeit gefallen,
       weil weniger  Korn dafür exchanged 4*); andrerseits, wenn gleich-
       zeitig cloth wohlfeiler
       -----
       1*) Unsinn! -  2*) kann es  kein Steigen oder Fallen im Werte der
       Arbeit oder irgendeines anderen Dinges geben. Ich bekomme heute 3
       B für  1 A,  morgen 6  B und übermorgen 2 B. Aber in allen diesen
       Fällen ist  der Wert  von A nichts als die Menge B, die ich dafür
       eintauschen kann.  Er war 3 B, ist jetzt 6 B. Wie kann man sagen,
       sein Wert  sei gestiegen  oder gefallen? Das A, das in 3 B ausge-
       drückt wird,  hat einen anderen Wert als das in 6 B oder 2 B aus-
       gedrückte. Aber dann ist es nicht dasselbe A, das zur selben Zeit
       für 3 oder 2 oder 6 B ausgetauscht wurde. Das gleiche A wurde zur
       gleichen Zeit  immer in  der gleichen Menge B ausgedrückt. Nur in
       Hinblick auf  verschiedene Zeiten  kann man sagen, der Wert von A
       habe gewechselt.  Aber A  kann bloß  gegen "gleichzeitige"  Waren
       ausgetauscht werden,  und nur die Tatsache des Austausches (nicht
       etwa die  bloße Möglichkeit  des Austausches)  mit anderen  Waren
       läßt A zu einem Werte werden. Nur die wirkliche "Relation im Aus-
       tausch bestimmt  seinen Wert, und die wirkliche "Relation im Aus-
       tausch kann  natürlich nur  für dasselbe  A zur  identischen Zeit
       stattfinden. - 3*) Steigen oder Fallen des Wertes - das unmöglich
       ist, wenn  es keinen  Vergleich gibt  zwischen dem  Wert zu einer
       Zeit und ihrem Wert zu einer anderen Zeit - 4*) ausgetauscht wird
       
       #150# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       geworden, ist  der Wert  der Arbeit  gleichzeitig    g e s t i e-
       g e n,   weil mehr  cloth dagegen  exchanged. Der Wert der Arbeit
       ist  also   zugleich  gestiegen  und  gefallen,  und  die  beiden
       expressions of its value - in corn and cloth - are not identical,
       not equivalent  1*), weil sein  g e s t i e g n e r  Wert can not
       be equal 2*) seinem  g e f a l l n e n  W e r t.)
       
       "Aber wenn  wir fragen,  ob der  Profit gestiegen ist, meinen ...
       wir ..., ob der Gewinn des Kapitalisten in einem höheren Verhält-
       nis zu dem angewandten Kapital steht." (p. 62, 63.)
       "Der Wert der Arbeit hängt nicht ausschließlich von dem Anteil am
       Gesamtprodukt ab,  der den Arbeitern im Austausch für ihre Arbeit
       gegeben wird, sondern auch von der Produktivität der Arbeit." (p.
       63, 64.)
       "Der Satz,  daß der  Profit  fallen  muß,  wenn  der  Arbeitslohn
       steigt, ist  nur wahr, wenn sein Steigen nicht einem Wachstum der
       Produktivkräfte geschuldet ist. (p. 64.)
       "Wenn diese  Produktivkraft wächst,  das heißt, wenn dieselbe Ar-
       beit mehr  Waren in  gleicher Zeit erzeugt, kann der Wert der Ar-
       beit steigen,  ohne daß  der Profit  sinkt, ja, dieser kann eben-
       falls steigen." (p. 66.)
       (Danach kann auch von jeder andren Ware gesagt werden, daß a rise
       in its value does not imply a fall in the value of the other com-
       modity with which it exchanges, nay, may even imply a rise in va-
       lue on  the other  side 3*). F.i. 4*), dieselbe Arbeit, die 1 qr.
       Korn produzierte, soll 3 qrs. produzieren. Die 3 qrs. have cost 1
       l. as  the one qr. did before. If 2 qrs. be now exchanged against
       one lb., the value of money has risen, because it is expressed in
       2 qrs.  instead of one. Thus the purchaser of corn gets a greater
       value for  his money.  But the seller who sells for one lb., what
       has cost  him ouly  2/3 gains 1/3. And thus the value of his corn
       has risen  at the same time that the money price of corn has fal-
       len. 5*))
       
       ¦¦830¦ "Welches immer das Produkt der Arbeit von 6 Mann sein mag,
       ob 100  oder 200 oder 300 qrs. Korn, solange der Anteil des Kapi-
       talisten am  Produkt ein Viertel ist, wird dieser vierte Teil, in
       Arbeit gemessen, stets der gleiche bleiben.
       
       (And so  would the  3/4 of the produce, accruing to the labourer,
       if estimated in labour. 6*))
       -----
       1*) Ausdrücke ihres  Wertes - in Korn und Tuch - sind nicht iden-
       tisch, nicht  äquivalent 2*)  nicht gleich  sein kann  - 3*)  ein
       Steigen ihres  Wertes nicht ein Fallen des Wertes der anderen Wa-
       ren mit  sich bringen  muß, gegen  die sie ausgetauscht wird, ja,
       daß es  sogar ein  Steigen im  Wert der  anderen Partie  mit sich
       bringen kann  - 4*) Z.B.  - 5*) kosten  nun 1  l., wie vorher das
       eine qr.  kostete. Wenn  2 qrs.  jetzt gegen ein Pfund [Sterling]
       ausgetauscht werden,  ist der  Wert des Geldes gestiegen, weil er
       in 2  qrs. ausgedrückt  ist, statt  in einem. Der Käufer von Korn
       erhält so  einen größeren Wert für sein Geld. Aber der Verkäufer,
       der für  1 £  verkauft, was ihn nur 2/3 kostete, gewinnt 1/3. Und
       so ist  der Wert seines Korns gestiegen, während gleichzeitig der
       Geldpreis des  Korns gefallen ist. - 6*) Und so würde es sein mit
       den 3/4 des Produkts, die den Arbeitern zufallen, wenn sie in Ar-
       beit gemessen werden.
       
       #151# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       "Betrüge das  Produkt 100  qrs., so würden, da 75 qrs. den 6 Mann
       gegeben werden, die 25, die dem Kapitalisten zufallen, die Arbeit
       von zwei Mann kommandieren."
       
       (And that  given to  the labourers  would command the labour of 6
       1*) men. 2*))
       
       "Betrüge das  Produkt 300 qrs., würden die 6 Mann 225 qrs. erhal-
       ten, und die 75, die auf den Kapitalisten entfallen, würden immer
       noch nur 2 Mann kommandieren und nicht mehr."
       
       (So would  the 225  qrs. falling to the 6 men still command 6 1*)
       men and  no more.)  (Why does  the allmighty B[ailey] then forbid
       R[icardo] to  estimate the portion of the men, as well as that of
       the capitalist,  in labour, and compare their mutual value as ex-
       pressed in labour?) 3*)
       
       "Eine solche Zunahme des verhältnismäßigen Anteils, der dem Kapi-
       talisten zufällt, würde das gleiche sein wie ein Wachsen des  i n
       A r b e i t   g e m e s s e n e n    W e r t s    d e s    P r o-
       f i t s,
       
       (How can  he speak of the  v a l u e  o f  p r o f i t s,  and an
       increase in  their value,  if "profits denotes..., not an article
       which can  be exchanged against other articles" (see before) and,
       consequently, denote no "value"? And on the other hand, is a rise
       in the   p r o p o r t i o n  which went to the capitalist possi-
       ble without a fall  i n  t h e  p r o p o r t i o n  that goes to
       the labourer? 4*))
       
       "oder, in  anderen Worten,  eine Zunahme des Vermögens, Arbeit zu
       kommandieren." (p. 69.)
       
       (And is  this  i n c r e a s e  in the power of the capitalist to
       appropriate  foreign   labour  not  exactly  identical  with  the
       d e c r e a s e   in the power of the labourer to appropriate his
       own labour? 5)
       
       "Gegen die  Lehre vom  gleichzeitigen Wachsen des Profits und des
       Wertes der  Arbeit wird  man vielleicht  einwenden,  daß    d i e
       p r o d u z i e r t e  W a r e  d i e  e i n z i g e  Q u e l l e
       i s t,  a u s  d e r  K a p i t a l i s t  u n d  A r b e i t e r
       i h r e   V e r g ü t u n g  b e k o m m e n,  und daß daher not-
       wendigerweise der eine verlieren muß, was der andere gewinnt. Die
       Antwort darauf liegt nahe.
       -----
       1*) In der Handschrift: 4 - 2*) Und die, die den Arbeitern zufal-
       len, würden  die Arbeit von 6 Mann kommandieren. - 3*) (So würden
       die 225 qrs., die den 6 Mann zufallen, immer noch nur 6 Mann kom-
       mandieren und  nicht mehr.)  (Warum  will  denn  der  allmächtige
       B[ailey] es  R[icardo] verbieten, den Anteil der Arbeiter ebenso-
       gut wie  den der  Kapitalisten in Arbeit zu messen und ihre Werte
       in Arbeit ausgedrückt miteinander zu vergleichen?) - 4*) Wie kann
       er vom  W e r t e  d e s  P r o f i t s  und einem Anwachsen sei-
       nes Wertes sprechen, wenn "der Profit ... nicht einen Artikel be-
       zeichnet, der  gegen einen  anderen Artikel  ausgetauscht  werden
       kann" (siehe  oben) und  daher keinen  "Wert" bezeichnet? Und ist
       andrerseits eine  Zunahme des   v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n
       A n t e i l s,   der dem  Kapitalisten zufällt, möglich ohne eine
       Abnahme des   v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n    A n t e i l s,
       der dem Arbeiter zufällt? - 5*) Entspricht diese Zunahme des Ver-
       mögens des  Kapitalisten, sich  fremde Arbeit  anzueignen,  nicht
       ganz genau  der  A b n a h m e  des Vermögens des Arbeiters, sich
       seine eigene Arbeit anzueignen?
       
       #152# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Solange das  Produkt dasselbe bleibt, ist dies unleugbar richtig;
       aber ebenso  ist es  unleugbar, daß,  wenn das Produkt verdoppelt
       wird,  d i e  j e d e m  z u f a l l e n d e  M e n g e  w a c h-
       s e n  k a n n,  wenn auch  d e r  v e r h ä l t n i s m ä ß ig e
       A n t e i l  d e s  e i n e n  a b n i m m t  u n d  d e r  d e s
       a n d e r e n  a n s t e i g t.  (l.c.p. 70.)
       
       (Das ist  ja, was  R[icardo] sagt.  Die proportion of both cannot
       increase, and if the  p o r t i o n  of both increases, it cannot
       increase in the same proportion, as otherwise portion and propor-
       tion would  be identical.  The proportion  of the  one cannot in-
       crease but by that of the other decreasing. 1*) Daß Herr B[ailey]
       nun die  portion of the labour "value" of "wages" 2 nennt und die
       proportion value  of "profits", that the same commodity has 2 va-
       lues for  him, one  in the hand of the labourer, and the other in
       the hand of the capitalist, is a nonsense of his own 3*).)
       
       "Solange das Produkt dasselbe bleibt, ist dies unleugbar richtig;
       aber ebenso  ist es  unleugbar, daß,  wenn das Produkt verdoppelt
       wird, die  jedem zufallende  Menge wachsen  kann, auch  wenn  der
       v e r h ä l t n i s m ä ß i g e   A n t e i l   des einen abnimmt
       und der  des  anderen  ansteigt.  Nun  ist  es  ein  Wachsen  der
       P o r t i o n   des Produkts,  die dem Arbeiter zufällt, was eine
       Zunahme im  W e r t e  seiner Arbeit bildet"
       
       (because we  here understand  by  value  a  certain  quantity  of
       a r t i c l e s  4*));
       
       "aber es  ist  ein  Wachstum  der  dem  Kapitalisten  zufallenden
       P r o p o r t i o n,  was ein Wachsen des Profits bedeutet"
       
       (because we  here understand  by  v a l u e the same articles not
       estimated by  their quantity, but by the labour worked up in them
       5*));
       
       "daher"
       
       (nämlich aus  dem abgeschmackten  doppelten Maß, das eine Mal ar-
       ticles, das andre Mal the value of those same articles 6*))
       
       "folgt es  klar, daß  die Annahme  eines   g l e i c h z e i t i-
       g e n   A n w a c h s e n s   b e i d e r   in keiner  Weise  un-
       gereimt ist." (p. 70.)
       -----
       1*) Der   v e r h ä l t n i s m ä ß i g e   A n t e i l    beider
       kann  nicht  gleichzeitig  wachsen,  und  wenn  die    z u f a l-
       l e n d e   Menge beider  anwächst, kann  sie nicht  in demselben
       Verhältnis  wachsen,   andernfalls  wären  zufallende  Menge  und
       verhältnismäßiger Anteil  identisch. Der  verhältnismäßige Anteil
       des einen kann nicht wachsen, ohne daß der des anderen abnimmt. -
       2*) dem Arbeiter  zufallende Portion "Wert" des "Arbeitslohnes" -
       3*)  P r o p o r t i o n  Wert des "Profits", daß dieselbe Ware 2
       Werte für  ihn hat,  einen in  der Hand  des  Arbeiters  und  den
       anderen in  der Hand  des Kapitalisten, ist sein eigener Unsinn -
       4*) weil  wir hier  unter   W e r t  eine bestimmte Menge Artikel
       verstehen -  5*) weil  wir  hier  unter  Wert  dieselben  Artikel
       verstehen, nicht  nach ihrer  Menge, sondern  nach der  in  ihnen
       aufgespeicherten Arbeit gemessen - 6*) der Wert derselben Artikel
       
       #153# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Diese  abgeschmackte  Ausführung  dem  Ric[ardo]  gegenüber  ganz
       ¦¦831¦ nutzlos,  da dieser  nur behauptet 1*), daß die  v a l u e
       beider shares 2*) in umgekehrtem Verhältnis muß rise und fall. Es
       kömmt bloß  darauf hinaus,  daß B[ailey] wiederholt: value is the
       quantity of  articles exchanged  for  an  article  3*).  Bei  dem
       P r o f i t   hätte er  nun notwendig müssen in Verlegenheit kom-
       men. Denn  hier wird  der Wert des Kapitals mit dem Wert des Pro-
       dukts verglichen. Hier flüchtet er denn auch dazu, unter  W e r t
       zu verstehn  die value  of an  article estimated  in  labour  (in
       Malthusscher Manier).
       
       "Der Wert  ist ein  Verhältnis zwischen    g l e i c h z e i t i-
       g e n   Waren, da  nur solche  gegeneinander ausgetauscht  werden
       können; und  wenn wir  den Wert  einer Ware in der einen Zeit mit
       ihrem Werte  zu einer  anderen Zeit vergleichen, so ist dies bloß
       eine  Vergleichung  des  Verhältnisses,  in  dem  sie  in  diesen
       verschiedenen Zeiten  zu irgendeiner anderen Ware stand." (l.c.p.
       72.)
       
       Es gibt  daher, wie gesagt, neither rise not fall [of] value 4*),
       denn dies  ist always  comparing the  value of a commodity at one
       time with  its value  at another  5*). Eine Ware kann ebensowenig
       unter wie  [über] ihrem  Wert verkauft  werden, denn ihr Wert ist
       das, wozu  sie verkauft  wird. Value  und prix  courant 6*)  sind
       identisch. Es  kann in  der Tat  auch nicht  von    "c o n t e m-
       p o r a r y"   commodities 7*)  gesprochen werden, nicht von pre-
       sent values,  sondern only von past ones 8*). Was ist der Wert of
       1 qr.  of wheat  9*)? Das  1 l.,  wozu er gestern verkauft worden
       ist. Denn  its value  is only what is got in exchange for it, and
       as long  as it  is not exchanged, its "relation to money" is only
       imaginary 10*).  Sobald aber der exchange is past 11*), haben wir
       statt 1  qr. 1 l., und man kann nicht mehr von dem Wert des 1 qr.
       sprechen. B[ailey]  denkt  bei  der  Vergleichung  der  Werte  in
       verschiednen Perioden  bloß an  die gelehrten Untersuchungen über
       den verschiednen  Wert der Waren z.B. im 18. und 16. Jahrhundert.
       Wo  die   Schwierigkeit  daher  kömmt,  that  the  same  monetary
       expression of  value -  owing to the vicissitudes in the value of
       money itself  - denotes  [in different  times]  different  values
       12*). Die Schwierigkeit besteht hier darin, money prices in value
       13*) zu reduzieren. Aber der
       -----
       1*) In der Handschrift: leugnet - 2*) Anteile - 3*)  W e r t  ist
       die Menge  Artikel, die  für einen  Artikel ausgetauscht werden -
       4*) weder ein  Steigen noch ein Fallen des Wertes - 5*) immer das
       Vergleichen des Wertes einer Ware in einer Zeit mit ihrem Wert zu
       einer   anderen    Zeit   -    6*) Wert    und    Marktpreis    -
       7*) "gleichzeitigen" waren - 8*)  g e g e n w ä r t i g e n  Wer-
       ten, sondern  nur von   v e r g a n g e n e n    -  9*) Weizen  -
       10*) Sein wert  ist nur  das, was man im Austausch dafür erhielt,
       und solange  er nicht ausgetauscht wurde, ist seine "Relation zum
       Geld" bloß imaginär 11 Austausch vollzogen ist 1a daß der gleiche
       Geldausdruck des  wertes, infolge  der Veränderungen im Werte des
       Geldes selbst,  [zu verschiedenen  Zeiten] verschiedene Werte be-
       zeichnet - 12*) Geldpreise auf Werte
       
       #154# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Esel! In  dem Zirkulationsprozeß oder Reproduktionsprozeß des Ka-
       pitals ist  da nicht beständig das comparing the value of one pe-
       riod to that of another an operation upon which production itself
       is based 1*)?
       Herr B[ailey]  versteht absolut  nicht, was  es heißen  soll: Den
       Wert der  Waren durch  Arbeitszeit oder durch value of labour 2*)
       bestimmen. Er versteht die Differenz absolut nicht.
       
       "Ich bitte,  mich nicht  so zu  verstehen, als bestritte ich, daß
       die Werte  der Waren sich zueinander verhalten wie die Mengen Ar-
       beit, die  zu ihrer Produktion erheischt sind: oder daß die Werte
       der Waren sich zueinander verhalten wie die Werte der Arbeit. Ich
       behaupte bloß,  daß, wenn das erste richtig ist, das letzte nicht
       falsch sein kann. (l.c.p. 92.)
       
       Den Wert  der Waren  durch den Wert einer Ware bestimmen (und so-
       fern sie  durch die "value of labour" bestimmt werden, werden sie
       durch eine  andre Ware  bestimmt; value of labour unterstellt Ar-
       beit als  Ware) oder  ihn bestimmen  durch ein Drittes, was weder
       Wert hat,  noch selbst  Ware ist,  sondern die Substanz des Werts
       ist und die Produkte erst zu Waren macht - ist für B[ailey] iden-
       tisch. Im  ersten Sinn  handelt es  sich  um  ein    M a ß    der
       W e r t e  der Waren; d.h. in fact 3*) um  G e l d  um eine Ware,
       in der  die andren  Waren ihren Wert  a u s d r ü c k e n.  Damit
       dies  geschehe,   müssen  die     W e r t e     der  Waren  schon
       v o r a u s g e s e t z t  sein. Die messende Ware wie die gemes-
       sene müssen schon in einem  D r i t t e n  identisch sein. Im an-
       dren Fall  wird dagegen erst diese  I d e n t i t ä t  selbst ge-
       setzt, die  später im  price, money  price or other price, an ex-
       pression 4*) findet.
       B[ailey] identifiziert  das "unveränderliche  Maß der  Werte" mit
       der Aufsuchung eines immanenten Maßes der Werte, d.h. dem Begriff
       des Werts selbst. Solange die beiden Sachen zusammengeworfen wer-
       den,  ist   es  sogar   Instinkt   der   Vernunft,   nach   einem
       "unveränderlichen Maß  der Werte" zu suchen. Veränderlichkeit ist
       grade das  Charakteristische  des  Werts.  Das  "Unveränderliche"
       drückt aus,  daß das  immanente Maß der Werte nicht selbst wieder
       Ware, Wert  sein darf,  sondern vielmehr etwas, was den Wert kon-
       stituiert und  daher auch  das immanente  Maß seines  Werts  ist.
       B[ailey] zeigt nach, ¦¦832¦ daß die Warenwerte a monetary expres-
       sion 5*)  finden können,  daß, wenn  das   W e r t v e r h ä l t-
       n i s   d e r   W a r e n   gegeben ist, alle Waren ihren Wert in
       einer Ware ausdrücken können, obgleich
       -----
       1*) Vergleichen  des Wertes  einer Periode  mit dem einer anderen
       Periode, eine  Operation, auf  der die Produktion selbst beruht -
       2*) Wert der Arbeit - 3*) tatsächlich - 4*) Preis, Geldpreis oder
       sonstigen Preis einen Ausdruck - 5*) einen Geldausdruck
       
       #155# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       diese ihren  Wert wechselt.  Er bleibt  damit doch immer derselbe
       für die  andren Waren  zur selben Zeit, denn er wechselt simulta-
       neously 1*)  im Verhältnis zu allen. Daraus schließt er, daß kein
       Wertverhältnis der Waren nötig ist und auch nicht gesucht zu wer-
       den braucht.  Weil er  es in  der monetary expression ausgedrückt
       findet, braucht  er nicht  zu "begreifen, wodurch dieser Ausdruck
       möglich wird,  wie er  bestimmt wird,  und was er in der Tat aus-
       drückt.
       Dies gilt  im allgemeinen  gegen ihn  wie gegen  Malthus, wenn er
       glaubt, man bewege sich in  d e r s e l b e n  Frage, auf demsel-
       ben Feld, ob man quantity of labour or valu of labour 2*) zum Maß
       der Werte  macht. Im letztren Fall unterstellt man die Werte, de-
       ren Maß gesucht wird, [deren] äußres Maß, [deren] Darstellung als
       Wert. Im  erstren Fall  untersucht man  die Genesis und immanente
       Natur des  Werts selbst.  Im zweiten die Entwicklung der Ware zum
       Geld oder die Form, die der Tauschwert gewinnt im Austauschprozeß
       der Waren. Im ersten 3*) den Wert, unabhängig von dieser Darstel-
       lung, der  vielmehr dieser Darstellung  v o r a u s g e s e t z t
       ist. B[ailey]  hat das mit den andren Eseln gemein: Wert der Ware
       bestimmen heißt ihren Geldausdruck finden, an external measure of
       their values  4*). Nur  sagen sie, von Vernunftinstinkt geleitet,
       daß dieses  Maß dann  unveränderlichen Wert  haben, also  in fact
       selbst außer  der Kategorie des Werts stehn muß. Während er sagt,
       daß man  nichts weiter sich zu denken braucht, da man in der Pra-
       xis den   W e r t a u s d r u c k  vorfindet, und daß dieser Aus-
       druck selbst variablen Werts ist und sein kann, ohne seiner Funk-
       tion zu schaden.
       Im besondren  hat er  uns selbst gesagt, daß 100 qrs. or 200 qrs.
       oder 300 qrs. das Produkt der Arbeit von 6 Mann sein können, also
       derselben Quantität  Arbeit; während  "value of labour only means
       5*) bei  ihm selbst  den aliquot part 6*), den die 6 Mann von den
       100, 200  oder 300  qrs. bekommen.  Dies mag 50 qrs. sein oder 60
       oder 70  pro Mann.  [39] Die  quantity of labour und die value of
       that same  quantity of  labour 7*) sind also nach ihm selbst sehr
       verschiedne expressions  8*). Und  wie soll  es dasselbe sein, ob
       der Wert in dem einen oder in dem von ihm wesentlich verschiednen
       ausgedrückt wird?  Wenn dieselbe Arbeit 1 qr. Korn gibt, die frü-
       her 3  qrs. [gab],  während dieselbe  Arbeit, die früher 20 Ellen
       cloth gab  (oder 3  qrs. 9*)  Korn) nach  wie vor  20 Ellen cloth
       gibt, so wäre nach der Arbeitszeit geschätzt [jetzt] 1 qr. Korn =
       20 Ellen cloth, oder 20 Ellen cloth = 1 qr. Korn, und 3 qrs. corn
       -----
       1*) gleichzeitig - 2*) Menge Arbeit oder Wert der Arbeit - 3*) in
       der Handschrift:  zweiten -  4*) ein äußeres  Maß ihrer  Werte  -
       5*) "Wert  der  Arbeit"  nur  bedeutet  -  6*) aliquoten  Teil  -
       7*) Menge  Arbeit   und   der   Wert   derselben   Menge   Arbeit
       8*) Ausdrücke - 9*) in der Handschrift: und 1 qr.
       
       #156# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       = 60  Ellen statt = 20. Die Werte des qr. Korn und der Elle Lein-
       wand wären  also verändert  relatively. Sie wären aber keineswegs
       verändert nach der "value of labour", denn das 1 qr. Korn und die
       20 Ellen cloth sind nach wie vor dieselben Gebrauchswerte. Und es
       ist möglich, daß der 1 qr. Korn nicht mehr Arbeit kommandiert als
       früher.
       Nehmen wir  die einzelne  Ware, so  hat B[ailey]s  Behauptung gar
       keinen Sinn.  Nimmt die  zur Produktion eines Stiefels nötige Ar-
       beitszeit ums Zehnfache ab, so vermindert sich der Wert des Stie-
       fels um  [das] 10fache,  auch  v e r g l i c h e n,  expressed in
       all other commodities, when the labour required for their produc-
       tion has  remained the same or has not decreased at the same rate
       1*). Nichtsdestoweniger  kann der Wert der Arbeit - z.B., der Ta-
       geslohn in  der Stiefelmacherei  so gut wie in allen andren indu-
       stries -  derselbe geblieben  sein; er kann sogar gestiegen sein.
       In dem  einzelnen Stiefel ist weniger Arbeit enthalten, also auch
       weniger bezahlte  Arbeit. Wenn  man  aber  vom  Wert  der  Arbeit
       spricht, so  meint man  nicht, daß  [für] eine Stunde Arbeit, ein
       geringres Quantum Arbeit, weniger bezahlt ist als [für] ein größ-
       res. Einen  Sinn könnte  der B[ailey]sche  Satz nur haben bezogen
       auf das  Gesamtprodukt des  Kapitals. Die  200 Stiefel  seien das
       Produkt desselben Kapitals (und derselben Arbeit), wie früher 100
       Stiefel. In diesem Fall ist der Wert der 200 Stiefel derselbe wie
       der der  100. Und  es könnte  gesagt werden,  daß die 200 Stiefel
       sich zu 1000 Ellen Leinwand (sage das Produkt von 200 l. Kapital)
       verhalten, wie  der   W e r t  der von beiden Kapitalien in Bewe-
       gung gesetzten  Arbeit. In  welchem Sinn? In einem Sinn, worin es
       auch vom  ¦¦833¦ Verhältnis des einzelnen Stiefels zur Elle Lein-
       wand gesagt werden könnte?
       Der   W e r t  der Arbeit ist der Teil der in einer Ware enthalt-
       nen Arbeitszeit,  den der  Arbeiter sich  selbst aneignet; er ist
       der Teil  des Produkts,  worin die  ihm   s e l b s t    a n g e-
       h ö r i g e   A r b e i t s z e i t   v e r k ö r p e r t    ist.
       Löst sich  also der  ganze Wert  einer Ware  in bezahlte  und un-
       bezahlte Arbeitszeit auf - und ist das Verhältnis der unbezahlten
       zur bezahlten  Arbeitszeit dasselbe,  d.h., bildet in allen Waren
       der Mehrwert  dieselbe Proportion des Gesamtwerts -, so ist klar,
       daß, wenn  die Waren  sich zueinander verhalten wie die Gesamtar-
       beitsquanta, die in ihnen enthalten sind, sie sich auch verhalten
       müssen wie  g l e i c h e  a l i q u o t e  T e i l e  dieser Ge-
       samtarbeitsquanta, also  auch wie die bezahlte Arbeitszeit in der
       einen Ware zur bezahlten Arbeitszeit in der andren.
       -----
       1*) in allen  andren Waren ausgedrückt, wenn die zu deren Produk-
       tion notwendige  Arbeit die gleiche blieb oder nicht in demselben
       Maße abnahm
       
       #157# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       W:W' = GA (Gesamtarbeitszeit [verkörpert in W]) zu G'A'
              (Gesamtarbeitszeit [verkörpert in W']).
              GA/x = der bezahlten Arbeitszeit in W, und G'A'/x = der
              bezahlten Arbeitszeit in W', da unterstellt, daß in beiden
              Waren die bezahlte Arbeitszeit derselbe  a l i q u o t e
              T e i l  der Gesamtarbeitszeit.
              W:W' = GA:G'A'.
              GA:G'A' =GA/x : G'A'/x.
              und W:W' = GA/x : G'A'/x,
       oder die  Waren verhalten sich wie  d i e  i n  i h n e n  e n t-
       h a l t n e n     b e z a h l t e n    A r b e i t s z e i t e n,
       d.h. wie die values of labour contained in them 1*).
       Die   v a l u e   o f   l a b o u r  ist aber dann nicht bestimmt
       wie B[ailey] will, sondern selbst durch die Arbeitszeit.
       Ferner, abgesehn  von der  Verwandlung der  Werte in Produktions-
       preise -  bloß die Werte betrachtet -, bestehn die Kapitalien aus
       verschiednen aliquot  parts of  variable and  constant  capitals.
       Hence, as  far as  values are conside red, the surplus values are
       not equal, or the paid labour is not an equal aliquot part of the
       total labour advanced. 2*)
       Überhaupt wären  wages 3*) - oder values of labour - hier indices
       der values  of commodities  4*), nicht als values, nicht insofern
       wages steigen  oder fallen, sondern sofern das in einer Ware ent-
       haltne Quantum bezahlter Arbeit, das sich in wages darstellt, ein
       Index wäre  von dem Gesamtquantum der in den relativen Waren ent-
       haltnen Arbeit.
       Mit einem Wort, der Witz kömmt darauf hinaus, wenn sich die Werte
       der Waren  zueinander verhalten  = A:A'  (die in ihnen enthaltnen
       Quanta Arbeitszeit), so verhalten sie sich auch = A/x : A'/x, die
       in ihnen  enthaltnen Quanta  bezahlter Arbeitszeit, wenn die Pro-
       portion der  bezahlten zur unbezahlten Arbeitszeit in allen Waren
       dieselbe, die  bezahlte Arbeitszeit  also immer  = der ganzen Ar-
       beitszeit, welche diese immer sei, dividiert durch x.
       -----
       1*) in ihnen  enthaltenen Werte der Arbeit - 2*) aliquoten Teilen
       von variablem  und konstantem  Kapital. Daher  sind,  soweit  die
       Werte in  Betracht kommen,  die Mehrwerte  nicht gleich, oder die
       bezahlte Arbeit  ist nicht ein aliquoter Teil der vorgeschossenen
       Gesamtarbeit. - 3*) Löhne - 4*) Indizes der Werte der Waren
       
       #158# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Aber das  "Wenn" entspricht  dem wirklichen Sachverhältnis nicht.
       Gesetzt, daß  die Arbeiter gleiche Surplusarbeitszeit in den ver-
       schiednen Industrien  arbeiten, so ist dennoch das Verhältnis der
       bezahlten zur  angewandten Arbeitszeit  verschieden in  den  ver-
       schiednen Industrien,  weil das Verhältnis der  i m m e d i a t e
       l a b o u r   employed 1*)  verschieden  ist  zur    a c c u m u-
       l a t e d   l a b o u r   employed 2*).  V50 +  C50 und V10 + C90
       z.B. In  beiden sei die unbezahlte Arbeitszeit =1/10. So wären in
       der ersten  Ware enthalten  105; in der zweiten 101. Die bezahlte
       Arbeitszeit in  der ersten = 1/2 der vorgeschoßnen Arbeit, in der
       zweiten bloß = 1/10.
       ¦¦834¦ B[ailey] sagt:
       
       "Wenn die  Waren sich zueinander verhalten wie die Mengen, müssen
       sie sich  auch verhalten wie die Werte der sie produzierenden Ar-
       beit; denn  das Gegenteil  würde bedeuten, daß zwei Waren A und B
       im Werte gleich sein könnten, obwohl der Wert der angewandten Ar-
       beit in  der einen  größer oder  kleiner wäre als in der anderen;
       oder daß  A und  B ungleich im Werte sein könnten, obwohl die für
       jede  angewandte   Arbeit  gleich   im  Wert  wäre.  Aber  dieser
       U n t e r s c h i e d   i m   W e r t e   z w e i e r  W a r e n,
       die    d u r c h    A r b e i t    g l e i c h e n    W e r t e s
       p r o d u z i e r t   wurden, wäre  unvereinbar mit   d e r  a n-
       e r k a n n t e n   G l e i c h h e i t   d e r    P r o f i t e,
       die Herr    R i c a r d o    i n    Ü b e r e i n s t i m m u n g
       m i t   a n d e r e n   S c h r i f t s t e l l e r n    a n e r-
       k e n n t."  (l.c.p. 79, 80.)
       
       In der letzten Phrase tappt er bewußtlos auf einen richtigen Ein-
       wand gegen  Ric[ardo], der  Profit mit  surplus value unmittelbar
       identifiziert und  values mit  cost-prices. Der  Einwurf  richtig
       formuliert, der:  Wenn die  Waren zu ihren  W e r t e n  verkauft
       werden, werfen sie  u n g l e i c h e  P r o f i t e  ab, da dann
       der Profit  = dem  Mehrwert, der in ihnen selbst steckt. Und dies
       richtig. Spricht  nicht gegen  die Theorie  des Werts,  sondern a
       blunder of 3*) Ricardos in der Anwendung dieser Theorie.
       Wie wenig B[ailey] aber selbst im obigen das Richtige gedacht ha-
       ben kann, geht aus der folgenden Phrase hervor:
       
       "Meint Ric[ardo] dagegen, daß Arbeit im Werte steigen oder fallen
       kann, ohne  den Wert  der Ware  zu beeinflussen. Diese Behauptung
       ist offenbar  sehr verschieden von der anderen, und ihre Richtig-
       keit hängt  tatsächlich von  der Falschheit  der anderen oder der
       entgegengesetzten Behauptung ab." (l.c.p. 81.)
       
       Der Esel hat selbst vorhin gesagt, daß das Resultat derselben Ar-
       beit 100,  200, 300 qrs. sein kann. Diese bestimmt das Verhältnis
       des qr.  zu andren  Waren, wie  der Wert der Arbeit wechseln mag,
       d.h., wieviel  von den 100, 200 oder 300 qrs. dem Arbeiter selbst
       zukommen mag. Einige Konsequenz
       -----
       1*) angewandten unmittelbaren Arbeit - 2*) angewandten aufgehäuf-
       ten Arbeit - 3*) ein Irrtum
       
       #159# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       wäre noch  in dem Esel gewesen, wenn er gesagt: die values of la-
       bour mögen  steigen der fallen, dennoch verhalten sich die values
       of commodities  wie die  values of  labour, weil  - nach falscher
       Voraussetzung -  das Steigen  oder Fallen of wages being general,
       and the  value of  wages being always the same proportionate part
       of the whole quantity of labour employed 1*).
       
       [gamma.) Baileys Verwechslung von Wert und Preis]
       
       "Das Vermögen, den Wert der Waren   a u s z u d r ü c k e n,  hat
       nichts zu  tun mit  der    B e s t ä n d i g k e i t    i h r e r
       W e r t e"
       
       {Indeed, not! but it has much to do with first finding the value,
       before expressing  it; finding  in what way the values in use, so
       different from each other, fall under the common category and de-
       nomination of values, so that the value of the one may be expres-
       sed in the other 2*)},
       
       "weder im  Vergleich  untereinander,  noch  mit  dem  angewandten
       Tauschmittel. Auch  hat das Vermögen, diese Wertausdrücke mitein-
       ander zu vergleichen, nichts damit zu tun.
       
       {If the values of different commodities are expressed in the same
       third commodity,  however variable  its value  may be,  it is  of
       course very  easy to  compare these   e x p r e s s i o n s,  al-
       ready possessed of a common denomination. 3}
       
       "Ob A 4B oder 6B wert ist"
       
       (the difficulty  consists in  equalising A with any portion of B;
       and this  is only  possible if  there exists a common unity for A
       and B,  or if  A and  B are different representations of the same
       unity. If all commodities are to be expressed in gold, money, the
       difficulty remains the same. There must be a common unity between
       the gold and each of the other commodities 4*)),
       -----
       1*)  des Arbeitslohns allgemein ist und der Wert des Arbeitslohns
       stets den  gleichen  v e r h ä l t n i s m ä ß i g e n  Anteil an
       der Gesamtmenge  der angewandten Arbeit ausmacht - 2*) Allerdings
       nicht! Aber  es hat  viel zu tun mit dem Erkennen des Wertes, ehe
       er zum  Ausdruck gelangt;  mit dem Erkennen, auf welche Weise die
       Gebrauchswerte, die  voneinander so  verschieden sind,  unter die
       gleiche Kategorie  und die  gleiche Benennung  von    W e r t e n
       fallen, so  daß der  Wert des einen durch den anderen ausgedrückt
       werden kann  - 3*) Wird der Wert verschiedener Waren in derselben
       dritten Ware  ausgedrückt, wie  veränderlich auch deren Wert sei,
       so ist  es natürlich  sehr leicht, diese Ausdrücke miteinander zu
       vergleichen, die  bereits  eine  gleiche  Benennung  besitzen.  -
       4*) die Schwierigkeit  liegt darin,  A mit  irgendeiner  Menge  B
       gleichzusetzen, und  dies ist  nur möglich,  wenn eine gemeinsame
       Einheit für  A und  B besteht oder wenn A und B verschiedene Dar-
       stellungen derselben  Einheit sind. Die Schwierigkeit bleibt die-
       selbe, wenn  alle Waren  in Gold,  Geld auszudrücken sind. Es muß
       eine gemeinsame  Einheit zwischen dem Golde und jeder der anderen
       Waren bestehen
       
       #160# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       "und ob C 8B oder 12B wert ist, das sind Umstände, die keinen Un-
       terschied   i n   d e m   V e r m ö g e n  machen, den Wert von A
       und C  in B   a u s z u d r ü c k e n,   und sicher keinen Unter-
       schied in dem Vermögen, den Wert von A und C zu vergleichen, wenn
       er ausgedrückt ist." (p. 104, 105.)
       
       But how  to  e x p r e s s  A in B or C? A, B, C must all be con-
       sidered as something different from what they are as things, pro-
       ducts, values  in use,  to express "them" in each other, or, what
       comes to  the same thing, to treat them as equivalent expressions
       of  the   same  unity.   A  =   4B.  Then   the  value  of  A  is
       e x p r e s s e d   in 4B, and the value of 4B in A, so that both
       sides express  the same.  They are  equivalents.  They  are  both
       e q u a l   expressions of  value. It  would be  the same if they
       were unequal  ones or A > 4B, A < 4B. In all these cases they are
       as far  ¦¦835¦ as  they are  values, only  different or  equal in
       quantity, but  always quantities  of the same quality. The diffi-
       culty is to find this quality. 1*)
       
       "Die notwendige  Bedingung bei  dem Vorgehen ist die, die zu mes-
       senden Waren auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen"
       
       {z.B., um  ein Dreieck  und alle  andern Vielecke zu vergleichen,
       ist es  nur nötig, die letztren in Dreiecke zu verwandeln, to ex-
       press them  in triangles. But to do this the triangle and the po-
       lygon are  in fact  supposed as identities, different figurations
       of the same - space 2*},
       
       "was jederzeit  mit gleicher Leichtigkeit getan werden kann; oder
       vielmehr, was  fertig vorliegt,  da es die Preise der Waren sind,
       die verzeichnet  werden, oder  ihr Verhältnis  in Geld."  (l.c.p.
       112.)
       
       "Den  Wert     m e s s e n     ist   dasselbe  wie  ihn    a u s-
       d r ü c k e n."  (l.c.p. 152.)
       
       Hier haben wir den Burschen. Wir finden die values gemessen, aus-
       gedrückt in  den prices  vor. Wir können uns also damit begnügen,
       [behauptet Bailey]  - nicht zu wissen, was der Wert ist. Die Ent-
       wicklung des  Maßes der Werte zum Geld und weiter die Entwicklung
       des Geldes als Maßstab der
       -----
       1*) Aber wie A in B oder in C  a u s d r ü c k e n?  A, B, C müs-
       sen als etwas betrachtet werden, das verschieden ist von dem, was
       sie als  Dinge, Produkte, Gebrauchswerte sind, sollen "sie" eines
       im anderen ausgedrückt oder, was auf dasselbe hinausläuft, sollen
       sie als  gleichwertige Ausdrücke derselben Einheit behandelt wer-
       den. A  = 4B;  also wird der Wert von A ausgedrückt in 4B und der
       Wert von  4B in  A, so  daß beide Seiten dasselbe ausdrücken. Sie
       sind Äquivalente,  sie sind  beide gleiche Ausdrücke von Wert. Es
       machte nichts  aus, wenn  sie ungleiche Ausdrücke wären, etwa A >
       4B oder A < 4B. In allen diesen Fällen sind sie, sofern sie Werte
       sind, nur  in der  Quantität verschieden  oder gleich,  sind aber
       stets Quantitäten  der gleichen  Qualität. Die  Schwierigkeit be-
       steht darin,  diese Qualität  zu finden.  - 2*) sie  in Dreiecken
       auszudrücken. Aber  um das  zu tun,  werden die  Dreiecke und die
       Vielecke tatsächlich  als   I d e n t i t ä t e n  aufgefaßt, als
       verschiedene Formerscheinungen des gleichen - Raumes
       
       #161# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Preise verwechselt  er mit  dem Auffinden  des  B e g r i f f e s
       d e s  W e r t s  selbst in seiner Entwicklung als immanentes Maß
       der Waren  im exchange.  Er hat  darin recht, daß dies Geld keine
       Ware von  unveränderlichem Wert zu sein braucht; er schließt dar-
       aus, daß keine von der Ware selbst unabhängige, unterschiedne Be-
       stimmung des Werts notwendig.
       Sobald der  Wert der Waren als ihre gemeinschaftliche Einheit ge-
       geben ist,  fällt das  Messen ihres  relativen Werts und das Aus-
       drücken  desselben   zusammen.  Aber   wir   kommen   nicht   zum
       A u s d r u c k,   solange wir nicht zu einer Einheit kommen, die
       von dem unmittelbaren Dasein der Waren verschieden ist.
       Selbst bei  seinem Beispiel  1*): Distance  between A  und B.  To
       speak of  their distance  they are already supposed as being both
       points (or  lines) of space. Being commuted in points, and points
       of the  same line,  their distance may be expressed in inches, or
       feet etc.  The unity  of the  two commodities  A and B is, at the
       first view,  their exchangeability.  They are  "exchangeable" ob-
       jects. As  "exchangeable" objects they are magnitudes of the same
       denomination. But this "their" existence as an "exchangeable" ob-
       ject must  be different  from their  existence as  values in use.
       What is it? 2*)
       Geld ist  selbst schon   D a r s t e l l u n g  des Werts, suppo-
       niert ihn.  Geld als   M a ß s t a b  der Preise unterstellt sei-
       nerseits schon  die Verwandlung  (theoretische) der Ware in Geld.
       Sind die  Werte aller  Waren als  Geldpreise dargestellt, so kann
       ich sie  vergleichen; sie  sind in fact schon verglichen. Um aber
       die Werte  als Preise darzustellen, muß vorher der Wert der Waren
       als Geld  sich dargestellt haben. Geld ist bloß die Form, wie der
       Wert der Waren im Zirkulationsprozeß erscheint. Wie kann ich aber
       x cotton  in y  Geld darstellen? Diese Frage löst sich darin auf,
       wie kann  ich überhaupt  eine Ware in einer andren oder Waren als
       Äquivalente darstellen? Es ist nur die Entwicklung des Werts, un-
       abhängig von  der Darstellung  der einen  Ware in der andren, die
       die Antwort gibt.
       
       "Irrtum..., daß  das Wertverhältnis  möglich sei  zwischen  Waren
       verschiedener Perioden,  was der  Natur der  Sache nach unmöglich
       ist; und wenn kein Verhältnis möglich ist, kann es auch nicht ge-
       messen werden." (p. 113.)
       -----
       1*) Siehe vorl.  Band, S.  140 - 2*) Entfernung zwischen A und B.
       Wenn man  von ihrer  Entfernung spricht, wird bereits angenommen,
       daß beide  Punkte (oder Linien) im Raume sind. Sind sie in Punkte
       und Punkte  derselben Linie verwandelt, dann kann ihre Entfernung
       ausgedrückt werden in Zoll, Fuß usw. Die Einheit der beiden Waren
       A und  B ist auf den ersten Blick ihre Austauschbarkeit. Sie sind
       "austauschbare" Dinge.  Als "austauschbare  Dinge sind sie Größen
       derselben Art.  Aber diese  "ihre" Existenz  als  "austauschbare"
       Dinge muß verschieden sein von ihrer Existenz als Gebrauchswerte.
       Was ist dies?
       
       #162# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       Derselbe Blödsinn  schon oben.  1*) Schon  bei dem  Geld als Zah-
       lungsmittel exists  "the relation of value between commodities at
       different periods"  2*). Der ganze Zirkulationsprozeß ist bestän-
       dig Vergleichung  der values between commodities at different pe-
       riods.
       
       "Wenn es"  (Geld) "nicht  ein gutes  Mittel der Vergleichung zwi-
       schen Waren in verschiednen Perioden ist..., ist es unfähig, eine
       Funktion zu  verrichten in  einem Falle, in dem es keine Funktion
       zu erfüllen hat." (p. 118.)
       
       Als Zahlungsmittel und Schatz hat das Geld diese function to per-
       form 3*).
       R e i n   a b g e s c h r i e b e n   v o n   d e m  "v e r b a l
       o b s e r v e r"  und in der Tat das Geheimnis des ganzen Unsinns
       oozes out  in the  following phrase 4*), die mich auch überzeugt,
       daß B[ailey] die sorgfältig von ihm verheimlichten "verbal obser-
       vations" 5*) als Plagiarius vernutzt hat:
       
       ¦¦836¦ "Reichtum ist ein Attribut des Menschen, Wert ein Attribut
       der Waren.  Ein Mensch oder ein Gemeinwesen ist reich; eine Perle
       oder ein Diamant ist wertvoll." (p. 165.)
       
       A pearl or a diamond is valuable as a pearl or a diamond, that is
       by their  qualities, as  values in  use for  men, that  is  as  -
       r i c h e s.   But there  is nothing  in a  pearl or a diamond by
       which a relation of exchange between them is given 6*) etc.
       B[ailey] wird nun tiefer Philosoph:
       
       "Unterschied zwischen  Arbeit als   U r s a c h e   und    M a ß,
       überhaupt zwischen   U r s a c h e   und  M a ß  des Wertes." (p.
       170 sqq.)
       
       Es ist  in der  Tat ein  sehr bedeutender  Unterschied  (und  von
       B[ailey] übersehn) zwischen "measure" 7*) (im Sinn des Gelds) und
       "cause of  value" 8*). Die "cause" of value verwandelt Gebrauchs-
       werte in   v a l u e.   Das  äußre measure  of value  unterstellt
       schon die  Existenz der value. Gold z.B. kann die value of cotton
       nur measure  9*), wenn  Gold und cotton als value eine von beiden
       verschiedne Einheit  besitzen. Die  "cause" of value ist die Sub-
       stanz der value und daher auch ihr immanentes Maß.
       
       "Alle Umstände..., die mit einem nachweisbaren Einfluß, mittelbar
       oder unmittelbar,  auf das   B e w u ß t s e i n   beim Austausch
       der Waren  einwirken, können  als Ursachen  des Wertes betrachtet
       werden. (p. 182, 183.)
       -----
       1*) Siehe vorl. Band, S. 148/149 und 153 - 2*) besteht "das Wert-
       verhältnis zwischen  Waren verschiedener Perioden" - 3*) Funktion
       zu verrichten  -  4*) sickert  durch  in  dem  folgenden  Satz  -
       5*) siehe vorl.  Band, S.  126/127 - 6*) Eine Perle oder ein Dia-
       mant ist  wertvoll als Perle oder Diamant, das ist durch ihre Ei-
       genschaften als  Gebrauchswerte für  den Menschen,  das ist als -
       R e i c h t u m.   Aber in  einer Perle  oder einem Diamanten ist
       nichts, wodurch  eine Relation des Austausches zwischen ihnen ge-
       geben wäre  - 7*) "Maß" - 8*) "Ursache des Wertes" - 9*) den Wert
       der Baumwolle nur messen
       
       #163# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Dies heißt  in der Tat weiter nichts als: Die  U r s a c h e  des
       Werts einer Ware oder der Äquivalenz zwischen zwei Waren sind die
       Umstände, die  den Verkäufer  oder auch  Käufer und Verkäufer be-
       stimmen, irgend etwas für den Wert oder das Äquivalent einer Ware
       zu halten. Die "Umstände, die den Wert einer Ware bestimmen, sind
       dadurch keinen  Schritt weiter erkannt, daß sie als Umstände qua-
       lifiziert werden,  die auf den "mind" 1*) der Austauschenden wir-
       ken, die  als solche Umstände auch im Bewußtsein (vielleicht auch
       nicht, vielleicht  auch verkehrt  vorgestellt) der Austauschenden
       liegen.
       Dieselben (von dem mind unabhängigen, obgleich auf ihn wirkenden)
       Umstände,  die   die  Produzenten   zwingen,  ihre  Produkte  als
       W a r e n   zu verkaufen  - Umstände,  die eine  Form der gesell-
       schaftlichen Produktion von der andren unterscheiden -, geben ih-
       ren Produkten (auch für ihren mind) einen vom Gebrauchswert unab-
       hängigen Tauschwert.  Ihr "mind",  ihr Bewußtsein,  mag  durchaus
       nicht wissen,  für es  mag nicht  existieren, wodurch in fact der
       Wert ihrer  Waren oder ihre Produkte als Werte bestimmt sind. Sie
       sind in  Verhältnisse gesetzt, die ihren mind bestimmen, ohne daß
       sie es  zu wissen  brauchen. Jeder  kann Geld  als Geld brauchen,
       ohne zu  wissen, was  Geld ist. Die ökonomischen Kategorien spie-
       geln sich  im Bewußtsein  sehr verkehrt ab. Er schiebt es ins Ge-
       wissen, da er mit der Theorie nicht weiter kann.
       Statt zu  sagen, was  er selbst sich unter "Wert" vorstellt (oder
       "cause of  value"), sagt uns B[ailey]: es sei das, was Käufer und
       Verkäufer sich im Akt des Austausches vorstellen.
       In der  Tat aber  liegt der  philosophisch sein  sollenden Phrase
       folgendes zugrunde:
       1. Der prix  courant 2*) ist durch verschiedne Umstände bestimmt,
       die sich  im Verhältnis  von Nachfrage und Zufuhr ausdrücken, und
       als solche  influence "the  mind" of  the operators on the market
       3*). Dies eine sehr wichtige Entdeckung!
       2. Bei der   V e r w a n d l u n g   d e r    W a r e n w e r t e
       i n   K o s t p r e i s e  kommen "verschiedne circumstances 4*)"
       in Betracht,  die als  "Kompensationsgründe" on  the mind wirken,
       oder sich  ihm so darstellen. Alle diese Kompensationsgründe wir-
       ken jedoch  nur auf  den mind  des capitalist  als capitalist und
       gehn aus der Natur der kapitalistischen Produktion selbst hervor,
       nicht aus der subjektiven Auffassung von Käufer und Verkäufer. In
       deren Köpfen  existieren sie vielmehr als sich von selbst verste-
       hende "ewige Wahrheiten".
       -----
       1*) das "Bewußtsein"  - 2*) Marktpreis - 3*) "das Bewußtsein" der
       auf dem Markte Handelnden beeinflussen - 4*) Umstände
       
       #164# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       B[ailey], wie  seine Vorgänger,  catches at  1*) Ric[ardo]s  Ver-
       wechslung von  values und cost-prices, in order to prove that va-
       lue is not determined by labour, because cost-prices are deviati-
       ons from values 2*). Dies ganz richtig gegen R[icardo]s Identifi-
       kation, nicht gegen die Sache selbst.
       B[ailey] zitiert dazu erstens das von R[icardo] selbst Angeführte
       über den  change in the relative values of ¦¦837¦ commodities, in
       consequence of a rise in the value of labour 3*). Er zitiert fer-
       ner die  "Wirkung der  Zeit" (Unterschied in der Produktionszeit,
       ohne Verlängerung  der Arbeitszeit), derselbe case, der schon dem
       Mill Skrupel  gemacht 4*). Den wahren  a l l g e m e i n e n  Wi-
       derspruch -  the very  existence of   a n  a v e r a g e  r a t e
       of profit, despite the different composition of capital, its dif-
       ferent times  of circulation  5*) etc. - findet er nicht. Er wie-
       derholt nur  die einzelnen  Formen, in  denen der Widerspruch er-
       scheint, auf die Ric[ardo] selbst und seine Nachfolger schon auf-
       merksam geworden.  Hier also  bloßer Nachbeter:  führt die Kritik
       keinen Schritt weiter.
       Er hebt ferner hervor: Die Produktionskosten seien die Hauptcause
       of "value", also das Hauptelement des Werts. Er hebt jedoch rich-
       tig hervor,  wie schon frühere nach Ric[ardo] [aufgetretene Auto-
       ren], daß  der  Begriff  der    P r o d u k t i o n s k o s t e n
       selbst verschieden. Er selbst erklärt sich in letzter Instanz mit
       Torrens dahin,  daß die  Werte durch das vorgeschoßne Kapital be-
       stimmt, was  richtig für  die cost-prices, aber sinnlos ist, wenn
       dies nicht  aus dem  Wert selbst  entwickelt, also  der   W e r t
       d e r   W a r e   aus einem  weiterentwickelten  Verhältnis,  dem
       W e r t   d e s   K a p i t a l s,   statt umgekehrt,  abgeleitet
       werden soll.
       Sein letzter  Einwurf der:  Die Warenwerte können nicht durch Ar-
       beitszeit gemessen  werden, wenn  die Arbeitszeit  in einem trade
       nicht gleich der Arbeitszeit in den andren, so daß dieselbe Ware,
       in der  sich z.B. 12 Stunden eines Ingenieurs verkörpern, doppel-
       ten Wert  als die  Ware, worin sich 12 Stunden eines field labou-
       rers 6*)  verkörpern. Dies kömmt darauf hinaus: Ein einfacher Ar-
       beitstag z.B.  nicht Maß  des Werts,  wenn es  andre  Arbeitstage
       gibt, die  sich als  composite days  to the days of simple labour
       7*) verhalten.  R[icardo] hat  nachgewiesen, daß  dies fact nicht
       verhindert, die Waren an der Arbeitszeit zu messen, wenn das Ver-
       hältnis zwischen simple
       -----
       1*) hängen sich  an -  2*) Werten und Kostenpreisen, um zu bewei-
       sen, daß  der Wert nicht durch Arbeit bestimmt wird, weil die Ko-
       stenpreise von  den Werten abweichen - 3*) Wechsel in den relati-
       ven Werten  der Waren  infolge eines Steigens in dem Wert der Ar-
       beit -  4*) siehe vorl.  Band, S.  81-83 - 5*) die Existenz einer
       D u r c h s c h n i t t s r a t e   des Profits selbst, trotz der
       unterschiedlichen Komposition des Kapitals, seiner unterschiedli-
       chen Umschlagszeiten - 6*) Landarbeiters - 7*) Tage komplizierter
       Arbeit zu den Tagen einfacher Arbeit
       
       #165# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       und composite  labour 1*)  gegeben. [40] Er hat allerdings unter-
       lassen, darzu"  stellen, wie  dies Verhältnis sich entwickelt und
       bestimmt wird. Dies gehört in die Darstellung vom  A r b e i t s-
       l o h n   und, in letzter Instanz, reduziert sich auf den  v e r-
       s c h i e d n e n   W e r t  d e r  A r b e i t s v e r m ö g e n
       s e l b s t,   d.h. ihre  verschiednen  Produktionskosten  (durch
       Arbeitszeit bestimmt).
       Die Sätze,  worin B[ailey] das oben Zusammengestellte ausspricht,
       sind folgende:
       "Es wird  in der  Tat nicht bestritten, daß die Produktionskosten
       der wichtigste  Umstand sind,  der die  Mengen bestimmt, in denen
       Artikel dieser  Klasse" (wo  kein monopoly und möglicher increase
       bei increase  of industry  2*)) ausgetauscht  werden; aber unsere
       besten Ökonomen stimmen nicht genau darin überein, was unter Pro-
       duktionskosten   zu    verstehen   sei;    einige   meinen,   die
       A r b e i t s m e n g e,   die in  der Produktion  eines Artikels
       verausgabt  werde,   bilde  seine   Kosten;   andere,   daß   das
       d a r a u f   v e r w a n d t e  K a p i t a l  diese Bezeichnung
       verdiene." (l.c.p. 200.)
       "Was der  Arbeiter ohne  Kapital produziert, kostet ihn seine Ar-
       beit; was  der Kapitalist  produziert, kostet  ihn sein Kapital."
       (p. 201.)
       
       (Dies der  Grund, der den Torrens bestimmt. Dem capitalist kostet
       die Arbeit  nichts, die er anwendet, sondern nur das Kapital, das
       er in Arbeitslohn auslegt.)
       
       "Der Wert  der Masse  der Waren  wird bestimmt  durch das auf sie
       verwendete Kapital." (p. 206.)
       
       Gegen die  Bestimmung des Werts der Waren bloß durch die quantity
       of labour contained in them 3*):
       
       "Dies kann nun nicht richtig sein, wenn wir einige Beispiele fol-
       gender Natur  finden: 1.  Fälle, in  denen zwei  Waren durch eine
       gleiche Menge  Arbeit produziert und doch für verschiedene Mengen
       Geld verkauft  wurden. 2.  Fälle, in denen zwei Waren, die früher
       gleich im  Werte waren,  ungleich im  Werte wurden, ohne daß sich
       die für  jede aufgewandte Menge Arbeit irgendwie veränderte." (p.
       209.)
       "Es ist keine ausreichende Antwort (gegen 1. case), "wenn man mit
       Herrn Ricardo  sagt, daß 'die Schätzung, in der die verschiedenen
       Qualitäten von  Arbeit stehen, auf dem Markte sehr bald mit einer
       für  alle  praktischen  Zwecke  genügenden  Genauigkeit  bestimmt
       wird'; oder  mit Herrn Mill, daß bei 'der Schätzung gleicher Men-
       gen Arbeit natürlich die verschiedenen Grade von Beschwerlichkeit
       und Geschicklichkeit berücksichtigt werden'. Beispiele dieser Art
       zerstören vollständig  die Allgemeingültigkeit  der  Regel."  (p.
       210.)
       "Es gibt  nur zwei mögliche Methoden, eine Menge Arbeit mit einer
       anderen zu  vergleichen; die  eine besteht  darin, sie   n a c  h
       d e r  v e r a u s g a b t e n  Z e i t  zu vergleichen, die
       -----
       1*) einfacher und  komplizierter Arbeit - 2*) Zuwachs bei Ausdeh-
       nung der Produktion - 3*) in ihnen enthaltne Arbeitsmenge
       
       #166# Zwanzigstes Kapitel
       -----
       andere  nach   dem     p r o d u z i e r t e n    R e s u l t a t
       (letztres bei task-work 1*)). "Die erstere ist auf alle Arten Ar-
       beit anwendbar;  die letztere  kann nur in Anwendung kommen, wenn
       man Arbeit  vergleicht, die  auf gleichartige  Artikel  angewandt
       wird. Wenn daher bei der Schätzung zweier verschiedener Arten Ar-
       beit die  Zeit nicht  das Verhältnis zwischen den ¦¦839¦ [41] Ar-
       beitsmengen bestimmt, muß es unbestimmt und unbestimmbar bleiben.
       (p. 215.)
       In bezug  auf 2:  "Nehmen wir  zwei Waren  irgendwelcher Art  von
       gleichem Werte,  A und B; die eine wurde mit fixem Kapital produ-
       ziert, die  andere durch Arbeit ohne Anwendung von Maschinen, und
       setzen wir voraus, daß ohne irgendeine Veränderung im fixen Kapi-
       tal oder  der Menge  Arbeit ein  Steigen im Werte der Arbeit ein-
       träte. Nach Herrn R[icardo]s eigener Auseinandersetzung würde so-
       fort das  Verhältnis zwischen  A und  B geändert,  das heißt, sie
       würden ungleich im Werte werden." (p. 215, 216.)
       Zu diesen  Fällen können wir die  W i r k u n g  der Zeit auf den
       Wert hinzufügen. Wenn eine Ware mehr Zeit für ihre Produktion er-
       fordert als eine andere, so wird ihr Wert ein größerer sein, auch
       wenn sie  nicht mehr  Kapital und  Arbeit erheischt. Herr Ricardo
       gibt den  Einfluß dieser Ursache zu. Herr Mill dagegen bestreitet
       ihn usw." (l.c.[p. 217.])
       
       Schließlich bemerkt  B[ailey] noch, und dies ist das einzig Neue,
       was er in dieser line 2*) beibringt:
       
       "Die 3 Sorten Waren" {dies wieder von dem Mann der "verbal obser-
       vations, ich  meine die  3 Sorten}  (nämlich wo absolutes Monopol
       oder beschränktes  wie bei  Korn, oder völlige Konkurrenz) "nicht
       absolut zu trennen. Sie werden nicht bloß unter schiedslos gegen-
       einander ausgetauscht,  sondern auch   i n   d e r   P r o d u k-
       t i o n   miteinander   v e r m i s c h t.   Eine Ware kann daher
       einen Teil ihres Wertes dem Monopol schulden und einen Teil jenen
       Ursachen, die  den Wert nicht monopolisierter Produkte bestimmen.
       Ein Artikel  kann z.B. unter freiester Konkurrenz produziert sein
       aus Rohmaterial, das sein Besitzer dank einem völligen Monopol um
       das 6fache  seiner wirklichen  Kosten zu  verkaufen  vermag.  (p.
       223.) "In  diesem Falle ist es klar, daß man wohl mit Recht sagen
       kann, der  Wert des Artikels werde bestimmt durch die für ihn vom
       Fabrikanten verausgabte  Menge Kapital,  daß  aber  keine  Unter-
       suchung es  ermöglichte, den  Wert des  Kapitals in  Arbeitsmenge
       aufzulösen. (p. 223, 224.)
       Diese Bemerkung  richtig. Monopol geht uns jedoch hier nichts an,
       wo wir  nur mit  zweierlei zu tun haben,  W e r t  oder  K o s t-
       p r e i s.   Es ist  klar,  daß  die  Verwandlung  der  Werte  in
       Kostpreise doppelt wirkt. Erstens: der Profit, der auf das vorge-
       schoßne  Kapital   geschlagen  wird,  mag  über  oder  unter  dem
       M e h r w e r t   stehn, der  in der  Ware selbst  enthalten ist,
       d.h. mehr  oder weniger   u n b e z a h l t e  Arbeit darstellen,
       als in ihr selbst enthalten ist. Dies gilt von variablen Teil des
       Kapitals und seiner Reproduktion in der Ware.
       -----
       1*) Stück-(Akkord-)arbeit - 2*) Richtung
       
       #167# Auflösung der Ricardoschen Schule
       -----
       Aber hiervon  abgesehn, kann  ebenso der Kostpreis des konstanten
       Kapitals -  oder der Waren, die als Rohmaterial, matières instru-
       mentales 1*)  und Arbeitsinstrumente,  Arbeitsbedingungen in  den
       Wert der  neuproduzierten Ware  eingehn -  über oder  unter ihrem
       Wert stehn. Es geht so ein vom Wert variierender Preisteil in sie
       ein, der  unabhängig ist  von dem  Quantum neuzugesetzter  Arbeit
       oder der  Arbeit, wodurch diese Produktionsbedingungen von gegeb-
       nen Kostpreisen  in ein  neues Produkt  verwandelt werden. Es ist
       überhaupt klar, daß, was von der Differenz zwischen Kostpreis und
       Wert der   W a r e  als solcher gilt - als Resultat des Produkti-
       onsprozesses, ebenso  von der   W a r e  gilt, soweit sie als In-
       gredienz, in  der Form  von konstantem Kapital, als Voraussetzung
       in den  Produktionsprozeß eingeht.  Das variable Kapital, welches
       immer seine  Differenz von Wert und Kostpreis, wird ersetzt durch
       bestimmtes Quantum  Arbeit, das  einen Wertbestandteil  der neuen
       Ware bildet,  ob in ihrem Preis dieser Wert gleich, über oder un-
       ter ausgedrückt  wurde. Dagegen die Differenz des Kostpreises vom
       Wert wird als schon vorausgesetztes Element in den Wert der neuen
       Ware übertragen, insofern es, unabhängig von ihrem eignen Produk-
       tionsprozeß, in ihren Preis eingeht.
       Die Differenz  zwischen Kostpreis und Wert der Ware wird so zwei-
       fach herbeigeführt;  durch die  Differenz zwischen  Kostpreis und
       Wert der  Waren, die Voraussetzungen des Produktionsprozesses der
       neuen Ware  bilden; durch  die Differenz des Mehrwerts, der wirk-
       lich zugesetzt  ist den  Produktionsbedingungen, und des Profits,
       der berechnet  wird [auf  das vorgeschossene  Kapital]. Jede Ware
       jedoch, die  als capital  constant in  eine Ware  eingeht,  kommt
       selbst als  Resultat, Produkt, aus einem andren Produktionsprozeß
       heraus. Und so erscheint die Ware wechselseitig als Voraussetzung
       für die Produktion andrer Waren und als Resultat eines Prozesses,
       worin das  Dasein andrer  Waren als  Voraussetzung für ihre eigne
       Produktion da  ist. In  der Agrikultur (Viehzucht) erscheint die-
       selbe Ware  das eine  Mal als Produkt und das andere Mal als Pro-
       duktionsbedingung.
       Diese bedeutende  Variation der  Kostpreise von  den Werten - die
       die kapitalistische  Produktion bedingt  - ändert nichts, daß die
       Kostpreise nach wie vor durch die Werte bestimmt werden.
       -----
       1*) Hilfsstoffe
       

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