Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil
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#188# Zwanzigstes Kapitel
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6. Stirling.
[Erklärung des Profits aus Nachfrage und Zufuhr]
Stirling (Patrick James). "The Philosophy of Trade etc.", Edin-
burgh 1846.
"Die quantity jeder Ware muß so reguliert sein, daß die Zufuhr
solch einer Ware in einer geringern Proportion steht zu der Nach-
frage für sie als die Zufuhr von Arbeit
#189# Auflösung der Ricardoschen Schule
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zu der Nachfrage nach Arbeit. Die Differenz zwischen dem Preis
oder dem Wert der Ware und dem Preis oder Wert der labour worked
up in it 1*) konstituiert den P r o f i t oder S u r p l u s,
den Ricardo nach seiner Theorie nicht erklären kann. (l.c.p. 72,
73.)
¦¦851¦ Derselbe Mann sagt uns:
"Wenn die Werte von Waren sich entsprechend ihren Produktionsko-
sten verhalten, so kann man dies das p a r o f v a l u e 2*)
nennen." (p. 18.)
Entsprechen sich also Nachfrage und Zufuhr der Arbeit, so würde
die Arbeit zu ihrem W e r t verkauft (was Stirling sich immer
unter diesem Wert denken mag). Und entsprechen sich Nachfrage und
Zufuhr der Ware, in which the labour is worked up 3*), so würde
die Ware zu ihren P r o d u k t i o n s k o s t e n verkauft,
worunter Stirling the v a l u e o f l a b o u r versteht. Der
Preis der Ware dann = der value of labour worked up in it. Und
der Preis der Arbeit on a par mit ihrer eignen value. Hence the
price of the commodity = the price of the labour worked up in it.
Hence, there would be no profit or surplus. 4*)
Stirling erklärt also den Profit oder das surplus daraus:
Die Zufuhr der Arbeit im Verhältnis zur Nachfrage nach Arbeit muß
größer sein als die Zufuhr der Ware, worin the labour is worked
up im Verhältnis zur Nachfrage nach der Ware. Die Sache muß so
eingerichtet werden, daß die Ware teurer verkauft wird, als die
in ihr enthaltne Arbeit bezahlt wird.
Dies nennt Herr Stirling das Phänomen des surplus erklären, wäh-
rend es nur eine Paraphrase des zu Erklärenden ist. Weiter zuge-
sehn, sind nur drei Fälle möglich: Der Preis der Arbeit steht on
"the par of value", d.h., die Nachfrage und Zufuhr der Arbeit
entsprechen dem Preis der Arbeit, = ihrem Wert. Dann muß die Ware
ü b e r ihrem Wert verkauft werden oder es so eingerichtet wer-
den, daß ihre Zufuhr u n t e r ihrer Nachfrage steht.
"P r o f i t u p o n a l i e n a t i o n" tout pur 5*), nur
die Bedingung hinzugesetzt, unter der es möglich ist. Oder die
Nachfrage nach Arbeit über ihrer Zufuhr und . der Preis über ih-
rem Wert. Dann hat der Kapitalist dem Arbeiter mehr gezahlt, als
die Ware wert ist, und der Käufer muß dem Kapitalist ein doppel-
tes surplus zahlen, erstens das von ihm d'abord 6*) an den
Arbeiter gezahlte und dann seinen Profit. Oder der Preis der
Arbeit unter ihrem Wert, die Zufuhr von Arbeit über der Nachlrage
nach Arbeit. Dann kommt das
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1*) in sie eingegangenen Arbeit - 2*) Niveau des Wertes - 3*) in
die die Arbeit eingegangen ist - 4*) Daher ist der Preis der Ware
gleich dem Preis der in sie eingegangenen Arbeit. Also gäbe es
keinen Profit oder Surplus. - 5*) Das ist reiner "Veräußerungs-
profit" 6*) zunächst
#190# Zwanzigstes Kapitel
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surplus daher, daß die Arbeit u n t e r i h r e m W e r t be-
zahlt ist und [in der Ware] zu ihrem Wert oder wenigstens über
ihrem P r e i s verkauft wird.
Schält man allen nonsense ab, so entspringt das surplus beiStir-
ling daher, daß die Arbeit unter ihrem Wert vom Kapitalisten gek-
auft und ü b e r ihrem Preis in der Form der Ware wieder ver-
kauft wird.
Die andern Fälle, der lächerlichen Form entkleidet, wonach der
Produzent es so "einrichten" soll, daß er seine Ware über ihrem
Wert verkauft oder über "the par of value", heißt nichts als: Ist
die Nachfrage nach einer Ware größer als ihre Zufuhr, so steigt
der Marktpreis über den Wert. Was sicher keine neue Entdeckung
ist und eine Sorte von "surplus" erklärt, die weder Ricardo noch
sonst jemand stets die geringste Schwierigkeit bereitet hat.
¦¦XIV-851¦
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