Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil
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#345# Ramsay
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[3. Ramsay über die Teilung des Bruttoprofits in Nettoprofit und
Unternehmerprofit. Apologetische Elemente in seinen Ansichten]
¦¦1099¦ R[amsay] nennt gross profit 6*) das, was ich Profit
schlechthin nenne. Er teilt diesen g r o s s p r o f i t in
n e t p r o f i t 7*) (Zins) und profit of enterprise
(Unternehmungsgewinn, industriellen Profit). *)
Mit Bezug auf das Fallen der general rate of profit 10*) polemi-
siert Ramsay, wie Ric[ardo], gegen A. Smith. Er sagt gegen A.
Smith:
"Die Konkurrenz der kapitalistischen Unternehmer könne zwar
gleichmachen den besonders über das Niveau sich erhebenden Pro-
fit"
{Dies levelling 11*) keineswegs hinreichend, die Formation einer
general rate of profit zu erklären},
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*) ¦¦1130¦ {Warum Herr Senior, dessen "Outlines" ungefähr gleich-
zeitig mit Ramsays "Essay on the Distribution of Wealth erschie-
nen, in welchem letztren die Spaltung des profit in "profit of
enterprise 8*) und in "net profits of capital or interest" 9*)
(ch. IV) weitläufig dargestellt, diese schon 1821 und 1822 be-
kannte Einteilung erfunden haben soll, nur daraus zu erklären,
daß Senior, bloßer Apologet des Bestehenden und daher Vulgäröko-
nom, den Sympathien des Herrn R[oscher] sehr nah steht. [88]}
¦1130¦¦
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6*) Bruttoprofit - 7*) Nettoprofit - 8*) "Unternehmungsprofit" -
9*) "Nettoprofit vom Kapital oder Zins" - 10*) allgemeinen Pro-
fitrate - 11*) Gleichmachen
#346# Zweiundzwanzigstes Kapitel
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"aber es ist falsch, daß d i e s e s g e w ö h n l i c h e
N i v e a u s e l b s t g e s e n k t w i r d." (p. 179,
180.) "Wäre es möglich, daß der Preis jeder Ware, sowohl Rohmate-
rial wie Fertigware, infolge der Konkurrenz zwischen den Produ-
zenten fiele, so könnte dies doch keineswegs den Profit affizie-
ren. Jeder kapitalistische Unternehmer würde sein Produkt für we-
niger Geld verkaufen, aber anderseits würde jeder Artikel seiner
Auslagen, ob er nun zum fixen oder zirkulierenden Kapital gehöre,
ihn entsprechend weniger kosten." (l.c.p. 180, 181.)
Ditto gegen Malthus:
"Der Gedanke, daß die Profite von den Verbrauchern gezahlt wer-
den, ist sicher völlig absurd. Wer sind die Verbraucher? Sie müs-
sen entweder Landlords, Kapitalisten, Meister, Arbeiter sein oder
Leute, die ein Gehalt beziehen. (p. 183.) "Die einzige Konkur-
renz, die d i e a l l g e m e i n e R a t e d e s B r u t-
t o p r o f i t s zu a f f i z i e r e n vermag, ist die zwi-
schen kapitalistischen Unternehmern und Arbeitern." (p. 206.)
In diesem letzten Satz Ric[ardo]s Satz auf das Richtige redu-
ziert. Die Profitrate kann fallen unabhängig von der competition
between capital und labour 1*), aber die einzige competition,
durch die sie fallen kann, ist diese competition. Ramsay selbst
gibt uns aber keinen Grund an, weswegen die allgemeine Profitrate
Tendenz zum Fallen. Das Einzige, was er sagt - und was richtig -,
daß die Zinsrate fallen kann ganz unabhängig von der rate of
gross profits 2*) in einem Lande und zwar:
"Unterstellen wir selbst, daß Kapital nie anders aufgenommen
würde als für produktive Anlagen, so ist es dennoch möglich, daß
Zins wechselt ohne irgendwelchen Wechsel in der Rate des Brutto-
profits. Denn, wie ein Volk fortschreitet in der Entwicklung des
Reichtums, entsteht und wächst mehr und mehr eine Klasse von Leu-
ten, die durch die Arbeiten" {exploitation, robbery 3*)) "ihrer
Vorfahren sich in Besitz von Fonds finden, von deren bloßem Zins
sie leben können. Viele auch, die in der Jugend und Mannheit ak-
tiv im Geschäft engagiert, ziehn sich zurück, um im Alter ruhig
vom Zins der Summen zu leben, die sie selbst akkumuliert haben.
Diese beiden Klassen haben eine Tendenz, mit dem wachsenden
Reichtum des Landes sich zu vermehren; denn die, die schon mit
einem mittelmäßigen Kapital anfangen, bringen es leichter zu ei-
nem unabhängigen Vermögen, als die mit wenigem anfangen. Daher in
alten und reichen Ländern macht der Teil des nationalen Kapitals,
denen gehörig, die es nicht selbst anwenden wollen, ein größeres
Verhältnis aus zum gesamten produktiven Kapital der Gesellschaft
als in neu angebauten und armen Ländern. Wie zahlreich die Klasse
der Rentiers in England! Im Verhältnis, wie die Klasse der Ren-
tiers wächst, wächst auch die der Kapitalverleiher, denn sie sind
ein und dieselben. Aus dieser Ursache allein müßte der Zins eine
Tendenz haben, in alten Ländern zu fallen. (p. 201 sqq.)
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1*) Konkurrenz zwischen Kapital und Arbeit - 2*) Rate des Brutto-
profits - 3*) Ausbeutung, Raub
#347# Ramsay
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Von der rate of net profit 1*) (Zins) sagt R[amsay], daß
"er abhängt zum Teil von der Rate des Bruttoprofits, zum Teil von
der Proportion, worin diese geteilt in Zins und industriellen
Profit. Diese Proportion hängt ab von der Konkurrenz zwischen
Verleihern und Borgern von Kapital. Diese Konkurrenz influen-
ziert, aber wird nicht ausschließlich regaliert durch die voraus-
sichtliche Rate des Bruttoprofits. Und die Konkurrenz nicht aus-
schließlich r e g u l i e r t durch diese Ursache, weil von der
einen Seite viele borgen ohne jegliche Absicht produktiver Anwen-
dung und weil andrerseits d i e P r o p o r t i o n d e s
g e s a m t e n l e i h b a r e n n a t i o n a l e n K a p i-
t a l s w e c h s e l t m i t d e m R e i c h t u m d e s
L a n d e s, unabhängig von irgendwelchem Wechsel im Brutto-
profit." (p. 206, 207.) "Der UntemehmerproJit hängt vom Netto-
profit des Kapitals ab, nicht der letztere vom ersteren. (p.
214.)
¦¦1100¦ Abgesehn von dem früher erwähnten Umstand, bemerkt Ramsay
noch mit Recht:
"Der Zins nur da ein Maß des industriellen Profits, wo der Kul-
turzustand so, daß das Bedürfnis nach Sicherheit der Rückzahlung
nicht hereinkommt... In England z.B. können wir uns gegenwärtig
keine Entschädigung für Risiko denken, da durchaus alles, was den
Zins bildet, von Anlagen kommt, die man als gute Sicherheiten be-
zeichnet." (p. 199, Note.)
Von dem i n d u s t r i a l c a p i t a l i s t, den er den
master-capitalist 2*) nennt, bemerkt R[amsay]:
"Der industrielle Kapitalist ist der allgemeine Verteiler des
Reichtums; er zahlt den Arbeitern die Löhne, dem Kapitalist den
Zins, dem Grundeigentümer die Rente. Auf der einen Seite sind die
Unternehmer, auf der andern Arbeiter, Kapitalisten und Landlords.
Die Interessen dieser beiden großen Klassen stehen einander dia-
metral gegenüber. Es ist der Unternehmer, der Arbeit, Kapital und
Land m i e t e t, und natürlich ist er bestrebt, ihre Benutzung
zu möglichst billigen Bedingungen zu erlangen, während die Eigen-
tümer dieser Quellen von Reichtum alles aufbieten, sie so hoch
als möglich zu vermieten. (p. 218, 219.)
Industrial Profit. (Labour of Superintendence 3*).)
Im ganzen ist das, was R[amsay] über den industrial profit
(speziell auch die labour of superintendence sagt) das Vernünf-
tigste, was in dieser Arbeit beigebracht worden, obgleich ein
Teil seiner Demonstration von Storch entlehnt [89].
Die Exploitation der Arbeit kostet Arbeit. Soweit die von dem in-
dustrial capitalist verrichtete Arbeit bloß ernötigt ist durch
den Gegensatz von Kapital und Arbeit, geht sie ein in die Kosten
seiner overlookers 4*) (der
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1*) Rate des Nettoprofits - 2*) kapitalistischen Unternehmer -
3*) Arbeit der Oberaufsicht 4*) Aufseher
#348# Zweiundzwanzigstes Kapitel
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industriellen Unteroffiziere) und ist bereits berechnet unter der
Kategorie von wages, ganz wie die Kosten, die der Sklavenaufseher
und seine Peitsche verursachen, unter die Produktionskosten des
Sklavenhalters berechnet sind. Diese Kosten, ganz wie der größte
Teil der merkantilischen, gehören zu den faux frais 1*) der kapi-
talistischen Produktion. Wo es sich um die allgemeine Rate des
Profits handelt, kommt ebensowenig in Betracht die Arbeit, die
den Kapitalisten ihre eigne Konkurrenz und ihr Versuch, sich
wechselseitig zu bescheißen, macht; ebensowenig das größre oder
geringre Geschick, die mehr oder minder Unkosten, womit der eine
industrielle Kapitalist im Unterschied vom andern die größte
Summe surplus labour zu den geringsten Unkosten aus seinen Arbei-
tern herauszuziehn und diese herausgezogne surplus labour zu re-
alisieren weiß im Zirkulationsprozeß. Die Betrachtung dieser
Dinge gehört in die Betrachtung der Konkurrenz der Kapitalien.
Sie handelt überhaupt von ihrem Kampf und ihrer Arbeit, the grea-
test possible amount of surplus labour 2*) an sich zu reißen und
hat bloß mit der Verteilung derselben unter die verschiednen Pri-
vatkapitalisten zu tun, nicht aber weder mit ihrem Ursprung noch
mit ihrem general extent 3*).
Es bleibt für die labour of superintendence nur die allgemeine
Funktion übrig, die Teilung der Arbeit und Kooperation gewisser
Individuen zu organisieren 4*). Diese Arbeit ist völlig repräsen-
tiert durch die wages des general manager 5*) in den größren ka-
pitalistischen Unternehmungen. Sie ist bereits abgezogen von der
allgemeinen Profitrate. Den besten praktischen Beweis liefern die
kooperativen Fabriken der Arbeiter in England [90], da dieselben,
ja trotz des größren Zins, den sie zahlen, größren Profit liefern
als der average one 6*), obgleich die wages des general manager,
die natürlich durch den Marktpreis dieser Art Arbeit bestimmt
sind, abgezogen. Die industriellen Kapitalisten, die ihre eignen
general managers, sparen ein item der Produktionskosten, zahlen
sich selbst wages und erhalten daher höhre als die Durch-
schnittsprofitrate. Würde morgen diese Phrase der Apologeten beim
Wort genommen, und der Profit des industrial capitalist auf die
wages of management and direction 7*) beschränkt, so wäre über-
morgen die kapitalistische Produktion am Ende, die Aneignung
fremder Surplusarbeit und die Verwandlung dieser Surplusarbeit in
Kapital.
Betrachtet man aber selbst diese [Entlohnung der] labour of su-
perintendence als in der g e n e r a l r a t e o f p r o-
f i t 8*) versteckte wages, so gilt hier das
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1*) Unkosten - 2*) die größtmögliche Masse von Mehrarbeit - 3*)
ihrer allgemeinen Ausdehnung - 4*) in der Handschrift: gewissen
Individuen zuteilen - 5*) den Lohn des leitenden Direktors - 6*)
durchschnittliche - 7*) den Lohn für Leitung und Verwaltung - 8*)
allgemeinene Profitrate
#349# Ramsay
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Gesetz, das R[amsay] und andere entwickelt, daß, während der Pro-
fit (der industrielle wie der gross profit) im Verhältnis zur
Größe des ausgelegten Kapitals steht, dieser Teil desselben im
u m g e k e h r t e n Verhältnis zur Größe des Kapitals steht,
verschwindend klein bei großem Kapital, und absorbierend groß bei
kleinem Kapital ist, d.h. da, wo nur nominell kapitalistische
Produktion besteht. Wenn der kleine Kapitalist, der seine Arbeit
fast selbst verrichtet, sehr hohe Profitrate im Verhältnis zu
seinem Kapital zu genießen scheint, so das factum, daß er in der
Tat, soweit er nicht einige Arbeiter beschäftigt, deren Surplus-
arbeit er aneignet, g a r k e i n e n P r o f i t macht und
nur n o m i n e l l kapitalistisch produziert (sei es industri-
ell oder merkantil). Er zeichnet sich dadurch vom Lohnarbeiter
aus, daß er in seinem nominellen Kapital in der Tat Herr und Ei-
gentümer seiner eignen Arbeitsbedingungen ist, daher keinen ma-
ster über sich hat, ¦¦1101¦ und daher seine ganze Arbeitszeit
sich selbst aneignet, statt daß sie von einer dritten Person an-
geeignet wird. Was hier als Profit erscheint, ist bloß der Unter-
schied von den common wages 1*), der eben herauskommt durch diese
Aneignung der eignen surplus labour. Indes gehört diese Gestalt
nur den Sphären an, deren sich die kapitalistische Produktions-
weise realiter noch nicht bemächtigt hat.
"Man kann den Unternehmerprofit sich zerlegen in 1. das Salair
des Unternehmers; 2. sein Risiko; 3. seinen M e h r g e w i n n.
(p. 226.)
Was nun den Punkt 2 angeht, so hat er absolut nichts zu tun hier.
Corbet (und R[amsay] selbst) hat es gesagt [91], daß die
i n s u r a n c e 2*), durch die das risk 3*) gedeckt ist, nur
die losses der capitalists gleichmäßig verteilt oder allgemeiner
verteilt unter die ganze Klasse. Von diesem gleichmäßig verteil-
ten Verlust muß abgezogen werden der Profit der insurance compa-
nies, der Kapitalien, die, employed in the business of insurance
4*), diese Verteilung übernehmen. Diese companies erhalten Teil
am Mehrwert in derselben Weise wie mercantile oder monied capita-
lists 5*), ohne an seiner direkten Produktion beteiligt zu sein.
Es ist dies eine Frage der Verteilung der surplus value unter die
verschiednen Sorten Kapitalisten und der Abzüge, die so das be-
sondre Kapital hat. Hat weder mit der Natur noch dem extent 6*)
des surplus zu tun. Der Arbeiter kann natürlich nicht mehr lie-
fern als seine Surplusarbeit. Er kann dem Kapitalisten nicht noch
extra dafür zahlen, daß dieser sich sichert im Besitz der Früchte
dieser Surplusarbeit. Höchstens könnte man sagen, daß selbst,
apart from 7*) kapitalistischer Produktion, die Produzenten ge-
wisse Ausgaben haben würden, also einen Teil ihrer Arbeit
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1*) dem gewöhnlichen Lohn - 2*) Versicherung - 3*) Risiko - 4*)
angelegt im Versicherungsgeschäft - 5*) Handels- oder Geldkapita-
listen - 6*) Größe - 7*) abgesehen von
#350# Zweiundzwanzigstes Kapitel
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oder der Produkte ihrer Arbeit zur Versicherung ihrer Produkte,
ihres Reichtums oder seiner Elemente gegen Zufälle etc. verausga-
ben müßten. Statt daß jeder Kapitalist sich selbst versichert,
erhält er das sichrer und wohlfeiler, indem ein Teil des Kapitals
mit diesem Geschäft betraut wird. Die insurance wird gezahlt aus
Teil der surplus value, deren Verteilung und Sicherung - unter
die Kapitalisten mit ihrem Ursprung und extent nichts zu tun hat.
Bleibt also 1. das salary 1*) und 2. die surplus gains 2*), wie
R[amsay] hier den Teil der surplus value nennt, der dem industri-
ellen Kapitalisten im Unterschied vom Zins-Essenden zufällt und
der daher auch absolut bestimmt ist durch die Proportion zwischen
Zins und industriellem Profit, den beiden Teilen, worin der dem
Kapital (im Unterschied zum Grundeigentum) zufallende Teil der
surplus value zerfällt. Was nun 1, das salary, angeht, so ver-
steht es sich d'abord 3*) ganz von selbst, daß mit der kapitali-
stischen Produktion dem Kapitalisten oder einem von ihm bezahlten
clerc 4*), Repräsentanten, die Funktionen des Kapitals als des
Beherrschers der Arbeit zufallen. Mit der kapitalistischen Pro-
duktion hörte auch diese Funktion auf, soweit sie nicht aus der
Natur kooperativer Arbeit, sondern [aus] der Herrschaft der Ar-
beitsbedingungen über die Arbeit selbst hervorgeht. R[amsey] hebt
indes selbst diesen Bestandteil auf oder reduziert ihn soweit,
daß er nicht worth speaking of 5*).
"Der Arbeitslohn [des Unternehmers] bleibt, wie die Mühe [der
Oberaufsicht] ziemlich derselbe, das Unternehmen sei groß oder
klein." (p. 227.) "Ein Arbeiter wird nie sagen können, daß er so
viel tun kann, wie 2, 3 etc. seinessleichen. Aber ein industriel-
ler Kapitalist oder farmer kann 10 und 15 ersetzen." (p. 255.)
Der dritte Teil, die s u r p l u s g a i n s, in denen die
risks eingeschlossen, die bloß möglich sind, nichts als ein mög-
licher loss 6*) von den gains und dem Kapital, faktisch aber als
insurance sich darstellen und daher selbst als Anteil bestimmter
Kapitalien in besondrer Sphäre an der general surplus value 7*).
"Diese Mehrgewinne", sagt R[amsay], "stellen in Wahrheit jene Re-
venue dar, die d e r M a c h t e n t s p r i n g t, d e n
G e b r a u c h d e s K a p i t a l s z u k o m m a n d i e-
r e n, möge es dem Manne selbst gehören oder von anderen geborgt
sein" {d.h. die power of commanding other people's labour 8*)}
... "Der Nettoprofit" (Zins) "wechselt genau mit der Größe des
Kapitals; dagegen ist das Verhältnis des Mehrgewinns zu dem
angewandten Kapital um so größer, je größer das Kapital." (p.
230.)
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1*) der Arbeitslohn - 2*) der Mehrgewinn - 3*) zunächst - 4*) An-
gestellten - 5*) der Rede wert ist - 6*) Verlust - 7*) allgemei-
nen Mehrwert - 8*) Macht, die Arbeit anderer Leute zu kommandie-
ren
#351# Ramsay
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D.h. mit andren Worten nichts [als]: salaries of masters 1*)
stehn im umgekehrten Verhältnis zur Größe des Kapitals. Auf je
größrer Stufenleiter das Kapital arbeitet, je mehr die Produkti-
onsweise k a p i t a l i s t i s c h, um so mehr verschwindend
der Bestandteil des industriellen Profits, der auf salary redu-
zierbar, und um so reiner tritt der wirkliche Charakter des indu-
striellen Profits hervor - ein Teil der surplus gains, i.e. der
surplus value, i.e. der unbezahlten surplus labour zu sein. Der
ganze Gegensatz von industrial profit und interest nur Sinn im
Gegensatz zwischen rentier und industrial capitalist, berührt
aber absolut nicht weder das Verhältnis des Arbeiters zum Kapi-
tal, noch die Natur des Kapitals, noch den Ursprung seines Pro-
fits etc.
Von der Nicht-Kornrent sagt R[amsay]:
"Auf diese Weise wird die Rente, die für eine Art Produkte be-
zahlt wird, zur Ursache des hohen Werts anderer 2*)." (p. 279.)
"Revenue, sagt R[amsay] im Schlußkapitel, "unterscheidet sich von
dem jährlichen Bruttoprodukt einfach durch das Fehlen aller jener
Dinge, die erheischt sind, das f i x e K a p i t a l zu erhal-
ten" (das ist also bei ihm k o n s t a n t e s K a p i t a l,
raw materials 3*) in allen Phasen, matieres instrumentales 4*)
und Maschinerie etc.). (p. 471.)
¦¦1102¦ R[amsay] hat es bereits gesagt 5*) und wiederholt im
letzten Kapitel, daß "circulating capital", i.e. bei ihm in Ar-
beitslohn ausgelegtes Kapital, überflüssig,
"weder als unmittelbarer Faktor der Produktion, noch überhaupt
für sie wesentlich ist". (p. 460.)
Er zieht nur nicht den selbstverständlichen Schluß, daß mit der
Lohnarbeit und dem in Lohnarbeit ausgelegten Kapital die Notwen-
digkeit der kapitalistischen Produktion überhaupt geleugnet ist
und die Arbeitsbedingungen damit aufhören, als "Kapital" oder,
wie er es nennt, "capital fixe" den Arbeitern gegenüberzutreten.
Der eine Teil der Arbeitsbedingungen erscheint nur als
c a p i t a l fixe, weil der andre als circulating c a p i-
t a l erscheint. Die kapitalistische Produktion aber einmal als
factum vorausgesetzt, erklärt R[amsay] als notwendige Form der
Revenue wages und g r o s s p r o f i t s o f c a p i t a l
6*) (industrial profit oder, wie er es nennt, profit of enter-
prise included 7*)). (p. 478, 475.) Natürlich, dies sind die
beiden Formen der Revenue, die in der Tat das Wesen der
kapitalistischen Produktion und der beiden Klassen, auf denen sie
beruht, in ihrer Einfachheit und
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1*) Arbeitslöhne der Unternehmer - 2*) in der Handschrift ist die
hier kursiv gegebene Textstelle mit Bleistift unterstrichen - 3*)
Rohmaterialien - 4*) Hilfsstoffe - 5*) siehe vorl. Band, S. 321 -
6*) Bruttoprofit vom Kapital - 7*) Unternehmungsprofit inbegrif-
fen
#352# Zweiundzwanzigstes Kapitel
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Allgemeinheit zusammenfassen. Dagegen erklärt er Rent, d.h. also
Grundeigentum für eine der kapitalistischen Produktion überflüs-
sige Form (p. 472), vergißt aber, daß sie notwendiges Produkt
dieser Produktionsweise. Dasselbe gilt, wenn er "net profits of
capital" oder Zins für eine nicht notwendige Form erklärt:
"Die Rentiers müßten sich nur in industrielle Kapitalisten ver-
wandeln. Dies für den nationalen Reichtum gleichgültig... Der
Nettoprofit braucht sicher nicht so hoch zu sein, um dem Besitzer
und dem Anwender ein besonderes Einkommen aufzubringen" (p. 476,
477),
wobei er wieder vergißt, was er selbst gesagt, daß sich mit der
Entwicklung des Kapitals notwendig eine stets wachsende Rentier-
klasse bildet. 1*)
"Bruttoprofit von Kapital und Unternehmung ... nötig zum Fortgang
der Produktion." (p. 475.)
Natürlich. Ohne Profit kein Kapital, und ohne Kapital keine kapi-
talistische Produktion.
Also Resultat bei R[amsay] einerseits (was er selbst nur in der
bornierten Form sagt, daß "circulating capital" überflüssig und
"wages", wenn die Masse des Volkes nicht so arm wäre, daß sie ih-
ren Anteil am Produkt in advance 2*), bevor es fertig, erhalten
müßte), daß die kapitalistische, auf der Lohnarbeit beruhende
Produktionsweise keine notwendige, i.e. keine absolute Form der
gesellschaftlichen Produktion; zweitens, daß Zins im Unterschied
vom industriellen Profit, ebensowohl wie Grundrente (also die
durch die kapitalistische Produktion selbst geschaffne Form des
Grundeigentums) superfetations 3*) sind, die ihr nicht wesentlich
und die sie abstreifen könnte. Im Fall dies bürgerliche Ideal
wirklich durchführbar, wäre die Folge nur, daß die ganze surplus
value direkt den industriellen Kapitalisten zufiele und die Ge-
sellschaft (ökonomisch) auf den einfachen Gegensatz von Kapital
und Lohnarbeit reduziert würde, eine Vereinfachung, die aller-
dings die Auflösung dieser Produktionsweise beschleunigen würde.
¦1102¦¦
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¦¦1021¦ {Im "Morning Star" [92], 1. Dez. 1862, jammert ein Fabri-
kant:
"Z i e h t von dem B r u t t o p r o d u k t die Arbeitslöhne,
die Grundrente, den Kapitalzins a b, die Kosten des Rohmateri-
als sowie die G e w i n n e d e s A g e n t e n, K a u f-
m a n n s o d e r
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1*) Siehe vorl. Band, S. 346/347 - 2*) im voraus - 3*) Auswüchse
#353# Ramsay
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H ä n d l e r s, und was übrigglieb, war der P r o f i t d e s
M a n u f a k t u r i s t e n, des Bewohners Lancashires, des
Besitzers, auf den die L a s t gelegt ist, f ü r s o v i e-
l e T e i l n e h m e r a n d e r V e r t e i l u n g d e s
B r u t t o p r o d u k t s d i e A r b e i t e r z u e r-
h a l t e n."}
{Läßt man den Wert beiseite und betrachtet das gross produce in
natura, so klar, daß nach Ersatz des konstanten Kapitals und des
in Arbeitslohn ausgelegten der Teil des Produkts übrigbleibt, der
die surplus value darstellt. Davon geht aber Teil ab als Rente
und die gains der agents, merchants or dealers, whether they ap-
ply capital of their own or not 1*), bestehn in participation an
dem Teil des gross produce, der surplus value darstellt. Ist also
Deduktion für den manufacturer. Sein Profit selbst teilt sich,
wenn er Kapital gepumpt hat, wieder in industriellen Profit und
Zins.}
{Z u r D i f f e r e n t i a l r e n t e: Des Arbeiters, der
auf dem fruchtbareren Boden arbeitet, Arbeit ist produktiver als
die dessen, der auf dem minder fruchtbaren Boden arbeitet. Würde
er also in natura bezahlt, so erhielte er einen geringern Teil
des gross produce als der, der auf minder fruchtbarem Boden ar-
beitet. Oder, was dasselbe, seine relative Surplusarbeit, ob-
gleich er dieselbe Zahl Stunden pro Tag arbeitete, wäre größer
als die des andern. Nun aber kostet sein Arbeitslohn so viel wie
der des andren. Weswegen auch der Profit seines employers nicht
größer. Der Surpluswert, der in dem Überschuß seines Produkts
steckt, die größre relative Fruchtbarkeit seiner Arbeit oder die
Differentialsurplusarbeit seinerseits ist pocketed by the
landlord 2.} ¦1102¦¦
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1*) Gewinne der Agenten. Kaufleute oder Händler, ob sie ihr eige-
nes Kapital anwenden oder nicht - 2*) vom Landlord eingesteckt
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