Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil
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#373# Cherbuliez
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[5. Elemente Sismondischer Auffassungen bei Cherbuliez. Die orga-
nische Zusammensetzung des Kapitals. Fixes und zirkulierendes Ka-
pital]
Im übrigen ist Ch[erbuliez] sonderbares Kompositum von Sismondi-
schen und Ric[ardo]schen Antagonismen. ¦1111¦¦
¦¦1112¦ Sismondisch:
"Die Hypothese eines u n v e r ä n d e r l i c h e n V e r-
h ä l t n i s s e s zwischen den verschiednen Elementen des
Kapitals realisiert sich auf keiner Stufe des ökonomischen
Fortschritts der Gesellschaft. Das Verhältnis ist wesentlich
v a r i a b e l und zwar aus zwei Gründen: a) die Teilung der
Arbeit und b) die Substitution der menschlichen Kraft durch die
natürlichen Agenten." (p. 61.) "Diese beiden Ursachen streben,
die Proportion zwischen dem Lebensmittelfonds und den beiden and-
ren Elementen des Kapitals zu vermindern." (p. 62.) "Die
V e r m e h r u n g d e s p r o d u k t i v e n K a p i-
t a l s zieht in dieser Lage der Dinge nicht notwendig nach sich
ein Anwachsen des Lebensmittelfonds, bestimmt, den Arbeitspreis
zu bilden; sie kann, wenigstens zeitweise, von einer absoluten
Verminderung dieses Elements des Kapitals begleitet sein, und
folglich von einem S i n k e n d e s A r b e i t s p r e i-
s e s." (p. 63.)
{Dies sismondisch; die Wirkung auf die H ö h e d e s
S a l a i r s der einzige Gesichtspunkt Ch[erbuliez']. Dies
fällt ganz fort in einer Untersuchung, wo die value of labour is
always supposed to be paid, and the fluctuations of the
m a r k e t p r i c e of labour beyond or below that point (the
value) are not taken into consideration 1*).}
"Der Produzent, der in seiner Industrie eine neue Teilung der Ar-
beit einführen oder von einem moteur naturel 2*) profitieren
will, wird nicht eine hinlängliche Akkumulation des Kapitals ab-
warten, um auf diese Art alle Arbeiter, die er früher nötig
hatte, anzuwenden; im Falle der Teilung der Arbeit begnügt er
sich vielleicht, mit 5 Arbeitern hervorzubringen, was er früher
mit 10 hervorbrachte: im Fall der Anwendung eines moteur naturel
wird er vielleicht nur 1 Maschine und 2 Arbeiter anwenden. Das
approvisionnement wird folglich reduziert sein im ersten Fall auf
1500, im zweiten auf 600. Da aber die Arbeiterzahl dieselbe
bleibt, wird ihre Konkurrenz den Arbeitspreis bald unter seine
ursprüngliche Taxe sinken machen." (p. 63, 64.) "Das ist eines
der frappierendsten Resultate des Gesetzes der Appropriation. Die
absolute Vermehrung des Reichtums, d.h. der Arbeitsprodukte,
führt keine verhältnismäßige Vermehrung [herbei] und kann selbst
eine Verminderung im approvisionnement der Arbeiter herbeiführen,
in dem Anteil, der ihnen von allen Arten Produkten
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1*) wo stets vorausgesetzt ist, daß der Wert der Arbeit bezahlt
wird und die Fluktuation des Marktpreises der Arbeit über oder
unter diesen Punkt (den Wert) nicht in Betracht gezogen wird -
2*) einer Naturkraft
#374# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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zukömmt." (p. 64.) "Die Ursachen, welche den Arbeitspreis bestim-
men" (hier immer nur vom m a r k e t p r i c e of labour 1*)
die Rede} "sind die absolute Quantität des produktiven Kapitals
und das Verhältnis zwischen den verschiednen Elementen des Kapi-
tals, zwei soziale Tatsachen, worauf der Wille des Arbeiters kei-
nen Einfluß ausüben kann." (p. 64.) "Alle Chancen sind fast gegen
den Arbeiter." (l.c.)
Das Verhältnis zwischen den verschiednen Elementen des produkti-
ven Kapitals ist doppelt bestimmt.
E r s t e n s: Die organische Zusammensetzung des produktiven
Kapitals. Wir verstehn darunter die technologische Zusammenset-
zung. Bei gegebner Produktivkraft der Arbeit - die als konstant
angenommen werden kann, solange kein change eintritt - ist in je-
der Sphäre der Produktion das Quantum Rohmaterial und Arbeitsmit-
tel, also das Quantum konstantes Kapital, seinen s t o f f-
l i c h e n E l e m e n t e n nach, bestimmt, das auf ein be-
stimmtes Quantum lebendiger A r b e i t (bezahlter und un-
bezahlter), also die s t o f f l i c h e n E l e m e n t e des
v a r i a b l e n Kapitals kömmt.
Ist das Verhältnis der vergegenständlichten Arbeit zur lebendi-
gen, die angewandt wird, klein, so der Maßanteil des Produkts,
der lebendige Arbeit darstellt, groß, wie sich immer dieser Teil
zwischen Kapitalist und Arbeiter teile. Wenn umgekehrt, umge-
kehrt. Bei gegebner Rate der Exploitation der Arbeit ist auch die
Surplusarbeit in dem einen Fall groß, im andren klein. Changes
können hier nur eintreten infolge von change in der Produktions-
weise, der das technologische Verhältnis der beiden Teile des Ka-
pitals ändert. Selbst in diesem Fall kann, wenn die G r ö ß e
der Kapitalien verschieden ist, das absolute Quantum der ange-
wandten lebendigen Arbeit gleich oder selbst größer sein für das
Kapital, das mehr konstantes Kapital anwendet. Aber r e l a-
t i v muß es kleiner sein. Für Kapitalien von derselben Größe
oder auf bestimmten aliquoten Teil des Gesamtkapitals, z.B. 100,
berechnet, muß es absolut und relativ kleiner sein. Alle changes,
infolge der Entwicklung (nicht der Abnahme) der Produktivkraft
der Arbeit, vermindern den Teil des Produkts, der lebendige
Arbeit darstellt, vermindern das variable Kapital. Wir können
sagen, wenn wir Kapitalien ¦¦1113¦ in verschiednen Produkti-
onssphären betrachten, [diese Veränderungen] vermindern das
v a r i a b l e Kapital absolut in den Sphären, die auf höhrer
Produktionsstufe stehn, denn der Arbeitslohn ist als gleich vor-
ausgesetzt.
Soweit as to the changes 2*), die aus der Änderung in der Produk-
tionsweise hervorgehn.
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1*) Marktpreis der Arbeit - 2*) was die Wechsel betrifft
#375# Cherbuliez
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Z w e i t e n s aber, die organische Zusammensetzung der Kapita-
lien als gegeben vorausgesetzt und den Unterschied, der aus dem
Unterschied ihrer organischen Zusammensetzung hervorgeht, so kann
das W e r t v e r h ä l t n i s wechseln, obgleich die techno-
logische Zusammensetzung dieselbe bleibt. Es kann stattfinden: a)
change im Wert des konstanten Kapitals; b) change im Wert des va-
riablen Kapitals; c) c h a n g e i n b e i d e n, in gleichen
oder ungleichen Verhältnissen.
a) Bleibt die technologische Zusammensetzung dieselbe und change
im Wert des konstanten Kapitals findet statt, so fällt oder
steigt er. Fällt er und wird nur dasselbe Quantum lebendiger Ar-
beit wie früher angewandt, d.h., bleibt die P r o d u k-
t i o n s l e i t e r oder -s t u f e dieselbe, werden also
z.B. nach wie vor 100 Mann angewandt, so ist stofflich nach wie
vor dasselbe Quantum Rohmaterial und Arbeitsmittel erheischt. Die
surplus labour aber bears a greater proportion to the whole
capital advanced 1*). Die Profitrate steigt. Im umgekehrten Fall
fällt sie. Im ersten Fall, for the capitals already employed in
that sphere (not those newly invested in them after the change of
value in the elements of constant capital has taken place) the
total sum of the capital employed diminishes or some portion of
that capital is set free, although production continues to be
carried on on the same scale; or the capital so liberated is
added to the production and then works, like an accumulation of
capital. The scale of production is enlarged, and, pro-
portionally, the absolute amount of surplus labour is increased.
2*) Mit gegebner P r o d u k t i o n s w e i s e wirkt jede Ak-
kumulation des Kapitals, whatever be the rate of surplus value,
to the increase of its total amount 3*).
Umgekehrt. Steigt die value of the elements of constant capital,
so either the s c a l e o f p r o d u c t i o n (hence the
mass of the total capital advanced) must increase, to employ the
s a m e q u a n t i t y of labour (the same variable capital -
unchanged in its value) as before; and then, although the abso-
lute amount of surplus value, and the rate of surplus value
remains the same, its proportion to the whole capital advanced
sinks, and, hence, the rate of
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1*) nimmt zu im Verhältnis zu dem gesamten vorgeschossenen Kapi-
tal - 2*) für die Kapitalien, die schon in jener Sphäre angewandt
werden (nicht diejenigen, die neu in ihr investiert wurden nach
dem Wechsel des Werts in den Elementen des konstanten Kapitals).
verkleinert sich die Gesamtsumme des angewandten Kapitals oder
ein Teil des Kapitals wird freigesetzt, obwohl die Produktion auf
der gleichen Stufenleiter fortgesetzt wird; oder das so freige-
setzte Kapital wird der Produktion hinzugefügt und wirkt dann wie
eine Akkumulation von Kapital. Die Stufenleiter der Produktion
hat sich vergrößert und die absolute Masse der Mehrarbeit ist
verhältnismäßig angestiegen. - 3 welches auch immer die Rate des
Mehrwerts sei, auf die Zunahme seiner Gesamtmasse
#376# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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profit falls. 1*) Oder die Produktionsleiter und die total sum of
capital advanced 2*) wird nicht erweitert. In diesem Fall muß un-
ter allen Umständen das variable Kapital vermindert werden.
Wird dieselbe Summe wie bisher auf capital constant ausgelegt, so
repräsentiert diese selbe Summe eine kleinre Portion seiner
stofflichen Elemente, und da das t e c h n o l o g i s c h e
V e r h ä l t n i s dasselbe geblieben, less labour is to be em-
ployed. The whole capital advanced is then diminished by the la-
bour dismissed; the total value of the capital advanced is dimi-
nished, but of that diminished capital the constant capital bears
(value considered) a greater proportion. The surplus value is di-
minished, absolutely, because less labour is employed; and the
proportion of the remaining surplus value to the total capital
advanced is diminished, because variable capital bears a less
proportion to constant capital.
On the other hand, if the whole capital is employed as before -
the less value of the variable capital (representing a less quan-
tity of the whole of labour - living labour - employed) being ab-
sorbed by the greater value of the constant capital; the one
being diminished in the same proportion as the other is augmen-
ted, then the absolute quantity of surplus value sinks, because
less labour is employed, and, at the same time, the proportion of
this surplus value to the whole capital advanced falls. Thus the
rate of profit sinks from two causes, the diminution in the
amount of surplus labour, and, the decreasing proportion borne by
that surplus labour to the total capital advanced. 3*)
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1*) der Wert der Elemente des konstanten Kapitals, so muß entwe-
der die Stufenleiter der Produktion (also die Masse des vorge-
schossenen Gesamtkapitals) steigen, um die gleiche Menge Arbeit
(das gleiche variable Kapital - unverändert in seinem Wert) wie
vorher anzuwenden; und dann, obwohl die absolute Masse des Mehr-
werts und die Rate des Mehrwerts die gleiche bleibt, sinkt sein
Verhältnis zum gesamten vorgeschossenen Kapital und daher fällt
die Profitrate. - 2*) Gesamtsumme des vorgeschossenen Kapitals -
a wird weniger Arbeit angewandt werden. Das gesamte vorgeschos-
sene Kapital wird dann um die Größe der freigesetzten Arbeit ver-
mindert; der Gesamtwert des vorgeschossenen Kapitals wird vermin-
dert; aber in diesem verminderten Kapital nimmt das konstante Ka-
pital (dem Wert nach) im Verhältnis zu. Der Mehrwert ist absolut
verringert, weil weniger Arbeit angewandt ist; und das Verhältnis
des übrigbleibenden Mehrwerts zu dem gesamten vorgeschossenen Ka-
pital ist verringert, weil das variable Kapital im Verhältnis zum
konstanten Kapital kleiner ist.
Andererseits wird, wenn das gesamte Kapital angewandt wird wie
zuvor, der geringere Wert des variablen Kapitals (das eine gerin-
gere Menge der gesamten angewandten lebendigen Arbeit darstellt)
absorbiert durch den größeren Wert des konstanten Kapitals, denn
das eine wird im gleichen Verhältnis vermindert wie das andere
sich vergrößert; alsdann sinkt die absolute Menge des Mehrwerts,
weil weniger Arbeit angewandt ist, und zur gleichen Zeit fällt
#377# Cherbuliez
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Im ersten Fall (bei sinking value of the elements of constant ca-
pital 1*)), wo die P r o f i t r a t e steigt unter allen Um-
ständen, muß die P r o d u k t i o n s s t u f e erweitert wer-
den, soll die Summe des Profits sich vermehren. Gesetzt, das Ka-
pital sei 600, halb konstant, halb variabel. Fiele der konstante
Teil um 1/2 seines Werts, so nach wie vor 300 variabel, aber nur
150 konstant. Gesamt angewandtes Kapital nur 450 und 150 freige-
setzt. Werden die 150 wieder dem Kapital zugefügt, so (von den
150) sind nun 100 in variablem ¦¦1114¦ Kapital ausgelegt. Hier
also die Produktionsstufe erweitert und die Masse angewandter Ar-
beit, wenn dasselbe Kapital wie vorher in der Produktion ange-
wandt bleibt.
Im umgekehrten Fall, bei rising value of the elements of constant
capital 2*), wo die P r o f i t r a t e unter allen Umständen
fällt, soll die Summe des Profits sich nicht vermindern und die
Masse der angewandten Arbeit (also der surplus value) d i e-
s e l b e bleiben, muß die P r o d u k t i o n s s t u f e,
also the capital advanced, increased 3*) werden. Wird sie das
nicht, wird nur the old or less than the old capital advanced
4*), so sinkt nicht nur die Rate, sondern die Masse des Profits.
In beiden Fällen bleibt die Rate des Mehrwerts unverändert, die
dagegen changiert bei einem Wechsel in der technologischen Zusam-
mensetzung des Kapitals: zunimmt, wenn das konstante Kapital
wächst (weil dann die Arbeit produktiver), abnimmt, wenn es fällt
(weil dann die Arbeit unproduktiver).
b) Tritt ein change im Wert des variablen Kapitals ein, unabhän-
gig von der o r g a n i s c h e n Z u s a m m e n s e t-
z u n g, so dies nur möglich, weil Lebensmittel, die nicht in
dieser Produktionssphäre produziert werden, die als Ware von
außen in sie eingehn, im Preis gefallen oder gestiegen sind.
Fällt der W e r t d e s v a r i a b l e n Kapitals, so reprä-
sentiert es nach wie vor dasselbe Quantum lebendiger Arbeit. Bloß
kostet dies selbe Quantum weniger. Bleibt die P r o d u k-
t i o n s s t u f e also dieselbe (da der Wert des konstanten
Kapitals unverändert), so vermindert sich der Teil des
Totalkapitals, der im Ankauf von Arbeitern avanciert wurde. Weni-
ger Kapital auszulegen, um dieselbe Anzahl Arbeiter zu zahlen.
Also vermindert sich hier bei g l e i c h b l e i b e n d e r
P r o d u k t i o n s s t u f e die Summe des ausgelegten
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das Verhältnis dieses Mehrwerts zum gesamten vorgeschossenen Ka-
pital. Auf diese Weise sinkt die Profitrate aus zwei Gründen,
weil die Masse der Mehrarbeit sich verringert und weil diese
Mehrarbeit im Verhältnis zu dem gesamten vorgeschossenen Kapital
abnimmt.
1*) sinkendem Wert der Elemente des konstanten Kapitals - 2*)
steigendem Wert der Elemente des konstanten Kapitals - 3*) das
vorgeschossene Kapital vergrößert - 4*) das alte oder weniger als
das alte Kapital vorgeschossen
#378# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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Kapitals. Die Profitrate steigt und zwar aus doppelten Gründen.
Die s u r p l u s v a l u e i s t g e s t i e g e n; das Ver-
hältnis der lebendigen Arbeit zur vergegenständlichten ist das-
selbe geblieben, aber größrer Teil der surplus value bezogen auf
kleinres Gesamtkapital. Wird dagegen der freigewordne Teil zuge-
fügt, so dies = A k k u m u l a t i o n.
Steigt der W e r t d e s v a r i a b l e n Kapitals, so, um
dieselbe Masse Arbeiter wie bisher anzuwenden, auch mehr Gesamt-
kapital auszulegen, weil der Wert des konstanten Kapitals der-
selbe bleibt und der des variablen gestiegen ist. Die Masse Ar-
beit bleibt dieselbe, aber kleinrer Teil davon surplus labour,
und dieser kleinre Teil bezogen auf größres Kapital. Dies, wenn
die P r o d u k t i o n s s t u f e d i e s e l b e
b l e i b t, während der Wert des Totalkapitals gestiegen.
Steigt dieser Wert nicht, so muß die P r o d u k t i o n s-
s t u f e vermindert werden. Die Masse labour nimmt ab, und von
dieser verminderten Masse kleinrer Teil surplus labour, which,
too, bears a smaller proportion to the whole capital advanced
1*).
Die organic changes 2*) und die durch change of value 3*) hervor-
gebrachten können in gewissen circumstances 4*) denselben Effekt
auf die Profitrate haben. Sie unterscheiden sich aber dadurch:
Sind die letztren nicht bloßen fluctuations of market prices 5*)
geschuldet, also temporär, so müssen sie stets einem organic
change in den Sphären geschuldet sein, die Elemente des konstan-
ten Kapitals oder des variablen liefern.
Case 3 hier nicht weiter einzugehn.
Bei gleich großen Kapitalien in v e r s c h i e d n e n
P r o d u k t i o n s s p h ä r e n - oder gleichem Quotum des
Gesamtkapitals, z.B. auf je 100 - kann die o r g a n i s c h e
K o m p o s i t i o n d i e s e l b e, aber das W e r t v e r-
h ä l t n i s der Elementarbestandteile, des konstanten und
variablen Kapitals, verschieden sein, je nach dem verschiednen
Wert der angewandten Instrumental- und Rohmaterialmasse. Z.B.
Kupfer statt Eisen, Eisen statt Blei, Wolle statt Baumwolle etc.
Anderseits, wenn das Wertverhältnis dasselbe, kann die organische
Komposition verschieden sein? Bei Gleichheit der organischen Kom-
position sind die relativen Massen, die, pro 100, in konstantem
Kapital und lebendiger Arbeit sich verbinden, dieselben. Die
quantitativen Verhältnisse dieselben. Es ist möglich, daß der
Wert des konstanten Kapitals gleich ist, obgleich die relativ in
Bewegung gesetzten Arbeitsmassen verschieden. Wenn die Maschine-
rie oder das Rohmaterial teurer (oder umgekehrt),
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1*) Mehrarbeit, die auch im Verhältnis zu dem gesamten vorge-
schossenen Kapital abnimmt - 2*) organischen Wechsel - 3*) Wech-
sel des Werts - 4*) Umständen - 5*) Fluktuationen der Marktpreise
#379# Cherbuliez
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kann z.B. weniger Arbeit erheischt sein; aber dann ist auch der
Wert des variablen Kapitals relativ kleiner oder umgekehrt.
¦1115¦ Nehme A und B. c' und v' seien die Bestandteile von A (dem
Wert nach) und c und v die von B (dem Wert nach). Wenn nun c':v'
= c:v, so c'v = v'c. Also auch c'/c = v'/v.
Es ist nur folgendes möglich, da die W e r t v e r h ä l t-
n i s s e gleich sind. Wird in der andern Sphäre m e h r
S u r p l u s a r b e i t g e a r b e i t e t (z.B. Nachtarbeit
in der Agrikultur unmöglich, ditto kann zwar der einzelne
Arbeiter überarbeitet werden, aber das Gesamtquantum Arbeit, das
angewandt werden kann bei gegebner Größe des Grundstücks etc.,
beschränkt durch den zu fabrizierenden Gegenstand (das Getreide),
während bei gegebner Größe der Fabrik die Masse der Fabrikation
von der Stundenzahl abhängt, die gearbeitet wird (??????? 1*)
nach) - d.h., es liegt in der Verschiedenheit der Produk-
tionsweise, daß in der einen Sphäre mehr Surplusarbeit angewandt
werden kann auf gegebner Produktionsstufe als in der andren), so
mag das Wertverhältnis von konstantem und variablem Kapital
dasselbe sein, dennoch aber die relativ zum Gesamtkapital
angewandte Arbeitsmasse verschieden. Oder nimm [an], das Material
sei teurer und die Arbeit (als höhrer Art angehörig) in demselben
Verhältnis. In diesem Fall A wendet 5 Arbeiter an, wo B 25, und
sie kosten 100 l. wie die 25, weil ihre Arbeit teurer (also auch
ihre Surplusarbeit mehr wert). Zugleich verarbeiten die 5 einen
Rohstoff von 100 lbs. y, = 500, und die von B einen Rohstoff von
1000 lbs. x, von 500, weil das Material teurer und die Produktiv-
kraft der Arbeit geringer entwickelt bei A. Hier das
W e r t v e r h ä l t n i s 100 l. v zu 500 c in beiden Fällen,
aber die o r g a n i s c h e K o m p o s i t i o n verschie-
den.
Das W e r t v e r h ä l t n i s dasselbe: Der Wert des konstan-
ten Kapitals in A gleich dem in B, und im Verhältnis legt A so-
viel Kapital in Arbeitslohn aus wie B. Aber die Masse seiner Pro-
dukte geringer. Er braucht zwar absolut dieselbe Masse Arbeit wie
B, aber relativ mehr, weil sein konstantes Kapital teurer. Er
verarbeitet weniger Rohstoff etc. in derselben Zeit, aber sein
Weniger kostet soviel wie das Mehr des B. In diesem Fall
W e r t v e r h ä l t n i s dasselbe; organische Zusammensetzung
verschieden. Im andren Fall dies, bei gleichem Wertverhältnis,
nur möglich im Fall verschiedner Surplusarbeit oder verschiedner
Werte der verschiednen Arbeiten.
Die organische Komposition kann so aufgefaßt werden: Verschiednes
Verhältnis, worin Auslage von konstantem Kapital nötig in den
verschiednen
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1*) dem Vermögen
#380# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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Produktionssphären, um dieselbe Masse Arbeit zu absorbieren. Die
V e r b i n d u n g d e r s e l b e n M a s s e A r b e i t
mit dem Arbeitsgegenstand erheischt entweder mehr Rohmaterial und
machinery in dem einen Fall als in dem andren oder bloß eines von
beiden.
{Bei sehr verschiednen Verhältnissen von capital fixe und circu-
lant kann das Verhältnis des k o n s t a n t e n u n d
v a r i a b l e n Kapitals d a s s e l b e, daher die surplus
value dieselbe sein, obgleich die jährlich produzierten Werte
verschieden sein müssen. Gesetzt, in der Kohlenindustrie, wo kein
Rohmaterial angewandt wird (abgesehn von den matières instrumen-
tales 1*)), sei das fixe Kapital die Hälfte des ganzen Kapitals,
das variable die andre Hälfte. Gesetzt, in der Schneiderei sei
das fixe Kapital = 0 (wie vorhin, abgesehn von den matières
instrumentales), aber das Rohmaterial = 1/2, das variable ditto =
1/2. So werden beide (bei gleicher Exploitation der Arbeit), da
sie dieselbe Masse Arbeit relativ zum Kapital, pro 100, anwenden,
dieselbe surplus value realisieren. Aber gesetzt, das fixe Kapi-
tal in der Kohlenproduktion schlage einmal in 10 Jahren um, wäh-
rend kein Unterschied im Umschlag des zirkulierenden Kapitals in
beiden Fällen. Der von dem Schneider Ende des Jahrs (wir wollen
annehmen, das variable Kapital schlage in beiden Fällen einmal
um) produzierte Wert = 150, wenn die surplus value = 50. Dagegen
der am Ende des ersten Jahrs vom Kohlenproduzenten produzierte
Wert = 105 (nämlich 5 für fixes Kapital, 50 für variables, 50 für
Surplusarbeit). Der Totalwert seines Produkts + dem fixen Kapital
= 150, nämlich Produkt = 105 + 45 für das restierende fixe Kapi-
tal, wie beim Schneider. Die Produktion verschiedner Wertgrößen
schließt also nicht die Produktion derselben surplus values aus.
Im zweiten Jahre wäre das fixe Kapital des Kohleproduzenten = 45,
variable = 50, Surplus = 50. Also das vorgeschoßne Kapital = 95
und Profit = 50. Die Profitrate wäre gestiegen, weil der Wert des
fixen ¦¦1116¦ Kapitals abgenommen infolge des déchet von 1/10 im
ersten Jahr. Es unterliegt also gar keinem Zweifel, daß in allen
Kapitalien, wo viel capital fixe angewandt - bei gleichbleibender
Produktionsstufe -, die Profitrate steigen muß in dem Maße, wie
jährlich der Wert der Maschine des capital fixe fällt, infolge
des schon ersetzten déchet 2*). Verkauft der Kohleproduzent wäh-
rend der 10 Jahre fortwährend zu demselben Preis, so muß er im
zweiten Jahr höhre Profitrate machen als im ersten and so forth
3*). Oder es müßte angenommen werden, daß die Reparaturarbeiten
etc. im direkten 4*) Verhältnis zum déchet stehn, so daß sich die
Totalsumme des jährlich unter
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1*) Hilfsstoffen - 2*) Verschleiß - 3*) und so weiter - 4*) in
der Handschrift: umgekehrten
#381# Cherbuliez
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der Rubrik fixes Kapital vorgeschoßnen Teils gleichbleibt. Dieser
Extraprofit mag sich auch ausgleichen dadurch, daß während der
Zeit - abgesehn vom déchet - der Wert des fixen Kapitals sinkt,
weil mit beßrer, nachträglich erfundner neuer Maschinerie zu kon-
kurrieren. Andrerseits erlaubt aber diese steigende 1*) Pro-
fitrate, die natürlich aus dem dechet erwächst, dem abnehmenden
Wert des fixen Kapitals, zu konkurrieren mit beßrer neuer Maschi-
nerie, bei der noch der ganze Wert zu berechnen. Endlich ver-
kaufte der Kohleproduzent [am Ende des zweiten Jahres] wohlfei-
ler, also so berechnend: 50 auf 100 machte 50 p.c. Profit; 50
p.c. auf 95 macht 47 1/2; verkaufte er dieselbe Masse Produkt
[nicht zu 105, sondern] zu 102 1/2, so verkauft er wohlfeiler als
der, dessen Maschinerie sich z.B. erst im ersten Jahr der Arbeit
befindet. Große Anlagen von capital fixe setzen Besitz von großem
Kapital voraus. Und da diese großen Kapitalbesitzer den Markt be-
herrschen, scheint es nur, daß sie aus besagtem Grund erst mit
surplus profit (Rente) arbeiten. Diese Rente geht in der Agrikul-
tur daraus hervor, daß mit relativ fruchtbarerem Boden gearbeitet
wird, aber hier wird mit relativ wohlfeilrer Maschinerie gearbei-
tet.}
{Eine Masse Geschichten, die dem Verhältnis von fixem und zirku-
lierendem Kapital zugeschlagen werden, gehören dem Unterschied
von variablem und konstantem an. Erstens können diese Verhält-
nisse dieselben sein, die von konstantem und variablem, obgleich
die von fixem und zirkulierendem verschieden sind. Zweitens han-
delt es sich bei konstantem und variablem um die ursprüngliche
Teilung des Kapitals zwischen lebendiger Arbeit und
v e r g e g e n s t ä n d l i c h t e r, nicht von der Modifika-
tion dieses Verhältnisses durch den Zirkulationsprozeß oder den
Einfluß des letztren auf die Reproduktion.
D'abord 2*) klar, daß die Differenz von fixem und zirkulierendem
Kapital nur soweit den Mehrwert affizieren kann (abgesehn von Un-
terschieden in der Masse der angewandten lebendigen Arbeit, die
sich auf das Verhältnis von variablem und konstantem Kapital be-
ziehn), als es den Umschlag des Gesamtkapitals affiziert. Also zu
untersuchen, wie der Umschlag wirkt auf den Mehrwert. Es hängen
offenbar two 3*) Umstände genau damit zusammen: 1. die surplus
value kann nicht so rasch (so oft) akkumuliert werden, in Kapital
rückverwandelt; 2. das a v a n c i e r t e K a p i t a l muß
wachsen, sowohl um dieselbe Masse Arbeiter in Gang zu halten etc.
als wegen der längren Vorschüsse, die der Kapitalist sich selbst
machen muß [für] seine eignen Konsumtionskosten. Diese Umstände
wichtig beim P r o f i t. Hier aber nur zu sehn
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1*) In der Handschrift: sinkende - 2*) Zunächst - 3*) zwei
#382# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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zunächst, wie sie auf die surplus value wirken. Und diese beiden
Umstände immer auseinanderzuhalten.}
{Alles, was die Avancen vergrößert, ohne den Mehrwert verhältnis-
mäßig zu vergrößern, vermindert die Profitrate, even if the sur-
plus value remains the same 1*); alles was sie vermindert, umge-
kehrt. Sofern also großes capital fixe im Verhältnis zum capital
circulant - oder verschiedner Umschlag des Kapitals - die Größe
der Avancen affiziert, affiziert er die Profit rate, even if not
at all affecting the surplus value 2*).}
{Die Profitrate ist nicht simply die surplus value, berechnet auf
das vorgeschoßne Kapital. Sondern the mass of surplus value, re-
alized w i t h i n a g i v e n p e r i o d 3*), d.h. in ei-
nem bestimmten Zirkulationsausschnitt. Soweit also der Unter-
schied von fixem und zirkulierendem Kapital die mass of surplus
value affiziert, die ein bestimmtes Kapital w i t h i n a
g i v e n p e r i o d realisiert, affiziert er die Profitrate.
Das doppelte Moment kömmt herein, der Unterschied in der Größe
der a v a n c e s (relatively to the surplus value realized)
und secondly the difference in the l e n g t h o f t i m e
for which these advances have to be made before they are returned
with a surplus 4*).}
¦¦1117¦ {Die Reproduktionszeit oder vielmehr die Anzahl der Re-
produktionen in einem bestimmten Zeitraum wesentlich durch 2 Um-
stände affiziert:
1. V e r l ä n g e r t e r A u f e n t h a l t d e s P r o-
d u k t s i n d e r e i g e n t l i c h e n P r o d u k-
t i o n s s p h ä r e.
E r s t e n s m ö g l i c h, daß ein Produkt zu seiner Produk-
tion längre Zeit wie ein andres bedarf, sei es längre Abschnitte
des Jahres oder ein ganzes Jahr oder mehr wie ein Jahr. (Letztres
z.B. in Bauten, in der Viehzucht und in manchen Luxusprodukten.)
In diesem Falle absorbiert es, je nach der Zusammensetzung des
produktiven Kapitals, in konstantes und variables, fortwährend
Arbeit, oft sehr viel Arbeit (wie bei Luxusprodukten, Bauten) im
Verhältnis zum konstanten Kapital. Also im Verhältnis, wie seine
Produktion länger dauert, aber auch gleichmäßige Fortdauer des
Arbeitsprozesses, fortwährendes Absorbieren von Arbeit und Sur-
plusarbeit.
Z.B. bei Vieh oder Bauten, z.B. letztre genommen, die mehr als
ein Jahr erfordern. Das Produkt kann erst zirkulieren, d.h.
verkauft werden, auf den Markt geworfen werden, sobald es fertig
ist. Die Surplusarbeit des ersten Jahrs ist mit der andren Arbeit
im unfertigen Produkt des ersten
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1*) selbst wenn der Mehrwert derselbe bleibt - 2*) selbst wenn er
den Mehrwert überhaupt nicht affiziert - 3*) die Masse des Mehr-
werts, in einer gegebenen Periode realisiert - 4*) Vorschüsse
(relativ zu dem realisierten Mehrwert) und zweitens die Differenz
in der Länge der Zeit, für die diese Vorschüsse gemacht werden
müssen, bevor sie mit einem Surplus zurückkehren
#383# Cherbuliez
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Jahrs objektiviert. Sie ist weder kleiner noch größer als in and-
ren Industriezweigen, wo dasselbe Verhältnis von konstantem und
variablem Kapital herrscht. Aber der Wert des Produkts kann nicht
realisiert werden, d.h. in dem Sinne, daß er nicht in Geld
verwandelt werden kann, also auch nicht die surplus value.
Letztre kann daher nicht als Kapital akkumuliert werden, noch zur
Konsumtion verwandt werden. Das vorgeschoßne Kapital sowohl wie
die surplus value dienen sozusagen als Unterlage der Weiter-
produktion. Sie sind Voraussetzung derselben und gehn gewisser-
maßen als Halbfabrikat, d'une manière ou d'une autre 1*) als
Rohmaterial in die Produktion des zweiten Jahrs ein.
Gesetzt, das Kapital sei 500, Arbeit = 100, Mehrwert = 50, so das
der Produktion vorgeschoßne Kapital = 550 + 500, die im zweiten
Jahr vorgeschossen werden. Der Mehrwert wieder = 50. So der Wert
des Produkts = 1100 l. Wovon 100 Mehrwert. In diesem Fall der
Mehrwert derselbe, als wenn das Kapital reproduziert wäre im er-
sten Jahr und im zweiten wieder 500 l. angelegt. Das variable Ka-
pital immer 100 und der Mehrwert immer 50. Aber die
P r o f i t r a t e verschieden. Sie ist im ersten Jahr 50/500
oder 10 p.c. Im zweiten Jahr aber ist vorgeschossen 550 + 500 =
1050, und davon ist 1/10 = 105. Wird also dieselbe Rate des Pro-
fits berechnet, so der Wert des Produkts gleich: 1. Jahr 550,
2.Jahr 550+500+55+50 = 1155. Und der Wert des Produkts am Ende
des zweiten Jahrs = 1155. Er wäre sonst nur = 1100. Der Profit
ist hier größer als der produzierte Mehrwert, denn dieser beträgt
nur 100. Rechnet man die Konsumtionskosten des Kapitalist mit,
die er sich während 2 Jahre vorschießen muß, so das ausgelegte
Kapital noch größer im Verhältnis zum Mehrwert. Allerdings dafür
auch der ganze Mehrwert des ersten Jahres in Kapital verwandelt
im zweiten. Ferner ist das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital grö-
ßer, weil die 100 Ende des ersten Jahrs nicht reproduziert sind,
während das zweite Jahr also 200 für dieselbe Arbeit vorgeschos-
sen werden müssen, wozu sonst 100 genügen, die sich im 1. Jahr
reproduzieren.
Z w e i t e n s. Nachdem der Arbeitsprozeß beendigt, muß das
Produkt noch in der Produktionssphäre bleiben, um Naturprozesse
durchzumachen, die keine oder relativ nur ganz unbedeutende
Arbeit erfordern, wie der Wein im Keller. Erst nach Ablauf dieser
Frist das Kapital reproduzierbar. Hier offenbar, welches immer
sonst das Verhältnis von variablem und konstantem Kapital,
dasselbe, als wäre mehr konstantes und weniger variables
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1*) auf die eine oder andere Weise
#384# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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Kapital ausgelegt. Die surplus labour, wie die labour überhaupt,
die hier während bestimmter Periode angewandt, kleiner. Wenn die
Profitrate dieselbe, so dies geschuldet der Ausgleichung, nicht
der in dieser Sphäre erzeugten surplus value. Es muß früher mehr
Kapital avanciert werden, um den Reproduktionsprozeß - die Konti-
nuität der Produktion - aufrechtzuerhalten. Und wieder aus diesem
Grunde sinkt das Verhältnis der surplus value zu dem vorgeschoß-
nen Kapital.
D r i t t e n s. U n t e r b r e c h u n g e n i m A r-
b e i t s p r o z e ß während das Produkt sich im Produktions-
prozeß befindet, wie bei der Agrikultur, bei Prozessen wie
Gerberei etc., wo chemische Prozesse einen Intervall bilden, be-
vor das Produkt aus einer Phase zur nächst höheren übergehn kann.
Wird in solchen Fällen durch chemische Entdeckungen das Intervall
verkürzt, so die Produktivität der Arbeit vermehrt, die surplus
value [vergrößert] und kürzre Zeit vergegenständlichte Arbeit dem
Prozeß avanciert. In allen diesen Fällen die surplus value klei-
ner, das avancierte Kapital größer.
2. Dasselbe findet statt, wenn die returns 1*) von zirkulierendem
Kapital wegen Entfernung des Markts länger dauern als das average
2*). Auch hier der Kapitalvorschuß größer, die surplus value
kleiner und [kleiner] ihr Verhältnis zum avancierten Kapital.}
{Im letztren Fall länger in der Zirkulationssphäre fixiert, im
andren in der Produktionssphäre.}
¦¦1118¦ {Nehmen wir an, in irgendeinem Zweig der Transportindu-
strie das vorgeschoßne Kapital = 1000, fixes Kapital = 500, das
sich in fünf Jahren abnütze. Variables Kapital = 500, das einmal
3*) im Jahr umlaufe. Dann der jährliche Wert des Produkts =
100+500+100, wenn die Rate des Mehrwerts = 20 p.c. Zusammen =
700. Andrerseits in einem Zweig der Schneiderei sei das konstante
zirkulierende Kapital = 500 (fixes = 0) und das variable = 500,
Mehrwert = 100. Schlage 4 x im Jahr um. Dann Wert des Produkts
(jährlich) = 4(500+500)+100 = 4100. Mehrwert in beiden Fällen
derselbe. Das letzte Kapital schlägt ganze 4x im Jahr um oder
einmal in einem Vierteljahr. Das andre schlägt um 600 im Jahr,
also im Vierteljahr 600/4 = 150. Also 50 in einem Monat; 100 in 2
Monaten und 400 in 8 Monaten. Das ganze Kapital braucht, um umzu-
schlagen, 1 Jahr und 8 Monate oder 20 Monate. In einem Jahr
schlägt nur um davon 6/10.
Nun wird man sagen, das erste, um einen Profit von 10 p.c. zu ma-
chen, schlägt auf Wert von 1000 vierteljährlich weniger als das
andre. Aber hier
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1*) Umläufe - 2*) im Durchschnitt - 3*) in der Handschrift: 4mal
#385# Cherbuliez
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handelt es sich nicht um Zuschlagen. Der eine macht mehr Mehrwert
auf sein konsumiertes Kapital, aber nicht auf sein angewandtes.
Hier geht er Unterschied aus dem Mehrwert hervor, nicht aus dem
Draufschlagen von Profit. Der Unterschied liegt hier im Wert,
nicht im Mehrwert. Beide schlagen das variable Kapital von 500 4
x im Jahr um. Sie machen Mehrwert im Jahr = 100, [Jahres]rate des
Mehrwerts = 20 p.c. Aber im Vierteljahr 25 l., also mehr Prozent?
25 auf 500 alle Vierteljahr = 5 p.c. das Vierteljahr, also 20
p.c. im Jahr.
Der erste schlägt 1/2 seines Kapitals 4mal im Jahr um und von
seiner andern 1/2 nur 1/5 im Jahr. Die Hälfte von viermal ist
z w e i m a l 1*). Er schlägt also im Jahr 2 1/10 mal 2*) sein
Kapital um. Der andre schlägt es ganz 4 x um. Aber dies ändert
absolut nichts an der surplus value. Setzt der letztre den Repro-
duktionsprozeß kontinuierlich fort, so muß er beständig 500 in
Rohmaterial etc. verwandeln und hat immer nur 500 für Arbeit,
während der andre ditto 500 für Arbeit hat und die andren 500 ein
für allemal (i.e. für 5 Jahre) in einer Gestalt besitzt, worin er
es nicht rückzuverwandeln braucht. Dies gilt aber nur, wenn trotz
der Differenz von fixem und zirkulierendem Kapital das Verhältnis
3*) von variablem und konstantem [in beiden Kapitalien] gleich.
Besteht 1/2 aus konstantem und 1/2 aus variablem bei beiden, so
kann [bei dem einen] 1/2 nur aus fixem bestehn, wenn das zirku-
lierende konstante Kapital = 0, und [bei dem anderen] 1/2 aus
zirkulierendem konstantem bestehn, wenn das fixe = 0. Obgleich
nun das zirkulierende konstante = 0 sein kann, wie in der extrak-
tiven Industrie und der Transportindustrie, wo aber die matières
instrumentales 4*) statt des Rohmaterials zirkulierendes konstan-
tes Kapital bilden, so das fixe Kapital (außer bei Bankiers etc.)
nie = 0. Indes bleibt sich das gleich, wenn das konstante Kapital
in beiden Fällen im selben Verhältnis zum variablen steht, ob-
gleich es in dem einen Fall weniger, in dem andren mehr fixes und
weniger zirkulierendes konstantes Kapital enthält, in dem andren
Fall umgekehrt. Es findet hier nur Unterschied statt in der Re-
produktionszeit der einen Hälfte des Kapitals und der des Gsamt-
kapitals. Der eine muß die 5001. für 5 Jahre vorschießen, ehe sie
retournieren, der andre für 1 Vierteljahr oder 1 Jahr. Die Dispo-
sitionsfähigkeit über das Kapital ist verschieden. Die avance ist
nicht verschieden, aber die Zeit, wofür avanciert ist. Dieser Un-
terschied geht uns hier nichts an. Mehrwert und Profit sind hier,
wenn das ganze vorgeschoßne Kapital betrachtet wird, derselbe:
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1*) In der Handschrift: 1/2 4x mal ist = 1 2mal - 2*) in der
Handschrift: 2 1/5 mal - 3*) in der Handschrift: d. Unterschied -
4*) Hilfsstoffe
#386# Dreiundzwanzigstes Kapitel
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100 l. im ersten Jahr auf das vorgeschoßne 1000. Im zweiten Jahr
eher die höhre Profitrate auf Seite des fixen, weil das variable
Kapital dasselbe geblieben, der Wert des fixen sich vermindert
hat. Er schießt im zweiten Jahr nur vor 400 fixes und 500 va-
riables und macht nach wie vor 100. Aber 100 auf 900 = 11 1/9
p.c., während der andre, wenn er fortfährt zu reproduzieren, nach
wie vor 1000 vorschießt und 100 macht, = 10 p.c.
Anders natürlich, wenn mit dem fixen Kapital das konstante Kapi-
tal überhaupt wächst gegen das variable oder überhaupt mehr Kapi-
tal vorgeschossen werden muß, um dieselbe Quantität Arbeit in Be-
wegung zu setzen. Im obigen Fall fragt es sich nicht, wie oft das
Gesamtkapital retourniert oder wie groß der Vorschuß, sondern wie
oft der Teil retourniert, der hinreichend ist, um dieselbe Masse
produktive Arbeit in Bewegung zu setzen, wie im andren Fall, um
den Produktionsprozeß zu erneuern. Wäre aber im obigen Beispiel
das fixe Kapital [nicht 500, sondern] = 1000, das zirkulierende
[nach wie vor] nur = 500, so änderte sich die Sache. Dies käme
aber nicht daher, daß es fix ist. Denn kostete das zirkulierende
konstante im zweiten Fall (wegen Teuerkeit des Materials z.B.)
1000 [statt 500], so wäre der case wie vorher. Da in den ersten
Fällen [der beiden Beispiele] je größer das fixe Kapital, um so
größer die relative Größe des vorgeschoßnen Kapitals überhaupt
relativ zum variablen, wirft man dies durcheinander. Sonst die
ganze Geschichte vom Umlauf eigentlich ursprünglich dem merkanti-
len Kapital entlehnt, wo er durch andre Gesetze bedingt ist: Wo,
wie ich gezeigt habe [100], in der Tat die Profitrate bestimmt
ist durch die average Anzahl der Umläufe, abgesehn von der Kompo-
sition dieses Kapitals, das übrigens hauptsächlich aus zirkulie-
rendem besteht. Denn beim merkantilen Kapital sein Profit be-
stimmt durch den general rate of profit.}
¦¦1119¦ {Der Witz ist der. Das fixe Kapital sei = x. Schlägt es
nur einmal in 15 Jahren um, so 1/l6 in einem Jahr, aber es
braucht auch nur 1/15 ersetzt zu werden. Es wäre nichts damit ge-
holfen, daß es 15x im Jahr ersetzt würde. Es nähme nach wie vor
dieselbe Masse ein. Das Produkt würde nur dadurch verteuert. Al-
lerdings ist die Dispositionsfähigkeit kleiner und das Risiko der
Depreziation größer, als wenn dieselbe Masse Kapital in zirkulie-
render Form vorgeschossen. Aber dies ändert am Surplus nichts,
obgleich es in die Berechnung der P r o f i t r a t e unter den
Herrn Kapitalisten eingeht, indem in die Berechnung des déchet
dieses Risiko eingerechnet wird. Was aber den andren Teil des Ka-
pitals angeht, sei der zirkulierende Teil des konstanten
(matières brutes und matières instrumentales 1*)) = 25 000 für
ein
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1*) Rohstoffe und Hilfsstoffe
#387# Cherbuliez
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Jahr und der Arbeitslohn = 5000. So müßten, wenn es nur einmal im
Jahr retournierte, 30 000l. während des ganzen Jahres vorgeschos-
sen werden, und wenn der Mehrwert = 100 p.c., = 5000, so Profit
Ende des Jahrs = 5000 auf 30 000, = 16 2/3 p.c.
[Retournierte es] dagegen alle 1/5 Jahr, so nur nötig Kapitalvor-
schuß von 5000 für konstantes zirkulierendes Kapital und 1000 für
Arbeitslohn. Pr[ofit 1000] und in dem 5/5 Jahr 5000. Dieser Mehr-
wert aber gemacht auf ein Kapital von 6000, da nie mehr vorge-
schossen wird. Der Profit war [also 5000 auf] 6000 oder 5/6, 5x
soviel, = 83 1/3 p.c. (Abgesehn vom capital fixe.) Also sehr be-
deutender Unterschied in der Profit[rate, weil] in der Tat Arbeit
für 5000 mit einem Kapital von 1000 und Rohmaterial etc. für
25 000 mit einem Kapital [von 5000 gekauft] wird. Wären die Kapi-
talien gleich bei dieser verschiednen Rate des Umschlags, so
könnten im ersten Fall nur [6000 avanciert werden.] Oder monat-
lich nur 500, wovon 5/6 in capital constant und 1/6 in capital
variable. Dies 1/6 = 831/3, worauf 100 [p.c. Mehrwert 83 1/3,]
und [dies] machte für das Jahr (83 + 1/3) 12 = 12/3 (oder 4) +
996 = 1000. Aber 1000 auf 60[00 = 16 2/3 p.c.}] 1*)
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1*) Die in diesem Absatz in eckigen Klammern gegebenen Textstel-
len in der Handschrift durch Tintenfleck unleserlich.
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