Quelle: MEW 26.3 Theorien über den Mehrwert - Dritter Teil


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       #390#
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       [VIERUNDZWANZIGSTES KAPITEL]
       Richard Jones
       
       [1. "An Essay on the Distribution of Wealth...". Sinn für den hi-
       storischen Unterschied  der Produktionsweisen  bei  Jones.  Seine
       Überlegenheit in einzelnen Fragen der Rententheorie gegenüber Ri-
       cardo]
       
       Rev. R.  Jones, "An  Essay on  the Distribution of Wealth, and on
       the Sources of Taxation", Lond. 1831, Part I: Rent.
       
       Schon diese  erste Schrift  on Rent  zeichnet sich durch das aus,
       was allen  englischen Ökonomen seit Sir James Steuart fehlt, Sinn
       für den  historischen Unterschied der Produktionsweisen. (Solcher
       richtigen distinction  1*) der  geschichtlichen Formen  im großen
       und ganzen widersprechen sehr bedeutende archäologische, philolo-
       gische und  historische blunders  2*) nicht,  wie sie dem J[ones]
       nachgewiesen wurden. Sieh z.B. "Edinburgh Review". Vol. LIV, Art.
       IV [103].)
       Er fand  bei den  modernen Ökonomen  nach Ric[ardo] Rent bestimmt
       als Surplusprofit, eine Bestimmung, die voraussetzt, daß der far-
       mer Kapitalist  ist (oder  ein farming  capitalist die  Erde  ex-
       ploitiert), der  average profit  3*) für diese besondre Anwendung
       des Kapitals  erwartet, und daß die Agrikultur selbst der kapita-
       listischen Produktionsweise subsumiert ist. Kurz, das Grundeigen-
       tum wird  hier nur aufgefaßt in der verwandelten Gestalt, die ihm
       das Kapital als das herrschende Produktionsverhältnis der Gesell-
       schaft gegeben  hat, seiner  modernen  bürgerlichen  Form.  Jones
       teilt durchaus  nicht diese Illusion, daß das Kapital seit Beginn
       der Welt etabliert war.
       Seine Ansichten  vom Ursprung  der Rente  überhaupt in  folgenden
       Sätzen zusammengefaßt:
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       1*) Unterscheidung - 2*) Irrtümer - 3*) Durchschnittsprofit
       
       #391# Richard Jones
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       "Die Fähigkeit  der Erde, selbst der primitivsten Arbeit der Men-
       schen mehr  als nötig für die Subsistenz des Bebauers zu liefern,
       und ihn so befähigt, einen Tribut zu zahlen, ist der Ursprung der
       Rente." (p.  4.) "Rent [hat] also ihren Ursprung in der Aneignung
       des Bodens  zu einer Zeit, wo die Masse des Volkes gezwungen ist,
       ihn entweder unter jeder Bedingung zu bebauen oder zu verhungern,
       und wo  ihr dürftiges  Kapital an  Gräten, Samen usw., da es ganz
       unzureichend ist,  ihnen ihren Unterhalt in einem anderen Gewerbe
       als in der Landwirtschaft zu gewähren, mit ihnen durch eine über-
       wältigende Not an den Boden gekettet ist." [p. 11.]
       
       Jones verfolgt  die Rente durch alle Wandlungen von ihrer rohsten
       Gestalt als  Fronarbeit bis  zu der modernen <Pachtrente> farmers
       rent. Er findet überall, daß einer bestimmten Form der Arbeit und
       ihrer Bedingungen  eine bestimmte Form der Rente, i.e. des Grund-
       eigentums entspricht.  So werden der Reihe nach betrachtet Labour
       Rents or  Serf Rents,  Change from Labour Rents to Produce Rents,
       Metayers Rents, Ryot [104] Rents 1*) etc. - eine Entwicklung, die
       uns hier  im Detail  nichts angeht.  In allen  frühren Formen er-
       scheint der Grundeigentümer, nicht der Kapitalist, als der unmit-
       telbare Aneigner  fremder    s u r p l u s    l a b o u r.    Die
       R e n t e   (wie sie  bei den  Physiokraten durch  R e m i n i s-
       z e n z   gefaßt ist)  erscheint  historisch  (so  noch  auf  der
       größten Stufenleiter  bei den  asiatischen Völkern)  als die all-
       gemeine Form  der  s u r p l u s  l a b o u r,  der unentgeltlich
       zu verrichtenden  labour. Hier  ist nicht,  wie beim Kapital, die
       Aneignung  dieser  surplus  labour  durch  Austausch  vermittelt,
       sondern ihre  Basis ist die gewaltsame Herrschaft eines Teils der
       Gesellschaft über  den  andren  (daher  auch  direkte  Sklaverei,
       Leibeigenschaft oder politisches Abhängigkeitsverhältnis).
       Da wir  hier das  Grundeigentum nur  zu betrachten,  soweit seine
       Auffassung die  des Kapitals  bedingt, gehn wir weg über J[one]s'
       Entwicklungen gleich  zu dem  Resultat, was  ihn sehr vorteilhaft
       von allen seinen Vorgängern unterscheidet:
       Vorher noch einige incidental remarks 2*).
       Bei der   F r o n a r b e i t   -  und den  Formen der Leibeigen-
       schaft (resp.  Sklaverei), die ihr mehr oder minder entsprechen -
       ¦¦1122¦ hebt  Jones unbewußt  die zwei  Formen hervor, worin sich
       alle surplus  value (surplus  labour) auflöst.  Es ist  überhaupt
       charakteristisch, daß  die eigentliche  Fronarbeit   i n   b r u-
       t a l s t e r   F o r m   a m   k l a r s t e n   d a s    S u b-
       s t a n t i e l l e  a n  d e r  L o h n a r b e i t  z e i g t.
       
       "Die  R e n t e"  (wo Fronarbeit) "kann nur vermehrt werden unter
       diesen Umständen,  entweder indem  die Arbeit  der Lehnbauern ge-
       schickter und wirksamer angewandt
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       1*) Arbeitsrenten  oder Renten  der Leibeigenen,  der Wechsel von
       den Arbeitsrenten zu Produktenrenten, Halbpachtrenten, Ryotrenten
       - 2*) beiläufige Bemerkungen
       
       #392# Vierundzwanzigstes Kapitel
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       wird" {relative  surplus labour}, "aber als ein Hindernis die Un-
       fähigkeit der Grundeigentümer, die Wissenschaft der Agrikultur zu
       fördern, oder  indem die  Menge der  geforderten Arbeit  vermehrt
       wird und  dann, wenn  die Ländereien  der Grundeigentümer besser,
       die der  Leibeigenen, denen Arbeit entzogen, um so schlechter be-
       stellt werden." (l.c., ch. II, [p. 61].)
       
       Was dies  Buch von  Jones über   R e n t   unterscheidet  von dem
       s u b   2  zu erwähnenden  "S y l l a b u s"  dies: In der ersten
       Schrift geht  er von  den verschiednen  Formen des Grundeigentums
       als gegeben  aus; in  der zweiten von den verschiednen Formen der
       Arbeit, denen sie entsprechen.
       Jones zeigt  auch, wie diesen verschiednen Produktionsverhältnis-
       sen verschiedne  Grade in  der Entwicklung der gesellschaftlichen
       Produktivkraft der Arbeit entsprechen.
       Die Fronarbeit (ganz wie die Sklavenarbeit) hat das mit der Lohn-
       arbeit gemein,  quoad 1*)  Rente, daß letztre in Arbeit, nicht in
       P r o d u k t e n,  noch weniger in  G e l d  gezahlt wird.
       
       Bei der  "Metayers Rent" 2*) "zeigt das Vorschießen von Betriebs-
       mitteln durch  den Grundeigentümer  und das   Ü b e r l a s s e n
       d e r   L e i t u n g  d e s  B o d e n a n b a u e s  a n  d e n
       w i r k l i c h e n   A r b e i t e r   das ständige Fehlen einer
       zwischen ihnen stehenden Kapitalistenklasse." (p. 74.)
       "Ryotrenten sind   P r o d u k t e n r e n t e n,   d i e   e i n
       A r b e i t e r,    d e r    s e i n e n    e i g e n e n    A r-
       b e i t s l o h n  a u s  d e m  B o d e n  z i e h t,  an  d e n
       S o u v e r ä n     a l s     d e s s e n     E i g e n t ü m e r
       z a h l t."   (ch. I, [p. 109].) (Asien besonders.) "Die Ryotren-
       ten oft vermischt mit Arbeitsrenten und Halbpachtrenten." (p. 136
       sq.) [Hier  der] Souverän Hauptlandlord. "Das Gedeihen oder viel-
       mehr die   E x i s t e n z   v o n   S t ä d t e n  in Asien ent-
       springt völlig  dem lokalen  Aufwand der  Regierung."  (l.c.  [p.
       138].)
       "Cottier-Renten  [105]...  sind  alle  Renten,    d i e    v e r-
       t r a g s m ä ß i g  i n  G e l d  z u  z a h l e n  s i n d  von
       bäuerlichen Pächtern,  die ihren  eigenen Lebensunterhalt aus dem
       Boden ziehen." (p. 143.) (Irland) "Auf der größten Oberfläche der
       Erde keine Geldrenten."
       "Alle diese  Formen" (serf,  ryot, metayer,  cottier  etc.,  kurz
       peasants rents 3*)) "hindern die volle Entwicklung der Produktiv-
       kräfte  der   Erde."  "Die     D i f f e r e n z     i n    d e r
       P r o d u k t i v i t ä t   d e r  I n d u s t r i e  besteht er-
       stens in  der Menge  der Vorrichtungen,  die  die  Industrie  ge-
       braucht, um  Handarbeit anzuwenden,  und zweitens  in dem Ausmaß,
       wodurch die  rein physischen  Tätigkeiten durch die akkumulierten
       Resultate vergangener  Arbeit unterstützt  werden, also  von  den
       verschieduen Quantitäten  Geschick, Wissen  und Kapital,  die für
       die Produktion herangezogen werden...   "K l e i n e  A n z a h l
       d e r         [n i c h t] l a n d w i r t s c h a f t l i c h e n
       K l a s s e n.   Es ist unverkennbar, daß die relative Anzahl von
       Menschen, die, ohne selbst Ackerbauarbeit zu leisten, unterhalten
       werden können,   v ö l l i g   n a c h  d e n  P r o d u k t i v-
       k r ä f t e n     d e r    A c k e r b a u e r    g e m e s s e n
       w e r d e n  m u ß."  (ch. VI, [p. 157-160].) "Als in England die
       Arbeit der  Hörigen abkam,  da wurden  die Pächter,  die nun  die
       Bewirtschaftung
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       1*) was  anbelangt -  2*) "Halbpachtrente"  -  3*)  Leibeigenen-,
       Ryot-, Halbpächter-, Häusler- etc., kurz Bauernrenten
       
       #393# Richard Jones
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       der Domänen  der Grundeigentümer übernahmen, auf dem Lande gefun-
       den. Es waren  f r e i e  B a u e r n."  (l.c. [p. 166].)
       
       Wir kommen  endlich zum Punkt, der uns hier entscheidend interes-
       siert, zu  den Farmers'  Rents. Hier  ist es, wo die Superiorität
       von J[ones]  schlagend hervortritt,  indem er  das, was Ric[ardo]
       etc. als ewige Form des Grundeigentums fassen, als dessen bürger-
       liche Form  nachweist, die überhaupt erst eintritt, 1. sobald das
       Grundeigentum aufgehört, das die Produktion und darum die Gesell-
       schaft beherrschende Verhältnis zu sein; 2. sobald die Agrikultur
       selbst kapitalistisch  betrieben wird,  was die  Entwicklung  der
       großen Industrie (at least of manufacture 1*)) in der städtischen
       Industrie  voraussetzt.   Jones   zeigt   nach,   daß   Rent   im
       Ric[ardo]schen Sinn  nur in einer ¦¦1123¦ Gesellschaft existiert,
       deren Basis  die kapitalistische  Produktionsweise. Mit  der Ver-
       wandlung der  Grundrente in  Surplusprofit hört  auch der direkte
       Einfluß des  Grundeigentums auf  wages auf,  was in andren Worten
       nichts heißt  als: der  Grundeigentümer hört auf, der direkte Ap-
       propriator der  surplus labour  zu sein,  was nun  der Kapitalist
       ist. Die  relative Größe  der Rente betrifft nur noch die Teilung
       der surplus  value between capitalist und proprietor, not the ex-
       action of  that surplus labour itself 2*). Diese Pointe tritt bei
       J[ones] sachlich hervor, ohne klar ausgesprochen zu sein.
       J[ones], sowohl  durch die historische Explanation, als in ökono-
       mischen Details,  wesentlicher Fortschritt  über  Ric[ardo].  Wir
       wollen seine  Theorie Schritt für Schritt verfolgen. Dabei natür-
       lich laufen blunders 3*) unter.
       In folgenden  Sätzen expliziert  J[ones] richtig die historischen
       und ökonomischen  Bedingungen, unter  denen die Grundrente gleich
       surplus profit oder der Ausdruck des modernen Grundeigentums:
       
       "P ä c h t e r r e n t e n   kann  es  nur  dort  geben,  wo  die
       w i c h t i g s t e n    B e z i e h u n g e n    z w i s c h e n
       d e n     v e r s c h i e d e n e n    G e s e l l s c h a f t s-
       k l a s s e n    a u f g e h ö r t   h a b e n,    a u s    d e m
       E i g e n t u m   u n d   B e s i t z   v o n    B o d e n    z u
       e n t s p r i n g e n."  (p. 185.)
       
       Die kapitalistische  Produktionsweise beginnt  in der  Manufaktur
       und unterwirft sich erst später die Agrikultur.
       
       "Es sind  die Handwerker und die Handarbeiter, die sich als erste
       der  L e i t u n g  d e r  K a p i t a l i s t e n  unterwerfen."
       (p. 187.)  "Unmittelbare Folge  dieses Systems  ist das Vermögen,
       n a c h   B e l i e b e n   Arbeit und  Kapital, die in der Land-
       wirtschaft angewandt  sind,  anderen  Beschäftigungen    z u z u-
       f ü h r e n."
       {Und erst  mit dieser  power 4*) kann von einer Ausgleichung zwi-
       schen agricultural und industrial profits die Rede sein.}
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       1*) mindestens  der Manufaktur - 2*) des Mehrwerts zwischen Kapi-
       talist und  Grundeigentümer, nicht die Eintreibung dieser Mehrar-
       beit selbst - 3*) Irrtümer - 4*) diesem Vermögen
       
       #394# Vierundzwanzigstes Kapitel
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       "Solange der  Pächter selbst ein arbeitender Bauer war, der durch
       das Fehlen  anderer Mittel  für seinen  Lebensunterhalt gezwungen
       wurde, diesen  selbst aus  dem Boden  zu ziehen,  war er gekettet
       durch Not  an diesen Boden; der kleine Vorrat an Betriebsmitteln,
       den er vielleicht besitzt, war mit seinem Besitzer tatsächlich an
       den Boden  gekettet, da  er nicht ausreichte, jenem einen anderen
       Lebensunterhalt zu  verschaffen, wenn  er nicht  im Landbau ange-
       wandt wurde.  Mit dem  kapitalistischen Unternehmer ist diese Ab-
       hängigkeit vom  Boden gebrochen, und wenn durch die Beschäftigung
       der arbeitenden   K l a s s e   a u f   d e m  L a n d  n i c h t
       s o   v i e l   g e w o n n e n   w e r d e n    k a n n    w i e
       d u r c h   i h r e   A n w e n d u n g    i n    d e n    v e r-
       s c h i e d e n e n   a n d e r e n   G e w e r b e n,    die  in
       einem solchen  Zustand der Gesellschaft zahlreich vorhanden sind,
       wird das  Geschäft des  Landbaus verlassen.  Die Rente besteht in
       diesem  Falle   notwendigerweise  ausschließlich  aus    Ü b e r-
       p r o f i t.  (p. 188.) Der Einfluß von rents auf wages hört auf.
       "Sobald  der   Arbeiter  einem   Kapitalisten  verpflichtet  ist,
       h ö r t   d i e s e   A b h ä n g i g k e i t   v o m    L a n d-
       l o r d  auf." (p. 189.)
       
       Wie der  s u r p l u s  p r o f i t  entspringt, erklärt, wie wir
       weiter sehn  werden, J[ones]  eigentlich nicht, oder vielmehr nur
       Ricardisch, i.e. by the difference in the degrees of natural fer-
       tility belonging to different soils 1*).
       
       "W e n n   die Renten   a u s   Ü b e r p r o f i t    b e s t e-
       h e n,   kann die  Rente  eines  besonderen  Ackerstückes  aus  3
       Ursachen anwachsen:
       1. eine Vermehrung des Produkts infolge der Akkumulation größerer
       Kapitalmengen in seiner Bebauung;
       2. die wirksamere Anwendung des schon angewandten Kapitals;
       3. wenn Kapital  und Produkt  dasselbe bleiben,  die Verminderung
       des Anteils der produzierenden Klassen an diesem Produkt und eine
       entsprechende Zunahme  des Anteils  des Landlords. Diese Ursachen
       können sich  auch in verschiedenen Proportionen kombinieren." (p.
       189.)
       
       Wir werden  sehn, was es mit diesen verschiednen Gründen auf sich
       hat. Zunächst  setzen sie alle die Existenz der Rente aus surplus
       profit voraus;  und dann unterliegt nicht dem geringsten Zweifel,
       daß Grund 1, den Ric[ardo] nur einmal nebenbei anspielt, durchaus
       richtig ist. Vermehrt sich das in der Agrikultur angewandte Kapi-
       tal, so  die Masse  der Rente, obgleich die Preise des Korns etc.
       nicht steigen,  überhaupt sonst  gar kein  change vorgeht. Es ist
       klar, daß  in diesem  Fall auch  der  P r e i s  d e s  G r u n d
       u n d   B o d e n s   s t e i g t,  obgleich die Kornpreise nicht
       steigen, überhaupt gar kein change in denselben stattfindet.
       Rente auf  dem   w o r s t   s o i l   2*)  erklärt  J[ones]  als
       M o n o p o l p r e i s.   Der wirkliche  Ursprung der  Rente bei
       ihm also  beschränkt darauf:  entweder    M o n o p o l p r e i s
       (wie bei Buchanan, Sismondi, Hopkins etc.), wenn  a b s o l u t e
       R e n t e
       -----
       1*) d.h.  durch die  Differenz  in  den  Graden  der  natürlichen
       Fruchtbarkeit verschiedener Böden - 2*) schlechtesten Boden
       
       #395# Richard Jones
       -----
       (nicht aus der Differenz in der Fruchtbarkeit der Bodenarten ent-
       springend) oder Differentialrente (Ricardisch).
       {A d   v o c e m   1*)   a b s o l u t e   R e n t e:  Nehmen wir
       G o l d m i n e.   Das angewandte  Kapital sei  = 100 l., average
       profit =  10 l.,  Rente = 10 l. Gesetzt, das Kapital bestehe halb
       aus konstantem  Kapital (in  diesem Fall Maschinerie und matières
       instrumentales 2*))  und halb  aus variablem  Kapital. Die  50 l.
       konstantes Kapital  heißen nichts, als daß sie soviel Arbeitszeit
       enthalten, wie  ¦¦1124¦ in 50 l. Gold enthalten ist. Der Teil des
       Produkts, der  = 50  l., ersetzt also dies konstante Kapital. Ist
       nun der  Rest des  Produkts = 70 l., und werden mit den 50 l. va-
       riables Kapital 50 Arbeiter in Bewegung gesetzt, so müssen 50 Ar-
       beiter (gesetzt,  der Arbeitstag  = 12  Std.) sich  in 70 l. Gold
       ausdrücken, wovon  50 l.  den Arbeitslohn zahlt, 20 l. unbezahlte
       Arbeit realisiert.  Der Wert  des Produkts  von allen  Kapitalien
       gleicher Komposition  dann = 120; dann ist Produkt = 50c+70, [die
       70] =  50 Arbeitstagen,  = 50v+20m. Ein Kapital von 100, das mehr
       konstantes Kapital  und geringre  Anzahl von  Arbeitern anwandte,
       würde Produkt  von geringerem Wert produzieren. Alle gewöhnlichen
       industriellen Kapitalien jedoch, obgleich der Wert ihres Produkts
       unter bewandten  Umständen = 120, würden es nur verkaufen zu sei-
       nem Produktionspreis von 110. Dies aber im Fall der Goldmine, ab-
       gesehn von  dem ownership  of land  3*), unmöglich, weil der Wert
       sich hier  in der  Naturalform des  Produkts ausdrückt.  Es  ent-
       spränge also notwendig Rente von 10 l.}
       
       "Korn kann  zu einem   M o n o p o l p r e i s   verkauft  werden
       (d.h. zu  einem Preise,  der mehr  zahlt als   d i e  K o s t e n
       u n d   P r o f i t e   j e n e r,   d i e  e s  u n t e r  d e n
       u n g ü n s t i g s t e n   U m s t ä n d e n    p r o d u z i e-
       r e n)   oder zu  einem Preise,  der nur  die    g e w ö h n l i-
       c h e n   P r o f i t e   z u r ü c k z a h l t.   Ersterer  Fall
       angenommen, dann kann, von allem Unterschied in der Fruchtbarkeit
       der angebauten  Böden abgesehn,  das   v e r m e h r t e   P r o-
       d u k t,   e r h a l t e n   d u r c h  v e r m e h r t e s  K a-
       p i t a l  (Preise bleiben die gleichen), die Rente im Verhältnis
       zu dem  ausgelegten vermehrten  Kapital erhöhen."  "Z.B. 10%  die
       gewöhnliche Profitrate. Wenn Korn, mit £ 100 produziert, verkauft
       werden kann  für 115, die Rente = 5 l. Wird durch fortschreitende
       Verbesserungen  das  auf  das  gleiche  Land  angewandte  Kapital
       verdoppelt und  ebenso das  Produkt, so  werden £ 200 ein Produkt
       von 230  liefern, die  Rente steigt  auf £ 10, ist also ebenfalls
       verdoppelt." (p. 191.)
       
       {Dies gilt  für absolute  rent as  well as  für differential rent
       4*).}
       
       "In  kleinen   Gemeinwesen   kann   Korn   beständig   zu   einem
       M o n o p o l p r e i s   sein... Auch  in größeren  Ländern dies
       möglich, wenn  die Bevölkerung beständig schneller wächst als die
       Zunahme des Ackerbaus. Aber Monopolpreis des Korns ungewöhnlich
       -----
       1*) Bezüglich - 2*) Hilfsstoffe - 3*) Eigentum am Boden - 4*) ab-
       solute Rente wie für Differentialrente
       
       #396# Vierundzwanzigstes Kapitel
       -----
       in Ländern von erheblicher Ausdehnung und großer Mannigfaltigkeit
       des Bodens.  Wenn großes  Steigen der Preise, [wird] mehr Land in
       Bebauung gesetzt  oder mehr  Kapital auf altes Land verwandt, bis
       der Preis  kaum mehr den gewöhnlichen Profit auf die Ausgaben ab-
       wirft. Dann  wird der  Ackerbau eingeschränkt und in solchen Län-
       dern Korn  gewöhnlich verkauft  zu einem  Preis, der  gerade aus-
       reicht, das  unter den ungünstigsten Umständen angewandte Kapital
       und mit  der gewöhnlichen  Profitrate zu ersetzen; und die Rente,
       die von  besseren Böden bezahlt wird, mißt sich dann an dem Über-
       schuß ihres  Produkts über  das Produkt  des mit gleichem Kapital
       bebauten ärmsten Bodens." (p. 191, 192.) "Alles was nötig ist für
       ein Steigen  der Rente auf der ganzen Fläche eines Landes, besit-
       zend Böden  von ungleicher Güte, ist dies, daß die besseren Böden
       für das zusätzliche Kapital, das im Fortschritt des Ackerbaus auf
       sie verwandt  wird, etwas mehr liefern als die entschieden minder
       guten Böden. Denn da die Mittel gefunden werden können, neues Ka-
       pital auf  jeden Boden,  der zwischen den Extremen A und Z liegt,
       zu der  gewöhnlichen Profitrate anzuwenden, werden die Renten auf
       allen Böden  wachsen, die jenen besonderen Boden übertreffen. (p.
       195.) "Wenn  A,  kultiviert  mit  100,  jährlich  110  einbringt,
       [wobei] £  10 der  gewöhnliche Profit,  und B mit 100 £ 115 und C
       mit 100  £ 120 usf. bis Z, B zahlt dann Rente von 5 und C von 10.
       Nun [werde]  jeder dieser Böden mit £ 200 bearbeitet. Also A 220,
       B 230, C 240 etc., also die Rente auf B nun 10 und auf C 20" etc.
       (p. 193.) "Die  a l l g e m e i n e  A k k u m u l a t i o n  des
       in der Kultur angewandten Kapitals vermehrt das Produkt auf allen
       Bodenarten ziemlich  im Verhältnis  zu ihrer  ursprünglichen Güte
       und   m u ß   v o n   s e l b s t   d i e   R e n t e n  e r h ö-
       h e n,   o h n e  B e z u g  a u f  e i n e  f o r t s c h r e i-
       t e n d e   V e r m i n d e r u n g   d e s  E r t r a g s  d e r
       A r b e i t   u n d   d e s  K a p i t a l s,  die angewandt wer-
       den, und  in der  Tat   g a n z  u n a b h ä n g i g  v o n  i r-
       g e n d e i n e r  a n d e r e n  U r s a c h e."  (p. 195.)
       
       Dies ein  Verdienst von  J[ones], daß  er zuerst klar hervorhebt,
       daß rent once supposed, its growth will on the whole {always sup-
       posing no  revolutions in the mode of production} result from the
       augmentation of  agricultural capital,  of  capital  employed  to
       land. This may be the case not only if prices remain the same but
       even when they fall below their former range. 1*)
       
       ¦¦1125¦ Gegen  die [Annahme  einer] gradual diminution 2*) in der
       [landwirtschaftlichen] Produktion bemerkt Jones:
       
       "Der Durchschnittsertrag  Englands  an  Korn  überschritt  ehedem
       keine 12  Bushel pro  Acre; er  ist jetzt etwa das Doppelte." (p.
       199.) "Jeder  weitere Zusatz  von Kapital und Arbeit, den man dem
       Boden zuführt,  kann ökonomischer  und wirksamer angewandt werden
       als der letzte." (p. 199, 200.)
       -----
       1*) sobald  einmal Rente  vorhanden, ihre  Zunahme im allgemeinen
       {immer angenommen,  daß keine Umwälzungen in der Produktionsweise
       eintreten} aus der Zunahme des landwirtschaftlichen Kapitals, des
       auf den  Boden angewandten  Kapitals, hervorgeht.  Das kann nicht
       nur dann  der Fall sein, wenn die Preise sich gleichbleiben, son-
       dern selbst  dann, wenn  sie unter  ihr früheres Niveau fallen. -
       2*) allmählichen Abnahme
       
       #397# Richard Jones
       -----
       "Rente wird  sich verdoppeln,  verdreifachen, vervierfachen etc.,
       wenn das  auf das alte Land gelegte Kapital ver2, 3, 4facht wird,
       ohne daß  sich der  Ertrag vermindert und die relative Fruchtbar-
       keit der bebauten Böden eine Änderung erfährt." (p. 204.)
       Dies also  der erste  Punkt, den  Jones vor Ric[ardo] voraus hat.
       Rent once  supposed, it  may increase by the mere increase of the
       amount of  capital employed to land, without any respect whatever
       to a change either in the relative fertility of the soils, or the
       returns of the successive doses of capital employed, or any alte-
       ration whatever in the price of agricultural produce. 1*)
       Der nächste Punkt von Jones dieser:
       
       "Es ist  nicht unbedingt  erforderlich für  das Steigen,  daß das
       V e r h ä l t n i s   z w i s c h e n   d e r  F r u c h t b a r-
       k e i t   d e r   B ö d e n   v ö l l i g   u n v e r ä n d e r t
       bleibt. (p. 205.)
       
       {Jones übersieht  hier,  daß  umgekehrt  eine    V e r g r ö ß e-
       r u n g   d e r   d i s p r o p o r t i o n,  even when the whole
       agricultural capital is more productively employed, must and will
       increase the  amount of  the differential  rent. A   d i m i n u-
       t i o n,  on the contrary, in the differences of the fertility of
       the various soils, must diminish the differential rent, i.e. rent
       flowing from   t h o s e  d i f f e r e n c e s.  Taking away the
       cause you  take away  the effect. Still rent (apart from absolute
       rent) may increase, but only, then, in consequence of an increase
       of the agricultural capital employed. 2*)}
       
       "Ricardo übersah die notwendig  u n g l e i c h e n  W i r k u n-
       g e n  z u s ä t z l i c h e n  K a p i t a l s  a u f  B ö d e n
       u n g l e i c h e r  F r u c h t b a r k e i t."  (l.c.)
       
       (Dies hieße  also weiter nichts, als that the employment of addi-
       tional capital  adds to  the differences  of relative  fertility,
       and, in that way, to differential rent 3*).)
       
       "Wenn Zahlen,  die in einem bestimmten Verhältnis zueinander ste-
       hen, mit  derselben Zahl multipliziert werden, so bleibt ihr Ver-
       hältnis dasselbe  wie das  der Originalzahlen, aber die Differenz
       der Größen der verschiedenen Produkte wird bei jedem
       -----
       1*) Ist  Rente einmal  vorhanden, dann kann sie wachsen durch die
       bloße Zunahme  des auf den Boden angewandten Kapitals, unabhängig
       von irgendwelcher Veränderung der relativen Fruchtbarkeit der Bö-
       den oder  der Erträge  der aufeinanderfolgenden  Mengen des ange-
       wandten Kapitals  oder der  Preise der  landwirtschaftlichen Pro-
       dukte. - 2*) des  M i ß v e r h ä l t n i s s e s,  auch wenn das
       ganze landwirtschaftliche Kapital produktiver angewandt wird, die
       Masse der Differentialrente vergrößern muß und wird. Eine Verrin-
       gerung in den Differenzen der Fruchtbarkeit der verschiedenen Bö-
       den muß dagegen die Differentialrente, d.h. die aus diesen Diffe-
       renzen entspringende  Rente, verringern.  Beseitigt man die Ursa-
       che, so  beseitigt man  auch die  Wirkung. Dennoch kann die Rente
       (von der  absoluten Rente  abgesehen) steigen,  aber dann nur in-
       folge einer Vermehrung des angewandten landwirtschaftlichen Kapi-
       tals. - 3*) daß die Anwendung zusätzlichen Kapitals die Differenz
       der relativen  Fruchtbarkeit vermehrt und damit die Differential-
       rente steigert
       
       #398# Vierundzwanzigstes Kapitel
       -----
       weiteren Schritte  des Prozesses  wachsen. Wenn 10, 15, 20 multi-
       pliziert werden  mit 2  oder 4 und werden 20, 30, 40 oder 40, 60,
       80, so  bleiben ihre  relativen Verhältnisse zueinander die glei-
       chen: 80  und 60  stehn im  selben Verhältnis zu 40 wie 20:15:10;
       aber die   D i f f e r e n z  z w i s c h e n  d e n  G r ö ß e n
       i h r e r  P r o d u k t e  wird bei jeder Operation wachsen. War
       sie ursprünglich  5 und 10, so wird sie 10 und 20 und schließlich
       20 und 40." (p. 206, 207.)
       
       Dies Gesetz einfach dies:
       1.) 10,  5   15, 10  20.  Differenz  5 [und 10]. Summe der
                                                        Differenz  15.
       2.) 20, 10   30, 20  40.  Differenz 10 [und 20]. Summe der
                                                        Differenz  30.
       3.) 40, 20   60, 40  80.  Differenz 20 [und 40]. Summe der
                                                        Differenz  60.
       4.) 80, 40  120, 80 160. [Differenz 40  und 80.  Summe der
                                                        Differenz 120.]
       Die Differenz zwischen den Gliedern verdoppelt in 2, vervierfacht
       in 3. Die Summe der Differenz ditto verdoppelt in 2, vervierfacht
       in 3.
       Dies also das zweite Gesetz.
       Das   e r s t e  Gesetz war (von Jones bloß auf die Differential-
       rente angewandt):  Die Masse  der Rente  wächst mit der Masse des
       angewandten Kapitals. Ist sie für 100 = 5, so für 200 ist sie 10.
       ¦¦1126¦   Z w e i t e s   G e s e t z:   All other  circumstances
       remaining the  same, the proportion in the difference between the
       capitals employed  on different  soils remaining  the  same,  the
       a m o u n t   o f   t h a t   d i f f e r e n c e,  and hence the
       amount of  the aggregate rent or the sum of those differences in-
       creases, with  the absolute quantity of that difference as resul-
       ting  from   the  increase   of  the   capitals   employed.   1*)
       Z w e i t e s  G e s e t z  also: Die Masse der Differentialrente
       wächst im  Verhältnis wie  die Differenz des Produkts wächst, bei
       gleichbleibender Proportion  in der  fertility, aber  infolge des
       gleichmäßigen Wachstums  of capital  employed  on  the  different
       soils 2*).
       Ferner:
       
       "Wenn 100  auf den  Bodenklassen A, B und C mit einem Produkt von
       110, 115 und 120 angewandt werden, und in einem späteren Zeitraum
       200 mit  den Erträgen  220, 228, 235, so haben sich die relativen
       Differenzen der  Produkte verringert  und die  Böden  sind    a n
       F r u c h t b a r k e i t  e i n a n d e r  n ä h e r  g e k o m-
       m e n.  Trotzdem vermehren sich die  D i f f e r e n z e n  d e r
       G r ö ß e n   i h r e r   P r o d u k t e  von 5 und 10 auf 8 und
       15, und die Renten werden daher
       -----
       1*) Wenn  alle anderen  Umstände gleichbleiben und das Verhältnis
       in der Differenz zwischen den auf verschiedenen Böden angewandten
       Kapitalien das  gleiche bleibt, so wächst die Größe dieser Diffe-
       renz und damit die Größe der gesamten Rente oder die Summe dieser
       Differenzen mit  dem Wachstum  der absoluten Größe der Differenz,
       welches  Wachstum   aus  der  Zunahme  des  angewandten  Kapitals
       hervorgeht. - 2*) des auf den verschiedenen Böden angewandten Ka-
       pitals
       
       #399# Richard Jones
       -----
       steigen. Verbesserungen,  die die  Tendenz haben,  die Grade  der
       Fruchtbarkeit der  Kulturböden einander  zu nähern,  können  also
       sehr wohl  die Renten steigern, und ohne Kooperation einer andren
       Ursache." (p.  208.) "Der  Rübenbau und  die Schafhaltung und die
       neuen Kapitalien, die angewandt wurden, sie zu betreiben, förder-
       ten die  Fruchtbarkeit der armen Böden mehr als die der besseren.
       Aber sie vermehrten das absolute Produkt eines jeden und steiger-
       ten deshalb  die Renten,  während sie die Differenzen der Frucht-
       barkeit der  Kulturböden verminderten."  (l.c.)  "Bei  Ric[ardo]s
       Meinung, daß Verbeßrungen die Renten fallen machen können, ist zu
       bedenken, in  welch langsamer Weise landwirtschaftliche Verbesse-
       rungen tatsächlich  entdeckt, vervollkommnet  und verbreitet wer-
       den." (p. 211.)
       {Dieser letztre  Satz hat nur praktisches Interesse, geht die Sa-
       che an sich nichts an, und bezieht sich nur darauf, daß diese im-
       provements 1*)  nicht so  rasch gehn  as to  considerably augment
       supply in regard to demand and to thus reduce market prices 2*).}
       Ursprünglich haben wir:
           a   b   c
       1. 10, 15, 20. Capital  employed in each class 3*) = 100. Produkt
       = 110,  115, 120.  Differenz = 5+10 = 15. On account 4*) der Ver-
       beßrung doppeltes Kapital angewandt, statt 100  200 in each class
       a, b,  c; aber  dies Kapital  wirkt verschieden auf die different
       classes, und  wir haben  Produkte =  220 (also verdoppelt das von
       a), 228 und 235. Also:
           a   b   c
       2. 20, 28, 35. Capital  employed in  each class  = 200. Produkt =
       220, 228  und 235. Differenz = 8+15 = 23. Aber die Rate of diffe-
       rence vermindert.  5:10 (i.e.  [das Verhältnis der Differenz] b-a
       [zu a]  sub 1)  = 1/2 und 10 zu 10 = 1, während 8:20 nur = 8/20 =
       2/5 und  15:20 = 15/20 = 3/4.. Die Rate der Differenz abgenommen,
       aber ihr  amount zugenommen.  Dies konstituiert jedoch kein neues
       Gesetz, sondern  zeigt nur  increase of  rent mit dem increase of
       capital employed  wie im ersten Gesetz, obgleich das increase auf
       a, b, c nicht proportionell zu ihren original differences of fer-
       tility 5*).  Würden infolge  dieser vermehrten Fruchtbarkeit (die
       aber [relativ]  verminderte Fruchtbarkeit  für b  und c, da sonst
       ihr Produkt  = 230  und 240  sein müßte)  die Preise  fallen,  so
       durchaus nicht  nötig, daß die Rente steigt oder auch nur statio-
       när bliebe.
       ¦¦1127¦ Als  Anwendung - sequel 6*) - des zweiten Gesetzes weitre
       application 7*) desselben:
       -----
       1*) Verbesserungen  - 2*) daß sie die Zufuhr der Nachfrage gegen-
       über erheblich  vermehren und  so die Marktpreise senken würden -
       3*) Das  in jeder Klasse angewandte Kapital - 4*) Wegen - 5*) ur-
       sprünglichen Differenzen  in der  Fruchtbarkeit - 6*) Folge - 7*)
       Nutzanwendung
       
       #400# Vierundzwanzigstes Kapitel
       -----
       D r i t t e s   G e s e t z:   Wenn "Verbesserungen  in the effi-
       ciency of  the capital  employed in  cultivation" -  increase the
       s u r p l u s   p r o f i t s   realized on  particular spots  of
       land, they increase rent 1*).
       Folgendes sind  die hierauf  bezüglichen Sätze  (together mit den
       früheren) von Jones:
       
       "Also die  erste Quelle  vom Steigen  der Pächterrenten  sind die
       f o r t s c h r e i t e n d e   A k k u m u l a t i o n   und die
       u n g l e i c h e n   W i r k u n g e n    v o n    K a p i t a l
       a u f   d i e   v e r s c h i e d e n e n  B o d e n s t u f e n.
       (p. 234)
       
       {Dies kann  sich jedoch  nur auf improvements beziehn, die relate
       directly to  the fertility  of the soil, as f.i. manures, succes-
       sion of crops 2*) etc.}
       
       "Verbesserungen in der Wirksamkeit des im Landbau angewandten Ka-
       pitals erhöhen  die Renten,  indem sie   d e n  a u f  b e s o n-
       d e r e n     A c k e r s t ü c k e n     r e a l i s i e r t e n
       M e h r p r o f i t   vermehren. Sie  erzeugen  regelmäßig  diese
       Vermehrung von  Mehrprofit,   w e n n   s i e   n i c h t   d i e
       M a s s e   d e s   B o d e n p r o d u k t s    s o    r a s c h
       v e r m e h r e n,   d a ß   d a d u r c h   d i e  Z u n a h m e
       d e r   N a c h f r a g e   ü b e r h o l t    w i r d.    Solche
       Verbesserungen in der Wirksamkeit des angewandten Kapitals treten
       gewöhnlich beim  Fortschreiten der landwirtschaftlichen Geschick-
       lichkeit und  der  Akkumulation    g r ö ß e r e r    M a s s e n
       v o n  H i l f s k a p i t a l"  (konstantes Kapital) "ein. Einem
       Steigen der  Rente  aus  dieser  Ursache  folgt  gewöhnlich  eine
       A u s d e h n u n g  d e r  K u l t u r  a u f  g e r i n g e r e
       B ö d e n,   ohne irgendeine  Verminderung der  Erträge des land-
       wirtschaftlichen Kapitals auf den schlechtesten der urbar gemach-
       ten Ländereien. (p. 244.)
       
       {J[ones] bemerkt  sehr richtig,  daß a fall of profits  n i c h t
       b e w e i s t   [the decreasing efficiency of] agricultural indu-
       stry 3*)  (alias fall im Preis des agricultural produce). Aber er
       selbst erklärt die Möglichkeit dieses Falls sehr mangelhaft. Ent-
       weder das  Produkt mag change oder its division between labourers
       und capitalists  mag change  4*). Vom wirklichen Gesetz des Falls
       der Profitrate hier noch keine Ahnung.
       
       "Ein Fallen  des Profits  ist kein Beweis für die abnehmende Pro-
       duktivität  der  landwirtschaftlichen  Arbeit."  (p.  257.)  "Der
       Profit hängt  teils von  der Masse  des Produkts  der Arbeit  ab,
       teils von  der Teilung  jenes Produkts zwischen den Arbeitern und
       den Kapitalisten;  und ihre  Masse kann  sich daher infolge eines
       Wechsels eines dieser Faktoren ändern." (p. 260.)
       
       Daher auch das falsche Gesetz, das er aufstellt:
       -----
       1*) in der Wirksamkeit des im Bodenbau angewandten Kapitals - den
       Mehrprofit vergrößern, der auf besonderen Grundstücken realisiert
       wird, so vergrößern sie die Rente - 2*) direkt auf die Fruchtbar-
       keit des  Bodens wirken,  wie z.B.  Dünger, Fruchtfolge - 3*) ein
       Fallen des  Profits nicht  beweist [die verminderte Produktivität
       der]   landwirtschaftlichen    Arbeit   (in    der   Handschrift:
       "improvement statt  "industry") - 4*) sich ändern oder seine Ver-
       teilung zwischen Arbeitern und Kapitalisten mag sich ändern
       
       #401# Richard Jones
       -----
       "Wenn, abgesehen  von den  Wirkungen der Besteuerung, eine offen-
       bare Verminderung  der Revenue der produzierenden Klassen, zusam-
       men betrachtet,  eintritt" {hier nicht gesagt, was Revenue. Value
       in use  oder value  in exchange, amount of profit oder rate 1*)},
       "wenn ein   F a l l e n   d e r   P r o f i t r a t e   vorkommt,
       d a s   n i c h t    d u r c h    e i n    S t e i g e n    d e s
       A r b e i t s l o h n s   k o m p e n s i e r t  w i r d  und um-
       gekehrt" {dies eben das Ric[ardosche] Gesetz, falsch}, "dann kann
       man schließen, eine Verminderung der produktiven Kraft von Arbeit
       und Kapital ist eingetreten." (p. 273.)}
       
       Das begreift  J[ones] richtig,  daß relatives Steigen [des Werts]
       des agricultural  2*) produce  as compared to industrial 3*) pro-
       duce may  take place in the progress of society although in point
       of fact, agriculture is progressing, absolutely 4*).
       
       "Im Fortschritt  der Nationen  ereignet es  sich gewöhnlich,  daß
       Kraft und  Geschicklichkeit der  Industrie  in    g r ö ß e r e m
       Maße wächst,  als dies  von der Landwirtschaft eines anwachsenden
       Volkes erwartet  werden kann.  Dies ist eine unbestreitbare Wahr-
       heit. E i n   S t e i g e n   i m   r e l a t i v e n   W e r t e
       d e r  B o d e n p r o d u k t e  kann daher im Fortschreiten der
       Nationen erwartet  werden,   o h n e   e i n e    p o s i t i v e
       A b n a h m e  der Produktivität der Landwirtschaft." (p. 265.)
       
       Dies  erklärt   aber  nicht     p o s i t i v e s    Steigen  der
       G e l d p r e i s e  des raw produce 5*), es sei denn, daß such a
       fall in the value of gold takes place, as is balanced and overba-
       lanced in  manufacture by  the still greater fall in the commodi-
       ties produced,  while it  is not so balanced in agriculture. This
       may happen,  even ¦¦1128¦ if no general fall in the value of gold
       (money) takes  place, but  when a  peculiar nation f.i. buys more
       money by a day's work as the competing nations do. 6*)
       Jones erklärt  die Gründe,  warum er in England nicht an die Wir-
       kung des  Ric[ardo]schen Gesetzes  glaubt, dessen  abstrakte Mög-
       lichkeit er. however 7*), zugibt.
       
       "Wächst die  Rente aus  dem Ric[ardo]schen  Grund, 'der Anwendung
       einer zusätzlichen Menge Arbeit, die einen verhältnismäßig gerin-
       geren Ertrag  liefert' und daher dem Landlord einen Teil des Pro-
       dukts zuführt, das auf besserem Boden erzielt wurde,
       -----
       1*) Gebrauchswert  oder Tauschwert.  Profitmasse oder -rate - 2*)
       in der  Handschrift ist  dieses Wort gestrichen und mit Bleistift
       durch "industr." ersetzt - 3*) in der Handschrift ist dieses Wort
       gestrichen und  mit Bleistift  durch "agricult."  ersetzt  -  4*)
       Agrikulturprodukts im  Vergleich zum  Industrieprodukt  im  Fort-
       schritt der  Gesellschaft eintreten  kann, obwohl  die  Landwirt-
       schaft tatsächlich  absolut fortschreitet  - 5*)  Bodenprodukts -
       6*) ein  solches Fallen  im Wert  des Goldes eintritt, der in der
       Manufaktur von einem noch stärkeren Fallen der produzierten Waren
       ausgeglichen und  überboten wird,  während in  der Landwirtschaft
       der artiges nicht stattfindet. Das kann sogar vorkommen. ohne daß
       ein allgemeines Fallen im Wert des Goldes (Geldes) eintritt, wenn
       z.B. eine  besondere Nation  durch eine Tagesarbeit mehr Geld er-
       wirbt als die konkurrierenden Nationen. - 7*) jedoch
       
       #402# Vierundzwanzigstes Kapitel
       -----
       dann muß  notwendigerweise der  d u r c h s c h n i t t l i c h e
       A n t e i l   a m   G e s a m t p r o d u k t   wachsen, den  der
       Landlord als  Rente an  sich nimmt."  Zweitens, "die Arbeit eines
       größeren Teils  der Bevölkerung  muß der Agrikultur gewidmet wer-
       den." (p. 280, 281.)
       
       (Letztres nicht exakt. It is possible that greater portion of se-
       condary labour  is employed  - more commodities procured by indu-
       stry and  commerce enter  the agricultural  process, without  the
       gross produce  being augmented  proportionally, and  without more
       immediate labour being employed. There may even be less employed.
       1*))
       
       "Nun finden  wir in  der englischen  Statistik 3  Tatsachen: Eine
       Ausdehnung der Bodenbebauung, begleitet von einem Steigen der ge-
       samten Rentenmasse  des Landes;  eine Verminderung des Teiles des
       Volkes, der  in der Landwirtschaft beschäftigt wird; eine Abnahme
       im Anteil des Landlords am Produkt." (p. 282.)
       
       (Letztres erklärt sich ganz wie die Abnahme der Profitrate: durch
       Zunahme des  Teils des  Produkts, der konstantes Kapital ersetzt.
       Dabei kann die Rente in amount und Wert wachsen.)
       
       "A. Smith  sagt: 'Im Fortschritt der Verbesserung nimmt die Rente
       im Verhältnis  zum Produkt des Landes ab, obwohl sie an Größe zu-
       nimmt.'" [106] (p. 284.)
       
       J[ones] nennt das konstante Kapital "auxiliary capital" 2*).
       
       "Es folgt  aus verschiednen  Berichten, gemacht  zu verschiedenen
       Zeiten dem Landwirtschaftsamt, daß das ganze in England landwirt-
       schaftlich angewandte  Kapital sich  zu dem für die Erhaltung der
       Arbeiter erforderlichen verhält wie 5:1, d.h., daß 4x mehr Hilfs-
       kapital gebraucht  wird als Kapital, das zur Erhaltung der Arbeit
       dient, die  direkt im Ackerbau angewandt wird. In Frankreich dies
       Verhältnis 2:1." (p. 223.)
       "Wenn eine  bestimmte Menge  zusätzliches Kapital    i n    d e r
       F o r m   d e s   R e s u l t a t s   v e r g a n g e n e r  A r-
       b e i t   angewandt wird,  um  die  Arbeit  der  tatsächlich  be-
       schäftigten Arbeiter  zu fördern,  so wird  e i n  g e r i n g e-
       r e r   j ä h r l i c h e r   E r t r a g  genügen, die Anwendung
       solchen Kapitals  profitabel und  darum dauernd  durchführbar  zu
       machen, als  wenn dieselbe  Menge neuen  Kapitals  zur  Erhaltung
       zusätzlicher Arbeiter verausgabt würde." (p. 224.)
       "Gesetzt, £ 100 würden auf das Land zur Erhaltung dreier Arbeiter
       verwandt, die  ihren eigenen Arbeitslohn und 10% Profit produzie-
       ren, also  £ 110. Das angewandte Kapital werde verdoppelt. Zuerst
       3 neue  Arbeiter angewandt.  Das vermehrte  Produkt muß  = 110 l.
       sein, =  dem Arbeitslohn der 3 zusätzlichen Arbeiter + 10 l. Pro-
       fit. Nun  unterstelle, die  zusätzlichen £  100 seien in der Form
       von Geräten,  Dünger oder sonstigen Resultaten vergangener Arbeit
       angewandt, während die Zahl der beschäftigten
       -----
       1*) Es ist möglich, daß ein größerer Teil indirekter Arbeit ange-
       wandt wird  - mehr Waren, die durch Industrie und Handel erworben
       wurden, in den landwirtschaftlichen Prozeß eingehen, ohne daß das
       Gesamtprodukt entsprechend  vermehrt und mehr unmittelbare Arbeit
       angewandt wird.  Es kann  sogar weniger  angewandt werden.  - 2*)
       "Hilfskapital"
       
       #403# Richard Jones
       -----
       Arbeiter dieselbe bleibe. Dies Hilfskapital daure im Durchschnitt
       5 Jahre.  Der Jahresertrag  des Kapitalisten  muß sein 10% Profit
       und 20  l. für die jährliche Abnutzung seines Kapitals, also 30 l
       Ertrag nötig,  um die dauernde Anwendung der zweiten 100 £ profi-
       tabel zu  machen, statt  110 l., des Betrages, der erheischt ist,
       wenn direkt Arbeit damit angewandt wurde. Klar daher, daß die Ak-
       kumulation von Hilfskapital im Ackerbau noch angänglich ist, wenn
       die Anwendung  derselben Masse Kapital zur Erhaltung zusätzlicher
       Arbeit aufgehört  hat, es  zu sein, und daß die Akkumulation sol-
       chen Kapitals  unendlich lange  vor sich  gehen kann."  (p.  224,
       225.) "So  vergrößert die  Zunahme des Hilfskapitals daher einer-
       seits die  Macht des Menschen über die Bodenkräfte, im Verhältnis
       zu der  ¦¦1129¦ direkt  oder indirekt  auf den  Boden angewandten
       Menge Arbeit,  und vermindert  andererseits den Jahresertrag, der
       erheischt ist,  die fortschreitende  Anwendung bestimmter  Mengen
       neuen Kapitals  profitabel zu machen. (p. 227.) "Unterstellen wir
       ein Kapital,  z.B. 100  l., die auf den Boden ganz in der Zahlung
       von Arbeitslohn angewandt sind und 10% Profit liefern, so daß die
       Revenue des Pächters =110 l. von der der Arbeiter. Wenn das Kapi-
       tal verdrei-etc.-facht,  dann wird die Revenue des Pächters fort-
       fahren, das  gleiche Verhältnis  zu der  der Arbeiter  zu bilden.
       Aber wenn die Zahl der Arbeiter dieselbe bleibt und die Masse des
       Kapitals verdoppelt  wird, dann  werden die Profite £ 20 oder 1/5
       der Revenue  [ausmachen]. Wenn  das Kapital  vervierfacht, werden
       sie £ 40 [bilden] oder 2/5 der Revenue der Arbeiter: wenn das Ka-
       pital wächst  zu 500,  dann wird  der Profit £ 50 oder die Hälfte
       der Revenue  der Arbeiter [ausmachen]. Und der Reichtum, der Ein-
       fluß und wahlscheinlich auch in einigem Umfang die Zahl der Kapi-
       talisten im Gemeinwesen wird  e n t s p r e c h e n d  wachsen...
       Mit dem   W a c h s e n   d e s  K a p i t a l s  gewöhnlich auch
       das Beschäftigen  von einiger zusätzlicher direkter Arbeit nötig.
       Dieser Umstand  wird jedoch  nicht verhindern.  daß die    v e r-
       h ä l t n i s m ä ß i g e   M e n g e   d e s  H i l f s k a p i-
       t a l s  s t e t i g  [w ä c h s t]."  (p. 231, 232.)
       
       Zuerst wichtig  in dieser  Stelle, daß mit dem Wachstum des Kapi-
       tals das  auxiliary capital  wächst im  Verhältnis zum  variablen
       oder das letztre relativ abnimmt im Vergleich zum konstanten.
       Daß die   a n n u a l   r e t u r n s  1*) abnehmen im Verhältnis
       zum vorgeschoßnen  Kapital, wenn  der Teil  des auxiliary capital
       wächst, der  aus fixem  Kapital besteht  oder dessen  Turnus sich
       über mehrere  Jahre erstreckt  - dessen  Wert jährlich nur in der
       Form des  déchet 2*)  in das  Produkt eingeht -, findet überhaupt
       statt, nicht  nur in der Agrikultur. Allerdings, in der Industrie
       vermehrt sich  das während des Jahrs bearbeitete Rohmaterial noch
       viel schneller,  als die  Größe des  fixen Kapital gewachsen ist.
       Vergleich z.  B. die  Masse Baumwolle,  die a mule-jenny 3*) ver-
       braucht wöchentlich,  also auch jährlich, mit der, die ein Spinn-
       rad braucht.  Nimm aber  an, z.B. in Schneiderei (auf großem Maß-
       stab) ebensoviel   W e r t   an  Rohmaterial bearbeitet (obgleich
       nicht soviel Masse, aber das Rohmaterial teurer als in der
       -----
       1 jährlichen Erträge - 2*) Verschleißes - 3*) eine Spinnmaschine
       
       #404# Vierundzwanzigstes Kapitel
       -----
       Spinnerei), so  muß der  jährliche return  1*) in der Schneiderei
       bedeutend größer sein als in der Spinnerei, weil ein größrer Teil
       des ausgelegten  Kapitals (fixen) in letztrer nur als annuity 2*)
       in das Produkt eingeht.
       Der   W e r t   des jährlichen returns in der Agrikultur (wo das,
       was man  als Rohmaterial betrachten kann, der Samen, nicht wächst
       im Verhältnis, wie die übrigen Teile des konstanten Kapitals, na-
       mentlich das  fixe)  ist  natürlich  kleiner,  wenn  das  Kapital
       wächst, aber  statt daß  das variable  wächst, nur  das konstante
       wächst. Denn  das variable  muß ganz im Produkt ersetzt sein, das
       andre nur  als annuity,  soweit es  jährlich konsumiert wird. Den
       Getreidepreis als  gegeben vorausgesetzt,  sind, wenn  das qr.  =
       1/21., 220  qrs. nötig,  um variables Kapital von 100 bei 10 p.c.
       Profit zu  ersetzen, während  nur 60 qrs. (= 301.) nötig sind, um
       20 l. déchet und 10 £ Profit zu ersetzen. Ein geringrer absoluter
       return (hier, wie unter ähnlichen Verhältnissen in der Industrie)
       gibt denselben  Profit. Indes  laufen hier  bei Jones verschiedne
       fallacies 3*) unter.
       D'abord 4*) kann nicht gesagt werden (unter den gemachten Voraus-
       setzungen), daß  die productive  powers of the soil 5*) gewachsen
       sind. Sie  sind gewachsen  in respect  to the labour employed di-
       rectly, but not in regard to the general capital employed 6*). Es
       kann nur  gesagt werden, daß mindres gross produce 7*) nötig ist,
       um nach  wie vor  dasselbe net produce 8*), i.e. denselben Profit
       zu liefern.
       ¦¦1130¦ Ferner  das Wachsen der Revenue des Farmers im Verhältnis
       zu der  Revenue der labourers ist zwar in dieser besondren Sphäre
       so far  9*) wichtig,  als hier der Teil des Gesamtprodukts, which
       goes to  profit, becomes  increasedand goes on increasing relati-
       vely to  that part which goes to the labourers 10*). Damit wächst
       und dehnt sich unbedingt aus wealth und influence des farming ca-
       pitalist as compared to his labourers 11*). Aber Jones scheint so
       zu rechnen:  10 auf  100 ist  1/10; 20 l. auf 120 (nämlich 100 in
       Arbeit ausgelegt,  20 déchet)  = 1/6,  und die 20 l. sind 1/5 des
       den Arbeitern  Gezahlten etc.  Aber nichts ist falscher, als daß,
       generally speaking 12*), die Profitrate steigen kann, während das
       in Arbeit  ausgelegte Kapital  abnimmt. Grade  umgekehrt. Es wird
       proportionell weniger  surplus value  realisiert. Die  Profitrate
       sinkt aber.  Mit Bezug auf den farmer speziell (wie für jedes be-
       sondre Geschäft
       -----
       1*) Ertrag  - 2*)  jährliche Abschreibung  - 3*)  Irrtümer -  4*)
       Zunächst -  5*) Produktivkräfte des Bodens - 6*) im Verhältnis zu
       der direkt  angewandten Arbeit,  aber nicht im Verhältnis zum ge-
       samten angewandten Kapital - 7*) Bruttoprodukt - 8*) Nettoprodukt
       9*) insofern  - 10*)  der zum  Profit wird, immer mehr zunimmt im
       Verhältnis zu  dem, der den Arbeitern zufällt - 11*) Reichtum und
       Einfluß des  Landwirtschaft treibenden  Kapitalisten,  verglichen
       mit dem seiner Arbeiter - 15*) allgemein gesprochen
       
       #405# Richard Jones
       -----
       isoliert), mag  die Profitrate  dieselbe bleiben, ob er mit einem
       Kapital von 200  3 oder 6 Arbeiter anwendet.
       Damit die Rente = surplus profit, i.e. Überschuß über den average
       profit  1*),  ist  unterstellt  nicht  nur,  daß  die  Agrikultur
       f o r m e l l   der kapitalistischen Produktion unterworfen, son-
       dern daß Ausgleichung der Profitraten in den verschiednen Produk-
       tionssphären, speziell  auch zwischen  Agrikultur und  Industrie,
       stattfinde. Sonst  kann die  Rente  gleich  sein    s u r p l u s
       w a g e s   2*) (was auch der Profit ist). Sie kann sogar part of
       profit 3*)  vorstellen. Sie  kann selbst deduction from wages 4*)
       sein.
       -----
       1*) Durchschnittsprofit  2*) [dem] Überschuß über den Arbeitslohn
       - 3*) Teil des Profits - 4*) Abzug vom Arbeitslohn

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